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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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( 396 Kilom.) lange Insel, Santa Anna oder Bananal, welche im Inneren Brasiliens, zwischen den Provinzen Goyaz und Mato- Grosso, zwei Arme des Araguaya­Stromes umfliessen.

Flüsse.

Brasilien besitzt drei grosse Fluss- Becken ausser vielen andern zweiten Ranges. Das Amazonenbecken nimmt den ersten Platz ein, nach ihm das des Paraná und schliesslich das des S. Francisco.

Der majestätische Amazonenstrom, mit mehr denn 580 Leguas( 3,828 Kil.) in dem Gebiete des Kaiserreiches, nimmt die Gewässer von 19 Nebenflüssen ersten Ranges auf, nämlich den Tocantins, Xingú, Tapajos, Madeira, Pu­rús, Coary, Teffé, Juruá, Jutay und Javary auf dem rechten Ufer; den Jary, Parú, Trombetas, Nhamunda, Uatáman, Urubú, Negro, Japurá und Içá auf dem linken Ufer. Einige haben einen Lauf von über 500 Leguas( 3.300 Kil.)

Mehr denn 300 Leguas( 1.980 Kil.) über die Grenze Brasiliens hinaus, bleibt noch der Amazonenstrom der Dampfschifffahrt im peruanischen Gebiete leicht zugäng­lich, und nimmt beträchtliche Nebenflüsse auf, nämlich den Napó, Morona und Pastaza auf dem linken, den Ucayali und Uallaga auf dem rechten Ufer. Alle diese Flüsse können durch Dampfschiffe bis zu den ersten Fällen der Andeskette befahren werden, und durch dieselben wird der Verkehr mit dem östlich der Andes­kette gelegenen Gebiete der Republiken Perú und Aequator leicht vermittelt.

Die der Dampfschifffahrt zugängliche Strecke auf allen diesen Nebenströmen nebst dem Hauptfluss in