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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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Um die Schifffahrt auf der ganzen Stromlänge zu er­möglichen, und das Innere von Süd- America mit dem Hafen von Pará in Verbindung zu bringen, unterstützte die Staatsregierung eine Schifffahrtsgesellschaft, welche, als einziges Mittel die Stromschnellen zu umgehen, es übernahm, auf der einen Seite des Flusses eine sogenannte Marginal- Eisenbahn anzulegen. Die Arbeiten haben begonnen, und sollen in vier Jahren vollendet sein.

Auf dieselbe Weise unternimmt die Regierung den Bau einer 70 Leguas( 462 Kilom.) langen Eisenbahn, welche die Stromschnellen umgehend, die schiffbaren 230 Leguas( 1518 Kilom.) des Araguaya mit dem 100 Le­guas( 660 Kilom.) langen Nieder- Tocantins in Verbin­dung bringen soll.

Diese Wasserstrasse wird auf einer Länge von 400 Leguas( 2.640 Kilom.) den Provinzen Goyaz, Maranhão, und Pará zum Vortheil gereichen, und soll durch ihre Verbindung mit der Eisenbahn D. Pedro II, die Reichs­hauptstadt, und durch eine 40 Leguas( 264 Kilom.) lan­ge Zweigbahn den fahrbaren Theil des Paraguay er­reichen.

Der Paraná entsteht aus dem Zusammenflusse des Rio Grande und Parnahyba, 200 südlicher Breite. Er be­spült im Osten die Provinzen S. Paulo, Paraná, die ar­gentinische Provinz Corrientes, und im Westen die brasilianische Provinz Mato- Grosso, die Republik Pa­raguay und das Argentinische Gebiet.

Ausser dem Rio Grande und dem Parnahyba zählt der Paraná viele andere Nebenflüsse, welche durch ihre Schiffbarkeit und Länge merkwürdig, fruchtbare Ufer­thäler bespülen. (.melt

Unter allen diesen Nebenflüssen ist ohne Zweifel der