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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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tair- Technologie, Artillerie, Hauptsysteme der dauern­den Befestigung, Angriff und Vertheidigung von be­festigten Plätzen, Militairminen, Fortifications- Zeichnen, sowie das von Kriegsmaschinen, Handhabung der Waffen, Turnen, Schwimmen und praktische Uebungen.

Die ersten zwei Jahre machen den Cursus für Ca­vallerie nnd Infanterie aus, die drei Jahre den für Artillerie.

Zum Eintritt in den Generalstab und in das Mili­tair- Ingenieurcorps ist ausser jenen drei Jahren noch ein ergänzender Cursus erforderlich, welcher auf der Centralschule durchgemacht wird, nämlich für den Generalstab: Studium und praktische Uebung des geo­graphischen Zeichnens und Astronomie, Topographie, Geodäsie, Botanik, Zoologie und Elemente der orga­nischen Chemie;- und für die Militairingenieure: Stu­dium und praktische Uebung der auf Bauten angewand­ten Mechanik. Grundsätze der Civil- Baukunst, Eigen­schaften und Widerstandsfähigkeit der Baumaterialien, Begriffe über Leitung der Flüsse und Wasserbewe­gung in Canälen und Wasserleitungen, natürliche und künstliche Binnen- Schifffahrt, Strassen, Brücken, Eisen­bahnen, Telegraphen, Mineralogie und Geologie, Bau­zeichnen, Anlage und Verzierung von Civil- und Mili­tairgebäuden und Ausführung von Plänen. douch han

Die Militairschule wird von einem Commandanten, welcher Stabsofficier irgend einer der wissenschaftlichen Waffengattungen ist und nicht bei dem Unterricht mitwirkt, und von einem zweiten höheren Officier geleitet, unter Beihülfe von einem oder zwei Adjutan­ten, welche Linienofficiere sind, und von einem mit den schriftlichen Arbeiten betrauten Secretair. indol