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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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Oelpressen und Kerzengiessereien, von der bedeutenden Stearinkerzen- Fabrik in Rio de Janeiro, bis zu denen von Talg- Kerzen in vielen Städten, und von Carnauba in Ceará und an den Ufern des St. Francisco- Flusses.

In den 25 bedeutendsten der Hauptstadt arbeiten 260 Personen und überdies verwenden einige auch Dampfkraft. Sie erzeugen jährlich im Durchschnitt 850,000 Kisten Kerzen im Werth von Rs. 5.750: 000$ 000, ungefähr 730,000 Kisten Seife im Werth von Rs. 1.700: 000$ 000 und 780 Fass oder 327,000 Liter Oel im Werth von Rs. 140: 000$ 000.

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In vielen Provinzen und in der Reichs- Hauptstadt findet man grosse Werkstätten für feine optische und mathematische Instrumente, Uhrmachereien, Sattlereien, Schmieden, Schuhmachereien, Messinggiessereien und andere Gewerbszweige, z. B: die trefflichen Lederarbeiten in den Provinzen S. Pedro do Rio Grande do Sul und nerode Paraná so wie in einigen Gemeinden in S. Paulo und Minas- Geraes, und die Gold- und Silber- Arbeiten, welche sich in einigen Städten Brasiliens durch ihre Vollkom­menheit auszeichnen.

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Die Baumwollen- Spinnereien und Webereien in Santo Aleixo und Santa Thereza, in der Provinz Rio de Ja neiro; in Todos os Santos, Nossa Senhora do Amparo, Santo Antonio do Queimado, Modelo und Conceição in Bahia; in Ferrão Velho in Alagoas; in Canna do Reino in Minas Geraes; in S. Luiz und andere in S. Paulo beschäftigten 1871 mehr als 1000 Arbeiter und hatten 84,875 Spindeln und 460 Webestühle.

Die in denselben benützte Wasserkraft ist 400 Pferde­kräften gleich. Sie produziren jährlich 4.100.000 Varas ( 4.510,000 Meter) Baumwollen- Zeug im Werth von Rs. 2.500: 000$ 000 mit Einschluss des Garns und Zwirns.