*> vi V^Vï. >8;V ,7.1^»-jt aaKME& Jahres-Bericht des unter dem höchsten Protektorate Ihrer k. und k. Hoheit der durchlauchtigsten Frau Erzherzogin Marie Valerie stehenden Vereines „Erzlragii Marie Valerie Wiener Frauerioein" für das Verwaltungsjahr 1910 mit einer Chronik des Vereines Feier des 30jährigen Bestandes erstattet vom A.v.sscli’asse in der am 10. April 1911 abgehaltenen 30. ordentlichen Generalversammlung ■°n >XO>vOX5 o°- w i b isr Verlag des Vereines „Erzherzogin Marie Valerie Wiener Frauenheim“. Druck von Eduard Sieger, Wien. Motto: Unermüdlich weiterstreben, rastlos sorgen und erwerben. Jahresbericht 1910. Bericht, welchen der Ausschuß der 30. ordentlichen Generalversammlung zu erstatten die Ehre hat, trägt ein besonders festliches Gewand, bringt er doch die freudige Kunde, daß der Verein am 19. April 1911 das dreißigste Jahr seines Bestandes in Ehren und mit sichtlichem Erfolge vollendet. Dank sei dem Allmächtigen, denn ein gütiger Stern leuchtete stets unserem Unternehmen; mögen seine milden Strahlen auch ferner den Pfad erhellen, den wir schaffensfreudig wandeln, zum Wohle so vieler, durch Schicksalsschläge schwer getroffener alter Frauen. Vor allem wollen wir an dem heutigen Freudentage in Treuen aller jener gedenken, welche im Verlaufe der letzten 30 Jahre in der uneigennützigsten Weise ihre besten Kräfte in den Dienst des Wiener Frauenheim gestellt haben und halten es daher für unsere Pflicht, unseren geschätzten Mitgliedern, Gönnern und Wohltätern über die Entstehung und Entwicklung des Vereines zu berichten, ehe wir an die Besprechung des Verwaltungsjahres 1910 schreiten. Den Geburtstag unseres Vereines können wir auf den 19. April 1881 verlegen. Es war ein herrlich linder, sonniger Frühlingstag, vielverheißend, eine Fülle reichsten Segens in seinem Schosse bergend. An jenem denkwürdigen 19. April fanden sich in der Wohnung der Frau Auguste von Littrow- Bi sch off die Damen Emilie Bach, Barach, Barbe r, Louise Bosse-Falck, Frank-Felder, Marie Herrmann, Mi ran i, Helene S u eß und Vogel zu einer Besprechung und Beratung zuammmen und beschlossen die abwesenden Damen Laura von Egger-Möllwald, Hauffe und von Storck gleichfalls in den Kreis jener Frauen einzubeziehen, aus welchen sich das konstituierende Komitee bilden sollte. Nachdem Frau von Littrow von vornherein erklärt hatte, eine allfalls auf sie entfallende Wahl nicht annehmen zu können, wurden die Damen Bach, Bosse-Falck, l* 4 von Egger-Möllwald, Krank-F e4der, Hauffe, Herrmann, von Storek, Sueß und Vogel in das vorbereitende Komitee gewählt. In der Sitzung vom 4. Mai wurde bereits Frau Johanna von Hebra (dem Komitee nach dem 19. April beigetreten) zur Vorsitzenden und Frau Marie Herrmann zur Stellvertreterin der Vorsitzenden gewählt. Die edlen Frauen hatten es sich zur ihrer Lebensaufgabe gemacht, ein Heim zu gründen, in welchem alleinstehende, ältere, gebildete und minderbemittelte Damen (Frauen oder Fräulein) Wohnung und Verpflegung gegen sehr geringes Entgelt finden sollten. Diese große, ernste, von reiner Menschenliebe durchdrungene Idee baldigst zu verwirklichen, war das nächste Ziel des Komitees, welches in seiner schwierigen Arbeit durch die der Wohlfahrt geweihte publizistische Tätigkeit der Schriftstellerin Frau Aglaia von Enderes (siehe im Anhänge den Abdruck des Artikels „Ein Frauenheim“ von Aglaia von Enderes) wesentlich unterstützt wurde. Nicht durch Sammlungen, sondern lediglich durch Beiträge der Mitglieder sollten die erforderlichen Mittel beschafft werden Und die Mitglieder fanden sich immer zahlreicher und zahlreicher und schufen im Vereine mit den Gründern, bewußt ein Werk der Nächstenliebe zu vollbringen, jene felsenfesten Grundpfeiler, welche das humanitäre Unternehmen stets gestützt und demselben zu seiner heutigen Größe verholten haben. Im April 1881 begaben sich Frau Cölestine von Oppolzer mit den Damen des engeren Komitees zu Ihrer Exzellenz Therese Baronin Haymerle und berichteten über die Gründung und den Zweck des Vereines „Wiener Frauenheim“. (Der von den Proponenten der k. k. Statthalterei vorgelegte Statutenentwurf hatte bereits unterm 24. Jänner 1881 die Genehmigung gefunden.) Gleichzeitig trugen sie die Bitte vor, Ihre Exzellenz möge das Protektorat über den ins Leben gerufenen Verein übernehmen, welchem Ansuchen Baronin Haymerle gerne willfahrte. Nach dem im Monate Oktober 1881 erfolgten Tode Seiner Exzellenz Baron Hayme rl e legte Ihre Exzellenz das Protektorat wieder zurück. Die Jahre 1881 und 1882 blieben ausschließlich der vorbereitenden Tätigkeit gewidmet und die Vereinsleitung bemühte sich, Mitglieder zu gewinnen, den Kreis seiner Gründer, Gönner und Freunde zu erweitern und auf diese Weise seine bescheidenen Mittel zu stärken Besonders ehrend für den jungen Verein war es, daß Se. Majestät der Kaiser und Ihre Majestät die Kaiserin, sowie Mitglieder des Kaiserhauses das Unternehmen durch höchste Spenden zu fördern geruhten und auch die Kommune Wien hilfreich die Hand bot. Eine am 24. März 1882 in den Musikvereinssälen abgehaltene Festvorstellung mit Ball brachte dem Verein eine weitere Einnahme von 1039 fl. 2078 K. Die Aufnahmsbedingungen in das Wiener Frauenheim wurden im Jahre 1882 in der Weise geregelt, daß keiner Pensionärin ein Platz verliehen werden sollte, welche nicht mindestens 300 fl. = 600 K Jahrespension erlegen konnte, da dieselbe schon in diesem Falle in den Genuß eines halben Freiplatzes tritt. Die volle Jahrespension wurde mit 600 1200 K festgesetzt. Weitere Preiserhöhungen waren durch die Größe und Lage der Wohnung bedingt. Damals hatten bereits 50 Frauen um Aufnahme ins Heim angesucht; von den Vormerkungen entfielen 11 auf Witwen nach Beamten, 11 auf Witwen und Waisen nach Offizieren, 3 auf solche nach Doktoren, 4 auf Lehrerinnen usw. Der am 10. April 1883 unter dem Vorsitze der Frau Johanna von Hebra abgehaltenen 2. ordentlichen Generalversammlung lag bereits ein Beschluß des Ausschusses vor, die dem Herrn Tobias Eschenbacher gehörige Realität in Obermeidling, Schönbrunnerstraße Nr. 295, für Zwecke des Vereines um einen Betrag von 27.000 fl. 54.000 K anzukaufen. Mit Zustimmung der Generalversammlung wurde der Kaufvertrag unterzeichnet und 4000 fl. =- 8000 K als Anzahlung geleistet, der restliche Kaufschilling hingegen durch Abschlagszahlungen, deren letzte in das Jahr 1890 fiel, getilgt. Die ersten Adaptierungen des neu erstandenen, mitten in einem baumreichen Garten gelegenen Hauses hatte Stadtbaumeister Franz X. Neumann sen. in der uneigennützigsten Weise vorgenommen, indem er dem Vereine mit Rücksicht auf dessen geringen Vermögensstand die Entrichtung der auflaufenden Kosten im Betrage von 4500 fl. 9000 K in 5 Jahresraten zugestand. Nach entsprechender Adaptierung des Gebäudes waren die erforderlichen Räumlichkeiten — vorläufig für 20 Pensionärinnen und das Dienstpersonale — geschaffen. Die Sitzung vom 28. April 1883 brachte dem Vereine die erste Hausordnung, welche in humaner Weise allen das Frauenheim bewohnenden Damen volle Gleichstellung und volle Wahrung ihrer persönlichen Freiheit bei möglichster Rücksichtnahme auf Krankheitsfälle einräumte. Bereits am 1. August 1883 wurde das Pensionshaus in einfach würdiger Weise im Beisein der Präsidentin Krau Johanna von Hebra und einigen Mitgliedern des Ausschusses eröffnet. Ein kleines Poem, den schönen Augenblick verherrlichend, sei im folgenden wiedergegeben: 6 Vollendet ist der Bau, geschmückt die Räume, ’ Sie laden ein zu friedlich stiller Ruh’; Es rauschen über euch die alten Bäume, Sie winken euch Willkommen zu. O, tretet ein, wir bieten Schutz und Frieden Und treue Pflege Euch zu jeder Zeit; Nicht einsam ist jetzt Euer Lebensabend, Wir sind zu treuer Hilfe stets bereit. Wie manches Frauenherz wird hier gesunden, Das einsam trauert um entschwund’nes Glück; Es hat den Schutz, es hat das Heim gefunden, Und heiter wird der tränenschwere Blick. Der Lebensabend neiget sich zu Ende, Bald winkt uns ew’ge sel’ge Ruh’; Dann schließen noch die treuen Frauenhände, Auch unsre müden Augen zu. Oh! seid beglückt, Ihr edlen Frauen alle, Die Ihr gedacht, geschafft das traute Heim, Der Himmel nur kann Eure Liebe lohnen, Auf Euren Lebensweg nur Rosen streu’n. Ihr habt des Heilands hohes Wort verstanden, Ihr nahm’t Euch der Verlass’nen an: Es spricht der Herr: Was Ihr getan habt meinen Brüdern, Das habt Ihr, treue Christen, mir getan! Bis zum 31. Dezember 1883 war das Wr. Frauenheim von 19, im Jahre 1884 inklusive der Verwalterin von 24 Damen bewohnt, von denen 8 dem Beamtenstande, 5 dem Offiziersstande, 5 dem Lehrerstande und 1 dem Kaufmannsstande angehörten, 2 waren Witwen nach Doktoren der Medizin, 1 war Schriftstellerin und 1 Private. Nicht uninteressant dürfte die Mitteilung sein, daß bereits die am 26. April 1884 tagende 3. ordentliche Generalversammlung die Damen Louise Bosse-Falck, Auguste von Littrow-Bischoff und Charlotte von Storck im Hinblicke auf ihre großen Verdienste um das Zustandekommen des Vereines zu Ehrenmitgliedern ernannt hat. In goldenen Buchstaben erglänzen die Namen dieser 3 Damen im Ehrenbuche des Wr. Frauenheim! An dieser Stelle wollen wir unserem langjährigen verdienstvollen Ausschußmitgliede, Herrn Regierungsrate Dr. Heinrich Bi Hing, Edlen v. Gemmen einige Worte liebevoller Erinnerung widmen. 7 Dem Vereinsausschusse seit dem Jahre 1883 angehörig, konnte sich Dr. v. Billing als Gemeinde- und Stadtrat dem Wr. Frauenheim zu wiederholtenmalen mit Rat und Tat hilfreich erweisen. Von größter Bedeutung war die erfolgreiche Fürsprache Billings bei Exzellenz Dumba wegen Subventionierung des Vereines durch die I. österreichische Sparkasse. Als Vizepräsident der Gesellschaft der Musikfreunde war es dem Verstorbenen des öfteren möglich, dem Vereine gelegentlich der Abhaltung von- Versammlungen und Sitzungen kostenlos entsprechende Beratungszimmer zur Verfügung zu stellen. Wohl unschätzbare Verdienste hat sich Regierungsrat von Billing als Kasseverwalter des Vereines erworben, welche Funktion er durch 20 Jahre bekleidete und erst zurücklegte, als ihn ein böses, hartnäckiges Augenleiden befiel. Im Ausschüsse verblieb er jedoch auch dann noch und verfolgte mit gewohntem, regen Interesse die Vorgänge im Vereine, nicht ermangelnd, in wichtigen Momenten dem Wr. Frauenheim mit seinem bewährten Rate beizuspringen. Am 27. Jänner 1908 wurde Regierungsrat v. Billing durch den Tod jäh unserem Kreise entrissen. Unbegrenzt ist die Dankbarkeit, welche wir dem Verstorbenen schulden. Die rastlose Tätigkeit des Ausschusses in den Jahren 1884 bis 1887 war insoferne von großem Erfolge gekrönt, als die vertragsmäßig zu zahlenden Abschlags- und Zinsenraten auf den Kaufschilling und die Adaptierungskosten pünktlich geleistet werden konnten und der Verein auf diese Weise wohl langsam aber stetig erstarkte. Das Jahr 1888 muß wohl als eines der bedeutsamsten seit dem Bestände des Wiener Frauenheim bezeichnet werden. Ein langgehegter Wunsch des Ausschusses, dessen Gewährung zugleich eine höchst ehrende Würdigung der Tendenz und des bisherigen Wirkens des Vereines insich schließt, war in Erfüllung gegangen, da Ihre k. u. k Hoheit die Durchlauchtigste Frau Kronprinzessin Erzherzogin Stephanie in huldvollster Anerkennung des schönen Zweckes das Protektorat über das Wiener Frauenheim zu übernehmen geruhten. Zu Beginn des Jahres 1888 hatte sich Frau Johanna von Hebra, welche für den Verein seit seiner Gründung in der aufopferndsten Weise tätig war und denselben leitete, bestimmt gefunden, aus Gesundheitsrücksichten, zum größten Bedauern Aller, ihre Funktion zurückzulegen. Der Ausschuß wählte hierauf im Frühjahre die Vizepräsidentin Frau Marie Edle von Robert zur Präsidentin, welche Ehrenstelle genannte Dame bis zu ihrem im Jahre 1909 erfolgten Tode bekleidet hatte Die verhältnismäßig günstige finanzielle Situation des Vereines hatte den Ausschuß bereits im Jahre 1888 veranlaßt, inso- ferne eine weitere Ermäßigung der bestehenden 11 albfrei- plätze eintreten zu lassen, als einer mit 150 fl. 300 K (statt 300 fl. 600 K) festgesetzt wurde. Den Ereignissen etwas vorgreifend, sei erwähnt, daß der am 10 April 1893 abgehaltenen 12. ordentlichen Generalversammlung der Antrag des Ausschusses auf Errichtung eines zweiten solchen halben Freiplatzes vorlag. In den nun folgenden 5 Jahren wurden weitere 5 derartige halbe b reiplätze kreiert, sämtliche aber mit dem ausdrücklichen Vorbehalte, daß diese nur so lange aufrecht zu erhalten wären, als nicht unvorhergesehene Ereignisse eine Einziehung derselben notwendig machen sollten. Am 19. Mai 1893 wurde dem Vereine die besonders ehrende Auszeichnung zuteil, seine höchste Schutzfrau, Ihre k. u. k. Hoheit die Durchlauchtigste Frau Kronprinzessin- Witwe Erzherzogin Stephanie im Pensionshause empfangen zu dürfen. Ihre kaiserliche Hoheit bekundeten das lebhafteste Interesse für die Einrichtungen des Frauenheim und geruhten sich über dieselben, insbesondere aber über die überall herrschende Ordnung und Reinlichkeit sehr anerkennend auszusprechen. Die Jahre 1894, 1895, 1896 und 1897 wiesen keine nennenswerten Begebenheiten auf. Im Jahre 1898 bot sich dem Ausschüsse eine überaus günstige Gelegenheit zum vorteilhaften Ankäufe von Gründen in Speising (Anton Langergasse) im Ausmaße von 98 a 03 m 2 — 2721 Quadratklafter (6 fl. -= 12 K per Quadratklafter). Im Jahre 1899 wurde die im Laufe der Zeit dringend gewordene Arrondierung des Grundbestandes des Vereinshauses in Meidling durchgeführt und eine zirka 324 m 2 messende, der Frau Marie Eschenbacher gehörige Ergänzungsparzelle um den geringen Betrag von 800 fl. = 1600 K käuflich erworben. In dem gleichen Jahre hatten sich Ihre k. u. k. Hoheit die Durchlauchtigste Frau Erzherzogin Kronprinzessin-Witwe Stephanie bestimmt gefunden, das seit dem Jahre 1888 innegehabte Protektorat niederzulegen, unserem Vereine aber mit dem Gründerbeitrage von 200 K beizutreten. Im Jahre 1900 übernahmen Ihre k. u. k. Hoheit die Durchlauchtigste Frau Erzherzogin Elisabeth Marie über eine höchsten Orts unterbreitete Bitte Allerhuldvollst das Protektorat über das Wr. Frauenheim und geruhten dasselbe bis zu Höchstihrer Vermählung im Jahre 1902 beizubehalten. Der Verein ist so glücklich, auch Ihre kaiserliche Hoheit als Gründer mit einem Beitrag von 200 K im Rechenschaftsberichte verzeichnen zu können. 9 Im Jänner 1903 widerfuhr dem Vereine die große Ehre und Auszeichnung, Ihrer k. u. k. Hoheit der Durchlauchtigsten Frau Erzherzogin Marie Valerie als Höchsten Schutzfrau huldigen zu dürfen. Bereits am 17. März geruhten Ihre kaiserl. Hoheit die Präsidentin des Vereines Frau Marie Edle von Robert und vier Damen des Ausschusses in Audienz zu empfangen und den Dank des Vereines Allerhuldvollst entgegen zu nehmen. Am 24. April 1903 zeichneten die Höchste Frau Protektorin das Vereinshaus durch Höchstihren Besuch aus und verweilten länger als 1 Stunde im Heim. Huldvolle Worte der Anerkennung lohnten dem Ausschüsse reichlich die Unsumme von Mühe und Arbeit. Am 9. April 1904 sowie am 23. Mai 1905 geruhten Ihre kaiserl. Hoheit Höchstihren Besuch im Pensionshause zu wiederholen. Mit stolzer Befriedigung registrieren wir den 28. April als Ehrentag, da mit Allerhöchster Entschließung gleichen Datums unserer unermüdlichen, langjährigen Präsidentin Frau Marie Edlen v. Robert in Würdigung ihrer hervorragenden unvergänglichen Verdienste um den Verein der Elisabeth-Orden II. Kl. verliehen wurde. Am 4. Mai erschien die Präsidentin bei Sr. Majestät unserem Allergnädigsten Kaiser in Audienz, um den ehrfurchtsvollsten Dank für die ihr zuteil gewordene Allerhöchste Auszeichnung abzustatten. Eine im Jahre 1903 erflossene prinzipielle Entscheidung des k. k. Finanzministeriums, derzufolge dem Vereine das Gebührenäquivalent vom beweglichen Vermögen per 1680 K zur Abschreibung bewilligt wurde, erbrachte wohl den Beweis, daß unser Verein auch von staatlichen Behörden als eminent humanitäres Institut anerkannt wurde. Da der Ausschuß im Hinblicke auf die Unzulänglichkeit und den baufälligen Zustand des alten Pensionshauses sowie bei der Unmöglichkeit ein zweites Stockwerk aufzusetzen immer mehr zur Überzeugung gelangt war, daß an die Errichtung eines neuen Gebäudes geschritten werden müsse, wurde bereits im Jahre 1904 mit den erforderlichen Vorarbeiten begonnen. Vor allem erging mit Genehmigung der k. k. Statthalterei und der k. k. Polizei-Direktion an sämtliche Gründer, Mitglieder und Gönner des Vereines ein Aufruf, welcher die dringende Bitte enthielt, durch Zuwendung von freiwilligen Spenden die baldige Realisierung des Bauprojektes zu ermöglichen. Der Erfolg blieb nicht aus, und sind dem Baufond bis zum 31. Dezember 1907 zirka 13.000 K zugeflossen. Da der Verein überdies in der Lage war, im Jahre 1905 die ihm seit dem Jahre 1898 eigentümlichen, in Speising Anton Langergasse gelegenen Gründe um einen Betrag von 50.000 K zu verkaufen, konnte mit den Vor- 10 arbeiten für den Neubau begonnen werden. Bei den vielen schwierigen Verhandlungen wurde der Ausschuß durch sein fachkundiges Mitglied, Baumeister Franz X. Neumann jun. in der selbstlosesten und tatkräftigsten Weise unterstützt. Nach reiflicher Erwägung gelangte man zu dem Entschlüsse, den Neubau auf der eigenen Realität in Meidling in der Weise zu führen, daß der gegen die Schönbrunnerstraße gelegene Teil derselben im Ausmaße von 1318 m 2 parzelliert und zum Verkaufe gestellt, die 2673 m 2 messende restliche Grundfläche aber nach Demolierung des alten Vereinshauses für den Neubau und die Gartenanlage verwendet werden solle. Da starb Neu mann, auf einer Erholungsreise begriffen, am 13. August 1905. Auf Grund der bisherigen Vorarbeiten nahm nun das Ausschußmitglied, Oberbaurat Karl Holzer, welchem wir zu größtem, unbegrenzten Danke verpflichtet sind, die Bauangelegenheit in die Hand; unter seiner Leitung wurden die Pläne für den Neubau ausgefertigt und der Bau, dessen Ausführung den tüchtigen Baumeistern Krepp, Mahler und Mich ler übertragen worden war, im Herbste 1906 begonnen, im August 1907 vollendet. Das Bauprogramm verlangte, daß das neue Haus für mindestens 46 Pensionärinnen Unterkunft in der Art schaffe, daß jede Pensionärin ein separiertes Zimmer oder Kabinett erhalten solle. Außerdem wären ein gemeinsamer Speisesaal, ein Lesezimmer, eine Badeanlage, sowie die nötigen Ver- waltungs- und Wirtschaftsräume herzustellen. Das neue Haus wurde an der Grenze gegen den benachbarten Dreherpark derart situiert, daß gegen diese Grenze ein kleiner Wirtschaftshof verblieb, während vor der Hauptfront des mit seinem linken Flügel in der Frauenheimgasse liegenden Gebäudes ein 1820 »> 2 großer Garten gegen die Bischofgasse zu vorgelagert ist. Seitens der Baubehörde wurde die Verbauung auf 2 Stockwerke beschränkt. Die Hauptfront hat eine Länge von 47 m, zeigt beiderseits 2 stark vorspringende mit Erkern gezierte und mit Mansardendächern gedeckte Eckrisalite, sowie einen kleinen Mittelrisalit. An den linksseitigen Eckrisalit ist eine Terrasse angebaut, welche, im Parterre als gedeckte Veranda ausgestattet, zugleich als Haupteingang dient. Aus ihr gelangt man in ein einfaches Vestibüle und von diesem in die Halle, diese soll in allen Stockwerken zum Aufenthalt der Pensionärinnen bei schlechtem Wetter dienen. In die Halle ist auch das Stiegenhaus eingebaut. Im Parterre gelangt man rechts von der Halle in das Lesezimmer und von diesem in den für 47 Personen berechneten Speisesaal, der einerseits wieder mit der erwähnten Veranda und anderseits mit der Küche und 11 ihren Nebenräumen verbunden ist. Links der Halle befindet sich die Verwaltungskanzlei und das Zimmer der Frau Verwalterin, dann um einige Stufen erhöht ein 2 m breiter Korridor, aus welchem 9 Zimmer für Pensionärinnen zugänglich sind. Die Hausbesorgerwohnung ist im Risalite gegen die Frauenheimgasse gelegen, mit direktem Eingänge vom Garten aus. Im I. Stocke befinden sich längs der Halle und dem Korridor Zimmer für 19 Pensionärinnen und das Bad sowie die Terrasse; im II. Stock Räume für 19 Pensionärinnen, so daß im ganzen 47 Damen untergebracht sind. In jedem Geschosse befinden sich außerdem noch ein Dienstbotenzimmer und gegen den kleinen Hof zu ein geräumiger Wirtschaftsbalkon. Die Zimmer für die Pensionärinnen wurden derart dimensioniert, daß trotz der gebotenen Raumökonomie doch eine günstige Aufstellung der Möbel möglich ist. Bei einer Trakttiefe von 5*25 m haben die einfenstrigen Kabinette eine Breite von 290—3T0w, die zweifenstrigen Zimmer aber eine solche von 4’67 «/. Die Konstruktionen wurden durchwegs feuersicher ausgeführt, Terrasse und Wirtschaftsbalkon sowie die Decken der Halle sind in armierten Betonzellendecken ausgeführt, die Gänge und Kellerräume gewölbt, die übrigen Decken Traversentramdecken, die Fußböden in den Zimmern Eichenbrettelböden, in den übrigen Räumen teils Xylolith, teils Granito, auf der Terrasse und den Baikonen aber Asphaltestrich. Das Dach ist mit Falzziegeln und Unterdachkonstruktion, Patent Haußen, die Mansarden sind mit Biberschwänzen gedeckt. Das Haus wird durch eine Zentralwarmwasserheizung erwärmt. Zwei gußeiserne Warmwassergliederkessel, System Strobel, von je 9 m- Heizfläche sind im Keller aufgestellt, die Verteilung findet unter der Kettendecke statt, das Expansionsreservoir befindet sich am Dachboden; die Steigstränge sind frei verlegt und die glatten Radiatorenheizkörper auf Konsolen in den Fensternischen aufgestellt. Außer der gewöhnlichen Kaltwasserleitung ist noch eine Warmwasserleitung vorgesehen, aus der für Küche und Bäder, dann im Korridore jedes Stockwerkes heißes Wasser entnommen werden kann. Die Erwärmung des Wassers geschieht einerseits durch einen in den Maschinenherd der Küche eingebauten gußeisernen Herdeinsatz, anderseits durch einen schmiedeisernen Warmwasserkessel im Keller von 2'6m 2 Heizfläche; das heiße Wasser wird dann in ein schmiedeisernes Warmwasserreservoir am Dachboden geführt und findet von dort aus die Verteilung statt. 2 12 Als Klosett sind freistehende Fayenceklossett mit Hochreservoir aufgestellt. Zwei Badewannen sind aus emailliertem Gußeisen, die dritte, für das Dienstpersonale bestimmte, aus Zinkblech. Im Garten befinden sich zwei Hydranten; für die Kanalisation sind 25 m Steinzeugrohre in Verwendung, die gegen den städtischen Straßenkanal in der Frauenheimgasse entwässern. Die gemeinsamen und die Wirtschafts-Räume sind mit Leuchtgas, die Wohnzimmer elektrisch beleuchtet. Für die Küche ist auch eine Nutzgasanlage vorhanden. Jedes Zimmer verfügt über einen Taster zu einem elektrischen Läutewerk. Die Ausstattung ist bei Vermeidung von jedem Luxus hell und freundlich. Sämtliche Räume sind bemalt; wo notwendig, wurde Ölanstrich verwendet. Der Speisesaal hat eine 1-7 m hohe Holzlamberie mit eingebauten Wandkästen und einem religiösen Reliefbilde, einem Geschenke der Firma Matscheko & Schrödl. Die Fassaden sind in Spritzwurf einfach, aber würdig gehalten und erinnern an den Stil des Schlosses Schönbrunn. Die Baukosten waren mit 212.000 K veranschlagt. Zufolge der heute vorliegenden Endabrechnung ergibt sich ein tatsächlicher Kostenaufwand von 205.539 K, so daß wir in der angenehmen Lage sind, gegenüber dem Präliminare ein Ersparnis von 6461 K auszuweisen. Dem Baukomitee gehörten nachstehende Ausschußmitglieder an: Die Damen: Marie v. Robert, Johanna Fleckenstein, Sisa v. Poglies, Klara Einaigl, sowie die Herren: Karl Holzer, Karl A. Horny, Artur Ritter v. Kink, Alfred Kreibig und Dr. Josef Pawlitza. Am 29. Oktober 1907 wurde in Gegenwart der höchsten Frau Protektorin Ihrer k. u. k Hoheit der Durchl. Frau Erzherzogin Marie Valerie, sowie im Beisein des Ministers des Innern, Sr. Exzellenz Alfred Freiherrn von Bienerth und des Statthalters, Sr. Exzellenz Erich Grafen K i e 1 m a n n s- egg das neuerbaute, bereits im September 1907 der allgemeinen Benützung übergebene Vereinhaus durch Seine bischöfliche Gnaden, Exzellenz Weihbischof Dr. Godfried Marscha 11 feierlich eingeweiht. Getreu der hochherzigen Intention Sr. k. u. k. Apostolischen Majestät, unseres Allergnädigsten Kaisers, Allerhöchst dessen glorreiches 60 jähriges Regierungs- Jubiläum ausschließlich durch Wohltätigkeitsakte zu feiern, war der Ausschuß ratlos tätig, trotz mannigfacher Schwierigkeiten das im Entstehen begriffene Werk derart rechtzeitig zu vollenden, um unter den ersten an der Schwelle des Jubeljahres Sr. Majestät treu gehorsamst huldigen zu können. 13 Im Juli 1907 kam dem Verein die beglückende Verständigung zu, daß Ihre kaiserl. Hoheit die Höchste Frau Protektorin zu gestatten geruhten, daß der bisherigen Benennung des Vereines „Wiener Frauenheim“ der höchste Name „Erzherzogin Marie Valerie“ beigefügt werden dürfe. In das an denkwürdigen Begebenheiten so reiche Jahr 1097 fiel leider die erste schwere, dem Ausschüsse bange Sorge bereitende Erkrankung der Präsidentin, Frau Marie Edlen von Robert. Dank des kräftigen, widerstandsfähigen Organismus der Kranken gelang es der Kunst der behandelnden Ärzte, unserer Präsidentin die Gesundheit teilweise wiederzugeben. In der Zeit vom 14. Februar bis Ende September 1907 hatte die Vizepräsidentin Fräulein Johanna Fleckenstein die Leitung des Vereines übernommen und dieselbe in bewährter Weise geführt. Im August 1908 wurde in aller Stille der 25 jährige Bestand des Pensionshauses gefeiert. Ein Festmahl vereinigte die Damen Pensionärinnen, welche in Dankbarkeit ihrer Gönner und Wohltäter gedachten. Zu Weihnachten 1908 begann das Herzleiden, an dem Frau von Robert schon seit Jahren litt, die arme Frau mit erneuter Heftigkeit zu quälen. Im Jänner 1909 wurde der Zustand der Kranken derart bedenklich und gefahrdrohend, daß man allseits auf das Schlimmste gefaßt war. Am 23. März erlöste der Tod die Präsidentin von ihrem qualvollen langen Leiden. Der Verein beklagte aufs tiefste das Hinscheiden dieser edlen, hochherzigen Frau, deren Name bereits im Jahre 1883 in der Liste der Gründer zu lesen war und unzertrennlich verknüpft sein wird mit der Geschichte des Wiener Frauenheim. Im Jahre 1884 in den Ausschuß gewählt, gehörte die Verstorbene demselben durch ein volles viertel Jahrhundert an. Wie schon an anderer Stelle bemerkt, übernahm Frau von Robert nach dem im Jahre 1888 erfolgten Rücktritte der am 15. Februar 1909 in Baden verstorbenen Präsidentin Frau Hofrat Johanna von Hebra die Leitung des Vereines. Dank ihrer gesellschaftlichen Stellung, Umsicht und Tatkraft war es Frau von Robert gelungen, im Laufe der Jahre den Verein derart auszugestalten und zu befestigen, daß, wie zu berichten wir bereits die Ehre hatten, im Jahre 1906 mit dem Neubau eines Pensionshauses begonnen werden konnte. Nicht unerwähnt dürfen wir lassen, daß zur finanziellen Fundierung des Unternehmens nicht in letzter Linie die von Frau von Robert seit dem Jahre 1887 mit so viel Erfolg arrangierten, alljährlich wiederkehrenden und in den Gesellschaftskreisen Wiens so beliebten Frauenheimbälle beigetragen haben. Während sich die in den Jahren 1884, 1885 und 1886 zugunsten des Vereines abgehaltenen 2 * 14 Kränzchen nur im engsten Rahmen bewegten, wurde das von Frau von Robert übernommene Kränzchen schon 1887 in größerem Stile inszeniert und präsentierte sich im Jahre 1888 bereits als vollendeter Ball. Der im Jahre 1890 dem Vereine behufs Abhaltung des Frauenheimballes seitens der Kommune Wien in munifizenter Weise zur Verfügung gestellte Kursalon erwies sich mit Rücksicht auf die stattliche Besucherzahl — 800 Personen — als viel zu klein, so daß die Präsidentin im Vollbewußtsein und Vorgefühle des zu gewärtigenden Resultates für das Jahr 1891 zu diesem Zwecke den großen Sofiensaal wählte. Ihr rastloses Arbeiten war aber auch von Erfolg gekrönt, da Mitglieder des Allerhöchsten Kaiserhauses diesen Ball durch Ihren Besuch ausgezeichnet haben und das Erträgnis des Abends alle Erwartungen weit übertraf. Die folgenden Bälle gestalteten sich immer glanzvoller und brachten gemeinsam mit den anderweitigen, ausschließlich dem wohltätigen Zwecke dienenden Veranstaltungen dem Vereine namhafte Beträge zu. Während der langwierigen zweiten Erkrankung der Präsidentin wurde dieselbe in aufopferndster Weise abermals durch die Vizepräsidentin Fräulein Johanna Fl ecke n s te i n vertreten. Selbst noch über das Grab hinaus hat Frau von Robert für ihr Frauenheim gesorgt, indem sie unserem Vereine einen Betrag von 8000 K mit der ausdrücklichen Bestimmung testierte, daß die Interessen dieses Kapitales zur Errichtung eines Robert’schen Stiftungsplatzes zu verwenden wären. Dieser Platz ist auch im Jahre 1910 sofort nach Herablangen des Stiftsbriefes der Pensionärin Frau Henriette Girschel verliehen worden. Zweier sinniger Ehrungen wollen wir noch gedenken, die Frau von Robert im Jahre 1909 seitens des Ausschusses zuteil geworden sind. Am 1. März 1909 erschienen bei der schwerkranken Frau, welche sich an diesem Tage einer vorübergehenden Besserung erfreute, die Vize-Präsidentinnen Frau Reg.-Rat Laura von Egger-Möllwald und Fräulein Johanna F1 e cke n ste i n, um ihr anläßlich ihrer 25jährigen Tätigkeit im Ausschüsse die Glückwünsche des Vereines und das Ehrengeschenk des Ausschusses — ein meisterhaft ausgeführtes Aquarell von Pen dl, darstellend das alte und neue Pensionshaus — zu überbringen. Zu Tränen gerührt, dankte die Jubilarin für die sinnige Aufmerksamkeit und hegte, bereits von trüben Ahnungen erfüllt, nur Bedenken, daß sie sich des schönen Bildes, welches sie mit umflorten Blicken immer wieder und wieder betrachtete, nicht mehr lange freuen werde. Leider sollte die Ärmste recht behalten. Kaum 3 Wochen darnach hauchte sie ihr tatenreiches, der Wohlfahrt geweihtes Leben aus. In der am 5. Mai 1909 ab- 15 gehaltenen 28. ordentlichen Generalversammlung wurde Frau von Robert in Würdigung ihrer Verdienste zum Ehren- mitgliede ernannt. Bereits der 12. Mai brachte dem Vereine eine neue Präsidentin. Die Wahl fiel auf die bisherige Vizepräsidentin, Mitbegründerin und Ehrenmitglied des Vereines Frau Reg.- Rat Laura von Egger-Möllwald. Der 7. November 1909 — Frau von Roberts Geburtstag — wurde gleichfalls als Ehrentag begangen. Einer am Vormittage im Stefansdome zelebrierten Stiftmesse wohnten Mitglieder des Ausschusses sowie die Pensionärinnen an. Am Nachmittage fanden sich die nächsten Verwandten und Freunde von Frau von Robert, der Vereins- und Frauenheimball-Ausschuß, die Damen-Pensionärinnen sowie einige Vereinsmitglieder im Pensionshause zu einer stillen, aber überaus würdigen Feier ein. In dem mit Blattpflanzen reich geschmückten Speisesaale erfolgte die Enthüllung des von den Mitgliedern des Vereinsausschusses zum ewigen Gedächtnis an Frau von Robert und ihr segensreiches Wirken gewidmeten, vom Bildhauer R. Sehr ö er meisterhaft in Marmor ausgeführten Porträtsreliefs der Verstorbenen. Ehe die Hülle, welche das Denkmal den Blicken der Anwesenden entzog, fiel, hielt unsere neue Präsidentin Frau Reg.-Rat Laura von Egger- Möllwald eine, mit großer Rührung aufgenommene Gedenkrede. Mit tiefer Betrübnis registrieren wir, daß im Jahre 1909 noch Frau Louise Bosse-Falck, gleichfalls Mitbegründerin des Vereines, unseren Reihen entrissen wurde. Ein treues, liebevolles Gedenken ist der Verstorbenen gesichert. Weiters dürfte wohl auch die Mitteilung von Wichtigkeit sein, daß dem Vereine das gesamte Vermögen des am 4. Dezember 1908 verstorbenen Fräuleins Franziska Tausch, Magistratrats-Tochter, zugefallen ist und laut Endabrechnung — vorgelegt am 21. September 1909 von dem mit der Abhandlung betrauten Notar Dr. Ludwig von Hönigsberg, bzw. dessen Substituten Dr. Robert Fried — 33.800 K in Empfang gestellt worden sind. Dieser Betrag erhöht sich noch um weitere 565 K 46 h, da uns von derselben Gönnerin überdies ein Prelegat von 248 K, sowie ein Barbetrag von 317 K 46 h zugekommen sind. Da es für den geehrten Leser dieser Festschrift noch von Interesse sein dürfte, von jenen Damen und Herren, welche im Laufe der letzten dreißig Jahre dem Vereinsaus- schusse angehört haben, Kenntnis zu erhalten, haben wir uns 16 gestattet, diesfalls eine übersichtliche Zusammenstellung zu verfassen und dieselbe als Tabelle I dem Heftchen beizufügen. Um unserer Aufgabe, eine genaue Chronik das Vereines wiederzugeben, vollständig gerecht zu werden, halten wir es schließlich auch für unsere Pflicht, im Anhänge sämtliche Damen, welche seit Eröffnung des Pensionshauses als Pensionärinnen die Wohltaten des Vereines genossen haben, namentlich anzuführen. (Siehe Tabelle II). Als erster Vereinsarzt fungierte Herr Dr. Martin Steiner (1884 bis Oktober 1901). Im Oktober 1901 übernahm Herr Dr. M. Obhlidal die Obsorge überden Gesundheitszustand der Damen Pensionärinnen und waltet noch heute in liebevoller Weise seines schwierigen, verantwortungsvollen Amtes. Die stete Vergrößerung des Vereines hatte auch ein beträchtliches Anwachsen der Kanzleigeschäfte zur Folge, weshalb sich der Ausschuß im Jahre 1900 genötigt sah, einen Sekretär zu bestellen, mit welcher Funktion Herr Ober-Kontrollor Theodor Nechwalsky betraut wurde. Als Verwalterinnen waren seit 1883 im Pensionshause tätig: 1883 bis 1885 Frau Johanna Pokorny (hat aus Gesundheitsrücksichten die Stelle aufgegeben); 1885 (15. April) bis 1886 Frau Clementine Heidel (ausgetreten); 1886 bis 1892 (10. Mai) Frau Mathilde Stadl in (hat infolge angegriffener Gesundheit die Stelle aufgegeben); 1892 (10. Mai) bis 1895 (12. Dezember) Fräulein Johanna Wurm (hat aus Gründen privater Natur das Verhältnis gelöst); 1895 (12. Dezember) bis 1896 (15. April) Fräulein Fanny Fürtsch; 1896 (15. April) bis 1900 (November) Fräulein Anna Degen (hat auf eigenes Ansuchen die Stelle verlassen); 1900 (November) bis 1909 (18. September) Fräulein Christine Wiese und seit 18. September 1909 Frau Johanna Wacha. Übergehend auf das Verwaltungsjahr 1910, wollen wir gleich einleitend bemerken, daß dessen finanzielles Ergebnis als ein überaus günstiges bezeichnet werden kann und das Vereinsvermögen neuerlich eine Stärkung erfahren hat. Wir entledigen uns daher einer angenehmen Pflicht, wenn wir unseren hochherzigen Gönnern, Wohltätern und Mitgliedern den innigsten und wärmsten Dank für die dem Frauenheim zu Teil gewordene Förderung seiner Interessen aussprechen. In Behandlung der wichtigsten Begebenheiten des Vorjahres haben wir die Ehre mitzuteilen, daß der Verein anläßlich des glorreichen 80. Geburtsfestes Sr. Majestät unseres Allergnädigsten Kaisers auf telegraphischem Wege seine ehrfurchtsvollsten Glückwünsche an den Stufen des Allerhöchsten Thrones niedergelegt hat. 17 Ihre k. u. k. Hoheit, die Höchste Frau Protektorin geruhten am 1. August 1910 in Ischl die Vorstellung unserer Präsidentin Frau Reg.-Rat Laura von Egger-Möllwald huldvollst entgegenzunehmen und am 8. November unser Pensionshaus durch Höchstihren Besuch auszuzeichnen. Ihre kaiserl. Hoheit, welche in Begleitung der Hofdame Henriette Gräfin Bombelles erschienen waren, wurden von der Präsidentin Frau Reg.-Rat Laura von Egger-Möllwald, der Vizepräsidentin Fräulein Johanna Fleckenstein und der Ausschußdame Frau Hofrat Anna von Sulzbeck auf das ehrfurchtsvollste begrüßt und in den Salon geleitet, woselbst die hohe Frau längere Zeit Cercle hielt. Bei einem Rundgang durch das Haus geruhten Ihre kaiserl. Hoheit acht Damen Pensionärinnen in ihren Zimmern zu besuchen und jede einzelne derselben huldvollst ins Gespräch zu ziehen. Die höchste Frau Protektorin ließen sich von der Präsidentin eingehend über die Vorkommnisse im Heim berichten und sprachen sich der Vizepräsidentin Fräulein Johanna Fleckenstein, als Präsidentin des Ballkomitees, überaus lobend und anerkennend über den schönen Verlauf und den günstigen Erfolg des Frauenheimballes aus. Die Frau Erzherzogin trugen noch Höchstihren Namen in das aufliegende Gedenkbuch ein und verließen nach 5 / 4 stündigem Aufenthalte, sichtlich befriedigt, das Frauenheim. Der Gesundheitszustand in unserem Pensionshause während des verflossenen Jahres ließ leider viel zu wünschen übrig und fand unser geschätzter Vereinsarzt Herr Dr. Ob- hlidal nur allzuoft Gelegenheit, lindernd und helfend einzugreifen. Wir sagen ihm an dieser Stelle herzlichen Dank für seine besondere Mühewaltung. Im Stande der Pensionärinnen ergaben sich abermals einige Veränderungen, da 3 derselben durch Tod abgingen, u. zw. Frau Irma Köchler (gestorben im April), Fräulein Louise Kruß (gestorben im August) und Frau Karoline Würstl, geb. Freiin von Waldstätten (gestorben am 21. September 1910). Der Ausschuß ehrte die Verstorbenen, denen er ein liebevolles Angedenken bewahrt, durch Kranzspenden und Teilnahme an den Leichenbegängnissen. Die freigewordenen Plätze wurden den Damen Berta Bauer, Fräulein Henriette Bankowska und Fräulein Johanna Krause verliehen. Durch entsprechende Adaptierung eines Raumes wurde ein weiterer Pensionsplatz geschaffen und dieser Frau Lina Ahsbaß- Wo 1 f verliehen. Die Verwalterin unseres Vereinshauses, Frau Johanna Wacha, stets bestrebt, bei vollständiger Wahrung der Vereinsinteressen den Wünschen der Damen Pensionärinnen nach Tunlichkeit gerecht zu werden, entledigte sich der ihr 18 gestellten schwierigen und verantwortungsvollen Aufgabe in einer den Ausschuß überaus zufriedenstellenden Weise, weshalb sich dieser auch bestimmt gefunden hat, mit Frau Johanna Wacha einen 10jährigen Kontrakt abzuschließen. In Ausführung eines in der Sitzung vom 13. Oktober v. J. gefaßten Beschlusses, zwei Halbfreiplätze mit der Bezeichnung „Kaiser-Jubiläums-Freiplätze“ zu gründen, wurden dieselben in der Sitzung vom 7. Dezember 1910 den Pensionärinnen Frau Marie Schönauer und Frau Emma Granichstädten zugesprochen. Bereits in unserem Berichte über das Verwaltungsjahr 1909 haben wir erwähnt, daß aus den Zinsen des dem Wiener Frauenheim zugefallenen Tausch’schen Nachlaßes zufolge letztwilliger Verfügung der Erblasserin in einer dem Vereine angemessen erscheinenden Weise vorzugsweise ältere, tugendhafte, unvermählte Frauen, besonders aber Töchter von Magistratsbeamten und solche, welche den Namen Tausch führen und eine Verwandtschaft mit der Verstorbenen nachweisen können, entweder mit Geldbeträgen oder durch Freiplätze unterstützt werden sollen. Der Ausschuß hat sich daher veranlaßt gesehen, im Amtsblatte der k. k. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien diesfalls eine Kundmachung erscheinen zu lassen, doch liegen demselben bis heute keine Gesuche vor. Anlangend die Zusammensetzung des Ausschusses im abgelaufenen Jahre registrieren wir mit dem Ausdrucke des größten Bedauerns das Ausscheiden unseres langjährigen Mitgliedes, der Frau Julie Thenen (seit 1894 dem Auschusse angehörend) und unseres geschätzten Kassarevisors, des Herrn Ernst Urban, welch’letzterer seit dem Jahre 1887 alljährlich bei der Überprüfung der Kassabücher und Rechnungsaufschreibungen in der freundlichsten und entgegenkommendsten Weise mitgewirkt hat. Wir erlauben uns heute nochmals Frau Julie Thenen und Herrn Ernst Urban den ergebensten und allerverbindlichsten Dank auszusprechen. An dieser Stelle sei es uns ferner gestattet, auch unserer hochgeschätzten, unermüdlichen, schaffensfreudigen Präsidentin, Frau Reg.-Rat Laura von Egger Möllwald, den Vizepräsidentinnen Fräulein Johanna Fleckenstein, Frau Sisa von Frendl und Fräulein Clara Einaigl, der Schriftführerin Frau Johanna Kahlenberg, der Schriftführerin-Stellvertreterin Fräulein Valerie von Bingler-Blinegg, sowie den Ausschußmitgliedern Frau Elise Dengler-Pschorr, Frau Mitzi Schönherr, Herrn Ober-Rechn.-Rat Max Dworak und Herrn Robert Heck, auf das herzlichste zu danken. Über alles verbunden sind wir unserem, mit der sehr verantwortungsvollen und zeitraubenden Kassaführung betrauten Ausschußmitgliede, Herrn Hofkontrollor Alfred Kr ei big, un- 1 !) serem technischen Beirate, Herrn Ober-Baurat Karl Holzer und unserem Berater in Rechtssachen, Herrn Ober-Finanzrat Dr. Josef Pawlitza. Wir halten es daher für unsere besondere Pflicht, in der heutigen Generalversammlung den genannten 3 Herren für ihre jederzeit im Interesse des Vereines entfaltete, uneigennützige und hingebungsvolle Tätigkeit den wärmsten Dank zu votieren. Auch unserem Sekretär, Herrn k. k. Ober-Kontrollor Theodor Nechwalsky, danken wir für seine, zur vollsten Zufriedenheit geleistete sehr ersprießliche Tätigkeit. In Besprechung der vom Frauenheimball-Komitee im abgelaufenen Jahre zu Gunsten des Vereines veranstalteten Festlichkeiten beehren wir uns mitzuteilen, daß der Frauenheimball am 17. Jänner im Sofiensale abgehalten worden ist. Herr Direktor Teuber bewies uns abermals ein freund- iches Entgegenkommen, da er als bewährter Fachmann auf dem Gebiete der Dekorationstechnik dem Saale durch herrlichen, überaus gewählten Blumenschmuck und durch feenhafte Beleuchtung ein vornehmes, glanzvolles Gepräge verlieh. Se. k. u. k. Hoheit der Durchlauchtigste Herr Erzherzog Franz Salvator, der Gemahl unserer Höchsten Frau Protektorin, geruhten abermals das sehr zahlreich besuchte illustre Fest durch Höchstseine Anwesenheit zu verherrlichen. Se. k. u. k. Hoheit waren in Begleitung des Dienstkämmerers, Major Rudolf Grafen Bellegarde um 7g 10 Uhr erschienen, wurden vom Ballkomitee und dem Vereinsausschusse auf das ehrfurchtsvollste begrüßt und auf die Estrade geleitet. Dortselbst geruhten der Herr Erzherzog Cercle zu halten, huldvollst die Damen Ehrenpatronessen, die Honoratioren und Mitglieder des Ausschusses ins Gespräch zu ziehen und sich bei diesem Anlasse auch der Präsidentin des Ballkomitees, Fräulein Johanna Fleckenstein, gegenüber in besonders anerkennender Weise über den glanzvollen Verlauf des Balles zu äußern. Nach D/g stündigem Aufenthalte verließen Se. kaiserl. Hoheit, sichtlich befriedigt, den Saal. Das Reinerträgnis des Frauenheimballes bezifferte sich mit 4152 K 16 h, jenes der zwei geselligen Abende sowie des Patronessenkränzchens mit 326 K 62 h. Vorgreifend den Ereignissen des Jahres 1911, gestatten wir uns schon heute zu berichten, daß den diesjährigen Frauenheimball zwei Mitglieder des kaiserl. Hauses, Erzherzog Franz Salvator und Erzherzog Karl Stephan durch Höchstihre Anwesenheit zu verherrlichen geruhten. Auf dem vorjährigen Balle fungierten als Ehrenpatronessen die Damen: 20 Gräfin Karoline Bellegarde-Pejacsevich (Doyenne), Exzellenz Gräfin Pauline Aehrenthal, Exzellenz Baronin Olga Burian von Rajecz, Gräfin Klothilde ' Festetits-Clam, Frau Ida von F rieb eis, Exzellenz Fürstin Irma von und zu Fürste nbe rg-S eh ö nb or n, Frau Hermine Kick, Gräfin Marie Kinsky-Wilczek, Exzellenz Gräfin Aglae Kinsky, geb. Prinzessin Auersperg, Baronin Hugo Lederer-La Roche, Prinzessin Hanna Liechtenstein, Baronin Sophie Lilien au, Prinzessin Adam Lubomirska-Zamoyska, Frau Emmy Meinl, Frau Fanny Raabe-Schweighofer, Gräfin Olympia Revert er a- Aldobrandini, Frau Leonie von Ri char ds-Dun ar et, Frau Elsa von Robert, geb. Baronin Ecker-Eck ho fen, Gräfin Therese Seilern-Pejacsevich, Gräfin Karoline Sternberg-Thurn, Gräfin Mathilde Stubenberg-Tinti, Frau Louise Weinmann. Dem Komitee gehörten an als Patronessen die Fräulein : Grete Becker, Viktoria Berger, Elsbeth Bosshardt, Grete Braun, Erna Brunner, Hedwig Brunner, Christa Feder, Mizzi Edle von Feyrer, Margarete von Fritsch, Mizzi Führth, Steffi Führth, Editha Gauss, Vilma von Hitzinger, Grete Ho ernes, Tilly Hoffmann, Ella Hofmokl, Emma Kern, Toni Kern, Tila von Klein- Ehrenwalten, Helene Knoll, Alexandrine Latz ko, Lilly Lurtz, Eugenie Machanek, Mizzi Meller, Gretl Mer io, Fritzi von Metnitz, Grete von Metnitz, Irene Michel, Albine Na gl, Marianne Nagl, Grete Neumann, Frida Nowy, Grete Nowy, Margaret Obermann, Sadie E. Onderdonk, Elfriede Raben da, Grete Rzeppa, Ellinor Schade, Grete Baronin Schrenk-Notzing, Hilda Baronin Schrenk-Notzing, Lylly Schütz, Lolly Spacek, Marianne Theler, Alexandra Toi dt, Lelly Wagner, Marguerita Wan dl, Steffi Weinzinger. Weiters die Herren: Dr. Oskar An d reo 11 o, Robert Astleitner, Hans von Bai daß, Max von Bai daß, Dr. Franz Bartsch, Dr. Heinrich Bartsch, Eduard Bau mann, Dr. Alfred Becker, Dr. Wilhelm Becker, Dr. Emil B er mann, Freglt. Alexander von Bersa, Friedrich Bittner, Josef Bogner, Hans Cloeter, Egon Colerus von Geldern,^Viktor Czerny, Erich Ritter von Dornfeld, Oblt. Karl Ritter von Engelhardt, Gustav Fi big er, Dr. Hans Ganglbauer, Oblt. Attilius Glaser, Oblt. Hans Gürtler, Camillo Hackl, Lt. Emil Hafenrichter, Ludwig Aug. H asb ach, Oblt. Peter Haväs de Gömör, Dr. Karl Hawlisch, Robert Heck, Walter Hell mann, Franz Hiller, Dr. Emil von Hofmannsthal, Dr. Heinrich Juster, Josef Kainrath, l ■ ^ C 21 Oblt. Camillo Kaiser, Wilhelm Klas en, Richard Klaubert, Dr. Fritz Ritter von Kleemann, Richard Kn oll, Dr. Karl K o b a 1 d, Ing. A. K o d e r m a t z, Dr. Otto von Komorzynski, Dr. Alphons Kopetzky, Dr. Otto Ritter Kor ab von Mühl ström, Alfred Kr ei big, Axel Freiherr von Kriegs- Au, Ernst Lazar, Dr. Viktor Lefford, Max Freiherr von Lilienau, Max Freiherr von Lütgendorff, Friedrich Margen, Hptm. Leo Marti netz, Walter Mer io, Oblt. W. Miller, Lt. Erich Mitischka, Ernst Freiherr von Oberländer, Schiffslt. Heinrich Pauer, Dr. Arnulf Perger, Dr. Hans Pernitza, Dr. Otto Pfleger, Friedrich Pichler, Julius Pokorny, Richard Pokorny, Alfred Polsterer, Felix Ritter von Prochnicki, Stanislaus Ritter von Rach wat, Casimir Reisinger, Dr. Anton S. Riehl, Oblt. Gustav Rost, Georg Ruh mann, Dr. Theodor Sawicki, Oskar Schmarda, Viktor Schmid, Oblt. Paul Sch midi, Oblt. Guido Freiherr von Siber, Anton Skutezky, Mar.-Kom. Julius Smoquina, Ing. Rudolf Sobek, Dr. Emerich Spanraft, Eugen Ritter von S p au n, Friedrich Wahlberg, Gustav von Waldkirch, Kurt Ritter von Weismayr, Viktor Werner, Dr. Robert Winkler, Friedrich Ritter von Wotawa, Dr. Karl Zajicek, Oblt. Rudolf Zeh etb au er. Das Frauenheimballkomitee hatte sich über Einladung seiner Präsidentin, Fräulein Johanna Fleckenstein, im April 1910 neuerlich zusammengefunden, um zu Gunsten des wohltätigen Zweckes noch eine Veranstaltung zu arrangieren. Man entschied sich für ein Frühlingsfest und freudig wurde diese Idee begrüßt und propagiert. Zahlreiche neue Mitglieder traten dem Komitee bei, wie auch einige Damen der Gesellschaft in liebenswürdigster Weise sich bereit erklärten, bei dem Feste als Ehrenpatronessen zu fungieren. Als eine ganz besonders ehrende Auszeichnung müssen wir es betrachten, daß unsere Allergnädigste Frau Protektorin, Ihre k. u. k. Hoheit die Durchlauchtigste Frau Erzherzogin Marie Valerie das Protektorat über das Fest Allerhuldvollst zu übernehmen und Höchstihr Erscheinen auf demselben in Aussicht zu stellen geruhten. Gräfin Karoline B e 11 e g a r d e-P ejacsevich hatte die Gnade, als Ehrenpräsidentin des Festes zu fungieren. Dem Komitee wurde zur Abhaltung des Frühlingsfestes der Vereinsgarten in Meidling zur Verfügung gestellt, in welchem unsere geschätzten Herren Architekten Krepp, Mahler und Michler bereitwilligst die erforderlichen Herrichtungen und Ausschmückungen übernahmen. Von zahlreichen Gönnern liefen Naturalspenden ein, kurz, die Ausspizien für das am 11. Mai stattfindende Fest waren die günstigsten; selbst der tagelang anhaltende Regen hatte nachgelassen und am Morgen des 11. Mai leuchtete die Sonne aus wolkenloser Bläue. Leider kam dem Komitee in letzter Stunde die Nach- 22 rieht zu, daß Ihre k. u. k. Hoheit die durchlauchtigste Krau Erzherzogin Marie Valerie infolge Ablebens Sr. Majestät des Königs von England das Fest nicht besuchen können. Unter den zahlreichen Gästen, welche das Komitee zu empfangen die Ehre hatte, befanden sich unter anderen auch die Damen Ehrenpatronessen: Exzellenz Aglae Gräfin Kinsky-Auersperg, Frau Statthalterei-Vizepräsidentin Ida von Friebeis, Frau Generalstabs-Major Hermine Kick, Frau Emmy von Eisner-Eisenhof etc.. Der unermüdlichen Präsidentin des Komitees, Fräulein Johanna Fleckenstein, sowie allen jenen Damen, welche sich in liebenswürdigster Weise um das Zustandekommen des Festes bemühten, durch Geld- und Naturalspenden oder durch ihre Intervention in den Verkaufszeiten das Gelingen desselben ermöglichten, sei hier der herzlichste Dank neuerlich zum Ausdruck gebracht. Der finanzielle Erfolg kann als ein sehr günstiger bezeichnet werden, da dem wohltätigen Zwecke neuerlich 2178*69 Zf zugeflossen sind. Die Veranstaltungen des Frauenheimball-Komitees haben sohin im abgelaufenen Jahre einen Reinertrag von 6657*47 K ergeben. Wie aus der im Anhänge veröffentlichten Tabelle III heute zu ersehen ist, hat die aus den Erträgnissen der in den Jahren 1882 bis 1910 abgehaltenen Frauenheimbälle, Geselligen Abende etc. dem Vereine zugeführte Summe die ansehnliche Höhe von 184.265*42 K erreicht. Den Herren Vertretern der ,,Presse“, welche stets ein besonderes Entgegenkommen unserem Vereine bekundet und sich desselben bei allen einschlägigen Vorfällen und Begebenheiten in den wärmsten Worten angenommen haben, erlauben wir uns in der heutigen Versammlung den ergebensten Dank auszusprechen und glauben der begründeten Hoffnung Ausdruck verleihen zu können, uns auch künftig ihrer wohlwollenden Unterstützung versichert zu halten. Das „Neue Wiener Tagblatt“ und der ,.Salon“ haben auch im abgelaufenen Jahre je ein Gratisabonnement zur Verfügung gestellt. Im Jahre 1910 wurde der für den Neubau des Vereinshauses in Meidling noch ausstehende restliche Betrag per 3513*39 K an die Baufirma Krepp, Mahler & Michler bezahlt, so daß nunmehr sämtliche Baukosten beglichen sind. Die Direktion der k. k. priv. Allgemeinen österreichischen Bodenkreditanstalt, welche im Jahre 1907 anläßlich des Neubaues des Vereinshauses in Meidling den Zinsfuß für den in Anspruch genommenen Konto-Korrent-Vorschuß auf ’/ 2 °] 0 über den jeweiligen Zinsfuß der Österreichisch-Ungarischen Bank “23 reduzierte, hat uns diese Zinsfußermäßigung — wie bisher — auch im Jahre 1910 bewilligt, wofür wir an dieser Stelle unseren herzlichsten Dank zum Ausdrucke bringen. Die Direktion der Österreichischen Gasbeleuchtungs- Aktien-Gesellschaft hat uns im Jahre 1910 abermals für den vom Gaswerke Gaudenzdorf bezogenen, zu Heizzwecken bestimmten Koks eine namhafte Preisermäßigung bewilligt, wofür wir hier dem Präsidium der Aktien-Gesellschaft unseren verbindlichsten Dank wiederholen. Im abgelaufenen Jahre sind dem Vereine wieder eine Reihe von Spenden zugeflossen und verleihen wir vor allem unserem ehrfurchtsvollsten Danke Ausdruck, daß Seine Majestät nebst einer Spende von 200 K für den Frauenheimball auch eine Jahres-Subvention von 200 K zu bewilligen geruhten. Seine k. u. k. Hoheit der Durchlauchtigste Herr Erzherzog Franz Salvator geruhten dem Ballkomitee eine Spende im Betrage von 100 K, Ihre k. u. k. Hoheiten, die Durchlauchtigsten Herren Erzherzoge Rainer und Friedrich, solche im Betrage von j e 60 A" überweisen zu lassen und gestatten wir uns für diese besondere Auszeichnung den tiefergebensten Dank auszusprechen. Ebenso schulden wir auch den Damen Ehrenpatronessen des Frauenheimballes für das dem Vereine entgegengebrachte Wohlwollen und dem Frauenheimballkomitee sowie dem Komitee des Frühlingsfestes für die tätige Mithilfe den verbindlichsten Dank. Im abgelaufenen Jahre erhielt der Verein: I. An Geldspenden: Von der Ersten österr. Sparkassa. . K Von Herrn Major Franz von Grünebaum . . „ Von Imp.-Cont.-Gas-Assoziation (durch Herrn Hofrat Dr. Leopold von Teltscher) . . „ Von Fräulein Emilie Koberwein .„ Von Fräulein Therese Kunerle f.„ Von Frau Anna Rabatin .„ Von Marie von Robert f, Stiftung . . . . „ Von Marie von Robert f, Barzahlung .... „ Von Ungenanntem.5 Mark = „ 500.— 1000 .— 50.— 100 .— 400.— 40.— 8000.— 71.60 5.87 24 II. An Naturalspenden: Von der Präsidentin Frau Reg.-Rat Laura von Egger Möll- wald ein Reh und 20 Flaschen Wein (als Oster- und Weihnachtsgabe), ferner Lehmanns Allgem. Wohnungsanzeiger (Jahrgang 1909), Zeitschriften und 2 kupferne Küchenformen. Von der Vizepräsidentin Fräulein Johanna Fleckenstein 10 Flaschen Malagga und 4 Kilo Tiroler Äpfel. Von der Franzensbader Br u n n en ve rwaltu ng 50 Flaschen Nataliequelle. Von Frau Hauptmann Alice Heyderer Bücher und Zeitschriften. Von Frau Anna Hoff mann einige Wasserflaschen. Von der Krondorfer Brunnenverwaltung 50 halbe Flaschen Krondorfer Von Herrn kaiserl. Rat Edlen von Matton i 100 Flaschen Gießhiibler. Von Frau Therese Mayer ein Lamm (als Ostergabe). Von Herrn Julius Meinl 18 Kilo Maltin-Kakao. Von Fräulein Martha Metaxa 6 Rasteln. Von Frau Adolfine Schmid 3 Eßbestecke und 3 Rasteln. Der Wert des Inventars erfuhr abermals eine Abschreibung von 10%, jener der Realitäten eine solche von 1*3%. Die aut Kontokorrent-Auszug der k. k. priv. allg. Bodenkreditanstalt im dortigen Depot in Verwahrung und Verwaltung befindlichen Werteffekten erscheinen zum Geldkurse vom 31. Dezember 1910 eingestellt. Der Rechnungsabschluß und die Vermögensbilanz für das Jahr 1910, welche auf Seite 28, 29, 30, und 31 abgedruckt erscheinen, wurden von den Herren Revisoren auf Grund der klaren Einblick in die Vereinsgebarung gewährenden Bücher einer genauen Prüfung unterzogen und richtig befunden. Den Herren Revisoren sei für ihre Mühewaltung der verbindlichste Dank des Vereines votiert. Wenn auch, wie die vorliegende Festschrift dartut, der Verein in den 30 Jahren seines Bestandes unter gewiß schwierigen Verhältnissen Ansehnliches geleistet hat, indem er langsam aber stetig eine vollständige Consolidierung seiner finanziellen Verhältnisse herbeiführte, durch den Neubau des Vereinshauses eine Vermehrung der Pensionsplätze von 24 auf 47 ermöglichte, weiters trotz der im letzten De- zenium eingetretenen enormen Preissteigerung eine Erhöhung 25 der allgemein zu leistenden Pensionsvergütungen nicht vornahm, vielmehr eine Reduktion der Gebühr für y 2 Freiplätze von 600 K auf 300 K eintreten ließ und nunmehr daran geht, lediglich für die Verpflegung und Wartung ein Entgelt einzuheben, die Wohnung und Gartenbenützung dagegen vollständig unentgeltlich den Pensionärinnen zur Verfügung zu stellen, dürfen wir uns keineswegs mit einem befriedigenden Rückblicke begnügen. Heute bereits liegen dem Ausschüsse über 170 Gesuche hilfsbedürftiger alter Frauen um Aufnahme vor, die aber leider mangels der erforderlichen Plätze gar nicht, oder nur in sehr beschränktem Maße Berücksichtigung finden können. Für viele der Petentinnen dürfte der letzte sehnsüchtige Wunsch ihres kummervollen Lebens wohl kaum in Erfüllung gehen, sollte dem schaffensfreudigen Ausschüsse nicht baldigst die Möglichkeit zur Vergrößerung seines Pensionshauses geboten werden. Wenn auch der Verein über einen entsprechenden Grundkomplex in der Schönbrunnerstraße verfügt, mangeln ihm doch vollständig die zu einem Zubau erforderlichen Mittel, weshalb er an alle seine Mitglieder, Gönner und Wohltäter die herzliche und dringende Bitte zu richten sich erlaubt, dem humanitären, der Reichshaupt- und Residenzstadt Wien zur Zierde gereichenden Unternehmen auch fürder ihre Unterstützung nicht zu versagen, vielmehr demselben neue Freunde zuzuführen. Und somit schließen wir den heutigen Bericht eingedenk des Wahlspruches: „Unermüdlich weiterstreben, rastlos sorgen und erwerben.“ Dringende Bitte. Der Vereinsausächuß erlaubt sich hiemit an die P. T. Mitglieder die dringende Bitte zu stellen, im Kreise ihrer Verwandten und Bekannten neue Mitglieder für den Verein zu gewinnen. Die Bekanntgabe des Vor- und Zunamens, der Adresse und des Jahresbeitrages mittelst einer an die Kanzlei des Vereines „Erzherzogin Marie Valerie Wiener Frauenheim“, IV., Hauptstraße 40, gerichteten Korrespondenzkarte genügt, um die kostenfreie Zusendung der Jahreskarte und die Einhebung des Beitrages zu bewirken. Wohnungs Wechsel. Die geehrten Mitglieder werden ferner dringend ersucht, im Interesse einer genauen Evidenz einen allfälligen Wohnungswechsel unter der obbezeichneten Adresse bekanntzugeben. Zahlstelle. Kasseverwalter: Herr Hof kontrollor Alfred Kreibig, I., Börsepiatz 6, oder Post-Sparkassenamt, Konto Nr. 82.2S5. Rechnungsabschluß und Vermögensbilanz für das Jahr 1910 . 3 28 f Rechnungs-Abschluß des „Erzherzogin Empfänge. für die Zeit vom 1. Jänner K h K h Vortrag des Kassastandes mit 31. Dezember 1909 941 18 Jährliche Beiträge von Gründern. 1240 — Jährliche Beiträge von Mitgliedern. 2731 — Spenden, Legate etc. in barem Gelde .... 2367 47 Marie von Robert’sche Stiftung (vinc. Feber- Rente). 8000 — Reinertrag des Vereinsballes, der geselligen Abende und des Frühlingsfestes. 6657 47 Pensionsvergütungen. 33840 05 Zinsen: von der k. k. priv. allg. österr. Boden- kredit-Anstalt. 89 48 von der Zentral-Sparkassa der Ge- meinde Wien. 78 88 von der k. k. Postsparkassa .... 11 33 179 69 Zinsen der Marie von Robert-Stiftung . . . 168 Detachierte Kupons von Wertpapieren. . . . 4519 36 Diverse Einnahmen.•. 342 40 60986 62 l | Alfred Kreibig m. p. Ausschußmitglied und Ivassaverwalter. Laura von Egger-Möllwald m. p. Präsidentin. I 29 Marie Valerie Wiener Frauenheim“ bis 31. Dezember 1910. Ausgaben. 1 K h K h Schuld an die k. k. priv. allg. österr. Boden- kreditanstalt mit 1. Jänner 1910. 7163 — Assekuranzprämien für Wertpapiere. 76 78 Inkasso-Provisionen. 30 40 Auslagen für (las „Erzherzogin Marie Valerie Wiener Frauenhehn“ a) Verköstigung. 17520 01 b) Beleuchtung. 1741 22 c) Beheizung. 1824 51 d) Dienstleute. 2473 — e) Wäsche. 2955 68 f) Inventar- und sonstige Anschaffungen 549 05 g) Reparaturen. 621 21 i h) Diverse Ausgaben. 666 24 i) Verwalterin. 960 — li) Sanitätsdienst. 770 33 1) Neujahrsgelder. 235 — m) Steuern, Umlagen und Wasser- gebühren pro 1910 . 1015 92 n) Gebühren-Äquivalent pro 1910 . . . 231 75 a) Kommunal-Zuschlag zum Gebühren- Äquivalent. 18 54 p) Assekuranzprämien für Immobilien und Mobilien. 55 54 q) Druckkosten, Buchbinderarbeiten etc. 373 31 r) Postportis, Stempeln etc. 260 07 s) Kanzleimiete, Gehalt des Sekretärs etc. 1832 25 t) Haus- und Gartenerhaltung .... 15 — 34118 63 ! Restliche Kosten des Neubaues. 3513 39 I In Wertpapieren bei der k. k. priv. allg. österr. Bodenkreditanstalt erlegt. 8200 — Manipulationskosten etc. der k. k. Postsparkassa 35 67 Zinsen, Spesen und Provisionen der k. k. priv. allg. österr. Bodenkreditanstalt. 168 17 ! Guthaben bei der k. k. priv. allg. österr. Boden- kreditanstalt mit 31. Dezember 1910 . . . 6263 — Saldo als Kassarest mit 31. Dezember 1910 . 1417 58 _ 60986 62 Ludwig von Lorang m. p. Revisor. Rudolf von Sulzbeck m.p. Revisor. Alexander Neuhold m. p. Revisor. 3 * 30 Vermögens - Bilanz des „Erzherzogin Aktiva. P er 31 • De - K h K h I. Haus in Wien, XII., Frauenheimgasse Nr. 2 , ab 1’3% Entwertung. 206523 2684 83 81 j Hiezu Grundwert. 203839 20000 02 223839 02 II. Wert der drei Bauparzellen, Wien, XII., Schönbrunnerstraße Nr. 295 . 98000 — III. Inventar im Buchwerte per 31. Dezember 1909 . 550 38 Hievon 10% Abschreibung laut Beschluß der 29. ordentlichen Generalversammlung vom 30. April 1910. 55 04 495 34 IV. Wertpapiere zum Geldkurse vom 31. Dezember 1910: a) Erzh. Marie Valerie Wiener Frauenheim 76658 50 b) Tausch’scher Nachlaß. 32632 — 109290 50 V. Haftende Kupons an den Effektenposten sub. IV, « und b . 1617 90 VI. Guthaben bei der k. k. priv. allg. österr. Bodenkredit-Anstalt mit 31. Dezember 1910 6263 — VII. Kassa-Barschaft mit 31. Dezember 1910. 1417 58 410923 34 Alfred Kreibig m. p. Ausschußmitglied und Kassaverwalter. Laura von Egger-Möllwald m. p. Präsidentin. 31 Marie Valerie Wiener Frauenheim“ zember 1910. Passiva. I. Abschreibung 1*3% vom Buchwerte des Hauses, Wien, XII., Frauenheimgasse 2 , II. Abschreibung 10% vom Buchwerte des Inventars. K ! h K 2649 49 91 53 Saldo als Vermögensstand am 31. Dezember 1910 438223 90 440923 34 Alexander Neuhold m. p. Rudolf von Sulzbeck m.p. Revisor. Revisor. Ludwig von Lorang m. p. Revisor, 32 Verzeichnis der im Depot der k. k. priv. allg. österr. Bodenkredit-Anstalt befindlichen Wertpapiere. I. Erzherzogin Marie Valerie Wiener Frauenheim. K 2.000 4 °j 0 Mairente. „ 11.100 4% Österr. Kronenrente. „ 1.000 4 °J 0 Kommunalanlehens-Schuldverschreibung vom Jahre 1894 (Wasseranleihe). „ 30.000 4 % Kiederösterr. Landeshypothekar - Bankpfandbriefe, 1/1—1/VII. „ 10.000 4% Kiederösterr. Landeshypothekar - Bankpfandbriefe, 1/IV—1/X. „ 500 4% Ungarische Hypothekenbank-Pfandbriefe, 65-jährig. fl. 6.000 4% 1891er Kaschau-Oderberger Silber-Prioritäten. „ 2.400 4% 1889er Kaschau-Oderberger Silber-Prioritäten. „ 500 4% 1 Stück Los des Staatslotterie-Anlehens vom Jahre 1860, S. 17293, Kr. 10. „ 4.000 4’2 % Feber-Rente (vinkuliert, Stiftung der Frau Marie von Robert), Kr. 214.491 vom 1. Februar 1910. II. Tausch’scher Nachlaß. K 12.000 4 °/ 0 Mairente. fl. 7.100 4*2 % Feberrente „ 2.000 4’2 % Aprilrente. „ 1.500 4 % Ungar. Grundablösungs-Obligationen. „ 100 4% 1 Stück Theißregulierungslos, S. 4120, Kr. 43. „ 200 3% 2 Stück Bodenkreditlose vom Jahre 1880, S. 108, Kr. 30 und S. 403, Kr. 30. Alfred Kreibig Ausschußmitglied und Kassenverwalter. Alexander Neuhold Revisor. Laura von Egger-Möllwald Präsidentin. Rudolf von Sulzbeck Revisor. Ludwig von Lorang Revisor. Ausschuß des Vereines im Verwaltungsjahre 1910. Präsidentin: Egger-Möllwald Laura von. Vizepräsidentinnen: Fleckenstein Johanna. Frendl Sisa von. Einaitfl Klara. Teirich Irma. Schriftführerin: Kahlenberg Johanna. Stellvertreterin der Schriftführerin Bingl er-Blinegg Valerie von. Kassa verwalt er in: Sulzbeck Anna von. . Kassa Verwalter: Kreibig Alfred, Hofkontrollor. Mitglieder des Ausschusses: Billing von Gemmen Leopoldine. Bingler-BIinegg Alice von. Dengler-Pscliorr Elise. Dworak Max, k. k. Ober-ßechnungsrat. Eg ger Max, l)r., Hof- und Gerichtsadvokat. Heck ßobert, Kunstverleger. Ilolzer Karl, k. k. Ober- Haurat. llorny Karl A., Fabriksbesitzer. Horny Malvine. Koblitz-Willmburg Betti Freiin von, Exzellenz. Koch Julie. Künast Anna. Kreibig Helene Pawlitza Josef, Dr., k. k. Oberfinanzrat. Roth Helene. Ruinier von Aichenwehr Marie Freiin, Exzellenz. Schönherr Mitzi. Teirich Irma. Teltscher von Friedrichskron Emilie. Revisoren: Lorang Ludwig von, k. k. ßechnungsrat a. D. Neuhold Alexander, k. k. ßechnungs-ßevident. Sulzbeck ßudolf ßitter von (Ersatzmann). 34 Mitglieder des Vereines. (Stand am 31. Dezember 1910.) Ehrenmitglieder: [Die P. T. Damen und Herren: Angerer Eduard, Dr., k. u. k. Geheimer Rat, Erzbischof von Selimbria, Generalvikar der Wiener Erzdiözese j. Benisch Eugenie, Großindustriellens-Witwe. Billing von Geiiiiiien Heinrich, Dr., k. k. ßegierungsrat f. Bosse-Falck Louise, Private j. Cliertek Emil Freiherr von, k. u. k. Geheimer Rat und General- Direktor der Allerhöchsten Privat- und Familienfonde a. D. Crone Ernestine, geh. von Poglies f. Dengler Elise geh. Pschorr, Großindustriellens-Witvve. Duinba Nikolaus, k. u. k. Geheimer Rat, Herrenhausmitglied, Oberkurator der I. österreichischen Sparkasse j\ El'linger-Wilclegg Pauline Freiin von j. Egger-Möllwald Laura von, k. k. Regierungsrats-Witwe. Faber Moriz, Oberkurator der L österreichischen Sparkasse. Frankl-Joel Gabriele, k. k. Kammer-Virtuosin j. Gabillon Zerline, k. k. Hofschauspielerin j. Hebra Johanna von, k. k. Hofrats- und Professors-Witwe f. Jäger Martha von, k. k. Landesprlisidentens-Gattin j. Klaar Siegmund, Oberbeamter der Kreditanstalt i. R. Koblitz-Wilmbnrg Johann Freiherr von, Exzell., k. u. k. Feldzeugmeister a. D., k. u. k. wirkl. Geheimer Rat f- Koch Ludwig, k. k. Regierungsrat Littrow-BiscliofF Auguste von, k. k. Professors-Witwe j- Lor enz-Sch weighofer Fanny, Oberlandesgerichtsrats- Witwe. Mayer Karl, k. u. k. Major d. R. Mayr Friedrich Freiherr von, Generaldirektor der Allerhöchsten Privat- und Familienfonde i. R. f. Meinl Emmy, Großindustriellens-Gattin. IMava Alexander Ritter von, k. k. Hofrat. Neuiiiaiin Franz Xaver jun., Architekt und Stadtbaumeister *J*. Pastree Julie, Großindustriellens-Gattin. Pfeifer-Groebe Schaffy, Großindustriellens-Gattin. Possanner-EhrenÜial Pauline Freiin von, k. u. k. Geheim- Rats- und Sektionschefs-Gattin. Prix Johann N., Dr., Bürgermeister von Wien j. Robert Marie, Edle von -j*. Schoeller Philipp Ritter von, Großindustrieller. Steiner Martin, Dr., städt. Bezirksarzt f. Storck Charlotte von, k. k. Hofrats-Witwe. Teltscher von Friedrichskron Leopold, Hofrat Dr., Hof- und Gerichtsadvokat, Repräsentant der Imperial-Continental-Gas- Association. Ulil Eduard Ritter v., Bürgermeister von Wien j. Wallner Karl, Dr., k. k. Regierungsrat. Wittgenstein Karl, Großindustrieller. Wittgenstein Leopoldine, Großindustriellens-Gattin. Gründer mit einmaligem Beitrage. Die P. T. Damen und Herren: 3o Ihre k. u. k. Hoheit die Kronprinzessin-Witwe Erzherzogin Stefanie. Ihre k. u. k. Hoheit Erzherzogin Elisabeth Marie Se. k. 11 . k. Hoheit Erzherzog Karl Ludwig f Se. k. n. k. Hoheit Erzherzog Wilhelm f . . . Se. k. n. k. Hoheit Erzherzog Eugen, Hoch- und- Deutschmeister. Ihre königl. Hoheit Herzogin August von Coburgf Angeli Louise von t. Bachofen von Echt Albertine. Billing Leopoldine Edle von Gemmen und ihre zwei Kinder (auf Wunsch ihres verstorbenen Hatten) . Blum Julius, Direktor der Kreditanstalt. Bosch Karoline. Crone Ernestine, geb. von Poglies f. Crusiz Othmar, Exzellenz, Feldmarsehllt. i. R. . . . Czeya Adrienne. Czeya Karl. Dittrich Karl (Baufond). Dreher Anton (Baufond). Dumba Anna.. Effinger-Wildegg Pauline Freiin von f. Egger-Möllwald Laura von. Eltz Emilie von f (durch Herrn k. k. Bezirkshauptmann Heinrich von Eltz). Engel von Janosi Alexander. Erilödy Gräfin. Fa her Marie |. Generalstabs-Oflizier N. N. Ginzkey Martha (Baufond). Gögl Johann, kais. Rat |. Grienauer von Auenegg Karl j. Giitmann Ida von. Gutmann Max R. von. Gutmann Sofie von j. Haardt Eugenie. Ilaber-Linsberg Freiin von y. Hahn Berta von.. Ilaymerle Therese Freiin von, Exzellenz. Ilebra Johanna von f. Hielle-Dittrich Elisabeth. Hirschler von Forsten heim Anna f . Keller Lina (Baufond). K 200 „ 200 ,. 200 „ 200 „ 200 „ 200 „ 200 „ 200 „ 1000 „ 200 „ 200 „ 8000 „ 200 „ 300 „ 300 „ 200 „ 200 „ 200 „ 1000 „ 200 200 200 200 200 200 200 200 400 200 400 200 200 200 200 800 200 200 200 200 36 Koberwein Emilie. K Königswarter Charlotte Freiin von.„ Königswarter Moriz Freiherr von f.„ Kolm Felix. „ Kraus Heinrich.„ Krupp Hermine (Baufond).„ Kullher Moriz Edler von . . ,.„ Leitenberger Helene Ereiin von.„ Liecbtenstein Johann, regierender Fürst von lind zu „ Lorenz-Schweighofer Fanny (Baufond K 500) . „ Markmüller Leopoldine (Baufond) f. . „ Mautner-Markhof.Ad. Ig. Eitter von y..„ Mautner-Markhof Julie von y.„ >1 ayr-Melnhof Baron (Baufond) „ Meinl Emmy.„ Meissl Karl, Stadtrat y.” Miller Viktor Bitter von und zu Aichholz, Dr. . . „ Möller Leopold Karl, Professor.„ Najmäjer Marie von y.„ Nassau Adolf Kitter von.„ Neumaim Franz X. jun., Architekt u. Stadtbaumeister f „ Oppenheimer Yella Freiin von, geb. Freiin von 200 200 200 200 200 200 200 200 400 700 200 400 400 200 200 200 200 200 200 200 300 Todesro . Oppolzer Cölestine von. Petersinann-Dittrich Johanna. Prelich Leontine. llegenhart von Zäpory Franz. Reyer Therese Freiin von. Robert Franz von .. Robert Marie von f (8000 K testiert). . . Rothschild S. M., Bankhaus (Baufond) . . Rothschild Albert Baron f . Rothschild Nathaniel Baron f. Schlumberger Ida von (Baufond) . . . . Schmidt Helene von. Schoeller Philipp Eitter von (Baufond) . . Schuck Karoline. 11 11 11 11 V? 200 200 200 200 200 200 200 8200 400 400 400 200 200 1000 2000 Schweighofer Karl, kais. Eat, k. u. k. Hof- und Kammer- Pianoforte-Fabrikant f .„ 200 Sickel Anna von.,, 200 Sparkassa, Erste Österreichische (Baufond) . . . . „ 3000 Springer Max Freiherr von f.„ 200 Storck Charlotte von.„ 200 Stransky Eosalia y. „ 200 Strasser-Wertheimstein Klarisse . „ 200 Sueß-Rath Helene..200 Sutor Katharina. „ 200 Tausch Karoline (Nachlaß).. K'34.365'46 Teiricli Irma. . Thielen Marie von . . .. Thorsch Philipp j. Trenck - Tonder Heinrich Freiherr von f. (Ingena nnt sein wollende Gönnerin (1 Stück 4% österr. Kronenrente nominale). Ungenannt sein wollende Wohltäterin (I). Ungenannt sein wollende Wohltäterin (II) .. . , ,. Wannieek Yiktorine, geb. von Robert. Wertheini Franz von. Wien, Kommune. Wittgenstein Leopoldine.. Wittgenstein Karl .(Baufond). K 77 77 1000 500 200 400 77 77 77 77 77 77 77 200 200 1000 200 200 400 400 2000 Gründer • mit jährlichen Beiträgen. Die P. T. Damen und Herren: Dengler Elise, geb. Pschorr. Benies Henriette . Blank Helene. Bourgiiignon-Baiimberg Marie Freiin von, Exzellenz Ceschi a Santa Croce Julie Freiin von. Chaudöir Octavie. Duniba Marie, Exzellenz. . .' . Elsinger Anna, geb. Sauer .. Fleckenstein Johanna. Gilewska Emilie. Gnieyner Eudolf, Dr. Griinebauni Franz von, k. u. k. Major. Gutinann Ida von. Herz Wilhelm Dr. Frau . Hiller Hedwig. Horny Malvine. Horny Eudolf f. Kink Artur Eitter von, kais. Eat. Kink Karoline von. Koblitz-Willniburg Betty Freiin von, Exzellenz . . Kreibig Helene, geb. Felmayer. Kruss Louise f. . Lanna Franziska Freiin von. Lind Jacob. K 200 n 20 « 20 „ 20 „ 50 * 20 „ 20 77 77 77 77 77 77 77 77 7? 77 77 77 77 77 77 77 20 20 30 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 38 Lorenz-Schweigliofer Fanny. K Lustig Gustav, General-Direktor. „ llautner Th. von.„ llikosch Hermine.. illoser Rudolf.. Nassau Adolf Bitter von.. Fastree Julie.. Petrocochiuo Themistoeles.„ Prettenhofer Emmerich, Dr.,, Rabatin Anna.. Regenhart von Zapory Helene.„ Robert Elsa von, geh. Freiin von Ecker-Eckhof en „ Schneider Karoline.. Schneider Mizzi, Frl.„ Schoeller Marianne von.„ Schoeller Philipp Bitter von . . .. „ Schoeller Bichard von.„ Schweighofer Karl, kais. Bat, k. u. k. Hof- n. Kammer- Klavierfabrikant t (durch Frau Lorenz-Schweighofer) „ Springer Gustav Freiherr von.,. Stuiiinier-Tavariiok Betty Freiin von.„ Teirich Irma.,, Teltsclier von Friedrichskron Emilie.„ Thonet Gabriele.„ Thonet Johanna.„ Wanecek Caroline.„ Weckbecker-Erggelet Pauline Freiin von, Exzellenz „ Wetzler Bernhard, k. k. Kommerzialrat.„ 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 39 Mitglieder. Die P. T. Damen und Herren: K Abel Anna.4 Abrahamsberg Stanislaus R.v., k. k. Regierungsrat .... 4 Adamovich Josefine.4 Adler Marie, Edle von .... 5 Albert Rosa.4 Allesch Franziska, geh. Baronin Scherpon . 6 Allizar von Rüstenoff Berta . 4 Bach Clara ... 4 Baldass Adele, Edle von ... 4 Bankowska Henriette, Frl. . . 4 Bankowska Marie, Frau ... 4 Bankowska Marie, Frau ... 10 Bankowski Wilhelm.4 Banszky Amalia .4 Batka Johanna.4 Baumgartner Emanuel’s Erben 4 Benischko Anna.10 Berg Amalie.4 Berg Georgine.4 Bertoni Marie.4 Bettelheim Marie.4 Beudel Marie.4 Biedermann Therese.10 Billing von Gemmen, Leopoldine 4 Bingler von Blinegg Alice . 4 Bingler von Blinegg Valerie 4 Bingler von Blinegg, Exzellenz Frau Julius.4 Blau-Lang Tina.4 Bloch Adele.10 Bloch Thedy.10 Bloome-Stirbey Martha, Gräfin 10 Blühdorn Sophie.4 Bock von Grei.ssau, Baronin. 4 Bösch-Dengler Gabriele ... 6 Bögler Albertine.4 Bolz Wilhelmine.4 Borkowski Malwine.4 Borosiniv. Hohenstern Regine, Exzellenz.4 Bosch Franz.4 K Bothmer Marie Baronin, Exz.. 4 Brandtner Karoline.4 Brang Marie.4 Brecska Mascha von.10 Breyer Marie.4 Bruck Louise.4 Brückner Anna.4 Brümmer Mary.4 Buchmesser Adele.4 Budden Elise.4 Burian Louise f.4 Burianek Pauline.4 Buschman-Schoeller Emilie Freiin von . .10 Cahn-Speyer Dr., Frau ... 10 Calligaris Marie.4 Ceipek Eta von. 10 Chalaupka Auguste und Gabriele von.4 Chini Marie.4 Collmann Elsa.10 Dalwigk Irene Baronin ... 4 Danhelovsky Emma.4 Daum Marie.4 Daum Rosa.4 Demel Marie.10 Deutsch Irene.4 Diamantidi Louise.10 Dietl Gustav sen.4 Dietl Gustav jun.4 Dill-Mal bürg Jenny.10 Dittl-Wehrherg Elsa von, geb Mautner von Markhof . . 4 Döry Daisy Baronin.5 Drory Marie.10 Dwofak Max, k. k. Ob.-Rech.-Rat 4 Eberle Elise ........ 4 Ebner-Eschenbach Marie Freiin von, Exzellenz ... 4 Edelmann Ismene, Exzellenz . 10 40 Eder Hermine. Eder Lina. Egger Therese. Egger Max, Dr. Egger-Lienz, Laura. Egger-Mollwald Mathilde von Eggertli Johann. Eggspüller Rosa. Ehrenberg Helene. Einaigl Klara. Eisenstein Louise von .... Ellissen R., Frau. Eisinger Bertha, Frau kais. Rat Engelhart Olga. Ertl Karoline. Exinger Karoline. Faber Berta. Faber-Baum Marie. Faigl Margarethe . . . . Feinberg Anna, geh. Weiß von Wellenstein. Feldmann Josefine. Felleitner Natalie. Fenz Marie f. Fial Karl .. Fibinger Ernestine. Filippi Marie von . Finger Ernst, Dr. Professor. . Franz Angeline Freiin von, Exzellenz . Frendl Sisa Edle von .... Freund Rosa. Frieben Minna. Fröhlich Emilie. Fuchs Marie. Fulda Paula. Funke Karoline. Gaar Wilhelmine. Gabriel Josefine. Gaillard Anna. Gaillard Julius. Geitier Anna. Gerl Marie . Gerlich Franzi. Gerngroß Emma . . Gerstenkorn v. Rhonau Irma Geßner Hedwig. Girschel Henriette. Girschel Karl. Glanz Leopoldine von .... Göllis Leontine von. Goldammer Therese von . . . Gombrich Johanna. Gottfried Auguste. Gottheil Elsa. Göttinger Fanny. I K I Graf Fritzi.4 j Graff Hedwig.4 | Graniclistädten Emma .... 4 Granichstädten Jenny ... 4 ] Grohmann Marie.4 Groß Marie.4 Großmann Amalia .4 Griinbaum Olga.4 Günther v. Kronmyrth Amalie 10 Gutmann Malfrede von .... 10 I Haagen Josef.4 Haagen Marie . 4 i Haberer Elise von.4 ! Habermann-Wahlberg Else v. 4 | Habietinek Anna von, Exzellenz 10 Iläbnel Louise.4 l Hagenauer Friederike . . 4 | Hainisch Emilie, geh Figdor. 10 Ha.jek Anna 4 Hamburger Marie.4 i Hartl Karoline .6 | Hartl Marie.4 ! Hasbach Aug. Ludwig .... 4 j Hauffe Minna von.4 | Heck Konradine.4 I Heck Robert . . . ..4 Heidlmaier Helene .10 Helf Julie . 4 Hengl Justine.4 Heppner Wilhelmine .... 4 Hcrr-Willfried Leopoldine von f 4 Herrmann Julie.4 Herzfeld Josefine ...... 4 Herzmanski Emma.10 Hey Josefine.ü Hey Therese.4 Hielle Edgar.4 Hielle Gabriele, geh. Latzel 4 j Hielle Karoline.10 j liiellc Paul.4 | Hielle Rosa.10 Hietzinger M. von.4 Hirsch Pauline .4 Hofer Betti .4 Hof mann Anna.6 Höhnel Helene.4 HolovitS Charlotte von 4 Holzer Karl, k. k. Ober-Baurat 4 Holzweber Petrine ... 4 Homann Therese.10 Homma Maria.4 Hoppe Hanna.4 Horn Olga.10 Horny Carl A .10 Hiibner Emanuela.4 Hussarek von Heinlein Anna, geh. von Kleemann . . 4 1 Hussarek von Heinlein Frida, j geh. Kühn.4 K 4 4 6 4 4 4 4 4 4 8 4 6 6 4 4 4 10 4 4 4 6 4 4 5 4 4 4 6 8 10 4 10 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 6 4 0 4 4 4 5 4 4 4 4 10 41 Hussarek von Heinlein Johanna, Exzellenz. Isbary Jacqueline Freiin von, geb. von Waldheim . . . Jagodiz Melanie. Janitsary Luise von. Jarisch Ottilie. Jeannee Julie. Jeitteles Ida . Jelinek Henriette . . . . . Jelinek-Walz Ricka. Junker Marie f. Junker Pauline . Junker Therese. Kaan Emma. Kaan S. Kahlenberg Johanna .... Kaisler Kamilla. Kalinczuk Gisella von Frau Dr. Kanitz Eduard von, Frau . . Kaposi-llebra Martha .... Kappes Auguste. Karger Berta von. Kargl Johann, k. k. Hofrat . . Karmin Berta. Kern Adeline. Kick Hermine. Kielmansegg-Lebedeff Anastasia Gräfin, Exzellenz . . Kitschelt Emma . Kitri Therese. Klang-Egger Mathilde . . . Klaudy Louise. Kleemann Anna von, Sektionschefsgattin . Klein Therese. Kliegl Marie von. Klinger Charlotte. Klofetz Ignaz, Dr. Kniep Jenny von. Koch von Langentreu Adolf . Koch Julie. Köchler Irma .... Kohn Eleonore. Kollmann Rosalie. Kopetsky Mathilde. Koppler von Inngau Therese . Kramer Adele. Kranse Johanna. Kreibig Alfred. Kremei Antonie. Kristufek Marie. Kruchina-Schwanberg Marie Freiin von. K Krummhaar Martina .... 4 Kruß Julie.4 Kruß Auguste.4 Künast Anna.6 Kunerle Therese t.4 Kurz Hermine.4 Iv,*’V' 'ST Anhang. 49 Ein Frauenheim. Da liegt ein kleines, mit Linien durchzogenes Blatt Papier vor mir, an dessen oberem Rande beiläufig die nachstehenden Worte zu lesen sind: „Für die gebildete, verwitwete oder unvermählte, alleinstehende Frau, die im Gefühle dieses Alleinseins das Familienleben oder die Geselligkeit an langen Winterabenden schwer entbehrt, oder welche gar der Sorge und Demütigung ausgesetzt ist, eine Heimstätte zu suchen, haben sich mehrere Frauen Wiens zusammengefunden und einen Verein in das Leben gerufen, der sich die Aufgabe stellt, den alleinstehenden Frauen Wohnung und Verpflegung zu bieten und nach Möglichkeit für gänzlich mittellose Witwen von Beamten und Offizieren teilweise und ganze Freiplätze in dem zu errichtenden ,Wiener Frauenheim* zu stiften.“ Es ist schon oft erzählt worden, wie ein zufälliger Klang, ein Ton, der Duft einer Blume, ein kleines Wörtlein plötzlich eine lange schon schlummernde, halbvergessene Erinnerung, eine verlorene Freude, einen begrabenen Schmerz wieder wachzurufen oder eine Reihe von Begriffen und Gestalten mit einem Male vor unsere Seele zu zaubern vermögen. In dem Texte jenes Blattes sind nun ein paar solcher Wörtlein, die an das Erinnerungsvermögen wohl jedes Lesers rühren, die uns plötzlich und unabweislich Gestalten vorführen, welche wohl jeder von uns einmal gesehen und gekannt oder heute noch sieht und kennt, Existenzen, deren Fortbestand eigentlich wie ein rätselhaftes, mühselig und kunstvoll zu lösendes Rechenexempel erscheint, gleichsam lebende Fragen an das Schicksal, die wir mit den Worten „gebildete, alleinstehende, mittellose Frauen“ bezeichnen. Unsere Umgangssprache, die uns feinfühligen Kulturmenschen alle unangenehmen Eindrücke und Empfindungen zu mildern sucht, hat auch hier für allzu harte Begriffe sanftere Bezeichnungen gefunden, denn in den meisten Fällen sollte es nicht „alleinstehend und mittellos“, sondern „verlassen und bitterarm“ heißen, und nur das Wörtlein „gebildet“ trifft wahrhaft zu. 50 Die alleinstehende mittellose, gebildete Frau hat selbstverständlich ihre bedeutsame Lebensgeschichte hinter sich, die Zeit, in der sie zur Bildung, zur Mittellosigkeit und endlich zum Alleinstehen gelangte. Jugend, Schönheit, eine spätere „gute Versorgung“ an der Seite eines Mannes in angesehener, vielleicht sogar glänzender Lebensstellung, Behagen und bescheidener Luxus, die mit dieser Lebensstellung im Zusammenhänge standen und bis zu dem Tode des Gatten andauerten, bilden den Inhalt vieler solcher Lebensgeschichten, denen wieder andere entgegenstehen, in welchen nichts von Glanz, von Behagen, von schimmernder Erinnerung zu finden ist, und in denen Arbeit und Mühe, Angst und Sorge, winzige Freuden und ungezählte zertrümmerte und wieder neu erfaßte, nie erfüllte Hoffnungen alle Kapitel vom Anfänge bis zum Ende ausfüllen. Erst kommen die Entbehrungen im Elternhause, das Sparen, Darben, Tüpfeln, das Erdrücken und Verschweigen aller Wünsche, die tausend kleinen Enttäuschungen, über die das elastische Kindergemüt sich so leicht hinüberschwingt; später kommt das Sorgen und Entbehren an der Seite des Gatten, das unausgesetzte Ersinnen, Denken und Streben nach dem nächsten Ziele, das Arbeiten ohne Rast und Ruhe, das Hoffen auf den nächsten Tag, die stumm getragene Bangigkeit, das Lächeln auf den Lippen und das Zucken im Herzen — dies alles kommt und geht und füllt ein Leben aus, oft ein Leben voll Liebe und Glück, bis das Schicksal den letzten Schlag führt und die Frau allein übrig läßt, um den Rest ihrer Lebensaufgabe einsam zu lösen. Und wie sieht diese Aufgabe aus? Wer die Höhe der Summe kennt, welche Tausenden von verwitweten Frauen und verwaisten Mädchen als einziger jährlicher Lebensunterhalt nach dem Tode der Gatten und Väter geboten ist, wer diese Summe durch die Zahl von 365 Tagen zu teilen versucht und dann den so erzielten Quotienten auf Wohnung, Beheizung, Beleuchtung, auf Kleider und Wäsche repartiert, der wird vielleicht mit Schaudern gewahr werden, wie viel auf das „tägliche Brot“ entfällt, das ja nicht zu entbehren ist. In den meisten Fällen wird die wirtschaftliche Aufgabe, welche die Beamtens- oder Offizierswitwe zu erfüllen hat, eben nur durch den unglaublichsten Abbruch am täglichen Brote gelöst, da diese Frauen vor allem den Anstand zu retten haben, wie sie meinen und wie sie den Schein nennen, den sie nach außen zu wahren bemüht sind. Dürftigkeit zeigen, die still getragene Not, das Leid, das am Herzen nagt, kundgeben, das verträgt sich nicht mit der Standesehre, mit der Ehre, welche die Frau für den verstorbenen Gatten oder Vater, für die Familie zu wahren hat, für Alle, denen sie einst angehörte. 51 Es ist — mit Recht und Unrecht — über diese verschämte Armut und den Stolz hungernder Witwen und Waisen schon viel gespöttelt worden, und doch ist dieser Stolz auf ein tief achtbares Gefühl zurückzuführen, das mächtig genug ist, um Hunger und Kälte und ungezählten Demütigungen siegreich Trotz zu bieten. Andererseits läßt sich die Tatsache nicht wegleugnen, daß Hunderte und Hunderte solcher Frauen langsam dem Schicksale des Verhungerns anheimfallen, daß sie darben und entbehren, von Tag zu Tag, von Jahr zu Jahr, bis die Kräfte sinken und einem Anpralle, der einem normal ernährten Körper nichts anhaben könnte, erliegen. Härter als diese materiellen Entbehrungen empfindet die alleinstehende Frau das Schicksal, nach und nach der Verlassenheit und der Einsamkeit zu verfallen. Kein Mann steht je so isoliert als die alleinstehende Frau. Er genießt den Vorteil der freieren Bewegung; ihm steht der Verkehr offen, den er sich zu sichern weiß. Nicht so der Frau. Wer die Schattenbilder schauen könnte, die an solch einer vereinsamten, schicksalsmüden Frauenseele in den langen Winterabenden vorüberziehen mögen; wer in ihre Erinnerungen, in ihre Gedanken und Träume zu blicken vermöchte — der würde manche Herbheit, manche Bitterkeit begreifen und verzeihen, die wir so oft an alleinstehenden Frauen finden und rügen! Es gehört eben mehr Lebenskunst dazu, ein solches einsames, verschwiegenes Frauenschicksal zu tragen, als sich die große Menge träumen läßt. Und weil es eben so still und verschwiegen getragen wurde, sind Menschen und Zeitalter vorübergegangen, ohne daß sich etwas ah diesem Schicksale geändert hätte. Kinder, Männer, Greise, Krieger, die zu erziehende Jugend, die nach Erwerb strebende Frau, Alles und Alle wurden unter die Fürsorge des Staates, des Volkes, der Vereine genommen — nur die verwaiste, vereinsamte Frau des gebildeten Mittelstandes, sie wurde mit einer nominellen „Versorgung“ abgefunden und stand ausgeschlossen aus dem fürsorgenden Kreise, der mit tatkräftig stützender und helfender Liebe so Vieles umschlingt. Da faßten einige Frauen Wiens den Gedanken, dieses Schicksal zu wenden, der gebildeten alleinstehenden Frau eine Heimat zu gründen, ihr zu möglichst geringen Kosten eine Wohnstätte und Verpflegung zu bieten und sie an den Annehmlichkeiten eines größeren, gemeinschaftlichen Haushaltes und des geselligen, ebenbürtigen Verkehres mit anderen Frauen teilhaftig zu machen. Zu solchem Zwecke gründeten sie einen Verein, der den Namen „Frauenheim“ führt und dessen erstes Bestreben nunmehr dahin geht, mit aller Macht und Kraft die Summe zusammenzutragen, die zu dem Ankäufe 52 oder Aufbau eines eigenen, freundlich gelegenen, zweckentsprechenden Hauses erforderlich ist. In dieses Haus sollen anständige, gebildete Frauen, die über eine Rente oder Pension von mindestens 300 fl. --- K 600 verfügen können, gegen eine möglichst mäßige Bezahlung aufgenommen und mit allen Annehmlichkeiten eines fürsorglich geleiteten Haushaltes umgeben werden. Für ganz mittellose Frauen und Mädchen hat der Verein die Gründung und Stiftung von Freiplätzen in Aussicht genommen, welche jedoch den Charakter der Anstalt in keiner Weise verändern werden, da das Haus des Vereines nicht ein Wohltätigkeits-Institut im engeren Sinne, sondern eine Wohnstätte für Damen des Mittelstandes bilden soll, die durch gemeinsamen Haushalt, unter Führung des Vereines, in den Genuß materieller und geistiger Vorteile treten. Den Bewohnerinnen des Hauses bleibt der freie Verkehr nach außen unbenommen; es besteht für sie keine Verpflichtung, länger als einen Monat, nach vorhergegangener Kündigung, in demselben zu bleiben; aller klösterliche Zwang, alle die bindenden Bedingnisse, welche die Löslichkeit solchen Zusammenlebens oft erschweren, sind für das „Frauenheim“ ausgeschlossen. Der Verein besteht aus Gründern, aus Herren oder Damen, welche ein- für allemal 100 fl. K 200 oder einen jährlichen Betrag von 10 fl. — K 20 leisten, aus Mitgliedern, welche jährlich 2 fl. =-K4 zahlen, und aus Ehrenmitgliedern. Alle weiblichen Mitglieder sind berechtigt, für sich oder für andere, von ihnen empfohlene Damen die statutengemäße Aufnahme in die Anstalt zu beanspruchen; über diese Aufnahme entscheidet der Ausschuß. Mehrere deutsche Städte besitzen ähnliche, mehr oder weniger verwandte Institute, wie der Verein eines für Wien zu schaffen beginnt. Alle diese Institute wachsen und gedeihen, verbreiten Glück und Segen in ihrem Bereiche und geben unserem Vereine die Zuversicht und das Vertrauen, daß auch seinem Wirken, Werben und Streben der sehnsüchtig erhoffte Erfolg nicht ausbleiben werde. Der Verein hat den Beschluß gefaßt, keine Sammlung im eigentlichen Sinne einzuleiten, sondern vorerst nur Mitglieder zu werben, Teilnehmer an seinem Dichten und Streben, warmherzige Freunde des Gedankens, der ihn beseelt und der ihm den Mut gibt, auf ein volles und ganzes Gelingen zu hoffen. Aus kleinen Scherflein, gleichsam Stein um Stein soll das „Frauenheim“ zusammengetragen werden; Tausende und Tausende von Menschen sollen dazu hilfreich die Hand bieten, und vor allen sollen es die Frauen sein, die sich an einem großen Werke, das ihnen gilt, mit Liebe und Wärme beteiligen. Ob diese Frauen 53 ernst und fragend auf die Zukunft blicken oder ob sie, vom Glücke gewiegt, zuversichtlich und ruhig dem kommenden Leben entgegensehen, sie werden doch immer das liebevolle Verständnis haben für das Schicksal der darbenden, vereinsamten Frau und sich des Bewußtseins freuen, daß sie mithelfen können, dieses Schicksal zu wenden und auf manchen düsteren, traurigen Lebensweg das erste Morgenrot einer neuen erquickenden Zukunft zu werfen. Wien hat in den letzten Jahrzehnten so manches stolze Werk in unglaublich kurzer Frist erstehen gesehen; hoffen wir, daß zu diesen großen Taten unserer großen Stadt demnächst auch das „Wiener Frauenheim“ zu zählen sein wird. Aglaia von Enderes. (Abdruck aus der „Neuen Freien Presse“ vom 11. März 1881.) Tabelle Der Ausschuß des Vereines „Erzherzogin Marie Valerie Wiener Frauenheim" von 1881—1910. > CÖ ~! £ m fco ^ fco ^ r—1 CO © ^ CP © m £ W , :© i O M 2 S 5 m © ~ © 2 © G t-p £ P S bß S ö Ö 13 © O G o > ? ü c3 cö r © G G G cö G P-i © * ~ <§ 2 c s a ^ co ^ © ■fe » s „ # G © gf> S B 3 i© ‘u Ü pC ~ -+-} >> G fco © H - . . fcß 55 * p 2 rT 02 'l e8 p .s m m ; p 2 &c S ==? bc s bß >. p , P c u © <—i © 3 ^ a 2 © © i Gh s© be c: o öß ^ -H c P „0-3 ,-T > © G fco © Cß O ^ G G >» > CS » “ fl EH m 2 fcc Jahr Präsidentin 1 Vizepräsidentinnen O ’S £ s-c ~ O N kß m a ^ ® _ ® ö eä 'Ö S cc V2 N ö ^ S r •SS bß 05 rn bß SS ci 'S £ n M 05 2 SS c5 ® bß r-T a bß ■< 02 1 .. i V ® Ö a ® a Pp N-h -2 o 2 bß S W ^ g o a o bo M bß § 5 "re 'S a W bß a ® O a 'ö a ö M a ©- O bß TJ ® tö bß ^ bß (!) w - S pH C3 O 05 ► s bß >. .2 o hP a a Pn a 2 S :a ^ w £ -£ ® M .S « ^ M S a ONO K, O > Ph g O bß 2" 02 Ä a S H £ H rrt bß O 5 O a «2 K 05 * 1 «3 bß a ce g « 03 ^ ,2 S g « 03 ■<1 03 ^r .£P ^ -u a _ >-fl rC ■"Ö bß >■ 2 ao P3 w pfl . bß Kr bß bß (D .a .5 na pq m 7 M S -u hr I“I X/l • l-H „ a> a> a a bß œ 'S d .a ^ H W a ® ^ fl S £ &h OJ -iS >% M S w W 03 a H ■ 'S rd ^ -g a 03 ° § a a> g « w æ a 03 03 bB rB « aa G Jw ^ -4-^ di OQ 03 ce a a a B B 00 n cS ^£~ i-t W g Cw ö G g :G .S W pG 4J o .-H CD -< H ^ bJD ^ î- JS O CD 'g -2 $» & bß Ofl 3 a a hfl O M i w § CD S •• bß &ß a bß _5> o H ’S „r a ® S3 -s aa S g ® P - îàD r ^ o 5Q •• © a m a5 &ß :eS 53 2 &► cd rG ^ G CD CD O S-. &ß 03 03 H .„ ce S s a= 03 bß bß w a bß bß H 03 53 0 2 œ »a a a s .. ce a m Z a a> a> 'S a 5 Tabelle II. Verzeichnis jener Damen, welche in den Jahren 1883 his 1910 im Pensionshause des Vereines «Erzherzogin Marie Valerie Wiener Frauenheim“ Aufnahme gefunden haben. Nr. j i Name von bis Anmerkung 1 Hohenstein Mathilde .... 1883 1884 ! 2 Madie Josefine. 1883 1884 3 Verette Louise von. 1883 1888 persönlicher Verhältnisse wegen ausgetreten 4 Zerkowitz Jeanette. 1883 1886 5 Schreiber Hermine. 1883 1902 löste das Pensionsverhältnis 6 Lorenzo Magdalena de . . . 1883 1898 7 Holm Louise . .. 1883 1889 gestorben am 23. Juli 8 Hausenblas . .. 1883 1887 persönlicher Verhältnisse | wegen ausgetreten ^ 9 Dainbach Christine. 1883 1890 gestorben 22. Jänner 10 Lapenna Louise. 1883 1891 verließ das Heim freiwillig 11 Rehmann. 1883 1885 12 Guzmann Pauline von.... 1883 1889 gestorben am 29. September 13 Guzmann Hermine von . . . 1883 1904 „ „ 12. Februar 14 Lorenz Maria. 1883 1886 15 Morgante Julie. 1883 1889 gestorben am 29. Dezember 16 Kotsner Emilie von. 1883 1898 „ „ 8. Mai 17 Raiss Henriette.. . 1883 1891 „ «19. Dezember 18 Zelenka. 1883 1889 ausgetreten aus privaten Gründen 19 Weber Friederike. 1883 1899 gestorben am 3. März 20 Voith von Voithenberg Elsa 1884 1891 verließ das Heim freiwillig 21 Kapri Mathilde Baronin . . . 1884 1889 j gestorben am 4. Oktober 22 Vacano Christine von .... 1884 1885 23 Bölieim. 1884 1885 24 Stattin Therese. 1884 1897 gestorben am 27. November 25 Kretzer Agnes. 1884 1887 26 Gail Baronin von. 1885 1894 gestorben am 13. März 27 Letz Amalie. 1885 1890 verließ infolge schwerer Kr- 1 krankung das Heim 28 Seiht Therese. 1885 1907 gestorben am 1. April 29 Menkes Therese. 1886 1887 hat das Pensionsverhältnis gelöst 30 Schnetter Louise. 1886 1893 | hat Familienverhältnisse i halber das Heim verlassen 31 Bertoni Marie. 1886 — 32 Weber Marie. 1887 1889 33 Lauriö Ida . 1888 1891 verließ das Heim freiwillig 34 Stella. 1888 l 1889 ausgetreten aus privaten Gründen 35 Keller. 11889 1896 gestorben am 31. Juli 36 Lambacher. 1889 1891 verließ das Heim freiwillig 37 Hauer Klementine von . . . j 1889 19U5 gestorben am 26. Dezember ) 38 Zsilla Emilie. 1889 1891 39 Wibiral Franziska. 1889 1891 > verließen das Heim freiwillig 40 Hanok . 1889 1891 1 41 Zerdahelyi Isabella von . . . 1890 1901 gestorben im April Nr., . 1 Name von bis i Anmerkung 42 Zerdahelyi Sophie von ... 1890 1904 Pensionsverhältnis wurde gelöst 43 Tambour Therese. 1890 1898 gestorben am 23. Mai 41- Probst Klementine. 1891 1901 gestorben j 45 Begner Klementine von . . . 1891 1896 hat infolge des Todes ihrer | Mutter das Pensionsver- hältnis gelöst 46 Pichler Marie. 1891 1907 wurde das Pensionsverhältnis gelöst 47 Stülz Ernestine. 1891 1893 ) Familienverhältnisse wegen 1898 — | ausgeschieden 48 Skala Louise. 1891 1894 gestorben am 2 Jänner 49 Wurzbach v. Tannenheim Anna 1891 ’ 1895 wurde das Pensionsverhältnis gelöst 50 Junker Pauline. 1891 — 51 Domusovich Karoline .... 1891 1896 gestorben am 15. April 52 Lenti Pauline von. 1892 1901 gestorben 53 Mayerhofer Charlotte .... 1893 1907 gestorben am 26. Jänner 54 Holfmann Nina.. . 1893 1905 gestorben am 3. November O0 Kunerle Therese. 1894 — 56 Unger Therese. 1894 1896 gestorben am 17. April 57 Bingler Philippine. 1895 1904 wurde das Pensimisverhältnis gelöst 58 Wehle Marie. 1896 1900 Familienverhältnisse wegen ausgeschieden 59 Löwenstein Amalia. 1896 — 60 Holowitz Charlotte. 1896 — 61 Prelich Leontine. 1896 — 62 Poglies Marie. 1896 1907 wurde das Pensionsverhältnis gelöst 63 Hartlieb Anna von. 1898 1900 kündigte Familien verhält- nisse wegen 64 Gaillard Anna. 1898 — 65 Perda Mathilde. 1899 1901 löste das Pensionsverhältnis wegen Eintritt ins Kloster 66 Allesch Franziska von . . 1900 — 67 Granichstädten Emma. . . . 1900 — 68 Taborski Katharina von . . . 1901 1902 gestorben 69 Hagenauer Friederike .... 1901 _ 70 Biedermann Therese .... 1901 1905 1 übersiedelte nach Hannover, 1907 1909 I verließ krankheitshalber das Heim 71 Banszky Amalie. 1902 1908 1907 > Pensionsverhältnis gelöst 72 Engelhart Olga. 1901 1903 73 Girschel Henriette . . 1902 — 74 Sybold Marie .. 1903 1906 Pensionsverhältnis gelöst 75 Preidl Marie. 1904 1907 kündigte Familienverhältnisse 76 Zauder Elisabeth. 1904 1907 Pensionsverhältnis gelöst 77 Espich Eosa. 1904 1908 gestorben am 2. Mai 78 Preinfalk Marie. 1905 — 79 Stipperger Fanny. 1905 — 80 Gerl Julie. 1906 1909 verließ krankheitshalber | das Heim 1 81 Yodvarska Anna. 1907 11908 5 * Anmerkung Nr. Name von bis 82 Schönauer Marie. 1907 83 Buchmesser Adele. 1907 — 84 Funke Karoline. 1907 — 85 Szabliak Alexandra. 1907 — 86 Tichy Karoline. 1907 1908 87 Göllis Leontine Edle von . . 1907 1910 88 Metzner Bertha. 1907 __ 89 Kruß Louise. 1907 1910 90 1 Bamhula Zoe . . 1907 1909 911 Babatin Anna . . 1907 — 92 Herzfeld Josefine. 1907 — 93 Burianek Pauline . 1907 — 94 Berg Amalia. 1907 — 95 Gruber Anna. 1907 1909, 96 Größer Betty. 1907 1908! 97 Kruß Julie. 1907 _ 98 Schenk Auguste. 1907 — 99 Köchler Irma. 1907 1910 100 Stüböck Rosina. 1907 — 101 Metaxa-Heller Martha .... 1907 — 102 Bankowska Marie von.... 1907 — 103 Petzold Henriette. 1907 — 104 Langer Rosina. 1907 — 105 Woita Eleonore. 1907 — 106 Bögler Albertine. 1907 — 107 Eder Lina. 1907 — 108 Pelikan Fanny. 1907 — 109 Schmidt Adolfine. 1907 — 110 Filippi Marie von. 1908 ■— 111 Moro Marie. 1908 — 112 Kruß Auguste. 1908 — 113 Hofmann Anna. 1909 — 114 Würstl Karoline. 1909 1910 115 Zelenka Julie. 1909 — 116 Nowacek Marie. 1910 •— 117 Krause Johanna . 1910 — 118 Hueber Anna. 1910 — 119 Ahsbaß-Wolf Lina. 1910 — 120 Bauer Bertha. 1910 — 121 Bankowska Henriette von . . 1910 Pensionsverhältnis gelöst hat das Pensionsverhältnis i im Monate Juli gelöst | gestorben im August gestorben verließ krankheitshalber das Heim verließ Familienverhältnisse wegen das Heim gestorben am 21. April gestorben am 21. September Tabelle III. Ertragsnachweisung der vom Frauenheimball-Komitee in den Jahren 1882—1910 veranstalteten Unternehmungen im Jahre Erträgnis Fl. 'kr., K 1 11 i h Präsidentin des Komitees Anmerkung i) 1882 1.039 2.078 Johanna von Hebra !) Gründungsfest. 1883 — — — — 1884 1.550 83 3.101 66 1885 856 92 1.713 84 n 1886 740 80 1.481 60 TI 1887 1.325 61 2.651 22 Marie von Robert 1888 1.560 — 3.120 — 77 2) 1889 2.360 — 4.720 _ 2) Dieser Ball fand wegen 1890 3.007 65 6.015 30 des am Vortage desselben be- V kanntgewordenen Ablebens Sr. 1891 2.406 70 4.8x3 40 „ k. u. k. Hoheit des Kronprinzen 1892 3.700 — 7.400 — 77 Rudolf n i o h t statt und reprä- 1893 4.800 — 9.600 _ sentiert der ausgewiesene Be- 1894 4.206 22 8 412 44 trag die Summe der bereits eingeflossenen und nicht rekla- 1895 5.080 08 10.160 16 n mierten Ballspenden abzüglich 1896 4.052 35 8.104 70 der Kosten. 1897 3.801 47 7.602 94 1898 3.909 04 7.818 08 r> 3) 1899 1.215' 95 2.431 90 v 3 ) Interne Komitee- 1900 7.151 32 n abende, da der Ball in- 1901 6.918 95 „ folge Ablebens Ihrer 1902 1 8.932 45 * Majestät der Kaiserin 1903 6.154 76 abgesagt war. 1904 9.112 77 1905 10.884 75 1906 ; 8.947 80 1907 1 9.821 10 1908 9.662 34 r> 1909 8.796 47 r> 4 ) 1910 i i 6.657 47 Johanna Fleckenstein 4 ) Hierunter Ertrag des Frühlingsfestes Zusammen: 184.265 42 2178 K 69 h. Tabelle IV. Stand der Gründer und Mitglieder in den Jahren 1883—1910 sowie Nacliweisung der in den einzelnen Jahren eingeflossenen Gründer- und Mitgliedsbeiträge. Sh Gründer Mitg Jeder 1 Jahr i ® ö s a> ..Ü mit einmaligem Beitrage mit jährlichen Beiträgen einge- 1 1 Anmerkung 1 rS '6lD Anzahl eingezahlter Betrag Kronen A nzahl eingezahlter Betrag Kronen Anzahl zahltet' Betrag Kronen 1883, 18 9 800 50 9 380 420 92.178 l ) 31.* März bis 31. De- | 1884 — 24 1.400 57 1.410 592 2.339 zember 1883 j 1885 2 25 400 55 1.200 799 3.168 1886 2 27 400 56 1.160 707 3.288 1887 5 33 600 60 1.220 743 3.550 1888 5 33 — 60 1.220 757 3.600 1889 7 36 600 64 1.300 804 3.918 : 1890 9 38 600 59 1.180 771 3.844 1891 14 40 400 62 2 ) 1.360 757 3.780 2 ) 50 K Nachtrag pro 1890 '1892| 14 ■13 600 64 1.320 753 3.762 1893 14 44 200 74 1.540 746 3.748 1894 14 47 600 70 1.460 747 3.772 1895 14 52 2.200 78 1.620 733 3.726 : 1896 18 53 200 75 1.580 701 3.648 1897 18 53 — 73 1.540 683 3.558 ; 1898 19 55 400 73 1.500 686 3 550 1 1899 19 57 400 70 1.440 674 3.496 1900 19 58 200 72 1.520 686 3.458 j 1901 19 60 600 70 1.490 662 3.414 j 1902 21 62 800 70 1.440 621 3.260 1903 25 62 — 66 1.540 600 3.079 1904 27 64 400 63 1.405 589 3 027 j 1905 29 72 3) 57 1.345 583 3.025 3 ) wurde für Baufond gezeichnet 1906 33 78 9 400 53 1.225 566 2.785 4 ) 5 Gründer haben für Baufond gezeichnet 1907 34 82 5 ) 54 1.305 536 2.787 5 ) 4 Gründer haben für 1908 36 82 — 52 1.260 564 2.936 Baufond gezeichnet ! 1909 38 85 6 ) 53 1.280 535 2.733 6 ) erscheint unter Spenden, bzw. Tauscli’scher Nachlaß verrechnet 1910 J 38 7 )97 51 1.240 535 2.731 7 ) 12 Gönner, welche bereits in früheren Jahren dem Vereine namhafte Spenden zugewendet haben, erscheinen nachträglich unter die Gründer aufgenommen. T— w" VH IV Xi»' vw*'.rjpp' »•I ’ ». i ,\? *■- V * > üff ï v-\*^ ' r Jh^AÉ*. r^*, ,fi „V- a. Ss T Il B«S4II 1 ÿp.‘*fv*î : :^*yf. •* -s? v " typ« - cv* * 'ioi ~««v.