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Chirurgische Instrumente : (Gruppe XIV, Section 4) ; Bericht / von Mosetig von Moorhof ; Hans Adler, L. Schrötter ; Moriz Benedikt
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Chirurgifche Inftrumente.

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Luft im Aufsenraume und der Recipient wird durch den äufseren Luftdruck in feiner Lage unverrückbar feftgehalten. Da der cylindrifche Innenraum mit feinem Rand das gleiche Niveau mit jenem des Recipienten einhält, und fomit der Haut der Ellbogen- Beuge knapp und genau anliegt, bleibt diefer von der Luftverdün­nung ausgefchloffen. Nun wird die Luft aus diefem Innenraume und dem Kautschuk­fchlauche dadurch ausgetrieben, dafs mittelft des im Abfchlufsrohre beingefchal­teten Handballons laues Waffer durch die Röhre a in den Innenraum und die Röhre eingefogen wird, bis es durch die Einfatzcannüle herausfpritzt. Ift fomit alle Luft forgfam ausgetrieben, fo drückt man auf den Knopf der Lanzettenftange und macht den Aderlafs. Durch fortgefetztes Pumpen treibt man das Waffer vollends aus, und Blut rückt nach. Rafch wird nun die Einfatzcannüle in die Vene eingebun­den, oder auf eine zweite früher eingebundene Cannüle angefetzt, aus der man im felben Momente die Luft, durch Austretenlaffen einiger Tropfen Blutes ebenfalls austreibt. Es wird nun fort und fort gepumpt, bis die Transfufion beendigt ift, und hiedurch nicht defibrinirtes Blut von der Vene eines Individuums direct in jene eines zweiten getrieben. Die Menge des transfundirten Blutes wird aus der Anzahl der Zufammendrückungen des Pumpballons gemeffen, indem man früher leicht eruiren kann, wie viel Flüffigkeit die einmalige Action der Pumpe austreibt Damit der Apparat nicht verfage, mufs er ausnehmend genau conftruirt fein, und namentlich mufs die Treibftange der Lanzette luftdicht der Dachöffnung des Recipienten an­paffen, damit nicht auf diefem Wege Luft in den Apparat während der Action gelange.

Da der Apparat neu ift, und mir fowohl als Anderen darüber jede Erfah­rung abgeht, enthalte ich mich jeder kritifchen Beleuchtung, wofür es a priori viele Anhaltspunkte gehen dürfte. Rouffel foll damit in zwei Fällen die Trans­fufion mit glücklichem Erfolge ausgeführt haben.

Moncoq( Frankreich) hat zur directen Transfufion nicht defibrinirten Blutes einen Apparat erfonnen, welcher einer Klyfopompe nicht unähnlich ift. Man denke fich eine gläferne Klyfopompe mit zwei, mit Klappen verfehenen Abflufs­röhren, an denen mittelft Kautfchukfchläuchen je eine Troicartcannüle hängt. Eine Cannüle kommt in die Vene des Blutfpenders, die zweite nach Austreibung der Luft in die Vene des zu Transfundirenden und die Klyfopompe faugt zuerft das Blut ein und treibt es dann wieder aus.

Inftrumente zur Blut ftillung. An Pincetten, welche Vorrichtungen befitzen, um den Ligaturfaden über die Pincettenfpitze zu fchieben und die Finger­nägel des Affiftenten zu erfetzen, find mehrere Varianten ausgeftellt worden. Doch nihil novi sub sole könnte man bei deren Betrachtung ausrufen, die alten Rüftkammer- Pincetten von Förfter, Paland, Blömer u. A. erfcheinen eben in frifcherer Adjuftirung und in zierlicherer Form. Neu, doch nicht befonders zweckmäfsig und auch gar nicht nothwendig, ift ein Apparat von Collin zur Unterbindung fehr kleiner Arterienäfte, die mit der Pincette fchwerer ifolirt zu faffen find. Bekanntlich hilft man fich in folchen Fällen dadurch, dafs man eben etwas mehr Nachbargewebe mitfafst und dann den ganzen Kegel unterbindet. Ganz dasfelbe leiftet der Collin'fche Apparat. Ein kleiner, konifch zulaufender Cylinder, einer kleinen konifchen Trepankrone nicht unähnlich, birgt einen feinen centrifch verlaufenden Stab, der an feinem Ende zwei divergirende kleine Häk­chen auffitzen hat. Eine Feder drückt den Stab vor und dreht ihn zugleich ein paar Mal um die Axe; vorgelaffen fchnellt der Stab von felbft zurück. Der Cylinder wird der blutenden Stelle aufgefetzt und nun der Stab vorgedrückt. Er fafst das Gewebe, dreht es um die Axe, und fpannt den Kegel durch fein Zurück­fchnellen. Ein Ligaturfaden wird nun längs des konifchen Cylinders zum Kegel geleitet und letzterer unterbunden.

Afpirateure find Apparate, welche, wenn auch nicht neu, doch erft in der neueren Zeit in der operativen Chirurgie eine grofse und früher kaum geahnte Verbreitung gefunden haben. Man wendet fie bekanntlich zu diagnoftifchen oder

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