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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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Schiffe und des Marine- Corps ausgebessert, und sie liefert Hieb- und Stoss-, und im Nothfall auch Feuerwaffen.

Die Maschinenwerkstatt liefert verschiedene Artikel für das Laboratorium, und stellt Apparate für Sig­nalrohre und Raketen, sowie Hülfsapparate für die Artillerie her. In der Raffinerie, Giesserei und Klemp­nerei wird Salpeter raffinirt, Schmiere für Lederzeug, Artillerie und Waffen bereitet, Artilleriepatronen, Zink­und Blechkisten zur Aufbewahrung der pyrotechni­schen Erzeugnisse verfertigt.

Die Giesserei hat vier Schmelzöfen, und liefert alle Metallgüsse und bleierne Geschosse.

Am Quai der Armação stehen grosse Magazine von Wurfgeschossen und Werkstätten, um Artilleriepatro­nen zu laden und zu pfropfen, und andere Gegenstände herzustellen.

Bei diesen Arbeiten werden 155 Handwerker und 22 Tagelöhner verwendet, welche im Frieden hinreichen.

Bei ausserordentlichen Umständen kann die Zahl der Arbeiter verdoppelt werden, und dann kann die An­stalt per Tag das nöthige Material für 1000 Schüsse liefern, wovon 500 für Bomben.

Es muss bemerkt werden, dass jedes Schiff stets 120 Schuss per Geschütz am Bord hat.

LEUCHTTHUERME.

Ausser den 19 kleinen Leuchtthürmen, welche die Einfahrt einiger Häfen und die Flussschifffahrt in Pará und Rio Grande do Sul unterstützen, befinden sich an der ausgedehnten Küste von Brasilien 21 Leucht­thürme, ausser den beiden noch im Bau begriffenen,