An Herrn Carl Jasnüger, Brigade Secretär der Societe d'etudes du Canal de Suez in Egypte a Thineh. Wien den 9" Juni 1847. Ich habe Ihre beiden Berichte vom 6t Mai aus Damiaette, und vom 19ten Mai aus Thineh erhalten, und indem ich dieselben zur Nachricht nehme, freue ich mich, daß die angeordneten Feldarbeiten in gutem Gange sind, und gewärtige im nächsten Berichte einige günstige Resultate über die seither gepflogenen Erhebungen zu vernehmen. Die getroffene Anordnung, wonach jeder der drey Techniker seine Arbeiten selbst in das Journal einzutragen hat, finde ich zweckmäßig, ebenso die Anordnung, daß Herr Potika als leitender Ingenieure dabei verwendet werde. Inzwischen hoffe ich, daß Sie mein Schreiben vom v.M. erhalten haben werden und verlasse mich, daß Sie nach dessen Inhalt, u. nach der bestehenden Instruktion verfahren werden. Von Paris erwarte ich die Anweisung der nöthigen Fonds um die ferneren Ausgaben in Egypten zu deken, und die Reisekosten bis hieher zurück zu bestreiten, und daß auch hinsichtlich gar der angedeuteten Geschenke von dort werde gesorgt werden. Die Beigabe einer Brigantine mit 118 Mann Equipage setzt mich indessen in etwelcher Verlegenheit, da wir nur auf 18 Mann und den Capitaine gefasst waren, wie Sie mir in Ihrem Bericht vom die Brigade auf die Spur eines Binnensees 3 Stunden von Pelusium gebracht, aus welchem das süße Wasser für die Lagerbedürfnisse gel gewonnen wird, was seiner Zeit, u insofern die Unternehmung zu Stande kommen sollte, von wesentlichem Nutzen seyn wird. Mit dem Ausdruke ehrfurchtvoller Ergebenheit zeichnet E. E. ganz geh. Diener Negrelli