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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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ihren Kräften steht, mitunter noch darüber. Andere be­sitzen zwar nur ein bescheidenes Capital: allein auch so unterlassen sie nicht jedem der Hülfe bedürftigen bei­zustehen, ohne Ansehen der Nationalität, des Standes oder religiösen Glaubens.

DER TERTIARIER- ORDEN DES S. FRANCISCO DE PAULA.­Die Stiftung dieses Ordens, der ausser dem gottesdienst­lichen Zwecke auch noch die armen Brüder unter­stützt, datirt vom Jahre 1619. Sein Patrimonium besteht aus 169 städtischen Gebäuden, die eine Einnahme von Rs. 216: 470$ 610 gaben; aus in Erbpacht gegebenen Grundstücken und Staats- Schuldscheinen erzielte der­selbe weitere Rs. 27: 400$ 000.

Der Orden besitzt ein grosses und mit allem für Pflege und Bequemlichkeit der Kranken nothwendigen Zube­hör reichlich ausgestattetes Hospital, worin im verflos­senen Jahre 1106 Kranke behandelt wurden, von denen 965 genasen, 48 starben, und 93 in Behandlung ver­blieben. Die Sterblichkeit betrug etwas mehr als 4%.

Mit dem Hospital verausgabt der Orden die Summe von Rs. 45: 158$ 000; in monatlichen und ausserordent­lichen Almosen Rs. 63: 2668000; und der Rest wurde für gottesdienstliche Zwecke, Begräbnisse und Bauten auf dem Friedhofe ausgegeben, zu dessen vollständiger Einrichtung noch Rs. 350: 000$ 000 erforderlich sind.

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DER ORDEN DE NOSSA SENHORA DO MONTE DO CARMO.­DAS Vermögen dieses im Jahre 1638 zu demselben Ende ge­stifteten Ordens besteht in 63 Häusern, Staats- Schuldschei­nen zum Nennwerthe von Rs. 173: 400$ 000, Policen der Provinz Rio de Janeiro im Betrage von Rs. 32: 000$ 000, und in Aktien der brasilianischen Bank, im Werthe von Rs. 4: 800$ 000. oid deilday 0002000: X