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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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was ein schlagender Beweis für die grosse Produktions­fähigkeit Brasiliens ist.

Das ist die sichere Basis, auf welcher der Credit beruht, dessen sich Brasilien in Europa erfreut, und dieser wird noch durch die Sicherheit der Institutionen verstärkt, woraus das grösste Vertrauen für Handel, Ackerbau und Industrie im Allgemeinen erwächst.

Natürlicherweise hat der Küstenhandel und der nach dem Innern ebenso wie der auswärtige geblüht, was aus der folgenden Tabelle in Bezug auf die Finanzjahre von 1854, 1863 und 1871 ersichtlich ist:

Finanzjahre.

1854-1855

1863-1864

1870-1871

Küstenhandel... Rs. 49.772: 000$ 000 100.702: 000$ 000 130.300: 000$ 000 Binnen- u- Flusshan­

del..

Summe.

» 14,200: 000$ 000 17,500: 000$ 000 19,000: 000$ 000

>>

63,972: 000$ 000 118,202: 000$ 000 149,300: 000$ 000 In dem Zeitraum von 17 Jahren, von 1854 bis 1871, hat der Küsten- und der Binnen- Handel um 133,4 pro­cent zugenommen, also durchschnittlich per Jahr 7,8 pro cent, oder um eben so viel als der auswärtige Handel.

Es muss jedoch bemerkt werden, dass diese offiziellen statistischen Daten nur einen sehr kleinen Theil des Binnenhandels begreifen, der in allen Ländern stets bei weitem grösser ist als der auswärtige, daja alle Waaren vor dem Export und nach ihrem Import, ein Gegenstand vieler Transactionen sind.

Durch die Summirung des Betrages des auswär­tigen Handels, des Küsten- und Binnen- Handels, bezüg­lich des letzten Finanz- Jahres von 1870 auf 1871, stellt sich heraus, dass der ganze Handel Brasiliens in den officiellen Dokumenten gegenwärtig durch Rs. 491.232: 0128000 repräsentirt wird.