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J. F. Radinger.
ftand. Der Pumpenkolben folgte alfo der Flügelwelle in der Zahl der Hübe und in den Drehftellungen gegen den Wind.
Eine Ankündigung befagte, dafs man auf diefe Weife und bei mäfsigem Winde von 30 bis 45 Meter Gefchwindigkeit per Secunde ftündlich 200-250 Liter Waffer( ohne Angabe der Hubhöhe) heben könne, dafs jedoch eine derart betriebene Doppelpumpe 35-40 Cubikmeter Waffer binnen 24 Stunden fördert.
Ueber die Conftruction und Gröfse der Mafchine war trotz wiederholter Anfrage keine Auskunft zu erhalten. Dem Anfcheine nach waren die Flügel Viertelwindungen einer gleichförmig fteigenden Schraubenfläche und waren aus einzelnen auf hölzernen Armen gefchraubten Holztafeln hergeſtellt.
Mesas doin Die Gaskraft- Mafchinen.
Diefe Maſchinen erfuhren feit der Parifer Ausftellung faft keine Aenderungen. Die zwei Syfteme Lenoir und Otto Langen ftehen einander noch immer gegenüber und während die erftere ruhig, aber theuer arbeitet, wirkt die zweite minder ruhig, aber bei gleicher Leiftung mit ungefähr nur der Hälfte an Gas.
Die Lenoir'fchen Mafchinen erhalten gegenwärtig kleinere Cylinder als früher. Sie geben daher den nominellen als maximalen Effect, arbeiten aber dafür völlig geräufchlos. Die elektriſche Batterie mufs wöchentlich zweimal erneut werden und für ziemlich viel Kühlwaffer geforgt fein; fonft verlangt aber die Mafchine wenig und oft halbtagelang keine Aufficht. Ich nahm am 16. November 1873 die Bremfung einer neuen fogenannten 2pferdigen Mafchine vor, wobei fich 13 Pferdeftärken als höchft gelieferter Effect erwiefen. Der Gasverbrauch betrug dabei ftündlich 6 Cubikmeter, während er laut Preiscourant der Fabrik nur 3.8 Cubikmeter hätte betragen follen, was per Stunde und Pferd 4.6 Cubikmeter Gas entspricht und loco Wien ungefähr fl. o 50 koftet.
Ausgeftellt war eine derartige Mafchine von der Compagnie parisienne d'Eclairage et de Chauffage par le Gaz, und der Preis ftellt fich für einen Effect von 1 oder 2 Pferdekraft nominell auf 1125 oder 1650 fl. öfterreichiſcher Währung loco Wien. Solcher Mafchinen dürften circa 50 Stück in Deutfchland und Oefterreich aufgeftellt worden fein.
Die Otto Langen'fche Mafchine foll bereits in 1500 Exemplaren verbreitet ſein und in Wien ift es die Fabrik von Langer& Wolf, welche folche baut und ausftellte.
Vom Pariser Ausftellungsmodell unterfcheidet fich die heutige Mafchine nur durch die Verwendung einer anderen Detailconftruction des Kolbens und des Schaltwerkes. Der Kolben befteht aus einer hohlen Gufsfcheibe mit zwei ftählernen, felbft ſpannenden Doppel- Dichtungsringen, deren jeder aus zwei gegeneinander verdrehten, aber in einer gemeinfamen Ausdrehung am Kolbenumfang eingelegten Ringen befteht. Das Schaltwerk zwifchen der während des Auffluges freien Kol benstange und der Schwungrad- Welle beſteht nicht mehr in einem Sperrrad mit
Klinke, fondern in einer Frictionskupplung durch rollende Kugeln im excentrifchen Zwifchenraum zwifchen Feft- und Wechfelfcheibe, wodurch die Ruhe des Ganges verbeffert wurde.
Die Wirkung des explodirenden Gasgemenges wird am beften durch das beiftehende Diagramm klar, welches ich einer 2pferdigen Mafchine( Cylinderdurchmeffer 320 Millimeter, Kolbenhub 14 Meter, Um