, / / ÿj ■■.TTîmrrîTrî'raTrrTTTTTrr:rr?r?: : n'rîmrTi !THrrr??ir: r$. jy i " " ß % Neueste vervollsfändigfe Anleitung zum " " ' 1 " 1 im Anfertigen APIE'RBbUMEN WIEN -»-©■ I. HERRENGASSE 6. #+■ 4—i-B-a-i—€- Selbst - Erzeugung und Niederlage aller Blumen-Bestandtheile. Sechste Auflage. VS Nachdruck verboten. & ^t B iTim » y Druck v. E. Frankl, Wien XVI. Hubergass« U jTJtechnrsches “«Hjseumwien ß«BLIOTH£K A + À r Druckfehler-Verzeichniss. Cyclame Seite 15 Fig. 28 Glockenblume Seite 23, 3. Zeile „Fig. 46“ Granatblüte Seite 25 Heckenrose Seite 26 Fig. 50 Kirschblüte Seite 35, 6. Zeile entfällt das Wort „man“. Oleander Seite 51, 5. Zeile entfällt das Wort „eine“. Primel Seite 58 fehlt Fig. 102 Primula Seite 59 Fig. 103. La France Seite 64, viertletzte Zeile „Schnitt 108“ La reine Seite 64, 1. Zeile „Fig. 96“. Veilchen Seite 82 Fig. 38 und drittletzte Zeile Fig. 38“. Vorwort. Die neueste Auflage dieser Anleitung bringt unseren verehrten Blumenfreunden nicht nur eine nennenswerthe Anzahl neuer De- corationsblumen, sondern auch eine zweckmässige Aenderung. Der Beschreibung jeder Blüte sind gleich die betreffenden Schnitte, sowie hie und da Abbildungen beigefügt. Möge auch dieses Heftchen freundliche Aufnahme finden. M. Kaufmann. Zur Beachtung! Um den Selbstunterricht im Anfertigen von Papier-Blumen wesentlich zu erleichtern, schicke ich die Erklärung einiger Ausdrücke voraus, welche des weiteren oft Anwendung finden, um dem Lernenden ermüdende Umschreibungen zu ersparen. Der wichtigste, bei jeder Blume wiederkehrende Handgriff ist „das Anbinden mit Schlinge“. Ohne Kenntniss desselben macht der Lernende leicht vergebliche Arbeit. An dem umwickelten Papierdraht, welcher die Blüte zu tragen bestimmt ist und den wir deshalb kurzweg Stieldraht nennen, wird etwa ‘/ 2 ctm. vor seinem Ende durch mehrfaches Umwinden der blanke Bindedraht und durch weiteres Umwickeln an beide das Blütenblatt befestigt. Hierauf biegt man das freigebliebene Endchen des Stieldrahtes gleich einem kleinen Haken zurück und wird dieser mittelst des Bindedrahtes an den Haupttheil befestigt. Auf diese Weise ist im Stieldraht eine wirkliche Schlinge entstanden, wodurch sich obiger Ausdruck erklärt. Diese Schlinge aber verhindert es, dass die Blüte, welche oft mit viel Sorgfalt gearbeitet, jedoch einfach angebunden war, zum Schrecken des Verfertigers plötzlich ihren Stiel verlässt und lustig zur Erde flattert. Ein grosser Uebelstand scheint dem Anfänger das mühselige Auseinanderlösen der Schläge*), namentlich der kleineren. Diese Schwierigkeit schwindet vollständig, wenn man den Schlag vor seiner Bearbeitung auf die Platte legt und ihn an den Rändern stark mit dem Höliler streicht. Die Blättchen, welche vorher wie zusammengeleimt erschienen, stehen nun vereinzelt und lose und laden förmlich zur anmuthigen Arbeit. Das Bearbeiten des Blumenblattes durch die Pincette geschieht stets in der Weise, dass ersteres dabei auf der Platte liegt. Die Richtung hierbei ist immer die gleiche. Man streicht das Blatt vom oberen Aussenrand nach seiner Mitte oder nach der unteren Spitze zu. Mit Höhlen bezeichnet man das Vertiefen und Runden des Blumenblattes durch den Hohler. Man drückt mit demselben kräftig das Blatt gegen die Platte und fährt wiederholt in kreisförmiger Bewegung darüber. Man ädert das auf der Platte liegende Einzelblatt, indem man ihm durch mässiges Streichen mit dem spitzen Stiel der Pincette in zweckentsprechender Richtung die feinen Adern des natürlichen Blattes beibringt. Bielen heisst in der Technik der Blumenfabrikation das starke Streicheu des Blattes mit der Zange der Pincette, wodurch man nicht nur eine l'urchenartige Vertiefung im Blatt, sondern gleichzeitig ein Krausen und Zusammenziehen desselben hervorbringt. Wird das Blatt ■* ~ i r üiirrg > 7 » rr; *\ Pie ftauzett - 3 - stark gerieft, so springt es auf, d. h. der zuerst gestrichene Tlieil erhebt sich durch das Runden und Krausziehen bis zu seiner Mitte von der Platte. Das Kräuseln des Blumenblattes geschieht an dessen äusseren runden Theilen mittelst der Scheere, über deren scharfe Seite man den Rand des Blattes zieht, wobei der Daumen den zu kräuselnden Theil gegen die Scheere drückt. Bereits gehöhlte Blumenblätter machen eine andere Art von Kräuseln nothwendig, zu welcher die Pincette gebraucht wird. — Man hält die beiden Tlieile der Zange durch die dazwischen gepresste Innenseite des Zeigefingers auseinander und zieht über die dem Arbeitenden zunächst liegende, scharfe Seite der Zange langsam den zu kräuselnden Theil des Blumenblattes, wobei der Daumen mit festem Druck gegen Blatt und Zange das Weiterschieben des Blattes besorgt. Ist von einseitigem Kräuseln die Rede, so verstehe man darunter das Kräuseln beider runden Blattheile nach derselben Seite, und nicht etwa das Bearbeiten nur eines Theiles. Bei zweiseitigem Kräuseln dagegen ziehe man z. B. den rechten Blattrand nach der einen und den linken nach der entgegengesetzten Seite üb«r die Scheere. Gekreppt wird ein Blumenblatt, wenn man es von seiner oberen linken Seite aus nicht zu fest über eine Stricknadel mittlerer Stärke rollt und diese Rolle auf der Nadel von beiden Seiten fest zusammenschiebt. Hat man 'hierauf das Blatt vorsichtig aufgerollt, so erscheint es fein und crepeartig gemustert, wodurchnamentlieh das welke Rosenblatt sehr natürlich dargestellt wird. Wird in der Anleitung oft kurz vom oberen Theile des Blattes^ gesprochen, so ist damit der dem äusseren Umfange zunächst liegende gemeint, derjenige also, welcher dem vom Kelch umfassten Theil gegen* über liegt. Indem ich bestrebt bin, meine Anleitungen zu den erst verzeich-' neten Blumen mit möglichster Ausführlichkeit zu geben, sind die fast bei jeder Blume wiederkehrenden Handgrilfe als: Anbinden mit Schlinge, Leimen zwischen gruppenweise anzuschiebenden Blättern und vor Anschieben des Kelches, späterhin als bereits bekannt vorausgesetzt und werden entweder nur angedeutet oder gar nicht mehr erwähnt. Wenn trotz der zu allen Blumen beigefügten Schnitten von „Schlägen“ die Rede ist, so geschieht es der besseren Anschaulichkeit wegen und in der Voraussetzung, dass man sich ihrer bedient. Sie ersparen den langweiligen und mühsamen Theil der Arbeit und können in ihrer Regelmässigkeit auch durch das sorgsamste Aus* schneiden mit der Hand nicht ersetzt werden. Alpenrose. Der zierliche Blütenbüschel erscheint in den einzelnen Theilen vom hellsten rosa bis zum mittleren Rot. Ein hellrosa Doppelblättchen Fig. 1 wird auf der Platte liegend in jeder einzelnen Zacke gehöhlt, sodann auf derselben Seite längs der Mitte jeder Zacke in der Richtung a—b durch die Länge der Pincette eingezwickt, so dass das Doppelblättchen im Ganzen 5 Fältchen aufweist. Man binde darauf 5 feine, 3 /4 cm. lange, gelbe Staubfäden als Mitteltheil mit Schlinge an Draht, lege dass Blättchen mit seinem unteren geraden Theil etwas faltig rings um den zuvor geleimten Stiel, und drücke es hier mit den Fingerspitzen fest an. Bei der überstehenden Zacke c wird abwärts nach b ein wenig geleimt und diese Länge auf die gegenüberliegende Seite geklebt, so dass ein fertiges Dütchen entsteht, dessen obere Zacken nach aussen gebogen sind. Die Staubfäden ragen mit ihren Köpfchen bis zur Höhe der Blütenröhre. Um der letzteren die ganz naturgetreue, etwas ausgebauchte Form zu geben, weite man sie geschickt von oben her in der Runde durch die geschlossene Zange, wodurch man die durch das Bilden der Röhre entstandenen Fältchen auseinanderdrückt. Namentlich hier erfordert die Anfertigung der reizenden Blüte die sorgfältigste Genauigkeit. In gleicher Weise arbeitet man noch 5 Blüten. Die weitere Zusammenstellung der Farben geschehe so, dass hierbei — dunkelrosa und hellrot — hellrot und mittelrot — im Doppelblatt aufeinander zu liegen kommt. Man achte nur darauf, dass stets die hellere Farbe den inneren Theil der Blüte bilde. Eine mittelrote Blüte endlich wird aus einfachem Blatt angefertigt. Bei der halb entfalteten, mittelrothen Knospe schneidet man vom Schnitt eine Zacke weg, höhlt das Blatt, und klebt es um die Bindestelle, jedoch so, dass die Zacken Zusammenschlüssen. Um die ganz geschlossene Knospe herzustellen, drücke man ein Stückchen mittelrot Papier leicht über die Spitze vom Stielende der Zange, wodurch eine 1 cm. lange, faltige Form entsteht, die, an Draht gebunden, und hier mit grünem Papier umwickelt, eine hübsche Knospe ergiebt. Die in solcher Weise angefertigten 6 Blüten und 2 Knospen mischt man mit ca. 1 Dutzend kleiner grüner Blätter geschmackvoll Veitheilt, so dass die Knospen den obersten Theil des rundlich abfallenden Blütenbilschels bilden, Anemone. Bedeutend grösser als unsere anspruchslose Wald*Anemone, leuchtet ihre Blumenkrone in prächtig schattirtem Hellrot. Der grüne, an der Wurzel rot gefärbte Mitteltheil der Blüte setzt sich aus den Schnitten Fig. 2, 3 u. 4 zusammen. Alle Blätter dieser Grössen werden, auf der Gummi - Platte liegend, in gleicher Weise bearbeitet, indem man sie in jeder Zacke bis zu deren Mitte mit d. stumpfen Theile einer an der Spitze stark abgerundeten Scheere od. mit d. Kücken eines kleinen Tischmessers drückt, so dass sie wenig rund biegen. Fig. 3 der Länge nach Fig. 5 Das Ende eines Stieldrahtes wird jetzt in ein Eingehen zusammengebogen und dieses in Leim getaucht. 3 Blatt Fig. 2 schneidet man sodann bis zum Mittelpunkt ein, klebt sie einzeln, umhüllend, und nach oben stehend, um das Rin gehen und schiebt je ein Blatt Fig. 3 und 4 an. Diese letzten beiden dürfen jedoch nicht fest an den ersten Theil anschliessen, sondern werden etwas tiefer unten am Stiel angeleimt und angedrückt, da ihre Zacken nicht über die von Fig. 2 hinausragen sollen. Zur Herstellung der äusseren Blummenkrone bilde man 9 leicht zusammengeleimte Doppelblätter Fig. 5 und lege dabei je ein dunkles auf ein helleres. Das Blatt wird auf der dunklen Seite leicht geädert und mit dem für die Sonnenblume benützten Höhler bearbeitet, wobei man in der Mitte des Blattes aufsetzt' und dann erst nach oben und nach unten zu drückt. 3 dieser Blätter werden an einer Seite der oberen Blattheile leicht gekräuselt. Zu beachten ist, dass die dunkler gefärbte Blattseite der inneren Blume zugekehrt ist, wenn man jetzt um diese, gleichmässig vertheilt, erst 3, und hierauf in dadurch entstandenen Lücken abermals 3 Blatt bindet und die übrigen entsprechend vertheilt. Den Stiel bildet ein Schlauch mittlerer Stärke und als Laub verwende man das sehr ähnliche der Butterblume. Agabantus, Ueberaus graziös in der Form, istdie leicht herzustellende, helllila Blütendolde, ein stattlicher Schmuck für Blumentöpfe. Fig. 6. 7 feine gelbe Staubfäden, 4 cm. lang, bilden, mit Schlinge angebunden, den Mitteltheil der Blüte. Die Köpfchen der Staubfäden werden erst leicht in Leim, hierauf in trockenen Kaffeesatz getaucht, und unterhalb des Kopfes mittelst der Zange leicht nach abwärts gebogen. Jetzt riefe man mit der leicht geöffneten Spitze der Zange das Doppelblatt Fig. 6 in den einzelnen Zacken von der Spitze ausgehend abwärts, und leime es hierauf mit dem unteren Theile a rings um den Stiel unterhalb des Ansatzes der Staubfäden, worauf die überstellende Seite a b geleimt und auf den gegenüberliegenden Theil geklebt wird, so dass sich dip Glocke schliesst und in einer engen Röhre um den Stiel sitzt. 1 «P* «*> Die Zacken der Blüte sind nach auswärts gebogen, Und die Staub« fäden ragen nicht darüber hinaus. Ganz so wie die halbgeschlossene Knospe der Alpenrose, bildet man die Knospe des Agabantus von gleichem Schnitt (Fig. 6). Zur Dolde verwendet man je nach der gewünschten Grösse, einige Knospen und 8-15 offene Blüten, welche an 7 cm. langen Stengeln in rundlich sich abdachender Form zusammengebunden, an dicken Draht mit Schlauch befestigt, und an derWurzel mit schilfartigen, grünen Blättern versehen werden, Will man die Blüte in besonders feiner Ausführung haben, so ziehe man vor ihrer Zusammensetzung auf die einzelnen Blütenstiele feinen Schlauch. Apfelblüte (gefüllte). Zur Anfertigung derselben nimmt man ein zartes Rosa, sowie zwei etwas dunklere Schactirungen der gleichen Farbe. Vom Schlag Fig. 7 werden 6—8 Blättchen gelöst, die zur Bearbeitung über einander gelegt bleiben. Man klemmt nun in die Zange der Pincette eine dreifache Falte des einen der 5 Blattheile, legt das Blatt in dieser Haltung auf die Gummiplatte und streicht mit kräftigem Nachdruck diese Falten von oben herab nach der Mitte zu. Die linke Hand darf dabei nur die Platte festhalten und vermeide es, ein Gleiches mit dem Blatt zu thun. Fig. 7 Ist das Streichen der Falten in richtiger Weise geschehen, so nimmt das Blatt danach eine halb aufrechte Haltung an. Die gleiche Bearbeitung wiederholt sich mit den nächsten zwei Blättchen, die übrigen zwei bleiben vorläufig glatt. Jetzt löst man sie alle von einander und höhlt dann auf der Platte die vorhin glatt gebliebenen Blätter, sowie die Mitte des Schlages wodurch letzterer die Form einer halbgeschlossenen Blüte annimmt. Dieses Verfahren wiederholt sich bei den anderen Schlägen von dunklerem Rosa. Das Bilden des Mitteltheiles der Blüte geschieht ganz wie bei der Kirschblüte, nur bedient man sich diesmal gelber Staubfäden; ist man damit fertig, so wird unten gummirt und erst ein helles, dann ein dunkleres und endlich das tiefst gefärbte Blättchen angeschoben, wobei zu beachten ist, dass die gefältelten Blätter hintereinander zu stehen kommen. Ueber Bildung der Knospen und Sträusschen siehe Kirschblüte. Aster. Diese Blüte erfordert 4 Grössen desselben Schnittes (Fig. 2, 3, 4, 8) und zur Bearbeitung eine kleine Art Tischmesser. Zu ihrer Anfertigung löse man vom Schlage je ein Blütenblatt und lege es auf die Platte. Das Ende des Messers wird auf die Mitte des Blattes gesetzt und die Schneide längs derselben schräg gegen die Platte gedrückt, während die Linke die Platte langsam nach links zu drehen beginnt. 8 Das Messer bewegt sich auf diese Weise immer mit scharten Druck gegen Ölatt und Platte in entgegengesetzter Richtung, wobei sich die einzelnen Blütenblätter in Form einer halb offenen Röhre nach der rechten Seite legen. Fig. 3 Der grüne Kelch (Fig. 4) _ 0 _ geknüllt, dann etwas auseinandergezupft und angeschoben. Fig. 8 Nachdem man etwa 5 Blätter von allen Grössen in gleicher Weise bearbeitet, viertelt man 3 vom kleinsten Schnitt (Fig. 23, binde das erste mit Schlinge an und die zwei anderen darauf, leime unten und schiebe noch ein Blättchen (Fig. 2) an. Nun folgen gruppenweise 3 Blättchen (Fig. 3), 5 Blatt (Fig. 4) und ebensoviele Blatt (Fig. 8). wird in der geschlossenen Hand gehörig Azalee« 3 Grössen setzen die Blüten zusammen Man löse einzelnej Blätter vom Schlage, und zwar in allen Grössen und ädere sie Fig. io Fig. 9 von oben nach unten. in leicht geschwungenen Linien 1 Blatt (Fig. 9) wird nun seiner Länge nach zusammengebrochen und darauf wieder auseinandergefaltet, so dass ein ziemlich starker Bug im Blatte sichtbar bleibt. Das Blatt wird nun mit der Seite, auf der es geädert wurde, aui die Platte gelegt und an seinem oberen Aussen- rande entlang mit dem kleinsten Höhler stark ausgerundet. Das gleiche Verfahren wiederhole man mit den kleineren Blättern (Fig. 10 u. 11), jedoch werden diese in der Mitte nicht zusammengebrochen. Als Mitteltheil binde man etwa 3 cm. lang einen dicken rosa Staubfaden mit grünlichem Köpfchen und rings herum 9 dünnere etwa halb so lang an. Um diese Mitte werden jetzt die 5 Blütenblätter in der Weise befestigt, dass man zuerst das grösste, zu dessen beiden Seiten je ein Blatt mittlerer Grösse und an diese schliessend die beiden kleinsten Blätter binde, worauf ein wenig geleimt und Kelch (Fig. 12) angeschoben wird. Vor dem Anbinden der einzelnen Blättchen lege man ihre Spitze in eine kleine Falte. Fi S- 12 Ueberflüssig ist wohl hinzuzufügen, dass sämmtliche Blütenblätter mit der erhabenen Seite nach dem Innern gekehrt, also leicht hintenüber gebogen sein müssen. Butterblume Vom Schlag Schnitt 7, in gelb, wird ein Doppelblättchen gelöst, dessen 5 Theile nebst der Mitte man mit dem kleinsten Höhler bearbeitet. Die Blüte richtet sich halbkreisförmig nach oben. Fig. 12 Hierauf befestige man mit Schlinge ein Büschel gelbe Staubfäden an den Stieldraht. _ Nachdem dieser Mitteltheil unten gummirt, Fig- 7 wird die Blüte angeschoben und endlich noch ein Kelch von grünem Seidenpapier (Schnitt 12) hinzugefügt, Camelie. A 8 rothe Doppelblättchen (Fig. 13) /\ werden auf der Platte stark gehöhlt und / \ um den Mitteltheil gebunden, an dem / \ kurze gelbe Staubfäden sitzen. / \ Das Anbinden geschehe sehr sorg- / \faltigundso dass die Blättchen wo möglich I leine fest geschlossene Kugel bilden. L I Ein gleiches Verfahren wiederhole N '" > man mit der gleichen Anzahl Blättchen Fig. 13 io), W elche, damit sie sich stärker runden, am besten in der Hand gehöhlt werden, worauf man sie hinter die erst befestigten Blättchen bindet. Die Kugel muss auch jetzt noch, obwohl bedeutend vergrössert, fest schliessen. Nun nehme man 12 Einzelblättchen (Fig. 14) und drücke in jedes eine kleine Falte, welche in der unteren Spitze beginnt und in der Mitte des Blattes ausläuft. Sodann streiche man den oberen Theil desJBlattes mit dem Daumen kräftig über die Spitze des Mittelfingers. Fig. 10 Das Blatt erscheint nun schön und natürlich gewölbt, Die 12 auf diese Weise zubereiteten Blätter werden hierauf um die mittlere Kugel so angebunden, dass sie — nach oben gewölbt — immer zur Hälfte vom vorhergehenden Blatt bedeckt sind. 2 gehöhlte Deckblätter (Fig. 15) schliessen die Blume nach unten ab. Ist die Camelie gelungen, so sieht sie der natürlichen zum Verwechseln ähnlich. Ihre Anfertigung _ eignet sich indessen nur für schon geübte Hände. Fig- 15 Cichorie. Zwei blaue Doppelblatt (Fig. 16), leicht aufeinander geklebt und geädert, schiebe Fig. 17 man an den Mittel- Fig. 12 theil, welcher aus einem Büschel angebundener, blauer Staub' faden besteht. Hierauf wird die Bindestelle mit Watte umwickelt. Einen Kelch (Fig. 12) schneide man in jeder Zacke noch einmal ein, rolle Fig. iß diese halben Zacken mit dem Messer und schiebe erst diesen uud danach Kelch (Fig. 17) an. Die länglichen, stumpfen, sehr einfachen Knospen werden aus Watte hergestellt, grün überzogen und mit- beiden schon genannten Kelchen versehen. Blüten und Knospen sitzen in Entfernungen von 3—4 cm. knapp am Stengel und fügt man weiter unten je ein schmales, grünes Blättchen bei. Fig. 18 Chrysanthemum. r ] A 4 verschiedene Grössen bilden die umfang- \/ j reiche, duftige Blüte, die sich als Vasenschmuck V J besonders eignet / / und in den . /\ / / verschiedensten / \ / ' / / Schattirungen v T ausgeführt wird »v Von Schnitt 18 nehme man 12 Blättchen und lege 6 davon übereinander zu gleichzeitiger Bearbeitung auf die Platte, setze die Schneide eines Messers in die Länge des Blattes und bewege sie mit kräftigem Druck gegen die Platte nach rechts, so dass sich das Blatt in seiner Länge als etwas geöffnete Rolle zeigt. Fig, 19 11 •* Das gleiche Verfahren wiederhole man bei 12 Blatt (Fig. 19), und mit je 18 Blatt von Fig. 20 und 21. Um die Mitte der Blume herzustellen, binde man ein Büschel dicke gelbe Staubfäden kurz an^befestige hierauf mit Draht, recht gleichmässig in der Runde, die kleinsten 12 Blätter, danach ebenso viele von der folgenden Grösse und endlich je 18 Blatt der letzten beiden Schnitte (Fig. 20 u. 21). Die runde geschlossene Seite des Blattes muss dabei stets nach oben gekehrt sein und alle Blätter in ganz gleicher Höhe angelegt werden, wobei man sich am besten nach der unteren Spitze richtet. Ein Kelch (Fig. 4) schliesst die Blüte unten ab. Um beim Anfertigen die zarte Blume nicht zu zerdrücken, halte die Linke die Entstehende immer möglichst abwärts gekehrt, während die Rechte nach dem Anlegen des Blattes durch die Pincette, mit Daumen und Zeigefinger dasselbe stets sanft an die werdende Blume an drückt. Auch dieses muss in abwärts gewendeter Richtung geschehen, damit das Blatt nicht nach der entgegengesetzten Seite zurückspringt. Leichter als die zu bindende, Fig. 20 dabei etwas kleiner und sehr gefällig in der Form, ist die runde a n s c h i e b b a r e Chrysantheme, bestehend aus 4 Grössen (Fig. 22, 23, 24, 25). Zu ihrer Herstellung nimmt man je 5 einzelne Blätter der genannten 4 Grössen und bearbeitet sie wie die Blätter der Aster durch Drücken mit der Schneide eines Tischmessers, und zwar mit so viel Nachdruck, dass die Rollen ziemlich fest schliessen. Um die den Mittelpunkt bildenden Staubfäden schiebt man jetzt je 5 Blatt der 4 Grössen, angefangen von Fig. 22, so an, dass die offene Seite der Rollender Mitte der Blüte zugekehrt ist. . Eine lose, in den Blättern durcheinander fallende Art von Chrysan« themen, erzielt man durch alleinige Anwendung des Schnittes Fig. 25. 12 Einzelblätter werden in ihren Theilen ebenso bearbeitet wie die Aster. Man höhlt hierauf ein wenig die Spitze eines Blattes, lässt das nächste aus, setzt dies Verfahren in der Runde fort, wendet dann das Blatt und vollzieht das Höhlen an den vorher ausgebliebenen Theilen. Fig. 22. Die Blüte wird in der Schattirung nach aussen zu dunkler. Eine gefällige andere Art von Chrysanthemum wird erzielt, indem man je 12 einzelne Blättchen der 2 Schnitte 18 und 19 stark auf der Platte mit dem Eisen-Höhler bearbeitet, wobei man von der oberen Blattspitze ausgeht. 24 Blatt von Schnitt 20 werden mit dem kleinen hölzernen Höhler und eine gleiche Anzahl Blätter vom Schnitte 21 ebenso Fig. 4. Die Blüte zusammensetzend, bindet man ein in der Mitte zusammengebrochenes Blatt ziemlich tief stehend um die Staubfäden, befestigt von den letzteren noch einzelne um das Blatt und schiebt die übrigen Blätter an, die ersten jedoch nicht bis ganz hinauf. Fig. 23 mit dem runden Griff der Scheere bearbeitet. Das Zusammensetzen der Blüte, deren einzelne Blätter mehr oder weniger gekraust, leicht nach innen fallend erscheinen, geschieht ganz in der oben angegebenen Weise. Zur Herstellung der Knospe nimmt man je 6 Blatt von Schnitt 18 u. 20, welche ebenso gehöhlt und gebunden werden, wie jene der offenen Blüte. — 13 — i L 4- Fig. 24. r - 14 - Riesen-Chrysantheme. Fig. 26 giebt ihren Schnitt, von dem man 48 Blatt in derselben Weise bearbeitet, wie die der Art, welche man allein von Fig. 25 bildet. Wie aus der Form hervorgeht, werden die Bläiter der Riesen-Chrysantheme gebunden. Fig. 26 Clematis, / Als Rankenblüte eignet sich die Clematis in verschiedenen Schattierungen lila ausgeführt zum Garnieren von grösseren Körben, Spiegeln, Bildern und Ampeln. Als Mitteltheil der Blüte bindet man den getrockneten Kelch einer Kornblume an Stieldraht und rings um den Ersteren, durcheinander gemischte Fäden von weisser und moosgrüner Wolle, welche den Kelch um 1 cm. überragen. Um diese Mitte wer den mit Bindedraht gleichmässig 5—7 Blumenblätter (Fig. 27), an ihrer Spitze a befestigt. Von Spitze b aus zieht man bis a mittelst der Zange eine kräftige Falte --durch das Blatt und ädert es hierauf in durch die Zeichnung .angegebener Weise. Ein Kelchblatt (Fig. 12) schliesst die' Blüte unten ab. Um kleinere Blüten herzustellen, verringere man gleichmässig Fig. 27 an Umfang. Ueber Knospen, siehe Knospen der Alpenrose in doppelter Grösse. Fig. 12 Cyclame. Dag Ahfertigen dieser gefälligen Blüte, die man in violett-schattixtem Papier ausführt, ist für.noch ungeübte Finger ziemlich schwierig. Den Milteltheil bilden etwa 15, einen cm, lange, gelbe Staubfäden 15 - Um diese binde man ein Blättchen (Fig. 28) von tiefrotem Seidenpapier, so dass Seite a unten an den Stiel anliegt. Hierauf klebe man das Papier an den Seiten zusammen, dass es ein Dütchen bildet und stutze die nach oben zu stehenden Ecken ein wenig. Sodann wird ein Blättchen (Fig. 29) zweiseitig an der breiteren Blatthälfte gekräuselt, am entgegengesetzten Ende in ein Fältchen zusammengedrückt, dieses geleimt, ein Stückchen in die Düte hineingeschoben und geklebt und mittelst der Pincette an ihrem Rande festgedrückt. Ebenso klebt man noch 4 gleiche Blättchen rund um die Düte u. zw. so, dass das vorhergehende stets vom folgenden zur Hälfte bedeckt ist. Auch am oberen Aussenrand der Düte befestigt man die Blättchen mit ein wenig Leim. Nachdem ein dünner rötlicher Schlauch aut den Stiel gezogen, biege man mit der Pincette das Blütenköpfchen abwärts und wohlweislich so, dass die best gelungene Seite nach aussen gerichtet ist. Fig. 29 Fig. 28 Fig. 31. Edelweiss. Von denStaubgefässen, welche dicke Knötchen bilden, werden 3 mit Schlinge kurz an Stieldraht gebunden und unten gummirt. Mit der geöffneten Zange der Pincette streicht man jetzt auf der Platte die einzelnen Tlieile der vom Schlage gelösten zwei kleinen Blätter Fig. 30, schiebt dieselben an, nachdem sie vorher in der Mitte auf der anderen Seite gehöhlt wurden und wiederholt dasselbe mit einem Blatt vom grösseren Schlage (Fig. 31). Der Stiel wird nun noch mit einem Streifchen weissen Seidenpapiers umwickelt und die Blüte ist fertig. Enzian. Den Mitteltheil der tiefblauen Blüte bildet ein 2 V 2 cm. langes, cremefarbenes Röhrchen, das mit einem Ende am Stiel befestigt, mit dem anderen in Leim und daun in Blutenstaub getaucht wird, - r m s , a 2( — 16 - Man rieft sodann ein Blütenblatt (Fig. 32) in den einzelnen Zacken bis an das untere Ende. 1 Dann wendet man das Blatt und höhlt jede Zacke, bindet ersteres um das Röhrchen, klebt die Endseiten zusammen, leimt unten und schiebt einen Kelch (Fig. 12) an. Während bei der Blüte die Zacken nach aussen gebogen sind, schliessen diese bei der Knospe oben zusammen. Bei letzterer wird also das Blatt nur umgekehrt angebunden sonst ist die Mach art die gleiche. Fantasie-Mohn. Ein Doppelblatt (Fig. 33) rolle man über | eine starke Stricknadel von a bis b ein, schiebe I es fest zusammen und rolle das Blatt behutsam I wieder auf. Hierauf wende man das Blatt, fältle es von c ausgehend, 2 cm. unterhalb des Aussenrandes ringsum, ausgenommen Seite b. Auf diese Weise entsteht ein faltiges Mütz- clien, deren man 5 gleichmässig um die, an starken Stiel sitzende Mohnkapsel bindet, welche Staub- laden umgeben. Schnitt-Hälfte. IL Fantasie-Mohn — 18 — Feld-Mohn. Fig 15 Fig. 34 Zur Anfertigung dieser Blume braucht man 4 Blättchen (Fig. 34) welche man folgendermassen bearbeitet : Wie beim Gartenmohn wird das einzelne Blatt zwischen den Handflächen zu einer Kugel zusammengerollt und hieraut sorgfältig auseinandergezogen, so dass sich die Knitter nicht glätten. Das hochrote Blütenblatt wird bei a etwa 1 cm. breit mit Daumen und Zeigefiuger der Linken gefasst und hierauf etwa 7 S cm. unter dem Aussen- rand des Blattes in der Richtung gegen b mit der scharfen Seite der geöffneten Scheere in viele kleine Falten gerafft, bis zuletzt alle in Punkt a vereinigt sind. Fig. 36 Nachdem man sodann die Fältchen ein wenig auseinander gezogen, wird das Blütenblatt in seiner Mitte zurecht gedrückt, dass es mützenartig vertieft erscheint. Das Herz der Blume bildet ein trockener, kleiner Mohnkopf, um welchen man im Kreise ein halbes Bündel grüner Staubfäden befestigt. Nachdem dieser Theil mit Schlinge an den Stieldraht befestigt ist, bindet man die Blütenblätter einzeln so um das Mohnköpfchen, dass je 2 sich gegenüberstellen. Zum Schluss wird unten noch ein vorher gehöhltes Deckblättchen Schnitt 15 angeklebt Flatterrose. Um ein am Stiel sitzendes Büschel gelber Wolle bindet Iman 3 6-fache.Blattl '(Fig.35)in derselben] Weise vorbereitet, wie bei der Rose Pierre Nothing. Ein ganzes Bündel gelber Staubfäden Fig. 35 wird vertheilt herum gebunden und hierauf weitere 4 Blatt (Fig. 35) vorbereitet wie die ersteren. 18 Doppelblatt (Fig. 36), von denen die ersten 12 mit einem kleineren, die übrigen mit dem grössten Hohler gehöhlt werden, kräuselt man will-- kiirlicb und bindet sie um d'p ^titfe, Grosse Spinne iinfl Kelph, 19 — Fig. 38 ❖ Fig. 37 Flieder, Man löse vom Schlag (Fig 37) je 2 aufeinander liegende Blättchen, glätte sie auf der Platte mit dem kleinsten Hohler und präparire auf diese Weise 15 Doppelblättchen. Ein Gleiches wiederhole man mit 40 Doppelblättchen (Fig. 38). Sodann wird ein Röhrchen mit der Spitze in Leim und danach in gelben Blutenstaub getaucht, worauf man ein Doppelblatt anschiebt, bis dicht unter das durch den Blutenstaub gebildete Köpfchen. Man lehne nun die so zubereiteten Blüten vorsichtig an ein Leistchen zum Trocknen. Je drei derselben Grösse werden jetzt mittelst grüner Seide mit ihren Stielenden an ein Stäbchen grünen Wolldrahts so angebunden, dass die mittlere Blüte etwas höher steht, als die beiden zu ihren Seiten. In dieser Weise vereinige man auch alle übrigen Blüten mit Ausnahme von 6 Stück (Fig 37). Nachdem man sodann 10 Knospen an 3 cm. langen Fädchen von ihrem Bündel losgeschnitten, bindet man die erste an Stieldraht, darunter im Kreise 4 weitere und endlich so auch die 5 letzten Knospen. Unter denselben befestige man nun, immer in der Runde weiter bindend, erst 3 Einzelblüten Fig 37, etwas darunter die entstandenen Lücken deckend, 3 weitere derselben Grösse, hierauf folgen die Dreiblütchen von Fig. 38 und endlich alle übrigen, bis sich eine schöne lockere Traube bildet. Fuchsia. , 4 cremefarbene oder rosa Blumenblätter (Fig. 39) werden einzeln innerhalb der Randbogen gehöhlt, ein Blatt in die Hälfte gebrochen und rund um einen 3'/ 2 cm. langen, starken rosa Staubfaden gebunden. Hierauf befestige man der Runde drei mal 2 kürzere^ feine Staub- \ \ fl Fi S- 39 fäden u. eben- \ \ / / so die 3 übrigen Blumenblätter, welche vorher \ \ J / geviertelt wurden. A » I / / Der untere Theil der Blüte wird jetzt \ / 2 cm. lang fest mit Baumwolle umwickelt und \ / muss gegen den Stiel keilförmig zulaufen. \ / Man kräuselt hierauf leicht au den Zacken \ / ein Blatt von dunkelrotem Seidenpapier \ / (Fig. 40) und leimt dessen Seitenflächen an der \ / Unterhälfte so übereinander, dass die Zacken \ / nach aussen fallen. Fig? 40 Das so entstandene Dütchen wird nun an eine unten geleimte Blüte geschoben und die Blume unten durch einen kleinen Wachskelch abgeschlossen. Ken rosa öiauoiaueu geuunae i)e- A a in /N. / \ / \ rei | ‘ \ / \f \ / \ äre 1 \ V V I 20 — Um die Knospe herzustellen, bindet man ein halbes Blütenblatt f Fig. 39) um die Staubfäden, welche etwas kürzer angebunden sind, als die der Blüte. Die Zacken des äusseren Blattes (Fig. 40) werden gehöhlt, so dass sie beim Anschieben des Dütchens gegeneinander fallen, worauf man die Zacken an den Seiten ein wenig zusammenHmt, Gartenmohn. ropfarbigem oder angefertigt, von ? und eignet sich ' nehme man starken Draht und b( Ende eine grösser Mohnkapsel. Fig. 41 insbesondere alsFüllungvon grossen Vasen und Körben. Dies um so mehr, als man den kräftigen Blüten und Knospen, den / / saftigen Stielen und Blättern / leicht eine recht / schwungvolle, an- jr muthige Form geben / kann. / Zur Bildung desMitteltheiles \ / nehme man einen langen, / starken Draht und befestige an dessen Fig. 41 N. / Ende eine grössere oder kleinere Mohnkapsel. Ein Büschel Staubfäden wird nun in seiner Mitte zusammengebogen und rings um die Kapsel festgebunden, so dass diese damit wie von einer Halskrause umschlossen ist. Man ziehe nun einzeln 16 Blätter (Fig. 41) durch die an den Spitzen fest zusammengedrückten Finger der Rechten — so dass das Blatt seiner Länge nach in zahlreiche Falten gedrückt erscheint — und binde sie rings um die Kapsel. Hierauf drücke man mit dem Mittelfinger der Rechten in die Mitte des Blattes (Fig. 42), das auf der Handfläche der Linken ausgebreitet liegt, schliesse die letztere, knülle so das Blatt fest zusammen und bilde sodann durch kreisumschreibendes Bewegen der beiden Handflächen gegen einander, aus dem Blatt eine feste Kugel. Diese wird jetzt sorgfältig auseinander gefaltet und in eine etwas ovale Blattform gezogen, wobei die entstandenen Knitter jedoch nicht geglättet werden dürfen. Nachdem 5 Blätter in dieser Weise bearbeitet sind, werden sie gleichmässig rings um die inneren festgebunden und unten die Blüte mit etwas Guttapercha oder grünem Seidenpapier umwickelt. i 21 — Nach Belieben leime man nun unten 'ein gehöhltes Deckblatt (Fig. 15) an oder nicht; aufgeblühter Mohn hat dasselbe meistens schon abgeworfen. Ein dicker Schlauch wird am Ende über den Stiel gezogen. Die Knospen kauft man fertig, doch hat auch hier die Fantasie noch hübschen Spielraum, indem man leicht eben aufbrechende, oder schon halb entfaltete Blutenknospen darstellt. Man bindet sie an starken Stiel, und klebt in die Spalte der Knospe entweder fest ineinander gewundene oder offenere leicht geknüllte Blätter selbst erfundener Form hinein. Fig. 15 Fig. 42 Georgine. Von Fig. 43 lege man ein Doppelblatt auf die Platte, so dass Ecke a links vom Arbeitenden ist, streiche dann mit der Spitze der Pincette von b bis in die Mitte des Blattes und ebenso rechts und links von b um % cm. tiefer. Die stumpfe Ecke a biege man alsdann leicht und ohne scharfen Bruch soweit um, dass ihr Ende auf die Mitte des Blattes trifft, schlage dann ebenso leicht die gegenüberliegende Ecke darüber, worauf das so zubereitete Blatt unten in einigen Falten zusammengedi ückt wird. Auf diese Weise bereite man im Ganzen 16 Blatt (Fig. 43) und ebensoviele (Fig. 44), wobei darauf zu achten ist, dass die ersten 10 Blatt (Fig. 43), welche zuerst angebunden werden, durch das Drucken in Falten etwas kürzer augfa'len, als die folgenden, Fig. 12 - 22 - Als Mitteltheil hat man 8 starke gelbe Staubfäden am Stiel kurz befestigt, um welche jetzt 4 Blättchen (Fig. 43) ebenfalls kurz angebunden werden. Die nun folgenden Blätter decken die Ecken der voranstehenden und so werden in der Bunde alle 16 Blätter (Fig. 43) und ebenso die weiteren 16 Blätter (Fig. 44) angebunden, bis die Blüte voll und rund erscheint. Für die Ausführuug der Georgine wählt man am besten rosa, auch cremefarbenes Seidenpapier. Während des Bildens derselben müssen die Finger der Linken die entstehende Blüte immer wieder nach oben andrücken, weil sie sonst zu flach würde. Fig-. 44 Ein Kelch (Fig. 12) schliesst die Blüte nach unten ab. Glockenblume Die erste Zacke des Blütenblattes (Fig. 45) wird längs der Richtung a-b durch die Zange in eine kleine Falte gefasst und diese auf der Platte nicht zu kräftig ausgestrichen. Dasselbe geschieht mit den übrigen Zacken. Man tauche sodann ein Fädchen weisses Garn/ mit seiner Spitze in Leim' und hierauf in Blilten- staub, klebe das Blütenblatt 1 cm. unter dem Köpfchen rings um das Fädchen und die zuvor & Fl &- 45 geleimte Länge c-b auf die gegenüberliegende Seite, so dass ein Glöckchen entsteht, dessen Zacken nach aussen gewölbt sind. Das Ausbauchen des Glöckchens geschieht genau so wie bei der Alpenrose, ebenso das Formen der geschlossenen und der halboffenen Knospen. Jetzt legt man unterhalb des Glöckchens einen schmalen Streifen moosgrünen Seidenpapiers an, leimt ein wenig und wandelt durch Rollen nach Abwärts von Faden und Papier zwischen Daumen und Zeigefinger den Faden zum feinen grünen Stengel um, an dem das Blütchen schwankt. — Ein Kelch (Fig. 17) schliesst es unten ab. 2 offene, 1 halboffene Blüte und l Knospe werden nun an ihren 1—2 cm. langen Stielchen mittelst eines Streifen grünen Seidenpapiers in entsprechenden Entfernungen an den blanken Stieldraht angedreht und ergeben bei sorgfältiger Ausführung liebsten und völlig naturgetreuen Stengel der ßrloßkenbluroe. i Fig. 17 den zier- £0 In derselben Weise geschieht das Herstellen der grossen Glockenblume (Fig. 4 ) nur dass ihre Blüten an kürzeren Stielen sitzen, sie anstatt einem, 2 Staubfäden Fis. 12 erhalten, und Knospen und Kelch vergrös- sert werden. Für Letztere benütze man Fig. 12. Fig. 4<ü tung Goldlack. Einen lieblichen, und dem Auge wohlthuenden Contrast bietet diese feine, rotgelb und braunröt schattirte Blüte, zwischen Blumen von hellerer, namentlich blauer Farbe. Zur Bildung der offenen Blüte bereitet man durch sauberes Aufeinanderkleben vier Doppelblatt Fig. 47 vor. Die unregelmässige Form des natürlichen Goldlack bedingt es dass die nun folgende Bearbei- der Doppelblätt- Fig. 47 dien ebenfalls ziemlich willkürlich geschieht, indem man sie verschieden stark rieft, die schwächer gerieften höhlt, und hie und da ein Blättchen an einer der oberen Seiten nach innen oder aussen kräuselt. Auf diese Weise erhält man sowohl etwas verkrüppelte sowie wohlgebildete, ausgebauchte Blättchen, welche man in der Farbe beliebig dunkelrot, gelb und schattirt neben einander stellen kann. Den Mitteltheil der Blüte setzen 5 gelbe Staubfäden zusammen, von welchen man die Köpfe abschneidet und sie '/ 2 cm. lang an den Stiel gewöhnlicher Stärke bindet. Nachdem man die einzelnen Fäden durch die Zange auseinandergezogen, werden sie in Leim, hierauf in Blütenstaub getaucht und danach abgeklopft. Um diesen Mitteltheil befestigt man gleichmässig die 4 Doppelblättchen und zwar die verkrüppelten zuerst, lässt die etwas geschlossene Blüte vorläufig noch unentfaltet und wickelt mit. dem Bindedraht 1 cm. am $üej abwftrto Piegeg Stück umhüllt man hierauf mit mm Straifehen f I I — 24 — Baumwolle, befestigt es mit Bindedraht und klebt leicht darüber einen rotbraunen Kelch Fig. 48, dessen Zacken die untere Blüte umschliessen. Erst jetzt giebt man der Letzteren durch Auseinanderdrücken der Blättchen eine mehr oder weniger oifene Form. Halberschlossene Knospen werden von nur drei, sehr stark gerieften, und ziemlich zusammen schliessenden Blättchen, sonst jedoch ganz wie die erste Blüte gebildet, während man bei weniger entwickelten Knospen nur ein Stückchen zusammengedrücktes braunrotes Papier aus der oben beschriebenen Kelchpartie hervorblicken lässt. Vor der Zusammensetzung des Blütenstengels umwickelt man den doppelt langen Stieldraht erst fest mit Watte und hierauf ebenso mit moosgrünem Papier, bindet sodann 6—8 Knospen aus Masse etwas ungleich an die Spitze, und umwickelt ihre Wurzel mit einem Streifchen moosgrün. In gleicher Weise folgen weiter abwärts am Stengel bei fortgesetztem festen Einwickeln weitere zwei Knospen aus Masse, 1-2 grössere Knospen, eine halbgeschlossene und endlich zwei offene Blüten mit wenig Blättern. Goldregen. Das hellgelbe Herz (Fig. 49) wird in Doppelblättchen getheilt, diese an den runden Enden kräftig gehöhlt und hierauf das Herz in der Mitte von oben nach unten so zusammengebrochen, dass die gehöhlten Theile auf- Fig. 49 einandergeklappt liegen. In der Rinne, welche sich hierdurch bildet, wird an der Spitze ein grünes Wollstieichen eingeklebt. Nun löst man durch 2 Einschnitte vom goldgelben Blatt (Fig. 50) ein Herz und theilt es gleichfalls in Doppelblättchen. Dann höhlt man die runden Ecken desselben, fasst darauf mit der Pincette oben in der Mitte ein Fältchen und streicht es auf der Platte bis hinab zur Spitze. Die dadurch entstandene Rinne wird ein wenig an der Spitze gummirt und ein hellgelbes Blatt mit seiner Spitze und dem daran befestigten Wolldraht so eingeklebt, dass die geschlossene Seite der offenen Seite der Rinne vom goldgelben Blatt zugekehrt ist. Nun wird nochmals gummirt und ein Kelch von moosgrünem Seidenpapier (Fig. 51) angeschoben* Diese Zusammenstellung ergiebt eine fertige Blüte und gehören deren etwa 20 zu einer Traube, während 6 hellgelbe Blättchen zu Knospen übrig gelassen werden. Auch diese erhalten einen grünen Kelch. Um die Traube zu binden, befestige man eine Knospe aus Masse mit Schlinge an einen elastischen Stieldraht und füge in der Länge von 4 cm. weitere 8 Knospen hinzu, immer im Kreise so bindend, dass die unteren Knospen unter den Lücken der oberen Reihen stehen. Fig. 50 (VW] J Fig. 48 — 25 — In gleicher Weise weiter bindend, lässt man hierauf 4 selbst an- gefertigte Knospen, und so endlich 20 Blüten folgen, bis die Länge der Traube 17 cm. beträgt. Goldnessel. 8 Blumenblätter (Fig 52) werden aufeinander liegend ihrer Länge nach scharf in der Mitte jeder Zacke gebrochen und hierauf in Einzel blätter aufgelöst. Sodann viertele man 2 derselben, binde sie an den Stiel, leime, schiebe erst 3, und nachdem man wieder geleimt, noch 3 Blätter an. Die Goldnesseln, welche auch für Kinder leicht zu arbeiten, sind äusserst zierliche, hübsche Blüten, und sehen, in Sammetpapier angelertigt, den frischen täuschend ähnlich. Sie werden ziemlich dicht mit grünen Blättern an Naturzweige gebunden. rilf. :>s Granatblüte. Ein siebenfach aufeinanderliegendes Blatt von Fig. 53 fasst man in jedem einzelnen der 7 Blattheile am runden oberen Theile mit der Zange in drei Fältelten und riefe dieselben, viertele zwei Blätter, binde sie an den Stiel, leime unten und schiebe die weiteren vier Blatt an. Kelch Fig. 12. Um kleinere Blüten herzustellen, benütze man in angegebener Weise Fig. 50, während zur Anfertigung der Fig. 53 Knospe ein nach eigener Fantasie gerieftes und zusammengefaltetes Blatt in die obere Oeffnung des fertigen Kelches geklebt wird, den man vorher mit dem Stiel der Pincette durchbohrt hatte. y Hg. fO Haidekraut (Erika). Die rosa Blüten Fig. 51 werden in Doppelblättchen vom Schlage gelöst, in ihren 5 Einzeltheilen und zuletzt in der Milte mit einem Stecknadplkopf gehöhlt, Fig 51 Das jetzt halbgeschlossene Blütchen wird hierauf an einen feinen gelben Staubfaden geschoben, dessen Köpfchen zuvor unten geleimt wurde. Nachdem 9 Blüten in dieser Weise vorbereitet sind, nimmt man moosgrün umwickelten, elastischen Draht, leimt sein Ende, legt mittelst der Zange ein ausgefranzt.es schmalesBändchenmit der festen Seite um die geleimte Stelle und umwickelt dieselbe mehrfach, so dass sich eine knötchenartige Verdickung bildet. Mit der Rechten wird alsdann der Draht zwischen Daumen und Zeigefinger gedreht, während dieLinke in schräger Richtung das Bändchen losehält. In der Länge etwa eines cm. umgiebt nun das Bändchen den Draht wie mit kleinen grünen Stacheln. Jetzt schneidet man erst das Bändchen knapp ab und bindet es mit Seide am Stiele fest; wieder 1 cm. tiefer wird erst der Stiel abgeschnitten. Auf gleiche Weise stellt man noch ein zweites Miniaturzweigehen her. Bei einem dritten, ebenso angefertigten Theile, wird weder Bändchen noch Draht abgeschnitten, sondern, nachdem es ca. 1 cm. gewickelt ist. legt man eines der ersten Zweigehen an den Hauptstiel und befestigt es mit Seide, und ebenso das zweite. In oben beschriebener Weise werden jetzt noch weitere 8 Nebenzweigehen von je 2 cm. Länge hergestellt. Die beiden obersten derselben haben an ihrer Spitze je 2 Knospen, welche entweder zuerst an den Draht gebunden, oder gleich mit dem Bändchen eingewickelt werden können. Die folgenden 6 Zweigehen tragen an der Spitze anstatt Knospen je 1. 2 oder 3 Blüten, während die 6 aus breiteren Bändchen anzufertigenden Zweigehen weder Blüten noch Knospen haben. Die so ausgeführten Nebentheile werden jetzt an dem Hauptstiel mit moosgrüner Seide so befestigt, dass man sie da anlegt, wo das Bändchen aufhört und der blosse Stiel sichtbar wird. Jedes folgende St.ielchen steht y 2 cm. tiefer am Hauptstiel, welcher beim Binden gedreht wird, so dass dieZweigchen gleichmässig verteilt stehen. Ihre Reihenfolge ist also, wie bereits erwähnt, so, dass oben die Knospen darunter die Blüten und endlich die nur grünen Theile am Zweige stehen. Obgleich das Herstellen des Haidekrauts mühsam und zeitraubend ist, kann man die Arbeit doch eine dankbare nennen, in Anbetracht der Freude, die der überaus zierliche Stengel bei seinem Entstehen, wie nach seiner Vollendung bereitet. Heckenrose /j EinDoppelblatt ys'/ fFig. 50) wird in V J den 5 Einzelthei- -< len gehöhlt und -/ \ \ an den Mitteltheil ( j - geschoben. J / Dieser besteht Ij ans einem kurz an- V gebundenen grü- Fig. 54 neu Fruchtknötchen, um welches etwa 1 cm. lang dicke gelbe Staubfäden sitzen. sowie ein Eine Spinne gebundenen grü- Fig. 54 neu Fruchtknötchen, um welches etwa 1 cm. lang dicke gelbe Staubfäden sitzen. Eine Spinne (Fig. 54), sowie ein kleiner Wachskeleh schlossen die Blüte nach unten zu ah, Fig, 50 Himmelbrand. Fig.12 Etwa 40 ganz kleine, 20 mittlere, 20 grosse grüne, und 4 gelbe Knospen, sowie 6 Blüten geben einen stattlichen Stengel. Um die Knospen herzustellen, bilde man verschieden grosse Wattekugeln, welche mit hellgrün schattiertem Papier überzogen, an Stieldralit gebunden, und mit einem gleichfarbigen Kelchblatt Fig. 12, dessen Zacken man vorher wie die der Aster mit dem Messer bearbeitete, versehen werden. Für die gelben Knospen theile man von einem dreifachen Blatt Fig. 55 fünf Blattheile, höhle dieselben und binde sie rund um einen kleinen gelben Wattekern, so dass sie sich fest an den letzteren anschliessen. Kelch wie oben. Zur Blüte nimmt man dreifache Blätter, welche vorsichtig an den Rändern aufeinander geleimt werden. Hierauf fasst man in der Mitte jedes einzelnen Blattheiles mit der Zange eine Falte, und rieft dieselbe auf der Platte. Zu beiden Seiten der Falte wird das Blattheil geädert. Sodann wendet man das Blatt um, und drückt mit vdem kleinsten Hohler kräftig die Wurzel jedes /Einzelblattes 5 starke gelbe Staubfäden, von denen 3 etwas tiefer, und zwar zusammenstehen, werden erst in Leim, dann in dunkelgelbe Farbe getaucht, und nachdem sie getrocknet, bestreicht man die 3 kürzeren nochmals mit etwas Leim und Fig. 55 bestreut sie mit Wollstaub. * Um diesen Mitteltheil schiebt man das vorbereitete gelbe Blütenblatt an, umwickelt die Bindestelle mit ein wenig Watte und schiebt als Kelch ein Doppelblatt Fig. 12 an. Blüten und gelbe Knospen erhalten, da sie etwas weiter vom Stengel abstehen, ein Stückchen Schlauch. Zusammensetzung des Stengels : Man umwickle eine Stange gewundenen Draht, nach oben dünn verlaufend, mit Watte, verlängert ersteren durch Eisendraht, welcher ebenfalls mit Watte verdickt und mit grün schattiertem Papier umwickelt wird. Hierauf befestigt man an der oberen Spitze eine kleine Knospe, und binde nach abwärts rund um den Stiel sich fest anschliessend weitere 20 kleine und 8 mittlere Knospen. In etwas grösserer Entfernung folgen 6 Gruppen von je 1 grossen und zu beiden Seiten, tiefer stehend, 2 kleineren Knospen. In derselben Weise werden alle übrigen Knospen und Blüten angebracht, rur fügt man diesen Gruppen noch ein grünes Blättchen bei. Die gelben Knospen-Gruppen erhalten jedoch nur ein der Länge nach halbiertes Blatt. Die Bindestellen weiden stets grün umwickelt. Hopfen (wilder). Der schwanke Stengel des Hopfen mit seinen lichtgrünen, zapfen- artig geformten Blüten, eignet sich vorzüglich als duftige Verzierung von Spiegel- und Bilderraliroen, ' '' — 28 — Die voll entwickelte Blüte erfordert zu ihrer Anfertigung drei Grössen, Fig. 12, Fig 56 und Fig. 52. Um gleich die Auslührung eines ganzen Stengels vorzubereiten, bearbeite man 23 Einzelblätter von Fig. 12, 9 Blatt von Fig. 56 und 24 Blatt von Fig. 52. Auf der Gummiplatte liegend, wird jedes Blatt von seiner Zacke aus nach der Mitte zu stark mit dem Hohler gestrichen, und zwar benützt man hierzu für die beiden kleinsten Grössen den Eisen- und für Fig. 52 den kleinsten Holzhöhler. Jetzt schneide man vom feinsten Schlauch eine Anzahl Stückchen von je ‘/ 6 und je,. '/ 3 cm. Länge, fädele in eine Nähnadel einen längeren dunkelgrünen Seidenfaden, ziehe ein kurzes Stückchen Schlauch darauf und schiebe es an das Ende des Fadens, wo es, in den letzteren eingeknüpft, dessen Endknoten bildet. Die ziemlich stark gehöhlten Blättchen werden hierauf in nachstehender Reihenfolge so auf den Faden gezogen, dass die Höhlung des Blattes dem Knoten zugekehrt ist. Zwischen die UX _ einzelnen Blätter ( 7 schiebt man jedes^-* J Mal ein Stückchen Schlauch \. * und zwar erst kürzere und ^ weiterhin die längeren / A \ Stückchen. In der hier angegebenen Weise wird dem Endknoten zunächst 1 Blatt Fig. 12, hierauf 2 Blatt Fig. 56, dann 4 Blatt Fig. 52, und als Schluss ein Blatt Fig. 12 Fig. 12 angeschoben. Den Faden, an dem nun die fertige Blüte sitzt, schneidet man in einer Länge von 10 cm. ab, legt einen blanken, elastischen Stieldraht damit gleichzeitig unterhalb der Blüte an, wickelt Faden und Draht fest in ein Streifchen moosgrünes Seidenpapier, und schneidet letzteren bei 10 cm. Länge ab. Die Blüte hängt lose am Stengel. Solcher Blüten fertige man drei Stück an. 3 weitere Blüten, die etwas kleiner erscheinen &q, und nur mit der Abänderung ausgeführt, da$;s , werden fast eben- iinmittelbar an den Endknoten ein Blatt Fig. 56, hierauf 4 Biatt Fig. 52 und endlich ein Blatt Fig. 12 geschoben werden. Die nächsten 2 Blüten bestehen aus je 5 Blatt, und die kleinste Blüte nur aus 4 Blatt Fig. 12. Zur Herstellung eines vollständigen Hopfenstengels bedarf man ausser den voranstehend beschriebenen 9 Blüten ein Dutzend Laub in verschiedenen Grössen, sowie einen ca. 60 cm. langen gewundenen elastischen Draht, an dessen Spitze die 4 cm. lang gestielten kleinen Blüten und Blätter, und weiter abwärts die grösseren mittelst Drahtes wechselständig festgebunden werden. Zum Schluss umwickelt man den Stengel sorgfältig zwischen Blättern und Blüten hindurch mit einem Streifchen moosgrünen Seidenpapiers. Hortensia» Zur Bildung der Dolde sind etwa 25 Einzelblüten nöthig. Zu den in der Mitte stehenden kann man den gegebenen Schnitt (Fig. 57) etwas verkleinern, und nimmt giünliches oder cremefarbenes Papier, während die weiter nach dem Rand zu stehenden Blüten in hell oder mittelfarbigem Rosa gebildet werden. Die einzelnen Blütenblätter (Fig. 57) werden geädert und oben leicht zweiseitig gekräuselt. Fig. 57 Hierauf binde man mit grüner Seide ein A Staubgefäss knapp an ein Stäbchen ungeglühten Drahtes, höhle ein einfaches Mittelsternchen (Fig. 37) und schiebe es an das unten geleimte Staubgefäss. y In gleicher Weise wird jetzt ein Blatt (Fig. 57) an- \J geschoben und über den Draht 5 cm. lang Watte und Fig. 37 darüber ein Streifchen cremefarbenes Papier gewickelt. Die Knospen 3—6 an der Zahl bildet man ebenso mit Weglassung des Blattes (Fig. 57). Um die Dolde zusammenzustellen, bindet man erst die Knospen unten an ihren 5 cm. langen Stielen mit Seide zusammen und dann folgen ebenso ringsum in natürlicher Farbenschattirung 22—25 Blüten, wobei man der Dolde nach unten zu eine breite, sich rundlich abdachende Form gibt. Die vereinigten Stiel eben werden sodann an einen starken Draht gebunden und über diesen zieht man einen dicken grünen Schlauch. Hyacinthe Etwa 20 Blüten und 9 Knospen setzen das Stöckchen zusammen. Erstere bearbeitet man folgen dermassen : Ein Doppelblatt (Fig. 58) wird leichtaufeinandergeleimt, in den einzelnen Zacken ein wenig geädert und jede derselben von der Spitze aus längs der Mitte durch die Zange in eine Falte gestrichen, 30 — Vom Einschnitt jeder Zacke an, zwickt man sodann mit der Zange 6 flache Falten in das Untertheil des Blattes. Die Mitte der Blüte bilden zwei 1 cm. lange gelbe Staubfäden, um deren Befestigungsstelle am Stiel man ein Streifchen Watte wickelt, dem man durch Nach winden mit Bindedraht die Form einer kleinen Erbse giebt. Der Stiel der' Blüte beträgt 8 cm. Länge. Der Untertheil des Blattes wird nun — die Zacken fallen dabei nach auswärts — so um das Watteknötchen gelegt, dass es dasselbe völlig bedeckt, worauf man die Blattspitze am Stiel festbindet und die Seiten des Blattes etwas zusammenleimt. Unterhalb desKnötchens umwickelt man die Bindestelle moosgrün und oberhalb desselben drückt man das Blütchen lest zusammen. Die Einzelzacken werden hierauf durch die Zange zu einer gefälligen Form zurecht gezupft. In gleicher Weise bereite man 9 Knos- Fig. 59 pen (Fig. 59). Anstatt sich jedoch nach auswärts zu biegen, scliliessen hier die Zacken oben zusammen. Zusammensetzung des Stückchens. Ein 30 cm. langer, dicker Draht wird mit Watte und hierauf mit moosgrünem Papier umwickelt. An seine Spitze bindet man etwa 3 Knospen und ein wenig abwärts ringsum die übrigen. Die Bindestelle wird nach jeder Knospe, sowie nach jeder Blütenreihe rings um den Stengel durch ein Streifchen moosgrün gedeckt. Ein wenig tiefer stellt man in gleicher Höhe rings um den Stengel 3 Blüten, bringt die folgenden 3 weiter unten in den Lücken des oberen Blütenstandes an. etc. Will man Hyacinthen zum Binden von Stiäussen verwenden, so bilde man anstatt Stöckchen, lose lallende Stengel. Bearbeitung des Blütenblattes wie oben. Anstatt jedoch dasselbe mit Bindedraht am Stiel zu befestigen, geschieht dies hier mittelst Seidenfaden, dessen Ende man verknotet und 8 cm. lang hängen lässt. Der Draht wird dicht unter der Bindestelle abgeschnitten. Durch Umwickeln des Fadens mit einem schmalen Streifchen moosgrün erhält die Blüte ein weiches Stielchen in der Länge von 1 cm. Zur Bildung des Stengels umwickelt man einen elastischen Draht dünn mit Watte und hierauf mit moosgrünem Papier. Die einzelnen 6—8 Blüten werden hierauf durch einen zweiten Streifen Papier am Stengel abwärts so angewickelt, dass 2 sich gegenüberstehen und eine dritte Blüte die Lücke darunter ausfüllt. Die Glocken jieigen sich leicht nach abwärts» 31 — Um eine veredelte, kräftigere Art Hyacinthe zu erzielen, benütze man schattirtes Papier in rosa oder violett und SchnittFig. 60. Ein Doppelblatt wird aufeinandergeklebt und die oberen Hälften der Zacken leicht am Rande entlang mit dem Stiel der Zange gestrichen. Hierauf kehrt man das Blatt um, ädert es und streicht in jede Zacke mittelst der Zange eine Falte von oben nach unten. Nachdem ein zweites Doppelblatt in gleicher Weise bearbeitet wurde, klebt man Fig. 60 die beiden so aufeinander, dass die Zacken des einen die Ausschnitte des anderen decken. Die Wölbung der 6 Zacken muss dabei nach ein und derselben Seite gerichtet sein. Der glatte Untertheil des 4-fachen Blattes wird leicht auf der Seite geädert, auf welcher die Zacken bearbeitet wurden, und nach der sie sich jetzt neigen. Die weitere Bildung der Blüte geschieht wie bei der einfachen Hyacinthe, nur sind hier die Staubfäden ein wenig länger und der Watteknoten etwas dicker. Auch drückt man oberhalb desselben die Blüte weniger stark zusammen. Der lange Draht, an welchem jetzt die Blüten zum Stückchen befestigt werden, und den man wie bei der einfachen Hyacinthe bildet, erscheint oben etwas zugespitzt und werden hier fast gleich hoch an einem 1 cm. langen Stielchen zwei Blüten erst mit Bindedraht und hierauf durch ein Streifchen moosgrün befestigt. ln Entfernungen von je 1 cm. folgen rings um den Stiel 6-8 weitere Blüten, deren Stiele sich bis zu 2 cm. verlängern. Diese lassen, gefällig gebogen, die Glocke leicht nach abwärts fallen. Hybiskus. Die Blüte setzen 5 Blätter (Fig. 61) zusammen, welche vor ihrer Bearbeitung je 3-fach aufeinandergeklebt und mit einem feinen Pinsel an der Wurzel dunkelrot gefärbt werden. Von hier aus laufen feine rote Adern bis etwa zur Hälfte des Blattes hinauf. Letzteres wird nun leicht geädert und der obere Theil an beiden Seiten, nach auswärts fallend ein wenig gekräuselt. Besonders hübsch sieht der Mitteltheil der Blüte aus. Man bindet 6 dicke gelbe Staubfäden ganz kurz und Fig. 61 ohne Schlinge an den Stiel, wickelt mit dem Bindedraht ein wenig abwärts und schneidet die hierdurch befestigten Untertheile der Staubfäden knapp am Stiel ab. Dicht unter die ersten bindet man rings um den Stiel weitere 6 Köpfchen und wiederholt dasselbe Verfahren noch zweimal, worauf man die walzenartige Form fest zusammendrückt. Dieser körnige und gedrungene Mittelkörper wird in den einzelnen Köpfen mittelst des Stiels der Zange sorgfältig mit Leim bestrichen, hierauf in Blütenstaub gewälzt und gut. abgeklopft, .(Älöiää Die 5 Blütenblätter btnde man jetzt knapp mit der Spitze gleich- mässig um den Mitteltheil, so dass je ein Blatt das nächste im unteren Theile etwas deckt. Die Bindestelle umwickle man mit etwas Watte und klebe einen K>lch (Fig. 12) darüber. Ein zwei cm. langer Schlauch bekleidet den kurzen Stiel der Blüte, welche mit Knospen verschiedener Grös- Fig 12 sen und mit Blättern eng sammengestellt wird. Die kleinen Knospen werden durch einen spitz zulaulenden Kern von Watte gebildet, der mit maigrünem Papier überzogen und durch einen Kelch (Fig. 12) abgeschlossen ist. Halboffene Knospen umgiebt man ausserdem noch mit einer losen Hülle von maigrünen, gehöhlten und an den Rändern gekräuselten rundlichen Blättchen, welche die Form eines halben Blütenblattes (Fig. 61) haben. zuimmergrün. Die zarte, lila Blüte eignet sich vortrefflich als duftige Umrahmung von kleineren Bildern und Spiegeln. Das sorgfältig zusammengeklebte Doppelblatt Fig. 62 wird leicht in den einzelnen Theilen geädert. - Als Mitteltheil bindet man 3 gelbe Staubfäden V, cm. lang an den Stiel, taucht ihre Köpfe in Leim und hierauf in Blütenstaub. Fig. 62 Ein lila Blatt Fig. 28 wird nun an der geraden Seite a etwas faltig rings um den Stiel gebunden. — Das nach oben zu ein wenig erweiterte Dütchen leimt man leicht zusammen, schneidet es am oberen Rande gerade und leimt den letzteren leicht an der Aussenseite. Die Einschnitte des Blütenblattes an dessen Mitte werden durch die Zange in den einzelnen Zacken nach abwärts auseinandergebogen, worauf man das Blütenblatt über Stiel und Düte hinweg bis an den äussersten Rand der letzteren schiebt. a Fig. 28 Durch dieses Verfahren erscheint die Blute zuletzt wagerecht auf der Düte sitzend, während sich ihre Zacken fest an den geleimten Rand der letzteren anlegen. Ein moosgrüner Kelch Fig. 17 schliesst die Blüte ab. Bei Anfertigung der halboffenen Blüte höhlt man die Einzeltheile, anstatt sie zu ädern, führt er stere jedoch im Übrigen ebenso l^/vj aus wie die offene Blüte, worauf man, um einen hübschen Stengel zu bilden, beide mit einigen grünen Blättern mischt, Kg- 17 und am Stengel abwärts durch strammes Wickeln mit moosgrünem Seidenpapier befestigt. ' * Iris. Die hübsche und kräftige Zierpflanze setzt sich aus drei Grössen zusammen. Ein lila Doppelblatt (Fig. 63) wird von der oberen zur unteren Spitze durch die Mitte gerieft, wobei man gleichzeitig durch Einklemmen des Blattes in die Zange ein Fältchen bildet, hierauf an der einen Spitze etwas gekräuselt und mit der gegenüberliegenden an einen langen starken Eisendraht gebunden, dessen Ende sich hinter dem nach auswärts fallenden Blättchen verbirgt. In gleichmässiger Entfernung befestige man ebenso bearbeitete weitere 'zwei Doppelblättchen. In gleicher Weise wie bei der Papa- geno-Tulpe werden jetzt 3 Doppelblätter (Fig. 64) in mittlerem lila durch Einkleben des Drahtes und durch Falten im Tuch vorbereitet, ihrRand vorsichtig so ausgestrichen, dass er wellenförmig erscheint, hierauf die länglich ausgebauchten Blätter rund um den Stiel gebunden, so dass sie die Lücken der inneren Blättchen decken und oben fest Zusammenschlüssen. Ganz ebenso — nur ohne den Blattrand auszustreichen — bildet man die folgenden 3 Doppelblätter (Fig. 65), welche in mittel- und dunkelfila ausgeführt werden, wobei die dunklere Seite nach oben gekehrt erscheint. Erst nachdem diese Blätter durch Biegen ihre richtige Form erhalten, wird auf ihrer oberen Seite längs der Drahtrippe ein Stückchen weisslich-gelbe Chenille aufgeklebt, deren oberes Ende jedoch 1 cm. tiefer angesetzt wird, als der ein geklebte Draht, Fi? i) Die so vorbereiteten letzten Blätter bindet man nun 1 cm. tiefer um den Stiel als die voranstehenden und deckt damit die Lücken, wobei jedoch die unteren Blätter nach aussen herabfallen, während die Ersteren nach oben zu schliessen. Ein dicker Schlauch umkleidet den Stiel, um welchen man 6 cm. unter der' Blüte ein gelbli ch es Häutchen n ach Schnitt Fig. 66 mit seiner Länge a—b rings um den Stengel klebt, um dessen Natür lichkeit zu erhöhen. Die gegenüberliegende Spitze steht hierbei ein wenig vom Stengel ab, während ihn die übrige Fläche ziemlich fest umhüllt. Nach demselben, und 2 etwas verkleinerten Schnitten, fertige man den Kelch für die Knospen aus moosgrünem Papier an und binde diese Theile geschmackvoll um einen spitz zulaufenden, länglich geknüllten Papierkörper. Auch am Stengel der Knospe bringe man das erwähnte Häutchen an, und umgebe die Blüten- Stengel an ihrer Wurzel mit schwertförmigen grünen Blättern. Jasmin. Man höhle 4 einzelne cremefarbene Blütenblätter (Fig. 10) an ihrem runden Ende, lege den Daumen der Rechten in die Höhlung und drehe das Blättchen unten zusammen. Darauf binde man die Blättchen um den Stieldraht, mit ihren hohlen Seiten gegen den Mitteltheil gekehrt, an welchem dicke gelbe Staubfäden sitzen, leime ein wenig und schiebe einen Kelch (Fig. 12) an. 2—3 Blüten nebst grünen Blättern werden sodann in Tuifs, diese an blanken Draht gebunden und mit Guttapercha umwickelt, Fig. U Klee. Man löse 12 Blütenblätter (Fig. 67) weiss oder rötlich, vom Schlage und bearbeite sie wie die Aster. Sodann viertle man 2 Blättchen, binde das erste mit Schlinge an und das zweite darauf. Nachdem unten geleimt wurde, schiebe man ein grünes Blättchen (Fig. 68) an, ohne es jedoch zu bearbeiten, sodann ein farbiges Blatt (Fig. 67) und so setze man dieses Verfahren fort, bis 12 grüne und 12 farbige Blättchen ver- Fig.' 67 Fig. 68 wendet sind. Eine sehr natürliche Farbe des Klees erzielt man durch Abwechseln von hellen und dunklen roten Blättchen. Kirschblüte. Vom Schlag (Fig. 69) löst man ein Doppelblatt und hölilt jedes der 5*Blütenblätter, zuletzt auch die Mitte der Blüte. Ist dies in gehöriger Weise geschehen, so muss man jetzt letztere die Form eines nach oben halbrund geschlossenen Näpfchens haben. Nun nimmt man etwa 12 braun gelbe Staubfäden, ohne sie noch von ihrem Bündel zu trennen, bindet dieselben Vs cm. lang mit Schlinge an einen Stieldraht und schneidet erst jetzt die Staubfaden knapp unter der Bindestelle ab. Hierauf werden die einzelnen Fädchen auseinandergezupft, der untere Theil gum- mirt und die Blüte an geschoben. Diese ist nun vollständig, muss jedoch, um eine schöne Form zu erhalten, nicht auf eine gerade Fläche gelegt, sondern halb aufgerichtet an ein Leistchen gelehnt werden, bis sie getrocknet ist. Zur Bildung der Knospe bedient man sich einer kleinen Erbse, welche in ein Stückchen weisses Seidenpapier gewickelt wird, worauf man das unten entstandene Zipfelchen mit Schlinge an einen Stieldraht bindet. Dieser Theil wird gummirt und ein Kelch (Fig. 12) von moosgrünem Seidenpapier so an das Köpfchen geschoben und gedrückt, dass die Spitzen etwas über die Oberfläche der Knospe emporstehen. Man bildet jetzt Sträusschen von 4—5 Blüten, fügt nach Belieben Knospen und Laub dazu und befestigt sie hierauf an Naturzweige. Fig. 69 Kornblume. ' Vom Schlag Fig. 70 löst man sechs einzelne Blättchen, deren erstes man zum Bearbeiten auf die Platte'legt. .. ... Eine kleinere;Art Tischmesser wird nun mit der runden Spitze bei a so auf das Blättchen gelegt, dass die Schneide des Messers in schräger Richtung auf die Länge des Blättchens drückt, wenn die Hand das Messer mit ziemlich scharfem Nachdruck in der Richtung von b nach c bewegt, wodurch die einzelnen Blättchen sich leicht zu- sammenr ollen. Dann fasst man jedes einzelne Blättchen seiner Länge nach von oben in die Zange und dreht es zu einem Dütchen zusammen, das man mit Daumen und Zeigefinger der linken Hand unten flach drückt, damit es sich nicht aufrolle. Der mittlere Theil der Kornblume wird genau gebildet wie jener der Butterblume, nur dass man hier schwarze, statt gelbe Staubgefässe nimmt. Hierauf bindet man die 6 Dütchen im Kreise um die Mitte und schiebt, nachdem man zuvor unten gummirt, den Naturkelch einer Kornblume an, deren Boden zuerst durchbohrt wurde. Fig. 70 Kornblume (amerikanische). In Form und Farbe abweichend von unserer einheimischen Kornblume, erscheint die amerikanische in crème oder in hell heliotrop. 2 Blatt (Fig 3) bearbeitet man einzeln wie die Blätter der Aster, viertelt und bindet sie mit Schlinge an den Stiel. 3 Blatt des gleichen Schnittes schneide man hierauf in der Mitte jedes einzelnen Blattheils der Länge nach ein bis zu deren Wurzel, bearbeite sie ebenso wie die ersten Blätter und schiebe sie nach vorherigem Leimen an, wobei zu beachten ist, dass die Blatt- Fig. 3 spitzen alle ziemlich gleiche Höhe haben. Den äusseren Theil der Blüte bilden 9 Blatt Fig. 71. ^ y Bei ihrer Herstellung liegt das einzelne Blatt auf der Platte, und wird in der Mitte jeder Zacke bis gegen Linie a durch kräftigen Druck mit der Schneide eines Messers scharf gefurcht. Hierauf kehrt man das Blatt um und wiederholt das gleiche Verfahren vom Zackenein- schnitt an abwärts, also auf der noch glatten, zwischen den Furchen liegenden Fläche. . Seite b-c wird nun geleimt*und auf die gegenüberliegende geklebt. Von den so entstehenden Dütchen fertige man 9 Stück an.. — 37 — Letztere bindet man gleichmässig und mit der geleimten Seite nach aussen gekehrt, rings um den Mitteltheil, leimt unten und schiebt einen Naturkelch an, welcher grösser sein muss als der unserer gewöhnlichen Kornblume. Kürbis. Zur Blüte verwendet man schattirte Blätter Fig. 72. Dieselben werden in ilirei Falte gerieft, zu beiden Seiten bis zur Wurzel stark geädert, und an den oberen Rändern willkürlich gekräuselt. 6 fünffache aufeinander geklebte, gelb- Mitte der Länge nach mit einer tiefen Fig. 72 Fig. 73 Hierauf klebt man alle 6 Blatt aneinander, und zwar so, dass Theil a stets auf das nächste Blatt zu liegen kommt. Die Mitte besteht aus gelben Staubfäden, welche in Gruppen bis zur Länge von 1V 2 cm. am Stiel fest anliegend, angebunden werden. In derselben Länge, nach abwärts sich verbreiternd, bildet man um den Stiel einen festen Wattekegel, welcher mit maisgelbem Papier umwickelt wird. Unterhalb dieses Wattekegels wird das zusammengeklebte Blütenblatt gebunden, und zusammengeleimt. Die Bindestelle erhält eine Umkleidung von Watte, worauf man ein Kelchblatt Fig. 73 anschiebt, das vorher in seinen Zacken einge- schnitten, und mit dem Messer gerollt wurde. Nach Fertigstellung spitzt man die Blätter durch Einkneifen etwas zu Küchenschelle. Die heliotropfarbene, gefällige Blüte erscheint ziemlich eigenartig durch einen leichten filzigen Überzug, der auf Blättern und Blüten haftet. Die Mitte der letzteren bildet ein 2 cm. langes Streifchen veilchenblaues Papier, das der Länge nach vielfach eingeschnitten, in gleicher Richtung faltig gestrichen und an den Stiel gebunden wird. Etwas tiefer sitzen ringsum, tlieils höher, theils tiefer, im Büschel dicke gelbe Staubfäden, — 38 — Man stelle nun durch leichtes Aufeinanderkleben 6 Doppelblätter Fig. 74 her, ädere sie, höhle sie mit dem zweitkleinsten Hohler und kräusle die obere Spitze mit der Zange. Rings um den Mitteltheil werden jetzt gleichmässig 3 Blätter und, ihre Lücken deckend, hierauf weitere 3 Blätter befestigt, worauf man ihre äussere Seite, d. h. die dem Stiele zugekehrte, erst leicht mitLeim bestreicht, und Wollstaub darüber streut, i Mittelstarker Schlauch umkleidet den Stiel. Fig. 73 Die grünen Blätter der Küchensehelle, welche schmalen, offenen Roll- chen gleichen, bildet man selbst von moosgrünem Papier von Schnitt 73. Jede Zacke des Doppelblattes wird der Länge nach 3-mal eingeschnitten, hierauf, wie die Blätter der Aster, durch das Messer seitlich gerollt; die ganze Schnitt-Oberfläche wird mit etwas Leim bestrichen, auf den man Wollstaub streut. Nachdem das Blatt jetzt bei c bis zum Mittelpunkt eingeschnitten, wird es 2—4 cm. unter der Blüte rings um den Stiel geklebt. In gleicher Weise zubereitet, kann man auch selbstständige Blätter geviertelt an einen besonderen Stiel binden, diesen mit Schlauch überziehen und mit Blüten und Knospen zum Tuff zusammenfügen. Zur Herstellung der Knospen werden zwei Doppelblätter Fig. 74 quer durch die Mitte geschnitten, und diese vier Theile, mit Weglassung des Kräuselns an den Spitzen, bearbeitet wie die Blätter der offenen Blüte. Die Knospenblätter schliessen oben dicht zusammen. Das grüne Blatt reicht hier bis au die Knospe. Wie beschrieben, macht mail zuletzt auch die Stiele filzig. Levkoje. Durch die in neuester Beschreibung bedeutend vervollkommnete Art ihrer Ausführung, ist sie eine der prächtigsten Blüten, die in Papier hergestellt werden können. Besonders schön ist sie in rotlila Scbattirung mit grün gefftr!?^r Mitte, — 39 — Fig. 75 Von Fig. 75 löst man 1 Doppelblatt, trennt durch Einschnitte.bis zur Mitte vier Einzeltlieile und rieft sie stark mit der geschlossenen Zange. 1 ganzes Doppelblatt Fig. 75 wird in den 6 Theilen stark gerieft, und jeder derselben am oberen Rand durch den Stiel der Zange rund gestrichen. 2 weitere Doppelblatt streicht man in allen Einzeltbeilen mit dem kleinsten Hohler, und versieht sie mittelst des Stiels der Zange gleichfalls mit krausem Rand. 2 Doppelblatt Fig. 76 werden in gleicher Weise bearbeitet wie die vorangegangenen, nur dass man sie vorher äderte. Zusammensetzung der Blüte. — Das erste der 4 Einzeltlieile bindet man mit Schlinge an den Stiel, und die übrigen rings herum. Das folgende ganze Blatt Fig. 75 vorher bis zur Mitte eingeschnitten, wird’ eng um den schon fertigen Theil geklebt, worauf man die folgenden 2 Blatt leicht anschiebt. In gleicher Weise folgen die letzten 2 Blatt Fig. 76, die sich jedoch nicht decken dürfen. Unterhalb umwindet man die Blüte mit etwas Watte, und leimt über dieses Knötchen einen Kelch Farbe der Blume. Die halbg;rosse Blüte erhält dieselbe Mitte wie die offene, doch folgen auf die 4 angebundenen Blattheilchen 2 ganze Blatt, welche um die ersten geklebt werden. . . ° Abschluss wie oben. Eine noch kleinere Blüte besteht nur aus den 4 erwähnten Blatt- theilchen nebst Kelch. Grössere Knospe, Man überziehe einen 4 ', Fig. 12 kleinen Wattekeil mit hellgrünem Papier u. schliesst dicht darum einen Kelch. Zusammensetzung des Stöckchens: An einen stärkeren Stieldraht werden mittelst Bindedraht 7 Massekuospen gebunden, von denen 4 etwas tiefer stehen. Köpfchen nach vmMeuer üiohtmig geweutes 12]|von der — 40 — • Gleich an der Höhe klebt man ein Streitchen moosgrünen Papiers an, mittelst dessen man durch Nachwinden die Bindestellen sogleich deckt. Etwas über die Masseknospen hinausragend, stehen 2 grössere Knospen, dazwischen ein grünes Blättchen, weiter abwärts die 2 halboffenen Blüten, denen 3 voll erschlossene folgen. Fig. 77 leicht hintenüber Lilie. In der Mitte des Blumenblattes Fig. 77, welches auf der Platte liegt, wird von der breiteren Spitze aus eine ziemlich tiefe Falte mit der Pincette bis zur gegenüberliegenden Spitze gezogen, wo die Falte verläuft. Hierauf mit dem Stiel der Pincette längs des ganzen Blattrandes mit kräftigem Druck hinfahrend, zieht man so eine Furche dicht am Rande rings um das Blatt. Nachdem man ein 5—6- cm. .langes Staubgefäss mit grünlichem Köpfchen in der Mitte und rings herum etwas kürzer 8 gelbe Staubfäden 1 am Stiel befestigt, binde man mit ihrem spitzen Ende 3 Blätter gleichmässig von einander entfeint, so um die Mitte an, dass die Höhlung der Falte nach oben zu sichtbar ist. Die folgenden 3 Blätter decken die Ecken, in denen sich die ersten berühren. Ein Kelch (Fig. 12) schliesst die Blume nach unten. Beim Anbinden ist es nöthig, das untere Ende des Blattes noch ein wenig zu falten, und den oberen Tlieil zu biegen. Löwenzahn. In goldigem, weithin'leuchtendem Kleid ist er einer'dfcr-glänzendsten Trabanten beim Einzug des Frühlings und als solcher beliebt bei jedem Naturfreund. ' ’ 1 ’ Seine Nachahmung gelingt täuschend und bietet keinerlei Schwierigkeit. 4 Grössen setzen die Blüte zusammen. Von dem dunkel goldgelben Schlag Fig. 68 löse man 4 aufeinänderliegende Blättchen und schneide jeden ihrer Einzeltheile zweimal bis hinab zur kreisrunden Mittelfläche ein, nelnfle hierauf die Blätter auseinander und höhle 2'davon in allen Einzeltheilen mit dem kleinsten Hohler. Alle folgenden Grössen werden in ihren Einzeltheilen nur einmal eingeschnitten. Fig. 68 Die folgenden 2 Blätter desselben Schnittes bearbeite man durch den Druck des Messers gegen die sich mit dem Blatt drehende Platte, so wie bei der Aster beschrieben wurde. Ebenso thue man mit 4 Blatt der folgenden Grosse Fig. 2, worauf die Mitte durch den zweitkleinsten Hohler auf einem Kleienpolster stark gerundet wird. In gleicher Weise geschieht die Bearbeitung der nächsten 4 Blatt Von Fig. 3 so\\j|ie der folgenden 3 Von Fig. 4, — 41 — Zuletzt wird ein grünes Doppelblatt Fig. 4 einmal in jedem Tlieil eingeschniten, sodann das Blatt von einander gelost und eines davon wie die vorangegangenen Blütenblätter bearbeitet. VWi Das zweite Blatt liölilt man in allen Tlieil en mit dem kleinsten Hohler auf dem Kleienpolster, kehrt es hierauf um und rundet seine Mitte mit dem etwas grösseren Hohler. Um die Blüte zusammenzusetzen, viertelt man das erste gehöhlte Blatt Fig. Fig. 68 und bindet es mit Schlinge an den Stiel. Dieses gelbe Büschel wird an der gänzen Oberfläche ein‘wenig geleimt, das 1 2. Blatt Fig. <38 angeschoben, und an das erste fest anschliessend angedrückt. Die folgenden 2 Blatt gleicher Grösse schiebt man gleichfalls an, drückt sie jedoch weniger fest an die ersteren. 2 Einzelblätter Fig 2 schiebt man nach vorherigem Leimen nicht bis dicht an den Mitteltheil, sondern so hoch an, dass ihre Spitzen nicht eigentlich über ihre Vorgänger hinausragen, vielmehr nur den sich bi 1 dend en Blütentei 1 er verbreitern. Der in der Rundung übrig bleibende Theil wird in eine Falte gequetscht und gleichfalls an die Blütenscheibe an gedrückt. Die nächsten 2 Blätter Fig. 2 fügt man gleichfalls durch Anschieben hinzu, wobei ich ein für alle Mal auf das Leimen zwischen den einzelnen Blättern hin weise. Nach einander folgen ebenso 4 Blatt Fig 3 und 3 Blatt von Fig, 4* Fig. 4 Den Schluss der Scheibe bildet das wie die gelben Blätter bearbeitete grüne Kelchblatt, worauf man den Stiel unterhalb desselben mit ein wenig Watte umwickelt, diese leimt, und zuletzt das gehöhlte Kelchblatt anschiebt, dass seine Zacken nach abwärts hängen. Bei Blüten kleineren Umlanges lässt man die eine, resp. die letzten beiden Grössen an Blättern weg. Von fast komischer Natuitreue, da Niemand im Stande ist, sie von der echten zu unterscheiden, ist die oben etwas geöffnete Knospe des Löwenzahn. Man nimmt zu ihrer Anfertigung 2 Blatt Fig. 3, welche wie die Blütenblätter gleicher Grösse bearbeitet sind, viertelt sie, bindet das erste mit Schlinge an den Stiel und das zweite darauf, wonach man Alles ein wenig zusammendrückt. Dieser Theil wird l l / 2 cm. abwärts am Stiel nach unten sich verbreiternd mit Watte und danach mit Bindedraht umwunden. Diesen Wattekörper leimt man an seiner Oberfläche, schiebt und drückt einen wie die Blütenblätter bearbeiteten Kelch daran und umgibt ihn an der Wurzel mit einem halben Kelchblatt genau jener Art, wie eines die offene Blüte abschloss. Die Zacken fallen auch hier nach aussen. Die ganz grüne Knospe bildet ein länglicher, oben etwas kulpiger Wattekern, der mit ein wenig faltigem Papier überzogen, wie die vorige Knospe von dem krausen halben Kelchblatt umgeben ist. Alle Blüten erhalten mittelstarke Schläuche und ergeben, mit sehr wenig Blättern geschmackvoll in Tuffs gebunden, hübschen Schmuck für dunkle Hüte. Maiglöckchen, Vom Schlag (Fig. 78) werden 3 und vom Schlag (Fig. 79) eben soviele Doppelblättchen gelöst und zur Bearbeitung auf ein gut mit Kleie ausgefülltes Polster gelegt. Mit dem Eisenhöhler bearbeitet man zuerst die Blättchen in der Mitte und höhlt sie darauf sehr stark am äusseren Rande entlang, Fig. 78 Fig. 79 wobei das Blättchen — auf der Seite liegend — sich um sich selbst und gleichzeitig: auf dem Kissen weiterbewegt. Die Blüte hat nach diesem Vorgang eine festö, runde, oben offene Form. Der Kopf des Staubfadens, welcher etwa 2 */ 2 cm. lang ist, wird jetzt geleimt und das Blättchen angeschoben. Dies geschehe mit Hilfe der Zange und vorsichtig, weil die Blüten leicht ihre Form verlieren. Ein schmaler Streifen maigrünen Papiers wird nun oben an den elastischen Draht gelegt und eine fertig gekautte Knospe gleichzeitig so mit der Spitze des Drahtes eingedreht, dass J /, cm. von ihrem Stiele sichtbar bleibt. Wohl zu beachten ist, dass hierbei das Wickeln sonstigem Gebrauch entgegen mit der Linken geschieht. Während sie den Draht von rechts nach links dreht, bleibt die Rechte zum Anlegen der Blüten frei. Jetzt werden in je 1 cm. Entfernung noch 2 Knospen, hierauf 3 Blüten (Fig. 78) und sodann ebenso viele von (Fig. 79) eingedreht, wobei man beachte, dass die Stiele der Blüten länger seien, als die der Knospen, und dass sie mittelst der Zange eine leichte Biegung erhalten. Ueber die Stellung der Blüten so viel, dass alle nach einer Seite ge wendet, wechselständig in zwei Reihen ap gebracht, werden, 4 3 Malve. Der stattliche Blütenstengel der vollen Malve eignet sich, in den verschiedensten Farben ausgeführt, vorzüglich als Schmuck von Altären, Zimmern undKaminecken. 4 olfene Blüten, 7 halboffene und 4—6 Kuospen ergeben einen Stengel von mittlerer Grösse. Die Ersteren bildet man folgendermassen: 6 Blatt (Fig. 53) werden 1V 2 cm. tief vom Aus- senrande in der Mitte der einzelnen Blattheile eingeschnitten, sodann in allen Theilen gerieft, geviertelt und im Kreise an den Stiel gebunden. Unterhalb dieses mittleren Theiles umwickelt man den Stiel zu seiner Verdickung 1 cm. lang mit farbigem Papier und binde darunter in gleichmässiger Vertlieilung 5 Blatt (Fig. 80), welche vorher geädert, verschiedenseitlich etwas gekräuselt und ein wenig durch den grossen Hohler ausgeprägt wurden. Fig. 80 Zur Verdickung der Rückseite wird nun unterhalb der Blüte etwas Watte rings um den Stiel gewickelt, hierauf ein grüner gehöhlter Kelch (Fig. 73), sodann ein zweiter Kelch (Fig 81) angeschoben und mit den Spitzen ein wenig an den Unter- tlieil der Blüte festgeklebt, damit sie gut anschliessen. Den Stiel umgiebt ein Stückchen Schlauch. Zur Herstellung der halbgeöffneten Blüte nimmt man für die Mitte nur vier geviertelte Blätter, umwickelt schon jetzt den Stiel mit Watte, die man hier besser mit etwas Papier verkleidet, und bindet ringsum 3 Blätter (Fig. 80), die stärker gehöhlt als bei der offenen Blüte, jedoch nicht gekraust sind. Die Kelchsterne folgen wie bei der Letzteren. Um noch kleinere halboffene Blüten herzustellen — grosse Mannigfaltigkeit in den einzelnen Theilen erhöht die Schönheit des Stengels — bildet man nur durch zwei geviertelte Blatt die Mitte, verdickt den Stiel in bekannter Weise und bindet darunter drei stark gehöhlte Blatt- häiftej) (Fjg, 80 ), dia nian zuvor in der %litpg a-b riureMwithw — 44 - hatte. — Je kleiner man die Blüten haben will, desto fester scliliesse man sie nach oben, wobei zu beachten ist, dass die äusseren Blätter mit den inneren gleiche Holte behalten. Die 2 Kelche schlossen auch die halboffenen Blüten ab. In verschiedener Grösse forme man jetzt f\ von Watte fest zusammengeknüllte, rundliche, jedoch nach oben gefällig zugespitzte Körper, umhülle sie lest mit moosgrünem Seidenpapier und binde die unteren Zipfel desselben mit Schlinge an Stieldraht, schiebe den gehöhlten Kelch (Fig. 81) an und endlich ein Stückchen Schlauch auf den Stiel. Nachdem 4 — 5 völlig geschlossene Knospen in dieser Weise hergestellt sind, fertige man noch einige mit farbigen Spitzen so an, dass unter die grüne Hülle eine farbige gezogen wird, welche aber durch die runde Oeffnung leuchtet, die im grünen Papier ausgeschnitten ward. 2 Kelche schliessen diese im Durchbrechen Fl £- 73 begriffenen Knospen. Die Länge der anzuschiebenden Schläuche ist bei den Knospen l 1 / 2 cm. und vergrössert sich allmählig bei den weite]' abwärts am Stengel sitzenden Blüten bis auf 3 cm. Nachdem so die Einzeltheile des Stengels angefertigt sind, werden die geschlossenen Knospen, ihre und die Kelche der Blüten, sowie die mit Schlauch umkleideten Stiele vorsichtig mit Leim betupft und hierauf mit Wollstaub bestreut. Sodann umwickelt man einen langen kräftigen Eisendraht fest und nach abwärts sich verdickend mit Watte, sodann mit moos- i?jg 81 grünem Papier und binde hierauf mit Draht Knospen, Blüten und grüne Blätter an den Stengel, so dass oben die Ersteren und weiter abwärts die sich allmählig vergrössernden Blüten angebracht werden. Die Entfernung der einzelnen Blüten von einander ergiebt das Au- genmaass. Ihre Stellung am Stengel ist beinahe einseitig. Nach dem Binden wird der Stengel nochmals sorgfältig mit Papier umwickelt, geleimt und bestaubt, wodurch er wie alle grünen Tlieile filzig grau erscheint. Malve (leere). 5 Doppelblatt Fig. 80 werden geädert, am unteren Theil mit einem grösseren Höhler stark auf dem Polster gehöhlt, und drei der Blälter leicht verschiedenseitig gekräuselt. Besonders schön entwickelt sind die in einen dicken Stempel verwachsenen Staubgefässe der Malve. Man bindet 8 starke gelbe Staubfäden an eilten kurzen Stieldrabt, etwas tiefer stehend die gleiche Anzahl rund um den Stengel, und wiederhole das letztere Verfahren abermals ein Stück tiefer. Darauf drückt man' den so gebildeten Stempel fest zusammen, bestreicht ihn mit Leim Und taucht, ihn'in Blütenstaub. 5• vorbereitete Blätter werden etwas tiefer um den Stempel gebunden, die Bindestelle mit Watte umwickelt, und ein Doppelblatt Fig. 73, die Blütenblätter zusammenhaltend, angeklebt. In derselben Weise stellt man weitere 3 .Blüten her. Bei halbgrossen Blüten rieft man die Blätter noch stärker, so dass sich dieselben schliessen. ' Um im Entfalten begriffene Blüten herzustellen, rieft man 2 Doppelblatt stark, bindet sie an Stieldraht, drückt sie fest zusammen, fasst beide ■ Blätter gleichzeitig "von oben mit der Zange, und dreht sie so etwas nach rechts. Bei dieser Form .ist die Watteverkleidung grösser. Kelchblatt wie oben. Herstellung aller übrigen Knospen und des Stengels, sowie Zusammensetzung, Wie bei der gefüllten Malve. Die ersteren sind schlanker als die der gefüllten Malve. Märzbecher. (Jonquille.) Die in kräftigem Gelb leuchtende und besonders im Stückchen durchaus natürlich erscheinende Frühlingsblüte besteht aus vier Verschiedenen Schnitten. Dem Bearbeiten der Blätter sei vorausgeschickt, dass dieselben je nach Angabe mehrfach und durch möglichst trockenen Leim auf einander geklebt werden. Ein dreifach aufeinander liegendes goldgelbes Blatt (-Fig. 82) wird von oben'Wach unten mehrmals-stark gexieft und sodann 1 am unteren Tlieile a s r o in Falten, zusammengefasst, dass- die Form ,des Blattes etwas ausgebaucht erscheint. j So bearbeitet man 6 Blätter. Drei davon fasst man hierauf in/ der Mitte des oberen Randes in die Zange/ macht die halbe Drehung wie beim Schneeball und biegt, ohne mit der Zange loszulassen,das Blatt ziemlich stark nach abwärts. Diese Bearbeitung hat den Zweck, das Blatt ziemlich verkrüppelt erscheinen lassen. Diese drei, sowie die anderen drei nicht verkrüppel- Nfc 43 «*W teil Blätter werden Jetzt mit Schling in dö* Runde um einen stärkeren Stieldraht gebunden und bilden die unregelmässige und ziemlich dichte Mitte der Blume. 6 Doppelblatt in Hellgelb Fig 83 werden mehrfach gerieft, sodann in Linie b—e in die Zange gefasst, leicht zusammen gerollt und unten fest zusammengpdrtickt,. Diese 6 schmalen Blätter bindpt man rund um die Mitte, und zwar etwas höher als die vorigen Blätter; sie werden mit der Zange hie und da zwischen die ersten geschoben. Die nächste Gruppe bilden 5 dreifache goldgelbe Blätter Fig. 82. Dieselben werden mehrfach gerieft, sodann auf derselben Seite in den Theilen b und c mit dem kleinsten Höhler gehöhlt, worauf man das Blatt umwendet und es von der Mitte aus abwärts mit dem etwas grösseren Höhler höhlt. Diese 5 Blätter bindet man rings um die voranstehenden jedoch an ihrer äussersten Spitze, so dass sie ein wenig über die anderen hinausragen. 6 hellgelbe Doppelblatt Fig. 83 werden jetzt von der Spitze a aus geädert, hierauf in der Richtung a—d gekräuselt — und zwar bei einigen nach aussen, bei anderen nach innen zu — dann von der Mitte aus mit dem Höhler nach abwärts gestrichen und endlich am äussersten Ende rund um die übrigen Blätter gebunden. Man beachte hierbei, dass die durch das Aedern ausgeprägten Streifen dem Mittelpunkt zugekehrt seien. 6 dreifache dunkelgelbe Blatt Fig. 84 werden geädert und der obere Rand leicht mit dem Höhler ausgestrichen. Bei dreien der Blätter kneift man in die Mitte des oberen Randes mittelst der Zange drei Fältchen. Zuletzt werden alle 6 Blätter von der Mitte aus mit dem Höhler nach abwärts gestrichen, wobei zu beachten ist, dass sie nicht auf derselben Seite liegen, auf der sie geädert wurden. 6 hellgelbe dreifache Blätter Fig. 85 umschliessen endlich als letzte Gruppe, gleicbmässig vertheilt, die übrigen, nachdem sie vorher genau so bearbeitet wurden, wie die vorletzte Gruppe hellgelber Blätter. Um den Stiel zu verstärken, fügt man dem dünnen einen noch etwas kräftigeren Draht bei, der jedoch nicht bis hinauf an die Blüte reichen darf, weil diese sonst steiferscheinen würde. Ein ziemlich dicker Schlauch umkleidet den Stiel der Blüte, welcher zwischen den grünen Blättern hervorspriesst. Zum Schluss wird der Märzbecher ca. 1 cm. unter seiner Blüte im Stiel leicht umgebogen und an dieser Stelle mit einem trockenen Häutchen umgeben, wie Narcisse und Iris, Fig. 84 Fig. 82 «*? 4T •HÄ Marguerite. Diese anmuthige Blume dürfte in der Ausführung für den Anfänger am leichtesten sein. Von den weissen Blättern Schnitt 86 gehört je eines zur Blüte. Nachdem es auf die Platte gelegt, werden die einzelnen zungenförmigen Theile mit dem Stiel der Pincette von oben nach der Mitte zu und an den Rändern entlang, so stark gestrichen, dass sich auf der anderen Seite stark ausgeprägte Linien bilden. Nun wendet man das Blatt um und höhlt es in der Mitte mit dem grösseren Höhler. Als Mittelpunkt der Marguerite benützt man ein fertig gekauftes gelbes Herz, dessen kurzen, elastischen Stiel man beim Umwickeln mit grünem Papier durch Anlegen eines zweiten Drahtes verlängert. Nachdem unten gummirt, wird das tellerförmige Blütenblatt angeschoben und dieses zum Schluss noch mit einem Kelch von grünem Seidenpapier nach Schnitt 87 Fig. 87 versehen. Fig. 86. Maasliebchen. Es wird ähnlich wie die Marguerite verfertigt, doch gehören zu einem Blütchen 2 Blätter Schnitt 68. Die einzelnen Theile derselben werden ihrer Länge nach durch die Zange der Pincette in der Mitte zusammen gebogen. Das Herz des Maasliebchens bildet ein Köpfchen von gelber Masse, das man fertig kauft. Es wird mit Schlinge an den Stieldraht gebunden, unten gummirt, worauf man die beiden Blumenblättchen anschiebt, leimt, und Kelch 78 hinzufügt. Kaa" Fig. 78 Mimose. Die sehr zierliche, aus goldgelben Köpfchen und Wollbüscheln bestehende Blüte eignet sich so recht zum Garniren von kleinen Vasen und zu Sträusschen. Man bedient sich zu ihrer Anfertigung goldgelber Berliner Wolle und fertig gekaufter Köpfchen aus Masse in zweierlei Grössen. An einen blanken, elastischen Stiel bindet man mit dunkelgrüner Seide einen, und allmählig abwärts rund um den Stengel 4 weitere kleine Köpfe, welche an je '/ 2 cm. langen Stielchen sitzen. In gleicher Weise folgen vier grössere Köpfe, bei derem letzten das Zw'eigchen schon etwa 3 cm. Länge hat. In ebenfalls zweierlei Grössen fertigt man jetzt Woll-Pompons in Form und Grösse einer Erbse an, verwendet dazu kurzen Wolldraht und lässt die Stiele der Pompons etwas länger als die der Köpfe aus Masse. 48 In etwas weiteren Zwischenräumen als die letzteren befestigt man 3—4 kleinere und grössere Pompons am Hauptstiel, windet die Seide dicht um den Stengel noch 2 cm. abwärts, worauf man in entsprechenden Zwischenräumen rechts und links noch 3 ähnlich angefertigte Seitenzwei,gehen ansetzt, Monatsrose, Sie ist die am leichtesten herzustellende unter den Hosen, sieht flach und offen, dabei sehr natürlich und graziös aus. Am hübschesten macht sich die Monatsrose in zartem Rosa, das sich nach innen durch die Falten überdies dunkler schattirt. 1 Doppelblatt (Fig. 53) wird an den 7 runden Blatt- theilen nach 2 verschiedenen Seiten gekräuselt, in die Hälfte zusammengebrochen und rund um den Mitteltheil gebunden, an welchem ein Büschel gelber Staubfäden sitzt. Hierauf kräusle man ein Doppelblatt nach einer Seite in allen Blatttheilen, leime und schiebe es an. Nach abermaligem Leimen schiebe man jetzt 2 einzelne, einseitig gekräuselte Blätter an und zuletzt 2 einzelne, zweiseitig gekräuselte. Die übrige Ausführung siehe Rose La France. Monbrezia Ein 3-faches, rotgelb schattirtes Blatt, Fig. 88 klebt man aufeinander, rieft jede Zacke mit einer grossen Falte auf der. dunklen Seite leicht und ädert sie. Ein zweites in gleicher Weise vorbereitetes Blatt wird so auf das erste geklebt, dass die Zacken die Lücken des ersten decken. Um den Stempel der Blüte herzustellen, rolle man ein gleichfarbiges Blättchen fest zusammen, schneide es am Ende 2-mal ein, und biege die Spitzen auseinander. ; 1 cm. tiefer stehen dicht zusammen, die 3 dicken hellgelben Staubfäden, wozu man die dunkelgelben der Lilie benützt, nachdem man sie in Leim und Blutenstaub getaucht hatte. Das vorbereitete Blütenblatt wird jetzt so um den Mitteltheil geklebt, dass, es ein mit. den Zacken nach aussen , fallendes Grlöckchen bildet. Fig. 88 — 49 — Dei\ untere Blütentheil’ zeigt eine längere Röhre, die an der Wurzel durch Watte verdickt und von einem Kelch, Fig. 12, umschlossen wird.;v In gleicher Weise stellt man weitere 3 Blüten her. .Für halbgrosse Blüten, welche ebenso angefertigt werden, sowie für grössere Knospen, kürze man den Schnitt in seinen Zacken und an der unteren Spitze um */ 2 cm. Bei den Knospen wird nur ein einfaches Doppel- blatt verwendet. Man höhlt es und klebt es so um einige Staubfäden, dass die Zacken oben znsammenscliliessen. Kleinere und grössere längliche, oben stumpfe Knospen ■ 12 * stellt man aus Watte her und überzieht dieselben mit einem doppelten Blütenblatt. Kelch wie bei der Blüte.. Je mannigfaltiger die Knospen, desto, schöner der Stengel. * Z u s a m nf e n s e t z ü n g: Eine dunkelbraune , Masseknospe binde mäh knapp an blanken feinen Stieldraht, welcher vorher dünn mit Watte und grünem Papier umwickelt wurde. 1 cm. tiefer gebe man dem Stiel mit der Zange eine starke Biegung und binde an diese Stelle eine zweite Knospe. Dieses Verfahren setze man fort, bis 9 solcher Knospen am Stiel befestigt sind, nur muss die • Biegung abwechselnd nach links und rechts angebracht werden. werden etwa 6 Watteknospen, 2 r gehöhlte 2 halbgrosse und 4 pffene Blüten angebracht u. der Stiel durch einen etwas stärkeren Draht verlängert. Die langen schmalen lancettförmigen Blätter gehen von der Wurzel äus. Fig. 89 Narcisse. \ 5 dicke gelbe Staubfäden werden ganz kurz ange-^ bunden, unten geleimt und ein gelbes, rotgerändertes BlättchenFig. 7 9 gehöhlt und angeschoben. .Nun ädere man ein weisses Einzelblatt Fig. 89, schiebe, nachdem geleimt, das Blatt und endlich so auch den maigrünen Kelch Fig. 12 an. Ein mittelstarker Schlauch, den man über den Stiel zieht und 3 cm. unterhalb des Kelches umbiegt, vervollständigt die Natürlichkeit dieser duftigen Blüte. Nelke. Ein sechslach aufeinander liegendes Blatt Fig. 90 wird in jedem 2. Blatt* theil mit einer Falte gerieft, das Blatt umgewendet, Und die erst frei gebliebenen Theile ebenfalls gerieft, Fig. 17 — 50 — j Hierauf viertelt man 2 Blätter, und bindet sie um die Staubtäden. ^Gekräuseltes Stückchen Fahne von einer Gänsefeder). Die übrigen 4 Blatt schiebt man an. Kelch von Kautschuk. Riesennelke. Von einem 6-fach aufeinander liegendem Blatt rieft man jedes 2. Theilclien mit einer Falte, wendet das Blatt und lieft die frei gebliebenen. Zum Schluss rieft man jeden Blattheil von der Mitte ausgehend mit einer Falte bis zum Mittelpunkt des Blattes. Weiteres siehe kleine Nelke. Nelumbium. O iclier Farbe und kräftiger Form e stattliche Decorationsblüte für >. ’er Herstellung bilde man einen m. langen, dicken, spitz auslaufen- ttekern, überziehe denselben mit Seidenpapier, und binde ihn an einen doppeltlangen Stieldraht. 2 vierfache, rosa schattirte Blätter Fig. 91, welche in den Spitzen ziemlich dunkel sind, werden, wie auch die übrigen Blätter dieser Blüte, geleimt, stark geädert, und mit dem grössten Hohler auf dem Polster von oben nach unten zu gehöhlt. Der obere Rand wird nach innen leicht gekräuselt, und fest anschliessend um den Wattekern geklebt, so dass der letztere vollstän- ständig verdeckt ist. 3 weitere vierfache Blätter rieft und höhlt man ebenfalls stark. Sie erhalten auf der Rückseite in ihrer unteren Hälfte einen Druck mit kleineren Hohler, werden 2-seitig Luselt, und schmiegen sich in ihrer verschieden hoch an den Mitteltheil. Blatt derselben Schattirung werden in gleicher Weise bearbeitet. Hierbei bringt man die rückseitige Höhlung mehr an der Spitze an, und fallen die Blätter mehr nach abwärts. Dieselben werden willkürlich, etwas tiefer stehend, gebunden. In gleicher Bearbeitung folgen nun noch 2 rosa grün und 1 grünschattirtes Blatt, die Lücken deckend. Des Weiteren halbiere man 2 grünschattirte Blätter der Länge nach, mache sie durch Abrunden den grossen Blättern ähnlich, ädere sie stark, und binde 3 derselben als Schluss an. Der ötiel wird durch einen stärkeren ergänzt, sehr stark mit Watte und grünem Papier umwickelt. — 51 — Die Knospe erfordert einen noch grösseren Wattekern, welchen man gleichfalls, mit rosa Papier überzieht. Die Blätter werden wie bei der Blüte geädert, gehöhlt, nach innen gekräuselt, und umschliessen den Wattekern ganz fest. Reihenfolge: 3 rötliche, allmälig tiefer stehend, 3 grünlichrosa, 3 grünschattirte, danach verkleinert 3 grünschattirte und endlich 3 ganz kleine Blatthälften. Stengel wie bei der Blüte. Oleander. 2 einzelne hellrote Blatt (Fig. 92) werden in der Richtung a—b durchschnitten. 3 dieser Hälften bricht man je in eine Linie c—d zusammen und rieft diese Theile kräftig zweimal nebeneinander. 4 hellrote Blatt (Fig. 92) werden auf 4 mittelrote desselben Schnittes geklebt und viermal nebeneinander, stark gerieft, wobei die helle Seite oben liegt. Beide Seiten von dreien dieser Doppelblätter biegt man von Spitze a aus übereinander, drückt sie hier zusammen und bilden sie nun halboffene Dütchen, welche man 1 cm. über der Spitze mit der Zange etwas vornüberbiegt. Die hellere Seite bildet das Innere der Düte. Das vierte Doppelblatt wird nur an einer Seite umgebogen und erscheint so fast offen. Ein Doppelblatt desselben Schnittes, nur einfärbig hellrot, wird, nachdem es gerieft, in Richtung a—b zusammengebogen und so nochmals gerieft, worauf man ein ebensolches Doppelblatt einfach rieft und hierauf auf einer Seite umbiegt. Man klebe jetzt zwei Doppelblatt (Fig 93) einfärbig hellrot und 4 Doppelblatt desselben Schnittes in hellrot und mittelblaurosa zusammen, riefe sie 4—5mal und kräusle ihre oberen Seiten, theils nach der einen, theils nach der anderen Seite. 2 dieser Doppelblättchen weiden auf der hellen und 2 auf der dunklen Seite gerieft. 4 Doppelblatt (Fig. 93), einfärbig hellrot, werden wie die Übrigen stark gerieft und ihre oberen Seiten* ränder willkürlich gekräuselt» Fig, 92 Fig. 93 : * Das Gleiche geschieht mit 2 Doppelblatt desselben Schnittes in hell- und mittelrot. - - Zuletzt klebt man noch 2 Doppelblatt (Fig. 92) in hell- und mittelrot aufeinander, schneidet sie in a—b durch, rieft 3 dieser Hälften und kräuselt bei zweien den oberen Theil leicht an der dunkleren Seite. Beim Zasammensetzen der Blüte bindet man 4 feine rosa Staubfäden 1 cm. lang an den Stiel, taucht die Köpfchen in Leim und darauf^ in Blutenstaub. Ein Streifchen hellrotes Papier von 1 cm.« Länge wird nun in feine Franzen geschnitten und mit dem unterhalb zusammenhängenden Theil rings um die Mitte so gebunden, dass die Staubfäden ein wenig darüber hinausragen. Um diesen Mitteltheü binde man die 3 zuerst beschriebenen Blatthälften. Die folgende abermals 1 cm. höher stehende Gruppe, Wird gebildet aus den 4 hell- und mittelroten Dütchen. An 2 zwischen denselben entstandenen Lücken bindet man einander gegenüber die in vorstehender Beschreibung nun folgenden 2 hellroten, verschieden^ bearbeiteten Blättchen. 'VDie nächsten 6 Blatt Fig. 93 stehen abermals 1 cm. höher als die vorigen. Die folgende Gruppe bilden jene 6 Blatt (Fig. 92), von denen 4 hellrot und 2 hell- und mittelrot gedoppelt wurden. Sie werden an der Bindestelle um y 2 cm. tiefer angesetzt. Die in der Beschreibung zuletzt erwähnten drei doppelfarbigen Blatthälften befestigt man knapp unterhalb der vorigen, so dass die dunkle Seite nach aussen gekehrt ist, und dass sie auf die helleren, voranstehenden zu liegen kommen. Ein Kelch (Fig. 12) schliesst die Blüte ab. Eine unentbehrliche Beigabe des OleandertufFs, Fig. 12 der je nach seiner Verwendung 1—3 Blüten haben kann, ist eine reichliche Anzahl von Knospen der verschiedensten Grössen. Die meist entwickelte kann 2 '/ 2 cm. läng und entsprechend breit sein. Man bildet ihren Kern aus einer festen, stumpf zugespitzten Form yon Watte, die man mit tiefrotem Papier überzieht. Ein tiefroter, mit hellrotem Papier unterlegter Streifen, von welch’ letzterem ein schmaler Rand hervorsteht, wird, etwas unter der Spitze, von oben nach unten so um die erste Form gelegt, dass er sie zu 3 Viertheilen umkleidet, während ein ebensolcher Streifen, von der zweiten oberen Seite der Knospe ausgehend, den ersteren im unteren Theile einschliesst. Die untere Hälfte der Knospe ist umgeben von 4 gehöhlten Blacthälften (Fig. 92), welche in hell und tiefrot so aufeinander geklebt wurden, dass auch hier ein schmaler heller Rand hervorlugt. Kelch (Fig. 12). Alle kleineren Knospen bildet man durch einen etwas zu ge- Fig. D spitzten Wattekern, den man mit tiefrotem Papier überzieht und Kelch (Fig. 17) hinzufügt 6-8 Knospen, einige Blüteii Und Blätter aMügirt man zuletzt ge s schmachvoll um einen sek frischen pnüVölljg naturgetreuenT’ufthel’Wellen, - fto - Parma-Veilchen, Fig. 94 Das äusserst anmuthige Blütchen stellt man aus blaulila schattirtem Papier her, das in der Mitte des Schnittes in’s grünliche übergeht. Beim Bearbeiten liege die dunklere Seite des Papiers dem Arbeitenden zugekehrt. Zur Bildung der Blüte braucht man 3 Doppelblatt Fig. 94 und 1 Doppelblatt Fig. 95. Von dem ersteren zerlege man eines durch Einschnitte in seine einzelnen fünf Tlieile, und schneide von diesen wieder ein Blättchen der Länge nach in zwei Hälften. Jede der letzteren wird mit der etwas geöffneten Zange stark gerieft und hierauf in der Mitte seiner Länge an den Stiel gebunden, so dass die beiden stark gekrümmten Blättchen dicht nebeneinander sitzen. 2 weitere Einzeltheile rieft man gleichfalls stark, streicht sie hierauf mit dem kleinsten Hohler von oben nach unten, wodurch sie etwas grösser erscheinen als die vorangegangenen Blättchen, bindet sie in ihrer halben Höhe neben diese wonach die 4 einen ziemlich rnndenKern bilden. Die letzten 2 Einzeltheile werden mit noch weiter geöffneter Zange stark gerieft, Fig. 12 Fig. 95 der erstere an der unteren Spitze hinter die 1 kleinsten Blättchen, und das andere ihm gegenüber befestigt. Das folgende Doppelblatt Fig. 94 bleibt ganz und wird auf seiner helleren Seite in Theil a mit tiefer Falte gerieft. Die Theile b und c rieft man mit offener Zange, wendet hierauf das Blatt um und rieft die noch übrigen beiden Theile d und e, also auf der dunkleren Seite. Nachdem das Blatt abermals gewendet wurde, so das jetzt die hellere Seite nach oben zu liegt, höhlt man alle Einzeltheile an ihrer Wurzel mit dem kleinsten Hohler, kehrt das Blatt um, aber beim Anschieben mit der dunkleren Seite nach oben und drückt es leicht an den Mitteltheil. Hier, wie bei allen folgenden Blättern beachte man, dass die Einzelblätter stets die Lücken der voranstehenden decken. In derselben Weise wird das folgende Doppelblatt Fig. 94 bearbeitet, und angeschoben, nur rieft man den ersten Tlieil desselben, mit Weglassung der tiefen Falte, einfach wie die übrigen Theile. Zuletzt folgt ein Doppelblatt Fig. 95, das in den Einzeltheilen auf der hellen Seite geädert, und in ihren Wurzeln gehöhlt wurde. Beim Anschieben wendet man das Blatt, so dass hier, wie bei allen übrigen Blättern die dunklere Seite an der Oberfläche der Blüte erscheint. Ein doppelblättriger Kelch, Fig. 12, vorher gehöhlt, schliesst die Blüte unten. Feiner Schlauch umkleidet den Stiel, der in seinem oberen Theil wellig gebogen wird. Pelargonie Ein rosa Blütenblatt (Fig. 39) wird in seinen 6 Blattheilen mit der Pincette gerieft, hierauf geviertelt, mit Schlinge angebunden, unten geleimt, worauf man noch ein zweites, gleichfalls gerieftes Blatt desselben Schnittes anschiebt. Durch gehöriges Andrücken wird das Blütchen noch etwas rundlich geformt und verkleinert und der Stiel mit moosgrünem Papier umwickelt. Um die Knospen herzustellen, bindet man ein rundlich geknülltes rosa Blättchen an den Stiel, leimt, und schiebt einen grünen Fig. 39 Fig. 38 Kelch (Fig. 38) an, ans dem das rote Köpfchen etwas hervorguckt. 9 Blüten nebst 4 Knospen werden sodann an 5 cm. langen Stielen doldenartig znsammengebunden und gleichzeitig damit an einen dicken Stiel, welchen man zuletzt mit einem Streifchen moosgrünen Papier umwickelt. Ö "Pfingstrose (verbesserte). Durch kräftige Fülle in Blüte und Blatt ausgezeichnet, ist die Pfingstrose namentlich in der Form des natürlichen Strauches nachgebildet, ein überaus friscli wirkender Frühlingsschmuck für Zimmer. Farbe tiefrot, noch schöner blaurosa in naturgetreuester Schattirung. Um ihre Anfertigung zu erleichtern, liegen die Blätter im Schlag bereits vorbereitet, je ein helles auf einem dunklen. Das Höhlen geschieht stets auf dem letzteren. Um eine sattere Färbung der rosa Pfingstrose zu erzielen, verwendet man für alle Blätter eine blaurosa Einlage, und zwar Fig. 96. Die Mitte der Blüte besteht aus einem tiefroten, zusammengedrückten und mehrfach eingeschnittenen Stückchen Papier, das mit Schlinge an einen stärkeren Stiel befestigt, und von einem Büschel gelber Staubfäden umgeben wird. Vom Schlag Fig. 97 trennt man jetzt 3 der 8 Rundtheile durch Einschnitte an ihren Punkten a b bis zum f Mittelpunkt c. \ Vom ersten dieser Theile werden 2 Doppelblatt gelöst, in je 2 Längshälften geschnitten und mittelst Kleienpolster und Höhler stark bearbeitet. Ein anderes Doppelblatt höhlt man an den oberen Blatträndern nach verschiedenen Seiten, bricht es von der Spitze aus bis über die Mitte hinauf in die Länge zusammen und höhlt es stark am Bug entlang. 5 weitere Doppelblatt werden vollständig in die Hälfte gebrochen und stark gehöhlt, während man die folgenden 16 Doppelblatt mit einem grösseren Höhler bearbeitet, und einen Theil davon theils ein- theils zweiseitig kräuselt. Wie vorher bei Fig. 97, so trennt man jetzt durch entsprechende Schnitte von 98 gleichfalls 3 Theile und löst hiervon 30 Doppelblatt, von denen 15 mit einem grösseren und die anderen mit dem grössten Höhler bearbeitet werden. Hiervon rundet der kleinste Höhler 2 Doppelblatt an den oberen Blattheilen a b zweiseitig, während man einige andere Blätter verschiedenartig kräuselt. Bei Zusammensetzung der Blüte umstehen die Mitte gleichmässig die vier erstbeschriebenen Blätter, worauf das folgende einzeln mitten zwischen die Staubfäden geschoben wird. — Regelrecht weiter gebunden —* 5G — Fig. 98 folgen nun in der Runde alle übrigen Blätter, zuletzt die mit der weitesten Höhlung. Besonders voll erscheint die Blüte, wenn bei den äusseren Blattgruppen viele Blätter gleicher Form einander decken. Ein Doppelkelch Fig. 99, in allen Theilen gehöhlt und leicht angeklebt, bildet den Abschluss. Halberschlossene Blüte. Mitteltheil wie bei der grossen. Von Fig. 98 schneide man wie oben 2 Theile heraus, breche vier Doppelblatt der Länge nach in der Mitte zusammen, höhle sie mit dem zweitkleinsten Hohler stark von oben nach unten und hierauf am oberen Rand mit dem kleinsten Höhler. 3 weitere Doppelblatt runde man, ohne sie zusammenzubrechen, mit einem noch grösseren Höhler stark von oben nach unten und hierauf den oberen Rand mit dem kleinsten Höhler. Die 3 folgenden Doppelblatt bedürfen zu ihrer starken Bearbeitung des zweitgrössten Höhlers. Das letzte Blatt erhält im oberen Theil einen kräftigen Druck ^ mit dem kleinsten Höhler an der einen, und nachdem man das Blatt gewendet, an der anderen Seite., Die letzte Gruppe! besteht aus 6 Blatt,! die man mit dem grössten Höhler rundet, und willkürlich kräuselt. Bindart wie bei der offenen Blüte. Zur Herstellung der Knospe lässt man nur die erste Blattgruppe der halboffenen Blüte weg, und macht durch entsprechend starkes Höhlen, dass die übrigen Blätter fest über den Staubfäden Zusammenschlüssen. Kelch wie oben, Fig, 99 Pfirsichblüte. 3 einzelne Blättchen (Fig. 100) werden gehöhlt und gleichmässig vertheilt um den Stiel gebunden, an welchem einige, gelbe Staubfäden sitzen. Nun nehme man ein Blatt (Fig. 10 1) fasse es an einem Ende V 4 cm. breit in die Zange und drehe es herum, wodurch es sich leicht lockt. Es darf jedoch nicht so fest geschlossen sein, wie z. B. das Blatt des Schneeball. Nachdem 5 der so zubereiteten Blättchen gut vertheilt hinter die ersten gebunden, wird geleimt, ein Kelch (Fig. 12) angeschoben und die Blüte ist fertig. Ebenso macht man die Knospen, nur mit dem Unterschiede, dass die 5 äusseren Blätter wegbleiben. Mit wenigen grünen Blättern \ gemischt werden nun Blüten und Knos- / pen sehr kurzstielig an lange Natur- / zweige gebunden und an diese kleine L Nebenzweige befestigt. C Fig. 100 Fig. 101 Fig. 12 Primel. In der Mitte eines goldgelben, dreifachen Blattes Fig. 87, mache man einen krenzweisen Einschnitt, wie es Fig. 103 zeigt, und streiche jeden der 5 Blattheile kräftig mit der geschlossenen Zange. Die Mitte der Blüte bilden 2 ein cm. lange Staubfäden, um welche ein goldgelber Röhrentheil, dicht anschliessend gebunden wird. (Fig. 102 ander schmalen Seite). Fig. 87 Seine Seitenränder klebt man soweit über einander, dass das Blättchen jetzt eine gleichmässig dünne Röhre bildet. Dieselbe wird am oberen Aussen ran de geleimt, um das Blütenblatt zu halten, das man jetzt an- und bis ganz hinauf schiebt. Ein maigrünes Blatt Fig. 59 bildet die sich nach oben erweiternde Hülle, die den Röhren- Fig. 102 theil umschliesst. In die erste Zacke zwickt man vorher ihrer ganzen Länge nach eine Falte, lässt dieselbe nicht aus der Zange, sondern nimmt in gleicher Weise nacheinander die übrigen Zacken dazu und leimt die auf diese Weise faltig gemachte Hülle an ihrer unteren Spitze rings um den Stiel. Die oberen Spitzen reichen bis zur Blüte hinan. Das faltige Dütchen wird im unteren Theil durch Hineinstossen mit der geschlossenen Zange etwas ausgebaucht, und der Blütenstiel maigrün umwickelt. Kleinere und grössere Knospen erzielt man durch Zertheilen des Blütenblattes in je einen zwei- und einen dreiblättrig zusammenhängenden Theil. Bearbeitung wie oben, worauf der Knospentheil etwas zusammengefaltet und ohne Staubfäden angebunden wird. Ohne Röhrentheil umschliesst dicht unterhalb der Faltentheil den Stiel. Die Naturtreue des Pflänzchens erhöht es, wenn man durch Anbinden der Faltentheile allein, die man oben etwas zusammen drückt, noch unentwickelte Knospen Herstellt. Zu der einzelnen Dolde fügt man etwa 3 Blüten und 4 Knospen der verschiedensten Grösse, und zwar am besten etwas tieferstehend zusammen, umwickelt den gemeinsamen Stiel 6 cm. lang maigrün, fügt hier noch einige andere Dolden und einen Tuff Blätter hinzu. Es empfiehlt sich, erst jetzt mit hochgelber Farbe feine Striche in die unteren Hälften der einzelnen Blütenblättchen zu ziehen, Primula chinensis. Fig. 103 Von besonderem Liebreiz ist die Primula chinensis, eine nicht nur sehr zierliche, sondern auch äusserst verwendbare Blüte. Ihre feine Form erscheint am vorteilhaftesten in weiss, nächstdem in mattem rosa. Ein Doppelblatt (Fig. 103) wird an den äussersten Rändern leicht zusammengeleimt und dann mit dem Stiel der Pincette geädert, so dass sich die Einzeltheile leicht krausen. Man legt hierauf das Blatt auf die andere Seite und rundet mit dem kleinsten Höhler einzelne der oberen Blattheile, jedoch in nicht ganz regelmäßigen Entfernungen, sondern etwa in den Theilen a, b, c, d, e, wie es die Zeichnung Fig. 103 an deutet. Das Blatt wird hierauf abermals gewendet und die noch nicht gehöhlten Blatt- theile gerundet. An den Stieldraht lege man jetzt einen feinen, gelben Staubfaden dicht unter seinem Köpfchen, umwinde ihn sammt dem Stiel 1 cm. abwärts mit Bindedraht und binde ein maigrünes Blatt (Fig. 28) mit seiner geraden Seite a etwas faltig rings um den Stiel. Das nach oben zu ein wenig erweiterte Dütchen leimt man an den oberen Ecken zusammen und schneidet es an der Oeffnung gerade. Der innere Theil des Dütchens wird nun ein wenig geleimt, und das Blatt (Fig. 103) gerade auf die offene Mitte der Düte gelegt, nachdem vorher seine bei f in der Zeichnung gegebenen Einschnitte durch die Zange so auseinander gebogen Fig. 28 60 wurden, dass sie sich beim Auflegen des Blattes an die obere Innenwand der Düte legen, wo sie die geschlossene Zange an drückt und festleimt. Die Höhlung der Röhre wird auf diese Weise durch den Theil f hindurch sichtbar und hängt von der sorgfältigen Ausführung gerade dieses Theiles der Arbeit die Schönheit und die gefällige Form der Blüte ab. Ihr Gelingen aber beim ersten Versuch wäre das sprechendste Zeugnis für die Geschicklichkeit einer leichten und sicheren Hand. Ö Ebenso wie vorher das Blütenblatt auf die Röhre, so wird endlich das von seinem Mittelpunkt aus 5-fach eingeschnittene maigrüne Blättchen (Fig. 51) auf die Mitte des auf der Röhre sitzenden Blütenblattes (Fig. 103) gelegt und die durch die Ein- Fig. 51 schnitte entstandenen Theilchen gleichfalls an der zuvor geleimten Innenwand der Röhre durch Andrücken festgeklebt. Zu beachten ist hierbei, dass die fünf maigrünen Innenblättchen hübsch symetrisch auf die 5 grossen Blattheile zu liegen kommen. ■ Der-Schlund der Röhre bleibe auch jetzt sichtbar. '■ v - 1 Sorgfältigste Genauigkeit erfordert die nunmehrige Ausführung des stark entwickelten Kelchtheiles der Blüte, v Da, wo das Röhrenblatt am Stieldraht befestigt wurde, legen sich Daumen und Zeigefinger der Linken fest um den Stiel und geben hierdurch eine ziemlich gerade Unterfläche für das 1 cm. breite Streifchen Watte, das die Rechte von der Bindestelle aufwärts fest um die Röhre wickelt, deren unteres Ende sich bis 1 cm. Durchmesser verdickt, während es sich nach oben stumpf abschrägt. Die so entstandene Form wird durch Nachwinden mit Bindedraht festgehalten und möglichst verbessert. Nachdem dieser Wattekegel geleimt, schiebt man einen gehöhlten und an den Spitzen der 5 Zacken geleimten Kelch (Fig. 104) an und drückt erstere leicht — über der Watte Zusammenschlüssen d — oben an die Röhre, welche ein wenig über den Kelch hervorragen muss. Weit einfacher ist die Anfertigung der halb erschlossenen Blüte. Das Blatt (Fig. 103) wird nur geädert, geviertelt und ohne den Röhren theil mit Schlinge an den Stiel gebunden, worauf einzelne Theile des etwas zusammengedrückt erscheinenden Blumenblattes durch die Zange nach der Mitte geschoben werden, wodurch die Blüte voller wird. Den Kelelitheil bildet man mit Weglassung der Röhre wie oben beschrieben und benützt diese Form auch für die ganz grünen Knospen bei'denen der Blütentheil wegbleibt. Aut Knospen- und Blütenstiele zieht man zuletzt feine Schläuche, stellt 3—4 Stück von ersteren und ebenso viele Blüten bei verschiedenen Stiellängen zusammen und schiebt an ihrem Vereinigungspunkte einen mehrfach eingeschnittenen Kelch (Fig. 104), zwischen und um die einzelnen Stiele. Letzteres giebt sehr naturgetreu den Eindruck eines verkümmerten Blattes. Will man ein Prinmlastöckchen im Blumentopf hersteilen, wo die Blüte am besten zur Geltung kommt, so verlängere man grüne Blätter Fig. 104 - 61 — verschiedenster Grösse, sowie 2—3 Blütendolden in den Stielen, schiebe mittelstarke Schläuche darauf und lasse Blätter und Blüten an der Wurzel vereinigt, aus dem Boden herauswachsen. Neuer Ranunkel. Zu dieser Blüte werden alle dazugehörigen Blätter in rot und grün aufeinanderliegendem Papier verwendet. ; Die Mitte bildet ein, an längerem Stiel' befestigter, maigrün überzogener, kleiner Wattekern. ' Fijr. 52 4 Doppelblatt Fig. 52 werden in ihren Einzeltheilen auf der roten Seite, wie bei der Aster, mit dem Messer seitlich gerollt, und mit dem Eisenhöhler auf derselben Seite lang gestrichen. Das Blatt schneide man auf und klebe es so um die Mitte, dass die einzelnen Theile über letzterer Zusammenschlüssen. Hierauf bearbeite man 4Doppel* blatt Fig. 22 in derselben Weise* Fig. 22 wende sie um, und drücke die Spitzen mit dem Eisenhöhler aus; 2 davon klebe man um die voranstehenden Blätter, die übrigen schiebe man an. Bei allen Blättern wird die Mitte auf der roten Seite mit einem grösseren Hohler ausgedrückt. 2 Doppelblatt Fig. 22 ädere man auf der grünen Seite, worauf die oberen Ränder der Rückseite des Blattes leicht gerollt werden. Bei diesen Blättern ist die rote Seite nach oben gekehrt. Die eben beschriebene Bearbeitung wiederholt sich bei 3 Blatt Fig. 23, 1 Doppelblatt Fig. 23 in moosgrün, nur geädert, mit den Zacken nach abwärts lallend! bildet den Kelch, 62 - Bei halboffenen Blüten verwendet man die gleiche Anzahl Blätter bis auf die äusseren. Zur geschlossenen Knospe gehört ein grösserer Wattekern, so dass sich die einzelnen Blättchen fester anschmiegen können. Reseda. Zum Vorbereiten der Blüte lege man einige dunkelgrün umwickelte elastische Drähte, einige Büschel rotgelbe feine, sowie ein Büschel Staubfäden mit dickeren Köpfen von gleicher Farbe nebst grünen gefranzten Erika-Bändchen zurecht. Etwa 10 Stück 3 / 4 cm. lange feine Staubfäden, von denen die Köpfchen entfernt wurden, werden um das geleimte Ende des Drahtes gelegt und hier mittelst der Zange festgehalten, während die Linke das gef ranzte Bändchen — mit der offenen Seite nach oben — mehrfach um die nochmals geleimten Staubfäden wickelt, bis ein breit- lich gewölbter Büschel von 3 / 4 cm. Durchschnitt entstanden ist. Er bildet den oberen Theil der Blüte. Jetzt trenne man eines der dicken gelben Knötchen mit 1 cm. langem Faden vom Bündel, lege den Draht unter dem Köpfchen an, leime und umwickle beides mit dem Bändchen, dessen Zähne ein wenig über das Köpfchen hinausragen, in schräger Richtung 1 cm. nach abwärts, leime, schneide erst das Bändchen und 1 cm. tiefer den Draht ab. 8 in derselben Weise zubereitete Zweigehen werden jetzt rund und in sanft abfallender Richtung um den Büschel gebunden, der die Kuppe der Blüte bildet. Nun nehme man wieder die feinen Staubfäden zur Hand, schneide einen feinen Büschel, an dem noch die Köpfchen sitzen, 1 cm. lang ab, lege das Ende des Drahtes über die Mitte des Büschels, biege die Spitze des Drahtes abwärts, und die zwei Enden des Büschels, welcher nun in der Schlinge des Drahtes sitzt, nach aufwärts, drücke die Schlinge fest zusammen, leime und lege ein Bändchen an, welches 1 cm. abwärts gewickelt, abgeschnitten uiid angeleimt wird. Erst ein Stückchen weiter unten wird auch der Draht abgeschnitten. Ebenso bereite man noch 7 weitere Zweigehen vor, die mit Seide in jetzt weit stärker abfallender Richtung unter die voranstehende Gruppe gebunden werden. Die nächstfolgende Gruppe besteht aus 10 Zweigehen, die genau den vorher beschriebenen gleichen, nur mit dem Unterschiede, dass die, durch die Drahtschlinge gehaltenen Staubfäden, mit jener Seite, die keine Köpfchen hat, ein wenig über die andere Seite hervorragt. Hierauf wird unten geleimt und ein Sternchen (Fig. 17) angeschoben und angedrückt. * lg - 17 Diese 10 Zweigchen werden so unter die voranstehenden gebunden, dass sie deren Lücken decken. Gruppe IV endlich, auch aus 10 Zweigchen bestehend, hat noch etwas länger liervorstehende Staubfäden,, wird jedoch sonst genau so gebildet lind angebunden wie Gruppe 3. — 63 — Rose Baronin Rothschild. Durch ihre flache, breite Form eignet sich diese zarte Rose besonders für grössere Sträusse. Sie wird ebenso wie die Rose la France in hellstem und hellem rosa Seidenpapier ausgeführt, wobei auch hier die duuklere Seite nach aussen gekehrt ist. 4 Doppelblatt (Fig. 105) verkleinere man an den beiden Seiten in der Weise, wie es Abbildung (Fig. 106) zeigt, höhle sie sodann mit dem zweitgrössten Hohler auf dem Polster und bilde am oberen Rande 4—5 kleine Falten. Bei diesen ersten, sowie bei allen ferner zu verwendenden Blättern, legt man die Spitze b ebenfalls in ein Fältchen. Nachdem ein geknülltes Stückchen Papier als Mitte angebunden wurde, bindet man die 4 Blätter gleiehmässig so darum, dass sie oben fest zusammen- V 105 schlossen und dass je ein Blatt das nächste zur Hälfte deckt. 4 Doppelblatt desselben Schnittes, jedoch nicht verkleinert, bearbeitet man so wie die vorigen. 6 weitere Doppelblatt (Fig. 105), werden gehöhlt und Seite c—d ebenso wie die gegenüberliegende leicht gekräuselt. 11 Blatt (Fig. 106) bearbeitet man unverkleinert wie die vorige Gruppe, nur zwickt man in zwei derselben im oberen Rand feine Fältchen bei den ersten. Bei drei anderen Blättern dieser letzten wird im oberen Rand eine herzförmige Vertiefung ausgeschnitten. ein, wie Fig. 106 Binden der Blätter in derselben Reihenfolge. Rose la France. Den betreffenden Schnitt 107 nehmen wir in zartestem, und in etwas lebhafter gefärbtem Rosa. Von jeder der beiden Nuancen braucht man zur Bildung der Rose ca 12 Blättchen. Das helle und das dunklere Blatt weiden aufeinander gelegt, wobei man das letztere gegen sich zu kehlt. Mit einer Stricknadel wird nun die Spitze des Doppelblattes in schräger Linie bis hinab zu a und c gerollt, und zwar mit so festem Nachdruck, dass das Röllchen genau seine Form behält, nachdem schon die Stricknadel entfernt ist, 64 - Das gleiche Veitahren wiederholt man von der anderen Ecke des Blattes ausgehend. . ... Jetzt bildet die rechte Hand, von der rechten Seite des Blattes' ausgehend, ' kleine« Falten, während die' Linke durch gleichzeitiges Eingreifen und Bearbeiten 'demselben die Form eines unten bauchigen ; und oben . spitzigen Mütz-r.-. Fig, 107 / chens giebt, dessen dunklere — Seite nach aussen gekehrt ist,.. Hat man auf diese Weise - 12 Blättchen geformt, so wird“ ein Stückchen Papier zu einem länglichen Knoten geknüllt und dieser mit Stiel-' draht befestigt, w'orauff das ' erste” Mätzchen so dicht ge-' schlossen um den ; Mittelpunkt ■ v gebunden, wird, „ dass .. vom ..letzteren nichts zu seiien ist. . Rechts von, der Seite, wo r sich das Blatt geschlossen, befindet sich der Theil, den man in voller Breite in das nächste Blatt legt. Dieses wird mit der ' Fläche del 1 linken Hand sanft an das erste Blatt gedrückt, damit es möglichst fest /darafT'schliesst, wenn-man es anbindet. Öen au ’ in derselben Stellung folgen alle übrigen Blätter. Nachdem die Rose unten gum- mirt, wird ein zuvor gehöhltes Kelchblatt von grünem Stoff nach Schnitt 12 und danach ein Wachskelch angeschoben, worauf man einen Gummischlauch über den Stieldraht zieht. Fig. 108 Rose la reine. Man rollt ein Blatt Fig. 109 leicht zusammen, und befestigt es an längeren Stieldraht. Ueber die Bindestelle und höher hinauf, so dass das erste Blatt nur Va cm. sichtbar ist, wird ein Streifen Watte zum festen Kern gewickelt. 2 Doppelblatt desselben Schnittes höhle man, binde und klebe sie, Öen Kein fest umsehliessend, an. • — 65 — 6 Doppelblatt Fig. 109 werden in ihrem unteren Theil gehöhlt, einige davon nach innen gekräuselt, und alle auf die eine Seite der Rose gebunden. Von 8 Doppelblatt Fig. 36, wovon 6 eingeschnitten u. verschieden gekräuselt sind, werden die ersten 4 wieder ziemlich Fig. 96 e i n seitig den anderen gegenüber gebunden. Fig. 109 Fig. 36 ■"\ / In grösserer Ent- \j Fi g . no fernung folgen: V 1 glattes, 2 eingeschnittene, und entgegengesetzt wieder ein glattes Blatt. Man achte darauf, dass die ersten Blätter tief, die anderen allmählig höher stehend gebunden werden. Den Schluss bilden 4 Doppelblatt Fig. 110, von denen 3 zweimal eingeschnitten und verschieden gekräuselt sind. Rose Marie Baumann und Pierre Nothing. Das Innere der lebhaft gefärbten, hellrot schattirten -y Rose M. Baumann bilden 6 Gruppen, welche man f folgen dermassen anfertigt: I 6 Einzelblatt Fig. 35 werden so aufeinander gelegt, ( dass jedes Blättchen mit dem Oberrand um */ 3 cm. über\ das tiefer liegende hervorsteht. \ . Dieses sechsfache Blatt streicht man kräftig mit \ , S der geschlossenen Zange, legt es seitlich leicht in der \ yf Mitte zusammen, streicht es so nochmals mit der Zange \ / uiHi setat hierbei etwas unterhalb des oberen Randes ein. ]/ fig- 35 Bei 3 Blattgruppen wird das Sechsblatt noch ein drittes Mal gestrichen. Man bindet jetzt die ersteren dicht neben einander rings um den Stiel und drückt das Ganze etwas zusammen. 12 einzelne, stark gehöhlte Blatt Fig. 109 folgen, dicht um die Mitte gebunden, welche sie eng umschliessen und etwas verdecken. Den äusseren Theil der Rose bilden 12 Doppelblatt Fig. 110 etwas flacher, also mit dem grössten Fig. 109 Höliler gehöhlt. 7 Blatt hiervon zeigen sich an den oberen Rändern leicht gewellt, und wurden zu diesem Zweck 2 Blatt nach innen und 2 nach aussen gekraust. Weitere 3 Blatt schneidet man mitten am Oberrand etwas ein, und kräuselt sie an dem, dem Schnitt zunächst liegenden Theil, sowie an den Seitenrändern. In dieser Reihenfolge werden die letzten Blätter befestigt Fig. 110 Da die Blätter im Schlag verschiedene Abstufungen von hell und dunkel zeigen, so sei man darauf bedacht, die ersteren als Aussen- seite des Doppelblattes zu benützen. — Die gehöhlte Spinne hängt die Spitzen nach abwärts. Nach obiger Beschreibung arbeitet man aus dunkler schattirtem Rot die leuchtende Rose Pierre Nothing, doch werden hier bei der inneren Blattgruppe die Einzeltheile etwas gelockert. Rose gloire de Dijon und Porzellanrose. Die Farbe der ersteren ist ein zartes, rötlich schattirtes Gelb. Ein 4-fach aufeinanderliegendes Blatt Fig. 111 wird längs seiner Mitte zusammeu- Rose Pierre Nothing. - 1 - **- 67 gebrochen und ein schmaler Streifen an der Bruchstelle nochmals um gebogen. Die Zange fasst jetzt dicht neben dieser Stelle von der unteren Spitze aus 3 / 4 der Blattlänge, schiebt den eingezwängten Theil in Form einer Falte zwischen Daumen und Zeigefinger der Linken und hält sie hier fest. — Ebenso folgt dicht daneben eine zweite Falte. Das Blatt zeigt jetzt etwa die Form eines, seiner Länge nach durchschnittenen, kleinen Löffels. Sein breiter Obertheil wird nun mit der ge- . / schlossenen Zange am Rand entlang, und hierauf in V lg: ' 11 kleinem Abstand ein zweites Mal gestrichen, die dadurch fest zusammengepressten Blättchen vou der Spitze aus sorgfältig durch den Stiel der Zange von einander gelöst, so dass sie danach locker und leicht nebeneinander stehen. Diesen breiten, faltigen Theil drückt man am unteren Ende, also am Beginn seines festen Stieltheils flach zusammen, und biegt die gegenüberliegende Spitze durch Einfassen mit der Zange seitlich leicht um. 4 solcher Gruppentheile befestige man so, dass sie seitwärts nebeneinander stehen, um die Mitte der Rose, welche ein Büschel erheblich tiefer sitzender, feiner gelber Staubfäden bildet. 6 einzelne Blatt desselben Schnittes werden stark gehöhlt, leicht einseitig gekräuselt und in gleicher Höhe mit den Gruppen um die letzteren gebunden. Die folgenden 12 Aussenblätter höhlt man flacher, also mit grösserem Höhler und kräuselt sie, nachdem man ihre letzten drei zuvor eingeschnitten, ganz wie bei der Rose M. Baumann. Geringe Abweichung im Bearbeiten erfährt die bläulich-rosa, zart schattirte Porzellan-Rose. —Auf die 4 Blattgruppen folgen anstatt der obig genannten 6, die doppelte Anzahl Blätter, welche hier nicht gekräuselt werden. Rose Malmaison. Man nehme aus weissem Papier 2 Blätter (Fig. 36) und aus dunkelrosa Papier 1 Blatt (Fig. 96) und lege letzteres, zwischen die beiden ersten, welche sich genau decken. — Dieses Blatt schneide man mitten durch seine Breite, riefe solch eine Hälfte mehrmals, drücke sie sodann in ein festes Dütchen zusammen und binde es mit Schlinge an. 6 ganze Doppelblätter mit Einlage kräusele man am oberen Rande nach ein und derselben Seite bis zu den Punkten a und b, Fig. 36 — 68 — lege dann das obere Glied des rechten Daumens über die Unterhälfte des Blattes, wobei das Gekräuselte nach der dem Arbeitenden abgewendeten Seite des Blattes steht und drehe mit der Linken die Spitze des Blattes nach links zusammen. Gleichzeitig ziehe man die Längsseiten des Blattes abwärts, suche sie während des Drehens etwas zu verkürzen und arbeite gleichzeitig durch Drücken mit dem Daumen das Blatt gut aus, so dass ein schön gerundetes Mützchen entstehe ; dasselbe sei kurz und tief. Indem man diese 6 Blatt jetzt so um die Mitte bindet, dass sttts das Folgende das vorangegangene zu 3 Vierteln deckt, sucht man die Blätter so eng aneinander zu fügen, dass der unten breite Kern der Blüte oben eine etwas geöffnete Spitze bildet, durch welche die Innenblätter ein wenig sichtbar werden. 8 weitere Doppelblatt, von denen nur das erste die Einlage erhält, höhlt man auf dem Kleienpolster mit dem grössten Hohler und zwar am stärksten im unteren Theile, und kräuselt die oberen Theile wie bei den ersten Blättern. Die beiden vorletzten erhalten vorher am Oberrand einen kleinen Einschnitt, das letzte deren aber zwei, worauf die dem Schnitt zunächst liegenden Theile noch besonders gekräuselt werden. Diese 8 Blätter befestige so, dass sie sich stets zur Hälfte decken etwas loser um die voranstehenden. In derselben Weise wird die gelbe Rose maréchal Niel gearbeitet. Fig. 96 Rose Paul Neyron, Wohl die prachtvollste ihrer Art ist die bläulich rosa gefärbte Rose Paul Neyron. Die Lage ihrer inneren Blätter ist völlig ungleichartig, wesshalb man gut thut, neben dem schriftlichen Fingerzeige zu ihrer Anfertigung ein natürliches oder künstliches Modell zu benützen. Die Mitte der Rose bildet ein Büschel dicker gelber Staubfäden, um welche man 2 hellrosa, geknüllte Stückchen Papier bindet, aber so, dass erstere nicht ringsum davon umschlossen werden. 1 Doppelblatt (Fig. 105), wie alle folgenden Blätter desselben Schnittes aus hell- und mittelblaurosa bestehend, wird nun auf ein zweites Doppelblatt gelegt und sodann mit diesem zusammen in der Richtung a—b leicht zusammengebrochen, worauf das Blatt seitlich längs c—d mit der Zange noch einmal leicht umgebogen wird. So zubereitet, wird dieses doppelte Doppelblatt auf ein mit Kleie gefülltes Polster gelegt und in der Mitte von oben nach unten ziemlich stark mit dem kleinsten Höhler gestrichen. 2, so vorbereitete Blätter, werden nun nebeneinander so um die Mitte gebunden, da^s das erste Blatt d?n Baum näcljst d^n Staubfäden Fig. 105 ausfüllt, den die geknüllten Papierstückchen frei Hessen. Der zuletzt umgebogene Theil c-d liegt dabei nach innen zu gekehrt und die helleSeite der Doppelblätter ist wie bei allen dieser Rose nach aussen gewendet. Die 10 folgenden Doppelblätter werden nun ganz unregelmässig theils gehöhlt, theils gerieft, ebenfalls in der Richtung a-b leicht zusammengebrochen, seitlich bei a-d umgebogen und wie die vorigen gleichmässig angebunden. Namentlich dieser Gruppe wegen, welche die Natur ganz unregelmässig bildet, empfiehlt es sich, nach einem Vorbild zu arbeiten. 6 stark gehöhlte Doppelblätter desselben Schnittes umschliessen die vorige Gruppe. Nachdem man jetzt 8 Doppelblatt Fig. 106 in hell- und dunkel-blau- rosa an den beiden Seiten um die im Schnitt gezeichneten Breiten verkleinert hat, höhle man sie kräftig und binde sie rings um die vorigen. Die folgenden 8 Doppelblatt Fig, 106 werden bei a Vs tief eingeschnitten und bleiben unverkleinert. Nachdem ihr oberer Rand willkürlich verschiedenseitig gekräuselt, werden sie stark gehöhlt, worauf man sie um die vorige Gruppe bindet. Das Kelchblatt der Rose Paul Neyron ist gross und ihr Stengel, den man zur Verschönerung mit Kautschuk-Dornen besetzt, steif und kräftig, weshalb man sich hier stärkeren Schlauches bedient. Von bester Wirkung ist diese wunderbar schön gefärbte Rose, wenn man sie in mehreren Exemplaren in lange Kelchgläser stellt. Fig. 106 Rose Präsident Carnot, Diese offene, mittelgrosse Rose ist von einem weichen, bläulichen Rot. Ein 6-fach aufeinanderliegendes Blatt Fig. 35 wird von oben nach unten in 2 gleiche Hälften geschnitten und jede derselben 2-mal nebeneinander stark gerieft, welches Verfahren verschrumpfte, längliche Blattg rupp en ergiebt. 3 solcher Gruppen bindet man an einen starken Stiel, so dass sie oben ein wenig zusammenschliessen. 4 Doppelblatt desselben Schnittes werden mit dem zweitkleinsten Hohler durch kräftiges Hin- und Her-I streichen auch an den Seiten ziemlich stark gehöhlt, und dann, gleichmässig vertheilt, rings um den Stiel gebunden, wobei sie einander halb decken. 5, um etwa V 2 cm. Breite verkleinerte Doppelblatt Fig. 109, höhlt man hierauf mit dem zweitgrössten Hohler, zwickt an der oberen Mitte ein Fältchen ein, kräuselt 3 dieser Blätter an den oberen Seiten nach innen nach aussen, und bindet sie in dieser Reihenfolge so um die Mitte, dass sie einander theilweise decken. Fig.35 zwei Blatt — 70 — Die folgenden 13 Doppelblatt Fig. 109 weiden, unverkleinert, mit dem grössten Höhler gehöhlt, an beiden Seiten leicht ge- y kräuselt. Bei 3 Blättern zwickt man eine [ Falte in die obere Mitte und bindet sie \ hübsch gleichmässig rings um die halbfertige Rose. Das vierte dieser Blätter bringt eine Unregelmässigkeit, indem es zur Hälfte von der Seite her mit der Zange nach innen gebogen wird. Das letzte Blatt siehe Rose Prinz Rohan Rose Prinz Rohan. Die offene, halbgrosse Rose wird in dunkelstem, f \ schattirtem Rot ausgeführt. I \ 4 Blatt Fig. 35 werden so aufeinandergelegt, \ ldass sie sich nicht genau decken, sondern dass jedes \ /Blatt etwa V 4 cm. tiefer abwärts liegt als seine Unterlage. \ y Dieses 4-fache Blatt höhlt man sodann auf dem \. Kleienpolster mit dem kleinsten Höhler stark durch die \ yS Mitte vom oberen Rand zur unteren Spitze hinab und \y # dreht hier die zusammengeschrumpft erscheinende 1/ Fjg. 35 Bi a ttgruppe fest zusammen. Solcher Gruppen bereite man vier. Die erste derselben wird hierauf mit Schlinge an einen starken Stiel gebunden, und die zweite in gleicher Richtung und Höhe dicht daneben. — Ihnen gegenüber befestigt man die anderen beiden Blattgruppen so, dass ihre offenen Seiten sich zugewandt sind, worauf man sie durch Nachdrücken mit der Hand einander so nähert, dass sie ein wenig in einander hineinschliessen. 4 Doppelblatt Fig. 109 werden nun in ihrem Umfang um so viel verkleinert, wie es Fig. 109 angiebt, und hierauf mit dem zweitgrössten Höhler gehöhlt. Das erste und zweite dieser Blätter befestigt man so, dass es je »ine der stehenden Blattgruppen ziemlich umschliesst, zu welchem Zweck die Seitentheile mittelst der Zange ein wenig zwischen ‘die Gruppen geschoben werden müssen. Ein drittes Doppelblatt wird hierauf in der Weise angebunden, dass es das vorangegangene zur Hälfte deckt, während das letzte Blatt so auf das dritte zu liegen kommt, dass dieses eine um '/, cm. seitlich hervorsteht. 4 Doppelblatt des unverkleinerten Schnittes Fig. 109 höhlt man ebenso wie die vorigen, kräuselt die oberen Seitentheile ein wenig, bindet das erste Blatt nochmals einschliessend, jedoch etwas höher, um die bereits eingeschlossene erste Gruppe, befestige das zweite Blatt etwas seitwärts hinter das vorangegangene und tliue ebenso mit den nächsten zwei Blättern bei der daneben stehenden Gruppe. Die Rose erscheint bis jetzt ziemlich einseitig ausgeführt, welcher Eindruck bei ihrer Fertigstellung nur hinsichtlich des inneren Theils zurückbleibt. 11 Doppelblatt, mit dem grössten Höhler gerundet und an den oberen Sgit§n leicht gekräuselt^ werden p.ndjjch willkürlich sn unt dffU Mjfteltjiej] Fig. 109 — 71 — gebunden, dass sich die Rose hübsch rundet. Damit die ersten 4 Blätter noch etwas mehr anschliessen, zwickt man an der oberen Mitte einige Fältchen ein. Die letzten 3 Aussenblätter werden nicht nur an den Seiten, sondern auch oben gekräuselt; das allerletzte Blatt schneidet man am oberen Theile zu beiden Seiten '/ 2 cm. tiet ein. Ein mittelgrosser, gehöhlter Kelch, dessen Spitzen nach abwärts hängen, schliesst die Rose ab. Rose Ulrich Brunner. Ein Doppelblatt Fig. 110 biegt man zur Hälfte zusammen, rieft es stark, und befestigt es an längerem Stieldraht. 3 Doppelblatt Fig. 36 werden zu Mützchen geformt, wie bei der Rose Mal- maison, und, oben zusammenschliessend, um das erste Blatt gebunden. Fi<>•. 36 Fig. 110 Man zwicke mit der Zange die Spitze der entstehenden Rose ein, und mache eine Drehung damit. 3 Doppelblatt Fig. 110 höhlt man mit einem grösseren Hohler, jedoch mehr nach der Wurzel zu, und binde sie willkürlich um die voranstehenden. 4 Doppelblatt Fig. 36 werden mit dem grössten Hohler stark nach unten zu gehöhlt, eines davon bleibt ganz glatt, 2 werden eingeschnitten, und 2 einseitig gekräuselt, eines nach innen. 4 Doppelblatt Fig. HO genau so bearbeitet, binde man wie alle Blätter beliebig an. Die halbgrosse Rose wird in derselben Weise angefertigt, doch verwendet man von allen weniger Blätter. Schierling. Zur Herstellung dieser Blüte verwendet man gesteiftes cremefarbenes Garn und Gries. Ein Büschel von etwa 25 Fäden, wird in verschiedener Höhe, bis zu 1V 8 cm, angebunden, die einzelnen Fäden in Leim und hierauf in Gries getaucht. Man bilde einzelne Blütenbüschel und zwar für eine mittlere ppl^e J O kl$n$ und lg grössere. Fig, 112 Um dieselben herzustellen, lege man dazu etwa 7, 1—3 cm. lange Garn-Fäden nebeneinander, und zwar so, dass die längsten in der Mitte, zu beiden Seiten abstufend, die kleineren liegen. Ein 10 cm. langer Garn-Faden wird 3 cm. von einem Ende entfernt um die Mitte der 7 Garn- Stückchen geschlungen und das überstehende Ende mit dem übrigen Theil fest zusammengedreht, so dass die Garnfäden fest sitzen. Letztere zupfe man auseinander, tauche sie in Leim und Gries, UDd klebe unterhalb des Blütenbüschels ein mit der Zange gestrichenes, grünes Deckblatt Fig. 112 an. Die so vorbereiteten Theile werden mit Seide um die Mitte zur flachen Dolde gebunden, und zwar die kleineren zuerst. Den Abschluss bilden 5 grosse Deckblatt Fig. 113, die ebenfalls mit der Zange gestrichen wurden. Fig. 113 Schneeball. Die Blüte erfordert zu ihrer Herstellung 16 Blätter (Fig. 114) und löst man zu d eren gleichzeitigen Bearbeitung ungefähr so viel, d. h. etwa ein Drittel vom Schlage. Nun fasst man mit der Zange der Pin- cette 1 cm. breit von oben in die Mitte des Schneeballblattes u. dreht es mit festem Griff einmal um sich selbst herum, während Daumen und Zeigefinger der linken Hand fest auf den gedrehten Theil drücken. Zieht man nun die Pincette aus dem so bearbeiteten Blatt heraus, so muss dieses in Form eines oben offenen Dütchens stehen bleiben. Dieses Verfahren wiederhole man mit allen Theilen im Schlage. Nun fahrt man mit dem Stiel der Pincette von der Seite zwischen die einzelnen Blättchen und löst alle vorsichtig von einander, wobei die Finger stets nachhelfen müssen. Die erst festen Dütchen werden dadurch in leicht gelockte Blättchen verwandelt. Man viertle jetzt 4 einzelne Blättchen, d. h. man biege sie erst in die Hälfte und dann noch einmal in die Hälfte zusammen. Fig. 114 Das erste so gefaltete Blatt wird nun mit Schlinge an Stieldraht gebunden, hierauf das zweite, dritte und vierte Blatt immer auf das vorangehende. Der mittlere Theil des Schneeball ist jetzt fertig und man schneidet den Bindedraht ab. Hierauf wird unten gummirt und zwei Blättchen auf einmal angeschoben und angedrückt, wobei man zu beachten hat, dass die Löckchen nach oben zu stehen. Nach nochmaliger Gummirung schiebt man in gleicher Weise 5 Blättchen und nach letzter Gummirung endlich 5 Blättchen an, welche jetzt mit den Löckchen nach abwärts gerichtet sind. Der Schneeball ist nun fertig und muss flockig und möglichst rund aussehen. Auf seinen Stiel wird Gummischlauch gezogen und endlich die Blüte nebst Blättern an einen Naturzweig mit Bindedraht befestigt. Diese Stelle bekleide man sorgfältig mit einem Streifchen Guttapercha, Schneeglöckchen, Ö Von Fig. 100 werden 3 Blättchen aus weissem Papier gehöhlt und mit dem spitzen Ende um den Mitteltheil gebunden, an dem einige kurze gelbe Staubfäden sitzen. Ebenso höhle man hierauf 3 Blatt (Fig. 115), streiche sie mit geschlossener Zange von der stumpfen Spitze nach der gegenüberliegenden durch die Mitte des Blattes und fahre sodann mit dem Stiel der Pincette längs des Blattrandes hin, so Fig. 100 dass eine Furche rings um das Blatt entsteht. Die erhabene Seite nach aussen gekehrt, werden die 3 Blättchen jetzt hinter die ersten gebunden, da, wo deren Seiten sich berühren. Ein Wachskelch schliesst das Glöckchen unten ab, dessen Stiel mit feinem Schlauch überzogen wird. Dicht unter dem Kelch biegt man die Blüte mittelst der Pincette abwärts. Schneerose. In kurzstieligen, dicken Tuff von gelbweissen Blüten und rötlich schattirten Knospen gebunden, bietet diese Blume eine sehr feinfarbige Füllung von kleinen Jardinieren. Um den mittleren, grünen Stempel zu bilden, nehme man 1 Streifchen maigrünen Seidenpapiers, rolle es zum Schnürchen, schneide davon 7 Stück von je 2 cm. Länge, binde diese an den Stiel, und biege sie am oberen Ende in V? cm. Länge leicht nach auswärts. Etwas tiefer sitzen ringsum die Köpfchen von etwa 30 hellgelben Staubfäden. Dieser Mitteltheil wird von 5 Blütenblättern umgeben, welche gelbweiss und an der Wurzel grünlich gefärbt erscheinen. Die Blätter Fig. 116 werden 3-fach zusammengeklebt und geädert, worauf man bei dreien an ihren oberen Seitenrändern mit der Spitze der Zange eine starke Fi g- J1 # Fig. 115 - 74 — Furche streicht, Nachdem alle Blätter von der Mitte aus mit dem zweitgrössten Hohler nach abwärts gestrichen, kräuselt man das vierte Blatt an den oberen Seitentheilen nach innen, und das fünfte Blatt an der oberen Spitze mit Seitentheilen nach aussen, und bindet alle Blätter hieraufgleichmässig um dieMitte. Unterhalb der Blüte umwickelt man den Stiel moosgrün V 2 cm. lang, bindet hier einen selbstgeschnittenen, etwas geäderten Kelch Fig. 117 aus hellgrünem Kautschukstoff ein, nmwickelt den Stengel, nach unten ihn verdickend, mit Watte, befestigt 1 cm. unter dem Fig. 117 ersten ein zweites Blättchen, und umwickelt endlich den Stiel mit moosgrün. Um eine halbgrosse Blüte herzustellen, höhlt man die Einzelblätter stärker und mit kleinerem Hohler, was den Blütenumfang bedeutend verringert. Ohne jede Schwierigkeit verfertigt man die rötlichen, hie und da. grün schimmernden Knospen, deren grösste man in den Blättern nach Fig. 118, ähnlich wie bei der offenen Blüte, ädert und höhlt. Mitteltheil: gelbe Staubfäden, mit Weglassung des grünen Stempels. Bildung von Kelch und Stengeln wie oben. Fig. H8 Bei den zwei kleineren Knospen, die zum Tuff gehören, verkleinert man Schnitt Fig. 118 ringsum y 2 cm. Nachdem man 2 erschlossene Blüten, eine halbgeöffnete und 8 Knospen verschiedener Grösse zusammen gefügt, bindet man am Vereinigungs- Punkte einige, aus dem erwähnten Kautschukstoffe selbstgeschnittene Blätter, dazu, die etwa die Form eines kleinen Maiglöckchen-Blattes haben. Seerose. Diese zart cremefarbene Blüte setzt sich aus 4 ähnlichen Schnitten verschiedener Grössen zusammen, und sind zu ihrer Bildung je 8 Doppelblätter von jeder Grösse erforderlich. Zunächst werden sie nach einander auf der Gummiplatte gehöhlt, so dass sie sich hübsch runden. Dann viertelt man ein goldgelbes Blatt vom Schnitt der Marguerite (Fig,,86) und binde es mit Schlinge an einen Stieldraht, worauf noch dü zweites gevierteltes hin^Ugefiigt Wird. * je- — 75 — Fig. 86 Um diesen mittleren Theil bindet man jetzt 4 von den kleinsten Doppelblättern (Fig. 119) einander gegenüber und dann nochmals 4 so, dass sie die Ecken der ersten 4 Blätter decken. In gleicher Weise geschieht auch das Anbinden der folgenden 3 Grössen (Fig. 120, 121, 122), wobei nur zu beachten ist, dass die ersten 2 Grössen mit dem runden, die audern 2 mit dem spitzen Ende nach oben gekehrt sein müssen. Endlich nimmt man noch von dickem dunkel- giünem Papier 5 Blätter nach dem Schnitt der letzten Grösse, höhlt sie und klebt sie unten am Stiel fest, auf den zuvor ein Gummischlauch gezogen war. Ebenso wie die offene Blüte wird die Knospe gebildet, nur nimmt man hierzu etwa halb so viel Blätter, höhle sie stärker und suche sie beim Binden möglichst zu schliessen. Eine feine Decorationsblume und geeignet als Füllung von Jardinieren ist die lila schat- ftirte, im natürlichen Original die wohlriechende Seerose. Die reich ausgebildeten Staubgefässe fertige man selbst an, indem je ein gelbes, mit lila Spitze versehenes Blatt von Fig. 22, 23, 24 so bearbeitet wird wie bei der runden Chrysantheme, nur dass hier die Rolle noch fester Zusammenschlüssen soll. Fig. 121 Die Mitte eines jeden Blattes ist danach auf dem Kleienpolster zu höhlen. ' Das Herz einer Marguerite wird nun an einen längeren . Stiel gebunden, unten geleimt und je ein Blatt der genannten Grössen in aufsteigender Nummer, also der kleinste Schnitt zuerst, angeschoben. Jedes Blatt drückt man nach oben, d. i. über dem Herz, leicht zusammen, und biegt die Spitzen der zuletzt an geschobenen Blätter ■ etwas nacli aussen, n 119 120 Fig, 22 ig. m 76 •» Nachdem dieser Mitteltheil fei tig gestellt, bereite man für die äussere Blüte 12 Blätter Fig. 122 vor, welche je dreifach sorgfältig aufeinander geklebt werden. Das 3-fache Blatt liegt jetzt zur Bearbeitung auf der Platte und wird seiner Länge nach durch dieMitte f von der oberen zur unteren Spitze gerieft. Nur Anfangs bleibt hierbei die Zange etwa 1 cm. lang geschlossen, dann lässt man ihre Arme allmählig bis auf '/> cm- Breite auseinandergehen, so dass also eine _ - - - Doppelfurche entsteht. ' Das Blatt wird hierauf auf die andere Seite gewendet, leicht geädert, und an der grünlichen Wurzel 1 Va cm. breit mit dem zweitkleinsten Höhlerbearbeitet. 6 der so zubereiteten Blätt erbinde man gleichmässig um den Mitteltheil, u. decke die entstandenen Lücken durch weiteres Befestigen der übrigen 6 Blatt. 4 grüne Kelchblätter gleichen; Schnittes, auf deren helle Innenseite je ein lila schattirtes Blatt geklebt wurde, ^. ädere man leicht und V lg# höhle sie von der Mitte aus abwärts. — Nachdem endlich ein stärkerer Schlauch über den Stiel bis dicht an die halbfertige Blüte geschoben ward, klebt man die 4 Kelchblätter, gut vertheilt, rings um den Stiel fest, SO dass sie die Blüte Zusammenhalten. Sonnenrose. Von dunkelbrauner Smyrna-Wolle wird an starken Stieldraht ein dicker Pompon gemacht und dieser nach oben zu mit Bindedraht abge- - 77 — bunden, so dass unterhalb des Pompons ein dicker Wollknoten entstellt. Oben schneide man die Wolle aut und scheere sie zu einer glatten Fläche. Nun werden 24 Blumenblätter (Fig. 123) der Länge nach scharf in die Hälfte zusammengebrochen. Nachdem die Blätter voneinander gelöst, weist also das ganze Blatt 3 Falten auf. Fig. 123 Man bilde nun am unteren Ausschnitt des Blattes, an den Stellen a und b bis zur geraden Seite c ebenfalls je eine gleich tiefe Falte, so dass das Blatt jetzt deren 5 hat. In der Richtung dieser Falten mehrfach seitlich übereinandergelegt, sowie es eben die durch das Falten entstandenen Brüche ergeben, nimmt so das Blatt eine schmale Fläche ein. Die 3 Spitzen des Blattes werden» nön oben durch einen Druck mit dem grösseren Höhler wieder breit gedrückt, hierauf an dem einen unteren schmalen Ende geleimt und rings um den Pompon unterhalb des Wollknotens geklebt, wobei wohl zu beachten ist, dass die einzelnen Blätter mit der offenen Seite stets nach derselben Richtung stehen. Endlich wird noch der Wollknoten gehörig geleimt und ein grüner Kelch — der in Fig. 124 im Viertel aufgezeichnet ist — fest in der Hand geknüllt, sodann auseinander gelöst, auf den Knoten geschoben und hier fest angedrückt, worauf man in gleicher Weise ein zweites Kelchblatt folgen lässt. Die Blume liegt während des Anklebens der Blätter auf der glatten Fläche des Pompons und wird dabei am besten durch 2 Stecknadeln auf der Tischplatte befestigt. Ehe die Blume nicht vollständig getrocknet ist, kehre man* sie nicht um, weil so die fllMter'leicht ähMern Schta wird der Pompon rings nahe am Rand mit Leim betuptt u. ein wenig gelbe trockene Farbe darauf gestreut. In leuchtend gelbem Sammt- papier ausgeführt, ist die Sonnenrose in Bouquets von trockenen Gräsern ein überaus schöner und stattlicher Zimmerschmuck. Tubarose. Ihre Mitte bilden 4 gelbe Staubfäden, deren Köpfchen man in Länge 1 cm. erst in Leim und dann in Blütenstaub taucht. 3 davon bindet man 2 cm. lang und den vierten Fig, 124 1 cm. kürzer an den Stiel, worauf man den bestaubten Theil leicht mit der Zange nach auswärts biegt. Die nun zu verarbeitenden Blumenblätter werden alle 4-fach genommen, und zu diesem Zwecke vorher sauber aufeinander geklebt. 2 solche Blatt (Fig. 125) rieft man kräftig zweimal nebeneinander, drückt die untere 1 cm. lange Spitze a mit der Zange zusammen und bindet beide, die ziemlich verkrüppelt erscheinen, willkürlich zwischen die Staubfäden, die etwas tiefer stehen müssen. Die folgenden 2 Blatt (Fig. 126) werden geädert und leicht mit dem zweitkleinsten Hohler gehöhlt, hierauf der Stiel 2 cm. abwärts von der Bindestelle geleimt und das' erste Blatt so um die Mitte geklebt, dass seine Zacken, auswärts fallend, die Staubfäden um 1 cm. überragen. Ein zweites Blatt klebt man in gleicher Weise so um das erste, dass seine Zacken die Lücken des vorigen ausfüllen. 3 Blatt (Fig. 125), ebenso bearbeitet, werden, wieder etwas weiter hervorstehend, gleichmässig um die vorangegangenen geklebt. / Fig. 126 Fig, 125 Fig. 127 1 Blatt (Fig. 127)endlich, in derselben Weise bearbeitet, klebt man in gleicher Höhe mit den vorigen um den geleimten Stiel. Alle Zacken der Blüte fallen nach auswärts. Tulpe (Papageno-). Ein umwickelter Draht wird zu zwei Drittheilen ein wenig geleimt und längs der Mitte des roten Blattes (Fig. 128) gelegt, wobei nur 1 cm. an Spitze a frei bleibt. Ein gelbes Blatt von gleichem Schnitt wird nun so auf das erste Blatt gelegt, dass es — ein wenig verschoben — dieses nicht vollständig deckt, sondern die roten Zacken ein wenig hervorleuchten lässt. Dieses zweite Blatt wird in der Mitte fest auf den geleimten Draht gedi tickt,. Nachdem auch das gelbe Blatt auf der Drahtrippe ein wenig geleimt ist, wird abermals ein rotes Blatt mit nicht genauer Deckung auf das gelbe gelegt und längs des Drahtes an gedrückt, so dass nun das fertig zubereitete 3fache Blatt auf beiden Seiten rot, jedoch gelb gerändert erscheint. Nachdem das Blatt getrocknet, wird es längs des Drahtes in der Mitte zusammengebrochen. Hierauf legt man das Blatt mit dem Drahtrücken in den Bruch eines zusammengelegten Tuches, setzt den Ballen der Hechten auf die Mitte des Blattes, dessen Drahtende unten aus dem Tuche hervorschaut, rafft die Spitze des Blattes im Tuch mit der Linken in Falten und zieht dieselben stark nach links, wiederholt dieses Verfahren bei der gegenüberliegenden Seite, wobei die Hände ihre Thätig- keit wechseln, entfernt das Tuch und biegt das Blatt auf, ohne die Falten zu zerstören. Die Form des Blattes ist eine, namentlich in der Spitze, stark gewölbte. So bereite man 10 Blätter zu. Ein 3 cm. langes, zusammen gerolltes, gelbes Streifchen Seidenpapier wird jetzt an einem Ende viermal ein geschnitten und hierauf die 4 Theile auseinandergebogen. Das andere Ende der Röhre binde man mit Schlinge an starken Draht und sodann in halber Höhe des Röllchens rings um dasselbe 5 der dunkelbraunen, körnigen Staubfäden. Fig. 128 — 80 - Nun werden erst 5, und dahinter in versetzter Stellung abermals 5 Blätter um die Mitte gebunden, so dass die Blüte eine stark ausgebauchte, oben zusammenschliessende Form erhält. Vanille. Von ungemeiner Lieblichkeit dürfte diese zarte Blüte in ihrer Nachahmung als das bis jetzt Gelungenste gelten. Zu ihrer Herstellung benützt man Schnitt 51 in 4 Schattirungen, O und zwar vom hellsten bis zum dunkelsten lila, welch’ letzteres wir zur leichteren Verdeutlichung mit Nr. 4 bezeichnen wollen. 4 einzelne Blättchen dieser letzten Nuance streicht man in jedem Einzeitheile mit der geschlossenen Zange, kehrt sodann i’g- das Blättchen um und vertieft durch Eindrücken mit einem Stecknadelkopf seine Mitte. Das Ende eines 2 cm. langen Wollstielchens wird nun mit der Zange zu einem festen Eingehen zusammengebogen, dasselbe in Leim getaucht, das Blütchen durch die vertiefte Mitte angeschoben und oben ganz leicht über dem Ringe zusammengedi ückt. Genau so fertigt man noch 2 Blütchen an. Je ein dunkles Blättchen klebt man jetzt auf eines der helleren Schattirung, d. i. Nr. 3 und bereite so 3 Doppelblättchen vor. Die dunkle Seite liegt nun zu oberst auf der Platte und die Zubereitung der Blätter geschieht in der gleichen Weise, wie bei den erst beschriebenen, so dass auch diese Gruppe halbgrosse Blüten bildet. 9 weitere Doppelblättchen werden in derselben Schattirung zusammen geklebt, bearbeitet und angeschoben, jedoch am Schluss nicht zusamm en gedrückt. 4 Doppelblatt, hergestellt aus Nr. 3 und 2, bereitet man ebenso vor, wie die letzte Gruppe. Den Schluss machen 2 Doppelblättchen in Schattirung Nr. 2 u. 1. Man merke also wohl darauf, dass bei allen zusammengeklebten Blättchen die hellere Seite im Anschieben nach oben zu gekehrt sein muss. Zusammensetzung : An das Ende eines 4 cm. langen Stieldrahtes gewöhnlicher Stätke bindet man mit dunkelgrüner Seide eine dunkel violette Knospe, deren Stielchen man einen */, cm. lang hei lässt. Knapp unter der ersten befestigt man rechts und links eine zweite und dritte Knospe und wieder etwas abwärts in der Mitte der entstehenden Form ein halbgrosses dunkles Blütchen, dessen Stiel nur ‘/ 3 cm. lang sein darf. Ein zweites halbgiosses Blütchen der helleren Schattirung wird seitlich abwärts daran befestigt. 5 weitere offene Blütchen bindet man jetzt immer weiter abwärts in beliebiger Schattirung, tlieils höher theils tiefer angesetzt, zu einem zierlichen, länglichen, leicht gewölbten Sträusschen zusammen. Ganz ebenso wird ein zweites und drittes Sträusschen hergestellt, doch verwendet man bei letzterem anstatt 5 offener Blüten deren nur 3. Diesen kürzeren Theil bindet man endlich mit den beiden anderen Sträusschen zu einem ungleichseitigen Dreieck an ihren Stielen fest zusammen, und zwar ein jedes */, cm. unterhalb ihrer letzten Blüten. Die sich am Vereinigungspunkte bildende Lücke füllt man mit den übrig; gebliebenen Blüten nebst Knospen aus« 81 Um der nun fertigen Form möglichste Vollendung zu geben, hilft man der Stellung von Blüten und Sträusschen durch vorsichtiges Biegen mit der Zange nach. Die Sträusschen neigen sich mit den Spitzen sanft nach abwärts. Veigelia, tiefer sitzen Ein Do Zacken geh Fig. 129 \ Sie wächst in lieblichen Blütenbtischeln im V'*) Frühjahr am Zierstrauch. Die Blüten er- J / scheinen vom hellen bis in’s dunkelste rosa, * ^Sund die Knospen in tiefrot. ’ Die Mitte der Veigelia bildet ein 4 cm. ■■ —^ langer Staubfaden, dessen Köpfchen in Leim f und dann in Blütenstaub getaucht wird; etwas tiefer sitzen ringsum 5 feine gelbe Staubfäden. Ein Doppelblatt Fig. 129 wird in den einzelnen Zacken gehöhlt und auf derselben Seite bei a bis b und den übrigen Einschnitten mit der Zange in kleine Falten eingezwickt. Hierauf leimt man den Stiel an der Bindestelle und etwas abwärts, klebt den Untertheil des Blättchens rings herum, leimt die überstehende Zacke c bis b und klebt diese Seite auf die gegenüberliegende. Der untere Blütentheil sitzt jetzt dütenartig um den Stengel, während die Zacken des Obertheiles nach aussen fallen, und nur der mittlere Staubfaden etwas über die Blüte hinausragt. Ein Kelch Fig. 17 schliesst sie unten ab. ( y\\ Halboffene Blüten und Knospen, siehe bei Alpenrose, in etwas vei grössertem Maasstabe. Erstere werden jedoch stark Fig. 17 gerieft, damit sie oben gut zusammenschliessen. 2 helle, 2 dunkelrosa Blüten und mehrere Knospen werden endlich mit Blättern gemischt, und in schräg abfallenden Sträusschen zusammengebunden. Veilchen. An den Drahtstiel werden 2 dicke gelbe J Staubfäden kurz angebunden. Nun riefe man ein Doppelblatt Fig. 130 in den einzelnen Blattheilen — und zwar die am oberen Rande y eingeschnittenen in je beiden dadurch entstandenen Hälften bis zum Mittelpunkt. Sodann leime man die Staubfäden, schiebe ein nach Vorschrift präparirtes Blättchen dicht daran, fasse mit Daumen und Zeigefinger der Linken durch das Blatt hindurch die Staubfäden und drücke das Blatt an denselben fest, ohne Rücksicht auf die so entstehende Form. Die Einzeltheile des Blättchens stehen jetzt willkürlich durcheinander und ist es nun die Aufgabe des Arbeitenden, mit Hilfe der Pincette aus dem Gewirr die anmuthige Form des Naturveilchens zu bilden. Dieser Versuch muss vollkommen gelingen, wenn man zuerst nach jenem Blattheilchen sucht, welches im Schnitt 130 mit a bezeichnet ist, Man ziehe es mit Hilfe der Zange aus dem Durcheinander ein wenig heraus, richte es abwärts und gebe sodann in der Reihenfolge, die einem der Zufall bezeichnet, den (ihrigen Blättchen ihre Stellung, ohne sie jedoch sehr aus dem Ganzen herauszuziehen. Die beiden a zunächst gelegenen Theile stelle man rechtwinklig neben a, die beiden folgenden aber a gegenüber, während der verkümmerte Blattheil b gegen den Stiel zu abwärts gezogen wird. Endlich leimt man unten, schiebt den Kelch Fig. 37 an und zieht 2 Zacken davon aufwärts, so dass sie einen Th eil des verkümmerten Theils, der jetzt den Sporn des Veilchens bildet, umschliessen. Vergissmeinnicht. 5 Stück der rötlichen Knospen werden mit Seide zusammengebunden und ihr kurzer Stiel mit grünem Seidenpapier umwickelt. Rings um die Knospen befestigt man nun 5 Stück der grauen, wolligen Knötchen, die zum Tragen des Blütenblactes bestimmt sind und bindet damit gleichzeitig den Stieldraht fest ein. Die Blüten löst man in Doppelblättern vom Schlage Fig. 51 Fjo . 51 und drückt sie leicht auf die zuvor gummirten grauen Knötchen. * Die Mitte des Sternes wird sodann mit gelber, leicht angefenchteter Faibe betupft, und nachdem dem Stengel ein grünes Blatt beigefügt worden, umwickelt man den Stiel mit einem Streifchen moosgrünen Papiers. Fig. 37. Hohler, versieht sie mit oben leicht, theils ein- theils zweiseiti Zwergröschen. Nichts ist geeigneter bei der Festtafel das Couvert des Gastes zu schmücken, als so ein Sträusschen frischfarbiger Zwergrosen. Ebenso beliebt ist ihr Gebrauch für den Cotillon. Den Tutf bilden ein erblühtes zartrosa Röschen, 3 dunkelschattirte halberschlossene und 2 geschlossene Knospen. Zur Herstellung des ersteren bereitet man durch blosses Auf einanderlegen 18 Doppelblatt Fig. 131, wobei je ein dunkleres ein heller schattirtes deckt. 5 derselben werden wie alle Blätter der Zwergrose und ihrer Knospen auf der helleren Seite stark gehöhlt, und am oberen Rand in der Mitte durch die Zange in ein Fältchen gezwickt. Die folgenden 12 Blatt bearbeitet man mit etwas grösserem dem Fältchen, und kräuselt sie Fig. 131 — 83 — Das letzte Blatt wird am oberen Rand rechts und links etwas eingeschnitten und nur nach aussen gekräuselt. Um die Blüte zusammmenzusetzen, faltet man eines der erst erwähnten Blättchen von der unteren Spitze bis gegen die Mitte zu, und bindet es an den Stiel, den es fest umschliesst. Die übrigen 4 Blatt, etwas höher angesetzt, folgen nach Bindeart der Rosen, in kräftigem Kern um die Mitte zusammenhaltend. In derselben Weise bringt man die übrigen Blätter, etwas höher stehend, und zuletzt das eingeschnittene Blatt an. Das fertige Röschen zeigt um den geschlossenen Kern leicht abstehende Blätter der äusseren Krone. Halberschlossene Rose. 7 Doppelblatt Fig. 35 bearbeitet man mit grösserem Höhler, macht bekanntes Fältchen, kräuselt ein Blatt an 2 Seiten nach innen, ein anderes nach aussen, und benützt hierzu besonders dunkel schattirte Blätter. — Zusammensetzung wie bei der offenen Blüte. Reihenfolge der Blätter ist die ihrer Bearbeitung. Ebenso, nur aus weniger Blättern setzt sich die kleinere Halb-Knospe zusammen, doch zeigt das letzte Blatt in der äusseren Decke eine dunkel tiefrote Farbe. Die Mitte einer anderen Art Knospe bildet ein fest gewickelter zugespitzter Wattekern, welchen 5 stark gehöhlte Blatt Fig. 35 eng um- schliessen; man erreicht dies am besten durch leichtes Beieimen der Knospe. — Ebenso leimt man beim Binden zwischen den einzelnen Blättern, deren letztes nach aussen gekräuselt wird. Bei der geschlossenen Knospe legen sich 2 Blättchen dicht um den Wattekern. Letzterer ist bei der kleinsten Knospe rosa überzogen, und bis auf die hervorlugende Spitze von einem dunkel tiefroten Mantel eingehüllt. Die kleinen Kelche der Rosen hängen ihre Zacken nach abwärts. — Die Blüten werden zum Schluss mit einigen feinen, grünen Blättern zum Tuff gebunden, und die mit feinen Schläuchen versehenen, längeren Stiele graziös auseinandergebogen. Schmetterlinge. Erhöhte Natürlichkeit gibt es einem gut gemachten Feldblumen- strauss, wenn sich auf den feinen Gräsern ein bunter Falter wiegt. Letzteren kann man in gefälligster Form aus verschiedenfarbigem Crepe- Papier liers teilen. Das schwierigste bei seiner Anfertigung ist das Ausschneiden der Flügel, da das gefältete Papier gar leicht seine Form verliert. Man thut deshalb am besten, sich bereits ausgestanzter Formen (Schläge) zu bedienen, die man vorsichtig und zwar zuletzt an ihrer Spitze auseinander löst. Fig. 132 und 133 geben für Yorder- und Hinterflügel Grundformen, durch, welche man unverändert den weissen Segelfalter, und den gelben Schwalbenschwanz herstellt, während man sich bei Anfertigung verschiedener anderer Arten durch die Ärmlichkeit des Flllgelsolmittes nach der gegebenen Form richten kann, Fig. 13 j — 84 — Auf ein Streifchen Carton-Papier von IV 2 cm. Breite und 2 cm. Länge, das man der Länge nach in der Mitte zu- sammenbricht, werden die 2 Vorderflügel Fig. 132 einander gegenüber, so auf den Cartonstreifen genäht, dass der Raum zwischen den äussersten Spitzen a und dem Vereinigungspunkt b einen stumpfen Winkel bildet. Damit die Flügel die richtige Form erhalten, drückt man beim Annähen in Linie b c einige kleine Falten, wodurch der Flügel glatt gespannt erscheint. In gleicher Weise werden die Hinterflügel befestigt, welche knapp an die Vorderflügel anschliessen. Einen schwarzen Staubfaden mit gleichfarbigem Köpfchen näht man so zwischen die Flügel auf das Carton - Papier, dass er in Form von zwei Fühlern 2 cm. lang in den erwähnten Winkel hineinragt. Die Puppe, welche für die meisten Schmetterlinge dünn ist, ragt manchmal weit, mitunter gar nicht über die Hinterflügel hinaus. Ein zusammengerolltes Streifchen Watte wird in ein längliches Streifchen Crêpe-Papier von Farbe der Flügel eingeschlagen und die Ränder des Papiers an allen Seiten zum Zusammennähen sauber umgebogen. Gleichzeitig mit Letzterem geschieht das Abbinden des Köpfchens und der verschiedenen Einkerbungen, die man nach einem natürlichen oder künstlichen Modell macht. Fig. 133 Fig. 134 Mit einigen unsichtbaren Stichen wird die Puppe zwischen den Flügeln befestigt das Cartonpapier knapp und in ovaler Form verschnitten und ebenso wie die Puppe gefärbt. Das Malen der Schmetterlinge kann nur nach einem Modell, dann aber von einer des Malens ganz unkundigen Hand geschehen. Man bediene sich hierbei Anreither- Farben, eines nicht zu feinen Pinsels, und / sorge dafür, dass die Farbe nicht zu nass aufgetiagen wird. Um Schmetterlinge bei Blumen-Arran- gements anzubringen, lässt man sie entweder an einem spiralförmig gewundenen, elastischen Draht frei schweben, oder klebt sie in kleineren Exemplaren an der Unterseite der Puppe auf einem schwanken Zweigehen fest. Fig. 135 Fig. 136 Fig. 13± und 135 geben die Vorder- und V J Hicterflügel für die besonders schön gezeichneten, russischen Fig. 137 Bär und Bär-Jungfrau, Fig. 136 und 137 zeigen die Flügelschnitte für den zartfarbigen Bläuling. ANFANG. 4 Das Arrangiren künstlicher Blumen. Wenn ich die neueste Auflage vorstehender Anleitung mit einigen Rathschlägen für das Arrangiren von Blumen begleite, so habe ich hierbei die sichere Emplindung, dadurch eine fühlbar vorhandene Lücke auszufüllen, und so einem allgemeinen Wunsch unserer verehrten Blumenfreunde zu begegnen. Nahm ich doch auf eben diesem Gebiete nicht selten Theil an den Enttäuschungen, die misslungene Arbeiten nothwendig her vorriefen. Da reiht sich in goldschimmernder Jardinieie eine prächtige Blume an die andere, jedoch gedrängt, versteckt, in kümmerlicher Haltung, auf kurzem, steifen Stiel, und demnach unsicher in ihrem Bodeu hin- und herschwankend. Ja, es war nicht hinwegzuläugnen, trotz des grössten Aufwands von Geduld und Geschicklichkeit im Herstellen aller Einzelheiten, blieb der Gesammteindruck dieser Blumen-Schöpfung ein äusserst mangelhafter Da fehlt es vor allem an einer soliden Grundlage von Moos, sodann aber an der richtigen Verwendung von Draht uud im Zusammenhang damit an der sachverständigen Ausführung von Blumenstengeln. Da letztere das Wesen eines jeden Arrangements bilden, lege ich den Schwerpunkt meiner kleinen Abhandlung auf die Art ihres Entstehens. Um ungehindert rasch und leicht eine gehörige Anzahl davon herzustellen, bereite man zunächst eine entsprechende Menge Triebe vor, das sind jene zarten Blätterzweigehen, deren jeder Blumenstengel 1 bis 2 Stück erfordert. Zu ihrer Anfertigung befestigt man 5 bis 7 zur Blütenart gehörige, kleinere, grüne Blättcheu durch kräftiges Einrollen mit moosgrünem Seidenpapier an blankem elastischem Draht und fügt etwa unter dem dritten Blatt eine Blutenknospe ein. Letzteres jedoch nur bei der Hälfte der Triebe. Ueberaus einfach nach diesen Vorbereitungen ist das Herstellen des Blumenstengels, dessen Kern eine Stange kräftigen Eisendrahtes bildet. Letzterer hat nicht nur den oberen, leicht gebauten Theil zu tragen, sondern gleichzeitig zur Aufgabe, sich mühsam seinen Weg durch stark gepresstes Moos zu bahnen und hier festen Fuss zu fassen. Man legt an eine Spitze einen der bereits fertigen Triebe, windet diesen uud damit fasst gleichzeitig eine offene Blüte an den Eisendraht, setzt etwas weiter abwärts ein Nebenzweigehen mit Knospe an und fügt zum Abschluss einige grössere grüne Blätter hinzu. Ist bei diesem Vorgehen namentlich auf sauberes uud sehr festes Einrollen durch das Wickelpapier geachtet worden, so kann es nicht fehlen, dass wir jetzt einen anmuthigen und völlig correcten Blütenstengel in der Hand haben und damit gleichzeitig den Schlüssel zu jedweder Art von Blumenarrangement, das aus nichts weiter besteht, als aus einer Zusammensetzung eben dieser Zweige. Mit diesem Blick hinter die Coulissen wäre eigentlich der Zweck dieser Zeilen und damit ihr Abschluss erreicht, wenn — wenn sich ihm nicht die Vermuthung entgegenstellen würde, dass manch’ zaghafter Anfänger sich gern noch einige Schritte ■weiter auf dem wenig vertrauten Boden einer leitenden Hand überliesse. Die kunstloseste und vielleicht gerade deshalb so anmuthende Art der Verwendung jener Blütenstengel ist es, sie als lose Zweige in grössere Vasen zu stecken, deren Hals zuvor fest mit Moos ausgestopft wurde. Gefälliges Auseinanderbiegen der Zweige, die sich hie und da leicht neigen und nach der Mitte zu ein wenig höher eraporragen, erhöht die Naturtreue des lieblichen Blunie!ischTnuckes!i Nur in seltenen Fällen empfiehlt es sich, diese wie vom Zufall nebeneinandergestellten Zweige in den Blütenarten zu mischen. Schneeballen, die in ihrer schimmernden Weisse nur vom zarten Grün der Blätter unterbrochen, üppig aus ihrem Behälter hervorquellen, geben am besten den Eindruck, als seien sie soeben vom Baume gebrochen. Die augenblicklich beliebteste Füllung der überall gesehenen Stangengläser sind lose Stengel von Rosen, welche, mit dicken Schläuchen, Domen, feinstem Laub, sowie mit Knospen und Trieben versehen, in die hohe Glasröhre gestellt werden, welche die langen Stiele so fest zusammenhält, dass sie des stützenden Mooses entbehren können. Angenehm wird es für viele Freunde unserer Blumen sein, zu hören, dass eine der einfachsten Zusammensetzungen von Blumenstengeln die kunstvoll erscheinenden Spiegelranken sind. Aus irdenem Gartengeschirr, rechts unter der Ecke des hohen Ankleidespiegels spriessen braune Stämmchen, die sich in schlanken Blütenzweigen leicht über die Langseite des Spiegels in die Höhe und von da über seine obere Querleiste ziehen, bald eng an den feinen Rahmen sich schmiegend, bald in schwanken feinen Ausläufern weit hinein über die krystallene Fläche sich neigend. Ehe der imposante Blütenschmuck unser Auge erfreute, lagen seine einzelnen Bestandteile auf dem Tisch vor uns ausgebreitet. Es waren etwa dreissig der beschriebenen Blumenstengel, von denen manche ohne Blüte blieben, ferner ein langer kräftiger Eisendrahr, der genau nach der Form des Spiegels gebogen wurde. (Ausgangspuukt unter der oberen Spiegelecke links, Ende unter der rechten uuteren Ecke). Mit feinem, festem Spagat werden jetzt Stengel auf Stengel in langen, losen Zweigen, immer am Draht entlang, befestigt und die letzten freibleibenden Drähte mit Guttapercha umwickelt. IS ach dem man im Rahmen des Spiegels feine Schrauben angebracht, hängt man die Ranke darüber, biegt die Zweige leicht auseinander und steckt die freigebliebenen Drähte in einen mit Moos ausgefüllten Blumentopf, der sich, wie erwähnt, rechts uuter dem Spiegel auf dem Fussbodeu befindet. * Will man nicht das Bild einer aus der Erde wachsenden Ranke, sondern vielmehr das einer gewundenen BlumeuguirLnde wiedergeben, so wird diese nach gleichen Verfahren, jedoch dichter und breiter gebunden. Einige besonders kräftig corrstruirte Zweige fällen von der rechten oberen Ecke aus bis tief auf die öpiegelnäche hinein. Die Garnirung verläuft in zarten Trieben, an der rechten Langseite des Spiegels bis über die Mitte hinabreichend. An Blüten eignen sich für Spiegelschmuck besonders der frischfarbige Oleander mit dem zierlichen und schmiegsamen Blattwerk, die graziös herabhängenden Trauben des Goldiegens, die jetzt stets rm Vordergrund stehende Chrysantheme mit dem f'eingegliederten Laub und die leuchtende Rose Paul Neyron. Kleinere Spiegelrahmen zieren gar anmuthig Vergissmeinnicht, Heckenrose Edel- weiss, Maasliebchen, Butterblumen oder origineller die feine lila Blüte des Immergrün, dessen Zweiglein sich an der unteren rechten Ecke verdichten, von welcher zwei kleine Farm auslaufen. Unter den gebundenen Stiaussen, deren man für manche Zwecke nicht entbehren kann, möchte ich nur zu einseitigen und nur in Ausnahmelällen zu runden rathen. Abgesehen davon, dass die erste Art ungleich leichter zu binden ist und jedermann gelingen dürfte, braucht mau für letztere eine sehr geübte Hand und besonders gutes Augenmaass, und trotz dieser Vorzüge wird so ein runder Strauss selten lose und duftig. Einfach dagegen ist das Zusammenstellen des einseitigen Bouquets. Im Binden eine oben sich etwas zuspitzende, nach unten allmäklig sich verbreiternde Form beobachtend, ordnet man langstielige Blumenzweige gefällig neben- nnd untereinander jeden, einzelnen am gemeinsamen Hauptstiel festbindend, verwendet für die Mitte grössere, für den oberen Theil und die Seiten zartere Blüten. Erst zuletzt, um etwaige Lücken zu füllen und die Schönheit der Form zu erhöhen, fügt man feinere Garnirungsgräser ein. Besonders anmuthig ist ein Abschluss durch Farm, auf welchen der Strauss zu ruhen scheint. Ein wichtiges Moment und daher wohl zu beachten ist, dass der Funkt an welchem man die Stiele durch Binden vereinigt, ziemlich weit abwärts gedacht wird. Kur so erzielt mau lange Stiele und durch det eit wohl berechnetes Auseiuauderbiegen i!is Fl&nifc des SW««!* 87 Betreffs der Wahl im Zusammenstellen der verschiedenen Blumenarten Öffnet sich dem Blick ein so weites Feld, dass es nur möglich ist, sich hier an Allgemeines zu halten und nur hie und da etwas besonders Hübsches herauszugreifen. Vor allem merke man, dass mit der Verschiedenartigkeit der Blumen die Schwierigkeit wächst, selbe geschmackvoll und ohne jeden Misston in der Farbe znsammenzu- stellen. Wem ein recht bunter Strauss gelingt, darf dies als ein lobendes Zeugnis seiner diesbezüglichen Fähigkeiten ansehen. Wir, mit bescheidenen Mitteln, mischen vorsichtig die mattgelbe Gloire de Dijon mit zarter Vanille und discreter Reseda, das leuchtende Roth der Paul Neyron mit dem frisch blinkenden Jasmin nnd abtönenden weissen Flieder. Rosen nur in zwei, höchstens in drei Farben, und lassen nur im Feldblumenstrauss Gleichberechtigung für alle gelten und unserer Neigung für Buntes die Zügel schiessen. Und selbst hier noch weise Umsicht im Ordnen der Farben. Schlecht passt das zarte Lila der Glocken- zum harten Blau der Kornblume und dem lauten Rot des Mohn. Folgen wir daher der Natur auf ihren Spuren, und dort erzählen sich Mohn- und Kornblume vom bewegten Leben des Kornfeldes ; Butterblume plaudert mit der kleinen Freundin Vergissmeinnicht vom munteren Wieseubach, und an schlanke Farm sich schmiegend, träumt Glockenblume vom Rauschen des fernen Waldes. Und das alles verlangt viele Knospen, denn sie geben dem Strauss die natürliche Frische, die Jugend. Mehr Spielraum für das Zusammenstellen von Farben bieten Jardinièren, indem sie meistens grössere räumliche Ausdehnung nnd ferner verschiedene Seiten haben, so dass sich dem ersten Blick nicht die ganze Fläche darbietet Um eine Jardinière zu füllen, stopfe man dieselbe so fest mit Moos, wie es die Hände imstande sind, wobei man die das Moos zusammenhaltenden Weidenruthen nicht entfernt. Bei Auswahl der Blumen muss vor allem das richtige Grössenverhältnis zwischen Behälter und Inhalt im Auge behalten werden. Man suche sich sodann ein ungefähres Bild von dem vorzunehmenden Arrangement zn machen und skizzire sich durch Einstecken einiger Blumenstengel die Form desselben. So verlangt beispielsweise die ovale Jardinière eine leicht erhöhte Mitte, welche nach allen Seiten zu etwas abfällt. Wie beim Strauss, so dienen auch hier die feineren Blüten nur zum Ausfüllen, während die grösseren den Grundton für Form und Farbe geben. Man vertheile deshalb schon hier vorsichtig und vermeide es namentlich, zu starke und sich schlagende Farbencontraste, wie verschiedenes Rot, zu nahe zusammenzustellen. An sich kräftig wirkende Farben kann man durch Einfügen von vermittelnden Schattirungen geschickt abdämpfen und einem bunten Bild so das Grelle benehmen. Unbesorgt also um zu lebhaftes Farbenspiel, lasse man die satten Farben der Levkoje neben allen Grössen der zarten Porzellan-Rose, den tiefgelb leuchtenden Goldlack neben der vornehmen Blüte des Hybiskus und dem rötlichen Oleander stehen. Droht eine der blühenden Schönheiten zu sehr auf Kosten ihrer Nachbarin zu glänzen, so genügt oft der zartgrüne Schleier des Frauenhaar oder einige Stengel Erika, um die Gefahr glücklich abzuwenden. Als besonders reizende Füllung für Behälter kleineren Umfanges weise ich nochmals anf die voitheilhafte Mischung von Butterblume und Vergissmeinnicht hin. Gar anmutbig auch sind Maassliebchen, von denen man stark zusammengedrückte Knospen knapp über das Moos hervorgucken lässt, ferner Tausendschön, Klee, Primel. Leider gestattet hier weder der Raum noch die Geduld der verehrten Leserinnen all’ das Reizende auch nur zu nennen, das man mit einigen gut gemachten Blumen, mit etwas Laub und den erwähnten kleinen technischen Kunstgriffen zu schaffen imstande ist. Nur einiges nnd durch persönliche Erfahrung als besonders hübsch Befundenes sei erwähnt als Fingerzeig für jene, welche augenblicklich um ein passendes Geschenk verlegen sind und guten Rath nicht einholen können. Rasch herzustellen und für alle Gelegenheiten passend, sind einige, jedoch mit grösster Sorgfalt anzufertigende, Rosen an langen, dornenbesetzten Stielen mit Trieben nnd Knospen, durch eine Goldschnur leicht zusammengehalten. Am geeignetsten : Rosen Gloire de Dijon mit herbstlich gefärbten Laub oder Rose Marie Baumann und Rose Pierre Nothing. Käfer, Thautropfen, letztere vor allem auf den grünen Blättern. "»— 88 Geringe Mühe und kanm nennenswerte Kosten verursacht das sogenannte Heise* bouquet, welches als gefällige Abwechslung zwischen Nippes sowohl, wie als Wand* decoration zu verwerten ist. Drei cremefarbene Riesennelken werden mit ebensovielen Knospen und Blättern dach und lose an langen Stielen zusammengebunden und von einer Manchette aus moos- und maigrünem Seidenpapier umschlossen. Ihre Zipfel ragen zwischen die Blüten hinein und umrahmeu auch die Stielenden, wo sie mit einem Goldfaden festgehalten werden. Zum Ausfüllen von Eckbretten, Blumentischen und Kaminecken besonders geeignet, sind der Natur genau nachznbildende Blumenstöckchen von Levkojen. Roseu, Astern, Reseda, Hyacinthe; als von hervorragender Schönheit seien genannt: Vanille, Primnla chinensis, Löwenzahn. Einen breiteren Raum zu decken, eignet sich vortrefflich ein Plingstrosenstrauch von natürlicher Grösse und Form (6—8 Blüten, ebensoviele Knospen, 8 Dutzend Laub). Ein liebreizender Blütenschmuck, der ebenso anmuthig das helldrapirte Boudoir wie das dunkelgetäfeite Speisezimmer belebt, ist ein Oleanderbium in natürlicher Grösse (Naturstamm mit abgeschnittener Krone, 20 Äste, d. h. besonders lange und kräftig ausgeführte Blumenstengel, die vor ihrer Montirung fest mit Watte und darüber mit moosgrünem Papier umwickelt wurden, 18 Blütenbüschel, 3 Gross Laub). Den bisweilen gehörten Einwand, dass die reichliche Verwendung von Laub Blumenarrangements vertheuere, verweise ich auf Blumenarten, deren Wesen nahezu gar kein Laub erfordert, oder die auch mit trockenen, selbstgepüückten Gräsern nicht nur entsprechend, sondern auch am hübschesten garnirt erscheinen. Feldblumen, Blütenzweige, (Apfel-, Kirsch-, Pfirsichblüte). Zu gleichem Zwecke nehme man für grosse Decorationsblumen wie Gartenmohn und Sonnenrose, weniger das dazugehörige Laub, als das schöne und billige Zanzibargras, das sich leicht spalten und ebensogut steif wie leicht gekräuselt aufs beste verwenden lässt. Wovon jedoch abzurathen. das ist der Gebrauch aller grob ausgeführten und stark glänzenden Laubavten. Abgesehen davon, dass es der täuschendst gelungenen Blume alle Schönheit benimmt, wenn au ihrem Stengel blaugiüne, wie gefärbtes Blech erscheinende Blätter sitzen, so ist auch hier das Billigste das Theuerste, indem solches Laub nach kurzem Gebrauch bricht und keinerlei Säuberung verträgt. Hingegen lohnt ein fein ansgeführtes Stofflaub, das man heute schon zu sehr bescheidenen Preisen kauft, die kleiue Mehrausgabe reichlich, indem sorgsame Behandlung es jahrelang schön zu erhalten vermag, so dass es mehrere Generationen von Stoff- oder Papierblumen überdauert. 89 — Inhalts-Verzeichnis. Seite Alpenrose . 4 Anemone.5 Agabantus.6 Apfelbliite (gefüllte) .7 Aster.7 Azalee.8 Butterblume.9 Camelie.9 Cichorie.10 Chrysanthemum.10 Clematis.14 Cyclame.14 Edelweiss.15 Enzian.15 Fantasiemohn.16 Feldmohn.18 Flatterrose.18 Flieder.19 Fuchsia.19 Gartenmohn.20 Georgine..21 Glockenblume.22 Goldlack.23 Goldregen.24 Goldnessel.25 Granatbliite.25 Haidekraut.25 Heckenrose.2G Himmelbrand.27 Hopfen.27 Hortensia.29 Hyacinthe.29 Hybiskus.31 Immergrün.32 Iris.33 Jasmin.34 Klee.35 Kirschblüte.35 Kornblume.36 Kornblume (amerikauische).36 Kürbisblüte.37 Küchenschelle.37 Levkoje.38 Lilie.40 Löwenzahn.40 Maiglöckchen.42 Malve (gefüllte).43 Seite Malve (leere).44 Märzbecher.45 Marguerite.47 Massliebchen.47 Mimose.47 Monatsrose.48 Monbrezia.48 Narcisse.49 Nelke.49 Nelumbium.50 Oleander . 51 Parma-Veilchen.53 Pelargonie.54 Pfingstrose.54 Pfirsichblüte.57 Primel .58 Priinula ohinensis.59 Ranunkel (neuer).61 Reseda.62 Rose Baronin Rothschild.63 Rose la France.63 Rose Ja reine., .... 64 Rose Marie Baumann.65- Rose Pierre Nothing.65 Rose Gloire de Dijon.66. Porzellan-Rose .... 66 Rose Malmaison. .. . . 67 Rose Paul Neyron.68 Rose Präsident Carnot ....... 69‘ Rose Prinz Rohau ........ 70 Rose Ulricli Brunner.71 Schierling. 71 Schneeball. 72 Schneeglöckchen ......... 73 Schneerose ............ 73 Seerose . 74 Sonnenrose ..76 Tubarose. 78 Tulpe (Papageno). . 7.9 Vanille. . 80 Veigelia .. 81 Veilchen. 81 Vergissmeinnicht. . 82 Zwergröschen .82 Schmetterlinge.83 Anhang: Das Arrangiren künstlicher Blumen.... ..85-