gezogen worden, den die Persönlichkeit des Oberhaupts der Regierung jenes Landes auf das Gelingen des Unternehmens ausüben, so wie auch der mehr oder minder schwere Antheil, den er sich an demselben durch spätern Einspruch zuzueignen geneigt seyn könnte. Besorgnisse aus diesem Gesichtspunkte werden indes durch die Wichtigkeit der Sache selbst überwogen, welche jederzeit in Frankreich, wie in England u. Oesterreich mächtige Beschützer finden wird, da sie für diese Länder in der Zukunft eine unermeßliche Zunahme des Handelsverkehrs in Aussicht stellt. So allgemein diese Überzeugung ist, so wenig dürften sich indes in unserm Lande, obgleich sich dasselbe für den Zug des ostindischen Überlandgast über Triest, Salzburg sehr lebhaft interessirt, nach meinen Wahrnehmungen Personnen finden, welche für erstere in dem Grade zu gewinnen seyn würden, daß sie sich geneigt finden ließen, f 5000 à tout evenement beizuschießen, um damit in die Gesellschaft der 30 ersten Begründer auf der Grundlage des in Paris entworfenen Vertrags zu treten, ohne denselben näher zu kennen oder ohne der wirklichen Ausführung des Unternehmens u. der dazu erforderlichen Einleitungen u. Unterhandlungen versichert zu seyn. Was mich betrifft, so leitet mich, wie ich mit Vergnügen hier wiederholt ausspreche, das besondere Vertrauen in die ausgezeichneten, dem Unternehmen vorstehenden Männern u. die volle Anerkennung der europäischen Wichtigkeit dieses Letzten u. ich will daher auch nicht länger säumen, dies, Euer Hochwohlgeboren, mit dem Ersuchen mitzutheilen, mich unter die 30 ersten Begründer desselben aufzunehmen, u mit den in Paris von Ihnen, Herrn Stephenson u. den übrigen Gründern abgeschlossenen Vertrag zur Mitunterschrift vorlegen zu lassen, aus welchem ich sodann ersehen, welche eventuellen Rechte u. Verbindlichkeiten daraus entspringen, dann welche weitere Mitwirkung von mir erwartet wird, u. es gewiß nach Entrichtung meines Gründungsbeitrags von Fr. 5000.- an meinen eifrigen Bestrebungen nicht fehlen lassen werde, der weitern Entwicklung der Sache nach Möglichkeit förderlich zu seyn. Ich benuze übrigens diese Gelegenheit, um schlüßlich noch eines lebhaften Wunsches zu erwähnen, den ich bei Ihrer so kurzen Anwesenheit dahier nicht Zeit fand näher zu besprechen: es betrifft meine Betheiligung an den nächsten Lieferungen von Lokomotiven für die lombardisch venetianische Eisenbahn, es liegen meine desfaltigen Anerbietungen bei der K. K. Oestereichischen Generaldirection zur Begutachtung vor. Niemand kann besser als Euer Hochwohlgeboren die Leistungen meiner Maschinen würdigen, u. ich würde namentlich in diesem Falle Alles aufbieten, um den Erwartungen zu entsprechen, daher ich mir wohl schmeicheln darf, für meine Wünsche auch bei Ihnen eine geneigte Rücksicht u. Empfelung zu finden. Mit dieser angelegentlichen Bitte verbinde ich die Versicherung der ausgezeichnetsten Hochachtung u. zeichne Euer Hochwohlgeboren ergebenster Jo Maffei Herrn von Maffei in München. Wien am 16. Jänner 1847. Euer Wohlgeboren! In umgehender Beantwortung Ihres werthen Schreibens vom 10tenJänner d. M. sage ich Ihnen meinen Dank für Ihre besondere Bereitwilligkeit zum Beitritte und Ihr Entgegenkommen zur Forderungeines der größten Werkes des Jahrhunderts, bedaure aber, da Ihre Er- klärung zu spät einlangte, um so weniger von deselben Gebrauch machen zu können da, die auf Oesterreich entfallenden 5 Stimmen sämmtlich durch [Korperationen] in unsere Staaten Welt vertretten werde.* Ich * und denselben bereits verliehen worden sind. (Ich) erlaube mirIhre jedoch Ihre Sie zu versichern, daß ich mir Ihre ferne Mitwirkung bei der weitern Realisation des begonnenen Unternehmens vorbehalte und bin überzeugt daß Ihr Intresse für dasselbe sich nur immer steigern kann. Schlüßlich zeige ich Ihnen an, das um Sie bei Lieferung der Locomotion für die Lombardisch-Venezianische Eisenbahn mit 4 Stück zu betheilige, werden, und die Direktion deshalb mit Ihrem hierortigen Vertretter bereits in Unterhandlung steht. Mich Ihnen besten empfehlend verbleibe ich mit besonderer Werthschätzung Euer Wohlgeboren