Wien den 17. Jänner 1848. An derlöbl.n.ö.Gewerbsverein 1. An die löb. Dir. des kk. öster. Lloyd in Triest 2. An die löbl. Handelskammer do. 3. An den löbl. Stadtmagistrat do. 4. An die löbl. Handelskammer in Venedig In der Anlage beehre ich mich den Bericht über die Ergebniße der, an der Küste des mittelländischen Meeres bei Gun el Tineh in Egypten durch die Brigade der teutschen Groupe der Societé d'Etudes du Canal de Suez gepflogenen Erhebungen in Abschrift mitzutheilen. Eine Abschrift davon, nebst der Copie aller Pläne wurde sowohl der englischen, als der französischen Gruppe mitgetheilt. Somit hat Unterzeichneter seinerseits und für die deutsche Groupe den ihm zu Theil gewordenen Abschnitt des Projektes über die Durchstechung der Landenge von Suez in Gemäßheit des Gesellschaftsvertrages vom 30. Nov. 1846 vollzogen, und hatte bereits einen dreymonatlichen Urlaub von S. Exc. dem Herrn Hof. Kam. Praesid. Freyherrn von Kübek erhalten um die Reise nach Egypten zur Vollendung des Projectes, und zur eigenen Anschauung des Ganzen noch im Laufe dieses Winters zu unternehmen. Da aber laut soeben eingetroffenen Nachrichten aus Paris u. Nimes, die franz. Brigade nur zum Theil aus Egypten zurükgekehrt ist, und die Ausarbeitung der von derselben gepflogenen Erhebung, nicht so weit gediehen ist, daß die beabsichtigte eigene Reise+ nach Egypten darauf + der Oberingenieure vor sich gehen könnte, so die Reise, wie mußte so die Reise, wie aus dem in Abschrift beiliegenden Berichte an S. Exc. dem H. Hofkammer- Praesidenten erhellt, auf Ende 8br d. J. verschoben werden, wovon hiermit die gehörige Mittheilung mit der weiteren Anzeige gemacht wird, daß der Vicekönig von Egypten fortfährt, das Unternehmen kräftig zu begünstigen, so wie daß von Seite der Ostindischen Compagnie dem Ing. Stephenson hinsichtlich des rothen Meeres die schätzbarsten Erhebungen, und Pläne mit großer Zuvorkommenheit mitgetheilt wurde, wodurch dessen Ausarbeitungen wesentlich erleichtert worden sind, u. somit die von dem entlassenen Secretair Carl Jasnügger in mehreren Zeitungen aus+ eben so unrichtigen, als gestreuten,+ böswilligen Mittheilungen aus dem Grunde widerlegt werden. An den Löbl. n. öst. Gew. Verein Wie es dem löbl. Verein bereits bekommt ist, hat Unterz. seinerseits, u. für die deutsche Groupe der Societé d'Etudes du Canal de Suez den ihm zu Theil gewordenen Abschnitt des Projectes über die Durchstechung der Landenge v. Suez in Gemäßheit des Vortrages vom 30ten Nov. 1846 vollzogen, und somit Alles vorbereitet, um die eigene Reise nach Egypten mit den Obering. Talabot u. Stephenson verabredetermassen vorzunehmen, zu welchem Ende er bereits einen 3 monatlich Urlaub von S. E. dem H. H. K. Praesidenten erhalten hatte, und worauf die Abreise auf den 24. d. M. festgesetzt worden war. Da aber Ges. Bericht des kk. Insp. Negrelli Die eingetretene Verschiebung der Reise nach Egypten betreffend E. Hochwohlgeboren! In der Anlage beehre ich mich Er. Hochwohlgeboren mit Beziehung auf den mir vermittelst Eröfnung vom 16. d. M. Zhl. 535 Behufs einer Reise nach Egypten von Sr. Exc. dem Herrn Praesidenten der kk. Allgem. Hofkammer Freyherrn von Kübek gnädigst ertheilten dreymonatlichen Urlaubes, eine Abschrift der soeben an S. Excellenz erstatteten gehorsamsten Anzeige über den gegenwärtigen Stand der Vorarbeiten über die Durchstechung der Landenge von Suez, wonach die Reise der drey leitenden Oberingenieure, welche früher auf jeziger Zeit verabredet war, nunmehr wegen noch rükständiger Arbeiten der französischen Brigade auf Ende 8ber l. J. verlegt zur gefälligen worden ist, Kenntnißnahme ehrerbietigst vorzulegen. Wien den 17. Jänner 1848. An Se. Wohlgeboren Dem kk. wirk. H. Hofrathe, u Vorstand der kk. Gen. Dir. für die Staatseisenbahnen Hermenegild v. Francesconi [Hier] 17/1 1848. E. E. Indem ich für den mir gnädigst ertheilten 3 monatlichen Urlaub zu einer Reise nach Egypten meinen ehrfurchtvollsten Dank hiermit abstatte, beeile ich mich E. E. die zwey soeben erhaltenen Schreiben aus Paris und Nimes unterthänigst zu unterbreiten, aus welchen E. E. sehen wollen, daß die auf diese Zeit vertragsmäßig festgesetzte Reise aus dem Grunde nicht vor sich gehen kann, weil die Vorarbeiten der französischen Brigade, welche voraussichtlich zu Ende November v. J. vollendet hätten seyn sollen, noch nicht so weit gediehen sind, daß die gemeinschaftliche Reise der drey leitenden Oberingenieure dermalen unternommen werden. könne, weßwegen, in Ansehung des Umstandes, daß während des Sommers keinen derselben von seinem Wirkungskreis sich entfernen kann, und der Sommer überhaupt zu einer solchen Reise nicht geeignet ist, der Vorschlag gemacht wird, dieselbe auf Ende October d. J. zu verschieben, bis wohin sämmtliche Vorarbeiten vollendet, und das Project reiflich überdacht seyn würde. mit Obschon ich dem mir zu Theil gewordenen Abschnitt des Projectes ganz in Reinen bin, so theile ich doch die Ansicht meiner Collegen, daß die Vornahme der Reise nach Egypten jeder für sich, den moralischen Eindruk, welchen das Zusammenwirken aller drey Oberingenieur hervorbringen dürfte, bedeutend schwächen, und dem Gange des großen Geschäftes eher schaden, als nützen könnte, weßwegen ich mich zu der unterthänigsten Bitte veranlaßt finde, den mir gnädigst ertheilten Erlauberst zu Ende October l. J. antreten zu dürfen.+ Wien den 17. Jänner 1848. Negrelli Berufung + Zugleich erlaube ich mir, mit auf den gehorsamsten Bericht vom 14. d. M. E. E. ehrerbietigst darauf aufmerksam zu machen, daß von dieser Verschiebung der Reise Sr. Durchlaucht dem H. Fürsten von Metternich geziemende Nachricht zu geben seyn dürfte.