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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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III

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Eine besondere Schuhmacherei, welche der Kriegs­minister neuerdings in grossem Maasstabe hat errichten lassen, ist dazu bestimmt, den grössten Theil des Fuss­zeugs für die Armeesoldaten anzufertigen.

SHOT

Es besitzt 2 Elementar- Schulen für Knaben und eine für Mädchen, zwei Kirchen, einen Kaplan für den Religions- Unterricht und kirchlichen Dienst, ein Arsenal, worin 4 Werkstätten sind, ein Rent- Amt, eine Apotheke, Krankenstuben, Casernen, Gefängnisse, Kirchhöfe und Häuser für sämmtliche Bewohner der Insel.

Die Fruchtbarkeit des Bodens erlaubt, dass viele von den Bewohnern sich mit Nutzen auf Ackerbau legen, und ist die gewöhnliche Erndte für den beinahe ausreichend.

ganzen

Bedarf

Militair- Straf- Colonien.

In der Absicht, die Beschiffung der Flüsse Tocantins und Araguaya zu erleichtern, und zugleich Bevölkerung an die Ufer des letzteren zu ziehen, so wie auch durch Katechese die Indianer zu civilisiren, sind in der Provinz Goyaz neun Militair- Präsidien gegründet worden. Es sind die folgenden:

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Das von Santa- Barbara am Ufer des Binnenflusses Ma­caco, 7 Leguas( 46,2 Kilom.) nördlich von dem Zusam­menflusse des Maranhão mit dem Flusse Das Almas, und 50 Leguas( 330 Kilom.) von der Hauptstadt der Provinz entfernt.

Die dortige schon bedeutende Bevölkerung beschäftigt sich vorzugsweise mit dem Anbau von Cerealien, Kaffee, Zuckerrohr, Manioc und Baumwolle, und mit Viehzucht.

Das von Santo- Antonio, 8 Leguas oder 52,80 Kilometer