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Russland : Bericht / von Wilhelm von Lindheim
Entstehung
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Rufsland.

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Production von Metall- und Seidenfieben, fowie der Vertheuerung der Rofshaare ift diefer Induftriezweig im Sinken begriffen.

II. Metall waaren- Induftrie.

Die Metallwaaren- Induftrie ift fowohl wegen ihrer Ausdehnung, als auch wegen des Werthes ihrer Producte und der Menge Arme, welche fie befchäftigt, nach der Textilinduftrie Rufslands wichtigfte Hausinduftrie. Mehr oder weniger wird in ganz Rufsland die Metallinduftrie im Zuftande der häuslichen Fabrication betrieben; indeffen variirt der Grad ihrer Ausdehnung je nach den verfchiedenen Gouvernements. In einigen wird fie ausfchliefslich durch die befcheidenen Werk­ftätten der Schmiede und Schloffer repräfentirt, welche kaum zur Befriedigung der geringen ländlichen Bedürfniffe hinreichen; in anderen hat fie wiederum einen folchen Umfang erlangt, dafs ihre Producte im ganzen Reiche gefucht find, und erfolgreich, befonders wegen ihrer Billigkeit, nicht nur mit den Erzeugniffen nationaler Fabriken, fondern auch mit den aus dem Auslande importirten Artikeln concurriren können. Zu diefen letzteren Gouvernements zählen Nifchnei- Nowgorod Wladimir, Tula, Jaroflaw, Koftroma, Moskau, Twer, Nowgorod, Smolensk und Wologda.

Betrachtet man die Entwicklung der Metallinduftrie nicht nach der geogra­phifchen Ausdehnung derfelben, fondern nach der Specialifirung ihrer einzelnen Zweige, fo findet man, dafs das Schmiedegewerbe und befonders die Anfertigung von Nägeln, Huf- und Pflugeifen, Aexten, Hämmern, Thürhafpen, Amboffen und anderen Gegenftänden aus Eifen, wie bereits erwähnt, mehr oder weniger im ganzen Reiche betrieben wird. Doch find einzelne Ortfchaften durch die Fabrication eines oder des anderen diefer Artikel berühmt. So bildet beispielsweife die Anfertigung von Nägeln die Hauptbefchäftigung der Bewohner von Uloma. An 200 Dörfer, welche zu den Bezirken Uftiug, Tfcherepowetz, Beloferfk im Gouvernement Nowgorod, Weffiegonfk im Gouvernement Twer und Pofchokenje und Mologa im Gouvernement Jaroflaw gehören, umfchliefst diefe Zone der Nägelfchmiede. Die Zahl der hier befchäftigten Arbeiter oder Bauern beträgt 21.500 und wächft mit dem Exporte der Nägel von Jahr zu Jahr. Die Hauptförderer diefer Induftrie find theils wohl­habende Kaufleute in diefen Ortfchaften felbft, theils folche in benachbarten Städten. Diefelben kaufen Barreneifen ein und vertheilen es im Herbfte nach Beendigung der Feldarbeiten unter die Bauern, welche es zu einem beftimmten Preife fchmieden und bearbeiten. Das Quantum des zu Uloma gefchmiedeten Eifens beläuft fich auf 618.000 Pud im Werthe von 964.000 Rubel. Was die Qualität des Eifens anbelangt, fo ift das uralifche das befte. 500.000 Pud im Werthe von 80.000 Rubel werden hiervon jährlich confumirt. Die Eifenabfälle, welche man in den Schmieden zu Uloma, Tikwin, Nifchnei, Twer, Jaroflaw und Uftiug jährlich fammelt, haben ein Gewicht von 140.000 Pud. Hieraus fabricirt man wieder circa 110.000 Pud vorzüglichen Eifens im Werthe von 154.000 Rubel. Das Gewicht und die Gröfse der Nägel richten fich nach der Beftellung. Zimmermanns- Nägel in der Länge von einem, zwei oder drei Zoll bilden den Hauptgegenstand der Fabrication. Man fchmiedet davon jährlich 470.000 Pud. Weiters werden ver­fertigt: Nägel zum Baue von Schiffen, für Tifchlerarbeiten, für Fufsböden und mit breiten Köpfen zum Baue von Oefen. Von allen diefen Abarten werden jährlich zufammen 46.500 Pud fabricirt. Endlich verfertigt man hier Nägel für Schuh­macher, Spängler und Böttcher, ferner Hufnägel, Schienennägel u. f. w. im Gewichte von 12.500 Pud. Das Gefammtergebnifs der Nägelfabrication zu Uloma wird auf 1 Million Rubel gefchätzt. Diefer Betrag fetzt fich wie folgt zufammen: 25.000 Pud kleine Nägel zu 4 Rubel

470.000

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26.000

mittlere grofse

99

e9

3

99

2

99

5

27

60 Kopeken

100.000 Rubel 1,410.000. 67.000

99

وو

1,577.000 Rubel.

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