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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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Dort befinden sich 17 verschiedene Arten von Zu­ckerrohr, 27 Arten von Manioc, viele von Aypim, Tabak v.n Djebel, von Havanna und anderen Plätzen wo solche einheimisch sind, Baumwolle von den vor­züglichsten Qualitäten, und eine grosse Anzahl frucht­tragender oder Zier- Pflanzen. Dort ist auch ein passend eingerichtetes chemisches Laboratorium, wo häufig die Erdarten und Produkte der Landwirthschaft analysirt werden.

Das Institut hat daselbst auch eine Strohhut- Fabrik errichtet, worin die Hüte von Chile nachgeahmt wer­den; einige waren so vortrefflich gearbeitet, dass sie für die Ausstellung in Wien würdig befunden wurden.

Die Materie für die Fabrizirung dieser Hüte wird aus dem Stroh von Bombonassa gezogen, einer vor Jahren aus Peru eingeführten Pianze, und welche in einem grossen Maasstabe auf der Normal- Farm culti­virt wird. W920 ogo asdod

Dieser Fabrik, in welcher die Lehrlinge und Arbeiter arme Kinder sind und fast alle aus dem grossen Hospitale der Stadt Rio de Janeiro kommen, ist so eben eine prac­tische Bildungsschule hinzugefügt worden, nicht allein nt für die Zucht des Seidenwurmes der asiatischen Art " Bombix mori" und der nationalen" Saturnia", sondern auch für den Prozess der Seiden- Gewinnung.

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Das Institut hat nach dem Muster der bescheidensten in der Schweiz, ein landwirthschaftliches Asyl für hülflose Kinder gegründet, welche den Tag über sich der practi­schen Arbeit in ihren respectiven Zweigen widmen, den Verstand ausbilden und religiö e Erziehung geniessen.

Dies Asyl befindet sich auf einem grossen Grundstück mit geschlossenem Raume für gymnastische Uebungen und Spiele; Kapelle für den Gottesdienst, und Schul­