/ RIO DE JANEIRO BUCHDRUCKEREI YON E. & H. LAEMMERT 61 B RUA DOS INVALIDOS, 61 B 1867 DAS KAISERREICH BRASILIEN BEI DER VON 18S7 RIO DE JANEIRO BUCHDRUCKEREI YON E. & H. LAEMMERT 61 b rua dos invalidos, 61 b 1867 IAA ^ VORBEMERKUNG. Die ungünstigen Verhältnisse, unter welchen die zweite brasilianische Ausstellung 1 stattfand, während das Reich in einen Krieg 1 verwickelt war, der ebenso ungerecht als unerwartet über uns hereinbrach, während, die ganze Aufmerksamkeit sich auf das eine höchste Augenmerk richtete, — die Herstellung der beleidigten Nationalehre, — gestatteten nicht, (wir erklären es mit Bedauern), dass Brasilien auf eine vortheilhafte Weise in der Universal-Ausstellung zu Paris vertreten werde, und eine annähernde Idee seiner unendlichen natürlichen Reichthümer und Productionsfähigkeit zu gehen vermochte. Um Brasilien zu einer der ersten Nationen der Welt zu machen, bedarf es nur der Bevölkerung, und um diese zu erhalten, genügt eine Kenntniss des Landes. Aus diesem Grunde schien es uns zweckmässig, dem Catalog eine Auseinandersetzung in Bezug auf das Reich vorangehen zu lassen, die übrigens in diesen Augenblick nur eine unvollkommene Skizze ist und sein konnte. •iir'sv ■'asçggmi'' :?Ji 38£I! :mösi©fi9ft-Ä^.o seç. .>öi@ 4.?i- v '-aix : ^öJsJsi§E.,. Zt&aist si '.ßSSILijJr, ÜSliXÏc^, ^ro* 23 Æ us *gg£lisi; iï@£a£ÎÏ&#; iEiaS-' $ 5 è)l -0j PÀi ■ -PrA.^ 1 ;4èT8SOl?0J 'JH f.«V*vî .»s JuJ' •» Jr jiâYv ; ie£k --- &&j'ïgm>?h'S':C . -:el> vifXi iraiss^' ; ü :. J ,::5i ^ v'-'-ii. &:' - - 'sfeÜÿjïS’âirA-.jas^&îli 1 m "mzçgiSg ' ';'.âîê£ôs^^iiBô' ■Jêî ÖJäLßXj . ’ S— S' . ’■i-- , ~‘- jtigiÿ *jg£î@||g|i 3ââlk UEBERSICHT TJEBEK DAS KAISERREICH RRASILIEN Lage und Ausdehnung Brasiliens. Brasilien ist im Östlichsten Theile von Süd-America gelegen. Es umfasst 1/15 der Erdoberfläche, 1/5 der der neuen Welt, und mehr als 3/7 von Süd Americas Seine Küste hat eine Ausdehnung von 1,200 Meilen. Oberflaeche. Nach der Schätzung des Baron von Humboldt wird sie auf 2,311,974 Quadratmeilen geschätzt, 60 auf den Grad. Diese Oberfläche ist so vertheilt: PROVINZEN OBERFLAECHE IN QTJAD. ML. Gräo Para. 315,000 Maranhon.. . 144,000 Piauhy .. 94,500 Cearä . 32,645 Rio Grande do Norte. 18,000 Parahyba.• . . . 32,400 Uebertrag 636,545 — 6 PROVINZEN OBERFLAE- CHE in QUAD. ML. Uebertrag 636.545 Pernambuco .. 47,583 Alagôas . 46,800 Sergipe .. 14,220 Bahia. 133.524 Espirito Santo . . . •. 14,166 Rio de Janeiro mit dem Bezirk der Residenz 55,800 S. Paulo.. 92,700 Parana .. 72,000 Santa Catharina .. 23,000 S. Pedro de Rio Grande do Sul .... 73,836 Minas-Geraes. 180,000 Matto-Grosso.. 471,580 Goyaz. 225,000 Amazones . .. 225,000 2,311,974 Topographie. Trotz der unendlichen Ebenen, welche sich im Norden und Süden des Landes hinziehen, ist der Boden grösstentheils gebirgig mit dazwischen liegenden weiten Thälern. Im Innern erheben sich grosse Hochebenen und viele Gebirgszüge im Osten und Westen. Gebirgs Ketten Die ausgedehntesten und höchsten Gebirge Brasiliens sind drei an der Zahl, nämlich das im Mittelpuncte —do Espinhago oder da Mantiqueira —,däs oestliche— Maritima oder do Mar —, und das westliche oder das Vertont es. Yon diesen laufen im allgemeinen die übrigen Züge aus und bilden das eigentliche brasilianische System; indem das Parima-System, welches in verschiedenen Puncten die nördliche Grenzlinie berührt, nur leicht in die Provinzen Para und Amazonas ausläuft. Yon diesen drei Gebirgszügen ist das centrale von der höchsten geographischen und geologischen Wichtigkeit. Es hat seinen Kern und seine Culminationspuncte in der Provinz Minas-Geraes, wo es sich am meisten entwickelt, und durchläuft, ohne die Parallelen 10° und 28° südlicher Breite zu überschreiten, von den Ufern des Flusses S. Francisco bis zu denen des Uruguay, die Provinzen Bahia, S. Paulo und Parana, während es die Provinz S. Pedro do Bio Grande do Sul, nur im äussersten Norden, und Rio de Janeiro nur in ihren Berührungspuncten mit S. Paulo und Minas- Geraes trifft. In diesen Provinzen erhält es verschiedene Namen. Es ist dasjenige, welches die höchsten Gebirge umfasst, und unter diesen das von Itatiaia, welches als das höchste in Brasilien betrachtet wird und dessen mittlere Höhe 3,140 m über der Meeresfläche steht. Das zweite Gebirge, oder das westliche, erstreckt sich vom Ufer des S. Francisco, im 10° südlicher Breite, bis zum Flusse Uruguay, im 28° südlicher Breite. Das dritte, das ausgedehnteste und niedrigste, läuft von Ceara aus bis zu den Grenzen der Provinz Mato- Grosso. Dieses grosse Gebirge trennt die Becken der zwei grössten Flüsse der Welt, des Amazonenstroms und des Paraguay, indem es zu gleicher Zeit den Flüssen Tocantins, Paranahyba, S. Francisco und Parana Nahrung gibt. Vorgbirge. Man zählt fünf hauptsächliche Vorgebirge in Brasilien: das Nordcap, Santo Agostinho, S. Thome, Cabo Frio und Santa Martha. - 8 — Inseln. Man zählt an der Küste drei und zwanzig- Inseln; die bemerkenswerthesten derselben sind: Marajd, in der Mündung- des Amazonenstroms, mit 27 Meilen Breite und 37 Meilen Läng-e; Itaparica in der Provinz Bahia ; Ilha-Grande (grosse Insel) in der Provinz Rio de Janeiro ; S. Sebastiäo und Santos in der Provinz S. Paulo ; Santa Catharina in der gleichnamigen Provinz; Itama- racä und Fernando de Noronha in der Provinz Pernambuco; Trindade auf der Höhe der Stadt Victoria in Es- pirito Santo. Haefen. Mit Ausnahme von Amazonas, Minas-Geraes, Goyaz und Mato-Grosso, sind alle Provinzen als Küstenprovinzen zu betrachten, weil sich Seehäfen in ihrem Bezirke befinden. Die vier innern Provinzen haben jedoch den Yortheil der Flussschiffährt auf Flüssen, welche ineinander laufend zuletzt unmittelbar ins Meer ausmünden. Nicht weniger als 42 Häfen zählt die Küste Brasiliens, unter welchen der von Rio de Janeiro vermöge seiner Geräumigkeit und Sicherheit den ersten Platz einnimmt, Nach ihm kommen die von Bahia, Paranaguä, Santa Catharina, Santos, Para, Maranhäo, Pernambuco, Victoria, Ilhöos und andere mehr. Seen. Die grössten sind die dos Patos (der Enten) von Merim, Maricä, Araruama und Feia (der Hässliche). Es giebt indess viele andere Landseen von grösserer oder geringerer Wichtigkeit im Amazonenthal und anderen Orten. Der erstere hat 45 Meilen Länge von Norden nach Süden und 10 Meilen Breite; der zweite hat ungefähr 26 Meilen Länge. Flüsse. Brasilien besitzt drei grosse Becken ausser vielen andern zweiten Ranges. Das Amazonenbecken nimmt den ersten Platz ein, nach ihm das des Paraguay und schliesslich das des S. Francisco. Der majestätische Amazonenstrom, mit mehr denn 500 Meilen in dem Gebiete des Kaiserreiches, nimmt die Gewässer von 18 Nebenflüssen auf, nämlich des Xingü, Tapajoz, Madeira, Purüs, Coary, Teffe, Hyuruä, Hyutaby und Hyavary auf dem rechten Ufer; den Sary, Peru, Trombetas, Nhamundä, Uatuman, Urubä, Negro, Hyupurä und Ich auf dem linken Ufer. Fast alle sind Flüsse ersten Ranges, von denen einige einen Lauf von über 500 Meilen haben. Die der Dampschiffahrt zugängliche Strecke auf allen zusammen ist 7,350 Meilen lang auf dieser Seite der ersten Fälle innerhalb der Provinzen Para und Amazonas. Die folgende Tabelle zeigt die der Dampfschiffahrt zugängliche Strecke in dem Brasilien zugehörigen Theile des Amazonenbeckens: Amazonenstrom,. 580 Becken der hauptsächlichen Nebenflüsse. 5,771 Kleinere Nebenflüsse, Landseen, Canäle . 1,000 Summa, . 7,351 Auf dem Amazonenstrom und seinen Nebenflüssen kann man nach den Republiken Bolivia, Peru, Equador, Neu-Granada und Venezuela gelangen. Seit vierzehn Jahren befahren Dampschiffe mit der grössten Regelmässigkeit diesen Fluss, indem sie in 10 Tagen die Strecke von 580 Meilen von Para bis Tabatinga zurücklegen. Ein grosser Theil des Beckens des Paraguay, in einer Ausdehnung von mehr als 300 Meilen, gehört zu Bra- — 10 — silien; liier fiiesst auch zum Theil der Parana, der bedeutendste dieses Nebenflusses. Nach dem Parana kommt der Uruguay, ebenfalls ein Strom ersten Ranges, welcher an seiner linken Seite einfällt und zum grossen Theil seinen Lauf durch das Kaiserreich nimmt. Diese drei grossen Ströme und andere Nebenflüsse derselben, bewässern die Provinzen Mato-Grosso, Go- yaz, Minas-Geraes, S. Paulo, Parana und S, Pedro do Rio Grande do Sul. Der Paraguay von der Provinz Mato-Grosso ausgehend, läuft grossen Theils durch brasilianisches Gebiet, später durch Paraguay und die argentinische Republik und bildet im Verein mit dem Parana und dem Uruguay—den Rio da Prata—welcher zwischen dem letzteren Staate und dem von Uruguay in den Ocean ausmündet. Der Paraguay trägt Dampfschiffe von seiner Mündung bis Villa Maria, ungefähr 40 Meilen oberhalb Cu- yabä der Haupstadt der Provinz Mato-Grosso, und bis hierhin vermittelst seiner Nebenflüsse S. Lorenco und Cuyabä. Dieses Becken ist im Norden und Osten, im Gebiete des Reiches, durch das Gebirge der Vertentes oder Espinhaco begrenzt. * Der San Francisco nimmt den mittleren Theil Brasiliens ein; er bewässert die Provinzen Minas-Geraes, Bahia, Pernambuco, Alagöas und Sergipe. Unter seinen Nebenflüssen sind bemerkenswerth der Rio das Velhas , Paracatü, Rio-Verde und Rio-Grande. Auf ihm finden wir den grossen und majestätischen Wasserfall von Paulo Affonso, oberhalb dessen 230 Meilen der Schiffahrt freistehen. Der Theil unterhalb des Wasserfalls, ungefähr 40 Meilen in Länge, ist frei von jeglichen Hindernissen bis zur Mündung unterhalb der Stadt Penedo, in der Provinz Alagöas , und trägt Schiffe von 15 Palmen (Spannen) Tiefgang. .Ausser diesen drei grossen Flüssen münden noch —11 — andere von anerkannter Wichtigkeit ins Meer aus, wie der Gurupy, Tury-Assü, Mearim, Itapicurü, Parnahyba, Jaguaribe, Parahyba do Norte, Paraguassü, Rio de Contas, Belmonte, Mucury, Doce, Parahyba do Sul und Rio Grande do Sul. Einige derselben bieten der Dampfschiffahrt bis zu hundert Meilen Länge dar. Wohl wissend, was für Vortheile aus der Exploration der bedeutendsten Flüsse Brasiliens entstehen muss, indem die schiffbaren Strecken dadurch festgestellt, sowie die Hindernisse zur Beschiffung und Beseitigung derselben ermittelt werden, fährt die Regierung fort, diesem Gegenstände volle Aufmerksamkeit zu widmen. Zu den früheren Explorationen kommen in den letzteren Zeiten hinzu : die des Dr. José Vieira Couto Ma- galhäes und des Ingenieur Ernst Vallée bezüglich der Flüsse Tocantins und Araguaya, welche dazu dienen sollen , eine regelmässige Flussschiffahrt zwischen den Provinzen Goyaz und Para zu begründen. Das Resultat der Untersuchungen erhellt aus einem Bericht und einer Karte , die der Regierung* eingereicht wurden. Die des Ingenieurs Dr. Johann Martins da Silva Cou- tinho bezüglich des Purüs und Ituxi, Nebenflüsse des Amazonenstromes , deren Resultat ebenfalls aus einem detaillirten Berichte erhellt. Die desselben Ingenieurs, bezüglich der Flüsse Hya- pura und Madeira. Die des Ingenieur M. Chandler, bezüglich des Agury, Nebenflusses des Purüs. Die des Ingenieur Gustavo Doelt bezüglich des Cearâ- Mirim. Die des Ingenieur Newton Burlamaque bezüglich des Parnahyba in der Provinz Piauhy. Die des Ingenieur Ferdinand Haifeld, bezüglich des S. Francisco von dem Fall von Pirapora bis zum Meere; und die des Ingenieur Dr. E. Liais, unter Beihülfe des Dr. Ladislaus Netto und des Baccalaureus Eduard Moraes, bezüglich desselben Stromes zwischen jenen Fall und seiner Quelle. Die mit der Flussuntersuchung beauftragten Ingenieure nahmen auch den Bio das Yelhas in der Provinz Minas auf, einen Nebenfluss des S. Francisco. Die diese beiden Flüsse betreffenden Untersuchungen sind in Paris veröffentlicht worden. Die Ingenieure Joseph und Franz Keller nahmen den Fluss Parahyba von Pirahy in der Provinz Bio de Janeiro bis Cachoeira in der Provinz S. Paulo auf, und den Fluss Pomba, einen Nebenfluss des Parahyba, in der Provinz Minas. Durch die Ingenieure Gustav Bumbelsperger und Joseph und Franz Keller wurde der Fluss Ivahy in der Provinz Parana aufgenommen. Die letzteren beiden Ingenieure nahmen einen Theil des Flusses Parana, von der Mündung des Ivahy bis zum Paranapanema und die Flüsse Ivinheima, Parana- panema und Tibagy auf. Der Ingenieur Eusebio Stevaux machte die Vorarbeiten für die Canalisirung der Flüsse Pomonga und Japaratuba in der Provinz Sergipe. Der Ingenieur Vignolles für die der Flüsse Pogim und Santa Maria in derselben Provinz; diese Arbeit ist schon in Angriff genommen ; und der Ingenieur Carl Demoly für einen Canal zwischen dem Landsee dos Patos und dem Flusse Mampituba bis Laguna in den respectiven Provinzen S. Pedro de Bio Grande do Sul und Santa Catharina Ausserdem wurde durch den Fregatten-Capitain José da Costa Azevedo eine Karte des Amazonenstroms aufgenommen,»welche auf Befehl der Kaiserlichen Begierung lithographirt wird. Der Professor Agassiz untersuchte einen Theil der Begion des Amazonenstroms und hielt darüber verschie- dene Vorlesungen, welche in den Tageblättern der Hauptstadt des Reiches veröffentlicht wurden. Der obere Uruguay und der obere Paraguay sind durch verschiedene Ingenieure und Marineofficiere aufgenommen worden. Alle diese Aufnahmen sind von hoher Wichtigkeit sowohl fürs Privat-Interesse Brasiliens , als für das Interesse der Schiffahrt und des Welthandels. Es genügen die folgenden Bemerkungen: Die Flüsse Amazonas, Tapajoz, Paraguay, Parana und Rio da Prata bilden aus einem grossen Theile Südamericas eine See- und Fluss-Insel, sobald die Zweige des Tapajoz mit denen des Paraguay , welche durch unbedeutende Landstrecken getrennt sind, verbunden werden. Sobald dieses erreicht, wird das ungeheuere Ländergebiet Brasiliens, Paraguays , der Argentinischen Confederation und der Banda Oriental in eine Insel verwandelt werden, welche vom Ocean und den obengenannten Flüssen bespült wird. Die Flüsse Amazonas, Tocantins, Araguaya, Paranä und Prata bilden beinahe eine See-Fluss-Insel , die einen Theil des Gebietes von Brasilien und der argentinischen Confederation, sowie die Banda Oriental umfasst. Der Fluss Parnahyba, schiffbar bis Caxias beinahe, am Ufer des Itapicurü, welcher ebenfalls bis zum Meere schiffbar ist, bildet aus einem Theile der Provinz Maranhäo eine andere Halb-See-Fluss-Insel: Der Fluss S. Francisco kann vielleicht mittelst eines Canals mit dem Jaguaribe verbunden werden, so dass eine See-Fluss-Insel entsteht und ungeachtet der Verbindung durch das Meer, würden, wie die Absicht ist, die Häfen von Rio de Janeiro, Bahia und Recife durch einen inneren ununterbrochenen Communicationsweg mittelst Verlängerung der Eisenbahnen von Pedro II, Bahia und Pernambuco, mit Cearä verbunden werden. Dieser Communicationsweg, der die Provinzen Rio de — 14 — Janeiro, Minas Geraes, Baliia, Pernambuco und Ceara durchschneidet, wird den Producten, die auf ihm trans- portirt werden, verschiedene Häfen als Markplätze bieten. In der Absicht die Entwickelung- des Landes zu fördern durch die Erleichterung der internationalen Beziehungen und die Aufmunterung zur Schiffahrt und zum Handel auf dem Amazonenstrom und seinen Nebenflüssen, dem Tocantins und S. Francisco, beschloss die Regierung, dass vom l 6len . September 1867 an die Handelschiffahrt auf dem Amazonas bis zur Grenze Braziliens allen Nationen frei stehen solle, ebenso auf dem Tapajoz bis Santarem, auf dem Madeira bis Borba, auf dem Rio-Negro bis Manaos und auf dem S. Francisco bis Penedo, während die Beschiffung derjenigen Nebenströme des Amazonenstroms, von denen nur das eine Ufer Brazilien zugehört, von einem vorhergehenden Vertrage mit den andern Uferstaaten bezüglich der verschiedenen Grenzen und polizeilichen unci fiscalischen Verordnungen abhängig gemacht wird. Der Beschluss dieser Massregeln ändert in keiner Weise die Beobachtung der Vorschriften der bestehenden Schiffahrts- und Handelsverträge mit den Republiken Perü und Venezuela, in Gemässheit der zu diesem Zwecke erlassenen Verordnungen. Clima. Brazilien erfreut sich zwei sehr verschiedener Climas; eines heissen in der tropischen Zone, feucht in der Regenzeit; eines gemässigten und trocknen, ausserhalb jenes Bereiches. In den Waldgegenden Cearäs, Pernambucos, Parahy- bas und denen von Rio Grande do Norte ist es trocken in einigen Jahren aus Mangel an Regen, so dass es eine psychrometrische Differenz von 10° C darbietet. — 15 •• Indessen ist das Clima in vielen Gegenden der heissen Zone sehr milde und gemässigt durch die Bewaldung der Terrains , Erhebung des Bodens und durch die vorherrschenden Winde. An Stellen, wo sich die grösste Hitze fühlbar macht, steigt dieselbe regelmässig nicht über 36° Gentigrade, und fällt nur ausnahmsweisse, wo die grösste Kälte herrscht, unter 3°,2, wie Z. B. auf dem Gebirge von Itatiaia, wo der Thermometer, nach den Beobachtungen im Juni 1858 und 1859, 6° Centigrade unter Null angab, während das tägliche Maximum 13° nicht überschritt. Hier findet sich häufig Schnee, und die kleinen Land- seen sind oft mit 2 Zoll dickem Eise bedeckt. Auch in den Campos der Provinz S. Pedro do Rio do Sul kommt es vor, dass der Thermometer auf Null und ein und das andere Mal auf 2°,5, unter Null steht. Das Clima Brasiliens ist im allgemeinen sehr gesund. Temperatur. Im Amazonenthal ist die mittlere Temperatur 27°, indess sind die Wirkungen der Hitze nicht so fühlbar in Folge der Ostwinde, die das Land vollkommen bestreichen. Zwischen Tag und Nacht ist die Differenz oft 12°; jedoch ist die mittlere Differenz nicht über 9 Ü , und die Variation zwischen Sommer und Winter ist kaum 3°. Die Nächte sind immer frisch. Diese Verhältnisse ermässigen sich langsam bis Cearä und Rio Grande do Norte, wo der mittlere jährliche Thermometerstand 26°, 7 ist, mit der höchsten mittleren Temperatur von 30°, 4, und der niedrigsten von 23°,1, innerhalb 24 Stunden. Die Temperatur von 36°,21, ist häufig: während einiger Stunden in den Sommertagen findet sie statt, ohne dass darum die Hitze drückend wird, in Folge der ausserordentlichen Trockenheit der Luft. — 16 - Während der Regenzeit zeigt der Thermometer, in denselben Stunden, 26°, und die Hitze wird, dann drückend. Die mittlere Sommer-Temperatur übersteigt die des Winters um 3°, wie in Amazonas, und zwischen Tag’ und Nacht ist nur 1°, Unterschied. Die Reihe der Beobachtungen, welche mit Dollond’s Meteorographen innerhalb 5 Jahren, gemacht wurden, ergab als mittlere der höchsten täglichen Temperatur 27°, 13; als mittlere der niedrigsten 19°, 13 und als mittlere der Mitteltemperatur 23,°, 42. Nur in seltenen Fällen stieg das Thermometer über 32°, oder fiel unter 17°. Der niedrigste Stand ist fast immer im Juli und der höchste im Februar. Von Rio de Janeiro bis Amazonas, in der heissen Zone, ist die mittlere Temperatur 26°, 0. Von Rio de Janeiro bis zum äussersten Süden des Reiches nimmt die Hitze fühlbar ab, und wird das Clima sehr frisch. Dasselbe findet statt in den Provinzen S. Paulo, Parana, Santa Catharina, S. Pedro do Rio do Sul und in einem Theile von Minas Geraes. Regenzeit. Die Regenzeit beginnt in Brasilien gewöhnlich in November und dauert bis Juni; doch leiden die Grenzen Veränderungen in Folge der Localitäten. Von Amazonas bis zum Flusse Parnahyba regnet es viel; von dort bis zum S. Francisco wenig, mehr jedoch von S. Francisco südwärts. Der ungeheuere Bezirk des S. Francisco, welcher die Gegenden umfasst, denen die Bewohner den Namen Sertäo (Innere des Landes) geben, ist zwei sehr verschiedenen Jahreszeiten unterworfen ; der Regenzeit und der Dürre; die erstere dauert von Januar bis Mai, die andere von Mai bis Dezember. Im Juni hört die Vegetation der Pflanzen vollkommen auf, aller Samen ist dann völlig, oder beinahe - 17 - reif; im Juli fangen die Blätter an gelb zu werden und zu fallen, im August bieten Tausende von Meilen den Anblick eines europäischen Winters ohne Schnee dar, und die Bäume entkleiden sich vollständig der Blätter, mit Ausnahme einiger Dornbüsche (Zizyphus Oiticias) und einer Rhamnea: der Capim (eine Art Grass), welcher in den Ebenen zwischen den Bäumen in wunderbarer Fülle wächst, wird trocken und dient wie das Heu, als Futter für zahlreiche Vieh Herden. Dieser Zeitpunkt ist der Zubereitung des Caffees, welcher in den Bergen wächst, äusserst günstig: gepflückt und auf der Erde ausgebreitet, welche keine Feuchtigkeit ausdünstet im Gegentheil sie ansaugt, umgeben von Luft, die dieselbe Eigenschaft hat, trocknet er rasch ohne zu gähren. Zwischen Dezember und Januar beginnt die Regenzeit, und nach den ersten Schauern erhalten die bis dahin fast ganz trockenen Flüsse, die nur hie und da in einigen Vertiefungen Wasser bewahrten, die als Tränke für das Vieh und Zufluchtsort für Fische dienten, ungeheure Massen Wasser, und die Vegetation erg'rünt in wenigen Tagen aufs Neue, und wie durch Zauber bedeckt sich die ausgedehnte Strecke mit den verschiedenartigsten Blumen : die Culturpflanzen wachsen mit Macht und ihr Ertrag ist äussert ergiebig'. In Rio de Janeiro ist der jährliche mittel Fall des Regens l,17ö ra 9, welcher sich innerhalb 95 Tagen herausstellt. Gewitter sind hier im allgemeinen nicht häufig, und ist die Durchschnittssumme der Tage, wo sich dies Phe- nomen ereignet, 26 per Jahr. Winde« An der ausgedehnten Küste Brasiliens herrschen meistens. Süd-Ost und Nord-Ostwinde vor ; letztere von September bis März, erstere von April bis August E. A. 2 während des Winters, und auf gleiche Weise wechseln die Meerströmungen. In der Nähe der Küste weht der Landwind von U bis 9 Uhr Morgens, und die Seebrise, in entgegengesetzter Richtung von 10 bis 6 Uhr Abends, die sich mehr oder weniger tief, nach Beschaffenheit der Gegend, in das Land erstreckt, so dass sie in ebenen Gegenden, wie im Norden des Landes, tief eindringt, während gebirgige Gegenden sie aufhalten. Im Amazonenbecken, welches vollkommen frei von Bergen ist, dringen die Ost-winde über fünfhundert Meilen tief in’s Innere, namentlich von Iuli an bis November. In dieser Jahreszeit laufen Seegelschiffe fluss- aufwaerts mit grosser Leichtigkeit, in 25 bis 30 Tagen vom Para bis Manäos, eine Entfernung von 300 Meilen. In Innern Brasiliens herrschen im Winter gewöhnlich Südwinde und im Sommer Nordwinde vor. Mineralien. j^üeksichtlich des Mineralreiches hat Brasilien Ueber- fluss an Edelsteinen. Man findet Diamanten im Norden der Provinz Minas, wo sich die Lager einerseits bis Bahia erstrecken, und anderseits nach Goyaz bis Mato-Grosso. Auch fanden sich einige in der Provinz Parana, wo itaeolumitische Felsen angetroffen werden. Die Diamanten-Minen sind heute ausschliesslich in Händen von Privatleuten unter den Bedingungen und Bestimmungen des Gesetzes, welches die besondere Administration der Diamantendistricte und ihre Benutzung regulirt. Auch Smaragde, Saphyre, Rubinen, Topase, Beryllen und Euclare finden sich in der Provinz Minas-Geraes, wo auch der gewöhnliche Zirkonit angetroffen wird. — 19 — Granaten finden sich überall, wenn gleich nicht von bester Qualität. Quartz und seine Abarten. Man findet sie im ganzen Reiche. Es besteht schon eine Ausfuhr von Bergkrystallen, die vollkommen rein und in grösserer oder geringerer Menge an verschiedenen Orten in Goyaz, Minas-Geraes und S. Paulo gebrochen werden. Chalcedone, namentlich Agathe sind häufig in der Provinz S. Pedro do Rio Grande do Sul, von wo sie seit Jahren in grosser Menge ausgeführt werden. Metalle. Gold. Man kann sagen, es giebt fast keinen Punct im Lande, der nicht goldhaltig wäre. Die Bergwerke und Hüttenwerke, die am besten lohnen, sind jedoch in Minas-Geraes, wo diese Industrie sehr ergiebig ist; und auch seit einigen Iahren im Districte Turvassü, Provinz Maranhon. Die hauptsächlichste Bearbeitung’ ist in den Händen von grössten Theils englischen Compagnien. In Mato- Grosso beschäftigen sich die sogenannten «Faiscadores» Goldwäscher, mit dieser Industrie, wenn gleich noch nicht in grosser Ausdehnung. Man gewinnt auch einiges Gold in den Provinzen S. Paulo und Parana und in dem Minenbezirke der Provinz S. Pedro do Rio Grande do Sul. In der Provinz Cearä findet sich Gold auf dem Gebirgsrücken Ibiapaha im Bezirke von Ipü, in den Minen von Mangabeira, in der Nähe von Granja, und in den Gebirgen in der Nähe von Baturite. In der Provinz Rio Grande do Norte und in Pianco in der Provinz Parahyba erscheint Gold in Quartz Foi- mation. — 20 — Das Gold welches in Minas Geraes in angeschwemm- ten Boden gewaschen wird, ist gewöhnlich von Platina und Iridium begleitet. Innerhalb der Adern einiger Schachte derselben Provinz findet sich Gold in Verbindung mit verschiedenen Erzen, als Tellurium u. a. Wismuth wird in S. Yicente in der Provinz Minas Geraes gefunden und Arsenik haltende Pyriten in der Umgegend der Stadt Marianna in derselben Provinz. In verschiedenen Gegenden pflegt Palladium der beständige Begleiter des Goldes zu sein, mit welchem es amalgamirt ist. NaehdenUntersuchungen in der Münze zu Rio de Janeiro giebt das Palladium haltige Gold folgendes Verhältniss: I. II. III. Gold, .... 88.9 90 1/4 92.3 Palladium, . . 11.1 9 3/4 7.7 Silber. Es begleitet fast überall Bleiglanz. Anzeichen seiner Existenz sind in der Provinz Cearä, in Bahia und den Ufern des S. Francisco, in S. Paulo in den Districten von Sorocaba und Xiririca und in Minas Geraes, in den Werken von Abaete, wo es früher gegraben wurde. Kupfer. Dieses findet sich in grosser Menge in der Provinz Mato-Grosso und in S. Pedro do Rio Grande do Sul. Es existirt auch in Minas Geraes, in Bahia in der Geg'end von Villa Vicosa, in der Provinz Cearä und in Maranhon. Biz jetzt hat man es im gediegenen Zustande, als Oxyd und als Malachit gefunden. In Minas Geraes begleitet es andere Mineralien, als Sul- phurit; Bisjezt noch ohne g’rosse Ausbeutung wird es noch nicht zu den Handelsgegenständen des Landes gerechnet. — 21 — Zinn. Dieses ist im Sande des Flusses Paraopeba in Minas Geraes entdeckt worden und in einigen Granitarten der Provinz Rio de Janeiro. In Ceara und Santa Catbarina bat man Spuren desselben entdeckt, die indess noch wenig' festgestellt sind. Blei. Dieses findet sieb häufig in der Gestalt von Bleiglanz, dessen Zusammensetzung 82 1/2° Blei und 13 1/2° Schwefel ist: mit Silber von 1 bis 7 Theilen in 10,000 Erz: es ist häufig an den Quellen des Flusses Iguape, im Dis- tricte von Iporanga, und in Sorocaba in der Provinz S. Paulo, wo es in Adern die Quartsfelsen durchläuft. In derselben Form findet man es in Minas Geraes, Bahia, Parahyba do körte, Santa Catliarina und Rio de Janeiro während jüngere Formationen in Bahia und im Gebirge Araripe in Ceara damit geschwängert sind. In Niederlagen findet es sich im Gebirge Ibiapaba. Ziemlich häufig ist chromsaures Blei in Congonhas do Campo in Minas Geraes ; man findet es auf eine Strecke von mehreren Meilen, wird indess noch nicht benutzt. Es besteht aus 69% Blei-Oxyd und 31% Chromsäure. Zink-Sulphurit findet man in Ceara, wo sich auch Spuren von Galmei zeigten. Antimonium. Die Existenz desselben in Brasilien ist noch nicht erwiesen: doch giebt es in der Residenz Proben von Sulphurit, welche aus Minas Geraes und Parana kamen. Arsenik. Es findet sich in Yerbindung mit Kies in einigen Goldminen und existirt in der Provinz Minas Geraes, in dem Kirchspiel Antonio Pereira, unter der Form von Säure in Verbindung' mit Eisen als Skorodit. __ Eisen. Man kann, ohne Furcht zu irren, "behaupten, dass es fast keinen Fleck im Lande giebt, wo man es nicht unter den verschiedenartigsten Formen antreffe. So als Magnet-Eisen in Rio de Itabira, in Minas Geraes, wo es einen kolossalen Berg bildet; in kleineren Niederlagen in Ipanema in S. Paulo, wo es Oxydirung erlitt und in Martit übergegangen ist; in Parana und in Mato- Grosso; oder als Pocherz und Glimmereisen, woraus die Gebirge in Minas Geraes bestehen, welche jene Zerstetzung auf der Oberfläche vermittelst atmospheri- scher Einwirkungen erlitten und grosse Lager von Limonit (Raseneisen) bilden, die sich viele Meilen weit ausdehnen. An anderen Orten, wie in S. Pedro do Rio Grande do Sul erscheint es mehr oder weniger mit Thon vermischt. Die reichsten Eisenminen, welche keine unabhängige Formation bilden, sind mehr oder minder mächtige Adern, wie die von Ipanema und die in Cearä, Rio Grande do Norte und Parahyba. Es giebt in Brasilien Eisenminen, welche den unbestreitbaren Yortheil der vollkommenen Freiheit von Kies bieten, ein Yortheil, den selbst die so berühmte Mine von Dannemora in Schweden nicht aufweisen kann. Es enthält das Magneteisen 72 1/2% Eisen; der Eisenglanz, der Martit, und der grösseste Theil des Glimmereisens 70%; andere Eisenerze gehen bis auf 20% herab. Das Eisen an und für sich bildet eines der grössten Reichthumselemente Brasiliens, nicht nur wegen seiner Menge und Güte, sondern auch wegen der Leichtigkeit seiner Bearbeitung, welche die ausgedehnten Wälder, die sich in einem Zeiträume von 6-10 Jahren erneuern, darbieten in der Bereitung ausgezeichneter Kohlen, so wie die Existenz vieler Wasserfälle, die als Retnebskraft dienen können. Dies wird der Fall seyn mit der zunehmenden Verbesserung 1 der Transportmittel und der Anlegung neuer regelmässiger Strassen. In Minas Geraes verbraucht man schon viel dort pro- duzirtes und verarbeitetes Eisen. Es steht zu hoffen, dass das Augenmerk der Regierung 1 auf die sehr bedeutende Fabrik in Ipanema, welche wieder auf Rechnung’ des Staates betrieben wird, gerichtet werde, sobald die Verhältnisse es gestatten. Diese Anstalt verfügt über bedeutende Hülfsmittel, als ausgezeichnete Güte des Erzes, Ueberfluss an Zuschlägen zum Beschicken, grosse Menge feuerfestes Materials zur Errichtung von Oefen, hinreichende Wasserkraft, um die hauptsächlichsten Maschinen zu treiben, und bedeutende Waldungen in der Nähe. In der Entfernung von einer Meile läuft der Fluss Sorocaba, der, weil er die mächtigsten Laminir-Maschi - nen etc. treiben kann, die Bereitung’ des dehnbaren Eisens, des Stahls, Ackerbau-Geräthsc-haften und anderer Artikel erleichtern wird. Die Fabrik eignet sich auch zur Errichtung einer Schule, um Meister und Arbeiter zu bilden, welche späterhin in Privat-Giessereien verwendet werden können. Die Proben, welche zur Universal-Austellung gesandt werden, dienen nur die Güte der Produc-te zu beweisen. Felsen. Es giebt in Brasilien verschiedene Granitarten; dunkelgelben in Cearä und sehr weissen in Santa Cathari- na, welche herrliche Bausteine liefern. Im Allgemeinen jedoch werden verschiedene Sorten von Gneiss vorzugsweise gebraucht, von denen einige — 24 — von itacolumitischem Charakter nur nach einer Richtung' hin spalten und zu Mauern und Strassenpflaster dienen. Es g’iebt auch Uebergänge zu sehr dichten Quartz- sorten, welche grosse Platten liefern und auf gleiche Weise angewendet werden. Ausser diesen finden sich an verschiedenen Orten ro- senrothe Porphyre, andere schwarze mit weissen Feld- spathcrystallen; und ebenso grosse Menge von hell und dunkelgrünen Dioriten von vortrefflicher Qualität für Strassenpflaster. Kalksteine. Es finden sich in vielen Punkten des Lindes körnige ; grössentheils vulkanische Kalksteine im Gneiss. Es giebt schöne feste Arten; schwarze in S. Paulo, weisse in Bahia, rosenfarbige in Minas und anderen Orten welche sich unter ausgezeichneten Marmorsorten zeig'en können. Der zu den Bauten längs der Küste verwendende Kalk ist fast ausschliesslich aus Sambaquis bereitet; dieses sind grosse, seit langer Zeit aufgehäufte Massen, die den Banken von Schalthieren entrissen wurden, welche sich in den Buchten bildeten; oder aus den Corallenriffen, welche der Küste parallel laufen von den Abrolhos an gegen Norden. In Maranhon und Parahyba do Norte giebt es kreidehaltigen Mergel. Der faserige Gips findet sich in Minas Geraes, Rio Grande do Norte, Maranhon und Amazonas. Thonarten. Diese findet man überall in Folge der Zersetzung der Felsen, deren Stelle sie einnehmen und grosse Berge bilden; und andere durch Anschwemmungen erzeugt. Ihre Anwendung ist sehr bedeutend in den Ziegeleien: weisse Spielarten sind häufig in einigen Orten und können für Anfertigung* von Fayence angewendet werden. Kaolin der zur Anfertigung des Porcellans nothig* ist, wurde bis jetzt seltener in reinen Zustande gefunden. Es g'iebt viele feuerfeste Arten, die noch wenig* benutzt wurden, deren ausgezeichnete Qualität jedoch durch einige Schmelztiegel, die von Cearä für die Landesaustellimg kamen, bewiesen wird. Steinkohlen. Die Existenz dieses Brennmaterials in Brasilien ist heut zu Tage als wahr bewiesen : doch ist die geologische Formation, welcher die entdeckten Sorten angeboren, noch nicht positiv fest gestellt worden. Ein Theil gehört zweifelsohne der Jurassischen Bildung an, und findet sich in der Provinz S. Pedro do Sul in den Minen von Arroio dos Ratos und Jaguaräo, in Santa Catharina, am Flusse Tubaräo und in Boa Vista, was beweist, dass sie ein ausgedehntes Gebirge durchläuft; sie zeigt sich in S. Paulo und dann wieder in Cearä, wo sich unbestimmte Anzeichen einer permanenten, durchgehenden Bildung vorfinden, die nach Nordwest zu sich verlaufen, und dieser Umstand ver- muthen lässt, dass kohlenhaltige Lager im Innern Piauhy’s, Maranhons und des Amazonenthaies existiren. Untersuchungen sind in verschiedenen Punkten angestellt worden und das Studium dieser Frage, einer der wichtigsten für Brasilien, dauert fort. Braunkohle. Sie werden in S. Paulo gefunden; Torf mehr oder weniger im ganzen Reiche. Auch bituminösen Schieferarten begegnet man häufig, von welcher einige torfartigen Ursprungs. Nahe de Mündung 1 des Flusses Camamü in der Provinz Bahia wurde ein g'elher Schiefer entdeckt, welcher mittelst Distillation eine solide, dem Naptha ähnliche Materie und einen sehr flüchtigen Wasserstoff haltigen Kohlenstoff entwickelte, welcher zur Beleuchtung 1 dienen kann. Aus Maranhon hat man Nachricht über ähnliche Schiefersorten. Graphit. Der Graphit ist bis jetzt hauptsächlich in Cearä reichlich bemerkt worden, wo er sich wellenförmig 1 im Gneiss zeigt und in dünnen Plättchen die körnigen vulkanischen Kalksteine schwängert. Diese werden ebenfalls in der Provinz S. Pedro do Rio Grande do Sul gefunden. Schwefel. Der bis jetzt entdeckte Schwefel existirt in gediegnen Zustande in Rio Grande do Norte. Salze. Unter den Salzen ist das am meistern benutzte der Salpeter, welcher sich in dem Boden der kalksteinar- tig*en Höhlen der Provinzen Minäs-Geraes, Cearä, Mato- Grosso und an anderen Stellen findet. Alaun ist in Parana, Minas-Geraes, und Cearä angetroffen worden, und ebenso Bittersalz und schwefelsaure Soda durch Anlegen an den Kalksteinen der Araripe Gebirge. Steinsalz findet sich in Mato-Grosso, in einigen Theilen des Innern von Para und in Minas-Geraes. Häufig findet man Lehm mit Kochsalz geschwängert. Am Rio Negro erzielt man Salz aus den Podostomeen, welche auf Felsen unterhalb des süssen Wassers in der stärksten Strömung wachsen. Die seltsamste salzartige Verwitterung ist zweifelsohne die des Chlorsäuren Sodiums am Gneissg*estein des Gebirges Urubü-retäma in Cearä, welche sich bis zum Gebirge Meruöca erstreckt. Mineralwassei\ Es giebt in Brasilien viele Mineralwasserquellen, deren nähere Erwähimg im Cataloge zu finden ist. 'Vegetation» Die Vegetation Brasiliens gehört zu. den bewunderungswürdigsten, welche man kennt. Auf den Gefilden, Bergen, den höchsten Gebirgen, an der Küste selbst und in ihren Sande, zwischen steilen Felsen, überall schliesslich, zeigt sie sich grossartig, und in fast ewigem Frühlinge. Die Brasilianische Flora ist vielleicht die reichste der Welt an Menge und Verschiedenheit der wichtigsten Arten, deren mehr als 12 Tausend bis jetzt bekannt sind. Für den Schiffbau und Landbau finden sich in den "Wäldern Brasiliens die besten Hölzer und für Tischlerarbeiten die feinsten und schönsten, welche der Industrie bekannt sind. Unter den ersteren zeichnen sich aus Peroba, Tapin- hoa, Cabiüna oder schwarzer Jacaranda, Corcunda, Brazilholz, Sobro, Bacuri, Sucupira, Aroeira do Sertäo, Pau d’Arco (Bogenholz) oder Ipe Pequiä, Massarandü- ba, Eisenholz, Ceder, Lorbeer, Xtaobä, Sapucaia, Bara- üna, Oleo und viele andere. Der grösste Theil der Bauhölzer gehört zur Schoten tragenden Familie, viele zu der der Laurineen, Sapota- ceen, Apocyneen, Lecythideen, und einige zu den Bi- gnoniaceen, Cedreleen, Anacardeen, Antidesmeen und Proteaceen. Zu Tischlerarbeiten empfehlen sich: Oleo, Muirapinima, Saboaräna, Pau-Cruz, Vinhatico, Pau-se- tim (Atlasholz), Jacarandä, Goncalo Alves, SebastiEo d’arruda, Pau-marfin, Muira-pirang’a, und andere. — 38 — Von ausgezeichnetem Nutzen für Färberei sind : Pau- Brasil, Tatagiba, Cumate, Campeche, rotbe Mangue, ausser dem Indigo, Urucü und vielen andern Pflanzen. Ausserdem wachsen in den Wäldern wild und in Menge die Seringucren, aus denen der Gummi elastieum gewonnen wird, welcher aber auch ein Product der Mangabeira und anderer ist; Carnaüba, wichtig’ wegen des Harzes, welches seine Blätter mit einer Kruste von einer Art Wachs überzieht, die Myristica, die vegetabilische Seife hervorbringt, die Vanilla, der Cacao und viele andere, deren Produkte, von anerkannt grossen Nutzen für den täglichen Gebrauch, Gegenstand eines ausgedehnten und wichtigen Handels bilden. Die medicinisclien Pflanzen, Früchte, Schalen und Saamen, wie die Salsaparilha, Ipecacuanha, Caferana, Urari, Guaranä, Murure, Jalapa, Caröba und die verschiedenen Pflanzen, die wegen ihre fieberheilenden Eigenschaften gewöhnlich unter dem Namen China gehen, aber dem Geschlechte der Exostema, Contarea, Hortia, angehören; in einigen Orten auch Strychnos, Pao-pereira, Abütim, Avenca, Cainca, Tamaquarö und viele andere, die köstlichsten Balsame, eine grosse Menge "Harz- Oel- und Milch-haltiger Pflanzen, wie der Tatahy, Angico, Andiroba, Copahiba, Copal, Oiticica und andere finden sich in Menge bald in dieser, bald in jener Provinz. Auch im Urwalde, im Nachwuchs, in den natürlichen Wiessen und an der Küste, giebt es eine Menge von Bäumen und Pflanzen, die verschiedene herrliche Früchte tragen. Tfesere. Nicht weniger reich ist Brasilien bezüglich des Thierreiches. Seine Urwälder, Nachswuchswälder, Wiesen sind von einer grossen Menge von vierfüssigen Thieren und Vögeln bewohnt, die sich zur ' Nahrung — 29 — der Menschen eignen; wie z. B. der Tapir, Hirsch, Paca, Catete (Wildschwein), Tatü, Rebhuhn, Wachtel, Joö, Jacü, Macuco, Mutum und viele Sorten Tauben. Die hohe See, die ganze Küste, die inneren Flüsse wimmeln von herrlichen Fischen, wie der Mero, Biju- pirä, Garoupa, Badejo, Tainba, Cavalla, und viele andere unter den Meeresbewohnern; der Suruhy, Dourado, Pirarucü, Robalo, Tambaque, Tucunare, Pacü, und andere Flussfische, ausser den zur Oeibereitung' geeigneten Cefcaceen, wie der Wallfisch und Thunfisch. Kein kleiner Nutzen wird für den gewöhnlichen Verbrauch der Bevölkerung gezogen, sei es von frischen, gesalzenen oder inarinirten Fischen; und man kann behaupten, dass, sobald diese Industrie besser regulirt sein wird, der Fischfang einen bedeutenden Handelszweig für Brasilien eröffnen wird. Es giebt auch in grosser Menge Austern und andere Schalthiere, welche in einigen Orten die fast ausschliessliche Nahrung bilden. Die Jagd wird auch ausgebeutet, und das Wildpret von einer Provinz sur andern in gesalzenen oder ge- pockelten Zustande ausgeführt. Die Racen der in Brasilien vorkommenden Haus thiere sind im Allgemeinen nicht verbessert worden. Man fängt jedoch an einige Versuche zu machen und auf der brasilianischen Austeilung’ erschienen schon einige Pferde, die, einer Kreuzung mit ausländischen Hengsten entsprungen, genügende Anerkennung fanden. In den Provinzen Parana und S. Pedro do Rio Grande do Sul verspricht die Schafzucht veredelter Racen, von welchen, sowie von den alten schon einige Wolle gezogen und ausgeführt ist, einen guten Erfolg. SSevoelkernng« Die Bevölkerung Brasiliens beträgt nach den letzten Berechnungen, die auf Befehl der Regierung angestellt - 80 wurde, und wofür ausser verschiedenen Berichtigungen, der officiel organisirte Census von 1817 und 1818 als Basis angenommen wurde, 11,780,000 Seelen, unter diesen vielleicht 500,000 wilde Indianer und 1,400,000 Sclaven. Die Indianer leben zum grossen Tlieil noch in den Urwäldern. Die öffentliche Verwaltung fährt fort ihre Cathechi- sirung und Civilisation zu befördern, indem sie durch besondere Verordnungen diesen Gegenstand regulirt und die jährlich im Budget bewilligten Gelder für die Erhaltung der in verschiedenen Provinzen bestehenden Dorfschaften und die für die Errichtug anderer verwendet, wo ihnen, der nothige religiöse Unterricht ertheilt wird und man sie an Arbeit zn gewöhnen sucht, um sie nützlich für sich und die Gesellschaft zu machen. Die Sclaven, gut genährt, leben meist in angemessenen Wohnungen und werden human behandelt. Sie besitzen selbst auf den meisten Plantagen, eigene Pflanzungen, über deren Producte sie frei verfügen. Die Arbeit is heut zu Tage mässig und gewöhnlich nur den Tag über, wahrend die Nächte der Ruhe und theilweise religiösen Acten oder Vergnügungen gewidmet sind. Diese Institution, welche Brasilien durch den Zwang besonderer Verhältnisse seit den ersten Jahren seiner Entdeckung' aufgebürdet worden ist, regt hinsichtlich ihren Beseitigung Fragen an, welche, wie bekannt ist, und neulich durch die der französischen Commission der Emancipation ertheilte Antwort klar darget-han, die Aufmerksamkeit der Regierung ernstlich beschäftigen. Beifolgende Tabelle erhellt die Vertheilung der Bevölkerung auf die verschiedenen Provinzen Brasiliens in welchen man unter der Provinz Rio de Janeiro auch das Municipium der Hauptstadt begreift. PROVINZEN BEVÖLKERUNG TOTAL FREIE SCLAVEN Gräu-Para. : j . 50 ,ooo 325,000 25,000 Maranhon. 500,000 450,000 50,000 Piauhy. 250,000 230,000 20,000 Ceara . 550,000 520,000 30.000 Rio Grande du Nord. 240,000 235,000 5,000 Parahyba. 300,000 260,000 40,000 Pernarabouc. 1 . 220,000 970,000 250,000 elagoas. 300,000 250,000 50,000 Sergipe . 520,000 285,000 35,000 Bahia. 1 . 450,000 1 . 170,000 280,000 Espirito-Santo. 100,000 90,000 10,000 Rio de Janeirou. Municip. neutre. 1 . 850,000 1 . 550,000 300,000 S. Paul. 900,000 825,000 75,000 Paranä .. 120,000 110,000 10,000 Sainte Catherine. 200,000 190,000 10,000 Rio Grande do Sul . 580,000 550,000 30,000 Minas-Geraes. 1 . 600,000 1 . 440,000 160,000 Malo-Grosso. 100,000 95,000 5.000 Goyaz. 250,000 240,000 10,000 Amazonas. 100,000 95,000 5,000 11 . 280,000 9 . 880,000 1 . 400,000 Indianer. . . . ;. 500,000 Total .. 11 . 780,000 10 . 380,000 1 . 400,000 Constitution Brasiliens. Regierungsform und herrschende Dynastie. Brasilien ist seit dem 7 September 1822 ein freies, unabhängiges Land. Seine Oberfläche ist in 20 grosse Prozinzen vertheilt, ausser dem Municipium der Stadt S. Sebastian do Rio de Janeiro, Hauptstadt des Reiches, welche eine besondere administrative Organisation hat. Seine Regierung ist eine constitutional- representative - Erb - Monarchie. Seine politische Verfassung (die dritte an Anciennetät in der Welt) dqfirt vom 25 März 1824. Die herrschende Dynastie ist die des D. Pedro I., Kaisers und beständigen Yertheidigers von Brasilien, Gründern des Reiches und Vaters des gegenwärtigen Kaisers D. Pedro II. I). Pedro II, Constitntioneller Kaiser und beständiger Verth eidiger des Reichs, wurde am 2. Dezember 1325 geboren und succedirte seinem erlauchten Vater am 7. April 1831. Am 23. Juli 1840 mündig erklärt, übernahm er die kaiserliche Gewalt. Am 18. Juli 1841 wurde er gesalbt und gekrönt. Am 30. Mai 1843 vermählte er sich vermittelst Procuration ; die kirchliche Einsegnung* fand Statt am 4. Dezember desselben Jahres. Ihre Majestät die Kaiserin, Dona Thereza Christina Maria, seine erlauchte Gemahlin, Tochter S. M. des Königs Beider Sicilien, Franz I. wurde am 14. März 1822 geboren. Aus dieser Verbindung entsprangen und leben I.K.H. die Prinzessin Dona Isabella, presumptive Thronerbin, g’eboren am 29. Juli 1848 und I, H. die Prinzessin D. Leopoldina am 13. Juli 1847. Erstere vermählte sich am 15. October 1864 mit S.K.H. D. Luiz- Philippe Maria Ferdinand Gaston d’Orleans, Conde d’Eu: letztere mit S.K.H. D. Luis August 'Maria Eudes von Coburg Gotha, Herzog von Sachsen, am 15. Dezember desselben Jahres. Aus dieser Verbindung* entsprang* der Prinz D. Pedro geboren am 19. März 1866. Slaatsffeligioü». Die römisch- katholisch- apostolische Religion ist die des Staates. Es sind jedoch alle anderen Religionen geduldet, mit ihrem häuslichen oder Privat- Cultus, in dazu bestimm ten Gebäuden, jedoch ohne äussere Form eines Tempels. Niemand kann in Brasilien aus Religions-Gründen verfolgt werden. Es wird nur verlangt, dass die Öffentliche Moral nicht verletzt und die Religion des Staates in der Weise geachtet werde, wie dieser alle anderen Religionen respectirt und selbst diejenigen, welche aus religiösen Gründen Verfolgungen anstellen, so wie die, welche irgend eines im Land etablirten Cultus spotten, im Criminalgesetzbuch mit Gefängniss und Geldstrafe bedroht, wobei seitens der Justiz die respective Anklage vorgebracht wird. Die Staatsgewalt hat ausserdem zu wiederholten Malen Mittel zur Errichtung von Bethäusern und Erhaltung Geistlicher verschiedener Gonfessionen in den Regie- rungscolonien bewilligt: die Kinder der Nichtkatholiken sind nicht zum Religionsunterricht gezwungen, welcher den katholischen Kindern ertheilt wird. Die Ehen der Nicht-katholiken sind in allen ihren gesetzlichen Wirkungen respectirt. Dieser Umstand ist jetzt durch ein Gesetz regulirt, welcher den Civilstatus der Kinder sichert, die als vollkommen legitim betrachtet werden, mögen die Ehen im Lande oder ausserhalb desselben geschlossen sein. Es ist ein Metropolitan Erzbischof im Lande, der seinen Sitz zu Bahia hat; 11 Bischöfe der Diocesen Rio de Janeiro, Perambuco, Cearä, Maranhon, Para, Goyaz, Cuia- bä, Marianna, S. Paulo e S. Pedro do Rio Grande do Sul; 12 Generalvicare; 12 Provisoren und 1280 Pfarrer. Für die Ausbildung des Clerus existiren elf bischöfliche Seminarien, nämlich in der Hauptstadt und in denen der Provinzen Bahia, Pernambuco, Cearä, Maranhon, Para, Cuiabä, Goyaz, S. Paulo, S. Pedro do Rio Grande do Sul und in der Stadt Marianna in Minas- Geraes. Mit Ausnahme des ersteren, welches ein hinlängliches Patrimonium besitzt, werden alle mehr oder weniger vom Staate unterstützt. (E) 3 34 - Die ünterrichtsgegenstände sind: Latein, Französisch, Rhetoric. und kirchliche Beredsamkeit, Rational- und Moral- Philosophie, biblische Geschichte, Religionsge- schichte, Exegese, Dogmatik, Moral-Theologie, Cano- nisches Recht, Liturgie und Gregorianischer Gesang. Durch ein neueres Gesetz wurde die Errichtung zweier theologischer Facultäten decretirt. Politische Gewalten und National Representation. Die Constitution erkennt vier politische Gewalten an: die gesetzgebende, die moderirende, die executive und die gerichtliche Gewalt. Der Kaiser und die General-Versammlung sind die Vertreter der Kation. Alle politischen Gewalten in Brasilien sind vom Volke übertragen. Die Gesetzgebende Gewalt. Die gesetzgebende Gewalt ist der General-Versamm- lung unter Sanction der moderirenden Gewalt übertragen worden. Die General-Versammlung besteht aus zwei Kammern: Deputirtenkammer und Kammer der Senatoren, oder Senat. Der General-Versammlung steht es zu Gesetze zu geben, sie auszulegen, zu suspendiren und zurückzunehmen. Sie bestimmt jährlich die öffenlichen Ausgaben, stellt die ordentlichen und ausserordentlichen Streitkräfte zu Wasser und zu Land fest; — legt Steuern auf, lost die Zweifel, die hinsichtlich der Thronfolge entstehen können, erwählt eine neue Dynastie im Falle des Aussterbens der regierenden, — bewilligt Anleihen und übt schliesslich andere der souverainen Volksvertretung zustehende Handlungen aus. 35 — Der Gesetzvorschlag steht im Allgemeinen den Mitgliedern jeder der beiden Kammern zn. Er kann jedoch auch von der executiven Gewalt ausgehen vermittelst der Vorlegungen von Vorschlägen in der Deputirtenkammer durch irgend einen Staatsminister. Alle Vorschläge werden einer Commission vorgelegt, und nachdem sie von dieser zum Gesetz Vorschlag erhoben sind, in beiden Kammern discutirt und zur Abstimmung gebracht, wobei sie gerade angenommen, verändert, oder verworfen werden können. Die Kammersitzungen sind öffentlich mit Ausnahme der Fälle, in welchen das Staatswohl ihre Heimlichkeit verlangt. Die Entscheidungen werden durch absolute Majorität der gegenwärtigen Votanten gefasst. Die Mitglieder beider Kammern sind unverletzlich wegen der in Ausübung ihrer Functionen ausgesprochenen Meinungen. Kein Senator oder Deputierter kann während seiner Deputation durch irgend welche Obrigkeit verhaftet werden, ausgenommen in flagranti delicto w T egen eines Capitalverbrechens. Der Kaiser kann keinen Senator oder Deputirten ausserhalb des Reiches verwenden , noch irgend ein solcher Stellen versehen, die ihn verhindern, zur Zeit der ordentlichen oder ausserordentlichen Zusammenberufung zu erscheinen. In unvorhergesehenen Fällen, wo die Staatssicherheit oder das Staatswohl in Frage kommt, und es nothwendig wird, dass ein Senator oder Deputirter ausser Landes gehe, steht es der Kammer zu, die nothige Erlaubniss zu gben. Im Falle der totalen Verweigerung einer der Kammern, auf Vorschlag der andern wird es verworfen. Im Falle jedoch von Verbesserungen, Zusätzen, kann — 36 die Kammer, welche den Vorschlag- machte, falls sie dieselben nicht billigt, aber das Project für vortheil- haft hält, die Vereinigung beider Kammern verlangen, und wird hier beschlossen, was nach den Berathungen sich als Resultat ergiebt. Das Veto der moderirenden Macht suspendirt während zweier Legislationen, nach derjenigen worin die Ge- nehmigung oder Bestätigung eines Gesetzes verweigert wurde. Falls während dieser Zeit das abgewiesene Project wiederholt, und in denselben Ausdrücken in Vorschlag gebracht wird, so erhält es Gesetzeskraft mit denselben Wirkungen, als ob es bestätigt worden wäre. Ebenso wird angenommen, dass, wenn der Kaiser innerhalb eines Monats weder seine Zustimmung noch Verweigerung gegeben hat, er es ausdrücklich verweigert habe, um den obenerwähnten Zeitraum zu berechnen. Dep utirtenkammer. Die Deputirtenkammer, die gegenwärtig aus 122 Mitgliedern besteht, ist eine gewählte und zeitweilige. Die Wahl derselben ist indirect und geht vor sich in den Provinzen, welche in Wahlbezirke von höchstens drei, nie weniger als zwei Deputirten eingetheilt sind. Folgende Angelegenheiten gehören insbesondere ihrer Initiative: Zölle, Steuern, Recrutirung und Wahl einer neuen Dynastie im Erlöschungsfalle der regierenden. Ebenso fängt bei ihr an — die Untersuchung der vorhergehenden Administration, und die Abstellung ihrer Missbräuche. Die Discussion über Vorschläge der executiven Gewalt — und der Beschluss der in Anklage- Setzung der Staatsminister. Die Deputirtenkammer wird von 4 zu 4 Jahren, welche eine Legislation bilden, erwählt, ausgenommen — 37 — der Fall einer Auflösung“, wodurch dieselbe geschlossen, und zu einer neuen Wahl geschritten wird; die neue Kammer dauert dann ebenfalls 4 Jahre. Der Senat. Der Senat ist lebenslänglich, er besteht gegenwärtig aus 58 Mitgliedern und wird durch Provinzialwahlen organisirt , mit besondern Wählern und dreifachen Listen , von denen der Kaiser den dritten Theil der Gesammtmasse erwählt. Die Zahl der Senatoren kann nicht die Hälfte der Deputirtenzahl überschreiten. Die Prinzen des kaiserlichen Hauses sind von Hechts wegen Senatoren , sobald sie das Alter von 25 Jahren erreichen. Es ist das ausschi essliche Vorrecht des Senats—über individuelle Delicte, die von Mitgliedern der Kaiserlichen Familie begangen wurden, von Ministern und Senatoren— über Verbrechen der Deputirten während des Landtages,—und über die Verantwortlichkeit der Minister und Staatsräthe zu erkennen, indem er sich in allen diesen Fällen in eine Justizbehörde verwandelt; und die General-Versammlung zu berufen, im Falle die executive Gewalt dies innerhalb zweier Monate nach der durch die Constitution festgesetzten Zeit nicht gethan haben sollte. Die moderirende Gewalt. Die moderirende Gewalt ist insbesondere dem Kaiser als ersten Chef der Nation und ihrem ersten Vertreter übertragen, um unaufhörlich über die Aufrechthaltung der Unabhängigkeit, das Gleichgewicht und Ueberein- stimmung der andern polizeilichen Gewalten zu wachen. Der Kaiser übt die wichtige Gewalt aus: In Bezug auf die legistative Gewalt — durch die Ernennung der Senatoren—durch ausserordentliche Zusammenberufung, Prorogation,Yertagung der General-Yersammlung’—durch Auflösung der Deputirtenkammer in Fällen, wo das Staatswohl es erheischt — und durch Bestätigung der Decrete und Beschlüsse der General-Versammlung, wodurch sie Gesetzeskraft erhalten. In Bezug auf die executive Gewalt, durch freie Ernennung und Entlassung der Staatsminister. In Bezug auf die gerichtliche Gewalt—durch Suspension der Magistrate,—durch Begnadigung oder Ermässi- gung der den Yerurtheilten zuerkannten Strafen—durch Amnestie Ertheilung. Die Person des Kaisers ist unverletzlich und geheiligt, mithin keiner Verantwortlichkeit unterworfen. Die executive Gewalt. Der Kaiser ist der Chef der executiven Gewalt, die er durch seine Minister ausübt. Seine hauptsächlichen Berechtigungen sind : Zusammenberufung der neuen gewöhnlichen Generalversammlung. Ernennnung der Bischöfe, Magistrate und andrer Civil, Militair oder politischer Beamten aller Categorien oder Arten, die durch allgemeines Gesetz geschaffen sind. Kriegserklärung und Friedensbeschluss. Leitung der politischen Unterhandlungen mit fremden Kationen, Abschluss offensiver und defensiver Bündnisse, von Subsidien und Handelsverträgen und Mittheilung derselben nach ihrem Abschluss an die General-Yersammlung, falls das Interesse und die Sicherheit des Staates diese erlauben. Falls in Friedenszeiten abgeschlossene Verträge eine Grenzveränderung oder Abtretung eines Bezirkes des Reichs mit sich führen, oder von Besitzungen worauf dieses ein Recht hat, so werden dieselben nicht ohne vorgängig e Billigung der Generalversammlung ratificirt. Ertheilung von Titeln, Ehrenbezeugungen und Auszeichnungen zum Lohn für dem Staate geleistete Dienste. Ausfertigung der Decrete, Instructionen und Reglements für die gute Ausübung der Gesetze, und endlich Fürsorge für alles, was die innere und äussere Sicherheit des Staats der Constitution gemäss betrifft. Es gieht sieben Ministerien, nämlich: des Innern und der geistlichen Angelegenheiten ; der Justiz; der Finanzen; der auswärtigen Angelegenheiten; des Kriegs; der Marine ; der Agricultur, des Handels und der Öffentlichen Bauten. Jeder Minister hat sein Ministerium und verschiedene ihn untergeordenete Behörden. Alle Handlungen der executiven Gewalt hängen im Wesentlichen, um ausgeführt zu werden, von dem Vorträge der respectiven Staatsminister ah. Die Staatsminister sind verantwortlich für ihre Handlungen, ohne dass mündlicher oder schriftlicher Befehl des Kaisers sie der Verantwortung entheben könnte. Die Art und Weise, wie diese Verantwortlichkeit auszulegen und zu bewirken ist, ist in einem besonderen Gesetze festgestellt worden. Die gerichtliche Gewalt. Die gerichtliche Gewalt ist unabhängig und besteht aus Richtern und Geschworenen. Diese beurtheilen die Thatsache, jene wenden das Gesetz darauf an. Die Richter sind lebenslänglich ernannt und können nur durch Urtheil ihrer Stellen entsetzt werden. Sie haben einen privilegirten Gerichtsstand den respectiven Gesetzen gemäss, und können nur auf vorgängiges Gehör suspendirt werden, um sodann einem com- petenten Processe unterworfen zu werden. Keine Behörde kann in hängenden Processen advoci- ren, dieselben verschieben, oder beendigte Processe in’s Lehen zurückrufen. — 40 — Die Richter sind verantwortlich für Missbrauche der Gewalt nnd Pravaricationen, die sie in Ausübung ihre» Amtes begehen. Jedermann hat das Recht sie vor der competenten Behörde wegen Bestechung, Erkaufung, Unterschleife oder Erpressung anzuklagen. In Criminalprocessen sind von der Verweisung an alle Processverhandlungen öffentlich; ebenso wie die Audienzen der Richter und Sitzungen der Jury. In Civilpro- cessen und in auf Civilwege angestellten Penalklagen können die Parteien Schiedsrichter ernennen. Die Ansprüche dieser werden ohne Recurs vollstreckt, wenn die Parteien dies festsetzen. In seiner Gerichtsorganisation ist das Reich in Dis- tricte und Bezirke eingetheilt mit Municipal, Waisen-, und Rechts-Richtern. Es giebt vier Gerichte mit der Benennung Obergerichte, welche verschiedene Provinzen als Bezirk haben, und die zu dem Zwecke geschaffen wurden, um die Pro- cesse in zweiter und letzter Instanz zu entscheiden. In der Residenzstadt giebt es ausser dem respectiven Obergerichte ein höchstes Tribunal, bestehend aus Richtern, die nach Anciennität aus den Obergerichten genommen sind, welches ausser anderen gesetzlichen Befugnissen die hat, Appellation zu gestatten oder zu verweigern, über die Delicte und Dienstirthümer, welche seine Räthe, sowie die der Obergerichte, die Glieder des diplomatischen Corps und die Provinzpresidenten begehen, zu erkennen. Ebenfalls steht es diesem Gerichte zu, die Erzbischoffe und Bishöffe zu pro- cessiren und zu verurtheilen in Klagen, die nicht rein geistlicher Natur sind. — 41 — Der Staatsrath Dieser ist eine rein berathende Behörde, bildet aber eines der wichtigsten Hülfsmittel der hoben Verwaltung. Die Berathung desselben ist im Allgemeinen in den Willen des Kaisers gestellt, doch wird sie fast immer bei Ausübung der Prärogative der moderirenden Gewalt vorgenommen. Er wird beständig über die wichtigsten Zweige des Öffentlichen Dienstes, dem die sieben Ministerien vorstehen, um Rath befragt, über Confiicte der administrativen und gerichtlichen Jurisdiction, über Prisen-Fragen und andere quasi contentiöser Natur, sowie über Gegenstände streitiger Administrativ-Justiz. Er besteht aus 12 ordentlichen und 12 ausserordentlichen Mitgliedern, die alle auf Lebenszeit ernannt sind. Er arbeitet in Sectionnen eingetheilt, die den sieben Ministerien entsprechen, oder in voller Sitzung unter Vorsitz des Kaisers, des Kaisers. Der Kronprinz hat Sitz darin, sobald er 18 Jahre alt ist; die übrig’en Prinzen des Kaiserlichen Hauses nur, sobald sie der Kaiser ernennt. Die Minister sitzen im Staatrath, jedoch ohne Stimmrecht, und wohnen selbst der Abstimmung nicht bei, sobald es sich um Auflösung der Kammer oder Wechsel des Ministeriums handelt. Oeffentliches Ministerium ( Ober Staats-Anwaltschaft). Die Überstaats-Anwaltschafr ist in Brasilien noch nicht in allen ihren gerichtlichen Abstufungen eingeführt worden; doch werden wichtige Theile der Functionen dieser Behörde vor den respectiven Behörden ausgeübt durch den Krön- und Schatz Procurator — ein hochgestellter 42 — Beamter.,— und ebenso durch die Kronprocuratoren in den Provinzen, die Staatsanwälte und die Fiscale des öffentlichen Schatzes. Verwaltnug der Provinzen» Presidentschaften, Die Regierung- einer jeden Provinz wird einem, von der executiven Gewalt ernannten Presidenten anvertraut, welcher immer abberufen werden kann, sobald das Staatswohl es erheischt. Er ist die erste Behörde der Provinz, und in ihr der erste und unmittelbarste Agent der General-Regierung. Seine Hauptbefugnisse, wie Z. B. die Bestätigung oder Verwerfung der Gesetze und Beschlüsse der Provinzialkammer, die Suspension der Anwendung der Gesetze in gewissen Fällen, die Ernennung und Entlassung der Provinzialbeamten und die Suspension von Beamten der Central-Regierung, sind durch Gesetze festgestellt. Provinzialkammer. Auch in jeder Provinz giebt es eine gesetzgebende Versammlung, welcher es zusteht über rein provinzielle Fragen zu entscheiden; oder über solche, die in unmittelbarer Beziehung mit ihren besondern Interessen stehen. Sie werden alle zwei Jahre von den Wählern für die Deputirtenkammer erwählt. Ihre speciellen Befugnisse sind : Die Aufstellung des Budgets für Einnahme und Ausgabe der Provinz und der polizeilichen Gewalt - die Erschaffung und Aufhebung von Provinzial- und Municipalämtern, — die Beschlies- sung öffentlicher Bauten — und die Auferlegung von Provinzial- und Municipalsteuern, die nicht die allgemeinen Staatsabgaben beeinträchtigen — die administrative , gerichtliche und kirchliche Eintheilung der Provinz, wobei immer die Constitution, das allgemeine Interesse, die allgemeinen Gesetze, die Verträge mit fremden Nationen, und die Rechte der andern Provinzen zu berücksichtigen sind. Ihre Gesetze und Beschlüsse sind von der Bestätigung des Presidenten abhängig ausser in seltenen und besonders im Gesetz erwähnten Fällen. Ihre Mitglieder sind unverletzlich weg’ender Ansichten, die sie in Ausübung ihrer Functionen ausprechen. Municipalkammer. In jeder Stadt oder jedem Flecken des Reiches ist eine Kammer, die von 4 zu 4 Jahren durch directe Wahl erneuert wird, welcher die öconomische und municipale Leitung der Stadt oder des Fleckens obliegt. Diese Körperschaften haben ihre besondere Einnahme für Bestreitung der respectiven Ausgaben. Ein organisches Gesetz bestimmt die Ausübung ihrer rein muni- cipalen Befugnisse, die Bildung ihrer polizeilichen Verordnungen und die Verwendung ihrer Einkünfte. Sie bestehen in den Städten aus 9, in den Flecken aus 7 Bürgervorstehern, deren President derjenige ist, welcher bei der Wahl die meisten Stimmen erhielt.— Die Municipalkammern in den Provinzen sind den bezüglichen Provinzialkammern und Presidenten untergeordnet. In der Hausptstadt, der General-Versammlung und der Regierung. In jedem Kirchspiel ist wenigstens ein District; jeder District hat einen Friedensrichter, der zugleich mit den Vorstehern, und auf gleiche Weise erwählt wird, mit durch Gesetz bestimmten Befugnissen; die hauptsächlichsten derselben, sind die Versöhnung der Parteien, welche zu processiren beabsichtigen; der Vorsitz bei Wahlen und die Aburtheilung kleiner Processe, — 44 Rechte der B t, asilianer. Die Constitution verbürgt die Unverletzbarkeit der bürgerlichen und politischen Rechte, die als Base die Freiheit, die individuelle Sicherheit und das Eigenthum der brasilianischen Bürger haben. Individuelle Freiheit. Kein Bürger kann gezwungen werden, etwas zu thun, oder zu unterlassen, ausgenommen Kraft eines Gesetzes. Das Gesetz kann nicht ohne öffentlichen Nutzen erlassen werden, noch rückwirkende Kraft haben. Gedanken freilieit. Jedermann kann seine Gedanken durch Wort und Schrift mittheilen, und sie im Druck erscheinen lassen, ohne von einer Censur abhängig zu sein; jedoch ist jeder verantwortlich für die etwaigen Missbrauche der Ausübung dieses Rechts, in den Fällen und in der Weise, die das Gesetz feststellt. Gewissensfreiheit. Niemand kann aus religiösen Motiven verfolgt werden. Wohn- und- Reise- Freiheit. Jedermann kann im Reiche bleiben oder dasselbe verlassen, wie es ihm gefällt, indem er seine Güter mitnimmt unter Beobachtung der polizeilichen Verordnungen und ohne Verletzung Dritter. Indu strielle- Freiheit. Keine Art der Arbeit, des Ackerbaues, der Industrie oder des Handels kann verboten werden, sobald sie nicht im Wiederspruch mit der Moral, der Sicherheit und der Gesundheit der Bürger steht. — 45 Durch die Constitution werden die Innungen, ihre Schiedsrichter, Schreiber und Meister aufgehoben. Persönliches Sicherlieits- Recht. leder Bürger hat in seinem Hause ein'unverletzliches Asyl. Nachts kann man darin nur mit seiner Zustimmung eindringen, oder um ihn vor Feuers- oder Wasser Gefahr zu schützen. Tags über ist der Eintritt frei in den Fällen und auf die Weise, die das Gesetz feststellt. Niemand kann arretirt werden, ohne Feststellung der Beschuldigung, ausgenommen in den durch das Gesetz festgestellten Fällen, und auch in diesen ist die Obrigkeit gezwungen, ihm binnen kurzer Frist eine Mittheilung zur Unterschrift vorzulegen, worin dem Angeklagten der Grund seiner Verhaftung, der Name seines Anklägers und die der etwaigen Zeugen dargelegt wird. Auch nach Festellung der Schuld wird niemand ins Gefängniss geführt, oder darin zurückgehalten, wenn, er genügende Bürgschaft stellt, in den Fällen wo das Gesetz dieselbe zulässt, was meistentheils bei leichteren Verbrechen stattfindet. Ausgenommen in flagranti delicto, kann Niemand ohne schriftlichen Befehl der gesetzmässigen Behörde arretirt werden, unter Strafe der Verantwortlichkeit des Richters, der einen willkührlichen Befehl erlässt, oder dessen, der ihn verlangte. Niemand kann anders als von der zustehenden Obrigkeit verurtheilt werden, in Gemässheit eines vorgängigen Gesetzes und der in ihm vorgeschriebenen Form. Keine Strafe, auch nicht die Schande des Verbrechers, wie entehrend auch immer das Verbrechen sei, reicht über die Person des Delinquenten hinaus. Einziehung der Güter findet unter keinen Umständen statt. — 46 — Es giebt in Brasilien ein Criminalgesetzbucli, welches sich auf die soliden Basen der Gerechtigkeit und Billigkeit stützt, worin sich keine Marter noch andere grausame und infamirende Strafen finden, die express von der Constitution verworfen sind. Todesstrafe findet nicht hei politischen Yerbrechen. statt; und trotzdem sie auf qualificirtem Mord steht, und die Rädelsführer einer Insurrection bedroht, wird sie selten angewandt. In keinem Falle kann sie ausgeführt werden, ohne dass der respective Process nach seiner Beendigung mit allen nötliigen Aufklärungen der moderirenden Gewalt vorgelegt werde, um zu entscheiden, ob der Verurtheilte zu begnadigen stehe, oder nicht, oder die Strafe zu verwandeln sei, wie es beinahe immer geschieht. Gleichheitsrecht. Das Gesetz ist für alle gleich, möge es schützen oder strafen, und die Constitution garantirt die Belohnungen in Verhältnis zu den Diensten, bürgerlichen oder mili- tairischen, und den Verdiensten eines jeden, sowie das nach dem Gesetze darauf erworbene Recht. Ieder Bürger kann zu Öffentlichen Aemtern, büger- lichen oder militairischen, zugelassen werden, ohne andern Unterschied, als den auf Talent oder der Tugend begründeten. Niemand ist frei von der Zusteuer zu den Öffentlichen Ausgaben in Verhältniss zu seinen Mitteln. Es giebt in Brasilien keine Vorrechte, die nicht auf dem öffentlichen Nutzen beruhen, und mit Aemtern verknüpft sind; noch auch spezielle Commissionen in Civil oder Criminalprocessen, ausgenommen diejenigen, welche ihrer Natur nach, dem Gesetze gemäss, jDeson- deren Gerichten unterworfen sind. — 47 — Eigentumsrecht im Allgemeinen. Das Eigenthumsrecht ist in seinem ganzen Umfang g-arantirt, und wenn das auf gesetzmässige Weise festgestellte Wohl des Staates verlangt, dass der Staat über das Eigenthum des Bürgers verfügt, so wird dieser vorher zum vollen Betrage des Werths entschädigt. Ein reglementarisches Gesetz specifieirt die Fälle, in welchen diese einzige Ausnahme der vollsten Ausdehnung- des Eigenthumsrechts statt haben kann, und wie die Entschädigung zu bewirken ist. Auch die öffentliche Schuld ist garantirt. Eigenthumsrecht der Erfindungen. Die Erfinder haben das Eigenthumsrecht ihrer Erfindungen. Das Gesetz gesteht ihnen einstweiliges, ausschliessliches Eigenthum, oder Entschädigung für den durch die Veröffentlichung verursachten Verlust zu. Briefgeheimnis. Das Briefgeheimniss ist unverletzlich, und die Postbehörde für jeden Missbrauch, der diese Garantie verletzt, verantwortlich. Das Vorstellungsrecht und andere Garantien. Die Constitution garantirt auch jedem Bürger das Recht schriftlicher Vorstellung beim gesetzgebenden Körper, sowie das der Reclamation, Klage oder Bittschrift bei der executiven Gewalt; Das Recht jeden Bruch der Constitution darzulegen und vor der competenten Behörde die Uebertreter zur Rechenschaft zu ziehen ; Die öffentlichen Unterstützungen: Freien Elementar-Untericht ; Begründung von Collégien und Universitäten. 48 — Selbst in den Fällen, wo bei Revolution oder Eindringen des Feindes, die Sicherheit des Staates erheischt, für einig'e Zeit einige der Formalitäten, welche die individuelle Freiheit garantiren, einzustellen, kann dies nur Kraft eines besondern Actes der gesetzgebenden Gewalt geschehen. Falls jedoch die General-Versammlung nicht beisammen sein sollte , kann die Regierung, falls das Vaterland drohende Gefahr laufen sollte, diese Massregel, als provisorische und unvermeidliche ergreifen, muss aber derselben Versammlung bei ihrer Vereinigung gleich Rechenschaft über dieses Verfahren ablegen. Kein Artikel der Constitution, welcher die Grenzen und Befugnisse der politischen Gewalten und die politischen und individuellen Rechte der Bürger betrifft, kann durch ein gewöhnliches Gesetz abgeändert werden. Die Reform ist von wesentlichen, durch die Constitution vorgeschriebenen Formalitäten abhängig gemacht. Erst nachdem ihre Nothwendigkeit durch einen Landtag anerkannt worden ist, wird ein Gesetz erlassen, damit die Wähler der Deputirten des folgenden Landtages diesen in ihren Bestallungen besondere Vollmacht für die beabsichtigte Abänderung ertheilen ; in diesem neuen Langtage dann kommt die Frage in Erwägung, die jedoch ausschliesslich auf den Artikel zu beschränken ist, der durch früheres Gesetz für abänderlich erklärt worden ist. Oeffentliche Streitkraefte. Das Heer. b Der wirkliche Bestand des Armee-corps ist nach der neuen Tabelle, mit Einschluss der Officiere, 25,844 Mann. Die Heeresmacht der beiden Armee-corps unter — 49 — Waffen im gegenwärtigen Kriege überschreitet augenblicklich 42,000 Mann. Ausser diesen Streitkräften giebt es Linientruppen und Nationalgarde, welche zum Besa.tzungsdienst in der Hauptstadt und in den Provinzen verwendet werden, von denen namentlich einige 5,000 Mann im nördlichen Theile und 2,000 Mann im südlichen Theile von Mato- Grosso stehen. Ausserdem existirt eine Compagnie von Artillerie- Zöglingen, welche aus minderjährigen Kindern besteht, die zum Artilleriedienste erzogen werden. Sie zählt schon 500 Mann. Theil des Heerbestandes bilden die Capläne und Chirurgen, die das Sanitätscorps und die Geistlichkeit bilden. Die Nationalgarde des ganzen Reiches, mit der Reserve, besteht aus 440,476 Mann. Der Polizeidienst der Hauptstadt wird durch ein Corps von städtischer Garde versehen, welches letzthin in Nachahmung der Londoner Polizei, die auch in Paris eingeführt wurde, ins Leben gerufen worden ist. Dieses Corps besteht bis jetzt aus 560 Mann. Es wird unterstützt durch ein anderes militairisch organisirtes aus 560 Mann bestehendes Corps, welches durch Engagement gebildet wird. Da die Feststellung der respectiven Polizeiforcen den Provinzialkammern zusteht, so hat dieselbe eine besondere den Umständen einer jeden Provinz angemessene Organisation. Für den Feuerlöschungsdienst existirt in der Hauptstadt ein in passender Weise organisirtes Feuermänneroder Spritzenmänner-Corps. E. Ä. - 50 Kriegsmarine. Die gegenwärtige Seemacht des Reiches besteht aus 906 Ofücieren verschiedener Classen und 4,647 See- soldaten und Matrosen. Das Reich besitzt 61 Kriegsschiffe mit 316 Geschützen, unter ihnen 49 Dampfer mit 5,912 Pferdekraft, von denen 10 Panzerschiffe sind. Die brasilianische Seemacht, die im gegenwärtigen Kriege verwandt wird, zählt 38 Schiffe, 36 derselben Dampfer mit 4,805 Pferdekraft, worunter 10 Panzerschiffe, mit 2,030 Pferdekraft. Diese Schiffe haben 186 Geschütze und 4,037 Mann Bemannung. Der Bestand der Marine begreift auch: Ein See-Bataillon , welches gegenwärtig 810 Mann zählt, von denen 565 auf Kriegsschiffe vertheilt sind, sowie auf einer der Festungen im Hafen der Hauptstadt und in dem Marine-Etablissement von Itapüra. Ein Corps kaiserlicher Matrosen, welches gegenwärtig 3,008 Mann zählt, von denen 2,697 auf den Kriegsschiffen verwendet sind : Eilf Compagnien von Marine Zöglingen mit einem personal von 738 Köpfen, in der Rezidenzstadt und den Provinzen Espirito Santo, Bahia, Pernambuco, Cearä, Maranhäo, Para, Santa Catharina, S. Pedro do Rio Grande do Sul und Mato-Grosso. Die Wundärzte und Capläne, die das Sanitätscorps und die Geistlichkeit bilden, sind in diesem Bestände einbegriffen. — 51 — Kffiegs-ÄffseaaEe. Das der Residenz besteht aus der Direetion, dem Se- cretariat mit einer Einkaufs-Agentur ; aus einer Rentei, welche in 3 Classen eingetheilt ist, aus einer Anstalt für minderjährige Zöglinge und aus 13 wichtigen "Werkstätten, deren Arbeiten täglich unter gewöhnlichen Umständen ungefähr 600 Arbeiter beschäftigen, während die Zahl derselben in aussergewohnlichen über 1000 steigt. Die General-Administration ist einem höhern Officier einer wissenschaftlichen Waffengattung an vertraut, unter Beihülfe von 3 Adjudanten, ebenfalls wissenschaftlicher Waffengattung, die, ausser anderen Befugnissen, noch folgende haben; der erste: die eines Renten-Fis- cals und der Anstalt der minderjährigen Zöglinge: der 2te die eines Fiscals der Werkstätten und der 3te die eines mit der Waffenfabrik der Festung Conceicäo Beauftragten. Im Arsenal werden die Montirungsstücke der Soldaten verfertigt und Kriegsartikel geliefert, unter welchen, hinsichtlich ihrer Wichtigkeit, die gezogenenen Artillerie-Geschütze kleinen Kalibers nach französischem System sich auszeichnen. Die Anstalt für minderjährige Zöglinge zählt heute 149 Köpfe, während die festgesetzte Zahl derselben 200 ist. Der Minderjährige, welcher nach Darthuung seiner Armuth und der übrigen erforderlichen Bedingungen in der Anstalt zugelassen ist, bleibt daselbst, bis er fähig ist in das Corps der militärischen Handwerker ein- zutreten, worin er sechs Jahre dienen muss. Jedoch können die Minderjährigen durch besondere Vergünstigung und mittelst Entschädigung ihren Abschied erhalten und jede Profession ergreifen. Alle Ausgaben des Unterhalts, der Kleidung, des Un- terrichts und der ärztlichen Verpflegung gehen auf Rechnung des Staates. Sie lernen : die ersten Elementargegenstände, geometrisches Elementarzeichnen, angewandte Geometrie und Mechanic, Musik und Turnen. Sie liegen ausserdem militärischen Uehungen oh und lernen unter den Handwerken, welche sich auf Bereitung von Kriegsartikeln beziehen dasjenige, wozu sie Lust und genügende Kraft bezeigen. Sie haben die nothigen Lehrer, einen Caplan und einen Arzt, welcher dem Hospitale vorsteht. Nebenzweige des Arsenals sind die 'Waffenfabrik der Festung Conceicäo und das Feuerwerker-Laboratorium •des Forts Campinho. Die Fabrik von Conceicäo die sich hauptsächlich mit der Umarbeitung der Feuersteingewehre in Percussionsgewehre beschäftigt, und die im Stande ist glatte Läufe zu ziehen, besteht gegenwärtig aus einem Waffensaale und zwei Werkstätten, eine für Büchsenmacher und eine für Büchsenschäfter. Sie besitzt ausser den Meistern der verschiedenen Werkstätten einen Elementarlehrer. Das Laboratorium von Campinho, wo beständig eine Compagnie des Corps der Handwerker ist, beschäftigt sich mit der Anfertigung aller Munitionen und Kriegsapparate, sei es für schwere, sei es für leichte Geschütze. , Es hat. eine besondere Verwaltung, mit der ein Offi- cier wissenschaftlicher Waffengattung betraut ist, sowie die nothwendigen Beamten für die Feuerwerker-Arbeiten und Nebenbeschäftigungen sowohl, als auch für •die Verwaltung und; gute Leitung der Anstalt. Gewöhnlich werden unter normalen Umständen ohnge- — 53 fahr 100 Arbeiter hei den Arbeiten verwendet, welche 1 täglich liefern : Kriegskapseln. 30,000 Patronen mit Kugeln. 20,000 Reibungs- Zündhütchen.1,000 Dieselben für Hohlkugeln. 200 oder in gleichen Proportionen jede andre Art von Munition. P üälverfalirSk. Dieselbe ist mit dem nöthigen Personal und Material ausgerüstet. Sie befindet sich fern von der bewohnten Gegend am Fuss des Estrella-Gebirges in der Provinz Rio de Janeiro, nahe einem Hafen und in bequemer Entfernung von der Endstation der Mauä-Eisenbahn. Man hat hier solide Anlagen zur Canalisirung des Wassers für verschiedene Werkstätte gemacht , die durch den Urwald getrennt sind. Die Maschinen werden durch eine Turbine ä Fourneyron getrieben und durch eiserne hydraulische Räder. Es ist hier eine Vorkehrung das Pulver mit Dampf zu trocknen. Die Kohle wird aus dem Imbaibaholze, dem Molulü, der Corindiba bereitet, vermittelst Destillationsvorkehrungen und heissen Wasserdämpfen. Man bereitet hier ausgezeichnetes Pulver und die Anstalt kann jährlich 10,000 Arroben liefern, ä 32 1b. Die Regierung trug Sorge für die Anlegung einer andern Pulverfabrik in Mato-Grosso, welche in Folge der besonderen Umstände jener Provinz, rücksichtlich des gegenwärtigen Krieges, noch nicht arbeitet. 54 — Militär-Gesetzgebung. Recrutirung. Man denkt daran die Militär-Gesetzgebung zu revi- diren. Beauftragt damit ist eine Commission unter Vorsitz S.K.H. des Grafen d'Eu, Marschal und General- Com- mandanten der Artillerie, welche aus Generälen und Oberoffiicieren des Heeres, Rechtsgelehrten und Aerzten zusammengesetzt ist. Sie arbeitet in Abtheilungen oder gemeinsam. Das ihr aufgetrag’ene Werk ist schon ■vorgeschritten ; sie legte der Regierung* schon ein Memorial über Recrutirung vor, welches sich auf die Conscription basirt. Von ihrem Gutachten hängen die Projecte eines Militär-Gesetzbuches und des Processes ab, welche der Reg’ierung oder der Generalversammlung vorgelegt worden sind. Marine-Ai'sesia le- Das der Residenzstadt besteht aus einer Inspections- behörde mit ihrem Secretariat; aus einem. Rentei-Amte und ausser anderem Zubehör, aus 13 wichtigen Werkstätten, deren Arbeiten täglich 2,296 Arbeiter gegenwärtig beschäftigen. Ausser diesen Werkstätten sind daselbst die Abtheilungen der Zimmerleute und Maurer, welche die Direction der Civil und Militärbauten bilden, wobei 660 Arbeiter beschäftigt sind. Die Administration der Anstalt ist einem Inspector anvertraut unter Beihülfe dreier Adjudanten, von denen einer als Vice-Director dient. Die Werkstätten des Arsenals sind zu jeglicher Arbeit in Eisen befähigt und haben schon Maschinen von 200 Pferdekraft geliefert. Ebenso hat man Platten für Panzerschiffe ang’efertigt; zu diesem besonderen Zwecke 5b — wird bald eine besondere Werkstatt beendigt werden, deren Hammer 5 Tonnen Gewicht hat. Es befindet sich dort eine Compagnie von Lehrlingen, 200 Mann stark, die einen Commandanten, Elementarlehrer, Caplan und Doctor hat, und ausser diesen zwei Compagnien von Militär-Handwerkern ; eine aus den Lehrlingen gebildet, die 16 Iahr alt sind, die ihr Quartier im Arsenal hat und gegenwärtig 82 Mann zählt, die andere hält 126 Mann, die ausserhalb des Arsenals wohnen können. Es wird dort angewandte Geometrie und Mechanik gelehrt. Im Arsenal existirt eine Schiffswerfte für den Bau von Kriegsschiffen und auf der Insel das Cobras, die gegenüber liegt, fünf andere, die für den Bau von Monitoren bestimmt sind. Auf derselben Insel befindet sich ein ausgezeichneter Dock, und ein anderer in Arbeit. Beide sind in den Felsen eingehauen. Die Provinzen Para, Pernambuco, Bahia und Mato- Grosso besitzen ebenfalls Marine-Arsenale. Leuchttoeraie. Um die Schifffahrer die sich den Küsten Brasiliens nähern, zu leiten, existiren 15 Hauptleuchtthürme, fast alle nach den neuern Systemen angelegt; es sind die folgenden : Rio de Janeiro, llha Rasa 9 englische Meilen von der Barre 22° V 30 S.B., 1’ 1” 2 O.L. von dem Ob servatorium in Rio de Janeiro. Er hat vollständige Drehung im Verlauf von 3 Minuten, und 5 Secunden dauern die Unterbrechungen des Lichts. Während der Drehung erscheinen drei lichte Farben, zwei weisse und eine rothe. Sein Thurm hat 97 ra . Erhöhung über der Meeresfläche; er ist sichtbar auf 30 englische Meilen bei klarem Wetter. Cabo Frio—23% 0’, 45” S. B., 1°, 12’, 28” 0 . L. vom Observatorium zu Rio de Janeiro; der leuchtende Focus ist 143” m 25’ über der Meeresfläche. Das Licht ist lebhaft und glänzend und kann in nebelfreien Nächten auf die Entfernung von 25 englischen Meilen von der magnetischen N. 0. Richtung bis zum Westen hin erblickt werden. Er bietet 4 Unterbrechungen dar, von 5 Secunden innerhalb der 6 Minuten, die seine Drehung dauert. S. Paulo — Santoshafen. Ilha da Moella, 24°, 2’ S.B., 3°, 51’, 41” 0. L. vom Observatorium zu Rio. Der leuchtende Brennpunkt ist 32, m .94 über der mittleren FluthhÖhe. Bei klarem Wetter ist er auf 20—25 englische Meilen Entfernung sichtbar. Er hat 15 Lampen und ebenso viele Argand Refiectoren. Santa Catharina. —An der Südharre der Provinz auf der Ponta dos Naufragados 27°, 49’, 0” S. B., 5°, 32’, 52” N. L. vom Observatorium zu Rio. Er ist 40 m .42 über der Meeresfläche erhaben, sichtbar auf 16—20 englische Meilen Entfernung und weiset bald schwaches, bald glänzendes Licht von 30 Secunden Dauer in dem Verlauf von 4M., in welchen seine Drehung vollendet wird. S. Pedro do Rio Grande do Sul— Barre 32°. 8’, 0” S. B,, 9°, 0’, 21” N. L. vom Observatorium zu Rio. Die Drehung dauert 3 M., innerhalb welcher drei Unterbrechungen statt finden. Er ist 91 Meter von Atalaia entfernt, von wo Tags über Signale für die Schiffe gemacht werden, welche die Barre suchen. Sein Licht kann bei klarem Wetter auf 25—30 engl. Meilen gesehen werden. Sein Thurm hat 33 m . Erhebung über der Meeresfläche. Für die Schifffahrt im Innern der Provinz sind an den Barren S. Goncalo und des Lagöa dos Patos einige kleine Leuchtthürme auf 7—8 Meilen Entfernung sichtbar. Bahia. —Morro cle S. Paulo , am Eingänge des Hafens 13°, 21’, 40” S. B., 4°, 8’, 50” 95 0. L. vom Observatorium zu Rio de Janeiro. Vollständige Drehung in 1 M. mit 15 S. glänzenden Lichtes und 45 S. Unterbrechung. Sein Licht wird auf 24-28 englische Meilen erblickt*, der Turm erhebt sich 91 m 8 über die Meeresfläche. Ponta de S. Antonio in Hafen der Hauptstadt 13“, 0’, 11” S. B., 4°, 32’, 4” 75 0. L. vom Observatorium zu Rio. Vollständige Drehung in 5 Minuten: während derselben erscheinen 3 Lichter, ein farbiges, ein mehr, ein minder gläzendes. Jedes Licht ist von einer Unterbrechung gefolgt, die von 100 zu 100 S. folgen. Der Thurm erhebt sich 40 m über die Meeresfläche und ist auf 15 englische Meilen sichtbar. Ilha de Santa Barbara in der Gruppe der Abrolhos. 45° 26’ 30” S. B. 4° 30’ 56” O. L. vom Observatorium zu Rio. Dieser Leuchtthurm ist auf der höchsten Spitze dieser Insel errichtet und besteht aus einem gusseisernen Thurm, der sich auf dem Felsen erhebt und mit einem polygonförmigen Hause aus galvanisirtem Eisen umgeben ist. Der Lichtpunkt erhebt sich 51 m 81 über die mittlere Fluthhöhe und sein Licht welches lebhaft und glänzend ist, kann auf 17 1/2 E. Meilen gesehen werden. Die Anlage ist eine drehbare welche in 3 Minuten ihre Drehung mit von Minute zu Minute stattfindenden Unterbrechungen vollendet. Alagöas. —Pharol des Hafens von Maceiö, in 9°, 39’, 50” S. B., 7% 28’, 21” 0. L. vom Observatorium zu Rio. Das Licht von natürlicher Farbe, ist 53 m 68 über der Meeresfläche erhaben und ist auf 22 engl. Meilen sichtbar. Pernambuco. — Recife. 8° 3* 30” S. B., 8 U 16’ 48” 0. L. vom Observatorium zu Rio. Vollständige Drehung in — 58 — 5 M. mit 3 M. hellsten Lichtes, 1 M. 30 S. schwachem Lichtes nnd 30 S. Unterbrechung*. Er ist auf 15—20 engl. Meilen sichtbar und erhebt sich 21 m .45 über die Meeres" fläche. Cearä. —Ponta de Mucuripe auf 4 engl. Meilen von der Hauptstadt. 3° 4L 10” S. B. 4° 34' 36” 0. L. vom Observatorium zu Rio. Er hat 8 feste Lichter von natürlicher Farbe, erhebt sich 36 m .36 über die Meeresfläche und ist bei klarem AVetter auf 10 engl. Meilen Entfernung* sichtbar. Rio geande do norte. — Fortalezcb dos Santos Reis Magos. 5° 45’ S. B., 7" 56’ 30” 0. L. vom Observatorium zu Rio. Es ist auf 9 engl. Meilen Entfernung sichtbar, der Lichtpunkt ist etwa' 17 m über dem Wasserspiegel während den gewöhnlichen Fluthen. Das Licht steht fest. MaranhÄo.— Jßha de Santa Anna. 2° 15’ 55” S. B., 0° 30’ 15” N. L. vom Observatorium zu Rio. Das Erleuchtungssystem ist das der Drehung mit Unterbrechungen von 32 S.; das Licht kann auf 20 engl. Meilen weit gesehen werden. Es existiren noch einer in Itacolomy und 3 kleine; einer in der Stadt Alcantara und die anderen bei den Festungen S. Marcos und der der Barre. para. Pharol das Salinas auf der Spitze von Atalaia. 0° 34’ S. B., 4° 28’ 0” INI L. vom Observatorium zu Rio* Sein Licht ist auf 17 engl. Meilen sichtbar. Polizei. Die Polizei steht unter dem Justizministerium und hat eine besondere Organisation mit durch Gesetz bestimmten Befugnissen. Sie wird in der Residenz und den Hauptstädten der Provinzen durch einen von der Regierung ernannten, dem Beamtenstande angehörigen Polizei-Chef dirigirt. Dieser Chef oder Director hat einen Secretair und ein Bureau für die Ausfertigung der ihm zustehenden Dienstschreiben. In jedem Municipium ist regelmässig ein Delegat (Polizeirichter) : in jedem Parochialdistricte ein Subdelegat und in jedem Quartier (Viertel) ein Inspector. 3Me Schatzkammer« Die Einnahme und Ausgabe des öffentlichen Schatzes ist einem Tribunal mit dem Namen Thesouro National. —Schatzkammer—übertragen worden. Dieses Tribunal besteht aus hochgestellten Beamten unter dem Vorsitz des Finanz-Ministers. Ihm steht als Hauptbefugniss zu, die höchste Leitung und Beaufsichtigung der Betreibung, Vertheilung und Buchung der öffentlichen Einkünfte und Entscheidung der verschiedenen administrativen Fragen, wobei er auf alle Weise das Interesse des Schatzes zu wahren hat. Zu diesem Zwecke sind ihm in jeder Provinz eine Thesöuraria und verschiedene untergeordnete Behörden, und in jedem Municipium besondere Agenten untergeordnet. Der Finanzminister ist verpflichtet in jeder Stände kammer dieser sofort nach ihrer Eröffnung eine General-Bilanz der Einnahmen und Ausgaben des verflossenen Jahres und das Budget der Ausgaben und den Betrag aller Steuern und öffentlichen Einkünfte des folgenden Jahres vorzulegen. Die Processe des Fiscus haben einen, besondern Gerichtsstand. ' Die Rückzahlung des Capitals und der Zinsen der in > ländischen Staatsschuld die durch Gesetz begründet und durch Staatspapiere (Apolices) representirt wird, steht einer, von der Schatzkammer unabhängigen Behörde, die — 60 den Namen Amortisations (Tilgungs) Kasse führt, zu ; dieselbe ist durch eine Direction verwaltet unter dem Vorsitze des Finanzministers, welch aus dem General-Inspector derselben Kasse und fünf inländischen Capitalisteu, welche Staatspapiere besitzen, gebildet wird. Diese Kasse hat Fiiialkassen in den Provinzen, welche als Thesourarien für diejenigen dienen, wo Staatspapiere ausgegeben werden. Staatseinkünfte- Die General-Einnahme des Reiches, welche im Finanzjahre 1831—1832, dem ersten der gegenwärtigen Regierung 11,171:527^040 und in 1840—1841 dem ersten der Majorität des Kaisers 16,310:577$708 betrug, erhob sich in fortschreitender Weise bis 59,467:675$163 im Finanzjahre 1864—1865. Die Provinzialeinkünfte berechnen sich im ganzen Reiche auf ungefähr 13 tausend Contos und die Munici- paleinkünfte auf ungefähr 3,000 Contos. Die öffentliche Einnahme begreift in sich die—Mu- nicipalrente, die Provinzialrente und die allgemeine Rente. Die erstere wird durch die Provinzialkammern auf Vorschlag der Municipalkammern bestimmt und durch ihre Procuratoren und Agenten beigetrieben, um die Municipal-Ausgaben zu bestreiten. Die zweite wird durch die gesetzgebende Kammer jeder Provinz festgesetzt unter Bestätigung des Presidenten, für die Provdnzialausgaben, und beigetrieben durch die Kreiskassen, Collectorien und Zollämter, Barrieren und zu diesem Zwecke errichteten Agenturen. Die dritte wird durch die General Versammlung festge- — 61 — stellt und durch die Zollämter, Kreiskassen, Steuer-Bü- reaux und andere fiscalischen Behörden beigetrieben. ln der Hauptstadt und den Seeprovinzen existiren 16 Zollämter. Die durch dieselben in 1865 eingegange- nen Steuern stiegen auf 43,427:938^031, von denen ungefähr 20,000:000# auf das Zollamt der Residenz kamen, welches ungefähr der Durchschnittsertrag’ in dem Quinquennium 1860—1865 ist. Es folgt mit dem Durchschnittsertrage von 6,000:000# das Zollamt von Bahia, und 5,000:000# das von Pernambuco. Das fiscalische Regiment der Zollämter und ihr Tarif werden im In-und Auslande getadelt, aber in Wirklichkeit ist die Gesetzgebung in diesem Punkte denen der Europäischen Nationen und ins besonderen der französischen ähnlich ; jedoch erkennen die Regierung und die Kammern Brasiliens an, dass in dem fiscalischen Vorgehen dieser Behörden Verbesserungen wün- schenswerth sind, und dass der Tarif Ungleichheiten und Lücken enthält, die auszufüllen stehen. Dieser doppelte Punkt hat in den letzten Jahren die Aufmerksamkeit der Regierung gefesselt. Es ist jedoch nothwendig zu bemerken, dass unser Tarif mehr fiscalischer als schützender Natur ist, da die Begünstigung, welche er einigen inländischen Industriezweigen zugesteht, mehr in der Befreiung oder Verminderung der Zölle auf die Rohstoffe, als in der Erhöhung des Zolles auf ähnliche fremde Erzeugnisse besteht. Es handelt sich daher, um den Zustand des Staatsschatzes zu verbessern, um die Auflage neuer Steuern und Erhöhung einzelner bestehender; hierzu wurde schon von der ersten Budgets-Commission der Deputir- tenkammer ein Prospect eingereicht, da dieselbe der Constitution gemäss diese Maasregel in Angriff zunehmen hat. Die vorgeschlagenen Steuern berühren weder die Einfuhr noch Ausfuhr, und sagt die Commission in einer — 62 weitläufigen Begutachtung, dass die allgemeine Erhebung des Zolltarifs nicht zweckmässig sei, dass dieselbe im Gegentheil, sobald die Lage des Staatschatzes ein wenig günstiger wird, sowohl für die Einfuhr, als Ausfuhr vermindert werden müssen. Handel. Die Handelsgesetzgebung des Landes, denen der vorgeschrittensten Länder nachgebildet, besteht aus einem Codex und anderen Verfügungen der gesetzgebenden Gewalt, für deren gute Ausführung die Regierung, unter verschiedenen Daten,Bestimmungen und Verfügungen erlassen hat. Für die Aburtheilung der Handelsprocesse in zweiter Instanz giebt es ein Handelsgericht, welches auch Ad- ministrativ-Befugniss hat, in der Residenz und den Provinzen Bahia, Pernambuco und Maranhon. Dieses Gericht wird aus Richtern gebildet, die den bezüglichen Obergerichten entnommen sind, und Assessoren, die vom Handelsstande erwählt werden. Der Handel Brasiliens, welcher bis 1808, der Eröffnung seiner Häfen für alle befreundeten Nationen, sehr beschränkt war, hat sich nach und nach in seinen verschiedenen Beziehungen entwickelt. So kömmt es, dass der Werth der Ein- und Ausfuhr, welcher in 1808 etwa 22,600:000$ betrug, im Finanzjahre 1864-65 auf 292,662:627$ stieg ohne den Küstenhandel zu rechnen im Betrage von 41,295:491$, was im Ganzen die Summe von 313,908:118$ macht. Zu dem Resultate, welches der überseeische Handel darbietet, trugen die verschiedenen Nationen der Welt in folgenden Verhältnissen bei: 63 — LAENDER WELCHE ZUR EINFUHR BEITRUGEN 1864-65 WERTH IN REIS per % Gro: sbritanien. Frankreich. Plata Staaten. Vereinigte Stalen .... Portugal. Hansestaedte. Andere Staaten . ■ 63.538:0155 30.646:0878 11.700:2038 6.325:937g 6. 289:4318 4.941:9108 8.152:574g 48.29 23.29 8,89 4,81 4,78 3,74 6,20 131.594:1578 100,00 LAENDER WELCHE DIE PR0DUCTE BRASILIENS EMPFINGEN IN 1864-65 WERTII IN REIS PER % Grossbritanien. Frankreich. Vereinigte Staaten .... Portugal. La Plata Staaten. Andere Länder. 59,498:6048 18.826:611g 18.530:8658 7.422:964g 31.292:524g 42,18 13,35 13,14 5,26 3,89 22,18 141-068:4708 100,00 Die überseeische Schifffahrt im Laufe des Jahres 1864—1865 nach der Durchschnittssumme der einkommenden und ausgehenden Schiffe berechnet, beschäftigte 3,069 Schiffe von 1,144,549 Tonnen Gehalt und 44,683 Mann Besatzung. Die Küstenschifffahrt beschäftigte 3,137 Schiffe von 641,959 Tonnen Last mit 44,911 Mann Besatzung. Die Schifffahrt im Innern beschäftigte 8,108 Schiffe von verschiedener Grösse von 405,591 Tonnen und 45,360 Mann Besatzung. In der Küsten- und Fluss- Schifffahrt Brasiliens werden 106 Dampfer mit 8,775 Pferdekraft und 22,992 Tonnen Last mit 2,081 Mann Besatzung verwendet. Die folgenden Provinzen Brasiliens haben auswärtige Handelsverbindungen: Rio de Janeiro, Bahia, Pernam- buco, S. Pedro do Rio Grande do Sul, Maranhon, Para, 64 — S. Paulo, Alagoas, Parahyba, Rio Grande do Norte, Pi- auhy, Espirito Santo und Mato-Grosso. Es giebt in Brasilien 43,653 Handelshäuser, ausser 4,807, die frei von Abgaben sind; Brasilianische ...... 25,068 - Portugiesische.14,449 Anderer Nationen.4,136 Die Gegenstände der bedeutendsten Ausfuhr Brasiliens im Jahre 1864—65 zum officiellen Werthe, folglich unter dem wahren Werthe, berechnet, waren die folgenden. Caffee. Dieser bewahrt immer noch den ersten Platz unter den Produkten. Die Krankheit, welche einige Jahre hindurch die Caffeebäume empfindlich angriff, ist verschwunden; und, obieich die unmittelbaren Ernten darnach nicht so ergiebig waren, als die vorhergehenden, so stieg doch der officielle Werth seiner Ausfuhr auf 64,144:555$. Baumwolle. Der officielle Werth dieses Ausfuhrartikels stieg auf 31,558:635$. Ihr Anbau, welcher seit Iahren nachgelassen zu haben schien, fährt fort zu blühen in den nördlichen Provinzen und dehnt sich nach den südlichen aus, wo man entdeckt hat, dass gewisse Districte, die keinen Caffee oder Zucker produziren, ihr günstig sind. So kommt es, dass der officielle Werth ihrer Ausfuhr, der in 1862—63 nicht auf 8 Tausend Contos betrug im folgenden Jahre sich auf circa 17 Tausend Contos belief und in 1864—65 auf über 30 Tausend. Zucker. Dieser behauptet seine Stellung trotz der Ausdehnung des Baumwollenbaues und des Caffeebaues in einigen — 65 — Provinzen, wo vorzüglich Zuckerrohr gepflanzt worden war. Sein Ausfahrwerth war 16,282:124$. Trockne und gesalzene Häute. Diese sind der Hauptausfuhrartikel der Provinz S. Pedro do Rio Grande do Sul. Ihr Werth belief sich auf 7,521:848$. Tabak. Sein Ausfuhrwerth war 2,912:597$; es ist einer der Artikel, wofür der Boden Brasiliens hauptsächlich geeignet ist. Der von Bahia, von Borba in Amazonas, von Mato Grosso, von einigen Orten in Minas Geraes und von S. Paulo ist von besonderer Güte. Im Jahre 1862—63 wurde für 6,202:010$ ausgeführt. Der Unterschied zwischen diesen zwei Summen kommt von den jetzt bedeutenden Verbrauch im Innern des Landes. Cacäo. Der Cacäo, dessen Ausfuhrwerth 1,852:132$ betrug, wächst wild in der Provinz Para, wird aber in Bahia und einigen andern Provinzen, cultivirt. Herva-mate. Dieser wurde ausgeführt zum Betrage von 1,236:699$. Es ist ein wildes Produkt der südlicheren Provinzen des Reiches und hauptsächlicher Reichthum einiger derselben. Er wird seit vielen Jahren in der Provinz S. Pedro do Rio Grande do Sul cultivirt. Branntwein. Seine Ausfuhr hatte den Werth von 787:787$. Thier-vorzüglich Pferde-Haare und Wolle. Der Ausfuhrwerth dieser Gegenstände, die in verschiedenen Provinzen zubereitet wurden, belief sich auf •561,588$. C. A. 5 — 66 — Gummi elasticum. Das Gummi elasticum, dessen Ausfuhrwerth. sich auf 3,568:053$ belief, ist aus dem Safte der Seringueire gewonnen, welche wild in den nördlichen Provinzen und namentlich in Parä und Amazonas wächst und gut gedeiht. ln Para beträgt er ein Drittel der Provinz Einnahme. Seit 1839—40 bis zu 1863—64 führte man von dort für 34,996:137$748 aus. Jacarandä, (Pallisander). Es wurden von diesem Holz für 995:736$ ausgeführt, wozu die Wälder von Rio Grande do Norte, Pernam- buco, Espirito Santo, Rio de Janeiro, und Minas Geraes welches es auf dem Flusse Mucury ausführt, hauptsächlich beitrugen. Gold und Diamanten. Der Werth ihrer Ausfuhr stieg auf 6,152:625$. Nicht classiücirte Gegenstände. Der Werth anderer nicht classificirter Ausfuhrartikel war 3,893:540$. Nahrungsprodukte im Lande consumirt. Unter den inländischen Produkten, deren grösster Theil im Lande verbraucht wird, sind die folgenden die hauptsächlichsten: Zucker, Branntwein, Tabak, Mate, lebendes Yieh, getrocknetes Fleisch, gesalzenes Fleisch, Speck, Käse, Maïs, Bohnen, Reis, Mehlsorten, verschiedene Stärkemehle und Kartoffeln. Der im Lande verbrauchte Café beträgt ein Fünftel der ganzen Produktion. Kuesten-Handel» Obgleich seit 1818 die Häfen Brasiliens allen befreundeten Nationen eröffnet wurden, blieb doch die Küs- — 67 — tenschifffahrt ausschliesslich den nationalen Schiffen Vorbehalten, so dass fremde Schiffe nur ausnahmsweise, in Folge besonderer Erlaubniss und unter besondern Beschränkungen, den Küstentransport besorgen durften. Neuerdings erlaubte die Regierung, dazu ermächtigt durch das Gesetz vom 9 September 1862, imDecrete vom 27 März 1866, den fremden Schiffen Ladung von einem mit Zollamt versehenen Hafen zum andern einzunehmen, ohne Unterschied der Waaren, jedoch mit Beobachtung der fiscalischen Verordnungen. Da die Ermächtigung des Gesetzes sehr ausgedehnt ist so sucht die Regierung Erfahrung zu sammeln , um diesen Dienst definitiv festzustellen. Börsen. In Folge eines von der Regierung gebilligten Reglements , wählen die Kaufleute Rio de Janeiros am ersten Wochentage des Monats Dezember jeden Jahres eine Commission von neun Mitgliedern, die über Gegenstände, die den Handel im Wessentlichen betreffen, berathen und die passenden Vorstellungen zur Kennt- niss der Staatsgewalten und der Behördem zu bringen haben. Gegenwärtig besteht die Commission aus 2 Brasilianern, 2 Engländern, 1 Portugiesen, 1 Spanier, 1 Franzosen, 1 Deutschen und 1 Amerikaner. Aehnliche Commissionen finden sich in den Hauptstädten der Provinz Para, Pernambuco, Bahia und S. Pedro do Rio Grande do Sul. Maasse und Gewichte. Brasdien besitzt ein Gesetz, die Arten der Maasse und Gewichte betreffend, dessen Zweck ist, dieselben durch’s ganze Land in Einklang zu bringen. Man hat deshalb das französische metrische System angenommen, welches von 1872 an in Kraft treten soll. Die Regierung- hat verschiedene Verfügungen zu ihrer Inswerksetzung' erlassen, Muster angeschafft, die nach dem metrischen System gebührend eingetheilt sind, und Sachverständigen die Verwandlung der gegenwärtig gebräuchlichen Maasse und Gewichte in die jenes Systems, übertragen. Bas metrologische System Brasiliens in Handelsbeziehungen verglichen mit dem franzoesisehen System. GLEICHER COURS i#000 rs. in Brasilien = 27 pence sterling = 2 franken und 74 cent. BRASILIEN. FRANKREICH. GEWICHTSARTEN. Gran. Octave, = 12 Gran. . Unze, — 8 Oclaven. Mark, = 8 Unzen . Pfund, = 16 Unzen . Arrobe, = 32 Pfund . Centner,— 4 Arroben Tonne, = 54 Arroben Gleich 4,979 Centigrammes = 3,585 Grammes = 28,683 Grammes — 229,464 Grammes = 458,928 Grammes = 14,685 Kilogrammes = 58,742 Kilogrammes = 793,028 Kilogrammes TROCKENE-MAASE. Salamin. Maquia, = 2 Salamin. Quart, = 4 Maquias. Alqueire= 4 Quart . Mois, = 60 Alqueiren . . Gleich 0,431 . . = 0,862 . . = 3,450 . . = 13,800 . . = 8,280 MAASE FÜR FLÜSSIGE SACHEN. Quartilho. I Gleich 0,353 Canada, = 4 Quartilhos . . . 1,412 Almude, = 12 Ganadas . , . . — 16,950 Tonei, = 50 Almudes . LAENGEN-MAASSE. 8,475 Linie. Gleich 0,00229 Zoll, = 12 Linien . . — 0,0275 Spanne, = 8 Zoll. . . 0,22 Vara, = 5 Spannen . = 1,1 Braca, = 2 Yaren . . = 2,2 Litres Litres Litres Litres Hectolitres Litres Litres Litres Hectolitres Mètre Mètre Mètre Mètre Mètre Anonyme Bankgesellscbaften Zu Rio de Janeiro. Die brasilianische Bank, kraft Gesetzes von 5. July 1853 mit einem Capital von: 30,000:000$, welches in 1862 auf 33,000:000$ erhöht wurde, ins Lehen gerufen, ist die grösste Creditanstalt, die das Land besitzt. Ihre Banknoten, die in öffentlichen Etablissements Cours haben, circulirten im October 1866 im Betrage von 86,000:000$, worunter die ihrer Filialbanken in S. Paulo Minas-Geraes, S. Pedro do Rio Grande do Sul, Bahia, Pernambuco, Maranhäo und Para inbegriffen sind. Zu derselben Zeit war der metallische Reserve-fonds der Bank 25,000:000 und . die Muttercasse wurde auf 83,000:000 angegeben. Seit dem 14 September 1864 ward die brasilianische Bank durch Erlass der kaiserlichen Regierung ermächtigt, den Eintausch ihrer Noten gegen Geld zu sus- pendiren. Die grosse Krise von 1864, welche die Fonds der Anstalt immobil machte, erheischte diese zu ihrer Sichereit unabweisliche Maasregel. Das Gesetz von 12. September 1866, verändert dieselbe, indem es ihr das Emissionsrecht nahm und sie zu einer Disconto und Leihbank unter Stellung von Hypothek verwandelte. Das erwähnte Gesetz gestand ihr einen Zeitraum von 20 Jahren zur Einlösung ihrer Noten zu. Ihr Capital von 33,000:000$ in 165,000 Actien ä 200$ vertheilt, ist vollständig realisirt. Sie hat einen Reservefonds von: 4,703:375$578. • Im letzten Semester zahlte sie eine jährliche Dividende von 12 %• Rural und hypothecarische Bank .—Errichtet durch Decret von 30. März 1853, hat ein schon eingezahltes Capital von 8,000:000$ in 40,000 Actien von 200$ jede. — 70 — llir Capital ist späterhin erhöht, indess noch nicht eingezahlt worden. Reservefonds 1,382:240$317, jährliche Dividende im letzten Semester 7%. Die London und Brazilian Bank , Limited.— Sie ist in London gebildet, wo ihre Statuten verfasst und ihre Actien ausgegeben wurden. Die brasilianische Regierung erliess auf Vorweisung ihrer Statuten das Decret vom 2. October 1862, welches unter den dort ausgedrückten Bedingungen die in den erwähnten Statuten angeführten Operationen erlaubt. Ihr Capital ist 13.333:333^330, aber nur bis zum Betrage von 5,200:0.00$ eingezahlt. Die letzte Dividende war 5% jährlich. Die English Bank of Rio de Janeiro (früher Brazilian and Portuguese Bank, Limited). Ihre Statuten wurden in London verfasst, wo die Bank ihre Haupt- direction hat. Das Decret vom 28. Dezember 1863 erlaubte ihr die in ihren Statuten angegebenen Operationen unter den festgesetzten Bedingungen vorzunehmen. Ihr Capital beläuft sich auf: 8,888:888$888, vertheilt unter 50,000 Actien, jede zum Werth von 177$777 rs., ist jedoch nur bis zur Hälfte eingezahlt worden, indess alle Actien untergebracht. Jährliche Dividende im letzten Semestre 3%. Handelsbank zu Rio de Janeiro. —Errichtet durch Decret vom 6. April 1866. Bankcapital 12,000:000$, vertheilt auf 60,000 Actien, von denen erst 30,000 ausgegeben worden sind. Eingezahltes Capital, 1,200:000$, welches mit der ersten Anzahlung vom 40$ per Actie in Einklang steht. Jährliche Dividende des letzen Semesters 9%- Alle diese Banken, mit Ausnahme der brasilianischen welche keine Wechselgeschäfte mit dem Auslande - 71 - machen darf, ziehen auf die bedeutendsten Plätze Europas. In der Provinz Rio de Janeiro: Campos-Bank. — Errichtet 1863 mit einem Capital von 1,000:000#, von denen ungefähr 300,000# eingezahlt worden sind. In der Provinz Bahia: Bahia-Bank.— Errichtet in 1858 mit einem Capital von 8,000:000# von denen die Hälfte eigezahlt worden ist. Diese Bank macht Discont- und Depositen Operationen und kann bis zur Summe von 2,832:760# emittiren, die durch gleiche Summe von Staastschuldscheinen ga- rantirt werden, sowie durch Actien der vom Staate süb- vencionirten Eisenbahnen. Handels-Kasse von Bahia .—Errichtet in 1860 mit einem Capital von 2,000.000#, welches nur theilweise eingezahlt ist. Die Reserva-Mercantil-Kasse. —Errichet in 1860 mit einem Capital von 4,000:000#, Welches nur theilweise eingezahlt ist. Sociedade Commercio (Handelsgesellschaft).—Errichet 1860 mit einem Capital von 8,000:000, dessen grös- sester Theil eingezahlt ist. Caixa Hypothecaria (Hypothekarische Kasse).—Errichtet 1861 mit einem Capital von 1.200:000#, welches noch nicht voll eingezahlt ist. In der Provinz Pernambuco : Bank von Pernambuco . — Sie wurde 1857 errichtet mit einem voll eingezahlten Capital von 2,000:000#. Sie kann bis zur Summe von 1.486:000# unter Garantie von Staats-Schuldscheinen, oder Actien der vom Staate unterstützten Eisenbahnen zu gleichem Betrage emittiren. _72 In der Provinz S. Pedro do Rio Grande do Snl: Bank von Rio Grande do Sul. —- Errichtet in 1857 mit einem Capital von 1,000:000#, welches noch nicht ganz realisirt ist. Sie war eine Emissionsbank, heute jedoch istfsie nur eine Depositen- und- Disconto Bank. In der Provinz Alagöas: Caixa Comrnercial (Handelskasse) de Alagöas .— Errichtet in 1861, mit einem Capital von 500,000# welches noch nicht g'anz eingezahlt ist. In der Provinz Maranhäo: Maranhäo-Bank. — Errichtet 1859 mit 1,000:000# welches noch nicht ganz eingezahlt ist. Diese Bank hat Emissions-Recht bis zu 513:000# unter Garantie von Staatsschuldscheinen und Actien der vom Staate unterstützten Eisenbahnen. Sparkassen. In der Residenz wurde 1860 unter Garantie des Staats eine Spaarkasse und ein Leihhaus errichtet, um den kleinen Ersparnissen der Mederlegenden Verwendung zu gehen und Anlehen auf Pfänder mit massigem Zinsfuss zu erleichtern. Sie sind von einer von der Regirung ernannten Commission verwaltet. In den Provinzen Bahia, Minas Geraes und andern giebt es ähnliche, jedoch privative Anstalten. VersiclieffMUgs-Gesellsehaften. In der Residenz giebt es verschiedene, inländische, See- Land- Feuer- und- Lebensversicherungsgesellschaften; auch haben verschiedene ausländische Gesellschaften Agenturen in der Residenz und einigen Provinzen Gewerbe. In Brasilien besteht volle Gewerbefreiheit, garantirt durch die Constitution , insofern sie nicht mit der Moral, Sicherheit und Gesundheit der Bürger in Wiederspruch steht. Sie kann durch Individuen oder durch Gesellschaften ausgeübt werden, und ein Individuum sich auf ein Gewerbe beschränken oder mit mehreren befassen. Kein Gesetz oder Vorrecht beschränkt sie, ausgenommen die besondern Fälle des Monopols für Erfindungen oder Einführung eines neuen Gewerbzweiges. Obgleich Brasilien nicht eigentlich ein industrielles Land ist, so ist doch nichts desto weniger sein Gewerbebetrieb in manchen Zweigen vorgeschritten. Wichtige Fabriken existiren in der Residenz und in vielen Provinzen, die zum Theil durch Dampf getrieben werden und zahlreichen Arbeitern Beschäftigung geben. Einige wetteifern rücksichtlich ihrer Mechanismen und der Vollkommenheit ihrer Erzeugnisse mit denen der vorgeschrittensten Länder. Der Beweis dieser Behauptung wird durch einen grossen Theil der Gewerbserzeugnisse geliefert , die zur Ausstellung nach Paris gesandt wurden. Zu bemerken ist , dass viele Fabriken nicht zur Landes-Ausstellung beitrugen. Der Staat hat zu Zeiten einige der wichtigeren unterstützt und gesucht ihnen durch verschiedenartige Begünstigungen zu helfen. Für die unterstützten und privilegirten ist ein General-Inspector beordert welcher immer aus dem Staatsrath gewählt ist. Die bei Baumwollenwebereien beschäftigten Arbeiter, welche von der Regierung in beschränkter Zahl bezeichnet werden, sind frei von der Recrutirung. Auch die Erzeugnisse dieser Fabriken sind frei von Abgaben für den Transport von einer Provinz zur andern und für die Ausfuhr ins Ausland. — 74 — Die Maschinen oder Maschinentheile, deren Zahl und Art die Regierung- bestimmt, werden frei vom Einfuhrzoll für den Gebrauch der Fabriken eing-eführt. Diese Begünstigungen erstrecken sich jedoch nur auf 10 Jahre. Die Baumwollenwebereien von Santo-Aleixo und die Spinnerei von Santa Thereza, in der Provinz Rio de Janeiro; die von Todos os Santos, Nossa Senhora do Amparo, Santo Antonio de Queimado, Modelo und Con- ceicäo’ in Bahia; die von Fernao Yelho in Alagöas ; und die von Canna do Reino in Minas-Geraes—beschäftigten circa 800 Arbeiter; sie verwenden 15,000 Spindeln und 400 Webstühle ; ihre Maschinen werden meistens durch Wasser getrieben dessen Triebkraft 300 Pferdekräften gleichzustellen ist. Sie liefern jährlich beinahe 3,500,000 Yaren Zeug und 274,000 Pfd. Rollengarn zum Totalwerthe von 2,100:000$. Die Erfindungsprivilegien können von der Regierung auf höchstens 20 Jahre bewilligt werden. Soll diese Zeitdauer verlängert werden, so bedarf es einer Bewilligung der Kammern. Den Einführern neuer wichtiger und nützlicher Gewerbezweige hat die Regierung zuweilen ein ausschliessliches Privilegium als Belohnung zugestanden, welches jedoch von der Billigung der Kammern abhängig gemacht wurde. Die Wirkungen eines Erfindungspatents hören auf: Wenn bewiesen wird, dass der Privilegirte der Wahrheit nicht treu blieb, oder Hauptumstände verschwieg bei der Auseinandersetzung und Erklärung, wodurch er es erwirkte. Wenn dem Erfinder bewiesen werden kann, dass die Erfindung welche er als die seinige angiebt schon der Gegenstand eines andern Gesetzes war. Wenn der Privilegirte nicht innerhalb zweier Jahre nach der Erlangung des Privilegiums die Sache in Angriff nimmt. — 75 — Wenn der Erfinder für dieselbe Erfindung’ ein Patent in einem andern Lande erwirkte. Wenn das hervorgebrachte Erzeugnis sich als schädlich fürs Publicum oder als gesetzwidrig herausstellt. Wenn bewiesen wird, dass der Privilegirte schon vor der Ertheilung des Patents dieselbe ausübte. Agi'icKllssr. Der Landbau bildet die hauptsächlichste Quelle des Nationalreichthums, der grösste Theil der Bevölkerung widmet sich ihm. Es scheint, dass die Natur Brasilien zu einem der ersten ackerbaulichen Länder der Welt bestimmte, in seiner grössesten Ausdehnung mit Urwald bedeckt, bewahrt der Boden noch die ursprüngliche Frische, die so reichlich jede Arbeit des Menschen lohnt. Seine topographische Bildung, sein verschiedenes Clima oft in ein und derselben Provinz, die fast allgemeine und immerwährende Vegetationskraft, befähigen mehr oder weniger die Ländereien zur Erzielung der Cuitur aller Pflanzen der Erdoberfläche. So kommt es, dass in fast allen südlichen Provinzen, wo an einigen Stellen der Calfee, das Zuckerrohr, die Baumwolle und der Tabak gedeihen, wie sie nur in den bestgelegenen Ländern gedeihen können, und wo der Thee, Cacäo, die Vanille und alle asiatischen Pflanzen fortkommen, andere Stellen sich hauptsächlich zum Bau aller Obst- und Getreidearten und Gemüse Europas eignen. Es giebt in der That Provinzen, wo der Caffee und das Zuckerrohr gedeihen und wo auch der Weizen, die Gerste, Aepfel, Birnen-und-Pfirsichen- bäume einen guten Ertrag geben. Ausser den hauptsächlichsten Ausfuhrgegenständen, werden viele für den Verbrauch in Brasilien erzielt, wie Z. B. ausgezeich- — 76 - neter Käse in den nördlichen und südlichen Provinzen, Butter, Speck, vielerlei Früchte, verschiedene Kartoffelarten und andere Knollengewächse. Die eigentliche Kartoffel,—gewöhnlich unter dem Namen « englische Kartoffel » bekannt, ebenso gut wie die eingeführte , wird schon in grösserer Menge und hinreichend für den Markt gebaut. Der Gartenbau und Gemüsebau haben seit Jahren in der Residenz und in den Hauptstädten der Provinzen Bahia, Pernambuco, S. Pedro do Rio Grande do Sul und andern, sowie in den Colonien Aufschwung genommen. Dasselbe ist der Fall rücksichtlich der Acclimatisation exotischer Gewächse, der Pfropfreiser und der Ver" Pflanzungen. Der Bau und die Zubereitung des Caffees, Zuckers und der hauptsächlichsten inländischen Ergeugnisse sind durch Einführung wichtiger Maschinen und Ackerbauinstrumente , durch die Herstellung und Verbesserung der Trockenanstalten, der Verpackung und des Transports gehoben worden Der alte Schlendrian, obwohl tief eingewurzelt und durche die natürliche Fruchbarkeit der frischen Ländereien unterstützt, wird schon erfolgreich bekämpft, theils durch ackerbauliche Unterstützungsgesellschaften, die in Rio und in einigen Provinzen zusammentraten, theils durch verschiedene Schriften, und schliesslich durch das eigene Interesse, welches durch das Beispiel und die Versuche der Landleute und Gutsbesitzer von Einsicht, erweckt wurde. Anstalten die von der Regierung unter ihrer Aufsicht in der Residenz und den Provinzialhauptstädten von Pernambuco , Bahia, Sergipe, und Rio Grande do Sul, mit eignem Vermögen errichtet wurden , haben die Aufgabe , durch sich selbst und vermittelst Municipal -Commissionen die Ausbildung des Ackerbaues zu fördern. Man beabsichtigt die Bildung eines Ackerbau- Oredits , zu welchem Zwecke letzthin die hypothekarischen Gesetze reformirt wurden. Alles dies im Verein mit der Errichtung neuer Strassen , Verbesserung der vorhandenen, der grösseren Ausdehnung, die der Küsten-und-Flussschifffahrt gegeben wird, dem professionellen Unterrichte, mit dem in der Residenz und in einigen Provinzen Versuche angestellt werden, und der Einführung von arbeitslustigen und beständigen (Monisten, welche die Staatsgewalten immer zu befördern suchen, —wird ohne Zweifel eine bessere Vertheilung des Landeigenthums hervorrufen und es auf andern Basen feststellen und den Ackerbau auf die Höhe der Vollkommenheit erhoben, wozu er berechtigt ist. Zu diesem Zwecke werden jährlich die National- und International - Ausstellungen, und namentlich die theilweisen, welche die Ackerhauanstalten, unter Beihülfe der Regierung, zu gewissen Zeiten und für bestimmte landbauliche Erzeugnisse , wo Geldprämien und andere Belohnungen die Ackerhauer erwarten , welche sich in diesem Intelligenz-Wettstreite auszeichnen, besonders beitragen. Ein Vorschlag behufs solcher Ausstellungen in der Residenz liegt gegenwärtig dem kaiserlichen Ackerhauinstitute zu Rio zur Begutachtung vor. Diese Anstalt, deren Existenz seit wenigen Jahren datirt , hat ein Grund-Capital von über 250:000#, wozu das Staatsoberhaupt mit einem Geschenk von 108:000# seinerseits beitrug, und ausserden eine Beisteuer Seitens des Staatsschatzes unter der Verpflichtung den botanischen Garten in Stand zu halten und zu verbessern, welcher früher von der Regierung erhalten und verwaltet wurde. S. M. der Kaiser pflegt die Sitzungen der Anstalt mit seiner erhabenen Gegenwart und beständigen Aufmunterung zu beehren. Die andern Anstalten haben die Presidenten der bezüglichen Provinzen als Vorsitzende. Jede derselben hat ein Grundcapital , wozu auch das Staatsoberhaupt mit Geschenken aus seiner Civilliste beitrug. Die von Pernambuco wurde letzthin durch die bezügliche Provinzialkammer mit der Summe von 100:000# unterstützt, um Ländereien anzukaufen, worauf ein Normal-Landgut oder eine Mo del- Ackerbauschule mit einer jährlichen Unterstützung von 25:000#, zu ihrem Betriebe, errichtet werden soll. §ee-uud-Fluss-ComiMunication. Dampfschifffahrt. Der Staat unterstützt 14 inländische Compagnien, die für den Dienst der See-und-Flusschifffahrt des Deiches bestimmt sind, mit einen Zuschüsse von: 2,723:000#. Die kaiserliche Regierung, dazu gesetzmässig ermächtigt, schloss mit der nord-americanischen Gesellschaft « United-States and Brazil Mail Steam-ship » einen Vertrag ab, wonach monatlich eine Hin-und-Herreise zwischen Brasilien und den Vereinigten Staaten gegen die jährliche Beisteuer von 200:000#000 oder 16:666#666 per Reise ausgeführt werden soll; die Dauer des Vertrags ist auf 10 Jahre festgesetzt, die von der ersten Reise an zu laufen beginnnen. Diese Beisteuer wird zu Rio in laufender Münze Brasiliens bezahltt. Postwesea. Das allgemeine Land-und-See-Postwesen, mit einer General-Post-Direetion zu Rio de Janeiro, verzweigt sich mittelst Post-Verwaltungen in den Provinzhauptstädten und Agenturen in den Flecken und fast allen Dorfschaften und einigen wichtigen Bezirken durch das ganze Reich. — 79 — Es existirea zwei englische Gesellschaften, eine derselben besorgt den Dampfschifffahrtsdienst, einmal im Monat hin und zurück zwischen den Häfen von Rio de Janeiro und Southampton , mit Berührung von Bahia, Pernambuco, S. Vincente und Lissabon, und zwischen den Häfen von Rio de Janeiro und Buenos- Ayres mit Berührung Montevideos ; und die andere besorgt unter denselben Bedingungen die Schifffahrt zwischen Liverpool, Rio de Janeiro und Buenos-Ayres mit Berührung derselben oben angegebenen Häfen. Ebenso giebt es eine französische Dampfschifffahrtsgesellschaft , welche monatlich eine Hin-und-Rück- Reise zwischen Rio de Janeiro und Bordeaux macht und in Bahia, Pernambuco, Gorea und Lissabon anlegt, und ebenso zwischen Rio de Janeiro und Buenos-Ayres, wobei in Montevideo angelegt wird. Alle diese Dampfer sind für Passagiere und Fracht eingerichtet und erfreuen sich der den Packetschiffen zugestandenen Freiheiten und Vorrechten. Eine-andere französische Gesellschaft unterhält eine Linie von monatlich 2 Segel-Packet-Schiffen zwischen Havre und Rio de Janeiro ; — und eine monatliche Reise zwischen Marseille und Rio de Janeiro. Sie beschäftigt in diesem Dienst gewöhnlich 17 Schilfe. JLand=Coaimsiaisations- Wege« Eisenbahnen. D. Pedro II. Eisenbahn. Dieselbe soll die Provinzen Rio de Janeiro, S. Paulo und Minas-verbinden ; sie ist dem Gebrauche übergeben zwischen der Residenz und der Station Commercio, auf dem linken Ufer des Parahyba. Die erste Section zwischen der Residenz und Belem, m ebener Fläche, hat 62,7 Kilometer Länge. — 80 — Die zweite, welche ein steiles Gebirge übersteigt ist ein bewunderungswürdiges Werk, tbeils wegen der Menge der Tunnels, theils wegen der Durchstiche und Auftragungen; sie ist 38,4 Kilometer lang. Die dritte dem Parahyba entlang, ist bis zum Porto Novo do Cunha 151,7 Kilometer lang ; doch sind erst 38,4 Kilometer derselben dem Gebrauche übergeben. Die vierte den Parahyba aufwärts ist 154,7 Kilometer lang, bis Cachoeira; sie ist noch nicht in Angriff genommen, doch sind die betreffenden Pläne gemacht und gebilligt worden. Der öffentlichen Benutzung sind im Ganzen 167,3 Kilometer der Bahn übergeben worden. Die Kosten ihrer Anlegung betrugen 27:000:000$000. Sie wurde von einer brasilianischen Gesellschaft in Angriff genommen, deren Capital von 38,000:000$ von der Regierung mit, 7 % Zinsen verbürgt wurden. Ihr mittlerer jährlicher Ertrag ist 1,200:000$, und die Ausgabe 800:000$. Sie ist heute Staatseigenthum. Der Vorschlag der Verlängerung’ der Eisenbahn durch die Provinz Minas bis zum S. Francisco-Becken hängt von der Beschlussnahme des legislativen Körpers ab. Eine Commission von Ingenieuren macht die nothigen Studien zur Auswahl des besten Laufes derselben. Bahia-Eisenbahn. Sie beginnt in der Stadt Bahia; ihre Bestimmung ist die Provinz zu durchschneiden, bis sie den S. Francisco- fluss erreicht. Das Unternehmen gehört einer englischen Gesellschaft. Sieben Procent Zinsen sind verbürgt worden für das Capital von 2 Millionen Pfund Sterling, welches in dem schon erbauten Theile der Linie verwendet wurde. Der schon erbaute und der Benützung 1 übergebene Theil der Linie, beginnt in Bahia und endigt in Ala- goinhas in einer Ausdehnung, von 183,5 Kilometern. Ihre mittlere jährliche Einnahme ist 250:000$. Ihre jährliche Ausgabe ist 350:000$ Man denkt dieses Verhältnis durch Anlage von Fahrstrassen, die nach den Eisenbahnstationen zulaufen zu verbessern. Die Gegend zwischen Alagoinhas und dem S. Francisco wurde vom Ingenieur Yignolles behufs Verlängerung dieser Strecke aufgenommen. Pernambuco-Eisenbahn. Sie hat den Zweck den Hafen von Recife mit dem Innern der Provinz bis zum Rio S. Francisco zu verbinden. Das Unternehmen gehört einer englischen Gesellschaft. Das Capital von 1,200:000$ Pfund Sterling, welches in dem schon erbauten Theile der Linie verwendet wurde, hat 7 % garantirt erhalten. . Der schon erbaute und befahrene Theil geht von Cinco Pontas, nahe bei der Stadt Recife bis zur Station Una am Ufer des gleichnamigen Flusses. Sie hat 126,9 Kilometer Länge Ihre mittlere jährliche Einnahme beträgt 450:000$000 Die mittlere jährliche Ausgabe beträgt 300:000$000 Ihr Verkehr wächst fortwährend. S. Paulo-Eisenbahn. Sie ist bestimmt den Hafen von Santos mit dem Innern der Provinz zu verbinden. Sie gehört einer englischen Gesellschaft, welcher 7 % Zinsen ihres Capitals versichert worden sind. Zu dem Capital von 2,000,000 Pfund Sterling müssen c. A. 6 — 82 — die während des Baues fällig“ gewordenen Zinsen hinzugerechnet werden, so dass das garantirte Capital sich auf 2,700,000 Pfund Sterling belaufen wird. Die fertige Bahn geht von Saatos bis Jundiahy auf 139 Kilometer Länge. Sie wurde am 16 Februar des laufenden Jahres eröffnet und dem Yerkehr übergeben. Durch die Ingenieure Fox und Bennaton wurde die Gegend zwischen Jundiahy und Campinas behufs Verlängerung der Bahn untersucht. Cantagallo-Eisenbahn. Sie dient den Interessen eines Theiles des Innern der Provinz Bio de Janeiro. Sie beginnt in Villa Nova, Hafen des Flusses Macacü, welcher bis dorthin Dampfschilfen zugänglich ist und soll bis Neu-Freiburg gehen mit einer Länge von 98,2 Kilometern. Nur die erste Section bis Cachoeira von 49,1 Kilometer Länge, am Fasse des Gebirges von Neu-Freiburg, ist vollendet. Sie gehört einer inländischen Gesellschaft, welcher von der Provinzialregierung 7 % Zinsen zugesichert sind. Ihre mittlere jährliche Einnahme beträgt 200:000^000 Ihre Ausgabe. 180:000^000 Maua-Eisenbahn. Sie verbindet den Hafen von Maua, in der Bai von Rio de Janeiro, mit dem Fusse des Gebirges von Pe- tropolis. Sie gehört einer brasilianischen Gesellschaft, welche die Bahn ohne Zinsen-Garantie , oder irgend welche Geldvergünstigung Seitens der Regierung erbaute. — 83 — Sie hat 17,5 Kilometer Länge. Sie dient zum Transport der Erzeugnisse, welche auf der Fahrstrasse « Uniao und Industria » versandt werden ; und ist mit dieser durch die s. g. Serra-Strasse von Pe- tropolis verbunden, die nach gleichem System erbaut worden ist und sich gleichfalls durch ihre Güte und kostspieligen Bauten auszeichnet. Ihre mittlere jährliche Einnahme beträgt 550:000$, ihre Ausgabe 300:000$. Wiederholung. Es sind demgemäss 601,3 Kilometer dem Verkehr übergeben: D. Pedro II. . . . 174,3 Kilometer. S. Paulo. 139 Bahia ...... 123,5 Pernambuco . . . 124,9 » Cantagallo .... 49,1 » Mauä . . ... 17,5 » Totaleinnahme . . 2,650:000$000 Totalausgabe . • • . . 1,930:000$000 Ueberschuss. . . 720:0008000 Es sind ausserdem Contracte für andere Eisenbahn- bauten in den Provinzen Cearä, Parahyba, Pernam- buco, Bahia und S. Paulo abgeschlossen worden. Fahrstrassen. Die Strasse Uniao und Industria von Petropolis bis Juiz de Föra, in der Provinz Minas, ist eine maca- damisirte, mit der höchsten Sorgfalt ausgeführte Strasse, die sich durch ihren gut angelegten Lauf sowohl, als durch die in höchster Vollkommenheit darauf befindlichen Kunstbauwerke auszeichnet. - 84 — Sie hat 146,8 Kilometer Länge. Ihre Brutto-Einnahme wird auf 1,700:000# und ihre Ausgabe auf 1,300:000# berechnet. Graciosa-Strasse. Sie verbindet den Hafen von Antonina in der Provinz Parana mit Curitiba der Hauptstadt derselben Provinz. Sie ist auf Rechnung der Regierung gebaut, noch nicht beendet, doch schon zum grossen Theil mit Wagen befahren. Ausserdem giebt es noch andere, mehr oder minder wichtige Fahrstrassen in verschiedenen Provinzen. Die Untersuchungen für Eröffnung neuer Strassen werden fortgesetzt. Letzthin wurden zu diesem Zwecke Untersuchungen angestellt: Durch den Ingenieur Thomas Denon Lander , im Bezirk zwischen der Barre des Flusses Camoici und den Städten Granja und Ipü in der Provinz Cearä. Durch den Ingenieur Sebastian Rodriguez Braga Junior, im Bezirk zwischen der Provinz Santa Catharina und Porto-Alegre in S. Pedro do Rio Grande do Sul für Anlegung einer Eisenbahn. Durch den Ingenieur W. Smith im Bezirk zwischen Jaguaräo , Rio Grande und Pelotas in der Provinz S. Pedro, auch für eine Eisenbahn. Man untersuchte ausserdem das Terrain für einen Verbindungsweg zwischen den Provinzen Parä und Goyaz, und das der Strasse Pepiri-guassü, zum Zwecke einer Verbindung der Provinz Parana, in Brasilien, mit der von Corrientes in der Argentinischen Confederation. — 85 — Elektrischer Telegraph. Seit 14 Jahren hat man in Brasilien mit der Legung- kleiner telegraphischen Linien zum Regierungsdienste in der Hauptstadt des Landes begonnen. In 1863 wurden die erwähnten Linien vermittelst unterseeischer Kabel mit den Festungen der Barre von Rio de Janeiro verbunden, und in der Folge wurde eine Linie bis nach dem Municipium von Cabo Frio geführt, welche für den Handel den Dienst rascher Mittheilungen leistet. Am Ende von 1865 wurde die Linie von der Residenz bis zur Provinz S. Pedro do Rio Grande do Sul, beschlossen, welche auf eine Länge von über 1,450 Kilometern dßr ganzen Küstentrecke, Rio de Janeiro, dem wichtigen Handelshafen von Santos, den Küsten von S. Paulo und Santa Catharina Nutzen bringt. Diese Linie arbeitet schon fast in ihrer ganzen Länge. Sie musste 16 Flussmündungen und Buchten kreuzen, und hatte man bei ihrer Legung mit Schwierigkeiten aller Art zu kämpfen, so die Uebersteigung einiger mit Urwald bedekten Gebirge, ohne civilisirte Bewohner und unter beständiger Gefahr eines Angriffs seitens der darauf wohnenden Indianer. Es ist eine doppelte Linie und an ihren Endpunkten, in Rio de Janeiro und Porto Alegre, sowie in den Mittel-Stationen zu Santos und Santa Catharina arbeiten doppelte Morse- Apparate. Auf den andern Mittelstationen die elektro-magnetischen von Siemens. Mit gleichen wo nicht grösseren Schwierigkeiten als die der Legung, hat die Erhaltung derselben zu kämpfen, in Folge der grossen Entfernung, ohne Bevölkerung, ohne Transportmittel, wo gewisse Hülfsmittel gänzlich abgehen; doch werden die Hindernisse überwunden . Einwanderung und Colonisation. Da es allgemein anerkannt ist, dass eine der dringendsten Nothwendigkeiten Brasiliens eine Vermehrung seiner Bevölkerung ist, so bemühen sieh die Staatsgewalten durch geeignete Maassregein dieses Desideratum zu erreichen, indem sie theils das Kommen arbeitsamer und sittlicher Colonisten erleichtern durch Er- theilung gewisser Begünstigungen, und theils verhüten, dass sie bei ihrer Ankunft Entbehrungen und Kränkungen erleiden und dafür sorgen, dass sie Jemanden zu ihrer Leitung' und zum Beistände bei ihren ersten Schritten finden. So verbürgt die Regierung den Einwandern, ausser den Freiheiten und anderen Vortheilen, welche den Schiffen, die solche bringen gewährt werden : 1°. Zollfreie Ausschiffung ihres Gepäckes, ihrer Maschinen und Instrumente, die sie für den Landbau mit sich führen. 2 °. Zahlung, zum alleinigen Nutzen der Einwanderer, des Unterschiedes zwischen den Passagepreisen von Europa bis zu den Häfen des Reichs und denen, die von dort nach den Vereinigten-Staaten bezahlt zu werden pflegen. Die Consulate in Hamburg, Bremen, Antwerpen und Havre sind dazu ermächtigt. 3°. Aufnahme in einer Herberge der Residenz die unter Aufsicht eines Regierungsbeamten steht, wo sie untergebracht und für mässige feste Preise nach einer vom Agricultur-minister gebilligten Taxe verpflegt werden können. 4°. Eine offizielle Colonisationsagentur, wo sie mit Leichtigkeit alle Aufklärungen deren sie vor der Reise nach ihrem Bestimmungsort bedürfen, erhalten können. Gleiche Aufklärungen werden ihnen auf dem Gene- ral-Directorium der Öffentlichen Ländereien zu Theil, - 87 — welcher sie seinen Bevollmächtigten in den Provinzen, wohin sie sich wenden, oder in Ermangelung dieser an eine passende Person empfiehlt, um sie angemessen zu leiten. 5°. Freie Passage von Rio de Janeiro bis zu der Provinz oder Oertlichkeit, die sie erwählen, denen die es vorziehen sich als Ackerbauer niederzulassen und zu dem Zweck Land vom Staate kaufen. 6°. Vermessung, Abgrenzung und Beschreibung der Ländereien, welche sie wünschen, unter Verabfolgung eines definitiven Eigenthumstitels, sobald sie den betreffenden Preis bezahlt haben. 7°. Den Preis eines Reals per Quadratbraca (4 m 9) unter Einschluss der Messung und Begrenzungskosten, sobald augenblickliche Bezahlung erfolgt und eine Frist von 5 Jahren, mit abschlagszahlungen und 6% Zinsen per Jahr für diejenigen, die diese Zahlungsart vorziehen. 8°.' Erleichterung der Naturalisation als brasilianischer Bürger und Freiheit vom Militairdienst, wie an einer anderen Stelle gesagt wird. Ausser diesen Vergünstigungen für Einwanderer im Allgemeinen, die für eigene Rechnung sich in Brasilien niederlassen und Staatsländereien kaufen, gewährt die Regirung den Gesellschaften, Unternehmern, Com- missionairen oder Vertretern von Einwandererfamilien, die in grösserer Zahl in Brasilien Colonialanlagen zu machen beabsichtigen, folgendes: 1. ° Die Regirung bewahrt ihnen in der Provinz oder erwählten Oertlichkeit die Länderstrecke, auf die das Uebereinkommen lautet und streckt die Messungs,- Ab- grenzungs-und Beschreibungskosten vor. 2. ° Der Preis von 1/2 Real per Quadrat-braca (4 m 9), zu welchem der Betrag der vorerwähnten Messungskosten hinzuzufügen ist. 3. ° Behändigung* eines Titels an eine dazu ermächtigte Person, sobald die für die Anlage der Colonie 88 — "bestimmte Gegend erwählt worden ist, aus welchem annäherender Weise die Grenzen erhellen. Dieser Titel wird durch einen vollkommenen Eigenthumstitel ersetzt werden, sobald in der Schatzkammer oder Kreiskasse der Preis der erwählten Ländereien bezahlt ist. 4. ° Das Recht die jeder Familie zuständigen Ländereien durch die Gesellschaft, durch den Unternehmer oder Vertreter der Einwanderer nach bestem G ulachten best' mmen zu lassen. 5. ° Errichtung vorläufiger auf Kosten der Regierung, zur Aufnahme und Beherbergung der Einwanderer an einem vorher bestimmten Platze. Ausserdem verspricht die Regierung, die Fracht des Schilfes zu bezahlen, welches 100 oder mehr Einwanderer bringt, oder die Passage und Unterhaltungskosten bis zu ihrem Bestimmungsorte vorzustrecken, sofern die Gesellschaft, Commission, Unternehmer oder Vertreter der Einwanderer für die Rückzahlung in angemessenen Fristen genügende Bürgschaft leistet. Die Bezahlung des Landpreises und der vorgestreckten Auslagen für Messung und Begrenzung' muss^binnen 5 Jahren in 3 gleichen Raten erfolgen, der Art dass diese Frist vom Ende des zweiten Jahres der Xieder- lassung der ersten Familie zu laufen anfängt. Das Land mit allen seinen Verbesserungen bleibt der Regierung hypothekirt bis zur wirklichen Bezahlung, die jedoch auch vor jener Frist geschehen kann, falls es den Betheiligten passend scheint. Wenn die Einwanderer von den Vereinigten-Staaten kommen sollten , so wird der Ueberfahrtspreis nach der Tabelle berechnet, die dem mit der United States and Brazil Mail Steamship Company abgeschlossenen Vertrage angehängt ist. In der Ueberzeugung, dass während der ersten Zeiten eine wohlgeordnete Colonisation eines wirksamsten Mittels zur Erreichung einer freiwilligen Einwanderung in — 89 — grosserer Masse und in kürzerer Zeit, ist, denkt die Regierung ernstlich daran die Entwickelung der in verschiedenen Provinzen angelegten Colonien zu fördern. Zu dem Zwecke hat sie die Lage nnd die Zukunft der Colonisten zu verbessern gesucht, tlieils in Betreff der Colonie-Yerwaltung und ihrer materiellen Verbesserungen, theils in Betreff des geistlichen Zuspruches, des Elementarunterrichts und der religiösen Erziehung der Kinder, wobei die Gewissensfreiheit der Colonisten immer geehrt wurde, hat aber der Erfahrung überlassen, die praktische Lösung einer so schwierigen Frage zu finden. Zu gleicher Zeit hat sie durch passende Maassregeln gesucht, die Colonie—Ausgaben zu controlliren, und den Colonisten die Erzielung ihres Unterhaltes von den ersten Tagen nach ihrer Ankunft an, durch Arbeit zu erleichtern, so lange sie denselben nicht vom Ertrage ihrer Ländereien haben können. Einige dieser Colonieen fangen schon an, wenn gleich in geringem Maasse, den Absichten der Regierung zu entsprechen, indem sie andern Einwandern, die auf eigene Kosten sie freiwillig suchten, als Anziehungs- punct in Folge der Aufforderungen ihrer Verwandten und Landsleute, sowie der über ihr Gedeihen verbreiteten Nachrichten dienten. Die Regierung fasste letzthin alle die Verordnungen wonach die Staatscolonien zu leiten sind, die von jetzt an gegründet werden, sowie die bestehenden, soweit es auf sie Anwendung finden kann, in ein Reglement zusammen. Unter den hauptsächlichsten Begünstigungen findet sich die neue Form ihrer Administration, woran die Colc- nisten selbst Theil zu nehmen haben, indem sie durch sechs ihrer Gefährten, die von drei zu drei Jahren ernannt werden, vertreten werden ; diese in Verbindung mit dem Coloniearzt bilden unter Vorsitz des Directors eine Art - 90 - Communal-rath der für Alles Sorge zu tragen hat, was die besonderen Interessen der Colonie betrifft; wie Z. B. die Erbauung und Erhaltung der Kirchen un Schulhäuser , Eröffnung von Strassen und Coloniewegen , Ertheilung gewöhnlicher Unterstützung und Geldvorschüsse an die bedürftigen Colonisten, Erwerbung und Yertheilung guter Thierracen , Pflanzenableger und Sämereien. Dieser Vorstand besflmmt das jährliche Ausgabe- Budget der Colonie, setzt ihre Einnahme fest, und giebt seine Stimme zu allen Sachen , die sich auf die Colonie beziehen. Dieselbe Verordnung ordnet auch die Aufnahme und erste Niederlassung der Colonisten in einem besonderen Gebäude an, und lässt während der ersten 10 Tage den Unterhalt an diejenigen verabreichen, die ihn beanspruchen; gesteht jedem, der für sich allein steht’ die Summe von 20# gratis zu, und einem Familienhaupte gleiche Summe für jede Person über 10 und unter 50 Jahren, die ihm zur Last fällt, als Geschenk; ebenso die Verabreichung der nöthigsten Sämereien für die ersten Pflanzungen und Ackerbau-Instrumente, sowie die Mittel augenblicklicher Arbeit während der ersten 6 Monate für die Colonisten, die solche beanspruchen. Der Start hat in der Provinz Santa Catharina fünf Colonien unter seiner Leitung, von denen Blumenau die wichtigste ist, mit einer Bevölkerung von 6,947 Seelen. In der Provinz Parana eine mit 348 Individuen. In der von S. Paulo , im Bezirk von Cananea, eine mit 268 Personen. In der von Minas , am Flusse Mucury, eine mit 875 Personen. In der von Espirito Santo, drei mit 2,526 Seelen. Totalsumme 10,964 Individuen. Ausserdem unterstützt er in Santa Catharina die Colonie — 91 — Dona Francisca , eine derjenigen, welche die grössten Hoffnungen anregen, mit 4,263 Colonisten ; zwei in S. Pedro do Rio Grande do Sul, mit 3,505 Personen; eine in Minas-Geraes mit 1,539 Individuen; oder eine Totalsumme von 8,707 Colonisten. Es giebt sechs nicht unterstützte Privat-Colonien mit 887 Personen in Maranhon. In der Provinz S. Pedro do Rio Grande do Sul exis- tiren ausser der sehr wichtigen und alten Colonie S. Leopolde , die mit einer Bevölkerung von 16,000 Einwohnern sich auf sich seihst stützt und den Colonie- character verloren hat, noch 5 Colonien die mit Unterstützung des Provinzialschatzes begründet wurden und 5,513 Köpfe zählen ; und zwei derselben Art in Santa Catharina mit 718 Einwohnern. Die Totalsumme der Colonie-Bevölkerung, mit Ausnahme von S. Leopoldo ist demnach 26,789 Seelen, von denen 10,964 den Staats-Colonien angehören. Mit Einschluss der von S. Leopoldo erhebt sich jene Zahl auf 42,789 Individuen. Die Gesammtoberfläche die von den Colonisten bebaut ist, wird auf 96,195,075 Quadratbracen angenommen. Die Einfuhr bekommt nach dem officiellen Werth, unter Ausohluss einiger Colonien , von denen die Mittheilungen nicht rechtzeitig anlangten , belief sich auf 150:000$ , und die Ausfuhr auf mehr denn 300:000$ unter Auschluss der Colonie S. Leopoldo. In der Absicht den Einwandern, die sich als Landei- genthumer niederlassen wollen, den Ankauf von Länderern n zu erleichtern, fährt die Regierung fort, freie Ländereien in den dem Ackerbau und der Colonisation günstigen Oertlichkeiten vermessen und abstecken zu lassen. In den Provinzen S. Pedro do Rio Grande do Sul , Santa Catharina , Espirito Santo , Alagöas , Parana und — 92 — Para giebt es schon 701,250,000 Quadratbracen mit 27,986 Colonisten, jede von 125,000 Bracen, worauf über 27,000 Familien oder die Familie zu 5 Personen gerechnet , mehr denn 138,000 Individuen sich niederlassen können. Ausserdem existiren in den Bezirken der Staats- colonien, die von Mucury und Blumenau nicht inbegriffen , ungefähr 850 solcher vermessenen und abgesteckten Colonien zur Verfügung neuer Colonisten, die unter 850 Familien oder 4,250 Individuen vertheilt werden können. Zur Ausscheidung des öffentlichen Eigenthums besteht in der Residenz eine General-Behörde der öffentlichen Ländereien, mit besonderen ünterbehörden in den Provinzen. Die Vermessung und Absteckung der Ländereien und alles was diesen Dienst betrifft, ist durch ein Gesetz geregelt, welches das in den Vereinigten-Staaten befolgte System mit den durch die Umstände Brasiliens erheischten Abänderungen , annimmt. Die Ländereien werden nach ihrer Vermessung und Absteckung in Theilen von 250,000 Quadratbracen, in halben oder viertel-Theilen , Öffentlich oder anderweitig wie die Regierung es für passend findet, zu dem Preise von wenigstens 1/2 Real bis zu 2 Realen per Quadratbrace , je nach ihrer Güte und Lage verkauft. Der Preis wird sofort bezahlt, doch haben diejenigen, welche schon einen Besitztitel der verkauften Ländereien haben, oder sie cultiviren , den Vorzug. Denjenigen , welche sich in Ackerbau-Colonien niederlassen, wird der Kauf auf eine Frist von meistens 5 Jahren gestattet. Von den Fremden. Die Fremden werden in Brasilien mit allem Wohlwollen aufgenommen, ihre Rechte geehrt und ihre bürgerlichen Verhältnisse durch den Schutz der Gesetze gesichert. Die Elementarschulen stehen ihnen sowie ihren Kindern ohne Bezahlung frei. Auf gleiche Weise, wie die Inländer, werden sie in den öffentlichen Gymnasien und Facultäten des hohem Unterrichts zugelassen. Sie durchreisen das ganze Gebiet des Reiches mit derselben Freiheit, die der brasilianische Bürger hat. Sie können sich der Garantie des « haheas-corpus » bedienen. Unter den gesetzlichen Vorschriften dürfen sie Handel, oder irgend welches Gewerbe treiben, das nicht die Moral verletzt, oder die Gesundheit und Sicherheit des Publicums gefährdet; sie können Landgüter besitzen und ihr Eigenthum in vollem Masse, wie der Bürger ausühen. Sie erfreuen sich der grössesten Gewissensfreiheit, können niemals wegen religiöser Veranlassung verfolgt werden, sobald sie nur die Staatsreligion res- pectiren. Die Rechte ihrer im Lande geborenen Kinder beschäftigten noch letzthin besonders die Aufmerksamkeit der Staatsgewalten, welche feststellen, dass das Recht, welches die bürgerliche Stellung der in Brasilien wohnhaften Ausländer, insofern dieser nicht im Dienste seiner Nation ist, auf die bürgerliche Stellung der im Lande geborenen Kinder solcher Ausländer nur während ihrer Minderjährigkeit Anwendung finden kann. Sobald sie zur Volljährigkeit gelangen, treten sie in Ausübung ihrer Rechte als brasilianischer Bürger ein. Die Brasilianerin, welche einen Ausländer heirathet folgt dem Stande dieses, sowie die Ausländerin, dit einen Brasilianer heirathet, dem Stande des Gatten — 94 — Das Gesetz sichert die bürgerlichen "Wirkungen der Ehen unter Nichtkatholiken, nach den Religionen, denen sie angehören, seien sie innerhalb oder ausserhalb des Reiches geschlossen. Von den naturalisirten Fremden. Die Naturalisation der Fremden wird heut zu Tage in Brasilien mit grosser Leichtigkeit erlangt. Das Gesetz, welches diese Frage regelte und vier Jahre Aufenthalt, Alter von 21 Jahren, Genuss der bürgerlichen Rechte in seinem Lande, vorgängige Erklärung seiner Absicht sich naturalisiren zu lassen vor der betreffenden Municipalkammer, von welcher an die obige Frist zu laufen begann, Erklärung seiner religiösen Grundsätze, und den Beweis, dass er Landeigentümer sei oder Theilhaber in einer gewerblichen Anstallt, oder ein Handwerk treibe, verlangte, wurde bezüglich des Zeitraumes des Aufenthaltes, der sich auf 2 Jahre ermässigte, verändert. Diejenigen jedoch, welche mit Brasilianerinen verheiratet, oder Erfinder eines Gewerbszweiges sind, irgend einen Brasilianer adoptirt haben, einen Feldzug mitmachten, oder im Dienste Brasiliens verwendet werden ; die durch ihre Talente ausgezeichneten oder als verdienstvoll betrachteten Männer, die Kinder schon naturalisirter Ausländer, bedürfen keiner andern Formalität als einer Erklärung vor der Municipalkammer ihres Aufenthaltsbezirkes. Wenn der Fremde als Einwanderer oder Colonist ko mm t und Ländereien vom Staate kauft, um sich darauf niederzulassen, oder auf eigene Kosten kommt, um ein Gewerbe im Lande zu betreiben, oder selbst auf Staatskosten, um in akerbaulichen Anstalten, Öffentlichen Arbeiten und Bildung von Colonien verwendet zu werden, so wird er nach zweijährigem Aufenthalt, oder falls er dieser Begünstigung würdig befunden 95 — wird, schon früher naturalisirt und ihm unentgeltlich ein Naturalisationsbrief ausgeteilt und registrirt, sobald er yor dem Provinz-Presidenten, den Municipalkam- mern, oder Friedensrichtern den Eid der Treue gegen die Constitution und die Gesetze des Landes leistet. Die naturalisirten Einwohner und Colonisten sind frei vom Militairdienste, doch nicht von dem der Nationalgarde innerhalb des Bezirkes. Ausserdem hat die gesetzgebende Gewalt seit Jahren häufig die Bedingungen, die das Naturalisationsgesetz erheischt, erlassen und die Regierung ermächtigt sie auf eine einfache Bittschrift unabhängig von den oben erwähnten Bedingungen, zu gewähren. So haben von 244 Fremden, die in den letzten 2 Jahren sich natura- lisiren Hessen, ohne die Colonisten in Beobachtung zu bringen, 201 ihre betreffenden Briefe in Folge von De- creten der gesetzgebenden Gewalt erhalten, welche die gewöhnlichen Formalitäten erliessen. Der naturalisirte Fremde ist sofort als Brasilianer betrachtet und tritt in den Genuss aller bürgerlichen und politischen Hechte, die den Eingeborenen zustehen, mit den Ausnahmen die in der Constitution festgestellt sind, bezüglich des Amtes eines Regenten des Landes, eines Staatsministers und Volksvertreters. Erbschaften der Ausländer. Die Erbschaften der Ausländsr, die in Brazilien sterben werden im Allgemeinen durch dieselben Gesetze, Processe und Behörden geregelt, welche bei denen der Eingeborenen statthaben, falls keine Consuiar-Uebe- reinkunft vorliegt, weil sie dann in Folg’e dieser geregelt werden. Es bestehen Consular-Uebereinkommen mit Frankreich, der Schweiz, Italien, Spanien und Portugal. Auch in Folge einfachen Uebereinkommens, in wel- 96 — chem die Gegenseitigkeit mittelst Umstossungsnoten festgesetzt worden ist, wird die Consular-Behörde zugelassen, in den durch Decret vom 8 November 1851 bestimmten Fällen und Weisen. Geistige BiMang» Elementar und höherer Unterricht. Elementar und höherer Unterricht. Die Sorge für den Elementar und hohem Unterricht in dem Bezirke der Residenz steht der Generalversammlung und der Regierung zu. Ihre Beaufsichtigung geschieht: durch den Minister des Innern, einen General-Inspector; durch einen Di- rectionsrath; durch Districts-Bevollmächtigte. Die Ausübung des Lehramtes hängt von Ermächtigung der Regierung ab, welche nur ertheilt werden kann, wenn der Candidat beweist : — gesetzliche Voll- jährigheit (21 Jahre zum Lehren, 25. Jahre um einer Schule vorzustehen), Moralität und professionelle Befähigung : Die Lehrerinen müssen, falls sie verheirathet sind, ihren Trauschein, falls sie Wittwen sind, den To- denschein des Gatten , und falls sie von diesem getrennt leben, eine beglaubigte Abschrift des die Scheidung ausprechenden Urtheils aufweisen. Diese Bedingungen sind sowohl für das öffentliche als das Privat-Lehrer-Amt zu erfüllen. Die Befähigungsbeweise können von der Regierung erlassen werden: den Nebenlehrern, denen, die auf den Academien der hohem Studien ihren Examen bestanden, denen die öffentliche Lehrer sind oder waren, den Baccalaureis es lettres des Collegs Pedro II, denen, die Diplome ausländischer Academien in gesetzlich beglaubigter Form vorweisen und den Fremden und Inländern die notorisch die Befähigung dazu haben. - 97 — Die öffentlichen Elementarschulen sind 1. oder” 2. Classe. In denen erster Classe beschränkt sich der Unterricht auf—moralische und religiöse Unterweisung ; Lesen, Schreiben; wesentlichste Ideen von Grammatik ; Elementar- Arithmetik; System der Municipal-Maasse und Gewichte. Die zweiter Classe begreifen ausser diesen Gegenständen:— die ganze Arithmetik in ihrer practischen Anwendung, erklärendes Lesen des Evangeliums, Kennt- niss der biblischen Geschichte, Elemente der Geschichte und Geographie insbesondere Brasiliens, Anfänge der Physik und der aufs Leben anwendbaren Naturgeschichte, Elementar-Geometrie, Landmessen, Linienzeichnen, Begriffe von Musik, Gesangsübungen, Turnen, weiterausgedehnten Unterricht des Gewichts und Maass- Systems der Residenz im Vergleich mit dem anderer Provinzen und Nationen und das französische metrische System, welches einen Theil des Elementar-Unterrichts bildet. Es giebt eine Klasse von Lehrern mit der Benennung Hülfslehrer; um die Öffentlichen Lehrer bei ihren Schularbeiten zu unterstüzen, und sich zu solchen heranzubilden. Die Besetzung der Elementarlehrstühle und der Hülfs- lehrerstellen geschieht immer durch Concurs. Der Director einer Privatanstalt des Elementar oder höheren Unterrichts, oder gemischter Classe, muss Moralität und Befähigung nachweisen. Die Vorsteher oder Vorsteherinen von Schulen des Elementarunterrichts müssen selbst, wenn sie nicht selbst unterrichten, ihre Lehrbefähigung darthun durch ein Examen in: Religion, biblischer Geschichte, Lesen und Schreiben, portugiesischer Grammatik,—Arithmetik und Gewichts und Maassen-System des Landes. £. A. 7 - 98 — Die Vorsteherinen von Anstalten höheren Unterrichts durch ein Examen in: Lesen, Schreiben, Arithmetik, Geographie, Französisch oder Englisch; und die Vorsteher durch ein Examen in: Arithmetik, Geographie, Französisch oder Englisch, Latein und Philosophie. Von dem Beweise der Fähigkeit können Seitens der Regierung alle diejenigen befreit werden, denen dieser Beweis zur Ausübung des Lehrfaches nachgelassen werden kann; und vom Beweise der Moralität Seitens des General-Inspectors die, welche sich eines guten Rufes erfreuen und allgemein bekannt sind. Ausserdem muss ein solcher vor Eröffnung der Anstalt einreichen:— den Studienplail und den Entwurf der innern Verwaltung der Anstalt, die Angabe der Oertlichkeit, Räumlichkeiten und Lage des Hauses wo sie eröffnet werden wird, Namen und gesetzmäs- sige Befähigung der Lehrer. Die Schuldirektoren, die nicht die Römisch-Katholische Religion bekennen, müssen einen Priester für die katholischen Zöglinge halten. Beim Unterrichte ihrer Zöglinge können sie Lehrbücher und Lehrweisen anwenden, die sie wollen, sofern dieselben nicht ausdrücklich verboten sind. Zöglinge beiderlei Geschlechts in derselben Unterrichts Anstalt werden nicht gestattet, und in denen für Mädchen dürfen mit Ausnahme des Gatten der Directo- rin keine Personen des andern Geschlechtes wohnen, die über 10 Zahre alt sind. Der Elementarunterricht ist unentgeltlich und wird in Gemässheit der betreffenden Verordnung ein gezwungener werden, sobald die Regierung dies für nö- thig findet. Der Staat verausgabt jährlich mit 42 Elementarschulen im Municipium der Residenzstadt, d. i. mit 25 män- lichen Geschlechts und 17 für das weibliche, ungefähr 120:000$, ohne in dieser Summe die durch die 99 — Beaufsichtigung“ erwachsenden Ausgaben in Rechnung zu bringen. Das Gleichzeitigkeitssystem, welches allgemein in den Privat-Elementar und hohem Unterichtsanstaiten angenommen worden ist und andere Ursachen, die mit der Zeit verschwinden werden., erschweren eine vollständige Statistik des Unterrichtswesens. Das Resultat, welches zu erreichen war, welches jedoch bedeutend hinter der Wirklichkeit zurückbleibt, ist folgendes: PROVINZEN ZÖGLINGE Knaben Maedchen SUMME Alagöas . 2,888 1,231 6,119 Amazonas. 612 52 666 Bahia. 7.709 2,653 10,162 Hauptstadt des Reiches. 6,775 3,659 8,636 Cearä . 3,852 1,355 5,207 Espirito-Santo. 936 116 1,068 Goyaz. 1,176 389 1,565 Minas- Geraes.. 16,705 2,206 16,909 Mar anhon. 3,557 10,35 6,592 Mato-Grosso (*) Parä... 3,828 10,076 6,906 Parana. 1,975 526 2,501 Parahyba . 1,975 509 2,686 Pernambuco . 5,332 1,516 6,866 Piauhy. 1,016 37 1,051 Rio de Janeiro. 5,926 2,652 8,376 Rio Grande do Norte . 1,206 300 1,505 Rio Grande do Sul . 6,293 3,793 10,086 Santa Gatharina. .......... 1,676 681 2,355 S. Paulo. 7,882 3,796 11,678 Sergipe.. 2,156 1,063 3,197 Im Ganzen. 79,266 28,219 107,683 Der höhere öffentliche Unterricht wird im Bezirk der Residenzstadt im kaiserlichen Collegium D. Pedro II, (*) Das Resultat dieser Provinzen kann ihrer besonderen Umstände halber nicht angegeben werden. — 100 — welches in zwei Anstalten, das Internat und Externat zerfällt, gegeben. Die Zöglinge steuern grössesten Theiles mittelst eines dreimonatlichen Schulgeldes hei, doch ist dieses so massig, dass die Regierung mit dem Unterhalte der beiden Anstalten die jährliche Summe von 120:000$ verausgabt. Im Internat werden beständig auf Kosten der Regierung 25 Kostschüler und im Externat 15 Halbe-Kostschüler ausser einer unbegrenzten Zahl von unentgeltlichen Schülern, die sich in einem Jahre schon auf 196 belief, erzogen. Sowohl das Internat, wie das Externat hat einen Rector, dem die unmittelbare Leitung und Beaufsichtigung der Hörsäle und die Aufrechterhaltung der Ordnung der betreffenden Anstalt obliegt; ausserdem einen Vice-rector, einen Caplan und andere Angestellte. Die Lehrer werden nach vorgängigem Concurse von der Regierung ernannt. Der Studiencursus ist in 7 Jahrgänge vertheilt und begreift: Biblische Geschichte , lateinische und portugiesische Grammatik, Latein, Französisch , Englisch , allgemeine Geographie und Kosmographie, allgemeine Geschichte, Chorographie, und Geschichte Brasiliens, Rhetorik, Dichtkunst, Litteratur und philosophische Grammatik, Elemente der Physik und Chemie, Elemente der Haturgeschichte, Griechisch, Deutsch, Italienisch, Zeichnen, Musik, Tanz und Turnen. Die letzten 6 sind nicht nothwendige Unterrichtsgegenstände. Ausser 22 Lehrern giebt es Repetitoren , welche den Zöglingen beim Studiren und bei Vorbereitung der Aufgaben helfen. Im vergangenen Jahr besuchten 327 Zöglinge die beiden Anstalten, von welchen 16 den Grad eines Baccalaureus erwarben. — 101 — Die Zahl der Zöglinge der hohem Privatunterrichts- Anstalten im Bezirk der Residenz beläuft sich auf 2.718 und die ähnlicher Anstalten in den Provinzen auf 4,771, welche eine Totalsumme von 7,816 ergehen. Diese Summe bleibt hinter der Wirklichkeit zurück, t da sie die Zöglinge der Privat-Anstalten einiger Provinzen nicht einbegreift, von welchen die Mittheilungen über den Schulfortschritt, bezüglich des letzten Jahres, nicht zur rechten Zeit anlangen konnten. Der Elementar und höhere Unterricht in den Provinzen wird durch die betreffenden gesetzgebenden Versammlungen und durch die Presidenten geregelt. In allen sucht man, mehr oder weniger, den Unterricht gleichmässig zu machen, wobei man die Verordnungen der Residenz zur Grundlage nimmt. Medicinische Facultät. Es giebt 2 medicinische Facultäten, eine in der Residenzstadt, die andere in der Provinz Bahia, beide nach demselben Studienplan geregelt, welcher 6 Jahre und folgende Gegenstände umfasst. Physik im allgemeinen und im besonderen in ihrer Anwendung auf die Medi- cin, Chemie, Mineralogie, beschreibende Anatomie (anatomische Beweise und Preparirung) , Botanik , Zoologie, organische Chemie, Physiologie, allgemeine pathologische Anatomie , allgemeine Pathologie , innere Pathologie , innere nnd äussere Klinik, Geburtshülfe, Krankheiten schwangerer Frauen und der Neugeborenen. Anatomie, operatorische Medicin, Apparate, Materia medica, Therapeutik, Hygiena, Geschichte der Medicin, gesetzliche Medicin, Pharmacie mit Besuch der Apotheke- reien. Alle diese Gegenstände werden von 21 Kathedra- tischen Lehrern vorgetragen. Ausser diesen giebt es 15 Substituten, um die Professoren zu ersetzen im Verhinderungsfälle, und die — 102 — sich mit practischen Arbeiten beschätigen. Die einen wie die andern werden unter vorgängigem Concurse von der Regierung ernannt. Die Facultäten haben einen besonderen Cursus für Pharmacie und einen für Geburtshülfe. Der erstere besteht aus drei Jahrgängen und umfasst die folgenden Studien : Physik, Chemie , Mineralogie, organische Chemie , Botanik, Materia medica und Pharmacie. Der Cursus der Geburtshülfe wird gebildet durch den Lehrstuhl der Geburtshülfe im medicinischen Cursus und durch die betreffende Klinik in dem Hospital der Misericordia. Jede Facultät besitzt: ein chemisches Laboratorium, ein physicalisches Gabinet, ein naturgeschichtliches Gabinet, ein ebensolches für Anatomie und Materia medica, ein chirurgisches Arsenal, eine Apotheke und die amphitheatralischen Räume , welche für die Vorlesung und die Experimente erforderlich sind. So lange nicht ein botanischer Garten für jede Facultät begründet ist, dienen die in der Nähe derselben belegenen Gärten. Jede derselben wird geleitet und verwaltet durch einen Director und eine Congregation der verschiedenen Professoren, sie besitzen ein Secretariat für ihre Cor- respondenz und eine Bibliothek. Tn der medicinischen Facultät der Residenzstadt ma- triculirten sich im Jahre 1865: Im medicinischen Cursus.183 Studenten. Im pharmaceutischen.45 Studenten. Als Doctoren wurden 23 Studenden promovirt; den 2. Cursus beschlossen 10, die ihr Befähigungsdiplom erhielten. In der zu Bahia matriculirten sich : Im medicinischen Cursus.151 Studenten. Im pharmaceutischen.22 Studenten. — 103 — Es wurden als Doctoren 14 Studenten promovirt, und 4 erhielten ihr Befähigungsdiplom im 2. Cursus. Die Doctoren oder Candidaten der Medicin, welche in Folge von Diplomen auswärtiger Facultäten oder Universitäten zu heilen berechtigt sind, müssen, wenn sie im Reiche die Medicin ausüben wollen, mittelst Examen vor einer der Facultäten ihre Befähigung beweisen. Um zu diesem Examen zugelassen zu werden, ist erforderlich, dass sie Orginal-diplome, oder in Ermangelung dieser, authentische Documente an der Stelle derselben der Congregation vorlegen; zu letzterem bedarf es der Genehmigung der Regierung ; ausserdem, Beweis der Identität der Person, und ihre Sittlichkeit. Diese Diplome oder Documente müssen beglaubigt sein durch die brasilianischen Behörden, welche in dem Lande functionirt, wo dieselben ausgestellt wurden. Uebersehen wird dieses Examen den wirklichen oder pensionirten Professoren der von den betreffenden Regierungen anerkannten Universitäten, Facultäten oder medicinischen Schulen, sobald sie den Beweis darüber vor einer der Facultäten, vermittelst Documente der diplomatischen Agenten, und in der Ermangelung dieser, der brasilianischen Consuln in den Ländern, wo sie gelesen haben, führen. Für die Matrieulirung im medicinischen Cursus wird verlangt: Examen in Latein , Französisch, Englisch , Geschichte, und Geographie, rationelle und Moral- Philosophie , Arithmetik, Geometrie, Algebra bis zu den Gleichungen ersten Grades. Zum Examen für den pharmaceutischen Cursus ist erforderlich: Französisch, Arithmetik und Geometrie. Zu der für den Cursus der Geburtshülfe: Lesen, Schreiben , die 4 arithmetischen Operationen und Französisch. Für beide Facultäten verausgabt die Regierung jährlich die Summe von 211:770^000. — 104 Rechts Facultäten. Das Land besitzt 2 Rechts-Facultäten , eine in der Stadt S. Paulo, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz ; die andere in Recife, Hauptstadt von Pernambuco, für Cameral und Rechtswissenschaft. Beide werden durch dieselben Statuten geregelt. In Verbindung mit jeder Facultät wurde ein vorbereitender Cursus errichtet , wo die Gegenstände gelehrt werden, deren Kenntniss für die Matriculirung im hohem Cursus erforderlich ist: diese bestehen in: Französisch , Englisch , Latein , Arithmetic , Geometrie, Geschichte, Rhetorik und Philosophie. Der höhere Cursus ist in 5 Jahrgänge zertheilt, und in 11 Collegien , welche begreifen: Naturrecht, allgemeines Öffentliches Recht, Analyse der Landes-Consti- tution , Völkerrecht, Diplomatik, Institutionen des römischen Rechts, Kirchliches öffentliches Recht , vaterländisches Civilrecht mit Analyse und Vergleich mit dem römischen Recht , Criminalrecht mit Einschluss des militairischen Rechts, See-und-Handels-Recht, juristische Hermeneutik, Civil-und-Criminal-Process mit Einschluss des militairischen Gerichtsverfahrens, National- Oeconomie und Verwaltungs-Recht. Jede Rechts-Facultät ist unmittelbar einem Director untergeordnet, welcher ausser andern Befugnissen, die Oberaufsicht der betreffenden Studien und den Vorsitz in der Professoren-Congregation führt, welche die Verwaltung und Ordnung der die Facultät betreffenden Verhältnisse regelt. Die Facultäten haben ein Secretariat für die Ausfertigung der nothwendigen Schriften und eine Bibliothek. Auf der Facultät von S. Paulo matriculirten sich im Jahre 1865 , 375 Studenten im hohem Cursus und 207 im vorbereitenden Cursus. Von ersteren promovirten 60 - 105 — als Baccalaurei, welcher Grad zur Verfolgung der Ma- gistrats-und Advocaten Laufbahn befähigt. Einer promovirte als Doctor, Auf der von Recife matriculirten sich: 440, von welchen 90 als Baccalaurei und als Doctor promo- virten. Der vorbereitende Cursus wurde von 525 Zöglingen besucht. Auf beiden Facultäten exisistirt ausser dem Grade des Baccalaureat, noch der Doctorgrad, zu dessen Erlangung nicht nur Examen über die Gegenstände des fünfjährigen hohem Cursus, sondern auch die Vertheidigung von Thesen über jede der erwähnten Materien erforderlich ist. Dieser Grad befähigt zur Professur an dem hohem Cursus .dieser Facultäten. Jede derselben hat ausser 11 Kathedratischen Professoren, sechs ausserordentliche stellvertretende ; beide Classen werden nach gehaltenem Concurse von der Regierung ernannt. . Die jährliche Ausgabe für beide Rechts-Facultäten beträgt 155:300$. Militärischen Unterricht. Die militairischen Studien werden in folgenden Anstalten gemacht: 1°, Regimentsshulen; 2°, Vorbereitungsschulen; 3°, Militairschule ; 4°; Centralschule. Alle diese Anstalten sind militairischer Disciplin unterworfen und stehen unter dem Kriegsministerium. Regimentsschulen. Die Regimentsschulen , bestimmt Unterofflciere für den Armee-Corps Dienst zu bilden, umfassen für alle Waffengattungen folgende Gegenstände: Lesen, Schönschreiben, Religion, die 4 Operationen mit gan- zen Zahlen, gewöhnlichen undDecimalbrüchen, Maaslehre , Linearzeichnen, die Hauptzüge der Militair- Straf-Gesetzgebung, die Pflichten des Soldaten, Feldwebels, Corporals, Sergeanten, in allen Umständen des Krieges oder Friedens. Für jede Waffengattung: die betreffende practische Belehrung, geregelt durch ein von der Unterrichts- Commission der Militairschule entworfenes Programm. Vorbereitungs-Schulen. Die Militair Vorbereitungsschulen begreifen das Studium der Lehrgegenstände die zur Matriculirung in den hohem Militair-Cursen erfordert werden und den prac- tischen elementar Unterricht der verschiedenen Waffengattungen. Ihr Cursus dauert 2 Jahre, innerhalb welcher gelehrt werden: Portugiesische und französische Grammatik, Geschichte, Geographie, namentlich Brasiliens, Arithmetik, Elementar-Algebra, Geometrie , ebene Trigonometrie , Linearzeichnen , practische Geometrie, Verwaltung von Compagnien und Corps. Militairschule. Die Militairschule bildet einen 3 jährigen Cursus, worin gelehrt wird: höhere Algebra, analytische Geometrie , Experimentalphysik und vorgängige Kenntniss der Mechanik, unorganische Chemie und ihre Anwendung auf militairische Feuerwerkerkunst, topographisches Zeichnen, Topographie und Landesrecognosci- rung , Taktik, Strategik ; Lagermessung , Militair- geschichte, augenblickliche Befestigung, Elementarbegriffe der Balistic, Grundsätze des Völkerrechts, Elemente des Natur-und-Staatsrechts in Bezug auf den Militairdienst, Militairgesetzgebung, Planzeichnen, beschreibende Geometrie, welche die Studien über verjüngte 107 — Ebenen und ihre Anwendung 1 auf die Schusslinien- bestimmung in sich schliesst, Differential und Integral Rechnung, Mechanik, theoretische und practische Balistic, militärische Technologie, Artillerie, Hauptsysteme der dauernden Befestigung, Angriff und Ver- theidigung v.,n Plätzen, militairische Minen, Befesti- gungs Zeichnen, sowie das der Kriegsmaschinen, Handhabung der Waffen, Turnen, Schwimmen, und practische Hebungen. Die zwei ersten Jahre bilden den Cursus für Caval- lerie und Infanterie; die drei Jahre für die Artillerie. Zum Eintritt in den Generalstab und das Militair Ingenieur-Corps ist ausser jenen drei Jahren noch ein Ergänzungs-Cursus, der auf der Centralschule gehalten wird, erforderlich; für den Generalstab: Studium und Ausübung des geographischen Zeichnens und der Astronomie, Topographie, Geodosie, Botanik, Zoologie, und Elemente der organischen Chemie und für das Militairingenieurcorps: Studium und practische Ausübung der auf Bauten angewandten Mechanik, Grundsätze der Civil-Baukunst, Eigenschaften und Wiederstandskraft der Baumaterialien, Begriffe über Leitung der Flüsse und Bewegung des Wassers in Canälen, innere Schifffahrt natürlicher oder künstlicher Art, Strassen, Brücken, Eisenbahnen und Telegraphen, Mineralogie und Geologie, Bauzeichnen, Anlage und Verzierung bürgerlicher und militärischer Gebäude und Ausführung von Plänen. Die Militairschule wird von einem Commandanten, Oberofficier irgend einer der wissenschaftlichen Waffengattungen, geleitet, der nicht unterrichtet; durch einen zweiten hohem Offizier, unter Beihülfe von 1 oder 2 Adjudanten, Offizieren des Heeres, und 1 mit den schriftlichen Arbeiten betrauten Sec-retärs. Das Lehrerpersonal besteht aus 8 Lehrern, 4 Repetitoren, 2 Unterlehrern und 1 oder 2 Hülfslehrern. — 108 — Dieser Schule ist eine in Campo-Grande befindliche, der Residenz nahe belegene allgemeine Schiessschule untergeordnet. In dieser Schule, die mit Nutzen von einer beträchtlichen Zahl von Zöglingen besucht wurde, werden folgende Gegenstände gelehrt : Benennungen der verschiedenen Arten der Artillerie zugehörigen Feuerschlünde, ihrer Lafetten, Karren, Schmieden, Trainwagen und der verschiedenen Stücke der Montirung und des Riemenzeuges, Benennungen, Gebrauch und Verfertigung der verschiedenen Kugelsorten, Benennungen und Gebrauch der verschiedenen Kraftmaschinen, die bei Aufpflanzung und De- montirung der Geschütze verwandt werden; practische Mittel Entfernungen zu schätzen; Benennung und Gebrauch der verschiedenen Instrumente, die zum Her- ausreissen und Legen der Zünder, sowie zur Messung und Richtung der verschiedenen Geschützsorten nöthig sind; theoretisches und practisches Richten der verschiedenen Geschütze und der Congrev eschen Raketen in geradliniger oder gekümmter Richtung oder als Ricochetschuss, Graduirung der Zünder für die verschiedenen Weiten und Durchgänge, Schätzung der Schleuderkraft des Pulvers auf die verschiedenen bekannten Arten. Es ist daselbst eine ausgedehnte Schusslinie für den theoretischen und practischen Unterricht; als Lehrbuch vorläufig das von Panot, von der Schule von St. Omer, eingefühit- Das Personal der Schiessschule von Campo-Grande besteht aus: 1 Commandanten, 1 Adjudanten, 1 General-Instructor, 2 Instructoren-Adjudanten, 1 Secretär und 1 Quartiermeister. ^ Diese Schule ist seit Anfang des Kriges aus Mangel an Personal geschlossen — 109 — Centralschule. Diese Anstallt befasst sich hauptsächlich mit dem Unterricht der Mathematik und den Naturwissenschaften und begreift in einem 7 jährigen Cursus folgende Gegenstände: Algebra, Geometrie , rechtlinische und spherische Trigonometrie, Linear- und- topographisches Zeichnen, Begriffe der Topographie, analytische Geometrie, allgemeine Theorie der Projectionen, Differential- und Integral- Rechnung, Mechanik, Experimental-Physik, graphische Lösung der Probleme der beschreibenden Geometrie und ihre Anwendung auf die Schattenlehre, unorganische Chemie und betreffende Analyse, Maschienenzeichnen, Astronomie, Topographie, Geodesie, Botanik und Zoologie, Begriffe der organischen Chemie, geographisches Zeichnen, Mechanik in Anwendung auf Bauten, Civil-Baukunst, Theorie der Flussleitung, Bewegung des Wassers in Canälen, Schifffahrt und Strassen, Brücken, Eisenbahnen, Telegraphen, Mineralogie und Geologie, Bauzeichnen, Rissanfertigung und Verzierung von Civil-und-Militair-Gebäuden und Ausführung der Risse, angewandte Hydro- namik, hydraulische Getriebe und Maschienen, Verbesserung der Flüsse in Betreff der Schifffahrt und Ueber- schwernmungen, schiffbare Canäle, Canalisirung und Ableitung des Wassers, artesische Brunnen, Sicherheit und Erhaltung von Häfen, Entfernung von Sandbänken und Herstellung von Ankerplätzen; National-Oeco- nomie, Statistik und Grundsätze des Verwaltungsrechts, Zeichnung und Construction von hydraulischen Maschienen und practische Uebungen während der Ferien. Die Schule bietet für die Civil Schüler zwei Cursus dar, einen für Civil-Ingenieure und den andern für Ingenieur-Geographen. Ersterer besteht in Studium aller obigen Wissenschaften und in den practischen Uebungen derselben. Letz- — 110 — terer umfasst das Studium der 4 ersten Jatire des allgemeinen Curses, welche die folgenden Gegenstände begreifen: Algebra, analytische Geometrie und allgemeine Theorie der Projectionen; Elemente der differential und Integral- Rechnung, Mechanik, rechtlinige und spherische Trigonometrie, topographische Astronomie. Geodesie, Experimentalphysik, unorganische Chemie, Botanik Zoologie, Begriffe der organischen Chemie, graphische Lösung der Probleme der beschreibenden Geometrie und ihre Anwendung auf die Schattenlehre, Linear- und- topographisches Zeichnen, Maschienen- Zeichnen, geographisches Zeichnen, practische Hebungen, Sternwartendienst, geodes ische Operationen. Die Schule ist unmittelbar einem Director untergeordnet, Oberoffizer einer wissenschaftlichen Waffegattung, der keinen Theil am Unterricht nimmt. Ihm sind 2 Adjudanten beigegeben von denen einer ein Ober- officier von irgend einer der wissenschaftlichen Waffengattungen sein muss, und ein mit den Schreibereien betrauter Secretär. Das Lehrer-Personal besteht aus 11 cathedratischen Professoren, 5 Repetitoren, 2 Zeichnenlehrern, 2 Adjudanten der Zeichnenlehrer u nd Gehilfen der Repetitoren. Sie besitzt eine Bibliothek, ein physicalisches Gabinet, ein chemisches Laboratorium, ein mineralisches Gabinet, einen Saal für Modelle der wichtigsten Construc- tionen und Maschienen. Das Lehrerspesonal wird nach Concurs von de Regiegierung ernannt. Das kaiser lieh-astronomische Observatorium bildet einen Theil der Centralschule und hat zum Zweck, den Zöglingen des 4 ten Jahres derselben den Unterricht in practischer Astronomie zu ertheilen, sowie die astronomischen und meteorologischen Beobachtungen zu veröffentlichen. Hier werden die Chronometer der Kriegsund Marinebehörden regulirt und täglich ein Signal —111 — gegeben, welches die mittlere Zeit anzeigt. Dasselbe hat eine wichtige Arbeit über die meteorologischen Tafeln mit den verschiedenen Curven veröffentlicht. Es liegt auf einer Anhöhe der Stadt Rio de Janeiro. Die Beamten desselben sind mehrfach in Commissionen gesandt worden, um Studien und Beobachtungen an verschiedenen Punkten des Landes zu machen. Es veröffentlicht in den Tageblättern die meteorologischen Beobachtungen des vorhergehenden Tages. Es giebt auch eine Sternwarte in der Hauptstadt der Provinz Pernambuco. Einheimische und fremde wissenschaftliche Expeditionen haben sich in letzter Zeit au verschiedenen Stellen des Reiches mit diesen Fragen beschäftigt. Der militärische Unterricht kostet dem Staate jährlich die Summe von 302:890^500. Marineschule. Die Marineschule begreift in ein und derselben Anstallt , die aus einem Internat und Externat besteht, einen theoretischen und practischen Cursus der nautischen Wissenschaften, deren Kenntnisse, denen, die sich dem Seewesen widmen, absolut nöthig ist. Dieser Cursus bestecht aus 4 Jahren und begreift Unterricht in : Französisch, Englisch, Algebra, Geometrie, Trigonometrie, Berechnung, Astronomie mit practischen Beobachtungen, Balistik, Physik, Chemie, See- Taktick, Geschichte der Schifffahrt, hydrographische Arbeiten, Topographie, Ausrüstung und Manoeuver mit practischen Uebungen, Studien über Dampfmaschienen mit practischer Anwendung auf Schifffahrt, Seebauten, Zeichnen , Turnen und Schwimmen. — 112 — Der Unterricht der Gegenstände des vierten Jahres, welches, Seetaktik , Geschichte der Schifffahrt, practische regelmässige Uebungen in astronomischen Beobachtungen, besonders zur Längenbestimmung auf See, Uebungen im Artilleriedienst, hydrographische Arbeiten und darauf bezügliches Zeichnen, practische Zergliederung der Schiffsbauten mit Anwendung auf den Kriegsdienst r begreift, wird auf einem Kriegsschiffe und während überseeischer Reise gegeben. In der Marineschule werden nur die Aspiranten im Grade eines Seekadets, und die, welche besondere Erlaub- niss der Regierung haben, zugelassen. Jedes Jahr machen die Aspiranten , welche ihr Examen bestanden, während der Ferien, in einem oder mehreren Kriegsschiffen eine Instructionsreise. Das Yerwaltungspersonal der Marineschule besteht aus einem Director, Oberoffizier der Flotte , einem Yice-Director, Offizier hohem Ranges , Caplan, Arzt und andern Beamten. Das Lehrpersonal besteht aus 5 kathedratischen Professoren, 5 Oppositoren, 6 Lehrern und 2 Zeichenlehrer-Adjunkten, die nach Concurs von der Regierung ernannt werden, und aus einem Fechtmeister, Turn-und-Schwimmlehrer. Es besteht daselbst ein Unterrichtsrath , der gebildet wird aus dem Director, Vice-Director, Professoren und den 2 ältesten Oppositoren, denen ausser anderen wichtigen Befugnissen obliegt, sich über Alles, was die Unterweisung, den theoretischen und practischen Unterricht der Zöglinge anbetrifft, zu berathen. Diese werden nach Beendigung der 3 Jahren zu See- kadeten ernannt, und zweien derselben, welche ihre Studien mit Auszeichnung in allen Fächern und untadelhaften Benehmen beendigten, bewilligt die Regierung den Rang eines Unterlieutenants. Die Marineschule besitzt eine Bibliothek , ein physikalisches und chemisches Kabinet - 113 - Im vergangenen Jahre wurden die Classen der Marineschule von 94 Zöglingen besucht, von denen 11 Aspiranten und 23 Civilisten waren. Den Cursus beendigten 16 Zöglinge , die von Aspiranten zu Seekadeten befördert wurden. Die Marineschule verausgabt jährlich die Summe von Rs. 115:429^800. Practische Artillerie und Marineschule. Aus dieser Schule, die hauptsächlich dazu bestimmt ist, Artilleristen mit den nothigen Fähigkeiten auszustatten, um an Bord der Kriegsschiffe die Posten eines Geschützmeisters , Magazin Verwalters , Geschützladers auszufüllen , sind schon ziemlich viele Artilleristen hervorgegangen, die befähigt waren zum Posten eines Geschützmeisters und Laders. Das Personal der Schule besteht ausser dem Director und seinem Adjudanten, aus einem Marineoffizier unter dem Titel eines Lehrers der practischen Artillerie und aus 150 Mann Soldaten, Corporälen und Unteroffizieren des Corps der kaiserlichen Seesoldaten und des Seebataillons. In der Schule wird practischer Unterricht in der Bedienung der Geschütze, dem Gebrauche der übrigen Feuer-und-Stahlwaffen ertheilt, die in der Marine gebraucht werden. Ausserdem sind die Soldaten dieser Schule zweimal monatlich, in Begleitung des betreffenden Lehrers, bei den Arbeiten der Feuerwerker-Anstalten der Marine gegenwärtig, um Geschicklichkeit in der Handhabung der Kriegsmaterialien zu erwerben, die zum Dienste am Bord gehören. In der Provinz Bahia existirt eine Steuermannsschule, E. A. Handels -Academie zu Rio de Janeiro. Die Lehrgegenstände der Handelsacademie der Residenzstadt bilden einen 4 jährigen Cursus und sind folgende: Französisch, Englisch, Deutsch, Arithmetik mit besonderer Anwendung auf den Handelsverkehr, Algebra bis zu den Gleichungen zweiten Grads, ebene Geometrie und Stereometrie, Handelsgeographie und Statistik; Handelsrecht und Gesetzgebung der In-und-Aus- fuhrzollämter im Vergleich mit den Plätzen, welche den grossesten Verkehrmit Brasilien haben, und Buchhaltung. Die Beaufsichtigung der Anstalt wird durch den Minister des Innern vermittelst eines Regierungscommisairs und durch den Director ausgeübt. Die wichtigsten Fragen, welche die Anstalt im Allgemeinen oder den Unterricht und die Ordnung betreffen, werden durch eine Versammlung der Professoren, die nach Concurs von der Regierung ernannt werden, unter Vorsitz des Directors, berathen. Im verflossenen Jahre matriculirten sich in dem Cursus der Anstalt 53 Zöglinge, von denen zwei den Cursus beendigten und Befähigungsdiplom erhielten. Seine jährliche Ausgabe ist: 18:000#. Kaiserliche Blinden-Anstalt. Diese Anstalt besteht aus einem Internate, worin blinden Kindern beiderlei Geschlechts, ausser dem Ele- mentar-und hohem Unterricht, eine Profession gelehrt wird, die ihren Ideen und Fähigkeiten zusagt. Sie wird geleitet durch einen von der Regierung ernannten Director , und steht unter dem Minister des Innern der seine Aufsicht durch einen Regierungs-Commissär ausübt; sie hat ausserdem einen Caplan, Arzt und andere Angestellte. Der Studiencursus umfasst 8 Jahre und begreift die folgenden Gegenstände : Lesen, Schreiben, Katechismus , Auslegung der Evangelien , Vocal-und-Instru- mental-Musik, Contrahass und Composition, Grammatik Französisch, Arithmetik, Algebra bis zum 2 ten . Grade, Geometrie, allgemeine Grundsätze der Mechanik, Physik nnd Chemie, alte und neuere Geographie und Geschichte, einheimische Geschichte und Geographie, mechanische Künste und Handwerke. Zum Unterricht dieser Gegenstände bedieüt man sich der Lehrweise des Herrn Braille, mit vorspringenden Punkten. Die Anstallt besitzt eine Bibliothek von circa 1000 Bänden. Sie besitzt ferner eine Druckerei, worin einige Lehr- bücher-und eigene Compositionen der Zöglinge von diesen in der erwähnten Weise gedruckt werden; und eine Buchbinderei. Die armen Zöglinge erhalten, wenn sie für mechanische Künste bestimmt sind , den practischen Unterricht derselben in der Anstalt selbst, oder ausserhalb derselben in besondern Anstalten, je nach ihrem Berufe und Wunsche. Der Unterricht wird von 6 von der Regierung ernannten Lehrern ertheilt, die welche jeder mehrere Fächer lehren, und durch 4 Repetitoren, die ihnen beistehen, von welchen drei Zöglinge der Anstalt sind. Aus dieser Anstalt sind Zöglinge hervorgegangen, die mehr als ein Musik-Instrument spielen und von. den Kenntnissen leben die sie dort erwarben. Im vergangenen Jahre stieg die Zahl der Zöglinge auf 30, von denen 26 auf Staatskosten erzogen wurden, und beliefen sich die Ausgaben Seiten des Staates auf 35:979^000. — 116 Taiabsturnmen-An statt. Dieselbe ist ein Internat dessen aufg’abe darin besteht den Taubstummen beiderlei Geschlechtes, die Erziehung' und Ausbildung' zu g'eben, deren sie fähig 1 sind. Sie zählt gegenwärtig 1 13 Zöglinge männlichen und 3'weiblichen Geschlechtes. Die Lehrgegenstände sind : Moral und Religion , Landessprache, Arithmetik und Algebra, Geschichte und Geographie , Schönschreiben, Zeichnen, künstliche Lautirung und Lesen mit den Lippen, wozu für die Mädchen Handarbeiten und Stickereien hinzu kommen. Die Anstalt ist der Sorge eines Directors und einer Directorin übertragen, die alle diese Gegenstände lehren, mit Ausnahme des Zeichnens, wofür ein besonderer Lehrer angestellt ist; dieselben werden jedoch unterstützt yon 4 Repetitoren, yon denen 3 Zöglinge der Anstallt sind, die sich auch mit andern Diensten in der Anstalt beschäftigen. Die Anstalt hat eine Tischlerwerkstätte für den Unterricht dieses Handwerks; ausserdem werden noch die Schuhmacher-und-Schneider-Handwerke gelehrt. Die Regierung unterstützt diese Anstalt mit der jährlichen Beisteuer von 16:000$ Academie der Schönen Künste. Sie ertheilt den Unterricht der in dieses Fach einschlagenden Wissenschaften. Ihr Personal besteht aus einem Director, effectiven und honorären Professoren. Der Studiencurs ist in 5 Abtheilungen vertheilt: Baukunst, Bildhauerkunst, Malerei, Nebenstudien und Musik. Die erste Abtheilung umfasst; geometrisches Zeichnen Yerzierungszeichnen, Civil-Baukunst. Die zweite die Lehrstühle der: Verzierungs-Bildhaue- — 117 — rei, Gravirung von Medaillen und in Edelsteinen, Bildhauerkunst. Die dritte: Figurenzeichnen, Landschaften, Blumen und Thiere, Historienmalerei und Zeichnen nach lebendigem Modell. Die vierte: angewandte Mathematik, Anatomie und Physiologie der Leidenschaften, Geschichte der Künste. Aesthetik und Archäologie. Die fünfte: wird durch das musikalische Conservatorium gebildet. Der Unterricht wird in 2 Curse zerlegt: einen täglichen und einen abendlichen. In diesem wird gelehrt: industrielles Zeichnen, Ver- zierungs und Figuren Zeichnen, Bildhauerei von Figuren und Verzierungen, Elementar Mathematik, nämlich Arithmetik und practische Geometrie und Elemente der Mechanik; lebendes Modell. Der abendliche Cursus wurde als Gewerbeschule errichtet, um von mechanischen Handwerkern besucht werden zu können, was auch der Fall ist. Die wirklichen Professoren werden von der Regierung' ernannt nach stattgehabten Concurse und die Ehrenprofessoren durch den academischen Körper erwählt, vermittelst absoluter Stimmenmehrheit auf Vorschlag des Directors oder dreier Mitglieder irgend welcher Abtheilung, unter Vorbehalt der Genehmigung des Ministers. Sie können ihren Dienst nicht antreten, ohne dem akademischen Körper eine Arbeit vorgelegt zu haben, welche der Anstalt verbleibt. Die Ehrenprofessoren müssen die Stelle der wirklichen bei ihrer Ermanglung oder Verhinderung vertre- en, sobald der Director sie dazu bezeichnet. Es giebt auch eine Classe correspondirender Mitglie” der, die aus ausgezeichneten ausserhalb des Landes lebenden Künstlern besteht. - 118 Die Hörsäle der Academie wurden im letzten Jahre von 216 Zöglingen besucht, von denen 48 Preise erhielten. Alle Jahre wird in der Bildergallerie eine Öffentliche Ausstellung veranstaltet von Arbeiten aller Art, die drei Tage dauert; nach ihrer Beendigung wird zur Preisvertheilung geschritten. Alle zwei Jahre findet eine Öffentliche allgemeine Ausstellung 1 aller in der Residenz und den Provinzen ausgeführten Kunstwerke statt, welche 14 Tage dauert. Alle einheimischen oder fremde Künstler haben das Recht, ihre Arbeiten auszustellen, sobald sie von der academischen Jury angenommen worden sind. Es giebt in der Academie einen ausserordentlichen Preis für den brasilianischen Zögling, welcher als der ausgezeichnetste betrachtet wird, der in einer Pension für die Dauer von 6 Jahren zum Studiren in Europa besteht, wenn er Historienmaler, Bildhaur oder Architekt ist, und für 4 Jahre, wenn er Graveur oder Landschaftsmaler ist. Die Academie besitzt eine Bibliothek, Bildergallerie und ein Secretariat für ihren Dienst. Die jährliche Ausgabe für die Academie beträgt 37:000^000. Musilc-Conservatorium. Obgleich diese Anstalt eine Abtheilung der Académie der Schönen Künste ist, so wird sie dennoch in Folge ihrer besondern Organisation durch einen besondern Director geleitet, mit eigener Oeconomie, in einem besonderen Gebäude und mit eigenem Vermögen. Der Unterricht wird ganz unentgeldlich beiden Geschlechtern gegeben und zwar in den folgenden Classen. Elementarkenntnisse der Musik, Tonleitern und allgemeine Begriffe des Gesanges für das männliche Ge- ,s Riecht, dieselben Gegenstände für das weibliche Ge- — 119 - schlecht, Gesang- für beide Geschlechter; Begleitungsregeln, Orgelspiel; Saiteninstrumente, Blasinstrumente. Ausser diesen Classen soll eine für Composition, sowie andere mehrere errichtet werden, sobald die Mittel des Conservatoriums es erlauben, und der Fortschritt des Unterrichts es erheischt. Die Verwaltung des Conservatoriums besteht ausser dem Director aus einem Schatzmeister und einem mit der Schreiberei betrauten Secretär. Aus dieser Anstalt sind viele fähige Zöglinge hervorgegangen, und einige, die bedürftig waren, haben die Mittel zu ihrem Unterhalt erworben. Bibliotheken. Die Nationalbibliothek nimmt ein grosses Gebäude ein, worin sich 66,000 Bände , und unter ihnen Werke grossen Werthes befinden. Die der Marine besitzt 2,800 Karten, verschiedene Pläne, und circa 10,000 Bände unter Einschluss von 23 Bibiotheken, welche sich auf verschiedenen Kriegsschiffen befinden. Ausserdem existiren in der Residenz andere von Pri- vat-Gesellschaften, von denen einige sehr interessant sind. In den Hauptstädten der Provinzen Bahia, Pernam- buco, S. Paulo, Cearä und anderer, existiren öffentliche Bibliotheken auf Kosten des Provinzialschatzes. Die Presse. Residenzstadt. Tägliche Blätter. J ornai do C ommer cio (46. Jahrgang) druckt täglich über 13,000 Exemplare ; es beschäftigt 200 Angestellte. Verbraucht jährlich 6,600 Ries Papier des grössesten — 120 — Formates, (jeder Bogen giebt 2 Exemplare) deren Gewicht 377,000 kilogramm ist, und 660 kilogramm Farbe. Correio Mercantil (34. Jahrgang). Es beschäftigt 120 Angestellte. Diario do Rio (47. Jahrgang). Biario Official (3. Jahrgang). Periodisch veröffentlichen sich — ein religiösen Gegenständen gewidmetes Blatt [0 Apostolo) ; ein Blatt welches sichauschliesslich mit vaterländischer Geschichte befasst (Brazü Historico ) ; verschiedene politische Blätter , einige illustrirte Journale, und'Revuen literarischer und gewerblicher Gesellschaften, sowie von Privatleuten, wie z. B, jährlich der Administrative, Handels—und—Gewerbe Almanach der Residenz und der Provinz Rio de Janeiro, welcher den 24 Jahrgang herausgab. Das Biario do Rio giebt auch bei Ausgang der überseeischen Packete ein Blatt in französischer Sprache. In gleicher Sprache werden veröffentlicht: LTmpartial undL’Estaffette,beide litterarische Blätter;«und in Englisch « The Anglo-Brasilian-Times», welches sich hauptsächlich mit Colonisations — und Einwanderungsfragen beschäftigt und das Rio Gommercial Journal für Handelsfragen. Ausser andern Blättern werden in den Provinzen die folgenden veröffentlicht: Amazonas. Voz do Amazonas (2. J). Amazonas (1. J). Para. Biario do Gräo Para (14. J). Jornal do Amazonas (8, J). Maranhäo. Coaligäo (5. J). Publicador Maranhense. — 121 — Piauhy. Moderapäo (3, J). , Cearâ. Pedro II (27. J). Cearense (21. J). Tribuna Catholica (2. J). Constitucional. Rio-Grande do Norte. Correio Natalense. f Parahyba. Publicador (6. J). Diario da Parahyba. Pernambuco. Diario de Pernambuco (43. J). Letzteres Blatt hat im Norden die grösste Verbreitung- und wetteifert mit den Blättern grossen Formats der Residenz. Correio do Recife (3. J). Jornal do Recife. Sergipe. Correio Sergipense. ^ Jornal de Sergipe. Bahia. Jornal da Bahia (13. J). Diario (12. J). Interesse Publico (2. J). Commercial (1. J). Pharol (3. J). Rio de Janeiro. P atria (12. J). Mercantil (11. J). Germania, in deutscher Sprache (2. J). Monitor Campista (30. J). Paiz (3. J). Sentinella. 122 — Conservador. Parahybano (4. J). S. Paulo. Correio Paulistano. Piario de S. Paulo. Revista Commercial. Aracoyaba Iris Bananalense. A Verdade. Popular. Echo Vopiäar. Progresso. Parahyba. Esperança . Parana. Commercial do Parana (6. J). Phénix (1. J). j Dezenove de Dezembro. Santa Catharina. Pespertador. Mercantil. Colonie-Zeitung (auf deutsch). S. Pedro do Rio Grande do Sul, Piario do Rio Grande (20. J). Echo do Sul (13. J). Commercial (H- J)- Artista (5 I). Jornal do Commercio (4. J). Rio Grandense (2. J). Deutsche Zeitung 1 . Minas Geraes. Piario de Minas. Constitucional (2. J). Sapucahy. Goyaz. Correio Official. — 123 Mato-Grosso. Guyabano. Es existirt auch für die Rechnung- der Regierung- eine National-Buchdruckerei, wo das JDiario Official veröffentlicht und im Allgemeinen die Berichte und officiellen Sachen gedruckt werden ; sie besitzt 2 mechanische und 13 Hand-Pressen. Ebenso eine Präg-und-Druckanstait worin die Staatsschuldscheine , Wechsel, Frachtbriefe Briefmarken und Stempelpapiere angefertigt werden. Wissenschaftliche, litterarisehe und gewerbliche Gesellschaften. In der Residenzstadt : Einheimische. Kaiserlich medizinische Academie, historisch Geographisch und Ethnographisches Institut, Institut der brasilianischen Advocaten , polytechnisches Institut, phar- maceutisches Institut von Rio de Janeiro , Institut der Baccalaurei, litterarisches Athenäum, litterarische Versuche, Rio de Janeiro Fluminense-Bibliothek, Hülfsge- Seilschaft für National - Gewerbe, Lyceum der Künste und Handwerke. Letzteres Lyceum ist bestimmt den Handwerkern angemessenen Unterricht in einem abendlichen Cursus zu ertheilen, Das historische und geographische Institut veröffentlicht alle 3 Monate eine Revüe seit 28 Jahren; es hat dem Studium der Geschichte und Geographie Brasiliens gute Dienste geleistet. Es hält 2 Sitzungen im Monat, die immer mit der erhabenen Gegenwart S. M. des Kaisers beehrt werden. Die Bibliothek desselben besitzt unter anderen werthwollen Werken die Americanische Bibliothek, welche der Dr. Martins, Verfasser der Flora-Brasiliense sammelte. Die Hülfsg'esellschaft der National-gewerbe veröffentlicht monatlich ein Heft. Diese Gesellschaft, deren Sitzungen zuweilen mit Gegenwart S M. des Kaisers beehrt wurden, wird von der Regierung in vielen Angelegenheiten , welche die Industrie und den Ackerbau des Landes betreffen, um Rath befragt. Die Kaiserliche Academie der Medizin hält regelmässige Sitzungen worin wichtige Fragen in Betreff der Öffentlichen Hygiene und Gesundheit verhandelt werden. Ihr Ehrenpresident ist der Minister des Innern. Sie veröffentlicht seit 36 Jahren eine Revue, im Anfänge unter dem Namen « Semanario da Saude Publica » darauf unter dem einer « Revista Medica Flu- minense » später unter dem der « Revista Medica Bra- sileira », und letzthin unter dem der « Annaes de Medicina Brasiliense. » ln dem Provinzen Maranhäo , Pernambuco, Bahia , S. Paulo und anderen, existiren ähnliche Gesellschaften, deren einige interessante Revüen veröffentlichen. Fremde. Englisches Lesecabinet, Gesellschaft Germania, (Deutscher Lesezirkel) Retiro Litterario Portuguez und Portugiesisches Lesecabinet. Natiönal-Museiam. Das National-Museum , in der Residenzstadt besteht aus 4 Abtheilungen : die lte. der vergleichenden Anatomie und Zoologie; die 2te. der Botanik, Agricultur und mechanischen Künste; die 3te. der Mineralogie , Geologie und Naturwissenschaften; die 4te. der Numis- — 125 — matik, freien Künste , Archäologie, Sitten und Gebräuche der jetzigen Nationen. Jede dieser Abtheilungen hat einen Director und einen Gehülfen ; ausserdem giebt es einen General- director , dessen Stelle . durch einen der 4 Directoren , nach Bestimmung der Regierung versehen wird. Die mineralogischen und zoologischen Abtheilungen sind die vollständigsten , auch die numismatische wird jetzt bedeutend, und in dem ethnographischen Theil besitzt sie in Bezug auf Brasilien viele seltene Gegenstände, die grosses Interesse für die Wissenschaft haben. Im archäologischen Saale ist eine schöne Sammlung von Vasen und andern Kunstwerken von hohem Wer- the, die den Ruinen Pompeiis entnommen sind, welche von I. M. der Kaiserin geschenkt wurden. Das Nationalmuseum vertauscht Duplicate gegen andere fremder Museen. Philantropische Gesellschaften zu Rio de Janeiro. j Einheimische : Brasilianische Unterstüzungs-Gesells- chaft, Uniäo-Beneficente Commercio e Artes, Uniäo e Beneficencia, Rio-Grandense, Beneficente e Humanitaria, Pharmaceutica Brasileira, Unterstützungs und Wohl- thätigkeits-Gesellschaft der mechanischen und freien Künste, philantropische der Handwerker, Typographische Fluminense, musikalische Wohlthätigkeits Gesellschaft , Municipal-Wohlthätigkeitscasse, Wohlthätig- keits-Gesellschaft-Vollkommene Freundschaft. Fremde : Französische Gesellsch. der gegenseitigen Hülfe, Englische , Deutsche, Amerikanische , Belgische , Spanische, Italienische ; Portugiesische Wohlthätigkeits- Gesellschaft; wohlthuende portugiesische , Portugiesische wohlthuende und Freundin der Monarchie ; Hülfscasse D. Pedro, der Madrepora, und Schweizer philantropische Gesellschaft. — 126 — In fast allen Provinzhauptstädten und anderen volkreichen Oertern giebt es ähnliche Gesellschaften, nationale und fremde, die unter ihren Mitgliedern hülfreiche Hand leisten. Barmherzige-Anstalten • Die hauptsächlichste barmherzige Anstalt des Reiches ist die Santa Casa da Misericordia zu Rio de Janeiro , mit grossem Privat-vermÖgen , welches in Grundstücken und öffentlichen Geld-Schuldscheinen besteht. Ihrer Obhut ist anvertraut das Krankenhaus, die Versorgung der Findlinge, die Aufnahme der Waisenkinder und das Irrenhaus. Die gewöhnliche Einnahme dieser verschiedenen Abtheilungen betrug im letzten Jahre 831:058^850 ; und ebenfalls die gewöhnliche Ausgabe 698:332^314. Alle Armen, welcher Nation oder Religion sie auch angehören, werden in dem Krankenhaus mit der grössten Sorgfalt und unentgeltlich behandelt; und nicht nur die Armen, sondern auch Leute die sich dem seefahrenden Leben gewidmet haben, jedwelchen Standes, haben ein Recht im Krankenhause unentgeltlich verpflegt zu werden, wofür ihr die mit dem Namen — « Subsidio dos vinhos e despacho maritimo (Wein-und See-Versendungs-Steuer) — » bezeichneten Zölle, die in dem Zollhause beigetrieben werden, und im letzten Jahre 99:663^345 betrugen, zugeschrieben sind. Die Wichtigkeit der Anstalt erhellt aus dem Betrag ihrer Einnahme und Ausgabe. Im Anfänge des Jahres befanden sich im Hospital 1,001 Kranke; es kamen im Laufe desselben 11,220 hinzu, zum grossen Theile Fremde. Die Sterblichkeit betrug 13 %. Für die Besatzung der Schiffe, welche mit epidemischen oder ansteckenden Krankheiten behaftet, den Hafen von Rio anlaufen, giebt es in einem sehr ge- - 127 sunden Platz , fern von der Stadt, ein Krankenhaus , wo die Kranken mit aller Sorgfalt verpflegt werden. In den Hauptstädten fast aller Provinzen , in den bewohnten Städten und Flecken giebt es barmherzige Anstalten , namentlich die von S. Louis do Mara- nhon, Recife, Bahia, Santa Catharina, S. Pedro do Rio Grande do Sul, Porto-Alegre, S. Paulo , Santos , Ouro Preto und S. Joäo del Rei. In der Residenzstadt haben die religiösen Orden von S. Francisco de Paula, Nossa Senhora do Monte do Carmo , S. Francisco da Penitencia und Born Jesus do Calvario, Krankenhäuser mit allen Bequemlichkeiten für die Behandlung ihrer Kranken Brüder. Die portusiesische Wohlthätigkeitsgesellschaft besitzt ein gutes Krankenhaus , worin die Kranken dieser Nation unentgeltlich behandelt werden. Theater. i In der Residenz befindet sich ein Opernhaus, drei Theater, wovon 2 in Thätigkeit sind, ausser verschiedenen den Öffentlichen Belustigungen gewidmeten Häusern. In den Hauptstädten fast aller Provinzen und in vielen volksreichen Städten und Flecken giebt es ebenfalls Theater. Oeffentliehe Beleuchtung. Die Residenzstadt is mit Gas beleuchtet. Dieser Dienst wird heut zu Tage von einer englischen Compagnie versehen, auf welche die Rechte und Verpflichtungen übertragen wurden, die in dem in 1851 mit dem Baron von Maua abgeschlossenen Contract enthalten waren. Die Zahl der brennenden Gasflammen ist über 5,000 und die Ausgabe beträgt ungefähr 600 Contos per Jahr. 128 — Auch die Städte Recife und Bahia sind mit Gas beleuchtet, und werden die dazu nöthigen Anlagen in den Hauptstädten von Para , Maranhäo und Cearä getroffen. Mtienze* In der Residenzstadt giebt es unter dem Finanzministerium die Münze , für welche so eben ein grosses Gebäude mit allen dazu erforderlichen Bedingungen hergestellt worden ist. Sie hat' als Chef einen s.g. Provedor , sodann die nöthigen Beamten und Arbeiter, und das Dampfmaschienenwerk für Guss und Prägung ist von dem neuesten System Bei Proben verwendet man jetzt Gold v. 200 Milligramm. Die Mischung geschieht in Platingefässen neuster Erfindung. Seit Juli 1840 wurden daselbst 38,808,890 Goldmünzen geprägt und 13,765,553,500 Silbermünzen, im Ganzen 52,574,443,500, ausser andern vielen Medaillen von verschiedener Composition. Das 1866 geprägte Gold belief sich auf 940:760#, das Silber auf 1,334:666# , im Ganzen 2,275:426#. Sie besitzt eine Sammlung der Münzen , die in den alten Privatanstallten des Landes verfertigt worden sind, und daneben 572 fremde Gold-Silber und Kupfermünzen. Theil ihres Materials bilden 83 Matrizen inländischer Medaillen und 1,027 fremde Medaillen. Sie besitzt auch eine Schule für Oelmalerei , Bildhauerei in Gyps und Gravirung. Jede Werkstäte besitzt eine passende Bibliothek. Zuchthaus. In der Residenzstadt, sowie in den Hauptprovincialstädten befinden sich Zuchthäuser und Gefängnisse für die verurtheilten Gefangenen. Das der Residenz hält in einem geraümigen, noch. - 129 nicht ganz vollendeten Gebäude eine Reihe von 200 Zellen, und eine andere mit den Werkstätten und Nebengebäuden der Anstalt. Es ist nach dem System von Auburn erbaut. Die Sträflinge arbeiten für eigenen Verdienst, als Zimmerleute , Schneider , Steinhauer, Schuster, Buchbinder, u. s. w. Es befindet sich im Hause eine Bäckerei, Wäscherei und ein Steinbruch unter Aufsicht der Verwaltung. Verschiedene dort angefertigte Gegenstände , die zur Universal-Austellung gesandt wurden, beweisen die Güte der Arbeit und die gute Leitung der Verwaltung. Das Mtinicipim» der Residenzstadt* Das Municipium der Residenzstadt (auch neutrales Municipium benannt) , hat eine besondere administrative Einrichtung. Die Fragen, welche in den Provinzen der Entscheidung der Provinzialversammlung und dem Presidenten anheimstehen , sind in dem neutralen Municipium der General-Versammlung und Regierung übertragen, denen die Municipalkammer unmittelbar untergeordnet ist, so dass der Regierung die vorläufige Billigung der Muni- cipal-Verordnungen zusteht, wenn die Generalversammlung nicht vereint ist; ebenso die Feststellung der jährlichen Einnahme und Ausgabe auf Vorschlag der Municipalkammer, und die Entscheidung der gegen die Beschlussnahmen dieser eingellegten Recurse. Die Municipaleinnahme geht in der Residenz aus den Municipalabgaben hervor, aus dem Erbzins der Kammer zugehörigen Ländereien, dem Ertrag der polizeilichen Geldstrafen , der der Uebertretung der Verordnungen, der Verpachtung der neuen in Meer oder Bucht von Rio de Janeiro gewonnen Ländereien, Ertheilung der Erlaubniss Kaufläden und andere Indus- E. a. 9 130 - triezweige zu eröffnen, so auch Theater und andere Belustigungsörter, den Summen, wodurch die Regierung die Beschaffung gewisser Dienste unterstützt, und der- Erhöhung , welche bezüglich des Stadtzehnten zum Zweck der Strassenpflasterung mit Parallelipipedes bewilligt wurde; ausser einer Summe, welche der gesetzgebende Körper jährlich für besondere Arbeiten des Municipiums bewilligt. Die Einnahme des laufenden Jahres , ohne die letztere Summe, wurde auf 670:430^590 angeschlagen die Ausgabe auf eben so viel. Das Vermögen der Kammer besteht ausser dem Gebäude welches als Rathhaus dient, und anderer Bauten, aus Sesmarien (Länderstrecken), die ihr zu verschiedenen Zeiten verliehen wurden, dem Marktplatze, den Öffentlichen Schlachthäusern und ausserdem einen Theil der Staatsschuldscheine. Gewisse Abgaben, welche in den Provinzen als Provinzeinnahmen gelten, werden im neutralen Municipium als allgemeine betrachtet und betrugen im letzten Jahre über 1,500:000$. Zur Ausgleichung übernimmt die Regierung die Ausgabe für gewisse Dienste, die in den Provinzen für Rechnung ihres oder des Municipalschatzes laufen, wie z. B. öffentliche Beleuchtung, Versorgung mit Trinkwasser, Correctionshaus, eigentliche Polizeimannschaft und andere. Die Stadt S. Sebastiäo do Rio de Janeiro (Residenz) hat 11 Kirchspiele. Die 11 Mutterkirchen dieser Kirchspiele haben 60 Filial-Kirchen oder Capellen, worin regelmässig Gottesdienst gehalten wird. Einige Mutter-und-Filial-Kirchen zeichnen sich durch ihre Pracht aus. Es existiren 7 Klöster, 6 religiöse Brüderschaften, 2 Bethäuser, die von den betreffenden Gemeinden begründet sind uni erhalten werden, eine der englischen bischöflichen Kirche, die andere der deutsch-evangelischen Gemeinde zugehörig. Ausserdem besitzt das Municipium ausserhalb der Stadt acht Kirchspiele, einige auch mit Kirchen und Filialcapellen. Das Municipalgebiet ist in 2 Polizeidistricte einge- theilt, (Delegatien). Die Stadt in 14 ünterpolizeibehörden und 16 Friedensrichterbezirke. In den äussern Kirchspielen finden wir 8 Unterpolizeibehörden und 9 Friedensgerichte. Die Stadt hat in ihrem Umkreise 78 öffentliche Gebäude, 19,470 Häuser, von denen 6,015 mehrere Stockwerke und 12,359 nur die Erdflur besitzen; 5,575 Handelshäuser, und 12 mit Zollbeamten besetzten Ausladungsplätzen, 1,585 Werkstätten und 493 Fabriken. Mit Handel befassen sich 55,570 Personen, von denen 1/5 Eingeborene sind, und in den Fabriken und Werkstätten werden 41,569 Arbeiter beschäftigt, von denen 2/3 Eingeborene sind. Sie besitzt einen öffentlichen Garten, in der Stadt, worin sich viele auswärtige Pflanzen befinden, und einen in einer Vorstadt, der dem Ackerbau Institute zugehört, doch auch dem Publicum zur Benutzung freigestellt ist. Auf ihren freien Plätzen stehen täglich 614 Mieth- wagen bereit. Einige Plätze sind mit Bäumen bepflanzt und fast alle Strassen der Stadt sind gut gepflastert. Der Platz der Constitution mit Gartenanlagen hat in seiner Mitte die Reiterstatüe des Gründers des Reiches. Die Bevölkerung des Municipiums wird auf 600,000 Seelen geschätzt, 520,000 in der Stadt und 80,000 in den äussern Kirchspielen. — 132 — Die Gesundheit des Climas wird bewiesen durch die folgende : Sterblichkeitstabelle in den 7 angebenen Jahren: 1859 . . . . 9,389 1860 . . . 11,018 1861 . . . 8,586 1862 . . . 8,634 1863 . . . 9,407 1864 . , . 8,159 1865 . . . 9,600 64,793 Die Sterblichkeit ist im Durchschnitte 1,78 % in diesem Zeiträume, und die von 1860 wo sie am grössten war, 2, 6 o/o. In dem erwähnten Zeiträume herrschte keine Epidemie. Die Stadt Rio de Janeiro hat 7 Festungen und Forts, welche den Eingang und das Innere ihres Hafens beschützen ; ausserdem sind 2 im Bau begriffen. Alle sind gut armirt. Nach allen Vorstädten hin, auf die Entfernung von etwa 2 Meilen, gehen zahlreiche Omnibus für mässige Preise und beabsichtigt man die Wiederherstellung der Schienenbahn zum Transport der Passagiere bis zum Fusse der Tijuca, sowie die Legung neuer bis in die Nähe des botanischen Gartens, beide in einer Länge von etwa 2 Meilen. Eine neuerdings mit Aufwand kostpieliger Bauten beendigte Strasse gewährt leichten und sichern Ueber- gang über die Höhe des Tijuca-Gebirges, eine der pittoreskesten und gesundesten Umgegenden der Stadt. Eine andere, von jenem Punkte bis zum botanischen Garten, wird demselben Zwecke dienen, sobald an einigen Stellen die Senkung etwas gemindert wird. Die Vorstädte Botafogo, S. Christoväo und andere — 133 haben Dampfschifffahrt zu gewissen Stunden oftmals in Tage. Gleiche Schifffahrt existirt zwischen der Residenz und der Hauptstadt der Provinz Rio de Janeiro alle halbe Stunden, uud eine tägliche nach den Inseln Paquetä, Governador und verschiedenen Punkten jener Provinz. Die Residenzstadt wird durch verschiedene Quellen mit Wasser versehen, die in den Granitbergen auf eine Meile oder etwas mehr Entfernung von ihrem Mittelpunkt, entspringen. Diese Quellen, auf einer Höhe von über 200 m über der Meeresfläche vereint, bilden in 24 Stunden ein Volumen Wassers von über- 36,000,000 Litres. Andere Gewässer, die auf denselben Bergen quellen, können noch benutzt werden und diese vereint mit dem schon in Canäle geführten, werden in 24 Stunden ein Volumen Wassers von 80,000,000 bilden. Alle diese Wasser sind von ausnehmender Klarheit, und ihre angenehme Kühle ist fast unveränderlich in den Sammelplätzen. Die Leitungen für den Lauf und Vertheilung haben die bedeutende Länge von 215 Kilometer, 749 m ; 3 Bruchsteincanäle, eiserne und bleierne Röhren sind zu diesem Zweck verwandt worden. Der sogenannte Corcovado-Aqueduct vor länger als einem Jahrhundert erbaut, ist die bemerkenswertheste aller Arbeiten. Er hat eine Länge von 8 Kilometern; und bei seinem Uebergange vom St. Theresienberge zum St. Antonisberge, auf einer doppelten Reihe von Arcaden von vollkommener Wölbung , beträgt seine höchste Höhe 17 m , 6 über der Erdfläche. Die wichtigsten Arbeiten für den Abfluss und Reinlichkeit der Häuser and Strassen , auf eine Strecke von 36 englischen Meilen , die mit der englisehen Gesellschaft « 3io-de-Janeiro City Improvements » in Contract 134 — übergeben wurden, sind nach dem besten Systeme beinahe beendet. Gewerbe-AHSstellmigen. Die erste brasilianische Ausstellung wurde mit grosser Feierlichkeit von S. M dem Kaiser, am 2 Dezember 18öl, dem allerhöchsten Geburtstage desselben eröffnet, und dauerte bis zum 16 Januar 1862. Sie stellte 9,862 Producte aus, die 1,136 Ausstellern angehörten, und wurden in den Tagen, wo Eintrittsgeld bezahlt wurde, von 18,453 Personen besucht ; Die zweite wurde auf gleiche AVeise , durch Seine Majestät den Kaiser am 19 October 1866, dem Namenstag des Heiligen S. M, eröffnet, und dauerte bis zum 16 Dezember desselben Jahres. Sie wies 20,128 Produkte auf, die 2,374 Ausstellern angehörten, und wurde an den Tagen, wo man Eintrittsgeld bezahlte, von 53,538 Personen besucht. Die zweite Ausstelluug ergab also eine A r ermehrung von 10,266 Producten, 1,238 Ausstellern nnd 35,085 .Besuchern. Beide Ausstellungen wurden durch die Regierung angeordnet, und alle Ausgaben vom Staate getragen. Dem Interesse, welches S. M. der Kaiser, dieser Einrichtung erwiesen, und vor allem dem besonderen Schutze, welchen er ihr angedeihen liess, wird der Erfolg* verdankt, welcher in den beiden Versuchen, die die beiden Gewerbs-Ausstellungen bilden , erlangt wurde. Das erste Mal wurden 1,495 Gegenstände zur Universal-Ausstellung in London gesandt. Jetzt wurden 3,558 Gegenstände, die 684 Ausstellern zugehören, wie aus dem beifolgenden Kataloge erhellt, nach der Pariser-Universal-Ausstellung gesandt. — 133 — Die Regierung- nahm die Einladung S. K. K. Apostolischen Majestät, zur Ausstellung von Wien in 1870 heizutragen, an. Ohne Zweifel wird die dritte Ausstellung (so G-ott erlaubt) noch besser den Grad des Reichthumes und den Fortschritt dieses gesegneten Landes darthun. Dies sind die Wünsche der Commission, welche die Ehre hatte die zweite Ausstellung zu leiten. iff*- : ; a ! : l fc îj rtv dfi>, 2 &&ä& &0m- fäsSS 1 !»'; igiPsäÄ^ :m‘« ÿSSS-ÇS *r>*l c kSM^ ÜiSS *» - ÄÜK ms '■^•^Vt^g^v^r.; Iflj !■• I y »!j>-*t»»',fs»»^_! ■ ■ J J DIRECTIONS-COMMISSION DER NATIONALAUSSTELLUNG. PRESIDENT. José Ildefonso de souza Ramos, Ratli S. M. des Kaisers, Senator des Reiches, Baccalaureus des Rechts und der Cameral-Wissenschaften, Comthur des Christus Ordens, Ritter des Rosen-Ordens, Vice-President des K. Instituts für Ackerbau, Mitglied des historischen und geographischen Instituts Brasiliens und der Hülfs- Gesellschaft der National-Gewerbsthätigkeit ; Ex- Staatsminister. VICE-PRESIDENT. Luiz Pedreira do Cotjto Ferraz, Rath S. M. des Kaisers, Staatsrath, Kammerherr I. M. der Kaiserin, Dr. des Rechts und der Cameralwissenschaften, cathedratischer Professor der Rechtsfacultät von S. Paulo, Offizier des kaiserlichen Ordens do Cruzeiro und des Rosen-Ordens, Ritter des Christus-Ordens, General-Inspector der Amortisationscasse, President des K. Instituts für Ackerbau, l ter Vice-President des historischen und geo- grapliischenlnstituts Brasiliens, Mitglied der Hülfgesell- schaft der National-Gewerbsthätigkeit, Regierungs- Bevollmächtigter für verschiedene Institute, Ex-Staats_ minister. ERSTER-SECRETAER. Antonio José de Souza Rego, Dr. der Medizin, Bacca- laurius ès lettres, Beamter des Finanz-Ministeriums, President der Handel-und-Transportmittel—Abtheilung, der Hülfs-Gesellschaft der National-Gewerbsthätigkeit und Mitglied des Unterrichtsrathes der Provinz Rio- de-Janeiro. ZWEITER SECRETAER. José Pereira Rego Junior, Baccalaureus ès lettres, Ge~ neral-Secretär der Hülfs-Gesellschaft der National-Gewerbsthätigkeit. 138 — MITGLIEDER. Manoel Ferreira Lagos, Comthur des Ros en -Ordens, Ritter des Christus, des portugiesischen Nossa Senhora da Conceiçâo de Villa Viçosa und des K. türkischen Ordens, Medjidié 3ter Classe, Beamter erster Classe im Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten , Director der Abtheilung für vergleichende Anatomie und Zoologie des National-Museums, Mitglied des historischen und geographischen Instituts, des fiskalischen Raths des K. Ackerbau-Instituts, und der Hülfs- Gesellsehaft des National-Gewerbsfleisses. Matheus da Cunha, Ritter des Rosen-Ordens, Bacca- laureus ès lettres, und der Natur und mathematischen Wissenschaften], Stereometer des Zollhauses in Rio- de-Janeiro, Mitglied des Vorstandes der Hülfs-Gesell- schaft des National-Gewerbsfleisses, wirkliches Mitglied des brasilianischen Polytechnischen Instituts. Raphael Archanjo Galväo Filho, Baccalaureus in Naturwissenschaften, und Mathematik, Civil-lngenieur, Director der Bauten des Zollamtes zu Rio-de-Janeiro, wirkliches Mitglied des brasilianischen polytechnischen Instituts und der Hülfs-Gesellschaft der National-Ge- werbsthätigkeit. Gabriel Militao de Villa-Nova Machado, Ritter des Rosen-Ordens, Dr. der Mathematik, Hauptmann des Artillerie-Generalstabes, cathedratischer Professor der Central-Schule, wirkliches Mitglied des brasilianischen polytechnischen Instituts und der Hülfsgesellschaft des National-Gewerbsthätigkeit. Joaquim Antonio de Azevedo, Offizier des Rosen-Ordens, 2ter Vice-President der Hülfsgesellschaft für National-Gewerbsfleiss, Mitglied der Direction des K* Ackerbau-Instituts. BRAZILIANISCHE COMMISSION IN DER UNIVERS AL-AUSTELLUNG ZU PARIS. PRESIDENT. Barâo de Penedo, Rath S. M. des Kaisers, ausserordentlicher Gesandter und Bevollmächter Brasiliens am Englischen Hofe ; D. C. L. der Universität Oxford, Gross-Würdenträger des Rosen-Ordens, Ritter des Christus-Ordens, Grosskreuz des portugiesischen Christus-Ordens, des S. Gregorio Magno, des Francisco I. und des k. türkischen Mejidié-Ordens 1 Classe. MIGrTLIEDER. ViscoNDE de Barbacena, Grande des Reichs, Würdenträger des Rosen Ordens, Comthur des Christus-Ordens, Mitglied der Direction des Kaiserlichen Instituts für Ackerbau . José Ribeiro da Silva, Minister-Resident in Disponibilität, Offizier des Rosen-Ordens, Grosskreuz des Ordens Francisco I. von Neapel und des russischen Sant’ Anna-Ordens 2 ter Classe. Julio Constancio Villeneuve, Geschäftsträger in der Schweiz, Comthur des Christus-Ordens, Inhaber des Mejidié Ordens 5 ter Classe, Comthur der 2 ter Classe des hergogl. sächsischen Ernestinen-Ordens. Manoel de Araujo Porto-Ale&re, brasilianischer General-Consul in Lissabon, Comthur des Rosen-Ordens, Ritter des Christus-Ordens, pensionirter Professor der Central - Schule und der Kaiserlichen Academie der schönen Künste, Mitglied des historischen und geographischen Instituts Brasiliens. — 140 — Manoel Ferreira Lagos, Mitglied der Directions-Commission. Marianno Procopio Ferreira Lage, Offizier des Rosenordens, Oberst der Nationalgarde und presidirender Director der Gesellschaft Uniäo e Industria. ADJUNKTEN. Joäo Martins da Silva Coutinho, Offizier des Rosen- Ordens, Baccalaureus der Naturwissenschaften und Mathematik. Miguel Antonio da Silva, Baccalaureus der Naturwissenschaften und Mathematik, Hauptmann des Ingenieur-Corps, Hülfslehrer der Centralschule, Kammerjunker des kaiserlichen Hauses. Dionysio Gonçalves Martins, Doctor der Mathematik. Francisco Manoel Chaves Pinheiro, Ritter des Rosen- Ordens, Professor der Bildhauerkunst der Academie der schönen Künste. xisriaiA.ijT Vorbemerkung.Seite. 3 Uebersicht über das Kaiserreich Brasilien ... 5 Lage und Ausdehnung' .Brasiliens. 5 Oberfläche. 5 Topographie. 6 Gebirgsketten. 6 Yorgbirge . . . .. 7 Inseln. 8 Häfen. 8 Seen. ... 8 Flüsse. 9 China. 14 Temperatur.15 Regenzeit . ..16 Winde . .., 17 Mineralien.18 Edelsteinen.18 Quartz und seine Abarten.19 Metalle ..19 Gold.19 Silber.20 Kupfer.20 Zinn . . . ..21 Bei.21 Antimonium.- 21 — 142 — Arsenik . .Seite. 21 Eisen.. . 22 Felsen.23 Kalksteine.24 Thonarten ..24 Steinkoklen.25 Braunkohle.25 Graphit ... 26 r Schwefel.26 Salze.26 Mineralwasser.27 Vegetation.27 Thiere.28 Bevölkerung.29 Constitution Brasiliens ..31 Regierungsform und herschende Dynastie. . . 31 Staatsreligion.32 Politische Gewalten und National Representation. 34 Die Gesetzgebende Gewalt.34 Deputaten Kammer..36 Der Senat .. 37 Die moderirende Gewalt . 37 Die executive Gewalt.38 Die gerichtliche Gewalt. 39 Staatsrath.41 Oeffentlich.es Ministerium (Ober Staatsanwaltschaft) 41 Verwaltung der Provinzen.42 Presidentschaften.42 Provinzialkammer.42 Municipalkammer.43 Rechte de Brasilianer.44 Individuelle Freiheit .. 44 Gedankenfreiheit. .... 44 Gewisssensfreiheit.44 Wohn- und Reisefreiheit. 44 Industrielle Freiheit. . 44 — 143 — Persönliches Sicherheits-Recht .... Seite 45 Gleichheitsrecht.46 Eigenthumsrecht im Allgemeinen.47 Eigenthumsrecht der Erfindungen.47 Briefgeheimniss.47 Das Vorstellungsrecht und andere Garantien . 47 Oeffentiiche Streitkräfte.. . 48 Das Heer..48 Kriegsmarine.50 Kriegs-Arsenale.51 Pulverfabrik.53 Militär-Gesetzgebung ..... ..54 Recrutirung. . 54 Marine-Arsenale.54 Leuchthürme.55 Polizei.• . . 58 Die Schatzkammer.59 Staatseinkünfte...60 Handel.62 Kaffee. . 64 Baumwolle.64 Zucker.64 Trockne und gesalzene Häute ..65 Tabak. 65 Cacäo.65 Herva-mate. ..... 65 Branntwein.65 Thier-vorzüglich Pferde-Haare und Wolle ... 65 * Gummi-elasticum.66 Jacarandä (Pallissander) . .66 Gold and Diamanten.66 Nicht classificirte Gegenstände.. . 66 Nahrungsprodukte im Lande consumirt. . . 66 Küsten-Handel.66 Börsen.. 67 Maasse und Gewichte . . . \ ..... . 67 — 144 — Das metrologische System Brasiliens in Handelsbeziehungen verglichen mit dem französischen System.Seite. 68 Anonyme Bankgesellschaften zu Rio de Janeiro 69 Sparkassen. .... 72 Versicherungs-Gesellschaften.72 Gewerbe.73 Agricultur . . 75 See und Fluss-Communication.78 Dampfschifffahrt.78 Postwesen. 78 Land-Communications-Wege. ....... 79 Eisenbahnen . . 70 D. Pedro II Eisenbahn.79 Bahia-Eis en bahn. 80 Pernambuco-Eisenbahn.. . 81 S. Paulo-Eisenbahn .... 81 Cantagallc-Eisenbahn. 82 Maua-Eisenbahn.82 Wiederholung.83 Fahrstrassen.83 Graciosa-Strasse. 84 Elektrischer-Telegraph.. • • 85 Einwanderung und Colonisation .86 Von den Fremden.93 Von den naturalisirten Fremden.94 Erbschaften der Ausländer . 95 Elementarschulen 1. und 2. Classe .97 Medizinische Facultäten. ... 101 Rechts-Facultaten .... 104 Militairischer Unterricht.105 Regimentsschulen.105 Vorbereitungs-Schulen.106 Militairschule.106 Centralschule ... 4 .102 - 145 — Marineschule.111 Practische Artillerie und Marineschule .... 113 Handels-Academie zu Rio de Janeiro.114 Kaiserliche Blinden-Anstalt.114 Taubstummen-Anstalt.116 Academie der schönen Künste . .116 Musik-Conservatorium.118 Bibliotheken . . . . 119 Die Presse.119 Residenzstadt.119 Tägliche Blätter.119 Wissenschaftliche, litterarische und gewerbliche Gesellschaften.123 Einheimische . . 123 Fremde . .. 124 National-Museum. 124 Philantropische Gesellschaften zu Rio de Janeiro 125 Barmherzige Anstalten. 126 Theater. 127 Oeffentliche Beleuchtung.127 Münze ..128 Zuchthaus.128 Das Municipium der Residenzstadt.129 Statistische Sterbe-Tabelle in den Jahren 1859 bis 1865 .. 182 Gewerbeausstellungen.184 Directions-Commission der National-Austellung 136 Brasilianische Commission in der Universal- Austellung zu Paris.187 Adjunkten.1^0 Chorographische Karte vom Kaiserreich Brasilien C. A. 1Ö KATALOG DER GEGENSTAENDE WELCHE NACH DER PARISER UNIVERSAL -AUSSTELLUNG 1067 GESANDT WURDEN. UEBERSICHT DER ABT HEILUNGEN ERSTE ABTHEILGIVG.— Kunstwerke. Pages. I Classe. — Oelgemälde. 1 II Classe. — Verschiedene Gemälde und Zeichnungen ... 1 III Classe. — Sculpturen und Gravuren auf Medaillen ... 2 V Classe. — Gravuren und Lithographien. 2 « ZWEITE ABTHEILUNG — Material und Anwendung der Freien Kuenste. VI Classe. — Produkte der Buchdruckerei und Buchbinderei . 3 VII Classe. — Gegenstände von Papier Einbände und Material zum Zeichnen und Malen. 4 VIII Classe. — Anwendung des Zeichnens und der Plastik bei den genwöhnlichen Künsten. 5 IX Classe. — Proben und Geräthe der Photographie ... 5 X Classe. — Musik Instrumente. 6 XI Classe. — Aparate und Instrumente de Arzneikunst. . . 6 XII Classe. — Precisions-Instrumente und Material für den Unterricht . . . 8 XIII Classe. — Karten und Aparate für Geographie und Cosmographie . • . . . . 12 II UEBERSICHT DER ABTHEILUNGEN DRITTE ABTHEIL ENG.—Moebel und andere Hausgeraethe. XIV Classe. — Luxusmöbel. 12 XVI Classe. — Crystall und Luxusgläser.13 XVII Classe*— Steingut und andere Thonwaren.13 XVIII Classe. — Gewebe für Haus-Einrichtungen. 14 XX Classe. — Messerschmied-Arbeiten. 14 XXI Classç. — Goldarbeiten.15 XXV Classe. — Parfümerien.. 25 XXVI Classe. —Gegenstände in Leder, feine Tischlerarbeit und Korbwaaren.16 VIERTE ABTHEILENG. — Kleidungsstücke (inbegriffen Stoffe) und andere zum taeglichen Gebrauch noethige Gegenstaende. XXVII Classe. — Garne und baumwollene Stoffe.18 XXVIII Classe. — Leinen und Leinengarn Stoffe, etc, etc. . 20 XXXII Classe. — Gekrämpelte Baumwollen Stoffe .... 21 XXXIII Classe. — Spitzen, Stickereien und Posamentierarbeiten 21 XXXIV Classe. — Leinen und andere zur Ankleidung nöthige Gegenstände . 23 XXXV Classe. —Männliche und weibliche Kleidungsstücke. . 24 XXXVII Classe. — Waffen.26 XXXVIII Classe. — Reise und Lageru^tensilien.26 XXXIX Classe. — Kinderspielzeuge.27 FENFTE ABTHEILENG. -Produkte (roh und verarbeitet) verschiedener Gewerbe. XL Classe, — Mineralische und metalische Produkte. ... 27 XLl Classe. — Produkte des Forstes und ihre Benutzung . . 34 XLII Classe. — Produkte der Jagd, Fischerei, Wald und Feldernten .60 UEBERSICHTDER ABTHEILUNGEN III Classe XLIII. — Ackerbau-Erzengnisse von leichter Erhaltung, doch nicht als Nahrungsstoff dienend. . . 86 Classe XL1V. —Chemische und pharmaceutische Producte. . 118 Classe XLY. — Proben von chemischen Verfahren von Bleichen, Färben und Zubereitungen.142 SECHSTE GRUPPE. — Instrumente und Verfahren für gewoehnliche Künste. Classe XLVIII — Material und Verfahren bei Forst und Landbau Benutzungen.145 Classé XLIX. — Instrumente und Gerätschaften für Jagd, Fischfang und Ernten.145 Classe L. — Material und Prozesse für Industrien und Landwirtschaft .146 Class LI.—Material für Chemie, Pharmacie und Gerbereien . 146 Classe LUI. —Mascbienen und Geräte der Mechanik im Allgemeinen.146 Classe LV. — Spinn und Seiler-Material.147 Classe LVII. —Stoff und Verfahrungsart von Näthereien und Anfertigung von Kleidungsstücken. . . . 150 Classe LIX. —Stoff und Verfahrungsart der Papierfabrication, Tapeten und gedruckte Papiere.150 Classe LX. — Maschinen, Instrumente und gebräuchliche Ver- fahrungsarten bei verschiedenen Arbeiten . . 150 Classe LXII. —Riemer und Sattlerarbeit -.151 Classe LXiV. —Zubehör und Verfahrungsart der Telegraphie. 152 Classe LXV. — Materialen des Génies, der öffentlichen Arbeiten und der Baukunst.152 Classe LXVI. —Materialen der Schifffarth und Rettungsanstalt. 152 SIEBENTE ABTHEILUNG. — Nahrungsmittel (frisch und con servir t) in verschiedenartigen Zubereitungen. Classe LXVII. — Getreidearten und andere mehlige essbare Produkte und deren Entspringen .... 153 Classe LXVIII. — Bäcker und Pasteten-Backwerke .... 165 IV UEBERSICHT DER ABTHEILDNGEN Classe LXIX. — Nährende fettige Produkte ..165 Classe LXX. —Fleisch und Fische.. . 167 Classe LXXI. — Gemüse und Früchte. 169 Classe LXXII. — Gewürze, Zucker und Produkte von Zuckerbäckerei .172 Classe LXXIIÏ. — Gegohrene Getränke.195 ZEHNTE ABTHEILUNG. — Ausgestellte Ge- genstaende mit der besondern Absicht den physischen und moralischen Zustande des Volkes zu verbessern. Classe LXXXIX. — Material und dessen Anwendung für den Unterricht der Kinder.205 ERSTE ABTHEILUNG KUNSTWERKE. I. CLASSE Oelgemaelde. HAUPTSTADT DES KAISERREICHS. 1 Henrique Nicolao Vinet. Oelgemälde (Landschaft). Halte von Maultiertreibern auf der Strasse von Macahé, in der Nähe der Stadt Santa Magdalena. 2 Victor Meirelles de Lima. Ein historisches Gemälde, Moêma todt vorstellend. 2tu§ bent epifcpen ©ebicpte (Saranturü: Sftoema eine junge $nbianerin att§ ber 9îaï)e üon SSatjta oertiebte ftcf) in ®iogo 2Kt>are§ Sorrea, genannt (Saramutü, einen ber erften ^ßortugiefen metd^e ftcfj in SSrajttien nieberliejjen. S)iefer ïetjrte nad) (Europa jurM unb Sftoenta, in SSerjweiftung, [türmte ftdj tn’§ SDceet unb fcpwamm bem ©cptffe nad) bis fte ermattet ben ü£ob tn ben SBetten fanb. ®er Zünftler ftettt tprat Körper fo bar, wie er an ba§ Ufer geworfen würbe. II. CLASSE Verschiedene Gemaelde nnd Zeichnungen. AUS DER HAUPTSTADT DES KAISERREICHS. 3 Antonio José da Roclia. Zwei Miniaturen auf Elfenbein. 4 José Thomaz da Costa Guimaräes. Miniatur auf Elfenbein. 5 Leopold Heck. Porträt S. M. D. Pedro II., Federzeichnung“ auf Pergament. Federzeichnung, (Copie von Tony Johannot). Portrait eines kleinen Mädchens, Federzeichnung. 6 Mariano José de Almeida. Federzeichnung. c. Â. 1 — 2 HL CLASSE Sculpturen and Gravuren auf Medaillen. HAUPTSTADT DES KAISERREICHS. 7 Münz-Gebäade. Medaille I. M. der Kaiserin von Brasilien, erlauchte Beschützerin der Findelkinder. Medaille der Eisenbahn D. Pedro II. Medaille der heiligen Jungfrau der Barmherzigkeit. Medaille, Entwurf für Militär-Preise. Medaille zur Erinnerung an die nationale Ausstellung von 1861. Medaille als Kalender für 1867. Medaille zur Erinnerung an die Geburt S. H. des Prinzen D. Pedro. Medaille, der brasilianischen Armee und Flotte geweiht. Medaille, Preis 2. Classe der nationalen Ausstellung von 1866. Medaille, Münz Project. Medaillon in Gyps von I. K. H. der Prinzessin D. Isabel. Medaillon in Gyps von I. K. H. der Prinzessin D. Leopoldina. Medaillon in Gyps von S. K. H. den Grafen von Eu. Medaillon in Gyps von S. K. H. den Herzog von Sachsen. Medaillon in Gyps vom Professor Agassis. 8 F. M. Chaves Pinheiro. Reiter Statue von S. M. dem Kaiser beim Eintritt in Uruguayana, (in Gyps). 9 Mignel Bolgiano & Co. (Hauptst.) Reichs-Wappen in carrarischen Marmor. V. CLASSE Gravuren und Lithographien* HAUPTSTADT DES KAISERREICHS. 10 Fleins Irmäos & Linde. Eingerahmte Lithographien, (Ansichten der Eisenbahn Pedro II. 11 José Joaqnim da Costa Pereira Braga. Chromo-Lithographien. 12 Leopold Heck. Ein Rahmen mit Lithographieen. — 3 - ZWEITE ABTHEILUNG MATERIAL UND ANWENDUNG DER FREIEN KUENSTE YI. CLASSE Produete dev Buchdruckerei und Buchbinderei. PROVINZ MAKANHON. 13 B. de Mattos. Gedruckte Bücher, broschirt. 14 Carlos Seidl. Gedruckte Bücher, gebunden. 15 Ignacio José Ferreira. Gedrucktes Buch gebunden. 16 José Maria Correia de Frias. Gedrucktes Buch, broschirt. 17 José Mathias. Gedruckte Bücher, broschirt. HAUPTSTADT DES KAISERREICHS. 18 E. & H. Laemmert. Gedruckte Bücher, gebunden. Naturgeschichte in 2 Bänden. Almanak administrativo, mercantil e industrial der Hauptstadt und Provinz Rio Janeiro, 1867, gebunden. Ein Catalog der Buchhandlung obengenannter Firma. 19 Kaiserliches Kunst-Institut. Gedrucktes Buch. 20 José Joaquim da Costa Pereira Braga. Farbendruck. 21 Loureneo Winter. (Hauptst.) Gedruckte Bücher. 22 Julio Constancio Villeneuve. Jornal do Commercio (Sammlung). 4 VIL CLISSE Gegenstaen.de von Papier, Einbaende und Material zum Zeichnen und Malen* PROVINZ PARÀ. 23 Francisco da Costa Junior. Brief Copir-Bücher. HAUPTSTADT DES KAISERREICHS. 24 Antonio Custodio Monteiro. Schreibtinte, violet. Schreibtinte, in grossen Flaschen. Schreibtinte, in halben Flaschen. Schwarze Copirtinte in Flaschen. 25 Arbeitshaus der Hauptstadt, Buchbinder-Arbeiten. 1 Album mit reichen Einband, in Leder und galvanischen Verzierungen. 1 Album in ganzen Einband. 1 Album mit Decke von Macatiara Holz. 1 Album mit Decke von Gonçalo- Alves Holz. 1 Buch mit reich vergoldeten Einband. 7 gedruckte Bücher in Halbhand. 2 Schreibbücher, gedruckt. 8 Schreibbücher in grossen Format, cartonnirt und hroschirt. 26 Joäo Fernandes Clapp. Schreibtinte, schwarze. Schreibtinte, violet. 27 Jorge Leuzinger. Linirte Handlungs-Bücher. 28 José Antonio Gomes. Schreibtinte, schwarze. Schreibtinte, violet. 29 J. B. Lombaerts. Buchbinder-Arbeiten. Album, Brésil Pittoresque. E Enfer de Dante. Constitution Beige. — Ö — U Autho graphe. Gebetbuch. 2 Register. La Dame aux Camélias. 30 Manoel do Rego Viveiros. Sehreibtinte, rothe. Schreibtinte, schwarze. Schreibtinte, violet, PROVINZ S. PAUL. 31 Jorge Seckler. Album mit hölzerner Decke. PROVINZ RIO GRANDE DO SUL 32 Emilio Widemann. Handlungsbücher (Journal). VIII. CLASSE Anwendung des Zeichnens nnd der Plastik hei den gewoehnliehen Kuensten. HAUPTSTADT DES KAISERREICHS. 33 José Berna. Kaiserliche Krone in Gyps. Kaiserliche Krone in vergoldet-verhärteten Carton. 34 Raymundo Odoni. Zeichen-Proben auf Glas mit den nöthigen Gravir- Apparaten. IX. CLASSE Proben und Geraethe der Photographie* HAUPTSTADT DES KAISERREICHS. 35 Carneiro & Gasper. Photographien. (Portraits.) 36 E. J. van Nyvel. Photographien (Portraits.) 37 J. Insley Pacheco. Photographien (Portraits.) Colorirte Photographien (Protraits.) — 6 — 38 Jorge Leuzrôger. Photographies. Panorama der Stadt Rio Janeiro. Panorama der Stadt Nitheroy. Panorama der Schlangeninsel (11ha das Cobras.) Ansichten von Rio Janeiro. Ansichten von der Tijuca. Album mit kleinen Photographien. Photographien der Ateliers des Etablissements. 39 José Ferreira Guimaräes & Co. 1 grosses Portrait (Photographie.) 2 Rahmen mit 36 verschiedenen Photographien. 40 Modesto Augusto da Silva Ribeiro. 1 Rahmen mit Yibitenkarten-Photog’raphien. 3 Papier-Rahmen mit Portraits. 41 Stahl & Wahnschaffe. Photographien (Landschaften.) X. CLASSE Musik-Instrumente • PROVINZ CE ARA. 42 Provinzial Commission. Clarinette von Carnaüba-Holz. Guitarre von Carnaüba-Holz. XI. CLASSE Apparate und Instrumente der Arzneikunst. HAUPTSTADT DES KAISERREICHS. 43 J. B. Blanchard. Orthopaedie. 1. Orthopädischer Apparat für die verschiedenen Disformationen der Füsse und Beine auf neun Gliederungen, erfunden und gefertigt in der Hauptstadt von J. B. Blanchard. Chirurgie. 2. Instrument, Steinbrecher der Urinblase nach der Taille, nach einer Idee des Dr. Albino Moreira da Costa 7 - Lima, gefertigt zum ersten Male in der Hauptstadt von J. B. Blanchard. 3. Amygdalatome verbessert nach der Idee des Dr. Bustamante Sä, Chirurg des Armen-Hospitals; zum ersten Male gefertigt in der Hauptstadt von J. B. Blanchard, 4. Dilatador mit drei Klappen für die Strictur des Rectum, wurde mit Erfolg von verschiedenen Chirurgen angewendet; erfunden und gefertigt zum ersten Male in der Hauptstadt von J. B. Blanchard. 5. Nadeln für metallische Nähte; erfunden und gefertigt seit 1864 von J. B, Blanchard, wurden von den Chirurgen in Rio Janeiro bei allen möglichen Arten von Operationen mit Erfolg gebraucht. 6. Kasten mit Instrumenten für die Operation der Ova- riotomia, nach den letzt angenommenen System in Frankreich, gefertigt in der Hauptstadt vonJ. B. Blanchard. 7. Obstetrisches Tragband. 8. Apparat (Zange) für Verrenkungen der Finger und Zehen. 9. Instrument um tiefliegende Nadeln bei eingetretener Entzündung nach der Operation zu zerschneiden, erfunden und gefertigt von J. B. Blanchard. 10. Verbandzange, Unterbindzeug und Tragnadeln. 11 Collection von Incissions-Messern, fertig und unvollendete. 12. Collection von Nadeln, Aufhebern und Messern für Augenoperationen. 13. Schneid-Instrument für die Thränen-Fistel. 14. Urethrotomo zum operiren von vorn nach hinten und umgekehrt. 15. Explorir-Sonden von Fischbein. 16. Fischbein-Sonden für Harnröhren-Verengungen. Intrurnente für Zahnärzte. 17. Zange zum ausziehen der Zähne, americanisches Model. 18. Zange zum ausziehen der Zähne, englisches Model. 19. Schlüssel zum ausziehen der Zähne. 20. Zange zum plombiren der Zähne. 21. Feile zum trennen der Zähne. 22. Säge zum schneiden der Zähne. - 8 - 23. Collection Instrumente zum reinigen und plombi- ren der Zähne. 24. Hebel zum auszieben der Zahnwurzeln. XII. CLASSE Precisioits-Instrnmentc und Material fuer den Unterricht. PROVINZ PARA. 44 Collegio Paraense. Geometrische Figuren aus Holz der Provinz. HAUPTSTADT DES KAISERREICHS. 45 Münz-Geb'äude. Gewichts-Modelle der nationalen Münzen aus einer Mischung von Palladium und Silber, 6 Stück. Gewichts-Modelle der 2$ Stücke von reinen Palladium. 46 José Maria dos Reis. N. 1.—Lorgnette mit Aufsatz in Gold, reiche Arbeit in hoch Relief, 1. Seite; die Kaiserliche Krone, Ihre MM. D. Pedro II. und D. Theresa; Kranz von Tabak und Cafe, Globus, Telescope, Compas und verschiedene Verzierungen. Diese Seite als Symbol der Wissenschaft. 2. Seite.—Lyra, Trompete, Geige, Musik-Album, Notenpult, Himmelskugel und verschiedene Verzierungen. Diese Seite als Symbol der Musik. Werth ; . 120$ N. 2.— Lorgnette, 1. Seite.— Dampf-Kraft, Ballen, Fass, Kreuz, Stern, Mercur, Anker und verschiedene Verzierungen. Symbol der Handels. 2 Seite. — Windmühle, Bienenstock, Schaufel, Rechen, Gabel, Getreidegarbe, Kreuz von Tabak und Cafe und verschiedene Verzierungen. Symbol des Akerbaues. Werth;.120$ N. 3.—Lorgnette, 1. Seite.— Piédestal, Zahnrath, Hammer, Richtscheid, Compas, Winkelmaas, Stern, Minerva und verschiedene Verzierungen. Symbol der Kunst. 2. Seite.—Meer, Dampfkraft, America, Sphäre, Kranz von Tabak und Cafe und verschiedene Verzierungen. Werth;.120$ N. 4.—Lorgnette, 1. Seite.—Säule, Globus, Landkarte, Halbkreis, Compas, Telescop, Lineal, Feder, Kaiserliche Krone und verschiedene Verzierungen. Symbol der Wissenschaft. « — 9 — 2. Seite.—Minerva auf eine Säule, Zahnrath, Hammer, Compas, Winkelmaas, Lineal, Himmelskugel und verschiedene Verzierungen. Symbol der Künste. Werth. 120$ N. 5—1. Seite.—Windmühle Bienenstock, Getreide - garbe, Hacke, Sichel, Rechen, Gabel, Dreschflegel und verschiedene Verzierungen. 2. Seite.— Mercur, Dampfkraft, Ballen, Fass, Kranz von Tabak und Cafe, Himmelskugel, Anker und verschiedene Verzierungen. Symbol des Handels. Werth. 120$ N. 6.—Lorgnette, 1. Seite. — Kaiserliche Krone, D. Pedro I. in Mitte eines Wappenschildes, Palmen und verschiedene Verzierungen. 2. Seite.—Kaiserliches Wappen und verschiedene Verzierungen. Werth; . . . , . •.120$ N. 7.— Lorgnette, 1. Seite.— Pedro und Theresa, Engelskopf, Kranz von Tabak und Cafe und verschiedene Verzierungen. 2. Seite.— Hercules Ketten zerreissend, eine Maler- Palette und verschiedene Verzierungen. Symbol der Freiheit. Werth;.100$ N. 8.—Lorgnette, 1. Seite.— Biene mit verschiedenen Verzierungen. Symbol der Industrie. 2. Seite.—Ein Korb mit Blumen und verschiedene Verzierungen. Werth;.100$ N. 9.—Lorgnette, 1 Seite.— Blumenstrauss mit Türkissen, Maler-Palette und verschiedene Verzierungen. 2. Seite.—Dasselbe. Werth;.100$ N. 10.— Lorgnette, 1. Seite.— Kreuz, Engels Kopf, Himmelskugel, Kranz von Tabak und Cafe und verschiedene Ornamente. 2. Seite.—D. Pedro I. America und verschiedene Verzierungen. Werth;.100$ F. 11—Lorgnette, 1. Seite.— Kreuz, Aurora, Wohl- thätigkeits-Hand und verschiedene Verzierungen. Symbol des Glaubens, der Hoffnung und Barmherzigkeit. 2. Seite.—Pedro und Theresa, Palmen, Maler-Palette und verschiedene Verzierungen. Werth; . . . 100$ N. 12- — Lorgnette, 1. Seite.—Kaiserliches Wappen, Engelsköpfe, Lyra und verschiedene Verzierungen. 2. Seite.— D. Pedro II., Kaiserliche Krone, Palmen, Lyra und verschiedene Verzierungen. Werth; . . 100$ N. 13.—Lorgnette, 1 Seite.— Anker und verschiedene Verzierungen. Symbol der Hoffung. — 10 — 2. Seite.—America in Mitten eines Kranzes von Tabak und Cafe und verschiedene Verzierungen. Werth. 100# N. 14.—Lorgnette, 1. Seite.— Pedro und Theresa in Mitte eines Kranzes von fünf Sternen, als Symbol der Kaiserlichen Familie und verschiedene Verzierungen. 2. Seite.—America, Kranz von Tabak und Cafe, Lyra und verschiedene Verzierungen. Werth; . . . 100# N. 15.— Lorgnette, 1. Seite. Hirsch im Gebüsch und gold Mosaik. 2. Seite. — Pferd im Gebüsch und gold Mosaik. Werth;.100# N. 16.—Lorgnete, 1. Seite.— Apollo mit verschiedenen Verzierungen. 2. Seite.—Blumen-Vase und verschiedene Verzierung. Werth;. 100# N. 17.— Lorgnette in gold Mosaik mit fünf Farben. Werth;.100# N. 18. —- Lorgnette in gold Mosaik grün und gelb. Werth;.100# N. 19. — Lorgnette ganz in Blumen, Rubinen und Verzierungen. Werth;.100# N. 20. — Lorgnette ganz in Blumen, Türkissen und Verzierungen. Werth;.100# N. 21.—Zwei ähnliche Lorgnetten mit Einfassung ä jour und gravirt. Werth ä Stück;.80# N. 22.— Zwei ähnliche Lorgnetten mit Einfassung ä jour und Mosaik in der Mitte. Werth ä Stück; . 80# N. 23.—Drei ähnliche Lorgnetten mit geflochtener Einfassung und die Mitte ausgestochen. Werth einer jeden;.70# N. 24.—Drei ähnliche Lorgnetten mit verschiedenen Verzierungen. Werth einer jeden;.70# N. A.—Lorgnette mit kleinen Feldern von Türkissen. Werth;. 120# N. 25.—Fünf Paar Brillen mit goldenen Stangen zum zammenlegen, eingefasst in Krystall. Werth; ä. 30# N. 26.—Zwei Paar Brillen mit goldenen Stangen und Wiederhaken, eingefasst in Krystall. W erth ; ä . 30# N. 27.—Drei Paar starke Brillen von Gold, eingefasst in Krystall. Werth; ä . . . . .30# — li N. 28.—Drei Paar starke Brillen von Gold mit einfachen Stangen. Werth ; k .25# N. 39.—Vier Paar feinere Brillen von Gold und Stangen mit Wiederhaken. Werth ; k .20# N. 30.—Fünf Paar feine Brillen von Gold und Stangen mit Widerhaken. Werth ; a.20# N. 31.—Zwei Paar sehr feine Brillen von Gold und Stangen mit Wiederhaken. Werth .... 20# N. 32.—Ein Paar starke Brillen von Gold und Stangen mit VUederhaken. Werth ;a. 30# N? 33.—Ein Paar starke Brillen von Gold, mit Stangen zum Zusammenlegen für’s Comptoir. Werth; k 20# N. 34.— Drei Pince-nez offen, in Krystall mit goldenen Oesen. Werth; k . . 25# N. 35.—Vier Pince-nez von Gold, geflochtene Facon. Werth ; ä.°20# N. 36.—Zwei Pince-nez von Gold, einfache Arbeit. Werth; ä. . .. 18# N. 37.—Sechs Pince-nez Uruguayana von Krystall in Gold gefasst. Werth ; a.30# N. 38.—Drei Pince-nez, Uruguayana, stark von Gold. Werth; k . ... 25# N. 39. — Vier Pince-nez Uruguayana , feiner. Werth ;a.18# N. 40.— Zwei Pmce-nez Uruguayana, sehr feine. Werth ; k .18# N. 4L—Zwei Pince-nez, Gestell von Gold. Werth k 30# N. 42.— Drei schliessende Pince-nez mit Feder und Bügel von Gold. Werth ; k ....... . 30# N. 43.— Drei schliessende Pince-nez mit Feder, von Krystall, neues Muster Werth ; ä.25# N. 44.—Zwei Pince-nez Gold, gedrehte Facon (Sena- dor). Werth ; ä .\ . 30# N. 45. — Ein Pince-nez von Gold, solide Arbeit. Werth ; a. . 30# N. 46.— Ein Pince-nez von Gold, feine Arbeit. Werth; k . N. 47.— Zwei Pince -nez von Gold , solide Arbeit. Werth; ü . . 25# N. 48.—Ein Pince-nez von Gold, einfache, solide Arbeit. Werth ;.25# - 12 - N. 49.— Zwei Pinee-nez von Gold, feinere Arbeit. Werth; à .20# N. 50.— Zwei Pince-nez von Gold, sehr feine Arbeit. Werth; à .. . 20# N. 51.— Zwölf Lorgnetten von Gold, verschiedene Formen. Werth ; à .16# N. 52.—ßepetirender Theodolit, System von José Maria dos Reis. Werth;. 350# N. 53.—Messtisch mit dreieckigen Fuss von José Maria dos Reis. Werth;. •. 100# N. 54.—Eclimeter, Senkblei vom französischen Oberst M. Bichot, verändert durch den Ingenieur Mendes Antas, und gefertigt in dem Atelier von José Maria dos Reis. Werth ;.30# N. 55.— Magnetnadel, prismatisch und asimutalisch nach dem Sysiem von Dollon und verbessert von José Maria dos Reis. Werth: .. 300# N. 56. — Compa häuschen für eiserne Schiffe, zum ersten Male ausgestellt durch José Maria dos Reis. Werth;. 300# N. 57.— Compashäuschen verbessert von José Maria dos Reis. Werth;. 260# N. 58.—Cajüten-Compas. Werth ;.50# Physic. N. 59.— Gyroscope verbessert von José Maria dos Reis, Werth ;.40# N. 60.-Maschine um Kreise in Grade einzutheilen, erfunden von José Maria dos Reis. Werth; . . 300# N. 61.—Geschütz-Aufsatz erfunden von José Maria dos Reis. Eigenthum seiner Majestät des Kaiser. 47 Miguel Conto dos Santos. (Hauptst.) Gusseiserne Gewichte. (Décimal System). 48 Urbano Despujols. (Hauptst.) Calculator für Schifffahrt. XIII. CLASSE Karten und Apparate fuer Geographie und Cosmographie* HAUPTSTADT DES KAISERREICHS. 49 General Dirsctorium für Akerbaa, Handel und öffentliche Arbeiten. Karte des Flusses S. Francisco. 13 50 Fleins Irmäos & Linde. Karte von Amazonen Fluss. Karte der Provinz Espirito-Santo. Karte der brasilianischen Haffen. Hydraulische Arbeiten des Zollhauses von Rio Janeiro. DRITTE ABTHEILUNGr. MOEBEL UND ANDERE HAUSGERAETHE. XIY. CLASSE Luxusmoebel. HAUPTSTADT DES KAISERREICHS. 51 Straf-Anstalt der Stadt. 1 Secretair von Atlas Holz (päu setim.) 1 Bücherschrank von gelben Holz (vinhatico.) 1 Stuhl von Jacaranda. Holz, geschnitzt. 1 Stuhl von Jacaranda Holz, ganz einfach. 1 Stuhl von Mahogani, geschnitzt. 52 Matheus da Cunha. Tableau von Blumen aus Fischschuppen, aus der Provinz Santa Catharina. XYI. GLASSE Crystall und Luxus-Glaeser. PROVINZ RIO JANEIRO. 53 Guilherme Sieber. (Petropolis.) Geschliffene Gläser. XVII. CLASSE Steingut und andere Thonwaarcn. HAUPTSTADT DES KAISERREICHS. 54 Esberard. Collection von Thonwaaren. Moschus Geist. Laventel Geist. Limonen Geist. Rosmarin Geist. Nelken Geist. Eisenkraut Geist. PTeffermünze Geist. Pfeifermünze Geist, gefärbt. PROVINZ RIO GRANDE DO SUL. 70 F. C. Lange & C. Toiletten-Seife, 300 Rs. das Pfund. 71 Leäo & Alves. Wohlriechende Haaröle. Oel von Babosa (Aloe). Rüb-Oel. Macassar Oel. Kammfett. Toiletten Seifen in Stangen und in Stücken. XXYI. CLASSE Gegenstaende in Leder, feine Tischlerarbeit und Korbwaaren. PROVINZ CEARÄ. 72 Provinzial Commission. Theeservice aus Holz der Carnaüba. PROVINZ RIO GRANDE DO NORTE. 73 Provinzial Commission. Kasten von Schildkrot für Schmuck. Kleiner Koder mit Deckel von Schildkrot und Verzier- um von Silber. Kleiner Koffer mit Deckel von Schildkrot. HAUPTSTADT DES KAISERREICHS UND DER PROVINZ RIO JANEIRO. 74 Amaro Jose Pereira. (Hauptst.) Kleines Kästchen mit Eifenbein-Schnitzwerk. 75 Carlos Spangenberg. (Petropolis.) Becher von Taquarussü (dickes Bambusrohr) mit Relief aus Kjrk, 10# Jeder. Schnitzereien in Cafe Holz und Peroba. — 17 — 76 Arbeitshaus der Hauptstadt. Kasten von inländischen Holz, eingelegt. 77 Eduardo Assis dos Santos Barata, (Hauptst.) Schnupftabakdose von Schild-Kröte. 78 Hospital D. Pedro II. (Hauptst.) Blumenkörbe. Blumenvasen. Kleine Gegenstände von Perlen. 79 Joaquim Antio Fernandes Leâo. (Hauptst.) Eine Vase mit einen Blumenstrauss von Fischschuppen, aus Santa Catharina. 80 J. M. P. de Oliveira. (Hauptst.) 1 Malkasten in Jacaranda Holz. 1 Schmuckkästchen. 1 Kästchen in Fantasie Geschmack. 1 Uhrgehäuse. 1 Etui für Armband. 2 Etui für Broche. 2 Etui für Ohrenringe. 2 Etui für Ohrenringe, kleiner. 2 Etui für Nadeln. 2 Etui für Nadeln. 2 Etui für Ringe. 2 Etui für Ohrenringe, grösser. 2 Etui für Manschetten Knöpfe. 2 Kasten für Chirurgische Instrumente. 81 Lourenço Macario Domingues. (Hauptst.) Nähkasten in eingelegter Arbeit. 82 D. Maria Luiza Bittencourt. (Hauptst.) Stickereien von Blumen und Früchten. PROVINZ PARANA. 83 José Candido da Silva Maurici. Becher aus Holz von Sassafras. Becher aus Holz von Quassia amara. PROVINZ AMAZONAS. 84 Antonio Joaquim da Costa & Irmäo. Besen von Piassäba. 85 Henrique Antony. Besen von Piassäba. c. A. 86 Ignacio do Rego Harros Pessoa. Besen von Piassâba. 87 Joâo Marcellino Taveira Pâo Brasil. Besen von Piassâba. 88 Joaquim Rodrigues Soares. Besen von Piassâba. 89 José Ignacio Cardoso. Besen von Piassâba. 90 Manoel José de Souza Coelbo. Besen von Piassâba. PROVINZ CE ARA. 91 Provinzial commission. Besen von Carnaüba (Palmbaum). PROVINZ BAHIA. 92 Francisco Sampaio Vianna. Besen von Piassâba. PROVINZ SANTA-CATH ARINA - 93 Landwirtschaftliche Gesellschaft (Colonie von D. Francisca). Besen von Lianen-Büscheln (cipo-liaca). VIERTE ABTHEILUNG KLEIDUNGSSTUECKE (INBEGRIFFEN STOFFE ) UND ANDERE ZUM TAEGLICHEN GEBRAUCH NOETHIGE GEGENSTAENDE. XXVII. CLASSE Garne und baumwollene Stoffe. PROVINZ AMAZONAS. 94 Antonio Joaquim da Costa & Irmäo. Baumwollenes Knaulgarn. - 10 PROVINZ PARA. 95 Provinzial Commission. Baumwollenes Band. 96 lanoel Jorge da Silva Lobo. Baumwollenes Garn. 97 Pedro Honoratio Corrêa de Miranda. Baumwollenes Garn, PROVINZ SERGIFE. 98 José Constantino da Silveira Goelbo. Baumwollene Stoffe. PROVINZ BAHIA. 99 Antonio Pedroso de Albuquerque. Baumwollene Stoffe. 2>ie y^abrif — ©oboê o§ ©anto§ — bent Gommanbant Antonio iße= brofo be Albuquerque gehörig, ift lebhaft int ^ortfdjreiten begriffen; fte be= fd^äftigt non ^aljr ju 3al)r mehr Arbeiter unb bejtfct bebeutenbe SDcafrfjinen. 2>ie $abri! f)at nidjt nur bie iuttuer tnadifenbe SKadjfrage nach SBaumwoP lenftoffen unb ©eg eitu d) für beu ‘plaijconfum befriebigt, fonbern and) nie! nad) beu nörblidjen ^roüingeu auêgefü^rt. 2)ie fortmäfirenb fteigenbe Anja!)! bei* Arbeiter befielt au§ lauter freien Leuten, t}auptfä^lid) benachbarten gantilien. ®ie $abrif beft^t nebenbei Gießereien, ©ifcblereien jc,, and) eine ©chute für bie (jugenb. Die Sabril ift bie bebeutenfte be§ Sanbeê. 100 Baumwollen Weberei «Santo Antonio dos Gueimados. » Baumwollene Stoffe. PROVINZ RIO JANEIRO UND HAUPSTADT DES KAISERREICHS. 101 Manoel Ferreira Lagos. (Hauptstadt). Hängematten von Cearä. 102 Miranda. (Hauptst). Hängematten. 103 Francisco Antonio Alvares de Sonza. (Paraty). Baumwollenes Knaulgarn. 104 José Antonio de Araujo Filgueiras & C. (Magé). Baumwolle : Gestreifte Stoffe 1. Qualität. Gestreifte Stoffe 2. Qualität. 35ie $abrif ©anto Aleiço ift in ber ißrobinj 9îio Janeiro im ©iftrict Mage fefyr günftig gelegen unb bat fyraracbeube Safferfraft um wenn nötbig, Vergrößert werben gu tonnen. £>iefe ^abrif befcfyäftigt ungefähr 170 Arbeiter, fowofyt Äinber aB Gsr* wacfßene, größteutßeifö Sentfdk nnb ißortugiefen. Ser Sonfum an rober SBaumwoöe belauft ftri) auf circa 1500 2trroba§ (300 Sentner), wdcbe au§ ben nörbiidfen ißrotiinjen bezogen werben. 3)tit ber gabrif ift eine ©cbule für ben erften Stnfangdunterricbt verbunben. PROVINZ PARANA. 105 Feliciano Nepomuceno Prates. Baumwollene Hosenstoffe. PROVINZ MINAS-GERAES. 106 D. Polucena das Chagas Andrade. (Oliveiras). Baumwollene Stoffe. PROVINZ SANTA CATHARINA. 107 Francisco Jose de Oliveira. Gestreifte baumwollene Hosenstoffe. PROVINZ RIO GRANDE DO SUL. 108 Philippe Jacob Sellback. Baumwollene Stoffe. 109 Philippe Keiler. Gestreifte baumwollene Stoffe, weiss. Gestreifte baumwollene Stoffe, farbig-. Gestreifte baumwollene Stoffe, dick. 110 D. Philippina Lindermeyer. Garn aus inländischer Baumwolle. 111 Frederico Guilherme Barthulomay & Carlos Buss. Baumwollene Bettdecke. 112 John Prondfoot. Baumwollene Bettdecken. XXVIII. CLASSE Leinen und Leinengai*n«StoJie. etc. PROVINZ RIO GRANDE DO SUL- 113 Baräo de Bälden. Leine wand. Grobe Leinewand. 21 - 114 Philippe Jacob Seilback. Leine wand. Leinengarn. 115 Phillippe Keller. Leinenstoffe. Bunte leinenstoffe. Leinewand. 116 Frederico Guilherme Bartholomay & Carles Buss. Gestreifte Stoffe aus inländischen Leinen. Leinewand. 117 Joäo Antonio de Andrade. Zwillich aus inländischen Leinen. Fertiger Sack aus inländischen Leinen. Bettzeug aus inländischen Leinen. Stoffe von Leinen und Baumwolle. XXXII. CLASSE Gekraempelte Baumwollen-Stoffe. HAUPTSTADT DES KAISERREICHS. 118 Kaiserliches Blinden-Institut für Kinder. Bettdecken. XXXIII. CLASSE Spitzen. Stickereien itnd Posamentierarbeiten. PROVINZ AMAZONAS. 119 Amorim & Irmäo. Besatz aus der Faser des Tucum für Hängematten. PROVINZ PARA. 120 Provinzial Commission. Spitzen aus der Faser des Curaua. (Muster.) 121 Directorin des Instituts des heiligen Herz-Mariae. Kissen von Sammt in Seide und Wolle gestickt. 122 B. Gertrudes Antonia de Mello Branco. Gesticktes Tuch mit lahyrinthen Stich. — 22 PROVINZ CEARÂ. 123 Profinzial Commission. Spitzen mit gezackten Rand. Ctehäckeltes Tuch. PROVINZ RIO GRANDE DO NORTE. 124.— Idem. Spitzen mit gezackten Rand. Spitzen von labyrinthen Stich. Tuch mit Spitzen von labyrinthen Stich. Gesticktes Taschentuch. PROVINZ PARAHYBA DO NORTE. 125. — Idem. Muster von Spitzen. 128 D. Maria Augusta de Cerqueira Lima Cordeiro. Muster von Spitzen. 127 D. Maria da C. Cabral Chaves. Muster von Spitzen. PROVINZ PERNAMBUCO. 128 Findelhans. (Recife). Messgewand m Gold gestickt. .129 Waisenhaus. (Recife.) Stola in Gold gestickt. HAUPTSTADT DES KAISERREICHS. 130 Costa Real à Pinto. 1 Paar Epauletten für S. M. dem Kaiser. 1 Paar Marschalls Epauletten, 1 Paar Marine Officier Epauletten. 1 Paar Capitains Epauletten der Cavallerie. 1 Marschalls Schärpe. 4 Paar Epaulettenhalter. 131 Hospital Pedro II. Spitzen. Grosse g’estickte Kissen. Kleine gestickte Kissen. Griechische Mütze in Farben gestickt. 132 Kaiserliches Blinden-Institut für Kinder. Spitzen. — 23 — Hackel-Arbeiten. Gehäckeltes Tuch. 133 D. Maria Carolina Viegas. Gesticktes Bild in Chenille. PROVINZ PARANA. 134 Feliciano Nepomuceno Prates. Garnitur durchbrochene Einsätze für Unterröcke. XXXIV. CLAS3E Leinen und andere zur Ankleidung noetliige Gegenslaende. PROVINZ RIO GRANDE DO NORTE. 135 Antonio Ferreira Pacheco. Spazierstock in Jorgeholz (Frey Jorge). Spazierstock von Marajä. PROVINZ RIO DE JANEIRO. 136 Carlos Spangenberg. (Petropolis.) Geschnitzter Spazierstock, n. 1 . Geschnitzter Spazierstock, n. 2 . Geschnitzter Spazjerstock, n. 3 . Geschnitzter Spazierstock, n. 4 . Geschnitzter Spazierstock, n. 5 . Geschnitzter Spazierstock, n. 6 . Geschnitzter Spazierstock, n. 7 . Geschnitzter Spazierstock, n. 8 . Geschnitzter Spazierstock, n. 9 . Geschnitzter Spazierstock, n. 10 . Geschnitzter Spazierstock, n. 11 . Spazierstock von Schlingpflanze, n Spazierstock von Schlingpflanze, n 137 Cathiard Sobrinho. (Capital.) Sortiment Regenschirme. 138 Kaiserliches Blinden-Institut für Kinder. (Haupstt.) Baumwollene Strümpfe. Hemden. 353000 253000 153000 103000 83000 63000 33000 23500 23000 13500 33000 33000 PROVINZ SANTA CATHARINA. 139 Amaro José Pereira. Servietten. _ 24 140 Mancel interne Vieira. Handtücher. PROVINZ RIO GRANDE DO SUL, 141 B. Anna Florinda Ribeiro. Handtücher. 142 Philippe Keller. Leinene Handtücher. XXXV. CLASSE Maeimliehe und weibliche Kleidungsstueche. PROVINZ CEARA. 143 Provinzial Commission. Hüte von Carnaüba. PROVINZ BAHIA. 144 Antonio Joaquim da Silva Bastos & C. Männerhüte in verschiedener Qualität. HAUPTSTADT DES KAISERREICHS. 145 Agostinho Machado & C. Verschiedene Männerhüte. 146 Alvara d’Armada. Männerhüte in verschiedener Qualität. 147 A. M Moriamé. Schuhzeug für Damen in verschiedener Qualität. 148 Bernardes & Rayth. Männerhüte in verschiedener Qualität 149 Braga Costa & C. Mannerhüte in verschiedener Qualität. 150 Arbeitshaus der Hauptstadt. Vollständige Unifor mining für die Armee. Schuhwerk für Männer verschiedener Qualität. 151 Costa Braga & C. Feine Hüte in Seide, Castor und Filz. 152 Felippe Correa de Mesquita Borges. Männerhüte in verschiedener Qualität. 153 Soncahes Braga. Männerhüte in verschiedener Qualität. 154 Gonzaga. Strümpfe und Jacken aus Maulthierhaaren. 155 Gailherme Schach Capanema. Panama Strohhüte (bombonaje.) 156 Kaiserliches Blinden-Institut für Kinder. Pantoffeln von Zeug’. 157 José Antonio de Siqueira. Männerhüte in verschiedener Qualität. 158 José Araajo Cotta. Männerhüte verschiedener Qualität. 159 José Gaetano Carreiro. Ein Paar Napoleons Stiefeln, von russischen Leder. Ein Paar kalblederne Halbstiefeln. Vier Paar Halbstiefeln in verschiedener Façon. 160 J. Campas & Filho, Jagdstiefeln. Reitstiefeln (Ecuyère.) Stiefeln à la Benoiton. Stiefeln à la Minas. Bedientenstiefeln. Balmoralstiefeln von russischen Leder und lakirt. Gelbe schottische Halbstiefeln Balmoral Halbstiefeln von schwarzen russischen Leder. Ball Halbstiefeln von Seide und lakirt. Halbstiefeln von Ziegenleder lakirt mit Knöpfen. Halbstiefeln von Ziegen und Kalbsleder mit Knöpfen. Kalblederne Halbstiefeln mit einfacher Naht. Halbstiefeln von Ziegenleder mit runder Naht. Einfache Halbstiefeln lakirt, für Unifom. Halbstiefeln von Ziegenleder à l’anglaise. Halbstiefeln von Ziegenleder ohne Naht. Halbstiefeln von Ziegenleder, einfach. Halbstiefeln von Kalbsleder à la Balmoral. Halbstiefeln mit einfacher Naht. Schuhe fein und lakirt. Schuhe fein von Ziegenleder. Gelbe Schuhe fürs Land. Moderne Schuhe mit Schnallen. 161 Jose Fernandes de Campos Areas, Männerhüte in verschiedener Qualität. 162 J. BL da Cunha & C. Zeugstiefeln für Damen. 163 Machado & Dias Abreu. Männerhüte in Filz und Castor. 164 P. A Guilherme Verschiedenes Schuhwerk für Damen. 165 Pereira de Castro & Irmäo. Männerhüte in verschiedener Qualität. 166 Roesch Freres. Schuhwerk für Damen in verschiedener Qualität. XXXVII. CLASSE Wjsffen. HAUPTSTADT DES KAISERREICHS. 167 Waffen von der G&nceicäo-Fabrik. Flinte. Pistole. Revolver. XXXVIII. CLASSE Reise und Lagerustensilieu. PROVINZ PERNAMBUCO. 168 Director des Gefangenhauses. (Recife.) Trinkgeschirre aus Holz. HAUPTSTADT DES KAISERREICHS. 169 Claudio José de Oliveira. Reisetaschen. 170 Joäo Marcellino da Silva & C. Eine lakirte Reisetasche. PROVINZ SANTA CATH ARINA. 171 Landwirtschaftliche Gesellschaft. (Colonie D. Francisca Reisetaschen. — 27 — XXXIX. CLASSE Kinderspiel zeug. HAUPTSTADT DES KAISERREICHS. 172 Eduardo Assis dos Santos Barata. Ein Bretspiel (Tritrac) von Elfenbein. Ein d° d° Kleineres. 173 Hospital Pedro II. Angezogene Puppen. FUENFTE ABTHEILUNG PRODUCTE (ROH UND VERARBEITET) VERSCHIEDENER GEWERBE. XL. CLASSE Mineralische und metalische Proilucte. PROVINZ AMAZONAS. 174 Joäo Marcellino Taveira Päo Brasil. Schleifstein. Bimstein. 175 Joäo Martins da Silva Coutinho. Erde vom linken Ufer des Maranatuba-Flusses. 176 Joaquim Leovegildo de Souza Coelho. Bimstein. ®tefer ©teilt finbet fid) an bett Solimöes $tuffe (0ber=2Ima§ona§). (B fcßetnt, baß biefer ©tein non bett Andes ßerftamntt, ba Weber tßätige nocß fcertöfcßte SMcane fuß an ben Ufern btefeS 'gtuffeä beftnben. PROVINZ PARA. 177 Jose Verissimo de Mattos. Bimstein — 28 — PROVINZ MARANHON. 178 Antonio Lim Soares. Sandstein. PROVINZ CEARÂ. 179 Alcino Gomes Brasil. Eisen. 180 Provinzial Commission. Kalkstein. Gelber Ocker. Eisenhaltige Bildungen. Lithographie Steine Seifenstein. 181 Antonio José de Souza. Natürliche Soda. 182 Victor Sail lard. Gewaschener Graphit. Graphit. PROVINZ RIO GRANDE DO NORTE. 183 Provincial Commission. Berg Flachs. (Asbest). Eisenerze. 184 Miguel Rodrigues Vianna. Gediegener Schwefel. PROVINZ PARAHYBA DO NORTE. 185 Joäo Jose de Almeida. Kalkstein zum Bauen. 186 Luiz Estanisläo Rodrigues Chaves. Blauer Marmor. Kalkstein zum Bauen. PROVINZ SERGIPE 187 Firmino Rodrigues Vieira. Bläulicher Kalkstein. Kalkstein mit farbig'en Adern. Schwarzer Marmor. 188 Joäo Baptista Gomes. Feiner körniger Sandstein für Schleifsteine. Eisenhaltiger Sandstein. — 29 - PROVINZ BAHIA. 189 Antonio Francisco dos Santos (durch Vermittlung- von Joao Cezimbra). Torfstein. liefet £orf finbei fid) redffd non iOcaraffü am dudfiufj gtttn Fleete, wof)in ©djiffe Don 800 Sonnen gelangen fönneit. Ser ißrad ift 8$000 pv. Sonne an 25orb geiegt. Sie Ablagerungen oon Dltneraiien in ber ißromnj Saffia fiub weniger maffenffaft atd intereffant nnb bieten ©adffennent Anffaitdfmnfte um über bie 33 obenbe]cbaffenfieit, Formation nnb beren Audbefmung nnb oor affen über ben prafttfdfen Muffen ber für bie ^nbuftrie baraud gezogen wirb nnb nod) gezogen werben !ann, ein Urtffeii 31 t fäffen. G’d fütb nidjt nur bie .ff'atfftehnffdeberiagen insgemein, SDianrtor, Öffpd, Jadpid, treibe nnb tbo= nige ©dffdffen, fonbern namentticb bie Soffitten nnb 23rennftoffe, weidfe Wegen iffred inbuftvieffen Sßertffed bie Anfmerff amfeit auf fid) gieren. Sie andgebreiteten @d) tef er ab tagerungen in biefer ißrohinj werben offne B^dfet, Wenn audgebeutet, f Oon betracfftüdfen duffen fein, fowoffi wegen iffrev Am wenbung ald SBrennmateriat, atd and) wegen ben widittgen ißrobucte bie bie neuere SÖiffenfdfaft barand §u gieffen meid, atd Die, Adpffait, -parafht. 190 Paulo Jose de Teive e Argollo. Kristallisirter Kalkstein. 191 Zeferino Jose Correia. Jaspis. Bearbeitete Steine. HAUPTSTADT DES KAISERREICHS. 192 Corrections-Haus der Hauptstadt. Halbmond von Eisen für Steuerruder. Bootshaken von Eisen. Kochtopf von weissen Blech für die Armee. Cafemaschine von weissen Blech. 193 Münz-Gebäude. Practische Versuche in Gold. 3 Kleine Platen von paladirten Gold (natürliche Le~ girung). 22 Octaven und 24 Gran reines Paladium in Platten, Draht und Barren. 194 Francisco Goncalves Ramos. Ein grosser Hahn mit elastischer Feder. Ein mittler Hahn mit elastischer Feder. Ein kleiner Hahn mit elastischer Feder. - 30 Ein gerader Halm mit elastischer Feder. Ein grosser Hahn, Entenkopf darstellend. Ein kleiner Hahn, Entenkopf darstellend. Drei Schüsseln von Messing. Vier Kupferne Becken. Zwei eiserne Beile. Zwei eiserne Sensen. Eine eiserne Haue. Eine eisernes Becken. Eine eiserne Schaufel. 195 Madei Filhos. Gegenstände von Weissblech. 1 Eismaschine. 1 Theemaschine. 1 Cafemaschine. 1 Theemaschine. 1 Dergleichen. 1 Giesskanne für den Garten. 1 Wasserkrug für Toilette (englisches Model). 1 Wasserkrug für Toilette (americanisches Model). 1 Eimer für Toilette. 1 Desgleichen, 196 Miguel Conto dos Santos. Sensen. Sichel. Hacke für den Garten. Spaten. Harken. Schaufeln. Rechen. Waldmesser. Wappenschild von Eisen (Kaiserliches Wappen). Schilder von Messing. PROVINZ S. PAULO. 197 Claudio José Machado. Porzellanerde. 198 Kaiserliciie Eisenfa’orik S. Jean d’Ipanema, Gusseisen. Schmiedeeisen in Stangen. Stangeneisen, Eisenmineral. Magneterz. 2)te ©fenftein = Säger ber ißrobinj ©. $au(o in ©. 3'oan $paitenta finb kG reichhaltig. - 31 Obige ©ifeitgiefjerei uuö ©cpmiebemerlftätte liegt 2,75 Steilen bon ©orocaba entfernt uttb nimmt 0,66 Onatrat teilen ^{äc^emaum ein; ein Ketneä terrain, meldjeê an ber © traft e bon Satuljp , eine palbc SOteile bon ben ©tabliffentent liegt, md)t mitgcredptet. .^m .^Saljre 1810 gegrünbet, mären bie erften Arbeiter biefe§ ©abliffe= ment§ eine Keine 2tnjat)l ©darneben mit üjreu alten Öfen, ©tncföfen ge= nannt, unb erft im Dcoüembev 1818 floß 3 unt erften 9JMe baS gefdjmolsene ©feit aus beu .fpodjöfeit. 3ei?t finb gmei §od^öfen bon 8 SDceter .pope im ©ange, mettre bei unittv terbrocbener Arbeit gemopnlitp 3000 Kilogramm ©ufteifen in 24 ©tunben liefern. Sie SDiafcpinett merbeit burcp bie SBafferlraft be§ ^luffeê @. 3ean be 3pauema getrieben, meldje letztere in ber trodeueit ^ya^re^geit felbft 40 8 ßferbel'raft beträgt, mit einigen Serbeffernngett aber leidet bergröftert merbeit lann. Sie gur Arbeit oermenbeten 2)îineratieu finb ©fen unb ÜDÎagnetoppb, bereu SReinpeit unb fReicppaltigleit minerait] cp belartnt finb. Sie .f)auptfd}ad)ten liegen blo£ 4000 OJceteu non ben Öfen entfernt. Sie Weiterung beftept pauptfädjlicp au§ 23rennpol3 unb befittbet fid) fo= mopt in ber ütäpe ber $abrit al§ and) btë fünf Steilen im Umfretfe itad] ber Üiidnung ber ©trafte non ©antpo=2argo, ißorto unb Satupt in Überfluß. Sie Sftufter bon folgern, melcpe jur itusfteltung gefdftcft morben, finb bie 31 t bauten unb al§ 23ratupol3 angemeitbeten. 3um ©teftett mirb Äallftein unb Siorit au§ bortigen Sägern oerroeitbet. Sie bauten merbeit au§ bort gefertigten 3kgdK an % 2epm, ber menig dReter öott Öfen entfernt, gegraben mirb, nnb beffen im folgenben iübfcpnitt ©rmäpmtng gefcptept, aitfgefüprt. ©0 mirb menig ©egenbe geben, bie in fo Keinen UmfceiS fo günftige Ißerpältniffe 3 U einer berartigeit 3«buftrie ge= mähren, al§ bie befprod^ette. 199.— Idem. Ocker. Ocker zur Fabrication von Backsteinen. Ocker zur Fabrication von. Dachziegeln. Harter Sandstein. Feinkörniger Sandstein. Diorite. Porphyr. 200 James Johnson. Eisenstein. PROVINZ PARANA. 201 Antonio Gaetano de Oliveira Hhosinho. Eisenhaltiger Schwefelstein. 202 Provincial Commission. Kalkstein. Eisenerz, 203 Florindo Luiz Artigas. Eisenerz. 204 José Gandido da Siiva Mnrici. Eisenoxyd. 205 Manoel Antonio Ferreira. Schiefer 206 Modesto Gonealves Cordeiro. Eisenerz. 207 Pedro Aloys Scherer. Schwefelhaltiges Spiesglas. 208 T, Ochsz. Eisenerz. PROVINZ SANTA CATHARINA. 209 Visconde de Barbacena. Steinkohle. bie ÜJihterdogte als ©eognofie ber pn'ODtnj Santa Satbarina finb intereffant in totffenfafttid)ev itnb inbuftrieüer §infidjt. 3)er ©oben enthält d'tineralien non weiten fd^on einige in unfern SDlufeen befannt finb unb Stnbere, toie ba§ ©ifenerj, nur inbuftrieüer Äopfe, fleißiger §anbe unb binreidynber (Aapitatien märten, mn püetfidhlicö ntit Pütjen auSgebeutet §u merben, SJcatt öermutbet bkt ©ilbererySager, bie in früherer 3eit ent- bedt fein fotten unb beren ©puren berforen gegangen finb. 3n ben cffent= heben 3trd)iüen ber ißroninj finbet mau noch SSefcbreibungen unb fepmaebe 3tnbeutungen über bie Sage berfelben. ©egenmärtig futb e§ nur bie ©tein= fobleniager, meide bie Hufmerffamfeit ber Unternebmer auf fidj sieben. Siefe finb reichhaltig au§gebreitet unb febr günftig an fdfiffbaren griffen gelegen, be§b&lb tei(f)t au3§ubeuten unb bureb bie üerfcöiebenen, natürlichen Gbmmunicationäroege febr begünfügt. 210 Wanceslao Martins da Costa. Blutstein. 211 Wilhelm Hanety. Blutstein. PROVINZ RIO GRANDE DO SüL. 212 Nathaniel Plant Steinkohle. Sie Sftufter finb au» Sägern an ben Ufern beS Saccaca^t * ^fnffe§ int Diftrict ©epee gezogen in wetten btefe Dualität Kopien reichlich oor* panben ift. Diefelben liegen 2,376 Dieter oom Ufer beS SflattenbadjeS (Irroio boS StattoS) nad) melden fie benannt finb uttb 12 Kilometer Oon ber Villa ©. $eronbnto entfernt unb finb non obigen Vadje burcp eine ©bene unb weiter unten burcp bergiges Sanb getrennt. Die Villa ^cronpitto bietet einen ©cnfd;iffuttgSplat 3 am bluffe $acupi bar, unb liegt 80 Kilometer non ber §auptftabt ber ^roohtj entfernt, burcp roeldje fie eine fidlere unb nie unterbrochene ©djifffaprt üerbinbet. Die angefteltten Voprücrfudfe, bie fanfte 9Mgiutg ber @dj)id)ten unb bie ähnliche Vefcpaffenpeit bes DerrainS laffen oermutpen, bafs am rechten Ufer beS .^acupi^luffeS unb in fcpou e^plorirten Dtieile, fieben SJcitiorten Don* neu ©teinfoplen in einer unbebentenben Diefe, im Verpältnifj gu ähnlichen europäifcpen Sägern, liegen. ©S ift nod) jit bemerfen, baff bie wieberpolten Voprungen auf ben linfen Ufer felbigen ^luffeS gezeigt pal eit, bap bie Diefe in melden fid) bie Säger beftnben, bei 56 SRetreS auf ber anbern ©eite bes gluffeS fortfahren. $n ben ©pachten be» 21 rr oio boS iRatoS beftnben fiel) brei ©diadpen in ber Diefe oon 54“ 54“ 34 unb 57“ wo mehrere Säger tunt oerfepiebe* nen Strten Sohlen gefunben werben unb tn abwecpfelnber Diefe. Die Diefe in welcher bie Gewinnung ftattfinben tarnt, ift ein fehr wichtig äu beobacptenbeS ©lement bei 2 lbfcpäi 3 ung beS BuftanbeS in welchen fich bie ju bearbeiten Säger beftnben; bie Vergleichung gwifepen ber ©cpadR beS 21rroio boS Rate» unb benen Oon SancaSpire, bie reid)ften oon ©ng* lanb nnb üielleicht ber Vielt, beweifen nicht allein ben Reidpfntm als auch bie üortheilhafte Vefcpaffenpeit fener. fyn ber Dhat finbet man in ben bra* filianifchen Oiruben einen SReter gute $ople bei 32“ 13 Diefe; in ben eng* lifcpen jeher Meter entfpriept 51 t 37“ 62 Diefe iu ben bebeuteften ©djaep* ten, mtb 59“ 4 in anbern. Die Sompagnte $ a c upt, weldje feit 8 fahren in ihren Dampffdpffen Äople üon Strroio boS 91 atoS anwenbet, finbet bap wegen bem Unter* fepieb beS tßreifjeS gwifcpeu ihren Kopien unb benen oom 21uSlaub einge* c. a. 3 34 führte«, ben (Siutfeimijdfen Brennmaterial ben Borjug geben laßt. 2)er Boben metier bicfe (Gruben nom Ufer be§ $tuffe§ %rr ot o bo§ 9î a t o S trennt, ift für eine Sifeubaïjn fefjr norttjeitljaft itnb formte teidjt angelegt tnerbett. XLI. CLASSE. FroiÏHCte des S''«s*s3es unit ilsi*e Semstiang. PROVINZ AMAZONAS. 213 Antonio Monteiro. Muirapiranga ( Cœsalpinia echinata). Y. p. 37. 214 Provinzial Commission. Jaboti-pé. Blei-Lorbeerbaum. Sucuuba ( Plumeria phagædœnica , Martius.) be§ Banntet gteidjen Ramené, mddjeS fepr banerffaft ift unb )o= TDotji für innere Arbeiten, at§ auch für fofcEje in Indexen es ber Snft unb $eudjtigfeit auSgefefd ift, angetnenbet wirb. 2er Stamm biefcS BaumeS erreicht bie §dt)e non 9 m ,90 bis 17“,60 unb eine Starte non 0 m ,66 bis l m ,32 in feinen größten Umfang. (Sr finbet fid) feßr häufig in beit BSätbera ber ißroninj dmajonaS, mo er an trodenen Steden mädjft. Ucuüba, (.Myristica surinamensis, Rol.) 2er Baum gleichen AamenS non metdjeu biefeS §otj fommt, finbet ftd) felfr reidfttd) in ben BJatbern ber ißroOinj Amazonas unb ift fd)r gefdjäfjt Wegen ber Lcüfetidifeii feiner ^rüdfte, tnetdje eine meiere bafifd}=aromatifd)e Subftang entsaften non roetdfer Siebten bereitet tnerben. 2er Saft btefeS Baumes mirb in ber bJtcöijiu angemanbt. Sein Stamm pat bie §öt)e non 4 m ,40 bis 8 m ,80 unb l m ,10 bis 1“32 in feinem größten Umfang. 2aS §oÏ 5 bient nidjt für Arbeiten non tanger 2auer. 215 Domingos José de Camllio. Acarl-üba. liauba , g-elbe (A crodiclidium),— Y. Seite 36. Muira-taud. Königin-Holz ( Pcm-rainha.—Centrolobium parciense ). —V. n. 229. . Arari-muird. Inaniuhi. Lorfaeer-iaaiiuilri ift in ber ißroninj StmagonaS ber gemötmtidie 9tame — 35 — b es Saumcë, tbctdfer biefeâ §o(j liefert. @r mdcfyft meiftentïjeik an ben Ufern ber SMbbädfe. ©ein ,§otj mtrb Mos für innere Arbeiten berroenbet. 216 Jöäo Marcellino Taveira Pao Brasil. Edelholz ( Pau-precioso .— Mespilodaphne pretiosa. Nees). 227 José Joaquim Palheta. Anhuiud. Anhuiud weiss. Anhuiud schwarz. Wohlriechender Lorherbaum ( Dicypelliwm C.aryo- phyllialum). Muirapiranga. 218 José Ricardo Zanny Paclimoy. Car.iipé verkohlt. 219 Leonardo Antonio Malchsr. Edelholz. 220 Manoei de Cupertino Saigado. A caricudra. Siefeë bon bem Saunt gleiten Samens , metier fttï) in großer -Menge in ben Sßätberu ber ^roMnj Mmagomk borfinbet, ift fetjr banerlfaft unb CDrtC)citf}aft für aïïe Mrteu bon bauten. Ser ©tamrn bc§ Raumes ift in ber $öt?e üon 6 m ,60 bk 15,40 be einen Umfang bon 2 m ,20 bk 2 m ,64. Andird-uichi (And ira ) , Angeline ( Machœnum ). SiefeS .fjotj, oon benx ^Bannte g (eiet) en Mantetk ift fetjr bauertfaft unb toirb für aïïe Ixten, foibotft innere, ak SBaff erbauten angemenbet. Sie -höbe feines ©tammeS ift Oon 11 bk 22 m unb fein größter Umfang 2“,64 bk 3 m ,52 Ser Saum ibädfft bor^ugSmeife au trocknen ©teüeu. Mian tennt baöon jmei Mrten, metd)c beibe biefetben ©igenfdfaften tjaben. Kopahubalsamhaum ( Capaifera ). Ser Saum btefes Mantens ift in troefenen ©egenben ber probing 2tma= gonaS fet;r gemein, ©ein |jot§ bon tanger Sauer, mirb fomotft für innere Arbeiten benutzt ak für fotc^e wetdfe ber Saft xtnb ber geudjtigfeit au§ge= fetjt fmb. ©ein ©tarnnt erreicht eine .fjötfe bon 17“,60 bis 22” unb einen Umfang bon l m ,10 bk l m ,54. Man getbinnt barauS ben befamtten ,fo= patjubatfam. Coumarou (Bypierix odor at a, Willdenow). ' ©iefer Saunt finbet fid) in grower 3)tenge in ber probing dntagonag. ©eine grudft entsaft ©amen, wetebe unter ben tauten ©onfa Sonnen im .'oanbci fomuten unb bon wetpen ein wofjtriepenbeg Del gewonnen wirb fur ben ©ebraud) ber Parfümerie, ©ein ©tamm erreicht bie §öfie bon 4“,40 big 6“,60 anf 0' u ,66 big l m ,76 Umfang, ©ein £otg bient borpeit® baft fowotft für Sauten atg ©ifpterarbeiten. Guariüba [Galipea ]. ©in Saum wclper fed; felfr t?aufig unb in groper iOautgc in ben 3Bät= bern ber probing dmagouas finbet. ©ein ©tamm l)at bei einer |üpe bon 13“,2 big 17“,60; 0 m ,88 big l m ,7G in feinen gröfjten Umfang. ©ein §otg, fefjr t)art unb bon tanger ©auer wirb gu PSaff er arbeiten ttnb für fotd)e, wo eg ber Stift aitggefefet ift, angewenbet. Schwarze Itaüba (Oreodaphne). ©er $taubenbaura, f e h 1 ' fyäuftg ftp oorfinbenb in beit Söatbern ber pro® bing dntagonag, liefert hier Strten, alte bon gteidfen Serif) für Sauten: bag gelbe, rotfje, fdfwarge unb pinima ober geftedte. @ämmttid;e §ötgcr, fel)r hart unb bon tanger ©attcr, werben 31 t atterpanb Sauten angewenbet unb wieberftefjen fowofft bem SBaffer atg ber Suft. ©ag Severe ift fel)r geeig® net für ©ifpterarbeiten, ©er Saum erreicht riefenartige Proportionen; fein ©tamm t)at bon 19“,80 big 24“,20 fpötfe, bei einen Umfang bon 2 m ,2 big 3“,08. Itaüba-boJiina. Ingd-rdna oder falsche Inga [Inga). Dtnit bebient fid; biefeg |>otgeg btog für einige ©ifpterarbeiten. ©er Saum bon bem eg fornntf, finbet ftp in groper OJccngc in ben Söätbern ber pro® bing dmagona» unb wäpft gewöfinttp auf trodenen ©tetteu. (©. ©eite 45.) Ipe-r&ia, oder falsches Ipe (Tecoma ). ©iefeg §otj, bom Saum gteipen Oiameng, ift weniger bauerpaft atg biefeg bou bem epten $pe, unb befpatb btog für innere Sauten unb ©ifpterar® beiten anguwenbett. IpadA-rmna, oder falsches ipadü (Erythroxilon -Jarana [MimosaceaT). Jacare-üba {Calophyllum brasiliense , Martins). ©iefeg .§otg bient btog für innere Sauten, benn ber Suft auggefetd, ift eg bon feiner taugen ©atter. ©er Saum bon welchem e » fomrnt, unter ben® fetben Flamen befannt, finbet fiel) fetrr bäuftg in ber probing Wmagonag; feilt Stamm ßat bei 24”,20 bis 28“,60 |>öße, 2“,20 bis 3,08 im größten Umfang. Jabutl puitä. Lorbeerbaum ( Cordia ). Advogat-Lorbeerbaum ( Persea ). Lorbeer mit dicker Binde. Sumpf-Lorbeer ( ir/apö ). Lorbeer des Festlandes. Sille biefe Sorbeerarteit finben fiep feßr ftaitftg in beit SSälbern ber Sßro= binj SCma^onaS ttnb wadffen fomoßl in trotfenen al§ fitntpfigen (kgenben. Sie fpöße ifjrcS Stammes ift gemößnlitf) üon 8“,80 big 13”,20 unb %• größter Surtfmteffer 1“,76 bi§ 2”,20. fybt § 0 %, ^entließ baiterßaft, eignet fief) foroofil für innere bauten ats für fo£cf)e, melcße ber Sitft unb bem 2Saf* fer anSgcfeßt finb unb für 2tifepterarbeiteit. Matd-matd (Lecythis coriaceci, Martins). tDtan leimt üon biefeit kaum brei 91rten, feßr gemein in ber $roüin§ füntagonag: ben 2)cata=2Jcat;i ber SBalber, ber ber Geben eit unb ber Scßtuarge. oßre Stämme erreichen bie |>öße üon 3“,52 bis 4“,40 unb ißr größter Sitrcßmeffer 0“,44 big 0”,88. Sag §olg beg leßteren bient für allerlei kauten, fovno£)£ in bie Gerbe ge* graben, in bag ksaffer öerfenft, alg and) ber Suft auggefeßt. M uirapiranga . Siefeg t§olg, gietnltcß feft, bient bei kauten, fet eg für in bie (Erbe ober im SBaffer, fei eg für innere Arbeiten. Ser kaum gleitßcu kantenS üon toelcßem eg fommt, tüücßft in großer iöteitge in ben Sälbern ber kroöin^ SKmajonaS, mo fein Stamm eine |)Öße üon 8”,80 big 13“,20 erreicht ttnb fein größter Umfang l'“,32 big 1“,76 ift. Muirataud. Murucucu. Macucu ( Ilex macucua , Pers.) Siefer kaum finb et fitß feßr reitßlitß in ben SSälbern ber ißrokitä 21ma= goitag unb mäcßft oorgügtieß an trotfenen Stellen. Sein Stamm 8”,80 big 13“,20 ßütß, ßat im größten Umfang 0”,44 kg 0”,88. Sein §o% mirb bei iitnern kauten angemenbet. Piranha-uba. Blau-Holz. ( Pau-röoßo.) Siefeg $ülg aueß ©ttarabtt genannt, fommt feoit ben kaum gleichen 9?ct= — 33 tnenS, toeIrf;er in großer ittettge in beit Söäfbent bet tproOmg SfntagonaS anf trod'eueu Stetten wäcbft, wo fehl Stamm eine §öi)e üon 6“,60 bis 11“ erreicht unb im größten Umfang 0“,44 bis 0,88 bat. giemlid) hart, aber ba= bei biegfant, fann eS bei alten Slrten oon Sauten angcmenbet werben; eben» fo in bei* 2üfd)terei, Moben imb Sfodmacberei, nnb jcl)r bicuficb für 23a= genräber. Kosenholz (Pau rosa. Dlcypellium caryopiiyllatum.) 3>iefeS in ber 2Üfd)terei angemenbet, ift gtemlic^ feft unb bient eben= fowo'bf für innere Sauten, atS für baS SBaffer unb ber Suft auSgefeßt. Ser Saum öon meinem eS fommt ift febr häufig in ben SBätbern ber tßroüing SünagonaS, wo fein Stamm eine§öt)e oon 6“,60 bis 11“ erreicht unb im größten Umfang 0“,22 bis 0'",66 bat. Bogen-Holz [Pau d-arco. — Tecoraa). SiefeS ,öo£g, fetfr feft aber bähet biegfant, mirb bei atteu möglichen Sauten, fei eS auf ober in ber @rbe, ober im SBaffer, mit Sorttjeit angemenbet, ebenfo gut aber audj für gitrn Sred)fdn unb SSagenarbeü. C£S fommt Oon einen riefenartigen Saum unter benfetben -Kamen beS .ffotgeS befannt, tuet* (ber ftd) in großer 3)cenge in ben Sßütbern ber ißrooing 3tmagonaS befinbet, too eS gewöhnlich auf trodeuen Stetten madfft, unb fein Stamm ftcf> bis git 30“,80 erbebt bei einen Umfang Oon 2“,64 bis 3”,08. Pequvd-rana , oder falsches PeguicL (SS finb oon btefem ißequia^ofg bret hrten befamtt, welche atte häufig in ben SBatbern ber ißroüiug StmagoitaS in fumpfigen ©egenben gefnnbeu werben: Ser tßequia orbinair ober ber ecfjte, ber ißequiawana ober fatfdfc ‘-jßequia nnb ber fd)Warge ißequia. 3br Stamm erreicht eine .§öf)c Oon 6 m ,60 bis 8 ra 80, bei 2“,20 bis 2 m ,64 im größten Umfang. 3br §otg metdjeS febr feft ift mirb gn atteu hrten Sauten, fei auf ober in ber (Srbe, ober im SSaffer unb ber Snft auSgefebt, angemenbet, ebenfo auch §n Sifdfferarbeiten. Sucupira (.Boiväichia virgMoides, Mart} Sief er Saum febr häufig in ben SSatbern ber ißroomg IntagonaS unb anberen oorfinbenb, ift oon fräftigen SßutbS unb fetbft cotofat; fein Stamm erreicht eine $öbe oon 17“,60 bis 22“ unb im größten Umfang 1“,76 bis 2“,20. Sein §ofg ift eines ber fefteften unb bauerbaftefteit, mefebe man fennt unb wegen biefett ©genfdfaftett bei Sauten, mefefte ber Suft als auch bem Sßaffer auSgefebt ftitb, mit Sortbeit angeroanbt. — 39 — Tapurü-üba. Tururi. Tanim buqueira . 221 ManocI Hicoläo de lello. Muirapirang a. S. Seite 3~. 222 Bureau der öffentlichen Arbeiten. Herz des Sucupirct (Holzart). Lack-Holz (Pan lacre). SiefeS <£jolg, Weld;ie3 giemlid) hart ift, wirb bei ver)d;iebeneu imtern Sam ten angewcitbet. 3)er Saunt weldjer biejeS .fjolg liefert, finbet fid) l)äuftg in ber ißroving ImagonaS unb ^at feinen kanten von bent .fjarj weither er erzeugt, ©eilt ©tarnnt fiat bei einer .£>!% non 4 m ,40 bi§ 6 m ,60; O m ,44 bi§ 0 ,n ,88 in feinen größten Umfang. 223 Tbnry & Brüder. Genipabaum (Genipa Brasiliensis ). Siefer Sannt beffen grüdjte bei Sebanbluttg be<3 Sarmbrud)3 attgewem bet tnerbeit, wädjft in großer üJfenge in beit SBälbertt ber ißroving 91mago* tta§, wo fein ©tarnm eine §öf)e erreidü non 6 m ,60 bi» 11“ unb int größten Umfang 0 ra 88 bis» 1"'32. Sa§ |jolg felbigen Saunte» narb wegen feines fpecififcpeu 65ewid)te§ unb ber Üeidjtigleit mit meid)er c§ Verarbeitet werben fann, feliv für 2bifct) 1erarbeiten unb G3eincprlolben gefudft. Sei Sauten bient e§ bloS für innerhalb, bemt ber Suft audgefebt, ift e§ nid)t von langer Sauer. Jacare üba (Calophyllum brasiliense). S. Seite 36. Maccica-üba. Sott biefem Saum, welker Iföufig in ber ifSroving t’lmagDitad wädfft fennt man vier Wirten, alle von gleidjen SSerth bei ihrer Slnwenbttng : Ma- caca-uba orbittair, Macaca-uba ber SBälber, ber ©betten unb be§ vyeftlanbeS. Sie ,&ö£)e ipreS ©tammeS ift Von 4 ra ,40 gu 6 m ,60 unb im größten Um* fang 0“,88 gu l m ,32. ^l)r polg bient bei Sauten fowol)! für innere Arbeiten, al§ auch für SBaffer unb Sifdflerarbeiten. Rosen Holz. (Y. Seite 38.) Tamanqueira (oder HolzscLuhbaum). Y. Seite 44. PROVINZ PARA. 224 Affonso Mongin Desincourt Maparajuba (Mimusops excelsa). 40 SiefeS § 0(3 wirb bet gewöl)uticl>en Sauten augetoenbet. 2)er Saum metier eS liefert ïjat eineu (Stamm non 8“,88 bis 13“, 20 .£)übc bei einen Umfang non 0“,88 31 t l m ,32. Maracutidra Gelb Holz {Pau amarello ). 225 Anioeto Clemente Matcher. Massarandüba (Mimusops excelsa). V. Seite 42. Ruder Holz ( Pau de rêmo). 226 Provinzial Commission. Camard oder Cambard (Lantana co.mara , L) Cajueiro do mato (Wilder Cajueiro). 2)iefeS fd)ône .£> 0 ( 3 , rofenfarbig getoäffert, bietet feinen Itnterfcbieb in ber fRcinljeit feiner Bdcffnung, j n metier ?ltt e§ aud) gefdfnitten ift uub fann burd) feine geringe Seltnere bas Sud)enï)ol 3 leid)t erfepen uub tnirb für 3Tifc4Vter= arbeit angetnenbet. :Der Saum gleichen OcamenS non tnelcfient es gewonnen wirb, liefert bie (Sajü = $rud)t weld)c an ber Spitze eine (Saftanie fipen Ijatf in Seutfdjlanb unter ben diamen (ïtepbautentauS befannt. Seinen Stamm »eldfer eine .pölfe non 8”80 bis 11“ erreicht, auf 1“,10 bis l m ,32 int Umfang, entläuft feljr reicfRid) ein für nerfdfiebene Sachen bienenbeS ©umtnb §ar 3 . Seine Stätter bienen baS foolj 31 t poliren, unb in ber ißronins 3 lma 3 oneS bebienen fid) bie Sifdflent bereit als Jyeüe. Fünf AVunden (Holz) des Baumes der). Goyavier (Indianische Birnbaum). Guajard. Guaracica. (Lucuna fissilis.) 227 Ignacio Egydio Gonçalves dos Santos. Acapü gelber. Angeline. Rosenlorbeer. Heiliges Holz (Pdu santo .— Kielmeyera). Tamanqueira (Holbzschuhbaum). Ipé. (Tecorna , Mart.) Ipé tabak. Pallissandre des Waldes (.Jacarandd do mato). Manguenbaum [mangue] canoë. (V. Seite 47.) Macaûna. Mangold. Pequid {Caryocar Brasiliensis). 228 Joäo Henriqua Diniz. S idenholz (Bohle von). — 41 — Sieg .^ofj mirb 31t Soil unb ©dfiffgbaitten üermeubet afg and) für Sifdff erarbeit. Ser Stamm beg SBaumeg üon gleiten kanten, rodder eg liefert f)at eine «g>ot;e üon 8“,80 31t 17“,60 mtb einen. Umfang üon 0“‘,88 8» IVO. 229 Joaquim Rodrigues dos Santos. ; Muirapinima , Macacaüba oder Holz der Königin [Cen- trolobium paraense). Somofü bei Sdjiffg a(g Sioifbauten mirb biefeS §ofj mit SSortljeif ange= \ maubt. Seine gemöf|nüd)e Sänge ift üon 6“,60 31t ll m ; bei einer Side Y üon 0“,22 31t 0“,66. 230 luiz Thomaz Correia. i Gelber LoAeer - | 231 Manoel Antonio Pimenta Bueno. I Anani. I Acapü. Siefe§ §ot3 bei (Eiüif afg Sdfiffgbauten angemanbt, f>at gemöfjnfidj eine | Sänge üon 6“,60 3U 15“,40 unb eine Side üon 1“,76 3U 2 m f 20. f Andiröba (Carapa guyanensis). * ©emofmfid) ift biefeg £jofj bei Siüitbauteu augetoenbet. Ser Stamm Ijat eine Sänge üon 8”,80 31t 17"',60 unb eine Stärfe üon 2'",20 3U 2“,64. Angeline. (V. Seite 35.) Siefeg §0(3 mirb and) btog bei (Siüifbauten angemenbet. Ser Stamm beg Saumes fiat eine Sänge üon ll m ,00 3U 22“,00 unb eine Side üon 1“,76 31t 2“,20. Boiussü. Coumarou (Y. Seite 36). Climate. Cupiüba. Siefeg ^ofg, üon bem SSauut gleiten 9t am eng mirb fomofü für ßiüif afg ©djiffgbauten angemanbt, unb ift gemöfmfid) üon ber Sänge üon 17“,16 31t 22“ , bei einer Side üon 1“,32 31t 1“,54. Castanienbaum von Para (. Bertholletia eoecelsa, Humboldt). Fcmeira (Bohnenbaum). Sei Siüif afg Sdfipbauten angemanbt, finbet ftd) biefeg .§0(3 gemölfnfiüj üon 13“,20 311 22“ Sänge bei 1“,76 31t 2“,64 Side. e 6 Guarvûba [Galipea ). Génipabaum. Ingä-rana (Bursera leptophlœos). Imhô-rana. J utaM ( [lyme n e a). Jacaré-üba. Rother Lorbeer. Motuanha. Mururê ! Blchetea officinalis). Muraüba. Moracem. Muira-cutidra ( Centrolobium). Massaranclnba (Mimusops elata). 3)iefe§ .< 90(3 ift foïbopt fur Sauten bet iitnern Arbeiten atê aucp für ht bie ©rbe bergrabeu autoenbbar, borjügticp aber wirb e§ für Sfr^ betten gefucpt, 3)er rtefenartigc Saunt gleiten Ramené non metcpem biefe§ § 0(3 fontutt, fiixbet ficp ht grofjer fblettge in ben SBatbern ber ißrobinj iß ara ; tbäcpft fonft aber aucp tn atteu aubent ißrobinjen be§ $aiferreicp$>. $tt $arâ ïennt man bubon bref Sfrteu, atte non gleichem SBertß für ©onftruc* tionen: SOÎafferaitbnba orbinair, ber ber Söätber unb ber fftotße. !jpr Stamm erreicßt eine fpöße bon 22 m , 3 it 26 m , unb eine ©tarie bon 2 m ,64 ju 3 m . ' 35er Saft biefe» Saumeê, bon einer meinen $arbe, metcßen man burcp ©infcpnitte in fetbigen getbimtt, ift eine feßr gefcßmadpafte äftitcp. 9Jtan trinft fie mit 3p ee ober Kaffee, bermifcßt fie in Srei bon 3Jtanbioc=9JM)( unb anbern unb ift feßr naßrßaft unb erfept teicßt bie Sußmitcp. -Katt menbet fetbigen aucp at§ pectoral unb analeptique an, pomntt au cp at§ S(nftö»ung§= mittet in gemiffe ißftafter. ©erfetbe @aft berbicft fiep unb berpärtet in 24 bi§ 30 ©tunben, unb gteiept afêbann ber (Mutta = fßerepa, bto§ mit bent ttnterfcßieb, baß ba§ fßrobult be» fDtaffaranbuba weiftiep ift unb ba§ ber @utta=ißercßa brättntiep ; fonft ftnb bie ©igenfepaften beiber gteiep. Muirapir an g a . Matdmatd. Macucü (Ilex macucua). Gelb Holz. 35iefe3 §otj bout Saum gteiepen kantend fomutenb, pat getböpnticp 13 ra ,20 bi§ 17“,60 Sänge unb l m ,32 bi§ l ra ,76 25ide. GB mirb fomopt für Sioit unb ©cßiffsbauten augemanbt at» autp für 3ifcßterarbeit. Rosenbolz. Sie Sermenbung biefes ^»oîjeê i[t wie bie obige. ©eine Sänge ift ge* möbnM) 6 ra ,6 bi§ ll m ,bei einer Side oon l ra ,70 int Umfange. Schwarzholz. Bogenholz. Pitombeira. Pequid. Siefer Saunt bat in gewöhnlicher Sänge 6‘",60 bis 8“,80 bei einer Side non 2 m ,20 51 t 2 ra ,64. ©ein tfjotg bient gtt altert) anb Sanb ttnb Saffer* bauten fotote auch fitr Sifd)krarbeit. Peririqueira. Brasilianischer Vogelbeerbaum (Callophora utilis). Sapucaia (Lecythis gandiflöra). StefeS $013 bon einer Sänge non 22” mtb metre, ttnb einer Side non 1“ 32 ju 2 m ,64 bient fowo'ht für Sanb atS SSafferbauteu. Ser Sannt non welchem es fontntt trägt eine ber SontSnuf] etwas ät)nüd)c $rud)t, wetdfe 3)tanbe(n non einen fet)r angenehmen öfefctnnad enthält. Son feh bigen bereitet man einen felfr fühlen Sranf gegen bas ^tufjfieber unb 9îte= renentjünbung. Tamaquaré. Tanim buquei r a . Tauari [Öourary guicmcnsis). Tatajuba ( Maclura ). Timbo-rana. Taiapinrica, TJmari-rana. 232 Pinto & Brüder. Buxeira (Brasilianischer Buchsbaum). Sa§ .fjoh baöon wirb fowot)t für |jaufer atd ©d) iff »bau ten angewenbet unb bient and) für Sifdfterarbeit. (S§ h at dne Sänge non 8 m ,80 §u 13 m f 20 unb eine Side üon 0 m ,88 31 t 1“,32. Céder ( Cedrela). ginbet biefetöe Shtwenbuttg wie obige unb bient auch für Sitbhauerarbeit. ©eine Sänge ift 13 bid 31“, mtb feine Side O m ,66 bid 5 m ,28> Kastanien (Sapucaia), Cutitiribd (Lucuma rivicoa). Coumarou. Cumbeira. Copahiba-rana (oder falscher copaïer). Kopahubalsambaum, rother. — 44 — Siefer ift ber iid)tc .topatjubatjambaum wetd^er beu unter biefett tarnen befannten (Batfarn liefert, ©ein .§ 0(5 tft fefir gwedntäfjig für Sanbbauten, fo= wie aitcf) ftäfwe au§ fettigen Verfertigt werben. Copahiba-tinga oder Kopahu-tinga. Siefe 2trt Von .fopafmbaunt ift bie wenig gefdjäfjte unb fein .Spotg bient bto§ junt (Bcrbrcniteu. Jarcma . Palissandre (. Jcicarcmdd ). Siefe§ .^otj Von einer Sänge von 4",40 bt§ ll m , unb Von einer Sidc von 0 ni ,44 bi§ 0 “,88 wirb für aüertei §äufer unb Sdpffsbauten angewem bet, fowie and) für Sifd)(erarbeiten. r M giebt Ütrten wetcpe gewiffen -ßro= Vinjen angeboren, unter welchen ber Macharium scleroxylon (Freire Al- lemäo). Muiracutiärci. Muira-taud. Macacä-uba. Massdrandüba. Bag'enliolz. Sclrwarzholz. Tamcmqueira (oder Holzscliuftholz). Siefeg § 0(3 bient fowofft für Sifdüerarbeiteit ah§ für (Bauten, wirb aber gewöfntücf) bto§ für teilte Arbeiten angewanbt. Sic Sänge bes> (Baumeg ift obngefäfir 10 m , unb feine Siete 0“,88 bi§ l m ,10. Itauba , g’elbes. PROVINZ MARANHÄ0. 233 Provinzial Commission. Baraculidra , weiss. Siefeg § 0 % ift hart unb geftedt g(eid) beut be§ angico; btog finb bie Rieden nicht jufantnten pängenb; eg bient fowobt itt Färbereien atg auch für bSifcf)terarbeit» Ser (Bannt welcher cg liefert hot einen Stamm von 6 m ,60 big 8 m ,80 .fjöbe unb eine Side von l m ,10 31 t 1“,32; feine Frädjte gelten atg giftig. Corticeira (oder Korkdtolz). Siefeg § 0(3 fommt von einer Siane (Sd)tingpftan 3 e) wetdfe fo ftar! als ein (Bannt wirb. @3 tmt gewötpdid) 2 ra ,20 big 3 m ,30 Sänge auf 0 m ,22 biä 0“,44 Starte. (£g wieberftept ber ^euc^tigfeit unb bient Scptuditen itt ben Satbbädjen 3 U ftüfsen unb (ßatiffabeu 31 t mad)en. — 45 — Gipiö. (Sin fetfr belaubter Saunt, beffen ©tamm gewöfjutid; eine .jpölfe bon 4“,40 bi§ 6 m ,60 erreicht, bet einer ©ide bon 0 ra ,28 gu 0 m 44. ©ein $otj ift weif; unb febr teidft, ttnb man Verfertigt bon fetbigcu /oohfdfuffe, ©ifdje ttnb bergtcictien. Sei Sauten bient es bloS innerhalb. Gipiö-rana, oder falscher gipiö. Gororöba. ©iefeS (potj wieberftebt gut ber ^yeucfitigfeit, unb bient bei Käufer unb ©dfiffSbauten; and; fdfneibet man aus jeXbigen lUäpfe, SDMbeu, Sabewatt* nen unb bergt. auS einem ©tüd. ©er ©tamm erreicht eine |jöt)e bon 11“ bis 13“,20 unb eine ©ide bott 0 m 88 ju l m ,32. Inhaüma. Inga. (SS giebt bon fettigen Ajotj berfdfiebcne ©orten: ba§ we(d)eS man oft btoS unter ben tarnen Ingä (ingä edulcis); baS behaarte Inga (Inga vellutosa) wetdfeS fid) in großer ibfcnge in ber ißrobinj ißarä finbet; baS Dpeabuba (Inga edulcis) unb baS jierticfie (Ingä tetraphylla), $aft ade biefe Strten :potj werben §n Sibit unb ©dfiffSbauten angewenbet, fei eS atS Sretter ober atS Satten. Janauba. Jundiä. ©iefeS ,pog bon bunfetgetter #arbe ift fefsr hart mtb fept, gerfftfittert fiel; aber feifr teidft, bient aber gut für (Sibil unb ©dfiffSbauteu. ©ein ©tamm erreicht gewöffnlid) bie §öt)e bon 6“,60 bis 8“,80 unb eine ©itfe bon 1“,10 bis l m , 32. Jurema [Acacia Jurema , Marfius). (SS giebt gwei ©orten )potg bon biefem tarnen, baS ©etbe unb baS ©cf)Warge, beibe fein hart unb werben in (Sibit unb ©d)iffSbauten biet an* geWenbet. ©er ©tamm erreicht eine §öt)e bon 6“,60 bis 8“,80, auf 1“,10 bis l m ,32 ©ide. Citronenbaum. (SS giebt bie füge (Sitroue (Citrus Limonum edulcis) bie faure (Sitrone (Citrus Limonum) unb bie witbe (Ettrone (Citrus niedica efferata). ©aS auSgeftettte fpotg ift bott teuerer 2trt. (SS ift weiß, feljr fiart, gerfptittert aber leidet, l'tnweubung finbet eS bei Sauten unb ©tiete für StSertjenge baranS gu machen, ©eine gewöfmtidfe Sänge ift 3“, 30 bis 4“,40 unb feine ©ic!e 0 m ,88 bis l m ,10. 46 — Mcissaranclûba. (Y. Seite 42.) Sapucaia. (V. Seite 43.) Tapiqui-rana. SDiefey .t)Olg ïomntt non einer Siane (@d)tingpfiarge), rueteipe unter biefen tarnen bcîanut ift. Sie erreicht eine §öt)e non 2 m ,20 bi§ 3“,30 unb eine ®tcfe non 0“,22 bi§ 0'",33. Fiait verfertigt bar aus @tôde. Tatqjûba. Tuciim [Asirocaryum lucum, Mart.) 2ct)r bauerpaftes §otj tnetcpeê bei (Si üit= bauten pättfige 3$ertneubung finbet. (S§ tommt non einem ijJatmbaum toeteper fet^r ftarïe $afern pat unter biefen Dîameu befanut, foivic feine $rücpte, non melden Oet getnon= nen toirb. PROVINZ CEARÂ. 234. — Provinzial Commission. Sieb (von Fasern der carnaûba). Fächer (von dengleichen). Kleine Körbe (von dengieichen). PROVINZ RIO GRANDE DO NORTE. 235. — Provinzial Commission. Aracahi. 3Siefe§ bient für nerftpiebeuc 2)red)Ster=dtrbeiten, SSproffett, Settern, 'fßfäpte, Sdpnctteu unb bergt.; in ber (Srbe tft e§ niept non tanger Sauer, Chaud oder weisser Massarandüba (.Lucuma pro- cera , Martins). Stefeä §otj bient für Sifcpterarbeitcn, unb giebt and) bie befielt hatten für SDacper. (Der Saum waepft in fanbigen ©teilen unb auf fiepen. Goitl-trubd. 2>ie)es f)og bient gu Brettern unb anbern innern Arbeiten, and) in erben non fetbigen tßreffeu verfertigt für ba§ SDianioo iüiept. 3)er Saum non tnetepem cS lommt, erreicht eine bebeutenbe 3tu§bepmtng an ,§öpe unb Starte. Grahnbä- i£ßirb bei (Sioiöißauten niet nermeitbet, norjitglicp bei itutern Arbeiten. $n ber (Srbe er£;att es fid) tnäprenb mehreren Sauren im befielt 3uftanb. Gruheri. ,3‘n ber Silieret foiooijt augeinenbet a'f§ bei |jäaferbauten unb fonftigen ßintmerarbeitcu. 3' 1 bev (Srbe bauert biefeg $ 0 % fetjr lange. Jatobahl [Hymencea. Mart.) Mangnenbaum canoë. $iefer fonberbare Saunt inädjft oorjuggtneife in tjotjern Stridjcu, entfernt non Satginaffer unb nom SDîccr befpietten $tädjen. 2Jian finbet big ju einer 3)ide non 4"*,40. ©ein $otj, fo rote bag ber anbern Strien S)?ang- ltenbäume inirb jn Zimmerarbeiten angetnenbet. Cultivirter Mangnenbaum. Manguenbaum Ratimbö. Sag fpotg biefer ©orte ift meifteng ïrumut unb begtjatb biculidj für bte Saudjftüde ber ©djiffe. Mang'uenbaiiiri der Schumacher. Sie fftinbe non biefer 2trt ift fetjr gufammenjietjeub unb inirb iu ber ©erberei angetnenbet. Mangarobeira. Elfenbeinholz (Marfim, Phytelephas macrocarpa). M assarandüba. Mondé. Both Eisenholz (Bocoa provcansis). ©efjr jmedmäpig für (Stützen, Sahen unb atte bergt, inetdje ein tjarteg § 0 % oertangcn. Sclrwarzholz. Heiligesholz. (£g ift biefeg atg baê Sefre beïaunt inetdjeg bie tßrooiuj fftio ©raube bo Sorbe befitjt, unb begtjatb fetjr gefdjätjt ttjeitg tnegeit feiner allgemeinen Stninenbung, ttjeitg aber andj tnegeu feiner ^yefttgfeit unb taugen Sauer, fei eg in iunern atg aucb fjtjbrautifdjen Sauten unb für Sifdjterarbeiten. Peroba [Aspidospenna). Siefeg §otj ift non groper Sictjtigfeit foiootjt für ßinit atg Sdjiffgbau* ten unb Sifetjter arbeiten. 3)îait fdfneibet barattg fetjr gute Sretter für $ufj= hoben. Sie Sange ift geinötjntidj 2 in ,20 big 2 m ,64 auf 0 ra ,66 big l m ,32 Side. Pequiâ (V. Seite 38). Sucupira (Y. Seite 38). Sortrefftidjeg .vfotg für Sinit unb Sdjiffsbauten unb oorjuggtneife für Steffmadfer unb tocrfdjicbeuen 2Jiafcfnuen ber gudevnritfyfeit. Jtt bie Gsrbe üerfenft ift ei üou feiner fangen ©alter. Jatobd ( Ilyménœci stilb o carp a , Mart.) <&cïp guteê §ofj für Simmer nnb ©ifdjfer.'.vbeiten. SSon bent 3aum gemiunt man ein | iarj nnb non feinem Safte einen ftarfen ffacfyêartigen Jab en, mefdfe ben 'Jener naffe gefegt einen Saft auêfd)mi£t mefdjeS in ber Seffanbfung bei ©armbrucfii angemenbet mirb, Jucâ (Cæsalpinia. — Y. Seite 48). 236 Miguel Ribsiro Dantas. Jatahi ( Hy menas a ). @in gelbes» .öofj, mefctfest aber feine Jarbe bafb nerfiert. ift einest ber befteu .fföfjcr ber fßrotoiuj nnb mirb nict atö Stützen angemanbt, benn in bie Gsrbe gefenft, erffäft e§ ficf) fefjr fange. Bog'enlioiz. PROVINZ PARA UV B A DO NORTE. 237 Provinzial Commission. Mang'uenbaum der Scliumaeher. 238 Cypriano Arroxellas Galväo. Gelbes Bogenliolz. Sucupira (.Bowdichia virgilioides). V. Seite 38. Jitahi oder Jatobd ( Eymencm ). Jucd. ©iefei .fjofj, mefcfjei rotf) ift unb fct?r ffart, ift paffeub für Gtiöif unb Sdjiffäbauten. Seilt Stamm f)at bie Sange non 11“ 51 t 13 m 20 bei einer ©icfe non l m 32 §tt l'",76. Jurema ( A caci a ). Quiritinga. fftotljei fefr Partei .fpofj, mefcbest in Sinif unb Sdfiffibauteu unb für ©ifcfeferarbeit angemenbet mirb. Sein Stamm f)at biefefbe Sange unb Sicfe afi ber ber Inga. 239 Bomiciano Lucas de Souza Rangel. Wilder Cajueiro. 240 Ignacio do Rego Toscano de Brito. Sapuca-rana. Eisenholz (Ocesalpinia). Korklorbeer (V. Seite 37). Suruagl. 49 - ' Ser Stamm btejeâ 33aume£ erreicht eine |>öl)e bon 5“,50 bté 6“,60 bet 0'",66 big 0 m ,88 Stete. Sein $ 0 ( 5 , it>eif?tid)=rotf) mirb biel für (Sibil A3 au= ten bemud, bergtetetjen aitd) als Stuben, unb Stiele für Söerfgeug. Wohlriechender Lorbeer. Condurù (Brosinmm). Stefer Saum firtbet fid) in SÄettge im Innern ber ißrobinj ißarabbba. Sein Stamm l)at eine .‘pof)e bon 11“ bi§ 18 m ,20 auf l m r 10 bi§ 1“,32 Siete. Sein I)art unb rottj toirb fomolil in (Sibil unb SchiffS&auteu als? and) für Sif überarbeiten angetoenbet. 241 Joào Coelho de Souza. Heiligesholz. Wohlriechender Lorbeer. Blauholz. 242 Joaquim Jose flenripes da Silva & Joäo Lopes Machado. Tat aj üh a. Ser Stamm biefeê tourné 'l)at 9 U ,90 bi§ 11“ ,§öl)e unb l m ,10 biê l m ,32 Sitte. Sein § 0(3 ift gelb ttnb fef;r ftart unb bient' bortl)eifl)aft für (Sibilbauten uitb Sif überarbeiten. Sßoit feiner fRinbe ^iebt man eine bortrefh idfe gelbe fffarbe. Cownarou. 243 José Canute de Santa Rosa. A ngico (Acacia angico). A roeira (Astronium). Embù-rana (Bursera leptophkeos). Jatobd. Mur ici. ©in Strand), melier in ltiebern ©egeitben mäd)ft, tbeld)e bont iüceer be= fpüf)lt merben. Sein Stamm bon 4 m ,40 bis 5 m ,50 ^od) unb 0 K ,4A hi§ 0 m ,66 Sitte, l)at aber teine Atttbenbung für bauten. Seine fyrüdüe liefern eilten äl)lid)en Saft benn bie $of)anniêbeeren. Parahiba [Sîmaruba versicolor , St. Hil.) 244 José Carlos da Costa Ribeiro. Sicupira. • 245 José da Silva Pereira. Gonpalo-A Ives ( A str onium ) . Ser Stamm biefe§ Saunteê [mißt 13 m ,20 bi§ 15“,40 §öf>e uitb 1",32 bis 1“,76 Sitter Sein . 50(3 ift gelb mit fd)lbargeu Iberti, unb bient fit. (Sibil unb Sd)iff§bauten unb Sifd)lerarbeit, C. A. k - 50 - Jucd. Wohlriechender Lorbeer. Massarandüba. Blaues Bogenholz. Peröba. Oiticlca. 246 José Tavares da Cunha Bello. Ceder. 24 7 Leonardo Bezerra Jacome. Massarandüba. Blaues Bog-enholz (Tecoma). Wohlriechender Lorbeer. Pitid oder piquid. (Caryocar Brasiliensis , St. Hilaire.) 248 Miguel da Silva Tavares. Jitö {Guarea). S)er Stamm biefeS 23aunteS pat eine von 11“ bis 13“,20 unb eine Side bon l“ f 10 bis 1“,32. Sein $0(5 ift rott) unb fepr part, unb mirb jbmopt für Sitnl als Scpijisbauteu bermenbet. PROVINZ PERNAMBOUCO. 249 Francisco Manoel de Siqueira. Bohle von Gelbholz. 250 Rufino José de Almeida. Bohle von der Wurzel des Gelbholzes. PROVINZ SERGIPE. 251 Antonio Dias Coelho e Mello. Aricü-rana (Hieronima alcornioides). Sie ,£>öpe bie)es 3ßaumS ift 8“,80 bis 11“ unb 0“,88 bis 10“ im ®ttïcpicpmrt. Graüna braun. Sapucaui. Goncalo- Alves. Angico. Geiaht gelb (Hirnen æd , Mart). Hin SBaum metier in ben iöatbern bet tprobiuj -Sergipe paitfig gefun* bett mirb, m fein Stamm bie fjöpe bon ll“biS 13“,20 erreicht bei einer ®icte bon 0“,66 bis 0“,88 im Snrcpfcpnitt. Sein §0% bient meiftenS für ©bit=8auten. Tapicurü weibliche. Büdenholz. Jacare-üba oder Landl der Sumpfe. Ga§ .vjars biefeS SaumeS wirb tu ber Girier * ^irpetyfunft angemettbef. Sein ift iticijt für Sauten bientief). Massarandüba. Moreirct. Per 6ha. QeMbaiimholz. Sucupira. 252 Jose Gorreia Bantas Serra. Mucum. Caiudba. 253 Jose Gorreia Bantas Serra & Manoel Gaspar de Mello Menezes. Almecega oder Kiemiholz. (Art von Mastix.— Bursera balsamifera , Pers.) Atrö bet ©Mbauten angemenbet. GaS f 011 ^ er ©attuug öeS tjont Cetbaum wirb gnut fatfatcrn benutzt; cs giebt ttod) anbere ©attungen bereu |jarg aromatifdj tft uub bem Seifjraud) gteid) fotnntt. Anglco. Giejer Saunt weicher eilte §of)e tum 8“, 60 bis 8'",80 erreicht, bei einer Gide tum 8“,88 bis 1“,32 im Gnrdjfdjnitt, liefert einen ©Ultimi eben fo uütjtidj ai§ ber ara&ifdje. Sein .fjotg bient für ,£jaitj erbauten ats Gifdjter* arbeiten. Aroeira (Schinus aroeira , Velloso). GiefeS ,fjol'§ tjat biefetbe Slmueubung ats obiges. Ger Saum l)at eine .fjöfje bon 6“,60 §u 0“22 bis 0 ffi ,44 Gide; in ber iMtje be§ iDlcereS je* boef) erreicht er eine |jöl)e öon ll m . 3 : u biefent galt btütjt er int äRoitat Dctober, maijratb entfernt üoit fetbigem er jdjon im Sfonat Slugnft btütjt. SDiau feratt'brei ©attungen batoon: Gie gemeine SIroeira (GdjütuS Sfroeira), bie ^eibaroetra, ©tftronium) tutb btc Slroeira bon tOiiuaS (Gewinns rmtcro* mutatuS). Ger Gaft ber Aroeira tft ein (Srjajjmiitet öeS ©aetjou. Gie jRinbe ift fe^r gufammengietjenb uub ber Gönne auSgcfejjt, jdjtmjjt fie eine Gürte Sat= fam aus, metdjeS bie (Singebornen gu ciuent fßffafter gebrauten, tjauptjad)* tidj gegen ©rfälrung, ?ft'£)eitxitatiSnms' f ©cfcutefdjmergen, 2tuSbetjramg bettt Gebneit tutb bergt. Sou beit fyritdjten genannt man eine iit beit berfdjie* benen ßinbitftrien angemenbete rofenrot'fje fyarbe. Sou beit frifdjen Stättern. wirb fill' bie Soiüete ein biftiürteä Staffer bereitet, welcpeg on et; gegen bag lieber angewenbet wirb. Sag biftilirte SGSaffer bev Blätter fotoie ber p'ntdüe ift barntreibeub nnb foil autt=fppl)iütifd)e Gigenfdjaften paben. Balsambaum mit beständigen Geruch (Myrospermum). Siefer ‘haunt wetter in bie fepotentragenbe ^antilie gehört, ift aud) un= ter ben kanten Gabureicia betannt, nnb fepr berühmt wegen ben balfami* fd)eu Gkrucb melden fein h°h b erbreitet. Gr liefert einen Salfant gteid) bem non fßeru, welker unter ben Flamen Gabureicia betannt ift. s Jtau finbet tbit in ben Buderplantagen non Singup an ben Ufern beg ^luffeg Sergipc, wo feine .pö^e 8“,88 big 11 “ erreicht nnb eine Glide non 0 ra ,88 big l m ,10 im Sttrcpnteffer. Ccirvoeiro (Köhler). Graüna oder Barawia [Melanoxylon braüna). Sie .fpütfe btefeg Sauuteg ift 11“ unb fein Surdfttteffer 0“,44 big 0“,88 Sein § 0(5 fowie bie fRinbe ift fepr reid) an ^arbeftoff wetd)e in oerfd)ie= benen ^nbuftrteu angewenbet werben. Caralba (Simaruba versicolor, St. Eil.) Siefer Saum finbet fidt fepr häufig in ber Üßrobin§ Sergipe unb in be* nen non Safna, SRinag Gferaeg unb Gopag, wo er eine höbe non 4™,40 big 5“,28 erreicht unb eine Side non 0“,44 big 0“,88. Sein hofj bient in oerfcpiebeneit Sauten unb für Sifcplerarbeit. Ceder (Cedrelea brasüiensis), Lorbeer. Mangabeira (.Rancornia speciosa , Gomes). finbet fiep fepr päufig auf bocbgelegeneit pläcben. Slug feiner fRhtbe wirb ein fiebriger Saft gewonnen, welcher in ber Slrjeneifunft Slnwenbung finbet. Seht h°h bient für Sifüberarbeiten. Murid (Byrsonima verbascifolia]. G» giebt in biefer growth fowie in ber bon Sapia unb ißernambuc, bodf anbere Slrten bDtt SRurici: Sprfoninta dirbfoppplta, Sprfoninta fericea Sprfoninta craffifolia, gewöpnlicp unter ben Stamen 2fturici*pinime, SOiitncU pitinga unb bergt befannt. SJiatt bebient ftd) beren holder für Sauten ttnb Sifcplerarbeiteu. Olandim. SBitb für ben Scpijfbau angewenbet, fowie für SLRaffbaitme weltpe fepr lange bauern unb für anbere Sadfen. Gg evreidü eine höbe bon 11“ auf 0 m ,44 big 0 m ,88 Side. Pororöca. Visgueiro (Vogelleimbaum). 254 Maaoel fiaspar de Mello Menezes. Aricö-r&na. Mucum. Catudba. POVINZ BAHIA. 252 Francisco Sampaio Vianna. Gelb-Holz. Conbiirti. Ser Stamm biefeS 33 amu § bat eine Sänge non 13“,20 unb eine Siete bon 0 ra ,22 bis 0 m ,44. ©ein § 0(5 wirb für (Sibifbauten angemenbet fomie für 23tocimacf)era. SaSjenige mefcheS bon ben ^nfetn bei Saliia fomrnt bat einen met)r rötbent Fern. Negerherz [Coracäo de negro). Sirb bei .fjäuferbauteu angemanbt. Sie Sänge feines Stammes ift bis 13“,20 unb fein Suräfmeffer 0“,44. Set SBaum bläfft im äftonat Setober. 256 Umbelino da Silva Tosta. Jaquier (Dicke Bohle). SiefeS mirb fowoI)t bei (Eibit unb ed)iffsbauten angemanbt. Set (Bannt bon metdfen eS tommt, erreicht eine bötje bon 8 ra ,80 bis 11“ unb eine Siete bon 0 ra ,88 unb noch mehr im Surchmeffer. Seine $ruev)dnebenc Sauten. Araribd weisses {Arariba alba , Mart,) Sänge bes> ©tamnteg non 8“,80 bk 11” bet einer 3)t«fe non 0”,88 bk 1”,10. 3) er SSerbvaucb ift tute für Obigeg. — 56 Aroeira. Angelim. Ceder. Coronille. Zimmtbaum gelber [Laurus) . Cange-rana [Cabralea ). Eiche. Cabiüna. (Pterecarpus niger , Veil. ; iscolo - bium violaceum, Vogj Cannellinha (keiner Zimt- baum ). Ernbuid gelbes. Guamorim. Guarapba. Guacd. Guarüba. Gnarapari weisses. Ipö. Goyaven-Zimmt. Fichtenzimmt. Schwarzer Zimmt. ( Agato - phyllum aromaticum , Linn.) Talg-Zimmt. Palissander weisser [Bigno- nia leucoxylon, Lan.) Palissander pitanga. Palissander blauer. Lorbeer. Massarandüba. Peröba gelber ( Aspidos- permcid). Roth-Fichte {Araucaria). Taruman oder die fünf Narben ( Gerasconthus ). TJbaia. Uracü-rana (Hieronima alcornioides). 264 José Candido da Silva Murici. Guardi-pirang a. Guapuan. 2>er 33 au nt erreicht etue .fjofye öon über 15“ unb 0“,60 tm 3)utd)meffer. Sein § 0(3 bient für öerfcfyiebeue ßinimerarbeiten. Schwarzes sassafras ( Ocotea. Fichtenknoten. 265 M. de Almeida Torres. Fichtenknoten. PROVINZ S. PAUL. 266 Kaiserliche Eisengiesserei Peröba. Massarand üba. Cange-rana. Cabiüna. Ceder. Sassafras. Taiüva. za St. Joäo dipanema. Quaretd. Suguaragi. Guaranta. Chimbö. Cup aura. Palissander. Guainvira Peröba, iqueira. Ipé. Araribd [Centrolobium). Jequitibd. Hating a . Cacheta. 267 J. J. Aubertin. Wurzel von Vinhatico. 57 — PROVINZ S. CATHERINE. 268 Wenceslâo Martins da Costa. Pindaûna gelbes. Cinzeiro (Aschenhal ter). Blutholz ( Pâo-scingue) Zimmt burr a. Talg’ Zimmt. Hirsch Zimmt (cannella veado). Gelbe Zimmt. Pfeffer Zimmt. Zimmt der Sümpfe. Schwarzer Zimmt. Capororöca. SStrb gu oerfcpiebeiten ^Bauten üerroenbet. Set SSaunt metdjer a 13“,20 pod) mtb 0“, 44 bid mirb, btüpt im SOÎonat (September. Cambaüä. Camard. Caehèta. Caburubü. Eiche. Ceder. Cabiuna. Cange-rana. Sept bauerpafteâ metcpeei für ©bit mtb Scpiffbauten ölet am gemenbet wirb ; beggteicpen für Sßagenräbct. Set Stamm erreicht bie $öf)c bon 11“ mtb Side 0 m ,44. Cédratier. Canêma. Cupîûva. Siefeê .potj finbet Stumeubung fomopt für Raufet ©djiffsbauten. pat eine Sänge non 17“,60 bis> 22“ bei einer Starte bon 1“,32 biê 4“ 54. Taubenfrucht [Erytroxylon anginfugum , Mart.) Feigenbaum. Truman. Affenschwanz (Rabo de macaco). Tpé. Tapeva. Subrajü. Sassafras. Alma de serra (Seele der Berge). Lorbeer. Siefeâ .fjotj bient für allerlei Sanb nnb ÆSafferbauteu. Ser Stamm be§ Saumeê erreicht eine .fpöbe non 11“, bis 13”, 20 unb eine Side bon l m ,32 bi§ 1» '76. Palissander rotlier. Lico-rcma ( Hieronima . Olandim. Sassafras gelber. Siefeë fat menig ©ebraucf bei Sauten. Mass ara ndûba. Angelina. x Ar arib d. SiefeS mirb bei allerlei £anb unb Safferbauteu augemenbet. Set Saunt fiat einen Stamm non 13”,20 §ol)e unb 0“,44 bis> 0 m ,66 Side. 9Jiait finbet baron gmei Sorten: Ser Arariba-piranga über caa-mirin, ( Arariba rubra, SOiart.) nub b er 'draribatinga ober ( Caa-aflu Ararioa aiba, 3)tart.) Oelil-Holz. Embirivinha . . Inga (Inga editlis). Baga de periquito . (Papagaien-Beere.) Bicuiba. Catena. Guamirim rotlies. Guamirim weisses. Guamirim arapd. Guarajuva. Giicipari. Garüva. Genipa. Siefer Saum mirb fier 11” bi§ 18“,20 focf, bei einer Side non l m ,10 bib l m ,32. Sou feinen grucfteu mirb ein fcfr guter Sranntmein bereitet. Sein .fjolj non einer bunlelgelben fyarbe, mirb git allerlei Sanb unb Staffer* bauten benufet, beêgleidjen für Bafnväber unb stoben. Guarapicica. Guapéva. Cuacâ. Goyabeira (Psidiurn pomiferum, Lin.) CrapiM. I Guamirim. Pindahiba rotlies (Xylopia frutescens, Lin.) Pindabüna. Pindaiba. Dornenliolz (Pdo de espinhö). Peröba rothes. Pec/uid. Pao de tanho. Arapd {Psidium aracd , üaddi). Mato-olho. Espinho embigudo (Na,bei Dornen). Myrthe, Peröba, weiss. PROVINZ S. PEDRO DO RIO GRANDE DO SUL, 269 Frederlco Sailhermti Bartholomay und Gerlas Buss. Rinde des Baums Santa Rita zermalt für den Gebrauch als Gerbestoff. 260 Francisco Kunes de Miranda. Ceder. Timbaüva. 271 Felippe Jacob Seiiback. Pferdepeitsche (Luhea grandiflora, Mart.) ( Agouta- c avallos). SOtcm gebraucht biefeg § 0 % bet bei - §etiuug »du ©etenfegefdiwutften mtb Siarrtfeen. Sou beut werben (Sewetjrfcfiafte gemalt. Angico weisses. Cannellmha rothes. Sief er Saunt mit einem Stamm non dt ber $orm fiebriger hläfdfett gnfauxmeitgejept, mit eilten Slugfepen unb Side gleich ber Äupntilcp. Oiefeg herpältniß Würbe 1736 non hourgtter mtb 2 a ©oitbautiite gefitttben, weld^e and) bie erfte hefcpreibmtg biefer foftbareit ©ubftanj' liferten. IDeait gewinnt ben (Saoutepouc in bem man (Siufcpnitte in ben Otanxnt beg haumeg macpt. 3 uer ft macpt matt einige über ber Sursei eilten tiefen Ouerfcpnitt big auf beit tjolgigen Opeil unb bamit ber @aft itt größerer SJIenge peraugquitt wirb ein perpenbicutairer Gctit= fcpnitt üott oben nach ber untern Ouerfcpnitt gemalt mtb außer biefen nocp berfcpiebene fcpriige bon ©iftance 31t Oifiaucc gegen ben perpenbkulair ©nfepnitt. Oft begünftigt bie Operation ittbem man ben haunt mit @eh len ober Sianett feft fcpitiert, bod) häufig ftirbt amp ber haunt babott ab. opt wenig Otunben füllt ber Oaft bie barmtter angebracpten (Gefäße weldfe oon breiten htättern nebft ffepmerbe angefertigt werben, ttnb wirb bann in anbere (Gefäße bon oerfcpiebenen formen gefcpüttet, wo er ftdf> algbalb, ttacp= bem ber mäffertge Opeil berpflogen ift, berbicft unb berpärtet. 3$r ipnt gänsticp 31t trodnen pat man bie Okwopnpeit ipnt einer leicpten Sänne auggttfcljteu, gu wetten 3meri' utait ihm über $eucr fjängt neu 3meigeu üerfchiebener fpftaugen mtb bttrd) Serbrenucu ber Corner beg Ändern'] unterhalten, meldje ihm ihren ganzen Hiaud) mittt/eilen mtb bent ©aomdjcttc bie fchmägtiche fyarbe geben, mit melden er in bent .fjaitbel fommt. Sät)renb er noch ftüffig ift, bitbet man ibmt in bagu bereiteten formen je nach bent 3med für melden er beftimmt ift. Sie jyrucht beg 33aunte§ ift Hein unb enthält eine treibe ttianbet »ott angenehmen ©efdjutad unb metche ein hefttioleteg Oel giebt gleich ber $arbe beg atten Oporto Seing. Sag Mittel meldjeg man fid) bebient bag Oet heranggugiehen ift gteid) bent bes 9?ichtog=Oel Oiefe§ Oet famt fehr gut bas Seinöl eiferen, blog brodnet eg nicht fo gefdjmittb. 3)at ©opal unb Sherepentinöl oermifcht giebt eg einen fehr guten v^irnifj; and) bient eg mit S5ortf)eil bei ber ©eifenfabridatioit fie gu berhär= teit, fomie auch für Srud mtb üietteicbjt audj für £ithographmfafen oon Vara nad? beui Sütätanb, foroo^t iu voffen al» mobetirten 3 u f tcut ^ betrug int 3at)re 1864—1865, 227,571 2Irroba§, (3,342,926 .fötog».) 3 ; rt ber ^roüins (Seara ift bie ^ynbuftrie be§ Ohtmint etafticuntS ttod) tit ibra: .fönbfieit. 290 Joao Martins da Silva Goutinüo. Oel von tamaquare. 291 Joaquim Gömes Freire dr Silva. Crystallisirte copaliu. 292 Joaquim Leovegildo de Sousa Coelho. Harz des iaudra-icica. 2Birb gegen Äopff dauerten angemanbt, inbetn man fetbige auf bie ©tim legt, ober e§ oerbremtt imb ben fRattd) ciuatbniet. 293. — Idem. Fasern des mungüba, ®ie ^nbiatter nehmen bie diiube biefed Vanuts» itnb enoeidjeu fie hu SCßaffer mübrertb gteei bis brei Sodjen, morauf fid) bie 3^1 ent leidet abtöfen; ttaä)bcm roerben fie geroafdiett itnb in ber ©ontte getrodnet unb bienen bann jttr Verfertigung öon ©eiten ttnb attbern ©ad)en. 994. — Idem. Cublo (Samen von). Sin ©trauet) fefir gemein auf troditen, angebauten ober unaugebauteu ©teden ber ißrobittä 2tma§ona§. ©eine grudjt in frifepen guftanb ift bitter, üon bent 3'teifd) jebodi toirb ein fepr gefc£)ät 3 te§ Sonfect gemalt. 295. — Idem. Samen des Mungüba. Fasern der Caraud . 296 Joaquim Pedro de Castro. Feiner Caoutchouc. 297. — Idem. Murü-muru (Körner des). @in fefjr ftadjfidjer fßaftttbamtt beffen grüdite gttr Väudferung bed (Saout= djottc angemenbet toerben, unb aud) at» ©djmeinentaft bienen. 298 Jose Joaquim Palheta. Ipaclü (Pulver der Blätter des). $ie (jnbianer tfabeu bie ©eiuofynbett biefed tßutüer ju tauen unb gtain ben baf? e§ nafirffaft fei), Wefdfeê ein Zrrtfjum ift, bemt e§ benimmt ifjnen bfo§ bie ©fffnft, inbem e§ ben 3)tagen in ©rügïfeit berfe^t. 299 José Joapim Palheta. (S. Gabriel.) tAürf-Saamen. ©offofafer SBaurn, fefjr gemein in ben SSäfbern ber fprobinj 2fmajona§. ©ie 9îhtbe feines Stammes ift fefjr aftringent unb wirb in ber ÜDÎebigine angewenbet. StuS bem ^feifd) feiner ^rudft bereiten bie fjnbianet ein ©ej gur S3eteucf)tung. 30(f. — Idem. Piassdba , 1$500 à 1#700 die Arrobe. Écorce de tururi. 301 Manoei Alves dos Santos. Copabu. 302 Manoel Gaetano Prestes. Milch des mururê. S er bon bem iHhtniré gewonnene Saft wirb in ber SDÎebigine atS SBtut* reinigungS unb fepr energifcCje antGfppbiCitifcOeê 3Jîittet angewenbet. Segen biefen wirb er gewöfmfid) unter ben Acanten : o eg eta bif if d) er SJcerfur begeidfnet 303. — Idem. Milch des jacarê-uba (S. n. 306). Copahu. Bocksbart (Art von piassdba) ( barba de bode). 304. Manoel Justiniano de Seixas. Coumarou (Früchte des). it 2ïud) unter ben fJiamen fëumarihrana ober f affet)er ©oumarou befannt. ©er Samen baöoit ift feffr giftig unb afS 33ertifgungS=2)tittel ber hatten unb $nfeften angewenbet. 305 Manoel Urbano da Sncarnaçâo. Caiaué (Kerne des). fßafmbaum in ben fübficf)en ©fjeif ber fprobing 2fntagona3 unter ben tarnen ©enbe (©fai§ guinenp) befannt. 3tu§ feinen Arüd)ten wirb ein Del bereitet, in ber fßrooing Sfmagonaä ©aiaué benannt unb in anbern ©enbé; bod) aïïgemeiner, öorgügM) in ©u* ropa, ift ber Dlarne fßafmöf. ©3 fommen baüon gwet Sorten in ben Raubet wefd)e ftd) jebod) bfo§ burd) iffre 3ubereitung§art nnterfReiben. ©a§ eine bereitet man auê ben ftbrigen gfeifd) ber $rud)t, ba§ anberc au§ ber iDîanbef beffeiben. Cetjtereä nennt man gewöfmfid) ißafmbutter, welche beinahe weif ift nnb feft, fefbft in feigen ©fimat. $n ber probing 33af)ta begeidjnet man e§ unter ben tarnen wof)tried)enbeê ©ef, unb wirb auëfd)fiepd) für Zubereitung ber Steifen 5 C. A. - 66 benutzt. $ie (Sr^euguug beffetben ift no cp gering wegen feines popen ißreifeS. ©ie anbere 3trt Del ift gemeiner, ömt orangengetber $arbe, wenig aromatifcp 'unb bon füfjlicpeu ©efcpmacf; non ber gefiigfeit ber «Butter ober be§ fettes, unb fXiifftg in ber fjeifjett Temperatur, feXbft ber fcpon bei 29° (Sentigr. @S pat atöbamt eine rötpticpe $arbe unb gteicpt SJJaffe mt Tomaten, (SiebeSäpfet). ©eine SCnwenbitng ift wie ba§ anbere, wirb aber aucp pr Bereitung feiner ©eife angewenbet, 306 Manoel ürbano da Encarnacäo. m Jacare-ubä- Milch. ©er S'ocarö = uba = ©aft bient ben ©peer mrfcpeit man jum kalfateren ber ©cpiffe anwenbet, anfptöpeu. 90S iDtebijin wirb er gegen rpemnatifcpe ©tpmer^en angewenbet. 307. —Idem. Tmnaquare- Oel. $u§ ben ©amen ber Tamaquard gewonnen; nnb bient ättfjerftcp bei üerfcpiebenen $autfranfpeiteu, v^fccfjteit, kräpe, unb fRpeumatiSmuS. 308. —Idem. Salseparille-Wurzel. 309 Thury & Brüder. Muiratinga-Milch. ©er SSaum wäcpft in Stenge auf trocfnen Gcrbreicpe in ber ißrobinj ImapnaS; fein ©aft eine mitcpartige ^tüfftgfeit wirb aufjerticp in ber iße= panblung ber renmatijcpen ©cpmer^eu, ©efcpwütften, Ouetfcpungen unb ?c. benubt. 310.—Idem. Schiffstheer. Copahu. 311 Torquato Antonio de Souza. Tucnri-Rin.de. Tucuman-assü-BhmQTi 312 Victorino Manoel de Lima. Weisses Theerharz. PROVINZ PARA. 313 Affonso Mongin Disincourt. Verdickte Milch von massaranduba. 314 Antonio Joaquim de Almeida Vianna. Taperebd -Früchte (eingemacht). — 67 315 Bento José Rodrigues Vianna. Gruaranâ-YTÜçMü (eingemacht). 316 Provinzial Commission. Tatajüba- Milch. 3)er Saum, fyanfig in ber tßrooinj ißard oorfontmenb, mädfft auf trode* neu ©teilen ; auS feinem §ot yt erhält man metfr atS eine Stnftur * ©ub* ftanj unb mit 3îinbe oerfertigt man SBerg, in üerfdjiebeneit Snbuftrien am toenbbar. 317 Provinzial Commission. Bacaba-Fvüc]ite (eingemacht). Sie Snbianer ber ^roüinj ißarä bereiten aus biefer ^ruc^t ein (Getränte, ät)tt(id) wie baS aus 2tffaf)i, wetdfeg in biefer ©egenb allgemein unb in je* ber klaffe be§ Sollet getrunlen toirb. SiefeS ©etränf ift ettoaS oüg htbefj fetjr toofytfdjntedcnb unb naf)rt)aft. lug ben netjmüdjen Früdjten gie^t man ein füfjeS Det, toétcfjeS baS ©lioenüt erfe^en !ann. 318 —Idem. AsmM-Früchte (eingemacht). Sie ^riid)te beS 2tffat)i patine, (©uterpe oteracea) bienen, wenn fie nod) frifd) finb, jur dubereitung eines ©etränts moüon bie Snbianer ber ißrooinj einen großen ©ebraud) machen. Man tjat begonnen aus ben trodnen grüßten ein ©et gn preffen, beffen ©igenfhaften unb Intoenbungen bis jetgt noch unbefannt finb. 319. Idem. Milch von Caontchouc-Baum, (mit Salmiac zubereitet, 86$ die Arrobe. Sn ben SBätbern ber ^roüinj ißara finbet man biefen Saum in über* fünfter Stnjaïjt; fein ©aft gerinnt turje 3dt nad)bem er ber fftinbe ent* ftoffen nnb ber Svtft auSgefe^t mirb, bleibt jebod) in feinem ftüffigen ljuftanb menu man ein wenig ©atmiac £)in§ufügt (S. D’h. 289.) 320. —Idem. X7m&d-Milch. Ser ©aft atS id)tf)t)oto;ric angetoanbt, ift ans biefer ißftanje nefjmtidjen DîamenS gezogen, ber übrigens ben gefdjtedjttidjen tarnen mehreren ißftan* §en t;at, toeïdje aïïe bie betäubenbe ©igenfdjaften für F’ijd)e beftijeu. 321. —Idem. Guaœingüba-Milch. Ser Saum toädjft in $arä unb in ben fid) fübtid) angrengenben ipro* Oinjen; man nennt ifm Sftutben ober mitben Feigenbaum. Sie SDiitd) toirb gegen SSürmer gebraust unb einige Sribute Snbianer, unter benen biejenigen 'oetdje baS St)at beS Stma^onaS unb beffen 9tebenftüffen bewohnen, glauben — 68 — öa |3 biefelbe bie ©igenfdfaft beftpe grauen fruchtbar gu matten; btefeu ©taube jebod; ift uodf uicïjt bitrcb) unrïtidfe Spatfadfen beftätigt. fDîau giefft and) ©aoutfdjouc au§ biefera Saum, bilbet jebod) ttod) eine geringe ©orte. 322 Provinzial Commission. TJcuuba- Kerne. Uctuiba = Äente (Salgbaum) üKpriftica, auê benfelbett; toirb ein Seftattb* tfyett gezogen oott betù man af)ttlid)e Sinter fabricirt a(3 bte bom 9îtttb3= tatg; fie finb bauerfjafter, ettoaë aromatifd) uub fe^r leidet gu nerf eiligen. 2)urd) 2te§preffung erlangt mau and) non benfetben ein Del ©eine tßro* brulte jebodj gehören ber tnbuftrießen |jau3ttnrtf)fclj>aft an, unb finb ttod) nid)t tat § anbei eingbrungen. 323. —Idem. Assacd-Milcli. 2)iefer foloffate Saum ift feb>r pünftg auf fernsten ©tredeit in ber i|3ro= ning fßarä angutreffen. 2>er audgegogeue @aft biefe» Saumeê ift, menu iu großen ®ofen angetoanbt, äufjerft giftig; jebod) tropf etttoeife genommen oerurfadjt er ©rbredjen unb ïlbfüptmtg unb auf ber §aut ©efdßoüre bte fet)t ferner gu feilen ftnb, batjer bebieut man ftd) beffett äitfjetüd) in ber Sepanblung gegen $ledjten. 2)ie Slatter unb anbere Sfjeite beä Sattnteg, in Saffer gerfetjt bringen bösartige lieber gum Sorfdjein, 324. —Idem. Liailen (Rankgewächse) : Liane ambê. Liane pixuna. Liane timbo titica. Liane pagé. Liane jacitard. Liane timbö-assü (grosser timbö). Schwarze Liane. Königs-Liane. 2)ie äßülber ber S l 't) titttg pxcÄ beftpett eine uiteub£ic£)s Söagafjt 8dfling * unb fßantpftangen bie faft alte burdf bie Serf cfnebenpeit tprer Imoettbmtg fepr nütdid) ftnb. Son einigen nt ad) t man Sänber unb ©eile gum Enbitn ben, bon mehreren anbern giept man bie ^abett unb Ribera perauë mit meid) en §üte, 2Jiatten, Äörbe, ©eftecpte uttb ©emebe oerfertigt toerben; fep= tere ftnb unter bem Dlattten „2nmbo=affu" belannt. 325. —Idem . - Amapd -Milch. * (Sçbcact be§ genannten Saitmh ; toirb in ber d)cebigitte änRertidE) gegen ©efd) toure unb ©djnittonnben gebraust. — 69 326 Provinzial Commission. (Porto de Möz). Milch vom brasilianischen Yog*elheerbaum (Sorbus aucuparia). Srtraft oont nehmlichen Saunt, 3n ber äftebijine als Nahrungsmittel für Sruftfranle gebraucht, ttnb wirb in ber Bnbuftrie, nachbent er in^arj öerwanbelt worben, als firniß oerwenbet. 327. —Idem. Wachs von einheimischen Bienen. ®te ißroüittj ißarä, bebecft mit majeftätifd^eit Sälbern welche bur er ‘ßroüittj §ur ^Beleuchtung ber Sohnungen benu^t. 328. —Idem. Tucuman-BVsbttev. 329. —Idem. Seegrass (capim marinho)- Ubussu-Stvoh. Schössling jauari. Rohr. Schösslinge von mururü. 330. —Idem. Futteral von den Blättern der Palme caranä. 331. —Idem. Anani- Milch. 332. —Idem. Samen von Pupünha marajd. 333. —Idem. Früchte von pacöva catinga (wilder Bananenbaum). 334. —Idem. JiitüM-FnicAite . Inaja-Nü sse. Tucuman- Nüsse. 335. —Idem. T-ucu man-N ü s s e. — 70 — 336 Provinzial Commission. Fiberige-Theile, der Emblra assima. Emblra quiabo. Emblra carrapato. Weisse Emblra. Emblra beribd. Emblra itud. Emblra , mamäo-räna. Emblra , periquita. 337 Provinzial Commission. Früchte in Spiritus. M aracuj d. C aranä. Verschiedene Früchte. Marajö. Marupd. Muruocl. Banane. Jupatl. Beribds. Arapd. Ananl. Ucuüba. Tucuman. 338. "~Idem. Milch vom Gummi-elasticum-Bainn (caoutchouc) 86$ per Arrobe, circa 32 Pfund. 339. -Idem. Copahu. 340. —Idem. Jutahl oder jutaidca-Rarz. 341. —Idem. Tururl- Rinde, Anaucra- Rinde. 342. —Idem. Bicm&cz-Samen. 343. —Idem. Samen von der Pflanze, in Rio genannt: Salon-Offizier (official da sala). 344. —Idem. Muirating a-Milcli. 345. —Idem. Mururd-Islilch . 346. —Idem. Sucuüba -Milch. 347. —Idem. M assarandüba-Yäloli . — ?i — 348 Provinzial Commission. Pagimariöba- Kerne. 349.—Idem. Mucunä-assü- Saft. 350 David Joaquim Leal. Carum-Früchte. SSon bem #feifdj meldje bie dhtf} umgiebt, bereitet man ein äf)nüd;)eS @e= trän! trie biefeS in eiet) es non ber Muruti ausgewogen wirb; bie Diufi bient aud) 'für ^ycibrifation ocrfdjiebener Keiner fyautafieartidet. SDcan rändert and) bamit bie Seringeira=9Jiitd) in (rrmangtung ber ber Urucuri. 351 Domingos Casimiro Pereira Lima. Jauarl- Sprösslinge. 352. —Idem. Jequirl- Wasser. 353. —Idem. UxicuTud- Früchte (eingemacht). JewaK-Früchte (eingemacht). 354. —Idem. Titica- Liane. Timbö-assü- Liane. 355 Domingos Soares Penna. Cupuassü-rana oder acapü-rana. Sefannter Saum in ber ißrobinj Para, überhäuft auf trodenen ©rbftri- d)en. Sie Sflinbe beS «Stammes mirb in ber iDtebijine als pfammenjieijett* beS SDHttef angeroanbt. 356 Domingos Soares Ferreira Penna. Geronnene Milch von Massarandüba. 357 Esteväo Luiz de Hollanda. Cumatt Leim (Fisch), 358.—Idem. Fischleim ( Peseada ) (eine Art Merlan und Pirdhiba). 359 Florentine M. Tavares. £7ïc/ii-Früchte, Wilde coumarou-Früchte. 360 Francisco Gaudencio da Costa & Sohn. Gummi elasticum (Caoutchouc) halb fein, (2 e Qualität). Gummi elasticum (Caoutchouc) fein (I e qualität). Gummi elasticum (Caoutchouc) von sernamhi. 2>er ©aoutd)ouc, Seringa ober $nbianer caut-chu mirb bon ber SKildj biefeS $SaumS, ber im tleberftug in biefer probing fid) oorfinbet, gemon= — 72 — nett; man nennt if) nt Seringueira. Dean tagt bie 9Jütd) and ben am ©tamrne gemalten Cinfchnitten in Keine irbene ©efäfje, metdje unter ben ©dritten befeftigt merben, taufen; fie oermanbett fid) in Caoutdiouc, inbem man fie bem 9îauat teiber bemiepen, bap man bieStnmem bung biefed fo einfachen unb üortt)eiff)aften ißrojeffed nicht attgemein amoenbet. Ser Caoutchouc ift einer bed Sanbed tj ciup tf a d; ti d) ft en 9îeid)tt)ümer aber feine ^abritation entfernt bie Sanbteute oft bon ihrer ^etbarbeit unb bad Crfct)einen gemiffer ©pecutauten in ben Caoutchouc ©egenben h at für fte oft bie bebauerndmürbigften folgen. Sie Caoutd)ouc=@orten anbetreffenb, theitt ber § anbet fetbige in feine, bjatbfeine, ©ernambi unb 92eger£opf ein. Ser ^Srei^ bed feinen Caoutchouc beläuft fich gegenwärtig §mi]d)en 16 bid 20$000 SRd. bie Irrobe non 32 ^fitnb. Ser milchige ©aft einer großen 3aht Säume tonnte einen eben fo feinen Caoutchouc geben atd biefer ber Seringueira. ittîan h at m Gurupa entbedt bap bie 9Jci(d) bed Saumed, tarnend Mompiqueira ober Amaro da Silva einen öortrefflidjen Caout= (hone tiefem tann. 361 Geraido Ferreira Bastos. (Vigia). Korksmilch. 362 Hilario Ferreira ffloniz. Rothe Embira. (Holz, Rinde und Stricke.) 363 Hildebrando Nunes Lisboa. Feiner elasticher Gummi. 364 Ignacio Egidio Gonçalves dos Santos. Pataud Früchte (eingemacht). 365. —Idem. Tlmbö- Liane. 366 Jacintho Machado da Silva. Holz von Embira de tipitiü. 367.-Idem. Jacitard- Liane. - 73 368 Januario Prudencio da Cunha. Liane tltlca (Ahgeschält).. 369. — Idem. Urucurl- Rinde. 370 Joäo Henrique Diniz. (Acarä). Milch, von Maparajubd. (Sftraft bo.rn befagten in ber ^rotoinj Parä fid) befhtbettben fßaum, er ift fel)r getoöf)ntid) auf Grrbftridjen mit feuchten SBoben unb eine Stbart be§ Massarandüba. 371. — Idem. Milch von Sucuüba. Stngemanbt innertief) aB Strjnei gegen Söürnter, gemifefjt in Kaffee ober mit Sfecinnfjöt, unb aB Iteberfdjtäge bei iOatjentjünbungen unb ©lieb er ü er= renfungeu. 372. — Idem, (Belem). Ernbira carrapicho (Strauch). Sftan jie^t au§ biefer in ber ißrobinj Parä oorfomntenbe fßffaipe borjüg» ltd)e Ribera §um Söeben. 373. — Idem. Aamapa'-Milch. Muriratinga- Saft. 374 Joäo Valente do Couto. Caoutchouc von mangobeira . $ie Steifet) bed Sannt ed Mangabeira genannt (Hancornia specio.ia) bon ber gamife ber Apocincen giebt einen aufierorbentfict) feinen (Saoutdjouc, begegnet ihn aber bto§ aB ©ettenfjeit unb fdjont if)tt, fei e§ au§ $urd)l ba§ Seben ober ©auer biefed Saumes, beffen $rud)t aB Statjrungämittet fetjr gefd)at)t mirb, in ©efat)r ju bringen ober fei eS meit er nicht fo fjnuftcj aB bie anbern ©orten Seringeira gefunben toirb. 375 Joäo Wanzeler de Albuquerque Sobrinho. Amctpä-Milch. 376 Joaquim Gomes da Rocha. Cururd-BIMteT. 377 Joaquim Rodrigues dos Santos. Amapd- Milch. 378. —Idem. Sucimb a-Milch. 379. — Idem. Copahu. - 74 — 380 José Antonio Correia de Seixas. Caoutchouc (geräuchert, gewöhnlicher Prozess). Caoutchouc (an der Sonne getrocknet. 381 José Antonio Correia de Seixas Marajâ - Frucht (eingemacht.) 382.—Idem. (Baiâo.) Mang aba- Milch. ©urd) fete SBeiioanfelmtg feiefeS ©afteS in fjarg erpalt matt erne Slot ©aoutfchoitc feer heften ©orte; toirfe jefeod) nicht anSgeBeutet toeil fetefer Saum in feeu Sßälfeern feer ißroüing ißara fief) ment g oorfinfeet unfe attef) toeniger fetef unfe ftarï ift als fete feer Seringueiren. ©eine 'gruefyt im reifen guftanfe ift fet)r gut gu effen; feie grünen fÇrttdjte toerfeen in Qucfer eingemacht. 3 S3.— Idem. Seringueira (Körner.) Coquilfios (Körner.) 384 José de Araujo Roso Danin. Tucuman -Frucht (eingemacht.) Sie 9iü ife feiefer Ratine metier man in feer probing feen 9îamett Tucu- manceira Beilegt, finfe BefottfeerS f)art unfe toerfeen jftittge, ©tocffuopfe unfe anfeere feergieiefeett ©egenftanfee feaüon gemalt. ©iefe ißaltne toirfe in allen Söälfeern feiefer probing häufig angetroffen, unfe ift toegen ifjreê manig= faltigen 9htf$enS fefgr gefehapt. ©a§ $leifdf) ifjrer grüßte ift im gang reifen guftanfee fel)t nahrhaft unfe oon angenehmen ©efchmacf ; auch Bereitet man auS felBigen ein ©el, toelcheS feem ißalittenöl gleich ïomrnt, fo toie auch eilt feines ©el für SSeleuchtuttg nnfe anfeeren infeuftrietfen Slntoenfeuitgen. SSon feen blättern feer jungen ©chöflinge oerfertigeit feie ©ittgeßorenett allerlei §auSgeraff)e, als hütfee, ©^achteln, hatten, Rächer, §üte tc., fo tote auch gang feine ^afern toelche feenen fees Tucum gleich lommett. 385. — Idem. Kerne von der Moschuspflanze. Sie grüßte pflegt man in feie ©djuBlafeen feer 9JiüBel gu legen too matt Söäfche aufBetoahrt, nm feie ^nfeften fearauS gu oertreiBen. 386. — Idem. Kastanien aus Para. grüßte oon feem in Effara toachfenfeen haftattienBaum. 9tachfeem feie äußere ©chale, feie 12 Bis 25 haftanieit enthält, gerfchlagen, fchüttet man fte in ©ade unfe Bringt fte ohne toeitere guBereituitg nach feem iKarlte gum Verlauf. ©ie ©ritte gefchtelft im 9Jtarg, hpril unfe 9M. ©ie haftattie toirfe roh - 75 - ober geröftet genoffen, wirb eingemacht unb auch überliefert; man gewinnt eine Ptilp baraug, bie ben nämlichen ©ebraup wie bie ©oeugmilp hat. Siefe .faftanie giebt ein fefteS, gelbeg, burpftptigeg Oel non einen an* genehmen ©erup unb hat ben nämlichen ©efpmacf wie bie frifpe gepflücfte grucht, man bebient fip beffen in ber Küche, unb in Parfümerien um bie £>aare gefchmeibig p machen, enblich gebraucht man eg bei Zubereitung har* ter Seifen unb pr Beleuchtung. Slug bem Baum wirb ein fehr guteg SBerg ßeraitggepgen unb ift beinahe bag ©innige beffen man fich in ben Proüingen Slrnapnag unb Para für Kalfaterung ber- Spiffe bebient. Slug ber proüinj würben im Zähre 1863 big 1864 18,862 Stlgneirag Kaftanien im SSerpe Don 36:851^400 unb Don ber 9lenten*Sirection in Manäos 9,276 Sllqueireg, anggeführt. ©ine Sllqueire Kaftanien gilt 6 big 7$000. Sic Sllqueire ift gleich 13 IDcaag. Ser Baum ift non einer folofalen ,f)öl)e unb Stärle unb liefert ein üor* trefflicheg Bauhof. 387 Jose de Araujo Roso Danin. (Belem.) Pequid- Fett. ©rgeugniß ber Zeucht beg unter biefen tarnen befannten Baumeg. Sie Zrucht ift bebeutenb groß, feine äußere Spate nahrhaft unb angenehm fpmecfcnb, woraug man Del unb ^yett preßt, bag man unter benfelben er* wähnten Stamen fennt. Beibe werben alg ©ewürge öerwanbt, 388. — Idem. Acajou-Kastanien (castanhcis de cajü). Sinb fehr fpinadpaft; grün fetjt man fie bem Stagout p, troden ißt man fie ober werben mit Zweier überpgen, wo fie algbann beffer fiitb alg bie Zudermanbeln. Sie Späte ber Kaftanie ift ätgenb unb fehr wirffam, fo wie bag baraug erhaltene Oel. Zn gewiffen gälten wirb eg alg Slrpet gebraupt. Sag aug bem Baume fließenbe ©ummi ober §arj gleipt bem ©umrnt arabicum. Plan oerorbnet eg in ber Piebipt gegen Blutfpeieu unb allen Slufregungen, bie bie Behanblung gewiffer ©ummig erforbern. Sag §olj ift in ber Siegel’weiß, Don Zielten leipt angegriffen unb reip an Potafpe, in Zeige beffen fann bie Slfpe mit Borpeil angeweubet werben. 389. — Idem. S ering ueiro-S amen. 390..— Idem. Muruti- Früchte. 391.— Idem. Eingekochte Milch von massarandüba . 392 Jose de Araujo Roso Danin. Quaocingüba.-Milch. — 76 - 393 José de Aranjo Roso Danin. Cciuareçd- W asser. 394. — Idem. Amopd-Milch. 395. — Idem Früchte in Spiritus. Pupûnha. Tucuman. Taxi membê. Jaboti. 396. — Idem. Liane jacitard. 397. — Idem. Caoutchouc (gewöhnliches Verfahren). 398. — Idem. Caoutchouc (neuer Prozess). 399. — Idem. Weisse Ernbira. 400. — Idem. Holzkamm -Ernbira ( pau pente). 401 José Gaetano Ribeiro. (Bragança). Mururé- Milch. 402 José Calandrino de Azevedo. Tururi-Rinden. 403 José Calisto Furtado de Mendonça. Andird-uxi 1 rächte (eingemacht). 404. — Idem. Quaxingüba- Milch . 405. — Idem. Mamoré-üdSt. 406. — Idem und fiïanoel Jorge da Silva Lobo. A nam-Milch. 407 José Henrique Diniz. Muiratitica-'WasseY. 2tu§ bera ©tenget ber unter btejen kanten befaunten ÿtanfpftange gego jogen ; fie tu Paré. barra beftnbücfye SBaffer erfetît ba§ duett raaffer tu ben Orten tno baffeïhe fel)It. ■ 408 José da Silva Leite. Amapd-Milch. 409.— Idem. Tucuman- Kerne. 77 410 José da Silva Le ite. Liane ambè. Liane timbô titlca. 411 José Verissimo de Mattos. Liane jacitard 412. — Idem. Jauari- Blätter. 413. — Idem. Tucuman-BYàtter. 414.— Idem. Früchte in Weisse Goyave Arapd-rama und uariud. Marajd. Assa'hi Muruxi. üchl-pucaia. Jurubeba. Jard bacabahi. Tumum-cahi. 415 Luiz Thomaz Correia. Früchte i Taperabd. Jacitard. Igapô. Camara. Jacari. Pitomba. Puxuri und uxi-rana. Sucuruzeiro. Uchi-pucü und purud Piririma-mumbdca. Pupünha. Spiritus. üxi. Tucuman. 416 Luiz Vicente Esteves. Pirahiba- Leim. Pescada- Leim. Guruj uba-Le im. TDieje Tyifctytetme werben fdEjoit ht SDÎenge auâgefiitjrt ; it)r 2Öertt) ift ot)tn gefätjr 273000 bie 2Irroba öon 32 ißfunb. 417 lanoel Domingos da Silva Russo. (Barbacena.) Muruti -Milch. 418 lanoel Ferreira da Paixâo. Marimari-Keni e. 419 Manoel Jorge da Silva Lobo. Papünha-Früchte (eing-emacht). jätete, fe()r häufig m ber ißrcwinj IntajonaS, wo man fie, fo wie an mehreren anberen Orten anpftanjt. Oie ^rtwo^ner toctjen biefe ^rucljt mit Oa%, weiche feljr nahrhaft unb wot)tfct)mectenb fein foil. Oie $nbianer, welche bie Ufer be§ g-htffeS 9îto Üîegro unb feine kebenftüffe bewohnen, machen grojfe 'pftanjungen baüon unb bereiten au3 biefer gruü)t einen Branntwein welchen fie Gac£)eri nennen. 420.— Idem. /um-Wasser (Baum). 421 Manoel Jose de Mello Freire Barata. Harz vom wilden Cajueiro. Stugemaubt in ber Sereitung be§ Sud)biuber(etm§, urn SJnrmer metcfje bie Süd)er gerftören, §u oertreiben. 422 Manoel Raymundo de Athayde. Aragd -Frucht (eingemacht). 423.— Idem. Tucuman-Früchte (einge macht.) 424 Martiniio Isidoro Pereira Guimaraes. Geronner Saft von Monpiqueira oder Amaro da Silva. Qsjdract be§ SaunteS ber in ber iproöinj Parä unter btefen kanten be* fannt ift unb metier bort int lieber ftuf; auf tro denen Soben angetroffen wirb. 2) er Saunt giebt ein grof?e» Quantum ©aft§, ber, wenn geronnen, bent gemeinen Saoutfcfjouc gteict)tommt. 2)iefe @tgenfd)aft mürbe erft fitr^ tief) entbedt. 425. — Idem. (Gurupd.) . Ucimba-ililch. 426. — Idem. Guar and- Sarnen. 427. — Miguel da Cunha Penalber. Muiratinga-SaSt. 3)er Saunt ait§ bem biefer (Saft gezogen, ift in ber ^ßrobinj Parä unter obigen Hainen befannt; letzterer bient gunt färben bauntmoKener unb an* berer Gemebe. 428. — Idem. Itud -Wasser. 429 Miguel da Cunha Penalber. Juquiriassü-W asser. 430. — Idem. (Gurupa.) Macaca-cipö-M ilch. 431. — Idem. Mi irure- Milch. 432. — Idem. Pulver von Ipadü-Blättern. 433 Pedro Honorato Correia de Miranda. Liane jacitarä. 79 - 434 Rabello & Irmuo. Liane pêûd. Liane jacitard. 435.— Idem. Weisse Embira. 436 Severino E. de lattos Cardoso. Ti iciiman - Früchte (eingemacht.) 437 Souza à Almeida. Mcirupd (oder simarùba). Manacan -W urzel. Barbatimào. Matdmatd (liane). Bleikraut (Herva chumbo). Abatuâ (liane). Burcmhem (oder monesia). Carajurû. 438. — Idem. Almécega ( uicica ) Harz. 439. — Idem. Guaranà- Kerne. 440. — Idem. Puxuri -B olinen. Coumarou -Bohnen. 441. — Idem. Café-ra:ia- Wurzel. 442. — Idem. Copaïer-Kerne. 443. — Idem. Marapuama- Rinde. 444 Woolfando Alves Carneiro. TuruH-H inde. PROVINZ M ARAN HON. 445 Antonio José Pires Lima. Parlri- Harz. 446 A M. de Carvalho Oliveira. Embira tauari. 447 Joâo Marcelliao da Silveira. Hoher Theer. 448 José Barboza Lopes. Maporonima- Milch. — 80 449 José Barboza Lopes. Jutaicica-Kavz . 450. — Idem. AlmécegaAL&vz (eine Art Mastixbaum). 451. — Idem. Natürliches Schusterpech. 452 José Rodrigues Vital Junior. Copahu. 453 Manoel Joâo Vieira. Massarandüba-S&ît. 454 Se gio Ântonio Vieira. Andirôba Kastanien mit und ohne der äusseren Schale 455.— Idem. Paina liber Ina ( paina : eine Gattung’ Pflanzenseide) PROVINZ PIAUHY. 456 Joâo da Silva de Miranda. Fischleim. PROVINZ CEARA. 457 Antonio de öliveira Borges. Pulver von der Palme carnaüba. 458 Provinzial Commission. Liane titdra (ersetzt den Rotang’). Liane für Umzäumung’. 459. — Idem. Piqui-Kastanien (eingemacht). 460. — Idem. Angico-Ravz. Almécega- Harz. Jatobd- Harz. 461. — Idem. lmbu-rana- Samen. 462. - Idem. Faser von der Carnaüba Palme. 463. — Idem. Rohes Carnaüba-StYoh. 464 Manoel Lourenoa de Menezes. Almécega Harz (eine Art Mastixbaum). — 81 - PROVINZ RIO GRANDE DO NORD. 465 Commission provincial. Almêcega Harz. $nt Ort Bahia Formosa genannt, fütjrt ntan jätfrtid) einige |>unbert Zentner ban oit aud. 466. — Idem. Pulver von der Palme carnauba. 467. — Idem. Angelina Früchte. 468. — Tdem. Raspel Spähne von jud. Mangirioba-Kevne. Embiüba- Kerne. 469 Esteväo José Barboza de ffloura. Angico Harz. 470 Miguel Rodrigues Vianna. Benjoin-Harz, (Baum) Gspraft non betn Saunt Styrax benzoin; fein ©efdjmad ift anfängtid; füfj, aromatifd), angenehm, wirb aber tfernad) bitter; fein ©erud) ift tiebticE; jebod) ftar!; ütnwenbung finbet er in ber parfumerie atd and) in ber 2tr,;e= netftunft. ©r ift fepr aufretgettb, ftarfenb unb gäutnif] gerftörenb. 2)îan fennt nier nerfdfiebene Strten. ©r wirb in großer SÄenge in ber ©egenb non Bahia Formosa angetroffen wo niete ©entner bann nerfanbt werben. PROVINZ PARAHTBA DO NORTE. 471 Provinzial Commission. Angico-R&rz. 472 Joaquim José Henritpies da Silva & Joäo Lopes Macbado. Wolle von Barriguda ( paina ) (Brasil. Baumwolle). 2>tefe Sötte wirb non einer großen §ütfe erlangt bte ber Saum bed ge= nannten Dcamettd tragt, fein ©tautrn gegen ber Piitte aufgetrieben, ätmett ber gorrn eines gaffed. S)ie ©rabte ber Sotte finbet nom Pîonat ®ejem= ber bi§ gebruar ftatt unb bient tDîatrajen unb iff eit bamit anjufütten, 2)aä Seinartige ©ewebe bad banon bereitet wirb ift fdfwad). gtt ber pro= nin^ ïennt man bie Paina unter ben etnbeimifdjeit tarnen „Samaüma". Preiji 4 bid 6g000 pr. Strrobe (32 pfunb). 473.— Idem. Kleiner FJaschenkürbis. C. A. 6 82 — 474 Joaquim José Henriques da Silva und Joäo Lopes Machado. Harz von der Cocusnuss Naia. Harz von der Cocusnuss Macambira. 475.— Idem. Weisse Sumaäma (paina ). Vegetal-Seide.) 476 Leonardo Bezerra Jacome. Mangabeira (Milch). 477 Luiz Estanislio Rodrigues Chaves, Cajueiro- Harz. 478.— Idem. Jatobcl- Harz. 579.— Idem. Almecega- Harz. PROVINZ PERNAMBOUCO. 480 Bartholomeu Francisco de Souza & C. Anglco- Harz. Angico- Harz. 481 Joäo Ferreira da Silva. Sajmcaia-Ymcht. 582.— Idem. C arnica- Kerne. 483.— Idem. Jaracatäia-Fracht (eingemacht). 484 Joaquim de Almeida Pinto. Schwarze Ipecacuanha- Wurzel. 485 Joaquim de Mello Can. Copahu. 486 Tihurtino Pinto de Almeida. Mata-pasto (Körner). PROVINZ SERGrIPE. 487 Firmino Rodrigues Vieira. Anglco-A&vz. 488 Francisco Pinto Lohào. Mulung it-Samen. 489 José Agostinho do Nascimento. Cocos da praia (Cocusnüsse.) 490 José Constantino da Silveira Coelho. Dandiröba- Mandeln. - 83 - 491 José Constantino da Silveira Coelho. Paina papo de peril (Baum). 492 José Matheus Leite Sampaio, Vegetal Perlen. PROVINZ BAHIA. 493 Francisco Sampaio Vianna. Copalm. 494. — Idem. Leim aus dem Magen des Fisches Pescada (eine Art Schellfisch). 495. — Idem. Rabüa- Stroh. 496. — Idem. Paina barriguda (eine Art sehr feine Pflanzen-Seide). 497. — Idem. Piassdba- Nüsse. 498. — Idem. Angeline- Frucht. 499 Joäo Ferreira Lima. Jatobd-AL&vz. 500 Manoel José Alves Correia. W allfisch-Thran. PROVINZ RIO JANEIRO UND BEZIRK DER KAISERLICHEN HAUPTSTADT. 501 Antonio Joaquim Soares Ribeiro. Cajueir o-Harz. Jatahi-H&rz. 502 Joäo da Silva Miranda. (Hauptstadt.) Wachs von der Biene « Urussü ». Wachs von der Biene « Munduri ». 503 Manoel Linhares. (Hauptstadt.) Thierhaar [verarbeitet). PROVINZ MINAS-GERAES. 504 Severino Lourenço da Costa. Pflanzen-Wolle von Lianen. Palmbaumwolle. (aus dem Thal Rio Doce kommend). PROVINZ PARANA. 505 Provinzial Commission. Embira-ern ba/aba. 506.— Idem. Guar idea- Harz. 507 Feliciano Nepomuceno Prates. Wilde Nessel-Embira. 508 Joäo Antonio de Barros Junior. Nhutinga (Brasilianische Muscatennuss). 509 José Candido da Silva Murici. Weisse Paina (Steine Vegetal-Seide). 510. — Idem. Gelbes einheimisches Wachs. (Sahyqui) ©d gieht tu alten ißroDinjen bed Saiferreicpd eine grope Ittjapl einpei* mifdjer ißienen uttb mehrere 3tbartungen, weld)e in ber Siegel nie! §onig aber wenig SBacpd erzeugen mtb btefeê tft fetbft bunlel unb parjtg, welcped je* boep juin § and ü erbrau cp angetoenbet wirb. SBemt bie gnbuftrie btefe» ißrobuft Derbefferte, lonnte rnepr SBertp baraud gezogen werben. 2Bad ben §omg anbelangt wirb berfelbe uiept alleiit Don ben gttbianern, fonbern and) Don einer großen gapl ©inwopner bed gn= lattbed benupt. SSefottberd muß bie Siene Jaty in ©rwüpttung lommett, wetdje fepon lange 3 e 'd bttrd) ipren .ffonig, ber allgemein gegen grauem hand} eiten nnb gegen §nften angewenbet wirb, belamtt ift. Oie aedimatifirte State oott ©uropa,fo geachtet unb gejcf;atjt wegen ber großen 2)1 affe SSadfd welcped fie in ipren Körben erzeugt, unb welcped mit Seicptigleit gebleicht werben famt, befinbet fiep jeit einiger Beit pier im Sanbe, bnrd) bie üSemüpungen bed §errn dJlattoel gofe ißereira be Sequcirod, bem ed im gapr 1839 gelang biefe Sienengattuug non ber Stabt Oporto ein- jufüptert. §eute befinbet fie fid) an bad ©lima gewöhnt in alien tproüingen bed Äaiferreicpd, oorjüglid) in ben Sübïicpen wo ed niete, mit Slitmert über* Ränfte Söiefen giebt, bie ipre gortpflanjung begünftigen. Oiefer ©ewerbdjweig unterliegt Weber großen Soften noep erforbert er Diel Sorge nnb SCrbeit. Sein ißrobuft Dermeprt fid) Don Sag ju Sag nnb Derfpricpt fortfaprenbed ©ebeipen, 511. — Idem. Brasilianische Fichtenzapfei und Mandelkerne die daraus genommen sind. grüepte ber giepten bie im wilben Bufianbe bie fßrobng überfüllen. Oiefe - 85 — JBäunte erreichen einen Mofaten Umfang, unb it)r ift t>on einer ber befielt Dualitäten. Sie größten biefer gicfytenmätber f) ab eit ißreit @tf$ auf ben ©ebtrgen »oßin teiber bie Serbinbungen nocf) festen, weteßeä ba§ öortßeih ^afte fjo^faflen üerßinbert. Œ§ tonnte ßinreicßenb ben Sebarf beê ganzen $aiferretd)3 liefern. 512 José Pedro da Silva Carvalho. Copahu. 513 Modesto Gonçalves Cordeiro. Bicuiba. (ölige Nuss.) 514.— Idem. Fichtenzapfei (laxativer). 515 Manoel José da Cunha BittencourL Copahu. 516 Vicente Ferreira de Loyola. Rinde von Drachenblutbaum. PROVINZ SANTA CATHARINA. 517 Amaro José Pereira. Copahu. 518 Carlos Otto Schlapall. Liane abuiird. Liane imbé. Tausend-Männer Liane (■ mü-homens ). Stinkende Liane. Busch Liane. Liane macunan. Liane china. Liane timbösinho. Berg Liane. Liane imbi-merino. Rohr Liane. Weisse Timbö Liane. Affenschwanz Liane. Rothe Timbö Liane. Nachen Liane (pirogue). ’ Feder Liane. Grasartige Liane. Glatte Liane. Rindige Liane. Liane liaça. Rothe Liane. Stachel Liane. Liane maracajü. Liane Waldhauptmann. Quitten Liane. Stock Liane. Sporn Liane. Kräftige Liane. Liane monjölo. Liane guasca . _ Schwarzholz Liane. Kartoffel Liane. Schmuck der Wüste, Liane Ketten Liane. Cabocle Liane. Liane tayüyd . Katzenkrallen Liane. Grotten Liane. Liane timbö pêra. Säge Liane. Weisse Liane. Knoblauch Liane. Rothholz Liane. Mulatten Liane. Schwarze Liane. Kleinhölzige Liane. Liane mangue. - 86 - 519 Provinzial Commission. Dornige Embira. 520 Franz Reiner. Copahu. 521 Jose Feliciano Alves de Brito. Seiden Paina. 522 Wencesläo Martins da Weissholz Liane. Liane macunan. Liane S. Joäo. Liane imbé-gua'pû. Kartoffel Liane. Stock Liane. Tausend Männer Li? Costa. Knoblauch Liane. Haarige Liane. Indianer Liane. Rothholz Liane. Bündel Liane. Bicuiba Nüsse. CLASSE XLIII. Ackerbau Erzeugnisse von leichter Erhaltung; doch nicht als Aahruugstoff dienend. PROVINZ AMAZONAS. 523 Amorim & Irmäos. Anani Theer. Stefer £I)eer roirb aug bem §aige beg unter obigen tarnen befannten SSaumeg gewonnen. 33et @d)iffgbauten bient e§ alg £t)eer unb pr 3Mfa= terung für bie gatjr^euge, weldje auf bem Amapnag unb feinen Aebem ftüffen fegein. iDcan »erlauft ifpi rot) ober mit bem 33Iätterfaft eines ge= miffen £noüengewäd)feg, feine ©efdpieibigMt p erhalten, $n ber äJiebü pt bebient man fid) beffen pr 9iäud)erung gegen fief tig eg Äopfwef). 524 Antonio David de Vasconcellos Canavarro. Guarand (in Ananas-Form). ©ummif)arpTAaffe, mit ber $rud)t genannter Siane fabript. Alg Arp nei gegen bie iftitpr unb Sßedjfetfieber gebrannt. Sie ^nbianer färben ftd) mit ber rotten $arbe ber grüd)te bie 3ät)ne, wag fie atg $ierbe betrauten. 2>ie Amapnag=3nbianer bebienen fid) pr Anfertigung biefeg tprobufteg folgenbett tßropffeg. @ie pftücfen bie unreifen grüßte bie in Sßaffer ge= Weitst Werben, pf)ett bie flcifcpige @d)a(e ab unb bewahren bie Körner um fie p röften, bie algbann im SÄörfer p 'putüer geftampft werben; baffetbe öerwanbelt man mitteig §inpfügung Don 28 aff er in einen Steig um eine beliebige ^orm geben p fönnen, algbann wirb eg in p biefern 3wede ge- eigneten Defen gebaden. - 87 - Um bag ©äpren, wetcpeg bie gubereitete £0îaffe ber ©uarana=$örner aug-- gefept ift, gu oerptnbern, trägt man ©orge nicpt mepr babon gu bereiten, otö für bie Anfertigung beg nämticpen Sageg nötpig ift. Verfaufgpreig IgOOö bag fßfunb. 525 Antonio Monteiro. Rambaqui Leim. # 526 Antonio Joaquim da Costa & Irmäos. (Rio Negro.) Curaud Fasern. $iberige fßftauge, bie beg Ananag gteicp fommt. Qpre $afern gleichen ber beg gtacpfeg, finb ittbef? rauher itnb weniger bauerpaft fobatb fie gu ©eiten unb ©triefen gubereitet werben. 527 Antonio Joaquim da Costa & Irmäo. Splint von Jauciri. (©ptint beg Vautneg mit bem tarnen „Vogeitpotg,, Jupupâ unb Xarü befannt. Sine biefer ©orten ift fepe büun, gteict) bem feinen Rapier unb wirb gn Zigaretten angewenbet. 528.— Idem. Werg' vom Para-Kastanienbaum. 529 Barboza & Brüder. Desgleichen. 530 Provincial Commission. And.iroha Oel. Zrgeugnijg ber ^rücpte befagter tßatme. Sie extraction gefd)ief)t bitrcp Rerftopen, ©aprung, Augfocpen unb Augpreffen berfetben. Siefeg Det wirb in ber fßroüing Amagonag gur 23 et eu cp tun g benubt, benn eg giebt ein fepr petteg 8icpt, wag bitrcp fein anbereg öon berfetben (Gattung übertroffeu wirb; man behauptet auep bap eg für Bereitung ber ©eife angewanbt werben fönne. $n ber Argnei wirb eg btog äuffertiep gebraucht, wie gum Veifpiet bei 8eher unb Unterteibgbefcpwerben, gegen ben SBunbframpf warm auf bie Sunben getegt unb gutept atg ein eibergiepenbeg ißftafter. 531 Carlos Baptista Mardsl. (Moura.) TJassima Fasern. 532.— Idem. Inajd Oel. AndiröbaQol. 533 Estulano Alves Carneiro. Tucum Fasern. ^afern üon bem 25 aunt e beg nämticpen Aameng ; biefetbeu finb für bie feinften ©pinnereien taugtiep, obfepon fie ein wenig braunere $arbe atg bie beg ^taepfeg paben; fie bienen gur Verfertigung jeber Art ©eitwerfe unb ©triefe fete ettte trief größere Sanerfjaftigfeit befifjen a(3 feiejenigen aus. $fad)§ unfe §attf bereitet. Sie in feer ^ßrotring 2fmagotta3 wofjnenfeen i^nfeianer ffedjten and) S'letje feanon, fowof)f für Hängematten af§ gum $tjd)en. 35e= reit§ gehören fefbige fdfon gu feen SfuSfufjrartiMn. 534 Francisco Antonio Monteiro Tapajoz. Carajuru Tinktur. 535 Gabriel Antonio Ribeiro Guimaräes. Guar and (Schlangenform). Guar and Hundegestalt). Guarand (Form eines Tannenzapfens). 536 Henrique Anthony. Piassdba, gereinigte. Sie $afent finfe au§ feer fRinfee fee§ genannten ißafmbaumeS gezogen, fte machen in feer iRegef mehrere Söinfeitngen um feem Stamm Kjerutn; auf feem üftarft bringt man fofdje in SSiinfeef, ofeer afg Stride, tßefen unfe fßür= fien »erarbeitet, gunt Verlauf. Sie $afern »on rof)er Piassäba feer ißroüing Slntagottaä ift feer »on triefen anfeern füfelicpen ^rotrittgett Uorgrtgiefjen. 537 Joäo Marcellino Taveira Pao Brasil. Sapucaia Werg. 538. — Idem. Carajuru Tinktur. 539. — Idem. Guarand (Biriba Form). Guarand (Form eines Tannenzapfens). Guarand (Form eines Ananas). Guarand (Form einer Schlange) Guarand (Rollenförmig’). 540 Joäo Martins da Silva Coutinho. Andirdba Oel. 541 Joaquim Leovegildo de Souza Coelho. Carajuru Tinktur. 542.— Idem. Ricinus Körner. 543 Joaquim Pedro de Castro, (vom Flusse Solimöes.) Werg vom Kastanienbaum. 9Ran erfjäft fea§ SBerg au3 feer Stinfee feiefe§ S3aume§, infeem fte getrieben ttrirfe. (Srofje unfe Heine gafyrgeuge auf feem $fuffe ImagottaS unfe feeffen ÜRebenffüffen »ertnenfeen e§ gum kalfatern unfe ift für feie fßrotring Para fdjon ein gunefjntenfeer lugfufjrartifef geworben. ■=- 89 — 544 Joaquim dö Rego Barros. Ararûta Wurzel (eingemacht). 545 Joaquim Rodrigues Soares. Anani Theer. 546 José Cardoso Ramalho, Caraud Fasern. 547 Joso Ignacio Cardoso. Carajarû Tinktur. 548.— Idem. Werg de Cururi. 549 José Joaquim Palheta. Baumwolle. 550. — Idem. Anani Theer Sicanta Theer. 551. — Idem. Carujurü Tinktur. 552. — Idem. Matdmatd Werg. Siefe§ au3 ber 9hrtbe beä namlicfjen Aaitmeg, ber in ber probing 3(uta» jona§ ficf» borfinbet, gezogen, unterfdjeibet fiel) wenig in ber Qsigenfdjaft bon bent be§ $aftanienbaume3. 553. — Idem. Curaud Fasern. Fasern von roher Curaud. Uaissima. Tucurn Fäden. 554. — Idem. Schnupftabak in einer Cürbisflasche der Wilden ( TJanpés ). 555. — Idem. Tauari (Splint von). 556 José Maria da Silva Labareda. Guar and (in Taubengestalt). Guar and (in Ananasgestalt). 557 Luiz Antonio Navecca. Anani Theer. * 558 Luiz Martins da Silva Coutinho. Baumwolle. $n ber inbianifdjen (Sprache ift allgemein bie ^Baumwolle unter ben 91a* men Amarnüa bezeichnet. Sie ©ingebornen ber fjkobinj Stmajona» ber* - 90 — menben btefen 2trtifet um Dcetje unb anbere ©egenftänbe barauS ju berfer* figen. Sie Zapfet biefe§ Straitdjeä entsaft biete fdjimnterttbe gibern bie ficf» leicfjt bon ben fernen KoStöfen, Nur eine Seine 2tu3fut)r t)at bie T ro= »ins babott aitfpjeid^nen, meif bafetbft ber Einbau nod) fefjr befdjräntt i[t. 559 Manoel Caetano Prestes. Weisser Theer. 560 Manoel Joaquim Belem. TauaH (Splint von). 561.— Idem. Uixi-pucu Oel. 562 Manoel Urbano da Encarnacäo. Ricinus Oel. (Sytraft bon ben $rudn£üntern biefed befannten S8aume§. SDlan menbet jmei berjcfrtebene ^rojeffe an ba§ Det ju erlangen; ber eine ift ba§ preffen, ber anbere ba§ NuSftebett. ©3 mirb §ur S3e(end)tung unb in ber äUebijin atö Saratib benutzt. 563 Manoel Justiniano de Seixas. Tauaraiclca Theer. Sie3 ift ein non brauner $arbe menig befmbares, burd)fid)tige§ §arj bon beifenben ©efdfntac! unb ftarfen Gerud). ©3 mirb Sfieer unb girntfl ba=- rau 3 gemadft. 564 Mar cell ino Cordeiro. (Rio Negro.) Murutl Fasern. 565.— Idem. Flechte von Tucum Fasern. 566 Sabino Antonio Brandäo. Uixi-pucü Oel. 567 Torquato Antonio de Souza. Guaranä (in Krokodil-Gestalt). 568.— Idem. Schuhmacherwachs. 569 Thury & Irmäos. Theer von (brasilianischen Vogelbeerbaum). ©jdraft butt biefent Saunt, ber bie Sogetbeere erzeugt; au3 biefent Sf?eer mirb Sei nt gelobt, unb ben $nbianern bient er in ber gubereitung if)rer Ritter, um an bent 33ret {teilte ecftge Steine ju befeftigen. Sie 9Mdf bef= leiben Raumes mirb genoffen unb bei Sruftfranftjeiten mit Sorted benufat. — 91 — PROVINZ PARA. 570 Affonso longin Desincourt. Anaui Theer. 571 Anezio José d’O’ de Almeida. Murutl Fibern. 572 Candido do Prado Pinto. Assabi Oel. 573. — Idem. Kastanien Oel. Cocusnuss Oel. 574. — Idem. Bataud Oel. Bacdba Oel. 575 Gaz Compagnie. Cocusoet, geläutert. 35ie fßalnte iüeCcE;e btefe Sofuânttfj trägt gebeizt nid)t gut auf burd) g-lüffe überfd)wetnmten 33oben, fie jieïjt biejenigen bor bie bout SDÎeerwaffer über* flutet werben unb crl)etjd)t bte Seeluft. 31u3 biefern Ojrmtbe ift attcf) bte @rnte btefer ^rudjt eine fet>r geringe unb blo§ auf bent Uferboben ber ^'ro= binj fattit iljr Sütbatt ein üortl)etl()aft ergiebiger werben. 576.— Idem. Andiröba Oel. 577 Provinzial Commission. Bacdba Oel. 3tu§ ber /frudft bie jenen -Kanten fül)rt gepreßt unb fef;r häufig in ber tßro= binj fid) borfittbenb. 2)a§ Oel, wenn gut bereitet unb gereinigt, liât eine hellgrüne ^tti'be; e§ wirb pr Seleuditung unb für bie Mdje, inbent e§ ba3 Dlibenol erfetp gebraust. 578. — Idem. Marajd Oel. 579. — Idem. Tupati Oel. 580. — Idem. Bataud Oel. 581. — Idem. Bombussü oder Ubussü Oel. 582. — Idem. Xurl Werg. Sapucaia Werg. - 92 - Werg" vom Kastanienbauin. Jägerwerg. Matdmatd Werg. Embira Werg. 583. — Idem. Sapucaia Werg. Curciud Fibern. Kastanienbaum Werg 1 . Flechte von Muruti Fibern. Jauari Fibern. Tururi Fibern. Bacdba Raspelspähne. Weisse Embira Fibern. 584. — Idem. Cauari Rinde. 585. — Idem. Flechte und Sprösslinge von Muruti. 586. — Idem. Caranä Fibern. Uaissima Fibern. 587 Provinzial Commission. Uaissima Fibern. 588. — Idem. Tresse von Curaud Fibern. 589. - Idem. Acapü-rana Fibern. Tururi Fibern. 590. — Idem. Znbereiteter Tabak in Bündeln 20$ a 60$ die Arrobe. Ser ßsrbboben ber ^ßroöing Parä liefert Sabal tiott ber befielt Dualität,, bocf> toirb fein ganger Ertrag beinahe int Ämtern öerbraudjt. Der Sßerüfymtefte baüoit ift ber, melier au§ bent itircbfpiel Irituia fontntt, am Ufer be3 ^luf* fe§ Guamä Itegenb. @r tnirb blo§ in SSünbeln gub er eitet tnaS ein Umftanb ift, tDeldjer bie ßutmicßung feiner 3lu§fuf)r öerljinbert. 591. — Idem. Weisser Theer. 592. — Idem. Anani Theer. 593 David Joaquim Leal. (Melgaco.) Muruti Oel. 594.— Idem. Zubereiteter Tabak in Bündeln, 20$ a 60$ die Arroba. — 93 — 595 Domingos Casimiro Pereira Lima. (Ourem.) Tauarl Rinde. 596. — Idem. Werg von M amoré 1$500 dieArroba. Werg von Matdmatd 1$500 die Arroba. Kastanienbaum Werg* 2^000 die Arroba. Tauarlreûa Wer g. 597. — Idem. Curaud Fibern. ®iefe Ribera, erlangt aug einer Abart non Ananag ftnb aufêerorbentlid} left, tneij3 bod) ranker alg bie non glad)g; bienen nm Hängematten, $ifcf)= ne£e unb Bogenfaiten baraug gu oerfertigen. Gm Ijüuglidjen Berbraudj menbet man fie gum Aticten ber 2afd)entüd)er unb nerfdjiebener ipofamem tir=Arbeiten an. ibtan glaubt and), baft menu fie mit Afjeer nerbunben, gum ©aleltnerf ber ©djiffe unb gu mehreren anbern ©ebrand) anmenbbar feien, 3)iefe gSftange ift faft in ber gangen probing ein toilbmadifenbeg ©emails. 9Jîan barf bie gib era ber Gurauâ mit benen nid)t nertnedjfeln, bie non ben Blättern ber ipatrne Curuä erlangt tnerben, benn biefe ftnb toeniger bau= erfyaft alg bie (Srften. 598 Domingos Soares Ferreira Penna. Acapü-rana Fibern. Curaud Fibern. 599 Francisco Angasto de A. Vianna. (Belém.) Kastanienoel. ißrobuft ber Körner beg ißara unb 9Âaranï)on=$aftanienbaumeg, (Bertho- letia excelsa, §umbolbt). ©iefeg Del tnenn eg frifd), erfetst bag @d)ioeine= fett, nerbirbt jebod) fobalb eg ber Stift anggefefd toirb. Saffetbe eignet fid) für bie Anfertigung meiner, garter aromatifdjer (Seife nnb bient ebettfaßg gnt Beleudjtnng unb in ber Argnei alg ©rmeidjnnggmittel. 600 Francisco Miguel Tavares. (Gurupâ.) Piriquitd Fibern 601 Feliciano Ramos Bentes. Muruti Oel. 602 Ignacio Egydio Gonçalves dos Santos. Muruti Oel. 603 ïsidoro Ferreira da Costa. Guar mid (Gestalt einer Ente). 604 Joâo Henrique Diniz. Curauü Fibern. — 94 605 Joäo Martins da Silva Coutinlio. Ananl Theer. 606. — Idem. Carajurü Tinktur. 607. — Idem. Guarand Körner. Stängel und Blätter der guarand . 608 Joäo da Silva Neves. (Portei.) Zubereiteter Tabak in Bündeln, 20# ä 60# die Arroba. 609 Joäo Torquato Galväo Vinhaes. Baumwollensamen, 3# die Arroba. ©ie ‘probing 43am laittt eine beträchtliche Stngahl biefeg Slrtifelg liefern, muß aber bie brei 9Jionate ber trocfenen ^aljreggeit gur ©ritte mahlen weit bie fRegengeit ben ©amen fef)r fdjabct. $aft bag gange ©rgebniß ber Saumtbollenernte biefer probing gebt nad) bent luglanbe. ©ie Slngfnhr im Bahre 1864 big 1865 betrug 12,149 Strroben, im offictellett SSerll) toon 177:848^593 gum äRittelpreig non 14$638 bie Irrobe. 610 — Idem Werg von Lianen. Curaud Fibern. 611 Joäo Wanzeler de Albuquerque Sobrinho. Tupatl Oel. 612 Joaquim F. A. Moniz. Tucuman Oel. SSirb gur Beleuchtung unb in ber ©eifenfabrifation angetnenbet, bie iebod) noch ber gamilien Bnbuftrie angehört; inbeffen bag ©rbreid) ber probing ‘para fann noch eine grope äftaffe ^rächte ber ‘Palme Tucuman tjtx'o or= bringen, um biefen (Stetoerbggtoeig in einen größeren 9ftaßftab auggubeuten. 613 Joaquim de Oiveira Santos. Stücke von Guarand. 614 Joaquim Rodrigues dos Santos. (Oeiras.) Curaud Fibern. 615 Jose Antonio Correia de Seixas. Werg von Kastanienbaum, 2# die Arroba. Slug bem Saft beg ©tamnteg nont .ftaftanienbaum erlangt, toirb gur $aO faternng ber ©chiffe berat öt; fein SSerth ift bon 3 big 4§000 bie Slrrobe^ ©er Saum ift in ber ‘Probing in großen Ueberflnß; gu bebauern ift febod) baß feine gortpflangung burch biejenigen toeldie bag SS erg baraug giehen, gefährbet toirb, inbern fie bie Sßinbe born Saum abfchälen, tooburch er ab= — 95 — ftirbt. Der üaftanienbaum i[t ber $önig ber SMlber iparaS mtb erreicht einen jolofalen Umfang; feine ißrobufte ftnb feljr mißlich unb berfdjiebenartig, ba§ |jotg non einer ber gefudfteften Dualitäten bient borgügtid) für ©cpiffs^ unb anbere Sauten. Die Äaftanie weiche ein bortrefflidfeS dîahrungSmittel ift, giebt eine gemürghafte iOii(d), fein Del erfeßt gängtid? baS füge iOianbelöl unb giebt ebenfalls ein aitSgegeidfneteS Srennöl. $ebe grutßt ober Zapfet enthält menigftenS 22 ^aftanien unb 1 ißfnnb bief er üaftanien geben 10 Uitceu Del, beffen iß re iS 800 9ÏS. per ißfunb ift. ©in Arbeiter bon einem Äinbe ober einer $rau unterftüßt, fantntelt unb enthütft in einem Dag 2 StlqueireS Äaftanien. Diefe fÇrudjt ift ein Ifauptfacfyticper dCuSfuhrartifel nad) berfdfiebenen europöifdfen unb norbanterifanifdjen dftärften. StoS eine Heine Stngaßt mirb febeS ^aßr boit ben $aftanien gefammelt, bie bon felbft bon ben Säumen fallen, ipara fönnte allein fobiel .ftaftanienol liefern, als für ben (gebrauch ber ganzen 2öett nötßig märe, unb fepr git bemitnbern bleibt es baß biefe $nbuftrie in ber tprobing nicpt in größeren Fiaaßftabe betrieben mirb. Der Dl)ee beS SBergS bom Äaftanienbaum gilt in ber ^auSmebigin als drittel gegen dfronifcpe Seberfrauffjeiten unb bie .flaftaitie foll mopltbätige ÏBirfungen bei heftigen ©dpiupfcnfiber berurfatpen. 616 José, de Araujo Roso Dänin. Kastanienoel. 617. — Idem. Weisser Theer. 618. — Idem. Cur auch Fibern. Bananen Fibern. Murutl Fibern. Uaisslma Fibern. 619. — Idem. Flechten von Uaisslma Fibern, 620. — Idem. Znbereiteter Tabak in Bündeln, 20# à 60# die Arroba. 621 José Gaetano Ribeiro. Werg 1 von Tatqjuba (Baum) 1#500 per Arroba. 622.— Idem (Brauga). Uaisslma Fibern. Die diinbe biefeS ©traudfeS bient in feinem natürlichen guftattbe für Sauber gunt dlnt)eften unb auS ben h'^ eru iw pfall ß e richtig gubereitet merbeu, mad)t man bortreffliche bide ©eile, Diefer ©traud) ift im gangen .faiferreid) angutreffen. Die Sälber ber ißrobing Para ftnb bon fpimtbarett ißftangen angefüllt, — 96 — bereit Ribera mannigfaltige ©igenfdjaften tu ftcf) fjabett unb p berfdjiebenen Stnwenbungen gebraust werben; bie eilten für ©triefe unb ©eile, bie attbern für (Gewebe. Unter biefen gät)lt man bie in ber fßroöinj unb mit ben 9ta= men Inaja, Muriti unb Carauü befannten Strten, mtb ftnb ber (Srwälpung mürbig. SDftt ben gib er n unb ©irolj ber pei erfteit Gattungen werben ©triefe, §üte unb orbinaire ©ewebe gefertigt, unb mit benen ber peiten feine ©ewebe, al§ ©pitjen unb bergleid)eit nteljr. 623 José Calisto Furtado de Mendonça. Oel von der Indianischen Palmennuss. Tucuman Oel. 624.— Idem. Pfeil-Theer (breu de frecha). 625 José Geraldo Barroso da Silva. Curaud Fibern. 626.— Idem. Werg- von Matdmatd (Baum), 1#500 die Arroba. Werg von Tatajüba (Baum), 1#500 die Arrroba. 627 José Joaquim de Oliveira Santos & José de 0’ de Almeida. Zubereiteter Tabak in Bündeln, 20# à 60# die Arroba. 628 José Verissimo de Mattos. Curaud Fibern. Curumicad Fibern. 629.— Idem (Obidos). Zubereiteter Taback in Bündeln, 20# à 60# die Arroba. 630 Lniz Thomäz Correia. Indigo Körner. 631 Luiz T. da Costa. Andiröba Oel, 200 rs. das Pfund. 632 Manoel Dommgues da Silva Rasso. Muruti Werg. 633. — Idem. Flechten und Schösslinge von Muruti. 634. — Idem. Muruti Oel. 635 Manoel Jorge da Silva Lobo. Babosa Wasser (Aloes). ©ieitt ben Äopf p wafdjen unb befreit bie ©dppen bon benfelben. äliit beit blättern fabrigirt matt aud) einen sSruft=©prup, unb werben and) in Ülugenfranffjeiten, .pemorrl)oiben äußerlich, ber ©aft hingegen innerlitf» al3 21bfül)rung§mittel angewanbt. ~ 97 — 636 Manoel Jorge da Silva Lobo. Ancmi Wachs zusammengesetzt mit Bienenwachs und Brasilianisches Kartoffelkraut. 637 Manoei Pereira Lima. Curuzid-assü Fibern. 638.— Idem. Andiröba Oel. ©dangt aus bei* daftanie biefeb in ber Brooing macbfenbeit Bauuteb 9t a- mettb Andirobeira (Crapa guayancnsis üon ber Ramifie Meliacéas) wirb non ben Bewohnern jur .baust elcudjtnng Beuutît; b eff en tpreiâ fid; auf 9 bib lOgOOO ber Stopf beläuft, opngefäf)r non ber CÖroffe cineb ©ubiffufjeb; feine ^rudjt gilt alb Sßurmmittel unb bie 9ïinbe foß jufantntenjie^eube ©i= gettfdjaften fabelt, bab aubgeprefjte Del brauet man %vlx Leitung non ©e= fdjwüren, gierten nnb ©djwinben. 9Jîit ben jungen Blättern, bie jerrieben unb mit SCnbirobaöf nevmifd»t werben, bereitet man in ber .fjauêarpci Ueberfcptge gegen 3)arm unb Seberentjönbnngen, 3)er Andirobeira wirb in aßen SBatbern ber ißroninj angetroffen unb fein .fjotg ift für ©djiffB unb aubere Bauten fetjr gefügt 639 Martins & Tedeschi. Kastanieiiöl. Patauaöl. Andirobaol. 640 Miguel da Cunba Pedalber. Tinctur von Ucuüba. 641.— Idem. Fasern von der öuraud. 642 Miguel Joaquim Fernandes, Ricinusöl. 3)iefe§ Del, and) Mamona ober Pahna-Christi genannt, fomrnt Oon ben Samen beb Ricinus communis ©trauet), oon ber fam. der Euph.; feine Brobuftion ift weniger beträchtlich alb bab beb Andiröba Dels , obgleich biefe ipftanje in aßen ißrobinjen gleid) gut gebeizt, unb einige ©orten ge= ben felbft fetjr grofje Körner. Die Sanbteute haben aßgemein bie ©ewohnïjeit in ben neu urbar ge= malten litten ©teßen baüon px fahen, um aub ben ©drag iï)r für ben §aubbebarf nötfjigeb Del jur Beleuchtung ju pefym, bodj hiermit begnügen fte fidj unb ift befjïjalb feïjr oft für ben ©jport gefudjt. Diefeb Oel bient pu Beleuchtung unb wirb in gereinigten Buftaub in ber ÎOÎebifin alb ein fehr heftigeb Ipnrgirmittel angewenbet. ©benfo haben bie Blatter alb bie c. A. 7 — 98 — Surjet peUeubc (gigenfcpaften. Sie Ausbeutung biefer fo ttütdkpeu ißftauje würbe bt§ jei|t nod) niept tut (Srojjeit betrieben, nnb ift bto§ eine ^amitien Fnbnftrie; bocp fing man fipott in ben ißrouingeit Atagoaê, ©ergipe nnb Rio ökaitbe bo ©nt an ausjufupren nnb in Atagoas> würbe ein fepr feines £a baüon bereitet. 643 Miguel Joaquim Fernandes. Korner der marnona (Ricinus). 644.— Idem. Körner der gelben Ricinuspflanze. 645 Pedro Honorais Correia de Miranda. Weisser Tlieer. 646.— Idem. Uruaü Samen. Sie äReuge ber Körner nnb ber reidjticpe ^arbeftoff weidje in ben be= paarten .tap fein, bie bie ^rncpt be§ Urucuier bitben, enthalten, finb in ben Färbereien angewanbt, obgleich bie F ai '^ e uidjt fepr bauerpaft ift; in be r Süd)e bebient man fiep bereit atS (Sewurje, tpeit§ für Tomaten (£iebeS= dpfet), at§ and) ben ©afran ju erfepett. And; bienen bie Körner jur F<û> bung ber Sutter, Gpocotate nnb anberer ißrobufteit. Sie Fnbtatter üermifcpen ben (Srtrait mit Del nnb beftreicpen fid) bamit ben Körper, bie Musquitos (iDiüd'en), bamit ju berfcpenepen. Sie dRebijiit wenbet ben Urucii at§ teid)te§ Sapatif, magenftarfenbeä nnb brnftreinigenbeS drittel au. Sie jungen ©dwjjtinge, einige 3dt im tBaffer erpatten, bitben einen ©djteirn, weicper gegen Angenentjünbungen angewenbet wirb, nnb wirb and) at» Antibot gebrampt gegen bie Sergif= tungen ooit dftantoc. 647 Pinto & Silva (Santarém). Baumwolle mit Samen von Sertäo (Innere der Gebirgsgegend) 3$ die Arroba. 648. — Idem. Werg der Uaissima, Strauch, 3$ die Arroba. 649. — Idem. Fasirn der caranä. 650 Rabelio & ïroaào. Werg von dem mcitdmatdbaum. 651. Idem. Oel Uxi-pucd. 652 Raymundo Pereira Lima. Fasern der Cur and. 99 — Werg des Sapucaibaums. Werg des Kastanienbaums. Werg’ von den Matdmatdbaum. Fasern der Muriti. 653 Raymundo Manoel Rodrigues. Tabaksblätter in Bündel, 20 bis 60# die Arroba. 654 Sabino Jose de Souza Albuquerque. Tabaksblätter in Bündel. 655.— Idem. Oel der P echter im. Kressen Oel. Parä-Kastanienöl. 656.— Idem. Guaranä. 657 Sulpicio Cardoso de Almeida. Oel der Inajd. 658 Weolfando ASves Carneiro. Fasern der Curand. PROVINZ MARANHON. 659 Provinzial Commission. Fasern der Tucumzeiro. 660 Diogo Antonio dos Reis (Pinheiro). Oel der Inajd . Oel der Piqul. 661.— Idem. Fasern der Crod. 662 Joäo Marcellino da Silveira. Fasern der wohlriechenden Embira . Fasern der Gravatd (Aloë). Fasern von Werg. Fasern der Aloe, Tapirpfote. Fasern der Aloe, Affenkamm. Fasern der Aloe, Tauari. 663 José Barboza Lopes. Schumacherwachs der Macaraniud . 664 José Joaquim Teixeira Vieira Beifort. Gereinigte Baumwolle. — 100 — $ebcrntamt meifj jetjt baff bis SammnQffe fepr leiept irt affett ©egenbett SrafiltenS gezogen toerben famt, üor^üglid) befcpaftigt man ftdj mit bereit ©ultut tu beit ißrobinjeu 2 )?aranpon, ißernambuco, StlagoaS ttttb IDcinas* ©eraed. Ser unglndftd)e Ärteg, melcper 9corb*iffnterifa oerpeerte trab burdp biefen ber großen ifftangel itt affen gabrifeit be» ©ontinentS unb illntcrtfaS, unb folglitp bie üielen tftacpfragen biefe» tffrtifelS nttb befferr pope greife; ermutpigte 31 t beffeit ©ultur, nicpt allein in ben norblicpen ftpon crmäpnten tfSroüinjen, als and) in anbern in meldjett bis bapttt nocp feine SBerfucEje öamit angeftefft mürben, unb oeröielfaltigte oatb bie ißrobufte in betten oott 9tio ©raube bo Sul, Santa ©atparina unb fßarana, oorjltglidj aber üt ber non S. ißaul Sie ^Regierung foroopl, als bie „ |)ülfS=©efeffid)aft ber fffattonaleit $itbujlrie„ trugen 31 t biefer ftpneffen ©ntmidelung bei unb oer= Reiften überaff Samen in Ueberfluß. Sie Ißroüinjen S. ipaul unb 9tio ©raube bo Sul öerfprcepen batb einen SluSfuprartifel barauS 31 t bilben. Sie oorjüglidjpten in Srafilien befauuteit Sorten finb bie fofgenben: Saummoffe mit f(pmar$4ängliauptftabt ber fßroüing (Eearä) geßt jäpr* fidy nad) (Europa unb ben fRadybar=fprobingen an 2 bi§ 3 Saufcnb 9frro* ben oon einem officie'ffeu SBertp oon 15 —16:000^000; nady ben uepm* fiepen Oeftimmnngen gefyeit ebenfall» and bem §afeu oon Sfracatp gegen 30 — 35,000 Sfrroben, im Sßerffy Oon 300—310:000^000, unb au§ ben Innern unb ben §äfen Ofcaraai unb ©ranja mirb and) eine große Quantität nady ben 9ladybar=lßroüingen üerfanbt. SOfait f'ann bie jäßrftdye Sfugfnpr auf 50,000 Ofrroben beredynen unb ber fßerbraudy im Innern bi§ auf 40,000. Ser jäprfidye i|3robnft=Sertfy ber fprobing (Eearä betrügt ofytt* gefäpr 900:0008000. Sie getrodneten fBfütter geben eine fßotafdye, m cf die man bief in ben Seifenfabrifen anmeitbet unb ein Safg, mobon ein (Dfufter att§ (Eearä ge* fommen ift mefdye§ nody niept unterfndyt mürbe. SJiufifinftrnmente, fRöpren unb fßitmpen berfertigt man and bem Stamm meif fein äußerer Speif fepr paftbar ift unb man feidyt bie inneren $afern auSbopren fann; Sie geftigfeit be§ äußeren Sfyetfg berfdyafft biefen fpunt* pen eine fange Sauer, mie fipon bie (Erfaßntng bemiefen pat. Sie fiep in ben Stief ber Mütter beftnbfidye meiepe faferige Subftang er* fept ben .fort. - 105 — Senn ber ©tatnnt ber Karttaüba ben Buftanb ^ $Mî e etfongt t)at, fiitb bie gafern fef>r ïjarf, fdfwarg, fcfjmer 31 t gerbredfen; bie einen mitbenam bern gufammeitgefügt unb mit einer marügen trüben, weiftidfen ©ubftang öerbmtben. Sont Kofü (ißatmito) ber Kein unb wenn nod) gart, fe^r faftig unb na'f)r= tjaft ift, gewinnt man burd? ununterbrodfeueê SBafäfen eine grofe Ouanti* tat Gummi, bem ©ago gteidienb, beffen Kigenfdfaft unb Gefdfmad er andf befifjt. Kr war beit KutWofmern Kearâ’ê unb iRio Granbe bo 5Korb wctfp rettb ber ßdt ber Sürre eine greffe |)ütfe. ®ie Karnaüba=gruct)t pat bie Größe einer |>affetnuß, man ißt bie ißutpe unb ben «Kern, metdfer ötgebenb ift; au§ biefer gruaft gieïft matt dne äftetjt ober STtaigena, unb eine angenehm fdfmedenbe ^ïüffigïeit, bereit man ben Dîamen S 0 îilcï> giebt; unb wirb ebeitfo angewaubt wie bie Kocn§=9Mcb non 23at)ia. 2)eden, .fjüte, $örbe, gädfer, S^fen werben au§ ben trodnen SStättern oerfertigt unb bie gib er be§ net)tnïid)en Hattet, wenn nodf frifdf, giebt einen ftarten gaben mit bem man ©tride unb gifdfnefie fabricirt. 95oit bem gebrannten $ern wirb wie man fagt ein guter Kaffee bereitet ber bie uffprüngtidfe arabifdfe grudft erfet^en tonnte. ©er ißrobutt=S5erbraud) ber 'Karnaüba im Sanbe ift beWctdjtlid; ; baüon je* bod) fetdt bie Angabe, .unb bereite Werben fdfon bie Krgeugniffe biefer ißatme, au§gefüt)rt. ©aê ©trot) ber Karnaüba wirb nach Kuropa gefanbt, wo man bamit feine |jüte anfertigt, unb bereit eine 9tngaf)t baoon wieber nad) Srafitien gnm Verlauf gitrüdfenbet. 686.— Idem. Bienenwachs. 687 Estevâo José Barboza de Moura, Cocusoehl. PROVINZ PARAHYBA DO NORTE. 688 Carlos Coelho d’Alverga. Gravata-Fibern. 689 Commission der Provinz, Fibern der Melone S. Caetano. 3tu§gegogen non genannter ißftange, fwben inbuftriette Stnwenbungen. 2D7an weitbet biefe ißftange bei Surin = Abolit , Uterin =,iîranft)eiteu, bei — 103 — 2(§tf)ma imb rljeumatifche ©djntergen an, and) wirb gejagt, bag fie gegen bie ©lephantia §ütfe leiftct. ©ie er fegt bte (Seife ginn Söafdjert ber Säjdje. 690 Epaminondas de Souza Correia. Fibern von Feldmalven. 691 Evaristo Sabino de Oliveira e Mello. Cocusoel. 692 Francisco A’ves de Souza Carvalho. Creoien-Baumwolle. 693.— Idem. Rothe Baumwolle ohne Samen. 694 Frederico do Rego Toscano Barreto. Fibern Tucuman. 695 Jeronymo Cabral Rodrigues Chaves. Ananas-Fibern. 696 Joào Lopes Machado e Joaqaim José Henriques da Silva. Seiden-Baumwolle. (Sine ber oorjltglidjften 3îeid)tl)ünter biefer droning unb ©egenftanb einer beträchtlichen dlusfulir. Slugebaut giebt fie reichliche fêrnbte; pr. Slrroba (32 ipfunb) int roi)en Buftanbe 16,1000. $nt Bal)r 1864—1865 betrug bie ïïluâftthr nach bent 2(tt§lattb 247,980 Slrroben, cirte-â of fie teilen ffîertl)eâ non 4:900:593g 900, juin 3)itrd)fd)ttittê= preig non 19$762. 697. — Idem. Rothe-Baumwolle mit Samen. 698. — Idem. Schwache Baumwolle, 16$ die Arrobe. 699 Joào Ignacio de Magalhâes. Oel von Mamona-Saamen. 700 Joào Lopes Machado und Joaquim José Henriques da Silva. Gravatâ -assü-Fibern. 701.— Idem. Markoei aus Wasser-Capim. 702 Joaquim Victor Pereira. Naiâ-Oel. 703 Luiz Estanislâo Rodrigues Chaves. Theemasti. — 107 — 704 Luiz Estanislâo Rodrigues Chaves. Floss-Fibern. Macahyba-Fibern. 2)iefe au§ ber Sîinbe beë genannten SBaumcS ï)erau§gejogenen gib er n bienen unt SBanber unb @triefe baton gu machen unb toerbeu allgemein iu ber fprobütj benitty. SBeit ba§ fpeäfifdfe ©emidjt be§ fpogeä ton biefent Raunte teinter ift atö ba§ be§ ÏSafferê , fo terioenbet man e§ gur Bereitung ber gtö’ffe; ba !)er au cf) fein Tcame fornrnt. 705 Miguel da Silva Tavares. Batiputä-Oel (Baum). Mamona-Oel. 706 Manoel Vidai da Silva. Schnupftabak. Schnupftabak, aldeäo rein. Schnupftabak, aldeäo gemischt mit rein gerösteten. Schnupftabak, aldeäo rein vermischt mit Meuron. PROVINZ PERNAMBUCO. 707 Antonio Maria de Brito. Zubereiteter Tabak. 708.— Idem. Cigarren von verchiedenen Qualitäten 709 Coriolano Velloso da Silveira. Werg von Embira. 710 Inspector des Marine-Arsenals. Rothe-Embira. Embira-Werg. 711 Isac. Schnupftabak. PROVINZ SERGrIPE. 712 Antonio Dias Coelho e Mello. Tabak 1. 2. und 3. Qualität. 713 Leoncio Armando do Espirito-Santo. Cocusoel l a Qualität, canada 3$. Cocusoel 2 a Qualität, canada 2$800. — 106 - 2)iefe§ Del mirb in großem SJfaffftabe fabricirt unb ift fett mehreren fahren, oorgügtid) in ber prooing 33af)ia ein Gegenftanb ber StuSfutfr ge= worben wo ntan e§ nid)t allein für bie äJtafdjinen fonbern and) für bie Parfümerien benutzt PROVINZ BAHIA. 714 Bastos & Sobrinbo. Cocusoel, roh. 715.— Idem. Tabak von S. Felix (geerndet 1865 und 1866). $n ber proüüig 33at)ia ift ba§ ©rgeugnifi be§ ZabaB auflerorbentüd) itnb nimmt einen bebeutenben ©efcffäftSgweig in biefer prooing ein, Welpe wäf)renb be§^at)re§ 1864—1865, 447,854 SCrroben SSlättertabaf, oon einem üfftdefifeu Serif) oon 1:731:2040145 §unt iObttepreif; oon 30865 pr. 2tr= robe unb 103,082 Irrobeit diolt = Sabat, Oon einem offiäellett Serif) oon 329:6290600 gum Prep oon 30197 auggefülfrt f)at. 716 Provinzial Commission. Baumwolle. 717. — Idem. Weisse Baumwolle. 718. — Idem. Seiden-Baumwolle. 719. Idem. Ordenaire Baumwolle. Gangs- Baumwolle. 720. — Idem. Baumwollen-Samen von Maranhon. Baumwollen-Samen von Peru. 721. —Idem. Cocusoel. 722 Francisco Sampaio Vianna. Baumwolle vom Gebirge Itiuba. Baumwolle von der Stadt Porto Seguro 723 Francisco Sampaio Vianna. Cocusoel. 724.— Idem. Mamona (Samen). 109 - 725 Francisco Sampaio Vi anna. Paina yon Ganna cayenna (brasilianische Baumwolle) 726.. Idem. Urucü-Samen, 727 Gustavo A. Sdmorbnscn. Cigarren. 728 Mo Ferreira Lima. Cigarrenbänder (Fibern). 929 José Pinto Rodrigues da Costa. Werg*. 730 L. I. Ferraro. Piassava, gereinigt. Piassaba, zubereitet. 731 Sanoel Gandido de Oliveira Guimarâes. Weisse Baumwolle. 732 Paulo José de Teive e Argollo. Baumwolle (Sea islands). 733 Porfirio Pereira de Castro. Wilde Baumwolle. 734 ïïmbelino da Silva ïosta. Blatt-Tabak. PROVINZ RIO DE JANEIRO. 735 Ernesto Frederica dos Santos und Joäo Francisco dos Santos (Residenz.) Fibern, Bunte Carrapiche.. Fibern, Gekämmte Carrapiche. Fibern, Gebleichte Carrapiche. Fibern, Carrapiche in Zweigen. Feines Werg von Carrapiche. 736 Kaiserliche Fazenda. (Petropolis.) T aback in Blättern. 737 Gniiherme ScMc'ü de Gapanema. (Hauptstadt.) iiombonaje (Stroh). 738 Gaimaräes Bastos & C. (Hauptstadt.) Cigurren. Cigarren (verschiedene Qualitäten). Gefleckter Tabak für Cigarren. - 110 739 Kaiserliches Fluminense-Ackerbau-Institut. (Hauptst.) Baumwolle, krautartige. 740. — Idem. Yuca-Fibern Guaxima-Fibern. Pandanus-Fibern. Pita-Fibern. 741. — Idem. Blatt-Tabak (Djebel). Cigarren. 742. — Idem. Paina (Brasilianische Baumwolle). Paina (Brasilianische Baumwolle, gereinigt). 743. — Idem. Bo mbonaj e-Stroh. 744 Joäo Chrysostomo da Costa Suimaräes. (Hauptst.) Schnupftabak roläo carioca, das Pfund 1$. Schnupftabak rosa, das Pfund 1#. 745 Joäo Paulo Cordeiro. (Residenz.) Schnupftabak macaroea. Schnupftabak princeza fein. Schnupftabak halb grob. 3)ie gafiifatiou beä ©cfmitpftabaFS fjat tu ber fjauptftabt eine grojje ©ntoicfluug genommen; berfdj>iebene gabrifen öerfertigen ii)tt mittelft 6efon= bereit ißrojeffen. 33einaf)e aller fabricirter ©dmupftabaf totrb in 9tio öer= brauet unb nadj ben ^roüingen auggefüprt, opngeacptet er fd)on in Keinem ober großem 2J£aaf$fta£>e bort gemacht mirb. 746 Joaquim Marinho de öueiroz. (Araruama.) Baumwolle. 747 Joaquim Martins Correia. (Petropolis.) Taback in Pulver (Muster). Cigarren. 748 Jose Maria de ffiendonca. (Hauptst.) Cigarren. 749 J. F. da Rocha Sobral. (Hauptst.) Princezess-Schnupftaback. 750 Lizaur Novaes & C. (Nitheroy.) Braune Papier-Cigarren, Packet 100 rs. Tabaks-Papier-Cigarren, Packet 100 rs. Stroh-Cigarren, Packet 100 rs. Weisse Lein-Cigarren, Packet 120 rs. — Ill — Orientalische (weisse), Packet 160 rs. Havana (weisse), Packet 200 rs. Garibaldi (dunkle), Packet 120 rs. 751 Lizaur Hovaes. Gefleckter runder Rauch-Taback , Packet 1/2 Pfund ‘ 400 rs. Gekräusselter-Taback (Wervick) , Packet 1/2 Pfund 500 rs. Französischer-Taback, Packet 1/2 Pfand 400 rs. Gefleckter Havana-Taback , Pfand 800 rs. 752. --Idem. Schnupftabak Nicot grober und feiner, Pfand 1$. Französischer Schnupftaback, Pfund 1$. 751 Luk Baret. (Residenz.) Zubereiteter Rauchtabak, l ste qualität, Packet von 230 grammen 1$500. Dito 2 te qualität (regular), Packet von230 grammen 1#. Zwei Bocale mit demselben-Tabak. Shtgebaui toirb ber Saba! in ber ißrobing '3tio in feinen großen ältaaß* ftabe; bie Üfus>fuf)rt bon ber §auptftabt iu§ innere gefdjteljt burdj bie fßro= bitfte bon 9)lina§ ($erae§ unb <25. fßaufo. Sie Sigarren unb ißapierctgarren = gabr'tfen fittb felfr salffreidj in ber §auptftabt unb bie ber ©dfmtpftabafe audb fd)on bebentenb. Btt ben Sigar= renfabritfen ber fKefibenj üertoenbet man nid Saba! bon ber fßroüinj ^Baffin. ®ie hu3fuf)r bon StoIOSabaf int Bafjr 1864—1865 ift bis» auf 877,021 geftiegen bon einem offiäeffen’SSertl) bon 804:60.43600, jum ®urcf)fc^nitt§= preiß bon 98246, 754 Manoel de Oliveira Pinto Junior. (Vassouras.) Papier-Cigarren, das Tausend 10$. 755 Pedro Antonio Castaniiera. (Hauptst.) Cigarren, 7 Kisten. Sie ^abrifation ber Zigarren unb ißapiercigarren bitbet f)ente in 9tio be Janeiro eine bebeittenbe $itbuftrte unb ber große 33ebarf biefer ^robufte berme'ffrt feben Sag bie 2fn§af)f ber gabrifen fo toic bie ©oncurrenj ber äf)n* fitzen fremben ißrobufte. 9ftan tjat f id; fefjr ber SlerboUfommung folder beftiffen, bie im Sanb berfertigt toerben, bergeftalt, baß ber Grrfotg anfäng^. un§ günftig gu fepn. PROVINZ S. PAULO. 756 Manoel Lopes de Oliveira. Lang’e Seidenbaumwolle. Strauch-Baumwolle , weisser-Samen. Ganga-Baumwolle. — 112 — PllOVINZ—MINAS GrERÀES. 757 Daniil da Hocha Ferreira. Boll-Tab Je. 750 Francisco Viotti. Geschnittener T G>ak. Papier-Cigarren. PROVINZ PARANA. 759 Dosleiaao Correia Leite. Tabak, umwickelt. Biatt-Taback 760 Francisco David Pernsta. Merinowolle. 761 Feliciano Sepomaceno Prates. Baumwolle, gebaut von Indianern. 762.— Idem. Gelbes Wachs. 763 Jesaino Marcondes de Oliveira e Sa. Negrette-Wolle, rein. Wolle, Halb Negrette und halb-Merino. Rambouillet-Wolle, rein. 764 Joaquhn Francisco Lopes. Guaxima-Fibem. 765 Joaqnim Sscero Correia e lanoel Antonio Ferreira, Ganga-Baumwolle. 766 José Candido da Silva Murici. Ma'isstroh-Cigarren. 767. — Idem. Weisse Ernbira-Eibem. 768. — Idem. Tucum-Fibern. 769. — Idem. Mamona, grosser Samen. Mamona, kleiner Samen. 77.3 José Joaqnim Teixeira Hamas. Lein-Samen. 771 José Pereira Unbares. Tabak, umwickelt. 772 Laura Maria do Hascimento Borges. Weisse^ Wachs. - 113 - 773 Manoel Antonio Ferreira. Liane (cipö sumo) in Pulver. 774 Manoel Antonio Ferreira und Joaquim Severo Gorreia, Fibern Guapeba. 775 Modesto Gonçalves Cordeiro. Cry ciuma-Fibern. Jmbauba-Fibern. 776 Rosa Leite Fernandes. Mamona-Oel. PROVINZ SANTA CATHARINA. 777 Amaro José Pereira. Amendoim Oel. 778.— Idem. Leinsamen. 779 Baräo de Schneebnrg, (Colonie-Brusque). Baumwolle herbaceo (Samen aus der Colonie Santa Cruz, Rio Grande do Sul). 780 Carlos Otto Schlapall. (Colonie-Ang-elina.) Weisse Embira-Fibern. Fibern von der Kork-Embira. Fibern Imbaüba. Rothe Embira-Fibern. 781 Provinzial Commission. Werg aus Flachs. Werg- aus zubereiteten Flachs. 782 Estanislio Antonio da Conceiçâo & Söhne. (Destêrro.) Wohl riechender Prinzessin Schnupftaback. SDieje tit ©. Satf)arme Bereite gegrünbete $nbuftrie bespricht eine gßidb ttd^e Buïunft, inbem ber Skcbraud) ftd) nad) ben anbern ^robinjen, too ber j£abafâ6au nod) nicht beträchtlich iff, au§breiten töirb. 783 Jöäo Pinto da Luz. Mamona (Saamen). 784.—Idem. Indiennuss-Oel. Amendoim-Oel. 785 Joaquim Soares. (Itaborahi.) Flachs-Fibern. 786 Jorge Tructer. (Lag'es.) Roll-Taback. c. A. 8 787 Mio Baumgarter. (Colonie-Blumenau.) Virginia-Cigarren. 788 Manoel Antonio Vieira. Zubereiteter Flachs. 789 Marcellino Antonio Butra. Baumwolle herbacea (Georgia). Baumwolle herbacea (Kentucky). 790 Marx. (Colonie-Blumenau.) Blatt-Taback. ©egenwärtig ift bei' Vabaf bet’ ©egettftanb etiteä aufjerorbenrtipen Ver= braups§, unb fommt in üerfpiebenen formen tut |janbel, aB glätter, aB Stob ten, gefdbntttett itttb bereitet gu ßigarren trab ißapiercigarren. SOtaix bereitet ipn irt @. Savarine itt jeber befannten Slrt trab bie Sigarren fowie bie ißapicrägarrcn biefer 'ßroüing finb fepr gefugt. $aft in allen ‘korb unb ©üb Höingen be» ÄaiferreipS ift ber SabaBbau allgemein nnb öerfpript ein ber bebentenften pehnifpen liBfupt'at'trtel gu werben. 791 Rischbieter. Baumwolle herbacea. Weiche-Baumwolle. 792 Todeschini. Baumwolle herbacea. 793 Tobias. Wachs. 794 Todeschini. Flachs-Fibern. 795' Wencesiio Martins da Costa. Pita-Fibern. SJtit bem |>anf ber Härter mapt man üorgüglipe ©triefe nnb ©eite; ber ©aft ben bie Hattet’ raittetft Berftampfratg berfetben geben, napbern er btt rep Verbampfen unb Bumifpen mit 2lfpe bicf gematpt worben ift, liefert ©eife. S)ie auf topfen geröfteten Härter werben gu Hunböerbinbnugen angeWanbtg frifcp finb fie ein oortrefflipe topioantifpppiütifpe Mittel fowie gegen $aut= ausSfplag unb SDTattioc Vergiftung. 5)a§ trocEene £olg bient aB $euer= fp warum. (Sin ober gwei ©crupel (Dentpen) mm bem ©jtract, bewaprte ftp aB ein maptigeS Mittel gegen bie Hafferfupt. PROVINZ RIO GRA.NDE DO SUL. 796 Baron von Kalden. Blätter-Tabak. Biätter-Tabak, weisse Blume. 797 Baron von Kalden. Flachs, kardätscht. 798 Carlos Ahrent. 1 Baumwolle. 799 Carlos Busck e Frederico Guilherme Bartholomay. Flachs Fäden. Zubereiteter Flachshanf. 800.— Idem. Leinsamen. 801 Carlos Sohne. Tabak in bündel. 802 Carlos Schwerim. Gelbes Wachs. 803 Direction der Colonie Nova-Petropolis. Flachsfäden. 804 Emilio Schilder. Zubereiteter Flachs. 805 Francisco Ferreira Guimaräes. Baumwollen-Samen, Sea-Islands und Senf. 2>ie $afent btefer SBaumtnoffe finb ebenfo lang rfä bie non ©ea=$3tanb. Stuf bem Saum fann man ben Unterzieh melier gtntfdjen beiben befielt, nur burd) ben ©amen erfenuen, benn bie non ©ea=$3tanb finb rein, getrennt non ben gibern unb mit einem Keinen ißunft an ben äufjerften 23jeit, tnäfirenb bei ber ein^eimifc^en SaumtnoKe ftnb immer einige fa= ferige £fyeite feft an ben ©amen angetjängt. 2)te intänbifclje SaumtooHe nimmt non ber non ©ea=gs>tanb niete ©genfdjaften an fobatb man fie gufammen p[tan§t, batjer norau^nfe^en ift, baß jte auch bie netjmtidje Güte erreicht alä bie erfte unb in biefem gaff fann bie ©ea=g3tanb’3 Saummoffe, bie jebeä gaf>r gepftan^t werben muß, baburd) bauerljafter tnerben. 2öät)renb tanger 3eit pftanjt man in ber iproüinj, ben Sein tnetcfjer gut gebeifff, aber bie ©rjeugniffe banon finb Kein unb genügt faum für ben Ge= brauch ber Gewebe mettle man in biefer ^ßroninj fabricirt, biefertnegen füfyrt man noch wetdjen nom 3tu§tanb ein. 806.— Idem. Baumwolle national. 807 Francisco Hilbig. Havana-tabak-Samen. Paraguay-tabak-Samen. V irgin-tab ak- Samen. — 116 - 808 Philippe Jacob Seilbach. Baumwolle ungeraspelt. 809.— Idem. Lein ungeraspelt. 810 Philippe Keller. Lein und Baumwollen Fäden. Zugerichteter Hanfflachs. 811 Gaspar Frederichs. Hopfen (Blumen). ®etoöl)nlid) beratet man bie SBlumen btefec ipflange mefyr für bie gube* reitung be§ SSier’â afô in ber Sîebigine. ift nod) nidjt lange 3dt, bag aller im Sanbe berbraudjter §opfen'ein* geführt mürbe, jebod) golge ber Sermeljrung ber national ^Bierbrauereien Ijat bie Kolonie @. Seopolbo, (probing Sflio ©ranbe bo ©ul) ben §opfenbau entführen lönnen, ber burd) ba§ Älima unb ben bagugeeigneten ißoben be* günftigt, oiel ^offert läfjt ; bereits bietet ftd) bie 3Bal)rfdjeinlid)leit feiner @nt- midelung bar, nnt fo nteljr weil ber bam SluSlanb tommenbe fjopfen ftd) ferner conferbirt, fdjon mä^renb ber ©eereife berbirbt unb auf ben 6rafifia= nifdjett SÜÎarlten gu fepr pol) en IßreiS »erlauft mirb. 812 Guilherme Brust. (Taquari.) ^ Blatt-Tahack. 813 Jacob Feldens. Baumwolle herhacea. 814.— Idem. Lein-Fibern. 815 Joäo Gravunder. Zubereitete Leinfäden. 816 Joào Sauter. Wachs. 817 John Proudfoot. Baumwolle, gemischt mit Nova Orleans und Sea-Is- land’s. 818 José Bafböza Ferreira da Silva. (Schafwolle) von englischer Race. ©eit langer 8eit befdjäfttgt man fid) in 33raftlien mit ber ©djafgudjt be* fonberd in ber done melcfje ftd) in ber probing 3Jltna§ ®erae§ bi§ fßio (Sranbe bo ©ul au§bel)nt. 2)ie in ber leigten ißroüing ergeugte Söolle ge* nügt für ben örtlidjen SSerbrauc^ gu berfdjtebeneu Slnroettbungen, bon 9Jla* tragen bi§ gn (Gewebe für SOÎüntel, ißondjeä benannt bie fepr gerühmt merben, augerbem bleibt nod) für bie Sluäfu^r übrig. 2>ie 2ftina3=®erae3* — 117 ,©d)afe liefern ben 8etoohnern größtenteils bie nötige Solle zu ihren 23ebarf; l)ter fabricirt man and? ©etoebe, tote Seelen oon üerfdjiebenett Dualitäten nnb eine hinlängliche Slnjal}! Schafe bleibt noch f“ r bte @d)lacbt= Käufer in ber §auptftabt beS .taiferreidjS §u öerforgen. 35ie ^rooinj ißaranä fcheint enblid), ber Schaf§zttd)t and ihren ©dhlaf anfertoatht ju fetjn. ®ie Regierung hat ftch bemüht biefeS ©rtoadhen bnrch Senbung ächter fRace 2RerinoS*@chafe, z« ermutigen, biefelben h.a= beit ftch leicht üimatifirt nnb oeriprecßen ein reich nnb oerbefferteS ißrobuft bnrch bie Kreuzung mit ber Äreolen = Stace. (Einige SRufter fanbte biefc ^Srooinj in bie SluSftellung, unter ihnen finbet man toelche oon ben frönen nnb geachteten fRacen fRambouillet nnb iRegrette. Sie letztere ift Urbilb oon SRerinoS, bie anbere, entfproffen babon nnb toieber erzeugt in ^ranlreidj. Sie ^3rooin§ SRio ©ranbe bo em SUcinug-Del bort, Derbraucht man ben gangen auf bem üDtarft erfdjetnenben ißalma* ®hrifti=@amen, melier aber nicht für bie Dielen Beftettungen augreicht, baljer haben bie Unternehmer, um ben Bau biefer Spange gu beförbern, ben ißreig auf 5$000 fRg. pr. @atf Don 2 Sllqueirag feftgefteüt. $n ber ermähnten ^abrif Derlauft man ba3 9bctnug=Del in Blechbücbfen gn 500 $Rg. ba§ -pfunb, in ^tafcfien 13g000, halbe $laf= neten tarnen; eg bient in ber SJiebigin aupertich angemenbet gegen ben fRheumattgmng; man gebraucht eg auch gur Beleuchtung, Kalfaterung unb in ber Bereitung eineg hargigen Sftörtelg. 830 Joaquim do Rego Barros. Honig-. 831 Jose Coelho de Miranda Leäo. Vanille. Fracht (Schote) ber Schlingpflange Epidendron vanilla. Sie Sänge ber hülfen biefer (ßflangen belauft fich abmeidjenb gmifchen 180 unb 220 SÜiitlb — 119 — rnetreS (4 bis 71/2 3°^)- mtangebaute Sßanitle wadfft an bunfeln, feuchten Orten in SlmerifaS peiffert Legionen, üorgitglicp in SSrafiüen nnb SDtepico. Oie Slbart unter ben kanten ©t. Oomingo SJanitte befannt, gießt grüne nnb toei^e Stützen nnb fdjwarge ©dfotert; fowopl Stützen als 'Jritc^te ftnb gerucploS. Oie Abarten ber brafilianifcpen SSaititte traben gröfjtentpeilS bie ©d)oten üon einer gröpern ÜluSbcpnung als bie SDtepicanifcpen nnb wer= ben in ^ranfreicp SSantllonS genannt Oiefe ©cpoten ftnb itt ber tßroüing ©ergipe 8 bis 10 3 off (0,22 m bis 0,27 m ) lang itub 6 bis 12 Sinien (0,01 m biä 0,02“) breit; bie ifftericattifcpen 6 bis 7 felbff 8 3°ff (0,22 m ) taug nnb 2 bi§ 4 Sintert (0,004 m bis 0,008 ra ) breit. Oie SSaniffe ift oft in SBrafitien fdflecpt 3 über eitet, wo fte, um bie SSaprpeit gu fagen, fefjr wenig angebant wirb; bie gange Arbeit befcpranft fid): bie ©djoten wenn fie reif ftnb im SBalbe gu tpffücfen. Oie SBaniffe befiljt mebigiualifcpe (Hgenfdpaften nnb wirb üiel üon ben fpanifdjcn Sfagten gur Reifung uerf epiebener tranß feiten angewanbt. Oa fte aufregenb mtb magenftarfenb ift, üerwenbet man fte aus biefem ©runbe bei ber 3 uberettmtg ber ©pocolate bie baburd) üer= baulicher gemalt wirb; ferner üerbraucpt man fie in ben ©onbitoreien, gu tßarfümerien, Wo mittels ©pirituS bie woplriedfenben Op eile auS ber ©cpote gezogen werben. Oie SBötfer fpattifdjer Ibfunft geicpnen 6 Sßaniffe Sitten auS, fte ftnb fotgenbe: bie grope feine SBaniffe, bie Heine feine Sandle (cpd ca), bie agacate Sandle, bie regacate Sandle, bie ©imarona tpalo nnb bie Oafrtra Saniffe. 3« ffftepico nennt man bie ißrinta Ouafttät (arromatifdpe Sa- niffe) gewöpnlid)=gefefdid)e SSanitte (be tap). ©ie ift bie geadptetfte; wenn ed)t muff fie eine bunfelüiolete $arbe pabett, uid)t gu fdfwarg, nicpt gu rotp, beim anfüplen foff fie fiebrig nnb nicpt troden, bie ©cpoten lang, fein, fept üoff nnb leidft, ber ©erucp burcpbringenb mtb angenehm; bie frifd)e wopl= bereitete ©d)ote rnufj mit einer fcpwargen, öligen nnb balfamifcpen glüffig* feit gefüllt fein. Oie ©dfote enthalt eine grofje Slngapl Heiner fcpwarger faft unbemerfbarer Körner, welche etn aufferorbentlicpeS Stroma beftpert. Oie Sepanblung ber Sandle gefcpiept folgeitber Staffen. Oie ©djoten Werben einige iücale in fotpenbeS SBaffer gebäumt, aisbann, um fie gu trod= nen an einen fepr winbigen Ort waprettb einiger Oage auf gelängt. ©o= halb fie anfangen git trodnen flieft eine gape ^üffigfeit baüon ab, bie man burd) eine leiste am Oage öfters wieberpolte fßreffmtg perauSgiept. Oiefe Operation ift ftpwierig nnb rnufj laitgfam gefcpepen. Um bie ©cpoten ge- jd^meibig gu machen mtb gegen ^nfeften gu fdrüpen, überftreitpt man folcpe mehrere totale mit Oel üon ©afu^aftanien, alSbann werben fie mit fgaben umwidelt bamit fie fiep nicpt öffnen. Oie brafilianifcpen ©cpoten benen gerabe biefe Sorficpt ermangelt, fommen 120 — in Gmropa offen an, too fie befêhaïb weniger in Weitung fielen, afê bie au§ 2Jîeçico. ©obatb bie ©choten getroefnet unb in Rapier eingetotefeft finb, to er* ben fetbige, bamit fie ihr Stroma nicht üertieren, in ^ermetifd) gefchtoffene Btechbüchfen ober ißoMe aufbetoahrt SDer Banittebait iji einer ber einträgtid^flen ; man pffanjt fie an ©tangen, babei ift bie meifte ©orge bie grucfytentrcicHung §u erlangen, bie in ber fünfttichen Befruchtung befielt, ©otche jn erhalten öffnet ober fchneibet ntan bie männlichen Blumen ab unb oerbreitet ben ©taub berfelben (Rotten) auf bie meiblichen Blumen. 832 Manoel Caetano Prestes. Honig*. PROVINZ PARA. 833 Antonio Joäo Gomes. (Macapâ.) Pirarâra- Fett (rother Fisch). SSirb atö §au§=D3tebicin angemanbt afê ©iureibung für ben Unterleib ber nieberfommenben grauen. 834 Bernardino José Pereira. (Vizeu.) Tapir-Fett. 835 Gandido do Prado Pinto. Indigo-Tinktur. C afé- ran a-T inktur. Camapu-Tinktur. Tinktur von Sucudba- Rinde. Tinktur von Umeri- Rinde. Tinktur von der Liane-jabuti matdmalä. Doradille-Tinktur. Jzzd-Tinktur. M unaczm-Tinktur. M arapuäma-TmktüT . Tinktur von weissen Mururn. Tinktur von der Wurzel Pajamariöba. Tinktur von Tatä piririca. Tinktur von Timbö cunamby. 836. — Idem. Cumarü-Oel. 837. — Provinzial Commission. Giboia-Fett (Grosse Schlange). 838. — Idem. Unzen-Fett. 839. — Idem. Sucuruiü Fett (Schlange). 121 840 Provinzial Commission. Pirarâra-Fett. 841. — Idem. (Portei). Aricâ-Fett. 842. — Idem. Butter bereitet von Insectenlarven welche auf der Tu- cuma Palme leben. «Selbige bient in ber SDIebigin gegen ©liebergefdjnmlft. 843. — Idem. Boa-Fett oder Oel. 844. — Idem. Tinktur aus Mucunam-Rinde. 845 Gas Companie. Rohera Napht. 846.— Idem. Naphtn-Firniss. ^n ber @at=$abrif ber |jauptftabt fßara bereitetet Del. 847 Januario Pradencio da Cunha. Guariba-Fett. iBermenbet tu ber £autmebigin unt et auf Duetfdjungen unb ber baraut entfteljenben Gefdjnmlfte gu legen. (St föirb and) gegen fRljeumatitmut ge= brauet. 848 Joaqaim Rodrigues dos Santos. (Santarém.) Unzen-Fett. 849. — Idem. Pirarucü Fett (Fisch). 850. — Idem. Fett von der Schlange Sucuruiü. 851 Joaquim Honorio da Silva Rabello. Schuh und Stiefelwichse. 3Mit Salbcaju fabricirt; (eine berfcljiebene Slbartung bet Ufercaju Ana- cardium occidentale.) Dat $abrifat madjt ben (Srfinber eine eigene $n= bujtrie aut, beffen ißrogefs nidjt Verbreitet ift. Der 2Balbcaj.it , überfüllt in ber gangen ^robing ift ein grofjer gierlidjer 23aum, feine $rud)t fepr ge= flicht ift antifppbtlitifcf) betrautet; and) gtefü man einen guten Sein aut felbiger, ben man bie nämlidjen (Sigenfdjaften gufdjreibt. 852 José de Aranjo Roso Dänin. Tapir-fett. 853.— Idem. Unzen-fett. — 122 — 854 José Henrique Diniz. Guariba- Fett. 855 José Verissimo de Mattos. Muruxi- Farbe. 856 Manoel Pereira Lima. Sucuruiü- Fett. 857 Martins & Tedeschi. Ricinus Oel (Palma Christi). 858. — Idem. Orangenschaleno el. Coumarouoel. 859. — Idem. Farbe y on Cumambi. Farbe von Café-rcma. Farbe von Doradille. Farbe von Matdmatd (Rankengewächs). Farbe von den Schalen der Sucuüba. Farbe von Umeri Rinde. Farbe von Marapuâma Rinde. Farbe von Artemisia. Farbe von Beribd-Mmde. Farbe von Muruxi Rinde. Farbe von Manacan Rinde. Farbe von Ingwer. 860 Miguel da Gunha Penalber. Vanille. 861. — Idem. Farbe von Curimbö. 862. — Idem. Cumatê- Firniss. 863 Pedro Honorato Correia de Miranda. Boa-Fett (Schlange). 864 Pinto & Bruder. Caiman-Fett. (Crocodill). ' 865 Rabello & Bruder. Sucuruiü- Fett. 866.— Idem. Wichse aus dem Saft Xixi. 867 Souza & Almeida. Sucuruiü-Fett. 868.— Idem. Copahu Balsam. - 123 - 869 Souza & Almeida. Potasche-Carbonate. 870. — Idem. Cacao-Butter. 871. —Idem. Gepresstes Oel von Pataud. Gepresstes Oel von Coumarou. 872. — Idem. Essenz Oel von Pichurim. 873. — Idem. Farbe von Café-râna. Farbe von Assal. Milchfarbe von Mururê. Farbe von Jalapäo. Farbe von Matämatd. Kresse voa Jarubü Para. 874. — Idem. Polirfirniss. 875. — Idem. Spiritus Firniss. 876. —Idem. Jarubü Syrup oder Parä-Kresse. 877 Diogo Antonio dos Reis. Ingwer Tinktur. 878 Joäo Marcellino da Silveira. Gereinigter Theer. 879 Joaquim José Vieira. Ricinus-Oel. Aromatisches Ricinus-Oel. Gefärbtes Ricinus-Oel. 880 J. J. T. V. Beifort. Gewöhnliches crystalisirtes Salz. 881 Manoel Moreira da Silva. Caroba-Essenz, Concentrirter. 882 Manoel Pereira Martins & Bruder. Kastanien-Teig von Andiröba. PROVINZ cearI. 883 Alexandre Gorreia de Araujo & Mello. Carnaüba-Salz. 884 Joäo da Rocha Moreira. Harz von einer brasilianischen Kartoffel. PROVINZ RIO GRANDE DO NORTE. 885 Provinzial Commission. Klapperschlangen-Fett. 886.— Idem. Gewöhnliches Salz. Sie tßrobinä 9iio ©ranbe beftfjt bebeutenbe ©admette itt ben ©tabten Sftacao nnb üffu ; ein grojjer Sfyeit ©atj ïjâitft ftcf) in ber au§gebetjnten SRadbbarfdjaft, mo fief) biefeê ißrobuct in fdjöner Sriftattiftrung nieberfefd, in Raufen an. 3Jian bebedt biefelben mit (Sarnaüba ©trofy, über mit bem bon irgenb einer anberen ißatme; fob amt mirb ba§ ©trot) angebrannt nm eine firnifirte Trufte gu hüben, bie ben gangen Raufen bebedt nnb bie tfjrn gegen liegen fdjüfrt. Sort ba mirb ba§ ©atg tjerau§gegogen, in ©troljförbe eingepadt, 9ßaneiro§ ober EapioareS genannt, nnb im § anbet gebraut. ©ein (Srgebnip genügt gum Sebarf ber probing nnb einer beträchtlichen 9tu§fuf)r, nicht attein in anberen ^probingen, fonbern auch nod) für ba§ üu§= tanb. 2tu§ ÜDÎanget ber üoUftänbigen ftatiftifdjen Angaben !ann man ba§ ®eroid)t be§ jährlich fortgefübrten ©atge3 nid)t angeben, febod) ift e§ getoifj bafi biefeê 2eben§mittet in einen großen 3J£aapfta6e au^gebeutet nnb ein be* beutenber §anbe!3gtoeig merben !ann. PROVINZ PARAHYBA DO NORTE. 887 Joäo Ignacio Ribeiro Roma. Jurubiba-Syvuy. 888 Joäo Lopes Machado & Joaquim José Henriques da Silva. Jatahï-Romg. Jundaird- Honig’. Moça branca- Honig*. Hor!ig von gestreiften Bienen. ^/rmsii-Honig. PROVINZ PERNAMBUCO. 889 Antonio Raymundo Paes Mello. Camauöa-Lichter. Carnaüba-Liditer mit Talg“ gemischt. 890 Bartholomen Francisco de Souza & C. Jurubébci- Syrup. Fedegôso- Syrup . Jurubéba- Wein. Eisenhaltiger Wein aus Jurubéba. Jurubêba-V illen. - 125 — Jurubéba- Pflaster. Jurubéba- Pommade. Jurubéba-Favbe. Jurubéba- Oel. Hydro-alcoolic Extract von Jurubéba. Jurubéba in Spiritus. Velâme- Wurzel. VeMme-Syrup. Fedegôso-VxXmzt. Velâme- Extract. Fedegôso in Spiritus. 891 Francisco José dos Passos Guimarâes. Wachslichter. 892 Manoel Francisco da Costa & G. Verschiedene Seifen. 893 Joaqnim de Almeida Pinto. Jurubeba-Wein. Jurubeba-Oel. Jurubeba-Extract. Jurubeba-Farbe. Mulungu-Syrup. 894.— Idem. Tischlerleim. 895 Joaqnim de Mello Cau. Gewöhnliches Salz. PROVINZ SERGIPE. 896 Felix Zeferino Cardoso. Seesalz. Stefer Srtifet bitbet für btefe ißrobtnj fomtc für bte bon Safyta, fRto ©ran* be bo @ul unb anberen, einen tbidjtigen gtoeig ber 2tu§fuljr. 0etn ißretä ift berfcf)teben bon 800 9îet3 bi3 1 2Jît(ra§ bte Sdquetra. 2>a3 ©eefatj metres btefen kanten führt roirb ant tneiften gefudjt. 897 Firmino Rodrigues Vieira. Vanille. 898.— Idem. Ricinus-Oel. 899 José Agostinho do Nascimento. (Rio do Sal.) Gewöhnliches Salz. 900 Joâo Constantino da Silveirà Coelho. Farbe von wilden Orangenbaum. - 126 — 901 Pompilio da Franca Amaral. Likör vom wilden Weinstock. PROVINZ BAHIA. 902 A. Pereira de Silva. Lichter und Talg- der Carnaüba. 903 Francisco Sampaio Vianna. Künstliche medicinalische Steine. Tamarinden polpe. 904 Galdino Fernandes da Silva. Ahführung-smittel, von einer brasilianischen Kartoffel. 905 José Antonio Teixeira Lopes. Holländische Talglichter (Nachahmung). 906 Lourenço Soares de Pinho. Leim aus Lederabfällen. 907 Thomaz Teixeira da Cunha. Ricinus-Oel. PROVINZ RIO DE JANEIRO UND GEMEINDE BEZIRK DER KAISERLICHEN HAUPTSTADT. 908 Aleixo Gary & C. (Hauptstadt.) Sammlung von chemischen Producten. Acide Carbazotic. Acide Nitro-phénic. Acide Aloétic. Acide Chromic. Acide Camphoric. Acide Olaxic, künstliches. Acide Tartric, künstliches. Acide Pyrogallic. Acide (pyro-acétic Geist). Aloine. Anchusine. Ammoniac Arséniate. Ammoniac Bromure. Cadmium Bromure. Zinc Butyrate. Eisen und Quinin Citrate. Quinin Citrate. Magnésie Citrate in Körnern und aufbrausend. Chlorure von reiner Magnésie. Carmine. — 127 — Curcume. Caféine. Eisen carb : in Körnern und aufbrausend. Cremor tartan, in Splitter, auflösbar. Emétine gereinigt. Elatérium. Helicine. Gelée von Stockfischleber~Oel , eisenhaltig. Gelée von gewöhnlichen Stockfisch. Iodure von crystallisirten Mercure. Blei Iodure. Eisen Iodure in Splitter , unveränderlich. Iodhydrargirate iodure von potassium. Carbide lode, Schwefel Iodure, auflösbar. Creosote Fest gemacht. Eisen Lactate. Mannite, gereinigt. Permanganate von potasse. Ammoniac Phosphate. Eisen Pyrophosphate. Strychnine, gereinigt. Suïfarsénite von Quinin. Magnésie Sulfate. Bismuth Subnitrate. Alumine Sulfate, gereinigt. Ammoniacalischer Kupfer Sulfate, crystallisirt. Weisses Eisen Sulfate, in Körnern, _ unveränderlich. Eisen Sulfate, ausgetrocknet in Splitter. Cristalisirter Schwefel, n. 1. Cristalisirter Schwefel, n. 2. Potasche und Eisen Tartrate. Kosenrothe Santonine Pastillen. Pastillen Ipécacuanha. Pfeffermünze Pastillen. Schwefel Pastillen. Tannate von Quinin, Indien roth. Valerianate de quinine amorphe. Valerianate de quinine cristalisirt. Nitrate Silber, cristalisirter Höllenstein. 909 Antonio Angusto dos Santos Luzes. (Hauptst.) Königs firniss (verschiedene Sorten). 910 Antonio José Alves Guimaräes & C. (Hauptst.) Carnaüba Lichter, die arrobe 14$080. Talg Lichter, die arrobe 12$>800. 128 911 Bernardo Dagnan. (Hauptst.) Ochsenfuss (Klauen) Fett. 912 Coutinho Vianna & Bosisio. (Nitheroy.) Orangenwasser. 913. — Idem. Lavändeloel. Citronenoel. Orangeno el. Bergamottenoei. Rosmarinoel. Nelkenoel. 914 Domingos Marques de Gouvêa. Orangenwasser. 915 Domingos Manoel de Araujo. Carnauba-Lichter. Carnauba-Lichter, feine, gemischt mit Talg. Talg- und Carnauba-Lichter. 916 Felix Faraut. (Hauptst.) Sammlung von chemischen Producten, Acide gallic cristalisirt. Pastillen von Potasse-chlorate. Pastillen von Rhabarber. Pastillen von citrate der Magnesie. Pastillen von citrate der Magnesie und der Soda. Pastillen, weisse Abkochung. Pastillen von Ipécacuanha. Pastillen von Santonine. Pastillen von tartarisirter Senne Einkochung. Bismuth Pastillen. Calcinirte Magnesie nach dem System von Fleury. Gekörnte Magnesia. Valérianate von Quinin. Valérianate von Zink. Eisen und Chinarinde Extract. Orangenwasser. Quinidine. Quinium. Acide valérianic. Graue Emetic nach dem französichen Codex. Arséniate in Körnern. Eisen Copabivato. Acétate von Quinin. Pyro-phosphate von Eisen und Soda. Caféine. 129 — Weisse reine Chine. Roher Quinin. Quinoidine. Copaier Essenz. Reines Jalap-Harz. Rothes Harz. Gelbes Chinarindenharz. Rother Chinarindenextract. Iodoformio. 917 F. Tribiani. (Hanptst.) Copal-Firniss. Verschiedene Firnisse. 918 Gouthiere & Wagner. Baröge Wasser (künstliches). Pyrmont Wasser (künstliches). Vichy Wasser (künstliches). Sp& Wasser (künstliches). 919 Kaiserliches Fluminens - Ackerbau-Institut. (Hauptst.) Farbe von Chenopodlum Ambrosioides. Camphorspiritus. Ether acetic. Ether Oel aus bitteren Orangen Schalen. 920 Ignacio Jose Malta. (Hauptst.) Orangenwasser, doppeltes. 921. — Idem. Brust und Blauhusten-Syrup. 922. — Idem. Bruchpflaster. 923. — Idem. Coumarou-Oel. 924. — Idem. Citronensyrup. 925. — Idem. Roggen in Aehren. 926 Joäo Domingnes Vieira. (Hauptst). Sammlung chemischer Produete. Proto-iodure von Quecksilber. Biodure von Quecksilber. Potassium-Iodure. Arseniate Potasche. Arseniate Soda. c. A. 9 — 130 Santonine, Wurmsamen. Mannazucker. Caffeina aus S. Paulo). Daturine (Stechapfel von Portugal.) Emetin gereinigt, Brechwurzel Mato-Grosso. Cremor tartari auflösbar, cristalisirt. Quecksilber bioxyde. Potasche-Chlorate. Schwefelsaures Zincsalz. Eisen hydrogéné (nach Quevenne.) Kupfer-Carbonate. Salmiac Eisen-Citrate. Benzole Säure. Blaud Pillen modifirt durch Yieira. Syrup von eisenhaltigen Quinin und Orangen. Stockfischleber Oel, eisenhaltig und orangirt Stockfischleber Oel gereinigt und orangirt. 927 Joäo Fernandes Clapp. (Hauptstadt.) Stiefel und Schuhwichse, in Büchsen. Stiefel und Schuhwichse, in Töpfen. 928 Joäo Fereira da Carvalho. (Hauptstadt.) Talgoel. Wichse in Teig. 929. — Idem. Weisse Seife, 240 rs. das Pfund. Schwarze Seife, 100 das Pfund. Gelbe Seife, lOOrs. das Pfund. 930. — Idem. Talglichter. 931 José Francisco de Freitas. Leim. 932 José Maria dos Santos Carneiro. (Hauptstadt.) Wachskerzen. 933 José Notb. Firniss disatonic. Firniss für Leder. _ Anatomischer Firniss. Negatifer Firniss. Florentiner Firniss. Schwarzer Firniss. Copal Frniss, l ste und 2 st Sorte. Japonischer Firniss. Leder Firniss. Heller Gold und Métal Firniss. - 131 - Rother Métal -Firniss. Blauer Metal-Firniss. Einfacher Gold Metalfirniss. Grüner Metallfirniss. Purpurrother Metallfirniss. 934 Luiz Bonifacio Lindenberg. (Hauptstadt.) Grobes Salz. Feines Salz. 935 Loiz José de Souza. (Hauptstadt.) Purgativ-Pillen von Leroy. (6 Glässer). 936 fflanoel José Fernandes de Macedo. (Hauptstadt.) Gelbe Seife. 937. — Idem. Talglichter. 938 ffiauoel Teixeira da Costa. (Hauptstadt.) Talglichter. .T 939 Theodoro Peckolt. (Cantagallo.) A Sammlung von Natur- und chemischen Producten. Centaurea-Knollen von Tausendgüldenkraut. Juden-Tabak. S apucainha-F rüchte. Queimadeira- oder- Arrediabo- Kuss. Brasilianischer Kork. Apotheker- Timbö. Rindenoel oder Balsam vom rothen Oelbaum. Brasiliansches Süssholz. Timbö. (Fische zu betäuben.). Bittere Geniste. Cultivirte Congonha , eine Art Matte. Congonha mit langen Blättern. Congonha mit kleinen Blättern. Thé von Kaffeblättern. Osterluzeiblüthen. Osterluzeiblätter oder KrÖten-Kraut. Wilde Nelkenblätter. Violette oder schwarze Caröba-Blätter. Carobinh .«-Blätter oder kleine Caröba. C aro binha- Rinde. Hydrocotvle (Capitain-Kraut). M as s ambar d-Samen. Samen von coraçào de boi (Ochsenherz). Pij ericu oder Gebirgspfeffer. Seifenkrautfrucht. I - 132 - Wilder Jaborandi . Brasilianische Muskatennuss. Samen von S. Marienkraut. Wald-Gurke. Wilder Apfel. Massambard Mehl. Mehl von der Körnern genannt Thränen der heiligen Jungfrau). Blutähren. Jatubd Früchte. Alonecegueira Linsenartige Früchte. Wald Kraut. Sägespähne von rothen Oelholz. Kaffee Pergament. Kampherbaum. Weisse Feld -Velame Vetiver oder Moschuswurzel. Jacü- Früchte. Süssholz in Pulver. Kirschen oder wilde Pfirschen. Diconroque oder indianische Bohnen. Hydrocotyle-Extrakt. 7 imbö -Extrakt. Brasilianischer Süssholzsaft. Genistekrautextrakt. Harz von rothen üelholzsägespahnen. Harz von rother Oelholz-Rinde. Gummi von der rothen Eiche. Gummi von der rothen Ceder. Indaid-assu-Qmnmi. Carobäo- Harz. Steinangelinharz. Angelin. Angeline Hydrochlorate. Jatubä-Zucker. Stearo-carpotrochic Säure. Syrup aus dem Fleisch der Kaffeekirsche. Brasilianiches Lorberkirschwasser. Distilirtes Wasser von wilden Aepfeln. Wilder Münzengeist. Capivara Oel. Oel von Sapucainha. Oel von Kopahu. Oel von rothen Kopahu. Oel der Süssen Palmnuss, oder Patioba. Oel der paty Palmnuss. - 133 - Oel der brejaüba Palmnuss. Oel der pindoba Palmnuss. Oel der jureua Palmnuss. Oel der Samens der Milolöpflanze. Oel der Palmnuss Quaresma. . Oel des Palmnuss baba de boi. Oel der Palmnuss indaiä-assü. Oel der Palmnuss macaüba. Oel des Samens der Urania. Oel der Körner der queimadeira oder arradiabo. Oel des Samens jequitiba-assü. Oel von den Nüssen des Korall oder Balsam. Peruvianischer Balsam von Brasilien. Balsam aus rotben Oelholz-Sägespähnen oder künstlicher peruvianischer Balsam. Balsam aus rother Oelholzrinde. Oel der Péricarpe, aus der Palmnuss Indaia-assü. Brasilianisches Muscatennussoel. Essenzoel von rothem Kopahu. Essenzoel von wilden Nelken. Essenzoel von rothen Oelholzsägespähnen. Essenzoel von Cedersägenpähne. Essenzoel von Samen der Aroeira capoeira. Esseznoel von Negra-mina-Blätter. Essenzoel von indianischen Nelken. Essenzoel von einheimischen Orangen. Essenzoel von China-Orangen. Essenzoel von Mandarin-Orangen. Essenzoel von Lima de umbigo (süsse Nabellimonen). Essenzoel von persischen, süssen Limonen. Zitroneness enzoel. Blumenessenzoel (Klosterluzei). Essenzoel von wilden Quitten. Essenzoel von S. Marien-Kraut. Essenzoel von Drachenblutbaumrinde. Essenzoel von Bohr-Kraut ( herva canuclo) Essenzoel von caperiçôba oder Marianica oder Anica. Essenzoel von der wéissen Caperiçôba. Essenzoel von Safranblumen. Essenzoel von Fisch -timbô (végétal). Essenzoel von Pijericü. Essenzoel von Sassafrasrinde. Ether Extract von S. Marien-Kraut. Carobinha-Bnlsam. Oel. von der Palmnuss Macauba. Indianisches Theesamenoel. Kaffeebohnenoei. - 134 Blausäure aus der Manioc -sepsicolytina. Fichtenharzessenz-Oel. Essenz oel aus schwarzen Zimmtbaumholz. Essenzoel aus rother Oelholzrinde. Para-tudo Essenzoel. Wildes Rautenkraut-EssenzÖl. Wildes Münzkraut-Essenzöl. Vetiver- Essenzoel (von Moschusswurzel). Unzenohressenzoel. Essenzoel aus cabureiba oder braunen Oelholz. Brasilianisches Muscatennus Essenz-Oel. Essenzoel von lixa oder wilden Kaffee. Essenzoel von wilden Kardamomblumen. Ceder Essenzoel. Essenzoel von Gojavenblätter. Etheroel von wohlriechenden Captin oder cidrilho. Essenzoel von Kirschenrinde. Essenzoel von Andorn oder Macahe Kraut. Essenzoel von übelriechenden Zimmtholz. Essenzoel von A/fkm-Blätter. Essenzoel von silvestre-Kardamom. Essenzoel von St. Joäo-Kraut. Essenzoel von Assa-peixe. Essenzoel von Sassafrasblumen. Oel von Pitangueira-hYättevn Essenzoel von Calunga. Essenzoel von wilden Kohl. Essenzoel von JaborandÄ. Essenzoel von Kaffeebohnen. Essenzoel von Kaffeeblättern. Essenzoel von Kaffeeblumen. Butyric Säure von stearoptene von Kaffee. Essenzoel von Paranä-Mate-Thee. Essenzoel von Rosa-Palisander. Essenzoel von S. Marienkraut-Samen. Essenzoel von grossen Basilicum. Essenzoel von kleinen Basilicum. Essenzoel von Hydrocotyle (Wassernabelkraut). Essenzoel von Knoblauchholzblättern. Essenzoel von Cederrinde Timboina. Chenopoidina. Ichtyoctonina. Hydrocotyle-Harz. Harz aus Immergrünblättern (Congonha). Harz aus chinesischen Thee. - 135 — Harz aus Uranien-Samen. Harz aus der Pindoba-Nuss. Rother Farbegrundstoff des kleinen Tausendgüldenkrauts. Rotber Farbegrundstoff aus Guaranasamen. Parasaponina. Agoniadina. Caféina aus chinesischen Theesamen. Caféina aus Kaffeebohnen. Caféina aus Kaffee-Pergament. Caféina aus Kaffeeblüthen. Caféina aus Matte-Thee. Caféina aus cultivirten Immergrünblättern (Congonha mansa). Kaffee aus Guaranä-Blättern. Caféina aus den Schalen der Guarana-Korner. Amygdalina (mandelartiger Kern) von brasilianischen Kirschbaum). Saponina von der Seifenfrucht. Monesina von Guarahem-Rinde. Rindenharz von Carobinha. Teigharz des Guarana. Harz aus den Samen der Guarana. Fisch-timb ö-Harz. Harz aus den Blättern des wilden Nelkenbaums. Harz aus brasilianischer Muscatennuss Rother Farbegrundstoff aus brasilianischer Kirsch- baümrinde. Rother Farbegrundstoff aus Fisch-timbö-Blättern. Rother Farbe grundstoff aus der Pindoba Palmnuss. Blauer Lack von Rankindigo. Pyrotannic-Säure aus Mate-Thee. Acétate von Angelika. Jacutupina. Manihotina. Manihotic-Säur e. Carobina von den Blättern der Carobinha. Carobina von Carobinha- Rinde. Abacatestruthantina. Araucaric-Säure. Apolaustic Säure oder Congonha. Massarandubina. Myroxylina aus rother Oelholz Rinde. Myroxylina aus den Sägespähnen vom rothen Oelholz. Tannic Säure aus Guarahem. Caféina aus Orangen Mistel [herva de passarinho). - 136 — Caféina aus den Blätern der grossen Congonha. Säure apolaustic von Kaffeesblättern. Säure apolaustic von Theeblättern, chinesischen (Nova- Friburgo). Oel-Kaffeesäure. Palicurische sublimirte Säure. Benzoic Säure von rothen Oelholz-Sägespähnen. Glycyrrhizina Säure von brasilianischen Süssholz. Carobic Säure von den Blättern der Carobinha. Harzsäure aus den Körnern der Papaya-Frucht. ( ma - mäo.) Carobina Acétate. Congonha- Grün. 940 Vicente Lagarde. Gashaltige-Limonaden von Cajü. Gashaltige-Limonaden von Zitronen. Gashaltige-Limonaden von Orangen. Gashaltige-Limonaden von Kaffee. PROVINZ PARANA. 941 Antonio Caetano de Oliveira. Schwefelwasser aus der Colonie Theresa. Sraftten giebt e§ eine grope 2tnjabt üpîineralwafferquetten bon ber* fdjtebenen ©ebatt, [beren größter Sfjeti babon nodj nicbt anafyftrt ift; loir befc^ranfen unê bto§ bon benen, bie am meifîen beïannt finb, ï)ier eine furj gefaßte 9?otig $n geben. Eisenwasser. SSeinabe in allen ^robinjen be§ SaiferreidjS ftnbet man wetie angefebenften, toegen ihren Safferüberftufj and» ihrer part entsafte* nen ©ifentbeite, ftnb bie in Andarahy-Pequeno, Larangeiras, Riachuela* ©trafje nnb be§ @ee’§ Rodrigo de Freitas. Sie gtüei erften an ben fdjönften nnb gefunbefien Orten ber Umgegenb liegenb, liefern ba3 Söaffer tn gut gebauten öffentlichen Brunnen. Siefe Duetten werben feljr befugt nnb allgemein bei Är auf beiten, welche ben ©ebraudb be§ eifenbattigen Saffer§ erforbern, benu^t. gn jber probing 9îio be Janeiro giebt e§ 11 Duetten, toetcbe ebenfalls geprüft worben ftnb nnb 7 in ber probing Minas-Geraes, in beren §aupt« * - 137 - [tabt ftcf) ein öffentlicher SSrunnen befinbet. Die kprotoin^ kßernambuco h®t fünf, in ben kßrotohtjen Marahon, Piauhi, Espirito Santo unb mehreren an- bera, mürben auch fchon bereit enbecft. 3m allgemeinen enthalten alle ©i* fen in Kohlenfaureit ©al-fönftanb, üon einem Ueberntafj Kohlenfäure aufge* löfjt, aber alle in feb>r üerfdfiebenen Serhältniffen. Gashaltige Waser. Die mirkfamfien, bieferhalb auch bie befmhteften, ftnb in ber fßroüing Mi* nas-Geraes unter ben tarnen Dugenbljaftemaffer, (Aguas Virtuosas) ohn* gefähr 3 SeguaS toon ber Stabt Campanha unb 60 toon ber §auptftabt bcä Kai* ferreidh§ entfernt, fo auch bie üon Caxambü im ©emeinbebegirk Baependf. 3In erften biefer Orte hat bie Regierung ber ißrotoinj einige ©ebäube errichtet unb befchliept nod) anbere ju machen, nicht allein um bas SBaffer in toollfommenen reinen guftanbe §u erhalten, fonbern audh für bie Sequent* lichfeit ber tiielen kßerfonen bie jebeS 3 a h r biefe Duelle befuchen. §infid)lich ber jmeiten, hat fte bie Srunnen unb bie um biefelben herum liegenben ©rb= reiche käuflich an ftch gezogen unb fchon bie ^erfteHung toerfdhiebener @e* bäube fd; alien laffen. Dag ermähnte Agua Virtuosa ift bei Sehanblung toerfdhiebener Krankheiten äufserft mirffam, toorgüglid; aber in Krankheiten ber Serbauungsmerkjeuge; unb baS üon Caxambü mirb fehr gegen leberkrank* heiten empfohlen. Da§ eine unb ba§ anbere enthält in großem 2Raafe Kohlenfäure unb in fchmadhen Serhältniffeit toerfdhiebene ©alje, beren Soda bicarbonate, Chlor Magnesia, Sodium, Calicium unb ©dhmefelfaure Soda bie hauptfädhlichften ftnb. 3u bemSSaffer toon Campanha bilbet bie Kohlen* fäure gmei brittet ber Sluflöpung. Dtejeg Saffer h fl t mit bem ©elterS SBaffer toiel 2lehnlid)keit unb fein ©ebraudh fängt an ftch nach öon tier Duelle entfernten Orten fogar bis? jur fpauptftabt be§ KaiferreidjS, ju üer* breiten. Oie ißrotoinj Pernambuco befiel in Pachehu de Flores auch üer* fdhieben Duellen, beren ©efialt toiel ben toorhergehenben gleicht. Salzwasser. Oie merkmiirbigften ftnb bie toon Itapicurü in ber kßroütn^ Bahia. Sie* entfpringen in ben benachbarten ©ebirge am ^litfj Itapicurü unb befinben ftch an felbigen glufj entlang auf einer ©trecke üon 11 teilen. Oie haupt* fädhlidhflen ftnb bie fogenannten Mal d’agua de cipo, nahe an ber ©tabt Soure liegenb, nnb bie in ber ©tabt Mosquete unb Piio Quente (marmer 3lufj), Oiefe Duellen merben auf ^Befehl ber kaiferlidhen ^Regierung unb kßräftbentfdhaft ber kßroüin§ uuterfucht; ihre Oemperatur ift h^h er al§ bi e ber nmgebenbeu Snft unb meidht bei 31 bi§ 41°, toon ben toerfcpiebenen am bem ab. @ie enhalten in kleinen Oh eilen Kohlenfäure, ©dhmefelfoba, chlor — 138 - sodium, Caiicium, Acide silici mtb ©fett Peroxyde. Oief SBaffer bienen ofâ teicpteâ Laxativ, trab atê 33aber angewanbt, haben fie eine SBirffamfeit, befottberâ gegen gleiten unb anbereu §autfranfheiten. Oie tßräftbenten- fdjaft befcpäftigt ftd), bte bort gang nahe an ben Ouetten fid) befhtbenben ©nridtttungen, gn bergröfern unb gu berbeffern. Warme Mineralwasser. 2)te geadjteften nnter biefen SBaffern ftnb: Caldas de Bittancourt 36°l/2, (Caldas do Norte do Cubatäo 36°) Caldas do Sul do Cubatäo (Zt5 c ) unb Caldas do Tubaräo; alle biefe liegen in ber grafting S. Catharine. 3 n weniger (Entfernung ber probingiat §auptftabt nahe ber Stabt S. José befinbet ftd) unt ben ©ebraud) einiger biefer SRineralwaffer gu erleichtern, ein ©e= bäube mit bauten: Hospital das Caldas ber Äaiferin; nnb bätt auf er anbem Sequemticpfeiten SBabewamten für Ärante in berfdfiebenen gitnmertt. ® er SBafferbehätter unb feine Leitungen ftnb fürgtid) auf SSefef>l ber ißrobingiaft Regierung neu eingerichtet worben. ®iefe§ Sab, noch int (Entftehen, hat eine fefr angenehme unb gefunbe Sage mitten im Itrwatb, ber ftd) weit hiauêgieht unb nid)t fern bon einen SBatbftrom entfernt, beffen SBaffer au§= gejeichnet für falte Saber iff. 9Ran gelangt gn felbigen auf einen fehr materifchen 2Beg ber mit wenig SCrbeit fahrbar gemalt werben tonnte. Oiefe SSaffer enthaften feine Schwefeftbeite unb ftnb fetbft, wenn erfaftet, angenehm gu trinfen. $n bieten Sähmunggfätten, cbronifcpcn 3îheumatt§= mu3, ©tieberreifen, wenig borgeriidten §aitt=unb anbern firanf heften wur- ben fte fehr wiffam angewenbet.. Stuf erb ent giebt e§ noch in anb er en ißr obingen reift) e warme SRineratwaf* ferquetten, welche febod) bi» feftt noch nicht t)intangüd) geprüft würben. €>otd)e ftnb bie bon Sertäo do Cerido, in ber ißrobing bo Rio Grande do Norte, ohngefahr 6 SJÎeiten bon ber Otabt Principe; fte beftften einer ©atggefthmad unb ftnb ftet§ tauwarm unb bei innern ©ebraud) fe^rt fchweiftreibenb. 2)er nehmtiche galt ift e3 mit bem S&affer ber Lagoa Santa (probing Minas-Geraes) wetdjeä ftch biä gu einer (Entfernung bon einer halben SReite ohngefahr tauwarm ertiatt unb bent matt mebiginifthe ©genfd)aften gufdjreibt. Alcalisclie (Laugensalzige) warme Mineralwasser. Seren finbet man im Ueberftuf; in bem ©ericptäbegitf Santa Cruz (fSro* bing Goyaz) unb entfpingett in ber Rühe ber Caldas ©ebirge, eine Äette hoher SBerge, in ben Orten Caldas novas, Caldas velhas unb Caldas Pi- rapetinga, "genannt, einen biefer Orte ftnb 13 Ouetten gur $3enu= 139 — £ung für Saber mtb eine größere Sfttjapt finben fiep in bent nepmticpen Sett be§ Sßaff erlauf g mit ben iftamen Corego das Lavras, üon einer 2tug* bepnung üon 1,500 (Stritte, üor. $m jmeiten fprubeftt bie Ouetten aug einen quarkigen gotbpattigen $etfen peraug unb bi (ben einen über 200 Scpritte langen SBaffertauf. $at britten bitben fie in Sereinigmtg anberer ©emaffer einen Seid) ber 150 Palmas lang unb 15 big 20 Palmas breit ift unb aug bem ©runb beffetben fpringen ebenfattg Ouetten in großer Sltftapt perüor. Tag Staffer biefeg Teicpeg erreicht an einigen Orten eine folcf>e er- ^ö^te Temperatur ba§ man genötigt ift, trenn Trante Säber nehmen moft ten bag Staffer juerft in Set)after 31 t bringen unb abmarten big eg ba= rin pintängticp erfaftet ift. Sein fnpegrab fteigt big ju 48°. Sitte biefe Ouetten ftnb auf Sefept ber ißräfibentenfcpaft Goyaz im $apre 1839 geprüft morben; 110 ißerfonen regnet man, bie mäprenb beg 9Jlo= natg September nepmticpen $apreg biefeg Staffer tpcitg gum Trinten tpeitg atg Säber benutjt p ab eit; 1842 pat bie faiferticpe Regierung fte abermatg unterfucpen taffen, gritper mürben iptten in ber Sepanbtung ber Morphea munberbar Stirfungeu jugefcprieben unb obgteicp peute biefer 9tuf atg übertrieben befannt ift, fo pat bie Gsrfaprnng in einer unmeifetbaren Stei= fe ipre Stirffamfeit üietmatg gezeugt, atg bei $tecpt unb anberen §auH franfßeiten, cproniftpen fftpeumatigmng, eingemurjften ©efcpmüren, Scrofetn unb bei anberen bieferartigen Hebet. Sie entpatten pauptfäcptitp (Sptor, fopteufaure, Safte unb s 43otafcft=Siti= taten f atf, Soba üflagnefia unb Staunerbe in Heiner Ouantität. fjpre abmeicpenbe Temperatur ift jmifcpen 34° unb 36'. Warme Schwefelwasser. Tie Sefucpteften unb Sebeutenften metdpe gegenmürtig in Srafitien be- taunt, ftnb opnftreitig bie bie in Minas Geraes. 3mötf Slieiteu üon ber Stabt Caldas giebt eg 3 Ouetten metcpe aucp eine Temperatur üon 42’ paben, nnb jmei Sieiten üon ber nepmticpeu Stabt am redpten Ufer beg Pdo verde ift eine anbere üorpanben metcpe faft bie gteicpe Temperatur bejtpt. Tiefe Staffer finb in franfpeiten metcpe einen üertängerten ©ebraucp beg Scpmefetg erforbern, fepr nüfsticp. diacp ben lepten Stacpricpten beg (ßräftbentg, bemüpt fiep bie (ßroüinjiat 9tegie= rung biefetbe jur Senupung, auf eine ber üortpeilpafteften 2trt einriepteu ju taffen, inbern Staff erbepätter, Sabepäufer unb anbere ©ebäube errieptet merben fotten. $n ber Stbftcpt an biefen Orten ben Stittetpunft einer Seüötferung ju grünben, pat man einen ißtan entmorfen, auf bem atte marme SDUneraft 140 — quellen angegeben ftnb, fo wie ben Sauf be§ Safferê unb Sache mo fte entfpringen. Sine warnte 2ftineralwafferquelle, bod) nicht in berfelben lobten £entpera= tur ber früher erwähnten bie aber ebenfalls ©chwefeftheile enthaften foft unb bie bei SÄnwenbmtg öerfchiebener $autfran!heiten ben beften Srfolg hatte, ift in ber ©tabt Apodi ößrcwinj Rio Grande do Norte) twrhanben. Kalte Schwefelwasser. Äafte ©djwefelwaffer befiuben fi i a l ê- T i rikt u r. ©rtraft and ber dtinbe ber tpftange, befannt mit biefen gemöfjnlidjen 9ta= men. Um it)n ju gereimten reibt man bie iRinbe, meidet ba3 Geriebene — 143 - int Saffer unb täfjt e§ roätjrenb 24 ©tunbeit, ber ©mute auSgefeftf, flehen; fterttacf) -wirb bie gtüffigfeit bunftgefet^t. ©te bient wie bie bonge bte Äiir* £»iêffafcE?eit unb anbere .§ obgegett [taube fdjtrars 51 t färben. 977 Domingos Casimiro Pereira Lima. Mangarataia- Tinktur. Tinktur von der Andirobeira. Rinde von des Muruooi. 978 Francisco Miguel Froes. Uauæid-TiuktuT. 979 Joäo Henrique Diniz. PariH-Tmciiir. 980 Joaquim Feliciano Lopes. fhoußfc-Tinktur. 981 Joaquim Honorio da Silva Rebello. Tincktur um Flaschenkürbisse zu färben 982 Joaquim Rodrigues dos Santos. Mur unn-Tinktur. 983 Joaquim Secundo Chaves. Tinktur von Unzenohrkraut. 984 José Calisto Furtado de Mendonça. Cumaté- Tinktur. 985 Jose Verissimo de Mattos. Cadpirang a-Tinktur. 986 Manoel Jorge da Silva Lobo. Curnatê Tinktur. Papa-terra Baum. 987. — Idem. Baumwollenfäden mit Mangarataia gefärbt. Baumwollenfäden mit Indigo gefärbt. Baumwollenfäden mit cori gefärbt. Baumwollenfäden mit roucou gefärbt. Baumwollenfäden mit der Rinde des unächten Papay- er-Baum ( mamäo-rana ). 988 Martinho Isidore Pereira Guimarâes. Muruxi- Tinktur. Tinktur von der Andirobeira. Parvri- Rinde Tinktur. Paina oder sum aüm Tinktur. Genipapo-Tmktuv. Tinktur vom Abakaten-Baum ( abacate ). lJaxiä-Ym~kiwv. — 144 — 989 Miguel da Canha Penalber. CoHmoed-Tinktur. Cumate-YmkXuY. 990 Nicolino Migael de Aragäo. Cumate-YmktMY. 991 Pedro Honorato Correia de Miranda. Cumate-TinktuY. Tinktur von Pe^uid-Fruchtschalen 992 Raymundo Pereira Lima. Tinktur von P500 die Alqueire. 1088. —Idem. (Rio Acarä.) Teig von gerösteter Manioca ( beijü ), 200 rs. das Pfund. 1089. —Idem. (Rio Capim.) Stärkemehl von Manioc, 4$500 die Arrobe. 1090 Hilario Ferreira ffloniz. Trockene Farine von Manioc, 2$500 di q Alqueire. 1091. — Idem. (Melgaço.) Teig von gerösteter Manioc, 200 rs. das Pfund. 1092. —Idem. Tapiöca von Manioc, 3$500 die Alqueire. 2)te Aabrtfation be§ @tarfemel)l§ üon ber SJiatttocwurgel ift in biefer ißrotoinj bte gebrauct)(iä)fte ; anbere Sitrjeln werben Ijier fel)r wenig baju üerwenbet. — 156 — 1093 Januario Prudencio da Ctmha, Wasser Farine von Manioc, 2$ die Alqueire. 1094. — Idem. Farine von gelber Manioca, 2$ die Alqueire. 1095 Joäo Henrique Diniz. (Rio Acarä.) Tapiocd von manioc, 2$000 die Alqueire. 1096. — Idem. Wasser-Farine von Manioc, 2$ die Alqueire. Trockene Farine von weisser Manioc, 3$ die Alqueire. Trockne Farine von gelben Manioc, 2$ die Alquiere. 1097 Joo Marcellino Taveira Päo Brasil. Stärke. 1098 Joäo Wanzeler de Albuquerque Sobrinlio. Maniocstärke, 4#500 die Arrobe. 1099 José de Araujo Roso Dänin. (Santarém.) Ararüta-Méhl, 4$500 die Arrobe. 3)te Araruta liefert ein felir feineê itnb belicateS 3)let){, rceldjeS fel)r ttaïjrfyaft ift. 2)a§ Sattb ber iprDöittj Paré ift fefyr geeignet für ben SSan biefer ^ßflattje. 3Jîan ïennt liier gtnei ©orten: 2)ie eine genannt Lange Araruta; bie an* bere bie Ungenpfote, toegen ber 2tet>nïidE)ïeit tneldje jte mit ber ißfote biefeS SJjtereS l;at. Grrftere welche meljr 3)cel)l liefert, toirb ber anbern norgejogen. 1100 José de Araujo Roso Danin. Farine von weisser Maniocwurzel. 1101. —Idem. Wasser Farine, 2$ die Alqueire. Farine von Araruta. 1102. — Idem. Stärke von Manioc, 4$500 die Alqueire. Tapioca von Manioc, 3$0Q0 die Arrobe. 1103 José Caetano Ribeiro. Stärke von Manioc, 4$500 die Arrobe. 1104 José Calisto Furtado de Mendonça. Farine von Manioc. ... .* 2$500 die Alqueire. Farine von Wasser Manioc, . 2$000 y> Farine von Macacharia. . . 3$Ö00 » Farine von Manioc. . . . . 2#000 » 1105. — Idem. Stärke von Manioc. . . . . 4$500 die Arroba. Desgleichen,. . 4$500 » Desgleichen,. . 3&500 » — 157 — 1106 José Yerissimo de Mattos. Stärkemehl von Ararüta. Stärkemehl von Itua. 1107. — Idem. Maïs-Farine. 1108 J. Bernardo Brando. Maizena von Maïs. 1109 Luiz A. Correia. Wasser farine von Manioc. Ararüta. 1110 Miguel da Cui^lia Penalber. Wasserfarine von Manioc. 1111 Miguel Joaquim Fernandes. Jugeoiine (Samen) ( gergelim, eine Art Sesamkraut). 2)aâ Del wetd)e§ man Bon ben Körnern b te] er Pftanje gewinnt wirb bei ber ©eifenfabrilation angewanbt, bient aber and) jur Seiend)tung, nnb in ber Äiidje, obwot)t e§ nid)t jo rein ift at§ ba§ Pîanbetôt. S)eêgteid)en flnbet e§ in ber Parfümerie Ytnwenbung nnb in ber iDtebi^ine bei 2tngen= ïranfOeiten ; and) macht man Farinha nnb Tapioca barau§. 2)te 'Körner be§ ©ergetim geröftet nnb mit bent SOÎanio c= farina ber= mifd)t ober mit geröftet nnb gemahlenen ©rbmanbetn bitbet ein fetfr reijba* re3 Yîahrungê mittet. 1112 Pedro Honorato Correia de Miranda. Farine von der gelben manioca, 2# die Alqueire. Sie fyabrifation ber äftanioca^arinha ift fe'hr altgemein in üerjd)iebenen St)eiten biefer p'rooinj nnb biejettige wetdje Söaffer ^arintia genannt wirb, ift bie SSeröreitefte; bie Srodene wirb nnr feljr fetten (gemacht. ©benfo fetten and) ba§ oon Pîaiâ. 1113. —Idem. Stärkemehl von der weissen Manioc, 4 $ die Alqueire, 1114. —Idem. Stärkmehl von Manioc, . . 4$000 die Alqueire. Stärkmehl von Ararüta. . . 5#500 » 1115. — Idem. (Igirapé-meri.) Tapioca von Manioc, 3$500 die Alqueire. 1116 Gebrüder Pinto. Enthülster Reis, 21600 die Arrobe. $n öerfdjiebenen Siftricten biefer probinj ift ber fßeiä ungemein ergiebig hauptfädjtidj) an ben Ufern be§ Acara $tuffeS, wo bie Probultion biefer ©etreibeart beträchtlich ijl. 3)a§ ©ntt)ütfen beä Steifeä gefchieb in mehreren - 158 — gtabliffementen nahe ber §auptftabt ber «ßroüittj, »on wetdjeu mehrere mit SßBaffer getrieben werben, anbere burd) ©atnpf. SaSjenige metres fid) an ber SDWUtbung beg gfoffeg Una befinbet, ift eine ber 33ebeuteften, wetcpeg am mciften liefert, fowopt für ben SSerbraucf) ber Trobinj a(g für bie Stugfu^r. 1117 Raymundo Antonio Pereira de Castro. (Be lém.) Tapioca von Manioc, 4$ die Alqneire. PROVINZ MARÂNHON. 1118 Antonio Cesar de Berredo. (Itapicuru.) Maismehl als Tapioca bereitet. 1119. — Idem- (Itapiciiru-meri.) Maisstärkemehl. 1120 A. C. de Mendonça Bittencourt. (Cumrupü). Stärkemehl von Tapioca. 1121. — Idem, idem. Tapioca von Ararüta. 1122 Antonio José Pires Lima. Stärkemehl von Ararûta püba. Sie Araruta in einen iaufenben SBaffer tm Schlamm »ergraben, bilbet ftd) 31 t einer pfaftifdjen ükaffe, metier man ben tarnen Püba giebt; eben fo and) benjenigen bie auf fetbige 2 trt üon ber ; 9 D 7 aniocrDur§et bereitet werben. 1123. — Idem. Tapiöca Geröstete. 1124 Provinzial Commission. Reis in Aehren. 1125 J, J. T. V. Beifort. Wasserfarine von Manioca. Trockene Farine von Manioc. 1126. Idem. (Rosario.) Tapiöca von Ararüta. 1127 Sergio Antonio Vieira. (Cntem.) Stärkemehl. PROVINZ CEARÄ. $1128 Provinzial Commission. Farine von Manioc. @g ift biefeg bie Hauptnahrung beg Sotfeg, nidjt allein ber tgrafitianer, onbern auf) ber TyreiuSctt wefcpe fiep fepr gern baran gewöhnen. @g giebt hier ohngefahr 14,000 ^abrifen wetepe fi(h bamit befdjäftigen nnb beren robuftion auf 500,000 îUqneireg (ohngefahr ein @cf)effet) gefügt wirb. jit üerfdjtebenen regnertfdjen $at)ren finît ber greift auf 2§000 bte Sttqneire, jebodf tft eê ntdjt fetten bafj tn trodener 3 e *t &er greift 6t§ auf 8§000 ftetgt. Aie Stuëfutjr btcfe§ Screal» erreichte f et) oit bte 3bf^ »on 30,000 Sttqueireê ttnb wirb ncd) beträdjtfidjer werben, beim fett 1865 bejaht btefer Sïrtifet leinen âluêgangêjoïï ntefjr. 1129 Provinzial Commission. Stärkmehl von Manioc. Desgleichen von Ararüta. 1130. — Idem. Gummi von gelben Kurhissen. Gummi von der Manguenfrucht. 1131 Joäo Cabral de Hello. Weisser Reis. 1132 Joäo da Rocha Moreira, Stärke von brasilianischen Katoffeln. 1133 José Joaquim de Souza Sombra. Macapd- Reis. 1134 José da Silva Albano. Farine von Manioc, 4$ die Alqueire. 1135 Manoel Lourenço dos Santos. Weisser Carolina- Ft eis (in Aehren). 1136 Paulo Gonçalves de Souza. Platter Rother Reis. 1137 Raymundo Francisco da Costa Tavares. Sapuarêma-Ueis. PROVINZ RIO GRANDE DO NORTE. 1138 Provinzial Commission. Gummi der Carnauba Palme. PROVINZ PARÂHYBA DO NORTE. 1139 Antonio Quirino de Souza. Farine von der Macacheira- Wurzel ( Aipim .) 1140 Carlos Coelho Alverga. Ferina von Manioca. 1141. -Idem. Stärkemehl von Ararüta. 1142 Francisco Alves de Souza Carvalho. Stärkmehl von Manioc. — 160 — PROVINZ PERNAMBUCO. 1143 Director der Militair Colonia von Pimenteiras. Reis in Aehren. 1144 Jose Felix da Camara Pimentel. Farine von Manioc, von 2# bis 4# die Alqueire. 1145 Loureneo Bezerra Garneiro da Cunha. Stärkemehl von Mais. Teig 1 von Manioc. 1146 Ramauge. Bananen Fecnle. PROVINZ SERGTPE. 1147 Antonio Dias Coelho & Mello. Tapioca von Manioc. 1148 Firmino Rodrigues Vieira. Stärkemehl von Ararûta . 1149 José Correia Dantas Serra. Farine von Manioca. PROVINZ BAHIA. 1150 Provinzial Commission. Stärke von einer brasilianischen Kartoffelart. 1151 Joäo de Cerqueira Lima Sohn. Stärkmehl von Ararûta. 1152 Paulo Pereira Monteiro. Farine von Manioc o. 1153.—Farine von Tapioca. Stärkmehl von Ararûta. 1154 Umbelino da Silva Tosta. Teig- von gerösteter Manioc. 1155. —Idem. Farine von Manioc. Farine von Inhame. PROVINZ RIO DE JANEIRO UND DISTRIKT DER HAUPTSTADT DES KAISEREICHS. 1156 Kaiserliches Fluminens-Ackerban-Institut. (Hauptstadt). Feine Farine von der Brotfrucht (fruto päo). - 161 — Grobe Farine. Farine Aipim, von 1. und 2. Qualität (amylo). Maïzen. 1157 José Udefonso de Souza Ramos. Reis in Aehren. Maïs in Kolben. 1158 Joâo José Rebelle. Farine von Manioc. 1159 Joâo Marinho da Fonseca und Marinho & Bruder. Farine von Manioc. Farine von Maïs. Farine von der Démérara-Kartoffel. Farine von Tapioca. Stärkemehl von einer brasilianischen Kartoffel. 1160 Joâo Aristides de Macedo Freitas. Trockene Farine von Manioc, 2$ der Sack. 1161 José Francisco de Paula Leitäo. Ferine von Manioc. 1162 José Pedro de Azevedo Sudré. Stärke von einer brasilianischen Kartoffel. Fuba (feines Mehl) von den Abfällen der Manioc. 1163 Luiz Manoel de Azevedo Soares. Carimä. 1164. —Idem. Cangica von Maïs. iDîan giebt biefert kanten einer gubereitung beg 9Jiatê. 9îacï)bent feïbtger mehrere Sage int SBaffer eingetneid^t tnar, minb er jer* ftopen nnt bie Schafe abjufoffen unb afôbann in ber Sonne getrodnet. anbent ^roöinjen giebt ntan ben tarnen Cangica einer fefjr betica- te @}>eife, aug noch unreifen äJiaigförnern bereitet, mit Socugntifcf), 3 U( ^ er unb Gutter gelobt big ju einer breiartigen Side. 1165. — Idem. Stärke von Manioca (Polvilho). Sag Stärfemeljf ber verriebenen 3ftaniocnmrjef erhält man burdj fßre}= fen, $n ber gfiiffigffeit meiere ^eräug ffiejfet fe£t fid) bie Starte ju 2$o= ben, meii^e had? bem fie getoafdjen unb bureb §i|e oerbiinftet, bie giftigen Steife vuetcf)e fie entfjieto, ediert, ^n biefent guftanb wirb ber ißoM- bo S u öerfdjiebenen Sachen angemanbt, baubtfäd?tid? aber erfeÇt fie bie SeU jenftärfe beim Stätten ber 2Bäfd?e. C. A. 11 PROVINZ MINAS-GERÂES. 1166 Baronin de Sant’Anna. Feines Mehl von Arrarüta. Desgleichen von Mais. Desgleichen von Reis. Manioc- Tapiôca . Stärkemehl von Manioc. Manioc-Farine. Gang ica von weissen Mais. 1167. — Idem. Reisstroh. Enthülster (zerstossener) Reis. PROVINZ PARANA. 1168 Antonio Gomes Vidal. Mehl von weissen Mais, 4$ die Alqueire. 1169 Augusto Stellfeld. Haidekorn (Buchweizen.) 1170 Provinzial Commission. Hafer, 5# die Alqueire. 1171 Feliciano Nepomuceno Prates. Stärkemehl von Manioca. Mehl von weissen Mais. 1172 Joäo Antonio Barros Junior. Stärkemehl von Manioc. 1173. — Idem. Manioc-Farine. 1174 Joaquim Leite Mendes. Reis in Hülsen, 6$ bis 8$ der Sack. 1175 Joaquim Pereira Alves. Stärkemehl von Arrarüta. 1176 José Candido da Silva Murici. Gummi von brasilianischen Fichtenzapfei. Mehl von brasilianischen Fichtenzapfei Gummi von Xuccü. 1177. — Idem. Stärke von Taicl {Inhäme.} 1178 José Pereira Lineares. Stärkemehl von brasilianischen Fichtenzapfei (Gummi.) — 163 — 1179 J. Severo Correia. Jacatupé-Qummi. ber jpmebetartigen ÎBurjeî ber Jacatupé entnommen, bereit ^amitié ber ber ©dfttngpftanjen angetjort. S)ie iölätter baron ftnb tnt fyödjften ©rabe giftig nnb in $oïge beffen ber Stnbau berfetben feljr fdjnrierig. bem fte jiemttdj nafyrfyaft ift toenbet man fte $u ©uppen nnb anberen ©pet- fen an; auperbem beftfît fie feljr mistige ntebhtnalifdje ©genfcpaften nnb wirb mit Srfotg bei ber 9fad)r, öfterem nnb mehreren anbern Âranff)eiten angemanbt. 1180 Manoel da Cruz Carneiro. Rothes Maismehl. Weisses Maismehl. 1181 Mariano de Almeida Torres. Weisses Maismehl. 1182 Modesto Gonçalves Cordeiro. Manioc-Mehl. ’ 1183 Vicente Ferreira Loyola. Stärkemehl oder Starke von Xûocü (Gurkenartig-es Gewächs.) 1184 Vicente Ferreira da Luz. PROVINZ SANTA CATHERINA. 1185 Baräo Sclmeebourg. 'Weisser Reis. 1186. - Idem. Manioc-Mehl. 1187 Carl Kopke. A rar i<4 a -Stärkemehl . 1188 Carlos Otto Schlapall. Manioc-Stärke. 1189 Direction der Colonie D. Francisca. Unenthülster Reis. 1190 Direction der Colonie Blumenau. Maruhi- Reis. 1191 Francisco José ds Oliveira (Desterro.) Carimä. 1192 Gebien. Manioc-Mehl. 1193 Joaquim Soares. Manioc-Mehl. - 164 1194 Mal. Reis in Hülsen. 1195 Manoel Pereira. Manioc-Mehl. 1196 Gesellschaft der Landwirthschaftskunde. Maniocmehl, 1$200 die Alqueire. Maniocmehl, 1&400 die Alqueire. Sie ©rjeugung biefeS SDlehB ift in ber ißrooinj (Santa ©athatina be= träd)t(id) unb werben fcfwn bereits baju öerbefferte ßftafchinen angewanbt, oorjüglich in ben (Solottien, welche biefeS 3Jte^t für bie üJiärfte ber .§auf)t= ftabt unb für bie anberer ißroüingen liefern. 1864 bis 1865 flieg allein bie luSfwfjr non 9ftaniocantefyl auS biefer ^ßroüinj auf 145,722 SllgueireS, ein officießer SBerth bon 190:792^330 int SurchfchnittSpreiS öon 1$309 bie llgueire. 1197.— Idem. Mehl von weissen Mais (cangiqüinha.) 1198 Welmann & Bade. Manioc-Mehl. Mais-Mehl. 1199. — Idem. Tapiöca-Mehl. PROVINZ RIO GRANDE DO SÜL. 1200 Carlos Buss und Frederico Guilherme Bartholomay. Weisser Reis in Hülsen. Gerste 1. Qualität. 1201. - Idem. Rübsaamen. 1202. —Idem. Heller Hafer. Brauner Hafer. 1203. —Idem. Weizenmehl. 2)aS Utef)! ber ©etr eibearten in biefer ^robinj ift bezüglicher Dualität unb baS Sßeijennte^l fcEjott aßein genügt fimreidjenb bie Ortfd)aften bamit ju üerforgen. ^öffentlich töirb' biefe ißrobütj auch in einigen fahren ihr ißrobult nach ben äßärften ber |jaupt[tabt unb ben ber anberen ^ßrobinjen liefern, wie eS ehemals fcf)on gefdjehen. Unftreiüg wirb fßio ©raube bo Sul jnfünftig bie $oralamnter für baS gattje .ßaiferreich werben, benn ber Slnban aßer ©etreibearten, welche hier fehr gnt gebeten, oermehrt ftch int* mer mehr unb mehr. - 165 - 1204 Eduardo von Boronsky. Gelber nordamericanischer Mais. 1205 Philippe Jacob Sellbaoh. (Hauptstadt.) Starke. 1206 Leonidio Antonio da Silveira. Araruta- Starke. 1207 Manoel Pereira da Silva Bbatuba. Maismehl (maizène). 1208. — Idem. Hirse. LXVIII. CLASSE Ba^eker and Pasteten-Baekwerke. GEMEINDEBEKIRK DER KAISERLICHEN HAUPTSTADT. 1209 Antonio José do Couto. (Hauptstadt.) Zwieback,Schiffszwieback, runder Zwieback, etc., etc., von verschiedenen Sorten. LX1X. CLASSE j\aehren«Ie fettige Produkte. PROVINZ AMAZOHAS. 1210 Alexandre Paulo de Brito Amorim. Oel aus brasilianischen Kastanien. Caiaué- Oel. 1211 Carlos Baptista Mardel. Pupünha- Oel. 1212 Emilio Ayres Palheta (Manaos.) Caiaué-Oel. 1213 Joào Marcellino Taveira Pao Brasil. SchüclkrÖtenfett. ^Bereitet burd) 2tb!od)en unb ©ährung ber fettigen Steile ber (gier, t>er- fdnebener Süden ©djUbfroten (Émis 65efd)ted)t). 2öemt ba3 $eti eine un= öoldommene gubereitung erlitten pat, fo .ift e§ unburd)fid)tig unb getb, ge= reinigt ift e§ jebod) î>eïf, ftüffig unb üon einen ganj eigenen @erud). wirb bauptfäc^Iid) oon ber ärmeren Pfaffe at§ Siirje gebraucht unb bient ebenfalls atê §aarot; be§gteicf)en finbet e§ in ber äftebijin, äufertid) gebraucht, feinen Dîutjen gegen rheumatifcbe Stnfätte, unb cbemats fcfjrieb man t^m bie ©gentfdjaft jn bie Elephautiasis bamit teilen ju fönnen. - 166 - 1214 Manoel Jorge da EncarnaçSo. Caiaué- 0 el. PROVINZ PARA. 1215 Candido do Prado Pinto. Schildkröteneier-Oel. 1216.— Idem. Pupunha-Oe\. Sirb in ber §auä^a(tung gekauft unb erfe^t ba§ ©fibenof; bie brifation beffefben ift nod) fefjr befchränft, inbent man bie $md)t at3 eine SDeïif ateffe betrachtet unb fie beßhafb borjugimeife frifdj gegeffett mirb. 1217 Provinzial Commission. Schildkröteneier-Oel. 1218 Jose de Aranjo Roso Danin. Dendê- Oel. 1219.— Idem. Pupünha-Oel. 1220 Martins & Tedeschi Schildkrötenöl. PROVINZ MARANHON. 1221 José Joaquim Teixeira Vieira Beifort. Dendê- Oel. PROVINZ RIO GRANDE DO NORTE. 1222 Provinzial Commission. Dendê- Oel. 1223 Esteväo José Barboza de Monra, Urbano Hygino da Silva Costa & Provinzial Commission. Batibulä- Oel. 2)iefe§ ©emäct)3, meines obigeä Oet gibt, fennt man unter ben nämlichen tarnen, mirb in großer SInjaßt auf ben ©ebig§=§oc^e6enen in ber ißrobinj Süo ©ranbe bo Störte angetroffen; erreicht feine befonbere ©röße nnb fein jfmfj ift unbrauchbar. ®ie SSfütljejeit biefeS ©emächfeS beginnt im SDtonat Januar unb im Sfprif erreicht ber Same feine Steife. S)ie S3tumen entmideln fich auf ohngefähr acht 3°ß fangen ©tiefen nnb haben eine fchöne gelbe $arbe; bie grucht iß in ihrer $orm fehr berf (hieben, iiberf ehr eitet aber niemals einen 3°ff i m S)urd)meffer unb in ber ©chafe befinbet ftneibet biefelben in ©lüde bie natpbent fte eingefaßt «urben, in Raufen, bie einen auf ben anbern gelegt, «äprenb brei ©tunben liegen bleiben; atgbann «er= ben fie gunt trodnen an ber ©onne auggebreitet. Oiefeg ©infamen öerfdjaft ber ^roöinj Sitnajonag einen ber bebeutenften feiner §anbetgj«eige. Sn feinen (Smjdßetten ift biefer gtfcpfaitg fepr intereffant «eit bie gifcpe $uerft mit ^feiten gefcpoffett unb bann parpunirt «erben. SBenn fie «eit oon bent $apr?euge, bag jroei ißerfonen führen, entfernt ftnb, tobet man fte mit Pfeilen, näperu fie ft cp, «erben fte mit einer großen Harpune, bie ein SRann auf bent SSorbertpeil beg f^aßr^eugg fteßenb, ßanbßabt, parpunirt. PROVINZ BAHIA. 1230 Francisco José da Rocha. Getrockneter Fisch. PROVINZ RIO JANEIRO UND BEZIRK DER KAISERLICHEN HAUPTSTADT. 1231 A. Castagnier & Bruder. (Hauptstadt.) Steuerkrappen (Crevettes) in Fett eingemacht. Desgleiches getrocknet. Garoupa marinirt (Fisch, Art Karpfen). 1232 Claudio Capdeville. (Nitheroy.) Sardinien in Oel gleich denen von Nantes. 1233 Gouthiere & Wagner. (Hauptstadt.) In Oel conservirter Fisch ( Bijupird ), Präparirter Schweinskopf. Marinirter Fisch [Bijupird). Fisch in Oel ( Lulas ). 1234 L. P. Halliot & C. Gekochtes Fleisch mit Kohl in Conserve. Fleisch mit gelben Rüben. Gewürztes Fleisch. Gehacktes Fleisch. Fisch. Kochfleisch. , Julienne-Suppe. Fleischbrühe (eingekocht). Rag'ofit. Sardinien. - 169 PROVINZ RIO GRANDE DO SUL. 1235 Provinzial Commission. Fässer, gesalzenes Fleisch enthaltend. Fässer mit gesalzenen Rindfleisch. 1236 Manoel Pereira da Silva Ubatuba. Fleischextrakt, 5# das Pfund. LXXI. CLASSE Gemuese und Frueehte. PROVINZ PARA. 1237 José de Aranjo Roso Danin. Kleine Bohnen. ($nt Allgemeinen ift ber Anbau biefeê ©emüfeS in iß ara nod) feï>r be= ; jeber Sanbmann baut gerabe fobiet, afê er nötfftg hat ju feinem eigenen SBebarf. SBaê bie ißrobinj baöon metjr nötßig hat bezieht fte au§ bent ©üben. PROVINZ CEARÄ. 1238 Provinzial Commission. Careta- Bohnen. 1239 Manoel da Silva Albano. Stangenbohnen. 1240.— Idem. Landin- Bohnen. Mulatinho. Olho de ovelha (Lammaugen-Bohnen). Schwärze-Bohnen. PROVINZ PERNAMBUCO. 1241 Befehlshaber des Staatsgefängniss, Insel Fernando de No- ronha. Macasd- Bohnen. Maïs (türkisch Korn). 1242 Direction der Militair-Coionie Pimenteiras. Mulatinho- Bohnen. 1243 Manoel José do Espirito-Santo. Mulatinho- Bohnen. PROVINZ SERGIPE. 1244 Joäo Paulo da Silva. Curuja (Eulenhohn en). PROVINZ BAHIA. 1245 Francisco Sampaio Vianna. Olho de pombo (Taubenaugebohnen). Schwärze-Bohnen. Bleibohnen. PROVINZ RIO JANEIRO UND BEZIRK DER KAISERLICHEN HAUPTSTADT. 1246 A. Castagnier & Irmäo. (Hauptstadt.) Conservirter Palmito Kohlpalme. Feijoada (Bohnenteig). 1247 Gouthiere & Wagner. (Hauptstadt.) Schnittbohnen. Palmkohl im natürlichen Zustande. 1248 Kaiserliches Fluminens-Ackerbau-Institut. (Hauptstadt.) Getrocknete-Bananen. Ser ©ananenbaum (ißarabieSfeigenbaum) wirb in ganj SSrafilien ange= pflanzt unb finbet ftd) überall in großer iKenge; feine Frucht ift wo^t= fdhmecfenb unb nahrhaft, bient fotnol)! reif als and) gefodjt unb in 3«^r eingemacht, allgemein als Lebensmittel. Sie ^Blätter nnb felbft bie fruchte enthalten mebijinalifthe (Sigenfchaften, beren ©aft aufjerorbentlich jufammen- giehenber Diatur ift. 21uS ben gibera, bie auch gn feinen ©etoeben unb Jur ißapierfabritation bienen fönnten, verfertigt man allerlei Wirten ©triefe unb ©eile. SSraftlien hat eine große 3aljl vertriebener Irten Sananenbäume, theilS einheimifthe als auch auSlänbifche. 1249.— Idem. Gebackene Brodfrucht. Getrockente Brodfrucht. 1250 L. P. Halliot & C. Feijoada , gekochte schwarze Bohnen mit Zuspeisse. Erbsen. Erbsen in Schoten. Grüne Bohnenkörner. Schnittbohnen. Runkelrüben. 1251 Mathens da Cunha. Pferdebohnen. Kleine Bohnen. Atnendoim- Bohnen. 171 — PROVINZ MINAS-GERA.ES. 1252 Baroneza de Santa Anna. Amendoim- Bohnen. Baetäo -Bohnen. Weisse Bohnen. Pferdebohnen. Fradinho-Bohnen. Baum-Bohnen Gelbe Baum-Bohnen. Weisse Mangold- Bohnen. Yiolete Mongalö-Bo\m%VL. Butterbohnen Mnlattenhohnen. Schwarze Bohnen. Gestreifte Bohnen. Erbsen. Amendoim- Erdmandeln. PROVINZ PARANA. 1253 José Candido da Silva Mur ici. Bohnen (Saubohnen). 1254 Mariano de Almeida Torres. Schwarze Bohnen. PROVINZ SANTA CA TH ARINA. 1255 Carlos Otto Schlapall. Amendoim- Erdmandeln. Kleine weisse Bohnen. 1256 Direction der Colonie D, Francisca. Weisse Bohnen. Rossbohnen. 1257 Joäo Pinto da Luz. Amendoim , Erdmandeln. 1258.— Idem. Bohnen (Saubohnen). Baum-Bohnen. 1259 José Ferreira Barreto. Mulattenbohnen. 1260 Luiz Niemeyer. (Colonie D. Francisca.) W r eisse Bohnen. — 172 PROVINZ RIO GRANDE DO SUL. 1261 Augusto Krueger. Schwefelbohnen. Schwarze Bohnen. 1262 Carlos Buss und Frederico Guilherme Bartholomay. Gemeine weisse Bohnen. Kleine weisse Bohnen. Schwarze Bohnen. Kichererbsen. Erbsen. Gestreifte Bohnen. Saubohnen. 1263 Eduardo von Barousky. Spargel, eingemacht. 1264 Felippe Jacob Seilbach. Linsen. Schwarze Bohnen. 1265 Joäo Agulha. Vier Sorten Bohnen. 1266 Joäo Hak. Schwarze Bohnen. 1267 Leonidio Antero da Silveira. Kleine weisse Bohnen. LXXII. CLASSE Gewaene, Zucker und Produkte von Zuekerbaeckereien. PROVINZ AMAZONAS. «k 1268 Joaquim Leovegildo de Souza Coelho. Pichüna tucupi 2>ie äfmajonaS^nbianer geben ber anägefocfyteu unb an ber Sonne au3= gefegten 3Kamoca= 33ruije biefen tarnen, fie bient at§ ©etoürj für bte 33 e= reüung ber gtfdje. 1269 Joaquim do Rego Barros. Cubio, conservirt. PROVINZ PARA. 1270 Aniceto Clemente Malcher. Roher trockener Zucker, 2#500 die Arroba. Gereinigter Zucker, 4$500 die Arroba. — 173 — Raffinirter Zucker, 5&000 die Arroba. Sie 3 u decppanjititg in ber probing ißara ift nod? in ihrer .ßinbheiö biefeg große 3urücffein mag wohl an ben btelen ßiaturreichthümern, bie ftch bort in Ueberßuß beflttbett, liegen. 3)er îanbbebauer bebient ftch nur ber 21çt um baâ §olg abgufchlagen, beg geiterg unb einer 2Irt SBalbmeffer, um ben SSoben nach unb währenb ber ©ritte nom iBufchwert gu befreien. Sei atlebem mirb bag ©rbreidj nicht unfruchtbar, weit gweimal beg Sageg bie ©bbe unb ^lutl) eg überfchwemmt unb bie gum SBadjigthum nötigen Süng^ ftoffe gurücfläßt. Sie ©rate betreibt man bort mit wenig (Sorgfalt unb fetjr oft berliert ber Sanbmarat einen großen Sh eil feiner ißftangung; feine gange Slufmerïfamfeit ift blog auf bie 3nderfabritation unb 33ranbweinbren= nerei gerichtet, mährenb er bag lupftangen gänglich bernadpffigt, bielleicht ang bem 33eweggrunb weit bag ©rbreich mit gu großer berfchwenberifchen ^rudhtbarfeit begabt iß. Um bag ßtoßr bon ber ißßangung nach ben 3n= rfermühten gu bringen erforbert eg wenig Soften, benn man wenbet atg 23e= förberunggmittel bie $Boote an, genannt BatelSo welche ben Piroguen, bie aug einem eingigen 8aumftamm gemacht finb, gleichen unb bie täglich auf ben Strömen unb $lüffen fahren. Ser ißßanger gietjt bor, blog rohen 3uder unb 23tanbweitt gu fabrigiren; ber erftere geht aug ber probing unb ber anbere erfreut ftch eineg fdjnetten SSertaufg. 3 utIt Verbrauch im 3n=> nern bebient man fid) beg weißen 3ucferg bon ber probing ißernambuco eingeführt, wo er in ber .fpaußtftabt berfelben in einigen 3ucferfiebereien raf= ßnirt wirb. Siefe probing gählt unftreitig einige breißig Sampf=3uc!errafß= nerien unb bietleicht eine Soppelgahl, bie burch Saffertraft getrieben werben. 1271 Antonio José Pinheiro. (Monte-Alegre.) Essig 1 von Zuckerrohrsyrup. 1272 Provinzial Commission. Tucupi , conservirt. 1273. — Idem. Eingemachter Pfeffer. 1274. — Idem. Weisser trockner Zucker, 2$500 die Arroba 1275. — Idem. Verchiedene Liköre, 12 Flaschen, 8#000. Zimmtlikor. Rosenlikör. Anislikör. Orangenlikör. . Nelkenlikör. — 174 1276 David Joaquim Leal. Eingemachter Pfeffer. (SS giebt jroet Siförfabrifen in ber @tabt Santarem, einige in ber $ro- Dinj=|)anptftabt unb auch einige im Innern beS SanbeS, mo Diele bort «ilb= machfenbe $rüd)te baju angemenbet «erben. 35aS (Srjeugnifj baüon «irb gänjlid) im Innern Derbraucht unb aujjerbem führt man nod? feine üiföre jeber 2trt Dom SluSlanb ein. 1277.— Idem. Cupuass d-Chocolate. 2)er Cupuassü=$8aum (Deltonea luctea) l)at erfrifcf)enbc unb moljlfd)tne= fenbe grücfite, Don »eitlen man biefe (S^ofolabe bereitet, beren gabrifation in ber ^roDing ^ßara ftcf» nod) auf eine Heine Stngaljl (StabliffementS be= f djrättl't; baS Sebeutenfte befinbet ft in ber .fjauptftabt. 2)ie Cupuassü= (Sbofolate bleibt übrigens nur ein SSerfud?, i^re gabrifation i>at fid) bis je^t nDcf) nicht Dermef)rt, «eil biefe ©hofolate gu fel)r bie geud)tigfeit annimmt nnb aufjerbem einen geringeren Gefchmad l)at, als bie Don ber (Sacao. 1278. —Idem. Gelée der Frucht der Passionsblume. Frucht Gelée. Gelée der grossen Bacuri, Cupuassü- Confekt. 1279 Domingos Casimiro Pereira Lima. Eingemachter Pfeffer. 1280 Feliciano Ramos Benies. Muruti- Gelée. 1281 Fortunato Alves de Souza. Weisser Zucker, 4#000 die Arrobe 1282 Hilario Farreira loniz. Tucupl . 1283 Jamiario Antonio da Silva. Weisser Zucker, 2 ter qu alitât, . 4ÿ000 die Arrobe. Weisser Zucker, l ter qualität, . 5#000 » Brauner Zucker,.4#000 » xtaffinirter Zucker,.6#500 » Raflinirter Zucker,.7#000 » Raffinirter Zucker,.5#500 » 1284 Joäo Antonia Gypriano Faria. Chocolate und Medicinal-Chocolate. 1285 Joâo Martins da Silva Coatinho. Creme (Likör). Crème von Cacao. Crème von Zimmt. 1286 Joâo Wanzeller de Albuquerqne Sobrinbo. Eingemachter Pfeffer. Eingemachter Tucupa. 1287 Joaquim Honario da Silva Rebello. Conservirter Pfeffer. 1288. — Idem. Cajü-Essig. 1289. —Idem. Ananas-Likör, das Duzend Flaschen, 12#000. Cacao-Likor, » » 24$000. Kaffee-Likor, Orangenbulmen-Likör. 1290 José de Araujo Rose Dänin. Cacao-Gelée. Honig von Zuckerrohr. 1291 José Gaetano Ribeiro. Weisser Zucker, 5$000 die Arrohe. 1292 José da Silxa Leite. Conservirter Pfeffer. Sie fproninj fßara beftlji ltnja^üge fßfefferarten junt tnürjen ber ©petfen man !ann ft cf) affein fdfjon einen begriff non benen tnadjen bie f)ter 6e= nannt finb. 2)eren Ertrag tnirb faft gän^ficf) in ben (Sffigfabrifen für (Eon* fernes nertnenbet. 1293. — Idem. (Obidos.) Cacao-essig', 2$000 die Flasche. 1294. —Idem. Cacao-Gelée. 1295 José Yerisimo de Mattos. Conservirter brasilianischer Pfeffer. 1296 Lniz de La-Roque. Rohr Zucker, trocken 3#000 die Arrobe. Gereinigter Zucker, 4$000 die Arrobe. 1297 Martines & Tedescbi. Cacao-Essig. 1298 Gebraeder Pinto. Cajü-Essig. Essig aus Zuckerrohr. — 176 — 1299. — Idem. Tucupi in Conserve. 1300. —Idem. Weisser Zucker, 5#000 die Arrobe. PROVINZ MARANHON. i 1301 Antonio José Pires Lima. (Cururupü.) Essig aus Zuckerrohr 1302 J. J. T. V. Belfort. (Rosario.) Essig aus Zuckerrohr. 1303. — Idem. Zucker l ter Qualität. Weisser rafflnirter Zucker. Cristalirter Zucker. 1304 Lniz Pereira Lapa. (Insel.) Cajü-Essig. 1305 Sergio Antonio Vieira. Tucupi-ConseYve. 1306. — Idem. (Cutim). Cajü-Essig. 1307. —Idem. (Cutim.) Cajü-Likor Ratafia. Likör von der Génipayerfrucht ( Genipapo ) Ratafia. PROVINZ CEARA. 1308 Provinzial Commission. ZmZm-Essig. 1309 Joäo Correia de Mello. Bananen-Essig 1310. — Idem. Ausgesuchter Kaffee, 6# bis 7$ die Arrobe. 3)er Äaffeebau ift jtoar in ber ißroüinj noch neu, fangt aber in einem großen SD7aafiftab an ftd) tn ben ©ebirgen üon äftaranguape, Strantanpa, SSaturite, türaripe, SRadjabo, Uruburetanta auêjubreiten, obgleich feine @r= jeugniffe feit bent ^atjU 1863, too bie ißftanjungen burcp bie $nfeften fepr gelitten hoben, üerntinbert toutbett. fJHchfê befto weniger behauptet er in ber ißroüinj ben gtoeiten fftattg ber SCuäfuhr. $nt gaffre 1862 bi§ 1863 ftnb in ba§ innere be§ taiferreicpê 32,808 Proben gegangen unb nach bent StuSIanb 147,776 ütrroben oerfanbt toorben, ein Sotatbetrag üon 180,584 tnt SSBertÇe non 1.239:257^715. 3m 3fo^ce 1863 big 1864 ift bec 2lugfubrbetrag 154,839 Aeroben unb becett SSSert^ 932:981^760 ge  mefen; 1864 big 1865, 69,965 toben tnt SBertb non 446:393§920 unb 1865 big 1866, 193,390 toben, 641:8858884 an SBertb- Ser Preig tjl non 6 bté 7g000 bte Strrobe. 1311 José Francisco da Costa Àlbano. Gewaschenen und enthülster Kaffee. 1012 Luiz Ribeiro da Cnnba. Ausgesuchter Kaffee, bleifarbig. 1013 Manoel Fereira Vieira. Ausgesuchter Kaffee. 1314 Manoel Nnnes de Mello. Ausgesuchter Kaffee, eine Arrobe. 1315 Marrocos. Bleifarbiger ausgesuchter Kaffee. PROVINZ RIO GRANDE DO NORTE. 1316 Gaetano Esteüita Cavalcanti Pessoa. Roher weisser Zucker. ®ag 3 u ^ errD ^ r ift «ne bec Oueïïett non 33raftfteng Steicbtbümern, eg mücbft ointe §ütfe beg Sanbmamté in ben nöcbü^en fetten beg $aifer= reich g nnb noct^eit^aft mirb fotcbeg tnt ©üben gebaut. Stugfcbtteffticb prefft man au§ biefem 9tot>c ben ßuefee, bec int Sanbe nerbrauebt nnb tm groffen 2Jîaaffftabe auëgefüpct tntrb; feine gabrtïatton ift noch unnoüftanbig, benn man tonnte noth niet mehr Portbeil ang bem reichen faccbarinifdjen ©tojfe, ben bag 3uterobr barbietet, gieren ; htbeff tnuebe in tester 3eit bie §anb= arbeit nerminbert unb foldje buccb ©antpfntüblen unb SOÎafcbinett neuerer ©bfteme erfeijt. ©er Poben unb bag Älinta Praftlieng ift bem 3ucterrobr- pflangungen fo günftig, bafj biefer Irtitel im ©tanbe tnäre ben 3ucter non allen üftärften in ber 2Belt gu nertreiben, ber aug anberen Pegetalien ge= tnonuen wirb unb nicht bie ©aebarina gur (Sriftalifation nötigen ©toff heftet, toie bag 3uderrobr tnemt eg im grofjen iDtaaffftabe angebaut unb mit ben neueren nerbefferten SOÎafcbinen fabricirt mürbe. ®ie Perfenbung biefeg probuftg non ber droning nach bem Stugtanbe belief im $abre 1864 big 1865, 176,669 Strroben, bie einen SBertf; non 290:542gl20 batten, beren ©urebfebnittgpreig 1$644 für bie Strrobe 6e= trägt, fftacb bem iöiarfte non Pernambuco gebt ber geäffte ©bei! beg @c* geugnijfeg ber probing. C. A. 12 — 178 — PROVINZ PARASYBA DO NORTE. 1317 Provincial Commission. Goyave-Gelée. Cajû in Zucker eingemacht. 1318 Dominiciano Lucas de Sonza Rangel. Zucker-Essig. 1319 Francisco Alves de Sonza Carvalho. Weisser Zucker. Qrinen ber |jauptartiM unb SIuSfuprgweige bief ec ißrobing bitbet bee rope SÖloScababengnder, ber nur nacp beut 2luStanbe berfcpifft wirb. 2)er Ve* trag ftieg int $apr 1864 bis 1665 bis gu 400,988 Irroben int Söertp gu 620:955^600, gunt SÛÎittetpreiS bon 18575 bie Strrobe. 1861 bis 1862 betrug bie 2tuSfupr 742,545 Strroben, Söertp 1,1123:7038000, gunt 3Kit= tetpreiS bon 18513; biefer erpöpte fiep int $apr 1863 bis 1864 bis gu 18903 bie 2trtobe. Ser weifje gutter wirb fowopt fetbft in ber -probing öerbraucpt ober amp an bie probing ißernantbuco gefanbt ; bie letztere be= giept ebenfalls einen bebeutenben Speit 3nder unb Vaumwotte attS bee probing iparappba. 1320 Lniz da Gama Pinto. Weisser Zucker. PROVINZ PERNAMBUCO. 1321 Antonio Paes de Mello Barreto . Gereinigter WeisserZucker, 2$500 die Arro he. 1322 Provinzial Commission. Weisser Zucker roh, Ite. Sorte. Weisser Zucker roh, 2te. Sorte. Weisser Zucker roh, 3te. Sorte. Weisser Zucker roh, 4te. Sorte. Rohzucker, lte. Sorte. Rohzucker, 2te. Sorte. 1323 Delouche & Gadaut. Chocolate. Sie Verfertigung biefeS SXrtiïel gefcpiept bis jept in biefer -ßrobing in eh ner eingigen gabrif, feit furgert burcp bie 2tnS [tetter beffetben Setoncpe unb Gabant etabtirt. Siefe gabrit ift fepr bottftänbig nnb int Ruftanb ben Raubet mit ben nötpigen gu berfepen. Sen Sacao fowie bie Vanille begiepen fie aus ben ißrobingen Maranhon nnb Para. SaS ißrobuft wetcpeS fie bort int $an* — 179 — bet liefern ift gang gleidj ber aulgeftettten SOÎufier; el ift in ber ^toning fe^r gefdfjä^t , unb man giefyt el bem aul bem 9ïustanb eingcfiiprten nor. Die SRafdjtnen Welche fie an»enben ftnb aile neueften ©pfteml nnb »erben buret) Dampf getrieben; fämmtücpe ftnb non Europa eingefüïjrt. 20îan Oer ïauft bal fyatte Mtogr. Efyocotat fur 800 9ÎI. $n fettiger $abrif bereiten fie kt großen Du a ntum Hmftücpel Eil , »et= d)el für 100 SRI. bal batte Mtogr. nerfauft mirb. 1324 José Felix da Camara Pimentel. Weisser gereinigter Zucker. Die droning Pernambuco ift biejenige too bal 3uderrot)r am beften ge= beitjt, benn fo»of)t bal Erbretd), all bal Ätima finb fe^r geeignet bafür = 3« ben nieten bort beftepenben ^abriten »enbet man meiftenl bie neueften. 33erfal)ruuglarten an, fKafdjinen burd) Dampf getriebeu appareills ä vide unb fonftige neue SSerbefferungen, Die Oerfcfyiebenen 3 u ^ eï î°rien roetcpe bort fabrigirt »erben finb allgemein auf bem ttfartt »ie im Stultanb f et) r gef(bat§t. Die Slulfupr in bem 3at)r 1861 gu 1865 betrug 2:806,671 Strroben im officietten 2Bertt> non 5:806:4508000. 1325 Luiz Antonio Gonçalves Penna. Weisser raffinirter Zucker, 6#400 die Arrobe. Roher Mascavenzucker, 3&400 die Arrobe. Weisser durch Sand gereinigter raffinirter Zucker. 1326 Livio de Souza & Siiva. Weisser crystallisirter Zucker, 6$ die Arrobe. Weisser raffinirter Zucker, 6# die Arrobe. 1327 Manoel Marques de Oliveira & C. Tamarinden-Syrup, 1$ die Flasche. Apfel-Syrup, 1# die Flasche. Citronen-Syrup, 1$ die Flasche. Orangen-Syrup, 1$ die Flasche. Rosen-Syrup, 1$ die Flasche. Quitten-Syrup, lÿ die Flasche. 1328.— Idem. (Likör) Apfel Crème, liftöOO die Flasche. Crème der Grenadille (Passionsblume), lift500. Creme der Alpensenipe, liftöOO. Kaiserlicher Crème, liftöOO. Birnen Crème, 1$500. Kirschen Creme, 1#500. Pfirsichen Creme, liftöOO. Orangenblumen Crème, 1$500. Neitâo- Crème, 1#500. - 180 Rossolis Crème, 1#500. Erdbeeren Crème, 1$500. Saubac-Crême, 1$500. Stiefmütterchen-Crême, 1$500. Jehannisbeer Crème, 1$500. 1329 Rabello & Branco. Weisser raffinirter Zucker, 6$ die Arrobe. Weisser Rohzucker. PROVINZ SERGIPE. 1330 Felix Zeferino Cardosa. Raffinirter und durch Milch geklärter zueker. Sie gutferfabrifcitiott ift in bief et ißtoöinj nocß nicht auf einen ßoßen fßmtft ber SBollfommenßeit gelangt. Ser größte Sßeil biefeä ißrobulteä geßt nacß anbem ißrobinjen unt bon bort auSgefüßrt jn werben, $n hörigen $aßre importirte bie ißrobinj 332,726 ütrroben 3mfer in ben Söertß bon 651:3708000 gu ben 3)httelpraß bon 1$956. 1331 Francisco Pinto Lobäo. Conserve (giquitaia). Conserve von Malaguetapfeffer 1382 — Idem. Raffinirter Zucker. Weisser gereinigter Zucker. 1333 Pompiiio da Franca Amaral. Likör von Jamerose. PROVINZ BAHIA# 1334 Antonio Alvares dos Santos. Geröstetes Cacao. 1335 Azevedo & O, Kristallisirter Zucker, lste. Sorte. Kristallisirter Zucker, 2te. Sorte. Kristallisirter. Zucker, 3te, Sorte. Farine Zucker, lste. Sorte. Farine Zucker, 2te. Sorte. Farine Zucker, 3te. Sorte. Farine Zucker, 4te. Sorte. Sie ißrobinj Bahia ift biejenige toeldje ant nteiften 3ndcr erjeugt. Sie 21u§fnßr au§ bent Äaijjerreicß betrug im 3nßrs 1864 ju 1865, 2:642,005 Slrroben roßen 3 UC ^ im SBertß bon 5:281:9088000, ju ben 9KtttetpreiR bon 1,998, unb 365,508 Slrroben Seiten 3ucfer im SBertß bon 1:034:686$ - 181 — ju bcn SMtttefyreifj oon 2$830 $S. 3tudt> wirb Diel biefeS frobufteg nadj anbern fproüinjen gefanbt. @§ befinben ftdj fjter oiete 3uderfabrifen, fotoie ^Raffinerien tceldje mei= flenS mit 2ftafd)men neueften ©bftemS arbeiten, 3nt lügemeinen ift biefe ^nbuftrie in ^ortfdjreiten. 1336 Francisco Pereira de Vasconceilos. Conserve von verschiedenen Gemüsen. 1337 Francisco Sampaio Vianna. Zuckerrohr-Essig 1 1338. — Idem. Gewürznelken. Zimmt. 1339 Joäo Cezirabra. Weisser Zuckerrohr-Essig. Rother Essig. 1340 Jose Machado Gnimaraes. Gewaschener Cacäo von Ilheos. Gewaschener Cacäo von Canavieiras. Ungewaschener Gacäo von Yalenca. Man bereitet biefe fjrücfüe für ben fjanbet inbem man fie in reifen 3 Us ftanb abpftüdt, fie entfiütft unb bie ftörner in ber Sonne irodnet. 3)ie 3nbianer bereiten baoon Gf)ocotate für ben SSebarf it)rer gamitie, befsglei= eben ©eife unb anbere Irtifet. Ser Saum gebeizt bauptfäerftid) in ben Gbenen unb an ben Ufern ber $lüffe Madeira nub Solimoes; bie ©rule ift ift gmeimat be§ 3afjre§, im ®ejember bis Januar bie erfte, bie zweite HRai unb 3unt). Severe ift geroofmüd) bie ergiebigfte. 3 : m mitben 3 u I tan ^ fotrie in tßftanjungen, leibet biefer Saum niäjt burd) bie UeDetfdßoerm mnngen, obgleich oft Stämme unb 3'retge bis brei 3 u f3 im SSaffer fielen. 3)ie Gnttur beS SacaobaumS ift am fyäufigften in ben tßrooinjen Imago* ua§, Para, Maranhon unb Bahia, unb auf einer Heineren ©tufe in ber öon fRio be Janeiro. $n ben übrigen tßrooingen ift fie unbebeutenb. 3» ben tprobingen oon ImagonaS unb Ipara gebeten biefe SSäume ohne irgenb einer Sutmr, unb einmal im Itter ^rüdjte gu tragen, bteibt bem Gigentßümern btoS bie ©orge ber QSrnte, metcfye meiftenS feßr einträg* lief» ift. ®ie luSfteuer ihrer ©öebter beftebt am tjäufigften auS (Sacao=2än* bereieu loetdje in bortigen Gegengen bcn größten fReiaitfjum bitben. lufjer ber gabrifation oon Gffocotate gewinnt man auch C!! ® ben 23ol}* «en eine ölige ©ubftang Oon einer tjeügetben §arbe im gereinigten 3 I! fmnb unb oon ber 2)ide ber 2Ritd) 33utter wetdje in 3ocferbäd'crcien, tperfüme* — 182 - nett uttb 21potfjefett angeroettbet wirb. bet @dia(e bet Sonnen bereitet man einen feljr feinen (Sfftg. 3)er brafiüanifcpe (Eacao eutpatt in feinen SftefJ ein grof$e§ Ouantunt SBeftattbtffetfe bon aftringenter Sanninginfäure toeidje jur ^abrifation be r Sporoiate bientief) ift. Sie 2tu§fuJjr ber öorirefftiepen (Sacaoboffne Dott Stmajonaä, gefdjiept burd) bie ißroüinj Para mo etttdjen Belegen naef) int Sapre 1864 bi§ 1865 216,485 2trroben auSgefüfjrt mürben, Dom SOßertf) Don 1,178:420S000; jebe Strrobe ju 5g417 beregnet. 1341 Umbelino da Silva Tosta. Weisser und rother Essig. 1342 Antonio Cornelio dos Santos. Enthüllster Kaffee. 1343 Antonio Joaquim Soares Ribeiro. Weisser Zucker von Cayenne-Rohr, von 4# bis 5# die Arrobe. Zucker von violetten Rohr, von 4$ bis 5# die Arrobe. Zucker von grünen Rohr, von 4# bis 5$ die Arrobe. Rohzucker von Cayenne-Rohr, von 3# bis 4$ die Arrobe. Zucker von violetten Rohr, von bis 3$ 4# die Arrobe. Zucker von grünen Rohr, von 3# bis 4# die Arrobe. 1344 Antontio Jose Barboza de Andrade. Ausgestampfter Kafe ungewaschen. 1345 Baräo da Bella-Vista. Enthüllster Kaffee auf Terrassen getrocknet. 1346 Baräo de Itagnahy, Enthüllster Kaffee. 1347.— Idem. Weisser Zucker. 1348 Baräo de Nova-Friburgo. Enthüllster Kaffee, 9$ die Arrobe. Enthüllster und auf Terrassen getrockneter Kaffee, 7# bis 7$400 die Arrobe. Kaffee in der Schale. Kaffee in Pergament-Schale. 1349 Baräo do Rio Novo. Enthüllster Kaffee, von Porto Rico Samen. Enthüllster Kaffee, von Jamaica Samen. Enthüllster Kaffee, von Moka. Enthüllster Kaffee, von Myrrteform-Samen. Enthüllster Kaffee, von brasilianischen. — 183 - 1350 Claudio Capdevlle. (Nitheroy). Ananas eingemacht. Cajü desgleichen. 1351 Coatinho Vianna & Bosisio. (Nitheroy.) Cacao-Cröme (Likör) von 12 Flaschen 24#. Thee-Creme, 12 Flaschen 15#. Kaffee-Creme, 12 Flaschen 15#. Nuss-Creme. Pfeffermünze-Creme. Magenstärkender-Creme. Anis-Creme. Zimrnt-Creme. Gewürznelken-Creme. Rosen-Cröme. Orangen-Creme (curacao). 1352.— Idem. Orangen-Sirup, 400 rs. die Flasche. Gummi-Sirup, 400 rs. die Flasche. Pitanga-Sirup, 400 rs. die Flasche. Cajü-Sirup, 400 rs. die Flasche. Vanille-Sirup, 400 rs. die Flasche. Salseparille-Sirup, 400 rs. die Flasche. Himbeeren-Sirup, 400 rs. die Flasche. Citronen-Sirup, 400 rs. die Flasche. Johannisbeeren-Sirup, 400 rs. die Flasche. Orangenhlüthen-Sirup, 400 rs. die Flasche. Ananas-Sirup, 400 rs. die Flasche. Einfacher-Sirup, 400 rs. die Flasche. Capillaire-Sirup, 400 rs. die Flasche. 1353 Francisco irmocencio Lessa. Kaffee-Früchte und Blätter in Weingeist. 1354 Francisco Marcondes Machädc. (Appaiesi'lsu' Kaffee in seiner Schale. Gestampfter Kaffee. Desgleicher Kaffee, 9# die arrobe. Kaffee mit dünner Schale. 1355 Francisco Mazars. (Nitheroy.) Likör Chartreuse, 12 Flaschen 18#. Magenstärkendes Elixir, 12 Flaschen 18#. Likör der Braven von Uruguayana, 12 Flaschen 18#. Orangenschalen-LikÖr, Curacao, 12 Flaschen 18#. Anis-Likör, 12 Flaschen 18#. Rosenöl-Likörr Vanillen-Likor. — 184 — 1356 Fernando Dias Paes Lerne & Pedro Dias Gordilho Paes Lerne. (Itaguahy.) Zucker. Weisser Zucker. Brauner Zucker. Raffinirter brauner Zucker. ©ie äRnnigipatität Campos in bet ißroniug fRio be Janeiro gelegen ift bie §aupt=-Riebertage biefeg bebeutenben ^anbetartifetg, unb too and) bie Buderropr^ftangungen in größten 9Raafsftab betrieben werben, pauptfäcf)= Itdb an ben Ufern beg $tuffeg Parahyba wo bag (Srbreid) bagu fetjr geeig= net ift. 3n nieten 3uderrot)r=ißflangungett fangt man an neuere nnrtpeitl)aftere ©pfteme etngufüpren fowotft bei ^Bereitung beg fRotjgnderg atg in ber 9?af= finerie, wag bie fietg fteigenben unb nerbefferten -ßrobufte bei ber Stugfutjr begeugen. ©ie big jetjt angewanbten Glittet ben aug Buderropr gewonnenen ©aft auf bent geuer gu jteben, wirb jefst burd) ©ampfapparate t>ortf>eil£faft erfeijt. ©ie atten Sttmajarra non Ddjfen getrieben fängt man aud) an gu ner- taffen nnb fte mit neuartigen Suffer ober ©ampfmütjteu gu nertaufdjen. 33erfdjiebene ^Raffinerien wenben fdjon Luftpumpen fowie ©urbinen an, nnb befifsen aufjerbenen aße neuere äRafdpnen in biefer Bnbuftrie ange= wanbt, fowot in Europa atg anbern Länbern. $n bem Bapre 1864 big 1865 würben aug biefer ©tabt 116,092 2tr= roben weißer Bildet auggefiiprt im Sertp non 564:475^000 gum ©urd)= fdjnittgpreifs non 4$862 9tg. ©ie Stugfupr beg fRopguderg betrug fettiger Beit 167,086 Strroben, im Sertp non 450:225g000, gum ©urd^cpnittg- preijj non 2g694 fRg. 1357 Giacomo Berrini. (Hauptstadt.) Chocolate, 800 rs. das Pfund. Chocolate mit Vanille, 800 rs. das Pfund. Chocolate mit Zimmt, 800 rs. das Pfund. Chocolate Homoeopatische, 800 rs. das Pfund. Chocolate mit Isländische Moos, 800 rs. das Pfund. 1358 Gouthiere & Wagner. (Hauptstadt.) Abacachi (die feinste Art von Ananas) in conserve. Ananas in conserve. 1359 Kaiserliche Fazenda de Santa Cruz. Grüner-Thee. 1360 Kaiserliche Institut-Fluminense des Ackerbaues. (Hauptstadt.) Verschiedene eingemachte Früchte. Gewürz-Nelken. 185 - Essig von aromatischen Körnern. Kräuter-Essig. Zuckerrohr Essig. Essig von der amerikanischen Traube. 1361 Joäo de Almeida Pereira Filho. Rohzucker raffinirt. 1362 Joäo Bernardo Nogueira da Silva. Thée genannt Paquequer, 2# das Pfund. Schwarger Thée, 2#400 das Pfund. Grüner Thée, 2$ das Pfund. 1363 Joäo Henrique Habbert. (Hauptstadt.) Rother Essig, 40# das Fass. Weisser Essig, 40# das Fass. 1364 Joào José Caraeiro da Silva. Rohzucker raffinirt. 1365 Joäo Maria da Fonseca Sarinho & Irmäo. Weisser raffinirter Zucker. Weisser raffinirt-gekornter Zucker. 1366 Joaquim Antonio de Carvalho Agra. (Nitheroy.) Cajü-Essig. 1367 Joaquim Gomes Jardim. Kaffee auf Terrassen getrocknet, 7#500 die Arrobe. Gewaschener Kaffee, 8#500 die Arrobe. 1368 Joaquim Mariano de Äzevedo Soares. Gewaschener und preparirter Kaffee, 7# bis 9# die Arrobe. Kaffee in der Schale, 7# die Arrobe. Gewaschener Kaffee, 7# bis 9# die arrobe. 1369 Joaquim Marinho de Queiroz. Enthüllster Kaffee. Kaffee in seiner Pergamentschale. Kaffee in seiner Hülse. Kaffee-Asche. Beifolgende Muster begleiten diese Kaffee. Kaffee in Staub. Kaffee-Erde. Kaffee verkohlt. 1370 Joaquim Peixoto da Fonseca. Gestamftei* Kaffee von dem Gummistoff seiner Hülse befreit. 1371 José Gaetano Carneiro da Silva. Gereinigter Mascaven-Zucker 1372 Jose Ildefonso de Soaza Ramos. (Pflanzung- das Tr es Barras.) Kaffee in seiner Hülse. Kaffee unenthüllst. Kaffee enthüllst, blank. Kaffee auf der Terrasse getrocknet. 25er Kaffee fann in allen ©egettben »ou SörafUtert gebeten, benn ben SBärmegrab »on wenigfteng 20° centig., welchen er »erlangt, finbet fiel) in bent größten Sh eil beg lEaiferreichg. Ser Äaffeebaunt gebeizt felbft in ©egenben wo er ber Äälte auSgefet^t ift, unb erfcfyeint oft felbft bier mit fräftigem 2Sacf)§tl)mn; öoef) ift bann feine Befruchtung nicht fo ergiebig unb reift auch nicht mit berfelben nöthb gen ©leichheit, welche eine gute ©rate »erlangt. SBenrt bie ©ultur beg Kaffee in allen ifkoomsen Brafilieng noch nicht aü= gemein »erbreitet ift, ift eg blog ber iOcangel an Slrbeitgfräften unb leichten Srangportmitteln jugufchteiben. Sen ©aarnen welchen man in Brafilien anwenbet ift »on ber beften Slrt, unb öiele Ißflanger welche genaue .ftenntniffe baöon haben, behaupten, baß wir feine Nation, welche auch biefeg ißrobuft liefert, in biefem $all gu be= neiben haben. $n ber Sl)at hat big jebt unferm SSiffeit nach feine wiffenfchaftlicbe Unterfuchung anbern Kaffee, felbft ben 2)lofa, »on Sitten ber berühmteftte, chemifche ©igenfehaften ober eigene Dualitäten erfennen fönuen, welche ihm üor ben Unfrigen fthabbarer machten, unb bie ftfrage befd)ränft fich für ben Stugenblicf allein auf feine ^abereitunggart, ober auf anbere, ber Batur beg ©aameng frembe Umftänbe. Bei biefer ©elegenffeit fönneit wir nicht »erläugnen, baß feit lauger $eif »iele unferer ^flanger ber Berüollfommnung ihreg ißrobufteg wenig ©orgfaü wibmeten, weicheg aber auch hauptfachlich baöon abhing, baß fte feine 2tn= regung fanben burch einen Unterfchieb im ttßreig für beffer jubereitete ©orten. ©lücflicher SBeife ift jefet biefe ©leichgültigfeit »erfchwunben; man baut Setraffen, geeignet bie Körner gleichmäßig nnb gut gu troefnen, unb für bie anberen Zubereitungen wenbet man gweefmäßige 3Eafd)inen an. 2Bag übrigeng unb hauptfachlich bagu beitrag ben brafilianifchen .flaffee feine Sich- tnng gu fchwädfen unb ihm bei unfern europäifchen ©onfumenten gu ent- werthen, ift bie ©ewohnheit, baß auf ben meiften europäifchen iDcarften nn= fere ©affeeg erfter Dualität alg »on anbern Säubern herfommenbe »erfauft, unb bie Benennung „ Braftl=.faffee „ blog orbinairen ©orten gegeben wur= be. 2 Jtan fatib felbft in Bio be Janeiro eine tprobe »on fünftlich gemachten Kaffee, »on 9)Mfl bereitet, welche mit einer außerorbentlichen Bottfotm - 187 - ntenpeit ber guten ©orte brafiüanifcpen Saffeeg nacpgemadpt war; gewiji war eg teiu ißrobnft brafttianifcper gnbuftrie, wo ber 2trbeitgpreig f)öf»er fomrnt atg bag -ftaturprobuft. 2tngeftettte Serfudpe pabett be wiefett, baf? bie üerfdpiebenen ©orten oon gaöa, Mofa unb anberen, mit ber 3eit fiep loieber bem gewöpnticp in 23ra= fitien gepflanzten näpern, unb baß nad) wenig gapren fein Unterfdpieb zwi= fd)en ben grüdpten ber einen uocf) ber anbern fperfunft rnepr ficptbar ift. ©benfo fam eg mit ben ißftanzen, wetepe bie Regierung 1857 oon ber „ gnfet be fa Steunion „ fommen tief], wie atte Sftanjer, wetepe bereu er= Rieften, bezeugen. ©er oft auf ben brafitianifdpen Märfteu fiep oorftnbenbe Äaffee mit ber eiförmigen gorm be» Mofa=,ftaffee, fommt oon brafitianifdpen Äaffeebäumen, welche eilt gewiffeg Sitter erreicht pabett, ober and] oon ben pöperen Slefteit ber jungen Saume, beren gruepte rnepr ben ©trauten ber ©onne auggefept waren, ©otdpe Körner werben nad) ber @rnte mittete eineg ©iebeg abgefonbert. ©iefetbe iftaturerfepeinung würbe anf ber gnfet Martinique beobachtet, wo 1818 ber Slbmirat de Mackau ©amen oon Mo- fa=.itaffee entführte; in wenig gaprett unterfdpieb ftd) biefer Kaffee in SHdjtg oon ben früher auf ber gnfel gepflanzten. ©iefe ©patfadpen oerbienen opnf epibar ernfttidpe Uebertegung. ©ie (£rnte fowopt atg bie Zubereitung beg Kaffee er^eifd^ert feine müpfame Arbeit unb fönnen teid)t oon grauen mtb Mnbern gemacht werben; aber fie oerfangen oiet ©orgfatt unb Stcptfamteit. ©ag Stüpen unb (Sntwicfetn ber grüd)te wetepeg baranf folgt, bitben Zwei ^Jerioben; eg folgt baraug baf] and) bag Stbpftüden in zwei Mat ge= fdjepen fott. @g ift and) äufierft nötpig baf] waprenb beg ©roefneng ber grüepte fie nidpt mit ber ©rbe in Serüprung fommen, wetepeg fonft iprer guten Dualität naeptpeitig wäre unb ift beßpatb für grof]e patttagen nn= umgängtidp notpwenbig fteinerue, ober fonft oon fefter Maffe, ©erraffen zu Ipabeu, worauf bie grüßte teidjt troduen unb nidpt burdp bie Stugbünftung ber Gerbe einen ipr eignen ©erudp befommen. Meine ißftanzer madpen ge= wöpnticp um bie Stitggabe für fteinerue ©erraffen zu oermeiben, ftaepe (55 e- ftette oon Sambugropr ober Taquarussus (baumartige Satnbug), wetepeg überall reieptiep oorpanben ift. ©ie fteinernen ©erraffen, fepr foftfpietig perzuftetten, finben oiete Platt= Zer einen großen Sortpeif in Mafcpineu, wetepe bie fteifepigen ©peite ber grudpt oon ben fförnern trennt unb wetepe ipnen ©erraffen Oon großem Umfang erfpart; obgteidp audp wieber fotepe Mafdpinen wertpüott finb, üor= Zügticp wegen ber ©riebfraft burdp ©Baffer, wetepe bazu erforbertidp ift. ©pater, wenn einmal in ber Stgrifuttur üernünftige Metpoben, Decotto* — 188 mie unb sBetriebfamfeit, gegrünbet auf bie ©intpeilung ber Arbeit unb beffer öerftanbene fünwenbnng ber 3«t, Slrbeitgfräfte unb Kapitalien, ben Sorgug paben werben, bie Keinen tpflanger werben ben ©roßen ifjre ©raten Oer* faufen, welcpeg ihnen erlauben wirb ihre IfSrobufte gn oerüietfaltigen, ihnen alfo mehr ©ewimt geben, fowie ben allgemeinen fReicpthum beg Sanbeg öermepren. Senn ber Kaffee getrocfnet ift, wirb er oon feiner fpülfe befreit, burcp ein Söiitbrab gefäubert unb algbann geglättet. Sie 3(rt ber SRafcpinen, welche ntan für biefe Serricptung anwenbet pat feinen großen ©influß auf bie SoKfommenpeit beg Ißrobufteg, unb blog unt 3 e ^ unb Arbeit gu fpareit unb ift ^inreicfjenb baß ntan mit Sorgfalt bie 2Rütel bagu anwen* bet, welchen man ben Sorgug giebt. 3° SBaprpeit fömtte man feine ein 1 fächern SRafcpitten erfinben, alg bie urfprünglicpen unb noch allgemein int ©ebrauch ber Sänber beren Kaffee in ©uropa am meiften gefcpäpt ift. Ser offigietle SSertp beg im Finanzjahre 1864 big 1865 üerfcpifften $af= feeg belief ft 2Rinag*©eraeg unb S. ipaulo, unb pat P* er Vermögen gefcpaffen, mehr benn je bie reichften ©olb* ltob Siamantengruben. Sie gwei erften ber fßrobingen unb ein Spei! ber anbern, führten im befagten Fapr 8,791,247 Sfrroben aug, im Söertp oon 53,225:4528* Ser 5Reft ber ißroomg S. ißaul oerfchiffte burcp bag 3ollpaug in Santog 1,672,486 Strroben im 2öerfp oon 9,002:1458- Ser Surchfchnittgpreig im befagten F' nan äi a ^ re utl k in ben oier oorpergepenben, war über 58000 bie Slrrobe. Sie Kultur beg Äaffee ift nid^t allein augenblicklich bie erfte Duelle beg fReitptpumg,, nein, fte ift auch burcp bie reichliche Belohnung, welcpe fte ber Arbeit ficpert, bag ^ßfartb ber ©röße ber Nation für bie 3ufunft. Fn einem Stücf Sanb oon 15,000 Duabrat=23raffen fann man 11,720 ßaffeebänme pflawgett, in einer ©ntfernung, einer oon ben anbern oon l m ,80 in ber Duere unb 3 m ,50 in ber Sange, unb bleibt noch Qettug Otaurn ba= gwifcpen für bie gur -Rapnutg notpigen ©emüfe unb Segetabilien. gebet ©olonifi fann oom Staat ein nach obiger ©röße angegebeneg Stücf Sanb befommen, für ben ißreig oon 158000, gaplbar in fünf Fah ren wit 6°/. oerginft. Seggletcpen fann man oon ißartifulär=Sigenthümern faufen, nahe ber ©ifenbapn S. ißebro II., ober ber Straße Union nnb Fnbuftria für 20 fRg. bie Duabrat=Sraffe, ober für 15,000 Sr affen 3008000, welcpe mit 7% Oerginft eine jährliche Ausgabe oon 21g000 betragen. - 189 - günf [tarte Arbeiter ober eine ^amitié bon 10 fßerfonett bon beibertei ©efdftedft, btod im gehörigen Sitter für bie ^ßftattjurtg ber .taffeebäume ju beforgen, fowie bte ber ©etreibe, ©entüfe unb bte Seforgung bed nötigen Sieïjd, ftttb tjinreidfenb fo ein ©tuet Sanb probuftiö 31 t machen unb ftcf> §u ernähren. Die Säume fangen im britten 3 al)re an grüßte 3 n tragen, aber wätjrenb bief er 3 e ^ fntbet bie ^amitié teiefjt fid) 3 U ernähren bon ben ©etreibe* unb ©emüfe=@Drten alter 2trt, wetdfe wenig Monate nad) ber @aat fdjon reidftid)en ©rtrag geben. Stad) fedfd ^a^ren ift ber SBertt) ber ißftan 3 ttng fdjon 2:000g bid 4:000g, je nad) ber ©ntfemnng ber ©ontmuni* caüond= 2 Sege, welche nad) bem iDlarft führen. @ie probend atdbann 600 bid 1,200 Strroben Kaffee, jebe bon 3g SBertt) anf ben iptab ober 5g auf bem SDÎarït. 3Jiit ber bon und angegebenen Strt 3 U pfta^en, ift ed nid)t nöttjig ©tb- reiche tm Sorbet) att 3 U tjaben, um anbere ruben 3 tt taffen. Stber fetbft be* redjnet, bafj ein ©otonift bad breifacf) angegebene Dtitd Sanb lauft, ift ed nid)t übertrieben att 3 unet)men, baff ber kaffebau einen reinen ©ewinnft bon 500g jät)rtid) für jebe arbeitenbe tßerfon abgiebt. 0t)ne bon ber SDfeorie 3 U fpred)en, wetd)e biefed betoeift, bie ©rfat)rung alter berftänbigen Sftmqer wetd)e it)t ©rbreid) benutzen, finb ba um ed 3 U beftätigen. Sind bett Saffeeüirnent ïantt man Del gewinnen fowie aud ben f(eifd)i= gen feiten ber f$rud)t einen fet)r guten Sranntwein, aber biefe ffkobnfte würben bie SÄütje ber Strbeit nid)t tonnen, in einem Sanbe wo bad fonder* ro^r in größter fptte wäd)ft nub fid) fo biete anbere ©aamenfönter t)iei* borfittben bon wetdjen mit weniger 2 küt)e Oet andgefjrefst werben förntten. Stod attein bie §ütfe bed Kaffee wirb atd bortrefftid)ed Düngemittel an* gewanbt. 1373 José Pedro Dias de Carvalho. (Hanptst.) Kaffee in seiner Pergamentschale. Kaffee ausgestampft. 1374 José de Souza da Silva Braga. (Hauptst.) Orgeat, kühlendes Getränk aus den Pastequekörnern. 1375 José Vieira Armaudo. Weisser und gelber Zucker. 1376 José Ribeiro de Gastro. Farinezucker raffinirt. 1377 Léon Leiden à C. (Hauptst.) Weisser Essig’. Rother Essig. 1378 Luiz Bonifacio Lindemberg. (Hauptst.) Gereinigtes Salz. — 190 — 1379 Luiz Manoel de Azevedo Soares. Gewaschener Kaffee in seinen dünnen Schalen. 1380 Luiz da Rocha Miranda. Kaffee ausgestampft. 1381 Lanriano Rodrigues de Andrade. Kaffee ausgestampft. 1382 Manoel Antonio Ayrosa. Enthüllster Kaffee. Enthüllster Kaffee in der Pergamentschale. 1383 Manoel Carneiro da Silva. Raffinirter Farinezucker. 1384 Manoel Francisco de Oliveira. Kaffee in seiner Pergamentschale. 1385 Manoel Nepooiuceno Baptista Pereira. Kaffee in seiner Pergamentschale. Kaffee ausgestampft. Kaffee in seiner Pergamentschale (längliche, gleich Myrrthenkörnern). Kaffee in seiner Pergamentschale (runde Körner). 1386 Manoel da Rocha Leäo. Kaffee, grünlich blank, 7#500 bis 8# die Arrobe. 1387 Mansell Carré & C. .Weisserhutzucker, 6$800 die Arrobe. Weisserzucker in Pulver, 6$ die Arrobe. Desgleichen zu 5#600 die Arrobe. Desgleichen zu 5*200 die Arrobe. Mascavenzucker, b#200 die Arrobe, 1388 Pedro Antonio Brasil (Nitheroy.) Weisser Essig. 65$ das Fass. Rother Essig, Preis 65$ das Fass. 1389 Peixoto Braga & Bruder. (Hauptstadt.) Kaffee-Creme. Orangen-Creme. Anis-Creme. Mandel-Creme. Rosen-Creme. Anissette- Creme. 1390 üueiroz & Menezes. Crystallisirte trockene Früchte. Eingemachte Ananas, im Naturzustände. 1391 Sa k Figueiredo. (S. Fidelis.) Gestossener Pfeffer, gleich dem von Cayenne. - 191 - 1392 Virgoiino da Costa Guimaräes. (Mangaratiba.) Zuckerrohr-Essig. PROVINZ MINAS-GERAES. 1393 Baronin de Sant’Anna. Enthüllster Kaffee mit feiner Schale. Kaffee, ausgestampft. Kaffee, auf der Terrasse getrocknet von 2 jährigen Bäumen. Desgleichen, von 4 jährigen Bäumen. Desgleichen, von 8 » » Desgleichen, von 16 » » Desgleichen, von 20 » » Desgleichen, von 30 » » 1394 Manoel Teixeira de Souza. Thee Uchin. Thee Aljofar. Perlen-Thee. PROVINZ S. PAULO. 1395 Manoel de Aguiar Yallim. Moca-Kaffee. Java-Kaffee. PROVINZ PARANA. 1396 Antonio Gomes Yidal. Quittensyrup. 1397 Firmino José dos Santos Lima. Matte-Thé in Blättern. 1398 Joaqaim Severo Correia. AVeisser Zucker. 1399 José Candido da Silva Murici. (Coritiba ) Quitt en-Likör. Mattethé-Likor. 1400 José Joaqaim Teixeira Ramos. (D.) Quittensyrup. 1401 Laura Maria do Nascimento Borges. Honig zubereitet für confect. 1402 Manoel José da Cunha Bittencourt. Grüner Thée. - 192 - 1403.— Idem. Mattethee in Pulver. Desgleichen in Blättern. 1404 Maria Miquelina de Moraes. (D.) Grüner Th6e. Schwarzer Thee. Die (Sultur beg Dpeeg fängt an gute Hoffnung für ipren Grrtrag gn ge= ben, geftüfst auf bie Dualität unb ipren reifen ©rtrag. SSermögenb eine bebeütenbe Dnantität biefeg ißrobufteg »du großen SBertp in einen {'leinen Staunt gn ftp ließen unb gleich fertig für ben SRarft gu überliefern, erleid}* tert erfteng fepr ben Drangport, macht ipm billig unb bietet beßpatb biel mepr SBortpeil alg anbere SBaaren fcpwereren ©etbicptg nnb größeren Dnan* tnntg. Die Dpeeblätter gehören 31t ben aromatifd)=aftringenteu Snbflangen unb enthalten biefelben Stoffe benn ber taffee nnb ber ©narana. Die aftrin* gente Gsigenfcpaft, welche fte enthalten fontmt bon ber bebentenben Dnan* tität Caffeine, weldje fie in iprer (Sompofition pat. Der big beute in bent Innern beg Sanbeg fabricate Dbee fanb big jeßt noch feine SCugfnpr nacp frentben iDtärften, bocb berfpricpt er für bie 3u= fünft, benn bag gelieferte ißrobuft, borgügücp ber Scpwarge, ift Seltnem nach tbenigfteng in gleicher ©üte benn ber cpittefifcpe, nnb borgüglicp ber fcpon febr befannte ißaquequer Dbee, gerübnt unb gef cpapt, toegen feineg Slrontag nnb feiner guten Rnbereitung. 1405 Vicente Ferreira da Luz. Mattethee für mit dem Rohr zu trinken. Mattethee in Pulver. Mattethee in Blättern. Feiner Mattethe. Mattethee aus den Missionen. Der SRattatpee ober beffer SRattafrant ift bag beliebtefte ©etränf beg groß* ten Dpeilg ber Qsimoopner im füblicben Dbeil bon America. Die iß flange auch Congonha genannt ift ein Strauch bon ber Familie Aquifoliacees, bon bem ©efcblecpt ber Stechpalme, bon ber ©attnng ber Ilex mate, ge= toöbnlich unter ben Stamen Ilex paraguayensis befannt, Diefer Strauch mäe nnb fjarntreibenbe (Sigenfdjaften, fowie er aud) mit SSortheil bei ^ntermittenten Riebet angewenbet wirb. Sßegen feinen biuretifd)en Anhalt füllte er gewiß aud) als SewahrungSmiftel gegen |jl)bropefie (2Safferfud)t) nüblid) fein. Grr enthält biefelben (Stoffe als ber Sf) ee unb ber Kaffee, nnb in glei* cE)ett @ewicf)t baffelbe Ouantum oon felbigen im S£)ee enthaltenen Stoff, unb ein noch größeres als baSfenige tm Kaffee enthaltene. Art ben füblid)en ^rooinjen beS ÄaiferreidiS unb in ben dtepublüen üon fpanifcher fp er fünft, bereitet man ben dTcattatbee auf anbere Slrt als ben Shce unb Äaffee. A n emeu Seinen runben, meiftenS gierlid) gearbeiteten ©efäß aus ber getrodneten ÄürbiSfurd)t bereitet, fchlittet man eine portion SDtattathee in ißutoer mit Auder oermifd)t, worauf heißet SBaffer gegoffen wirb; unb nad)bem eS ein wenig angejogen, faugt man biefe Atüffigfeit burch ein ftei= ueS 9tot)r ein, an beffen (£nbe eine Heine Äuget befeftigt, in bereu in* nern Sl)eit ei« burd)löcherteS fßlattchen angebracht ift welche baS Slufjiehen beS ißutüerS unb SSlätter öert)ittbert. Ser SDlattathee auf biefe 2trt genommen hat einen eigenthümlichen ange* nehmen (35efd)mad. An anbern ißrobittjen bebient man fid) beS SÄattatheeS gleich bent an* bern, bloS in einer Sheefanne heißes Sßaffer barauf gießen. Ser äftattathee mirb oon 93raßlien hauptfadjlid) nach ben fpanifchen 9te* publifen ausgeführt. 1406 Victorino Alves dos Santos. Essig von Weinblättern. PRO VIZ SANTA CATHARINA. 1407 B. J. Paschane. Weisser Zucker. 1408 Carlos Otto Schlapall. Mattathee in Pulver. 1409 Direccao der Colonia-Blumenean. Kaffee, ausgestampft, 8$ die Arrobe. 1410. —Idem. Weisser Zucker. Mascaven Zucker. C A 13 194 — 1411 Joâo Pinto da Lus, Weisser Essig*. Bother Essig. 1412 Jorge Tracter. Mattathee in Blättern 1413 Tedeschini. Mattathee in Pulver. PROVINZ RIO GRANDE DO SUL. 1414 Carlos Buss und Frederioo Gailherme Bartholomay. Mattathee in Pulver. 1415 Christtoffel (Frederico). Bitter-Likör (Boomkamp’s Magenbitter). 1416 Dutra Valença & C. Mattathee in Pulver. 1417 Guiiherme Christtoffel. - Weisser Essig. Rother Essig. 1418 Lema & Baysson. Mattathee in Pulver. 1419 Lucio Schreiner. Kaffee von europäischen Eicheln , begleitet von selbigen Früchten. Äaffee non europäifdjen (£tcf>eXn, Begleitet non ledigen grüßten. 2)iefe Sigeln fomnten üon gm ei Sicken bon europäifcbett ©amen metdfer öor 14 $af|ren in ber iftäffe ber ©tabt ©. Seofmtbo geftedt mürben. £jn Liefert 3eitraunt mucfifen biefe Bäume fdjon 6 i§ §u ber §of)e 2 m ,86 bi§ an bie erften SCefte unb tfakn l m ,32 int Umfang. $n europäifdfen ©lima, mütjer biefe Bäume flammen, märe ein gleicher Sacfdttfum erft in 40 bi§ 50 3af)= ren 51 t errieten. 2 >ie gmei liier ermähnten (Sidfen trugen im $al)re 186® brei Sttqueiren (©Reffet) yjüidte, metdfe gu ben ifketé bon 8$000 3Î3. bie SUqueire berfauft mürben. 2 )er baüon gebrannte unb gemahlene Äaffee mirb in ber (fotonie ©. 8 eo= polbo für 2§000 ba§ ißfunb üerlauft 1420 Manoel Pereira da Silva Ubatuha. Tomaten in Conserve. 1421. —Idem. Anis. 1422 Mathias Marccs Vieira. Mattathee in Pulver. — 195 LXXIII. CLASSE Gegohrene Getraeiike. PE0VINZ PAEÂ. 1423 Antonio Jose Ribeiro. Anis-Branntwein, 80# das Fass. 1424 Provinzial Commission. Manioc-Branntwein. 1425 David Joaquim Leal. (Melgaço.) Manioc-Branntwein. 1426 Francisco Bernardes da Silva (Carnapipö). Zuckerrohr Branntwein, 70# das Fass. 1427 Joäo Martins da Silva Coutinho. Cajü-Wein. 1428. — Idem. Cajü- Alcohol, 88 gr. 1429 Joäo Torquato Galväo Vinhaes. Manioca-Branntwein. 1430 Joaquim Honorio da Silva Rabelio (Sanfcarém). Orangenwein. 12 Flaschen, 6#. Cajuwein, 8#. Zuckerrohrwein, 6#. Cajuwein Nachahmung des Champagner. Serete ïjat [id; ber Seinbau in ber ißroöinj entmicMt unb finb jdjon, foroopt in ber §auptftabt afê auch in ©antarem einige $abrt!eu entfianben. 1431. —Idem. Caju-Branntwein, 12 Flaschen 7#680. 1432. — Idem. (Santarém.) Wachholderheerhranntwein. 1433 José de Araujo Roso Dänin. Wachholderheerhranntwein. Anis-Branntwein. Grangen-Branntwein. (rCwipapo-Branntwein. 1434 José Cordeiro Pereira Mnteiro (Alemquer). Branntwein aus Zuckerrohr, 800 rs. die Flasche. 1435 José Eutycbio da Rocha Leäo. Rum (Zuckerrohrhranntwein. - 196 — Anis-Branntwein. Genièvre (Wachholderbeerbranntwein. 1436 José da Silva Leite. Cacao-Branntwein. 1437 José Verissimo de Mattos. Cacao-Branntwein. 1438 Justo José Correia de Miranda. Genip apo- B rannt wein. Sie SSranntmeinbrennereien finb int SKlgemeutett auf bte ©iftitttrung be§ 3ud;errot)r§branntmem befdjränit; alte anbere ©orten merben bfo§ prioatim fabricirt mtb finb no cf) feine allgemeine SKrtifef ber ^nbuftrie für bte fnf)r obmofjf in ber ißroötttg eine Menge mtfber nnb angebauter 0rrüd)te fid) oorfinben mit benen man ein großes Ouantum öerfdfiebener Srannt= meine, biftvftiren tonnte. 1439 Luiz de La Roque. Branntwein 22° Cart., 140# das Fass 1440 Manoei Domingos da Silva Russo. (Barcarena.) Salbei-Branntwein. 1441 Paulo da Costa. Z uckerrohrbranntwein. 1442 Pedro Honorato Correia de Miranda. (Vigia.) Genipapo- Branntwein. 1443 Pinto & ïrmâo. (Santarém.) Cajuwein, anderer Bereitung, 12 Flaschen 12#. Cajuwein, 12 Flaschen 12#. Zuckerrohrwein, 12 Flaschen 6#. 1444. — Idem. Wachholderbranntwein, (Genièver), 12 Flaschen 6#. Wein, 1# die Flasche. PROVINZ MA.RA.NHON. 1445 A. C. de Mendônça Bittencourt & Maria B. de F. Lisboa (D.) (Cururupü.) Rum. 1446. J. A. F. Ribeiro. (S. Luiz.) Cajü- Wein. Orangen-Wein. Mur ici- Wein. Cajü- Wein. 1447 J. J. T. V. Belfort. (S. Luiz.) Cajü-Wem. - 197 - 1448.— Idem. (Rosario.) Rum. Genipapo-Brarmtwem. Feigenhranntwein. 1449 lanoel Lopes Magalbäes. (Yianna.) Ca/u-Branntwein. Branntwein aus wilder Cajüfrucht. 1450 Marcos Aurel io dos Reis. (Alcantara.) Ananas-Wein. Genipapo- Wein. PROVINZ CEARA. 1451 Francisco Luis Carreira. Cajû- Wein. 12 Flaschen 10$. ®et SluSfieller biefeS iprobuftS einer ber berül)mfteu ^abrifanten, erlangt felbigen öortreffItR) en SSein burd) fotgenben ißrogefs : er läfjt ben £aju= ©aft in trbenen ober plgcrnen ©efaji gaffren, nad) Verlauf non adjt ober gel)n Sagen roirb bief er gegönnte ©aft auf Raffer gefüllt nad)bem man gnerft in jebem $a§ 3 (Salons (1 (Salon = 4 Ouart über 4 Sitre) ©pirituS 35 e /, oom nef)mlid)en (EajmSein rtnb 3 (Salons raffinirten ^onigguder l)inguge= fügt; nad) 2 tülonaten loirb er abermals in anbere ©efäfje gefüllt unb 1 (Salon non bem ermähnten ©pirituS gugefettf. ©iefeS $erfal)ren mujf ftd) mafjrenb gmei tUcortaten mieberfyolen, too er alSbann geflärt toirb ; bieff gefd)iel)t mittelft in ©aj.u=2ßei:t aufgclöfter |>au= fenblafe ober anberen $ifd)leim; oon biefer Stuflöfung mirb in jebeS $<*3 eine $lafd)e üo'ü gegeifert unb 1 ißfunb troclene Pflaumen beigefügt; brei SDÎonate fpäter Hart man il)n mit (Simetg ab unb 30 Sage ^ernad? mirb er auf $tafd)en gegogen. Sief er ^abritant oerlanft oiel üon biefem Sein innerhalb unb außerhalb ber ißroüing für 103 baS Sutgenb glafd)en. 1452. —Idem. Orangen-Branntwein, 12 Flaschen 8$. C ajü-B r a nntwein. 1453 Jeronymo H. de Abreu. Zuckerrohrhranntwein. 1454 José Cabrai de Hello. Rum. Genièver (Wachholderbeerbranntw r ein. ) 1455 José Francisco da Silva Aibano. Ga; n-Wein. 1456 Mamede. Cajü -Wein. — 198 — PROVINZ RIO GRANDE DO WIRTE. 1457 Joäo José Salsona. Ananas-Wein. 1458 Maaoel Nunes Bouçâo. Cajü- Wein. PROVINZ PARAHYBA DO NORTE. 1459 Urbano Egydio da Silva Costa. Oa/u-Wein. 1469 Evaristo Sabiuo de Oliveira & Mello. Eum. PROVINZ PERNAMBOUCO. 1461 Coriolano Yelloso da Silveira. Caffee-Branntwein. 1462 Joaquim de Mello Cau. Spiritus bis 30°, 2$ 1 er canada (ein wenig mehr als ein Litre oder Quartmaas.) Zuckerrohrbranntwein. Honig-Branntwein, 1$ die canada. 1463 J. Ferreira Gomes. Cajü- Wein. 1464 Juvencio Pires Falcäo. Cajü- Wein. Seit 12 $a!)ren bereitet her Stugftetter SBetit mit btefcr ^ructit unb arbeitet ftetg att feiner Vcrbefferung; er wirb au§ bent ^rucfftfaft unb etivaS 3uder IfergefteKt, fügt bann ein Keinem Quantum fftum, ißrirna Qualität ffinsu; and) fann man if)n gäffreu taffen, ebenfo mie ben Sein. Unter ben aitggeftettten tüiuftern befinben fid) döeine oon 1863 unb 1865. Die Verfertigung biefeg 2Bein§ öerbreitet ficfy feljr in ber ißroütnj; bte glafc^e IgOOO. Der Stugfteüer fdfreibt tffm mebijinifd^e Grigenfdfaften ju atö: öerbaungg- beförbernb, gegen 2Sed^felfteber unb bei djronifdfen 9J£üjEraxxfbeiten unb SKit^ entgünbung anwenbbar. 1465 Manoel Marques de Oliveira & C. Spiritus 38°, 2#400 die canada. 1466. — Idem. Vermouth, 8$ die canada. Orangen-Genièver, 2$ die canada. PROVINZ SERGIPE. 1467 Agripino Guilherme da Silva. Branntwein von camboim, 240 rs. die Flasche. Branntwein Zuckerrohrsyrup. Zuckerrohrhranntwein. 1468 Manoel loreira de Souza Macieira. Genièver (Wachholderbeerbranntwein.) 1469 Pompilia da Franca Amaral. (Estancia.) Genièver (Wachholderbeerbranntwein) Zurkerrohrbranntwein, 28° Cart, ben linf'en Ufer be§ ^fluffeä ij3ianf)t)tinga ifi eine iSranutoeinbreunem' bie bebeutenbe ißrobufte liefert unb aud) Sifore bereitet, errietet. An biefc r bebient man fid) tjauptfad)lid) ber Urucou, Godyntfle unb ber ipfeffermiinje, ben Siforen bie nerfdfiebenen färben yt geben. PROVINZ BAHIA. 1470 Âzevedo & CL Spiritus 40° Cart. Portugiessischer Branntwein 26° Cart. Cachaça (Branntwein aus Zuckerrohr.) 1471 Joäo Cezimbra. Branntwein aus Syrup. 1472 Joâo Cezimbra. Branntwein, 22° Cart. 1473 José Joaquim Pereira de Castro. Spiritus-(Alcool), 36°. Branntwein, Weinnachahmung. 1474. — Idem. Geniever. Branntwein. 1475 Manoel José de Teive & Arqolio. Branntwein. PROVINZ RIO JANEIRO UND GEMEINDEBEZIRK DER KAISERLICHEN HAUPTSTADT. 1476 Antonio Joaquim Soares Ribeiro. (Maricä). Rum, 22 1/2 Grad Cart., 80$ bis 100$ das Fass. 1477 Antonio José Gomes Pereira Bastos. (Hauptstadt). Bier. 1478 Antonio Ribeiro de Castro. (Campos). Rum Pitanga- Branntwein. - 200 1479 Coutinho Vianna & Bosisio. (Hauptstadt.) Ananas-Wein, 12 Flaschen 18$. Cajü-Wein, 12 Flaschen 18$. 1480. —Idem. (Hauptstadt.) Branntwein (Paratl) rectifirt, 20° Gart., 800 rs. die Medida (41itres). Superior-Aamng / mhaund rectificirt, 18° und 20 a Cart., 12 Flaschen 6$. Rum, 22° Cort., Nachahmung* von Jamaica-Rum, 12 Flaschen 8$. Alter Brandy 22° Cart., 12 Flaschen 10$. Orangen-Brandy 22° Cart., 12 Flaschen 8$. Kirschwasser 22° Cart., 12 Flaschen 12$. Grüner Absinthe 27° Cart., 12 Flaschen 15$. Superior Anisbrandwein rectifirt, 19° Cart.. 12 Flaschen 6$. Rhein-Branntwein. 1481. — Idem. (Nitheroy.) Geniever dem Holländischen nachgeahmt, 12 Krüge 4$200. 1482. —Idem. (Nictheroy. Alcool 40° Cart. _ Weingeist, 2$ die Medida. 1483 Farnando Dias Faesiame & Pedro Dias Gordilho Faes Lerne. Alcool. 1484. —Idem. Zuckerbranntwein, 90$ das Fass. 1485 Francisco Innocencio Lessa. (Cantagallo.) Zuckerrohrwein. Wein von süssen Weintrauben. •[I486 Francisco Mazars. (Nitheroy.) Grüner Absinthe, 12 Flaschen 16$. 487. —Idem. Alcool. Geniever. Cognac. 1488. — Idem. Laranginha- Branntwein, 12 Flaschen 5$. Rum. 12 Flaschen 10$. 1489 Gouthiere & Wagner. (Hauptstadt.) Champagner-Wein, Nachahmung, 12 Flascher 6$. 1490. —Idem. Cajü- Saft. Ananas-Saft. — 901 — 1491 Kaiserliches Fluminense-Ackerfaau-lastitut. (Hauptstadt.) Anis-Likor. Zimmtlikör. Likör von Manguen {manga). Likör von Diospyro. Likör von Terminalia. Zwetschen-Likör aus schwarzen Pflaumen. Jambo-UkÖv. Murici-Üiköv. CW4-Likor. Jaooticdba- Likör. Vanille-Likör. Zuckerrohr-Likör. 1402.—Idem. (Hauptstadt.) Branntwein aus Zuckerrohr. Branntwein aus Aipim (süsse Manioca). Branntweinfaus Kaffeeschalen. Rum. 1493 Joäo José Kanes de Carvalho. Alcool. 1494 Joâo Maria da Fonseca Marinho & Brader. Zuckerrohrbranntwein. 1495 Joapim Antonio de Carvalho Agra. (Nitheroy.) Orange-Wein. 1496 José Antonio Gomes. (Hauptstadt.) Gersten-Wein, 12 Flaschen 4#. 1497 José Ildefonso de Souza Ramos. Branntwein 25 und 30 Grade. 1408 José Rodrigues Villars (Hauptstadt.) Cognac dem Jamaicaischen nachgeahmt. 1499 Léon Leiden à Ca. (Hauptstadt.) Bier. 3)a§ 33ierbrauen ifl in ber .pauptfiabt unb ber probing borgefcfyritten. gn 9îio giebt e§ 8 unb in ^Jetropoïté 3 ^Bierbrauereien , b ai) er bie goîge baß bie ©infufyr biefeê ÖietränfS jepr abgenonunen I)at. |jopfen unb @ er fie ïontmen nod) bont üuslattbe. 1500 Manoel Dias da Cruz. Maduro - Wein (schwerer portug. Wein)l te Qualität 12 Flaschen 16$. Maduro - Wein (schwerer portugiesischer Wein) 2 te Qualität, 12 Flaschen 14$. 1501 Mansel Carré & Ca. (Hauptstadt.) Alcool 36 e . — 202 - 1502 Pedro Antonio Brasil. Rum. 1503. —Idem. (Nitheroy.) 0rangenbr anntwein, 1$ die Medida. 1504. —Idem. (Hauptstadt.) Weingeist. 1505 Pedro Machado da Gama. (Hauptstadt.) Zuckerrohrbranntwein, 80# das Fass. 1506 Peixoto Braga & Bruder. (Hauptstadt.) Anisbranntwein. 12 Flaschen 3#. Cognac. Geniever (Wachholderbeerbranntwein). 1507 Virgolino da Costa Guimaräes. (Mangaratiba.) Orangen-Wein. 1508.— Idem. (Mangaratiba.) Branntwein, den der aus Portugal kommt, nachge- ahmt. Geniever. Altonaer Geniever. Cognac. • PROVINZ S. PAUL. 1509 Ignacio José de Araaja. Orangenwein. Trauben-Wein (Kaiserlich). Trauben-Wein (Nacional). 1510 Jose Antonio da Silva Braga, Wein aus Trauben. PROVINZ PARANA, 1511 Anacleto Dias Baptista, Maifte-Branntwem. 1512. — Idem. Orangen-Wein. 1513 Manoel Antonio Ferreira & J. Severo Gorreta. Canninha (Branntwein). 1514 Manoel José de Souza. Zuckerrohr-Branntwein. - 203 - 1515 Victorino Alves dos Santos. Geniever, 1# der Krug-. PROVINZ SANTA-CATH ARINA. 1516 Barào Schneebourg. (Colonie Brusque.) Zuckerrohr-Branntwein, 21° Cart. 1517 Estanislâo Antonio da Gonceiçâo & Söhne. (Desterro.ï Kaffee-Branntwein von Santa Catharina. PROVINZ RIO GRANDE DO SUL. 1518 Benno Onoss. Spiritus 75 Grade. 1519 Jacob Datsch. Limonen-Branntwein. Branntwein vom Zuckerrohr. Orangen-Branntwein. Branntwein IS die Flaschen. 1520 Joaquim Jose Pereira Penna. Orangen-Branntwein von Orangenwein. Orangen-Branntwein. Pfirschen-Branntwein. Quitten-Branntwein. 1521 Jose Peroira da Silva Peixoto. (Pelotas.) Orangen-Wein. 1522 Sebastiäo Ruschei. Pfirschen-Branntwein. — 204 — ZEHNTE ABTHEILUNG. AUSGESTELLTE GEGENSTAENDE MIT DER BE- SONDERN ABSICHT DEN PHYSISCHEN UND MORALISCHEN ZUSTANDE DES VOLKES ZUVERBESSERN . LXXXIX. CLASSE Material dessen Anwendung tuer den Unterricht der Kinder« HAUPTSTADT DES KAISERREICHS. 1523 Kaiserliches Institut für blinde Kinder. (Hauptstadt.) Buchstahen (Schriften). Bücher. Gedruckte Tableaux. TMW-Bibliothek 0024207 3