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Chirurgische Instrumente : (Gruppe XIV, Section 4) ; Bericht / von Mosetig von Moorhof ; Hans Adler, L. Schrötter ; Moriz Benedikt
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Die oculiftifchen Inftrumente.

31 dafs Juft die Monoyer'fche Pinzette fchon wieder verbefferte, infoferne, als er den Abftand der Branchen, der bei Monoyer 13 Millimeter betrug, auf 8 Millimeter reducirte( wir fanden auch folche von II und 9 Millimeter vorräthig); diefe letztere Pinzette ift daher auch zum Druck auf den unteren Linfenrand geeignet, was z. B. bei der Weber'fchen Extractionsmethode erforderlich.

Ganz neu ift die Anwendung des Trepans fürs Auge; wir fahen: Einen Augentrepan von Bowman, einem Sattler- Locheifen ähnlich, hat er eine Hemmung, um verfchieden tief eindringen zu können; das Ganze wird durch eine Feder in Bewegung gefetzt und kann leicht durch Daumen und Zeigefinger einer Hand dirigirt werden.

Ferner:

Einen Augentrepan von Wecker, von Mathieu nach Art des künft­lichen Blutegels gebaut: auch hier wird die locheifenförmige Krone, deren Durch­meffer zwifchen I bis 5 Millimeter beträgt, durch eine Feder in Bewegung gefetzt. Der fchneidende Theil fitzt in einem foliden Auffatze, der fich genau der Form der Cornea oder Sclera adaptiren kann; fo kann man zuerft das Inftrument auf­fetzen, die zu trepanirende Stelle genau auswählen und dann erft, um zu fchneiden die Feder fpielen laffen.

Ein Verfahren, wenn auch im Alterthum bereits geübt, fo doch von Wecker erft neuerlich wieder bekannt gemacht, hat zum Zwecke, die Hornhaut mit Farbftoffen( namentlich chinefifcher Touche) zu färben. Zur Tätowirung verwendete Wecker anfangs feine Tätowirungsnadel, eine breite Staar­nadel, mit einer bis an die Spitze gehenden Rinne zur Aufnahme des flüffigen Farbftoffes. Jetzt conftruirte er hiezu ein eigenes Inftrument pourtato unage, eine Vereinigung von 4 bis 5 Nadeln, welche gleichzeitig eindringen, nachdem man früher auf die Hornhaut den Farbftoff mittelft feiner Spatule pour tatou­nage, einem eigens geformten, kleinen, filbernen Löffel aufgetragen.

Ferner fanden wir gleichfalls von Wecker conftruirt: das Nevrotome caché und die Spatule conductrice, welche zwei Inftrumente es ermög­lichen, ein Mefferchen gefchützt bis zum Sehnerven in der Orbita vorzufchieben, um dafelbft die Scheide des Optikus anzufchneiden". Bei Neuritis optica follen hievon fehr gute Erfolge zu erwarten fein.

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Neu find auch die Verfuche ,, medicamentöfe Flüffigkeiten im zerftäubten Zuftande ans Auge" zu bringen; mehrere Oculiften wollen hiemit fchöne therapeutifche Erfolge erzielt haben.

Ein hiezu verwendbares, nach dem Syfteme des Siegle'fchen Inhalations­apparates gebautes Inftrument ift der hier ausgeftellte Fumigateur de Laurenço; da zwei Zerftäuber am Apparate( der zur Fixation der Stirne einen breiten Metallknopf trägt) angebracht, können gleichzeitig beide Augen behan­delt werden.

Liebreich conftruirte zu gleichem Zwecke einen Pulverifateur. Noch find ferner zu erwähnen:

nealfutur".

Verfchiedene Sorten von Nadeln zur Conjunctival- und Cor­Unter vielen Nadelhaltern nennen wir die neu conftruirten nach Sands und nach Collin.

Von den exponirten Thränenfack- Operationsinftrumenten find erwähnenswerth:

Ein Couteau boutonné à double tranchant von Wecker. Eine Cannule à mandrin pour injections du canal nafal eben­falls von Wecker angegeben.

Kleine Nägel aus Aluminium von Noyces.

Ein fehr hübfches, kleines Etui für Thränenfack- Operationen von Mathieu zufammengeftellt.

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