Dem Herrn k. k. Rath und Inspektor der General-Direction für die Staatseisenbahnen v. Negrelli. Seine Durchlaucht der Fürst Staatskanzler haben mir den beiliegenden prospectus über den durch die Landenge von Suez zu bauenden Kanal mitgetheilt, welcher dem k. k. Bothschafter in London durch die Herrn Charles Clark und David Bartie übergeben wurde. Da hiedurch die Bildung einer englischen Aktiengesellschaft unter den mit dem ostindischen und australischen Handel betheiligten Personen beabsichtiget wird, und darin weder von H. Stephenson, noch von der bereits zu Stande gekommenen Gesellschaft zur Vornahme der Vorarbeiten irgend eine Erwähnung geschieht, so liegt mir sehr daran, nähere Aufschlüße zu erhalten, inwieferne der vorliegende prospectus mit letzterer Unternehmung in Verbindung steht oder nicht. Da Ihnen die in dieser Beziehung obwaltenden Verhältnisse vielleicht bekannt sein dürften, so fordere ich Sie auf, sich über die erwähnte Frage unter Rückstellung des Kommunikates zu äußern, wobei sich von selbst versteht, daß rücksichtlich dieses Gegenstandes die nothwendige Geheimhaltung zu beobachten ist. Wien am 10. März 1847. Kübeck 2004 p. p. An den Herrn k. k. Rath und Inspektor der General-Direction für die Staatseisenbahnen v. Negrelli. Wien den 12. März 1847. A. M. Enfantin nach Paris Rue des Victoires No 34. An H. A. Dufour-Feronce in Leipzig, An H. Robert Stefenson, Ingenieur in London  Ich bin selben im Wege der oester Gedurch höhere Mittheilung sandschaft in London in die Kenntniß gelangt, daß die Herrn Charles Clark und David Bartie ein Prospectus unter dem Titel"Preliminar Prospectus of the Grand Ship Canal throuch the Isthmus bei of Suez" London, Joseph Mallett, 59, durch den Druck, u mit einer Karte Wardour Street veröffentlichet haben, worin, wenn nicht doch eine ähnliche welches beiläufig die gleiche Richtung gebracht wird. für den großen Canal in Vorschlag bringt als bei die wir in Absicht unseren bisherigen in Absicht Verhandlungen hatten. die Wahrnehmung Wenn es eines Theiles erfreulich ist, daß diese Idee in England möglichst verbreitet, und populär wird, so wäre es anderen Theils sehr bedauernswerth, wenn eine zweyte Gesellschaft, nachdem unsere Groupen bereits gebildet sind, träte. uns störend in den Weg käme. Ich habe alle Ursache letzteres zu vermuthen, indem in dem oben angedeuteten Prospectes weder von unseren Verhandlungen in Paris, noch von einem der dabei betheiligten Namen die Rede ist. Das Auftreten einer zweyten Gesellschaft wäre aber darum um so bedauerlicher, als, wenn sie auch unseren finanziellen Kräften keinen Abbruch thun würde, um so schwieriger die Durchführung der Unterhandlungen mit dem Vicekönig von Egipten machen könnte. Daraus gehet die Nothwendigkeit hervor ohne weiteres Zaudern der Societé d'execution kräftig noch Mangelnde zu Stande zu bringen. in Egypten aufzutreten, und und das zur Bildung Jedenfalls ersuche ich Sie aber mir umgehend wissen zu lassen, ob seit und welche Kenntniß die vom obigen der Bildung unserer Groupe, oder in Prospectus haben, und ob Sie nicht glauben letzter Zeit irgend etwas vorgefallen daß unverweilt Schritte einzuleiten wären, entweder bewirken wären, welche sogleich einen Eingang, oder aber jeden unserer Gesellschaft schädliche Einmischung, oder Störung, durch Unberufene, vereiteln könnten. In Erwartung baldiger Auskunft, grüßt Sie auf das freundschaftlichste Ihr Negrelli Bericht den von Clark und Bartie veröffentlichten Prospectus zur Durchsetzung der Landenge von Suez betreffend E. E. Ueber Der soeben erhaltenen, gnädigen Mittheden über da, von den Herren Clark und Bartie veröffentlichten Prospectus hinsichtlich über die des wo zur Bildung einer Gesellschaft zur Durchstechung des Landenge von Suez mittelst eines großen Schiffahrtcanals, Bl. 2004 vom 10. p.p d. M. lung zu Folge habe ich das in Abschrift beiliegende Schreiben an die H. Enfantin in Paris, Robert Stefenson in London, und A. Dufour Feronce in Leipzig erwollen lassen, aus welchem E. E. ersehen werden, daß mir über obige Veröffentlichung nichts bekannt ist. in der vorliegenden Karte So viel ich aus der, dem Canal gegebenen Richtung ersehen, stimmt dieselbe beabsichtigten mit der von uns projectirten nicht übervielmehr ein. Sie zeigt sich nach den in unseren Händen befindlichen Plänen zu urtheilen, vielmehr als ganz unausführbar, indem der"proposed Canal" über Berg, und Stein geführt werden würde müßte, und die Vortheile, welche die Binnen- sind dabei Seen gewähren können, gar nicht berüksichtiget sind, was der Vermuthung den Raum giebt, daß die Herrn Clark und Bartie bei der Zusammenstellung dieses alle nähere Bekanntschaft mit Prospectus keine angemessene Vorerheder Lage, und mit den Verhältnißen bungen, und verlässlichen Daten befassen, abging. was mich Daraus erklärt sich vorläufig, daß diese Veröffentlichung in keinem Zusammenhange mit der in Paris am 30. Nov. zu Stande gekommenen Societé d'etudes stehet, weßwegen ich sie bis auf Einlangen der abverlangten Erkundigung nur als den Versuch zu einer Concurrenz ansehen kann bei muß, wie in England über aller Unternehmengen, welche Anklang finden, der Fall zu sein pflegt Brauch ist, ein Versuch übrigens, welcher störend auf die Societe d'etudes einwirken könnte, und welchem demnach durch entsche bei jedem Anlaß entgegen zu wirken seyn dürfte. auf die eingezogene Erkundigung Sobald ich die abverlangten Antworten erhalten, werde ich nicht mich beeilen, stelle sie E. E. zu unterlegen, und[?] mir gnädigst habe inzwischen die Ehre, den ermitgetheilten haltenen Prospectus ehrfürchtvoll zurück Negrelli Bericht den von Clark und Bartie veröffentlichten Prospectus zur Durchstechung der Landenge von Suez betreffen. E. E. 13 Maerz 1847 Die Auskünfte, um welche ich den Ingenieur Robert Stephenson in London in Betreff des von Charles Clark und David Bartie veröffentlichten prospectus "hinzichtlich der Bildung einer Gesellschaft zur Durchstechung der Landenge von Suez mit telst eines Kanals" - in dem Euerer Excellenz mit dem Berichte von 12. März d. J. abschriftlich überreichten Briefe angegangen, sind mir mit dem Antwortschreiben von 26. März d. J. zugekommen. In Befolgung des h. Erlasses von 22. März d. J. Z. 2212/P. P. erlaube ich mir, dasselbe in der Anlage mit der Bitte um die Zurückstellung, Hochdenselben ehrerbietigst zu unter- breiten. Aufmerksamkeit und Stimmung für diese Angelegenheit günstig anregt,- vielmehr fördernd einwirken dürfte. Genehmigen E. E. den Ausdruck der unbegränzten Verehrung von E. E. ganz ergebensten Diener Negrelli