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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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guas( 19,8 Kilom.) nordwestlich vom See Luiz Alves, wo der Fluss São- Domingos entspringt. Dasselbe besitzt einige Werkstätten, und der äusserst einträgliche Land­bau besteht in Kernfrüchten, Zuckerrohr und anderen Vegetabilien.

Das von Santa- Maria, am linken Ufer des Araguaya zwischen São- João das Duas Barras und Santa- Leo­poldina, begünstigt nachdrücklich die Schifffahrt auf diesem Flusse.

Das von Santa- Isabel, angelegt an der oberen Spitze der Insel Bananal und den Ufern des Araguaya, gewährt dieselben Vortheile wie das vorhergehende.edloenob

Schliesslich das von São- José dos Martyrios, 1871 restaurirt, am Zusammenflusse der Flüsse Canna Brava und Tocantins, mit ausgezeichnetem Boden für Cultur und gleichfalls eine blühende Zukunft versprechend.eth -dIn allen diesen Präsidien steht eine der Entwicke­lung und Wichtigkeit der Colonie entsprechende Militair­Besatzung, und befinden sich daselbst Aerzte, Geistliche und Hospitaler.

Militair Colonien.

Dies sind in Brasilien kleine Ortschaften, die unter Militair- Verwaltung und Militair- Zucht stehen.

Dieselben sind gegründet worden, nicht nur um die civilisirte Bevölkerung gegen die Einfälle der Indianer, sondern auch die freie Flussschifffahrt zu beschützen, oder wie Militairposten, oder als Vertheidigungs- Mittel­punkte der Grenzen des Reiches und der Einwanderung nach gewissen entlegenen Orten als Stützpunkt zu dienen.

Die blühendsten der Militair- Colonien sind gegen­wärtig folgende: