die Gelegenheit aufgegriffen, sich für die splendide, ja wahrhaft königliche Gastfreundschaft, womit sie der Vicekönig zuvorkommend überhaufte, dankbar zu erweisen, und hat, nach sorgfältiger Untersuchung der Lage, und der hydraulischen Verhältniße des Delta, und von Oberegypten Sr. Hoheit die Berichte erstattet, wovon in der Anlage eine Abschrift beiliegt. Es gehet aus dem Berichte über die Schließung der[Schwellwehre] hervor, daß die Commission das, vom Ingenieur des Vicekönigs Mongel Bei vorgeschlagene System um in sofern gutheist, als der Mechanismus mit comprimirter Luft zunächst aufgelassen, u. den die Thore mit der einfachsten, und gewöhnlichsten, von der Erfahrung bewährten Mittel auf und zugeschloßen werden, was um so leichter geschehen kann, als der Nil nur einmal des Jahres, und zwar mit einer unvergleichlichen Regelmäßigkeit [?] Copia der 2 bezeichnten Berichte 1. u. 2. steigt, und fällt, ein Umstand, der die Anwendung neuer Expeimente mit comprimirter Luft für die Bewegung der Thore auf ihre Achsen überflüßig, und daher nicht rathsam macht, zumal in einem Lande, wo di Hilfsmittel zu solch neuen Experimenten nicht immer zu Gebote stehen. hinreichendaufgebrachtwerden können. Ferner wurde in diesem Berichte die Breite, und das Niveau der drey Hauptcanäle angegeben, welche geeignet wären, das durch die Barrage gestauhte Wasser auf das ganze Delta in Verhältniß der zu bewässernden Fläche zu vertreilen. Für die Bewäßerung Oberegyptens und Mittel-Egyptens in einer Länge von 200 lienes und in einer mittleren Breite von 3 bis 4 lienes, bietet sich bei Dzebel-Cilcily, wo die Berge der Libischen, und den Arabischen Wüste bis auf eine Entfernung von nur 390 Meter zusammenkommen, und wo links und rechts am Nilufer die herrlichsten Sandsteinbrüche vorkommen, die Stationen sind den Bedürfnißen des Landes angemessen. Wächterhäußer u Bahnwächter kommen aber kommen im keine vor u doch findetder Dienst finden selten keine Störungen, ja nicht einmal erhebliche Ungegelmäßigkeiten vor! "im barbaren Lande" vor! statt. Der Uebergang über den Nil beim Arm von Rosette findet vermittelst eine Dampfschiffe statt u es sind an beiden Ufern zur Erleichterung des Auf und Abfahrens, [dampeartige] hölzerne Ein Gerüste-Einbaue mit hinreicherder Solidität hergestellt. An dem Arme von Damiette ist hingegen eine hölzerne Brüke [?] gebaut, über welche die Züge ununterbrochen verkehren. Sonst hat der Bau dieser Eisenbahn lediglich keine Schwierigkeiten zu überwinden gehabt. Doch kommt dabei die Unzukömmlichkeit in Betracht, daß die [Dammböschungen] niemals eine vollständige Regelmäßigkeit, u Stabilität erreichen können weil in überhaupt kein Graß wächst, Egypten, wokeinWasser allen Stellen, wo kein Wasser kommt, auch durch künstliche Besämung keines erzeugt werden kann. Daher leiden die Böschung theils durch die Trokenheit u. den Wind, und hinwieder durch den Wellenschlag zur Zeit der Überschwemmung, daher an mehreren Stellen durch Steinwürfe, oder durch Steinverkleidung, der gänzlichen Zerstörung vorgebeugt werden muß. Bezüglich der Eisenbahn von Cairo nach Suez hatte die Commißion sich darüber zu äußern ob die gewählte Trace, dann die dabei vorkommenden Steigungsverhältniße u. die vorgeschlagenen Curven einen guten Betriebe entsprechend seyen, was die Comißion, nach erfolgter Prüfung des Projectes, bejahen konnte. Diese Bahn verläßt das bebaute Gelände des Nilthales bald unter Cairo u. vertieft sich dann in die Wüste zwischen der dermaligen Hauptstrasse und den Canal Verbindungscanal, welcher von Cairo durch die [Oadee] bis zum Timsasee behufs der Durchstechung der Landenge von Suez geführt wird; und da keinerlei Hinderniße von Belang zu überwinden sind, so kann auch diese Bahn binnen Jahresfrist, wenn mit den dermaligen Arbeitkräften fortgefahren wird, vollendet da stehen, wodurch dann der Weg von Alexandrien nach Suez wozu noch vor wenigen Jahren volle 8 Tage erforderlich waren, binnen längstens 12 Stunden wird zurükgelegt werden können, und wodurch für an und für sich schon für alle Länder, welche den Handel mit Ostindien vor Augen hatten, auch vor der Eröfnung der Landenge von Suez ein wesentlicher Vorsprung gewonnen wird und worauf ich die hohe Aufmerksamkeit E. E. mit der ehrerbitigsten Bemerkung zu lenken mir erlaube, als die Engländer [bereits] nicht nur ihre Schwallwaaren von u nach Ostindien, sondern sogar die Kohlen zum Betriebe ihrer Navigation im rothen Meere schon durch Egypten