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Brüder zu unterstützen. Die Brüderschaft beschränkt sich auf Militairpersonen in aktivem Dienst, die zur Garnison der Residenzstadt und der Provinz Rio de Janeiro gehören; diesen und ihren Wittwen und Waisen setzt die Brüderschaft Pensionen zum Betrage der Hälfte des Soldes aus, wenn sie denselben verlieren oder in Dürftigkeit gerathen.
Sie besitzt 23 Häuser, deren Miethe Rs. 74: 600$ 000 jährlich einbringt, und 905 Policen, deren Rente Rs. 50: 638$ 000 beträgt. Mit Pensionen wird die Summe von Rs. 72: 696$ 000 verausgabt.
Die Einnahme betrug Rs. 175: 5698000, und die Ausgabe Rs. 149: 7638000; es blieb ein Saldo von Rs. 25: 825$ 000.
Die Brüderschaft
« de Nossa Senhora do Rosario e S. Benedicto».— Dieselbe wird als eine der ältesten Brüderschaften der Residenzstadt angesehen, und ist von Negern gestiftet worden.
Sie nimmt sogar Sklaven auf, deren Freikaufung sie mit den Mitteln befördert, wozu eine besondere Kasse eingerichtet ist. Durch das Loos wird entschieden, welche von den sich noch in Sclaverei befindenden Brüdern freigekauft werden sollen. Die Brüderschaft unterstützt die hülfsbedürftigen Brüder und deren Wittwen.
Ihr Patrimonium besteht aus 16 Häusern und 41 Staats- Schuldscheinen zum Nominal- Werthe jeder von Rs. 1: 000$ 000. Die Einnahme ist auf Rs. 15: 000$ 000 berechnet, und die Ausgabe auf Rs. 13: 500$ 000.
Ausser den Tertiarier- Ordensgesellschaften und vielen Brüderschaften, die ihren Mitgliedern bei Krankheit und Dürftigkeit zu Hülfe kommen, zählt die Hauptstadt des Reiches eine grosse Menge philanthropischer Gesell