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Die k. k. Hof- und Staatsdruckerei : 1804 - 1904 ; [zur Feier des einhundertjährigen Bestandes der k. k. Hof- und Staatsdruckerei] / [Text.: Arthur Wilh. Unger...]
Entstehung
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vollständig zu machen, seien auch die Leistungen der Abteilungen hier angeführt, welche andere graphische Techniken ausüben, und deren Erzeugnisse an besonderer Stelle dieser Festschrift besprochen werden* Die Abteilung für Lithographie war 1903 mit der Her­stellung der Platten und Steine für farbige Tafeln und Faksimile­reproduktionen beschäftigt« Die Steindruckerei war im stände, an feinlithographischem und Kunstdruck 920*684 Abdrucke und an gewöhnlichen Arbeiten 929*369 Abdrucke auszuweisen* Das photo­graphische Atelier verfertigte 1441 Aufnahmen für die Zwecke der photomechanischen Druckverfahren^ die Lichtdruckerei von 195 Platten 53*756 Abzüge* Die von der Ätjerei gelieferten Klischee­platten erreichten das Gesamtausmaß von 221*202 Quadratzenti­metern* Die Buchbinderei hatte an Broschüren, Einbänden u« a« 177 Millionen Exemplare zu bewältigen* Es ist selbstverständlich, daß, entsprechend den vorgenannten imposanten Leistungen der produktiven Abteilungen, auch jene der Hilfsabteilungen, wie Expedite, Verschleiße, Materialdepots, Lettern-, Formen- und Papier­magazine, Tischlerei, Schmiede, Schlosserei, Leimerei u* s* w*, sich in weiten Grenzen bewegen* Die Organisation dieses graphischen Riesenbetriebs, in welchem nahezu 1700 Personen tätig sind, ist eben eine mustergültige* Die Menge der zu bewältigenden Verwaltungs­arbeiten ist aus einigen herausgegriffenen Angaben leicht erkennbar* So betrug die Summe der Manipulationsgeschäfte des Direktions­bureaus im letzten Geschäftsjahre 88*595* Die Kassa hatte 145*000 Empfangs- und Ausgabsposten zu verrechnen; die Zahl der ein­langenden rekommandierten Briefe erreichte allein 9000 Stück; für die eingelaufenen Bestellungen wurden 31*251 Laufzettel ausgefertigt £t&und einer zweimaligen tarifmäßigen Berechnung unterzogen*

ei dem großen Verbrauch an Betriebsmaterialien, der im Jahre 1903 den Betrag von rund 320*000 Kronen erforderte, ferner an Papier, von welchem in dem­selben Jahre 160 Millionen Bogen neben V /2 Millionen Kuverts verarbeitet wurden, und bei dem Umstand, daß die an 42 Abteilungen vom Materialdepot zu _verabfolgenden Verbrauchsgegenstände die ver­schiedenartigsten sind, war es mit Schwierigkeiten verknüpft gewesen, die Einkaufsbedingungen derart festzuset^en, daß gleicher­weise die qualitativ wie pekuniär günstigste Erstehung gesichert erschien* Es war daher die von Hofrat Ganglbauer vorgenommene Regelung des Lieferungswesens in technischer wie administrativ­ökonomischer Hinsicht gleich wertvoll* Bietet die Methode der Konkursausschreibung die Gewähr der freien Entwicklung der

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