Sr. Hochwohlgeboren. Dem Herrn Herrn Anton Ritter von Laurin, Ritter des öst. kais. Ordens der eisernen Krone, Inhaber des ottom. Verdienst-Ordens, kk. Gubernialrath u. GeneralConsul in Alexandrien. Wien den 21t. Jäner 1848. Euer Hochwohlgeboren! Bei dem Vorhaben, noch im Laufe des verwichenen Jahres in der Angelegenheit der Durchstechung der Landenge v. Suez selbst nach Egypten zu reisen wollte ich es mir aufsparren, Er. Hochwohlgeboren ersprießliche für die wie gedeihliche Unterstützung, die Sie meiner Ingenieur-Brigade während ihres dortigen Aufenthaltes angedeihen ließen, den verbindlichsten Dank Namens der deutschen Groupe der Societe d'Etudes du Canal de Suez persönlich auszusprechen. Da aber meine Reise zufolge des Umstandes, daß die französische Brigade statt Anfangs Dezember, wie man vermuthete, erst dieser Tage in Marseille an das Land gestiegen ist, und vor Ende März nicht in der Lage ist, das Resultat ihrer höchst interessanten Erhebungen in der Art zu Papier zu bringen, daß wir unsere Ideen vorläufig darauf fassen, und und über manche Modificationen des Projectes und über manche Modificationen verständigen können, so bei die Som(m)ermonate aber während der Som(m)ermonate aber es keinem von uns möglich ist, sich von den Geschäften des eigenen Wirkungskreises zu entfernen, und dieselben überdis nicht gen zu technisch-wissenschaftlichen Operationen in der Wüste Egyptens nicht geeignet sind, so bin ich mit meinen Collegen Talabot, und Stephenson welch letzterer seinerseits durch die zuvorkommende Gefälligkeit der ostindischen Compagnie der mit den genauesten Pläne über den Gote ihm zu Theil gew zugewiesenen Theil des Projectes am rothen Meere versehen ist, übereingekommen, die verabredete Reise auf den künftigen Herbst nemlich auf Ende(Octo)ber d. J. zu verschieben. Inzwischen kann ich es aber nicht länger anstehen lassen, E(uer) Hochwohlgeboren meinen wärmsten Dank für die, meiner Brigade erwiesene gedeihliche Theilnahme, wodurch allein sie in den Stand gesetzt worden ist, die ihr übertragene Aufgabe in verhältnißmäßig kurzer Zeit befriedigend zu lösen, hiermit auszusprechen. Auch erlaube ich mir die Bitte beizufügen, S(eine)r Hoheit dem Vicekönig bei schiklichen Gelegenheit den Ausdruck des tiefsten Dankes der Deutschen Groupe der Societe d'Etudes du Canal de Suez für die der Brigade verliehene gnädige Unterstützung vorläufig zueb darzubringen, mit dem Bemerken, daß ich es mir zum Vergnügen anrechnen werde, seinerzeit eine bereits fertige Copie aller von meiner Brigade erhobenen Plänen seiner Hoheit persönlich zu überreichen. Bei diesem Anlaß erlaube ich mir E(uer) H(ochwohlgeboren) darauf aufmer für den Fall, als Hochdieselben einen, in verschiedenen Zeitungen veröffentlichten Aufsatz über die Suezer-Canal-Angelegenheit des ehemaligen Secretärs Jasnügger, welchen ich gle im Falle wäre, gleich nach seiner An Rükkunft aus Egypten zu entlassen im Falle war, gelesen hätten, darauf aufmerksam zu machen, daß dieser Aufsatz keineswegs die Ergebniße der von den meiner Brigade gemachten Erhebungen enthält; daß die beste Harmonie unter den drey Groupen in allen Beziehungen vorherrscht, und daß die Tendenz desselben eine vom Herrn Galloway, dem er sich verkauft zu haben scheint, angegebene zu seyn scheint, um dadurch dem Plan der Eisenbahn den Herr Galloway betreibt vor jenem des Canals Eingang zu verschaffen. Mit der Bitte, der Canalangelegenheit fortan Ihre Theilnahme u. Unterstüzung auch fernerhin fortan angedeihen zu lassen, und auf das Vergnügen Sie im Herbst persönlich kennen zu lernen, habe ich die Ehre mit wahrer Hochachtung zu verharren, Euer Hochwohlgeboren N.