%!0b W. F. Exner. Ausstellungs-Bibliothek. ti-, K. K. GEOLOGISCHE REICHSANSTALT. DER , AUSSTELLUNGS-GEGENSTÄNDE BEI DER 187 3 . ®S5: WIEN. Druck von Leop. & Mor. Deutsch, Lit.-Art. Anstalt. I. SCHULERSTRASSE 3. ■<>\ \ /#6 K, K. GEOLOGISCHE REICHSANSTALT, GATALOG IHRER Ausstellungs-Gegenstände BEI DER WIENER WELTAUSSTELLUNG \tf£ Ao'w WIEIT. Druck von Leo?. & Mor. Deutsch, Liter.-Art. Anstalt I SCHULFRSTRASSF, Nr. 3- Vorwort. Die von der k. k. geologischen Reichsanstalt veranstaltete Ausstellung zerfällt in zwei wesentlich verschiedene Abtheilungen. Die erste derselben umfasst die sämmtlichen von der Anstalt, seit ihrer Gründung durch allerhöchste Entschliessung Sr. Majestät des Kaisers vom 15. November 1849, in die Oeffentlichkeit gebrachten Karten und Druckschriften, also durchwegs Ergebnisse ihrer eigenen Thätigkeit. Angeschlossen ist dieser Abtheilung die Karte eines Theiles von Istrien, in grösserem Massstabe, als Muster der Orginal-Aufnahmen, wie sie im Archive der Anstalt aufbewahrt werden, ferner die von der Anstalt herausgegebene geologische Karte von Wien von Theodor Fuchs und geologische Durchschnitte der Wiener Wasserleitung von F. Karrer. Ein anderes Ergebniss der bisherigen Arbeiten, die ausserordentlich reichhaltigen und für die Wissenschaft werthvollen Sammlungen von Gebirgsarten, Mineralien und Petrefacten des Reiches, die zum grössten Theile bei Gelegenheit der Aufnahmen aufgesammelt, und dann geordnet und bestimmt in dem Museum der Anstalt hinterlegt wurden, konnte der Natur der Sache nach bei der Weltausstellung nicht zur Anschauung gebracht werden. Angelegentlichst aber laden wir Alle, die ein näheres Interesse für den Gegenstand haben, zu dem Besuche dieses Museums (III. Bezirk, Rasumoffskigasse Nr. 3) ein. Die zweite Abtheilung unserer Ausstellung sollte, unserem Plane zufolge, eine möglichst vollständige und nach allgemeinen Principien geordnete Sammlung der in den österreichischen Ländern vorfindlichen nutzbaren Producte des Mineralreiches umfassen. Unsere Aufrufe zur Unterstützung dieses Unternehmens fanden das freundlichste Entgegenkommen im Lande. Viele unserer hervorragendsten Bergbautreibenden, Steinbruchbesitzer und Industriellen, welche sich mit der Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen aus dem Mineralreiche beschäftigen, sandten uns Beiträge für die Sammlungen, Beschreibungen der Vorkommen, statistische Nachweisungen, Pläne und Grubenkarten, für welche wir denselben zum lebhaftesten Danke verpflichtet sind. Dass diese Abtheilung unserer Ausstellung demungeach- tet weit hinter Dem zurück bleibt, was wir angestrebt hatten, findet seine Erklärung in dem Umstande, dass es uns nicht gelang, den zu derselben nöthigen Raum zugewiesen zu erhalten. Kann aber demnach auch von einer Vollständigkeit unserer Sammlungen, die denselben in der That erst ihren wahren Werth verliehen hätte, weiter nicht die Rede sein, so haben wir doch getrachtet, jeden der wichtigeren Erzzüge, jedes der bedeutenderen Kohlenbecken u. s. w. mindestens durch wenige Stücke zu repräsentiren und so ein anregendes Bild von der Menge und Mannigfaltigkeit der nutzbaren Mineralproducte des Landes zu bieten. In gleicher Weise wie die cisleithanischen Vorkommen auch jene aus dem ungarischen Ländergebiete in unserer Ausstellung vollständiger zu vertreten, mussten wir verzichten, nur Einzelnes, das uns zu diesem Behufe freundliehst eingesendet wurde, haben wir unseren Sammlungen angeschlossen. Die zur Erläuterung der Vorkommen mit eingesendeten Karten haben wir alle zur Ausstellung gebracht, die anderen uns mitgetheilten Beschreibungen und Notizen aber werden in den in Bearbeitung begriffenen Publicationen über die nutzbaren Producte des Mineralreiches der österreichisch-ungarischen Monarchie zu deren Vollendung auch die sämintlichen, durch die Weltausstellung gebotenen Daten benützt werden sollen zur Verwerthung gelangen. Auge schlossen an die zweite Abtheilung unserer Ausstellung ist die sehr interessante und lehrreiche selbstständige Exposition der Kohlenwerke des Herrn Heinrich Bitter v. Drasch e-War- tinberg, dem wir für seinen Beitritt zu uuserem Unternehmen zum besten Danke verpflichtet sind. Angeschlossen an die Gruppe der Salze haben wir ferner eine Sammlung* der durch Karl Bitter von Hauer in unserem Laboratorium erzeugten künstlichen Krystalle, deren Verzeichniss von ihm selbst näher erläutert am Schlüsse dieses Cataloges beigefügt ist. Den freien Mittelraum zwischen den beiden Flügeln unserer Ausstellung endlich haben wir zur Aufstellung einer kleinen Suite paläontologischer Schaustücke aus verschiedenen Gebieten und Formationsgruppen der Monarchie benützt. Was die Zusammenstellung der Sammlungen betrifft, so wurde die Ordnung der Baumaterialien durch Herrn Bergrath Heinrich Wolf, jene der Kohlen durch die Herren Bergrath Fr. Foetterle und 0. Feistmantel, die der Erze und Salze von mir und Herrn Dr. 0. Lenz und jene der paläon- tologischen Schaustücke durch Herrn Bergrath D. Stur durchgeführt. Wien, am 18. April 1873. Fr. v. Hauer. I. Abtheilung. Karten und Druckschriften der Anstalt, erstere tkeilweise an der Wand aufgespannt, theils in Portefeuilles. A. Karten. Geologische Uebcrsichtskarte der östcrreichisch- ungarischen Monarchie nach den Aufnahmen der k. k. geologischen Reichsanstalt bearbeitet von Franz Ritter v. Hauer. Gezeichnet von E. Jahn. In Farbendruck ausgeführt in F. Köke’s lithographischer Anstalt. Verlag von Beck’s Universitäts-Buchhandlung A. Hölder in Wien. Masstab 1 Zoll = 8000 Klafter oder 1 : 576.000 der Natur. Die Blätter erschienen in der nachstehenden Reihenfolge: V. Westliche Alpenländer im Jahre 1867. IV. Oestliche Alpenländer X. Dalmatien 1868, I. Titelblatt und II. Böhmen 1869. III. Westkarpathen 1870. IV. Ostkarpathen, IX. Farbenschema 1872. VII. Ungarisches Tiefland, VIII. Siebenbürgen, XL und XII. Paralleltafel der Sedimentformationen 1873. 8 Geologische Uebersichtskarten einzelner Länder, für welche Detailaufnahmen noch nicht vorliegen, aus freier Hand colorirt, und zwar: Tirol auf Grundlage der Generalkarte des Generalquar- tiermeister-Stahes im Masse von 1 Zoll — 4000 Klafter (1 : 288.000 der Natur.) Aufgenommen im Jahre 1857 durch die Herren F. Freih. v. Andrian, Fr. Foetterle, Fr. v. Hauer, F. Freih. v. Richthofen und H. Wolf. — Die Aufnahmen beschränkten sich zumeist auf die der Centralkette im Norden und Süden anschliessenden Gebiete der Sedimentformationen, während für die krystallinischen Gebilde dieser Kette selbst die früheren Aufnahmen des geognostisch-montanistischen Vereines für Tirol und Vorarlberg beibehalten wurden. Dalmatien, Auf Grundlage der Strassenkarte (Massstab 1 Zoll — 6000 Klft. oder 1 : 432.000). Aufgenommen 1862 durch die Herren Fr. v. Hauer und G. Stäche. Mähren und Schlesien. Auf Grundlage der Specialkarten des Generalquartiermeister-Stabes (Massstab 1 Zoll = 2000 Klft. 1 : 144.000). Aufgenommen in den Jahren 1852—60 für den Werner-Verein zur geologischen Durchforschung von Mähren und Schlesien durch L. Hohenegger, Prof. Dr. A. E. Reuss und die Mitglieder der Anstalt F. Foetterle, M. V. Lipoid und H. Wolf. Galizien und die Bukowina. Auf Grundlage der Strassenkarte Massstab 1 Zoll 6000 Klft. 1 : 432.000. Aufgenommen 1859 durch die Herren F. Freih. v. Andrian, Fr. Foetterle, D. Stur uud H. Wolf. 9 Siebenbürgen. Auf Grundlage der Generalstabs-Ge- neralkarte 1 Zoll = 4000 Klft. 1 : 288.000. Aufgenommen 1859 und 1860 durch die Herren Fr. v. Hauer, F. Freih. v. Richthofen, G. Stäche und D. Stur. Banat. Auf Grundlage der Generalstabs-Generalkarte 1 Zoll — 4000 Klft. 1 : 288.000 der Natur. Aufgenommen 1860 durch die Herren Fr. Foetterle und H. Wolf. Croatien auf Grundlage der Strassenkarte, i Zoll = 6000 Klft. 1 : 438.000 der Natur. Aufgenommen 1861 und 1862 durch die Herren Fr. Foetterle, F. Stoliczka, D. Stur und H. Wolf. Geologische Spccialkartcn, aus freier Hand colorirt; alle, bei welchen keine besondere Bemerkung in dieser Beziehung beigefügfc ist, auf Grundlage der Generalstabs- Specialkarten im Massstabe von 1 Zoll = 2000 KIP. 1 : 144.000 der Natur. Böhmen in 38 Blättern. Aufgenommen in den Jahren 1852 bis 1863 von den Herren F. Freiherr v. Andriau, J. Czjzek, F. v. Hoch- stetter, J. Jokely, F. v. Lid), M. V. Lipoid, K. M. Paul, K. Peters, H. Wolf und Y. v. Zepharovich. — Das Gebiet der Kreideformation revidirt 1869 durch Herrn U. Sclilön- bacb. Oesterreich ob und unter der Enus in 29 Blättern. Aufgenommen in den Jahren 1851—53 durch die Herren J. Czjzek, Fr. v. Hauer, J. Ku de matsch, M. Y. Lipoid, K. Peters, H. Prinzinger und D. Stur. — Eine Revision des die Kalkzone der Alpen umfassenden Gebietes, durehgeführt in den Jahren 1863 und 1864 durch die Herren M. V. Lipoid und D. Stur, und eine solche des Salzkammergutes im Jahre 1869 durch E. v. Mojsisovich. Salzburg in 13 Blättern. Aufgenommen 1852 und 1853 durch die Herren M. Y. Lipoid, K. Peters, H. Prinzinger und D. Stur. Nord-Tirol. Bisher vollendet 7 Blätter. Aufgenommen 1869—72 durch die Herren E. v. Mojsisovich, M. Neumayr, J. Niedzwiedzin und GL Stäche. Steiermark und Illyrien 36 Blätter. Das Herzogthum Steiermark nach den von dem geognostisch- montanistischen Vereine in Graz veranlassten Aufnahmen. Die anderen Theile: Kärnthen, Krain, Istrien u. s. w. aufgenommen 1854—59 durch die Herren Fr. Foetterle, M. V. Lipoid, K. Peters, G. Stäche und D. Stur. Ungarn, der nordwestliche Theil, umfassend 42 Blätter. Auf genommen 1863—69 durch die Herren F. Freiherr v. Audrian, Fr. Foetterle, Fr. v. Hauer, M. V. Lipoid, E. v. Mojsisovich, M. Neumayr, G. Stäche, D. Stur, Fr. v. Vivenot und H. Wolf. Slavonien und die croatisch-slavonische Militärgrenze 4 Blätter, im Masse von 1 Zoll = 4000 Kl ft. 1 : 288.000. Aufgenommen 1869—72 durch die Herren Fr. Foetterle, K. M. Paul, U. Schlönbach, D. Stur, E. Tietze und H. Wolf. Bukowina, der südliche Theil, bisher vollendet 3 Blätter. Auf Grundlage der Kummersberg’schen Karte, Massst. 1 Zoll = 1600 Klft. 1: 115.200. Aufgenommenl872 durch die Herren J. Niedzwiedzki K. M. Paul und D. Stur. 11 Karte eines Tlieiles von Istrien als Muster der Originalaufnahmen der Anstalt, ausgeführt von Dr. GhWo Stäche. Als Grundlage dienen photographische Copien der Originalaufnahmen des Generalquartiermeister-Stabes im Masse von 1 Zoll = 400 Klft, 1:28.800 der Natur. Geologische Karte von Wien, bearbeitet von Theodor Fuchs. In Farbendruck ausgeführt von Köke’s lithographischer Anstalt. Herausgegeben von der k. k. geologischen Keichsanstalt. Als Grundlage diente das Blatt Nr. 65 (Wien) der von dem Verein füi Landeskunde herausgegebenen Administrativkarte von Oesterreich im Massstabe von 1 Zoll = 400 Klafter 1: 28.800 der Natur. Karte des Vorkommens, der Production, Consumtion und Circulation des fossilen Brennstoffes in Oesterreich für 1871. Ausgeführt im Masse von 1 Zoll = 8000 Klafter 1:576.000 von Fr. Foetterle unter Mitwirkung von 0. Feistmantel. Geologische Profile der Wiener Wasserleitung. Auf Grundlage der von den Herren Strecken-Ingenieuren mitge- theilten Profilzeichnungen ausgeführt von Herrn F. Karrer. 12 B. Druckschriften. Abhandlungen der k. k. geologischen Reiehsanstalt Band I. Vollendet in Gross-Quart. 1852, mit 48 Tafeln, Preis 23 fl. 12 kr. II. 1855 * 78 99 36 . 80 „ 99 III. 99 1856 * 53 V 31 „ 53 „ » IV. 99 1870 „ 85 99 45 * — * y> V.Heft 1-4,1871-73 * 21 99 13 „ „ Jahrbuch der k. k. geologischen Reiehsanstalt. Band I—XYI. 1850—1866. Preis pr. Band 5 fl. 25 kr. Die Bände II, dann IY—IX. vergriffen. Band XVII—XXII. 1867- 72. Preis per Band 8 fl. ö. W. Verhandlungen der k. k. geologischen Reichsanstalt. Jahrgang 1867 — 1872. Preis per Baud 3 fl. ö. W. II. Abtheilung. Sammlung der nutzbaren Producte des Mineralreiches aus Oesterreich. Erze. A. Gold-Erze. a) Ans dem krystalliiiisclien Gebirge in Böhmen. 1. Freigold von Bergreichenstein. Auf Quarzgängen im Gneiss. 2 . Freigold auf Quarz von Eule. r - 8, Eisenkies, goldhaltig von der St. Annagruhe nächst Wo- ■ ' holleb hei Eule. Auf schmalen Quarzgängen und Klüften, die namentlich an den Schaarungen Gold führen, im Gneiss. h) Aus den krystalliiiisclien Gesteinen der Centralkette der Alpen. 4. Goldführendes Gangstück mit Eisen- und Magnetkies von der Haberlandkluft 5. Gangstück mit Freigold . „ „ G. Goldhaltiger Quarz . . „ „ 7. Goldführendes Gang stück mit Eisenkies und Bleiglanz von der Kirchgängerkluft In Rauris, Bezirk Zell am See in Salzburg. 14 K. k. Montan-Aerar. Die Erze, Freigold, goldhaltiger Eisen- und Magnetkies mit spärlichem Bleiglanz, Arsenkies u. s. w. setzen auf Gängen im Gneiss auf, deren Mächtigkeit von 1—5 Fuss schwankt. Der Bergbau, schon zur Bömerzeit betrieben, befindet sieb in der Seehöhe von 7500 Fuss; er besitzt 23 Grnbenfelder und beschäftigte 1871 102 Arbeiter. Die Grubengefälle werden iheils per Schlitten, theils auf einer 700 Klafter langen Rampe, auf der die Fortbewegung dureh ein oberschlächtiges Wasserrad vermittelt wird nach der 5100 Fuss über der Meeresfläche gelegenen Aufbereitungsstätte (Kolm-Seigurn) gebracht, die Erze und Schliche werden dann in Brixlegg verhüttet. Erz. 1871 14’1 Pfd. Mühlgold, 221 Ztr. Erze und 290 Ztr. Schliche. Preis für 1 Mzpfd. Gold 563 fl. 28 kr., für 1 Ztr. Erz. 8 fl. 12 kr., für 1 Ztr. Schlich 6 fl. 23 kr. 8. Goldanflug auf quarzreichem Thonschiefer von Zell im Zillerthale. Das Metall findet sich in quarzreichem Thonglimmerschiefer, der Kiese eingesprengt enthält und in Lagern, dem gewöhnlicher Thonglimmerschiefer eingelagert ist. Aus den krystalliniselien Gesteinen der Central-Karpathen. 9. Goldführender Quarz von dem 8t. Michaeli-Stollen bei Botza, Liptauer Komitat. 10 . Goldführender Quarz vom Istvankacr Stollen bei Botza. Paul Szumräk in Pest. Das krystallinische Gebirge ist von erzführenden Quarz- Klüften durchsetzt, auf welchen seit sehr alten Zeiten Bergbau getrieben wird. Bis zum Jahr 1804 gab derselbe bedeutenden Ertrag, später gerieth er mehr und mehr in Verfall, soll aber nun, seit verbesserte Communicationen durch die Bahnen geschaffen wurden, neuerdings energischer in Angriff genommen werden. 15 B. Silber- und Blei-Erze. a) Aus den krystallinisehen Gesteinen des Erzgebirges in Böhmen. 11. Gediegen Silber vom Annagang . 12. Rothgültigerz in Arsenik, Annagang . . 13. vom Prokopigang 7. Joachimilauf 14. Rothgültigerz mit Silberkies Hildebrandgang 2. Joachimi-Uebersickbrechen. 15. Silberkies vom Hildebrandgang 2. Joachimilauf 16. Rothgültigerz vom Häuerzechergang 8. Joachimilauf . 17. Glaserz vom Häuerzechergang. 18. Gediegen Silber vom Häuerzechergang Joachimilauf .. 19. Bleiglanz vom Geiergang Albrechtstollen . 20. Glaserz vom Andreasgang 10. Joachimilauf . . 21. Ged. Silber vom „ „ ... 22. „ vom Geistergang Barbarastollen . . 28. Glas er z vom Geistergang. 24. Blei glanz vom Geistergang Barbarastollen . . K. k. Montan-Aerar. Die zahlreichen Gäüge, auf welchen nebst den Silberund Blei-Erzen auch Kobalt und Nickel-, Wismuth-, Arsenik- und Uranerze brechen, treten im Glimmerschiefer auf, durchsetzen aber auch den demselben eingelagerten Kalkstein, so wie die ihn durchschwärmenden Porphyre und Waken. Das Werk besitzt 179 Grubenmaassen, 4 Ueberschaaren, 3 Fundes •i-t © es © •“5 fl •iH IG gruben, 4 Anhangmaassen und 2 Stollenlehen mit zusammen 802,290 □ Klafter. Im Jahre 1871 waren bei demselben 368 Arbeiter in Thätigkeit. Eine Dampfmaschine von 96 Pferdekraft ist zur Wasserhaltung bestimmt. Die im Jahre 1871 erzeugten Erze repräsentiren einen Werth von 71,204 fl. Preis der Silbererze im Durchschuitt 47 fl. 2 kr. per Zentner. Hierzu eine Uebersichtskarte über den Bergbau von Joachimsthal. b) Aus den krystallinisclien Gesteinen in West-Bölimen. 25. Bleiglanz .| 26. „ mit Krystallen von Weissbleierz ( * n ®i es * von der Zeche Frisch Glückauf.' Auf sehr zahlreichen Quarzgängen, — man unterschied und benannte ihrer über 50 -- die im Thonschiefer aufsetzen. Ihre Mächtigkeit variirt von 1 Zoll bis 3 Klafter. e) Aus den krystallinisclien Gesteinen in Siid-Bölimen. 27. Bl ei glanz und Blende von Ratieborzitz. Die Blei- und Silbererze brechen auf Quarz-Gängen, deren man bei Ratieborzitz 24 kennt im Gneiss. Sie bilden linsenförmige Massen in den Gängen. Begleitet sind sie von Kalk- spath, Eisenkies, Kupferkies, Fahlerz, Zinkblende u. s. w. 28. Bleiglanz von Rudolfstadt bei Budweis. Das Erz findet sich auf Quarzgängen im Gneiss des Gebirges, welcher das Budweiser vom Wittingauer Becken trennt. 29. Bleiglanz silberhaltig vom Frei schürf bau bei Welka nächst Mühlhausen, Böhmen. J. Wang. Im Granit. d) Aus der böhmischen Silurforination. 30. ) G a n g s t ü c k j v. Eusebigang, Annaschacht, mitBlei- 31. ) „ | glanz und Blende. 32. » vom Carolinengang, Annascliacht, mit Bleiglanz, Blende und Eisenkies. 33. Gangstück vom Kreuzkluftgang, Annaschacht, Bleiglanz. 34. Gangstück vom Michaeli-Gang, Annaschacht, Blei- glanz . 35. Gangstück vom Katharina-Gang, Annaschacht, Bleiglanz und Blende. 36. Gangstück vom Adalberti-Liegend-Gang, Adalberti- schacht, Bleiglanz. 37. G a n g s tü c k vom „Widersinniger Gang“ Adalberti- Schacht, Bleiglanz und Blende. 38. Gangstück Wenzlergang, Annaschacht, Bleiglanz 39. Gangstück vom Procopi-Gang, Annaschacht, Blei- ► glanz,. 40. Gangstück vom Fundgrübnergang, Annaschacht, Bleiglanz. 41. Gangstück vom Johannigang, Annaschacht, Bleiglanz, Blende,. 42. Gangstück vom Franciscigang, Annaschacht, Bleiglanz. 43. Gang stück vom Adalbertigang, Adalberti-Schacht, Bleiglanz,. 44. Gangstück vom Mariagang, Anuaschacht, Bleiglanz und Blende. 45. Gangstück vom Barbaragang, Anna schacht, ßlei- glanz . 46. Gangstück vom Fundgrübnergang, Adalberti- | Schacht, Bleiglanz. 9 18 n. 48 . 40 . 50 . 51 . 52 . 53 . 54 . 55 . 56 . 57 . Gangstück vom Aloisi-Gang, Aunaschacht, Bleiglanz.. . . . Gangstück vom deinen tigang, Bohutin-Schacht, Bleiglanz. Gangstück vomSigismundigang, Annaschacht, Bleiglanz. Gang stück vom oberen Schwarzgrübner-Gang Bleiglanz. Spatheisenstein. Gangstück vom Ludmilla-Gang, Bohutin-Schacht, Bleiglanz. Gang stück vom Alberti-Hauptgang. Gangstück vom Anuagang, Annaschacht mit Bleiglanz und Blende. Gangstück vom Strachengang, Lill-Schacht, Bleiglanz Blende, Spatheisenstein.. Gangstück vom Hasengang, Lill-Schacht, Bleiglanz, Blende, Spatheisenstein. Gangstück vom Segengottes-Gang, Segengottes- Schacht, Blei glanz, Blende. Gangstück vom unteren Schwarzgrübner-Gang,Lill- Schacht, Bleiglanz, Spatheisenstein. K. k. Montan-Aerar. ä cS S-t Ä Die vorliegenden Erze repräsentiren den grössten Theil der Gänge, welche auf dem wichtigsten und ertragreichsten der österreichischen Silberbergbaue in Abbau stehen. Diese Gänge setzen in den silurisehen Schichten auf und sind über ein Terrain von G /4 Meilen Länge und 3 / 4 Meilen Breite, also von ungefähr 1 Quadratmeile Kauminhalt bekannt. Das wichtigste der einbrechenden Erze ist silberhaltiger Bleiglanz. Bei den Gruben sind 8 Fördermaschinen mit 351 Pferdekraft und 6 Wasserhaltungsmaschiuen mit 148 Pferdekraft in Thätigkeit. Bei dem Bergbau, der Aufbereitung und der Hütte waren im Jahre 1871 4552 Mann beschäftigt. Erzeugt wurden 1871 19 33,671 Münzpfund Silber und 50,099 Zentner Blei im Gesammtwerthe von 1.828,975 fl. An das Verschleisslager wurden von der Hütte abgegeben 1 Pfund Feinsilber für 53 fl. 30 kr., ein Zentner ordinäre Glätte für 12 fl. 15 kr., 1 Zentner rothe Glätte für 12 fl. 60 kr. und 1 Zentner Hart-Blei für 14 fl. 48 kr. e) Aus den kristallinischen Gesteinen der Bukowina 58. B1 e i g 1 a n z mit Eisenkies von Kirlibaba. G r. - o r. Religionsfond. Die Erze finden sich in Begleitung von Spatheisenstein in Lagen von Thon- und Graphitschiefer, im Liegenden des Magneteisenstein führenden Hornblendegneisses. f) Aus den kristallinischen Gesteinen -der Central-Alpen. 59.60. Bl ei glanz vom Schneeberg bei Sterzing in Tirol. K. k. Montan- Ae rar. Das Erz findet sich in Begleitung von Zinkblende, Ankerit und Spatheisenstein, dann seltener Magneteisenstein, Eisen- und Kupferkies in einer den Glimmerschieferstraten parallel eingebetteten Lagerstätte, deren Mächtigkeit nach den bisherigen Aufschlüssen zwischen 2 und 5 Klafter schwankt, und die dem Streichen nach auf mindestens 900 Klafter und dem Verflachen nach auf 220 Klafter (Saigerhöhe) aufgeschlossen ist. Der Bleiglanz hält 60°/ 0 Blei und das Blei 0’07 Münzpfund Silber, das etwas goldhaltig ist. 61. Bleiglanz mit Kupferkies vom Pfundererberg bei Klausen in Tirol. Auf einem quarzigen Gang der im Glimmerschiefer und Dioritporphyr aufsetzt und in den höheren Begionen silber- 9 * 20 haltigen Bleiglanz und Blende, in den mittleren ein Gemenge von diesen mit Eisen- und Kupferkies und in den tiefsten Partien nur die letzteren enthält. g) Aus der Devonforination in den östalpen bei Graz. 02. OB. 04. Bleiglanz von dem Bleibergbau bei Deutsch- Feistritz in Steiermark. Ludwig Kuschel in Wien. Die Erze brechen auf Gängen in devonischem Kalk, deren Mächtigkeit von wenigen Zollen bis 1 Klafter und darüber wechselt. - Die Erzfährung selbst variirt von x / 4 Zoll dicken Schnüren bis zu 2—3 Fuss Mächtigkeit, und ist am cornpac- testen bei geringer Gangesmächtigkeit, während die Gänge, wo sie mächtiger auftreten, meist nur Pocherze führen. li) Aus der Steinkolilenformation in den Südalpen. 85. 00. Bl ei glanz mit Spatheisenstein vom Marienlager, Reichenberger Bergbau bei Sava, Bez. Badmannsdorf. Krainische Industriegesellschaft. Die Erze brechen zusammen mit Spatheisensteinen in linsenförmigen Lagern in der Steinkohlenformation. Erzeugung 250 Zentner Bleiglanz. i) Aus dem Triaskalke der Nordalpen. 07. Bl ei glanz von Lunderberg, oberhalb Hall, in Tirol. In den Triaskalken der Nordalpen finden sich unter ähnlichen Verhältnissen, wenn auch spärlicher wie in den Südalpen Blei- und Zinkerze, welche namentlich im westlichen Theile von Tirol in den Umgehungen von Nassereit abgebaut werden. Zu diesen Vorkommen gehört auch das vorliegende Stück von Hall 21 k) Aus den Triaskalken der Siidalpon. 68. B1 e i g 1 a n z, Röhrenerz, vom gewerkschaftlichen Tiefbau. 69. Bleiglanz, Röhrenerz, vom ärar. Bau, Johannisstollen . 70. Bleiglanz, Schalenerz, vom ärar. Bau, Sebastiani- stollen. 71. Bleiglanz, vom Liegenderzzug am VI. Francis- cilauf.. . . Ö :cS M Ö öS P3 ö Die Lagerstätte ist im Allgemeinen der Schichtung conform dem Triaskalk eingebettet, der in ihrer Umgebung meist dolo- mitisirt ist. Sie erreicht sehr bedeutende Mächtigkeit (bis zu 10 Klafter) und setzt in grosse Tiefe nieder. 72. Bl ei glanz von Bleiberg in Kärnten. Auf Gesteinsscheiden, Klüften und kleinen Stockwerken im Triaskalkstein. Das hier gewonnene Blei zeichnet sich durch besondere Reinheit, insbesondere Armuth an Silber aus. 7B. 74. 75. Bleiglanz Eisenbrand im Ganggestein von der Blei- und Galmei- Gewerkschaft Kolm zu Körnach bei Dellach, Bez. Greifenburg. J. B. Roh rer in Lind bei Sachsenburg. Die Lagerstätte bildet eineu 1 bis 18 Zoll mächtigen Gang im Kalkstein. Mit dem Bleiglanz kömmt Eisenkies und etwas Blende vor. Die Stuferze halten 70—72 °/ 0 , die Schliche 60—62 °/ 0 Blei von vorzüglicher Qualität. Der sehr alte Bergbau wurde von dem gegenwärtigen Besitzer erst in den letzten Jahren mit bedeutendem Kostenaufwand in lebhafteren Betrieb gesetzt. Er besitzt 3 Grubenmaasse und einen Freischurf und erzeugte 1871 793 Zentner Fleischliche. 22 1. Aus den kristallinischen Gesteinen des Banates und der Banater Militärgrenze. 76. Bleiglanz | vom Booer Bergbau 77. „ mit dem Gang- [ bei Ruszkberg, Bezirk Ka- gestein.| ransebes. Kronstädter Bergbau- und Hütten- Actien-Gesellschaft. Die Erze bilden Gänge im kristallinischen Schiefer. Hiezu eine Karte des Booer Bergbaues. 78. Granit artige Gangart mit Bleiglanz 79. Bleiglanz u. Zinkblende y. der Ferdinandi-Grube westliche Dognacska. Scheidung in K. k. Staatseisenbahn-Gesellschaft. Vorkommen der Erze wie das anderer Lagerstätten des Banates in Contactgesteinen zwischen Syenit- und Kalkstein, dann auch zwischen Glimmerschiefer und Kalkstein. Die 1871 erzeugten Erze enthielten 13,700 Kilogr. Blei mit 455 Kil. Silber, 1870 war die Erzeugung viel höher, und zwar 53,290 Kil. Blei und 695 Kil. Silber. Hiezu eine geognostische Uebersichtskarte des Metallbergbaues von Dognacska. 80. Bleiglanz vom Grubenfeld Franz, nesterartiges Vorkommen .. 81. Bleiglanz mit Eisenkies aus dem Franz- u. Paulinagang. 82. Bl ei glanz mit Fahlerz vom Grubenfeld Friedrich. «3 O £ 45 O Ö ^ e-s .3 25 D. Kupfererze. a) Aus der Dyasforination in Böhmen. 100. Malaehit von Ober-Kalno . 1 bei 101. Kupferlasur von Huttendorf . 1 Hoheiielhe. Die Erze finden sich eingesprengt in den Schiefern (Brandschiefern) des Rothliegenden. Die grossen Hoffnungen, die man auf ihre Gewinnung und Zugutebringung vor etwa 10—15 Jahren setzte, scheinen sich nicht zu erfüllen. b) Aus den krystallinischen Gebirgen der Bukowina. 102.Kupferkies derb (10—15°/ 0 Kupf.) . . 108. * mit Quarz (8—10°/ 0 Kupfer) 104. Kupferkies im schiefrigen Gesteine 3—4°/ 0 davon erzeugt 1872 15,463 Zentner 105. Kupferkies im Chloritschiefer. (Pochgänge %—1°/ 0 Kupfer.) Erzeugung 1872 31,000 Zentner . , von der Dreifaltigkeits-Grube bei Pozoritta. Bukowinaer gr.-or. Religionsfond. Die Erze finden sich auf einem in der Mächtigkeit von 1—4 Klft. wechselnden Lager von Talk- und Chloritschiefer, welches in den Quarziten und Quarzitschiefern der unteren Etage der krystallinischen Schiefer der Bukowina auftritt. Dieselben enthalten im Durchschnitt 4% Kupfer, in ihrer Begleitung erscheint viel Eisenkies, dann wenig Magneteisenstein, Bleiglanz und Zinkblende. Das Lager ist dem Streichen nach auf eine Strecke von 6 Meilen nachgewiesen. Erzeug. 1871 734 Ztr. Garkupfer. Preis 50 fl. pr. Ztr. Grubenbesitz 6 Grubenmaasse und 2 Freischürfe. c) Aus den krystalliiiisclicn Schichten der Ccntralalpen. 106. Kupferkies vom Bergbau Prettau im Ahrnthal. Tirol. Die Erze finden sich auf einem Lager in Chloritschiefer, sie sind theils eingesprengt mit Eisenkies gemengt, theils derb in der Lagermasse vertheilt. Der Durchschnittshalt der Stuferze beträgt 4^2, jener der Pocherze 1 a / 2 °/ 0 an Kupfer. d) Aus der Grrauwakenformation der Nordalpen. 107. Kupferkies von Schattberg . . 108. „ „ der Kupferplatte 109. „ „ „ Kelchalpe K. k. Montan-Aerar. \ bei KitzM- J eliel in Tirol. Die Lagerstätten an allen drei Bauen, bei 1 Klafter mächtig, setzen im Thonschiefer auf. Die Erze sind begleitet von Quarz und (auf der Kelchalpe) von Kohwand und Spatheisenstein. Der Bau besitzt 28 Grubenmaassen und erzeugte im Jahre 1871 mit 242 Mann 13,598 Ztr. Erze im Werthe von 72,998 fl. 110. Kupferkies mit Eisenglanz . 112. f „ Spatheisenstein 1 vom Bergbau Mitter- l bcrgbei Mühlbach im ’ Pongau, Salzburg. Mitte rberger Kupfer- Gewerkschaft. Drei Gänge, der Josefigang, 1*5 Klft. mächtig, der Petrusoder Hangendgang, und der Liegendgang letztere beide 0'7 Klft. mächtig, setzen im kalkigen Grau wakenschiefer auf. Nebst den Kupferkiesen besteht die Gangfüllung aus Quarz, Spatheisenstein, Itohwand, Eisenkies, Nickelspiessglanzerz, seltener kommen auch Zinnober, Eisenglimmer und Arsenikkies vor. — Zur Aufbereitung ist eine nach den neuesten Principien entworfene Anlage mit Steinbrech-, Quetsch-, Trommelwäsch- und Siebsetzmaschine im Bau. Die Verschmelzung der Erze erfolgt in einem 1809 gebauten 27 fünfförmigen Rundschacht-Ofen, dem ersten dieser Construction in Oesterreich. Der Bergbau besitzt 10 Grubenmaasse und 2 Freischürfe. Erzeug.: 3346*35 Ztr. Kupfer, und zwar: 3221 Rosetten-, 20 Raffinad-, 51 Gaar- und 54.35 Nickel-Kupfer. Preis im Durchschnitt pr. Ztr. 51 fl. 67*8 kr. llB.Kupferkies im Schiefer .... j von der Grube 114.115. „ mit Spatheisenstein . | Bfirgstein bei 116. » in Quarz . . . . J St. Johann. J. Wappmann sperger u. C. in Salzburg. Die Erze brechen auf 3—4 schmalen, mit schwarzem Schiefer wechselnden Lagern zusammen mit Quarz, Spatheisenstein und Eisenkies. Die ganze Mächtigkeit der durch dieselben gebildeten Lagerstätte sammt Zwischenmitteln beträgt 2 Klft. Der Kupferkies selbst bildet Schnüre von 1 bis 6 Zoll, mitunter selbst bis 15 Zoll Mächtigkeit. Dem Streichen nach ist die Lagerstätte auf 190 Klft. aufgeschlossen. Erz. 27,099 Ztr. Kupferkies. e) Aus der Dyasformation der Nordalpen. 117. Fahl erz vom I. Kirchmeier-Lager im Weitthalstollen. Rev. Ringenwechsel. 118. Fahlerz vom Gang im Grafenstollen, Rev. Ringenwechsel. 119. Fahlerz vom Lager im Grafenstollen, Rev. Ringenwechsel. 120. Kupferkies vom Juliusstollen, Rev. Glückauf .. bei Scliwaz in Tirol. S c li w a z e r B e r g w e r k s -V e r e i n. Die Fahlerzlagerstätten im Rev. Ringenwechsel sind tlieils Gänge theils Lager, die im Dolomit aufsetzen. Der in früheren Jahrhunderten so blühende, später aber ganz zum Erliegen 28 gekommene Bergbau wurde von dem Vereine wieder aufgenommen. Er lieferte in einzelnen Jahren bis nahe 3000 Ztr. Fahlerz, im Jahre 1871 wegen Beschränkung des Betriebes in Folge des französischen Krieges aber nur 1181 Ztr. im Werthe von 6414. fl. Der Kupferkies in dem Revier Glückauf bricht auf einem im Schiefergebirge aufsetzenden Gange von 3—9 Fuss Mächtigkeit. Der Bau auf demselben begann 1866 und lieferte 1868 3117 Ztr. Erz, war aber 1871 eingestellt. Hiezueine geognostische Uebersichtskarte vom Ringenwechsler Fahlerzbau, und eine Karte des Bergbaues am Kellner-Joch. f) Aus den krystallinisclicn Gesteinen im Banate. 121. Kupferkies vom Theresia - Schacht in Csiklova im Krassoer Komitat. K. k. priv. Staatseisenbahngesellschaft. Die Erze bilden wie bei Szaszka, Moldova u. s. w. Con- tact-Stöcke zwischen Syenit und sedimentären Kalksteinen. Der Kupferkies enthält im Zentner 15 Pfd. Kupfer und 6—10 Loth Silber. Nebst ihm kommen auf den Contactstöcken von Csiklova und Oravitza gediegen Gold, Fahlerz, Arsenikkies, Antimonglanz, Wismuthglanz, Bleiglanz, Blende, dann Eisensteine vor. Die Erzeugung an Kupferhammerwaare betrug 1871 1489 ZZtr. Der Verkaufspreis derselben 63 fl. 64 kr. pr. ZZtr. Ausdehnung des Werkes 38 Grubenmaassen. Hiezu eine geognost. Uebersichtskarte des Bergbaues von Oravitza. 122. Buntkupfererz von der Ritter St. Georg- Grube mit 30 °/ 0 Kupfer. 123. K u p f e r k i e s von der Ritter St. Georg-Grube mit 25°/ 0 Kupfer. 124. Kupferkies eingesprengt von der Ritter St. G-eorg-Grube (mit 3 °/ 0 Kupfer) .... M 'S er ss QO 29 125. Kupferocher mit wenig Ziegelerz von der Caro- | « © lina-Grube (l r 2 % Kupf.).} | ^ -5 12G.Rothkupf ererz mit Malachit von der Maria- ( & | g Kadna-Grube (4°/ 0 Kupf.).| .2 £ K. kr priv. Staats-Eisenbahn-Gesell- schaft. Die Erze finden sich in Begleitung von Eisensteinen, dann Granat, Tremolith u. s. w. auf Stöcken am Contact zwischen Kalkstein und Syenit. — Das Werk besitzt 71 gewöhnliche ' Grubenmaasse und 23 sogen. Banater-Maassen (ä 2744Q Klaft.) mit zusammen 953,736Q Klaft.; 278 Arbeiter waren im Jahre 1871 beschäftigt. Zur Wasserhaltung dieut eine Wassersäulen- maschine von 10 Pferdekraft. Erz. 1274 Ztr. Spleiss-Kupfer. Preis 47 fl. 50 kr. pr. Ztr. Hiezu eine geognostische Uebersichtskarle des Bergbaues von Szaszka. 127.Kupferkies mit Eisenkies von der Suwarow-Grube im Benedicter-Gebirge bei Neu-Moldova, Krassoer Komitat. K. k. priv. Staats-Eisenbahn-Gesell- sckaft. Die Erze bilden unregelmässige Lagerstätten am Contact zwischen Syenit und Kalkstein. Erz 1871 932 Ztr. mit 32 Ztr. Kupfer. Werksbesitz 42 Grubenmaassen. Hiezu eine geognostische Uebersichtskarte des Bergbaues von Moldova. E. Quecksilber-Erze. 30 a) Aus der Grauwakenforination der Nordalpen. 128. Zinnober vom Bergbau Gebra bei Pillersee, Bezirk Kitzbüchl. Salzburg-Tiroler Montangesellschaft. Das Mineral findet sieb in geringer Menge auf den Spatheisensteinlagerstätten. 1>) Aus der Triasforination der Siidalpen. 129. Silber schief er mit ged. Quecksilber vom Hauptfeld beim Petrigesenk 130. Zinnobe r in Conglomérat eiugesprengt vom Gross- herzogsfeld hinter der Kovacsrolle. 181.Zinnobe r in grobkörnigem Lagersandstein vom Gross- lierzogsfeld nächst dem 3 Königgesenk . . , 132.Zinnober in feinkörnigem Lagersaudstein vom Leithnerlauf. 183. Z i n n ob e r in Lagerschiefer vom Leithnerlauf . . 134. Zin n ob e r iu Dolomit vom Wasserfeld und Grossherzogsfeld . 135. Zinnober im Werfener - Schiefer vom Hauptmannsfeld . 130. Zinn ober (Stahlerz) aus der Erzkluft auf Grossherzogsfeld . 137. Zinnober (Lebererz) aus der Schatzkammer auf Grossherzogsfeld.. . . . . 138. Zinnober (Ziegelerz) vom Leithnerlauf hinter der Galloisrolle. 139. Zinnober (Ziegelerz) mit Eisenkies vom Barbarafeld . in Idria, Krain. ai 140. Zinnober (Ziegelerz) erdig 70 m Mitis- | Revier auf dem Hauptfeld nächst dem Theresia- 1 jß . Schacht . . . . ,.V f3 *3 1 HH 141. Zinn ob er (Korallenerz) vom Hauptmanns- | ^ W feld beim Zergollergesenk.J Bes. Das k. k. Montar-Aerar. Die Erze bilden ein Lager, das von gänzlicher Verdrückung bis zu 10 Klafter Mächtigkeit wechselt, die Erzführung erstreckt sich aber auch auf dem im Hangenden des Lagers auftretenden breccienartigen oder conglomeratischen Dolomit, der mit abgebaut wird. Das Werk besitzt 11 Doppel-Grubenmaassen mit 275,968 □ Klafter Flächenraum. Aufgeschlossen sind 156,712 Cub.-Klafter Erzmittel oder 54.775,000 Ztr. Hauwerk mit einem Gehalte von 481,588 Ztr. Quecksilber. Der Durchschnittsgehalt der Erze beträgt 2%. Erz, 1871 522,435 Ztr. Erz mit einem Gehalte von 10 - 094 Ztr. Quecksilber. Die Quecksilbererzeugung betrug 6709 Ztr. Sie hat sich seit 10 Jahren mehr als verdoppelt. Verkaufspreise: Quecksilber 189 fl. 53 7 a kr. per Ztr., Stückzinnober 159 fl. 30 kr., Vermillion 169 fl. 227* kr., Chinesischer Zinnober 171 fl. 16 72 kr. Hiezu eine U e b e r s i c h s k a r t e des Bergbaues Idria. F. Nickel- und Kobalterze. a) Aus den krystallinischen Gesteinen des Erzgebirges in Böhmen. 142. Kob alt und Nickelkies vom Prokopigang 7. Joachimilauf . 143.Kobalt und Nickelkies vom Hildebrandgang 2. Joachimilauf. 144. W ei ss- und Roth nickelkies vom Häuer zechergang 8. Joachimilauf. o cd r>2 145. Speiskobalt vom Geistergang, Mittellauf unterer Barbarastollen ........ 146. W ei ss ni ekel vom Geistergang, Mittellauf unterer Barbarastollen. 147. Rotknickei vom Geistergang, Mittellauf unterer Barbarastollen. k. k. Montan-Aerar. (Siehe Silber Nr. 11—22). b) Aus den krystallinisclien Gesteinen der Centralalpen. 148. Speiskobalt . ivonSchladming 149. „ mit Kupfernickel . . Jin Steiermark. Auf Gängen im Glimmerschiefer, der mit Eisenkies im- prägnirt ist. c) Aus der Grauwakenformation der Nordalpen. 150. Nickelarsenkies vom Nickelbergbau im Leogangthal . 151. Nickelarsenkies vom Spielbachgraben im Leogangthal .* . . . 152. Nickelarsenkies vom Schwarzlechthal 153. Kobaltblüthe vom Nickelbergbau im Leo- gangthale .. Auf unregelmässigen Ausscheidungen, Linsen und Schnüren in Dolomit, der auf Grauwakenschiefer ruht. 154. Kupfer-Nickel vom Bergbau Gebra bei Pillersee, Bez. Kitzbüchl in Tirol., • Salzb.-Tiroler Montangesellschaft. Das Mineral findet sich selten auf den Spatheisenstein- Lagerstätten. 5D O ,0 M JS5 O «Ö so so 3 3 G. Uranerze. Aus den krystallinisclien Gesteinen des Erzgebirges in Böhmen. 155. Uranpeclicrz vom Geschiebergang 10. Joachimi- lauf. 156. Uranpecherz vom Hildebrandgang-Danielilauf 157. Uranpecherz vom Hiiuer-Zechergang 8. Joachimi- lauf .., . . 158. Uranpeeherz vom Evangelisteugang 2. Joachi- milauf. 159. Uranpecherz vom Rothegang, Barbarastollen . IGO. Uranpecherz vom Schweizergaug Danielistollen . K. k. Montan-Aerar. « — B -=5 O SS o i“5 d Siehe Nr. 11—22. Silbererze. — Die Uranerze werden nach der von Patera angegebenen Methode zu Uraufarben verarbeitet und von Letzteren wurden 1871 für 78,628 fl. erzeugt. Preis der Uranerze im Durchschnitte 434 fl. 67 kr. per Ztr., Uranfarben 12 fl. per Pfund. H. Zinnerze. Aus den krystallinisclien Gesteinen des Erzgebirges in Böhmen. 161. Z i n n s t e i n von der Maurizizeche bei Abertham. 162. , „ Graupen. 163. „ vom Unverhofftgang, Ober-Grau- pener Revier. 164. Zinn st ein im Felsitporphyr (Zinnzwitter) von Obergraupen. Philipp Schiller und Paul Lewald. Die Lagerstätten stehen mit Felsitporphyr in Verbindung, oder setzen in Gneiss oder Griesen auf. Es sind theils Gänge 3 bei Teplitz. 34 von 3—12 Zoll Mächtigkeit, theils 8—10 Klafter mächtige Züge von Felsitporphyr, die zonenweise Zinnstein in Trümmern und feinen Einsprengungen führen. Diese letzteren sollen nach dem neuen Betriebsplan vorzugsweise in Abbau genommen werden, um eine Massenproduction zu erzielen. Der Durchschnittsgehalt der Erze betrug 1871 4%, jener des Zinnsteinporphyrs allein 1 °/ 0 Zinn. Die beliehenen Flächen betragen 450,000 Q Klft., Zahl der Arbeiter 91. Erz. 1871 49,364 Zollpfd. ratfinirtes Zinn. Preis 83 fl. 3 kr. pr. 100 Pfund. 165. Zinnstein vom Gellnauer-Gang in Schlaggenwald. Die Zinnerze brechen im Granit. I. Wolfram-Erze. Aus clen krystallinisclien Gesteinen des Erzgebirges in Böhmen. 166. Wolfram von Zinnwald. Auf den Zinnerzlagerstätten. K. Wismuth-Erze. a) Aus den krystallinisclien Gesteinen des Erzgebirges in Böhmen. 167. Ge di eg. Wismuth mit Arsenikkies vom Prokopigang 3. Joachimilauf ..... 168. Gedieg. Wismuth vom Häuer-Zecher-Gang 10. Joachimilauf . 169. Gedieg. Wismuth vom Rothegang, Barbarastollen . 170. Gedieg. Wismuth vom Geistergang Bar- barastollen. K. k. Montan-Aerar. (Siehe Nr. 11—22 Silbererze). Die Wismutherze erzielten 1871 einen Verkaufspreis von 11 fl. 50 kr. per Zentner. et Ä GO xi o et O 35 b) Aus den krystallinisclien Gesteinen des Banates. 171. Wismut h glanz vom Theresia-Schacht in Csiklova, Krassoer Kom. K. k. priv. Staats-Eise nbakn-Gesell- schaft. Findet sich mit mannigfaltigen anderen Erzen auf Con- tactstöcken zwischen Syenit und Kalk. L. Arsenik-Erze. a) Aus der Steinkohlenformation der Alpen. 172. Real gar vom Reichenberger Bergbau bei Sava, Bez. Jauerburg. Krainische Eisen-Industriegesellschaft. Das Mineral findet sich eingesprengt in grobem Conglomérat. b) Aus den krystallinischen Gesteinen des Banates. 173. Arsenikkies vom Lobkowitz-Erbstollen in Csiklova. \ 174. Real gar ... 1 vom Florimunder 175. Auripigment . J Erbstollen in Moldova. K. k. priv. Staats-Eisenbahn-Gesell- schaft. Findet sich zusammen mit sehr verschiedenen anderen Erzen auf Contactstöcken zwischen Syenit und Kalkstein. 3 * 36 M. Anti mon- Erze. Aus den kristallinischen Gesteinen in Böhmen. 176- Antimon it 177. 178. 179. 180. 181. v • » .... „ im Ganggestein » V V y> y> » aus dem Weuzelschachte des I Berg- uud Hüttenwerkes Mi- | lescliau nächst Schönberg, Bez. Selcau. ) E. A. Kittl. im porphyrartigen Granite tritt hier ein von mehreren Zollen bis zu einigen Klaftern mächtiger Gang auf, der linsenförmig derben uud blättrigen gold- uud silberhaltigen Antimonit nebst kleinen Beimengungen von Schwefel- und Arsenikkiesen führt. Der Antimonit fiudet sich oft in derben ein bis 2 Kubikfuss grossen Blöcken. In der Wenzelschachtgrube ist der Wenzel- gang bis zu einer Tiefe von 65 Klaftern auf etwa 100 Klafter, und im Emanuelschachte eiu zweiter Gang auf etwa 110 Klafter Länge aufgeschlossen. Die Gaugausfüllung bildet ein sebwarzgrünes dioritartiges Gestein, in dem auch sehr zahlreich Bruchstücke des gangführendeii Porphyrgranites eingeschlossen sind, dessen Feldspath zum grossen Theile schon in Speckstein umgewandelt ist. In früherer Zeit wurde in dieser Gegend viel auf Gold und Silber gebaut. N. Chromerze. Aus dem Serpentin in der Bukowina, in Steiermark und der Banater Militärgrenze. 182. Chrom eisen st ei u von Breasa im Moldovathale in der Bukowina. 37 Bukowinaer gr.-or. Religionsfond. Findet sich putzenförmig und in Spalten im Serpentin. 183. 0 h r o m e i s e n s t e i n von' Kraubath bei Leoben in Steiermark. In bis zu einigen Zoll starken und mitunter lange anhaltenden Schnüren im Serpentin. 184. Chromeisenstein von Cicka Rudina bei Eibenthal. 185 Chromeisenstein von Goletz mare bei Orsova. Theils in dünnen Adern, theils in grösseren Stöcken im Serpentin. Einzelne dieser Stöcke, wie eben der bei Goletz mare in Abbau befindliche erlangen eine Mächtigkeit bis zu 7 Klafter und eine Läugenerstreckung von 100 Klafter. 0. Manganerze. a) Aus den krystallinischen Gesteinen des Erzgebirges. 186. Pyrolusit von Platten. Unter gleichen Verhältnissen wie die Kotheisensteine (Nr. 201), mit welchen die Mangauerze theilweise accessorisch aut denselben Gängen Vorkommen. Theilweise scheinen sie aber auch selbstständige Gänge zu bilden. b) Aus dem Rothliegcnden in Mähren. 187. Kalkmanganspath von Gewitsch in Mähren. Als Gangausfftllung zusammen mit Pyrolusit und Kalk- spath. Aus einem Versuchsbau. c) Aus den krystallinischen Schichten in der Bukowina. 188. Braunstein von der Grube Theresia bei Dorna. 18t). „ „ Arschitza bei Jakobeny. 190. Kieselm an gan „ „ » » 38 Bukowin, griech.-or. Religionsfond. Ueber das Vorkommen siehe Eisen (Nr. 247 -248). Die Erze der Theresiagrube halten 70 — 80, jene von Arscbitza 60—70 % Mangansuperoxyd. d) Aus der SteinkoMenformation in den Siidalpen. 191. Manganerz von St. Nikolai bei Eisnern, Bez. Krain- burg in Kram. 192. Schwarz eisen st ein von Jesserouc bei Eisnern, Bez. Krainburg in Krain. Leop. Globocnik in Eisnern. Die Erze liegen in Schiefer, der Bergbau auf dieselben wurde erst 1872 in bedeutenderen Betrieb gesetzt. Sie werden theils zur Erzeugung von manganhaltigein Spiegeleisen verwendet, theils an die krainische Industrie-Gesellschaft verkauft. Preis 40 kr. pr. Ztr. loco Grube. Gehalt 21% Manganmetall, 10% Eisen. 193. Braun st ein von der Florianigrube . , uoi uau* erburg ia Krain. 194. Maurizigrube » n Krainische Industriegesellschaft. Die Lagerstätte, in einer Seehöhe von 4000 Fuss gelegen, ist zwischen rothen Schiefern und Sandstein im Liegenden und schwarzen Schiefern im Hangenden eingeschlossen und liegt über der Spatheisenstein führenden Steinkohlenformation (Siehe Nr. 303—307). Sie hat eine Mächtigkeit von 4 Fuss bis 3 Klft. und ist dem Streichen nach auf 1000 Klft. aufgeschürft. Das Erz enthält 47.6% Manganoxyde und wird zur Erzeugung von Spiegelroheisen in den Hochöfen von Sava und Jauerburg verwendet. Erz. 7317 Ztr., die aber bei der regen Nachfrage nach manganhältigem Roheisen schon 1872 bedeutend gesteigert werden sollte. e) Aus den krystallinisckcn Gesteinen im Banat. 195. Manganerz (Schwarzeisenstein) vom Rudolphstollen in Ruszka bei Ruszkberg, Bez. Karansebes. 39 196. Man ganhaltig er Eisenstein vom Bergbau Stefani bei Lunkany, Bez. Facset. Kronstädter Bergbau- und Hütten-Ac- tien-Y erein. In Lunkany bildet das Erz ein Lager in Glimmerschiefer. 197. Manganeisenstein von Tilfa-Galbina bei Tirnova . 198. Mangan eis enstein von Tilfa bobului bei Delinjest . .. K. k. priv. Staats-Eisenbahn-Gesellschaf t. Das Erz bildet bis 6 Fuss mächtige Lager im Glimmerschiefer. Es enthält 33 bis 37°/ 0 Manganoxyde und 13°/ 0 Eisen. 199. Mangau eisen st ein von Globureu (Rumän.-Banater Militärgrenze). Dr. Herglotz. f) Aus der Kreideformation im Banat. 200. Braunstein vom Almasergebirge bei Moldova. K. k. priv. Staats-Eisenbahn-Gesell- schaft. Das Erz füllt Spalten im Kalksteingebirge. CS3 52 und dem Verflachen nach das Hauptlager auf 40 Klft. und der Josefgang auf 70 Klft. aufgeschlossen. Erz. 353,950 Ztr. Die Erze werden auf der eigenen Hütte in Mariazell verschmolzen. Hierzu eine Bergbau-Karte von Golh-ad und Sommerhalt. 290.Spatlieisenstein vom Borghau Sohlen j 297. Spatheisenstein vom Freischurf Nie- bei deralpl. j Maria-Zell. 29K. Spat heisenstein vom Gleissnerriegel. J Neuberg- Mariazeller Gewerk Schaft. Wie die vorigen auf Lagerstätten in der Grauwackenformation. Hiezu eine Bergbaukarte. 299.Spatheisenstein von Bergbau Altenberg bei Neuberg, Bez. Mürzzuschlag. 200. Spatheisenstein mit Eisenglanz vom Bergbau Altenberg bei Neuberg, Bez. Mürzzuschlag. 301. G rauwacke mit Spatheisenstein-Schnüren vom Bohn- kogel bei Neuberg. Neuberg-Mariazeller Gewerkschaft. Das Erz tritt in Lagerstätten von bis V/ 2 Klft. Mächtigkeit in den Grauwackengesteinen auf. Ganz analog ist das Vorkommen im Baue an dem benachbarten Bohnkogel. Erz. auf beiden Gruben 181,878 Ztr. Die Erze werden geröstet für den Preis von 43 kr. pr. Ztr. an die eigene Hütte in Neuberg abgegeben. Hiezu drei Karten der Bergbaue Attenberg und Bohu- kogel. m) Aus der Trias der Nordalpen. 302. Brauneisenstein vom Bergbau Höhle bei Werfen, Bez. St. Johann. 53 S a 1 z b u rg - T i r o 1 c r M o n t a n g e s c 11 s c k a f t. Die Erze finden sich auf einem Lager, dessen Mächtigkeit bis 30 Klft. ansteigt, zwischen Werfener Schiefer im Liegenden und Guttensteinerkalk im Hangenden. Sie halten 28—30°/ 0 Eisen. Der Bergbau Höhle hat 10, der benachbarte Bau Schäfferötz 12 Feldmaasse. Auf beiden wurden 1871 durch 60 Mann 88,360 Ztr. Erze erzeugt und im eigenen Hochofen in Werfen verhüttet. n) Aus der Steinkohlenformation der Siidalpen. 303. Spatheisenstein vom Hauptlager . . 304. * „ Nordlager obere ^ mmPai/ilimi _ vomReichen- berger Bergbau bei Sava, Bez. Radmannsdorf. Etage . 305. Spatheiseiistein vom Marienlager 300. „ „ Valentinostlager 307. Spath eisen stein vom Mittellager, vom Bergbau Bel- zitza bei Jauerburg. Krainische Industriegesellschaft. Die Erze brechen in Linsen, die in parallel streichende Lagerzüge angeordnet sind, in den Schiefern und Sandsteinen der SteinkohlenformatioD. Eisengehalt in 303 : 42 in 304: 30.3°/ 0 . Der Bergbau am Reichenberg ist belehnt mit 12 Gruben- maassen und einer Ueberschaar, zusammen 158,821 □Klft., östlich und westlich in der Fortsetzung des erzführenden Lagerzuges sind 28 Freischürfe im Betrieb. Erz. 50,096 Ztr. — ln Belzitza 12 Grubenmaassen mit 150,528 □, und 6 Freischürfe. Erzeug. 47,048 Ztr. — Die Erze werden auf der eigenen Hütte in Sava verschmolzen. Hierzu G r u b e n k a r t e n des Bergbaues am Reichenberg UDd jenes von Beizitze. 30S. Rotheise n stein von Drasiroze I dn \ St.-Nikolai Bergbau . bei Eignern, Bezirk 30 J. Brau n eise n stein von St. J obst | Krainburg in Krain. 54 Leop. Globocnik in Eisnern. Zusammen mit den Manganerzen siehe Nr. 191—192. 310. Brauneisenstein vom Granica- Graben bei Lokauc in Steiermark. 311. Brauneisenstein von Nivitz in Krain. Herr Sartory in Steinbrück. o) Aus Spalten im Kalkgebirge der südlichen und südöstlichen Alpen. 312. 313. Bohnerz aus der Wochein in Krain. Krainische Industriegesellschaft. Die Erze finden sich in Trichtern und Höhlen im Kalkgebirge. Zu ihrer Gewinnung sind 47 theils Gruben- theils Tagmaassen mit 720,672 □ Klft. verliehen. Sie werden im eigenen Hochofen in Feistritz verschmolzen. Erz. 13,431 Ztr. 314. Bohnerz Yon Dernis in Dalmatien. Wie die vorigen. p) Aus den krystallinischcn Gesteinen des Banates und der Banatcr Militärgrenze. 315. Spatheisenstein Reichpflinz v. Philippstollen in Ruszka . 316. 317. Brauneisenstein Glaskopf v. Victor- stollen in Ruszka. 318. Spat h eis enstein Reichpflinz von Werner-Erbstollen in Ruszka. 319. Spatheisenstein Reichpflinz v. Pareucu-Ra- cser-Bau. 320. Magneteisenstein v. Pareucu-Racser-Bau 321.0cherig verwitterter Brauneisenstein v. Racser- Bau.. a. CD •Ä CD m CrQ PQ er Ä S! OD & P3 a> & 55 322. Magueteisenstein vom Pareu-Luuger Bergbau. 323. Magneteisenstein vom Stollen Nr. 1 am J Glavaner Bergbau.) 324. Magneteisenstein von der Grube Resatyale 325. Rotheisenstein von der Grube Gyalu Ossilor 326. Braun- und Rotheisenstein von der Grube Bornilor. 327. Roth eis enstein von der Grube Dyalu Kruczi 328. Magneteisenstein von der Grube Rotonia bei Ruszk- berg, Bez. Karansebes. « 6 » h V ce © m bn S » Kronstadter Bergbau- und Hütten-Actienverein. Die Erze finden sich auf Lagergängen im krystallinischen Gebirge. Die Erzeugung betrug 1871 274,000 W. Ztr., welche auf den eigenen Hütten verschmolzen und zum geringeren Theil zu Gusswaaren, zum grösseren Theil zu Frischeisen weiter verarbeitet werden. Preis pr. Ztr. Erz an der Grube 25 kr. Hiezu eine Uebersichtskarte des Eisenwerks-Territoriums von Ruszkberg, Lunkany und Istvänhegy, dann Karten des Ruszkaer und Glavaner Bergbaues. 329. Magneteisenstein von Tilfa-Zapului bei Delinyest, Bez. Reschitza. K. k. priv. Staats-Eisenbahn-Gesell- sckaft. Das Erz kommt unter analogen Verhältnissen wie das folgende von Moravitza vor; es enthält 61% Eisen. 330. Brauneisenstein und Magneteisenstein vom Krivan-Tagbau. 331. E i s e n g 1 a n z und Magneteisenstein von der Fran- ciscus-Grube. 332, Eisenglanz uud Magneteisenstein von der Alfred-Grube .. 333, 334. Rotheisenstein und Magneteisenstein von der Paulus-Grube. 56 $35. Rotheise nstein und Magneteisenstein, mangan- haltig, vom Paulus-Tagbau. 336. Rotheisenstein und Magneteisenstein, mangan- haltig, vom Paulus-Tagbau. 337. Magne t eis enstein vom Theresia-Tagbau , . . 338. Magneteisenstein vom westl. Erzzug, Danieli. N & n s ~ '•cS \ *!^ co CD K. k. priv. Staatsbahngcsellschaft. Die Erze bilden zusammen mit Granatfels bis 10 Klafter mächtige Stöcke zwischen krystallinischem Kalkstein im Hangenden und Syenit im Liegenden. — Der Werksbesitz der Gruben, (einschliesslich jener bei Tirnova und Delinyest) umfasst 1.852,831 Q Klft. Die gesammte Erzeugung an Erzen auf den Gruben betrug 589,468 Zoll-Ztr., die zu Reschitza verhüttet wurden. Der Eisengehalt der Magneteisensteine schwankt nach zahlreichen Analysen zwischen 48 und 64°/ 0 , der des Eisenglanzes beträgt 56 bis 62°/ 0 der des Brauneisensteines 38—40°/ 0 — Die Magneteisensteine enthalten theilweise bis zu 3 °/ 0 Mangan. Hierzu eine geologische Karte des Eisenerz-Revieres von Moravitza. » 339. Rotheiseustein von Elias Ennoch. . . . 340. * „ Aurora. 341. Magneteisenstein von der Magdalena-Zeche 342. „ Peter- und Paul- . 343. mit Granat von der Lob kowitz-Grube. 344. Magneteisenstein von der Stefaui-Grube 345. Brauneisenstein von Julianna .... 346. „ „ Hildegard .... K. k. priv. Staats-Eisenbahn - Gesell- s c li a f t. Vorkommen gleich den Vorigen. Die Erzeugung an Erzen betrug 1871 20,049 Tonnen. 347. Magneteisenstein ) vom Klein-Tilfa Gebirge bei 348 .Brauneisenstein ) Oravitza. K. k. priv. Staats-Eisenbahn-GeseIlse ha ft. Die Erze bilden Contact-Stockwerke zwischen den kristallinischen Schiefern und Kalksteinen. Die Brauneisensteine erscheinen als Veswitterungsproduct in den alten Metallgruben- Zechen. Sie sind von minderer Qualität, daher seit 1869 den Magneteisensteinen, die in starken gangförmigen Partien an den Gesteinsscheiden auftreten, eine erhöhte Aufmerksamkeit zugewendet wird. Erz. 1871 21,375 Zollztr. Magnet- und 6140 Zollztr. Brauneisenstein; Preis der erstereii 32 kr. und der letzteren 36 kr. pr. Zentner. 349. Brauneisenstein von der Cöln-Grube (55 °/ 0 \ § co Eisen).j 350.Roth- und Brauneisenstein von der hex- i Regius-Grube (50 °/ 0 Eisen).j | J Magnet-Eisenstein von der Ignatiusgrube I ® (60 % Eisen).| - s K. k. priv. Staats-Eisenbahn-Gesellschaft. Die Erze linden sich, so wie die Kupfererze von Sza c zka auf Contactstöcken zwischen Kalkstein und Syenit. 353. Magnet- und Rotheisenstein von Illova . ) 353. Magneteisenstein von Armönisch . . f . I bei . \ Mehadia, Karansebeser Montan Industrie- Gesellschaft. Die Erze linden sich auf Lagern im krystallinischen Gebirge. q) Aus den Kohlen führenden Schichten im Banal. 354. Blackband (Steinkohlfbrm.) von der Szekulgrube. 58 K. k. priv. Staats-Eisenbakn-Gesell- schaft. Das Erz enthält 45’7 0 / 0 Eisen, es bildet ein 3V 2 Fuss starkes Lager, welches mit dem 3. Steinkohlenflötz in Verbindung steht. 355. Blackhand (Liasf.) von derUtterisch-Grube bei Steier- dorf-Anina, Bez. Oravitza. K. k. priv. Staats-Eisenbahn-Gesell- schaft. Die Erze finden sich in einem Lager, in den die Kohleführenden Sandsteine überlagernden Schieferthonen. Sie werden in den Hochöfen zu Anina verschmolzen. Die Erzeugung betrug 193,267 Zollzentner. Sie war in den Jahren 1862 und 1863 viel höher gewesen (71,6000, und 360,000 Zfr.), war dann wegen Stagnation des Eisenverschleisses sehr beschränkt worden, und erst 1871 wieder erhöht. r) Aus den Tertiärschichten im Banat. 356. Brauneisenstein vom Krivmaer Bergbau bei Ruszk- berg, Bez. Karansebes. 357. Brauneisenstein vom Bergbau Tomest bei Lunkany, Bez. Faczet. 358. Brauneisenstein (Nierenerz) vom Bergbau Caroli bei Lunkany, Bez. Faczet. Kronstadter Bergbau- u. Hütten-Actien- gesellschaft. Die Erze finden sich theils in oberflächlichen Nestern, theils in Stöcken im jüngeren Tertiärgebirge. Hierzu Karten der Grube Stirk in Tomest und der Grube Stefani in Lunkany. 59 Schwefel und Schwefelkies. A. Schwefel. Aus den jüngeren Tertiärschichten in Galizien. 359.Ged. Schwefel aus dem schwarzen Hangendmergel. 3G0, 361. Schwefel aus dem I. Flötz. 362.Schwefel aus dem II. Flötz. . . . 303. . , , III. Bes. k. k. Montan-Aerar. Der Schwefel findet sich in drei Flötzen eingelagert in jungtertiärem thonigen Mergel. Auf die beiden oberen besteht schon seit mehr als 400 Jahren Bergbau, das tiefste ist bisher noch wenig aufgeschlossen. Constatirt ist die Ablagerung in der Richtung von N. nach Siid auf 4000 und von 0. nach W. auf 1600 Klft. — Der Bau besitzt 170 Grubenmaassen mit 3 Ueber- schaaren, zusammen mit 2.145,759 Quadrat.-Klaft. 426 Arbeiter sind beim Berg und 43 bei der Hütte beschäftigt. Eine Fördermaschine von 14 und eine Wasserhaltungsmaschine von 6 Pferdekraft sind in Thätigkeit. Erz. 16,586 Ztr. Preis per Ztr. Rohschwefel 5 fl. 48 kr., per Zentner Läuterschwefel 7 fl. 15 kr. Hierzu eine Karte des Schwefelbergbaues Swoszowice. © eö © •pH sc KJ Ü © ts Ifl © g Ul OJ > pp B. Schwefelkies. a) Aus den krystallinischcn Gesteinen in Böhmen und Mähren. 361. Eisen kies von Gross-Lukawitz, Bez. Chrudim. Fürst Franz Auersperg. Der Kies bricht in bis zu 7 und 8 Fuss mächtigen Stöcken in qnarzreichem Talkschiefer, der in Gneiss übergeht • 60 er wird zur Erzeugung von Schwefelsäure in eigener Hütte verarbeitet. Erz. 33,900 Ztr. 565. 866. Eisenkies 867. Magnetkies M. Buhl. yon der Barbarazeche bei Peterswald, Bez. Mähr.-Schönstadt in Mähren. Linsenförmig auf einem 1 Fuss bis 1 Kift. mächtigem Lager. Erz. 1872 7000 Ztr. b) Aus der Braunkohlenforniation im nördlichen Böhmen 868. SchweTel ki es von Haardt bei Falkenau. Baron Berlepsch und A. Schramm. In einem ausgedehnten Letten-Lager über der Braunkohle. Der Kies wird gewonnen und zur Erzeugung von Schwefelsäure in Handel gesetzt. Ausdehnung des Werksbesitzes 15 Grubenmaassen. Preis 1 fl. per Zentner. c) Aus den krystallinisehcn Schichten der Bukowina. 869. Schwefelkies vom Dreifaltigkeitslager bei Pozoritta. G r i e c li.-o r i e n t Religio ns f und. Diese Kiese bilden einen mächtigen Stock im Chloritschiefer, der die Kupfererze (Siehe Nr. 102—lu5) führt. » d) Aus der Steinkohlcnformation der Siidalpcn. 870. Schwefelkies vom Bergbau Reichenberg, Bez. Bad- mannsdorf in Krain. K r a i n i 8 c h e I n d u s t r i e - G e 8 e 11 s c h a ft. Iu deu Kalkzügen, die dem Haugendschiefer der dortigen Erzlagerstätten (Siehe Nr. 303—306) eingelagert sind. c) Aus den krystallinischcn Gesteinen des Banates. 871 .Sch av eifelkies von der Smvarow-Grube im Benedicter- Gebirge bei Ncu-Moldova. Gl K. k. pi* iv. Staats-Eisenbahn-Gesellschaft. Die Lagerstätte der Kiese befindet sieb am Contact zwischen Syenit und Kalkstein. Dieselben werden zur Erzeugung von Schwefelsäure verwendet. Erz. 1871 27,702 Ztr. Ein Ztr. Schwefel in den Kiesen kam loco Aufbereitungsstätte auf 1 fl. 18 kr. zu stehen. 372. S c li w e f e 1 k i e s vom Karl-Zubau am Mrakogniaer Bergbau bei Dubova, Bez. Oravitza. Josef d’Elia. Auf einem 12 Fuss mächtigen Gang. Grraph.it. n) Aus den kristallinischen Gesteinen in NordÖsterreich und Mähren. 873. Rohgraphit vom 2. Lager . . . . . . ^ 354. , „ 3. 355. , . 4. 356. Natur graj>lut„ 1. 355. , . 2. 35». . , 3. 359. » „ 4. 3S0. Raffinadgraphit 3H1. Natur graphit Freiherr v. Kais er st ein. Das Mineral findet sich auf Lagern in deu krystalliuischeu Schiefern in Begleitung von Thon, Feldspath, Quarz u. s. w. Wenn rein, erreicht es selten eine grössere Mächtigkeit als 2 x / 2 Fass, während die Lager da, wo viele Beimengungen der genannten Gesteine auftreten, bis 9 Fuss, ja selbst bis 18 Fus* mächtig werden. — Die beste Graphitsorte enthält 78‘9, die zweite 475, die dritte 2 7 • 8 °/ 0 Kohlenstoff — Die gesammten N cä CO CQ eö pH © OD J, © _ S cS O r > d \ ■ 4 rJ ; '4 - i** \ ■ k w-. 3 £ Werke umfassen 13 Grubenmaassen mit 5 Ueberschaaren und 30 Freisckürfe. Dem Streichen nach sind die Lager von Wol- mersdorf auf eine Strecke von mehr als 1600 Klft. constatirt. Die Erzeugung betrug 1871 1153 Ztr. reinen und 6259 unreinen Rohgraphit, dann 168 Ztr. ganz thon- und sandfreien, 1000 Ztr. feinen und 856 Ztr. ordinären Raffinadgrapkit. — Der thon- und sandfreie Raffinadgrapkit wird mit Vorliebe von Schiesspulverfabrikanten und Stahlgiessern verwendet. Hierzu eine Karte des Graphitbergbaues in Wolmersdorf. 382. Graphit von dem Bernhardi-Grubenfeld bei Mühldorf, Bez. Spitz an der Donau. Dr. Carl Haas et Comp, in Budweis. Die Gesammtmächtigkeit des durch mächtige taube Zwischenmittel unterbrochenen Lagers beträgt 10—12 Klft. Erz. 500 Ztr. Raffinad-Graphit. Preis 1 ff. 10 kr. per Zoll- Zentner. 383.384. Graphit von Kunstadt in Mähren. Frau Anna Wennisch. Auf 2 abbauwürdigen Flötzen von 3 Fuss und 1—l 1 / 2 Fuss Mächtigkeit in Kalkglimmerschiefer. 385. 386. Graphit von Petrow, Bez. Boskowitz. Hugo Fürst zu Salm Reiffersclieidt. Das bis 1 Klft. mächtige Lager hat körnigen Kalksteiu zum Liegenden und Chloritschiefer zum Hangenden. Erz. 1884 Metz, ä 2 J / 2 Kub.-Fuss. Preis 1 fl. per Ztr. rohen, 2 ff. per Ztr. geschlämmten Graphites. 387. Graphit von Schweine, Bez. Müglitz. Gessner, Pohl u. Comp, in Muglitz. Das 1 Fuss bis 4 Klft. mächtige Lager ist zwischen Kalk und Quarz im Liegenden und Glimmerschiefer im Hangenden eingeschlossen. Der Graphit ist theils schuppig, theils dicht und muss für die Schlemmerei fein gepocht werden. Er ist von vorzüglicher Qualität und wird zum grössten Theil, und 03 zwar hauptsächlich nach Amerika exportirt. Erzeugt wurden 14,733 Zollztr. geschlemmter und 6276 Zollztr. natürlich gepochter Graphit. Exportirt wurden 1871 von ersterem 13,909 und von Letzterem 6246 Ztr. 388. 389.Rohgraphit . , 390. Graphit Raffinirt I. Qual. 391. „ II. . von Altstadt Bez. Mähr. - Schönberg. A. M. Buhl u. A. Holzmaister. In Begleitung von krystallinischem Kalk lagerförmig im Gneiss und Glimmerschiefer. Werksbes. 20 Eeldmaassen. Erz. 11,000 Ztr. Preis per Zollztr. Roh-Mehl 80 kr. bis 1 fl. Raff. I. Sor;e 1 fl. 80 kr., IL Sorte l fl. 10 kr. b) Aus den kr y stall in i sehen Gesteinen der Alpen. 392. Graphit von Mariageburt am Bergbau Gebra bei Sehwaz in Tirol. T ir© 1 -Sa 1 zburger M ontan-G ese 11 schaft. Das Mineral tritt in Thonschiefer auf. 393. Graphit von Sunk hei Hochtauern nächst Rottenmann Bez. Judenburg. Albert Miller v. Hauenfels. Das Mineral findet sich in 3 Lagern von 2 Fuss, 1 Klft. und 2 Klft. Mächtigkeit in den krystallinischeu Schiefern. Es ist gut feuerfest und enthält in den reinsten Partien bis 70% und im grossen Durchschnitt bei 55% Kohlenstoff. Der Bau wurde 1871 eröffnet und sollte 1872 schon bei 8000 Ztr. Rohgraphit liefern. Preis 1 fl. loco Grube per Zentner, ohne Emballage. 393. a. Graphit y. St. -Lorenzen, Bez. Rotf enmann in Steiermark. St.-Lorenzer Graphit-Gewerkschaft. Sechs parallele Lager vou 2—12 Fuss Mächtigkeit sind bekannt. Erz. 14,754 Zollztr. Rohgraphit. Preis: Rohgraphit 1. ff. 80kr. Ralf. I. 2fl. 50 kr., Raff. II. 5 fl. 50 kr. pr. Zollztr. C.4 I3itumen. a) Aus dem Karpatliensandstein. 894. Ozokerit (Erdwachs) weiches, gelbes. . | 895. * „ gelbes Schmelz- \ v. Boryslaw, punkt SO—85. j Galizien. 896. Ozokerit (Erdwachs) schwarzes . . . J Das Erdwachs und Petroleum tritt in einer besonderen Schichtenabtheilung, den „R »pianka-Schichten“, die der oberen Stufe der Eocäuformation angehören, in grosser Verbreitung auf, und bildet bekanntlich seit den letzten Jahren den Gegenstand einer sehr lebhaften bergmännischen Thätigkeit. b) Aus dem Hauptdolomit der Alpen. 897. Asphaltschiefer mit einem fossilen Fisch (Lepido- tus parvulus) von Seefeld Tirol, In mehr schiefrigen dem an der Grenze zwischen "Lias und Triasformation auftretendem „Seefelder Dolomit“ eingelagerten Schichten. Die Gewinnung von Asphalt aus dieseu Schiefern hat. nur wenig Bedeutung. c) Aus dem Kreidekalk in Dalmatien. 898. Erdpech von Vergoracz in Dalmatien. In mitunter ansehnlichen Massen dem Kalkstein eingelagert. d) Aus der I iasformation im Banat. 899. Schiefe rthon (Oelschiefer) vom Theresienthal bei Steier- dorf. K. k. priv. Staats-Ei seil bahn-Gesellschaft. Auf einem 30—49 Klafter mächtigen Lager im Hangenden des obersten Kohlenflötzes der Liasformation. Die abbauwürdige Partie, in einer Mächtigkeit von 12—15 Klft., bildet der obere Theil des Lagers. Der Schiefer enthält 4—5% Oel. Es werden davon täglich 1080 Zollztr. gewonnen und verhüttet. 65 Salze. a) Aus den jüngeren Tertiärschichten der Nordkarpathen. 400. Fas er salz (Salzspath), d : e Ausfüllung von Klüften bildend. 401 .Salzkrjstalle aus Salzsoole abgesetzt . 402. Salzin er u Stationen auf einem Holzbalken 403. Salzthon mit einer Salzspatbader (Pruchnica) . 404. II a s e 1 g e b i r g e mit grobkrystallinischer Salzmasse (Zuber). 405. G r ü n s a 1 z (Verkaufssalz). 400. Eissalz, Varietät vom Grünsalz ..... 407. K n i s t e r s a 1 z, Varietät vom Griinsalz .... 408. Spiza-Salz (gewöhnliches Verkaufs-Salz) . . 409. WeissesSpiza-Salz . 410. Hanf- ode r Samen salz (Semlatka) aus den obersten Schickten des Spiza-Salzlagers .... 411. M o h n s a 1 z (Makowica) mit eingemengten Sand- und Kohlenkörnern. '412. Perl salz (Jarka). 413. Gestreiftes Spiza-Salz. 414. Spiza-Salz mit bituminösen Kohlentrümmern . 415. Unreines Spizasalz (Smulec). 416. Szybiker Salz gewöhnliches. 417. Adler-Salz . 418. Kry stall-Salz . 419. Salz kr y stalle am Muttergestein. 420. Tropfsalz. K. k. Salinen-Aerar. Stock- uni lagerförmig ; die Stöcke besitzen eine Höhe von 15—20 Klft. und eine Breite und Länge von 10 bis Von Wleliczka. ßn 15 Klft. die Lager eine Mächtigkeit von 1—6 Klft; dieselben bestehen aus Salzthon mit Salz- und Gjpsklüften durchschwärmt, und Massen von reinem Steinsalz. Erzeugung 1.279,035 Ztr. Steinsalz. Preise: Stücksalz unverpakt: Szybiker- salz 5 fl. GO kr., Grünsalz 5 fl., Spizasalz 4 fl. 80 kr. pr. Ztr.; verpakt in Fässern jede Gattung um 24 kr. höher; gemahlen um 6 kr. höher. Hierzu eine Uebersichtskarte, 2 Detailkarten, 3 Blätter mit Querdurchschnitten und 2 Blätter mit L ä n g e u p r o f i 1 e n der Saline W i e 1 i c z k a. 421. S a 1 z in Krystallen . 422. F a s e r s a 1 z . . . 423. Steinsalz . . . von Bochnia in Galizien. K. k. Salinen - Ae rar. Auf einem steil aufgerichteten Lager, das dem Streichen nach auf 1734 Klft. und in die Tiefe auf 208 Klft. aufgeschlossen ist. Das Lager besteht aus braunem und grauem von Gyps durchzogenen Thon, in welchem das reine Salz in unregelmässigen Lagen, die durchschnittlich bei 06 Klft. mächtig sind, ausgeschieden ist, Erz. 1871 327,966 Ztr. Steinsalz, wobei 476 Mann beschäftigt waren. 424. Ha sei ge birg e mit Steinsalz v. Lacko, Bez. Lemberg. lv. k. Salinen-Aerar. Lagerförmig, Mächtigkeit 29 Klft., Ausdehnung des Werkbesitzes 47 304 / 1600 Joch. Das Lager besteht aus Thon mit Salz Kalk, Gyps und Anhydrit. Erzeugung 1871 94,433 Ztr. Sudsalz. 425. Steinsalz vom Feldort des Hangendquerschlages Flechner . . . 120. Steinsalz vom Feldort des Han- gendquerselilages Kleeberg 427. Steinsalz (kalihältig) von der Gl. Streckenklafter des Querschlages Flechner. in Stebnik, Bez. Drohobycz. 07 Lagerförmig. Mächtigkeit des Lagere (od. Stockes) 00—80°; dasselbe besteht aus Haselgebirge, (Salzthon, geineugt mit Gyps und Anhydrit.) Erzeugung 822,996 Kub.-Fuss Langwerksoole Gestehungspreis 0.88 kr. pr. Kub.-Fuss gemischter Soole. Hierzu eine Karte über den Steinsalz bay der Saline Stebnik. 428. Sylvin . \ 429. Sylvin mit blauem Steinsalz . | von Kalusz 430. Kainit .I j n Galizien. 431. Carnallit .’ Kalibergbau- lind Salinenbetriebs-Ge- sellschaft „Kalusz“ in Wien. Innerhalb der hier bis auf 68 Klafter mächtig auftretenden tertiären Salzformation, aut welcher bereits seit langer Zeit die Sudsalzgewinnung betrieben wird, treten mehr in dem Haugenden der bei 20 bis 25 Klafter mächtigen Salzthonpartien nester-, stock- und linsenförmig kalihältige Salze wie Sylvin , Kainit und Carnallit auf, begleitet von Gyps und Anhydrit Das Vorkommen ist ein derartiges, dass das linsen- und stockförmige Auftreten des Sylvin’s mehr iD dem südöstlichen Theile des Baues sich ausdehnt, während der Kainit in einem bei 10 bis 12 Klafter mächtigen Stocke im nordwestlichen Theile der Grube auftritt und beide Mineralien einander scheinbar ausschliessen. Der bisherige Aufschluss erstreckt sich auf eine Länge von über 300 Klafter bis in eine Tiefe von über 60 Klafter. Der Gehalt der in der Grabe gewonnenen Kalisalze wechselt naturgemäss ungemein stark, je nach den Beimengungen von Salz und Salzthon; im Durchschnitt hat das gewonnene Sylvinrohsalz bei 18 bis 25 Perzent Chlorkalium, lind wird, wie der Kainit iii zwei grossen Fabriksanlagen zu einem reinen Producte meist von 80 bis 95 Perzent nnd selbst darüber an Chlorkalium und Pikromerit verarbeitet. Die Production an Rohsylvinsalz, wie es aus der Grube gefördert wird, betrug im Jahre 1871 bei 400,000 Zentner, und wurde der Kalifabrik mit 18 kr. zugerechnet. 68 432.Steinsalz.| von Kossow 433. Salzthon mit Anhydrit u. Steinsalz J huGalizien. K. k. Salinen-Aerar. Lagerförmig. Mächtigkeitdes Salzlagers 30 Wr. Klftr; dasselbe besteht aus Haselgebirge mit eingelagerten reiuen Steinsalz- scbichten bis 2' Mächtigkeit. Erzeugung 1871 13,710 Ztr. Steinsalz ä 1 fl. 75 kr. Das gewonnene Steinsalz wird bis jetzt nur an Unternehmer zur Ausfuhr nach Russland verkauft. Hierzu ein Plan der Saline Kossow. 434. Steinsalz, unrein (das Hauptvorkommen des Lagers) .... 435. Commerzielles Steinsalz, minderer Qualität 436. Commerzielles besserer Qualität 437. Krystallsalz. Steinsalz, von Kaczyka, Bezirk Radautz. K, k. Salinen-Aerar. Lagerförmig. Mächt. des Lagers (oder Stockes) durchschnittlich 120 Klft.; dasselbe besteht aus circa 80°/ 0 Kochsalz enthaltenden, mit Thon verunreinigtem Steinsalze, in welchem mehrere bis 30 Klft. mächtige Lager commerciellen Steinsalzes mit 95—98% Kochsalzgehalt Vorkommen. Erzeugung 36425 Ztr. Steinsalz. 18,042 Ztr. Sudsalz, Verkaufspreis pr. Ztr. Steinoder Sudsalz 5 fl. Hierzu ein Situationsplan d e r Kaczykaer Werks-An 1 age, dann eine Uebersichtskarte und eine Detailkarte des dortigen Grubenbaues. b) Aus den TriasscMchten der Alpen. 438. Armes Salzgebirg (Haselgebirg) . . . 439. Festes gypsreiches (Haselgebirg) . . 440. 441. Reiches Salzgebirg. 442. Graues Kern salz 443. Kern salz mitBittersalz. o S-. EH a « a o > 69 444 445. Fast reines Steinsalz. 446. Kryst allsalz. 447. Anhydrit. 448. G y p s (Fraueneis) mit Thon. . K. k. Montan-Ae rar. «8 o Stockförinig au der Basis der Cardita-Schichten, demnach in einem etwas höheren Horizonte als die weiter im Osten folgenden Salzablagerungen der Alpen; die Mächtigkeit des Stockes ist nach keiner Richtung aufgeschlossen. Derselbe besteht aus Thon mit Einlagerungen von derbem, reinerem oder unreinerem Steinsalz, Gyps, Anhydrit, Muriazit, Bitterspath, Schwefelkies, Flussspath, Polyhalit etc. Im grossen Durchschnitt rechnet man im ganzen Salzgebirge 35°/ 0 Salzgehalt. Erzeugung 1.619,969 Kub.-Fuss Soole mit 18 1 / a °/ 0 Salzgehalt. Erzeugungspreis pr. Kub.-Fuss 3.106 kr. Hierzu eine Uebersichtskarte und 10 Blätter mit Detailplänen des Salzbergbaues. 449. St e i n s a 1 z weisses . . . .1 jk A vom Diirrenherg 400. * rothes. } ara „ bei Hallein. 401. „ „ fasriges . . ) K. k. Salinen-Aerar. Auf einem Stockwerk von 1000 Klft. Länge, 800 Klft. Breite und 200 Klft. grösster Höhe, der so wie die weiter östlich folgenden Salzlagerstätten des Salzkammergutes der oberen Triasformationen zwischen den Zlambach und Hallstät- ter-Schichten im Hangenden und den Pötschenkalken im Liegenden eingelagert ist. Dieses Stockwerk besteht aus Salzthon mit 40—70°/ 0 Salzgehalt, in dem stellenweise reines Steinsalz ausgeschieden ist. Erz. 1871 525 Ztr. Stücksalz, 3421 Ztr. Minutiensalz und 1.224 986 Kub.-Fuss Soole, Arbeiterzahl 180 Mann. Hierzu eine Karte des Bergbaues am Dürrenberg. 453. Haselgebirge . .I g 455. Kr y stall salz.. § 452. 454. 456. Kryst all salz mit Thon 70 457. Steinsalz mit Krystallen 458. * .... 459. * mit Anhydrit 460. Fasersalz . . . . 461. Blätter salz . . . 462. L ö w e i t. 463. Muriazit .... 464. Poly halit .... 465. Anhydrit .... 466. G y p s (Marienglas) . . 467. » fasrig .... a o I K. k. Salinen-Aerar. Stockförmig. Mächtigkeit des Stockes 20 bis 130 Klafter, Ausdehnung desselben am höchsten Tunkte 120, am tiefsten 500 Klft. Derselbe besteht aus einer ungeschichteten Masse von Thon und thonigem Mergel mit Nestern von Gyps und Anhydrit von sehr verschiedener Ausdehnung, mehr oder minder durchsetzt von Salzkrystallen. Erzeugung 1.900,660 Kub.- Fuss Salzsoole. Hierzu eine Uebersichtskarte, eine Detailkarte und ein Blatt mit Profilen des Salzbergbaues Ischl. 468. Steinsalz (gewöhnliches Verschleisssalz vom Klin- ger-Werk im Kais. Josephstollen). 469. Steinsalz (gewöhnliches Yerschleisssalz vom Knall- Werk im Kais. Josephstollen). 470. Bothes Steinsalz vom Binthaler-Werk Kais. Katharina- Theresiastollen. 471. Rothes Steinsalz vom Knall-Werk Kais. Josephstollen ... 472. Weisses Steinsalz vom St.-Michaelwerk K. Katharina-Theresiastollen . CD ■"fl fl fl cb N! CD PQ fl 02 (fl 473.Steinsalz mit Holzeinschluss v. u. Kehr i. K. Leopoldstollen. 474. Rothes Steinsalz vom Rinthalenverk, K. Katharina-Theresiastollen . 475. Fasersalz vom Zeislenverk, Wiesbergstollen . . 476. Körniges Steinsalz vom Lentuluswerk, Wiesbergstollen . 477. Faser salz vom Dr. Pohadschwerk, K. Katharina- Theresiastollen. 478. Fas er salz vom Gattingerwerk K. Josephstollen. 479. Steinsal z vom Nitzwerk, Kais. Maximilianstollen 480. Polyhalit vom Sulzenbehaltenverk, Kais. Leopoldstollen . 481. Anhydrit vom Gatterenverk , Kais. Katharina- Theresiastollen . a '"CS s cb CS5 VIII. Flötz aus dem Schacht 1, von der Hruschauer 559. b. Steinkohle n XI. Grube bei Hru- 559. c. Coks » seliau, Bez. Oder559. d. Stein kohl e jn X. berg in Oesterr. 559. e. Coks » yy Schlesien. S. M. Freih. von Rothschild. Gegenwärtig gepachtet von der Pachtgesellschaft der vereinigten Witkowitzer Steinkohlengruben. Es sind in dieser Grube mit 2 Schächten, Nr. 1 und 2, drei Flötze VIII. mit 24 Zoll, XI mit 24 und X mit 18 Zoll Mächtigkeit in einer Tiefe von etwa 50 Klafter im Abbau. Die Kohle ist sehr gut, kompakt, und liefert gute uud feste Coks. Die Ausdehnung dieses Werkes umfasst G08,843 Q.-Klafter. Die Production betrug im Jahre 1871 mit 143 Arbeitern 312,028 ZZtr., welche durchschnittlich mit 20 kr. verkauft wurden. Es befinden sich daselbst 2 Forder- und 1 Wasserhaltungsmaschine, zusammen mit 125 Pferdekraft. 560. Steinkohle vom Flötz 12, hei 34 CS3 Zoll mächtig 0 W 560. a. S t e i n k o h 1 e vom Flötz 11, hei 48 o S n o sä .2 Zoll mächtig w £ jg 560. h. S t e i n k o h le vom Flötz 10, hei 36 ps O o 'S 1 Zoll mächtig • • • • © 560.c. Steinkohle vom Flötz ö, hei 24 ■§5 8 > § Ä OQ Zoll mächtig a? O O 560. d. Steinkohl e vom Flötz 5, hei 17 o ” a ..H 1 <*> Vn Zoll mächtig 560.e. Steinkohle vom Flötz 4, bei 11 Öß ® a CO O s> Sh (Bersaska), B( „ ,, Szirinya-Gfrube . J Alt-Moldova » Drenkowaer Kohlengewerkschaft der Gebrüder Gutmann in Wien. Auf einer streichenden Ausdehnung von etwa 2000 Klftr. zwischen Szirinya und Kamenitza sind auf den äussersten beiden Punkten Szirinya und Kamenitza und in dem mittleren Theile in Kozla 2—4 Flötze durch Stollenbetrieb aufgeschlossen, sie sind von einer wechselnden Mächtigkeit bis zu 3 Klafter, und streichen gegen Nord-Nordwest. Der ganze Werksbesitz besteht aus 37 Doppelmaassen und 153 Frei- . schürfen. Die Kohle ist von vorzüglicher Qualität. Die Production betrug im Jahre 1871: 360,000 Zentner. Die Arbeiterzahl 300. — Der Verkaufspreis loco Drenkowa am Donau-Ufer 46 kr. pr. Zoll Ztr. 609. L i a s k o h 1 e vom I. Flötze . . I Y0I1 Doman, Bezirk 610. Reschitza. K. k. priv. Staatseisenbahn-G cse Ilse haft. Es stehen zwei Flötze im Abbaue, die eine Mächtigkeit von 4'—6' besitzen. Die Production betrug im Jahre 1871 mit Einschluss von Szekul 1.018,868. Ztr. Diese Ablagerung ist die Fortsetzung der im Banat auftretenden mächtigen Liasbildungen. 89 611. Liaskohle vom Hangendflötz . I 612. » • Hauptflötz . . S von steierdorf » »2. Liegendflötz j (Banat, Militärgrenze) 614. , „ 3. I K. k. priv. Staats-Ei senbahn-Gesell- Schaft. Die Mächtigkeit der 5 vorhandenen Flötze, von denen nur zwei abgebaut werden, beträgt beim Hangendflötz bei 4', beim beim Hauptflötz 5 — 6', beim 1. Liegendflötz bis 5', beim 2. Liegendfiötz bis 5', und beim 3. Liegendflötz bis 6'; sie streichen von Süd nach Nord, und verflachen von 25 bis 90 Grad nach allen Richtungen. Zur Förderung sind 8 Fördermaschinen mit 222 Pferdekraft zur Wasserhaltung 5 Maschinen mit 195 Pferdekraft, und zur Ventilation 3 Maschinen mit 38 Pferdekraft vorhanden. — Die Kohle ist von vorzüglicher Qualität. — Production betrug im Jahre 1871 3.306,002 Zfr. Verkaufspreis 35 kr. ä Ztr. Arbeiterzahl betrug im Jahre 1871 = 1919 Personen. Hiezu eine geognostische Uebersichtskarte des Kohlenbergbaues zu Steierdorf. D. Kreideformation. a) Mähren. 615. Kreidekohle aus dem Marienschachte des Walchower Alaunwerkes bei Walchow, Bez. Boskowitz. Alfons Graf Mensdorff-Pouilly. Die Kohle ist sehr kiesig und wird zur Alaunerzeugung verwendet. Die Mächtigkeit des Flötzes beträgt 5—6'. — Ausdehnung des Werksbesitzes besteht in 8 Grubenmaassen. Gefördert wurden im Jahre 1871: 34,115 Zentner Kohle, woraus 1955 Ztr. Alaun erzeugt wurden. — Arbeiterzahl 20—30. 616. Alaunschiefer . . 1 aus der Antonigrube von 617 Kreidekohle . . . ] Obora, Bezirk Boskowitz. 90 Alfons Graf Mensdorff-Pouilly. Das Flötz besteht aus wechsellagernden Schichten von Kohle (Nr. 615) und Alaunschiefer (Nr. 614) mit einer Ge- sammtmächtigkeit von 6 bis 7 Fuss. Ausdehnung des Werks* besitzes 20 Grubenmaassen. — Gefördert wurden im Jahre 1871: 21,380 Ztr. Kohlen- und 47,639 Ztr. Alaunschiefer, aus welchem 1830 Zentner Alaun erzeugt wurden; Arbeiterzahl 50—60. Durchschnittlicher Verkaufspreis der Kohle war 7 x / 2 kr. pr. Ztr. 618. Kreidekohle aus der Arthurzeche ) 619. , . , Alfonszeche ) Ton Bos kowitz. Alfons Graf Mensdorf-Pouilly. Die durchschnittliche Mächtigkeit des Kohlenflötzes beträgt 5 W. Fuss. Ausdehnung des Werksbesitzes: 15 Gruben- maassen. — Production für 1871: 17,975 Ztr. Kohle; Arbeiterzahl 20—25. Verkaufspreis für Kleinkohle 14 kr., für Grosskohle 20 kr. 620. Kreidekohle von Johnsdorf, Bez. Mährisch-Trübau. Gessner, Pohl & Comp. Die Mächtigkeit des Kohlenflötzes beträgt 2 1 l 2 ‘ bis 3'. — Gefördert wurden im Jahre 1871: 35,000 Ztr,, wobei 25—30 Arbeiter nach Bedarf beschäftigt waren. — Der Verkaufspreis für einen Metzen Kohle, im Gewicht von 130 Pfd. loco Grube betrug durchschnittlich 21 kr. b) Nie der-Oesterreich. (Siehe Dräsche.) E. Eocän. a) Tirol. 621. Hangendkohle . .| 622. Mittelkohle . . . i von Häriüg, Bezirk Kufstein. 628. Liegendkohle . . J » i \ i i. 91 K. k. Montan-Aerar. Die Mächtigkeit des Flötzes ist durchschnittlich 3°; die grösste Mächtigkeit tritt mit 5° 2 ‘' auf. Die Ausdehnung des Werksbesitzes beträgt 38 Grubenmaassen.— Die Production betrug im Jahre 1871: 404,814 Ztr. und die Arbeiterzahl 184. Der Verkaufspreis war für die Aerarialwerke 39-5 kr., für Cement- fabriken 45 kr. per Wiener Ztr. Mischkohle. Hiezu eine Karte, horizontale und vertikale Durchschnitt des Kohlenflötzes zu Häring. b) Istrien. 624. Eocäne Braunkohle . . . . 1 «wderBarbarazeche K } von Carpano, Bez. 62o. „ » mit Trinkerit J Aibona. A. M. Freiherr v. Rothschild in Wien. Das Kohlenflötz ist etwa 1°—2° mächtig, und werden hievon nur etwa 3 Fuss abgebaut. — Ausdehnung des Werksbesitzes beträgt 275,968Q°. Production von 1871: 594,799 W. Ztr. Arbeiterzahl durchschnittlich 497. — Die Kohle ist harzig und leicht backend, Verkaufspreis betrug 1871 : pro Tonne Stück- und Würfelkohle (zu 18 W. Ztr.) loco Ladeplatz am Arsa-Canale fl. 14.20. Montekohle pr. Tonne 12.20, ebendaselbst, und Staubkohle fl. 9. Hiezu 5 Karten: Geognostische Karte des südöstlichen Istrien; Situationskarte, Gruben- und Profilkarte der Braunkohlenbaue zu Carpano bei Aibona. c) Dalmatien. 626. Eocäne Braunkohle von Siverich, Bez. Dernis (Dalmatien), vom Kohlenwerke am Monte-Promina. Ant. Macale u. Yinz. Galvani. Das Flötz daselbst ist zwischen 4°—8° mächtig. a) Böhmen. 627. Lignitartige Braunkohle aus] dem Petriabraum . . . . . j von Bukwa bei 628. Lignitartige Braunkohle aus ( Falkenau. dem Josefiabraum .) 629. Schwarze glänzende Braunkohle aus dem Gustavschachte bei Meierhöfeu, Bez. Falkenau a. d. Eger. Zieditz-Haber spirker Braun- und Glanz- kohlen-Gewerkschaft der Gebrüder Gutmann & Comp. Wie in dem ganzen Falkenauer Tertiäibecken so sind auch hier 2 Flötze im Abbau ; das obere, eine lignitartige Braunkohle führende Flötz, 8—16° mächtig, und dann das sogenannte Glanzkohlenflötz 3—5°, beide durch ein stark mit Schwefelkies versetztes Zwischenmittel von Sand und Letten von 6°—8° Mächtigkeit getrennt; Production 1871: Braunkohle 86,000, und Glanzkohle 19,000 Ztr. Arbeiterzahl 80. 680. Braunkohle aus der Dreifaltigkeitszeche bei Trossau, Bez. Karlsbad. Herzog Beaufort-Spont in. Das Flötz ist bei 14 Fuss mächtig, und führt in der Mitte eine bei 2 Fuss mächtige Lage von Erdharz. Die Grube erst seit Juli 1871 in Betrieb, producirte noch in demselben Jahre 5634 W. Zentner. 681. Braunkohle zwischen Tuschmitz-Prösteritz-Milsau, Bez. Kaaden. Se. Exc. Graf Josef Oswald v. Thun- Hohenstein. Dieses Werk welches einen zusammenhängenden Complex von 1,029.107 □ Klafter umfasst, liegt bereits an der westlichsten Glänze des grossen Saaz-Komotauer Braunkohlenbeckens. 93 das Kohlenflötz zeigt im Westen eine zusammenhängende Mächtigkeit von 7 Klftr; gegen Osten theilt es sich durch Letten in 3 Bänke von denen die Oberste 5'/* Fuss, die Mittlere 4% und die Unterste 2 2 / 3 Klafter, mächtig ist. Das Werk wurde erst vor kurzem in Betrieb gesetzt, und producirte im Jahre 1871 mit 10 Mann bei 60000 Ztr., während im nächstfolgenden Jahre die Production sich bereits auf 1200 Ztr. täglich erhöhte, und durch Aufstellung einer neuen 20 Pferdekräftigen Fördermaschine und 30 Pferdekräftigen Was- serhaltrngsmaschine die Production in kurzer Zeit auf eine Tägliche Förderung von 10000 gebracht werden soll. 632. Braunkohle aus der Antoniazeche von Oberleutensdorf. Graf Georg v. Waldstein. Die Mächtigkeit des Flötzes beträgt gegen 12 Klafter. 633.634. Braunkohle von Dux, Bez. Teplitz. K. k. priv. Dux-Bodenbacher Eisenbahn- Gesellschaft. Das Flötz ist zwischen 6—12° mächtig. Ausdehnung des Werksbesitzes beträgt 42 einfache Maassen, und 63,555 18 Q 0 Ueberschaaren, im Ganzen daher 59O,403 18 / 10o Q°. Der Abbau findet zum Theile im Tagbaue, zum Theil grubenmässig statt die Förderung erfolgt durch 3 Schächte mit 3 Fördermaschinen von zusammen mit 34 Pferdekräften. Die Production betrug im Jahre 1871: 720,000, im Jahre 1872 bereits 2.662,000 Zoll- Zti\ und soll im Jahre 1873 auf 5 Millionen Zoll-Ztr. gebracht werden. Arbeiterzahl 450. Der durchschnittliche Verkaufspreis betrug 10V 2 kr. ö. W. pr. Ztr. 635. Braunkohle aus dem Anna Carolina Beust-Schachte. Brüxer Kohlenbergbau- Gesellschaft. Diese Gesellschaft besitzt in dem Braunkohlenbecken von Brüx einen Komplex von 520 Grubenmaassen und über 100 Freischürfe; die Kohle zeigt bei einem Streichen nach Süd- west und einem sehr geringen Verflachen eine Mächtigkeit von 3 bis zu 12 Klaftern. Die Schächte gehen bis zu einer Tiefe von 40 Klaftern und sind mit 3 Fördermaschinen von 60, und 2 94 Wasserhaltungsmaschinen von 100 Pferdekraft ausgerüstet. Das Werk beschäftigt bei 50 Mann, wird erst seit dem Jahre 1871 ausgerichtet und soll in der Lage sein, im Laufe des Jahres 1873 ein Quantum von 2 Millionen Zentnern zu fördern. Der Absatz soll hauptsächlich ins Ausland über Aussig und Wei- pert gehen, und die Stückkohle um 14 kr., die Mittelkohle^ um 9 kr., und die Lösche um 4 kr. verkauft werden. 636.637. Braunkohle, aus der Segen gotteszeche von Salesl. Salesler Gewerkschaft. Es sind mehrere Flötze von verschiedener Mächtigkeit. Die Kohle ist eine gute Breunkohle. b) Mähren. 638. 639. 640. 641. Lignit ko hie aus der Hugozeche von Gaya, Bez. Gaya. Hugo Fürst und Altgraf zu Salm-Re if- fer scheidt. Das im Abbau befindliche Flötz gehört der im südlichen Mähren sehr verbreiteten jüngsten Zone der Tertiärablagerungen, den Congerienschicbten an, und ist fast gleichmässig mit diesen verbreitet. Hier ist es bei 12 Wiener Fuss mächtig. — Die Production betrug im J. 1871: 288,995, Ztr., durchschnittliche Arbeiterzahl 86. — Verkaufspreis 14*87 kr. pr. W. Zentner. Hiezu eine Karte des Fürst Salm’schen Bergbaues zu Gaya. 642. Lignitkohle von Zierawitz. Se. Excellenz Simon Freiherr von Sina. Dieses Flötz gehört ebenfalls den Congerienschicbten an, und beträgt hier dessen Mächtigkeit gegen 8 Fuss. Ausserdem besitzt hier Fürst Liechtenstein, A. Klein, H. Dräsche von Wartinberg u. s. w. bedeutende Grubencoinplexe und beträgt die Production sämmtlicher Gruben innerhalb dieses Beckeus im J. 1871 bei 1.958,000 ZZtr. mit 662 Arbeitern. c) Galizien. 644. Braun kohle aus der Segengottesgrube von Skwarzawa, Bez. Zolkiew (Galizien). Ost-Galizische Kohlen-Gewerkschaft. Die lignitartige Braunkohle tritt in Ostgalizien überall unter dem Leithakalke im marinen Sande mit einer sehr unsicheren und wechselnden Mächtigkeit von 2 bis zu 7 Fuss auf und tritt an den Gehängen der nicht hohen Hügelzüge sehr oft zu Tage. Die bisherigen Aufschlüsse und Vorrichtungsbaue sind unbedeutend, die ausgedehntesten bei Glinsko und Skwarzawa bis nach Kamjonka woloska im Zolkiewer, bei Zloczow und Jasienow im Zloczower Kreise. Die Production und Con- sumtion bisher ganz unbedeutend. 645. B raunkohle von Myszyn, Bez. Peczeniszyn. Myszyner Josefi - Kohlen- u. Eisenwerk. Es kommen zwei Flötze von 18" und 4'—6' Mächtigkeit vor, und scheinen älteren Schichten anzugehören, als die Lig- nite im Zolkiewer und Zloczower Kreise. Die hier auftretenden Flötze sind sehr absätzig, in der Mächtigkeit sehr variirend, und in Folge des schwachen Vorkommens die Aufschlüsse und Ausrichtungsarbeiten sehr gering. cl) Bukowina. 646. Braunkohle von Karapacziu (Bukowina). Das Flötz hat eine Mächtigkeit von nur gegen V. e) Nordalpen. 647. Br au n kohle aus dem Werke Virtatobel von Langen, Bez. Bregenz (Vorarlberg.) 96 Karl Schwenger in Lindau. Liebfrauen flötz 3' — 5' mächtig. 648. Br au n kohle aus dein Freischurfe Nr. 2. von St.- Johann, Bez. Kitzhüchel (Tirol). Balthasar Seebacher & Comp. Es sind hier 5 Elötze bekannt, welche jedoch erst aufgeschlossen werden. 649. Lignit artige Braunkohle von Wolfsegg, Bezirk Vöcklabruck in Ober-Oesterreich 650. Lignit artige Braunkohle von Thomasroit 651. „ „ „ Kaletsberg . 652. „ * „ Griftnergut nächst £ Zell am Pettenfürst .. PQ 653. Lignitartige Braunkohle von Feitzing, Bez. Ried. Wo 1 fsegg - Traunthaler Kohlenwerk s- und Eisenbahn-Gesellschaft. Nahezu an der Grenze der jüngsten Tertiär-Scüottermas- sen der Höhen des Hausruck und Kobemauser Waldes, jedoch bereits in dem bläulichen Letten tritt eine sehr ausgedehnte zusammenhängende Lignitablagerung auf, an den meisten Punkten aus zwei Flötzen bestehend, von denen das obere bei 3'—6', und das zweite 10—15' Fuss mächtig ist. Durch die nahezu horizontale Lagerung und das stellenweise Zutagetreten an den Gehängen war der Aufschluss ein verhältnissmässig leichter, und ist der Stollenbetrieb überall leicht ausführbar. Die vorbezeichnete Gesellschaft, deren Besitz in neuester Zeit in das Eigenthum des Herrn Werndl ühergegaugen ist, hat ein grosses Gebiet dieser Lignitablagerung aufgeschlossen, und ein Terrain von 1060 Grubenmaassen und 33 Ueber- schaaren d. i. 13.600,000 Quadr.-Klftr. occupirt. Die Production auf den Werken betrug im Jahre 1871 bereits 5.234,938 Zeutuer Kohle, welche au den Bahnstationen 97 Attoang und Breitenschützing mit L8 kr. für Stückkohle, und mit 12 kr. für Gries pr. Ztr. verkauft wurden. 654. Braunkohle aus dem Idaschachte von Hagenau, Bez, Neulengbach. Leopold Donath in Wien. Die Mächtigkeit des Flötzes beträgt eine Klftr., Ausdehnung des Werksbesitzes, 6 einfache Grnbenmaassen und 20 Freischürfe. Die Production im J. 1871 betrug nur 2000 Ztr., da sich das Werk erst im Aufschlüsse durch Schurfbaue befindet. 655. 656. Braunkohle von Grossen-Rust bei St.-Pölten. H. Eduard Bind. Es ist dies ein in dem ersten Stadium sich befindender Schürf und Aufschlussbau, der erst seit Kurzem besteht, und in einer Tiefe von etwa 7 Klaftern ein 2 x / 2 Fuss mächtiges, jedoch schiefriges Flötz erreicht hat; unter diesem Flötze, etwa 8 Klafter tiefer, soll noch ein zweites Flötz durch eine Bohrung erreicht worden sein; bedeckt werden diese Schichten ganz naho ober dem Aufschlusspunkte vom Leithakalk-Konglomerat, das hier unmittelbai auf krystallinischem Schiefer aufliegt. 657. Braunkohle von Schleinz, Bez. Wien-Neustadt. Franz Gudl in Pitten. Die Mächtigkeit des Flötzes beträgt bei 2—4 Fuss. 1‘) Central- und Süd-Alpen. Steiermark. 658. Braunkohle aus dem Yinzenzstollen am Kogl bei Retenegg, Bez. Yorau. Hohenwanger Haupt-Gewerkschaft. Es sind daselbst 3 Flötze mit einer Gesammtmächtigkeit von 9°; wegen sehr mangelhafter Kommunikation mit dem Mürz- thale ist jedoch die Entwickelung dieses Bergbaues eine äusserst schwierige. 98 659. Braunkohle aus dem Aloisistollen von Wartberg, Bez. Kindberg. K. k. pr. Neuberg-Mariazell er-Gewerk- schaft. Das Flötz ist durchschnittlich 2°—3° mächtig, jedoch schieferig. Die Grösse des Grubenbesitzes besteht in 10 Grubenmaassen, und ist durch mehrere Schächte und Stollen ^aufgeschlossen. Die Production betrug von 1862—71 : 253,248 Zentner Kohle und wird bei dem gewerkschaftlichen Eisen-Werke in Neuberg verbraucht. 660. Braunkohl e aus dem Andreasstollei Dei rarscuiug, Bezirk Kapfenberg. * „ Neustollen _ „ Maxstollen Steinkohlen- u. Alaunwerk Parschlug des Ign. Fürst in Büchsengut. Das Flötz tritt hier in abgerissenen Trümmern auf, welche mit drei verschiedenen Stollen abgebaut werden ; sie besitzen eine Mächtigkeit von je drei Klaftern. Die Ausdehnung des Werkes umfasst acht einfache Grubenmaassen, welche noch bei 8.960,000 Ztr. Kohle enthalten dürften. Die Production betrug im Jahre 1871 über 120,000 Ztr., welche am Werke mit 23 kr. verkauft wurden. Die Kohlenlösche wird zur Alaunerzeugung verwendet. 663. Braunkohle aus dem Aloisistollen im Gamsgraben, bei Winkl, Bez. Bruck. Hohenwanger Haupt-Gewerkschaft. Es sind hier zwar bei 14 Flötze vorhanden ; ihre Mächtigkeit variirt jedoch nur zwischen 8 bis 20 Zoll. 664. 665. 666. Braunk ohle aus dem Dürnberger Unterhaustollen von Urgenthai, hei Bruck an der Mur. K. k. priv. Neuberg - Mariazeller Gewerkschaft. Die Mächtigkeit des Fiötzes variirt zwischen einigen Zollen bis 7', dasselbe tritt linsenförmig auf und ist dessen 99 Verhalten sehr variabel. Die Production betrug v. 1862—71 : 1.292,468 Ztr., die Kohle wird beim eigenen Werksbetriebe in Neuberg verbraucht. Hiezu eine „Karte des Kohlenbergbaues zu Urgenthai.“ 667. Braunkohle aus dem Anna-Unterbau. 668. „ * „ Ignazi- * 669. „ » » Kittenwald-Unterbau des Braunkohlenbergbaues am Münzen- und Moskenberge bei Leoben des Franz Ritter von Friedau. Dieser Bergbau zieht sich vom Beginn der Kohlenführung bei Donawitz nach dem Streichen nahezu eine Viertelmeile bis an die H. R. v. Drasch e’schen Maassen im Seegraben und ist längst dem Gehänge durch zahlreiche Schächte und Stollen bis an die Thalsohle sehr gut aufgeschlossen. Die Mächtigkeit des Flötzes beläuft sich von 2 bis 4% Klafter und gehören die Braunkohlen desselben zu den besten in der Monarchie. Die Production wechselte in den Jahren 1868 bis 1871 zwischen 705,671 und 817,806 Ztrn. und betrug im J. 1871 : 783,487 Ztr., zu deren Erzeugung, Förderung, Sortirung u. s. w. 393 Arbeiter verwendet wurden. 670. B r a u n k o h 1 e aus der Josefi-Grube * Sillweg „ von Folilisdorf, „ Holzbrücken- Bez. Judenburg. » Grube Steierische Eisen - Industrie-Gesellschaft. Die genannte Gesellschaft hat mit ihrem Grubenbesitze einem grossen Theil des ausgedehnten und sehr günstig im Murthale gelegenen Tertiärbeckens von Judenburg occupirt, nachdem bereits früher das k. k. Moutan-Aerar hier durch lange Zeit den Kohlenbergbau betrieben hat. Die Gesellschaft besitzt gegenwärtig ein Bergbaugebiet von 35 Grubenmaassen und 329 Freischürfen, und ist das Werk bereits für eine sehr grosse Production eingerichtet. 100 Das Hauptflötz ist durchschnittlich 15' mächtig. Die Erzeugung betrug im Jahre 1871 : 3.099,567 Ztr. Verkaufspreis war im Jahre 1871 : für Stückkohle 39 kr., für Förderkohle 35 kr., für Praschenkohle 28 kr., und für Grieskohle 19 kr. pr. W. Ztr. Das Werk beschäftiget bei 1252 Arbeiter und ist für die Förderung mit 5 Maschinen von 88 Pferdekraft und mit 3 Wasserhaltungsmaschinen ausgerüstet. 673. Lignit artige Braunkohle aus dem Elisabethstollen von Hz, Bez. Fürstenfeld. C. Borkenholz und Sohn. Das Flötz ist bei 3 bis 4 Fuss mächtig. 674. Brau n kohle (Lignit) von Bein, Bez. Graz. Jakob Syz. Die Gesammtmächtigkeit des Lignitflötzes beträgt bei 8V 2 Fuss. 075. Lignit a rtige Braunkohle von Lankowitz bei Köflach. 676. Lignit artige Braunkohle von Pichling bei Köflach. 677. Lignitartige B raunkohle von der Höllgrube bei Mitterdorf nächst Voitsberg. Vo r de rnberg-Kö flacher Montan-Indu- strie-Gesellschaft in Graz (vormals Fr. Graf v. Meran.) Diese Kohlenmuster gehören der grossen Kohlenmulde der unteren Neogen-Stufe an, die sich westlich von Graz über Bein und Voitsberg in nördlicher und westlicher Bichtung auf einem Flächenraume von mehr als einer Quadratmeile einerseits bis Piberstein und Kemmetberg, andererseits bis über Ober-Kainach und Gaisthal ausbreitet, und unter der Bezeichnung Voitsberg-Köflacher Kohlenmulde bekannt ist. Die Baue bei Lankowitz uud Pichling sind in dem westlichen Flügel etwas höher gelegen, und haben eine Kohlen- 101 mächtigkeit von 2—3 Klaftern an den Rändern und bis zu 10 und 14 Klaftern gegen die Mitte aufzuweisen. Die Partie von Köflach und Yoitsberg liegt in der Mitte des ganzen Beckens, wohin sich die Maassen der Gesellschaft ausbreiten, während der Besitz von Mitterdorf bereits der nördlichen Tregister und Kainacher Mulde angehört, und hier die Kohle bei 5 bis 6 Klafter mächtig ist. 678. LignitartigeBraunkohle von Voitsberg (Steiermark.) K. k. priv. Graz-Köflacher Eisenbali n- und Bergbau-Gesellschaft. Einen nahezu ebenso grossen Maassenkomplex wie die vorbezeichnete Gesellschaft besitzt im Gebiete der Köflach- Yoitsberger Kohlenmulde die Graz-Köflacher Eisenbahn- und Bergbau-Gesellschaft; sie hat ihre Maassen im Gebiete der Gemeinden Graden, Mitterdorf, Oberdorf, Kainacb und Yoitsberg gelagert, und diese sowohl durch Stollen, Schächte wie durch Tagbaue aufgeschlossen. Die Mächtigkeit des Flötzes beträgt auch hier überall zwischen 10 und 16 Klaftern. 679. Lignitartige Braunkohle aus der Grube Schaflos bei Köflach, Bez. Voitsberg. Moriz Ritter von Horstig. Dieser Grubenkomplex befindet sich in den beiden am Südrande der Mulde vorhandenen tieferen Buchten von Schaflos und Rosenthal, und zeigt die Kohle auch hier eine Mächtigkeit von 6 bis 16 Klafter. 680. Lignitartige Braunkohle aus dem Victoriastollen der Victoriazeche von Schaflos Franz X. Satter. Das hier vorhandene Victoriaflötz ist 16° bis 22° mächtig und im Anschlüsse an die im Vorhergehenden angeführten . Baue von Schaflos und Rosenthal. 681. Lignitartige Braunkohle von Tregist, Bezirk Umgebung Graz. Tregister Kohlenbergbau-Gesellschaft. Die Ablagerung dieses Flötzes gehört einer bei Voitsberg gegen Nord in das Tregisttbal nach Nord abzweigenden Seitenbucht an, in der die Kohle bei flachem südlichem Verflachen von 7 Grad mit einer Mächtigkeit von 8 Klaftern auftritt. — Die Ausdehnung des Werksbesitzes beträgt 55 einfache Feld- maassen; die Ausrichtung dieser Ablagerung hat erst vor Kurzem von der genannten Gesellschaft begonnen, da diese erst in der Neuzeit diese Werke an sich brachte, daher noch kein nennenswerther Abbau stattfindet. 682. Lignitartige Braunkohle aus der Kainaeher Seitenmulde des neogenen Kohlenbeckens von Köflach-Voitsberg von Oberdorf, Bezirk Voitsberg, Bahnstation Kainach. Kainachthaler Kohlenbergbau-Gesellschaft. Die Gesellschaft besitzt hier ein Terrain von 37 einfachen Grubenmaassen und 4 Ueberschaaren, in welchen das Kohlen- flötz in der Micheli-, Aloisi-, Peter- und Antoni-Grube bei einem Streichen von h. 1—6 Grad, und einem südwestlichen Verflachen nach h. 13—6 Grad, am nördlichen, und mit einem Streichen nach h. 6 und einem Verflachen von 10 bis 12 Graden vom südlichen Muldenflügel , und einer Mächtigkeit von durchschnittlich 10 Klafter aufgeschlossen und im Abbau begriffen ist. Die Production betrug im Jahre 1871 bei 49,540 Zentner mit 25 Arbeitern, bei einem Verkaufspreise von 12 kr. für Stück und 7 kr. für Kleinkohle. Neuester Zeit wurden Tagbaue eröffnet, die Arbeiterzahl auf 150 bis 200 Mann erhöht, und der Bau mit der Graz-Köflacher Hauptbahn durch eine Flügellokomotiv-Bahn in Verbindung gebracht, wodurch eine grössere Massenproduction als bisher möglich gemacnt wird. 683. Braunkohle aus den Bauen von Jagernegg bei Wies, Bezirk Eibiswald. 103 Wieser Kohlenbergbau- und Handels- Gesellschaft in Wien. Die Kohle gehört dem in den Süsswasserschichten der sogenannten Wies-Eibiswalder Braunkohlenmulde der unteren neogenen Stufe der Tertiärbildungen Steiermarks in grosser Ausdehnung abgelagerten Kohlenflötze an. Diese Mulde zieht sich von Brunn über Wies zum Theil gegen Vordersdorf und Eibis- wald, zum Theile über Limberg gegen Schwanberg, wo sie von den marinen Bildungen der unteren neogenen Stufe überlagert wird. Die Mächtigkeit des Flötzes ist eine sehr ungleiche. In Jagernegg und Wies in der Richtung gegen Steieregg hat das Flötz eine Mächtigkeit von 2 1 j 2 bis 4 Fuss. Die sehr flache Lagerung über der Thalsohle ist auf diesem Punkte jedoch dem Bergbaue günstig, und werden in neuester Zeit viele Untersuchungen des Gebietes nach dem nordöstlichen Einfallen, u. z. mit günstigem Erfolge ausgeföhrt. Die vorgenannte Gesellschaft hat den grössten Theil der Baue zwischen Jagernegg, Wies und Steieregg sowie ein hiezu gehöriges Freischurf-Terrain acquirirt, und ist im Begriffe dasselbe in grösserem Maasse auszurichten , nachdem durch «ine Eisenbahn über Lieboch die Verbindung mit der Graz- Voitsberger Eisenbahn hergestellt wird. In früherer Zeit betrug die Production bei 300,000 Ztr. 684. Braunkohle von Steieregg, Bezirk Eibiswald. 685. „ aus dem Maria-Anna-Reviere von Eibiswald. 686. » „ „ Theresienfelde „ „ K. k. pi*. Eisenwerk- und Stahlgewerk- scliaft in Eibiswald und Krumbach des Dr. K. M. Faber in Wien. Das erstere Kohlenmuster stammt aus der nordwestlichen Fortsetzung des in der vorhergehenden Nummer berührten Kohlenflötzes der Wies-Eibiswalder Kohlenmulde von Steieregg, wo dasselbe nahe am Ausgehenden mit einer Mächtigkeit von 8 bis 9 Fuss und daiüber aufgeschlossen ist und auch zum Theil mittelst Tagbau gewonnen wird. 104 von Yordersdorf, Bez. Eibiswald. Die beiden letzteren Nummern rühren von der sich von der Wieser Hauptmulde bei Wies in südlicher Richtung gegen Eibiswald abzweigendeu Seitenmulde her, in der das Kohlenfiötz in dem Maria-Anna-Revier mit 4 Fuss, im Theresienfelde jedoch mit 2 Klftr. Mächtigkeit aufgeschlossen ist. Der grösste Theil der hier abgelagerten Kohle wurde jedoch bereits für die Zwecke des Eibiswalder Eisenwerkes abgebaut. 687. Braunkohle aus dem Hängend!!. 688. „ „ „ Mittelfi. . 689. „ „ * Liegendfl. Josef Prattes und Jos. Kleindienst. Die Wies - Eibiswalder Kohlenmulde verengt sich bei Altenmarkt in westlicher Richtung ziemlich stark, erweitert sich jedoch, wieder bedeutend bei Vordersdorf, und bildet hier ein kleines jedoch sehr günstiges Seitenbecken, in welchem die Braunkohle in drei Bänken ruhig und ohne besondere Störungen abgelagert ist. Die Mächtigkeit des ganzen Flötzes variirt zwischen 1°—3°. Die Ausdehnung des Werksbesitzes beträgt 22 einf. Lehen- und 3 Freischürfe.— Production von 1871: 160,302 Ztr.; Arbeiterzahl 87. Verkaufspreis betrug für die eigene Glashütte 14 kr., für auswärtige durchschnittlich 30 kr. pr. W. Zentner. 690. Braunkohl e von Hrastowetz bei Studenitz. Das hier aufgeschlossene Flötz gehört den Süsswasserschichten der sogenannten Sotzka-Schichten, der untersten Stufe des Neogenen in Steiermark an, welche sich von Schönstein und Windischgrätz in östlicher Rich'ung am Südrande des Bachergebirges über Altenmarkt bei Weitenstein und Doberna gegen Pöltschach ziehen und bis nach Croatien fortsetzen. Sie führen absatzweise und linsenförmig meist nur ein Kohlen- flötz, das sich durch seine Heizkraft und seine Coksfähig- keit auszeichnet. In Hrastovetz erreicht die Mächtigkeit des Flötzes bis 6 Fuss. — Ausser diesem Baue bestehen auf demselben Zuge noch Baue in Weitenstein, Stranitzen, Pöltschach, Studenitz u. s. w. Die Kohle wird meist zur Cokserzeu- gung mit se)ir gutem Erfolge verwendet. 105 691 .Braunkohle aus der Segen - Gotteszeche von Siele hei Altenmarkt, Bez. Windischgrätz. Hü11enberger Eisenwerks-Gesellschaft in Klagenfurt, Das hier im Abbau befindliche Kohlenflöfcz liegt in der westlichen Fortsetzung der in der vorhergehenden Nummer näher bezeichneten Kohlen führenden Süsswasserschichten, der unteren Stufe der neogenen Bildungen (Sotzkaschichten). Das Flötz ebenfalls ungleichförmig abgelagert, zeigt hier eine Mächtigkeit bis zu zwei Klaftern. 692. Braunkohle aus dem Bergbaue . \ des Herrn Fr. Schuscha . . . . ( zu Buchberg, west- 693. » „ „ Karolinen- ( lieh von Cilli. Schachte . J Pragwalder Spinn- und Webefabriks- Gesellschaft. Am Südrande der Cillier Tertiärmulde bereits innerhalb der Gehänge der älteren Formationen treten die Braunkohlen führenden Süsswasserschichten der unteren neogenen Tertiärstufe (der sogenannten Sotzkaschichten) in einzelnen kleineren Mulden auf; wie bei Osterwitz zwischen St. Lorenzen, Buchberg und Liboje, bei Koschnitz und Petschounig, Kraints, Mitza und Prattna, wo die Verbindung mit dem grossen oststeierischen Tertiärbecken stattfindet. Die darin auftretenden Koklen- flütz°, die an mehreren Punkten an der Grenze gegen die alleren Gesteine zu Tage ausgehen, wechseln in ihrer Mächtigkeit bis zu 3 und 4 Klafter, die ganze Production der in dem angeführten Gebiete befindlichen Bergbaue betrug im Jahre 1872 über 527,545 W. Zentner. 694.695.Braunkohle von Hrastnigg, Bezirk Tüffer. Kohlen-Industrie-Verein in Wien. Wie am Nordfuss der Cillier Berge so zieht sich am Süd- fusse derselben unter den marinen Neogenschichten in einer schmalen langgezogenen Bucht von Moraitsch in Krain ange- fangen über Sagor, Trifail, Oistro, Doll, Gouze und Tüffer 106 nahezu in west-östlicher Richtung bis über S. Ruperti hinaus ein Zug von Süsswasserablagerungen, den Sotzka - Schichten angehörig, der durch mächtige Braunkohlenflötzführung weit dem von Buchberg, am Nordrande der Cillierberge vorsteht. Der Bergbau von Hrastnigg bisher nur mit Stollenbetrieb, liegt nahezu in der Mitte zwischen Sagor und Ttiffer, das Flötz ist im Abbau bei 8 bis 11 Klftr. mächtig, streicht nach Nd. 6—8 Grad, mit einem südlichen Verflächen von 85—35 Grad. Durch ein Tiefbohrloch von über 70 Klatter Tiefe im Hangenden der Schichten wurde das Flötz 19 Klafter mächtig erbohrt, und hiedurch auch die muldenförmige Lagerung der Kohlenmulde nach gewiesen. Die Ausdehnung des Besitzes beträgt gegenwärtig 74 Grubenmaassen und 2 Ueberschaaren nebst mehreren Freischürfen. Die Production war schon seit mehreren Jahren eine bedeutendere, und wechselte in den Jahren 1866 bis 1872 stets zwischen 726,000 und 988,000 W. Ztr., im Jahre 1871 betrug dieselbe 844,897 Zoll-Ztr. und im Jahre 1872 798,578 Ztr. Das Werk beschäftigt 441 Arbeiter, die Kohlen werden mittelst einer bei 2000 Klafter langen, schmalspurigen Bahn an die Südbabnstation Hrastnigg gebracht. 696. Braunkohle von Trifail, Bez. Tüffer. Trifailer Kohlenbergbau-Gesellschaft. Dieses Werk schliesst sich in westlicher Richtung mit einer kleinen Unterbrechung durch einige fremde Maassen in Oistro an das vorherbezeichnete von Hrastnigg an, hat im allgemeinen dieselben geologischen Verhältnisse, ist jedoch in soferne begünstigt, als die Flötzlagerung, die ebenfalls eine Mächtigkeit über 12 Klafter zeigt, eine flache ist, und einen leichteren Stollenbetrieb und die Anlage von grossen Tagbauen, deren auch mehrere bestehen, gestattet. Diese Partialmulde von Trifail befindet sich in den Händen von 2 Besitzern, deren Besitz bei 76 Maassen und 8 Ueberschaaren mit einem Flächenraum von 542,938 Q.-Klafter umfasst, und ist ebenfalls durch eine schmalspuiige Flügelbahn mit der Südbahnstation Trifail verbunden. 107 Westlich von diesem Werke schliesst sich an dasselbe das derselben Ablagerung zugehörige Gebiet von Sagor an, das bei einer Ausdehnung von 913,011 Q.-Klafter durch seine bereits langjährige bedeutende Production von nahezu anderthalb Millionen Ztr., welche es grösstentheils an die Südbahn sowie an die eigenen Fabriken an Ort und Stelle absetzt, bekannt ist. Die Lagerungs- und Mächtigkeitsverhältnisse unterscheiden sich sehr wenig von denen des vorgenannten Werkes und ist auch dieses Werk mit der Südbahnstation Sagor durch eine Flügelbahn verbunden. Kärnten. 697. Braunkohle aus dem Mathias-Stollner-Baue des Eisenwerkes Prevali, von Liescha, Bez. Bleiburg. Hüttenberger Eisenwerks-Gesellschaft in Klagenfurt. Der unter Nummer 691 und 692 erwähnte absätzige Braunkohlenflötzzug der Sotzkaer Süsswasserschichten zieht sich in einzelnen abgerissenen Mulden in westlicher Richtung über Liescha bei Prevali, über Missdorf und Loibach u. s. w. Die bedeutendste dieser Mulden ist die von Liescha. Nebst mehreren schmalen Flötzchen ist hier das Hauptflötz durchschnittlich 3 Klafter mächtig, es nimmt jedoch die Mächtigkeit gegen die Tiefe ab; es ist auf mehr als 6000 Klafter dem Streichen und 300 Klafter dem Verflachen nach durch mehrere Hauptstollen und vier Schächte aufgeschlossen. Die Erzeugung beträgt 1 Million Zentner, welche in dem Eisenwerke Prevali verwendet werden. 698. Braunkohle von Unterort bei Loibach, Bez. Bleiburg. Gräfin Nothburga v. Egger. Die Mulde, in der dieses Flötz abgelagert ist, ist von der in der vorhergehenden Nummer^ näher bezeichneten Mulde von Liescha und jener von Missdorf durch ältere Gesteine getrennt; sie führt mehrere KohlenablageruDgen, von denen die 108 oberste aus fünf unbauwürdigen, die mittlere aus einem tV 2 Fuss mächtigen und die unterste aus drei 1—3 Fuss mächtigen Kohlenflötzen besteht. 699. Braunkohle von Wiesenau, Bez. Leonhard. Graf Hugo He nekel von Donnersmark. Die neogenen Tertiärablagerungen, welche im Lavantthale in Kärnten eine bedeutende Ausdehnung besitzen, führen lignitartige Braunkohlenflötze. Die Mulde im oberen Lavantthale nächst Wiesenau enthält 3 Flötze, von welchen jedoch nur eines bei 15 Fuss mächtig und abbauwürdig ist, und erst in neuester Zeit aufgeschlossen wird. 700. Braunkohle aus der Wolfsberggrube von St. Stephan bei Wolfsberg. Freiherr Paul Herbert. Die Kohle dieses Flötzes, das der Mulde im unteren Lavantthale angehört und von jener des oberen Lavantthales getrennt ist, zeigt eine grössere Festigkeit als dies bei den vorerwähnten Flötzen der Fall ist, die Mächtigkeit desselben beträgt 1V 2 —3 Klafter, Krain. 701 .Braunkohle von Schemnig, Bez. Littai. Diese Ablagerung befindet sich in einer kleinen, dem Moraitsch-Sagor-Tüfferer Zuge parallelen Mulde, Das Flötz ist 2—10 Klftr. mächtig. 702. B r a u n k o 1 e aus der Okorelkagrube 703. Har zkohle „ „ „ 704. Neogene Braunkohle aus der Gfa- brieligrube. v. Johannes- thal, Bez. Gurkfeld, Die Süsswasserschichteu der Sotzkaer Neogen-Ablagerung umranden auch die letzten östlichen Ausläufer der sekundären Alpengebilde, in welche sie von Osten her als tiefe Buchten hineinragen, und am Rande derselben nur theilweise zu Tage treten. Insbesondere sind zwei derartige Buchten auch wegen 1U9 der innerhalb derselben auftrefcenden Kohlenflötze bcmerkens- werth; u. z. eine zwischen dem Wachberge und dem Orlitza, die westlich bis Lichtenwald reicht, und der die Kohlen-Abla- germigeu zwischen Hörberg und Reichenburg angehören; die zweite zwischen der südwestlichen Fortsetzung des Orlitza und dem Uskokengebirge, welche die Ebene von Gurkfeld und Rann umschliesst und bis St. Margarethen und Weisskirchen reicht, und von der Gurk durchschnitten wird. Am Rande dieser letzteren treten hin und wieder die Kohlen führenden Sotzkaschichten hervor, wie namentlich bei Johannesthal, wo dieselben in letzter Zeit mit grossem Erfolge aufgeschlossen wurden. In der Okorelkagrube ist das Flötz 3 6 / 10 Klftr.; in der Gabrieligrube sind 2 Flötze mit 1 Klftr. und 8 Klftr. Mächtigkeit, in dem unteren Flötze treten Harz (Piauzit) führende Lagen auf. Ausdehnung des Werksbesitzes beträgt 45 Gruben- maassen. Production 1871: 330,000 Zntr.: die Kohle ging für den eigenen Bedarf auf. 705. Braunkohle aus dem Marienschachte von Döblitsch, Bez. Tschernembl. Franz Ritter von Friedau. Südlich von Tschernembl breitet sich eine kleine tertiäre Süsswasserablagerung aus, die ein Lignitflötz von etwa drei Fuss führt. Dasselbe wird abgebaut, und die Kohle bei dem Eisenwerke zu Gradatz verwendet. 706. Braunkohle aus der Obermannsbaugrube von Gottschee. Gebrüder Ranzinger. Eine ebenfalls kleine unbedeutende tertiäre Süsswasser- Ablagerung befindet sich nördlich von Gottschee; das darin auftretende Lignitflötz soll bei 4 Klafter mächtig sein und wird ebenfalls für die lokalen Bedürfnisse gewonnen. g) Länder der ungarischen Krone. C r o a t i e n. 707. Lignitkohle aus der Georgsgrube von Jerowec bei Ivanec. 110 Iwanecer Gewerkschaft für Bergbau und Zinkfabrikation. In der oberen Stufe der neogenen Tertiärgebilde, welche sich an die unteren und mittleren Tertiärstufen, die den Ostrand der Alpen umfassen, anlehnen und in sehr bedeutender Ausdehnung den grössten Theil des südwestlichen Ungarns, von Croatien, Slavonien und der slavonischen Grenze einnehmen, sind fast überall mehrere mit Thonen, Mergeln und Sanden wechsellagernde Lignitflötze von 2 — 9 Fuss bis zu 3 Klaftern Mächtigkeit enthalten. Eine grosse zusammenhängende Ausdehnung besitzt eine derartige den obersten tertiären Süsswasserbildungen angehörige Ablagerung zwischen der Drau und dem Ivanciza-Gebirge im nordwestlichen Theile von Croatien, wo mehrere Flötze von 1 Fuss bis zu 3 Klftr. Mächtigkeit aufgeschlosson wurden. Bei Jerovec wird auf einem Grubenfelde von 8 Maassen ein oberes Flötz von 9 Fuss Mächtigkeit abgebaut und die Kohle zu eigenen Fabrikszwecken verwendet. ln neuester Zeit hat hier der Kohlen-Industrie-Verein durch Bohrungen bis über 80 Klafter Tiefe sehr günstige Aufschlüsse über das regelmässige Anhalten des tiefen mächtigen Flötzes erzielt. Banat. 708. 708. a. Braunkohle, von Bozowics, in der Almas. ErsteBozowicser Kohlengewerkschaft der Gebrüder Gut mann u. Comp. Die Kohlenführung der Tertiärmulde, welche das Becken der Almäs ausfüllt und durch die Nera durchschnitten wird, war zwar schon vor längerer Zeit bekannt; wegen Mangel an entsprechenden Kommunikationen und Absatz aber konnte dem selben keine Beachtung gewidmet werden. Erst in neuester Zeit, als die Frage der Eisenbahnverbindung zwischen Bazias und Orsova und zwischen Arad, Karansebes und Orsova in den 111 Vordergrund getreten ist, hat man auch diesem, wie es scheint reichem Vorkommen grössere Aufmerksamkeit zugewendet. Bisher sind 12 Flötze bekannt, die eine Mächtigkeit von 2 Klftr. zeigen. Die gegenwärtige Ausdehnung des Werksbesitzes der genannten Gewerkschaft beträgt 18 Doppelmaassen und 238 Freischürfe. Die bisherigen Arbeiten haben das Stadium der Schürf- baue noch nicht überschritten. Siebenbürgen. 709. Br aun ko hie (untere Stufe des Neogen) von Petrozseny, im Bez. Zsily, des Hunyader Komitates. Kronstadter Bergbau- u. Hüttenaktien- Verein. Die von Ost gegen West in der Länge von etwa 5 3 / 4 Meilen und der nordsüdlichen Breite von etwa 3 / 4 Meilen sich ausdehnende Tertiärmulde des Zsilythales zeigt einen sehr bedeutenden Reichthum an einer selbst zum Verkocken tauglichen Braunkohle. Die Flötze treten ausschliesslich in der mittleren Abtheilung der Tertiärgebilde sowohl im nördlichen wie südlichen Muldenflügel auf. Auf einzelnen Punkten sind bereits 19 Flötze mit einer Gesammtmächtigkeit von 116 Fuss, wovon das mächtigste mit 13y 3 Klafter bekannt. Die ganze Ablagerung wird fast ausschliesslich von 3 Besitzern aufgeschlossen, unter denen das Aerar der grösste ist. Diesem schliesst sich der Kronstadter Bergbau und Hüttenactien-Verein und die Gebrüder Hoffmann an. Der vorgenannte Verein besitzt hier an Kohlenterrain 413 Grubenmaassen, welche durch den östlichen und den westlichen Hauptstollen und durch den alten Gustav-Stollen aufgeschlossen sind. Es sind hier innerhalb einer Breite von 64 Klafter vorläufig vier Kohlenflötze, ein hangendes mit 3 Fuss, ein Hauptfllöt.z II. mit 84 Wiener Fuss, ein drittes Flöiz mit etwa Fuss uud ein viertes Flötz mit 10 Wiener Fuss Mächtigkeit ausgerichtet. 112 Die Erzeugung betrug im J. 1871: 862,612 Zentner. Braunkohle mit einer Arbeiterzahl von 361 Manu. Verkaufe wurde die Kohle an der Grube mit 20 Kreuzer pr. Zentner. 6. Torf. 710. Torf von Datschitz in Mähren. 711. 712. 713. Torf von Dolina in Galizien. 714. Torf von Kamionka in Galizien. 715. Torf, gewöhnliches Vorkommen 716. Torf, geschlagen 717. Presstorf 718. Modeltorf 719. Presstorf Kohle 720. Poröser Ziegel Salzburger sch a ft. aus dem Biermoose von Lampreckts- hausen, Bez. Oberndorf (Salzburg). T o r f in o o r - A k t i e n - G e s e 11- Ausdehnung des Besitzes : 60,000 £] Klftr. Production von 1872: 300,000 Stück Presstorfziegel und 85,000 Stück Stichtorf. Verkaufspreis 1872: 1000 Stück Presstorf 3 fl. 60 kr. bis 4 fl. — 1000 Stück Stichtorf 2 fl. 20 kr. — 1000 Stück Presstorf wiegen 11 Wien. Ztr. 721. T orf von Kirchberg am Walde in Niederösterreick, Bez. Schreins, Das Lager ist bei 5' tief. 722. Torf von Laibach. (Krain). 113 Sammlung aus den Kohlenwerken des Herrn H. Drasclie Ritter von Wartinberg. a) Kreidekohle in Niederösterreich. 723. Unmittelbar Liegend vomI.Pfennigwies.-Fl. 724.Kreidekohle „ 5» JJ yy „ 24" m. 725. Hangendes 5? yy yy 726. Kreidekohle „ II. yy „ 48" m. 727. Hangendes yy yy yy yy 728. Kr ei de kohle , UL yy „ 18—20"m. 729. Liegendes „ IV. yy yy 730. Kreide kohle » yy , 36—48"m. 731. Liegendes „ v. yy yy 732. Kreidekohle n yy yy „ 36—48"m. 733. Liegendes vom Richardflötz • . 734. Kreidekohle vom Richardflötz . 30" m. 735. Liegendes I. Klausflötz 736. Kreidekohle yy n 24" m. 737. Liegendes II. yy 738. Kreidekohle yy yy 24" m. 739. Liegendes » III. yy 740. Kreidekohle yy yy yy . 60—72" m. 741. Liegendes n IY. yy 742. Kr eidekohle yy yy yy 18"m. 743. Hangendes yy yy yy 744. K r e i d e k o h 1 e vom V. Klausflötz . 60~72"m. 745. Hangendes yy yy yy 746. Kreidekohle yy YI. yy . 14- 22"m. 747. Hangendes yy yy yy . 748. Liegendes yy yy o . 749. Kr eidekohle yy Aloisiflötz . 32 —65"m. 750. Liegendes r> Heinrichflötz . 8 von Grimbach und Klaus an der Wand, Bez. Neunkirchen. in Niederösterreich. 114 751.Kr eidekohle » Heinrichflötz . . 28"(20")m. «s T3 752. Liegendes Josefiflötz £!§ 758.Kr eidekohl e » 33 20"m. • ^ {h S-i 754. Liegendes Johanniflötz 02 a : 2 o3 ^ 755.Kreidekohle >3 33 20"m. 02 r Ö 3 .2 756. Hangendes 33 Karoliflötz ^ -2 3 g 757.Kreidekohle 33 33 * .24—26"m. 758. Liegendes 33 Jodlhoferflötz . 759. Kreidek oh 1 e 760. Liegendes 3 3. 33 33 Antoniflötz . . 36"m. C8 M •S ® 761.Kreidekohle 33 33 24"m. W r • 762. Hangendes 33 33 M <© o PQ Die den Gosauschichten der Kreideformation angehörige Kohlenablagerang ist hier auf eine Länge von etwa 2900 Klafter und in der grössten Breite von 800 Klaftern aufgeschlossen und durch 180 Grubenmaassen und 39 Ueberschaaren = 2,604,521 □ Klafter gedeckt. Es sind über 29 Flötze nachgewiesen von welchen 21 abgebaut werden u. z. von den westlichen Pfennigwiesern fünf, von den Klausflötzen sechs, von den Wandflächen sieben Flötze. Der Zugang zu dem Baue erfolgt theils durch zwei Schächte, den Richardschacht 65 Klafter tief mit einer Fördermaschine und einer ebensolchen Wasserhaltungsmaschine und den Segen-Gottesschacht ebenfalls 65 Klft. tief mit einer Fördermaschine von 20 und einer Wasserhaltungsmaschine von 30 Pferdekraft, und durch mehrere ausgedehnte Stolleneinbaue. Ebenso sind noch mehrere Schächte wie am Josefistollen, ferner in Lanzig und Raitzeuberg je zwei Schächte im Abteufen für weitere Aufschlüsse in Betrieb. Production 1871: 505.038 Ztr. mit 309 Arbeitern, und im Jahre 1872 = 489.807 ZZtr. Verkaufspreis 1871: 30 kr. pr. Ztr. 115 b) Braunkohlen ans dem Neogenen in Mähren. 763. Normales Liegend fl ötz (Braunkohle) 764. „ Hangendflötz. 765. Zwischenmittel. 766.Schwarzer Tegel. 767. Blaugraaer Tegel . 768. Muschelführender grünlicher Tegel. 769. Ba umstamm im Flötze . 770. Ba umstamm mit ist. 771. T egel mit Bivalven. Der Werkskomplex bei Luschitz und Neudorf gehört dem grossen bei 8 □ Meilen umfassenden, mit Tertiärschichten der obersten Stufe Neogenbildungen ausgefüllten Becken im südlichen Mähren zwischen Lundenburg, Klobouk, Gaya, Bisenz, Hradisch und Holitsch mit einer Abzweigung bis gegen Malatzka in Ungarn an, welches mehrere Einlagerungen von Lignitflötzen enthält, (Siehe Nr. 638 bis 642 dieses Katalogs) die eine Mächtigkeit bis zu 8 und 12 Fuss erreichen und theils in zusammenhängenden, theils in isolirten Mulden im ganzen Becken verbreitet sind. In einer derartigen Mulde befindet sich der Bergbau von Luschitz und Neudorf in der Nähe von Lundenburg und Göding, wo unter einer Decke von Dammerde und Sand, glimmerreichen Tegel, bläulich grauen Sand und Tegel von etwa 22 bis 24 Fuss Tiefe nebst kleinen Kohlenschnüren ein Lignitflötz von 1 2 / 3 bis 2 Klafter Mächtigkeit durch zwei ältere und mehrere neue Schächte bis auf eine Tiefe von 27 Klaftern in einer Länge von etwa 10000 Klafter und einer Breite von etwa 500 Klafter nachgewiesen und zum grossen Theile aufgeschlossen ist. Der gegenwärtige Besitz dieses Werkes umfasst eine Fläche von 50 Feldmaassen und 5 Ueberschaaren = 653,813 □ Klaftern, nebst 18 Freischürfen. Der bestehende Abbau ist durch den Richardschacht, bis an die Sohle der Kohle 15 Klafter tief, (mit einer Förderund Wasserhaltungsmaschine von 16 Pferdekräften) und etwa 150 Klafter von diesem in Hangendem desselben durch den 8 * sS X3 O N Sh >4 xt > GQ P a 117 Der Aufschluss des Werkes erfolgt durch den 20 Klafter tiefen Heinrichschacht mit einer Wasserhaltungsmaschine von 60 Pferdekraft, durch den 20 Klafter tiefen Josefinenschacht, sowie durch den Neu-Heinrich- und den Neu-Hilfsschacht von je 20 Klafter Tiefe bis an die Sohle des Hauptllötzes ; ersterer ist mit einer 24pferdkräftigen Förder- und einer 30pferd- hräftigen Wasserhaltungsmaschine ausgerüstet. Ueberdies bestehen vier ausgemauerte Stollen in der Gesammtlänge von 700 Klaftern aufrecht. Die Kohle ist eine lignitartige Braunkohle von guter Beschaffenheit. Die Production betrug im Jahre 1871 bei 287,840 ZZtr. mit 183 Arbeiter, und im Jahre 1872 bei 337,120 ZZtr. mit 169 Arbeitern. Der Absatz geht zumeist nach Wien, und wird die Kohle mit 27 bis 28 Kreuzer im Grossverschleiss an der Grube verkauft. 778. Br ec ci e, Liegendes des Hauptflötzes. . . 779. Braunkohle vom Hauptflötze. 780. Braunkohle vom Hauptflörze mit Harz. s 781. Bi tu min ös er Schiefer, Hangendes vom Hauptflötz. 782. Conglomérat, Liegend d. Mittelflötzes . . 783. Braunkohle vom Mittelflötz. 784.Schiefer, Liegendes vom Vorderflötze . . 785. Braunkohle vom Vorderflötze .... 786. Schiefer, Hangendes vom "Vorderflötze . . An dem Nordostrande der Alpen, namentlich dort, wo die südwestliche Gränze des Wiener N^ogenen Tertiärbeckens sich in tieferen Buchten höher hinaufzieht, und mannigfach verbreitet, treten als tiefste tertiäre Ablagerung Braunkohlen führende Schichten in ziemlich grosser Ausdehnung auf. Die bedeutendsten derselben sind die von Hart und Gloggnitz in Niederösterreich. Die Kohlenablagerung fängt hier unmittelbar am krystallinischen Schiefer an ; das bedeutendste Flötz, das sogenannte Hauptflötz liegt auf silurischem Schiefer, w ts • 4 ^ M a © > 118 streicht mit einem sehr wechselnden Yerflächungswinkels zwischen 70, 50 und 15 Graden von Südost gegen Nordwest, und ist mit einer wechselnden Mächtigkeit von 72 und 40 Fuss auf eine Tiefe von 120 Klafter aufgeschlossen. Es wird von bituminösen 1 bis 3 Fuss mächtigem Hangendschiefer, dann von Sand und Tegel, Conglomeraten und Löss überlagert. — Im Hangenden des Hauptflötzes jedoch in grösserer Tiefe treten noch zwei Flötze auf, das sogenannte Mittelflötz in der Tiefe von 90 Klaftern angefahren, 36 Fuss mächtig; davon bei 7 Klft. entfernt tritt das Vorderflötz auf, und ist auf 75 Klafter Länge mit der Mächtigkeit von 50 bis 60 Fuss in der Tiefe von 55 Klaftern aufgeschlossen. Es ist noch nicht eruirt, ob diese beiden Flötze selbstständige Flötze sind, oder ob sie abgerissene Theile des Hauptflötzes bilden. Die Kohle ist zimlich fest und kompakt; sie enthält Hartit und Isolit sowie Pflanzen und Säugethierreste und tritt mit entgegengesetztem Einfallen und bloss 5 Fuss mächtig bei Potschach am Gegenflügel wieder auf. Die Kohle ist durch drei Schächte, den Segengottes-, 113 Klafter tief, den Richard-, 121 tief, und den Schurfschacht, 106 Klafter tief, aufgeschlossen, und ein vierter, der Theresien- schacht, gegenwärtig 60 tief, wird als künftiger Hauptschacht abgeteuft und soll in 130° das Flötz erreichen. Der ganze Werksbesitz umfasst 150,520 Q Klafter nebst 13 Freischürfen. Die Production betrug im Jahre 1871 bei 335,426 ZZtr. mit 165 Arbeitern und im Jahre 1872 bei 245,580 ZZtr. mit 29 Arbeitern. Der Absatz erfolgt an die umliegenden Fabriken und wird die Kohle mit 30 bis 32, im Kleinverschleiss mit 36 Kreuzern verkauft. 787. Ha ngendtegel, unmittelb ob. der Kohle . 788. Braunkohle, Firstenbank. 789. „ Mittelbank. 790. „ Sohlenbank. 791. Liegendtegel, unmittelb. unter d. Kohle . Am Westrande der letzten Ausläufer der nordöstlichen Alpen treten ebenfalls, wenn auch nicht in directem Zusammenhänge miteinander, aber doch zusammengehörig gleichsam als ® fl © öS Ö « to PQ 119 Fortsetzung von Hart bei Gloggnitz mehrere isolirte kleinere kohlenföhrende Tertiärmulden, häufig isolirt bereits im kry- stallinischen Gesteine auf. Hieher gehört auch die in dem von Hörenstein nach Pottenstein führenden Seitenthale auftretende kleine Tertiärmulde östlich von Grillenberg. Dieselbe ist bei 700 Klafter lang im Nordost-Südwestlichem Streichen und bei 300 Klafter breit. Dieselbe ist ausgefüllt von etwa 1 Fuss Dammerde, 3 bis 4 Klafter Schotter, 1% bis 3 Klafter Tegel 2 bis 3 Fuss Branden und Kohlen, 1 bis 2 Klafter blauer und brauner Tegel, und 4 bis 6 und 7 Fuss Braunkohle, unter dieser folgt noch 1 bis 3 Fuss blauer und brauner Tegel 2 bis 3 Zoll Kohle und Mergel und gelber Sand. An diese Mulde reihen sich in der Nähe noch kleinere Becken bei Kleinfeld, St. Veit, Pottenstein und Berndorf an. Der Bergbaubesitz in Grillenberg besteht ans 32 Feld- maassen und einer Ueberschaar mit 402,261 □ Klafter und Freischürfen. Der Aufschluss ist erfolgt durch den bei 107 2 Klafter tiefen Leopoldschacht im südlichen Felde, der eine sechspferdekräftige Fördermaschine und eine achtpferdekräftige Wasserhaltungsmaschine besitzt; ferner durch den Peterschacht, der eine von 13% Klaftern eine Fördermaschine von 8, und eine Wasserhaltungsmaschine von 12 Pferdekraft besitzt. In Folge der regelmässigen Ablagerung ist der Abbau leicht und regelmässig. Die Production betrug im Jahre 1871 bei 466,886 ZZtr. mit 73, und im Jahre 1872 bei 442,400 ZZtr. mit 77 Arbeitern. Der Absatz erfolgt in der Umgebung an Fabriken, Ziegel- und Kalkbrennereien. Die Stückkohle, von der 67% abfallen, wird mit 18 kr., die Grobgrieskohle, von der 19 0 /° abfallen, mit 12 kr. und der Feingries, von dem 54% abfallen, mit 10 kr. pr Wiener Zentner verkauft. 792. Conglomérat, 1. Hangendglied . 793. Mergel, 3. Hangendglied . . . 795.796. Braunkohle vom Hauptflötz 797. Chloritschiefer, Liegendes . . 794.Hangendschiefer mit Blattabdrückeu ö © ö rH (D ^ © © sa © ÎH FQ > Der grossen von Moraitsch in Krain über Sagor, Hrastnigg, Tüffer bis in das Trobbenthal streichenden konlenführenden Tertiärmulde wurde bereits unter Nr. 692 bis 694 ausführlicher erwähnt. Die hier bezeichneten Werke von Tüffer, Hudajama, Gruze rmd Brezno liegen an dem östlichen Theile dieser langestreckten kohlenreichen Ablagerung und zeigen dieselben Lagerungsverhältnisse wie in dem westlicheren Theile, nur dass hier durch die Porphyrdurchbrüche manche Störungen eingetreten sind. Die Mächtigkeit des Flötzes beträgt auch hier zwischen 2 bis 6 Klafter und ist dasselbe meist sehr steil, fast senkrecht gelagert. Die Kohle wird durch 5 taube Einlagerungen von sandigem Thon, jede bei 5 bis 6 Zoll mächtig in sechs Bänke getheilt. Ein sehr bituminöser Schiefer im Hangenden zwingt zu einem sehr vorsichtigen Abbau. Der Bergbaubesitz umfasst hier 32 einf. Maassen, 2 Ueberschaaren mit einem Flächenraum von 4.086,500 Klft. und 161 Freischürfe. Die Produktion betrug im Jahre 1871: 1.044,225 Ztr. und im Jahre 1872 bei 1.036,502 ZZtr. Verkaufspreis 1871: Stückkohle 25 kr., Grobgries 17 kr., Feingries 8 kr. pr. Ztr. 122 807. Weissgrauer Thon mit Conchylien . 808. Grauer sandiger Thon mit Con- tS a> chylien . . 809. Braunkohle •pH j 810.Sehr bituminöser Hangendschiefer 811. Grauer blättriger Mergelschiefer 812. Leithakalk.. 813. Kalk m erg el.. o > Derselben Formation wie der im Vorhergehenden erwähnten, gleichsam als östliche Fortsetzung derselben gehört auch die kohlenführende Mulde nördlich von Reichenberg an, die westlich bei Kalischul beginnend, sich über Sevatna, Dolina, Sackl, Reichenstein über Slivien bis Slatna auf eine Länge von mehr als eine Meile hinzieht. Ihre Lagerungsverhältnisse sind von jenen bei ßrezno und Sagor nicht viel verschieden. Das Flötz tritt in der Mächtigkeit von 2 bis 10 Klafter, durchschnittlich mit 3 Klaftern auf. Der Beigbaubesitz des Herrn v. Dräsche umfasst hier einen Flächenraum von 531,304 □ Klaftern in 41 Maassen und 2 Ueberschaaren nebst 10 Freischürfen. In den Jahren 1864 bis 1868 wurde der Betrieb energischer geführt, und betrug die Kohlengewinnung bei 1.500,000 ZZtr., mit dem J. 1869 jedoch wurde derselbe mehr zurückgehalten, so dass im Jahre 1871 bei 68,174 ZZtr. mit 23 Arbeitern produ- cirt und im Jahre 1872 die Erzeugung gänzlich eingestellt wurde, um die hier vorhandenen Arbeitskräfte bei dem vorgenannten Werke Brezno zu concentriren. Bausteine. A) Böhmen, Mähren, Schlesien und Oesterreich nördlich der Alpen. a) Granite. 814.815. Granit 816. 817. 818. 819. 820. 821. 822. von Metten in Baiern. „ Hoetzendorf ,, „ Vilshofen „ ,, Burgstall bei Fürsten stein in Baiern. „ Jungbauernholz „ „ „ Mariathal bei Sehärding Ob.-Oesterreich „ Steinbach „ „ * Riedlberg bei Allerding „ Schärdinger Granit-Aktien-Gewerkschaft. Die Ausdehnung des für die in Oesterreich gelegenen Brüche benützten Baumes beträgt 17,900 Quadr. Klafter. Erzeugt wurden 1871: 305,000 7zöllige, 55,000 özöllige Pflasterwürfel, 265,000 Köpfel, 21,000 Trottöirplatten, 1300 Kub.-Fuss Bandsteine, 1654 Fuss Sesselsteine und 200,000 Kub.-Fuss Quadern. Verwendung finden diese Steine als Pflastermaterial in Wien, Pest und Linz. 823.824.825.826. Granit von den Neuhauser Brüchen . 827.828.829.830.831.832. Granit von den Mauthausener Brüchen . 833.834. Granit von den Schwertberger Brüchen 835.Granit von den Perger Brüchen . . . .2 £ £ E Sh cu CU £ o i ® a o 124 Aktien-Gesellschaft für Strassen- u. B r ü c k e n b a u t e n. Der von den Brüchen occupirte Raum beträgt 140 Joch. Erzeugt wurden 400 Kub.-Klftr. Schotter, 20,000 Kub.-Klftr. Bruchstücke, 400,000 Stück Platten, 3.500,000 Stück Pflastersteine, 20,000 Kub.-Fuss geschliffene und polirte Arbeiten und 100 Stück Mühlsteine, 100,000 Kub.-Fuss Quadern. Das Material findet, wie schon die so bedeutende Production erkennen lässt, ausgedehnte Verwendung, namentlich auch in Wien. 885. a. 885.fi. Gr ranit von Schwertberg, Bez. Mauthhausen. A. L. Bock & Comp. (Schwertberger Granit- Gewerkschaft.) Erzeugung: 1600 Quadr.-Klftr. Platten und Würfel. Preis pr. Quadr.-Klafter 22 fl. 886. Granit von Hartl, Gern. Altaist, Bezirk Mauthhausen in Oesterreich. Johann Sulzbacher in Hartl. Die Säulen in der Eingangshalle des Nordbahnhofes in Wien sind aus diesem Stein producirt worden. 50 Kub.-Klftr. Bruchsteine, 5000 Quadr.-Klftr. Pflasterplatten, 4000 Stück Pflasterwürfel, 400 Kub.-Klftr. Quadern, 100 Kurr.-Klftr. Thür- und Fenstergewende, 150 Kurr.-Klftr. Stufen, über 100 Quadr.- Klftr. Gruftplatten, ein Mühlstein. 886. a. Granit von Buchau bei Freistadt, Ober-Oesterreich. Eingesendet von Herrn Egger. Wurde bei der Nordwestbahn-Donau-Brücke in Wien und bei den Bauten der Bahnstrecke Linz-Budweis vielfach verwendet. 887. Granit von Kefermarkt .... I Bez. Freistadt 888. * * Pernau.I in Ober-Oesterreich. 125 Niederösterreichische Steingewerk- sehaft in Wien. Erzeugung: 80,000 Kub.-Fuss Quadersteine uud 50 Kub.- Klftr. Pflasterplatten, 500 Kub.-Klftr. Pflasterwürfel. Für die Production occupirter Raum 25,000 Quadr. Klftr. Verwendet bei der Donau-Brücke in Linz und der Aerarialstrassenbrücke über die Donau in Wien. 839. Granit von Eibenstein bei Gmund, Bez. Schreins in Niederösterreich. Niederöst. Steinge-/erkschaft, Wien. Erzeugung: 1.000,000 Kub.-Fuss Werksteine, der Kub.- Fuss pr. 80 kr. bis 2 fl. 75 kr. Occupirte Grundfläche 100 Joch. Wurde vorzugsweise verwendet bei der Augartenhrücke in Wieu, bei der Eisenbahnbrücke der Franz Josefs-Bahn in Tulln. 840.841. G ranit von Deutsch - Könitz, Bezirk Znaim in Mähren. Niederöst. Steingewerkschaft, Wien. Erzeugung: 100 Kub.-Klftr. Pflasterwürfel, 100 Kub.- Klftr. Pflasterpiatten, 800,000 Kub.-Fuss Werksteine, 250 Stück Stiegenstufen. — Preis pr. Kub.-Fuss Quader 80 kr.; 1000 Stück Würfel 260 fl. Occupirte Grundfläche 40 Joch. Verwendet bei der Thaya-Brücke in Znaim. 842. Granit von Gross-Oslavitz, Bez. Gross-Meseritsch in Mähren. F, Trojan in Gross-Meseritsch, Prod. 12 Kub.-Klftr. Quaderstein; occupirte Grundfläche 10,000 Quadr. Klftr. — Preis pr. Kub.-Fuss 1 fl. 20 kr. 843. Granit von Hohenstadt in Mähren. Aus den älteren Sammlungen der Anstalt.*) 844—847. G ranit von Setzdorf in Schlesien. *.) Alle Gesteine, für welche ein Einsender nicht angegeben ist, stammen aus der älteren Sammlung der Anstalt. 126 Gesendet von Herrn Anton Latzei. Die Erzeugung dieser Steine, welche bei 500,000 Kub.-Puss Quadersteine, Stiegenstufen etc. beträgt, ist in don Händen von mehr als 100 kleineren Producenten. Preis 50 kr. per Kub.- Fuss. 848. dranit vom Bahneinschnitt in der Wärterstrecke 161. Bahnprofil Nr. 224*6. der öst. Nord-Westbahn, dem. und Bez. Deutschbrod in Böhmen. Production. 146 Kub.-Klftr. Quaderstein. Preis pr. Kub.- Fuss 70 kr. 849. dranit von der Wärterstrecke 172, Bahnprof. 240*7 der Oesterr. Nord-Westbahn, Hem. Swetla, Bez. Ledetsch in Böhmen. Prod. Quaderstein 130 Kub.-Klftr. — Preis : pr. Kub.-Fuss 60 kr. 850. dranit von der Wärterstrecke 177, Prof. 248*5 der Oesterr. Nord-Westbahn, dem. Smrkov, Bez. Czaslau in Böhmen. Gesendet von der k, k, priv, Oesterr. Nord-Westbahn. Prod. 30 Kub.-Klftr. Quaderstein. — Preis pr. Kub.-Fuss 1 fl. 851.852.dran it von Mileschau in Böhmen. J, E, Kittl, 853. 854. dranit von Schwarzkostelecz. 855. dranit von Kameceny priwos an der Sazawa. 856. dranit von Dnespek an der Sazawa. 857. dranit von Mnichowes. Dienen als Werksteine bei den Bauten in Prag. 858.859.dranit von Babitz, Bez. Böhm.-Brod. Fürst J. Liechtenstein, Wien. Erzeugung 100 Kub.-Klftr. zum Rohmauerwerk, einige tausend Kub.-Fuss Quader zu Bahnbauten der Franz-Josefbahn. Preis pr. Kub.-Fuss 40—50 kr. 127 860.Granit vom Horka Mukafower Kirchwald, Gern. Stillitz Bez. Böhm.-Brod. Fürst J, Liechtenstein, Wien. Erzeugung im J. 1872: 100 Kub.-Klftr. Bruchsteine, 300 Quadr. Klftr. Platten. — Preis pr. Quadr. Klftr. Platten roh 33 kr. 861.862. Granit vom Buder Revier, Gemeinde Wizlowka, Bez. Böhm.-Brod. Fürst J. Liechtenstein, Wien. Erzeugung 300 Kub.-Klftr. sogenannte Cyclopensteine, 5000 Kub.-Fuss Quader, Thür- und Fenstergewände, Stiegen - stufen etc. Preis pr. Kub.-Fuss rohen Granitquader 38- -45 kr. b) Aus den krystallinischen Schiefern. 863. Quarzfeis von Merzenstein bei Krems. Bricht auf Gängen in den krystallinischen Schiefern und wird zu Mühlsteinen verwendet. Joseph Oser, 864. Dolomitischer Kalk v. Aggstein bei Mölk, Niederösterreich. Gehört dem krystallinischen Gebirge an und ist politurfähig. Eingesendet von Johann Podhagsky. 865. Kalkstein von Spitz, Bez^ Spitz an der Donau in Niederösterreich. N iederö sterr, Steingewerkschaft, Wien. Der Bruch wurde erst 1873 eröffnet. 866—868. Marmor von Gross-Mohrau in Mähren. Fürst A, Liechtenstein, Wien. Der schwarze Marmor liegt tiefer als der weisse und ist weniger mächtig als letzterer. Beide gehören dem krystallinischen Gebirge an. Sie werden bisher nicht ausgebeutet. 869. Marmor von Setzdorf, Bez. Freiwaldau in Schlesien. 128 ■ ,-vfV Breslauer Bist hum, Eingesendet von Herrn A. Latzei in Setzdorf. Erzeugung 26,000 Kub.-Fuss. Preis roh pr. Kub.-Fuss von 1 fl. 40 kr. bis 5 fl., — Verwendung zu Pflasterplatten, Thür- und Fenstergewände, Stiegenstufen, geschliffenen und polirten Arbeiten. 870—871. Kalkstein von dem Bruche Schwarzbergfuss in Setzdorf, Bez. Freiwaldau in Schlesien. Anton Latzei in Setzdorf. Der hier gebrochene Urkalkstein enthält 98 bis über 99°/ 0 Kalk; er wird gebrannt und mit 9 / 10 der Erzeugung nach Preussen exportirt. Das vorhandene Rohmaterial reicht auch für die grösste Erzeugung aus. Dieselbe betrug 90,000 Ztr. Preis per W. Ztr. 38 kr. 871 b. (1636.) Weisse Marmor platte von Freiwaldau in Schlesien.*) c) aus der Silurformation in Böhmen. 872. Sand st ein von Popovitz, Bez. Beraun. Fürst E. von Fürstenberg. Gehört der Etage D. 5. (Barr.) oder den Kossower Schichten an. Preis pr. Kub.-Fuss 80 kr. 873. D iabas von Vyskocilka bei Prag. Sil.-Etage E. Wird bei Wasserbauten verwendet. 874. Kalkstein von Dwofecz bei Prag. Sil.-Etage E. 875. Kalkstein von Dwofecz bei Prag. Sil.-Etage E. 2. Als Saturationskalk in Zuckerfabriken verwendet. 876. Kalkstein von Dwofecz bei Prag. Sil.-Etage E. 2. Als Mörtel und Tüuchkalk verwendet. 877. Kalkstein von Slivenec bei Prag. Silur-Etage F. Trottoirstein für Prag. *) Die mit einem Sternchen * bezeichnten Nummern en tsprechen Musterstücken in grösserem Format, welche sich nicht in den Reihen der Hauptsammlung, sondern im Eck und an den Stirnseiten der Kästen befinden. 129 878. Kalkstein von Kossow bei Prag'. Silur-Etage F. 1. 879. K alkstein von Branik bei Prag. Silur-Etage G. 1. Gibt auch hydraulischen Kalk. 880. Kalkstein vom Zwahov-Felsen bei Hlubocep nächst Prag. Silur-Etage G. 3. Wird als Mörtelkalk verwendet. 881. Kalkstein mit Hornstein-Concretionen von Zäjczek bei Hlubocep nächst Prag. Silur-Etage G. 3. Als Baustein und für Mörtel. cl) Aus der Devonformation in Mähren. 882. Kalkst ei n, Devonf. von Weiskirchen in Mähren. Aus der Sammlung der Anstalt. Wird zu allen Werk steinen, dann zu Strassenschotter wie zu Maurerkalk verwendet.. e) Aus der Steinkohlenformation in Böhmen. 883. Sandstein von Pfilep, Bez. Rakonitz. 884. * * Kaöic „ 885. „ „ Zehrovitz, Bez. Rakonitz. Eingesendet v. d. Dir. d. Buschtiehrader Bali n. f) Aus der Dyasformation in Böhmen 886. Quarz-Porphyr von Cernosek. Aufbruch im Gneiss. Als Werkstein verwendet. 887. P o r p ii y r von Totabit bei Turnau. Als Baustein verwendet. 888 Sandstein von Böhmischbrod. Wird als Baustein verwendet. 889.Sandstein von Kuttenberg in Böhmen. 9 130 J, Ladislav. Erzeugung : 150 Quadr.-Klftr. Pflasterplatte â 7 fl. pr. Quadr.-Klftr. : 3000Kub.-Fuss Quadersteine â 40 kr. pr. Kub.-Fuss, 1500 Kurr.-Fuss Thür- und Fenstergewände und Stiegenstufen â 60 kr. pr. Kurr.-Fuss. 890. Sandstei n von Skalitz bei Nachod. 891. „ „ Tample, Bez. Neupaka. 892. „ „ Oust, Bez. Neupaka. 893—94. » * Oberneudorf, Bez. Neupaka. 895. „ ,, Sar.y, Bez. Neupaka. 896—97. » „ Kr uh, Bez. Starkenbach. Eingesendet von d e r Direction der österr. Nordwestbahn, Werden vielfach zu Bruch- und Werksteinen verwendet. g) Aus der Juraformation in Mähren 898. Kalk stein (Crinoidenkalk) von Latein, Bez. Brünn. Eingesendet von Herrn Lang, Brünn. Wurde in früheren Jahren vorwiegend in Brünn als Baustein verwendet. h) aus der Kreideformation in Böhmen und Mähren. 899. Qu ad er st ei n von Budin im Czaslauer Kreis in Böhmen, aus den Perucer Schichten. 900. Q uadersandsteiu von Przeztawek, Bez. Raudnitz. 901. 902. 903. 904. Eingesendet r Klein-Priesen, Bez. Aussig. * Niedergrund, Bez. Tetscheu. „ Niederwellhotten, Bez. Tetschen. „ Oberwellhotten, Bez. Tetschen. von der Direction der österr, Nordwestbahn. 131 905.906.907. Sandstein von dem Steinbruch im Thale bei Auscha. Wenzel John in Auscha. Erzeugung circa 20,000 Stück Quadern von 2—40 Kub.- Fuss. Preis 24—30 kr. pr. Kub.-Fuss loco Steinbruch, — Verwendung zu Wasser- und Hochbauten etc., dermalen grössten- theils beim Eisenbahnbaue. 908. Sandstein von Ob.-Kablitz, bei Auscha in Böhmen. *908 a. (1619.) Quadersandstein von Ober-Kablitz, Bez. Leitmeritz, Böhmen. Joh. Senesch in Auscha. Verwendung zu Stiegenstufen, Thür- und Fenstergewänden, überhaupt für wetterbeständige Arbeiten. Preis pr. Kubik- Fuss 1 fl. T. Hoffmann in Ob.-Kablitz, Verwendung zu Thürstöcken, Stufen, Säulen, Bausteinen etc; wegen besonderer Festigkeit vorzüglich zu Wasserbauten geeignet. Preis 1 fl. p. Kub.-Schuh. 909. Sandstein von dem Steinbruch unter dem Berg, dem. Rzepnitz, Bez. Leitmeritz. Prod.: 120,000 Kub.-Fuss Quaderstein. Preis pr. Kub.- Fuss 32 kr. 910. Sandstein vom Steinbruch unter dem Rabenstein, dem, Sebusein, Bez. Leitmeritz. Prod.: 160,000 Kub.-Fuss Quaderstein. Preis pr. Kub.- Fuss 32 kr. 911. Plänerkalk vom Bruche bei der Schäferei, Gemeinde Schwarzenitz, Bez. Dauba. Prod.: Strassenschotter 50 Kub.-Klftr. Bruchstein, 1000 Kub.-Klftr. Thür- und Fenstergewände, 300 Stück Stiegenstufen, 2000 Stück, geschliffene Plätten 9000 Stück. 912. PI änerkalk von Straschnitz, Bezirk Auscha. In der Umgebung des Ortes befinden sich zahlreiche Brüche auf das gleiche Gestein. Erzeugung ciica 100 Kub.- 9* 132 Klftr. Bausteine, von denen die tauglichen vorwiegend zu Fuss- bodenplatten verwendet werden. Preis pr. Kub.-Klftr. Bausteine fl. 1.40 bis fl. 1.50, pr. Schock Platten 8—9 fl. 913 — 915. Sandstein vom Prossek, Gern. Gastorf, Bezirk Dauba. Prod. : in Platten, Schleifsteinen, Bruchsteinen. 916. Sandstein von dem Steinbruche zwischen Mühlhausen und Leschan, Bez. Melnik. Die Mächtigkeit des Lagers, welches zu Bruchsteinen ausgebeutet wird, beträgt 4—5 Klftr. 917 Sandstein vom Kokowiner Thal, Gern. Boschyn, Bezirk Melnik. Prod. : 300 Kub.-Fuss Baustein. Preis: pr. Kub.-Fuss roh 25 kr., bearb. 45 kr. 918. Plänerkalk vom Bruche „Na Raji“, Gemeinde Mlasic, Bez. Melnik. Prod. : 200 Stiegenstufen, 100 Schock Platten. Preis: pr. Kub.-Fuss bearb. 1 fl., 1 Schock 2zöll. Platten 16 fl. 919. PI än er kalk von Humenskey, Gern. Wechlowic, Bezirk Melnik. Prod: 2000 Kub.-Klft. Baustein. 920. Sandiger Kalk von Wechlowitz bei Melnik. Gehört den sogenannten Weissenberger Schichten an. 921. Sandstein vom Steinbruch in der Gemeinde Königsdorf, Bezirk Brandeis. Prod. : 200 Kub.-Klft. Bruchst. 4000 Kub-Fuss Quaderstein. Preis pr. Kub.-Fuss 50 kr. bis 1 fl. 922. Sandstein vom Bruche „na dilcich“, Gemeinde Wykau, Bezirk Böhm.-Brod. Prod.: Bruchstein 400 Kub.-Klft. Quader- und Baustein 2000 Kub.-Fuss. Preis pr. Kub.-Fuss 45- 90 kr. Die Nummern 909—919, 921 u. 922 eingesendet: Von der Dir. d. Oesterr. Nord west bahn. 923. Sandstein (Quadersandstein) von Nehovizd bei Prag. 133 Aus den Perucer-Schichten für Bildhauer-Arbeiten und Schleifsteine. ms andstein von Gross-Nehovizd, Bez. Brandeis. Prod.: 5000 Kub.-Fuss Quaderstein, 8000 St. Schleifsteine. Preis pr. Kub.-Fuss 80 kr. bis 2 fl. Wird sehr viel für Bildhauerarbeit verwendet. 925. Sandstein von Viserovitz, Bez. B.-Brod. W. Cibera in Gross-Nehovizd. Prod.: 500 Kub.-Klftr. Bruchstein, 10,000 Kub.-Fuss Quaderstein. Preis per Kub -Fuss 50—120 kr. 926-28. Sandstein von Kozowaz, Bez. B.-Brod. Prod.: 450 Kub.-Klftr. Bruchstein, 3000 Kub.-Fuss Quadersteine. Preis pr. Kub.-Fuss 45—90 kr. *928. a. (1623.) Sandstein von Reichenau in Böhmen. Eingesendet von der Direction der österr. Nordwestbahn-Gesellsehaft. 929. Hippuriten-Kalk von Kolin. Aus den Koritschaner Schichten, dient als Baustein und Mörtelkalk. 980. Sandstein von Zdirec, Bez. Choteborz. Prod: Bruchstein 850 Kub.-Klftr. Pflasterstein, 250 Quadr.- Klftr. Quaderstein und sonst. Baustein 81 Kub.-Klft. 15 Stück Grabsteine. Preis: Kub.-Fuss roh 15 kr., bearbeitet 35 kr. 931. Sandstein von Rohanka, Bez. HoÜc. Prod.: 400 Kub.-Klftr. Bruchstein, danu Quadersteine und Werksteine. Preis: Bruchstein pr. Kub.-Klftr. 1 fl. 80 kr. bis 2 fl., Quaderstein pr. Kub-Fuss 30—60 kr. 932. Sandstein von Trzemesna, Bez. Königinhof. Prod.: Bruchsteine, Quadersteine, Werksteine. Preis per Kub.-Klft. Bruchstein 6-8 fl., pr. Kub.-Fuss Quaderstein 40 kr. Der Stein zeichnet sich durch besondere Härte aus. 933. Pläner Kalkstein Böhm.-Skalic, Bezirk Neustadl an der Mettau. 134 Prod: Bruchstein. Preis pr. Kub.-Klftr. 6—7 fl. 934. Sandstein von Dolich, Gern. Zamiel, Bez. Reichenau. Prod.: 600 Kub.-Klftr. Bruchstein, 30,000 Kub.-Fuss Quaderstein. Preis: 1 Kub.-Klftr. Bruchstein 5 fl., 1 Kub.-Fuss Quaderstein 60 kr. — Mächtigkeit des Lagers circa 10 Klafter. 935. Sandstein von Klösterle, Bez. Senftenberg. Preis per Kub.-Fuss rauh poussirt 45—70 kr. 933. Sandstein von Cihak, Bez. Senftenberg. Preis per Kub.-Fuss rauh poussirt 50—70 kr. Nr. 930-936. Einges. von der Direktion der österr Nord- westbahn-Gesellschaft. *936. a. Sandstein (1627) von Cihak bei Klösterle, Bez. Senftenberg. George Pa risch. Das Gestein ist ein weisser feinkörniger und fester Sandstein, der sich zu Quadersteinen sehr gut eignet. Preis unbearbeitet pr. Kub.-Klftr. 20 bis 24 fl. loco Bruch. *369. a. Plänerkalk (1618.) von Kruschovic, Bez. Rakonitz, Böhmen. Direction der Buschthierader Bahn. 937. PI äner-Sandstein von Uhersko, Bez. Hohenmauth in Böhmen. J. Lang in Brünn. Diese Platten kommen seit 5—6 Jahren in Brünn in Verwendung. 938. 939. S and st ein von Hnatnitz, Bez. Wildenschwert. Prod.: 15,000 Kub.-Fuss Quaderstein, die in Brünn vielfach verwendet werden. Preis pr. Kub.-Fuss roh 45 kr., bearb. 70 kr. — Mächtigkeit des Lagers 15 Klafter. 940. 941. S and stein von Fricdrichswald, Bez. Wildenschwert in Böhmen. 135 Erzeugung 60—70,000 Ztr. Preis pr. Kub.-Schuh platt bearbeiteter Quader nach der Grösse 55 kr. bis 1 fl. 50 kr. Verwendung zu allen Arten Häuser-, Brücken- und Wasserbauten (z. B. auf der Bahnstrecke Brünn-Laa-Wien und Grnssbach). 942—94B. Sandstein von Brilnlitz, Bez, Polizka in Böhmen. Erzeugung: Bausteine aller Art. Preis pr. Kub.-Fuss 1 fl. 20 ui. 944. Sandstein von Blasdorf, Bez. M.-Trübau in Mähren. Wurde zu Monumenten und feineren Arbeiten in Brünn verwendet. D‘e Gesteinsmuster (937—944) sind insgesammt eingesendet von: J. Laag in Brünn. 945 — 949. Quader Sandstein v. Blohsdorf, B. Mähr.-Trübau. 950—952. „ » Kaltenlutsch , „ 95B—954. * „ Alt-Moletein, Bez. Müglitz. Fürst Johann Liechtenstein. Werten zu allen Arten von Steinmetzarbeiten verwendet. 955. Sandstun von Moletein, Bez. Müglitz, J. Lang in Brünn. Eignet sich zu Stufen, Balustraden, Säulen und feineren Arbeiten. i) Aus dem eocenen fiarpatliensandstein in Mähren 956. Sandstein v. Steinbruch Marschawa . . , ^ s 957. „ * Tupy . • . • >J§f 958. * „ Holikopec . . I 05 - Sigm. Graf Berchtold in Buchlowifcz. Diese Smdsteine werden zu allen Gattungen von Werksteinen verwendet. 959. S andsteii von Rotalowicz nächst Bistritz am Hostein. 136 960. 961. Sandstein v. Chwalcow nächst Bistritz am Hostein. Ernest Baron Loudon. Production bis 10000 Kub.-Fuss jährlich. k) Aus den Neo gen- Schic Uten. 962. Quarz -Sandstein von Purbery bei Komotan. Gehört der unteren Braunkohlenformation ar und wird zu Pflasterungen verwendet. 968. Basalt vom Berg Workoc bei Aussig. 964. „ » ,, Kunetic bei Pardubic. Eingesendet von der Direcfcion der österr. Nordwestbahn. Bruchstein und Schotter. 965. 966. Basalttuff von Raase, Bez. Freudenthal, Schlesien. 966. * a. Basalttuff (1620.) von Raase. Grösseres Format. Josef Ludwig in Raase. — L. Heisin- ger in Raase* Der Stein, genannt ßaaser Quaderstein, egnet sich zu allen Gattungen Bauarbeiten, er wurde namentlich ii grösseren Mengen für die Mähr.-Schles.-Centralbahn (im Jatre 1871 30,000 Kub.-Fuss) für die Gasanstalt in Troppau, de Zuckerfabrik in Strochowitz, dann auch zur Fundamontirung voi Dampfmaschinen verwendet. Preis per Kub.-F. loco Bruch 35 kr., per Quadratf bis 9 Zoll starke Platten 28 kr. 967. Leithakalk von Hauskirchen, Bez. Zistersdorf in Niederösterreich. Fürst Johann Liechtenstein, Wien. Erzeug: 1000 Kub.-Klftr. Bruchsteine itc. und 160 Kub.- Klftr. zum Kalkbrennen. Preis pr. Kub/Klftr. loco Bruch 10 fl. 137 968. Leithakalk von Garschöntbal, Bez. Mistelbach in Niederösterreich. Fürst Johann Liechtenstein, Wien. Erzeugung 1500 Kub.-Kiftr. Bruchsteine etc. und 200 Kub.-Klftr. zum Kalkbrennen. Preis pr. Kub.-Kiftr. loco Bruch 6 fl. ) 969—72. Leithakalk von Zogelsdorf nächst Eggenburg, Niederösterreich. Karl Gund. Freih. v. Suttner. Der Stein, „Eggenburger Sandstein“ genannt, wurde in älterer Zeit zum Baue des Stephansdomes, der Universität, Hofburg u. s. w. in Wien verwendet. Die seither verfallenen Brüche wurden in jüngster Zeit wieder eröffnet und liefern vorzügliche Werksteine aller Art (so namentlich für den Museums-Bau in Wien), die Abfälle werden zu „Luftkalk“ gebrannt. 97J. Sandstein von Bodendorf bei Gaisbach, Ober-Oesterreich. Eingesendet von Herrn Egger. x Auf der Bahnstrecke Linz-Budweis bei den Bauten verwendet. 973* a* u. b. Sandstein (1616-1617) vom Kerngrabenbruch bei Perg. Grössere Formatstücke. Michael Fries in Perg. Der Stein wird ausschliesslich für Mühlsteine v erwendet; namentlich hat er sich bei Dampf- und Kunstmühlen als Spitz oder Kapstein, dann für Getreideschälmaschinen und für Papier fabriken als Raffinirstein bewährt. Er wird nach Oesterreich und Ungarn, ferner nach Deutschland, Italien und Russland abgesetzt. Erzeug: 960 Stück mit 14,400 Zoll Höhe im Gewichte von 16,000 Ztr. — Preis pr. Stück 5 bis 200 fl. NB. Dis iu Klammern beigefügfceu Zahlen beziehen sich auf die fortlaufende Nunrnerirung der Stückzahl der später eingelangten und hier an ihrem richtigen Platz eingereihten Baustein-Muster. 138 8. Aus dem Gebiete der Nordalpen, a) Aus der Silurformation der Nordalpen. 974. M agnesit von Jarnis, Stift Admont. 975. Magnesit von Semmering. Bildet Stöcke in der Grauwakenformation und wurde viel bei den Bauten der Semmeringbahn verwendet. 976. Kalkstein vom Erzberg bei Eisenerz, Steierm. Ist unter dem Namen „Saubergkalk“ bekannt und tritt im Hangenden der Spatheisenstein-Lagerstätte auf. 977. Rauch wake vom Hirschbgchgraben stidl. Gehänge bei Neuberg, Bez. Mariazell. Neuberg-Mariazeller Gewerkschaft. Das Gestein ist über eine 3 Joch grosse Fläcne verbreitet. Gew. 150 Pfd. per Kub.-Fuss. Erzeug. 5000 Kub.-Fuss. Preis 50 kr. pr. Kub.-Fuss. 978. Rauchwake vom Adlitzgraben hei Schcttwien. Wurde beim Bau der Semmeringbahn vielfach verwendet. , b) Aus der Trias-Formation. 979. K alkstein vom Aschauer Steinbruch bei Lech, Bez. Reutte. J. Bach. Erzeugung 100 Radabweiser und 8 Stück Grabmonumente, Preis 70 kr. pr. Kub.-Fuss. 980. Kalk stein von Vils, Bez. Reutte. P. Worte und J. Gschwend. Erzeugung 1500 Stück Quadersteine d 7 Kub.-Fuss. Preis 60 kr. pr. Kub.-Fuss. Verwendung zum Baue des Schlosses Hohenschwangau. 981. Kalkstein vom Wildaugergebirg bei Hall in Tirol. 982. Rauchwake vom Issjöchel bei Hall in Tirol. K. k. Salinen-Aerar. 139 983. Kalkstein von Goisern, Pötsohenhöhe, Bez. Ischl. 984. Kalkstein vom „rothen Bruch“ im Schlossbergwald bei Ischl. 985. Marmor vom Salzberg bei Hallstatt. Die Kümmern 983—986 gesendet aus Brüchen des; K. k. Forstärar. Gehören den Hallstätter Schichten an. Vom letzteren Ort wird das Material durch die Steinschleifer in Hallstatt zu Nippes- Sachen verarbeitet. *985a, b, c, (i. (1632. 1633. 1634. 1635.) Marmor- platten. (Obere Triasform.) von Hallstatt. 986. GlypsWürfel von Ischl. 987—88. Marmor von Pinswang, Bez. Beutte, Tirol. König 1. baier. Stadt Füssen. 989. Kalkstein von Siriuskogel bei Ischl. J. Stöger, Ischl. Gehört den Hallstätter Schichten an und ist als Baustein in Verwendung. 990. Kalkstein aus dem ärarischen Steinbruche am Katter- gebirge (Hauseck), Ischl, s.-w. Bez. Ischl. Als Baustein in Verwendung. 991. Kalkstein vom Dachstein bei Hallstatt, Ischl,S. Bez. Ischl. Zu Steinmetzarbeit viel verwendet. 992. Marmor vom Sarstein (Pötschenhöhe) bei Ischl. Aus dem ärarischen Plattenbruch im „Pötschenkalk“. Als Trottoir, Sockel, Thür- und Fenster-Gewände, Stiegen etc. vielfach in Verwendung z. B. bei der Kaiser-Villa. 993. GypsWürfel von Pernek bei Ischl. Wird gebrannt als Stuccaturgyps verwendet. Maherndl und Schindorfer. 994—1003. Marmor von Adneth bei Hallein in Salzburg. 140 Freiherr von Löwenstern. Die vorliegenden Muster gehören den rhätischen Schichten, die unter den rothen Adnether Kalken (Lias) liegen, an. Es sind theils Lithodendron-Kalke tteils dichte Kalksteine. 1004. Kalkstein von Mariazell, Steiermark. Gehört dem rhätischen Dachsteinkalk an. c) Aus der Juraformation. 1005 — 1011. Marmor von Adneth bei Hallern, Salzburg. Freiherr von L ö w e n s t e r n. Gehören den sogenannten Adnether-Schichten (Lias) der Alpen an; das Gestein bricht in dünnen und dickeren regelmässigen Platten und wird in grossem Massstabe ausgebeutet. 1012—1018. Kalkstein (Marmor) von Goisern, Bez. Ischl. Wurde bisher nur in untergeordnetem Maasse von Steinschleifern gegen Errichtung des Tarif-Preises von 2 kr. pr. Kub.-Fuss unbehauen benützt. Eignet sich besonders zu Tischplatten, Säulen, Galanteriewaaren etc. 1014. Kalkstein (Crinoidenkalk) von Gosau, Bez. Ischl. Tarifpreis des Rohmaterials gegen Selbstbruch 2 kr. pr. Kub.-Fuss. Seit 30 Jahren untenützt. 1015—1021. Marmor von Straubing, Gern. St. Wolfgaug, Bez. Ischl. Die Aufschliessung und Benützung dieser Marmorbrüche erfolgte vor mehreren Jahrhunderten bei Gelegenheit des Baues der St. Wolfganger Kirche. Seit dieser Zeit hat keine namhafte Ausnützung mehr stattgefunden, doch wäre das Material zu werthvolleren Steinmetzarbeiten besonders geeignet. Die Musterstücke 1012—1021 stammen v. Brüchen des : K. k. Forst a rar. 1022. Marmor vom ärarischen Steinbruch im Reitterdorfer- wald, Ischl, S. Bez. Ischl. Als Baustein zum neuen Casino in Ischl verwendet. 1023. Marmor von Hopfgarten (Salzbeigsttasse), Ischl SO. Bez. Ischl, 141 P. Peer in Ischl. Als Baustein viel in Verwendung. 1024 \1 armor vom Hubkogl, Ischl, SO. Bez. Ischl. Theils iirarisches, theils Privateigentum. Zu Quaderbauten grössere Verwendung. 1025. Marmor v. Reitterdorf, Ischl, Rosenkranzg 0. Bez. Ischl. J. Keffer. 1026. Kalkstein vom Jainzenberg, Ischl, N. F. Gassner. 102? Marmor vom Kreutererberg Ischl, N. 1028. Kalkstein vom Haischberg (Kalvarienberg) Ischl, W. Andr. Bauer. 1029. Kalkstein vom Haischberg (Kalvarienberg) Ischl, W. Joh. Strubreiter. 1081. Kalkstein aus dem ärarischen Steiubruche im Gosau- thal, Ischl, S. Bez. Ischl. 1030. Marmor vom Schlossberg (rother Bruch) Kaiserliche Cotage (polirt) und als Baustein beim neuen Casino. 1032. Kalkstein vom Raschberg, Ischl, SO. Bez. Ischl. Zu Steinmetzarbeiten in Verwendung. 1033. Kalkstein aus dem ärarischen Steinbruch vom Sand- ling (Fludergraben), Ischl, SO. Bez. Ischl. Dieser Crinoidenkalkstein ist für Trottoir, Socke), Stiegen etc. in grosser Verwendung. (Bassin - Einfassung in der Kais. Schwimmschule in Ischl). 1034. Kalkstein von Schwarzensee, Ischl NW. Graf v. Falkenhayn. Zu Steinmetzarbeiten viel verwendet (Sophieudenksteiu au der Esplanade in Ischl.) 1035. Kalkstein vom Gilgenberg (Zinkenbach), Ischi, W. Als Trottoir, Kellerpflaster etc. in Verwendung. 1036-39. Marmor von Spital am Pyhrn. Anmerkung Die Einsendung der Muster 9.88—993 ferner von 1022—1035 und 1047—48 verdankt die Anstalt Herrn Adjuncten Grschwandtner in Ischl. 142 d) Aus der Kreideformation. 1040—41. M armor vom Untersberg 1042. „ * Neubruch 1048 - 44. „ „ Veitlbruch 1045. „ „ Hofbruch F. Frkrr. v. Löwenstern, Hallein. Das unter dem Namen Untersberger Marmor weitbekannte Material ist wegen seiner Feinkörnigkeit und Polirfähigkeit, namentlich zu Monumenten und anderen Kunstwerken geeignet und gesucht. Erzeug: 12,000 Kub.-Fuss Quadern, 1600 Kurr.-Fuss Thür- und Fenstergewände, 17,800 Kurr.-Fuss Stiegenstufen, bei 5000 Kub.-Fuss Schnittarbeit u. s. w. *1046a. Marmorplatte (1687.) Untersberg bei Salzburg. 1047. Sandstein vom Plattenbruch im Groisengraben, Ischl, 0. Kranabötl. Als Kanal-Boden und Deckplatten stark verwendet. 1048. S andstein von Altmünster, Ischl, NO. F. Moser. Allgemein in Verwendung als Stiegeustufen in Ischl, als Thür- und Fenstergewände. 1049.Sandstein vom Klausgraben Steinbruch, Gern. Zell am Moos, Bez. Mondsee. M. Lohninger u. F. Brüder 1, Zell am Moos. Der Stein ist leicht zu bearbeiten und unterliegt der Verwitterung nur in geringem Grade. 1050. S andstein von Ressenberg, Gern. Gosau, Bez. Ischl. Erzeugung circa 7700 Ztr. Preis loco Steg an dem schiffbaren Traunflusse 3 fl. pr. Ztr. Verwendung zu Schleifsteinen. 1051. Sandstein von Feichteckwald, Gern. Gosau, Bez. Ischl. Erzeugung 3764 Quadr.-Fuss Platten. Preis je nach der Dicke 3—18 kr. pr. Quadr.-Fuss. Verwendung vorzugsweise zu Bodenpflasterung. 1052. Sandstein von Alpenbergwald, Gern. Ischl, Bez. Ischl. 1050—1052 gesendet vom: K. k. Forstärar. Für Wetzsteine in Verwendung. Gern. Grö- dig, Bez. Salzburg. 143 e) Aus der Jäocenformation. 1053-54. Sandstein von Mais bei Altiengbach, Bez. Neulengbach. Dombau - Verein, Linz. Architect Schirmer. Erzeugung circa 6000 Kub.-Fuss. Wird zum Oberbaue des Domes in Linz verwendet. 1055—57. W iener Sandstein von Pressbaum. Bez. Neulengbach, Niederösterreich. J. C. Löwenfeld Wittwe & Sohn. Bewährt sich vortheilbaft als Mauer-, wie als Werkstein. Erz. im Jahre 1872, 2160 Kub.-Klftr. 1058. S andstein von Gross-Tatzberg bei Bandegg in Nieder- Oesterreich. J. Weisze et Comp. (Gross-Tatzberger Steingewerkschaft,) Erz. 3000 Quadrat-Fuss Platten und Würfel und 300 Stück Schleifsteine. 1059-62. Sandstein von Pfalzaüerforst, Bez. Burkersdorf. 1068. Sandstein von Hebersbach bei Oablitz. K. k. Forstarar. 1064 — 70.Sandstein von Greifenstein, Bez. Tulln. F. Hollitzer in Greifenstein. Erzeugung: 5500 Kub.-Klftr. Bruchsteine, Pflasterplatten, 100 Kub.-Klftr. Pflasterwürfel, Quadersteine und Stiegenstufen. Preis 1 Kub.-Klftr. Wurfsteine für Wasserbauten 9 fl., 1 Kub.- Klftr. Mauersteine 14 fl., 1 Kub.-Klftr. Pflasterstein 30 fl. 1071-73 .Sandstein von Höflein, Boz. Klosterneuburg. F. Hollitzer in Greifenstein. Erzeugung 1500 Kub.-Klftr. Bruchsteine, 150 Kub.-Klftr. Pflasterwürfel, Pflaster platten, Quadersteine und Sfciegensfufen Preise: 1 Kub.-Klftr. Wurfsteine für Wasserbauten 9 fl, 1 Kub.- Klftr. Mauerstein 14 fl., 1 Kub.-Klftr. Pflastersteine 30 fl. 144 *1073a. üuinenmarmor (Platte) (1638.) Klosterneuburg bei Wien. f) Aus der Neogenforniation. 1074. Con gl om erat 1075. Kalksandstein 1076. Co n gl o me rat Bez. Herzo- genburg in Niederösterreich 1077. Kalk Sandstein | reicb Niederösterreichische Stein-Gewerkschaft. Erzeugung: 2000 Kub.-Klft. Bruchsteine, 30,000 Kub.- Klftr. Quader, 2000 Kurr.-Fuss. Stiegenstufen etc. etc. Preis pr. Kub.-Fuss von 50 kr. aufwärts. Ausgeführto Bauten von diesem Material sind: Das Strafhaus in Stein a. d. Donau. Der Schleussenbau bei Nussdorf im Donaukanal Die obere Stras- senbrüeke über den neuen Donaudurchstich. 1078. Leitha-Conglomerat von Baden. Eingesendet von Herrn Melkus. Dieses Gestein wurde dei dem Baue des Wiener Wasser- leitungscauales Baden-Vöslau vielfach verwendet. 1079. L eitha-Conglomerat von Lindabrunn, Bez. Baden. Eingesendet von Herrn Sederl. Dieses Gestein dient zu Canalgranden, ordinären Stiegen - stufen, bei Bauten in Wien und Umgebung. 1080 —81. Leitha-Conglomerat vom Kalksburger Wem- gebirge, Gern. Kalksburg, Bez. Hietzing. Andreas Greif in Kalksburg. Dies Gestein liefert Bruchsteine, loco Bahnstation Liesing um 16 fl. die Kubik-Klafter, ordinäre Stiegenstufen 1 fl. 20 kr. den Kub.-Fuss. Erzeugung: 500 Kubik-Klafter Bruchsteine und 400 Kub.-Fuss Stiegenstufen. 1082—85. Leitha-Kalk von Wollersdorf, Bez. W.-Neu- - -stadt, Niederösterreich. 145 Ein gesendet von Herrn Sederl. Dieses Gestein ist für Quader zu Brückenbauten und für alle jene Bauten verwendet, welche wegen schneller Abnutzung grössere Widerstandsfähigkeit des Materials erfordern. *1085a. Conglomérat (1621.) von Wollersdorf, Bez. W.- Neustadt, Mederösterreich. Grosses Format. *10851). Nulliporenkalk (1622.) von Wollersdorf, Bez, W.-Neustadt, Niederösterreich. Grosses Format. Wien - Wollersdorfer Actien - Gesell- scliaft für Baumaterialien u. s. w. Erzeugung 600 Quadr.-Klftr. Pflasterplatten, 4000 Quadr.« Klftr. Pflastersteine, 8000Kub.-Klftr. Bruch- und Kalksteine, 60,000 Kub.-Fuss Quader, 25,000 Kub.-Fuss Stiegenstufen, 2000 Kub.- Fuss Thür- und Fenstergewände, 10,000 Quadr.-Fuss grössere Platten Mauer kalk 100,000 Ztr. Preis Werksteine 1 fl. 25 kr. pr. Kub.-Fuss, Kalk 30 kr. pi. Ztr. 1086. Leit ha-Kalk von Hundsheim, Bezirk Haimburg. 1087. L e i t h a-K a 1 k v. Kaisersteinbruch, Bez. Bruck a.d. Leitha. 1088. Nul lipo ren-Kalk von Mannersdorf. 1089—90. Leitha-Kalk von Loretto. Eingesendet von Sederl. Bei den Hochbauten in Wien vielfach verwendete Bausteine. 1091. Leitha-Kalk von Summerein, Bez. Bruck an der Leitha. Die occupirte Grundfläche beträgt 6477 Q.-Klftr. und die Erzeugung im Jahre 1872 — 1041 Kubik-Klftr. Bruchsteine, 7395 Kurrent-Fuss Stiegenstufen, Fenstergewände etc. etc. In Wien und Umsrebuner in Verwendung. 1092.Nulliporen-Kalk von ^—«vder Leitha. Mannersdorf, Bez. Bruck an der Leitha. Die Muster 1091 und 1092 eiugesendet von der Union-Baugesellschaft. 10 146 Die occuppirte Grundfläche beträgt 28,857 Qnadrat-Klftr. Erzeugt: Im Jahre 1872 864Kub.-Klftr. Bruchsteine, 10,512 Kubik- Fuss Werksteine zu dem Preise von 1 fl. 40 kr. pr. Kubik-Klftr. 1093 -94. Nulliporen-Kalk von Mannersdorf, Bez. Bruck an der Leitha. Wiener Baugesellschaft. Occupirte Grundfläche 20000 Quadr,-Klfir. Erzeug. 500 Prismen Schlögelschotter ä 40 Kub.-Fuss 2000. Kub.-Klftr. Bruchsteine, 120,000 Kub.-Fuss Werksteine aller Art. In Wien allgemein in Verwendung. C. Aus der Centralkette der Alpen. a) Aus den krystallmischen Gesteinen. 1095. G ranit von Grasslern im Eisackthal, Bezirk Brixeu. 1096. 1097. 1098. Vintl Mühlbach Bez. Biunnek in Tirol Brunnek Eingesendet von dörBaudirection der k. k. priv. Südbahn-Gesellschaft in Wien. Diese Gesteine wurden bei dem Baue der Pusterthaler Bahn, zu Quadern bei den Brucken, Schutz mauern, Dämmen etc. und zu Pflasterungen vielfach verwendet. 1099. Granit von Herzogberg, Gern. Kindberg-, Bez. Bruck an der Mur in Steiermark. St. Egidy-Kindbel*ger Eisen- und Stahlindustrie-Gesellschaft. Erzeugung 50 Kub.-Klftr. Grauit uud circa 6000 Ztr. Quarz zum eigenen Gebrauche. 1100-3. G n e i s s aus dem Pusterthal, Tirol. 1104. „ von Aineth im Iselthal, Tirol. 1105. „ * Sachsenburg in Kärntheri. 147 Baudirection der Südbahn-Ges. Fanden Verwendung bei dem Bau der Bahnstrecke. 1106 — 7. G n e i s s (Centralgneiss) aus dem Anlaufthal bei Salzburg. Wurde beim Bau des Kurhauses und der Kirche in Gastein verwendet. 1108 — 10. Marmor von Laas, Bez. Sehlanders, Tirol. J. Steinhäuser in Laas. Erzeugung: 200 Ztur. fertige Arbeiten, 2000 Ztnr. in Roh blocken. Preis 4 fl. pr. Kubik-Fuss in kleineren Steinen, bei grösseren eine Preiserhöhung von 50 kr. pr. Fuss. Verwendbar zu feineren Bildhauerarbeiten. 1111. Marmor von Göflan, Bez. Meran, Tirol. Gebrüder J. F. Schmidinger. Erzeugung: 4000 Qaadr.-Fuss Fussbodenplatten, 3000 Kub.-Fuss Grabmonumente, Statuenstücke etc. Preise: rauhe Stücke von 1—10 Kub.-Fuss ä 4 fl. 70 kr., 20—30 Kub.-Fuss ä 5 fl. 20 kr., grössere Stücke im Verhältniss theuerer. Viele Statuenarbeiten der neuen Münchener Bauten, das Andreas Hofer- Monument in Innsbruck etc. sind aus diesem Marmor, 1112 . Marmor von Römerbruch, Gern. Weissönsteiu, Bezirk Villach. 1118. Marmor von Glimmern bei Villach, Kärnten. V. Wer bösche tz in Glimmern. Das Material ist vorzüglich für Postamente, Grabmonumente etc. geeignet und wurden erzeugt 5000 Kub.-Klftr Bruchsteine 300 Quadr.-Klftr. Platten, 20,000 Kub.-Fuss Quadern, 100 Kurr.-Klftr. Thür- und Fenstergewände und Stufen, 20 Stück geschliffene und polirte Monumente, circa 6000 Kub.- Fuss Mauerkalk. 1114-17. Marmor von Gummern, Bez. Villach, Kärnten. Das Gestein ist unter dem Namen „Krass thal er Marmor“ bekannt. Erzeugung circa 8000 Kub.-Fuss Qua- deru. Preis 1 fl. 30 kr, bis 2 fl. 1118 Marmor von St. Marlin, Bez. Klagenfurt, Kärnten. 10 * 14B Ist unter dem Namen „Pörtschachthaler Marmor“ bekannt. Erzeugung circa 6000 Kub.-Fuss. Verwendung zu Quadern, Thür- und Fenstergewänden, Stiegenstufen etc. Preis 1 ti. 40 kr. bis 1 fl. 80. kr. Ein grosser Theil der Römerbauten in Kärnten ist aus diesen Gesteinen hergestellt. Die Muster 1114 —1118 eingesendet von: A. Ohrfan dl in Klagenflirt. 1119. M armor von Salla 1120. „ * Köflach Bez. Voitsberg in Steiermark. A. Blöschl in Köflach. Der schwarze Marmor wird zu Monumenten verwendet.^ Preis 2 fl. bis 2 fl. 80 kr. per Kub.-Fuss. Der graue Marmor dient zu Werksteinen. 1121. Marmor von der Gleinalpe . | 1122. „ » Gallmannsseg . Bez. Voitsberg, 1123. „ „ der Stupalpe Steiermark. 1124—25. Marmor Voitsberg . . Wird vorzugsweise zu den Bauten in Graz verwendet. l>) Aus den ältesten Sediment-Gesteinen in Tirol und Kärnten. 1126. Sandstein vom Triestacher See bei Lienz, Tirol. 1127. „ „ Abfaltersbach bei Sillian, Tirol. Eingesendet von der Bandirection der Südbahn-Gesellschaft. Fand bei dem Bau der Südbahn Verwendung. 1128. Porphyrtuff von Gratschach, Bez. Villach, Kärnten. Bauunternehmung Fritsch & Th euer in Wien und Villach. Preis der Bruchsteine 9 fl. die Kub.-Klftr., rauhe Quader 80 kr. pr. Kub.-Fuss. Erzeugung: 450 Kub.-Klftr. Bruchstein 36,000 Kub.-FU'S Quader- und Hausteine. 149 e) Aus der Devonformation in Steiermark. 1130—31. Marmor von Gaisberg, Gern. Baierdorf, Bez. Graz. Eingesendet von E. Grein in Graz. Unter dem Namen „Grazer Marmor“ bekannt und vielfach verwendet. d) Alis der Kreideformation. 1132-33. Sandstein vom Kainachthai bei Yoitsberg, Steierm. Gehört der Gosauformation an und liefert gute Bausteine' e) Aus den Neogenschichten. 1134. Sandstein von Aflenz, Bez. Leibnitz, Steiermark. 1135-36. S and stein von Neustift, Bez. Pettau. Zu Quadern Werksteinen verwendet. 1137—38. Leitha Kalk von Schlossberg’ bei Wildon 1139. * * » Buchkogel bei Leibnitz 1140. » „ „ Ablenz bei Wildon 1141. „ „ Köflach. g s GQ Eingesendet von E. Grein in Graz. Liefert ganz ähnlich wie die Leithakalke des Wiener* Beckens sehr geschätztes Baumaterial. D. Aus den Südalpen. i) Eruptiv-Gesteine. 1142. Porphyr von Kaltwasser bei Raibl, Kärnten. Struggl’s Erben in Raibl. b) Aus der Steinkohlenformation. 1143. Kalkstéin von Weissenfels bei Tarvis in Kärnten. 1144. Conglomérat von Goggau im Rautergraben, Gern. Tarvis, in Kärnten. 150 Einges. von Fritsch und Th euer in Wien. Dieses Gestein liefert rauhe Quadern zu 85 kr. p. Kub.- Fuss. Erzeugung: 150 Kub.-Klftr. Bruch- und Pflastersteine, 4000 Kub.-Fuss Quadern und Hausteine. 1145. —1146. Conglomerat vom Sextenthal bei Innichen in Tirol. Baudirection d. Südbahngesellschaft. Verwendet bei dem Bau der Pusterthaler-Bahn-Strecke. 1447. K alkstein von Arnoldstein.1 . n 1148. » » Budlach . . 1149.1150. K alkstein von Magiern 1151. « „ Pökau . 1152.1153. , „ Magiern ns a O -fcj Magiern Tarvis , 1154. Einges. von Fritsch & Th euer in Wien. Verwendet beim Bau der Bahnstrecke Villach-Tarvis. c) Aus der Triasformation. 1155. Kalkstein vom Bruche am Toblacher See, Tirol. 1156.1157. Rauchwacke v. Greifenburg in Kärnten. 1158. Dolomitisch. Kalk von Mordbüchel bei Lienz, Tirol. Baudirektion d. Südbahn-Gesellschaft. Verwendet beim Bau der Pusterthaler Bahnstrecke. 1159. Sh warzer Marmor vom Moräutscher Thal. B. Herther in Wien. Unter dem Namen „Petsch“ bekannt. 1160.1161 .Dolomit von Ratschach in Krain. Eing. von A. Fölsch. Zum Bau auf der Bahnstrecke Laibach-Tarvis verwendet, 1162. K alkstein von Altendorf, Bez. Völkermarkt, Kärnten. A. Ohrfand 1, Klagenfurt. Der Steinbruch ist dermalen nicht im Betrieb. 151 (1) Aus den Neogensehichten. 1163. Conglomérat von Toblach in Tirol. Baudirektion d. Südbahngesellschaft. 1164. C onglomerat von Greuth, bei Tarvis, Kärnten. 1165. „ „ Latschaoh, Bez. Villach, Kärnten. Fritsch & Theuer in Wien. Von diesem Gestein werden rauhe Quader um 70 kr pr. Kub.-Fuss geliefert. 1166. Conglomérat vom Feistritzthal bei Moistrana in Krain. Einges. von A, Fölsch, Verwendet beim Bau der Bahnstrecke Laibach-Tarvis. 1167—69. Leith akalk von Mokritz bei Rann in Unter- Krain. " ’ Graf Auersperg, Aus diesem Stein ist die in der Rotunde aufgestellte Kanzel für die Kirche in Fünfhaus gefertigt; ebenso die Statuen für die Votivkirche in Wien. Preis per Kub.-Fuss 1 fl. 80 kr. 1170. Kal k-Sandstein vom Moräutsqher Thal in Krain. B, Herther, Wien, Der Stein, „Straza“ genannt, ist besonders zu tigurali- schen Arbeiten geeignet. e) Aus der Quartärformation. 1171. Kal kt uff von Weissenfels in Krain. Einges, von A. Fölsch, Fand beim Bau der Bahnstrecke Laibach-Tarvis Verwendung. 152 E. Aus den Jura- und Kreideschichten der Umgegend von Rovereto in Südtirol. Eingesendet vom Museo civico in Rovereto. 1172—1178. Marmor von Castione, Bez. Rovereto. Die Steinbrüche wurden niemals im Grossen und fachmännisch betrieben, doch wurde das Gestein unter dem Namen „Marmo di V al Caregna“ oder „Marmo diBretonico“ häufig geschliffen und polirt zu verschiedenen feineren archi- tectonischen Arbeiten, besonders für Kirchen verwendet. 1174. Marmor von Castione, Bez. Rovereto. Unter dem Namen „Marmo giallo di Castione“ zu feineren architectonischen Arbeiten gesucht. 1475. Marmor von Castione, Bez. Rovereto. Unter dem Namen „Marmo bianco a macchie turchine“ zu verschiedenen architectonischen und Decoraticns- arbeiten, Säulen etc. verwendet. Eigenthümer: die Gemeinde Castione. 1176—1177. Marm or von Lizzana, Bez. Rovereto. Der Stein wird gebrochen auf dem Gemeindegrund * Madonna del Monte.“ Unter dem Namen „Marmo giallo della Madonna del Monte e di Lizanella 4 bekannt und gesucht. Zu architectonischen Arbeiten, sowie zu Steinmörsern, Wasserleitungsröhren, Badewannen etc. verwendet. Eigenthümer: Gemeinde Lizzana. 1178. Marmor von Noriglio, Bez. Rovereto. Steinbruch „al Mojetto“. Unter dem Namen „Marmo Pessato“ bekannt und geschliffen und polirt zu Kaminsäulen, Thürgewänden etc. verwendet. Eigenthümer: Gemeinde Noriglio. 1179. Marmor von S. Felice, bei Mori, Bez. Rovereto. Unter dem Namen „Marmo mandolato di S. Felice“ sehr beliebt. 153 1180. Marmor von S. Felice bei Mori, Bez. Rovereto. Unter dem Namen „Marmo rosso di S. Felice“ roh behauen oder geschliffen und polirt zu verschiedenen Archi- tectur- und Decorationsarbeiten verwendet. Eigenthümer: Gemeinde S. Felice. 1181. Marmor von Noriglio, Bez. Rovereto. Wird im Steinbruch „Ai Toi di“ gebrochen. Das Gestein wird unter dem Namen „Pietra bianca dei Toi di“ grob oder fein behauen, auch geschliffen und polirt zu verschiedenen Architectur- und Decorations-Arbeiten verwendet. Eigenthümer: Gemeinde Noriglio. 1182 Marmor von Novarna, bei Villa Lagarina, Bez. Rovereto. Wird unter der Benennung „Pietra semi-rossa di Novarna“ zu verschiedenen architectonischen Arbeiten verwendet. 1183. Marmor von Novarna, bei Villa Lagarina, Bez. Rovereto. Die Platten werden unter dem Namen „Pietra stilare di Novarna“ zu verschiedenen architectonischen und Decorations-Arbeiten verwendet. Eigenthümer: Gemeinde Novarna. F. Aus den Karst- und Fiysch-Gebieten des Küstenlandes. 1. Aus der Kreide-Formation. a) Schwarzer Karst-Marmor ans der Zone der Fisch-Schiefer von Conimcn. 1184. Marmor von Ucegrad bei Commen, Küstenland. P. Palese in Triest. Ist unter dem Namen „Pietra Paragone“ bekannt, und wird zu feineren, vorwiegend zu geschliffenen und polirten Arbeiten, Kamingesimsen, Säulen, Monumenten etc., auch zur Pflasterung verwendet. 154 U ' r ) .f^-r fi-7 vv.J>_.vf/ 5 ■'■ '— 1185. Ma rmor (pietra Paragone) von Skoppo, Bez. Sessana. Gemeinde Skoppo. Geringe Production an Material für geschbffene und po- lirte Arbeiten. 1186. Marmor (pietra Paragone) vom Triester Karst-Gebiet (angeblich von St. Croce bei Nabresiua). Cloetta & Schwarz in Triest. 1187. Marmor (pietra Paragone) aus dem Karstgebiete von Triest. N. Nähere Angabe fehlt. Societa dei Scalpellini in Triest. 1188. Kar st mar mor (dunkelgrauer) aus dem Karstgebiete von Triest, N. Societa dei Scalpellini in Triest. b) Graue und hellfarbige Marmore und Kalksteine der mittleren Rudisten-Zone. 1189. Rudisten -Marmor (grauer ,,Fiorito di Tabor“) aus dem Karstgebiete von Triest, N. (Tabor bei Reppen). Cloetta & Schwarz in Triest. Prod.: Architektonischer Werkstein. Preis pr. Kub.-Fuss 50 kr. bis 13 fl. 1190-91. Radioliten -Kalkstein (Bianco di Tabor) aus dem Karstgebiete von Triest, N. (Tabor bei Beppen). Cloetta & Schwarz in Triest. 1192. Radiolifen-Kalkstein vom Steinbruch „Sul-Carso“ bei Pirano, Istrien. Gemeinde Pirano. 1193. Kr ei de-Kalkst ein (Grisignana-Stein) vom Steinbruch auf der „Campagnia Beltrammi“ hei Cittanuova, Bez. Parenzo, Istrien. Y, Beltramini in Cittan.uova ! 55 Erzeugung 300 Quadr.-Klftr. Pflasterplatten , 2500 Kub.- Fuss Quadersteine, Gewände, Stufen. Preis pr. Quadr.' Klftr. 4—6 fl.; Kub.-Euss 25 kr. Platten grösserer Dimensionen werden von hier für Bauten in Wien und Pest bezogen. 1194. Kreide-Kalkstein (Grisignana-Stein, auch „Pietra bianca d’Istria“ genannt), yon Grisignana bei Buje, Istrien. Societa degli Scalpellini, Triest. 1195. Kreide-Kalkstein (Grisignana-Stein) yoii Grisignana bei Buje, Istrien. Gemeinde Grisignana. Yon diesem Steinbruch wurden unter anderem auch die Fundamentstücke für die Pfeiler des neuen Opernhauses genommen. 1195. a. Kreide-Kalkstein (weisser Grisignana-Stmn, Pietra bianca d’Istria), you Simonetia bei Castelvenere, Istrien. Triester Bau bank. *1195.b.Kreide-Kalkstein (gelber Grisignana-Stein), vom Triestiner Karstgebiet. Steinbrüche von Sisttena bei Duino. Dussaud freres in Triest. 1196. Kreide-Kalkstein aus dem Steinbruch „Fondo Artusi“ bei Parenzo, Istrien. Fratelli Artusi in Parenzo. 1197. Kr ei de-Kalkstein von Baratto, Bez. Parenzo, Istrien. Steinbruch auf dem „Fondo Communale“. Gemeinde Baratto. 1198. Kr ei de-Kalkstein von Antignana, Bezirk Pisino, > Istrien. Steinbruch auf dem „Fondo Commuüale“. Gemeinde Antignana. 1199. Kreide-Kalkstein von Antignana, Bezirk Pisino, Istrien. Steinbruch auf dem „Fondo Depiera“. F. Depiera, Antignana. 156 1200. Kreide-Kalkstein von Gimino, Bez. Pisino, Istrien. Steinbruch auf dem „Fondo Communale“ . Gemeinde Gimino. 1201. Kreide-Kalkstein von Barbana, Bez. Pola, Istrien. Steinbruch auf dem ,.Fondo Communale“. Gemeinde Barbana, 1202. Kr ei de-Kalk stein von Sicculi bei Rovigno, Istrien. Giuseppe Barzollato. 1203-1204. K reide-Kalkstein von Valle, Bezirk Pola, Istrien. Steinbruch auf dem „Fondo Communale“. 1205—1206. Kr eide -Kalkstein von Valculotta bei Valle, Bez. Pola, Istrien. Gemeinde V alle. 1207. K reide-Kalk stein von Zabronich bei Roveria, Bez. Pola, Istrien. Gemeinde Roveria. 1208. Kr ei de-Kalk st ein von Castelnuovo, Bezirk Pola, Istrien. Von der „Cava a Levante“. Gemeinde Castelnuovo. 1209. Kreid e-Kalkstein von Castelnuovo, Bezirk Pola, Istrien. Von der „Cava a Mezzogiorno“. Gemeinde in Carnizza. 1210-11. Kreide-Kalkstein von Carnizza, Bez. Pola, Istrien. Pavizzi in Carnizza. 1212. Kreide-Kalkstein von Gallesano, Bez. Pola, Istrien, Gemeinde Gallesano. 1213-14. Kreide-Kalkstein von Scoglio Toronda der Isole Brioni, Gemeinde Fasana, Istrien. 157 P. Palese, Triest. Erzeugung 300 Kub.-Klftr. Bruchstein, 500] Quadr.-Klftr. Platten, 1050 Kub.-Fuss Quadersteine, Gewäride uud Stufen. Preis pr. Kub.-Klftr. 6 fl., pr. Quadr.-Klftr. 3fl. 50,pr.Kub.-Fuss 20 soldi. 121f5. Kreide-Kr. lkstein von Giustjgnano bei Fasana, Bez. Pola, Istrien. P, Palese, Triest. Erzeugung circa 40,000 Kub.-Fuss zum Preise von 80 kr. bis 2 fl. 50 kr. 1216. Kreide-Kalkstein von I.-Minori, Brionische Inseln bei Fasana, Bez. Pola, Istrien. 1217 — 18 . Kreide-Kalkstein von Scoglio S. Girolamo, bei Pola, Istrien. 1219. Kr ei de-Kalkst ein von Sçoglio S. Girolamo bei Pola, Istrien. V. Aglio, Pola. Grundcomplex 1200 Kub.-Klftr. Erzeug. : 400 Kub.-Klftr. Bruchsteine, 100 Quadr.-Klftr. Platten, 900 Kub.-Fuss Fenstergewände und Stiegenstufen etc. 1220. Kreide-Kalkst ein von den Steinbrüchen am Porto Madonna dell’ Olmo bei Veruda, Bez. Pola, Istrien. Gemeinde Pola. Erzeugung 600 Kub.-Klftr. Bruchstein, 300 Quadr.-Klftr. Platten, 800 Kub.-Fuss Quadersteine, Gewände und Stufen. Preis pr. Kub.-Klftr. 7 fl., pr. Quadr.-Klftr. 4 fl., pr. Kub.- Fuss 20 soldi. 1221—22. Kreide-Kalkstein, aus den Cave Romane bei Pola, Istrien. 1223. Kreide-Kalkstein aus den Cave Romane bei Veruda, Bez. Pola, Istrien. 153 Gemeinde Yeruda. \_1324.K reide-.Kalkstein von Medolino, Bez. Pola, Istrien. G. Soldan, Medolino. 1225. Kreide-Kalk st ein vom Scoglio sotto Gradina bei Promontor, Istrien, Cave romano. 1126. Kalkstein aus dem Steinbruch „Capo“, Promontore, Bez. Pola, Istrien. Nozar io Momi in Pola. Aus diesem Steiubruche hatten die Römer grosse Massen nach Rom, Ravenna und Pola gebracht. In Pola sind noch römische Monumente aus diesem Gesteine vorhanden, so die Porta aurea, ein grosser Theil des Dianatempels. 1227—1228. ß adioliten-Kalkstein von Vincuorhan und Viniihan. Premate Rosanda in Promontore. Aus diesem Gesteiue bestehen alle Arbeiten an der Trie- ster Eisenbahn, die grossen Säulen an der Kirche St. Antonio iuovo, die 4, aus einem Stücke bestehenden Säulen von 2P Höhe der Loggen am k. k. Statthalterei-Gebäude in Pola etc. 1229. Kr ei de-Kalkst ein aus der „Cava GKivnina“ bei Promontore, Bez. Pola, Istrien. Gern. Promontore. Aus diesem Steinbruche wurden grosse Massen für den Eisenbahnbau St. Peter-Fiume, geliefert. 1230. Kalkstein aus dem Steinbruch ,,Portorosso u , Gern. Promontore. Gemeinde Promontore, Vielfach lür öffentliche und Privatbauteil verwendet, auch 7 ,u Ornament-Arbeiten. 159 1281. Radioliten-K alksteiu (breccienartig), aus dem Steinbruch „Kärc“. Gern. Promontore, Bezirk Pola, Istrien. Gemeinde Promontore. Aus diesem Steinbruche wurden grosse Massen für die Bauten in Pola und für die Eisenbahn St. Peter-Fiume geliefert. Nr. 1226—1231. Eingesendet von Herrn Canonicus und Pfarrer F auc. d’Elia in Promontore. 1282 —83. Kalkstein von Promontore (Rimpetto Commu- nale), Bez. Pola, Istrien. Gemeinde Promontore. c) Marmore und Kalksteine der oberen Rudistenzone. 1234. Kalkstein von Pinguente, (Fondo Coinmunale), Bezirk Capodistria, Istrien. Gemeinde Pinguente. Noch nicht im Abbau. 1235. Kalkstein von Fianona, (Fondo Coinmunale) Bezirk Pisino, Istrien. Gemeinde Fianona. Wurde bisher nichts producirt 123G--1237. Rudisten-Marmor von „Caiso“ bei St. Croce, Bez. Sesana, Küstenland. NB. Dunklere Sorten von Karstmarmor mit gröberen Fragmenten vonRudistenschalen sowie die folgenden Marmor-Varietäten des Karstgebietes (zwischen dem Flysehland des Wipbachthales und dem Meerbusen von Triest) bis (Nr. 1244 c.) bestehen vorzugsweise aus zu mehr oder weniger feinem Grus zerriebenen Schalen von R-idisten (zumeist Ilidioliten und Hippuriten) Die Bezeichnung „Rudisten-Marmor“ ist daher für diese verbreitetste und beliebteste Sorte des Karstmarmors, welche zumeist unter dem Namen „Nabresiui-Stein oder Nabresiua- Marmor“ bekannt ist, die passendste. Ausser in dem grossen Verbreitungstsrich, der St. Croce, Nabresina undSistiaua nahezu berührt und die grossen römischen Steinbrüche nächst der Station Brno aufzuweisen hat, kommen die gleichen Gesteinsvarietäten auch in einem nördlich gelegenen Parallelzuge vor, der vorzugsweise durch die Steinbrüche der Gegend von Gross- und Klein- Reppen aufgeschlossen wurde. 1238—39. Rudisten-Marmor von „Carso“ bei St. Croce, Bez. Sesana, Küstenland. Hellere Sorten des „Nabresina-Steines.“ Gemeinde St. Croce. 1210 —41. Rudisten-Marinor von St. Croce bei Nabresina, Bez. Sesana, Küstenland. Hellere, feine Sorten des „Nabresina-Steines“ Cloetta & Schwarz in Triest. 1142. Ru dis ten-Marmor von Reppen, Bezirk Sesana, Küstenland. Hellere, feine Sorte des „Nabresina-Steiues “ 1 1243—44. Rudisten-Marmor von St. Croce bei Nabresina, Bez. Sesana, Küstenland. Helle, feinere Sorte des „Nabresina-Steines“. Pietro Palese, Triest. *1244. a. Rudi sten-Mar mor, aus der Cava Romana bei Nabresina, Küstenland. Grosses Format. (1628.) Feiner heller Nabresina-Stein auch „Karst-Marmor“ genannt. Triester Baubank. (Banca Triestina di Con- struzione.) *1244. b.c. Rudis ten-Mar mor von Sistiana bei Duino, Küstenland. Grosses Format. (1629.) 161 *1244. d. e. Badioliten-Kalkstein von S.stiana bei Duino, Küstenland. (1630 — 31.) Die Musterstücke 1233 (b—e) eingesendet von: Dussaud freres in Triest. Dieses Gestein wird in grosser Masse zur Anfertigung der Betonquader für den Hafenbau in Tnest verwendet. 1245 .Breccien-Marmor von Momiano, Bez. Parenzo, Istrien. Gemeinde Momiano. 1246. a.b. Breccien -Marmor (Marmo macchiato) von Porto di Rabaz, Gern. Albona, Istrien. Gemeinde Albona. 1247. a.b. Breccien-Marmor (Bunter) von Gimino, Bez. Pisino, Istrien. Sign. Suffich in Gimino. 1248—49. a.b. Breccie nmarmor (Marm. macchiato) von Poliaten, Bez. Albona, Istrien. M. Baronin Lazzarini in Albona. 1250. Breccien-Marmor „Broccat-ello“ von St. Croce bei Nabresina, Küstenland. Cloetta und Schwarz in Triest. 1251. Breccien-Marmor von Orvenco bei Artegna. 2. Aus der Eocän-Formation. a) Untere Abtheilung. (Cosina Schichten u. Nummulitenkalk). 1252. Mergel kal k mit Steinkernen von Melanien aus dem Kohlenbergbau von Carpano bei Albona, Istrien. 11 Freih. v. Rothschild. Gehört den tiefsten Schichten des Eoeän. den unteren Cosina* Schichten an. 1253. Foraminiferen-Kalkstein von Fianona (Fondo Communale), Bez. Albona, Istrien. Gemeinde Fianona. 1254 Foraminiferen - Kalkstein von Grisignana bei Buje, Istrien. Societa degli Scalpellini in Triest. 1255. Nu mm ul iten-Kalk stein von St. Martino, Bez. Albona, Istrien. Baronin M. Lazzarini. Als „Pietra bianca“ bekannt und für monumentale Bauten verwendet. Weisser feiasandig-körniger Kalkstein mit sparsamen Nummuliten. b) Obere Abtheilung. (Breccienkalke und Sandsteine der Flysckzonen.) 1357. Nummuliten-Kalkstein (breccienartig) von Der- schiefka bei P.sino, Istrien. L. Zanka in Pisino. 1258. Nummuliten-Kalkstein (breccienartig) von Pedena, Bez. Pisino, Istrien. Steinbruck anf dem Fondo della Chiesa. Kirchenverwaltung in Pedena. Aus diesem ziemlich harten Gestein wird der neue Glockenthurm der Gemeinde Pedena gebaut. 1259. Nummuliten -Kalkst ein von Al Forte bei Gallignana, Bez. Pisino. Gemeinde Galignana. NB. Die Nummuliten-Kalksteine (1257—1259) sindbrec- cienartig* Gesteine, welche vorzugsweise aus fieien Nummuliteii 163 und nur zum geringeren Theil aus anderen käsigen Fragmenten und einem kalkigen oder kalkig-sandigen Binde-Mattel bestehen. Die feineren Sorten, welche sich gut schleifen lassen, könnten als „Nuramuliten-Marmor“ aüfgefjhrt werden. Sie entsprechen als gröbere Sorten sammt den feinkörnigeren aus ganz kleinen Nummuliten oder Nuramuliten-Grus bestehenden Gesteinen (1260—1262) etwa dem, wts man in Baiern „Granit-Mi-mor" gmaunt ha f . Auch iu Idrien werden diese Gt steine vielf>.ch als „Granito“ bezeichnet. 1260 N nmmulitnn-Kalkstein von Steinbruch am Friedhof von Capodistria, Bez. Capodistria. F. March. Gravisi in Cipod : stria. 1261-62. Numm ul iten-Kalk stein (fein breccienartig, „Gmnito“) von Fratta,' Bez. Albona. 1263 64. Nu minuliten-Kalkstein (sandig ,CristalIino“) von Fratta, Be/.irk Albona. Pietro Du zieh in Albona. 1265. Sandstein von Fisine bei Pirano, B>z. Capodistria. Linder und Furian, in Pirano. 1266 - 67. Sandstein von Olt a bei Capodistria. M. Depangher in Capodistria. 1268. Sandstein von der Cava Napoli in Guardiella. Stadtgebiet Triest. 1269-70. Sandstein von der „Cava de Rin“ Strasse nach Opckina, Stadtgebiet Triest. Vittorio de Rin in Triest. Erzeugung : 1200 Kub.-Klftr. Mauerstein, 10,000 Kub.- Klftr. Pflastersteine, 35,0 ! '0 Suück Quadersteine. 10.000 Kub.- Fuss zu Uferarbeitea, Pfeilern etc., 6000 Kurr.-Fuss Staustufen etc. Die von 1265—1270 aufgefübrtene Saudsteine des eoeänen Flvsch sind in Triest und Istrieu unter den Namen „Ma^egno“ bekannt. 11 * 164 *1270. a. Sandstein (Masegno) von Rozzol bei Triest, Stadtgebiet. (1526.) Grosses Format. Triester Baubank. NB. Einen grossen Theil der aus den Karstgebieten Istriens aufgeführten Musterstücke (43 verschiedene Nummern) verdankt die Reichsanstalt den Bemühungen des Ober-Ingenieurs Herrn F. Ricci und der k. k. Bezirkshauptmannschaft in Pisino. G. Aus Galizien und der Bukowina. a) Aus den silurischen Schichten. 1271. Marmor von Chudekowce, Bez. Borsezow, Galizien. Gemeinde Chudekowce. Bisher noch wenig verwendet, dient zu Mosaikpflasterungen in der bischöflichen Residenz in Czernowitz. b) Aus dem eocänen Karpathensandstein. 1272. Sandstein von Kosczuja, Bez. Storozenetz, Bukowina. Alexander Ritt, von Gojan. Das Gestein, „Mandelstein“ genannt, wird zu Grabmonumenten verwendet. 1278. Sandstein von WDznitz. Gregor Ritt. v. Aywas. Erzeugung: Bei 1000 Kub.-Fuss Quadersteine, die zu Stiegenstufen, Kanal-Granden und Hakelsteinen verwendet werden. Der untere Sockel des bisch Gli chen R-sidenzgebäudes in Czernowitz ist daraus hergestellt. — Preis pr. Kubik- Fuss 35 kr. 1274. Sandstein von Suczawitza, Bez. Radautz. Griech.-orient. Religionsfond. Wird besonders zu PfGsterplatten für Gänge, Trottoir 8 u. s. w., dann zu Grabkreuzen verwendet. 165 c) Aus den Neogenschichten. 1275. Leithakalk von der Dorfsried Pid Chasczo in der Gemeinde Czarny Potok, Bez. Kozman. Gemeinde Czarny Potok. Das Gestein, .Czornei Kamin“ genannt, bildet die oberste nur 1—27g Fuss mächtige Schichte des Leithakalkes (Nulli- porenkalk) und dient hauptsächlich zu Stiegenstufen, Balustraden u. s. w. Erzeugung 2400 Kub.-Fuss, pr. Kub.-Fuss 85 kr. 1276. Leith akalk von Kolodrubka, Bez. Zalesczik. Administration des Residenzbaues in Czernowitz. Das Gestein wird gleich dem vorigen von Czarny Potok, zu Sliegenstufen verwendet. Elz. 475 Kub.-Fuss. Preis 55 kr. pr. Kub.-Fuss. 1277. Leithakalk von Repusenetz, Bez. Kozman. Emanuel von Tabora. Gehört derselben Leithakalkstufe wie Nr. 1283 an und wird zu Quadern gebrochen Es wurde verwendet zu den Strompfeilern und Brückeuköpfen der zwei Pruthbrücken bei Czernowitz. Erz. 30,000 Kub.-Fuss Preis pr. Kub.-Fuss. 30 bis 40 kr. österr. Währung. 1278—79. Alabaster von Nad Balamutinka, Gern. Czarny Potok, Bez. Kozman. Administration des griech.-or. Resi- denzbaues in Czernowitz. Die Lagerungsverbältnisse die gleichen wie bei Toutry. Das Gestein gibt ein für innere geschützte Räume vorzügliches Baumaterial. Erz.: 1500 Kub.-Fuss, Preis 55 kr. pr. Kub.-Fuss. 1280 -82. Alabaster von Toutry, Bez. Kozman. Gemeinde Toutry. Das Gosteinslager, 120 Fuss mächtig, liegt unmittelbar auf Leithakalk. 166 1283. Leithakalk von Tou’ry, Bez. Kozman. Gemeinde Toutry. Das Gestein, „Synei Kamin“ genannt, bildet ein in 4 Schichten getheiltes 24 Fuss mächtiges Lager, we'ch^s der Etage des Lythotamnium angehört. Die unterste Schichte liefert die besten Steine, die vorzugsweise zu Grabkreuzen verwendet werden. 1284. Le ithakalk von Kuleuz, Bez. Kozman. Gemeinde Kuleuz. Zu Q iadersteinen verwendet. Preis pr. Kub.-Fuss 24 kr. 1285. Leitha kalk von Wa; ilew, Bez. Kozman. Mich. Wärter esiewitsch’e Erben. Bildet ein bei 40 Fuss mächtiges Lager aou gleichförmiger Qualität; wiid seK viel bei Bauten in Czernowitz zu Thür- und Fenstergewäudeu, S iegenstufcü, Grabkreuzen uud Monumenten u. s. w. verwendet. Erzeug. 6000 Kub.-Fuss. Preis pr. Kub-Fuss 30 kr. 1286 Cerithienkalk von Horodeschcza , dem. Wasloutz, Bez. Czernowitz. Christof Jakubowitz. Wird bei Bauten in Czernowitz als Sockel verwendet. 1287-88. Leit ha kalk von Cze nauka. Nr. 1271—1288. Eingeseudet von Otto Freiherr u von Petri no in Czernowitz. H. Aus den ungarischen Kronländern. a) Krystallinisclie Oesteine. 1289. Granit von Theben, Pressburg. Als Pflasterstein in Verwendung. 1290. Gr ran it vom Vrtlinczka im Moslavinor Gebirge in Croatien. Der Sockel d« s Jelhcic-Denkmales in Agram ist aus diesem Stein gefertigt. 1291. 8 v ni i t von Rakowitz bei Oravitza. 1292 ,. ,, Csiklova bei Oravitza. 1293. ,, Oravitza. K. k. Staats-Eisenbahngesellschaft. 1294. Marmor von Moravitza, Dognaczka. 1295- 96. Marmor von Danielisteinbruch bei Moravitza, 1297 — 1300. ., „ Dognaczka. 1301—1303. ,, „ Csiklova. 1304. „ „ Oravitza. K. k. StaatsEisenbahngesellschaft. b) lus der Steinkohlen- und Dyasformation. 1305. Porphyrtuff von Pecsvar bei Fünfkirchen. 1306. Sandstein aus der Steinkohlenform, von Czernilug bei Delnicze in Croatien. 1307—1308. Sandstein, Dyasform. von Fünfkirchen. c) Aus der Triasformation. 1309 - 1312 Schwarzer Marmor (Untere Triasformation) von Fünfkirghen. d) Aus der Jura- und Kreideformation. 1313. Thon schiefer (Lias) von Mariathal, bei Pressburg. Wird namentlich in grosser Menge für Schreibtafeln verwendet. 1314. Grauer Marmor von Pisznitz . 1315. Gelb er „ „ Tardos . 1316. Roth er „ „ „ 1316 a Rothe Marmor platte (1639) von Totis in Ungarn. 1317—18. Marmor von Potomba, an der Oravitza-Steyerdor- fer Gebirgsbahn. bei Piszke, Grauer Kom., Ung. 168 1319 —20. Marmor v. Bozui Lup, Oravitza-Steyerdorfer Gebirgsbahn. 1321. Schwarzer Marmor v. Werksthal | , . bei 1322. ' ” » - Copnu,i!fa oravitza 1328. „ „ „ Werksthal | 01 ' Sämmtliche Musterstüeke 1305 — 1323 eingesendet von der K. k. priv. Staats-Eisenbahn-Ge Seilschaft. e) Ans der Neogenformation. 1324—27.Grauer Traehyt aus dem Graner Gebirge in Ungarn. 1328 — 29. Hot her Traehyt von Waitzen. 1330. Trachytlava . . von Erdobenye im Tokajer Gebirge. 1331— 32. Trachyttuff 1333. Mühlsteinquarz. 1334. Leithakalk 1335 Sandstein von Yinieza bei Warasdin. 11336-42 .Leithakalk von Margarethen, Kom. Oedenburg. Wiener Ballgesellschaft. Erzeugung 160,000 Kub.-Fuss Werksteine aller Art, hauptsächlich für Wien. <4343 —44.Leithakalk von 0 »zlopp, Kom. Oedenburg. Wiener Baugesellschaft. Erzeugung 75,000 Kub.-Fuss Werksteine aller Art. 45—47. Leithak alk von Sreitenbrunn, Korn. Oedenburg. • Wiener Baugesellschaft. Erzeugung 20,000 Kub.-Fuss Werksteine aller Art. 1348-51. Le ithakalk von Sösküt, Korn. Stuhlweissenburg. 169 Sosküter Steinbrüche-Aktien-Gesell- schaft, Ofen. Erzeugung 256,000 Kub.-Fuss Werksteine. Die Pfeiler der Pester Kettenbrücke, die Pester Akademie, die Badeanstalt auf der Margaretheuinsel und viele andere monumentale Bauwerke Pest-Ofens sind aus diesem Gresteine hergestellt. f) Aus der Quarttirformation. 1352 -53. Kal kt u ff von Süttö bei Piszke. Weisses ungewöhnlich festes Gestein, wurde zum Baue der Bahnbrücken über die Eipel und Gran verwendet. 1354. Kalktuff von Fünfkirchen. Dachschief ei\ 1455—56.Chloritschiefer v. Eisenbrod in Böhmen. Einges. von J. Krejci. Als Dachschiefer verwendet. 1357— 59. Pf lasterplatten . j 1360 -62. Dachschiefer . 1363 -64. Schuppen . . . | von Waltersdorf, Bezirk Sternberg in Mähren. Einges. von Leimbach & Hutter. 1366-67. D achschiefer von Wachhubel, Gern. Grosswasser, Bez. Olmütz. Schieferbergbau - Aktiengesellschaft, Olmütz. Die Mächtigkeit dieses Lagers beträgt 7 Klftr.; es wurden im J. 1871 2643 Quad.-Klftr. Pflastersteine, 15,416 Schock Schuppen erzeugt. 1368.Dachschiefer von Mohradorf, Bez. Wagstadtl. Schieferbergbau - Aktiengesellschaft, Olmütz. 170 Erzeugung 9096 Quadr.-Klftr. 11,905 Schock Schuppen. 1369 — 72 Dachschiefer 1373 - 74. Schuppen . . Dachschiefer platten und von Waltersdorf', Bez. Starnberg in Mähren. Schieferbergbau - Aktiengesellschaft, Olmütz. Die Mächtigkeit des Schieferlagers beträgt 170—200 Klftr. Erzeugt wurden 46 Q ladr.-Klftr. Pflasterplatten zu 3—8 fl. per Quadr.-Klftr. 1522 Quadr.-Klftr. Dach'Chhfer zu 1 fl. 10 kr. bis 2 fl. 30 kr. und 21,700 Zentner Schuppen zu 60 bis 90 kr. per Zentner, je nach Grösse und Sorte. Auf diesen Brüchen bestehen 2 Fördermaschinen zu 14 und 3 Pferdekraft, und 2 Was^erhal ung-maschinen zu je 3 Pferdekraft. 1375 77. Dach schiefer 1378—81. Schuppen 1382 - 85. D a c h s c h i e f e r 1386—88.Schuppen . . ' 1389—90. Dachschiefer von Dürstenliof in k. k. Schlesien. von Wüstpolom, | Bez. Troppau. Graf Th. v. Falkenhain in Kiowitz. An Dachschiefern wurden 2534 Quadr.-Klttr. zu dein Preise von 1 fl. 10 kr. bis 1 fl. 40 kr. per Klftr., dann 10,201 Schock Schuppen (ä 70 Stück) zu dem Preis von 30 kr. das Schock erzeugt. 1391—94. Schuppen . . 1395—96 Dachschiefer . 1397 —98. Pflaster platten Graf H. Wilczek. 1399 —1400. S c h u p p e n 1401 —14. Dachschi efer . von Ulischinetz bei Budischo- witz, Bezirk Königsberg in Schlesien. von Eisnern, Bez. Krainburg in Krain. Leop. Globocnik in Eisnern. Auf diesen Dachschiefer, der sich gut bewährt, findet ein bedeutender Abbau statt. 250 Pfd. desselben werden zur Ein* 171 deckune einer Fläche von 1 Quadr.-Klftr. benöthigf. Preis per Ztr. 1 fl. 40 kr. Diverse Materialien. Ä. Farben-Materialien. 1415. Spiegelroth von Elbogen, Bez. Falkenau in Böhmen. Franz Kempf in Elbogen. Erz. 150 Ztr. Preis: 2 fl. 50 kr. bis 3 fl. pr. Ztr. Wird zu Oel- und Wasserfarben benützt für Anstriche auf Mauer, Holz und Blech. 1416-17. Grünerde von Atschau bei Kaaden, Egerkreis in Böhmen. Franz Ochm et Comp. 1418. Gelber Ocker, von Tirzowitz, Bezirk Aucha in Böhmen. Aucha in Böhmen. Erzeugung 400 Ztr. '1419. Ocker, ges chlemmt, aus den Eisensteingruben von NiemLchitz, Bez. Boskowitz in Mähren. Hugo Fürst zu Salm-R ei ff er scheidt. 1420. B raun kalk von Zogelsdorf, Bez. Eggenburg. G. Freiherr von Suttner. 1421. Baseneisenstein (Groldocker, roh) von Mscheno bei Budin, Böhmen. Moritz Wolmar in Budin. 1422. Botheisenstein von St. Daniel bei Kitzbüchel in Tirol. In gewissen Lagen des Leithakalkes von Zogelsdorf; das Gestein wird beim Brennen braun und liefert dann eine sehr gefällige braune Anstrichfarbe. 1423. K e s s e 1 b r a u n aus dem Obigen erzeugt. 172 Frau Anna Magnus. Das Erz dient zur Bereitung von Kesselbraun, es findet sich in eiaer 3 Fuss mächtigen Lagerstätte. Dasselbe wird in einem Pochwerk verstampfi; die Trabe ia Schlammrinnen und Sümpfe geleitet, dann der Absatz aus diesen ausgehoben, getrocknet und in Fässer verpackt. Erzeugung: 800 Ztr. Preis 2 fl. 20 kr. pr. Ztr. 1424. Mulmige Kohle ^ 1 bet Steinach, Tirol. gemahlen Georg Stern in Steinach. Das Material, der Steinkohieuforma’ion angehörig, dient als Erdfarbe für Maurer- und Zimmermanns-Arbeiten, wie auch zur Bereitung von Oelfarben. Erzeugung: 700 Ztr. Preis des rohen Gesteines 3 fl., und des gemahlenen 6 fl. pr. Ztr. B. Dungmaterialien. 1426—27. P hosphorit-reiches Gestein von Chudicowce am unteren Dniester in Galizien. (Kreideform.) Otto Freiherr v. Petrino. 1428. Knochenbreccie vom Berge Vitrenich hei Radoboglie, 1429. „ von Meleda, Dalmatien. Findet sich als Ausfüllung von Spalten im Kalkgebirge und könnte als mineralischer Dünger in Betracht kommen. 1430. Korallenerz _, . . _ . von Idria in Krain. 1431. 1432. Korallensandstein von Idria in Krain. Ist seines hohen Gehaltes an Phosphorsäure wegen als mineralisches Dungmittel iD Betracht zu ziehen. 1433/Blauspath von Frontsphachgraben bei Krieglach in Steiermark. Findet sich im Gneiss und ist seines Gehaltes an Phes- phorsäure wegen zu beachten. 1434. Feld spathsand aus Grein in Oherösterreich. Des Kaligehaltes wegen als mineralischer Dünger zu beachten. 173 C. Materialien, welche in verschiedenen Industrie-Zweigen verwendet werden. 1435. Dolomit aus dem Moräutscher Thal, Bezirk Moräutsch in Krain. B. Herther, Wien. Dieses Pulver, bestehend aus kohlensaurem Kalk und Talkerde, wird zur Erzeugung von Sodawasser in Vorschlag gebracht und kann auch als Farbe verwendet werden. 1436 — 37. Bauxit von Feistritz in der Wochein. 1438—39. Bauxit (Wocheinit, Thonerdehydrat) von dem Ostgehänge des Triglaw in der Wochein in Krain. Krainische Industrie-Gesellschaft. Dieses Material wird in bedeutender Menge (25,000 Ztr.) in die chemische Fabrik von Löwig in Breslau bezogen; es dient auch zum Auskleiden von Schmelzöfen. 1440. Lepidolith von Roznau in Mähren. Kommt gangförmig im Granit vor und wird theils zur Darstellung von Lithionpräparaten, theils zu Streusand verwendet. 1441. Smaragd von Heubachthal in Salzburg. Wird zu Schmucksteinen gebrochen. 1442. Serp en tin mit Pyropen ] , _ /T „ . , von Meromtz in Böhmen. 1443. Pyropen (Java-Granaten) j Wird geschliffen als „böhmischer Granat“ in Handel gebracht. Quarzfels von Steiermark. Dittersdorf , Bezirk Judenburg in Peter Schwaiger. Unter dem Namen Ofenquarz wird dieses Material gemengt mit Thon zum Auskleiden von Schweissöfen verwendet. Verkaufspreis 12 kr. pr. Ztr. loco Bruch. 1445. Quarz von Pern, Bez. Tepl in Böhmen. 174 Raimund Hiittl in Kschiha. Wird in Glasfabriken verwendet. Erz. 3000 Ztr. Preis pr. Ztr. 15 kr. 1446. Quarz von Lud-nürau, Bez. Kouitz in Mähren. Gemeinde Ludmürau. Erzeugung: 2000—3000 Ztr. Quarz zur Glasindustrie Preis 58 kr. pr. Wien. Z r. 1447. Fel dspa th (kryst. Geb.) von Pern bei Tepl in Böhmen. Raimund IIü111 in Ivschiha. Das mittelst Talgbau betriebene Lag-r ist S'hr reichhaltig ; dH? erzeugte Material durch seinen Fluss V'>n bester Qua- litä r wird von allen Pmzellanfanrikmi in Böhmen vorzugsweise gesucht, auch nach Baiern und Sachsen ausgefiihrt. Erzeug. : 1000 Ztr. Preis pr. Ztr. 25 k> - . Neb t dem Feld-path und Quarz weiden in d« m Brache 100,000 Ztr. Strasse,.Schotter als Abfall erzeugt. 1448. S ch w e~s path von Monte di Dohsso, Gern. Vigo Meano. Bez. Lavis, Südtirol. P. Frhrr. v. Herbert, Klagenfurt. Erzeugung 6—8000 Z r. Verwendung für Bleiweissfabriken in Käruthen. 1419. Seekreide von Bärenthal, Gern. Gosau, Bez. Ischl, Ober-Oesterreich. K. k. F o r s t ä r a r. W T ird seit einer Reihe von Jahren nicht mehr benützt. Grypse. 1450—52. Gyps von Dzlaas, Bez. Bludenz in Vorarlberg. Getzner und Comp. Erzeugung 80 Kub.-K ttr. Preis 8 fl. pr. Klftr. Der graue Gyps wird als Duugmaterial und Vorarbeiten bei Stucca- turarbeiten, der weisse zu Sluccatucarbeiten verwendet. 175 1458. Gyps von Nassereit, Bez. Imst, Tirol. Messmer und Comp. Erzeugung: 450 Ztr. Bodengyps ä 50 kr. pr. Ztr. und 400 Ztr. Stuccaturgyps ä 60 kr. pr Zentner. 1454 Gyps von Reutte, Bez. Eeutte in Tirol. IST. Schenacli. Pi eis 4 fl. 50 kr. pr. 1455. Giyps. (Triasform.) 1456. „ mit Schwefel 1457. „ gemahlen Kub.-Klftr. vom Ob rlannenberq, nächst Grubaeh bei Golling, Salzburg-. M. Moldau. Erzeugung 70,000 Z f nr. Dunggvps, 9000 Z‘r. Shiccatur, 1000 Ztr. Alabaster; Preise loco Bahnhof HalleiD: gewöhnlicher Gypsstein pr. Ztr. 30 kr., Felduyps in Fässern 42 kr., Alab-:ster-Gypsstein 85 kr. Alabastergyp-, gemahlen in Fässern, 1 fl. 20 kr.; gebrannter Gyps, und zwar Stuccaturgyps in Fässern 1 fl., Alabastergyps 2 fl. 1458-59. Gyps von Ischl, Bez. Ischl, Oherösterreich. K. k. Forstärar. Erzeugung 2100 Ztr. gebrannter Gyps ä fl. 35 kr. 1460. Gyp s von Spital am Pyhrn, Oberösterreich. Geschliffen und pobrt kann derselbe zu Wandverkleidungen (Täfelungen) verwendet werden. 1461. Gyps von Lilienfeld, Bez. Lilienfeld, Niederösterreich. Als Stuceatur- und Dunggyps m Verwendung. Herr Baumeister Hoizleitner. 1462-64. Gyps von Hinterbrüh!, Bez. Mödling, Niederösterreich. K. Plank enbüchler. Wird als Dunggyps verwendet. 176 1465—67. Gyps v. Gostritz hei Schottwien, Bez. Gloggnitz in Nieder Österreich. F. W eil spach er. Erzeugt Alabaster, Stucca^ur- und Dunggyps, ungefähr 10 000 Z r. zu dem Preis von 2 fl. bis 40 kr. den Ztr. 1468. Gyps von Gösiritz bei Schottwien, Bez. Gloggnitz. Nieder Österreich. F. Kreutlialler. Erzeugung 20,000 Ztr. Preis: Alabastergyps gemahlen und gebrannt 1 fl. 80 kr., Stuccatur- 80 kr., Duuggyps 35 kr. 1469—70. Gyps von Radkersburg, Kärnten. J. Fürst in Büchsengut. 1471—72. Gyps von Assling, Bez. Radmansdorf in Kram. F. Plahuter in Assling. Preis loco Productionsort 60 kr. pr. Wr. Ztr.; Verwendung als Dunggyps. 1478. Gyps von Kalusz in Galizien. Hydrau.lisch.ex* Kalk, Cement u. s. w. A. Aus Böhmen. 1474. Mergelkalk (Pläner) von Modlan, Bez. Karbitz. 1475. Thon, Wiesenthon, (Braunkohlenf.) von Weschau bei Mariaschein. 1476. Gebrannte Cementmasse gibt pulverisirt den Mariascheiner Cement. 1477. Cement-Ziegel. Portland-Cementfabriks-Gesellschaft zu Mariaschein bei Teplitz in Böhmen. 177 Die Materialien 1474 und 1475 dienen zur Erzeugung von hydraulischem Kalk und von Portland-Cement, von welchem jährlich bei 40,000 Ztr. abgesetzt werden. 1478. Kalkstein (Devonf.) von Ludmiirau, Bezirk Könitz in Mähren. Gemeinde Ludmürau. Erzeugung 6—8000 Metzen Mau er kalk ä 90 kr. bis 1 fl. österr. Währung. B. Aus Galizien und Bukowina. 1479. Kalkstein (Juraf.) von Grochowce, Bez. Przcmysl, Galizien. A. v. Boloz Antoniewicz, Grochowce. Soll nach Aussage des Besitzers zur Cementfabrication vorzüglich geeignet sein. Das Gesteinslager selbst wird jedoch noch nicht benützt. 1480—81. Hydraulisch er Kalk (Eocänf.) von Stracza, Bez. Radautz in der Bukowina. 1482_84. Hydraulischer Kalk gemahlen, von Stracza, Bez. Radautz, in der Bukowina. F, Morbitzer in Radautz. Erzeugung: 10,000 Ztr. hydraul. Kalk und 25,000 Ztr. Cement. Preis pr. Ztr. hydr. Kalk 1 fl. 10 kr. Cement 2 fl. 1485. Fucoide n m e r g e 1 (Eocen Sandstein-Zone) von Krasna in der Bukowina. 1486. Kalk von Krasna in der Bukowina. Einges. von Freih. v. Petrino. Diese Materialien finden Verwendung bei der Erzeugung von hydraulischem Kalk und Cement. 12 178 C. Aus Nieder-Oesterreich. 1487—90. Me.rgelkalk (Wiener Sandsteinf.)) vom Bisamberg, 1491. Cement gemahlen, daraus gewonnen.} Nied.-Österr. Niederösterr. Cement - Gewerkschaft, Machanek-Löwenfeld. 1492—9B. Dolomit (Triasf.) von Mödling. 1494. „ gebrannt. 1495. W eiss-Cement. 1496-1500. Cementguss und verschiedenfarbiger Beton. Weiss-Cement-Aktiengesellschaft. Aus dem Dolomite werden, ausser der Verwendung zu Strassenschotter und Mauersand seit März 1873 täglich 500 Ztr. Weiss Cement erzeugt. Preis pr. Zoll-Ztr. loco Fabrik Mödling 78 kr. ö. W. 1501. Kalkmergel (Gosauform.) von Wopfing, Bez. Wien.- Neustadt. A. Curti in Mutlimannsdorf. Erzeugung: 300,000 Ztr. hydraulischer Kalk, der Ztr. zu 1 fl. Wird bei den meisten grösseren Bauten der Gegend, dann in Wien, Pest und Graz, zum grossen Theile aber beim Baue der Wiener Wasserleitung verwendet. 1502. Kalkmergel (Wiener Sandsteinf.) I von Sontagberg, 1508. Gebrannter. Cementstein. I Bez. Amstetten. F. Leitke, Waidhofen. Erzeugung: 112,800 Win. Ztnr. Preis 75 kr. pr. Wien. Ztnr. Verwendung als hydraulischer Kalk (Cement-Material). D. Aus den Nordalpen. 1504. Hydraul iseher Kalk (Obere Trias, Zlambachschich- ten) von Salzberg, Gern. Ischl, Bez. Ischl. 176 K. k. Salin en-Aérai*. Erzeugung 139 Ztr. à 53 kr. (ohne Emballage); wird gegenwärtig nur bei der k. k. Saline in Ischl zum eigenen Bedarfe bei Mauerungen an nassen Orten verwendet. 1505. Kalkmergel (für Roman-Cement). 1506. zu wenig gebrannt. 1507. * * viel 1508. » richtig 1509. ßoman-Cement, gemahlen. 1510. Kalkmergel (für Portland-Cement). 1511. „ gebrannt. 1512. M e r g e 1 k a 1 k (Abraumstein). 1518. Po rtland-Cement. gemahlen. 1514. C ementproben aus Roman-Cement. 1515. „ Portland-Cement. Aus den Neocomschiehten von Gutrathsberg, Gern. Tachacli, Bez. Hallein. G-ebr. Leube in Gartenau. Erz. 256,000 Ztnr. hydr. Kalk, 7000 Ztnr. Cement. Preis 58—80 kr. 1516. Kalkmergel von Hallein (Neocom.) 1517. „ „ Kufstein (Eocän.) 1518. „ „ gemahlen. 1519. „ „ Häring (Eocän.) 1520. „ gebrannt. 1521. Portland-Cement, gemahlen. 1522. Beton. Perlmooser Porti an d-Cement-Aktien- Gesellschaft. Erz. 1.000,000 Ztnr. Portland-Cement. 1528.Mergel (Obere Triasf.) von St.-Johann, Bez. TCitzbüchl in Tirol. 12 * 180 1524. Mergel, gebrannt. . . gt J#h4 BeZ . Kitzbüchl. Ia2ö. „ gemahlen. . .| Erste Lenken thaler Ceinentfabrik. Erz. 1871: 2000 Ztnr., 75—80 kr. pr. Wien. Ztnr. E. Aus den Südalpen. 1526. Hydraulischer Kalk (Oh. Triasf.) . 1527. „ „ gebrannt. . . 1528. Ce me nt gemahlen. 1529. Kalk stein (Ob. Triasf.). 1530. ,, gebrannt. StruggTs Erben in Raibl. 1531. Ce me nt stein von Steinbrück. 1532. Hydra ul i sch er Kalk von Steinbrück. 1533. „ „ „ Römerbad. 1534—35. Cement. F. Sartory in Steinbrück. 1536. Fossile Austern (Ostrea crassissima) aus der Tertiärformation im Moräutscher-Thal in Kram. B. Herther. Werden zur Erzeugung von Cemeutkalk verwendet. F. Aus den ungarischen Ländern. 1537. Kalkmergel von Labatlan (Neocom.) 1538. Cementguss 1 Thl. Cement, 4 Th. Sand. 1539. ,, 1 >5 1 11 11 Briid. Kogge und Hannig. Erz. 120,000 Ztnr. Preis 1 ti. pr. Ztr. von Raibl. 181 1540. Mergel (Neogeu.) von Beocsin, Bez. Illog in Syrmien. 1541 .Ce me nt, gebrannt. Brüder Ohrenstein in Beocsin. Erzeugung 500,000 Ztnr. Aus dem Rohmateriale wird hydraulischer Kalk und Cement in 10 verschiedenen Sorten erzeugt. Feuerfest© Materialien. A. Aus Oesterreich nördlich der Alpen, dann Böhmen und Mähren. 1542—1547. Thon (Neogenf.) von Ober-Fucha, Bez. Mautern. A. Springer. Erzeugung circa 120,000 Wien. Ztr., Preis je nach Qualität pr. 10—75 kr. Wird unter dem Namen „Göttweiger Thon“ als feuerfestes Material verwendet. 1548—1549. Feuerfester Thon (Tertiärf.). von Krummnussbaum 1550. Feuerfester Thon ge- Nied.-Oesterr. schlämmt. J. U. Poduschka. Wird zur Erzeugung von Porzellangeschirr und von feuerfesten Materialien verwendet. 1551. Porzellanerde (Jüng. Tertiärf.) von Neustift bei Molk, Niederösterr. Adolf Weber. 1552. Feuerfester Thon, roh • • • \ yon Brcnditz, 1558. Sand (ausgeschlämmt aus dem Thon J Bez. Znaim 1554—55. Feuerfester Thon geschlämmt I m Mähren L. B. v. Gudenau. Vom rohen Thon werden 4500 Ztr. zu 33 kr. pr. Ztr. erzeugt. Der Sand (Erz. 300 Ztr. zu 20 kr.) dient zur Glasur, 182 zur Erzeugung: künstlicher Bimssteine u. s. w. Der geschlämmte Thon (Erz. 945 Ztr. zu 1 fl. 5 kr.) liefert feuerfestes Material sowie Walkerde zur Entfettung der Wolle und Bleicherde zur Papierfabrikation. 1556. Sandstein von Unter-Lhota, Bez. Blansko. Hugo Fürst Salm-Reifferscheidt. Prod. 1673 Stück 6111 Kub.-Fuss Gestellsteine für Hochöfen. Preis: 28 kr. pr. Ztr. — Derartige Gestellsteine haben in Blansko bei Holzkohlenöfen schon Campagnen von 8—10 Jahren ausgehalten. 1557. Feuerfester Thon v. Niemschitz 1558. Thon, Liegend des feuerfesten Thones 1559. Sand ,, „ „ „ 1560. FeuerfesterThon . 1561. 1562. Thon, Hangend des feuerfest. Y. 1563. Feuerfester Thon, geschlämmt. . . . 1564. Sand, geschlämmt. 1565. GelberLetten. :ci iS § 'S S a o > Hugo Fürst Salm-Reifferscheidt Dieser Thon, allgemein bekannt unter dem Namen Blans- koer-Thon und berühmt als vorzügliches feuerfestes Material, wird hauptsächlich zu feuerfesten Ziegeln für Hoch- und Coks- Oefen in grossen Mengen verwendet. Erz. 74,172 Ztr. Preis der III. bis I. Sorte 47 —60 kr. 1566. Thon von der Charlottengrube in Johnsdorf hei Kronau, Bez. Mähr.-Trübau. 1567. Thon von der Annengrube in Johnsdorf bei Kronau, Bez. Mähr.-Trübau. Gessner, Pohl et Comp, in Müglitz. Das Material wird als vortrefflicher feuerfester Thon in Eisen-, Stahl- und Glasfabriken verwendet; es bildet eine 2—3 Fuss mächtige Schicht im Liegenden eines Braunkohlenflötzes. Erzeug. 10—12,000 Ztr. jährl. — Preis pr. Wien. Ztr. 25 kr. 1568. Feuerfester Thon von Olomucsan, bei Blansko in Mähren. 1569. 1570. 1571. Thon für Töpferei und Glasfabriken von Olomucsan bei Blansko in Mähren. C. Mayer, Blansko. Erzeugung 20,000 Wr. Ztr., feuerfeste Ziegel ä 1 fl. 40 kr. 50,000 Wr. Ztr. feuerfester Thon ä 60, ä 50 kr., und 8000 Wr. Ztr. Töpferthon ä 40 kr. Verwendung als Steingut . für Töpfereien und Glasfabriken. 1572. Feuerfester Thon (Tert. Form.) von Budweis in Böhmen. Wird von der Prager Porzellanfabrik für Kapseln verwendet. 1573. Flusssand aus der Moldau bei Prag. Für feuerfeste Ziegel verwendet. 1574. Feuerfester Thon von Kuchelbad bei Prag. 1575. Feuerfester Thon von Mezoun bei Prag. 1576. Kot her Töpferthon von Kuchelbad. Gehören den Perutzer Schichten der Kreideforma- tion an. Nr. 1572—76 Eingesendet von Herrn Prof. J. Knejci. 1577. 1578. Feuerfester Thon von den Antoni-Maassen, in Luschna. Kako n itzer Steinkoh 1 engewerkscliaft „ Moravia. “ 1579. Porzellanerde von Böhmisch-Killmes, Bez. Petschan. 1580. Porzellanerde, geschlämmt, von Böhmisch-Killmes Bez. Petschan. Herzog von Beaufort Spontini. Es werden jährlich 10,000 Strich Porzellauerde gegraben, und in der Schlämmerei zu Gabhorn verarbeitet. Das Lager 184 ist durchschnittlich 18' mächtig, und durch Bohrungen in einer Ausdehnung von 45,000 Quadr.-Klftr. constatirt. 1581. Po rzellanerde von Neudau, Bez. Karlsbad in Böhmen. Direction der Buschtiehrader Bahn. Preis pr. Ztr. 38 kr. 1582. Porzellan-Erde von Fischern bei Karlsbad, Böhmen. August Schramm. 1583. Feuerfester Thon von Wildstein, Bez. Eger. Carl Bitter v. Wilhelm. Erzeugung 10,000 Wr. Ztr., Preis pr. Wr. Ztr. 33 kr. Verwendung in Glas-, Porzellan- und Gussstahlfabriken und zu allen feuerfesten Fabrikaten. B. Aus den Nordalpen. 1584. Magnesit . . 1 1585-86. Talkschiefer J * 1 ur '' von Oberdorf bei St. Katharein in der Laming, Bez. Bruck a. d. Mur. J. Schwara. Der Magnesit findet sich in einer mächtigen, der Grau" wacke angehörigen Masse , während der Talkschiefer putzenförmige Einlagerungen von 2—3 Fuss im Magnesit bildet. Beide werden gemeinschaftlich zur Fabrikation feuerfester Ziegel verwendet, doch der Talkschiefer auch abgesondert in Handel gebracht. Preis des Magnesites loco Bruck pr. Ztr. 70 kr., des Talkschiefers durchschnittlich 2 fl. 1587. Talkschiefer von Hofgastein in Salzburg. Ist zu feuerfesten Materialien verwendbar. 185 1588. Thon oberste Schichte j 1589. „ mittlere Schichte | des ersten Lagers, j 7—8 Fuss mächtig. 1590. „ untere Schichte 1591. „ oberste Schichte | 1592. „ zweite Schichte \ des zweiten Lagers 1593. „ dritte Schichte J 5—36 Fuss mächtig. 1593. „ unterste Schichte 1 A. Conrad, Charlottenhütte bei Hallein. "Sa Sau .ä eS 'S m es * .g eS ® Ö w o t» Dient zur Erzeugung von Ziegeln 1.000,000 Stück, dann zu Terracotta-Arbeiten. 1595. Sand aus dem Bette des Inn bei Kirchbüchel. Perlmooser Portland-Ceinent-Actien- Gesellschaft. Wird bei der Erzeugung der feuerfesten Ziegel verwendet. C. Aus den Südalpen 1596. Seifenschiefer von Fohnsdorf. 1597. Ziegeith on von Fohnsdorf. Steierische Eisen-Industrie-Gese 11 sch. Der Seifenschiefer bildet ein 6 Fuss mächtiges Lager im Hangenden des Kohlenflötzes und wird in grossen Mengeu gewonnen. 1598. Quarz (Krystall. Geb.) von Dittersdorf, Bezirk Judenburg. P. Schweiger in Farrach. Wird loco Bruch mit 13 kr. pr. Zoll-Ztr. als Ofenquarz für Schweiss-Oefen verwendet. 1599. Feuerfester Thon von Na-Kametz 1600. „ Sand von Scherwunz 601. „ „ vou Johannesthal 1602. Feuerfester Ziegel. F. Sartori in Steinbrück. verkauft und 186 1608. Feuerfester Thon (,,Loo I.“) . . • • | 1604. „ („Loo II.“) . £ ® ■ ä .5 1605. „ („Spin, dunkel“) . £ 2 'S « 1606. Gelber Thon („Zap“ II.) . . . 5# - U .5 o 1607. Rot her „ („Zap“ I.) ... P. Herther in Wien. Nr. 1603—5 zur Erzeugung feuerfester Materialieu 1606—7 zur Erzeugung von Mineralfarbe geeignet. D. Aus den ungarischen Ländern. 1608. 1609. Feuerfester Thon)von Bozan, hei Ruszkberg. 1610. Quarzsaud | Siebenbürgen. Kronstadter Bergbau-Gesellschaft. 1611. Thon (Neogenf.) von Parva, Bezirk Nassod in Siebenbürgen. M. u. K. Kramer, Bistritz. Das Material dürfte sich nach vorliegenden Analysen zur Porzellan- und Steingutfabrikation eignen. Sand ftlx* (xlasfabx*ikatioi i. 1612. Sand von Hrastnigg in Steiermark. F. Sartory. Zur Glasfabrikation geeignet. 1618. Quarzsand (geschlämmt)! aus dem Moräutscher-Thal. 1614. „ (ungeschlämmt)J in Kram. B. Herther. 1615.01 a s - S a n d von Onuth in der Bukowina. Einges. v. 0. F reih. v. Petrin o. Sammlung künstlicher Krystalle. Diese Sammlung; repräsentirt eine Anzahl von Laboratoriumspräparaten und chemischen Verbindungen, weiche theilweise auch in der Technik eine Verwendung finden, in krystallisirter Form. Sie bildet wohl nur einen kleinen Theil jener Präparate, welche überhaupt in krystallisirter Form auftreten und die nach vielen Hunderten zählen, allein der dieser Sammlung zu Grunde gelegte Zweck ist insbesondere der, zu zeigen, in welcher Symmetrie und Keinheit der Form, in welcher Grösse und Schönheit solche Krystalle erhalten werden können, wenn man auf künstlichem Wege die Umstände beim Wachsthume derselben herbeiführt, welche für den Process der Krystallisation im Allgemeinen und in speziellen Fällen günstig sind. Weitaus der grössere Theil aller dieser Substanzen^be- sitzt einen geringen Grad der Härte und Cohaerenz, sie sind häufig zerfliesslich oder leicht verwitternd, daher sie nur in dieser Art der Aufstellung, welche mit einem hermetischen Verschluss und mit einer unverrückbaren Lage des Krystalles verbunden ist, für den Z^veck der Besichtigung auf die Dauer intact erhalten werden können. Diese Art der Aufstellung, welche es allein ermöglicht, solche Krystalle, deren Darstellung sehr viel Zeit und Mühe in Anspruch nimmt, nicht wieder rasch dem Verderben anheim zu gebeu, ist zuerst von mir in Anwendung gebracht worden und liess es auch zum ersten Male zu, eine solche Sammlung 188 überhaupt zur öffentlichen Anschauung zu bringen. Es geschah dies zur Zeit der Weltausstellung in London im Jahre 1862 und es ist die damals dahin entsendete Sammlung dem britischen Museum einverleibt worden. 1—12. Alaune. 13—14. Kalium Eisen-Cyanid. 15—17. Kalium Eisen-Cyanür. 18 — 19. Natrium Eisen-Cyanür. 20—21. Kupfervitriol. 22—24. Schwefelsaures Nickeloxyd (quadratisch). 25—26. Schwefels. Kali-Natron (hexaedriscb). 27—28. Schwefel-Chromsaures Kali-Natron. 29-45. Uebereinander - Krystallisationen der Schwefels. Doppelsalze aus der Magnium- gruppe. 46. Schwefelsaures Cadmiumoxyd. 47—48. Salpetersaures Ceroxyd. 49—50 Kalium Cadmium-Chlorid. 51—54. Baryum Cadmium-Chlorid. 55—57. Kupfer Eisen-Vitriol. 58—60. Cobalt Kupfer-Vitriol. 61—62. Zink Kupfer-Vitriol. 63—67. Chlor sau res Natron. 68. Brombaryum. 69—71. Chlorbaryum. 72 — 74. Chlorsaurer Baryt. 75. Arsen saures Natron. 76 — 77. Arsens. Kali-Natron. 78—79. Arsensaures Ammoniak. 80—81. Arsensaures Kali. 82—83. Phosphorsaures Ammoniak. 84—86. Nitroprussid Natrium. 189 87—92. Kalium Cobalt-Cyanid. 93 — 95. Baryum Cobalt-Cyanid. 36 98. Z w e i f. C h r o m s a u r e s K a 1 i - Q u e c k s i lber- chlorid. 99 101 103 106 109 110 112 116 117 118 120 122 123 124 126 127 130 133 136 139 141 143 145 146 151 -100. Unterschwefels. Bleioxyd. -102. „ Kalk. —105. „ Natron. —108. „ Baryt. . Chlor natrium. — 111. Phosphor saures Natron. —115. Salpeters. Bleioxyd. . Magnium Platin-Cyanür. . Zweif. Chromsaures Ammoniak. — 119. Schwefels. Nickeloxyd-Ammoniak. -121. Schwefels. Chromsaures Kali-Magnesia. . Schwefels. Eisehoxydul-Ammoniak. . ,, ,, Kali. —125. ,, Nickeloxyd-Kali. „ Manganoxydul-Kali. — 129. „ Chroms. Magnesia-Ammoniak. —132. ,, Cadmium oxyd-Kali. -135. „ Magnesia-Kali. — 138. „ Zink oxyd-Kali. —140. „ Zinkoxyd-Ammoniak. — 142. Selensaures Cadmiumoxyd-Kali. 144. 146. -150. Essigs. Kupfer oxyd-Kalk. Essigs. Cobaltoxyd. Trauben sau res Kali. Essig-Salpeters. - Strontian. 153—157. Essigs. Uranoxyd-Natron. 158. Zweifach aepfelsaures Ammoniak. 159-161. A m e i se n s. C a d m i u m o x y d - B a r y t. 190 162. Essigs. Kupferoxyd. 168- 164. Ameisens. Cadmiumoxyd. 165—168. ,, Kupferoxyd-Strontian. 169— 172. „ Strontian. 178- 174. „ Kalk. 175-177. „ Baryt. 178. Traubensaures Ammoniak. 179— 180. Weinsteinsäure. 181. Schwefels. Cobaltoxyd-Kali. 182—188. Schwefels. Kali-Cobalt-Maguesia Petrefakten-Schaustücke.*) Dieselben haben zum Zweck, einige der grösseren und ausgezeichneteren Fossilien aus Oesterreich zur Anschauung zu bringen, die den Sammlungen der k k. geologischen Reichsanstalt entnommen sind. Am Fusse des Ausstellungsraumes im Glas-Kasten fanden 62 kleinere Gegenstände Platz, die so vollständig es möglich war, die Reihenfolge der wichtigsten Schieb- ten-Gliederderin Oesterreich auftretenden For- m a t i o n e n ersichtlich zu machen bestimmt sind. Dieser Theil enthält folgende Gegenstände: Silurformation, In Böhmen: Conularia imperialis Barr. (Original.) Kares, bei Zbirow, Unicum. . In Galizien: Graptolithus cf. priodon Br. (Unicum.) Mitkeu, bei Onuth, Geschenk des Herrn Baron Otto P e t r i n o. In den Alpen: Graptolithus triangulatus Harkn. Osternigg nördlich von Tarvis in Kärnthen, Dr. Stache’s neuester Fund. Cardiola interrupta Brod. Dienten, Salzburg. *) In dom grossen Glas-Kasten zwischen der Baustein-Sammlung und der Abheilung für Kohlen, Erze, Salze etc. und die künstlichen Krystalle. 2 Devonformatio n. Unter-Devon: Grammysia Hamiltonensis E. Yern. Würbenthal, Mähren. Mittel-Devon: Calamopora polymorpha Goldf, Rittberg, Mähren. Cul m. Posidonomya ßecheri Br. Mohradorf, Mähren. Geschenk des Herrn Max Machanek. fjophocrinus speciosus H. v. M. Mohradorf, Mähren. Geschenk des Herrn Max Machanek. Wegen seiner ganz vollständigen Erhaltung gewiss ein Unicum. Productive Steinkohlenformation. Anthracomya Schlehani Stur Witkowic bei M.-Ostrau. Geschenk des Herrn Schlehan. Lepidoderma ImhofiRss. Wilkischen, Böhmen. Geschenk des Freiherrn v. Imhof. Indem es durch sorgfältige Präparation gelang, auch das äusserste Schwanzende zu entblössen, (dass somit am Gegenabdruck nicht vorhanden ist), gewiss ein höchst werthvolles Unicum. Rothliegendes. v Palaeoniscus sp. Semil, Böhmen. Trias. Werfen er Schiefer: Oeratites Liccanus v. H. Vrello in der croatischen Militärgrenze. Muschelkalk: Retzia trigonella Schl. sp. Köveskällya, Ungarn. Ar cos t es Studeri v. H. Schreieralpe, Gosauthal-Salz, kammergut. 193 Obere Trias: Mastodon giganteus J a e g. Kirchberg, Nieder-Oesterreich. Geschenk des Herrn Joseph Neuber. (Unicum). Nautilus Schloenbachi Mojs. Röthelstein bei Anssee in Steiermark. (Unicum). Ostrea montis caprilis Klipst. Strimpserjoch, Tirol. Gesammelt von Herrn Prof. Pichler in Innsbruck. Myophoria Kefersteinii Münst. Raibl, Kärnten. Rhaetische Formation. Kössencr Schichten: Avicula contorta Porti. Türnitz, Nieder-Oesterreich. Dachsteinkalk : Spirifer Sues si Winkl. Enzesfeld, Nieder-Oesterreich. Lias. Grestener Schichten : Panopaea liasin a Orb. Fünfkirchen, Ungarn. Gryphaea arcuata Lam. Eschenau, Nieder-Oesterreich. Geschenk des Herrn Joseph Neuber. Enzesfelder Arietenkalk : Ammonites angulatus Schl. sp. Enzesfeld, Nieder- Oesterreich. Hierlatzkalk : Rhynchonella Greppini Opp. Hierlatz, Salzkammergut. Adnctlier Schichten : Aulacoceras depressum y. H. Adneth, Salzburg. Iura. Vilser Schichten: Terebratula Vilsen sis Opp. Windischgarsten, Ober- Oesterreich. \ 13 194 Klaus-Schichten : Phylloceras euphyjlum Neuiu. Brielthal (Callovien) Salzkammergut. Originale, gesammelt von Herrn Dr. Neumayr. Weisser Jura: Amaltheus eordatus Sow. Olomuczan, Mähren. Cidaris coronata Gloldf. Rudicz, Mähren. Diceras arietina Lam. Ernstbrunn, Nieder-Oesterreich. Stramberger Schichten: Diploconus belemnitoides Zitt. Stramberg, Mähren. Originalien. Nautilus cyclotus Opp. Stramberg, Mähren. Ammonites volanensis Opp. Stramberg, Mähren. Das einzige bisher von diesem Fundorte bekannte Exemplar. Terebratula Tyehaviensis Suess. Stramberg, Mähren. Originale. Kreide-Formation. Neoeom: Scaphites Iva ni Puzos. Neutitschein, Mähren. Mit vollständig erhaltenem Mundrande. Ammonites Martini Orb. Neutitschein, Mähren. Gault : Ammonites tardefurcatus Leym. Kräsnahorka, Ungarn. (Ärva), Turrilites Puzosianus Orb. Pénzesküt, Ungarn. (Ba- kony). Obere Kreide in Böhmen: Ammonites Woolgarei Mant. Weissenberg bei Prag. Ptychodus latissimus Ag. Hundorf, Böhmen. Pholadomya nodulifera M. Preschkau, Böhmen. 195 Obere Kreide in Galizien: Scaphites tridens Kner. Nagorzany, Galizien. Gfosauformation: Ammonites Haberfellneri v. H. Gams, Steiermark. Originale. Gesammelt von Herrn Joseph Haberfellner in Linz. Purpuroidea Eeussii Hörn. Gams, Steiermark. Omphalia Eenausiana Orb. Gams, Steiermark. Cyclolites elliptica Lam. Gosau, Salzkammergut Leptophyllia irregularis Ess. Gosau. Salzkammergut. Originale. E o c ä n. Cosina-Schichten: Stomatopsis simplex Stäche. Cosina, Istrien. Originale! Gesammelt von Herrn Dr. Stäche. . Mittleres Eocän: Nautilus lingulatus v. Buch. Pisino, Istrien. Oberes Eocän: Mycetophyllia interrupta Ess. Oberburg, Steiermark. Originale. Neogen. Sotzka-Sckichtcn: Cerithium margaritaceum Brocc. Zsyillthal, Siebenbürgen. An thracotherium magnum Cuv. Trifail, Steiermark. Geschenk des Herrn Bergverwalter Eichelter. Unica. Horner Schichten: Car di um Kübecki v. H. Loibersdorf, Nieder-Oesterreich. Süsswasser-Schichten mit Braunkohlen: Dinotherium bavaricum H. v. M. Leoben, Steiermark. Geschenk des Herrn Eachoj. 13 * 196 Rana cf. Lusehitziana H. v. M. Priesnitz, Böhmen, Geschenk des Herrn A. Purgold in Aussig. Marine-Schichten. Triton nodiferum Lam. Grund, Nieder-Oesterreich. Originale. Cytherea pedemontana Ag. Pötzleinsdorf bei Wien. Cerithieu-Schichten: Mactra podolica Eicliw. Wiesen bei Wr. Neustadt. Congerien-Scliichten: Congeria subglobosa Part sch. Brunn bei Wien. Süsswasserquarz: Schädel eines Insecten-Pressers. Hiinik, Ungarn. Unicum. Diluvium. Elephas primigenius Bl. Leobersdorf bei Wr.-Neustadt. In den vier übereinander folgenden Etagen des Kastens wurden die grossen ausgewählten Schaustücke placirt. Und zwar enthalten: Die erste (unterste) Etage: Xenacanthus Dechenii Beyr. Rothliegendes; Ottendorf hei Branau in Böhmen. Geschenk des Herrn Schroll. Phylloceras neojurense Qu. Hallstädter Marmor; Sommeraukogl bei Hallstadt, Salz kammergut. Macropterigium Bronnii (Schenk) Schi mp. Wenger Schiefer; Raibl, Kärnten. Pinacoceras Metternichii v. H. Hallstädter Marmor; Steinbergkogel bei Hallstadt, Salzkammergut. ArcestesStuderi v. H. Reiflingerkalk (Muschelkalk) Schreieralpe, Gosauthal, Salzkammergut. Aneimia T scher in a k i i Ett. Oulm, Dachschiefer; Kyowitz, 197 Mähren. Geschenk des Herrn Grafen Falkenhain. Sphenopteris Karwinensis Stur. Steinkohlenfonnatiou ; Karwin. Schlesien. Alethopteris Meriani Bgt, sp. Lunzer Sandstein; Hausberg bei Lunz, Nieder-Oesterreich. Geschenk des Herrn Amon. Nautilus n o r i c u s M o j s. Hallstädter Marmor; Sommeraukogl bei Hallstadt, Salzkammergut. Posidonomya Clarai Emmr. Werfener Schiefer; Fassa- Thal, Tirol. Alethopteris Meriani Bgt. sp. Lunzer Sandstein; Reh- graben bei Kirchberg a. d. Pielach, Nieder-Oesterreicb. Geschenk des Herrn Joseph Neuber. Pterophylluin Haueri Stur. Lunzer-Sandstein; Guger- lug bei Höllenstein, Nieder-Oesterreich. Aulacoceras sp. Hallstädter Marmor; Steinbergkogl bei Hallstadt, Salzkammergut, Schädelrest vom Rhinoceros. Löss; Materialplatz der Nord westbahn bei Heiligenstadt. Gesammelt von H. Wolf. Geschenk der Direktion der Nordwestbahn. Schädelrest eines Pferdes. Löss; Materialplatz der Nordwestbahn bei Heiligenstadt. Gesammelt von H. W o 1 f. Geschenk der Direktion der Nord westbahn. Zweite Etage. Fischrest. Eocän; Planivat bei Verboska, Lesina. Geschenk des .Herrn Bigoni. Zwei Stücke: Abdruck und Gegenabdruck. Mastodon angustidensCuv. Sotzka-Schichteu; Eibiswald, Steiermark. Geschenk des Herrn M e 1J i n g. Pinacoceras Metternichii v. H. Hallstädter Marmor; Steinbergkogl bei iiallstadt, Salzkammergut. Das grösste bisher vorhandene Exemplar, 198 Phylloceras disputabile Zittel. Klaus-Schichten; Kal- tenleuthgebner Thal bei Wien. Perisphinctes procerus Seeb. Klaus-Schichten; Swi- nicza im Banat. Zwei Exemplare. Acrostichites Goeppertianus Schenk. Grestener- Schichten; Pechgraben, Ober-Oesterreich. Das grösste und vollständigste Exemplar. Alethopteris cf. Whitbyensis Gloepp. Grestener- Schichten; Pechgraben, Ober-Oesterreich. Perisphinctes tyrannus Neum. Klaus-Schichten (Callo- vien); Brielthal, Salzkammer gut. Gesammelt von Herrn Dr. Neumayr. Originale! Cephalotaxus sp. Wenger-Schiefer; Baibl, Kärnten. Hydrosaurus lesinensis Kornh, Eocän; Planivat bei Yerbosca, Lesina. Geschenk des Herrn Bigoni. Zwei Exemplare. Originalien. Voltzi'a Foetterlei Stur. Wenger-Schiefer; Baibl, Kärnten. Dictyophyllum Nil so ui Goepp. Grestener-Schichten; Pechgraben, Ober-Oesterreich. Kleinere Schaustücke der zweiten Etage. Paradoxides spinosus Boeck sp, Etage C.; Silur. Ginetz, Böhmen. Chemnitzia eximia Hörn. Wildanger Kalk; Tauernjoch bei Hall, Tirol. Eingesendet von der Verwaltung des Haller Salzberges. Natica amplissima Hörn es. Gosau-Schichten; Eisenau am Gmundner See, Ober-Oesterreich. Vogel-Feder. Marine-Schichten; ßadoboj. Kroatien. Pyrula cornuta Ag. Marine-Schichten; Pötzleinsdorf bei Wien. Fasciolaria Tarbelliana Grat. Marine-Schichten; Grund, Nieder-Oesterreich, 199 Panopaea Ménard i Desh. Marine - S chichten ; Grund, Nieder-Oesterreich. Pterocaryadenticulata O.-Web. Süsswasser-Schichten mit Braunkohlen; Leoben, Steiermark. Dritte Etage. Mastodon angustidens Cuv. Sotzka-Schichten• Eibis- wald, Steiermark. Geschenk des Herrn Meiling. Liquida mbar europaeum A. Br. Süsswasser-Schichten mit Braunkohlen; Parschlug, Steiermark. Geschenk des Herrn Fürst. Psephophorus sp. Marine-Schichten; Neudorf bei Theben. Un io maximus Fuchs. Congerien-Schichten; Novska, Slavonien. Gesammelt von Herrn 0. M. Paul. Zwei Schaustücke. Calamus Mellingi Stur. Sotzka-Schichten; Eibiswald, Steiermark. Geschenk des Herrn Meiling. Ammonites Neubergicus v. H. Gosau-Schichten; Neuberg, Steiermark. Originale! Flabellaria longirhachis Ung. Gosau-Schichten; Muth- mannsdorf, Nieder-Oesterreich. Originale. Schuhmacheria Weberniana Stur. Sotzka-Schichten; Prevali, Kärnten. Geschenk des Herrn v. Webern. Nautilus rugatus Fr. u. Schl. Iser-Schichten; Turnau, Böhmen. Gesammelt von Herrn J o k e 1 y. Chelydropsis carinata Peters. Sotzka-Schichten ; Eibiswald, Steiermark. Geschenk des Herrn Meiling. Originale. Cystoseirites Partschii Strnb. Cerithien-Schichten, Szagadat, Siebenbürgen. Sabal oxyrhachys Presl. sp. Häringer-Schichten; Häring, Tirol. Thynnus sp. Marine-Schichten ; Radoboj, Kroatien. 200 Ammonites per am plus Maut. Weissenberger Schichten; Kroutschova, Böhmen. Gesammelt von Herrn *M. K. Lipoid. Dillenia Lipoldi Stur. Sotzka-Schichten; Prevali, Kärnten. Geschenk des Herrn v. Webern. Vierte (oberste) Etage. Bosprimigenius Cuv. Diluvial-Lehin.; Puszczyna in Ga- lizien. Bos priscus Bojanns. Diluvial-Lehm.; Puszczyna in Galizien. Elephas primigenius Blumh. Löss; Kraindl’s Ziegelei in Klosterneuburg. Geschenk des Herrn Kraindl. Stosszahn. Elephas primigenius Blumh. Diluvial-Lehm.; Trzebow- nisko bei Rzezow, Galizien, Schenkel knochen. Elephas primigenius Blumb. Diluvial-Lehm.; Dohrkow bei Tarnow in Galizien. Schenkelknochen. TMW-Bibliothek 0020937 3 * : fr -^5 '^iS'f'/re^S^'^ jf. vä, ■wi^r«s> £*ß k^S^'V^^it--, Druck von Leop. & Mor. Deutsch, Literarisch-Artistische Anstai.t.