-2 O 6- XVI. Jahresbericht dr» öffentlichen in Linz wir OffenttichkeiLsrechl l. h. Ministerin!-Erlasses vom 13. Juni 1894, Z. 11.07« über das Schuljahr ----- 1905. Inhalt: Zur GrschiWe der Anstatt. Von Dr. Frnm Thslmsyr. S. Schrttrrschrtchtrn. Vom provisorischen Leiter Professor Johann Paul. Linz 1906. Verlag des Linker Mndchen-LMUMS. Druck von Z. wimmer. Anmeldungen und Einschreibungen Können brieflich jederzeit und vorn 13. September 1905 angefangen täglich von 9 bis 11 Uhr vormittags in der Direktionskanzlei des Mädchen - Lyzeums, Prunerstrafie Nr. 18, 1. Stock, erfolgen. Dir Nufnahmsprnsungen für den Herbsttermin finden am 16. September 1905 um 8 Uhr vormittags statt. Schulanfang am 18. September 1905 mit dem Heiligengeistamte um ! 9 Uhr vormittags in der Clisabethinen-Kirche. ! - . > 1 XVI. Jahresbericht drs öffentlichen Mädchen -Lyzrums in Linz (mit Offentlichkeitsrecht l. h. Ministerial-Erlalses vom 13. Juni 1894, Z. 11.6/6) über das Schuljahr 1905. Inhalt: Zur Geschichte der Anstalt. Von Dr. Iran; Thalnrayr. 8. Schulnachrichten. Von: provisorischen Leiter Prosestor Johann Paul. Linz 1905. ^er lag des Linker Mädchen-Ly;eums. Druck von I. wimmer. »i»l.i07«cx Zur Geschichte der Anstalt. Von Dr. Franz Thalmayr. ^Ias Scheiden von einer Anstalt, namentlich einer liebgewordenen, gibt Anlaß, eine kurze Rückschau zu halten über die Geschichte derselben während der Wirksamkeit des Scheidenden an derselben. Im folgenden soll eine gedrängte Übersicht über die Entwicklung und Ausgestaltung des Linzer Mädchen-Lyzeums während der letzten fünf Jahre (sHOO— ss)05) nach drei Richtungen, der organisatorischen, wissenschaftlich-pädagogischen und materiellen, gegeben werden. Irr organisatorischer Beziehung. Das öffentliche Mädchen-Lyzeum in Linz, das nunmehr bereits s6 Jahre besteht, ist eine Schöpfung edler und human denkender Männer, die es an Mühe, Sorge und Opfern nicht hatten fehlen lassen, durch Errichtung einer höheren Mädchenschule in der Landeshauptstadt im Jahre Z889 einem fühlbaren Bedürfnisse der Jetztzeit nachzukommen, die mit ihrem regen Fortschritte auf allen Gebieten der Kultur auch für das weibliche Geschlecht eine höhere Ausbildung fordert, als ehedem, wie durch den Besuch einer Mittelschule dem Knaben, so sollte durch das Lyzeum auch der weiblichen Jugend Gelegenheit geboten sein, eine ihrem Wesen angemessene höhere Geistes- und Herzensbildung sich anzueignen, welche sie befähigt, einstmals in dem vielseitigen Berufe der Frau segenbringend zu wirken oder auch für bestimmte weibliche Berufszweige, namentlich für das Lehr- und Erzieherinnenfach, sich vorzubereiten. In der jüngsten Zeit ist die oberste Unterrichtsverwaltung der Frage nach einer zeitgemäßen Reform des höheren Mädchenbildungswesens mit besonderem Interesse und vor allem mit dem Bestreben näher getreten, die bestehenden höheren Schulen für die weibliche Jugend zweckentsprechend umzugestalten, deren Lehrxläne zu vereinheitlichen und den Lehranstalten dieser Art durch die Möglichkeit einer beruflichen Ausbildung ihrer Zöglinge auch eine praktische Bedeutung zu geben. 6 In diesem Sinne ist mit dem Erlasse des hohen Ministeriums für Kultus und Unterricht vom Dezember 1900 ein provisorisches Statut und einLehrplan für sechsklassige Mädchen-Lyzeen geschaffen, sowie eine Prüfungsvorschrift für Kandidatinnen des Lehramtes an solchen Lyzeen erlassen worden. Der Verwaltungsausschuß des Linzer Lyzeums hat in seiner Sitzung vom 13. Mai 1901 mit Stimmen-Lin- helligkeit die Annahme dieses ministeriellen Statuts und des Normal- lehrplanes beschlossen, worauf die Durchführung der neuen Vorschriften bereits mit Beginn des nächsten Schuljahres 1901/02 in sämtlichen Klassen erfolgte. Die zu diesem Zwecke von der Direktion ausgearbeiteten Übergangsbestimmungen fanden laut Erlasses vom fH. Juli 190H Z. 2250, die Genehmigung des k. k. oberösterreichischen Landesschulrates. Diese Neuorganisation bedeutet für die Anstalt die wichtigste Phase ihrer Entwicklung in den letzten Jahren, da hiemit das Lyzeum rechtsgültig in die Kategorie der Mittelschulen eingereiht worden ist. Im Schuljahre 1902/03 fand die Lyzeal-Reifeprüfung an der Anstalt Einführung, indem mit hohem Ministerial-Erlasse vom 16. Februar 1903, Z. 38^1 — Landes-Schulrats-Erlaß vom 2H. Februar 1905, Z. 277 — dem öffentlichen Mädchen-Lyzeum in Linz das Recht zur Abhaltung von Reifeprüfungen und zur Ausstellung staats- gültiger Reifezeugnisse zunächst für das Schuljahr 1902/03 und mit Ministerial-Erlaß vom 17. Februar 190H, A. H^05 — Landes-Schulrats- Lrlaß vom 27. Februar 190^, Z. 910 —- weiterhin für die Schuljahre 1903/0H, 190^/05 und 1905/06 verliehen worden ist. Damit war ein weiterer wichtiger Schritt in der inneren Ausgestaltung der Lehranstalt nach vorwärts geschehen; durch den endgültigen Abschluß des Lyzealstudiums mit Reifeprüfung, an die sich für die Absolventinnen Berechtigungen knüpfen, ist nunmehr auch die Erreichung eines praktischen Lebenszieles, die berufliche Ausbildung am Lyzeum ermöglicht. Der ersten Reifeprüfung am Linzer Lyzeum, die am 2. Juli 1903, vormittags unter dem Vorsitze des Herrn Landes-Schulinspektors Doktor Ios. Loos und nachmittags unter dem des Herrn k. k. Schulrates und Gym- nafial-Direktors Ehr. Mürfl — infolge Raummangels in der Anstalt — im Festsaale des Museums stattfand, unterzogen sich von den 12 öffentlichen Schülerinnen der VI. Lyzealklasse 7 Kandidatinnen, von denen 3 ein Zeugnis der Reife mit Auszeichnung erhielten und H, darunter 1 nach Ablegung einer Wiederholungsprüfung, für reif erklärt wurden. Der k. k. Landesschulrat hat in der Erledigung des Jahres-Haupt- berichtes pro 1902/03 mit dem Erlasse vom 3 s. Jänner 190H, Z. ^98, 7 dieses erzielten günstigen Ergebnisses bei der ersten Maturitätsprüfung in besonderen Worten anerkennend Erwähnung getan. Die zweite Lyzeal-Reifeprüfung, die am 30. Juni und (. Juli (90H unter dem Vorsitze des Herrn k. k. Schulrates und Gymnasial- Direktors Ehr. Würfl im Museum abgehalten wurde, ergab ebenfalls ein recht erfreuliches Resultat, indem von (H Kandidatinnen (Isis öffentlichen Schülerinnen der VI. Lyzealklasse, 2 privatistinnen und ( Exter- nistin) 5 für reif mit Auszeichnung und 9 für einfach reif erklärt wurden. Bisher sind den Absolventinnen und Schülerinnen des Lyzeums von den k. k. Ministerien folgende Berechtigungen zuerkannt worden: a) Zulassung der Lyzeal-Maturantinnen zum Universitäts-Studium als außerordentliche Hörerinnen der philosophischen Fakultät zum Zwecke ihrer Ausbildung für das Lyzeallehramt; d) Zulassung der Lyzeal-Maturantinnen mit Lateinprüfung zum phar- mazeutischen Studium (Apothekerberuf); o) Gewährung des Übertrittes von Lyzeal-Maturantinnen in einen der letzten Jahrgänge der Lehrerinnen-Bildungsanstalt mit Erlassung der schriftlichen und mündlichen Reifeprüfung an dieser Anstalt aus jenen Gegenständen, deren Kenntnis durch das Lyzeal-Neifezeugnis nachgewiesen ist, und mit Übertragung der betreffenden Noten aus dem Reifezeugnis des Lyzeums in das der Lehrerinnen-Bildungsanstalt; ä> Zulassung der Lyzeal-Maturantinnen zur staatlichen Lehramtsprüfung für Stenograghie; e) Zulassung der Absolventinnen von H Lyzealklassen zu den Post- und Telegraphenkursen und deren Anstellbarkeit als posthilfsbeamtinnen. Die Anerkennung anderer beruflicher Berechtigungen für Lyzeal- Absolventinnen ist in der Folgezeit zu erhoffen und bildet den Gegenstand weiterer fürsorglicher Erwägungen bei der obersten Unterrichtsbehörde, von den 7 Lyzeal-Maturantinnen des Jahres (903 wandten sich 2, von den des Jahres (90H bisher 3 dem Hochschulstudium zu; andere legen die Staatsprüfung für das moderne Sprachfach ab. Auch gelangten einzelne Lyzeal-Maturantinnen unmittelbar nach ihrem Abgänge von der Anstalt zu Stellungen an Schulen im Auslande in der Weise, daß sie daselbst elementaren Deutschunterricht zu erteilen haben und dafür sich selbst in den Fremdsprachen weiter ausbilden können. In dieser Art fanden bisher 2 Absolventinnen in Frankreich und 2 in England entsprechende Posten. Auch hat der Unterzeichnete bei der diesjährigen Lyzeal-Direktoren-Konferenz in Wien die Schaffung einer Zentralstelle zur Vermittlung von Erzieherinnen-, Haus- und Privatlehrerinnen-Stellen für Lyzeal-Abiturentinnen angeregt, welcher Vorschlag sowohl von der 8 Konferenz wie von der hohen Regierung wohlwollend und zustimmend ausgenommen wurde. Rlit der inneren Neugestaltung des Linzer Lyzeums wurde zugleich auch mit der notwendigen Stabilisierung des Lehrkörpers begonnen. von den (0 internen Lehrkräften wurden zunächst 3, zwei männliche und drei weibliche, vom Verwaltungsausschusse zu wirklichen Lehrern und Lehrerinnen ernannt, nachdem sie mit den hohen RKnisterial- Lrlässen vom 6. Juni (902, Z. (6.8H( und vom (3. Jänner (903, Z. HH, im Lyzeallehramte bestätigt worden waren; den beiden wirklichen Lxzeallehrern wurden die Gehalte von Staatsmittelschullehrern zuerkannt; dem wirklichen Lehrer der Anstalt Johann Paul hat der Herr Minister für Kultus und Unterricht mit dem Erlasse vom 2. Juli (903, A, (7.^29, den Titel „Professor" zu verleihen gesunden. Der Lehrkörper besteht gegenwärtig aus (8 Lehrkräften, (0 internen und 8 externen. Im internen Lehrkörper fand in den letzten 5 Jahren nur ( Wechsel statt, da an Stelle des (90 ( an die Staatsrealschule in Böhmisch-Leipa ernannten Dr. H. Gräber zum provisorischen Lehrer der Anstalt Dr. Hermann Ritter von Mack ernannt worden war. Auch die externen Lehrkräfte blieben bis aus den am Lyzeum jeweils wirkenden, am Staatsgvmnafium wechselnden Supplenten stabil. Diese Stabilität des Lehrkörpers ist im Interesse der Schule und der Schülerinnen gelegen und zugleich ein Zeichen dafür, daß die Lehrkräfte an dieser Schule, trotzdem sie privat- anstalt ist, gerne wirken. Mit hohem Ministerial-Erlaß vom ((. ^ai (90^, Z- (6.(5(, —Landesschulrat-Erlaß vom (7. Mai (90H, Z. 22^0 — wurde über Ansuchen der Direktion der Schuljahrsschluß an der Anstalt bis aus weiteres für den 30. Juni jedes Jahres anberaumt. Die Frequenz der Anstalt zeigt eine aufsteigende Tendenz; sie steigerte sich von (900 bis (903 von ((6 aus (83 Schülerinnen, also um fast 70 Zöglinge, was einen stetig regelmäßigen Zuwachs von Jahr zu Jahr bekundet. Die Besuchsziffern sind: (900: ((6 Schülerinnen, (90(: (30, (902: (^6, (903: (5H, (90^: (56 und (903 (Beginn): (85 Schülerinnen. Durch den Tod wurden in dieser Zeit drei brave Schülerinnen entrissen: Hosmann Eva der III. Klasse ((900), wimmer Dora der IV. Klasse ((90() und Buzas Paula der IV. Klasse ((902). Infolge der Steigerung der Frequenz mußten allmählich dieSchul- räumlichkeiten erweitert werden. Seit (90( wird die Hälfte des dritten Stockwerkes des Schulgebäudes weiter von der Anstalt beansprucht, so daß die Schule gegenwärtig (7 Lokalitäten umfaßt, wofür eine Iahres- miete von 3^(65 Iv zu entrichten ist, die kontraktlich bis zum Jahre (909 9 festgelegt ist. (902 wurde ein freundliches und geräumiges Konferenzzimmer eingerichtet, in allen Klassen und Lesesälen, im Konferenzzimmer und in der Direktionskanzlei wurde Auergasglühlicht eingeführt, in zwei Klassen (zunächst IV. und VI.) wurden neue bequeme und zugleich raum- ersparende Klappsitzbänke eingestellt, in den drei Oberklassen wurden verschiebbare Doppelwandtafeln und besondere Karten- und Bilder-Auf- hängevorrichtungen eingerichtet, die Lehrmittelkabinette wurden mit zweckentsprechenden neuen Schränken und anderen Einrichtungsgegenständen ausgestattet. Line Schulglocke mit hübschem Gehäuse aus Schmiedeeisen wurde 190s von Schülerinnen gespendet und (90H auch eine Schulwand- uhr im Parterregange angebracht. Hoffentlich gelingt es, in der nächsten Zeit auch einen Schulgarten in der nächsten Umgebung des Schul- gebäudes als Erholungs- und Spielplatz für die Schülerinnen zu erwerben, zu welchem Zwecke bereits Unterhandlungen eingeleitet worden sind. Die Neuorganisation und Erweiterung der Anstalt hatte eine Agendenvermehrung für die Direktion zur Folge. U)ie bei neuartigen Schulen überhaupt, so gab es auch hier an Berichten und Memoranden, Eingaben und Gesuchen, Entwürfen und Ausweisen mehr denn an schon länger bestehenden Anstalten. Dazu kommt der Doppelverkehr mit den Schulbehörden und dem Verwaltungskörper, der ziemlich enge Verkehr mit den Schwesteranstalten, namentlich den neu errichteten oder in der Gründung begriffenen, sowie die Korrespondenz und briefliche Auskunfterteilung in Lvzealangelegenheiten an private. So weist das Gestions- protokoll für das Jahr (90H 3^6 Nummern auf gegen 290 vom Jahre (900. Zn den Amtsbereich der Direktion fällt ferner, außer der Aushilfe in erster Reihe bei Supplierungen, die monatliche Schulgeld- einhebung und deren Verrechnung, die jährliche Berechnung jener personal- fteuerquoten, welche für die einzelnen Lehrpersonen von der Anstalt be- stritten werden, die Leitung der Ausbildungskurse und der Vortragszyklen am Lyzeum, sowie manches andere, was eben eine private Schule au Geschäftlichem mehr mit sich bringt. Von Veranstaltungen und Festlichkeiten aus den letzten Zähren seien erwähnt: Die an den Schuljahrsschlußtagen in der Regel veranstalteten Zeichen- und Handarbeiten-Ausstelluugen, die bei den zahlreichen Besuchern stets ehrenden Anklang fanden und sich insoferne zweckentsprechend erwiesen, als sie den Elternkreisen und dem Publikum überhaupt einen unmittelbaren Einblick in die Arbeit und Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und in die Methode des Lehrvorganges gewähren. Der hohe Besuch der Anstalt durch Se. Exzellenz dem Herrn Unterrichtsminister Dr. Wilhelm Ritter von Harte!, am 2H. Rkai ss)Oo, der auch dem Unterrichte einige Zeit beigewohnt und sich über wissen und Haltung der Schülerinnen in anerkennenden Worten ausgesprochen hat. Die am 29- November s902 vom Lyzeum im Festsaale des Kauf- männischen Vereinshauses veranstaltete Stelzhamer-Feier, die zahlreich besucht war und einen würdigen Verlauf nahm. Ein besonderer Ehren- und Freudentag war der 9- Juni ss)05 auch für das Lyzeum, da Se. Majestät unser allergnädigster Kaiser anläßlich des Besuches der Landeshauptstadt Linz vor dem Stifter-Denkmale eine poetische Huldigung der Schülerinnen der Anstalt entgegenzunehmen geruhte und Seiner sichtlichen Freude hierüber durch huldvolle Worte und kaiserliche Gaben Ausdruck zu geben die Gnade hatte. Am Abende dieses Festtages wirkten 2^ Lvzeistinnen bei der Schüler- Akademie zugunsten des Iugendspielvereines mit der Aufführung eines vom Turnlehrer der Anstalt, Herrn Hirt, geleiteten hübschen Reigens „Unter der Linde" aktiv mit. Im laufenden Schuljahre wurde wie von den übrigen Lehranstalten, so auch vom Lyzeum am 9- Nkai eine Schiller-Feier im Festsaale des Kaufmännischen Vereinshauses veranstaltet, worüber des näheren im Abschnitte „Chronik" dieses Programmes berichtet wird. Nicht unerwähnt mögen bleiben die alljährlich stattgefundenen Schulausflüge, welche die Schülerinnen im Vereine mit dem Lehrkörper und ihren Angehörigen nach verschiedenen Richtungen des schönen Landes Mberösterreich führten: s90s nach Neufelden-Langhalsen, Is902 nach perg ins romantische Naarntal, s905 zur Waldidylle Kremsursprung und nach Kirchdorf, s90^ nach Hagenberg—wartberg—schloß Haus und ls905 nach Gmunden und zum herrlichen Traunsee. Solche gemeinsam unternommene Schulausflüge bieten eine erwünschte Gelegenheit mehr, Schule und Haus einander näher zu rücken, denn stets gerne kam das Elternhaus der seitens der Anstalt erfolgten Einladung nach, so daß diese Ausflüge durch zahlreiche persönliche Teilnahme der Angehörigen der Schülerinnen ein familiäres Gepräge erhielten und diesen selbst eine liebe Erinnerung aus ihrer Lyzealzeit für alle Folgezeit bilden. 6. In wissenschaftlich-pädagogischer Begehung. In wissenschaftlicher Beziehung hat der Unterricht im letzten Lustrum zunächst durch Abhaltung von Spezialkursen und durch besondere Veranstaltungen folgende Förderungen erfahren: а) Is900/0f und ^90^/02 wurde wie auch in früheren Jahren je ein Fortbildungskurs für das moderne Sprachfach als Vorbereitung von Kandidatinnen zur staatlichen Prüfung für das Lehramt dev modernen Sprachen an Lehrerinnen-Bildungsanstalten und Bürgerschulen rc. abgehalten. Den Unterricht erteilten aus Französisch unö Englisch die Lyzeallehrerinnen Fräulein Marie Buraschi und Emilie Schwämme!, aus Pädagogik die verstorbene Frau Bürgerschuldirektorin Franziska von Scharschmid und aus deutscher Sprache und Literatur der Unterzeichnete. von den Kandidatinnen, die diese Kurse besuchten, haben sich bisher IsO vor der k. k. Prüfungskommission für das Lehramt der modernen Sprachen an der Lehrerbildungsanstalt in Linz teils aus Französisch, teils aus Englisch, teils aus beiden Fremdsprachen die Prüfung abgelegt und wurden sämtlich approbiert, davon 7 mit Auszeichnung. d) l902/03 wurde je ein Konversationskurs für französische unö englische Sprache für gewesene Lyzeistinnen veranstaltet, geleitet von den Anstaltslehrerinnen Fräulein Buraschi und Schwämme!, c) Deutsche Literaturkurse für absolvierte Lyzeistinnen und weitere weibliche Kreise wurden von Professor Johann Paul folgende gehalten : !900/0s über ältere deutsche Literatur mit Isis vortrügen, Is902/03 über neuere deutsche Literatur mit Is5 vortrügen, s90H/03 über neueste deutsche Literatur mit Isö vortrügen. Alle diese drei Kurse waren sehr zahlreich besucht und fanden dankenswerten und beifälligen Anklang. б) s902/03 wurde ein dramatischer Lesekurs nur für ehemalige Lyzeistinnen veranstaltet und ebenfalls von Professor Paul geleitet. Auch dieser Kurs ward eifrigst uud mit großem Interesse besucht. s) Is902/03 wurde ein Vortragszyklus über Kultur und Kunstgeschichte von Professor v. von Lychdorff für weibliche Kreise an der Anstalt abgehalten, wobei das gesprochene Wort durch instruktive Tafelzeichnungen lebendig unterstützt wurde. Auch diese vortrüge fanden bei den zahlreichen Teilnehmerinnen beifällige Aufnahme, f) Is903/OH wurde mit Rücksicht auf die allgemeine Bildung überhaupt, sowie mit Rücksicht auf diejenigen Lyzealschülerinnen, welche später die Universität besuchen und insbesondere auf diejenigen, welche daselbst Sprachstudien betreiben oder das pharmazeutische Studium einschlagen wollen, ein freier Latein kurs an der Anstalt errichtet, dessen Einführung und Lehrvorgang vom k. k. Landesschulrate mit dem Erlasse vom 16. November 1905, Z. H721, genehmigt wurde. Mit der Leitung dieses Kurses wurde Professor Johann Paul betraut. Der Unterrichtsgang erfolgte im wesentlichen nach den Prinzipien der neuphilologischen Methode, wobei namentlich auf die bereits erworbenen Kenntnisse im Französischen ausgebaut wird. 1905/011 nahmen am I. Kurse 50 Schülerinnen der IV. bis VI. Klasse teil, 19011/05 am I. Kurse 1? Schülerinnen der IV. bis VI. Klasse, am II. Kurse 15 Schülerinnen der V. und VI. Klasse. §) Im Sinne des Z 26 des ministeriellen Statutes fand weiterhin der Unterricht durch korporative Besuche von wissenschaftlichen Instituten, Museen, Ausstellungen, Fabriken und wohlsahrts- einrichtungen, sowie durch besondere Veranstaltungen mannigfache Förderung. .Derartige Förderungen wurden veranlaßt 1900/01 10, 1901/02 2^, 1902/05 29, 1905/0H 50 und 19011/05 55. Daraus seien besonders hervorgehoben: Die alljährlich häufig stattfindenden Besuche des der Anstalt nahe gelegenen Museums Francisco-Larolinum, wo die einzelnen Abteilungen besichtigt und die wichtigsten und interessantesten Mbjekte jedesmal erklärt werden; ferner die im Linzer Museum 19011 in drei Serien zur Ausstellung gelangten Bilder des „k. k. wander- museums", einer Schöpfung des hohen Unterrichts-Ministeriums, wobei der Museal-Kustos, bserrn Dr. Ls. Ubell, in besonderen vortrügen die sachlichen und sachlichen Erläuterungen zu geben die Güte hatte; weiter die wiederholten Besuche instruktiver Ausstellungen im Kaiserpanorama, dann die im Frühling und Sommer jeden Jahres unternommenen Besuche des botanischen Gartens mit Erklärung der vorfindlichen Flora durch den Fachlehrer; die Besuche der jährlichen Ausstellungen des oberösterreichischen Kunstvereines, sowie der Sonderausstellungen von Zeichnungen und Gemälden, von Kunstgegenständen und Kunststickereien im Museum und im Landhauspavillon, die Ausstellung des Amateur-Photographenvereines (s90H), schließlich die fast jährlich stattfindenden technischen Exkursionen in das Llektrizitätswerk in Linz und in das städtische Wasserwerk bei Scharlinz, wobei stets die maschinellen Einrichtungen durch den begleitenden Fachlehrer belehrende Erklärung finden. Besichtigt wurden ferner das oberösterreichische Landesarchiv (1902 und 1905), die oberösterreichische Glasmalereianstalt (1905), das Linsersche Bildhaueratelier (1901), die Wimmersche Buchdruckerei (1902), die Nixnersche Buchbinderei (1902 und 190H), die k. k. Tabak-Lsauptsabrik 11902), die Metallwarenfabrik I. Siegmund in Linz (190H), das elektrische Läutwerk im neuen Dome (1905) u. a. m. Die Führung und Begleitung der Schülerinnen bei derartigen Besichtigungen übernahmen stets die Mitglieder des Lehrkörpers in bereitwilligster weise. An besonderen Veranstaltungen seien erwähnt: Die zweimal, s902 und s90^, für die Lyzealschülerinnen der Oberklassen besonders veranstaltete französische Rezitation des Herrn Rens Delbost aus Paris, wobei der neusprachliche Unterricht in dem lebendigen Worte und auch Sauge des Meisters der fremden Sprache wesentliche Förderung fand; ferner die Rezitationen deutscher klassischer Dichtungen durch den vortragsmeister H. Zahr aus München (s90s) und durch Frau H. Höflich aus Berlin (s902), welche Darbietungen den Schulunterricht in Hinsicht auf Diktion und Vortrag zu unterstützen geeignet waren. 1900 wurde ein Unterrichtskurs für Trocken Malerei durch Frau Michaelis aus Dresden am Lyzeum abgehalten. Im laufenden Schuljahre wurde durch Herrn Bezirksarzt Doktor Riemens Zechenter ein Kurs über „Erste Hilfe und Hygiene der Sinnesorgane" am Lyzeum abgehalten, der sehr zahlreich besucht war und dankeswerte Aufnahme fand. Auch wurden an der Anstalt am Schlüsse jedes Schuljahres stenographische Preisschreiben veranstaltet, wobei sich die Preisrichter über den Eifer und die Leistungen der dabei beteiligten Lyzeal- schülerinnen Ms anerkennend aussprachen. Die Schülerinnen der obersten Klassen werden jedes Jahr zum Zwecke der Betätigung der Beobachtungsgabe und um dieselben zur Genauigkeit und Pünktlichkeit anzuleiten, vom Physiklehrer zu einfachen meteorologischen Übungen herangezogen. Durch all diese verschiedenen, von der Schule ausgegangenen Veranstaltungen sollten die Schülerinnen in der Unterweisung des Wissenswertesten gefördert und mit den Erscheinungen und Aufgaben des realen Lebens durch unmittelbare Anschauung vertraut gemacht werden. — Demselben Zwecke dienten die in den letzten Zähren reichlich vermehrten Lehrmittelsammlungen für Geographie, Geschichte, Naturgeschichte, Physik und Chemie, für den Zeichen- und Handarbeitsunterricht, dann die Münzensammlung und die Bibliothek, wofür der löbliche Verwaltungsausschuß Zahresdodationen von ^000 K und auch besondere Zuschüsse bewilligte. Auch wurden die Sammlungen alljährlich durch. wertvolle Spenden aus Schülerinnenkreisen und von Gönnern des Lyzeums erheblich vermehrt. Der Stand der Lehrmittelsammlungen ist nach Zahl und Qualität der vorhandenen Objekte sowohl für die Bedürfnisse der- Anstalt als zulänglich und im vergleiche zu anderen Lyzeen als recht günstig zu bezeichnen. Hatten die eben genannten, von der Schule aus inszenierten Kurse, Vortrage und sonstige Veranstaltungen, sowie die Benützung der Lehrmittelsammlungen und der Iugendbibliothek vornehmlich die wissenschaftliche Ausbildung der Schülerschaft zum Zwecke, so wurde auch die pädagogisch-didaktische Weiterbildung der Lehrerschaft nicht aus dem Auge gelassen. Einer in der Inspektions-Konferenz vom (2. November (900 durch den Herrn Landesschulinspektor Dr. Loos gegebenen Anregung entsprechend, wurden im Anschlüsse an die Monatskonferenzen von den einzelnen Mitgliedern des Lehrkörpers pädagogisch-diktatische Referate erstattet und zur Diskussion gebracht. Es wurden Hiebei folgende Themen in chronologischer Folge behandelt: (900/0(: Die Fragekunst. O- Paul.) 2. Die Antwort und der Wechsel von vortrug und Frage im Unterrichte. (H. Langer.) 5. Das Auswendiglernen und die Wiederholung. (Dr. Nettenbacher.) (90(/ 02 : H. Die Formalstufen in ihrer praktischen Verwertung. (Z. Paul.) 5. Die Eigenart der Behandlung der einzelnen Disziplinen beim Mädchenunterrichte gegenüber dem Knabenunterrichte. (Dr. Thalmayr.) 6. Über Arbeitsfreudigkeit und Fleiß des Schülers. (Dr. Mack.) 7. Über die Aufmerksamkeit. (L. Lorenz.) 8. Die Kunst der Erzählung, der Beschreibung und der Erklärung. (I. Paul.) 9 - Über die Anlage und Behandlung der schriftlichen Arbeiten. (Dr. Thalmayr.) (0. Die wichtigsten Abweichungen in der neuen deutschen Rechtschreibung und über ein einheitliches Vorgehen in zweifelhaften Fällen und bei zulässigen Doppelschreibungen. (Dr. Thalmayr.) 1(902/03: ((. Verhältnis des Lehrers zur methodischen Vorbereitung auf den Unterricht. (Z. Paul.) (2. Die Anschaulichkeit, sowie Sprache, Tempo, Ton und Stimmung in allem Unterricht. (Z. Paul.) (5. Hygiene der Schulräume. (Dr. v. Mack.) (H. Hygiene der Schülerschaft. (Dr. v. Mack.) 1(5. Persönlichkeit des Lehrers. (Dr. Schießer.) (6. Über Herzens- und Tharakterbildung. (Doktor Nettenbacher.) (7. Über die Verhandlungen der ersten Lyzeal- Direktoren-Konferenz in Wien, zu Ostern (905. (Dr. Thalmayr.) (8. Errichtung von freien Lateinkursen an Lyzeen und deren Organisation. (Z. Paul.) (905/OH: ( 9 - Die Wirksamkeit der Lehrpersonen in disziplinaren und anderen Schulangelegenheiten. (Z. Paul.) 20. Über pädagogischen Takt, Autorität, Kollegialität und soziale Stellung des Lehrers. (Dr. Thalmayr.) 2(. Verhältnis von Zucht und Unterricht. (Doktor Nettenbacher.) 22. Die Pflege des Gehorsams. (Ld. Lorenz.) 23. Die Pflege des Ordnungssinnes. (Ed. Lorenz.) 2H. Organisation der höheren Mädchenschulen der Stadt Nürnberg. (Dr. Thalmayr.) 25. Über den schulhygienischen Kongreß in Nürnberg, Ostern (90H. (Dr. Thalmayr.) (90H/05: 26. Pflege des Wahrheitssinnes. (Z. Paul.) 27. Wert von Belohnung und Anerkennung. (Dr. Nettenbacher.) 28. Über die Strafe. (Z. Paul.) Der Unterzeichnete wurde vom hohen Unterrichts - Ministerium wiederholt mit der Erstattung von fachmännischen Gut achten über neu erschienene Lyzeallehrbücher zum Zwecke ihrer Approbation betraut; bisher wurden (9 solcher schriftlicher Gutachten an die oberste Unterrichtsbehörde überreicht. Das Lyzeum nimmt an dem Zeitschriften austausche der oberösterreichischen Mittelschulen und verwandten Lehranstalten teil und ist seit der Neuordnung dieser Angelegenheit vom Jahre (902 mit drei Linzer Anstalten, dem k. k. Staatsgymnasium, der k. k. Lehrerbildungsanstalt und der Handelsakademie zu einer Austauschgruppe verbunden. wie wenige Schwesteranstalten enthalten die gedruckten Jahresberichte des Linzer Lyzeums alljährlich wissenschaftlich-pädagogische Programmabhandlungen, und zwar (90(: „Zur Neuorganisation der Mädchen-Lyzeen" vom Unterzeichneten; (902: „Der winsbeke" von Professor Paul; (903: „Exkursionen im Dienste des aussprachlichen Unterrichtes" von Professor Paul; (90H: „Land und ländliches Leben in der Literatur" von Professor Paul; (905: „Zur Geschichte der Anstalt" vom Unterzeichneten. Auch am öffentlichen vortragswesen beteiligten sich Mitglieder des Lehrkollegiums. So hielten die Lyzeallehrer Professor Paul und H. Langer im oberösterr. Volksbildungsvereine außer wiederholten Einzelvorträgen populär-wissenschaftliche Kurse ab, und zwar: ersterer (90^/05 über „Deutsche Literatur", letzterer (902/03 über „Physik der Sterne", (90H/05 über „Allgemeine Naturlehre", I. und II. Teil. Professor Paul sprach ferner die Festreden bei der Stelzhamer- Feier des Lyzeums am 29. November (902, bei der Wilhelm Hauff- Feier in Linz am (2. Jänner (903- und bei der Schillerfeier der Anstalt am 9- Mai (905; desgleichen hielt er im Dezember (903 einen vortrag im Kaufmännischen vereine über „AntikesTheaterwesen" und im Mai (90H einen solchen in der Zweiglehrerversammlung in Mattighofen über „Die Ahasversage und ihre literarische Behandlung". Nicht unerwähnt darf bleiben, daß Professor Paul zu jeder Zeit auch bereitwillig seine dichterische ^6 Muse in den Dienst der Schule stellte; aus seiner Feder stammen die Festgedichte zur Stelzhamerfeier, zum Kaiserbesuche f903, znr Schiller- Feier s905, zu Schulausflügen wie zu manchen anderen Anlässen. Der Unterzeichnete war vom löblichen Verwaltungsausschusse zu den Lyzealdirektoren-Konferenzen, die zu Ostern Is903 und f905 in U)ien stattfanden, als Vertreter der Anstalt entsendet worden; bei der ersten Konferenz fungierte er als Protokollführer. Die bei den Konferenzen gemachten Wahrnehmungen und Erfahrungen wurden dem Lehrkörper in den Konferenzen und vom Verwaltungsausschusse in den Sitzungen zur Kenntnis gebracht. Auch nahm der Unterzeichnete in Vertretung des Linzer Lyzeums s904 an dem Ersten internationalen Kongreß für Schulhygiene in Nürnberg teil, wo er sowohl manche wertvolle Anregung auf dem Gebiete der Schulgesundheitspflege empfing, als auch durch den Besuch der höheren Mädchenschulen daselbst unmittelbaren Einblick in die Organisation dieser ausländischen Mädchenschulen und damit auch einen Maßstab für die Bedeutung des höheren Mädchenschulwesens in Österreich erhielt. Der Unterzeichnete hielt über die Organisation der sechs höheren Mädchenschulen der Stadt Nürnberg im Vereine „Mittelschule für Oberösterreich und Salzburg" einen vortrag und erstattete hierüber, sowie über die Kongreßverhandlungen und die schulhygienische Ausstellung in zwei Konferenzen dem Lehrkörper und in einer Sitzung dem löblichen Verwaltungsausschusse Bericht. In bezug auf die Gesundheitspflege sei vermerkt, daß die Schulhygiene eine besondere Förderung durch die im Sinne der hohen Ministerial-Verordnung vom 21s. August ^903, Z. 28.852, im Schuljahre s903/0^ durchgeführte Neuregelung der Unterrichtszeit durch Vermehrung und Verlängerung der Erholungspausen erfuhr, welche Maßregel auf Körperbefinden, Geistesfrische und somit Leistungsfähigkeit der Schülerinnen günstig wirkte, zumal in den häufigeren und längeren pausen ausgiebigere Lüftungen der Schulzimmer vorgenommen werden konnten. Der Förderung der körperlichen Gesundheit dienten zudem im Sinne des Ministerial-Lrlasses vom H. März f90H, Z. ^0^3, nach wie vor Turnen, Eislauf, Schwimmen und Iugendspiel, welch letzteres alljährlich in den Frühjahrs- und Sommermonaten unter der Leitung des Turnlehrers M. Lfirt im geräumigen Lsofe der Turnhalle mit Eifer betrieben wird. Im Schuljahre f903/0^ gelangten gemäß dem Landesschulrats- erlasse vom IsO. Jänner f90^, Z. -s8, von den aus gesundheitlichen Gründen zur Verbreitung empfohlenen zwei hygienischen Schriften von Leo Burgerstein ZsO Hefte an die Schülerinnen, das Elternhaus und den Aostort zur Verteilung. Von der Überzeugung ausgehend, daß der Eindruck, den eine im Innern der Schule herrschende Ordnung und Sauberkeit auf die Jugend, besonders die weibliche, ausübt, für die Erziehung und Anleitung zu Anstand und Ordnungssinn von großer Bedeutung ist, wurde strenge daraus gesehen, das Schulhaus stetig in einem solchen wünschenswerten Zustande zu erhalten. In pädagogischer Hinsicht sei erwähnt, daß zum Zwecke, das Verhältnis von Schule und Haus innig und wirksam zu gestalten, entsprechend den schulbehördlichen Erlässen im Schuljahre Z902/03 wie an den übrigen Mittelschulen auch am Lyzeum besondere Sprechstunden zum parteienverkehr für alle Lehrkräfte angesetzt wurden, von welcher Einrichtung ausgiebiger Gebrauch gemacht wird. Geleitet von dem Bewußtsein, daß nur durch harmonisches Zusammengehen von Schule und Familie die schwere Aufgabe der Erziehung und Belehrung der Jugend voll erfüllt werden kann und daß insbesondere eine Mädchenschule für die Erreichung ihres doppelten Zieles, der intellektuellen und sittlichen Ausbildung der Schülerinnen, aus die Unterstützung der Eltern angewiesen ist, war die Direktion bestrebt, einen engen und offenherzigen Verkehr zwischen der Anstalt und dem Eltern- und Aosthause aufrecht zu erhalten. Durch persönliche Aussprache zwischen der Lehrerschaft und den Angehörigen der Schülerinnen konnte so manches Hemmnis und manche Gefahr aus erziehlichem Gebiete beseitigt, durch Ratschläge manche Förderung der Leistungsfähigkeit einzelner Schülerinnen erzielt und auch anderseits infolge erhaltener genauer Aufschlüsse über die Eigenart der Schülerinnen sowie über besondere häusliche Verhältnisse, die ja immerhin von wesentlichem Einflüsse sind, die Beurteilung mancher Schülerin darnach gerichtet und deren Behandlungsart darnach gestaltet werden. Bei den religiösen Übungen trat insofern eine Neuerung ein, als seit ss-Os bei den Schulgottesdiensten der allgemeine Airchen- gesang eingeführt ist, der stimmungsvoll und gemütserhebend wirkt. o. In materieller Beziehung. Die Haupteinnahmen des Lyzeums bilden die Subventionen und die Schulgelder. Subventionen genießt die Anstalt vom Staate, vom Lande Gberösterreich, von der Landeshauptstadt Linz und von der Allgemeinen - ^8 - Sparkasse und Leihanstalt in Linz. In der Subventionierung wurden während der letzten 5 Jahre günstigere Verhältnisse nach zweifacher Richtung erzielt: erstlich durch Erhöhung und dann durch dauernde Zu- sicherung bestehender Subventionen. So wurde die Staatssubvention in dieser Zeit zweimal erhöht: s902 von 8000 aus IsO.OOO K und sHOH von fO.OOO auf f2.000 K; für 1^906 ist eine weitere Erhöhung zu erhoffen. Die hohe Regierung hat mit dem Erlasse des Herrn Ministers für Kultus und Unterricht vom 50. November f905, Z. Is5.595 — Landes-Schulrats-Lrlaß vom f5. Dezember s903, Z. 5556 — die Anerkennung einer Staatssubvention von jährlich f 2.000 K vom Jahre f90H an bis auf weiteres unter der Bedingung bewilligt, daß der Verwaltungsausschuß sich verpflichte, auf die Dauer der staatlichen Sub- ventionierung die Besetzung der Direktorstelle und der definitiven Lehrstellen in Hinkunft, nur im Einklänge mit dem hohen Unterrichts-Mini- sterium vorzunehmen. Die rechtsverbindliche Erklärung hierüber wurde vom Verwaltungsausschuß auf Grund Sitzungsbeschlusses vom fH. Jänner s904 an die hohe Regierung abgegeben. Der hohe oberösterreichische Landtag hat mit Sitzungsbeschluß vom 26. Juni s90s die Landessubvention von 500 auf fOOO K erhöht und die Einstellung dieser j)ost in das Iahrespräliminare des Landes seit ^905 läßt eine dauernde Zusicherung derselben erhoffen. Ebenso hat der löbliche Gemeinderat der Landeshauptstadt Linz laut Dekretes vom 5. April f90H, Z. 7H66, der Anstalt pro !s90H, sowie für die folgenden Jahre bis auf weiteres die bisherige Iahres- subvention von HOOO K bewilligt. Die löbliche Allgemeine Sparkasse und Leihanstalt in Linz gewährt auf Grund der Beschlüsse der Generalversammlungen Iahressubventionen von 5000 K. und zum jDensions- fonds besondere von 2000 K jährlich. In der hochherzigen Gewährung der Erhöhungen und der dauernden Zusicherung der Subventionen liegt auch ein ehrender und erfreulicher Beweis dafür, daß das Lyzeum sich allmählich den Ruf einer ernsten und die Bedeutung einer notwendigen Schule errungen hat, daß der Anstalt von den maßgebenden Faktoren, namentlich von den hohen Schulbehörden, Vertrauen geschenkt und Anerkennung in ihrem wirken gezollt wird. Die Iahressubventionen weisen gegenwärtig folgende Beträge auf: a) Staatssubvention.f2.000 K. b) Landessubvention.f.000 „ Übertrag . f 5.000 K - s9 - Übertrag . s3.000 X c) Städtische Subvention.H.000 „ Subvention der 2lllgemeinen Sparkasse.5.000 „ e) „ „ „ „ zum Pensio nsfonds 2.000 „ Zusammen . 2H.000 X Die Schulgelder bilden die zweite Einnahmsquelle der Anstalt. Es besteht ein vierfacher Modus der Schulgeldzahlung: ganzes und halbes Schulgeld, halbe und ganze Befreiung hievon. Das ganze Schulgeld beträgt für die 3 Unterklassen monatlich X, für die 3 Oberklassen monatlich 20 X; das ermäßigte Schulgeld für Töchter von Staats-, Landes- und Gemeindebeamten, sowie von k. u. k. und k. k. Offizieren beträgt IsO, bezw. X. Halbe und ganze Schulgeld-Befreiungen für weniger bemittelte und dürftige Schülerinnen aus allen Ständen werden vom löblichen Verwaltungsausschusse alljährlich in ansehnlichem Ausmaße gewährt. Die Schulgeldzahlung gestaltete sich zu Aufang und Ende des letzten Lustrums folgendermaßen: a) es zahlten das ganze Schulgeld .... im Zahre l900: im Zahre fHOö: 3l°/o; b>) es zahlten das ermäßigte Schulgeld . . im Jahre l900: 350/<,; im Zahre sHOö: 350/g; c) es waren halb befreit .im Zahre l900: sO^; im Jahre l905: Is5"/g; ä) es waren ganz befreit .im Zahre sHOO: nn Zahre l905: Diese Ziffern besagen, daß der Verwaltungskörper hinsichtlich der Belastung der weniger bemittelten Elternkreise mit Geldleistungen an die Schule nach Möglichkeit in der entgegenkommendsten und liberalsten weise vorgeht. Die Schulgeldzahlung betrug für das Schuljahr s899/l900 die Summe von so.6^2 X, für das Schuljahr sHOH/Oö ist sie mit 2s.788 X präliminiert, woraus sich eine Steigerung der Zahreseinnahmen nach 5 Zähren im Betrage von 6s76 X ergibt. Die Gesamt-Schulgeld-Ein- nahme von sHOO bis s905 beträgt 96.8^6 X. Den beiden Einnahmsquellen, den Subventionen und den Schulgeldern, stehen drei Hauptausgabeposten gegenüber: die Gehaltsbezüge, die Regiekosten und die Einlagen in den pensionssonds der Anstalt. Die Gehaltsbezüge, bestehend in den festen Gehalten der internen Lehrkräfte, den Remunerationen für die externen Lehrer und im Dienerlohn, betrugen im Zahre s900: 2 s.580 X, dagegen pro s905: 28.2 sO X. Die sich hieraus ergebende Gesamtgehaltserhöhung seit s900 im Betrage 2 * 20 von 6650 X, welche Summe in den nunmehr größeren Schulgeld-Einnahmen und den erhöhten Subventionen Deckung findet, ist eine Folge der begonnenen Stabilisierung des internen Lehrkörpers, von welchem bisher füns Lehrkräfte definitiv angestellt sind, wovon die zwei männlichen Gehalte gleich den Staatsmittelschullehrern für Linz beziehen. Die jährlichen Regiekosten bestehen in der Hausmiete, in der Lehrmitteldotation, in den Auslagen für Erweiterung, Instandhaltung und Neuadaptierung der Schulräumlichkeiten, sowie für deren Beleuchtung, Beheizung und Reinigung, in den Druckerei-, Buchhandlungs- und Buchbinderkosten, in der Bestreitung der Ranzleierfordernisse und in sonstigen Ausgaben. Über die gesamten Ausgaben, die in den Iahreseinnahmen ihre Deckung finden müssen, wird dem Verwaltungsausschusse alljährlich besondere Rechnung gelegt. Es betrug das Einnahmepräliminare pro ss)00 die Summe von rund 35.000 X und für das Jahr ss)05 die Summe von rund H5.000 X. Diese Mehreinnahme seit ssjOO um sO.OOO X findet ihre Erklärung in den seither erhöhten Iahressubventionen von mehr als ^000 X und in den nunmehrigen größeren Schulgeldeinnahmen von mehr als 6000 X. Diese Eiunahmeerhöhung war aber dringlich infolge der bedeutend vermehrten Auslagen, die in gleichem Maße eine Steigerung erfuhren. Der Pensionsfonds der Anstalt, der sich allmählich aus den regelmäßigen Einlagen seitens des Verwaltungskörpers und aus den hochherzigen Spenden der Allgemeinen Sparkasse in Linz, sowie aus Einzelspenden von Wohltätern bildete, betrug im Jahre sHOO: s6.s)5^ X und steigerte sich bis zum Jahre auf 56.f26 X, so daß er innerhalb vier Jahre eine Erhöhung von s9Iö2 X erfuhr. Der verwaltungs- ausschuß, der in seinem löblichen Bestreben nach einer gesicherten Altersversorgung der definitiven Lehrkräfte bemüht ist, diesen Fond möglichst ausgiebig zu kräftigen und ihn tunlichst bald auf einen entsprechenden, Garantie gewährenden Höhestand zu bringen, verstärkte ihn jährlich erst um sOOO X, später um 2000 X und pro ss)05 um 5000 X und beabsichtigt, die Verstärkung in dieser Höhe nach Möglichkeit auch für die Folgezeit fortzusetzen, so daß der Pensionsfonds mit Schluß des Jahres ss)05 auf diese Weise sich über ^0.000 X belaufen wird, wozu außer den anwachsenden Zinsen die seit ss)05 begonnenen Einzahlungen seitens der definitiven Lehrkräfte mit drei Prozent ihrer Iahresbezüge und der für den Pensionsfond errichtete Reservefond, zusammen im ungefähren Betrage von 7000 X kommen, so daß der Gesamtstand des pensions- fondes mit H7.000 X beziffert werden kann, wonach dessen Anwachsen in den letzten fünf Jahren mehr als 50.000 X beträgt. 2f So ist die wichtige Frage der Altersversorgung für den Lehrkörper der faktischen Behandlung zugeführt worden und wird in der nächsten Zeit durch ein besonderes Pensionsstatut seitens des Verwaltungs-Aus- schusses endgiltig gelöst werden. In materieller Hinsicht sei noch erwähnt, daß das Lyzeum seit f90-s die Portofreiheit für den amtlichen Verkehr auf eine Eingabe hin zuerkannt erhalten hat. An Stipendien genoß Is902 eine Schülerin ein Kaiser Franz Iosef- Landesstipendium von fOö X und gegenwärtig beziehen zwei Schülerinnen Stipendien aus dem k. k. Gefällsstrafgelderfonds von je 200 X. Das hochlöbliche Präsidium der Allgemeinen Sparkasse in Linz hat fHOö einen freigewordenen Freiplatz, den dieses Institut zu vergeben hat, einer Schülerin der I. Klasse verliehen. Minderbemittelte Schülerinnen werden aus der Unterstützungsbibliothek und der Schülerlade durch unentgeltliche Verabreichung von Lesebüchern, Zeichenblocks und Schul- requisiten, mitunter auch bei besonderen Gelegenheiten, wie bei Schul- ausflügen, mit kleineren Geldbeträgen unterstützt. Dem Verfasser dieses Berichtes, der vor fünf Jahren, im Jahre ^900, durch ehrendes vertrauen zur Leitung des Lyzeums berufen worden war, wird das Scheiden von der ihm lieb gewordenen Anstalt, das ihm schwer gefallen, durch das Bewußtsein erleichtert, daß das Linzer Mädchen- Lyzeum auf ganz festem und sicherem Boden steht, daß seine Bestandsberechtigung vollauf erwiesen ist, daß es das Vertrauen und die Achtung der verschiedenen Bevölkerungskreise gewonnen und auch die Zufriedenheit der hohen Unterrichtsbehörden sich errungen hat, wie unter anderen die günstigen Erledigungen der Iahreshauptberichte dartun. Der Scheidende hat viele Tage der Freude, daneben auch manche der Sorge während seiner Wirksamkeit an der Anstalt verlebt. Freude bereitete ihm seine Berufstätigkeit im Dienste des Unterrichtes und der Erziehung, die ihm wesentlich erleichtert wurde durch die stets rege und willige Mitarbeit und das harmonische Zusammenwirken des Lehrkörpers, durch das ernste Streben und gute Verhalten der Schülerinnen, durch die treue Anhänglichkeit und Ergebenheit seiner ganzen Schulfamilie. Sorge machte ihm der Gedanke an das Gelingen der vollen Durchführung der Neuorganisation der Schule, der befriedigenden Lösung der Anstellungsverhältnisse des Lehrkörpers, sowie der Anbahnung eines möglichen Weges für die Realisierung der zwar schwierigen, aber überaus wichtigen Frage einer Altersversorgung für die definitiven Lehrkräfte. Infolge dankeswerten Wohlwollens seitens der hohen Regierung, der gütigen Unterstützung seitens der hohen Unterrichtsbehörden und des stets bereitwilligen Entgegenkommens des löblichen Verwaltungskörpers ist das Lyzeum diesen angestrebten Zielen Schritt für Schritt näher gekommen. Der Unterzeichnete kann es offen und freudig gestehen, daß infolgedessen die frohen Stunden die sorgenvollen seines Wirkens überwogen haben. Der Verfasser dieser Zeilen fühlt sich gedrängt, allen jenen Faktoren, zu welchen er in seiner Eigenschaft als Leiter der Anstalt in Beziehung zu treten hatte, an dieser Stelle für alle freundliche Unterstützung und liebevolle Fürsorge, die sie der Schule und ihm während seines Wirkens an derselben zuteil werden ließen, den aufrichtigsten und innigsten Dank auszusprechen. vor allem fühlt er sich hiezu verpflichtet dem hohen Ministerium für Kultus und Unterricht und der hohen Landesschulbehörde gegenüber, im besonderen dem Herrn Landesschulinspektor für Mittelschulen, der die unmittelbare staatliche Aufsicht über die Anstalt führt, für die wohlwollende Förderung der Bestrebungen, diese Schule zu einer gedeihlichen Weiterentwicklung gelangen zu lassen, den ergebensten und wärmsten Dank zum Ausdrucke zu bringen. Desgleichen ist es dem Unterzeichneten ein Bedürfnis, dem löblichen Verwaltungsausschusse des Mädchen-Lyzeums als den Nähr- vater der Anstalt, dem diese ihre Entstehung und ihr materielles Wohl zu danken hat, für das ihm stets im hohen Grade bewiesene vertrauen, für das stets gute Einvernehmen, das zwischen dieser Körperschaft und der Direktion geherrscht, sowie für die große Mpferwilligkeit den Bedürfnissen der Schule gegenüber, den verbindlichsten und besten Dank hiemit offen abzustatten. Der innigste Dank gebührt ferner vor allem auch seinen liebwerten, gewesenen Berufsgenofsen im Lehramts, dem gesamten Lehrkörper, Lehrern wie Lehrerinnen, internen wie externen Lehrkräften, für ihre werktätige Mitarbeit und betätigte pflichttreue, für ihre stete Arbeitsfreudigkeit und den richtigen Takt, womit sie ihren schwierigen Beruf ausgeübt, sowie für ihr so einmütiges Zusammenwirken und Zusammenleben, wie es in einem Lehrkollegium selten zu finden ist. Gewissenhaftigkeit, Ernst und Gerechtigkeit, gepaart mit Wärme und Freundlichkeit der Jugend gegenüber, mögen nach wie vor die Leitsterne für ihre Lehr- und Erziehungstätigkeit bleiben. Den geehrten Eltern und Angehörigen der Schülerinnen dankt der Unterzeichnete ebenfalls wärmstens für die freundliche Unterstützung der Schule durch das Haus, in deren beider einträchtigem Zu- 23 sammenwirken einzig und allein die Möglichkeit einer wirklich gedeihlichen Iugendbildung und Jugenderziehung gelegen ist. Mit großer Befriedigung kann der Unterzeichnete konstatieren, das zwischen Elternhaus und Lehrerschaft stets ein freundliches Verhältnis und gutes Einvernehmen geherrscht hat zum Frommen der Jugend, daß die Eltern von dem hohen Werte der gemeinsamen Erziehungsarbeit selbst überzeugt waren oder sich gerne überzeugen ließen und daß infolgedessen die von der Schule getroffenen Maßnahmen fast durchwegs auch im Elternhause das gewünschte Verständnis und die notwendige Unterstützung fanden. Das letzte Wort des Unterzeichneten gilt den lieben Schülerinnen, die seinen stets wohlgemeinten Worten, Belehrungen und Mahnungen auch ein einsichtsvolles Gemüt, einen willigen Gehorsam und ein empfängliches Herz entgegengebracht haben. Er kann es mit Genugtuung offen aussprechen, daß unter den Schülerinnen der Anstalt ein guter Geist herrscht, daß der Unterricht deren jugendliche Gemüter fessellt, daß ihnen das Lernen mehr zur Lust als zur Last wird und daß sie darum auch durchwegs gerne die Schule besuchen, gerne in ihr weilen und stets schwer von ihr scheiden. Hat der Unterzeichnete auch aufgehört, ihr Lehrer und Leiter zu sein, so hört er nicht auf, ihr Freund zu bleiben, der an ihren ferneren Lebensgeschicken stets warmen Anteil nehmen wird. Von der Ansicht durchdrungen, daß das Lyzeum nicht bloß eine wissenschaftliche Lehranstalt, sondern vornehmlich auch eine sittliche Bildungsstätte sein solle, hielt sich der Unterzeichnete bei seinem Walten in Amt und Schule stets das Wort eines großen Schulmannes als Richtschnur vor Augen: „Reine Klugheit und selbst keine Weisheit erzielt, was allein ein warmes Menschen herz zustande bringt: ein Herz für die Sache, die zu lehren ist, und für die Menschen, denen sie gelehrt werden soll". Nach diesen Grundsätzen hat der Unterzeichnete fast durch ein Lustrum die ihm anvertraute Anstalt und Jugend zu leiten getrachtet. Allen sagt der Scheidende ein dankbares und herzliches Lebewohl! Dr. Franz Thalmayr. 6 . Schulnachrichten. I. Anleitung. Mit dem Schuljahre s^O^/Oö vollendet das öffentliche Mädchen- Lyzeum in Linz das s6. Jahr seines Bestehens. Auch dieses abgelaufene Schuljahr bedeutete für die Anstalt eine Zeit stetiger Weiterentwicklung. Der Zuwachs an Schülerinnen in den letzten Zähren ist ein sprechender Beweis, daß das Bedürfnis, den Mädchen eine für die Zeitverhältnisse ausreichendere Bildung angedeihen zu lassen, immer mehr und allgemeiner empfunden wird. Dazu kommt, daß an Lyzeen auch eine berufliche Ausbildung, die Erreichung praktischer Lebensziele, ermöglicht ist. Die Erschließung von Berechtigungen zu bestimmten Berufen für die Maturantinnen der Lyzeen bildet den Gegenstand unausgesetzter Fürsorge der obersten Unterrichtsverwaltung. Auch die Heuer wieder abgehaltene Lyzealdirektoren-Aonferenz in Mien (zu Mstern), der Herr Hofrat Dr. Huemer anwohnte, beschäftigte sich wieder eingehend mit der Ausgestaltung der Lyzeen, mit Verbesserungen des Lehrplanes, mit Erweiterung der Berechtigungen rc. Sicher werden auch diese Beratungen wieder eine erfreuliche Frucht zeitigen. Dieser Aonferenz wohnte als Vertreter des Linzer Lyzeums dank der gütigen Erlaubnis des k. k. Landes- schulrates für Gberösterreich Herr Gymnasial-Direktor Dr. Thalmayr bei, welcher so auch nach seinem Scheiden von der Anstalt seine reichen Erfahrungen im Lyzealwesen in den Dienst der von ihm so lange geleiteten Schule stellte. Hiefür sei ihm an dieser Stelle noch besonderer Dank gesagt. Zu bezug auf den Stand des Lehrkörpers traten im abgelaufenen Schuljahre folgende Änderungen ein: Mit kaiserlicher Entschließung vom 5. Februar wurde der Direktor der Anstalt Dr. Franz Thalmayr zum k. k. Gymnasial-Direktor in Ried ernannt und schied von der Anstalt, der er durch Zahre vorgestanden. (Siehe Thronik.) 28 Herr Gymnafialsupplent Riemens Aiguer wurde mit Beginn des Schuljahres zum wirklichen Gymnasiallehrer in pola ernannt. Mit großem Bedauern sahen Direktion, Lehrkörper und Schülerinnen den tüchtigen, berufsfreudigen und gewissenhaften Lehrer von der Anstalt scheiden. Herr Gymuasialsupplent Dr. Josef Jörg trat als externe Lehrkraft für Geschichte und Geographie ein und wurde vom k. k. Laudes- schulrate mit Erlaß vom f7. Oktober Z. H7H7, in dieser Verwendung bestätigt. Infolge des Abganges des Herrn Direktors Dr. Thalmayr mußte zur Entlastung des provisorischen Leiters eine Hilfskraft gewonnen werden. Eine solche fand sich in Herrn Dr. Paul Ziucke, approbiertem Lehramtskandidaten, der als Supplent am Lvzeum mit Erlaß des k. k. Landesschulrates vom 1 ( 8 . Februar (905, Z. 722, bestätigt wurde. II. Berechtigungen für Abwlventinnen und Schülerinnen öffentlicher Mädchen-Lyzeen. Bisher sind den Lyzeistinnen von den k. k. Ministerien folgende Berechtigungen zuerkannt worden: a) Die Abiturientinnen mit Reifezeugnis sind zum Uni- versitäts-Studium und zur Ausbildung für das Lyzeal- lehramt zugelassen. „Der Herr Minister für Aultus und Unterricht hat mit dem Erlasse vom 27. November (905 das öffentliche Mädchen- Lyzeum in Linz im Sinne des Z 7 der Ministerial-Verordnung vom 25- März (897 (M.-V.-Bl. Nr. (9) als gleichwertig mit einer Lehrerinnen-Bildungsanstalt anzuerkennen und sonach zu gestatten gefunden, daß jene Abiturientinnen des Lyzeums, welche sich der Reifeprüfung nach dem Statute vom 5. «Oktober (90( mit Erfolg unterzogen haben, bei Erfüllung der übrigen vorgeschriebenen Bedingungen, als außerordentliche Hörerinnen der philosophischen Fakultät zugelassen werden. Hievon wurden die Rektorate der österreichischen Universitäten verständigt." d) Die Abiturientiuneu mit Reifezeugnis und Lateinprüfung sind zum pharmazeutischeu Berufe (Apotheker- Gewerbe) zugelassen. „Auf Grund Allerhöchster Genehmigung vom 22. März (90H wird von den Ministerien des Innern und für Aultus und Unterricht 29 in Ergänzung des § 3 der Verordnung vom 3. September (900, R.-G.-Bl. Nr. (50, betreffend die Zulassung von Frauen zum pharma- zeutischen Berufe angeordnet, daß Frauen unter Erfüllung der in den übrigen Paragraphen dieser Verordnung angegebenen Bedingungen zur Ausübung des pharmazeutischen Berufes zugelassen werden, wenn sie sich der mit der Ministerial-Verordnung vom 3. Oktober (90(, Z. 2?>9(5, Verordnungsblatt des Ministeriums für Kultus und Unterricht vom Jahre (s)0(, Nr. 39, Teile 38 s, normierten Reifeprüfung an einem öffentlichen Mädchen-Lyzeum mit Erfolg unterzogen haben und sich über eine an einem öffentlichen Gymnasium mit Erfolg abgelegte Prüfung aus der lateinischen Sprache im Umfange der Anforderungen für die ersten sechs Gymnasialklassen ausweisen können." (V.-Bl. (90H, T. 2"0.) e) Den Abiturientinnen mit Reifezeugnis ist der Übertritt in einen der letzten Jahrgänge der Lehrerinnen- Bild ung sanft alten gestattet. Die Verordnung des Ministers für Kultus und Unterricht vom (2. Dezember (903, Z- (0.5(9 (V.-Bl. (90^ S. 8), lautet: „Absolventinnen eines öffentlichen Mädchen-Lyzeums, die sich der Reifeprüfung nach dem Statute vom 3. Oktober (s)0( mit Erfolg unterzogen haben, können, wenn sie die physische Tüchtigkeit und das vorgeschriebene Alter nachweisen, auf Grund einer ergänzenden Aufnahmsprüfung in den 3- oder H. Jahrgang einer Lehrerinnen- Bildungsanstalt aufgenommen werden. Diese Ergänzungsprüfung hat sich für die Aufnahme in den 3. Jahrgang auf allgemeine Lrziehungslehre, für die Aufnahme in den -p Jahrgang auf allgemeine Lrziehungs- und Unterrichtslehre zu erstrecken, ist aber auch auf Gesang (allgemeine Musiklehre), Turnen und weibliche Landarbeiten auszudehnen, wenn das Reifezeugnis der Kandidatin nicht mindestens die Note „befriedigend" aus diesen Fächern enthält. Im übrigen hat für solche Zöglinge rücksichtlich der eventuellen Altersdispens Z 1^, Absatz 2, der Ministerial-Verordnung vom 3 (.Juli (886, rücksichtlich ihrer sonstigen Behandlung der Ministerial-Erlaß vom 9- November (88 s sinngemäße Anwendung zu finden." 5) Die Abiturientinnen mit Reifezeugnis sind zur staatlichen Lehramtsprüfung aus Stenographie zugelassen. „Der kserr Minister für Kultus und Unterricht hat mit dem Erlasse vom 2 s. November (903, Z- 38.533, angeordnet, daß der in der Prüfungsvorschrift vom (^. Mai (860, Z. 60^^, für die Zulassung zur Lehramtsprüfung aus Stenographie geforderte Nachweis der allgemeinen Bildung auch durch das Reifezeugnis eines öffentlichen Mädchen-Lyzeums erbracht werden kann." (V.-Bl. (904, S. 586.) 30 e) Den Absolventinnen von vier Lyzealklassen ist der Zutritt zu den Post- und Telegraphenkursen und An- stellbarkeit als posthilfsbeamtinnen erschlossen laut Erlasses des k. k. Handels-Ministeriums vom 26. September s902. Die Erweiterung beruflicher Berechtigungen für die Absolventinnen der öffentlichen Mädchen-L^zeen bleibt Gegenstand weiterer Erwägungen seitens der obersten Unterrichtsbehörde. III. Der Verwaltungsausschuß des Qnzer Mädchen-Lyzeums. Obmann: Matthias poche, kaiserlicher Rat, Großhändler, Vizebürgermeister der Landeshauptstadt Linz, Vorstand des Handelsgremiums. Verwaltungsausschüsse: Franz DttMNel, Besitzer des goldenen Verdienstkreuzes mit der Krone, Gemeinderat, Vorstand des Kaufmännischen Vereines. Mbmann- stellvertreter. Gustav Eder, Offizier des Franz Josef-Grdens, Bürgermeister der Landeshauptstadt Linz. Dr. Anton Eflenberger, kaiserlicher Rat, Direktor der Handelsakademie, Aufsichtsrat. Siegmund Ehrentletzberger, Kaufmann, als Vertreter der Allgemeinen Sparkasse. Johann Nabemcht, k. k. Schulrat, Direktor der k. k. Lehrer- und Lehrerinnen- Bildungsanstalt. Josef Nüster, Kaufmann, Präsident der Bank für Gberösterreich und Salzburg, Kassier. Dr. Ernst Jäger, Hof- u. Gerichtsadvokat, Landeshauptmann-Stellvertreter, Gemeinderat, Schriftführer. F. T. Arüzner, Verwaltungsrat der Bank für Oberösterreich und Salzburg. Franz Reininger, Kaufmann, Gemeinderat. Friedrich Kuckensteiner, k. k. Bezirksrichter i. p., Aufsichtsrat. Hermann SüNNger, Kaufmann, (Ökonom. Julius Stifter, k. k. Oberlandesgerichtsrat i. p., Ritter des Franz Josef- Grdens, Aufsichtsrat. Julius wimmer, Buchdruckereibesitzer, Präsident der Allgemeinen Sparkasse. IV. Förderung des materiellen Gedeihens des Mädchen- Lyzeurns. Die Anstalt erhielt im Laufe des Schuljahres folgende Subventionen ausbezahlt, welche, wie im Vorjahre ausgewiesen, nunmehr als bleibende bis auf weiteres angesehen werden dürfen: s. Am ^0. September sHOH die erste Rate seitens der löblichen Sparkasse und Leihanstalt in Linz im Betrage von 2500 Kronen. 2. Am ss. Jänner die Landessubvention im Betrage von sOOO Kronen. 3. Am Februar f905 die zweite Rate seitens der Sparkasse im Betrage von 2500 Kronen. H. Am 6. Rlärz s905 seitens der löblichen Sparkasse und Leihanstalt die Subvention zum pensionsfonde der Anstalt im Betrage von 2000 Kronen. 5. Am s5. Rlärz s905 die Subvention der Stadtgemeinde Linz im Betrage von H000 Kronen. 6. Am s3. Rlai s90o die Staatssubvention im Betrage von s2.000 Kronen. Stand des ^enlionsfondes. Stand bei Schluß des Schuljahres s903/OH.36.s26'9^ s905. Rllärz. Spende der allgemeinen Sparkasse und Leihanstalt in Linz.„ 2.000'— Zuweisung aus den laufenden Erträgnissen der Anstalt . „ 3.000' — Zugeschriebene Sparkassezinsen...„ s.32s'^ Stand am Schlüsse des Schuljahres s90H/05.L ^2.528 38 So wurde das Rkädchen-Lyzeum auch in dem abgelaufenen Schuljahre wieder von allen maßgebenden Faktoren in der kräftigsten Weise unterstützt. Der Berichterstatter betrachtet es als eine besondere Pflicht, an dieser Stelle der hohen Unterrichtsverwaltung, der hohen k. k. Statthalterei für Gberösterreich, dem hohen Landtage, dem hohen k. k. Landesschulrate für Gberösterreich, der löblichen Gemeindevertretung der Landeshauptstadt Linz, der Allgemeinen Sparkasse und Leihanstalt in Linz, dem löblichen Verwaltungsausschusse des Rlädchen-Lvzeums und allen jenen, welche der Anstalt durch Wort und Tat ihr Wohlwollen bekundet haben, den ehrfurchtsvollsten und wärmsten Dank auszusprechen. V. personalstand des Lehrkörpers und LächerverteLlung. Name und Lharakter Gegenstand Klasse wöchtl. Anmerkungen ! 1 Direktor unbesetzt. — — — I rr t e v rr o L e l; v tr v ö p t e: 2 Vartl Anna, prov. Lehrerin Sandarbeiten I.^VI. in 61 >8 21 bSAk-ir,. 3 Buraschi Marie, wirkliche Lehrerin Französisch I., III., IV. 14 der I. Alasse. 4 Langer Heinrich, prov. Lehrer Arithmetik Naturlehre I.,III,V.. VI. III.-IV. > ^der^V.^Alasse!' > 5 Loren; Eduard, wirklicher Lehrer Zeichnen Schönschreiben I.-VI. I.. II. 31 der III. Alasse. 6 Dr. Ritter von Martr Vermann, prov. Lehrer Geographie Arithmetik Naturgeschichte 1., II., IV. 11., IV. I.,II.,III.,V. 5N9 Austos des ! Paul Johann, Professor im 2. Semester prov. Leiter der Anstalt Deutsch Geographie Geschichte V., VI. VI. VI. 1 1>12 31 Kabinetts, Zeitkurses, Alassen- VI. Alasse. 8 Peyrer Helene, wirkliche Lehrerin Französisch II.,V.,VI. 15 ' der II. Alasse. 9 Dr. Rettenbacher Josef, geistl. Rat, Subregens im Priesterseminar Rath. Religion I.-VI. 12 10 Schwämme! Emilie, wirkliche Lehrerin Englisch IV.,V.,VI. 14 Bibliothek, Alassenvorfteherin 11 Dr. Zincke Paul, Supplent Deutsch Geschichte I., II. III. IV., V. 1!" G^tevne L e l; o tr o ö f t e: 12 Vrandstötter Leopold, Landesbeamter Stenographie IV. 2 13 Vrunner Franz, k. k. Ubungsschullehrer Gesang I.-VI. 4 53 Raine und Charakter Gegenstand wöchtl. 14 Hirt Max, Turnlehrer an der k. k. Lehrer-Bildungsanstalt Turnen > I.—VI. 4- 15 Dr. Jörg Josef, Gymnasiallehrer. Geographie Geschichte ' III., ^ II. j 16 Koch August, . evang. Pfarrer Tvang. Religion I.—VI. 2 17 Samhaber Edward, Professor an der k. k. Lehrer- ^ Deutsch Bildungsanstalt IV. 4 18 Schickinger Hermann, Geographie k. k. Gymnasial-Professor ! Geschichte V * III. 19 weyrnayr Friedrich, k. k. prov. kjauptlehrer an der k. k. Lehrer-Bildungsanstalt Stenographie - 2 VI. Statistik der Schülerinnen. Klasse Zusam- I 11 III IV V VI s. Zahl zu Ende 1903/04 . ^ 27 23 22 33 30 21 156 zu Ansang 1904/05 . 33 30 27 33 32 27 182 während des Schuljahres traten aus . ^ 1 2 3 1 1 8 während des Schuljahres traten ein . 2 2 1 1 . , 6 ^ Somit betrug die Zahl der Schülerinnen am Schlüsse des Schuljahres 1904/05 34 28 26 33 33 26 180 Davon waren ordentliche Schülerinnen . 33 28 26 31 32 26 ' 176 Privatfirmen. 1 2 1 4 ! Summe. 34 28 26 33 33 26 180 2. Schuldgeldzahlunq: I Das Schulgeld zahlten. 12 6 13 8 13 5 57 ^ Ermäßigung genossen. 14 13 9 12 8 9 , 65 > palb befreit waren. 2 1 2 7 6 7 ' 25 . ! Ganz befreit waren. 6 8 2 6 6 5 l 33 ^ Summe. 34 28 26 33 33 26 ! 180 ! Z. Klassifikation der Schülerinnen am j Schlüsse des Schuljahres: I. Fortgangsklasse mit Vorzug erhielten 17l 11 10 13? 14 10 ! 75° > I. Fortgangsklasse erbielten. 14 15 15 17 18^ 16 I 95t ! ! Zu einer Wiederholungsprüfung nach den Ferien wurden zugelassen . . . 1 1 1 1 ! 4 ^ II. Fortgangsklasse erhielten .... 1 1 ! ^ ^ Richt klassifiziert wurden. I - ^ Summe. ! 34 28 26 33 33 26 ! 180 ^ z - zq - > Klasse i! Zu^rn- I 77! 717 7V j VI!! Muttersprache: ! Deutsche. 34 28 ^ 26 ! 33 ! 33 26 I 180 Fremdsprachige. . ! . Summe. 34 28 26 ! 33 ! 33 26 , 180 5. Vaterland: l > ! Linz. 19 12 j 11 13 ! 16 9 80 Gberösterreich (außer Linz) .... 2 6 , 8 4 6 6 ! 32 Niederösterreich . 3 2 ! 7 1 3 4 18 Salzburg.- 1 1 1 1 4 Tirol und Vorarlberg. . 1 ! 1 Steiermark . 1 . 1 ! 2 Körnten. 2 1 . - 3 Küstenland . . Bobinen. 1 5 2 4 4 3 19 Nähren. 1 1 2 1 2 ! 7 Scblesien. 1 . 1 Galizien . 2 1 2 . ! 5 Ungarn und Siebenbürgen .... 2 1 2 5 Bosnien-Herzegowina. 1 1 Italien. 1 1 Summe. 34 28 26 33 33 26 180 6. Religions-Bekenntnis: Römisch-katholisch. 26 26 23 29 28 23 155 Evangelisch. 4 1 1 3 5 14 Nosaiscb. 4 1 2 1 3 I 11 Summe. 34 28 26 33 33 26 180 7. Geburtsjahr der Schülerinnen: 1893 . 24 . 24 ! 1892 . 8 19 2 - 29 ! 1891. 2 6 19 4 31 1890 . 3 3 15 5 26 ^ 1889 . 1 9 18 1 29 j 1888 . 1 3 6 16 26 ! 1887 . 3 7 10 1886 . . 2 2 1885 . 1 1 2 - 1883 . . 1879 . 1 1 ^ Summe. 34 28 26 33 33 26 180 8. Nach dem Wohnorte der Eltern: Grtsangehörige (Linz-Ursahr) . . 29 26 21 24 28 22 150 Auswärtige. ! 5 2 5 9 5 4 30 Summe. 34 28 26 33 33 26 180 ^ 9. Besuch der nicht obligaten Fächer: Weibliche Handarbeiten. 21 11 12 13 16 1 84 ' Turnen. 27 25 16 17 20 2 109 Gesang. 25 19 12 6 10 6 78 Stenographie. 27 28 55 ! ^0. Stipendien genossen. 1 1 2 ! Stipendienbetrag. MOL- 200 ^ 400 ^ Freiplatz der Allg. Sparkasse Linz. j 1 . 1 ! 35 VII. Lehrplan des öffentlichen Mädchen-Lyzeurns in Linz. Für den Unterricht gelten die Bestimmungen des mit dem Ulinisterial- Erlasse vom ss. Dezember sHOO, Z. 3^.55 s, vorgezeichneten Normal- Lehrplanes für vollständige sechsklassige Ukäd chen-Lyzeen, welcher neue Lehrplan bereits im Schuljahre sZOs/02 in sämtlichen Klassen Einführung gefunden hat. Nberstcht der Verteilung der Lehrgegenstände nach den sechs Klassen und der wöchentlichen Stundenzahl. Lehrgegenstände I. II. III. IV. ! VI. Summe Religion. 2 2 2 2 2 2 12 i ! Deutsche Sprache als Unterrichtssprache . 5 4 4 4 4 4 25 Französische Sprache . 5 5 5 4 4 4 27 Englische Sprache . . 3 4 4 11 Geographie. 2 's 's 's 11 Geschichte. 2^ 2^ 2^ 2^ 3^ 11 Arithmetik. 3 3 2 2 2 3 15 Naturgeschichte . . . 2 2 2 _ s 2 8 Naturlehre. 2 2 2 9 Freihandzeichnen und geometrische Anschauungslehre . . 3 3 3 I 3 2 3 17 Schönschreiben . . . 2 1 - - - 3 Summe. » 24 24 > 24 i ! 25 > ! I I 26 1 ! ! 26 i 149 I z* 36 6. Obligate Nnlerrichtsgrgerrstände. Katholische Uettgionslehre.*) I. bis VI. Klasse wöchentlich je 2 Stunden. I. Klage. Lhristkatholische Glaubenslehre, (s. und 2. Hauptstück des großen Katechismus und einschlägige Lesestücke aus der biblischen Geschichte.) II. Klage. Lhristkatholische Sittenlehre. 3., 4. und 5. Hauptstück des großen Katechismus und einschlägige Lesestücke aus der biblischen Geschichte.) III. Klage. Katholische Liturgik: Einleitung. Die heiligen Vrte. Gottes- dienstliche Geräte. Heilige Zeiten. IV. Klage. Katholische Liturgik: Die heiligen Handlungen. V. Klage. Kirchengerichte: Dom Beginne bis zu den Kreuzzügen. VI. Klage. Kirchengerichte: Don den Kreuzzügen bis auf die neuere Zeit. Evangelische Ueligionslehre.**) I. Abteilung: I. bis III. Klasse wöchentlich s Stunde. as Der Katechismus Luthers nach Lrnesti. d) Biblische Geschichte nach Lalw. e) Kirchenlieder im Anschlüsse an das Kirchenjahr. II. Abteilung: lV. bis VI. Klasse wöchentlich s Stunde. a) Lhristlich-evangelische Glaubens- und Sittenlehre. l>) Bibelkunde. (^Kirchengerichte. Deutsche "Unterrichtssprache. Lehrziel: Gewandtheit im grammatisch richtigen mündlichen und schriftlichen Gebrauch der deutschen Sprache. Verständnis der hervorragendsten Werke der deutschen, beziehungsweise der deutsch-österreichischen Literatur und des Entwicklungsganges derselben auf Grund der Lektüre einer für die weibliche Jugend passenden Auswahl poetischer und prosaischer Werke. Einblick in den Lebens- und Bildungsgang der hervorragendsten Schriftsteller auf Grund der Lektüre von Werken derselben und ergänzender Mitteilungen des Lehrers. Aus Beispielen abgeleitete Eharakteristik des Wesens der Kunstgattungen und der gebräuchlichsten Formen der Poesie, sowie der prosaischen Stilgattungen. I. Klasse, wöchentlich 5 Stunden.***) Lektüre: Übung im lautrichtigen, ausdrucksvollen Lesen. Mündliche, sprachlich richtige Wiedergabe des Gelesenen, teils in anlehnender, teils in freier Form. Elementare Anleitung zur Darlegung des Gedankenganges und der Einteilung umfangreicherer Lesestücke in Abschnitte. Nach der Bestimmung des bischöflichen (Ordinariates in Linz vom t6. Huni lgOt, Z. ZsOZ, vorn k. k. Landesschulrate vorgezeichnet mit dem Erlasse vom 2g. guni sgOs, Z. 2Z82. **) Nach der Bestimmung der oberösterreichischen evangelischen Superintendantur vom fg.guli sgOs. Grammatik: Die Formenlehre in ihren regelmäßigen Erscheinungen. Bestandteile des einfachen Satzes. Elemente der Satzverbindung und des Satzgefüges. «In Anknüpfung an das in der Volksschule Durchgenommene.) Schriftliche Arbeiten: Diktate als orthographische Übungen, wöchentlich einmal, etwa bis Weihnachten. Hierauf bis zum Schlüsse des Schuljahres neben den Diktaten monatlich eine Haus- uud eine Schularbeit. Stoff dazu geben kurze, mündlich vorgetragene oder vorgelesene Erzählungen einfacher Art. Memorieren und vortragen poetischer und prosaischer Lesestücke. II. Klasse, wöchentlich H Stunden. Lektüre: Leseübungen wie in der I. Klasse. Mündliche Wiedergabe wie in der I. Klasse, besonders Zusammenfassung umfangreicherer Lesestücke und Wiedergabe in gekürzter Form. Umgestaltung von Gedichten erzählenden Inhaltes in Prosa. Grammatik: Wiederholung und Vervollständigung der Formenlehre. Erweiterung der Lehre vom einfachen Satze. Die Satzverbindung. Satzgefüge einfacher Art. Schriftliche Arbeiten: Jeden Monat ein Diktat als orthographische Übung, ferner eine Haus- und eine Schularbeit. Etwas umfangreichere Nacherzählungen; Umbildung einfacher Lesestücke nach gegebenen Gesichtspunkten, verkürzende Zusammenfassung umfangreicherer Lesestücke, einfache Beschreibungen. Memorieren und vortragen wie oben. III. Klasse, wöchentlich H Stunden. Lektüre wie in der II. Klasse mit Hinweis auf die Bildlichkeit des Ausdruckes und auf die verschiedenen Stilgattungen. Besprechung der Lefestücke mit Rücksicht auf Inhalt und Form. Elemente der Metrik. Kurze Mitteilungen über Leben und Wirken hervorragender Dichter. Grammatik: Eingehendere Behandlung des einfach und mehrfach zusammengesetzten Satzes. Der Gliedersatz. Die wichtigsten Gesetze der Wortbildung. Schriftliche Arbeiten: Anleitung zum Disponieren an Musterbeispielen des Lesebuches. Verwertung dieser Übungen in Aufsätzen mit mehr selbständiger Verarbeitung gegebener Stoffe zu Erzählungen, Beschreibungen, Schilderungen und vergleichen. ' Ein Diktat jeden Monat als orthographische Übung. Jeden Monat eine Haus- und eine Schularbeit. Memorieren und vortragen wie oben. IV. Klasse, wöchentlich H Stunden. Lektüre epischer, lyrischer und didaktischer Gedichte, sowie prosaischer Musterstücke mit besonderer Berücksichtigung der altklassischen Literatur, namentlich der homerischen Dichtungen in Übersetzungen und der deutschen Volksepen, Nibelungenlied und Gudrunlied in Auszügen. An der Hand der Lektüre zu gewinnende Erkenntnis des Wesens der epischen, lyrischen und didaktischen Dichtungsformen, Fortsetzung der Belehrungen über die Metrik, Fortführung der biographischen Mitteilungen. Einführung in die dramatische Lektüre. Schriftliche Arbeiten: Dispositions - Übungen wie in der III. Klasse. Verwertung des aus der Lektüre und aus anderen Fächern gewonnenen Gedankenstoffes zu Erzählungen, Schilderungen, vergleichen. — Briefe, Geschäftsaufsätze. In jedem Semester fünf bis sechs Aufgaben, in der Mehrzahl zur häuslichen Bearbeitung. vortragsübungen memorierter Stücke. 38 V. Klasse, wöchentlich 4 Stunden. Lektüre und Literaturkunde: Einführung in die Geschichte der deutschen Literatur von ihren Ansängen bis Goethe auf Grund der Lektüre. Insbesondere sind aus der ersten Blütezeit das Nibelungenlied und Walther von der Vogelweide in neuhochdeutschen Übersetzungen zu berücksichtigen; aus der zweiten Blütezeit ist vornehmlich eine Auswahl aus Klopstocks Messias und den Gden, wielands Gberon, Lessings und Herders kritischen Schriften zu treffen. Ferner Lektüre von Lessings Minna von Barnhelm, Schillers Wilhelm Teil, Maria Stuart, Jungfrau von Grleans, entweder des ganzen Stückes oder doch der Hauptszenen. Daran anknüpfend Besprechung namentlich des Ausbaues der Handlung und Charakteristik der Hauptpersonen. Schriftliche Arbeiten wie in der IV. Masse mit gesteigerten Forderungen an die Korrektheit der Form und an die stilistische Gewandtheit. vortragsübungen memorierter Stücke. Freie vortrage über Stosse aus dem Gebiete des Unterrichtes. VI. Klasse, wöchentlich ^ Stunden. Lektüre und Literaturkunde: Auswahl aus Schillers und Goethes Dichtungen und Prosaschristen, den Erscheinungen der nachklassischen Zeit, ferner aus den Werken deutsch-österreichischer Dichter, besonders Grillparzers, Lektüre von Schillers lvallenstein, Goethes Egmont, Iphigenie aus Tauris, Hermann und Dorothea, Grillparzers König Mttokars Glück und Ende, Sappho. Behandlung der dramatischen Lektüre wie in der V. Klasse. In den oberen Klassen ist die (zu kontrollierende) privatlektüre dem Unterrichte dienstbar zu machen. Schriftliche Arbeiten wie in der V. Klasse, meist im Anschlüsse an die Lektüre. Freie vortrage wie in der V. Klasse über Stoffe aus dem Gebiete des Unterrichtes und der eigenen Lektüre. Französische Sprache. Lehrziel: Kenntnis der Formenlehre und Syntax der französischen Sprache. Sicherheit des Verständnisses der heutigen Schriftsprache. Größtmögliche Gewandtheit im mündlichen und schriftlichen Gebrauch der Umgangssprache. Kenntnis hervorragender Schriftsteller an der Hand der Lektüre einer Anzahl für die weibliche Jugend geeigneter Werke. Übersicht über die Entwicklung der französischen Literatur der letzten drei Jahrhunderte mit besonderer Berücksichtigung des Zeitalters Ludwig XIV. I. Klasse: wöchentlich 5 Stunden. Grammatik: Das Wichtigste aus der Formenlehre aller Redeteile, besonders der Hilfszeitwörter uvoir und etre, auch in der Frage- und Verneinungsform. Konjugation des regelmäßigen Zeitwortes der I. Konjugation. Lektüre: Leseübungen und Lektüre einfacher zusammenhängender Stücke zum Zwecke mündlicher und schriftlicher Übungen. Sprechübungen: Einübung der für das Französische charakteristischen Laute in vorgesprochenen und vorgeschriebenen Wörtern und Sätzen, Erwerbung eines Wörterschatzes aus Grund der Anschauung und Besprechung von Bildern und Gegenständen. 59 Memorieren leichter, vorher erklärter Texte. Thorsxrechen, eventuell auch Thorsingen. Der Lehrer bediene sich tunlichst bei der Erklärung und Besprechung der Lesestücke in allen Klassen der französischen Sprache (anfangs mit beigefügter deutscher Übersetzung). Schriftliche Arbeiten: (Voll Weihnachten ab) Monatlich eine Hausarbeit: Beantwortung französischer Fragen in französischer Sprache. Monatlich eine Schularbeit: a) Kurze Diktate im engsten Anschluß an gut durchgearbeitete Lesestücke, b) Niederschreiben kurzer, gut durchgearbeiteter Lesestücke. II. Klasse, wöchentlich 5 Stunden. Grammatik: Erweiterung der Formenlehre: das Pronomen, die regelmäßigen Zeitwörter der II., III., IV. Konjugation und die wichtigsten unregelmäßigen Zeitwörter; das Passivum; die reflexiven Zeitwörter; die Adverbien. Lektüre: Leseübungei^ und Lektüre wie in der I. Klasse mit erhöhten Forderungen. Sprechübungen: Fortsetzung der Sprechübungen auf Grund der Anschauung und Lektüre. Vermehrung des Wortvorrates wie in der I. Klasse. Abfragen des Inhaltes memorierter, poetischer und prosaischer Lesestücke in französischer Sprache. Schriftliche Arbeiten: Monatlich eine Hausarbeit: Beantwortung französischer Fragen in französischer Sprache; leichte Umformungen; Monatlich eine Schularbeit: Diktate umgeformter Sätze und Beantwortung französischer Fragen in französischer Sprache. III. Klasse, wöchentlich 5 Stunden. Grammatik: Wiederholung und Ergänzung der Formenlehre. Die übrigen unregelmäßigen Zeitwörter aller Konjugationen. Gebrauch der Hilfsverba. Lektüre: Sinngemäßes Lesen poetischer und prosaischer Stücke. Abfragen des Inhaltes in französischer Sprache; zusammenhängende mündliche Wiedergabe des Inhaltes. Sprechübungen: Sprechübungen an Wandbildern, Karten rc., wobei der Vorrat an Wörtern und Redensarten zu verwerten und zu mehren ist. Memorieren kurzer poetischer und prosaischer Stücke. Schriftliche Arbeiten: Monatlich eine Hausarbeit: Übersetzung in das Französische; Beantwortung französischer Fragen; Umformungen gelesener französischer Texte. — Häusliche Präparationen einmal wöchentlich. Monatlich eine Schularbeit: Diktate umgeformter Sätze. Beantwortung von Fragen. Übersetzungen ins Französische. IV. Klasse, wöchentlich H Stunden. Grammatik: Wiederholung der Formenlehre, Satzbau, Syntax des Artikels, Substantivs, Adjektivs und der Pronomina, Gebrauch der Präpositionen und Rektion der Substantiv«. Das Wichtigste aus der Wortbildungslehre. Lektüre: Teils statarische, teils kursorische Lektüre poetischer und prosaischer Stücke. Memorieren kurzer Gedichte, besonders französischer Liedertexte. Sprechübungen im Anschluß an die Lektüre und besonders auch an Selbstgeschautes und Selbsterlebtes. HO Schriftliche Arbeiten: Monatlich eine Hausarbeit: Übersetzungen ins Französische. — Nacherzählungen poetischer und prosaischer Lesestücke. Monatlich eine Schularbeit: Diktate. Schriftliche Wiedergabe gelesener und genau besprochener Erzählungen. Übersetzungen. V. Klasse, wöchentlich H Stunden. Grammatik: Wiederholung und Ergänzung der Syntax. Modus- und Temxuslehre. Interpunktion. Lektüre: Lektüre poetischer und prosaischer Musterstücke (eventuell auch leichterer, geeigneter ganzer Werke) mit literarhistorischen Bemerkungen über Leben und wirken bedeutender Schriftsteller, gegeben in französischer Sprache. Sprechübungen wie in der IV. Klasse. Inhaltsangaben aus der Lektüre, Deklamation französischer Gedichte. Schriftliche Arbeiten: Monatlich eine Hausarbeit: Übersetzungen in das Französische, Briese über besprochene, bestimmt abgegrenzte Themen; Nacherzählungen. Monatlich eine Schularbeit: Diktate. Freie Wiedergabe vorgetragener Erzählungen und Schilderungen. (Die Unterrichtssprache ist die französische.) VI. Klasse, wöchentlich H Stunden. Grammatik: Vervollständigung des grammatischen Unterrichtes durch die Infinitiv- und jdartizipial-Konstruktion. Die elliptischen Sätze. Lektüre und Sprechübungen: Konversation aus Grund häuslicher Lektüre ausgewählter Werke und eigener Erlebnisse. Teils statarische, teils kursorische Lektüre dramatischer Dichtungen und anderer literarisch bedeutsamer Werke von poetischer und prosaischer Form. Durch Lektüre gewonnener Überblick über die Geschichte der französischen Literatur. Deklamation französischer Gedichte und dramatischer Szenen mit verteilten Rollen. Schriftliche Arbeiten: Monatlich eine Haus- und eine Schularbeit: Briese; Aufsätze im Anschluß an den Lehrstoff. Übersetzungen aus dem Französischen mit besonderer Berücksichtigung der korrekten Form. (Die Unterrichtssprache ist die französische.) Englische Sprache. Lehrziel: Richtige Aussprache, Kenntnis der Formenlehre und der wichtigsten syntaktischen Regeln. Verständnis der Schriftsprache. Größtmögliche Gewandtheit im mündlichen und schriftlichen Gebrauch der Sprache zum Ausdrucke eines im Unterrichts- und Lrsahrungskreise der Schülerinnen gelegenen Gedankeninhaltes. Einführung in die englische Literatur im Anschluß an die Lektüre und durch unter- richtliche Behandlung einzelner für die weibliche Jugend geeigneter Werke. Aus Grund der Lektüre zu gewinnende Übersicht über die Entwicklung der Literatur seit Elisabeth. Der Unterricht im Englischen knüpft soviel als möglich an den deutschen und französischen an. IV. Klasse, wöchentlich Z Stunden. Grammatik und Lektüre: Laut- und Leselehre. Die Formenlehre und die wichtigsten Regeln der Satzlehre aus Grund der Lektüre geeigneter, mit Rücksicht aus den grammatischen Unterricht ausgewählter Lesestücke. Sprechübungen mit Benützung von Anschauungsbildern und wirklichen Gegenständen, sowie aus Grund genau durchgearbeiteter Leseslücke. Memorieren solcher Lesestücke. Schriftliche Aufgaben: Nach Weihnachten monatlich eine Schul- und eine Hausaufgabe. Für Schulausgaben: Diktate und Beantwortungen englischer Fragen in englischer Sprache. Für Hausaufgaben: Grammatische Ausgaben, Umformungen und Rückübersetzungen im Anschluß an durchgenommene Lesestücke. V. Klasse, wöchentlich H Stunden. Grammatik: Wiederholung der Formenlehre, Ergänzung der Satzlehre im Anschluß an geeignete zusammenhängende Lesestücke. Lektüre: Lektüre erzählender und beschreibender Prosa, sowie leichter poetischer (auch dramatischer) Stücke. Sprechübungen: Erwerbung eines Wörter- und phrasenschatzes an der Hand von Bildern und wirklichen Gegenständen. Memorieren und Vortragen poetischer Lesestücke. Mündliche Reproduktion gelesener Prosa in englischer Sprache. Literaturkunde: Aus Grund der Lektüre und durch das erklärende Wort des Lehrers gewonnene literaturgeschichtliche Kenntnisse. Schriftliche Ausgaben: Monatlich eine Haus- und eine Schulaufgabe: Inhaltsangaben von in der Schule übersetzten oder zu Hause gelesenen Stücken. Auch Übersetzungen aus dem Englischen in die Unterrichtssprache. VI. Klasse, wöchentlich 4 Stunden. Grammatik: vertiefende Wiederholung und Ergänzung des grammatischen Unterrichtes, besonders der Svntax, im Anschluß an die Lektüre, in englischer Sprache. Lektüre: Lektüre prosaischer und poetischer Musterstücke. In jedem Semester ist mindestens ein ganzes Werk von größerer Bedeutung (darunter eventuell Shakespeares Julius Caesar oder Loriolanus) durchzunehmen. Sprechübungen im Anschlüsse an Gelesenes und'Selbsterlebtes. vortrag memorierter Gedichte und dramatischer Szenen. Literaturkunde: Aus Grund der Lektüre zu gewinnende Einsicht in die Entwicklung der englischen Literatur mit besonderer Berücksichtigung der Zeit seit der Königin Elisabeth. Schriftliche Ausgaben: Monatlich eine Haus- und eine Schulaufgabe: Inhaltsangaben, Briese und freie Aufsätze über gegebene und besprochene Themen. (Die Unterrichtssprache ist die englische.) Geographie und Geschichte. Lehrziel in Geographie: Übersichtliche Kenntnis der (Oberfläche der Erde nach ihrer natürlichen Gestaltung und Beschaffenheit, ihrem Einfluß aus das Leben, die Kultur und Geschichte der Menschen, sowie nach ihrer politischen Einteilung aus Grund eines klaren Verständnisses des Kartenbildes. Genaue Kenntnis der österreichisch-ungarischen Monarchie und der Länder, welche für den Welthandel und somit für den Handel unseres Vaterlandes von großer Bedeutung sind. Gelegentliche Darbietung der Elemente der astronomischen Geographie aus Grund der unmittelbaren Beobachtung und Anschauung. Lehrziel in Geschichte: Übersichtliche Kenntnis der allgemeinen Geschichte, eingehendere Kenntnis der Geschichte der österreichisch-ungarischen Monarchie mit besonderer Hervorhebung der Kulturverhältnisch. weckung und Stärkung der Vaterlandsliebe durch Schilderung wichtiger Staatsereignisse und des Wirkens bedeutender Persönlichkeiten. Auf allen Stufen wird das Wirken hervorragender Frauen beachtet. Gelegentliche Behandlung wichtiger Epochen der Kunstgeschichte. I. Klasse, wöchentlich 2 Stunden. Geographie: Die geographischen Grundbegriffe, entwickelt an der engeren Heimat. Einführung in das Verständnis der Karte. Übersicht über die Gliederung der Erdteile und Ozeane, besonders Europas uud der umgebenden Meere. Geschichte: wöchentlich s Stunde in Verbindung mit dem Unterrichte in der Unterrichtssprache. Griechische und römische Sagen; Sagen und Erzählungen aus der vaterländischen Geschichte. (Der Unterricht wird von dem Lehrer der Unterrichtssprache erteilt.) II. Klasse, wöchentlich ^ Stunden. Geographie, 2 Stunden: Fortgesetzte Entwicklung der geographischen Grundbegriffe an der Hand der Karte und des Globus, ausgehend von der geographischen Beschaffenheit Österreich - Ungarns. Die österreichisch-ungarischen Ländergruppen in ihrer natürlichen und politischen Gestaltung mit eingehender Beachtung der Landesprodukte und Kulturverhältnisse. Geschichte, 2 Stunden: Bilder aus der Geschichte und Kultur der orientalischen Völker, besonders der Ägypter, der Griechen und Römer (mit Benützung von Lesebüchern aus Herodot und Livius), ferner aus der allgemeinen und vaterländischen Geschichte. III. Klasse, wöchentlich H Stunden. Geographie, 2 Stunden: Beschreibung der Länder in Süd-, West- und Mitteleuropa mit besonderer Hervorhebung der Produktion, der Industrie und der Handelsbeziehungen zu den Nachbarländern. Geschichte, 2 Stunden: Das wichtigste aus der Geschichte der orientalischen Völker. Geschichte der Griechen und Römer mit Hervorhebung ihrer Kultur bis zur Völkerwanderung. IV. Klasse, wöchentlich H Stunden. Geographie, 2 Stunden: Beschreibung der übrigen Länder Europas mit Hervorhebung der Natur- und Kunstprodukte, des Handels und der denselben fördernden Verkehrsmittel. Übersicht über die physikalische und politische Geographie Asiens mit besonderer Berücksichtigung der Kolonialgebiete. Geschichte, 2 Stunden: Allgemeine Geschichte des Mittelalters bis zum westfälischen Frieden mit besonderer Berücksichtigung der Gründung und Erweiterung der Ostmark unter den Babenbergern und Habsburgern und der Ausgestaltung der Habsburgischen Länder zu einem Gesamtstaate. V. Klasse, wöchentlich Stunden. Geographie, 2 Stunden: physikalische und politische Geographie von Amerika, speziell der Union, von Afrika und Australien. Die Bahnen des überseeischen Handelsundweltverkehrs. Bewegung einzelner Massengüter in graphisch-statistischer Darstellung. Geschichte, 2 Stunden: Allgemeine Geschichte der Neuzeit von: westfälischen Frieden bis zum Wiener Kongreß mit Hervorhebung der glorreichen Periode der Kriege gegen die Türkei und Frankreich. VI. Rlasse, wöchentlich H Stunden. Geographie, s Stunde: Übersichtliche Wiederholung der allgemeinen und der Geographie Gsterreich-Ungarns. Überblick über die Produktion der österreichischungarischen Länder in Landwirtschaft und Industrie, über Handel und Verkehr in Beziehung und im Vergleich zu den übrigen großen Kulturstaaten Europas. Geschichte, Z Stunden: Allgemeine Geschichte der Neuzeit vom wiener Kongresse bis zur Gegenwart mit Hervorhebung der Geschichte der österreichischungarischen Monarchie. Behandlung der Verfassung und Verwaltung der Monarchie mit besonderer Berücksichtigung der österreichischen Reichshälste. Wiederholung der allgemeinen, besonders der schwierigeren Partien der griechischen und römischen Geschichte. Arithmetik.*) Lehrziel: Gewandtheit und Sicherheit in der Anwendung der vier Grundrechnungsarten in unbenannten und benannten ganzen und gebrochenen Zahlen. Fortgesetzte Übung im Kopsrechnen. Anwendung der gewonnenen Kenntnisse auf die Verhältnisse des bürgerlichen Lebens aus dem Gebiete der Hauswirtschaft, des Spar- und Versicherungswesens der einfachen Vermögensverwaltung. Die Elemente der allgemeinen Arithmetik. I. Klasse, wöchentlich Z Stunden. Das dekadische Zahlensystem. Römische Zahlzeichen. Die vier Grundrechnungsarten mit unbenannten und einfach benannten ganzen und Dezimalzahlen. Metrische Maße und Gewichte. Das Rechnen mit mehrfach benannten Zahlen. Teilbarkeit der Zahlen; Zerlegung einer Zahl in ihre primsaktoren; größtes gemeinsames Maß und kleinstes gemeinsames Vielfaches. Die vier Grundrechnungsarten mit gemeinen Brüchen. II. Klasse, wöchentlich Z Stunden. Wiederholung in Form von Ausgaben, insbesondere über das Rechnen mit Brüchen. Verwandlung gemeiner Brüche in Dezimalzahlen und umgekehrt. Das Wichtigste über Verhältnisse und Proportionen. Die einfache Regeldetri unter Verwendung der Proportionen und der Schlußrechnung. Berechnung der Prozente vom Hundert und ihre Anwendung auf die im bürgerlichen Leben häufiger vorkommenden Rechnungsfälle. III. Klasse, wöchentlich 2 Stunden. Zusammengesetzte Regeldetri. Abgekürztes Rechnen mit Dezimalzahlen in einfachster Form. Einfache Zinsrechnung- Teilregel. Durchschnittsrechnung. Das Wichtigste über Geld- und Münzwesen. IV. Klasse, wöchentlich 2 Stunden. Die vier Grundoperationen in allgemeinen Zahlen mit ein- und mehr- gliedrigen Ausdrücken (unter Ausschluß der Rechnung mit Brüchen). (Quadrieren der Monome, Binome und der dekadischen Zahlen. Ausziehung der (Quadratwurzel aus dekadischen Zahlen. Fortgesetzte Übungen im Rechnen mit besonderen Zahlen unter Berücksichtigung der Geometrie (Flächenberechnung). V. Klasse, wöchentlich 2 Stunden. a) Arithmetik. Kubieren und Ausziehen der Kubikwurzel aus dekadischen Zahlen. Gleichungen des ersten Grades mit einer und mehreren Unbekannten. Fortgesetzte Übungen im Rechnen mit besonderen Zahlen unter entsprechender Bezugnahme auf die Bedürfnisse des praktischen Lebens. d) Geometrie. Wiederholung in Form von Aufgaben über Flächenberechnung. Gegenseitige Lage von Geraden und Ebenen. Das unumgänglich Notwendige über die körperliche Ecke. ksauptarten der Körper. VI. Klasse, wöchentlich Z Stunden. u) Arithmetik. Wiederholung in Form von Aufgaben mit besonderer Berücksichtigung der Regeldetri, der Prozent- und Zinsrechnung. Zinseszinsrechnung. Einiges über Wertpapiere; das wichtigste über Wechsel und Versicherungswesen. (Lösung der hieher gehörigen Ausgaben mit tunlichster Verwendung der Schlußrechnung.) Die Grundzüge der einfachen kaufmännischen Buchführung. d) Geometrie. Leichtere Fälle der Oberflächen- und Rauminhaltsberechnung. Naturkunde. AlatuvgesLlsivhto. Lehrziel: Vermittlung einer richtigen Vorstellung von den Naturkörpern, von ihrer Entwicklung, ihren Eigenschaften und Beziehungen untereinander und zu dem Menschen. Erweckung der Teilnahme für das Naturleben. Das wichtigste über den Bau und die Lebensverrichtungen des menschlichen Körpers. Die Elemente der Gesundheitslehre. Uaturlesjve. Lehrziel: Verständnis der ausfälligsten Naturerscheinungen aus Grund der Beobachtung und des Versuches und unter steter Rücksichtnahme auf die entsprechenden Vorgänge im täglichen Leben. I. Klasse, wöchentlich 2 Stunden. Naturgeschichte. Die ersten sechs Monate des Schuljahres: Tierreich, und zwar Säugetiere mit besonderer Berücksichtigung der einheimischen Nutztiere nach Körperbau, Aufenthalt und Lebensweise. Die letzten vier Monate des Schuljahres: Pflanzenreich, und zwar Beobachtung und Beschreibung von einzelnen einheimischen Samenpflanzen, die besonders geeignet sind, die Kenntnis ihrer einfachsten Gestaltungsverhältnisse zu vermitteln. — 45 — n. Kielte, wöchentlich 2 Stunden. Naturgeschichte. Die ersten sechs Monate des Schuljahres: Tierreich, und zwar vögel Reptilien, Amphibien und die wichtigsten Vertreter der Fische. Die letzten vier Monate des Schuljahres: Pflanzenreich, und zwar Fortsetzung der Beschreibung und Bestimmung einheimischer Samenpflanzen unter Berücksichtigung ihrer Beziehungen zum Menschen; ihre Bedeutung im Haushalte der Natur. Die einheimischen und die wichtigsten ausländischen Kulturpflanzen mit Rücksicht auf ihre Verwendung. III. Klasse, wöchentlich 4 stunden. a) Naturgeschichte, 2 Stunden. Die ersten sechs Monate des Schuljahres: Tierreich, und zwar die wichtigsten Vertreter der wirbellosen Tiere mit besonderer Berücksichtigung der Insekten. Systematische Gliederung des Tierreiches. Auf Anschauung gegründete Darstellung der wichtigsten physiologischen und biologischen Grundgesetze, besonders der Wechselbeziehungen zwischen einzelnen Tierarten, sowie zwischen Tierreich und Pflanzenreich. Die letzten vier Monate des Schuljahres: Pflanzenreich, und zwar die wichtigsten Sporen pflanzen, besonders eßbare und giftige Schwämme. Einiges über die geographische Verbreitung der pflanzen und die Zimmerkultur der bekannteren Zierpflanzen. Gelegentliche Belehrung über die Blumenzucht im freien Lande. In Anschluß an den durchgenommenen botanischen Lehrstoff Gliederung des Pflanzenreiches. b) Physik, 2 Stunden. Räumlichkeit und Undurchdringlichkeit. Bewegung und ihre Merkmale. Trägheit. Kraft. Wirkungen der Molekularkräfte. Aggregatzustände. Schwerkraft. Gewicht. Druck der Luft. Wärmelehre: Wärmeempfindungen. Wärmegrad und Wärmemenge. Wärmeleitung. Veränderung des Volumens (Thermometer) und des Aggregatzustandes. Die einfachsten Erscheinungen der Wärmestrahlung «Duellen der Wärme Brennmaterialien (Heizwert). IV. Klasse, wöchentlich Z Stunden. Ehemie und Mineralogie. Die Grundlehren der Chemie, erläutert an einfachen Prozessen. Übersichtliche Kenntnis der wichtigsten Grundstoffe und ihrer häufigeren Verbindungen, soweit diese im Haushalte der Natur oder bezüglich der industriellen Verwertung von Bedeutung sind. Die Nahrungsmittel und ihre chemische Zusammensetzung. Zucker, Gärung, Alkohol, Zellulose. Die Veränderung der Nahrungsmittel durch das Kochen. Bereitung des Brotes. Bereitung von Butter und Käse. Konservierung der Nahrungsmittel. Erkennen ihrer Verfälschungen. Fette, Seifen und Leuchtmaterialien. Gelegentliche Besprechung der wichtigsten Minerale nach Aussehen, Gewinnung und Verwertung. ^6 V. Klasse, wöchentlich (s stunden. a) Naturgeschichte, wöchentlich 2 Stunden. Elemente der Geologie: Kurze Schilderung der Glieder des Erdganzen und ihrer Wechselbeziehungen. Hebungen und Senkungen der Erdrinde. Die wichtigsten Gesteine; Gebirgsbuu. Einiges über die Entwicklungsgeschichte der Erde und hrer Grganismen. Elemente der Somatologie und Gesundheitslehre: Das wesentliche über den Bau des menschlichen Körpers und die Berrichtungen seiner Organe. Die zum Wohlbefinden des Menschen notwendigen Lebensbedürfnisse mit Hervorhebung der physiologischen Bedeutung der Nahrungsmittel, winke für eine rationelle Lebensweise und Körperpflege. (Bakterien.) Einiges über Krankenpflege, die erste Hilfe bei Unfällen und Borsichtsmaßregeln bei ansteckenden Krankheiten. d) Physik, wöchentlich 2 Stunden. Mechanik: Hauptformen der Bewegung. Freier Fall der Körper, Messung der Kräfte. Krummlinige Bewegung (Fliehkraft). Zusammensetzung und Zerlegung gleichartiger Bewegungen. Wurfbewegung. Zusammensetzung und Zerlegung von Kräften mit einem gemeinsamen Angriffspunkte und von gleichstimmig parallelen Kräften. Schwerpunkt. Arten des Gleichgewichtes. Das Pendel und einige leichtfaßliche Verwendungen desselben. Hebel, wellrad, Rolle, schiefe Ebene und die wichtigsten Verwendungen derselben. Gelegentliche kurze Erklärung der scheinbaren Bewegung der Sonne, der Bewegung der Erde, sowie der Verschiedenheit der Tages- und Jahreszeiten an Grten verschiedener Breite und Länge. Charakteristische Eigenschaften der tropfbar flüssigen Körper. Hydrostatischer Druck. Kommunikationsgefäße. Archimedisches Gesetz. Das Schwimmen; Prinzip des Skalenaräometers. Charakteristische Eigenschaften der gasförmigen Körper. Torricellis versuch; Barometer, winde. Einige Anwendungen der Wirkungen des Luftdruckes. Luftpumpe. Prinzip der Dampfmaschine. Akustik: Erregung und Fortpflanzung des Schalles auf Grund von versuchen. Stärke und Höhe der Töne. Tonleiter. Resonanz. Saiten. Stimmgabeln, pfeifen. Das menschliche Stimm- und Gehörorgan. Geschwindigkeit und Reflexion des Schalles (Echo, Nachhall). VI. Klasse, wöchentlich 2 Stunden. Physik. Magnetismus: Natürliche und künstliche Magnete. Wechselwirkung zweier Magnetpole. Magnetisierung durch Verteilung und durch Streichen. Erdmagnetismus. Kompaß. Elektrizität: Elektrischer Zustand. Leitung der Elektrizität. Die beiden Arten des elektrischen Zustandes. Elektroskop. Sitz der Elektrizität. Elektrisierung durch Verteilung. Spitzenwirkung. Llektrisier-Maschine. Leydenerflasche. Wirkungen der Elektrizität. Gewitter; Blitzableiter; Verhaltungsmaßregeln während eines Gewitters, wetterleuchten. Galvanisches Element, galvanische Batterie, galvanischer Strom, wärme- und Lichtwirkungen des galvanischen Stromes, von den chemischen Wirkungen desselben nur das zur Erklärung der Polarisation und der Galvanoplastik Unerläßliche. Prinzip der Akkumulatoren. Magnetische Wirkungen des galvanischen Stromes. (Anwendungen: Elektrische Klingel, Morses Drucktelegraph.) Fundamentalversuche über volta- und Magneto-Induktion. Telephon und Mikrophon. Dynamoelektrisches Prinzip. Das wesentliche der elektrischen Kraftübertragung. Dptik: Lichtquellen. Geradlinige Fortpflanzung des Lichtes; Schatten. Mondesphasen; Finsternisse. Reflexion des Lichtes; Spiegel. Brechung des Lichtes; Durchgang des Lichtes durch ein Prisma. Linsenbilder. Farbenzerstreuung. Das Auge; Bedingungen des deutlichen Sehens. Photographische Kamera. Mikroskop und Fernrohr in einfachster Zusammenstellung. Areihandzeichnen und Geometrische Anschauungslehre. 3.) Zeichnen. Lehrziel: Bildung des Schönheitssinnes durch das Studium der ornamentalen Kunst- und der freien Naturformen. Gewandtheit im Darstellen pflanzlicher Motive und deren Anwendung für die Dekoration im allgemeinen und besonders für weibliche Handarbeiten; Zeichnen körperlicher Gegenstände nach den Grundsätzen der Perspektive; Darstellung der menschlichen Gesichtsformen. Anregung zum landschaftlichen Skizzenzeichnen. b) Geometrische Anschcmungstehre. Lehrziel: Durch methodisch geleitete Anschauung vermittelte Kenntnis der wichtigeren Eigenschaften und Beziehungen der geradliniger! ebenen Figuren und des Kreises. Lösung einfacherer Konstruktions-Aufgaben. I. Klasse, wöchentlich Z Stunden. a) Zeichnen: . Zeichnen ebener geometrischer Grnamentformen als Vorübung für das freie (Ornament. Einfache freie (Ornamente. d) Geometrische Anschauungslehre: Gerade, Kreis; Winkel. Die einfachsten Eigenschaften der Dreiecke. II. Klasse, wöchentlich Z Stunden. a) Zeichnen: ^ Freies perspektivisches Zeichnen nach elementaren Modellen und deren Kombinationen zu Gruppen. Zeichnen nach natürlichen Blatt- und Blütenformen, zunächst als flache Gebilde aufgefaßt. b) Geometrische Anschauungslehre: Kongruenz der Dreiecke nebst Anwendungen. Die wichtigsten Eigenschaften des Kreises. HI. Klasse» wöchentlich Z Stunden. a) Zeichnen: Zeichnen nach dem Gegenständlichen, entnommen den Formen des Hausrates; einfache bauliche (Objekte in Modellen. Einfache Pflanzenstudien nach der Natur und die ersten versuche in der Anwendung derselben auf Zierformen. H8 d) Geometrische Anschauungslehre: Die bemerkenswertesten Eigenschaften der Vierecke und Vielecke. Einiges über die Vergleichung. Verwandlung und Teilung der Figuren. IV. Klasse, wöchentlich Z Stunden. a) Zeichnen: Zeichnen einfacher Modellgruxpen, zusammengestellt aus Gebrauchsgegenständen und aus Naturalien. Zeichnen und Malen nach lebenden pflanzen, Früchten usw. und deren Verwertung für das Vrnament. d) Geometrische Anschauungslehre: Konstruktion der Kegelschnittslinien aus Grund der Definition. Das Hauptsächlichste über die Ähnlichkeit der geometrischen Gebilde. V. Klasse, wöchentlich 2 Stunden. Erklärung des Baues und der Proportionen des menschlichen Kopses und Gesichtes, sowie der hauptsächlichsten Proportionen des menschlichen Körpers nebst den entsprechenden Zeichenübungen nach Vorlagen und Modellen. Fortsetzung der pflanzenstudien und ihrer Anwendung. weitere Übungen im Zeichnen und Malen nach dem Gegenständlichen. VI. Klasse, wöchentlich Z Stunden. Fortsetzung der Studien nach siguralen vorlagen und Modellen. Fortsetzung der pflanzenstudien und ihrer Anwendung. Landschaftsstudien einfacherer Art nach mustergültigen Vorbildern, beziehungsweise nach der Natur. Bei dem Studium nach der pflanze hat der Lehrer auch aus deren Verwendung im historischen Vrnament durch Vorzeigung einschlägigen Materials hinzuweisen. Skizzenbücher sind von der III. Klasse an zum Gebrauche zu empfehlen, Anmerkung. Die Flächenberechnung in der IV. Klasse und der stereo- metrische Unterricht in der V. und VI. Klasse sind mit dem Unterricht in der Arithmetik verbunden. - Schönschreiben. Lehrziel: Übung und Ausbildung in der Kurrent-, Latein- und Rundschrift. I. Klasse, wöchentlich 2 Stunden. Die Kurrent- und Lateinschrift. II. Klasse, wöchentlich s Stunde. Fortgesetzte Übung in der Kurrent- und Lateinschrift. Die Rundschrift. o. Freie Gegenstände. Helang. Ziel: Einführung in die Elemente der Tonkunst; lveckung und Ausbildung des Tonsinnes. Befähigung, eine Anzahl Volks- und vaterländischer Lieder und Lhöre richtig und mit natürlichem Ausdruck ein- und mehrstimmig vorzutragen. Der Unterricht im Gesang wird in 2 Abteilungen erteilt; sür jede Abteilung sind wöchentlich je 2 Stunden bestimmt. I. Abteilung, wöchentlich 2 Stunden. Die Tonleiter. Das Notensystem mit seinen Zeichen. Darstellung der Dur- Tonarten. Intervallenlehre. Takt und Tempo. Stimmbildungs- und Treffübungen. Einübung einstimmiger Volksreigen und vaterländischer Lieder, wobei auf natürlichen Vortrag und korrekte Tertaussprache zu achten ist. II. Abteilung, wöchentlich 2 Stunden. Die Moll-Tonarten. Der Dreiklang. Leitakkorde. Stimmbildungs- und Tresfübungen. Einübung von ein-, zwei- und dreistimmigen Liedern und Chören aus einer sür Mädchen geeigneten Liedersammlung. Hürnen. HövperLrlrungen und Spiele. Ziel: Allseitige und ebenmäßige Kräftigung des Körpers. Befestigung der Gesundheit. Aneignung natürlicher Anmut in Haltung und Bewegung. IVeckung und Förderung der Willenskraft, der Ausdauer und des Ordnungssinnes. Der Unterricht wird entweder klaffen- oder gruppenweise erteilt. Die wöchentliche Stundenzahl beträgt für jede Klasse, beziehungsweise für jede Gruppe 2 Stunden. Die Feststellung der Zahl der Gruppen, sowie auch die Veranstaltung von besonderen Spielstunden während der wärmeren Jahreszeit richtet sich nach den örtlichen Verhältnissen. Stufengung der? Höepeeüburrgen. I. Stufe. Ordnungsübungen: Sammeln und Ordnen. Einfache Reihungen. Ziehen in der Umzugsbahn oder im Kreise. Schwenken der Paare. — Gehen, Laufen, Hüpfen vorwärts, seitwärts, rückwärts, im Viereck und im Kreuz. Freiübungen im Stehen*): Arm-, Rumpf- und Beinübungen. Gerätübungen: Die einfachsten Übungen mit dem Schwingseil (Schwing- rohr), am Schwebebaum, an der wagrechten Leiter; Rundlauf. Spiele. II. Stufe. Ordnungsübungen: Bildung der Säule und Doppelsäule vou paaren; Ziehen derselben; Reihungen und Schwenkungen in den paaren. Kleine Kette: Rad und Ring der paare. — Gehen, Laufen, Hüpfen, Rachstellgang; Dreitrittgehen und -hüpfen; Schrittwechselgehen und Schottischhüpfen; Galopphüpfen vor- und rückwärts. Freiübungen im Stehen: Arm-, Rumpf- uud Beinübungen. Gerätübungen: Übungen wie oben; Springen. Spiele. III. Stufe. Ordnungsübungen: Aufzüge zu Doppelsäulen. Offnen und Schließen. Reihungen und Schwenkungen in den Viererreihen. Stern und 4 50 Ring der Doppelpaare. — Geben, Laufen, Hüpfen; Wiegegang, Wiegelauf, wiegehupf; Kreuzzwirbeln und Kreuzzwirbelhüpfen. Freiübungen im Stehen: Verbindung von Arm-, Bein- und Rumpfübungen. Übungen mit dem Holzstabe. Gerätübungen, wie oben; dazu: Übungen an der schrägen Leiter. Spiele. IV. Stufe. Ordnungsübungen: Aufzüge mit Teilung der Klasse in ungleiche Abteilungen. Gegenzug und Kette im Kreise bei Einteilung der Klasse in Dreier- oder Viererlinien. — Gang- und Hüpfarten: Schleifhopfen, Schlaghopsen, Schwenkhüpsen, Doppelschottisch-, Kreuzhüpfen. Frei- und Stabübungen im Stehen: Überheben des Stabes; Kniebeugungswechsel in einer Schrittstellung; Knien eines Beines; Schreiten mit Rumpsübungen. Gerätübungen, wie oben; dazu: Übungen am Barren und an den Schaukelringen. Spiele. V. Stufe. Ordnungsübungen: Auszüge mit wiederholter Teilung der Abteilungen; Ordnungsübungen in der Gassenausstellung. — Gang- und Hüpfarten; Schrittkehre, Schrittzwirbeln; Spreizhopsen, Spreizzwirbeln; walzen, Walzerschritt. Frei- und Stabübungen im Stehen: Stabwinden, Übungen mit Hanteln und Keulen. Gerätübungen, wie oben, mit Erschwerungen. Spiele. VI. Stufe. Ordnungsübungen: Zusammengesetzte Übungen, meist in Reigensorm, auch in Ausstellung in Vierecken. — Gehen, Hüpfen, Lausen, verschiedene Verkettungen von Gang- und Hüpfarten. Freiübungen im Stehen ohne und mit Belastung durch Handgeräte. Gesellschastsübungen mit Holzstäben. Gerätübungen, wie oben. Spiele. UlcrdrHenfpiete. Letztes paar herbei. Kreiswettlaufen. Katze und Maus. Plumpsack. Schwarzer Mann. Fangen oder Haschen. Schlaglaufen. Diebschlagen. Blindekuh. Die Dritte abschlagen. Schlagball. wanderball. Kreisball. Mordball. Barlausen. Grenzball. Tambourinball. Reifenwerken. Federball. Lawn-Tennis. Weibliche Kandarbeilen. Lehrziel: Verständnis und Fertigkeit in der Ausführung der wichtigsten bürgerlichen Nadelarbeiten mit Benützung der im Zeichenunterrichte gewonnenen Kenntnisse. — weckung und Förderung der Ordnungsliebe und des Gesckmackes. I. Gruppe (I. und II. Llafie). I. Klaffe, wöchentlich 2 Stunden. Stricken eines Paares Strümpfe nach der Dreiteilungsregel. Das Formenhäkeln: Das Ouadrat vorn Zentrum, an einer Seite und vorn Winkel begonnen; Dreiecke und Kreis. Übungen im Musterhäkeln. - 5s - II. Klasse, wöchentlich 2 Stunden. Erlernung der Nähstiche und des Werkens an einem Übungstuche, ferner das Schlingen spitzer und runder Bogen. Anwendung der erlernten Stiche, wie Kreuz-, Solbein-, Flach- und Stilstich an Bebenarbeiten. II. Gruppe (III. und IV. Klaffe). III. Klasse, wöchentlich 2 Stunden. Wiederholung der Nutz- und Zierstiche und Erlernung der Nähte und Säume am Nähtuche. Einsetzen von Stücken mittelst verschiedener Nahten und Erlernung der Leinen-, Köper-, und Damaststoxfe am Flicktuche, sowie des Maschenstiches an Kärtchen. Einstricken von Fersen an schadhaften Strümpfen. IV. Klasse, wöchentlich 2 Stunden. Zuschneiden und Anfertigen eines Damenhemdes und eines Damenbeinkleides. Erlernung der englischen Stickerei. III. Gruppe (V. und VI. Klaffe). V. Klasse, wöchentlich 2 Stunden. Zuschneiden und Anfertigen einer Damen-Nachtjacke. Erlernung des schrägen und geraden Plattstiches am Sticktuche mit Berücksichtigung der Buchstabenstickerei. Das Netzen des geraden Netzes. Spitzen- und Gipürarbeiten. VI. Klasse, wöchentlich 2 Stunden. Erlernung der altdeutschen Leinenstickereien, des Leinendurchbruches, der arabischen Technik und des ineinandergreifenden Plattstiches. — Übungen des Erlernten an Nebenarbeiten. Stenographie. (System Gabelsberger, in zwei Abteilungen von je 2 Stunden wöchentlich, von der IV. Klasse aufwärts.) Ziel: Aneignung einer korrekten, deutlichen Korrespondenzschrift, Kenntnis des Kürzungsverfahrens und praktische Einübung desselben, um einen vortrag im mäßigen Tempo aufnehmen zu können. Fertigkeit im Lesen gekürzter und ungekürzter Schrift. I. Abteilung. Unter sorgfältiger Pflege der stenographischen Kalligraphie; wortbildungs- und Wortkürzungslehre. Lese- und Schreibübungen. II. Abteilung. Gründliche Aneignung der Satzkürzungslehre. Lese- und Schreibübungen, letztere nach allmählich rascheren Diktaten. 4 ° 52 vm. Lehrbücher - Verzeichnis für das nächste Schuljahr M5oö. (Genehmigt durch Erlaß des k. k. Landesschulrates.) I. Klasse. Religion. Großer Katechismus der katholischen Religion. Linz (898. Verlag des bischöflichen Ordinariates. Geb. 80 1i. panholzer, Biblische Geschichte des Alten und Neuen Testamentes für allgemeine Volks- und Bürgerschulen. Wien (89(, k. k. Schulbücherverlag. Geb. s)0 k. Deutsch. Aummer, Deutsche Schulgrammatik für Mädchen-Lyzeen. Wien (902, k. k. Schulbücherverlag. Geb. 5 X 50 li. Mtteregger p., Deutsches Lesebuch für Mädchen-Lyzeen. (. Band. Wien (902, Deuticke. Geb. 2 X. 50 li. Nittergger p., Griechische, römische und vaterländische Sagen und Erzählungen. Anhang zum (. Teile des Lesebuches. Wien (902, Deuticke. Geb. (.X60li. Französisch. Letter-Alscher, Französisches Übungs- und Lesebuch für Mädchen-Lyzeen. (. und 2. Teil. Wien (902, pichlers Witwe. Geb. 2. X 50 Ii. Geographie. Supan, Lehrbuch der Geographie. (0. Auflage. Laibach (900, Kleinmayr. Geb. 2 X HO li. Trampler, Mittelschulatlas. 6. Auflage. Wien (900, K. k. Hof- und Staatsdruckerei. Große Ausgabe. Geb. 6 X. Arithmetik und Geometrie- Duport, Lehrbuch der Arithmetik für die I. Klasse der Mädchen-Lyzeen. Wien (902, Deuticke. Geb. ( X HO li. Bergmeiüer, Geometrische Formenlehre für Mädchen-Lyzeen. (. Teil für die I. und II. Klasse. Wien (902, Deuticke. Geb. ( X 80 li. Naturgeschichte. Schaar, Naturgeschichte für die I. Klasse der Mädchen-Lyzeen. Wien (902, Deuticke. a) Tierkunde. Geb. ( X 60 ü. b) Pflanzenkunde. Geb. ( X. II. Klasse. Religion. Großer Katechismus, wie in I. panholzer, Biblische Geschichte, wie in I. ! — 55 — ! Deutsch. ' Mitteregger p., Deutsches Lesebuch für Mädchen-Lyzeeu. 2. Band. Wien Deuticke. Geb. Z K HO la. Nummer, Deutsche Schulgrammatik für Mädchen-Lyzeeu, wie in I. - Foanrösrsch. Fetter-Alscher, Übungs- und Lesebuch, wie in I. Geogvophio und Gesciiiclite. Supan, Lehrbuch der Geographie, wie in I. ^ Trampler, Mittelschulatlas, wie in I. IDeingartner, Bilder aus der Geschichte für die II. Klasse der Mädchen-Lyzeen. Wien 1905 , Mauz. Geb. 2 K. 30 li. I Putzger, historischer Schulatlas. Wien Sichlers Witwe. 2ö. Auflage. ^ Geb. Z K 60 li. ! Arithrnetik und Geometrie. Duport, Lehrbuch der Arithmetik für die II. und III. Klasse der Mädchen-Lyzeen. j Wien 1905, Deuticke. Geb. 2 K 70 li. ! Bergmeister, Geometrische Formenlehre, wie in I. Naturgeschichte. Gchaar, Baturgeschichte für die II. Klasse der Mädchen-Lyzeen. a)'Tierkunde. Geb. 2 K öO k. Pflanzenkunde. Geb. Z K 60 k. III. Klasse. Religion. Letter, Katholische Liturgik. l- bis Auflage. Graz ^898. Geb. 2 K ZO k. Deutsch. Mitteregger, Deutsches Lesebuch für Mädchen-Lyzeeu. Z. Band. Wien shOö, Deuticke. Geb. Z K 60 k. Millomitzer, Deutsche Grammatik. sO. Aufl. Geb. 2 K HO li. Fean;ösrsch. Letter-Alscher, Französisches Übungs- und Lesebuch für Mädchen-Lyzeeu. Z. Teil. i Wien, l902, Pichler. Geb. l 1^ 6H k. Letter-Alscher, Französische Schulgrammatik. Wien shOO, pichler. Geb. Z K. Geographie und Geschichte. Supan, Lehrbuch der Geographie, wie oben. Trampler, Mittelschulatlas, wie oben. Mayer L. M., Lehrbuch der Geschichte für die unteren Klassen der Mittelschulen. l- Teil. Altertum. Tempsky. Z. und H. Auflage. Geb. s K HO k. Putzger, historischer Schulatlas, wie oben. Arithmetik und» Geometrie. Duport, Lehrbuch der Arithmetik, wie in II. Bergmeister, Geometrische Formenlehre für Mädchen-Lyzeen. Wien l903, Deuticke. 2. Teil. Geb. s X 60 k. Noturgesclsictite. pokorny, Naturgeschichte des Tierreiches, wie in II. pokorny, Naturgeschichte des Pflanzenreiches, wie in II. Uaturlehre. Langer, Grundriß der Physik für Mädchenl^zeen. I. Teil. Geb. s X 20 K IV. Klasse. Religion. Zelter, Katholische Liturgik, wie in III. Deutsch. s Nitteregger, Deutsches Lesebuch für Mädchen-Lyzeen. Band. Wien s903, Deuticke. Geb. H X 50 li. IVillomitzer, Deutsche Grammatik, wie oben. Französisch. / Letter-Alscher, Französisches übungs- und Lesebuch für Mädchen-Lyzeen. 4. Teil. Wien pichler. Geb. 2 X 50 lr. Letter-Alscher, Französische Schulgrammatik, wie oben. Englisch. llader-Mürzner, Tlementarbuch der englischen Sprache für Lyzeen. Wien shOs, hölder. Geb. 2 X s0 li. Geogrophie unö Gesclpiclzte. Supan, Lehrbuch der Geographie, wie oben. Trampier, Mittelschulatlas, wie oben. ' Mayer L. M., Lehrbuch der Geschichte für die oberen Klassen der Realschulen. Wien und Prag, Tempsky. 2. Teil, Mittelalter und die Neuzeit. 2. und 3. Auslage 1898. Geb. 2 X 50 lr. Putzger, historischer Schulatlas, wie in II. Arithmetik nnd Geometrie. » Duport, Lehrbuch der Arithmetik für die IV. und V. Klasse der Mädchen-Lyzeen. Wien s hOZ, Deuticke. Geb. Z X 50 K Bergmeister, Geometrische Formenlehre wie in III. Uatnrlehre. / Bemmelmayr Lr., Lehrbuch der Chemie und Mineralogie für die IV. Klasse der Mädchenlyzeen. Wien und Prag IHOs, Tempsky. Geb. 2 X 50 K 20 Stenographie. Rramsall Lm., Lehrbuch der Stenographie, h Abteilung der sechsklassigen Mädchen- lyzeen. Wien jhOj, k. Schulbücherverlag. Geb. j K 80 lr. V. Klasse. Religion. Fischer Fr., Lehrbuch der Kirchengerichte für Gymnasien und andere höhere Lehranstalten. ö-, 6. und 7. Auslage. Wien j898, Mayer 6c Komx. Geb. j K. Dentsris. Samhaber, Deutsches Lesebuch für Mädchen-Lyzeen. ö. Band. Wien shOH, k. k. Schulbücherverlag. Geb. H K. Französtsri). Fetter-Alscher, Französisches Übungs- und Lesebuch für Mädchen-Lyzeen. ö. Teil. Wien 1902, pichler. Geb. 2 K. Letter-Alscher, Französische Schulgrammatik, wie oben. Vechtel A., Französische Chrestomathie für die oberen Klassen der Mittelschulen, ö. Auflage. Wien 1892, Manz. Geb. ^ L ^8 bL. ' Guglihctp. Nader-Mürzner, Elementarbuch, wie in IV. Nader, Lehrbuch der englischen Sprache für Mädchen-Lyzeen. 2. Teil Grammatik. Wien 1903, hölder. Geb. 3 K 24 K Nader-N)ürzner, Englisches Lesebuch für Mädchen-Lyzeen. s. Teil. Wien 1902, hölder. Geb. 5 K. Geographie und Gesrhirhte. Supan, Lehrbuch der Geographie, wie oben. Trampler, Mittelschulatlas, wie oben. Mayer L. !ll., Lehrbuch der Geschichte für die oberen Klassen der Realschulen, 3- Teil. Die Neuzeit seit Ende des dreißigjährigen Krieges. Wien 1902. Tempsky. j. und 2. Auflage. Geb. 2 K. Putzger, historischer Schulatlas, wie oben. Arithmetik und Geometrie. Duport, Lehrbuch der Arithmetik für die H. und 5- Klasse der Mädchen-Lyzeen. Wien 1904, Deuticke. Geb. 3 K 50 k. Menger, Grundlehren der Geometrie. Wien, 5- Auflage. Geb. 1 K 80 k. Naturgesct7irtite. Nos Z., Elemente der Geologie für Mädchen-Lyzeen. Wien 1903, Tempsky. Geb. 2 K. Paul, Lehrbuch der Somatologie und Hygiene für Mädchen-Lyzeen. Wien Geb. 2 K 80 li. 56 Rotirrlehre. Langer, Grundriß der Physik für Mädchen-Lyzeen. II. Teil. Wien, Tempskp. Geb. s X HOX Stenogroplzie. Nramsall, Lehrbuch der Stenographie. 2. Abteilung. Wien ZHOH k. k. Schulbücherverlag. Geb. Z X 5H X VI. Klasse. Religion. Lischer, Kirchengeschichte, wie in V. Deutsch. Rummer-Stezskal, Deutsches Lesebuch für österr. Realschulen. 7- Band. 5. und Auflage. Wien Z900, Manz. Geb. 2 X r0 ö. Französisch. Letter-Alscher, Französisches Übungs- und Lesebuch, wie in V. Fetter-Alscher, Französische Schulgrannnatik, wie oben. Bechtel, Französische Chrestomathie, h und 5. Auflage. Wien Z892, Klinkhardt. Geb. H X H8 X Gnglisclz. Nader-lvürzner, Grammatik der englischen Sprache, wie in V. Nader-lvürzner, Englisches Lesebuch für Mädchen-Lyzeen. 2. Teil. Wien ZH05, siölder. Geb. 5 X ZO X Geographie unö Geschichte. Supan, Lehrbuch der Geographie, wie oben. Trampler, Mittelschulatlas, wie oben. Mayer L. M., Lehrbuch der Geschichte, wie in V. Dannak, Österreichische Vaterlandskunde für die Gberklassen der Mittelschulen (Mberstufe). sO-, s h und Z2. Auflage. Wien s898, hölder. Geb. 2X58K. Putzger, historischer Schulatlas, wie oben. Arithmetilr unö Geometrie. Duport, Lehrbuch der Arithmetik und Geometrie für die VI. Klaffe der UILdchen- Lyzeen, Wien ZH05, Deuticke. Geb. 5 X 50 X Menger, Grundlehren, wie oben. Rotirrlehre. Rrist-Ivagner, Anfangsgründe der Raturlehre für die Unterklassen der Realschule. 8. Auflage. Geb. 2 X 20 X 01 to IX. Themen zu den deutschen Aufsätzen und Redeübungen in den Gberklassen. IV. Klasse. Hausarbeiten: s. Meine Lieblinge in der gefiederten Sängerwelt. . Nausikaa am Meeresstrand. . Line Fahrt auf dem Traunsee. H. Baucis und j)hilemon. 5. In der Heideschenke. (Nach Lenau.) 6. Das Weihnachtsfest in Hütte und jDalast. 7. Die Welt ist so schön. (Nach Egon Lbert.) Schularbeiten: H Womit vergilt uns der Mbstbaum die Mühe des j)slanzens und j)flegens? 2. Hektors Abschied von Andromache. 3. Der Mai — ein Wonnemonat. Leben und Treiben auf dem Bahnhof vor Abgang des Zuges. V. Klasse. Hausarbeiten: H „Sommerfreude, die uns berauscht, Wonnige Wunder, die wir erlauscht, Sonniger Friede, der uns umwehte — valete! Valete!" (Rernstock.) 2. „Spät erklingt, was früh erklang, Glück und Unglück wird Gesang." (Goethe.) 3. Wandertrieb und Heimatliebe. H. Aus Urgroßmutters Tagebuch. 3. Die Zeit sagt nie „Auf Wiedersehen!" 6. Der Mensch findet drei Wege, klug zu handeln: erstens durch Nachdenken, das ist der edelste, zweitens durch Nachahmen, das ist der leichteste, drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste. (Uonfuzius.) 7. Des meien hohgezite. (Walther von der Vogelweide.) Schularbeiten: H Die Exposition in Schillers „Jungfrau von Orleans". 2. Glück im Winkel. Eine Zdylle. 3. Die Schweiz in der Literatur des !(8. Jahrhunderts. H. Gedankengang der zwei ersten Stücke aus Lesfings „Laokoon". — 38 — Redeübungen: s. Bilder aus Krakau. (Rück er Th.) 2. Die Körperpflege. (Neu Häuser A.) 3. Don Tarlos. (Taub H.) Nikolaus Lenau. (Aigner M.) 3. Weihnachtsbräuche. (Wolf G.) 6. Weltausstellungen. (Locker A.)^ 7. Rudolf Baumbach. (Tarmine L.) 8. Deutsche Mythologie. (Stöhr H.) 9 . Die Donau. (Bruzek L.) (0. Bei den Wassernixen. (Dann er H.) Der Traum. (Franck j).) (2. Beethoven. (Lasbend er L.) so. Der Karneval. (Drasch M.) Die Kunst. (Franck L.) (5. Schillers Leben. (Hamburger E.) Ioh. j)aul. VI. Klasse. Hausarbeiten: f. „Ich bin der Sehnsucht nimmermüder Sohn." (Sudermann.) 2. Erinnern, Hoffen, Träumen, Dichten — die Trostesgaben der Menschheit. 3. Die sittlichen Grundlagen in Schillers wichtigsten Balladen. Aus den Kindertagen. 3. „werde nie so reich an Geist, da arm du würdest am Herzen." (Ludwig.) 6. Der letzte Schultag. Schularbeiten: (. Goethes und Schillers erstes Zusammentreffen. 2. Die Tiersymbolik in Sprache und Kunst. 3. Sappho. Ihre Schuld und ihre Sühne. „Ist das Talent der gottgesandte Regen, Ist was die Frucht gibt, immer nur der Fleiß." (Grillparzer. Reisexrüsungsarbeit.) Redeübungen: s. Die Stellung der Frau in alter und neuer Zeit. (pehersdorser A.) 2. Das Theater als Spiegel der Zeit. (Stern M.) 3. Die alten Germanen. (Dann er M.) 59 Uarl XII. von Schweden. (Mols A.) 5. walther von der Vogelweide, (pol lack A.) 6. Die deutsche Hausfrau, iweibel H.) 7. Miterleben des Mittelalters. (Langthaler Z.) Zoh. Paul. 1. 2 . 3. 1- 5. 6 . 7. 8 . 9 - 10 . 11 - 12. 15. 11- 13 . 16. 17. 18. 19 - 20 . 21 . X. Vermehrung der Lehrmittelsammlungen. Bibliothek. I. Lehrerbibliothek. Rustos: Ioh. Paul. L) Ankauf: Spemann, Runstlexikon. Höfter, Physik. Lukas-Ullmann, Elementares Zeichnen. Schiffmann, Meier Helmbrecht, wohlthat, die klassischen Schuldramen. Divis, Zahrbuch des höheren Unterrichtswesens, willmann, pädagogische vortrage. Willmann, 2lus Hörsaal und Schulstube. Leimbach, Die deutschen Dichter. IX. Sittenberger, Grillparzer. Bettelheim, Anzengruber. Münch, Zukunftspädagogik. Münch, Geist des Lehramtes. Lhwolson, Physik I. Marshall, Tiere der Erde. wülcker, Englische Literatur. Suchier, Französische Literatur. Schiller, Handbuch der deutschen Sprache. b) Gepchenke: . . " Truxa, Richard von Rralik. (vom Verfasser.) - ' Herder, Werke. 13 Bände. Lessing, Werke. 1H Bände. Bericht über den hygienischen Uongreß in Nürnberg 190-1- (20.—22. von Direktor Dr. F. Thalmayr.) Einrichtungen und Apparate für den physikalischen Unterricht. Sybold Nachfolger in Köln. (vom Verlag.) 60 2H. Systematisches Literaturverzeichnis l90H. (Buchhandlung Link.) . 25. Von der Buchhandlung H. Korb, 36 Werke verschiedenen Inhalts (antiquarisch) in H2 Bänden. 26. von der Buchhandlung Link, 37 französische und englische Ausgaben moderner Autoren in 50 Bänden. Stand am Schlüsse des Schuljahres (903/OH Werke in 683 Bänden Zuwachs (90^/05. - 9c „ „ (§7 Stand Ende (90^/05 .5)5 Werke in Z36 Bänden. II. Zugendbibüolljek. Kustodin: Marie Buraschi. Anlrarrf: Wilde nbruch, Das edle Blut. 2. Wildenbruch, Kindertränen. 3. E. Eschenbach, Lotti, die Uhrmacheriu. H. E. Eschenbach, Rittmeister Brand. 5. Storni, Zwei Weihnachtsidyllen. 6. Ludwig, Zwischen Himmel und Erde. 7. Hauff, Märchen. 8. Seidel, Leberecht Hühnchen. 9. Böhlan, Natsmädelgeschichten. w. Habberton, Helenens Kinderchen. Habberton, And'rer Leute Kinder. ^2. Mörike, Mozart auf der Reise nach Prag. ^3. Rabe, Horacker. Naabe, Die Chronik der Sperlingsgasse. l5. vi Hing er, Aus der Jugendzeit. l(6. Ebers, Die Lrau Bürgermeisterin. l(7. L. Esche nbach, Hirzepinzcheu. ^8. E. Eschenbach, Die arme Kleine. 19- 20. 2(. 22. > Moderne erzählende Prosa. 23. Aufsätze: Aus deutschen Landen. 2§. „ Zur deutschen Geschichte. 25. „ Zur deutschen Literatur. 26. „ Natur und Leben. 27. Hebbel, Die Nibelungen. 6 ! 28. Heinemann, Goethes Leben und Werke. 29. Briefe Goethes und Schillers. 30. Hoffmann, Tante Fritzchen. Stand der Zugendbibliothek am Schlüsse des Schuljahres H903/OH.52 s Bände Zuwachs im Schuljahre s90^/05 . 30 „ Stand am Schlüsse des Schuljahres s90H/05 . 55 s Bände III. Zeitschriften. Verweser: Johann Paul. Die Anstalt erhielt vom k. k. Gymnasium: Lyon, Deutscher Unterricht. Beckers, Zeitschrift für Schulgeographie. p>oske, Zeitschrift für physikalischen Unterricht. Realschulwesen. Numismatische Zeitschrift. Biologisches Zentralblatt. Handelsakademie: vietor, Neuere Sprachen. Themiker-Zeitung. Chemisches Nepertorium. k. k. Lehrerbildungsanstalt: Nodenberg, Deutsche Rundschau. Naturwissenschaftliche Rundschau. Nealien-Unterricht. Geographische Gesellschaft. Lrziehungs- und Schulgeschichte. Die Anstalt selbst hält: Hettner, Geographische Zeitschrift. Frauenbildung. Lehrmittelwesen. Zeitschrift für Zeichnen und Kunstunterricht. Wiener Rkode. Wäschezeitung. Die Anstalt selbst leiht aus: Hettner, Geographische Zeitschrift, und zwar an Lehrerbildungsanstalt und Handelsakademie. (Geordnet laut Kurrende des k. k. Gymnasiums vom sH. Februar s905.f 62 6. Lehrmittel für den geographischen und geschichtlichen Unterricht. Kustos: Johann Paul. Ankauf: s. Kiepert, Mitteleuropa. Stumme, physikalische Karte. 2. Rothang, Alpenländer. physikalisch, beschrieben. 3. „ Sudetenländer. physikalisch, beschrieben. Lehmann. Geographische Charakterbilder. Nr. 5. Clbesandstein. „ so. polarlandschast. „ 20. Neu-Hork. „ 2^. Drei Zinnen. „ 32. Bodensee. „ 33. Holland. „ 36. Chinesische Stadt. „ 37. Benares. „ 39. Kairo. „ ^3. Spreewald. „ ^8. Mstafrika. „ 5s. Rauhe Alb. 5. Lang!, Bilder zur Geschichte. Nr. 69- Zerusalem. Stand am Schlüsse s903/0H: . Karten 5H, Bilder 205, Sonstiges sO Zuwachs s90H/05: .... 3, „ s3, „ — Stand am Schlüsse s90H/05: . Karten 57, Bilder 2s8, Sonstiges sO L. Miin;eirsamnrlmrg. Diese hat im abgelaufenen Schuljahre keine wesentliche Vermehrung erfahren. An der Bestimmung und Ordnung der Sammlung wird fortgearbeitet. O. Lehrmittel für den Unterricht in der Naturgeschichte. Kustos: Dr. Dermann von Mack. a) Ankauf. s. Fr. Henkel (Präparator in Wien), Zoologische Präparate (Konservierung: Alkohol oder Formst): s Kolonie Lntenmuscheln (Lepas), s Teichmuschel, s Flußkrebs (Cntwicklungsstadien), s Kreuzspinne, s Seeraupe (Apkroäits), s Skolopender, s Libelle (Cntwicklungs- 63 stadien), s Wasserfrosch, s Kröte, s Teichmolch, s Thamäleon, s Sumpfschildkröte. 2. Lehmann-Leutemann, Zoologischer Atlas ss- 2. 5. 6. 9- s2.—s5. s6. s8. 20. 23. 2H. 3H 37. ^6. H7. 53. 57. 69-) 3. Karting er, Zoologische Wandtafeln s. (Mrang). psurtscheller, Zoologische Wandtafeln (s2.—s6.). 5. Frenkel, Anatomische Wandtafeln (s.— 6. Keller-Zille s, Anatomische Schulwandtafeln (5. 7.). 7. Zung-Koch-1u8 1ä. Refoulant au88itot 80 N cosur äs mers, Claris ^.ntoinette vsut 8uivrs 80 N mari: »1^'importe, äit eile ä'uns voix fremi88ants, ma placs S8t aupre8 äu Roi!« st 86 äe^aAsant äe8 priers8 c^ui 1'sntoursnt, slls 8'avance ver8 1a mort ä'un x>L8 äs Reine. On ^entildomms 1'arrets par 1s dra8, un autrs lui darre 1e pa88a§e. ^us1c^ue8 §aräs8 nationaux accoursnt. 118 a88urent 1a Reine äs 1a 8urste äu Roi. Lspsnäant 1s x>a1ai8 mu^it: äe8 cri8 äs mort arrivsnt, cornrns par douffes8, ä 1'orsills äs 1a Reine. Oe 1a 8a11e äs8 §aräs8, 1e fraca8 80 urä, 1s c1iciusti8, 1a victoirs marcdent st 8'avancent. Oe8 ^aräs8 nationaux n'ont c^ue 1s temx>8 ä'entrainer 1a Reine äan8 1a 8a1Is äu Oon8si1. Vits, 118 x>ou88snt äsvant eile 1a Aranäs tadle. ^in8i, sntrs 1a Reine st 1s fer c^ui 1a cdercds, il n'^ a p1u8 c^ue cs rnorceau äs doi8, oü 8S 8vnt Lbit68 1s8 äs8tin8 äs 1a rnonarcdie. One poi^nse äs §arä68 nationaux ä^fsnä 1a tadle. Oout autour äs 1a 8a1Is, 1a foule roule. Oe 80 nt äe8 arnioirs8 ^u'on snfonss, äs8 insud1s8 c^u'on dri86, äs8 rire8: Vd, 1s lit äs ^1. Veto! II a un p1u8 deau lit c^us nou8, ^1. Veto! Os8 portS8 äs 1a 8a11e äu con8si1, dri8ee8, vorni88Snt 1s psupls. Oa Reine S8t äsdout, ^aäams S8t a 8a äroits, 8S prs88ant sontrs eile. Oe Oaupdin, ouvrant äs Aranä8 ^sux cornrns 1s8 enlant8, 68t ä 8a Aaucds. Os8 dornrns8, 1s8 fernrns8, 1s8 pic^us8 st 1s8 coutsaux, 1s8 cri8 st Ie8 in^ure8, tont 8S rus contrs 1a Reine. Oe ce8 canni- da1s8, 1'un lui rnontrs uns poi^nss äs verAS8 avsc 1'ecritsau: »Rour Vlarie ^.ntoinette!« 1'autre lui x>re8snts uns Guillotine; 1'autrs uns xotencs st uns poupes äs fernrne; 1'autre, 80 U 8 1e8 ^sux äs 1a Reine, c^ui ns dai88ent point leur re^arä, avance un rnorceau äs vianäe sn forme äs cosur c^ui 8ai^ns 8ur uns plancds. »Vivs Lanterrs!« crie 80 uäain 1a foule. »^ens 2 , 1s8 voila!« äit ä'une voix rauc^us 1s §ro8 domms, pou88ant 80 n troupeau äsvant lui st rnontrant 1a Reine st 1e Oaupdin. Oa foule Aro88i88ante pre886 1s8 Aaräe8 nationaux contrs 1a tadle. Oe8 fsmms8 pou88snt 1e8 fsrnrns8 auprs8 äs la Reine pour lui cracder äe8 in^'ure8 au vi8a§s- »IVI'avsx- vou8 ^amai8 vus? Vou8 ai-^s fait ^usl^us mal?« leur äit la Reine. »On vou8 a trompe8 . . . ^s 8ui8 Rran^ai8e. . ^'etai8 deureu86, c^uanä vou8 m'aimiex!« — Rt voila c^u'a cstte voix 8i äoucs st 8i tri8te, 1s tumults 8's8t tu pour ecouter. Vout a coup toucdes8, ce8 femms8 8'apprivoi86nt st rsntrent äan8 leur 8exe. Oa fureur tomds, la doucde 8e ferms 8ur doutra^s commence. O'emotion, la pitie rouvrsnt Ie8 eosur8. I^'durnanite reeonc^uiert cstts populaes: ellss plsurent, LS8 kslnins8! — ^uelc^us ternp8 apre8 1e 20 fuin, 1a kleine 1ai88ait eedappsr: »118 in'a88a88ineront! ^ue äsvienciront rneg x>auvre8 snkant8?« et eile konäait sn 1arrne8. d) Deutsch-Französisch (freier Aufsatz). I^e x>1u8 denn four cis rna vie. Englische Spvcrrite. ^Ve8tmiu8tsr ^.dds^ d^ ^V. IrvinA. -I x>L88eä 80 me tirns in ?oet'8 (Corner xvdied oecupie8 au enä ok tde tran8ept8 ok tde addez^. Dde rnonurnent8 ars beneraliz^ 8irnp1e; kor tde Iivs8 ok literarz^ rnen atkorck uo 8tridinA tdsrnes kor tde 8eu1ptor. 8dade8psare and ^.äcÜ 80 n davs 8tatue8 ereeteä to tdsir rnernorie8; dut tde Areater pari dave du8t8, rnec1a11ion8, anä 8ornetime8 insrs in8erix>tion8. ^otvvitd8tanäinA tde 8iinplieitz? ok tde8e rnsrnorial8, I dave alxva^8 od8ervsä tdat tde vi8itor8 to tde adde^ rernain 1on§68t adout tdein. dinäsr anci koncisr kselinA tade8 plaes ok tdat eolä eurio8it^ or aärniration >vitd wdied tdez^ Aa^s on tde 8p1snäick nionuinent8 ok tde §reat anä tde deroie. Ddsz? linder adout tde8S a8 adout tde tonid8 ok krisnä8 anä eolnx»anion8; kor inäeeä tdere 18 80 instdin^ ok corn- panion8dix> detcvsen tde autdor anci tde reaäer. Otder rasn are dnovvn to xo8terit^ onl^ tdrouZd di8tor^, cvdied 18 eontinuall^ ^ro^vinA kaint anä od8eure: dut tde intercour8e detvveen tde autdor anä di8 kellow-nien 18 evsr ns>v anä active, kke da8 livsä kor tdern ruore tdan kor dini8e1k; ds da8 8LLritieec1 8urrounäin§ enfo^rnsnt8 anä 8dut diin8s1k ux> krorn tde cke1i§dt8 ok 8ocia1 like, tkiat kls mi^irt tke mors iutiruatel^ eoruruune vvitk äi8tant ruinä8 auä 6i8taut a§s8. XVell ma^ tks xvorlck cdsri8ii kli8 reuo-wn; kor it klÄ8 k>seu pure1iÄ8seu8atiou ok x>1ea8urs. ^Veli rua^ x> 08 tsrit^ ds Aratekul to di8 mernor^; kor de da8 lekt it au iuderitaucs^ not ok eruptz? uarue8 auä souuäiuA aetiou8, dut >vdo1s trea8urs8 ok xvi8äoiu, aucl dri^dt KSM8 ok tdou^dt. I^roru ?oet'8 Lorner I coutinueck ru^ 8tro11 tovvarä8 tdat pari ok tde adde^ cvdicd coutaiu8 tde 8spu1edre8 ok tde diuA8. I xvauäsrsä aruonA vvdat ouee >vsre edax>sl8, dut cvdied are uo^v oecupisci dz^ tde torud8 auä rnouurueut8 ok tde Areat. ^.t ever^ turn I rnet ^vitd 8orne i11u8triou8 nams; or tde co§ni8ance ok 80 ine poxverkul dou8e renoxvneä in di8tor^. ^.8 tde e^s äart8 into tds8e äu8d^ edarndsr8 ok äeatd, it eatcds8 Alirnp8S8 «f Huaiut efiiAis8; soms IrnselinK in uiobe8, L8 ik in äevotiou; Ot1isr8 8trstcdeä upon tlls tonid8, ^vitb Knnä8 piou8l^ pre88eä tOAetber; vvarrior8 in nrniour 38 ik rep 08 in§ ukter battls; x>rs1ate8 vvitll cro8ier8 anä mitre8; anä nod1s8 in robs8 and coronst8, hin§ L8 it vvsrs in 8tate. Mathematik. s. Ein Reservoir hat drei Zuflußrohren: werden alle drei zu gleicher Zeit geöffnet, so ist das leere Reservoir in acht Stunden gefüllt und dabei verhalten sich die Rlengen, welche die erste und zweite Röhre geliefert haben, wie 6 : 5, die Rlengen, welche durch die erste und dritte Röhre zugeflossen sind, wie 5 : 2. Wie lange braucht jede Röhre allein, um das leere Reservoir zu füllen? 2. Auf zwei sich unter einem Winkel von 60 o schneidenden Geraden liegen die Punkte ^ und L, deren gegenseitige Entfernung 5 s-n beträgt. Schiebt man den Punkt /V 20-» weiter gegen den Schnittpunkt der Geraden, so beträgt die Entfernung der von 6 nur noch 2 s-». Wie weit sind /V und L vom Schnittpunkte der Geraden entfernt? Z. Jemand legt zum Beginn des 5s. Lebensjahres 5000 X in einer Bank an und gibt zu Beginn des 52. und der weiter folgenden neun Jahre je 500 X auf Ziuseszins dazu, um sich von seinem vollendeten H5. Jahre an eine durch 25 Jahre dauernde vorschußweise Rente zu sichern. Wie groß wird diese sein, wenn die Bank ihren Berechnungen zugrunde legt? XI. Verzeichnis der eingesandten Jahresberichte.65 XII. Verfügungen der vorgesetzten Behörden.66 > XIII. Lyzeal-Reiseprüsungen.68 XIV. Förderungsmittel des Unterrichts.74 ^ » XV. Gesundheitspflege.78 XVI. Lhronik.80 XVII. Namensverzeichnis der Schülerinnen.91 ^ XVIII. Kundmachung für das Schuljahr s 905/06 93 l'IVIW-Sibliowsk 00810040 WA^WZ^ EMd. " MtzM ^ , ,, Mf.'--'DM-k MffN^ MWUM GR^. ^ MGs^ HADM^ ,1--^^ ,7 ,^—I'sctinisctie!Museumv/isn .^ --- ^ ^ ^ ^ bidliotkek 41.708