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schaft zu erlernen; die Mädchen finden Beschäftigung in häuslichen Arbeiten.
Früher pflegten die Indianer, um eiserne Gegenstände zum gewöhnlichen Gebrauche zu erhalten, ihre Kinder den Missionären zu überlassen; jetzt ist dieser Tausch ziemlich erleichtert, denn die Eltern bieten häufig ihre Kinder von selbst an.
Die Regierung hofft, dass diese Kinder, in den Grundsätzen der Religion und den Sitten des civilisirten Lebens erzogen, mit der Zeit mächtige Agenten sein werden, um deren Eltern und Geschwister in den Bereich der Civilisation einzuführen.
Derselbe Gedanke war für die Regierung maassgebend, als sie der zu Manáos errichteten Schule eine Subvention unter der Bedingung gewährte, dass eine gewisse Anzahl Indianerkinder Unterricht bekommen.
Die Regierung hat auch die Absicht, eine andere ähnliche Schule am Fluss Mucury oder im Thale des Rio Doce für die Kinder der dort herumwandernden Horden errichten zu lassen.
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Ausser den älteren Ansiedelungen, deren halb civilisirte Bewohner mit der übrigen Bevölkerung so ziemlich verschmolzen sind, sind noch folgende zu erwähnen, welche von Missionsgeistlichen geleitet werden:
Amazonas. S. Francisco am Fluss Madeira; Caldeirão am Fluss Solimões. Man wird cine neue unweit der Stromschnellen des Madeira gründen.
Pará. Capim und Tapajoz an den Ufern der gleichnamigen Ströme.
Goyaz.- S. José de Jamimbú, bestehend aus Indianern, genannt Carajas und Chavantes,-Gorgulho am Fluss Araguaya, bestehend aus Chambioás, 36 Leguas,( 237,6