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Die Motoren : (Gruppe XIII, Section 1) ; Bericht / von J. F. Radinger, Prof. der k.k. techn. Hochschule in Wien
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Hermann Lachapelle in Paris.

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lag horizontal über dem Cylinder, welche Lage feinen Antrieb durch einen Riemen von der parallel liegenden Hauptwelle aus ungemein vereinfacht. Seine mit Spiralfeder belaftete Hülfe griff in eine Droffel.

Rufton Proctor& Comp. in Lincoln geben ihren ftehenden Mafchinen, deren Cylinder oben und Kurbelwelle unten direct am Keffel fitzen, jene reichlichen Dimenfionen und fteuern fie mit dem veränderliche Füllungen zulaffenden Chapmann- Excenter, welcher bei den Locomobilen diefer Firma ange­führt erfcheint. Die Gefammtgewichte der einzelnen Motoren find um circa 5% höher als jene der gleich ftarken Locomobile, was trotz des Mangels der Räder und Verfchalung und kleinerer Heizfläche hier von dem fchwereren Querröhren­Keffel herrührt.

war der Erfte, welcher die Hermann Lachapelle in Paris Maſchinen unabhängig vom Keffel ftellte. Die hier verwendeten Querröhren­Dampfkeffel erfchienen fchon im erften Theile diefes Berichtes( die Dampfkeffel) ausführlich befchrieben und beurtheilt. Auf die Grundplatte, welche den Keffel trägt, ftützen fich zwei verticale, den Keffel frei umrahmende, halbfäulenförmige Ständer mit einem obern zwifchengefchraubten Steg. Zur Verbindung des Ständers mit der Grundplatte trägt letztere jederfeits einen dicken ange­goffenen Zapfen, über den der Fufs des Säulenfchildes mit einer entsprechenden Bohrung pafst und fo unbedingt richtig und in der Achfe gehalten wird. Aufser dem find noch leichte Flanfchen nebengegoffen, deren Verfchraubung die fcheinbar alleinige, weil fichtbare Verbindung bilden. Oben fchraubt fich noch je in die Säulenwand eine Stellfchraube, deren Stirnfläche auf den Keffel drückt und das Vibriren, aber nicht die Ausdehnungen unter der Wärme hindert.

Einer diefer Seitenfchilde trägt nun eine angegoffene Confole, auf welcher der Cylinder mit der ganzen Bodenplatte aufruht. Der obere Deckel enthält zwei ausgebohrte Führungsfchienen und diefe find oben durch eine ein­feitige aber verfchnittene Stütze nochmals mit dem Schilde verbunden. Der Kreuzkopf enthält die Schalen feines Zapfens in fich, deren obere mit einer Stellfchraube nachzudrücken ift, während die lang gegabelte Schubftange mit ein­fachen Augen endet. Der Schubftangenkopf beim Kurbelzapfen ift mit einem Bügel feftgefchloffen und die Hinterfchale mit Keil und eingezogener Schraube ftellbar, wie diefs fchon bei der liegenden Stabilmafchine diefer Firma erwähnt wurde. Oben über den Keffel wölbt fich der Verbindungsfteg beider Säulenfchilde und zwar von Lagern getragen, welche an die Schilde gegoffen find. An der Kurbelnabe befindet fich noch das Excenter angedreht, deffen Stange mit einem Kugelgelenk an der Verbindungsftelle verfehen in den feitlich fchief an den Cylinder gegoffenen Schieberkaften führt.

Jenfeits des Keffels fitzt das Riemen- Schwungrad mit vollgegoffenem Kranz aber getheilter Nabe auf der Welle. In der Theil fuge ruht der Keil, welchen die Nabe mit Schrauben klemmt..

Der Regulator befindet fich in einem gufseifernen Kreisrahmen, welcher auf der Vorderseite des Steges angefchraubt ift, und der Antrieb feiner Spindel gefchieht durch ein Schraubenradpaar direct von der Welle aus. Er ift einfach Watt'fcher Conftruction und wirkt auf eine Droffel im Dampfrohr. Letzteres beginnt mit einem Drehhahn am Keffel und mündet am Schieberkaftendeckel der Mafchine.

Aehnlich wie das Excenter für die Steuerung zwifchen Kurbelarm und Lager ift auch ein zweites innerhalb der Schwungradnabe für den Antrieb der Speifepumpe untergebracht, welche das Waffer einem kleinen Blechrefervoir auf der Hinterfeite des Keffels entnimmt durch welches das Rohr der Auspuffung geht und vorgewärmtes Waffer liefert.

Eine diefer Mafchinen war mit Farcot- Steuerung ausgestattet, in welche der Regulator griff; eine hatte eine Couliffe für die Umfteuerung.

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