1. August Wien den 31.Juli 1847. An Herrn Karl Jassnüger hier. IhrSchreiben entnehme Ich ersehe Ihrem Schreiben vom 30. v. M. Gestern, daß Ihre Verhältniße Sie zwingen, Ihre Dienstleistung Anderen anzubiethen, indem Sie nicht geneigt sind dieselbe sindihreDienste auf ungewissen Lohn der Societé d'Etudes des Suezer-Canals zu weisen, zumal Ihnen die Gelegenheit ferner widmen gebotten ist, weiteren Ihnen gestellten günstigen Anträgen zu folgen. Sieverweisenmirabergleichzeitig Doch biethen Sie sich auch mir zur ferneren Dienstleistung an, insofern Ihnen ein verhältnißmäßiger Lohn zugesichert wird! Sie stellen mir gleichzeitig das Verlangen, daß ich Ihnen für die verfloßenen Monate Jänner, Feb. u. März monatlich 100 f. u. *über die von Ihnen bereits bezogenen Beträge für die vier Monate von März bis Ende Juli 200 f. C.M.* als Gage zuerkennen möchte, weil Ihnen bei der bevorstehenden Aenderung Ihrer Verhältniße mehrere Zahlungen bevorstehen. Sie scheinen dabei vergessen zu haben, daß Sie nach der mir von Ihnen gestellten Rechnung, für die Zeit vom * Nebst wurden Ihnen die Reisekosten von Wien nach Egypten, und zurük, so wie die zweymalige Reise von Alexandrien nach Cairo gänzlich vergütet EinSecretair + WeilichSiealsganzunbeschäftiget wußte,glaubteichIhneneinemnicht unwesentlichenDienstzuerweisen. gestattete alsichIhnenderkleine,derExpedition vorangegangeneCorrespondenz und als ich Ihnen gestattete, zu den Vorbereitungen für die Expedition nach Egypten mitzuwirken, undIhnendann nur die Erfüllung eines mir mehrmals geäs geäußerten Wunsches. Alle, die zu dieser Expedition Theil genommen haben, sind, wie Sie, freywillig dazu gekommen. Die Bedingungen, unter welchen ich sie aufmache, waren Ihnen vor der Abreise bekannt. undIhnenhabeichjeneBezahlungzugestanden, welche,wieSiewisseneinem DaßSiemehrbedürfen 1. Jänner bis 20. März..... 300 f. und vom 20. März bis 20. Juli 1210 f. Zusammen 1510 f. C.M. bezogen haben.* IchmußIhnendabeibemerken,das nochichIhren In Betreff Ihrer Stellung zur Societé d'Etudes muß ich Ihnen bemerken, daß nicht ich Ihre Dienste gesucht, sondern Sie mir dieselben mit großer Bereitwilligkeit anerbothen haben.+ IchhabeSiehieraufalsBrigadeSecretär verwendetudieseStellungmitobigenBetrag denMonatenJänner,und honorirt,kannkeinenichtals März Weit entfernt Ihre Verdienste zu verkennen, glaube ich daß die Zugestehung obigen Betrages das beste Zeugniß davon giebt. Denn der Betrag von 1510 fl. C. M. Ein GesandschaftsSekretär bezieht mir 1200 f. C. M. jährlich. fragen NebstdemdieGelegenheitzueinerEhrenehrenvollenReiseaufwirdnichtjedem Theil zuundnichtsoleichtzugestanden als undichkönnteuntenüber+ Obige Ausgabe vor meinen Committenten zu verantworten habe ich übernommen; für größere daebenebensowenigübernehme, Zugeständniße bereichabernicht FallsIhnen könnte ich aber nicht einschreiten, vielmehr muß undzwarinsowenigenIchfindenund ich muß Ihnen ofen gestehen, daß der ganze Inhalt Ihres Schreibens, und namentlich das gestellte Begehren einer Erhöhung Ihrer Gage mich um so mehr befremdet hat, als ich in der Meinung war, daß Sie durch die bezogenen Beträge sich sehr zufrieden ge hätten stellen können. deskommtwaren,ihr Um ein solches Begehren wenigstens einigeresmichdaunsdarundsiemirden massen begründen zu können, hätten Sie doch BerichtüberdieExpedition mir den noch ausständigen Bericht überden nachschuldigsind. DaßichVertrauensiesetzte,beerhatSienichtberechtiget,Forderungen anmichzustellen,welchealleGrenzen ganzenGangderExpedition vorerst übergeben sollen. Eine Erhöhung der Gage hätten Sie dadurch zwar nicht erlangt aber ich hätte, je nach dem Werthe desselben Anlaß nehmen können, für eine Gratification dafür beim Central- Comité einzuschreiten, welche indessen unter keinen Umständen jenenHöhevernichthätte welchegeeignetgewesenwäre durchIhre Ansprüchen Ihnen angesprochene Höhe erreicht haben würde. dahingesagtevorangiebtschonkein siegesetzteVertrauengiebthaRatAnsprüche kernichtihreAnsprücheaufeinesonders hörte.DennSieimStandesindein inUsterdasIhreGeldbedürfnissesie dageverleiteten.DaßSiebedeuSiegesetztenVertrauens beidiesenAnspruchenkanndieSociete dStudesIhrenDienstleistungkeinenGebrauch mehrmachen,wirdichsprecheSiedem Da die Societé d'Etudes nicht inderLage Willens und nicht in der Lage ist, solchen Ansprüchen eines ihren Secretäre zu befried sprechen, ihm und ich den Ihnen anderweitig gestellten günstigen Anträgen nicht entgegen stehen kann, noch will, so spreche ich Sie jeder weiteren Dienstleistung für die Societé d'Etudes von heute an frey, und wünsche Ihnen Glück Ihren neuen Unternehmungen Glük. Negrelli