Wien den 5. November 1846. Verehrtester Herr Director! Indem ich Ihnen den Empfang Ihrer letzten Briefe bestättige, und mich freue, daß die 3. Einzahlung dort so guten Fortgang hat, ist es mir angenehm Ihnen melden zu können, daß auch die hiesigen Actionäre einer nach dem anderen zur Raison kommen, u ihre Einzahlungen leisten werden- die entstandene Renitenz mag wohl auf die Verhältnisse des Platzes eine Entschuldigung finden. Wie Sie aus dem anliegenden Brief des Herrn Dufour ersehen, muß ich den 15. d. M. in Paris eintreffen, u. meine Reisenach Ankunft in Zürich wird sich demnach um einige Tage verzögern. der Sonst war meine Absicht, zuerst nach Zürich und dann erst nach Paris zu reisen. Nun kann ich aber wegen Dringlichkeit der Zeit, die Zusammenkunft auf den 15. d. M. in Paris nicht mehr [contemandiren] u. wenn sich sonach meine Ankunft in Zürich um einigen Tage verzögert, um so länger werde ich dann bleiben können, um mich den dortigen Geschäften zu widmen, u dieselben auszutragen. Dann gereicht das große Geschäft, wofür ich nach Paris berufen bin, auch der Zürcher Eisenbahn zum Nutzen insofern es zu einem [gedachlichen] Endpunkt geführt werden kann. Wenn ich von Paris zurückkommen werde, wünsche ich die Oberingenieure inB in sofern die Tracirung gegen Basel bald erfolgen soll, in Basel anzutreffen, u werde den Zug von Paris aus schreiben, an dem ich in Basel etwa ankommen werde, um sonach auf der Route gegen Zürich, um sie nicht zweymal zu machen, [weg] obiger Tracirung das Nothwendige veranlassen zu können. Wenn Sie mir nach Paris schreiben, bitte ich Ihre Briefe an das Hauß Rotschild zu adressiren. Auf das Vergnügen Sie bald wieder zu sehen Ihr ergebenster Negrelli