Leipzig 3 Januar 1847 Werthester Herr und Freund! Obgleich Ihr Schreiben vom 23t. v. Ms. eigentlich durch das Meinige vom 27ten vollständig beantwortet ist, so will ich doch nicht verhehlen Ihnen sofort zu erklären, daß ich vollkommen mit Ihnen einverstanden bin ungeachtet des Wankelmuthes unserer Freunde in England und Frankreich die Reise nach Egypten zu unternehmen und ruhig vorzuschreiten. Eben erhalte ich Ihr geehrtes Schreiben vom 30ten welches mir aus der Seele geschrieben ist. – Ich hatte gestern einen langen Brief an Enfantin angefangen in welchem ich ihm auseinander setze daß es unglaublich inconsequent sei Ihnen solche beständigen Umänderungen der Reise-Pläne anzumuthen – daß Sie übrigens auch nicht im Stande sein würden diesen Wünschen Talabots und Stephensons zu entsprechen, wenn auch unsere gemeinschafttliche Ansicht nicht fest stünde jede Verschiebung der Reise sei nachtheilig für das Unternehmen, weil Sie eine Reise nicht unternehmen könnten ohne Urlaub vom Ministerium zu nehmen – welche Meinung sollten denn die Österreichischen Behörden von unser Collegen in Frankreich und England bekommen wenn nun zum dritten oder vierten Male eine neue Verschiebung der Reise beliebt würde – die [...]. Auf Wiedersehen Sendet [...] Legen Sie mich Ihrer theuren Gemahlin zu Füssen [Eilends] Sr Hochwohlgeboren Herrn kaiserlichen Rath L. Negrelli etc. etc. etc. Leipzig 3t. Jänner 1848 A. Dufour ad acta