Dokument 
Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
Seite
7
Einzelbild herunterladen

-

Maritima oder do Mar, und das westliche oder das Vertentes.

Von diesen laufen im Allgemeinen die übrigen Züge aus und bilden das eigentliche brasilianische System, indem das Parima- System nur in verschiedenen Punk­ten die nördliche Grenzlinie berührt.oomp

Von diesen drei Gebirgszügen ist der centrale von der höchsten geographischen und geologischen Wich­tigkeit.

Derselbe hat seinen Kern und seine Culminations­punkte in der Provinz Minas- Geraes, wo er sich am meisten entwickelt, und durchläuft, ohne die Parallelen 10° und 28° südlicher Breite zu überschreiten, von den Ufern des Flusses S. Francisco bis zu denen des Uruguay, die Provinzen Bahia, S. Paulo und Paraná, während er die Provinz S. Pedro do Rio Grande do Sul nur im äussersten Norden, und Rio de Janeiro nur in ihren Grenzpunkten mit S. Paulo und Minas­Geraes berührt.

Es ist derjenige, welcher die höchsten Gebirge um­fasst, und unter diesen das von Itatiaia, welches als das höchste in Brasilien betrachtet wird, und dessen mittlere Höhe 2.714m( 8,904 Fuss), oder nach Anderen 3,140m( 10.302 Fuss), über der Meeresfläche steht.

Das zweite Gebirge, oder das östliche, erstreckt sich vom Ufer des S. Francisco, in 10° südlicher Breite, bis zum Flusse Uruguay, in 28 südlicher Breite.

Das dritte, das ausgedehnteste und niedrigste, läuft von Ceará aus bis zu den Grenzen der Provinz Mato- Grosso. Dieses grosse Gebirge trennt die Becken der Zuflüsse des Amazonenstroms und des La- Plata, und gibt den Flüssen Tocantins, Parnahyba, S. Francisco und Paraná Entstehung. Diese Gebirgsketten erhalten besondere Benennungen in den verschiedenen Provinzen.