Einzelstück 
Tagebuch von Alois Negrelli
(Suezkanal)
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Am 29. früh nach Cap el GerrehEin Haifisch gesellte uns auf20°(Meter) Entfernung vom Strande.Er tauchte erst auf u(nd) unter,u(nd) hatte Kleine hinter sich.In Cap el Gerreh liegendie Ruinen einer größerenStadt vor. Ich fand einwohlerhalt(enes) Bruchstück weiß(en)Marmors mit einem herrlichenBasrelief u(nd) 2 Münzen,St. Hilaire die Basis einesLeuchters in Bronze u(nd) Conrad mehrere Münzen. Strabo1beschreibt die Stadt wiesie vor 2500 Jahren war.Nun liegen die Trümmer
vom Meere angegriffen vor!Hinter dem Cap eine großeLagune die bis weit in dieöde Wüste eingreift.Das Meer ist ebenfallsganz öde! In 2 Tage nichtein einziges Schiff!Nachm(ittags) den Strand bisTinneh begangen u(nd) nochdie Säulen meiner Ingenieuregefunden!2 Um 5 Uhr zurükins Lager, voll Conchilienwovon der Strand mit Millionenüberdekt ist.Weiber das Kin tätovirt.Tragen Ringe an der Nase u(nd)Ohren, u(nd) Braçelette sogar hie u(nd)da an den Füßen.Gebete der Araber u(nd) Türken .

  1. Antiker griechischer Geschichtsschreiber und Geograph „Strabon“ (63 v. Chr. - 23 n. Chr.)

  2. Negrelli entsandte 1847 drei Ingenieure nach Ägypten, um für die Société d’Études du Canal de Suez Vermessungsarbeiten durchzuführen. Teilnehmer der österreichischen „Expedition“ in Ägypten waren der Delegationsleiter („Secrétaire“) Carl Jaßnüger gemeinsam mit den drei österreichischen Ingenieuren Carl Junker, Louis Mayer, Theodor Potyka. Die von Negrelli beauftragten Ingenieure waren zwischen dem 5. Mai und dem 20. Juni 1847 in Ägypten mit dem Ziel, die Mittelmeerküste (von Alexandrien bis zur Bucht von Tineh) für die beabsichtigte Ausmündung des Suezkanals vor Ort zu untersuchen, zu vermessen und kartieren.