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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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grausam; den brasilianischen Fuchs oder Waldhund, ( Canis brasiliensis), kleiner als die europäische Art, aber eben so verschmitzt und schädlich.

Der Guaxinim,( Procyon cancrivorus), in Süd- Ame­rica einheimisch, ist sehr gewöhnlich an der Küste Bra­siliens, wo er sich fast ausschliesslich von Krebsen nährt.

Ordnung der Nager.

Viele Arten dieser Ordnung sind Brasilien eigenthüm­lich, wie die Capivara( Hydrochoerus capibara, Was­serschwein), das grösste unter den bekannten Nagethie­ren; die Pacas, welche zwei verschiedene Arten bilden: Coelogenis fulvus und Coelogenis sub- niger, beider Fleisch ist höchst schmackhaft; die Cutia( Chloromys Aguti); das Mocó( Kerodon Mocó); das Caxinguelê ( Macroxus variabilis, brasilianisches Eichhörnchen), das Cuandú( Hystrix insidiosus, Stachelschwein mit dem Wickelschwanz); das Preá( Cavia cobayá, brasilianisches Kängurú).

Ordnung der Dickhäuter.

Diese Ordnung wird von dem Antathier( Tapirus americanus) repräsentirt, dem grössten einheimischen Säugethier, und den Caetetús oder Waldschweinen ( Dicotyles labiatus und D. torquatus); sie sind ein sehr geschätztes Wild der brasilianischen Wälder.

Ordnung der Wiederkäuer.

( ergin

Dieser Gruppe gehören verschiedene Arten Hirsche ( Cervus) an, welche die Wälder und Ebenen vom Norden bis zum Süden des Reichs bewohnen; wir nennen Cervus campestris, C. palustris, C. nemorivagus, C. rufus, etc.

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