{"viewingHint":"paged","service":[],"structures":[],"sequences":[{"canvases":[{"height":3999,"width":5628,"images":[{"resource":{"service":{"profile":"http://iiif.io/api/image/2/level2.json","@context":"http://iiif.io/api/image/2/context.json","@id":"https://forschung.tmw.at/i3f/v20/80871"},"format":"image/jpeg","height":710,"width":1000,"@id":"https://forschung.tmw.at/download/webcache/1000/80871","@type":"dctypes:Image"},"on":"https://forschung.tmw.at/i3f/v20/80751/canvas/80871","motivation":"sc:painting","@id":"https://forschung.tmw.at/i3f/v20/80751/annotation/80871","@type":"oa:Annotation"}],"label":"[1]","@id":"https://forschung.tmw.at/i3f/v20/80751/canvas/80871","@type":"sc:Canvas"}],"viewingHint":"paged","startCanvas":"https://forschung.tmw.at/i3f/v20/80751/canvas/80871","viewingDirection":"left-to-right","label":"Current Page Order","@context":"http://iiif.io/api/presentation/2/context.json","@id":"https://forschung.tmw.at/i3f/v20/80751/sequence/normal","@type":"sc:Sequence"}],"label":"EA-002910: Fotoalbum Leutnant Nath mit Bildern von Deutsch-S\u00fcdwestafrika, Sansibar, Deutsch-Ostafrika: EA-002910-27: Missionssch\u00fcler in DSWA","thumbnail":{"width":304,"height":216,"@id":"https://forschung.tmw.at/i3f/v21/80871/full/304/0/default.jpg","@type":"dctypes:Image","format":"image/jpeg"},"logo":{"@id":"https://forschung.tmw.at/domainresource/static/graphics/connectors/viewerLogo.gif","service":{"profile":"http://iiif.io/api/image/2/level2.json","@context":"http://iiif.io/api/image/2/context.json","@id":""}},"@context":"http://iiif.io/api/presentation/2/context.json","seeAlso":{"format":"application/xml","@id":"https://forschung.tmw.at/oai?verb=GetRecord&metadataPrefix=mets&identifier=80751","label":"METS"},"@id":"https://forschung.tmw.at/i3f/v20/80751/manifest","@type":"sc:Manifest","metadata":[{"value":"Fotoalbum Leutnant Nath mit Bildern von Deutsch-S\u00fcdwestafrika, Sansibar, Deutsch-Ostafrika","label":"Gesamtobjekt"},{"value":"Albumblatt mit Beschriftung: \"Deutsch-S\u00fcdwest-Afrika. Herero-Missionssch\u00fcler.\" Fotografie auf Untersatzkarton, aus: Fotoalbum mit 75 Originalfotografien und Postkarten.Das Bild zeigt drei Schwarze M\u00e4nner, zwei von ihnen sitzen nebeneinander auf Sesseln und haben den Blick leicht von der Kamera abgewandt. Der dritte steht mittig hinter den beiden. Der rechts sitzende Mann ist barfu\u00df, die beiden anderen tragen Schuhe. Alle drei tragen europ\u00e4ische Kleidung: Hosen, wei\u00dfe Hemden und Jacken.Die evangelisch-lutherische Mission im s\u00fcdlichen Afrika wurde von deutschen und finnischen Missionsgesellschaften durchgef\u00fchrt. Die Rheinische Missionsgesellschaft (RMS) f\u00fchrte ab 1823 im s\u00fcdlichen Afrika Missionsstellen und hatte bereits ab 1842 im noch nicht kolonisierten Gebiet des heutigen Namibias Einfluss. Die finnische Missionsgesellschaft (FMS) war ab 1869 in der Region aktiv. Die Missionar:innen der RMS pflegten enge Kontakte mit verschiedenen Hererogruppen, wirtschaftliche und bildungserzieherische Interessen spielten auf beiden Seiten eine Rolle, wobei die \u00fcbergeordnete \"Zivilisierungsmission\" der Missionar:innen als Motivator nicht zu vernachl\u00e4ssigen ist. Ende des 19. Jahrhunderts lie\u00dfen sich au\u00dferdem katholische Missionar:innen in der nun deutschen Kolonie nieder. W\u00e4hrend des Deutsch-Namibischen Krieges (1904-1908) versuchten Missionar:innen zun\u00e4chst zwischen der Kolonialadministration und der lokalen Bev\u00f6lkerung zu vermitteln, jedoch \u00fcberwiegend im Interesse der Kolonisator:innen. Ihre Rolle im Verlauf der Kriegshandlungen ist strenger zu bewerten: Missionsstellen fungierten als Orte, an denen Kriegsgefangene und Gefl\u00fcchtete von der deutschen Schutztruppe versammelt, um anschlie\u00dfend in Internierungslagern untergebracht und zur Zwangsarbeit beordert wurden.Die Ansicht der drei \"Missionssch\u00fcler\" erzeugt im Kontext der anderen Bilder in diesem Album ein widerspr\u00fcchliches Bild der Lage in Deutsch-S\u00fcdwestafrika zum Zeitpunkt von Naths Aufenthalt: hier wird ein friedlicher Status quo vor dem Ausbruch des Krieges gezeigt. Wo noch im Bild davor (EA-002910-26) ein \"gefallener\" Herero-Anf\u00fchrer referenziert wird - ein Symbol des \"Aufstandes\" der Lokalbev\u00f6lkerung - werden hier drei musterg\u00fcltige junge M\u00e4nner gezeigt, die die \"Zivilisierung\" durch die Mission und koloniale Administration scheinbar freiwillig angenommen haben. Die Auswahl dieses und anderer Bilder stellt eine Unterscheidung zwischen den \"guten\" und \"b\u00f6sen\" Einheimischen her, die einer kolonialen Propaganda von zivilisatorischer Entwicklung durch Europ\u00e4isierung und Christianisierung entspricht.","label":"Beschreibung"},{"value":"unbekannt","label":"Fotograf_in"},{"value":"Deutsch-S\u00fcdwestafrika, 1904 - 1905","label":"Entstehung"},{"value":"Breite: 31 cm ; H\u00f6he: 23.7 cm","label":"Umfang"},{"value":"Albumblatt ; Fotografie (Abbildung)","label":"Objektbezeichnung"},{"value":"EA-002910-27","label":"Inventarnummer"},{"value":"Missionsgesellschaft  / Namibia  / Deutsch-S\u00fcdwestafrika","label":"Schlagw\u00f6rter"},{"value":"Kolonialismus  / koloniale Fotografie  / Othering  / Herero  / Zivilisierungsmission  / kolonialer Blick","label":"Glossar"}]}