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Chirurgische Instrumente : (Gruppe XIV, Section 4) ; Bericht / von Mosetig von Moorhof ; Hans Adler, L. Schrötter ; Moriz Benedikt
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Dr. Mofetig von Moorhof.

des Spiegels mittelft der Rohre ein continuirlicher Strahl kalten Waffers durch­geleitet, damit die Vaginalwandungen und deren Umgebung durch die Glühhitze der Gasflamme nicht leiden.

Uterusträger. An Peffarien fanden wir neu die Hebelpeffarien von Aluminium von Hodge( England) und einen Peffarienträger von Sims( Amerika), welcher dazu dient, das Peffarium richtig einzulegen: ein etwas gekrümmter Metallftab mit einer Aushöhlung an der Spitze und einem Haken am Körper. Zwifchen beiden wird das Peffarium der Länge nach gefafst und gehalten. Uterus­träger, die am Becken befeftigt werden, und vom Mittelfleifche aus in die Scheide hineinragen, hat Spillmann( Amerika) ausgeftellt.

Ein gekrümmter Stab trägt einen oder zwei übereinander ftehende, horizon­tale, luftpolfterartig gebaute, gehöhlte Scheiben, welche von fchwachen Spiralfedern getragen werden. Die Elafticität und das Schwungvermögen diefer Hyfterophoren iſt bedeutend, namentlich bei jenen Apparaten, die zwei Scheiben und demnach zwei Federfpiralen befitzen. Der Muttermund wird in die Aushöhlung der Scheibe gebracht, und der Uterus fomit fchwebend getragen.

Diefe Art Hyfterophoren haben zweifellos einen bedeutenden Vortheil vor den ftarren, da fie beim Gehen die Bewegungen des Uterus nicht auf brüske Weife hemmen, und demzufolge auch beffer und leichter vertragen werden. Es mag der Unterfchied beiläufig der fein, wie zwifchen einem federlofen Bauernwagen und einer gut federnden Sänfte.

Polypen des Uterus. Zum Faffen der Uteruspolypen ift von Robert ( Frankreich) eine Zange conftruirt worden, welche mit fcharfen Spitzen das Neu­gebilde zu faffen vermag. Jedoch fpringen die Spitzen erft im Momente des Faffens vor, fo dafs der Operateur bei der Handhabung fich nicht verletzen und die glatte Zange auch über das Neugebilde bis zu deffen Halfe unaufgehalten gleiten kann. Das Vorfpringen der Spitzen wird im nöthigen Momente mittelft Schubern bewerkstelligt, die an der Aufsenfeite jedes Zangenarmes laufen.

Ein ähnlich conftruirtes, und dasfelbe bezweckendes Inftrument hat auch Richet( Frankreich), angegeben. Zum ficheren und richtigeren Faffen von Neo­plasmen, deren Infectionsgrenzen nicht in einer und derfelben Ebene liegen, hat Greenhalgh( England) eine Pince a branches gliffantes ausgeftellt, bei der eine Branche im Schloffe verfchoben werden kann, nach vor- oder rückwärts, ohne ihr Faffungsvermögen im geringften zu alteriren. Die Zange ift im Uebrigen der Mufeaux'fchen analog gebaut.

Zur künftlichen Befruchtung finden wir den Fécondateur artificiel von Pajot( Frankreich). Ein etwa kielfederftarker Glascylinder ift in zwei Halb­cylinder zerlegbar, welche auf einander fich verfchieben laffen. Zieht man den einen etwas zurück, fo bleibt der rinnenförmige Theil des anderen Halbcylinders prominent. Mit diefem fchöpft man nun wie mit einem Löffelchen im hinteren Vaginalgewölbe etwas von dort unmittelbar früher deponirtem Sperma virile auf, fchliefst den Cylinder, führt ihn fofort in die Uterushöhle ein, und prefst alldort den Inhalt durch Stempeldruck wieder aus.

Retrouterinal Abfceffe. Zur Entleerung diefer hat Monat( Frank­reich) ein wohl unnöthiges Inftrument conftruiren laffen. Ein langer Troicart beherbergt in feiner Cannüle zwei Mefferklingen, welche durch eine Schraube zum Vorfpringen gebracht werden können. Die Troicart cannüle bedeckt den Stachel und erft beim Anlegen und Drücken wird der Stachel, indem die Cannüle etwas zurücktritt( Federwirkung), prominent, durchbohrt das Hindernifs, und wird gleich wieder von der Cannüle umfafst, fobald diefes überwunden ift. Die ftumpfe Cannüle wird nun weiter vorgefchoben, und ift fie genügend tief, fo läfst man die Meffer vortreten und fchneidet im Zurückziehen.

Veficovaginal- Fifteln. Befondere Einstellungsapparate haben wir nicht zu verzeichnen, dagegen müffen wir ein gut ausgedachtes Verfahren von Corradi erwähnen, welches die Auffrifchung der Fiftelränder betrifft. Dafs das