Hitfii&jlkti'iäfi/'/ •/ ’?vV• &V’ r ä'-';;■' ; ?>/k «y■>£7 / : : * .*• )■* ,; .;-,'. /.* «•* / a f 4/ ^; / //i^ .(/^'. >;■ fv!-'» vj$ i" /v / , 1 f ,*< )\ <• */;•;. V‘^A*V,'\' «piiifiiiii VHansk «Tv rr* /-j *. '««5 '?&■"/ / wm/itfWfflW&wrM fall zff/W&! *'•/• P0&. , 8k&izr£it r../ '/// l/ ^.^' 7 y'J'jb» ißMSMs £/'/<■ W5W/& :>;'yV' ; :fV, P^/aVi ? >- *•;.•'* €}~V. ?; .♦. I ^,- f t&jM'frU ft/t V/t’i.'.Utititii r~ ? mämmmm} t i: ■ i ?('■: < w/ßMltitte'm;ffi ttM \ -,. i» fcw//ff WltHWXlt >7.y7 ( [ {;; r tummmfmiätmäTai'y^ '■h?j:-i ■r/hyM- Ltf ’Ü ^ ^ .- ■Äs’ /iü Ai»/. >k-y , .- / 'v ivSSrij»-. U^U. ’j- •! -Ai .T'.>: 5 -' aüftgitw^a ESSayS'.* 2044 r\;f\n n fw äsmmeism r^r. - -^0 '.;? -mk m. ArvnW'v •TOraS a*aö£a -w s ;s^">Csß isTÄ*'*'?' M •v’ r»: : ^ra.^iäüi^^»^ mOäaää* m£Ä5fe *'MhPi. r .>^ ptr 't#**?** 1 *'■'***&; f\: •'V^' S *,'V : •' ;iWV y ™ ^,y"'% • ^C, '*• •: ~ ■ ' .. . ';"'■ ■£«>-■"- / y r ,. ■, ;■■■... • • ' '■• , ' ^. fi' ' > /^ „ r : • '. , ■ ‘ ,- /*p$£P™ •" ' * iiiüiW :.yrc ysE? Vy ** 4V* 7 ^ > '&?&&&- %% jr*y* •*/:'$ *£?*. v; > $*£&&■ DIE FORSTLICHE AUSSTELLUNG DES DEUTSCHEN AUF DER WIENER WELTAUSSTELLUNG f l <' Wy-- Vi -** ■ % , i -s/ , lj»i s Ara* VERFASST IM AUFTRAGE DER DEUTSCHEN CENTRAL-KOMMISSION FÜR DIE WIENER WELTAUSSTELLUNG VON BERNHARD DANCKELMANN, KÖNIGLICH PREUSSISCHEM OBER - FORSTMEISTER, D1KECTOR DER FORST - AKADEMIE ZU NEUSTADT - EBERSWALDE, DELEGIRTEM DER DEUTSCHEN CENTRAL - KOMMISSION FÜR DIE WIENER WELTAUSSTELLUNG. BERLIN, 1873. DRUCK DER KÖNIGLICHEN GEHEIMEN OBER - HOFBÜCHDRUCKEREI (R. v. DECKER). Das Forstwesen des Deutschen Reichs ist in Wien zum ersten Male auf einer Weltausstellung vertreten. An derselben haben sich in hervorragender Weise Preussen (mit 60 Procent des Gesammt- raums), Elsass-Lotliringen (mit 18 Procent), Baden (mit 9 Procent), Bayern (mit 7 Procent), Hessen (mit 5 Procent), untergeordnet W ürttemberg (mit 1 Procent) und Sachsen betheiligt. Die Beschickung der Ausstellung ist bis auf wenige Ausnahmen von den Staatslorst - Behörden erfolgt. Die forstlichen Ausstellungsgegenstände gehören der Wissenschaft und der Wirthschaft an. An der forstwissenschaftliehen Ausstellung sind Lehre und Forschung, die erstere durch Einrichtung und Unterrichtsmittel der •Forstlehr- Anstalten , die letztere haupt- sächlich durch Objecte des kürzlich in das Leben getretenen forstlichen ~\ ersuehswesens betheiligt. Die forstwirtschaftliche Aus- S n T-' 2 ' ^ iat insofern nicht strenge an den gegenwärtigen Begrilf und. Umfang der Forstwirtschaft gebunden, als darin einerseits die erarbeitung von Forstproducten eine Stelle gefunden hat, welche nur noch ausnahmsweise mit der forstlichen Rohproduction zu einer gemeinsamen Wirthschaft vereinigt ist, und als andererseits die Erzeugnisse der Jagd aufgenommen sind, die an und für sich von ge- linger Bedeutung, der Waldwirtschaft untergeordnet sein muss, uenn sm die Interessen der letzteren nicht schädigen soll. kür die räumliche Anordnung ist zunächst der Gesichtspunct massgebend gewesen, die Gegenstände der forstlichen Wissenschaft t^'d P umschatt in Grup'pe 2 des Ausstellimgsprogramms (Landen k orstwirthschalt) zu einem Gesammtbilde zu vereinigen, weil ie Absonderung des forstlichen Unterrichts, welcher programm- uncTrf vf Gruppe -6 (Unterricht) angehörte, die Uebersicht gestört as ötiidium der Ausstellung erschwert haben würde, weil ferner wirtti C i‘i c , n " der Ausstellung durch die Erzeugnisse der Forst- deutiino-umfangreich genug war, um für sich allein die Be- 1 ^ ,~ ei * deutschen Forstwirtschaft gebührend hervortreten zu die °-^ nu ist, wiederum im Interesse der Uebersichtlichkeit, + . ni .j Uae Niederung der sachlich - svstematischen Eintheilung n cigeoi net worden. Demgemäss ist die forstliche Ausstellung nach folgenden Hauptabteilungen geordnet: 1 * 4 I. Forstlicher Unterricht und forstliches Versuchswesen, II. Ilolzerziehung und Waldschutz, III. Werbung und Transport der forstlichen Hauptproducte (Holz und Kinde), IV. Forstliche Rohproducte (Holz, Kinde), V. Forstliche Nebennutzungen, VI. Holz-Verarbeitung, VII. Forst-Einrichtung und Verwaltung, VIII. Jagd. Von der Unterordnung der territorialen Gliederung unter die systematische Gruppirung ist nur insofern abgewichen, als die forstliche Ausstellung von Elsass-Lothringen räumlich nicht mit derjenigen des Deutschen Reichs vereinigt, sondern in der land- und forst- wirthschaftlichen Collectiv-Ausstellung von Elsass-Lothringen, in dem Elsass’schen Bauernhause untergebracht ist. In dem deutschen Ausstellungs-Kataloge ist indessen der Zugehörigkeit, von Elsass- Lothringen zum Deutschen Reiche durch gemeinschaftliche Nunune- rirung, sowie durch Einordnung der forstlichen Ausstellungsobjeete in die gewählte Gruppeneintheilung Ausdruck gegeben. Der in dem Ausstellungs-Kataloge enthaltenen Gruppentheilung und Nummerfolge hat sich der vorliegende Ausstcllungsbericht angeschlossen. Zur Erläuterung der forstlichen Ausstellung sind eine Anzahl von Denkschriften und Beschreibungen ausgelegt, auf welche der Ausstellungsbericht hinweist, und deren wesentlicher Inhalt in demselben wiedergegeben ist. In einer grösseren Anzahl von Exemplaren zur Verabfolgung an die Besucher der forstlichen Ausstellung sind ausgelegt: seitens der Grossherzoglich Hessischen Ober-Forst- und Domainen- Direction ein Bericht über die forstliche Ausstellung des Grossherzogthums Hessen; seitens der Grossherzoglich Badischen Domainen - Direction in Karlsruhe: Mittheilung über Gewinnung und Ertrag des Seegrases; endlich seitens der Königl. Preussischen Regierung zu Wiesbaden eine vom Oberförster Kaiser verfasste Brochure über die Wegenetzlegung und forstliche Eintheilung in Gebirgswaldungen. Die forstliche Ausstellung des Deutschen Reichs ist, mit Ausschluss von Eisass - Lothringen, gemeinschaftlich mit den Producten der Deutschen Landwirthschaft in der im nordöstlichen Viertel des Ausstellungsparks (hinter der Kunstausstellung) gelegenen Agrieultur- halle, in unmittelbarer Nähe des die Forstausstellung von Elsass- Lothringen enthaltenden Elsässer Bauernhofes untergebracht. Die forstliche Production des Deutschen Reichs ergiebt sich aus der nachfolgenden Zusammenstellung: 5 Xo. Staaten des Deutschen Reichs Gesammt- Waldtläche. Hectare. Bruttogeldwerth der jährlichen Production. im Ganzen | Mark. pr. Hect. I. Preussen....... .. 8,366,947 126,579,639 15 II. Bayern. 2,596,894 59,135,976 23 III. Sachsen . 472,4L9 12,755,313 27 IV. 595,102 13,282,448 24 V. Baden . 510,924 12,262,176 24 VI. Binnenstaaten zwischen Rhein und Elbe . 407,179 11,447,059 23 VII. Thüringische Staaten. 393,059 10,612,593 27 VIII. Baltische Staaten . 270,201 5,674,221 21 IX. Elsass-Lothringen. 451,337 14,081,715 Hl Deutsches Reich. 14,15 ,362 265,831,140 18,8 Bemerkungen. ad VI. Rhein-Elbstaaten. Hessen. Braunschweig. Anhalt. Waldeck. Scliaumburg-Lippe. Lippe. ad VII. Thürin gi Sachsen-Weimar. » Meiningen. » Altenhurg. » Cohurg-Gotlia .... Schwarzhurg-Iludolstadt . . . » Sondershausen . Reuss ä. L. * ö- L . . . 240,083 Hect. Wald. . . 114,3*20 . » • . 55,-51 » » . . 44,407 » » 8/ 82 » » . . 33,936 » » che Staaten. . . 90,937 Hect, Wald. . . 93,426 » . . . 3 1,815 » » . . 59,330 » . . 38,597 . . 25,-23 » » 11,462 » » . . 34,269 » i) ad VIII. Baltische Staaten. Mecklenburg-Schwerin. 163,567 Hect. Wald. « Strelitz. 57,949 . » Oldenburg. 44,793 » » Lübeck . 3,"28 » » Bremen .'. . . 167 . » Hamburg. 697 » » Der Brutto - Geldwerth der forstlichen Jahresproduction des Deutschen Reichs wird durch einen Goldwürfel von 4,937 cm. Inhalt oder von 1,7 m. Seite repräsentirt. Zur Veranschaulichung des Brutto-Geldwerths dient der am Eingänge der forstlichen Ausstellung aufgestellte statistische Würfel. I. Gruppe Forstlicher Unterricht und forstliches Versuchswesen. Königlich Preussische Forst-Akademie und Hauptstation für forstliches Versuchswesen zu Neustadt-Eberswalde. (D. A. K.*) No. 220.) Die nicht befriedigenden Ergebnisse, welche die seit 1821 bestandene Vereinigung der Forst-Akademie mit der Universität in Berlin für die technische Ausbildung der Forstleute lieferte, haben im Jahre 1880 dazu geführt, die Forst-Akademie auf den Antrag ihres damaligen Direetors Pfeil und auf Befürwortung von Alexander von Humboldt nach Neustadt-Ebw. zu verlegen. Eine 42jährige Erfahrung hat die Richtigkeit dieser Maassregel erwiesen. Bis zum Jahre 1859 war Pfeil, von 1859 bis 1866 Grunert, seitdem Danekel- mann Director der Forst-Akademie, die neben Pfeil in Ratzeburg einen ihrer ausgezeichnetsten Lehrer und Forscher besessen hat. Die Forst-Akademie ressortirt von der dem Finanz-Ministerium ungehörigen Central-Forstbehörde. Ihre Organisation hat seit 1866 wesentliche Umgestaltungen erfahren. In Verbindung damit ist eine namhafte Vermehrung des Lehrerpersonals eingetreten. Im Jahre 1872 wurde der wissenschaftlichen Forschung dadurch eine grössere Ausdehnung gegeben, dass das forstliche Versuchswesen durch Errichtung der Hauptstation für forstliches Versuchswesen in eine organische Verbindung mit der Forst-Akademie trat. Ostern 1873 ist der bis dahin 2jälirige Cursus auf 2V 2 Jahr verlängert worden. Das gesammte Personal der Forst - Akademie für Unterricht und Versuchswesen besteht zur Zeit: aus dem Director, aus zwei weiteren Lehrern für Forstwissenschaft, von denen einer Dirigent der forstlichen Abtheilung des Versuchs- Wesens ist, aus einem Lehrer der anorganischen Naturwissenschaften, welchem ein Assistent beigeordnet ist, aus dem Dirigenten der chemisch-physikalischen Abtheilung des Versuchswesens, welcher aushülfsweise sich am Unterrichte, namentlich der Bodenkunde, betheiligt, aus einem Lehrer der Botanik, zugleich Dirigenten der pflanzen-physiologischen Abtheilung des Versuchswesens, *) Deutscher Ausstellungs-Katalog. aus einem Lehrer der Zoologie, zugleich Dirigenten der zoologischen Abtheilung des Versuchswesens, aus einem Lehrer der Mathematik, einem Hiilfslehrer für Rechtskunde und einem solchen für Baukunde. ^ lr . Forst-Akademie gehören 2 Lehrforste, deren wirtschaftliche Leitung dem Director obliegt. 1 tM® Einrichtungen und Bestrebungen der Forst-Akademie sind durch die nachfolgenden Ausstellungsgegenstände (1—17) dargestellt. E Eie Frequenz der Forst-Akademie von 1830 bis 18/ _ in graphischer Darstellung. Aussteller: Forstmeister Bernhardt. ° Die Frequenz ergiebt sich aus der nachstehenden Uebersicht: Jahr. Sommer- semester. Wintersemester. Jahr. | Sonuner- semester. Wintersemester. 1830 39 36 1852 81 80 1831 30 29 1853 84 84 1832 23 23 1854 84 84 1833 28 21 1855 83 76 1834 36 30 1856 62 65 1835 36 1 29 1857 57 64 1836 36 32 1858 7*2 67 1837 33 32 1859 68 54 1838 40 41 1860 44 51 1839 45 40 1861 53 55 1840 40 34 1862 47 38 1841 40 45 1863 33 32 1842 37 | 42 1864 36 42 1843 51 i 48 18(55 57 59 1844 51 47 1866 66 45 1845 52 63 1867 72 79 1846 66 65 1868 93 63 1847 71 ! 72 1869 64 67 1848 68 81 1870 66 Geschlossen 1849 78 , 83 1871 62 (56 1850 84 1 86 1872 61 63 1851 80 85 1 q-o .Die Lehrplä ne der Forst-Akademie von 1830 bis «tolia g ra phischer Darstellung, nebst statistischer Tafel. Aussteller: Forstmeister Bernhardt. "iilti Cr Unterricht auf der Forst-Akademie nach dem gegenwärtig t? gen, aut 5 Semester eingerichteten Plane umfasst: ^gründende Fächer (Grundwissenschaften und Fertigkeiten), und ■yr a i l i )t £ l< ^ ler (Fachwissenschaften und Fertigkeiten) In d f ’ ei . ^ e i* ei ' (Nebenwissenschaften und Fertigkeiten), befolgt i? 1 , J Aii^ e . ^ er Unterrichtsgegenstände ist der Grundsatz wendune aS S enie .i ne dem Besonderen, das Grundlegende der Anzen aber ^ ora *lZ' us °l 1 i < ?ken, innerhalb der hierdurch gezogenen Gren- zn vertheilen Unterricht in den Fachwissenschaften auf alle Semester tiirpn Fin^:«iÜ le ^ un S nnd Dauer des Unterrichts nach der gegenwär- e un g geht aus der nachfolgenden Uebersicht hervor: 8 Bes riindendc Fächer. Hauptfächer. Nebenfächer. Unterrichtsgegenstände. Naturwissenschaften. Allgemeine und theoretische Chemie. Specielle anorganische und organische Chemie.... . rhvsik und Meteorologie. Mineralogie und Gcognosie.... Bestimmen von Mineralien und Gesteinen. Repetitorium in den anorganischen Naturwissenschaften.. Allgemeine Botanik und spe- eielle Forstbotanik. Pflanzen-Anatomie, Physiologie und Pathologie. Mikroskopiren. Botanisches Repetitorium... . Botanische Exkurs'cmcn, u 2J Stund n... Allgemeine Zoologie. Wirbelthiere. Wirbellose Tliiere. mit besonderer Rücksicht auf Eorst- insecten. Pr ipariren. Zoologisches Repetitorium.... Zoologische Exkursionen, ä 3 Stunden. Sa. Naturwiss nschaf.en. Mathematische Wissenschaften, Geodäsie. Zins- und Reut» nreehnung ... Holzmesskunde. Ma hematische Repetitori n u. Hebungen.. Uebungen im Fe.dmessen und Nivelliren ä 4 Stunden..... rianzeiehnen ä 2 \ Stunden... Sa. Matliem. Wissenschaften V. irthschafts-Wissenschaften. Volksvvirtliscliaftslehre und Finanzwissenschaft.. . Im Ganz n begründende Fächer rrocent.. Iin Durchschnitt pro Unter- riclitswoclie ("21 im Winter, 17 im Sommer). Unterrichtsgegenstände. 32 80 80 60 20 16 61 60 20 20 80 16 80 Wal lhau. Forstliche Gerüth.künde Standoitslehre. Forstschutz.. Forst-Benutzung u. Technologie . Forst-Vermesseng. Forst-Abschätzung. Waldwertli - Berechnung und forsi liehe Statik Forst- und Jagd-Verwaltung. Ablösung der Waldservituten. Forst-Geschichte. Forst-Statistik. Forstliche Repetitorien . Probe-Abschätzung . Forstliche Exkursionen, a 1 Stunden. Unterrieh ts- gegenstände. 80 20 48 32 80 20 80 Rechtskunde. Civilreeht. Criiiunalrecht ... Civil- u.Criminal- Process, Ver- fassungsreclit.. Juristisch s Re- peti'orium. 3i 4t 3t 32 Sa. Reclitskunde Ißt 1 48 32 40 20 56 40 352 Forstliche Baukunde .. Jagdkunde. Seliiessübi ngen, ä 2 Stunden... 3i • 3i 9t 80 16 20 96 840 72 20 20 56 192 80 44) 48 1328 | 9:0 2648 Stunden. 50% II | 37% im Ganzen = 28,5 Stunden. 93 pro Tag 4,8 Stunden. 34 13 « (PfiBttU. 'TiiäiifniBiiäitiiTMfflfi 9 ä Ueber die frühere Anordnung und Dauer des Unterrichts verbreiten sich die ausgestellte graphische und die tabellarische Darstellung eingehend. Aus denselben mögen folgende Hauptergebnisse im Vergleich mit der gegenwärtigen Einrichtung hervorgehoben werden: Unterrichtsgegenstände. Zahl 2jäh 1834/36 Stunden. | % 1er Unterric •igen Lehrkur 1844/46 Stunden.| % titsstunden ii sus 1-60.62 Stunden. ) % \ dem 2|iährigen beiirkur-us Ostern 1873 bis Herbst 1875 Stunden | % Ai.O’g.-tnisclie Naturwissen- Schaft, n .. 138 6 168 6 220 8 288 11 Botanik... 396 18 354 14 348 12 244 9 Zoologie .... 326 ■ 15 ! 322 13 332 11 308 12 Sa. Naturwissenschaften.. 860 39 854 33 900 31 840 32 Mathematische Wissmscliaft n 406 19 618 24 698 26 440 17 " irtlis liafts- \\ isstnselia'ten 54 2 1 36 1 ! 36 1 48 1 Sa. Grundwissenschaften.. 1320 60 1508 58 1634 58 1328 50 Forstwissenschaft 814 38 t04 35 | 992 35 | 980 37 Beclitskunde 152 6 172 6 180 7 I orsthehe Baukunde... . 32 1 k utle (Sclüessubimgen) . 40 2 40 i 40 1 , 32 1 96 | Sa. Nebenwissenschaften.. 40 2 192 7 ! 212 7 | 340 13 Im Ganzen. 2174 100 2601 100 1 2838 100 2648 100 pro T g der Untern, htszeit.. 4,8 5,7 6,2 ' 4,8 3. Die "VVi rths chaftskarteil von den Lehrforsten. Zu ntcrrichtszweckcii sind, bestimmt*. die Obcrtörsterei Riesentlial, übei- wiegend Iviefcrm-pv-io.- ,n,'+ rpinon oTmu'si'htpn Bpständpn Hilf rlpr ü ald, mit sehr verschiedenen Boden- und Bestands!eihältnissen, von Buchenboden II. und Erlenboden I. bis Kiefern- und Erlenboden A . Ertragsklasse. 4. Die Bodenkarten der beiden Lehrforsten. a- Ueognostisehe Spezialkarten im Maassstabe von 1 :5,000. b. Geognostisehe Uebersichtskarten im Maassstabe von 1:25,000. ,opo Ie G e krlorsten gehören der quartären Formation an. Im Jahre mit SU1 ‘) Eormationsglieder und die Bodenbeschaffenheit durch nisse Zl d - ^^^^°^ run » en ^' s zu ^ in - Tiefe ermittelt. Die Ergeb- _ le . sei ! Ermittelungen stellen die ausgelegten Karten dar. B^min^^^-i^aracteristik entspricht dem System des Herr gsen-b örder, welcher die Untersuchuneren eino-eleitet I Die rrn von welcher die Untersuchungen eingeleitet hat. 3. Die Forstgärten zu Neustadt - Ebw. und Chorin. a. Spezialkarten des Neustädter Eorstgartens, vermessen l<3/~j gezeichnet ini Forsteinrichtungs - Bureau zu Berlin lo/- 10 durch Rademacher. Maassstab 1: "200. Mit Uebersichtskarte und Denkschrift. b. Spezialkarte von dem Choriner Forstgarten, gefertigt 1873 im Forsteinrichtungs-Bureau zu Berlin durch Türkot. Maassstab 1:400. Mit Denkschrift und Katalog. Der von Pfeil angelegte, in den letzten Jahren bedeutend erweiterte Neustädter Forstgarten enthält einen Flächeninhalt von 6,16 Ilectaren, wovon 1 , 81 Hectare als botanischer Garten eingerichtet, 1,0 5 Hectare zu pflanzenphysiologischen Versuchen bestimmt sind und 1,96 Hectare zur Pflanzenerziehung benutzt werden. Durch Pflanzenverkauf, namentlich Kiefern, Schwarz-, Weiss- Erlen wird eine jährliche Einnahme von circa 1,000 Thlr. (1873 1,600 Thlr.) erzielt. Der Choriner Forstgarten ist 1861 angelegt, umfasst einen Flächenraum von ungefähr 8 Hectaren und dient der Erziehung von Wald- und Alleebäumen, von Ziersträuchern, Obstbäumen und Fruehtsträuchern. Die stets wachsende Einnahme durch Pflanzenverkaufhat im letzten Jahre den Betrag von 3,000 Thlr. überschritten. Der Katalog weist 793 Verkaufssortimente nach. 6. Bibliothek der Forst-Akademie. a. Katalog, verfasst 1872 vom Professor Schneider als Bibliothekar. Nach demselben enthält die Bibliothek 2,349 Werke. b. Graphische Darstellung der Benutzung der Bibliothek in dem Jahre vom 1. Juli 1871 bis dahin 1872, Aussteller: Forstmeister Bernhardt. 7. Holzsammlung der deutschen Holzarten, Aussteller: Professor Dr. Hartig. Die Holzstücke sind, um einen Einblick in deren Structur zu gewähren, in der Länge durch einen Mittenschnitt und einen Sehnenschnitt .aufgetrennt und zur Hälfte polirt, zur anderen Hälfte un- polirt geblieben. Die Sammlung ist im Jahre 1870 von dem Professor Dr. Hartig angelegt. 8. Naturgeschichte der Kiefer in 22 verglasten Kästen nebst Denkschrift. Aussteller: Professor Dr. Hartig. Die Ausstellung veranschaulicht durch Präparate und mieros- copische Zeichnungen, welche von dem Professor Hartig hergestellt sind, die normalen Bildungen, die Abnormitäten, die Reproductions- erscheinungen nach Verletzungen und die Krankheitszustände der Kiefer, als Hauptholzart des Preussischen Staats. Sie enthält, namentlich in letzterer Beziehung, mehrere von dem Aussteller gemachte bedeutsame Entdeckungen. Es stellen dar: Tafel I. Die Entwickelung der Kiefer bis zum 3. Jahre; ■> II. den Bau und die Entwickelung der Kiefernknospe; » III. die Bliithe und die Fruchtbildung der Kiefer; >• IV. die Anatomie der Kiefer bei Knospen, Trieben, Nadel, Rinde, Holz, Harzkanälen und Wurzel; » V. den Kieferndreher — Caeoma pinitorquum; 11 Tafel VI. den Kiefernblasenrost (Peridermium pini) an Nadel und Rinde; " VII. den Kienzopf, eine Folge vom Kiefernblasenrost; * MII. das Harzsticken, berbeigefi'ilirt durch Agarieus melleus (Hallimasch), dessen Mycelium, wie Professor Bärtig erst kürzlich nachgewiesen hat, als Rhizomorpha fragilis an Wurzel (subterranea) und unter dem Baste (subcorticalis) wuchert. Den mehrjährigen Beobachtungen des Professors Ilartig ist es gelungen, die Identität von Rhizomorpha fragilis und Agarieus melleus nachzuweisen*); ” IX. Ringschäle, erzeugt durch Trametes pini; ” X. das Absterben von Kiefern durch Trametes radi- ciperda; * XI. Hexenbesen und Nadelschütte, in ihren Ursachen noch nicht hinreichend aufgeklärt; ” XII. Maserbildungen , ebenfalls noch nicht genügend wissenschaftlich erklärt; ” XIII. Verbänderung und Stengelspaltung; ” XIV. dreifacher Quirl; ” XV. abnorme Entwickelung der Blattachselknospen; ” XVI. Reproductionserseheinungen nach Verletzungen der Triebe und Nadeln; » XVII. u. XVIII. Reproduetion nach Wildschäden; » Xix. V erwundungen durch Baumschlag, Anprällen und Steigeisen; " XX. Spiralverwundung durch Eichhorn; " XXI. Beschädigung durch Borkenutzung; ” XXII. Verwachsung zweier Stämme. 9. Lebensbilder forstlich wichtiger Tliiere. Aussteller: 1 rotessor Dr. Altum. a. \ oin Professor Altum ausgestopfte Säugethiere (Fuchs, Fischotter, Eichhörnchen) und Vögel, sämmtliche im Walde vor- kommende Mäuse in natürlichen Stellungen. o. brassstücke von Eichhörnchen und Mäusen in 6 verglasten Kästen. verglaste Kästchen, welche, ausser einigen anderen I räparaten, die wichtigsten Forstinsecten in ihren verschiedenen Zuständen und in ihrer Lebensweise, namentlich in ihrer Schädlichkeit darstellen. Die Präparate sind sämmtlich von dem Professor Altum hergestellt, gehören der Neustädter zoologischen Sammlung an und sollen die Methode darlegen, welche bei dem Anschauungsunterrichte befolgt wird. un r/n un gs re i he der Ge wei hbi 1 d ung für Ro t h- ^ aniwild. Aussteller Professor Dr. Altum. le ^ ewe ihreihen stellen die verschiedenen Formen der Geweili- ng 1873 No. 19. ’) v. Botanische Zeitui 12 bildung bei Roth- und Damwild vom Hirsehkalbe bis zum jagdbaren Hirsche in der regelmässigen Altersfolge dar. Dem Aussteller ist es gelungen, einige wesentliche Unrichtigkeiten und Lücken in dem von Blasius aufgefundenen Gesetze der Geweihbildung, namentlich in Betreff der ersten Lebensjahre, zu berichtigen und zu ergänzen. Eine ausführliche durch Abbildungen illustrirte Abhandlung über den in sänuntliclien Jagdschriften unrichtig behandelten Gegenstand wird in dem bald erscheinenden G. Bande der Zeitschrift für Forst- und Jagdwesen veröffentlicht werden. 11. Organisations- und Arbeitspläne für das forstliche Versuch sw es en in Preussen. Bereits seit längerer Zeit ist die Nothwendigkeit hervorgehoben worden, der wissenschaftlichen Forschung auf forstlichem Gebiete durch Organisation des forstlichen Versuchswesens eine feste Grundlage zu geben. Für Preussen ist dieselbe durch die ausgelegte Geschäftsordnung vom 14. März 1872 in der Weise herbeigeführt worden, dass das Versuchswesen mit der Forst-Akademie Neustadt- Fbersw r alde organisch verbunden wurde. Die letztere bildet die Ilauptstation für das forstliche Versuehswesen des Preussisehen Staates. Derselben sind die auf einer Anzahl von Oberförstereien eingerichteten Nebenstationen untergeordnet. Sachlich zerfällt das Versuchswesen in eine forstliche, in eine chemisch-physikalische, in eine meteorologische, in eine pflanzen-physiologische und in eine zoologische Abtheilung. Die Hauptstation vereinigt alle Abtheilungen in sich, die Nebenstationen enthalten nur die forstliche tuid die meteorologische Abtheilung oder nur eine von beiden. Um eine einheitliche Bearbeitung des forstlichen Versuchswesens im gesammten Deutschen Reiche herbeizuführen, ist ferner bei Gelegenheit der ersten Versammlung deutscher Forstleute, welche Mitte September 1872 zu Braunschweig tagte, ein Verein der forstlichen Versuchsanstalten Deutschlands begründet worden, dessen Satzungen ausliegen. Dem Vereine gehören an: Preussen, Württemberg, Baden, Hessen, Bayern, Sachsen und die Thüringischen Staaten. 12. Instrumente der forstlich meteorologischen Stationen in Preussen. Aussteller: Professor Dr. Remele. a. Maximum - Thermometer nach Walferdin von Geissler in Berlin. b. Weingeist-Minimmn-Thermometer von Geissler. c. 1 Satz Boden - Thermometer von Greiner in München zur Beobachtung der Erdbodentemperatur in 0.3, 0.G, 0.9 und 1,2 Meter Tiefe, — mit Centesiinal - Eintheilung bis auf Zelmtel-Gradc. d. 2 Baum-Thermometer zur Beobachtung der Temperatur im Baum-Innern. e. Kasten mit Thermometer zur Beobachtung der Lufttemperatur in der Baumkrone, nach Angabe von Remele, gefertigt von Schober in Berlin. Der Kasten kann mittelst einer Rollenverbindung niedergelassen und heraufgezogen werden. 13 Vor dem Herablassen werden die beiden Fallthüren am Kasten geschlossen , indem man durch eine Schnur den Heckigen Schieber niederzieht. f. Gef äss-Barometer von Greiner in Berlin. g. 2 Ombrometer, eins für Regen, eins für Schnee, von Greiner in Berlin, — bestehend aus je einem trichterförmigen Auftangefass (für Regen mit geradem, für Schnee mit ein- geknicktem Rande) mit *2000 i_]cm. Auftangefläche, — aus einem cylindrischen Tonnengefäss mit Hahn, — und aus einem Gestell. h. Psychrometer zur Beobachtung der Luftfeuchtigkeit, bestehend aus 2 in Fünftel-Grade nach Celsius eingctheilten -Thermometern (einem nassen und einem trockenen Thermometer). i. Atmometer nach Lamont von Prof. Dr. Carl in München zur Messung der Wasserverdunstung. k. Verdunstungsmesser von Kärlein in Neustadt-Eberswalde. l. Modelle einer Windfahne von Greiner in Berlin. Die erste forstlich meteorologische Station in Preussen, ein Zubehör der Hauptstation des forstlichen Versuchswesens, ist im Jahre 1872 bei der Forst - Akademie Neustadt - Eberswalde eingerichtet. Nach dem Muster derselben sollen auf 10 Königlichen Oberförstereien des Preussischen Staates und auf 3 Oberförstereien in Elsass-Lothringen in der nächsten Zeit forstlich meteorologische Stationen errichtet werden. Dieselben verfolgen gleiche Ziele mit den Bayerischen Stationen. Ihre Einrichtung ist jedoch eine einfachere, weil einzelne der Bayerischen Beobachtungsapparate nicht für hinreichend genau erachtet wurden, um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Aus diesem Grunde sind die Bodenverdunstung m 'd das Einsickern des Wassers in den Boden von der Beobachtung ausgeschlossen worden. mil- ^\ a ldböden und ihre Leistungen. Aussteller: Che- \ Gh'üze, Dirigent der chemisch-physikalischen Abtheilung des \ ersuehswesens. a. Boden- und Gesteinsproben in 20 Glaskästen mit einzelnen Bodenanalysen. Holzscheiben von den auf dem ausgestellten Boden erwachsenen Bäumen. c< 20 zu den Glaskästen und Holzscheiben gehörige Erläute- rungstafeln. ] ) 011 forstlichen Grundwissenschaften ist keine weniger schaftGü le ^ e *’ a ^ S f° r!? Giehe Bodenkunde, in deren wissen- Versu ü 1C , r Begründung die chemisch-physikalische Abtheilung des "aben 1 erb 6SenS ' W> ' ^ cr Forst- Akademie eine ihrer wichtigsten Auf- pbvsikal's a llnt ' ^' e Lösung dieser Aufgabe wird durch die chemiseh- deii Wacl' Lditersuchung der Waldböden in Vergleichung mit strebt In ü' llmS ~ Ergebnissen des darauf erzogenen Holzes ange- Boden- l/ 1 ) Aw Scuu vii i um tt Hiuv g^wuuuieu Aeisstanne mit haftengebliebener Wurzel, deren Aeste in geraden Schüssen wie Stämme heraufgewachsen sind. II. C*rupfte Holzerziehung und Waldscliutz. Preussisclie Staatsforstverwaltung. Oberforstmeister Kruinliaar in Gumbinnen. (D. A. K. No. 224.) 1. Das Ma rien werder ’ sche Stieleisen nebst Denkschrift. Das von den Oberforstineisteru Wartenberg und Krunihaar im Jahre 1860 eingeführte Stieleisen zur Pflanzung von nacktwurzeligen Jährlingen hat seitdem in der Provinz Preussen eine ausgedehnte Anwendung gefunden. Allein in der Forstinspertion Johannisburg sind mit Hülfe desselben in den drei Jahren 1870, 71, 72 1,285 Ilec- taren bepflanzt. Die Pflanzung ist eine Klemmpflanzung ohne Bodenlockerung, nach Abräumung des Bodenüberzugs an der Pflanzstelle, gewöhnlich in einem lieihenverbande mit 1,3 m. Reihenweite und 0,6 m. Pflanzweite. Sie hat auf Boden von leichter Beschaffenheit und mittlerer Bindigkeit recht befriedigende Erfolge geliefert. Unter günstigen Verhältnissen pflanzt ein Arbeiterpaar (Mann und Frau) 2,44)0 Pflanzen in eitlem Tage. Am meisten üblich ist das Stieleisen bei der Pflanzung von Kiefernjährlingen. Es werden dazu Pflanzen mit zaserigen mittellangen Wurzeln verwendet. Man erzieht die Letzteren in 0,4 m. tief umgrabenen Saatbeeten, in Breitrillen von 13 cm. Breite, 26 cm. Entfernung von Mitte zu Mitte, mit Verwendung von 0,8 Ivilogr. pro Ar. 2. Erziehung von Pflanz fielt teil in der Forstinspection Johannisburg, Reg.-Bez. Gumbinnen, dargestellt durch eine vom Forstmeister Guse verfasste Denkschrift und durch eine 4jährige verschulte Pflanzfichte. Zur Aufforstung der durch Nonnen- und Borkenkäferfrass entstandenen ausgedehnten Blossen im Reg.-Bez. Gumbinnen mit Fichten ist in neuerer Zeit fast ausschliesslich Pflanzung, und zwar überwiegend mit Büscheln, untergeordnet mit versehulten Einzelpflanzen, angewandt worden. Für die Pflanzenerziehung in der Oberförsterei Padrojen mit 2,650 Ilectaren Culturfläche hat sich folgende Praxis herausgebildet: a. Zur Erziehung von Büschelfichten. Die Saatbeete werden im Herbst 0,3 m. tief umgegraben, des schweren Bodens wegen in 1,3 m. breite Rückenbeete gelegt, im Frühjahr mit der Harke fein bearbeitet und in 25 cm. von Mitte zu Mitte entfernten, 8 cm. breiten Quer- 25 S^£^ rillen mit 1,2 Ivilogr. Fiehtensamen pro Ar besäet. Zur Anfertigung der Saatrillen wird auf schwerem Boden ein Rillenzieher mit 8 cm. breiten Zinken, auf Sandboden dagegen eine Rillenwalze angewendet, auf deren Mantel parallel zur Achse behufs Eindrückens der Saatrillen 8 cm. breite, 3 cm. starke Latten aufgenagelt sind. Bis zum Auflaufen des Samens bleiben die Saatbeete mit Fichtenreisig gedeckt, welches die anderwärts beobachteten Nachtheile in keiner Weise gezeigt hat. Nur im ersten und zweiten Jahre werden die Saatbeete mit Jätemesser und Ilaeke vom Unkraut gereinigt, gelockert und die Rillen leicht angehäufelt. Im dritten Jahre, welches dem Auspflanzen in das Freie unmittelbar vorhergeht, beschränkt man sieh darauf, das Unkraut zwischen den Fichten auszuschneiden. Nach vollendetem dritten Jahre haben die Pflanzen eine Länge bis zu 0,7 5 m. erreicht. In den Jahren 1868/72 sind auf diese Art in der Oberförsterei Padrojen 18,2 5 Ilect. Rillenkämpe angelegt. Die Kosten der Erziehung 3jähriger Biischelfichten haben bei einem Männer-Tagelohne von 10 Sgr., einem Frauen- Tageloline von 6,5 Sgr. und einein Samenpreise von 6 Sgr. pro Kil. betragen: .m Durchschnitt 1868/72: pro Ar ... 2 Thlr. 4 Sgr. 7 Pf. >> 100 Büschelfichten .3 Sgr. 3 Pf. Es sind gewonnen: pro Ar . . 1,896 Biischelfichten. 2 m. Aus 1 Ar sind bei 1,5 m. Reihenverband bepflanzt 0,5 7 Ilect. unter günstigen Verhältnissen: 2 Thlr. 7 Sgr. 1 Pf. 1 Sgr. 8 Pf. 4,105 Büschelfichten. 1,03 Heet. b. Zur Erziehung von Einzelfichten. Die in Saatbeeten erzogenen Fichten werden 2jährig in *21 ein. einem Reihenverbande von-versehult, verbleiben 15 cm. 2 Jahre in dem Pflanzbeete und verursachen einen Pflanzen- Erziehungs - Aufwand von 3 Sgr. 7,5 Pf. pro Hundert. Das Ar liefert 2,000 Stück Einzelfichten. Der geringere Erziehungs-Aufwand der Biischelfichten ist ein wesentlicher Grund, weshalb der Büschelpflanzung in der Forstinspeetion Johannisburg zur Zeit noch der Vorzug vor der Einzelpflanzung gegeben wird. 3. Die Benutzung der Ostpreussisehen Ochsenzogge als Waldpflug, dargestellt durch die Zogge und durch eine vom Oberförster Wohlfromm in Brödlauken verfasste Denkschrift. Die Zogge, ein sehr einfacher, in Ostpreussen üblicher Ackerpflug, besteht: WEM WWBOät Ifi 26 a. aus dem Zoggbaum mit Rüstern und Bügel, b. aus der daran unterseits befestigten Gabel mit zwei Armen, an denen Zoggeisen und Streicheisen befestigt sind, zur Vermehrung der Haltbarkeit mit dem Zogg- baum durch Ring und Kette verbunden, c. aus dem Joch mit Ring zur Befestigung am Zoggbaum. Mit Hülfe der Zogge sind in den drei Oberförstereien Borken, Rothebude, Heydtwalde, Reg.-Bez. Gumbinnen, 2,006 Hect. Nonnenfrassblössen in neuester Zeit auf folgende Weise mit Holz wieder angebaut. Zunächst fand zur Bewältigung des starken Unkrauts und Weichhölzerwuchses auf dem frischen lehmigen Boden ein dreijähriger Fruchtvorbau (Pachtbau) und zwar im ersten und zweiten Jahr auf Kartoffeln, im dritten Jahr auf Halmfrüchte statt, letzteres deshalb, weil erfahrungsmässig Nadelholz- saaten auf dem durch Kartoffelbau gelockerten Boden leicht missrathen. Der Boden wurde von den Pächtern mit Zurücklassung starker Stöcke etwa 25 cm. tief mit der Hacke bearbeitet und dann mit der Zogge in 6 furchige Rückenbeete gelegt, wobei die Kartoffeln hinter dem Pfluge in die Furchen eingebracht wurden. Zur Holzsaat (mit Fichten 7 Kilogr., Kiefern 2 Kilogr., Lärchen 1 Kilogr. yro Hect. Mischsaat) werden in dem Stoppelfelde mit der Zogge 0,6 m. breite, 0,15 m. tiefe Furchen mittelst dreier Gänge derartig her- f estellt, dass beim ersten Gange die Zogge eine 0,2 m. breite ’urche aufwirft, am Ende derselben wendet und mit Be- lassung eines 0,2 m. breiten Balkens im zweiten Gange wiederum eine Furche, deren Aufwurf nach der entgegengesetzten Seite ausgeworfen ist, zieht, endlich nach abermaliger Wendung im dritten Gange den zwischen der ersten und zweiten Furche stehen gebliebenen Balken in die erste Furchensohle hineinwirft. Die auf diese Weise hergestellten Furchenstreifen von 0,6 m. Breite werden mit Spaten ausgeschaufelt, glattgeharkt und breitwürfig in zwei Längsrillen besäet. Es kosten pro Hectar bei einem Tagelohn von 8 Sgr. für Männer und 6 Sgr. für Frauen: das Ausflügen der Saatstreifen in 1,6 m. Entfernung von Mitte zu Mitte.2 Thlr. — Sgr. das Ausschaufeln.1 » 14 » das Glattharken, Aussäen, Bedecken . — » 24 » Sa. 4 Thlr. 8 Sgr. Als Vortheile der Zogge werden gerühmt: die Herstellung einer gelockerten Furche, die, Leichtigkeit, über jedes Hinderniss hinweggehoben werden zu können, die durch den Jochzwang der Ochsen vermittelte Regelmässigkeit des Pflügens, oder die Herstellung von geraden und lockeren Furchen, selbst auf strengem Boden. Dazu kommt noch die Wohlfeilheit des Pfluges (5—7 Thlr.) und die Leichtigkeit der von jedem Bauer vorzunehmenden Reparatur. 27 Preussische Staatsforstverwaltung, Oberforstmeister Grumt au zu Stettin. (I). A. K. No. 225.) 1. Dünenbau in der Oberförsterei Grünhaus an der Ostsee, Prov. Pommern, dargestellt durch eine Denkschrift nebst Karte vom Oberforstmeister Gumtau und durch die D iinen - Cu 1 tur gerät he (Aushebespaten für Ballenkiefern, Löchermacher für Ballenkiefern, Ausheber für Haidekrautballen, Löchermacher für Uaidekrautballen, Pflanzentrage, Pflanzspaten). Nach den eingehenden historischen Erörterungen der Denkschrift wird der Grünhauser Dünen bereits 1348 gedacht. Dieselben haben durch rücksichtslose Entwaldungen, namentlich im dreissigjährigen Kriege, die gegenwärtige Ausdehnung von 10,5 Kilometer Länge, 0,7 5 bis 2 Kilometer Breite und von 980 Hectaren Flächeninhalt erlangt. Man unterscheidet Vor- oder Schutzdünen (die dein Strande zunächst gelegenen, demselben parallel laufenden, künstlich geförderten Dünenwälle von 40 — 80 m. Breite und möglichst gleicher Höhe und Böschung), ferner Binnendünen (die hinter deh Schutzdünen befindlichen Sandberge, Dünengründe, Sandebenen und Sandkehlen). Die Dünenberge zeigen nach der herrschenden Windrichtung (Nordwest) eine allmälige Abdachung, nach der entgegengesetzten südöstlichen Richtung einen steilen Abfall. Durch Bloss- welien und Forttreiben des Sandes entstehen vertiefte Stellen (Sandkehlen). Die Dünenwaldungen haben lediglich die Bedeutung von Schutz- Waldungen. Von einer rentablen Bewirthschaftung ist keine Rede. Die Einnahmen im Grünhauser Dünenreviere sind kaum nennens- Wertli (jährlich ca. 90 thlr. für Holz), die Cultur- und Schutzausgaben dagegen sehr beträchtlich. Nur die Binnendünen ressortiren von der Forstverwaltung, die Schutzdünen stehen dagegen unter der Polizeiverwaltung, eine künstliche Trennung dessen, was natürlich zusammengehört. Die gesammte Düneneultur bezweckt , indem vom Ertrage abgesehen wird, die hinter den Dünen liegenden Ländereien durch Auffangen und Bindung des Sandes in den Dünen gegen Verderben durch Ueberwehen zu schützen. Diesem Zwecke dienen drei Cultur- arten, die Strandrohrcultur, die Haidekrautpflanzung und der Kiefernanbau. Der Anbau von Strandgräsern (Strandroggen, Elymus arenarius, Strandhafer, Arundo arenaria) erfolgt sowohl auf den Vordünen, als auf den treibenden Stellen der Binnendünen durch Kastenpflanzung mit Büscheln. Man versteht darunter eine schachbrettförmige Pflanzung in dicht bepflanzten Reihen, welche Pflanzquadrate von 4 m. Seite bilden. Die Pflanzreihen sind der herrschenden Windrichtung (Nordwest) theils parallel, theils stehen sie senkrecht auf derselben. Die einzelnen Pflanzbüschel werden schräg eingesetzt, so dass die Stengel der herrschenden Windrichtung zugeneigt sind. Bei stark treibendem Sande werden auch die Felder des Quadratnetzes in 0,3—0,6 Meter Verband noch mit ein- 28 zelnen Grasbüscheln besetzt. Das Pflanzmaterial liefert der Strand. Die ausgehobenen Pflanzen sind sehr empfindlich gegen Austrocknen, daher sofort einzuschlagen. Etwaigem Pflanzenmangel wird durch Kämpe leicht abgeholfen. Man pflügt zu dem Ende die Aehren des Strandroggens Furche an Furche und Aehre an Aehre ein, während beim Strandhafer die Körner breitwiirfig gesäet werden. Im dritten Jahre kann dann das Auspflanzen erfolgen. Haidekrautpflanzungen sind seit etwa 20 Jahren zur Festlegung der Binnendünen mit gutem Erfolge auf den Dünenbergen ausgeführt. Es darf nur junges Haidekraut verwendet werden. Zu dem Zwecke werden alte Ilaidekrautpartieen in den Dünen gründen mit scharfer Hacke auf die Wurzel gesetzt und die Ausschläge nach drei Jahren ballenweise ausgehoben und verpflanzt. Zum Ausheben und Löchermachen dienen die beiden ausgestellten keilförmigen Spaten, zum Transport die ebenfalls ausgestellte Pflanzentrage. Beim Einpflanzen (in 0,6 m. Quadratverband) wird der beigebrachte Pflanzspaten zum Einfüttern verwendet. Zur Kiefernpflanzung wird in neuerer Zeit ausschliesslich Ballenpflanzung angewandt. Kiefernjährlings - Pflanzung hat sich durchaus nicht bewährt. Sie ist ungeachtet der erfolgten Eindeckung von Sand verschüttet, oder vertrocknet oder von Rüsselkäfern (Cur- culio geminatus, coryli, mieans, glaucus) zerstört. Zur Erziehung von Ballenkiefern werden in den frischen Dünengründen Saat-Kämpe angelegt, wobei der Boden flach (0,1 in. tief) umgehackt wird und durch Beimengung von Lehm, auch wohl durch Uebersaat von Heilsamen, eine grössere Bindigkeit erhält. Die Ballenkiefern werden 3- und 4jährig mit Hülfe des ausgestellten Hohlkeilspatens ausgehoben , auf den bereits erwähnten Pflanzentragen transportirt und auf den Culturstellen unter Beigabe von Füllerde mit Hülfe des Pflanzspatens in Löcher eingepflanzt, 'welche mit dem hohlkeilförmigen Löchermacher angefertigt sind. Unerlässlich ist es, sowohl Kiefern- als Haidekraut-Pflanzungen mit Kiefernbusch, Haidekraut oder Ginster unmittelbar nach der Pflanzung zu decken, indem sonst die Pflanzen unfehlbar ausgeweht werden. Die Culturkosten haben betragen pro 100 Haidekrautpflanzen 4 Sgr. G Pf., pro 100 Ballenkiefern 22 1 / 2 Sgr. Für das Decken sind pro Hectar ohne Anrechnung des Materials durchschnittlich 52 Thlr. verausgabt. An Cultur- und Bestandsverderbern haben sich in den Dünen ausser den bereits erwähnten grauen Rüsselkäfern, die ausschliesslich den Kiefernjährlingen schädlich werden, die Blattwespen (Ten- thredo pini, campestris, pallida, rufa) und die Kiefern - Gailmotte (Tortrix resinana) gefährlich gezeigt. 2. Der Gene’scheDoppelpflug zurBodenbearbeitung in Buchenschlägen, nebst Denkschrift vom Oberförster-Can- didaten Heise. Der 1809 vom Oberförster Gene zu Mühlenbeck, Reg.-Bez. Stettin, construirte doppelschaarige Pflug, ganz von Eisen, dient zur Bodenbearbeitung in Buchensamenschlägen auf ziemlich ebenem, nicht zu sehr mit Steinen und Wurzeln durchsetztem Boden 29 ohne starke Laublagen. Derselbe wiegt 90 bis 100 Pfd., kostet 30 Tlilr., ist mit 2 Pferden bespannt und wird von 2 Leuten bedient. Man arbeitet mit dem Pflug, je nach Umständen, vor und narb dem Abfall der Buckeln. Der Burhenaufsohlag erfolgt sowohl in den Furchen, als in der seitlich von denselben aufgeworfenen Erde. Unter gewöhnlichen Verhältnissen ist zur Bodenverwundung von einem Hectar mit dem Pflug Gespanntag nöthig. Eine ausführliche Beschreibung befindet sich im Bd. V. der Zeitschrift für Forst- und Jagdwesen. Preussisclie Staatsforstverwaltung. Forstmeister B an d o zu Cliorin. (D. A. K. No. 226.) 1. Cul tu r g e r ä t h e für Kiefernanbau in der Mark Brandenburg, nämlich: a. Der Iliidersdorfer Waldpflug, eonstruirt vom Oberförster Stahl zu Rüdersdorf, ein Balkenpflug (Anspannung am Pflugbalken) mit zwei Streichbrettern, sehr geeignet auf ebenen Flächen. Kosten des Pflügens bei 1,2 m. Entfernung der Furchen von Mitte zu Milte unter mittleren Verhältnissen 2 Gespanntage pro Hectar. b. Der von Alemann’sche Üntergrundpflug, ein Stelzpflug zum Lockern der Furchen (Wühlpflug) für Eicheln und Bueheln- saaten, sowie für Kiefernjährlingspflanzen (Kosten des Pflügens 1 Gespanntag pro Hectar). c. Der Eckert’sche Waldpflug, ein Karrenpflug, ganz von Eisen, mit zwei stark geschwungenen Streichbrettern, der sicheren Führung wegen auch auf hügeligem Terrain verwendbar. Kosten wie ad a. d. Der Eckert’sche Untergrundpflug (Meisseipflug), ein Wühlpflug zum Lockern der Pflugfurchen, ganz von Eisen. Kosten wie ad b. e. Handsäemasehine für Kiefernfurchensaaten (Saatflinte), bei ausgedehnter Anwendung bewährt gefunden, beschrieben in der Zeitschrift für Forst- und Jagdwesen, Bd. 1. Ein geübter Säemann säet in einem Tage 3 — 4 Hectaren. f. Märkischer Grabespaten, ein hölzerner, an dem leicht gekrümmten Blatte mit Eisen beschlagener Spaten, geeignet für Sandboden, angewendet zur Anfertigung von Rajol- löchern bei Kiefernjährlingspflanzen und zum Umgraben von Kiefernsaatbeeten. g. K1 e m m s p a teil, Ilolzspaten , mit eisenbesehlagenem, gradem Blatte, zum Einpflanzen von Kiefernjährlingen. li. Zwei Pflanzhölzer für Kiefernjährliiigs-Klenunpflanzung auf gelockertem Boden. 2. P flau z enerz ieliu ngs - G erä t he: a. Schatten schirme. In dem zur Forst-Akademie Neustadt- Eberswalde gehörigen Clioriner Forstgarten (s. No. 220. 5) 30 sind in neuerer Zeit behufs Verschulung empfindlicher und werthvoller Pflanzen , sowie zur sicheren Erziehung von Stecklingspflanzen Schattenschinne angewandt, deren Einrichtung das Modell versinnlicht. Die Schirme bestehen aus Stangen, welche so nebeneinander genagelt werden, dass zwischen den Stangen die Hälfte der Fläche für den Lichteinfall offen bleibt. Man unterscheidet Seitenschirme (befestigte Schirme an den Südseiten), und Deckschirme (bewegliche, zum Hcrunterlassen eingerichtete Schirme oberhalb der Beete). Die Deckschinne gewähren Schutz gegen Sonne, Platzregen; sie werden heruntergelassen, wenn das Abreifen der Pflanzen befördert -werden soll. b. Keimkästen. Die in den Forstgärten in Chorin und Neustadt-Ew. ebenfalls mit gutem Erfolge angewendeten Keimkästen, welche das Modell darstellt, dienen zur sicheren Erziehung von theuren und empfindlichen Pflanzen. Sie bestehen aus dem in der Erde befindlichen, aus Ziegelsteinen aufgeführten Kasten, dessen Boden hochkantig aus Ziegeln ohne Mörtel zum Schutz gegen Engerlinge hergestellt wird, der zur Saat mit präparirter Erde gefüllt wird und zum Schutze gegen Yögelfrass oben mit einem Drahtgitter gedeckt ist, ferner aus einem beweglichen Schutzschirme von Rohr, welcher zum Schutz gegen Sonne an der Südseite, aufrecht stehend, angebracht ist, gegen Platzregen halb und gegen Nachtfröste ganz niedergelassen werden kann. Eine ausführliche Beschreibung enthält die Zeitschrift für Forst- und Jagdwesen Bd. 1. c. Saatrillen walze, eine Handwalze mit 2 cm. hoch hervorstehenden, eisenbeschlagenen Reifen zuin Eindrücken der Saatrillen für Kiefern - Jährlingskämpe auf rajoltem Boden, neuerer Zeit im Choriner Forstgarten angewendet. Preussisclie Staatsforstverwaltimg. Forstmeister Bando zu C-liorin. (D. A. K. No. 22G.) Vertilgung der grossen Kiefernraupe durch Theer- ringe, dargestellt durch ein Stück getheerter Kiefernrinde mit abgefangenen Raupen, durch vier Sorten von Theermitteln (polnischer, schwedischer Holztheer und zwei Proben Raupen 1 eim von Mütze 11 in Stettin), durch eine Schmierbürste zum Aufträgen des Theers, sowie durch eine Tafel mit Erläuterungen. Bei den im letzten Jahrzehnte in Preussen eingetretenen grossartigen Verheerungen durch den Kiefernspinner hat sich das Raupen- sanuneln im Winterlager als völlig unzulänglich, dagegen das zuerst vom Oberförster Lange in Glücksburg angewandte und weiter ausgebildete Theeren als sehr wirksam erwiesen. Dasselbe ist in grösster Ausdehnung mit einem Ivostenaufwande von mehreren Hunderttausend Thalern in Preussen angewandt worden. Die Stämme in Qi. 2L- A. * ^».f---»'r ».-, i-»Kia»fc-Tftaan>- »aMBg- 31 den zu schützenden Beständen werden im Winter bei Brusthöhe auf 15—20 cm. Breite mit dem Schnitzmesser von der abgestorbenen Borke befreit (geröthet) und beim ersten Aufbaumen der Raupen im Frühjahr mittelst der Schmierbürste mit einem Theerstricli versehen, der nach erfolgter Abtrocknung erneuert w T ird. Eines dritten Striches bedarf es in der Regel nicht. Holz alter. Pie Kosten betragen 40—60 60—80 | über 80 Jahre pro Hectar: Tage. Theer- verbrauch. Liter. Tage. Theer- ! verbrauch. Liter. Tage. Theer- verbrauch. Liter. Für das Anröthen .... 3—8 — 31-51 _ 21-61 _ Für den ersten Theeistrich Für den zweiten Theer- 3—7 20—40 4—5 24—32 21-5 18—30 strich. 2-4 12—20 2-31 14—20 11-31 6-16 Preussische Staatsforstverwaltung. Akademie - Director Oberforstmeister Danckelmann. (D. A. K. No. 227.) Erziehung von Kiefernjährlingen, dargestellt a. durch ein Saatbrett, b. durch 3 Tafeln mit Kiefernjährlingen, die mit dem verbesserten Nürnberger Saatbrett, dem Ludwig’schen Handsäer und dem Frömbli ng’schen Rillendrückcr erzogen sind, c. durch eine Beschreibung der Erziehungsart. Zur Erziehung von Kiefernjährlingen in dem Neustädter Forstgarten, welche in ausgedehntester Weise für den Verkauf betrieben wird, hat sich in den letzten Jahren die Anwendung des Nürnberger öaatbrettes am besten bewährt, welche deshalb die Regel bildet. Auf der Unterseite des Brettes sind 4 Paar dreikantige Längsleisten v °n hartem Holze (jede 3 cm. an der Basis breit, 2,5 cm. hoch) angebracht. Durch das Eindrücken des Saatbrettes mittelst Antretens a uf 0,4 m. tief rajoltem Boden entstehen Doppelrillen mit zwischenstehendem Kamm. Gesäet (3,5 Pfund pro Ar) wird mit dem Säehorn. Der Same fällt zweizeilig in die Rillen. Die Saatbeete werden bis zur Keimung gegen Ueberwehen mit Sand durch Schutzschinne, gegen Vögel durch Netze oder Hüten geschützt und 2—3 Mal stets frühzeitig gereinigt. Die Erziehungskosten betragen pro Mille, einschliesslich aller Kosten, bei einem Männertaglohn von 15 und einem h rauentaglohn von 8 Sgr., 5 Sgr., pro 100 St. 0 Pf., pro Ar 8 Tlilr. Der durchschnittliche Ertrag pro Ar Gesannntfläche, einschliesslich der 32 Steife, beträgt 48,CHX* Stück. Das Verfahren ist in der Zeitschrift für Forst- und Jagdwesen Bd. V. Seite 65 beschrieben. Des Vergleiches wegen sind die nach Frömblings Methode init der Saatlatte (Bd. 3. Seite 429 der Zeitschrift für Forst- und Jagdwesen), sowie die nach Ludwigs Methode mit dem Ilandsäer (beschrieben Grunert, Forstliche Blätter, lieft 16) erzogenen Kiefern mit ausgestellt. Preussisclie Staatsfors(Verwaltung. Oberförster K ü c k e r t zu Sclikeuditz, Keg.-Bez. Merseburg. (D. A. K. No. 228.) 1. Erziehung von Eichenheistern in Pflanzbeeten, dargestellt durch drei E i c h e n h e i s t e r im Alter von 5, 6, 7 Jahren, erläutert durch eine Denkschrift. Die Erziehung der Eichenheister dient zur Ergänzung des Oberholzes in den auf dem fruchtbaren Auboden der Saale gelegenen Mittelwaldungen der Oberförsterei Schkeuditz. Dieselbe wird in ständigen Kämpen mit Schlickdüngung bis zu 12 ein. Stärke bewirkt. Die Eichensämlinge werden zweijährig verschult, an den Wurzeln auf 25 cm. Länge gestutzt und in 0,6 m. Quadratverband mit dem Pflanzholze (Kohlpflanzer) eingesetzt. Ein zweites Verschulen findet nicht statt. Der Beschnitt beginnt nach Entwickelung des Ilöhen- wuchses im dritten oder vierten Jahre nach dem Verschulen, beseitigt Schaftkrümmen und Zwieselbildungen und bezweckt die all- mälige Heranbildung eines stufigen Heisters. Zur Zurückhaltung des Graswuchses, sowie zur Erhaltung der Bodenfrische und Bodenlockerheit bei trockenem Wetter wird nach dem Verschulen eine 0,3 m. hohe Laubschicht aufgebracht und nach eingetretener Verwesung mehrmals erneuert. Im Alter von 6 — 7 Jahren findet das Auspflanzen der Heister in die Bestände statt. Dieselben haben alsdann eine untere Stammstärke bis zu 5 cm. und eine Höhe bis zu 4 m. erlangt. Die Erziehungskosten pro Heister belaufen sich auf einen Silbergroscheii. 2. Erziehung von Eichenhorsten durch Saat mit Fruchtbau zur Nachzucht des Oberholzes im Mittelwalde, dargestellt durch drei Eich enpfl anzen von 4, 9, 13 Jahren, erläutert durch eine Denkschrift. Früher war zur Nachzucht des Oberholzes im Mittelwalde der Oberförsterei Schkeuditz die Pflanzung von Eichenheistern üblich. Von derselben wird gegenwärtig nur noch Gebrauch gemacht, soweit es sich um kleinere Gruppen handelt, dabei aber unter Verwendung des nach der Methode ad a. erzogenen Pflanzenmaterials darauf gehalten, dass mindestens 12 Eichenheister in 2 in. Quadratverband gruppenweise vereinigt werden. Auf grösseren Oberholzlücken von 5 bis 25 Ar hat der Oberförster Rückert mit recht gutem Erfolge die Oberholznachzucht durch Eichensaat in Verbindung mit Fruchtbau eingeführt, welcher auf dem äusserst fruchtbaren Auboden ohne Benachtheiligung der Bodenkraft ■ &3 durch gründliche Bodenlockerung und Zerstörung des Graswuchses äusserst vortheilhaft wirkt. Die Flächen werden von Ober- und Unterholzstöcken gerodet, spatentief umgegraben, in 2 m. Entfernung mit Eicheln in Doppelrillen (0,3 in., 8 Scheffel pro Hectar) besäet. Zwischen den Eichenstreifen findet bis zum eintretenden Schlüsse, der bereits im 4. bis 5. Jahre erfolgt, Fruchtbau (Rüben, Kartoffeln, Bohnen, Kohl) statt. Der Wuchs ist so lebhaft, dass bereits im fi. bis 7. Jahre die erste, im 12. Jahre die zweite Durchforstung nöthig wird. Von den ausgestellten Pflanzen hat die vierjährige eine Länge von 2,2 m., neunjährige » » » 5,8 in., dreizehnjährige » » » (3,5 m. Der Fruchtbau geschieht durch kleine Leute, welche als Gegenleistung die Rodung, das Umgraben, die Saat und die Reinhaltung von Unkraut zu bewirken haben. Preussisclie Staatsforstverwaltung. Finanzclirection zu Hannover. (D. A. K. Ko. 229.) L Forstliche Culturgeräthe zur Bestandsbegründung : a. Culturhaeke von Bark hausen zur Bodenbearbeitung in Bucheiisehlägen, bei Kampanlagcn etc. b. Book’sehe Doppel hacke zum Einstufen von Eicheln und Buchein. c. Sollinger Rodeeisen zum Ausheben von Heistern. Seit mehr als 100 Jahren im Solling gebraucht. Zwei mit Rodeeisen versehene Arbeiter durchstossen mit schräg nach der Pfahlwurzel gerichteten Stössen ringsum die Wurzeln und heben dann, indem sie die Rodeeisen einander gegenüber tief einstossen, durch gleichzeitiges Niederdrücken der Spatenstiele den Heister in die Höhe, ein dritter Arbeiter hebt darauf den Heister völlig aus. Drei Arbeiter roden in einem Tage 150—180 Heister. Das schädliche Biegen und Reissen der Pflanzen wird bei dieser Aushebemethoae vermieden. d. Keilspaten zur Klemmpflanzung von Kiefernjährlingen in gelockertem und ungelockertem Boden. e. Vo r stech ei s en zum Vorstechen der Löcher für Weidenstecklinge und zum Befestigen derselben in der Erde durch abermaliges Einstechen und Andrücken. f. Pflanzenstecher (Aushebespaten). g. Pflanzhacke zum Löcherhacken bei Fichtenpflanzungen am Harz. h. Pflanz kette vom Harz. i. S chnitt schaufei zur Anfertigung von Gräben auf schwerem Boden. Preis 1 Thlr. 20 Sgr. Die nach oben vermehrte Stärke des Spatenblattes bricht die Erde leicht ab, und die Höhlung des Blattes verhindert beim Werfen der platten Erde deren Abrutschen. 3 34 2. Aestu 11 gsgerät he iin Harz: a. Aestungssäge von Duckstein. b. Baummcissel nebst Schlegel zum Abstossen von Aesten und Wipfeln bei Läuterungshieben und Durchforstungen. 3. P fla nz en e r z i e h u n g sg e r ä t h e. a. Steckbrett mit 10 cm. langen, 15 cm. von einander fent- fernten Steckzapfen zur Ausführung von Eiehelstecksaaten in Saatbeeten. b. Jäteschaufel zur Kampreinigung durch Abschuppen auf Sandboden. e. Jätehacke (Drahthacke) mit 6—10 cm. langen, 0,07 m. starken, 2,5 cm. von einander entfernten Zinken zur Kampreinigung und Bodenlockerung auf schwerem Boden. Preussisclie Staatsforstverwaltung. Oberförster Witte zu Gross - Scliönebeek. (I). A. lv. No. 230.) Engerlingseisen zur Vertilgung von Larven von Maikäfern in Saat und Pflanzkämpen. Grosslierzoglicli Hessische Doinainen- und Forst- Direction. (D. A. K. No. 231.) Waldfeldbau im Gross her zogt hum Hessen.*) Dargestellt durch: a. ein den Waldfeldbau für Eichen und Kiefern veranschaulichendes Bild (H. A. B. 57), b. Bodenproben (II. A. B. 52—56), c. Kiefernjährlinge als Culturmaterial (H. A. B. 47), d. Pflanzkeil für Kiefernjährlings-Pflanzung (H. A. B. 15), e. 7 Stammscheiben und 16 Musterstämme von Eichen und Kiefern im Alter von 4—61 Jahren auf Waldfeldbauflächen (II. A. B. 24-46), f. 2 Eiehenkoller-Büsche aus natürlicher Verjüngung als Gegenstück, 25jährig (H. A. B. 48), g. Stroh-, Korn-- und Kartoffelproben (II. A. B. 49—51). Die Ileimath des Waldfeldbau-Betriebes ist die Grossherzoglich Hessische Oberforst crei Viernheim in der Rheinebene, wo seit dem Jahre 1810 die Wiederaufforstung der abgetriebenen Waldflächen mit Hülfe des landwirthschaftlichen Fruchtbaues bewirkt worden ist. Der Boden ist ein frischer Sandboden mit flachstehendem Grundwasser (sog. schwitzender Sandboden), ausgezeichnet durch starken *) Die forstliche Ausstellung des Grossherzogthums Hessen ist in einem in mehreren Hundert Kxemplaren gedruckten Spezialbericht, ausführlich beschrieben. Auf die Nummern des Hessischen Ausstcllungsberiehtes (H. A. B.), welche auch auf den Ausstellungsobjecten angebracht sind, ist in diesem Bericht überall hingewiesen. 35 Graswuchs und durch häufige Spätfröste in Folge der Verdunstungskälte. Von 1810 —1842 fand ein ein- oder mehrjähriger landwirtschaftlicher Vorbau statt, welchem der Holzanbau folgte (sog. Röderbetrieb). Seitdem ist der Waldfeldbau mit landwirtschaftlichem Zwischenbau üblich, bei welchem Anfangs die Flächen zum Fruchtbau verpachtet lvurden (Pachtbau), während gegenwärtig der landwirtschaftliche Fruchtbau ganz für Rechnung der Forstverwaltung erfolgt (Selbstbau). Zum Holzanbau werden Eichen oder Kiefern gewählt. Die Bodenbearbeitung geschieht durch Umhacken (Rajolen) auf 0,35 m. Tiefe. Der Eichen- oder Kiefernanbau erfolgt in 1,2 5 m. entfernten Reihen durch Saat oder Pflanzung. Beim Eichenanbau werden zwischen den Reihen im 1. Jahrgang Kartoffeln (je eine Reihe), hn 2. Jahrgang Winterroggen, im 8. Jahrgang Kartoffeln, im 4. Jahrgang wiederum Winterroggen gebaut. Bei dem Kiefernanbau auf dem minder kräftigen Boden folgt dem zweimaligen Kartoffelanbau zwischen den Kiefernreihen eine einmalige Ernte von Winterroggen. Mit dem Behacken der Kartoffeln wird zugleich die Reinhaltung der Holzreihen von Unkraut verbunden. Von 1810 —1871 sind in der Oberförsterei Viernheim 1,420 Hectare mittelst Waldfeldbau in Cultur gebracht. Dieselben haben durch den landwirthschaftlichen Fruchtbau nach Abzug aller landwirtschaftlichen und forstlichen Culturkosten einen durchschnittlichen Reinertrag von 37 Gulden 3 Kreuzer pro Hect. geliefert. Das Holzwachsthum auf den Waldfeldbauflächen ist durch die ausgestellten Eichen- und Kiefern-Staminscheiben und Musterstücke ycranschaulicht. Wie sich die Wachsthums- und Massenverhältnisse 111 ganzen Beständen darstellen, ist durch die in dem Hessischen A.usstellungsbericht pag. 16 und 17 mitgetheilten Ergebnisse von Massencrmittelungen dargelegt. Die ausgestellten Bodenproben und Ntannnscheiben beziehen sich auf die untersuchten Bestände. Der Höhen- und Massenzuwachs, die besten Bonitätsmesser, haben nach den erwähnten Mittheilungen sich folgendermassen herausgestellt: Holzart. Alter. Jährlicher Höhen- Durcli- sehnitts- Zuwachs. Meter. I Jährlicher Massen-Durchschnitts-Zuwachs 1 am Hauptbestand. von Zwischennutzungen. im Ganzen. Festmeter. Eichen 61 0,37 | 7,90 2,08 9,98 » 33 ! 0,35 1 7,12 0,43 7,55 Kiefer 34 0,41 11,76 3,41 15,17 » 14 : 0,45 9.39 1,24 10,63 * 13 0,3G 7,5g 3,39 10,95 36 Grossherzoglich Badische Domainen - Direction zu Karlsruhe. (D. A. K. No. 232.) Baumästung im Sch war zw aide. Dargestellt durch: a. 2 Aestungssägen, eine aus dem Murgthale mit Holzgrill’ und Stellschraube, gefertigt vom Büchsenmacher Kugel in Gernsbach (Preis 3 Gulden 24 Krz.), und eine aus dem Kinzigthale mit Eisengriff ohne Stellschraube, gefertigt vom Schmiedemeister Kallenbach in Kippoldsau (Preis 1 Gulden 30 Krz.). Die Rippoldsauer Säge wird von den Arbeitern vorgezogen, weil sie sicherer und fester gehalten werden kann. b. Durch Längs- und Querschnitte von Fichten und Weisstannen, die a. nicht geästet, b. vor 29 bis 10 Jahren mit dem Beil, c. vor 13 bis 10 Jahren mit der Säge geästet sind. c. Durch eine Erläuterung über das Aulasten. Die Baumästung ist im Schwarzwalde bei Fichten und Weisstannen seit mehr als 50 Jahren üblich. Die ausgestellten Holzscheiben thuen dar, dass sowohl bei Fichte, als bei Weisstanne selbst bei Wundflächen bis zu 0 Centimeter Durchmesser eine vollständige Ueberwallung ohne Fäulniss, aber allerdings auch ohne eine innige Verbindung der Ueberwallungsschichten mit dem Astholze erfolgt, sofern die Aeste glatt und dicht am Stamme mit der Säge abgenommen werden. Beilästung dagegen hinterlässt in der Regel Faulstellen. Ein bemerkbarer Unterschied in der Ueberwallung bei Fichten und Weisstannen tritt nicht hervor. Johann Buck in Sigmaringen. (D. A. K. No. 232 a.) Pflanzenerziehungsgeräthe für Pflanzbeete: a. Rillenpflug (5 Thlr.), Handpflug zum Ziehen der Furchen für Yerschulen der Setzlinge; b. Reihen egge (5 Thlr.), Handegge zur Reinigung und Lockerung zwischen den Pflanzenreihen; c. Felgepflug (5 Thlr.), Handpflug zu gleichem Zweck; d. Häufelpflug (5 Thlr.), Handpflug mit zwei Streichbrettern zum Anhäufeln der Saatrillen. Die Geräthe ad b. c. d. sind von 12 bis 25 Centimeter verstellbar. e. Zwei Jäteharken mit 3 und 4 Zinken zum Jäten und Lockern, ä 1 Thlr.; f. zwei Rechenhacken (1 Thlr.) zu gleichem Zwecke. 37 Collectiv-Ausstellung von Eisass-Lothringen. (D. A. K. No. 233.) 1. Lebende Pflanzen der wichtigsten Holzarten in Eisass- Lothringen. 2. Forstliche C ulturge r ätlie von Eisass - Lothringen. Spiralbohrer, Rodehacke (mit schmalem Blatte), Halbbreite Hacke xnid Breithacke, Keilspaten für Kiefernjährlingspflanzung, Wiesenbeil für Grabenanlagen, Spitzhacke. III. C>i 1*111» 1>C Werbung und Transport der forstlichen Haupt- producte. Preussisclie Staatsforstverwaltung. Finanzdirection zu Hannover. (D. A. K. No. 284.) Geräthe zur Weidengewinnung in d e n W i 1 li e 1 m s - b u r g e r E1 b w e i d e n h e g e r n bei Harburg: a. Busclnnesser (Buschkniep), zum Abschneiden der Korbruthen und Bandstöcke vom Stamme (24 Sgr.), b. Schnatelmesser, zum Ausästen der geschnittenen Bandstöcke. Der daran befindliche kleine Haken erleichtert das- Aufhehmen der Bandstöcke. (Preis 20 Sgr.) Preussisclie Staatsforstverwaltung. Forstmeister Erytliropel zu Clausthal. (I). A. K. No. 285.) 1. Ho 1 zwerbungsgeräthe aus dem Hannoverschen Harz: Waldsäge (Bogensäge von Stahl), Spaltaxt, Fällaxt, Stockrodehacke, Wasenbindebeil, Wasenbindemesser, Reisshaken, 4 Holzkeile, Meterstab. 2. W a 1 d w e g e b a u g e r ä t h e: Fümmel (eiserner Keil), Fünnnelfäustel (Hammer dazu); Brechstange, Bohrer mit Schiesszeug, Spitzhammer, Kratze* Schlemmkratze, eiserner Trog, Holztrog, Rodehaue, Schneeschaufel, Bohrfäustel, Steinfäustel. 3. Holztranspo rtgeräthe: Wendehaken, Zweiräderkarren (Modell, '/s der natürl. Grösse), Handschlitten (Modell, '/, der natürl. Grösse), Blochschlitten (Modell, '/s der natürl. Grösse). 1 39 Preussisclie Staatsforstverwaltung. Oberforstmeister Grunert zu Trier. (D. A. K. No. 236.) Trierer Lohschlitzer, ganz von Eisen mit Lolilöffel an der einen und mit Vorreisser auf der anderen Seite des Griffs. Preussisclie Staatsforstverwaltung. Oberforstmeister Polch zu Aachen. (D. A. K. No. 237.) a. Lohschlitzer, eiserner Lohlöffel mit Ilolzgriff. b. 2 Hippen. Preussisclie Staatsforstverwaltung zu Wiesbaden. (D. A. K. No. 238.) Modell des Le Maitre’schen Dampfentrindungs- Apparates. In dem Wisperthale, Oberförsterei Lorch, Provinz Nassau, werden seit einigen Jahren auf Veranlassung der Regierung zu Wiesbaden Dainpfsehälversuchc nach dem Le Maitre’schen System angestellt. Den vom Forstmeister W’ohmann construirten Dampfsclml- kasten stellt das Modell dar. Die Ergebnisse der Dampfentrindungsversuche sind unter No. 246 ausgestellt und beschrieben. Cirosslierzoglich Hessische Oberforst- und Domainen- Direction zu Darmstadt. (I). A. K. No. 239.) 1. Holzhauerwerkzeuge: a. Die Nassäuische Baumrodemaschine nebst Zeichnung und Gebrauchsanweisung, bestehend aus Zwickbrett, Drückstange, eisernem Nagel und zwei Brechstangen, auch unter dem Namen der Wohmannschen Stockrodemaschine bekannt. (II. A. B.*) No. 7.) b. Ein grosses und ein kleines Eberbacher Beil. (H. A. B. No. 8. 9.) 2. Geräthe zur Gewinnung von Eichenrinde: Klopfbeil (H. A. B. No. 10—14), Lohschlitzer (Schinder), Klopfstock, Rindenbock zum Binden der Rinde, Modell eines Rindenbocks zum Trocknen der Rinde. *) Hessischer Ausstellungsbericht. Üaiüii 40 Grosslierzoglicli Badische Domainendirection zu Karlsruhe. (I). A. K. No. 240.) Hol zwerbung, Holzbringung und Rindenwerbung im Badischen Soliw arzw a 1 de. 1. Gerätlie für Werbung und Zurichtung des Holzes: a. S c h r o t a x t, nebst Modell (2 fl. 20 kr.) b. Rauinbeil zum Entästen, nebst Modell (2 fl. ‘10 kr.) c. Ladbeil zum Rauhbeschlagen der Stämme, nebst Modell (3 fl. 24 kr.) d. Breitaxt zum Feinbeschlagen der Stämme, nebst Modell (5 fl. 12 kr.) e. Krebse (Fusseisen), vom Holzhauer unter die Fasse geschnallt, um beim Beschlagen auf den Stämmen festzustehen. f. Schnur (Zwäcke), zum Ausspannen beim Beschlagen der Stämme. g. Wendehaken (2 fl. 24 kr.) zum Wenden der Stämme. h. Krempen, nebst Modell (3 fl. 12 kr.) zu demselben Zwecke und zur Fortbewegung der Stämme. i. Ein Paar Steigeisen (3 fl.). Sämmtliche Geräthe von a. bis i. sind von dem Schmiedemeister Kaltenbach angefertigt. Die beste Fällungszeit im Badischen Schwarzwald ist von Mitte März bis Mitte Mai, weil alsdann das Holz rasch trocknet und ungewöhnlich leicht wird. Die Stämme werden nach der Richtung gefällt, nach welcher sie weggebracht werden sollen. Für den Transport werden die Stämme zugespitzt (geschwänzt). 2. Holztransport im Walde, dargestellt durch a. ein die Zurichtung und Bringung des Langholzes veranschaulichendes Modell, nebst allem Zubehör, b. einen Seilhaken (2 fl. 24 kr.), e. einen Hängring (2 fl. 36 kr.), d. ein Kammeisen (1 fl. 12 kr.), e. ein Ringeisen (30 kr.), f. das Modell eines Rippoldsauer 'B r e nnho lzsehl i tt en s, nebst Zubehör (Sperrringe, Bündelkette, Kette zum Kratzen) und Schlittweg, g. M itthei 1 ungen über den Langholz-Transport im Schwarzwalde. Das zugerichtete Stammholz bleibt bis Ende September im Walde liegen. Alsdann beginnt das Räumen, d. h. der Transport an die Leitwege und Riesen mittelst Seilens an Berghängen und mittelst Ziehens unter Anwendung des Krempens in ebenen Lagen auf kurze Entfernungen, endlich mittelst Zugviehs in ebenen Lagen auf grössere Strecken. Zum Seilen werden 30—36 m. lange, 3—5 cm. starke Seile gebraucht. Dieselben werden an den Stammenden durch Eintreiben der Seilhaken (b) befestigt. Dig Stämme werden an den um nahe- ZX- a ^r-&Ä.‘.*;njS£fc*-/*i- ; 1 41 stehende Bäume oder Stöcke geschlungenen Seilen den Berg herabgelassen. Beim Transport durch Krempen oder mit Zugvieh in mehr ebenen Lagen werden halbrunde geschälte Späher untergelegt und für den Transport angefeuchtet erhalten. Die Leitvvege sind schmale, in zwei Meter Entfernung mit halbrunden, geschälten buchenen und weisstannenen Spähern belegte Wege, auf denen die Stämme geschleift, und die Brennhölzer geschlittet werden. Zum Schleifen über die Späherbahn dienen Lottscheit mit Pferdeanspannung, oder Lottbaum mit Hornviehanspannung (s. deren Modelle an dem Hauptmodelle a.). An demselben werden die Stämme mit Bingeisen (e.) zum Einhängen mehrerer kleinerer Stämme, oder mit dem Kammeisen (d.) zum Schleifen einzelner starker Stämme befestigt. Die Riesen mit verschiedenen Constructionen sind auf dem Hauptmodell veranschaulicht. Bei 8 — 10 Procent Gefall kann nur mit Schneebahn bei strenger Kälte, wobei die Riesbahn mit Wasser begossen wird, geriest werden. Bei 10—18 Procent Gefäll wird ohne Schneebahn, aber auf untergelegten genässten Spähern geriest. Bei grösserem Gefall sind auch Späher entbehrlich. Bei einer Rieslänge von 1,800 — 2,400 m. können täglich 100—800 Stämme geriest werden. 3. Langholzflösse im Schwarzwalde: a. Modell eines Lang holzfloss es nebst Zubehör. b. F1 o s s g e r ä t h e: Flossbohrer für geringes Baumholz (3 fl.), dessjl. für starkes Baumholz (G fl. 12 kr.), Bottenhorn zum Eindrehen der Flosswieden (30 kr.). c. Modell eines Flossweihers von Holz nebst Zubehör. d. Modell eines Floss weihers von Stein nebst Zubehör. e. Modell eines daran sich anschliessenden Flossbaches. f. Mittheilungen über den Flössereibetrieb. Die Flösserei, auf welche sich die Ausstellungsobjecte beziehen, findet statt auf Wolfach und Kinzig, von Rippoldsau bis Kehl. Das Floss ist vorn mir 1 m. breit und enthält dort nur geringe Stämme, verbreitert sich in der Mitte, wo stärkere Stämme (Messhölzer) liegen, auf 3,6 — 4,8 m. und verschmälert sich am hinteren Theile mit den stärksten Stämmen (Holländern) wieder auf 2,4 bis 3,6 m. Das Floss besteht aus 30—50 Gesteren von je G—20 Stämmen, deren erstes der Vorplatz, deren zweites die Henkel genannt wird. An der Spitze des Yorplätzes ist die Vorschaufel befestigt, welche beim Herabfallen des Flosses das Einbohren in den Grund verhindert. Zur Verzögerung des Ganges an gefährlichen Stellen dienen die Sperren, gewöhnlich drei auf einem Flosse, welche aus Stüminel, Sperrsteg, Einbindeholz, Abschlagholz, Sperrbeil und Sperrring bestehen. Durch die Reibung des Sperrstümmels auf dem Grunde des Wassers wird das Floss in seinem Laufe zurückgehalten. i 42 Ein Wolfach-Floss enthält 500—1,200 Stämme mit 540—600 Festm. Bei dem starken Gefäll des Wolfachbaches (8—10 Procent) hat das Floss einen viel rascheren Lauf, als das Wasser. Es ist daher i nothwendig, dem aus den Flossweihern herausgelassenen Wasser einen Vorsprung von 3 / 4 bis 1 Stunde zu geben, bevor das Floss abgelassen wird. I Die Bringungskosten von Rippoldsau bis Kehl (16—18 Wege- ) stunden) betragen für einen Festm. 1 fl. 39 kr. 4. Rin den werbu ng im Schwarzwalde: a. Lohlöffel. b. Haumesser (Heppe). Kaiserlicher Forstmeister Wohinann zu Metz. (D. A. K. No. 242.) L o h r i n d e - G e w i n n u n g s g e r ä t h e. a. Am Rhein: Rheingauer Lohheppe zur Abnahme des ersten Rindenstreifens beim Schälen und zum Aufputzen der Lohstange, Scheide mit Riemen zum Tragen des Lohlöflel und der Heppe, alter Rheingauer Lohlöflel, zwei Wohman n’sche Lohlöffel (verbesserter Rheingauer) für stärkeres und schwächeres Holz, Lohlöffel von Sanct Goarshausen, Lohrisser von Geisenheim, Rheingauer Lohschlitz er, Wohin ann ’ scher L ohsc hlitzer, Loh- löffel von Mainz, desgl. von Wendelsheim für ste- j liendes, desgl. für liegendes Holz, Lohlöffel, sowie Lohheppe von Kaiserslautern, Schlitten für Sommerschleif- und Schlittwege zum Transport der Rinde und des Holzes an Berghängen. b. An der Lahn und Mosel: Lohlöffel von der Mosel, desgl. mit Schützer von der Mosel. c. Vom Taunus: Lohlöffel von Usingen, desgl. zwei L o h s c h ä 1 e r, ebenda h er. d. Von der Saar und vom Neckar: 2 Lohlöffel mit Schützer von der Saar, Loh schaler von Hirschhorn, [ Lohbeil (sog. Eberbacher) zum Klopfen der Rinde, ebendaher. e. Vom Westerwald und der Eifel: Lolilöffel von Dillenburg, desgl. von Siegen, desgl. aus der Eifel, Hainhaag aus Dillenburg (Modell, zum Pflügen der Lohschläge zwischen den Stöcken zum einjährigen Fruchtbau), grössere Sichel von Hachenburg (Westerwald), kleinere * Sichel, ebendaher. f. Aus Aachen, El sa s s - Lothringe n , Frankreich, Holland und Belgien: Lohknüppel von Aachen zum j Klopfen der Rinde, Lohlieppe und Lohlöffel ebendaher, I 4 Lohschäler von Eschwege, Lohhqppe und Lohbeil | von Saarburg in Lothringen (letzteres zum Klopfen der l Rinde), Lohlöffel mit Schützer aus Neuweiler (Unter- ' Eisass), 2 Lohschäler für stärkeres und schwächeres i ifYiWWM «tlr fr 43 Holz, ebendaher, Loliheppe von Colmar (Ober-Eisass), Lohschäler, Lohknüppel (zum Klopfen), ebendaher, Lohschäler aus der Schweiz und Frankreich, Lohlöffel aus Luxemburg, hölzerner Lohschäler mit Schützer aus Belgien, knöcherner Lohschäler mit Schützer, ebendaher, Beil zum Abhauen der Lohstangen aus Holland, Beil zum Klopfen der Rinde, ebendaher, Rindenbock zum Binden, einjähriger Stoekaussehlag aus Lothringen, '2,42 m. lang. g. Aus Hessen-Cassel, Hannover, Sachsen, Holstein: 2 Loh schäl er aus Merseburg (Prov. Sachsen), Lohschäler aus Holstein, 2 dergl. aus Hannover. Collectiv-AussteLlung von Elsass-Lothringen. (Im Elsässer Bauernhause.) 1. Ho lzwerbungsgerätlie: a. Fällaxt (Vogesen). b. Breitaxt zum Fällen und Spalten (Vogesen). c. Spaltaxt (Vogesen). d. Spaltaxt (Strassburg). e. Astbeil. f. Hippe (Faschinenmesseij. g. Handsäge (Bocksäge),«(Vogesen). h. Bogensäge. i. Grade Baumsäge. k. Gewöhnliche Bloclisäge. * l. Grosse Blochsäge. in. Sägebock für Scheit- und Knüppelholz (Modell). n Sägebock für Stangenholz (Modell). o. Bock zum Wellenbinden (Modell). 2. Waldhammer und Kluppe. 3. IIolz tränsportgeräth e im Walde: a. Modell’) eines Wagens für Brennholztransport (Tragfähigkeit 8 Raumm. Hartholz oder 10 Raumm. Weichholz). b. Modell eines Strassburger Brennholzkarrens für ein Pferd (Tragfähigkeit 1 '/ 2 m. Hartholz oder 2 m. Weichholz). c. Modell für Langholztransport nebst Modell einer Hebelade (Tragfähigkeit 8 T'estin. Hartholz oder 12 Festin. Weichholz). d. Modell eines Langschlittens zum Transport von Blochen (Schneideblöcken) auf Schlittwegen, bei steilem Gefälle durch Menschen, bei geringem Gefälle durch Pferde oder Ochsen gezogen. e. Bockschlitten zum Blochtransport an steilen Waldhängen ohne Schlittweg. *) Sammtlielie angefertigt Modelle sind von der Spielwaarenfabrik von J. G. Kusian in Strassburg O- o ■** 44 f. Modell eines Schlittwegs, angefertigt vom Förster Heinrich zu Linthal. g. Modell eines Brennholzschlittens für Schlittwege (Tragfähigkeit 4 Raumm. Hartholz, 5 Raunim. Weichholz). ■ h. Modell eines Doppelschlittens für Langhölzer auf Schlittwegen. Das Vordergestell wird Bock, das Hintergestell Gais genannt. i. Schlitten für Langholztransport auf Schlittwegen in natürlicher Grösse aus der Gegend von Barr. k. Köhlerkarren aus den Vogesen, in natürlicher Grösse. 4. Geräthe für Wassertransport von Holz: • a. Modell eines Kanalschiffs für Brennholztransport nebst Zubehör (Tragfähigkeit 150 Raunnn. Hartholz, 180 Raumm. Weichholz). b. Modell eines Langholzflosses für Kanal-und Rhein-Flösserei. Modell eines Kanalflosses für Eichenstanunholz. Modell eines Bretterflosses für Gebirgsflösserei aus 1,000 Brettern zusammengesetzt. e. Modell eines Rhein-Nachens (Triborne) nebst Zubehör (Dienst-Nachen). I IV. <-rii|t(»e Forstliche Rohproducte (Hauptnutzungen). Zu den forstlichen Hauptnutzungen gehören Holz und Rinde. Es ist davon Abstand genommen worden, ganze Stämme von ungewöhnlichen Dimensionen, seither das beliebteste forstliche Ausstellungsobject, aus den deutschen Wäldern ipit ganz unverliältniss- mässigen Kosten zur Weltausstellung herbeizuschaffen, theils weil forstliche Wissenschaft und Wirthschaft an der Erzeugung solcher Baumriesen wenig oder gar nicht betheiligt sind, theils weil dieselben für den Sachverständigen nur ein untergeordnetes Interesse darbieten, zumal wenn, wie es gewöhnlich der Fall ist, die Angaben über Lage, Gebirgsart, Bodenbeschaffenheit und sonstige Verhältnisse, nnter denen die Bäume gewachsen sind, fehlen. Dagegen wurde Werth darauf gelegt, durch Stammabschnitte, die im wirtschaftlich haubaren Alter entnommen sind, sowie durch Rinden aus den vorzüglichsten Eichenschälwaldgebieten die forstliche Production des Deutschen Reiches zur Anschauung zu bringen. Preussisclie Staatsforstverwaltung. Akademie-Director Oberforstmeister Danckelmann. (D. A. K. No. 243.) Die Hauptholzarten des Preussischen Staates nach den wesentlichen Verschiedenheiten des Standorts und der Betriebsarten, dargcsiellt in Stammholzabschnitten von 0,3 m. Höhe, die 1 m. über dem Boden abgeschnitten, durch je einen Wittenschnitt aufgetrennt, durchweg behobelt und zur Hälfte eines jeden Holzabschnitts polirt, zur Hälfte unpolirt sind. Mit Angabe des Waldgebiets, Standorts, Alters, der Baumhöhe, Stammstärke, des Bauminhalts, der Holzmasse und Stammzahl pro Hectar. Die Stämme sind im Winter 1872/73 gefällt, die davon entnommenen Stammscheiben auf der Kiefernsamendarre zu Neustadt E.-W. getrocknet und dann wieder zugerichtet. Die Massen- und Maassangaben gründen sich durchweg auf Erhebungen des vergangenen 'Winters, für welche normale Probeflächen von je einem Hectar ausgewählt sind. Die Stammabschnitte hat man Stämmen des Haupt- Bestandes entnommen, ohne indessen die ungewöhnlich starken Exemplare auszuwählen. Die Aufstellung ist derartig erfolgt, dass die untere Aufstellungsreihe das Flach- und Hügelland, die obere das Bergland bezeichnet. Die wesentlichen, auch auf den Etiquetten angegebenen Ergebnisse der Erhebungen enthält die nachfolgende L ebersicht: Laufende Ko, j No. des Holz- | abschnitts. Ij Holzart. Betriebsart *) Waldgebiet. Obcrförsterei. Meeres- hölie. Meter. Cebirgsart. Bodenart. i 9 Eiche. ii. Westfalen. Münster. Flachland Diluvium. Lehmsand »2 15 U M. Ellmiederung Lodderitz. n Alluvium. Flusslehm. 3 10 * 11. Norddeutsche Ebene Licpc. » Diluvium. Lehmsand 4 17 „ » „ 5 21 » M. Leipziger Ebene Schkeuditz. „ Alluvium. Flusslehm « 22 » II. Oderwald. Peistcrwitz. » » 7 23 » » Oderniederung. Poppelau. » » , 8 18 M » Alsen. Norderholz. 18 0 0 » • ‘Westfalen. Welwcr. 03 10 7 W » » 03 W » 11 4 H » llambacli bei Jülich. 80 » )> 13 12 » M. Hakel. 150 Musehelkalk. 13 1 II. Saarlx rg •. Saarburg. 174 Thonschief» r. 14 20 » » Solling. Uslar. 230 Hunter Sandstein. 15 19 » U ö 210 10 3 1) » Iloehwald. Osburg. 240 Grauwacke. 17 2 M * Saarbrücker Kohlenbecken. Neunkirchen. 250 Kohlensandstein. 18 13 » M. Ilarz. Kupferhütte. 290 Dolomit. 1!) 10 y 11. Eggegebirge, Hardehausen. 330 Plürirrkallc. 20 11 » » Ohmgebirge Worbis. 395 Wellenkalk. 21 14 » JI. ' 11 :■ i'Z. Ilfeld. 480 Kothliegcndes. 22 5 » 11. Taunus. Königstein. 500 Thonschiefer. 23 8 » » Kot haar. Hai neben. 019 24 48 Kothbuche. 11. Norddeutsche Ebene. Mühlenbeek i. Pom, Flachland Diluvium. LclOnsand. 25 49 w » Norddeutsche Ebene Licpe. » » w 1 20 50 » »» Diluvium. Lehm. 27 23 M » Alsen. Sonderburg (Xortlerholz). n 28 24 » n » 21 » > 20 30 »llJiiUclicr Flachland, Hambach. 80 » » Des Stammes Des Bestandes c, r£ iO g S-f Ja « a ^ g s = W 3 s 1 w Derbmasse. Durchschnitts- Zuwachs. < Jalire. W Meter. G Meter. G e Cm. Festm. pro Ilectar. Festmeter. 170 30,1 0,177 58 3,78 372 732 4,3 130 27,2 0,209 91 9,46 nicht 21,5 46 2,009 wählbar 82 23 0,28 29 0,771 600 301 3,07 100 23 0,23 56 3,15 120 26,3 0,219 57 3,35 104 31,5 0,302 51 3,33 332 707 6,79 120 27 0,225 73 6,705 128 452 3,77 180 26 0,14 68 6,12 124 731 4,00 55 18 0,327 25 0,44 756 411 7,4/ 140 32 0,228 62 5,10 308 565 4,030 122 15,5 0,127 38 1,546 200 25,7 0,13 60 3,72 440 486 2,43 98 20,4 0,208 40 1,340, 396 343 3,5 98 20,8 0,21 45 1,876 368 357 3,04 167 22,4 0,13 45 2,14 232 343 2,05 142 19 0,13 58 3,22 984 397 2,8 95 16,3 0,17 40 0,93 140 27,2 0,19 63 4,2 83 18 0,217 21 0,27 240 25,4 0,106 66 4,86 75 19 0»25 28 0,63 1036 299 3.98 137 20,3 0,15 34 0,94 100 24, r> 0,24 41 1,75 320 292 2,92 140 25 0,177 30 1,477 296 319 0.98 65 21 0,32 oft 0,614 1568 318 4,9 105 31 0,29 57 3,756 380 784 7,40 115 29 0,25 63 4,05 252 732 6,30 127 33 0,20 53 3,83 | 284 680 5 , 35 30 47 IIRothhnehe. 11.// Werder. Rügen. II 31 43 » 1 Deister. Springe. I 16t 32 52 | Solling. Uslar. 270 33 27 . [Eifel. Cohlem (Laacher See). 300 34 33 . Arnshirg-r Wall. Obereiimr. [ 300 35 38 » M. Ilainhite. I.ohra. 310 36 31 * II. Eggeg birge. Hardehausen. 350 37 26 * Vogsen. Baumlioldc r. niedere Bergregion 38 28 Saarbriick» r Kohlenbecken. 375 Nemikirehen. 39 37 » » Ohmg, birge. Worbis. 392 40 42 » » Ha z. Kupferhütte. 400 41 46 » » Kieseng. birge. Griissau. 450 42 32 t) » Westerwal 1. Jobnnnisburg. 43 39 * M. Harz. Ilfeld. 480 44 40 » II. Harz. Knpferbütte. 480 45 25 » » Taunus. Königstein. 500 46 44 » » Riescngebirgo. (i liis siu. 500 47 31 35 >» » Westerwald. Oberseliel 1. 570 48 » » ilabicl tswald. Kirchditmold. 580 49 41 v » Ilaiz. Kupferhütte. 640 50 51 „ » Ko haar. Hainehell. 619 51 36 » » Thüringer Waid. Sehleusing. r- 670 Neun lorf. 52 29 » » Iloehwald. Tromekcn. 700 53 45 » » hiesengebirgr. Griissau. 1000 51 75 Hainbuche. IL NorddcutS' hc Ebene Riepe. Flachland 55 76 » » Oderwal '. Pe sterwitz. » 56 77 » W Lithauische Ebene. Astrawiscli- » ken. 57 78 » M. Ilainhite. Lohra. 310 58 71 Ulme. P. (II. effusa). Untere Sp, ccwald. Börniehon. Flachland 59 72 Ulme. II. (U. suberosa). Oderrvald. reisterwitz. 60 61 73 74 Ulme. M. Mündung der Saale. Lö’deritz. Leipziger Kbrne. Schkeuditz. 290 62 68 u » Harz. Kupferhütte. 63 70 Feldulme. M. Hainleite. Lohra. 315 64 69 * H. Ohmgebirge. Worbis. 392 *) Es liudouten: H. Hochwald; TVI- Mittclwald ; 3*. Plantcrwald. Kreide. 145 1 21,7 0,14!) 37 1 1,212l 2641 392 i 2 .7 Jura. 103 35 0,339 49 3,77 388 1061 10 33 Huntsnndstcin. 110 28,4 0,258 33 1,360 580 SU 4 (> Basaltlava. 102 38 0,37 50 3,42 36 t 789 7 7 Kohlenkalk. 97 27,3 0,28 47 4,00 256 618 6 37 M usrhelkalk. 110 21 0,19 31 0,89 Planerkalk. 103 29,8 0,289 47 2,63 560 692 6 7 Melaphyr. 98 23 0,23 31,5 0,83 596 416 4 24 Kolilcnsandstein. 90 34,4 0.38 42 2,42 492 584 6 48 Wellenkalk. 89 22 0,247 24 0,47 980 334 3 7 5 Dolomit. 117 30 0.256 40 1,6 480 521 4 45 Kothliegcndes, 112 29,3 0,26 36 1,19 388 681 6 1 Basalt. 101 27,2 0,269 33 1,3 720 436 4 3 K othliegendes. 117 23,0 0,202 42 1,70 680 520 Tlionsetiiefer. 100 26 0,26 30 1,06 5 2 75 20,3 0,27 28 0,60 1036 299 3 1)8 Qundersandstein. 110 20 0,18 31 0,08 696 414 4 ()30 Grünstem. 96 27,5 0,286 36 1,54 700 538 5 r> Basalt. 105 25 0,238 30 0,96 701 640 6 l Grauwacke. 110 31 0,28 29 1,05 572 466 4 2 „ 107 23,4 0,218 32 0,92 636 381 3 50 Porphyr, Felsif. 120 26,2 0,218 36 1,35 652 501 4 2 Grauwacke. 150 28,4 0,189 34 1,37 ?68 496 3 30 Glimmerschiefer. 112 18,4 0,16 22 0,32 1176 304 2 7 Diluvium. Sandlehm. 70 16 0,228 26 0,535 Alluvium. Flussh lim. 90 18.5 0,203 47 0,61 Diluvium. Lehm. 112 21,9 0,19 36 0,56 84 388,04 3 40 Muschelkalk. Alluvium. Moorboden. 90 64 17 19,2 0,188 0,318 28 29 C © pro \ II. ct r. 0,22 59 3,59 82 r. 213 1 90 Alluvium. P lusslebin. 122 27,2 172 lelicnlu'- ,'taa.l 15 » i» 120 29,4 0,241 72 5,47 » » 81 22,3 0,27 51 2,40 Dolomi\ 116 18,4 0,158 46 1,55 Muschelkalk. 98 18 0,18 27 0,55 Wellenkalk. 82 19 0,23 27 0,40 0 - ar? ) Des S t a in in e s Des Bestandes kaufende No, © ä »*2 v ,3 n j d 7« Holzart. Betriebsart. ’) Waldgebiet. Oberförsterei. Meeres- iiöbc. Gebirgsart. Bodenart. JO t rg 13 So 3 gN fl sd i ’S | & ”rt .4 tß r£ fl Festm. | <55 <5 Durchschnitts- Zuwachs. Meter. .liil irr. C/2 Meter. Meter. fl z Cm. pro Ilcctar. Festmeter. 65 66 Ahorn. II. Ostprrnssei). Borken. [lüg llanl Diluvium, Lehm. 110 22 0,2 42 1,53 ÖO 61 » M. Ilainlrite. Lohra. 345 Muschelkalk. 06 23 0,239 36 1,06 Cu 62 » 11. Olimgbrg'. Worbis. 302 Well nkalk. 83 22 0,200 oo 0,43 68 63 0 >» Olimgcbii-ge. Worbis. 302 "Wellenkalk. 86 19 0,22 20 0,33 <>’.» 67 » » Kotliaar. Hain chm. 610 Gr mwacke. 08 21,8 0,22 32 0,94 70 5 i Esche. P. Untere Sprecwald. Börniehen. Machland Alluvium. Saudinoorhodm. 100 25,5 0-25 49 2,001 71 60 » 11. Od rwald. Peisterwitz. » Alluvium, h'lusslelim. 75 27, (i 0,308 48 3,64 72 61 » 0 Lifhaut n. Astrawiscliken. » Alluvium. L* hmmoorbuden. 115 27,5 0,231 41 1,99 73 55 » » Reister. Springe. 164 Jurakalk. 07 36 0,37 48 3,12 71 56 » M. Harz. Kupferhütte. 2-d) Dolomit. 75 21,5 0,280 52 1,91 75 58 6 » Ilainlrite. Lohra. 350 Musi helkalk. 140 18,2 0,13 30 0,92 76 51 0 » llabichtswakl. Algershausen. niwirres Itcrgl. Basalt. 57 23 0,4 52 2,05 77 57 » II. Ohmgebirge. Worbis. 305 Wclbnkalk. 82 22,5 0,27 25 0.43 78 53 H * Westerwald. Ohcrseh ld. 570 Griinsteiii. 65 22,9 0,35 29 0,70 70 70 Birke. 11. Joliaiinisburg rlleide.Kurwien. Flacl.land A'luvium. Sandmoor 1 od n. 58 25,2 0,43 *22 0,42 1680 172,8 2,98 80 80 » p. Unt r • S r reewald. Börniehen. » 0 M 05 20,3 0,31 42 1,137 81 81 . N. Br jeher am Kurisdim lialT. Ihenliorst. “ Alluvium. Mrrgelmoorhoden. 55 12,5 0,229 27 0,28 82 82 » U 0 0 Alluvium. Torfmoorho len. 42 17,5 0,410 31 0,58 88 83 » 1) 0 » Alluvium. Sandmoorhoden. 50 20 0,4 33 0,78 8t 8t » 11. Mord leutsche Ab ne Lupe. V Alkiviuni. Torfmoorho len. 51 21,0 0,43 31 0,070 203,08 3,99 85 85 tt >> 0 0 Alluvium. Lehmsand. 40 23 0,409 26 0,003 716 201,24 4, 108 86 87 » » Ostprciissen. Bork n. llüg. Hand Alluvium. Torfmoorho len. 45 14,2 0,315 13 0,11 1168 98,32 2,18 87 88 » 0 1» Alluvium. Lehm moorbo den. 60 20 0,33 20 0-25 504 125,88 2,098 88 80 » M t> Diluvium. Smdlchm. 48 23 0,479 20 0,38 292 163,08 3,397 8» 90 » » 0 Diluvium. Lehrn. 48 24 0,5 22 0,38 420 212,90 4,43 00 01 » 1» 0 Alluvium. Saiidmoorbo len. 61 17 0.207 15 0,14 704 109,00 1,71 01 86 » M Saarbrücker Kohlenbecken. Neunkirt hen. 200 Kohleusandstc n. 70 22 0,31 37 1,34 , • 02 02 Solling. Uslar. 250 Bunter Sandstein. 50 17,4 0,348 31 0,549 03 03 Erle. N. Norddeutsche Ebene Liepe. 1 Flachland Alluvium. Sandtnoorbod.cn auf Lelim. 53 22 0,415 30 0,887 1032 341 6,45 94 II 94 II Erle. N. // Norddeutsche Ebene. Liepe. II Fluchhin l II Alluvium. Santliuoorboden. // 53 19 1 0. 358 1 27 I 0,553 10101 210 | 4*07 95 95 * * Untere Spreewald. Börnieiien • 1 56 19 0,339 38 0,850 • . 9t> 96 1 . . Obere Spreewald. 0 1 » Lehrnmoorbodcn. 45 25,8 1 0,57 41 1,421 97 97 . II. Brücher des Kimsehen Ilafls. Ibenhorst. ” Alluvium. Sarulmoorboden. 38 19 0.5 24 0,51 98 98 » l> 0 0 0 0 52 24 0,40 37 1,23 99 99 0 0 9 0 Alluvium. Torfmoorboden. 42 14 0,33 24 0,35 100 100 0 0 » 0 0 V 40 13,5 0,337 28 0,42 101 101 0 0 b 0 Alluvium. Mergelmoorboden. Alluvium. Torfmoorboden. 55 17 0,309 27 0,53 102 102 . N. Ostpreussen. Borken. Hügelland 56 21 0,375 20 0,31 800 247 4,41 103 103 » » Alluvium. Lchinmoorbolen. 60 20 0,33 23 0,40 604 220 3,060 104 104 0 »> » 0 Alluvium. Sandmoorboden. 57 22 0.38 27 0,59 640 401 7,04 105 105 Kiefer. 11. Norddeutsche Ebene Biesenthal. Flachland Diluvium. Sandboden. 105 26 0,247 42 1,491 400 384 3,057 106 106 0 0 0 » » » 104 21,5 0,206 37 0,995 376 267 2-507 107 107 0 0 Norddeutsche Ebene Liepe. 0 Diluvium. Sandleiim. 101 29 0,287 40 1,590 336 610 6,039 108 108 0 0 Norddeutsche Ebene Biesenthal. 0 Diluvium. Sand auf Lehm. 101 27,5 0,272 47 1,973 356 518 5,128 109 109 0 0 Letzlinger Heide. Burgstall. 0 Diluvium. Sandboden. 90 23 0,255 39 1,08 556 388 4,31 110 110 0 0 Norddeutsche Ebene Knesebeck 0 0 0 97 27,5 0,28 38 1,38 516 492 5,07 111 111 * Norddeutsche Ebene Frie- drichsth&l. W 0 0 120 26,4 0,22 36 1,38 320 396 3,3 112 112 » 0 Norddeutsche Ebene Stepenitz. » Alluvium. Torfboden. 96 15 0,15 38 0,08 1372 167 1,7 113 117 ■ Johannisburger Heide. Nico- laiken. Johannisburger Heide. Crut- tinnen. • Diluvium. Lehmsand. 119 35 0,29 42 2,14 432 680 5,7 114 118 • » • Diluvium. Sandboden. 144 34,9 0,242 46 2,917 292 519 3,00 115 120 * Masurisches Seeplateau. Kothebude. , » » 140 33,3 0,237 42 1,09 268 443 3,09 116 121 0 » Oberschles.Flichland. Proskau. 0 Alluvium. Moorsandboden. 165 32,4 0,19 50 3,10 316 536 3,248 117 125 0 » d 0 Poppelau. » 0 0 104 31,2 0,3 45 2,14 560 674 6,48 118 126 0 0 0 0 Grudschiitz. 0 » 0 110 30 0,27 50 2,50 570 727 6,G0 119 123 » 0 Ostsee - Düuen. Grünhaus. 8—10 Alluvium. Dünensand. 53 10,0 0,2 14 0,08 680 133 o,5 120 124 0 0 » M 0 0 58 12,4 0,21 19 0,10 680 133 2,29 121 115 . » Tucheier Heide. Wilhelmswalde. Hügelland Diluvium. Sandboden. 106 28 0,20 41 1,73 296 480 4,52 122 116 0 0 0 h 0 0 102 23,3 0,228 30 0,70 296 480 4,7 rf»- 123 119 Johannisburger Heide. Pfeilswalde. 130 Alluvium. Torfmoor boden. 114 27 0,236 27 0,72 596 440 3,859 124 113 0 0 Baltischer llühenzug. Carthaus. 220 Diluvium. Lehmsandboden. 90 25,5 0,28 46 1,82 332 421 4,68 125 114 0 0 A. d. Ostsee. Darslub. 220 0 0 110 26 0,236 47 1,99 348 527 4,79 126 122 . Hochebene an der weissen Elster. Gossera. 260 Buntsandstein 90 28 0,31 42 1,65 820 714 7,93 127 142 Fichte. H. Obersehlesien. Proskau. Flachland Alluvium. Moorsandboden 75 27,4 0,36 38 1,02 624 632 8,426 *) Es bedeuten: H. Hochwald; M. Mittelwald; P. Flänterwald; N. Niederwald. m o | Laufende No. II O . Ja 'A Holzart. Betriebsart. *) Waldgebiet. Oberförsterei. Meereshöhe. Meter. G-ebirgsart. Bodenart. Des S t a in m e s il) e s Bestandes < Jahre f Scheitelhöhe. g-l’l gl 1 g N Q Meter. w so g $ v 5 £ W fi .s Cm. £ bß r£ ö Festm. St&inmzahl. ö Durch- sehnitts- Zuwaehs. ; pro Ilectar. Festmeter. 128 146 Fichte H. Masurisches Seeplateau. Flachland Diluvium. Lchmsand. 85 29 0,34 42 1,63 248 332 3,9 Kothebude. 120 149 g » Oberschlesien. Grudschiitz. » Alluvium, Lehmsand- 105 28 0,26 46 2,12 704 748 7,12 moorboden. 130 147 , „ Hochebene an der weissen 200 B untsandstein. 95 31 0,33 39 1,93 800 892 9,389 Elster. Gossera. 131 148 )) Solling. Winnefeld. 300 Buntsandstein. 70 33 0,47 35 1,538 772 793 11,3 132 129 » Ilaarstiang. Böddeken. 314 Pliincrkalk 54 28,3 0,52 39 1,67 1916 1064 19,7 133 130 „ » Habichtswald. Elgershausen. niederes Bergl. Basalt. 61 26 0,42 33 1,08 1232 554 9,08 134 130 » ff Ilarz. Kupferhütte. 375 Grauwacke. 110 36, G 0,33 38 1,98 288 578 5*2n 135 138 ff ff » » 380 Thonschiefer. 99 35,8 0,36 42 2,41 400 806,8 8,149 130 144 » » Riesengebirge. Grüssau. 400 Iiothliegendes. 102 33,5 0,328 32 1,35 388 684 6,7 137 145 „ ff » » 400 Quadersand. 95 29 0,305 31 1,13 780 816 8,589 138 135 ff ff Eiehsfeld. Reii'enstein. 430 Muschelkalk. 74 24 0,32 25 0,66 2014 510 6,89 139 132 » U Thürin gerwald. Sehleusingen. 471 Buntsandstein. 101 33,6 0,33 36 1,78 j 628 720 7,128 140 133 „ 0 H 471 » 95 32,4 0,34 55 115G 7,578 141. 128 * Westerwald. Obersoheld. 477 Grünstein. 88 38,8 0,44 51 4,10 428 1087 12,35 142 131 Thüringerwald. Sehleusingen. 502 Buntsandstein. 99 29,2 0,29 36 1,42 700 527 5,32 143 137 » „ Harz. Kupferhütte. 520 Grauwacke. 107 32 0-29 39 1,63 420 644 6,02 144 140 » » » Andreasberg. 620 Granit. 85 29,4 0,34 48 2,45 681 589 6,929 145 139 ff B » Ku])ferhiitte. 040 Thonseliiefer. 103 31,8 0,308 40 1,90 436 664 6,447 Thüringerwald. Sehleusinger- 670 Felsit Porphyr. 95 31,8 0,33 42 2,23 740 598 6,29 140 134 n ff Neundorf. 147 127 ff Hochwald. Troneeken. 675 Grauwacke. 98 35>() 0.36 45 2,49 536 676 6,89 148 141 ff » Harz. Andreasberg. 720 Gianit. 77 24 0,31 33 1,02 872 497 6,45 149 143 p ff Riesengebirge. Grüssau. 1000 Glimmerschiefer. 113 20, G 0,18 25 0,52 1176 304 2,69 150 152 Tanne. H. Hochebene an der weissen 290 Buntsandstein. 140 31,2 0,22 35 1,57 532 756 5,40 Elster. Gossera. 151 150 Thüringerwald. Sehleusingen. 596 • 105 27,4 0,26 34 1,42 432 732 6,97 152 151 » » Riesengebirge. Grüssau. 1000 Gneiss und Glimmerschiefer. 112 17,3 0,15 24 0,42 1176 756 6,75 *) Es bedeutet: II. Hochwald. 51 Preussiscke Staatsforstverwaltung. Oberforstmeister G-runert zu Trier. (D. A. K. No. 244.) Die Eichenrindennutzung im Regierungsbezirke Tri er. a. 80 Eichenrindenproben aus Eifel-, Mosel-, Saar-, Blies- und Nahegebiet, sämmtlieh im Frühjahr 1872 gewonnen. b. Verzeichniss der ausgestellten Rinden mit Angabe des Pro- ductionsorts, der Meereshöhe, des Bodens, der Bodenklasse, der Betriebsart, des Alters, Ertrags und Preises. c. Die Druckschrift : »Der Eichenschälwaldbetrieb im Regierungsbezirk Trier« von Grunert. Die auf den Etiketten angegebenen Ergebnisse der stattgefundenen Erhebungen sind in der nachfolgenden Uebersicht zusammengestellt.’) ’) Der von Grunert ausgestellte Lohschlitzer ist unter No. 236 aufgeführt. 1 Productions - Gebiet. Oberförsterei. rS JO Eichen- S p e cie s. Rinden - Ertrag Geld- Ertrag No. s Meter. Bode n. < Jahre pro Hectar Ce pro . Jahr. ntner pro Ctr. M pro Jahr. ark Communal-Oberforstem Priiin 565 I. S c li ä 1 w a 1 d. A. Elfelkreise. Grauwacke Qu. robur 18 84 4,66 5,5 0,305 2 » 533 » 16 100 6,25 6 0,375 3 » 377 Sandboden » 16 120 7,5 6 0,375 4 Communal-Oberförsterei Daun 516 flacligründiger steiniger Lehm » 16 40 2,5 6 0,375 5 » 360 steiniger sandiger Lehm Thonschiefer » 18 96 5,3 7,5 0,417 6 » 344 » 18 72 4 6,5 0,36 7 » 469 1 bunter Sandstein 18 84 4,66 6 0,33 8 » 407 steiniger sandiger Lehm » 18 90 5 fl. 5 0,36 9 » 438 flacligründiger steiniger Lehm » 18 46 2,5 5,7 0,317 10 Communal-Oberförsterei Manderscheid 300 Thonschiefer gemischt 9 60 6,66 6 0,66 11 » 350 Sandboden 13 52 4 4 0,307 12 » 333 Grauwackenlelnn, last eben » 14 60 4,28 6 0,428 13 » 300 Schiefer Qu. robur 16 50 3,12 4 0,25 14 Communal-Oberförsterei Wiltlich 250 Thonschiefer, Südhang gemischt 14 72 5,14 7,5 0,53 15 » 240 Gratnvackenschiefer 14 42 3 7 0,5 16 » 266 Thonschiefer U 13 66 5,07 6 0,46 17 » 260 Sandboden » 15 40 2,66 3,5 0,23 18 Communal-Oberforsterei Balesfeld 520 sandiger Lehmboden mit Grauwacke Qu. robur 20 110 5,5 7,2 0,36 19 » 350 Thonschiefer 15 120 8 6,9 0,46 20 • 520 sandiger Lehmboden mit Grauwacke » 20 110 5,5 4,5 0,22 21 » 520 » 20 110 5,5 3 0,15 23 [ Communal-Oberförsterei Trier 200 B. Moselkreise. Tlionschiefer Qu. robur 18 110 6,11 6,5 0,36 24 • 190 „ 16 100 6,2 1 6 0,33 25 * 300 U U 15 HO 6,6 6 0,4 26 * 240 lehmig' r Kalk gemischt 10 95 5,9 7,2 0,45 27 w 11 200 11 sandiger Lehm auf buntem Sandstein Qu. robur 15 90 6 1 6,5 0,43 28 I Comraimal-O berfxjrsterei Trier 2 40 lehmiger Kalk / gemischt / 10 85 5,3 0,5 0,406 29 . 385 Thonschicft r / Qu. robur 17 70 4, l 6 0,35 30 250 thoniger Kalk g« mischt 16 50 3,1 4 0,25 31 Com munal-0 berförsterei Herrn esktil 366 Lehm auf Tlionschiefer » 16 22 1,37 5 0,31 32 335 » » 16 15 0,93 3,5 0,21 33 Ä 400 Lehm auf Grauwackens ehiefer » 16 28 1,7 3,8 0,23 35 Communal-Oberförsterei Berncastel 320 Thonschiefer Qu. robur 17 150 8,8 6,7 0,39 36 250 » gemischt 17 86 5,05 5,8 0,34 37 w 270 » Qu. robur 18 64 3,5 7,9 0,43 38 0 440 sandiger Lehm gemischt 15 56 3,7 7 0,46 39 320 lehmiger sandiger Thonschiefer 15 50 3,3 7,9 0,52 40 * 290 Thonsclüefer » 16 46 2,9 8,5 0,53 41 230 t) 13 45 3,4 9 0,69 42 „ 270 » Qu. pcdunculata 15 24 1,6 7 0,46 43 220 u ), 13 17 1,3 5,5 0,42 44 Communal-Oberförsterei Morbach 350 Grauwackenschiefer »» 14 96 6,8 6,6 0,47 45 500 Grauwackenlelnn » 16 64 4 5,5 0,34 46 | KÖnigl. Oberförsterei Trier 135 Lehmboden auf Thonschiefer » 20 150 7,5 8 0,4 47 1 » 135 » Qu. robur 22 100 4,5 7 0,32 to C. S a a r k r e i s e. 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 66 67 68 69 70 71 Communal-Oberförsterei Saarburg 220 Tlionschiefer, nördlicher Ilang Qu. pedunculata 15 150 10 10 0,66 210 Sandboden, östlicher Hang Qu. robur 15 130 8,6 9,5 0,63 250 Tlionschiefer, südlicher Hang Qu. pedunculata 15 130 8,6 9 0,6 210 Thonsehiefer, nordwestlicher steiler Ilang Qu. robur 15 130 8,6 9 0,6 310 Thonschiefer, nordöstlicher sanfter Hang !> 15 120 8 8,5 0,56 466 sandiger Lehm, ebene Freitage M 15 110 7,3 8 0,53 295 sandiger und kiesiger Lehm 15 100 6,6 8 0,53 Communal-Oberförsterei Merzig 190 lehmiger Sand auf buntem Sandstein » 15 64 4,2 7,5 0,5 280 Sandboden auf buntem Sandstein » 16 100 6,2 5,6 0,35 207 lehmiger Sand auf Grauwacke Qu. pedunculata 14 55 3,9 7 0.5 470 » » 16 35 2,18 7 0,43 Communal-Oberförsterei Saarlouis 340 sandiger Lehmboden Qu. robur 20 150 7,5 6 0,3 410 Lehmboden » 22 150 6,8 6 0,27 250 sandiger Lehmboden 0 21 80 3.8 8 0,38 220 M » 16 75 4,6 6 0,37 Königl. Oberförsterei Saarburg 190 Lelim auf Quarzit )> 15 102 6,8 8,4 0,56 210 Lehm auf Quarzit, klippig )> 15 80 5,3 8,4 0,56 u 210 Lehm auf Thonschiefer » 15 100 6,6 7,8 0,52 Königl. Oberförsterei Wadern 330 Lehm auf Grauwacke gemischt 17 86 5,05 5,7 0,33 280 Porphyrsand » 20 70 3,5 5,5 0,27 » 325 bunter Sandstein » 17 56 3,29 5,5 0,32 Ol CO £ JO Eichen- S p e c i e s. Rinden - Ertrag Geld- Ertrag No. Oberförsterei. 3 Meter. Bode ii. 3 Jahre pro Hectar. Cen pro Jahr. ner pro Ctr. M. pro Jahr. rk 72 Coimnunal-Oberforsterei Saarbrücken D 350 Blie s- und Nahekreise kräftiger Lehmboden Qu. robur 17 75 4,4 7 73 » 300 • » 16 55 3,4 5,3 74 350 sandiger Lehm auf einem flachgründigen gemischt 16 45 2,8 5 et Communal-Oberforsterei Saarlouis 240 II. steinigen Bergrücken Nieder av a 1 il. Forphyrboden Q'i. robur 40 24 0,6 5 78 Königl. Oberförstern Bauiuliolder 270 JVI elapliyr gemischt 25 30 1,2 5 7» 500 sandiger Lehm w 30 7 0,23 4,5 80 280 lehmiger Sand » 40 20 0,5 3 III. 65 || ConunuiiabOberforsterei Saarlouis || 265 || iHi 1t e 1 w a 1 d. Lehmboden | Qu. robur | 30 | 12 0,6 | 5 1 IV. II o c h \v a 1 d - D ii r c Ii F o r s l u 11 g und Aushieb e. 22 Königl. Oberforsterei Balesfeld 300 Thonschiefer gemischt 14 3 34 Communal-Oberfbrsterei Ilerineskeil 500 Lelnn auf Grauwackcnschirfer, flachgründig * 28 30 1,07 2,5 48 Königl. Oberförsterei Osburg 320 flachgründiger Sandsteinhoden w 25 14 0,5 4,5 75 Königl. Oberförsterei St. Wendel 430 kiesiger Sand auf Kolilensandstein n 35 10 0,28 3,1 76 Königl. Oberforsterei Baumholder 270 sandiger Lehm » 25 59 2,3 5 77 ** 320 schwerer Lehm * 20 35 1,7 5 0,41 0,33 0,31 0,12 0,2 0,15 0,07 0,16 0,21 0,08 0,18 0,088 0,2 0,25 Preussisclie Staatsforstverwaltung. Oberforstmeister Polcli zu Aachen. (D. A. K. No. 245.) Die E i e h ein* i nd en nutzai ng im Regierungsbezirk Aachen. a. 7 Bunde Eichenrinde. b. Beschreibung mit Angabe des Standorts, Alters, Preises und der Gewinnungskosten. Die Güte der Rinde wird im Reg.-Bez. Aachen nicht nur nach deren äusseren Merkmalen, sondern auch nach dein Productionsorte geschätzt und bezahlt. Näheres ergiebt die nachfolgende Tabelle.’) o c 3 rt Ober- forsterei Gebirgs- formation. Boden v *2 S "" Mtr. Klima Lage e§ 3 'S O | Alter || Preis pr. 50Kilo Thlr. Wer- bungs- kosten pr. 50Kilo Sgr. 1 Heimbach Grau- A. S t a flach- a t s 440 w a 1 d u gemässigt, n g e n. Südosthang I. 14 2,3 15—22 o desgl. ■wacken- schiefer Bunter gründig tiefgründig 500 fast mild rauh Hochebene 11. 16 2,2 do. 3 Höven Sandstein Grau- flach- 47o! gemässigt Südhang H. 18 2.2 do. 4 Heimbach wackenschiefer desgl. gründig desgl. 550 rauh Nordosthang Osthang i III. 18 2 do. 5 Hürtgen Grauwacke mittel- 310 gemässigt V.,25 1,6 do. 6 Höven desgl. gründig gründig 5901 sehr rauh Hochebene V.;30 1,5 do. 7 Düren Grauwacke B. P r i 1 flach- vatwaldu 1 340; gemässigt n g e n. Osthang IV.13 1,8 15—22 | gründig Preussisclie Staatsforstverwaltung. Regierung zu Wiesbaden. (D. A. K. No. 240.) Vergleichende Darstellung der Saftentrindung und der Dampfentrindung in den Eichen schälwa 1 düngen des Regierungsbezirks Wiesbaden. a. Ein Tableau mit Dampf- und Saftrinden, mit gemahlener Saft- und Dampflohe und mit Lederproben (Sohl- und Oberleder), die mit letzteren gegerbt sind. b. Tabelle über Gerbversuche und chemische Untersuchungen der Saft- und Dampfrinden auf Brauchbarkeit und Gerb- stoflgehalt. Die letzteren sind in der nachstehenden Tabelle ersichtlich gemacht. c. Denkschrift über diese Versuche, deren forstlichen Theil der Forstmeister Wohmann, den chemischen Professor Neubauer, den praetischen Conmierzienrath Lotticliius in Sanct Goarshausen bearbeitet hat. *) Die von Polch ausgestellten Entrindungsgeräthe sind unter No. 237 angegeben. iL 56 No. Resultate der chemischen Untersuchungen. Dam p f 1 O heu Schälzeit der Dampflohen, Inkaltem Wasserleichtlöslicher Gerbstoff In heissem Wasser löslicher Gerbstoff. Gesammtgehalt; Die zum Gerben ge- an brauchten, in kaltem r , , . ~ ! Wasser löslichen Gerb- Gerbstoff. * «• i, stoffinengen. 1870 1871 1870 1871 1870 1871 1. Satz. II. Satz. III. Satz. Procente. Procente. Procente. Procente 1. Januar. 6,40 6,20 2,11 2,12 8,51 8,32 4,94 ' 3,19 1,82 2. Februar. 6,64 7,08 1,64 2,30 8,28 9,38 3. März. 6,05 6,22 2,39 2,08 8,44 8,30 4,75 3,90 3,12 4. April. 6,11 6,75 2,29 2,56 8,40 9,31 4,48 3,43 3,74 5. Mai. 7,74 1,49 9,23 6. Juni. 6,06 6,61 2,12 2,33 8,18 8,94 7. Juli. 7,40 6> 65 1,88 2,48 9,28 9,13 6,01 5,15 4,38 8. August. 5,79 5,40 1,93 2,30 7,72 7,70 9. September. 6,11 6,73 2,17 2,51 8,28 9,24 10. Octobcr. 7,16 8,08 2,38 2,12 9,54 10,20 4,73 4,40 5,84 11. November. 6,55 6,33 2,04 2,77 8» 59 9,10 12. December. 6,78 6,03 2,27 2,61 9,05 8,64 13. Im Saft geschält 7,84 1,33 9,17 14. 15. 16. 17. 18. Anmerkung. Ferner befinden sich im Tableau, ausser den Frohen, noch geschälte Rinde •- * i-kaJAS V™eJ*i«a Ki“ f ^ , :v.-. --«»• >««• 57 Resultate der chemischen Untersuchungen. | Resultate der Gerbversuche. Saftlohen. Verbrauch In kaltem! . | DiezumGerben! * I Wasser llnheissem, Gesammt- gebrauchten.in ^ leichtlös-! y assej : gehalt an kaltem Wasser'j ^ 1 liclier I löslicher j Gerbstoff. löslichenGcrb-j u jGerbstoff. 1 Gerbstoff, i j stoffmengen. P g Lolie, derGe-'i 1870j 1871 1870|1871 1870) 1871 l.Sat/.| II. 8. jlll. SJj Dampf- [Saft- Lohe. Lohe. Procente. !' Procente. 127,21 aas Camp 3 do. 128,80 10 do. ! ii. 130,39 10,27 65,04 ’ II. 64,00 67,03 lila. Ctrock. 133,65 11,57 132,71 im Mai geschält a.BaJen. a. Osterspai. 10,60 136,91 134,13 Endlich- 132,04 131,66 136,30 140,82 73,82 72,12 VIc. jlO do. durch Dampf und im Saft, sowie Frohen von Leder als erster Versuch mit Dampflohe. 58 Die Regierung in Wiesbaden hat sich auf Anregung des Ober- Forstmeisters Tilinann zur Aufgabe gestellt, durch vergleichende Untersuchungen die Zweckmässigkeit der Dampfentrindung nach dem Le Maitre’schen System festzustellen. Zu diesem Zwecke sind bei der Holzessigfabrik von Dietz in Mainz im Wisperthale in Mitten der Oberförsterei Lorch vor einigen Jahren die erforderlichen Einrichtungen zur Dampfentrindung getroffen worden. Die Leitung der Schälversuche hat zuerst der Oberförster Wohmann (z. Z. Kaiserlicher Forstmeister in Metz) und nach dessen Uebertritt in den Reichsdienst der Oberförster Lenders besorgt. Die chemischen Untersuchungen sind von dem Professor Neubauer in Wiesbaden aus- gefiihrt. *) Grosslierzoglicli Badische Domainen-Direction zu Karlsruhe. (D. A. K. No. *247.) Die Eichenschälrindennutzung im Badischen Odenwalde und Schwarzwalde. A. Odenwald. a. 4 Bunde Eichenrinde von Buntsandsteinboden, nämlich 1 Bund, 10jährig, 420 m. Meereshöhe, Südosthang, 1 » 12 400 m. Südwesthang, 1 » 14 » 380 in. Siidhang, 1 » 15 » 430 in. steiler Siidhang. b. 20 Holzscheiben, zu den Rinden ad 1 gehörig, von Stockausschlägen in verschiedener Höhe entnommen, Holz und Rinde darstellend. c. Denkschrift vom Bezirksförster Biehler in Ziegelhausen. Die Eichenschälwaldungen des Badischen Odenwaldes liegen in einer Meereshöhe von 200 bis 450 m. an steilen Süd-, Südost- und Südwesthängen auf meist tiefgründigem Buntsandsteinboden. Sie werden im Hackwaldbetriebe mit 12 bis 16jährigem Umtriebe, ohne Ueberhalt von Oberholz, mit Einsprengung von Kiefern auf geringem Boden bewirtschaftet. Man giebt der Stieleiche den Vorzug vor der Traubeneiche und nimmt durch Beseitigung von Laubraumholz auf die Herstellung reiner Eichenbestände Bedacht. Die Rinden- werbung erfolgt für Rechnung der Forstverwaltung, die Ilolzfällung mit dem Eberbacher Beil, das Schälen am liegenden Holze nach vorheriger Ausästung und Kürzung der Schälstangen auf Meterlänge durch Klopfen mit dem Klopfbeil auf einem 15 cm. starken, je nach der Grösse des Schälers bis zu 90 cm. hohen, in die Erde getriebenen Pfahl und durch Entrinden bis zu 1 cm. Stärke mit einem Lohlöffel von Eisen oder Holz. Die Rinde wird in 8 Ivilogr. haltenden Böcken von Schälprügeln getrocknet und in Bunden von 1 m. Umfang und von 25 Pfund Gewicht mit Drahtstricken oder Winden von Haseln, Birken, Rothbuchen, Hainbuchen oder Eichen *) Der von der Regierung in Wiesbaden ausgestellte, von "Wohmann construirte Dampfschälofen ist unter No. 238 angeführt. 59 gebunden. Der Verkauf, für welchen seit 1809 ein Rindenmarkt zu Heidelberg besteht, geschieht nach dem Gewicht der Rinde mit Abrechnung des Bindematerials, die Feststellung des Gewichts durch Probewiegen von 10 Procent der Gebunde. An Werbungskosten werden gezahlt südd. W. für Schlagholzrinde. 1 fl. — kr. pro Centner, » Obei'holzrinde.— » 40 » » Schalholz (Schälkloppern) — » 21 » » Raummeter, » Reisigwellen. 1 » 30 » » Hundert. (1 m. lang, 1 m. Umfang.) Die Rindenpreise betragen für lOiähr. Schlagholzrinde... 4 fl. 30 kr. » ältere » . . . 3 » 30 » « bis 30jähr. Kernwuchsrinde 3 » 10 » » ältere » 2 » 40 >> » Astrinde.2 » 10 •* Die Rinden- und Holzerträge bei 15jähr. Umtriebe haben sich im grossen Durchschnitte der letzten Jahre folgenderinassen gestellt: R i n d e n H H o z - i| il G e d - Bonitats- E r t r ä g e | Classe No. im Ganzen im Durchschnitt pro Jahr in [ Procenten ' der Gesammt-1 masse # im Ganzen im i Durch- schnitt pro Jahr pro Jahr Centner _ % F estmeter Gulden südd. \V. Mark I. 120 8 20 45 3 37 — n. 95 6,3 17 37 2,5 22—29 — in. 65 4,3 12 28 1,9 15—18 — Nach Holzfällung und Entrindung werden die Schläge in 0,5 Hectar grossen Loosen zu einmaligem Brandfruchtbau mit Roggen verpachtet. Das Einäschern der Bodendecke geschieht durch Ueber- landbrennen, das Verbrennen des Abraumreisigs in Schmodhaufen, die Bodenbearbeitung durch Umhacken auf 15 cm. Tiefe, die Roggeneinsaat im September mit 2 */ 4 Hectol. pro Heet. Gleichzeitig mit letzterer werden die Eichenloden zusammengebunden und die Raumholzlodcn zurückgeschnitten. Ein zweites Zurückschneiden des Raumholzes, sowie das Lösen der Eichenloden erfolgt bei der Roggenernte im nächsten Jahre. Nachbesserungen mit Eichen werden theils durch Saat gleichzeitig mit der Roggensaat, tlieils durch Stutzpflanzung in 1,5 m. Verband im Spätherbste in das junge Roggenfeld ausgeführt. Unter günstigen Verhältnissen (gelinde Winter, feuchte Frühjahre) werden Ernten bis zu 22 Hect. Korn, 45 Centner Stroh, ISO Gulden sd. W. Geldertrag pro Hectar er- 60 zielt. Die Pachtgelder bewegen sich zwischen einigen Kreuzern und 25 Gulden pro Hectar, und haben im Durchschnitt 15 Gulden 24 Kr. betragen. B. Schwarzwald. d. 4 Bunde Eichenrinde aus dem Forstbezirke Gengenbach, nämlich : 1 Bund 14 jähr., 3 ni. lang, Kernwuchsrinde, 3 Bund 13jähr. Schlagholzrinde; e. 8 Holzscheiben von 13- und 14jähr. Stockausschlag; f. Denkschrift. Die Entrindung erfolgt bei der Schaftrinde am stehenden, bei Gipfel- und Astrinde am liegenden Holze ohne Klopfen. Nachdem die Stangen mit der Ileppe*) bis auf 3 oder 4 ni. Höhe unter Anwendung von Leitern ausgeästet sind, wird der Länge nach ein 4 cm. breiter Rindenstreifen abgestossen, und demnächst die Schaftrinde mit einem langen gestielten eisernen Rindenlöftel’*) mit beiden Händen , wobei die Linke den Stiel dirigirt, geschält. Die Schaftrinde bleibt am oberen Schafttheile an einem schmalen Streifen zum Trocknen hängen, wird sodann trocken abgerissen, mit der Astrinde in 3 — 4 m. lange, 30 bis 40 cm. starke Wellen gebunden und in luftigen Räumen aufbewahrt. Ein Kränzen am Stock findet nicht statt, theils um tiefen Ausschlag zu erhalten, theils um die am Stocke befindliche Rinde, welche am meisten wiegen soll, nicht ein- zubiissen. Als Vortheile des Schälverfahrens werden gerühmt: leichtes Trocknen, geringer Schaden durch nasse Witterung, rasches Schälen (1 gewandter Arbeiter schält bis zu 2 Centnern in einem Tage), — als Nachtheile dagegen bezeichnet: minder vollständige Ausnutzung der Rinde, Beschädigung der jungen Stockausschläge beim Nachhiebe der geschälten Stangen und Erfrieren der nicht verholzten Triebe. Die Rindenpreise von 14jähr. Rinde schwanken zwischen 4 und 5 Gulden sd. W. und stehen höher als im Odenwalde, weil die nicht geklopfte Rinde von den Käufern vorgezogen wird. Grosslierzoglicli Hessische Ober-Forstdirection. (D. A. K. No. 248.)** ***) ’) Die Eichenrindennutzung im Hessischen Odenwalde. a. Rinden: 1 Normalbund Klopfrinde von 14jähr. Stockausschlag (Traubeneiche), vom Mai 1872, Oberförsterei Hirschhorn (H. A. B. No. 16). Versteigerungspreis 5 Gulden pro Centner; 1 Normalbund Klopfrinde von 14jähr. Stockausschlag (Traubeneiche), vom Juni 1872, Öberförsterei Lindenfels (H. A. B. 18). Versteigerungspreis 4 Gulden *) Unter No. 241 d. ausgestellt. “*) Ansgestellt unter No. 241 d. ***) v. Hessischer Ausstellungsbericht Seite 4 —11; No. 16—23 der Ausstellungs-Gegenstände. 61 40 Kr. pro Centner; 1 Norinalbund reine (nicht geklopfte) Schälrinde , 14jälir. (Traubeneiche), Juni 187* **) 2, Lindenfels (II. A. I». 19); Rindenproben bester Qualität, 14jähr., Lindenfels (II. A. B. 21). b. Schalholz: 3 Gebunde, die zu den Rindengebunden ad a. gehörenden Schälholzmengen darstellend (H. A. B, No. 17, 20). e. Früchte: Proben von Haidekorn und Roggen aus dem Hackwalde der Oberförsterei Hirschborn. Die Bewirtschaftung der auf dem Buntsandsteine des Hessischen Odenwaldes gelegenen, mit Haseln, Hainbuchen und Birken gemischten Eiehen-Schälwaldungen erfolgt im Hackwaldbetriebe in 12—20jälirigem (in den Staatswaldungen lojährigem) Umtriebe, mit angestrebter reiner Eichenbestockung, Bevorzugung von Traubeneiche, ohne Ueberhalt, mit Kieferneinbau auf armen Bodenstellen und mit 2jährigem Brandfruchtbau von Haidekorn (Buchweizen) und Roggen mittelst Ueberlandbrennens. An die Fällung des Raumholzes im Winter schliesst sich von Anfang Mai bis Mitte Juni die Eichenrindengewinnung. Zum Fällen der starken Stangen dient das grössere,’) zum Fällen, Aesten und Kürzen des schwächeren Holzes das kleinere’) Eberbacher Beil. Die Schälprügel werden auf 1 m. Länge gekürzt, der Länge nach auf dem Klopfstock’) als Unterlage auf mindestens 2 Seiten mit dem Klopfbeil *) geklopft und die Rinde bei schwächeren Prügeln mit den Fingern, bei stärkeren mit dem Schinder (Lohschlitzer)*) abgelöst. Die Rinde wird auf Trockenböcken*) getrocknet, auf Bindeböcken’) gebunden und nach dem Gewichte verkauft. In der zweiten Hälfte Juni erfolgt das Ueberlandbrennen”) durch Verbrennen des auf dem Schlage gleichmässig vertheilten, ungeschält gebliebenen Reisigs, — unmittelbar darauf das Umhacken des Bodens zwischen den Stöcken, die Bestellung mit Ilaidekorn und nach dessen Aberndtung im Herbste desselben Jahres die Bestellung mit Winterroggen. Schlagnachbesserungen werden durch Einstufen von Eicheln in den Roggen oder durch Eichenpflanzung, — auf geringem Boden mit Kiefernaussaat bewirkt. Kaumholz und Besenpfrieme werden durch frühzeitig beginnende, mehrmals wiederholte Läuterungshiebe, sowie durch Aushacken zurückgehalten oder beseitigt. Den Läuterungshieben folgt einige Jahre vor dem Abtriebe eine leichte Durchforstung. Nach den in dem Hessischen Ausstellungsberichte von der Oberförsterei Hirschhorn für 30 Jahre angegebenen Erträgen sind in den 15 Jahren von 1857—71 von 1010,5 Hectaren bei 15jährigem Umtriebe an Rinde erfolgt: im Durchschnitt 79 Ctr. pro Hectar. 5,3 pro Hectar und Jahr, in maxiino 102 » « » 6,8 » » » » Gegen den vorigen Umtrieb ist der Rindenertrag um 32 Procent gestiegen. Weitere Ertragssteigerungen werden aus der Umwand- *) v. No. 239. **) Die Eintheiluug der Hackwaldsehläge in Loose, ingleichen die Eintheilung des Haek- waldbetriebes in Jahresschläge ist auf den Karten unter No. 301 dargestellt. 11 ft ZlTtfirtri, mV fsMil ar €2 lung der Mischbestände in reine Bestände und aus den erst im nächsten Umtriebe hervortretenden Ergebnissen der bereits ausgeführten Schlagnachbesserungen erwartet. Ausserdem wird die Ansicht in dem Hessischen Ausstellungsberichte vertreten, dass weder das Ueberlandbrennen nachtheilig auf die Ausschlagsfähigkeit wirke, noch auch, dass der Fruchtbau die Bodenkraft erschöpfe. Collectiv - Ausstellung von Eisass - Lothringen. (D. A. K. No. 250.) 1. Holzabschnitte von den Hauptholzarten in Eisass-Lothringen in pyramidaler Anordnung. 2. Eichenrindenproben aus den Oberförstereien Barr, Lützelburg und Oberenheim. V. Gruppe. Forstliche Nebennutzungen. Preussisclie Staatsforstvenvaltung.- Oberförster Dantz zu Biesentlial, Prov. Brandenburg. (D. A. K. No. 251.) Modell der Neustädter (Eytelweinschen) Samendarre neb st Denksclir ift un d Z eichnun gen. Maassstab 1:12. Errichtet 1838 nach den Plänen des Geh. Ober-Finanzraths Eytclwein, beschrieben in den Kritischen Blättern von Pfeil, Bd. 27, Heft 1. Es sind von 1838 bis jetzt abgedarrt 100,000 Scheffel. Die Darre ist auf Luftheizung mit beweglichen Horden eingerichtet und in Preussen auf ungefähr 40 Königl. Oberförstereien vorhanden. Innerhalb 24 Stunden können bei zweimaligem Abdarren 40 Scheffel abgedarrt werden. Ein Scheffel Zapfen (61 — 64 Pfd.) hat bis zu 616 Gramm (61,6 Neuloth) abgeflügelten Samens geliefert. Die Keimfähigkeit betrug 81 — 94 pCt., der Selbstkostenpreis pro Pfund zwischen 9 Sgr. (1862) und 20 Sgr. (1872). Das Darrgeschäft besorgt seit 1838 der Darrmeister Ewald. Preussisclie Staatsforstverwaltung. Oberförster Witte zu Gross -Schönebeck, Prov. Brandenburg. (D. A. K. No. 252.) Modell der Kropfschen Samendarre im Maassstab 1:25. Das Modell stellt die von dem Oberforstmeister Kropf erfnndene ältere preussisclie Kieferndarre mit Luftheizung und festliegenden Horden dar, welche noch jetzt in mehreren Preussischen Oberförstereien angewandt wird, jedoch grösstentheils durch die Eytelweinsche Darre verdrängt ist. Es werden täglich 15 Scheffel Zapfen mit einer Ausbeute von 0,5 Kilogr. pro Scheffel gedarrt. Das Darrlohn beträgt 2 Silbergroschen pro Kilogramm allgeflügelten Samens. 64 Preussisclie Staatsforstverwaltung. Oberforstmeister Ivrumliaar zu Gumbinnen. (D. A. K. No. 253.) Das Paklidimmer Torfmoor, Reg.-Bez. Gumbinnen. a. Situationsplan; b. Beschreibung vom Oberförster Wohlfromm in Brödlauken; c. Torfproben. Die Provinz Preussen ist reich an ausgedehnten Torfmooren. Das Paklidimmer Moor, ein Repräsentant derselben, ist ein Hochmoor auf Thon- und Mergelgrund von 1000 Hectaren Flächenausdehnung. Man unterscheidet 5 Torf Massen, nämlich: a. Dargtorf, Unterwasserbildung, fast homogen, schwindet um V 3 seines Volumens, Trockengewicht pro Festmeter 565 Kilogr.; b. Hagetorf, Ueberwasserbildung mit erkennbaren Pflanzenresten (namentlich Schilf), häufig Holzeinschlüsse enthaltend, die im Darg niemals Vorkommen, schwindet um ( 4 seines Volumens, Trockengewicht pro Festmeter 470 Kilogr.; c. brauner Moostorf, hauptsächlich Wassermoos, schwindet um 7, seines Volumens, wiegt trocken pro Festmeter 310 Kilogr.; d. gelber Mo os t orf, filzartig weich, schwindet um '/ 6 seines Volumens, Trockengewicht 245 Kilogr.; e. weisser Moostorf, jüngste Bildung, schwindet um ’/ 8 seines Volumens, Trockengewicht 180 Kilogr. Die Betriebsleitung besorgt der Oberförster in Brödlauken, die Gewinnung erfolgt theils durch Selbststich Seitens der Käufer, theils durch Werbung Seitens der Forstverwaltung. Zu der letzteren wird einerseits die Gewertsche Torfpressmaschine angewendet, welche von zwei Pferden und 7 Arbeitern bedient wird und bis zu 9000 Torfsoden in 11 Arbeitsstunden liefert (ein Stück Maschinentorf befindet sich unter den Torfproben); andererseits geschieht die Torfgewinnung durch Handarbeit (Stichtorf). Die Zeit der Torfgewinnung ist bei dem lange andauernden Winter und meist regnerischem Herbst eine sehr kurze, auf 8—10 Wochen beschränkte. Die ausgetorften Untergründe werden theils als Wiesen benutzt, theils sind sie mit Birken beflogen. Ein 55jähr. 3,3 Hectare grosser Birkenbestand auf Torfgrund hat 210 Festmeter Derbholz pro Hectar oder 8,4 Festmeter pro Hectar und Jahr geliefert. Im Jahre 1872 sind gewonnen durch Selbststich seitens der Käufer 4027 Raummeter, durch fiskalische Arbeiter als Maschinentorf 286 Raummeter, als Stichtorf 7192 Raummeter, zusammen 11,505 Raummeter. Öffi- 65 Preussisclie Staatsforstverwaltung aus dem Reg.-Bez. Danzig. Oberforstmeister Mangold zu Danzig. (D. A. K. No. 254.) Torfproben aus dem Reg.-Bez. Danzig. 6 £ ei Stichtorf. Streiclitorf. 31aschinen- torf. Preis pro Rmtr. Sgr. Wer- bungs- kosten 1 pro Rmtr. Sgr. Bemerkungen über Bearbeitung etc. A. Königliche Moore. i Oberfbrsterci ! Philipp! 20 10 (2 Proben.) O Oberförsterei Plnlippi 23 12 (3 Proben.) 3 Obeiförsterri Stangenwalde Ut 7 1 (1 Probe.) 4 Oberförsterei Stangenwalde 20 10 (1 Probe.) 5 Oberförsterei Carthaus 13| 7 (1 Probe.) G Oberförsterei Mircliau 12 7 (2 Proben.) 7 Ob« rförsterei Pelplin 12 (1 Probe.) 8 Oberforsterei Wilhelmswakle 13 «t (1 Probe.) l 3 4 5 B, Privat-Moore. i | Gut Zeschin ; 30 18 Gut Klein Loebcz | - : 8 Gut Roppuch 55 pro Mille Gut Johannisdorf 105 pr o Mille Gut Tigenhof i 7 pro Jentner Unter Anwendung einer nach Art einer Thonsehneide- maschine eonstruirten, durch ein Pferd getriebenen und von 8—10 Arbeitern bedienten Maschine. (2 Proben.) Durch eine von Schlickeisen zu Berlin im Jahre 1862 coti- struirte Torfpresse, welche durch Pferde in Betrieb gesetzt wird. (4 Proben.) Durch eine nach dem System der Brosowskischen Torf- steclimaschine gebaute Maschine. (2 Proben.) Durch eine vom Schlosser P. II. Neufeldt in Elbing ge- fert : gte, mittelst einer Loeo- mobile von 8 Tferdekraft in Tliätigkeit gesetzte Maschine. (5 Proben.) Durch Anwendung einer nach Art einer Ziegelpresse eonstruirten, mittelst einer Locomobile in Gang gebrachten T orfpressmascliine. (5 Proben.) D 66 Preussisclie Staatsforstverwaltung. Oberforstmeister Gumtau zu Stettin. (I). A. K. No. 255.) Das Carolinenhorster Torfmoor. a. Torf proben. b. Torfgeräthe (Vorstecher, Aufleger, Forke). c. Denkschrift vom Oberforstmeister Gum tau. Das Carolinenhorster Moor ist ein Hochmoor von 836 Ilectar Grosse. Der Untergrund besteht meist aus Sand, zum Theil aus Mergel und Letten. Die Mächtigkeit beträgt zwischen 0,5 und 5 m. Die Gewinnung erfolgt nach der ostfriesischen Stichmethode, bei welcher das Moor etagenweise abgebaut und das Aufsetzen und Trocknen der Torfsoden unmittelbar neben den Stichgräben vor- genonnnen wird. Die Gewinnung geschieht für fiscalische Rechnung, der Verkauf im Wege des Meistgebots. Der Betrieb ressortirt von der Forstverwaltung. An Torfsorten werden unterschieden: T orfsorte. || Taxpreis Gewicht pro Raummeter. a. Dunkeler schwerer Hagetorf mit Darg. ) 18 sgr. 250 Kgr. h. Leichter, mit Moosen vermischter Hagetorf. .'! 14 » 193 . c. Brauner Moostorf. i n » 152 . d. Weisser Moostorf. 9 » 152 . Der Nettoertrag in den letzten 10 Jahren pro Heetar 23, l thlr. betragen. hat 19,377 thlr. oder Preussisclie Staatsforstverwaltung. Finanzdirection Hannover. (D. A. lv. No. 256.) 1. Torfgeräthe aus den ostfriesischen Mooren (Oberförsterei Sandhorst): a. Grepe zum Abräumen der oberen festen, zum Torfstich unbrauchbaren Moormasse (Bunkererde); b. Krnmmspaten zur Fortschaffung der die eigentliche Torfbank bedeckenden Moossehieht; c. Sticker zum vertiealen Theilen des Torfes nach Länge und Breite; d. 2 Krieger zum eigentlichen Stechen und Ausheben der Soden; mit dem einen werden zwei, mit dem anderen nur eine Sode gewonnen; e. Forke oder P r i c k e zum Heben der Torfe auf die Karre, auf der dieselben zum Trockenplatz gebracht werden; f. Moorkrabbe zum Umhacken der dem Fruchtbau nach Brandcultur überwiesenen Moorfläehen. 2. Gerät he für Haidenutzung: a. Haidhacke (Twicke) zur Gewinnung von Haidplaggen (Streumaterial) und Brennbülten; 67 b. Haidlelm, sichelförmiges Instrument zur Gewinnung der Ilaide als Streu. 3. Gerät he zur Rolirnutzung (Wilhelmsburger Rohrkämpe bei Haarburg): a. Rohrsichel (Reetsäge) zum Abschneiden des Rohrs; b. Rohrsichelhaken zum Aufnehmen des Rohrs; c. Rohrkratzer zum Auskratzen (Kämmen) des Schilfes aus den Rohrbunden Preussisclie Staatsforstverwaltung. Oberforstmeister Werneburg zu Erfurt. (D. A. K. No. 257.) Die Pech- und Kienrussgewinnung im Thüringer W aide. 1. Harzgewinnung im Walde: a. 2 F i c h t e n a b s c h n i 11 e mit Lachten; b. Harzmesser zum Anreissen der Lachten, zum Auskratzen des Harzes und zur Oflenhaltung der Wundränder (Flussmachen) ; c. Harzineste, Behältniss von Fichtenrinde zum Auffangen des durch das Scharren herabfallenden Harzes; d. Wisch, ein Stück Fichtenrinde zum Transport des Harzes; e. Rohharz (das durch Scharren gewonnene, ziemlich reine Harz); f. Flussharz (das auf den Boden herabgeflossene und beim Flussmachen (Oeffnen der Wundränder) gewonnene, durch Holz, Rinden, Moos etc. verunreinigte Harz). 2. Pechgewinnung: a. Modell einer Pechhütte (Maassstab 1:18), nebst Zubehör ; b. Pechkübel mit Pech (Maassstab 1:7); c. Nest (die in dem Boden der Pechtöpfe angebrachten Zweige, welche beim Pechsieden das Pech durchlassen und Verunreinigungen zurückhalten); d. P e c h ö 1 k o 1 b e n; e. Pechöl in einem Kruge; f. Pechgriefen (Rückstände aus den Pechtöpfen). 3. Kienrussgewinnung: a. Modell einer lvicnrusshütte mit Ofen, Russkammer und Russsack (Maassstab 1:18); b. Kienruss in einem Fässchen, c. Kienruss in einer Bütte. In den Preussiselien Staatsforsten des Thüringer Waldes findet die Harzimtzung nur noch in ganz untergeordnetem Maasse statt. Die Ablösung der Harzberechtigungen ist zum grössten Theile durch- geluhrt. Es besteht dort kein Zweifel darüber, dass die Nutzung ebenso schädlich für den Wald, als wenig einträglich für die Harzer und Pechsieder ist. Der ausgestellte stärkere Fichtenabschnitt liefert einen Beweis für das Verderben der geharzten Stämme durch Roth- fäule und Käferschaden. o 68 Königlich Sächsisches Finanzministerium. (D. A. K. No. 258.) Fichtenpech aus den Auerberger Staatswaldungen (Voigtland). a. Kesselpech, in Kisten eingesotten, von 4 Ctr. Masse, ä Ctr. 15 Tlilr. b. Griefenpech, ä Ctr. 4 Tlilr. J. Gr. Müller zu Löcherberg in Baden. (I). A. K. No. 259.) Ha rzf ahri ca te und Geräthe. • 4 Sorten Harz, 4 Sorten Pech, Ivienruss , Ivientheer, Terpentin, Terpentinöl, 2 Pechkränze, Rohharz, gelbes Wagenfett. 1 Instrument zum Anlachten und Ilarzscliarren, 1 Harz- meste. Grosslierzoglich Badische Domainen-Direction zu Karlsruhe. (D. A. K. No. 260.) Bürstenmoos und daraus gefertigte Waarcn (Bürste und 2 Besen) aus dem Forstbezirk Neustadt im Schwarzwild. (I). A. K. No. 261 bis 265.) Rohes und gesponnenes Seegras, nebs t Mit tlieilun - gen der Grossherzoglich Badi s ch en Do maincn-Dir ccti on über Gewinnung und Ertrag des Seegrases. Die Fabrikanten Dauphin zu Rheinbischofsheim in Baden, Balkhausen zu Neufreistädt » » Zimmer desgl. Hanser desgl. Schnebels zu Schütterwald » » Die Nutzung des Seegrases oder Waldhaars (Carex brizoides) ist in den Waldungen des Rheintliales seit einigen Jahrzehnten als Ersatzmittel des Rosshaars bei Polsterungen eine der bedeutendsten forstlichen Nebennutzungen geworden, die mitunter sogar den Werth des Holzertrages übersteigt. Dieselbe erstreckte sich 1872 in den badischen Rheinthalwaldungen auf ca. 5000 Ilectare und lieferte einen Reinertrag von 60,000 fl. oder von 12 fl. pr. Hectar. Einzelne Erträge stellen sich bei Weitem höher, z. B. 1872 in dem Rheinbiscliofs- heimer Gemeindewald mit 144 Hectaren auf 45 fl. 54 kr. und in dem Gemeindewald von Riegel bei 5,4 Hectaren auf 97 fl. pro Hectar. Am längsten (seit 1835) und am rationellsten ist die Nutzung in den 814 Ilectare grossen Mittelwaldungen der Stadt Freiburg betrieben. Das Seegras liebt einen feuchten, humosen Lehmsand- und Sandlehmboden, vermeidet trockene und versumpfte Stellen, beansprucht ein gemässigtes Klima und eine feuchte, warme Frühjahrswitterung, leidet durch Spätfröste und rauhe Winde, erträgt nur eine mässige 69 Beschattung und findet sieh am häufigsten in den 1 — 10jährigen Schlägen der mit Eschen, Erlen, Aspen und anderen Weichhölzern bestockten Mittel- und Niederwaldungen. Die Ernte beginnt Ende Juni, erfolgt durch Rupfen, erfordert das Ausbreiten und Dörren an sonnigen Orten, wozu bei guter Witterung 2 Tage erforderlich sind. Daran schliesst sich das Reinigen und Flechten in Zöpfen. # Je feiner und länger das Gras, desto besser die Waare. Nässe macht das Se*egras gelb und brüchig, was den Werth erheblich vermindert, 1 Hectar liefert 500, unter günstigen Umständen auch 1000 —1250 Ivilogr. 150 Ivilogr. rohes, trockenes Gras geben 125 Kilogr. gesponnene Waare, von welcher 100 Kilogr. mit G—12 fl. bezahlt werden. Die Zurichtungskosten für 100 Kilogr. betragen 2 fl. 40 kr. Die jährliche Gesammtproduction Badens ist auf 2,500,000 Kilogr. zu veranschlagen. Link & Solin zu Mutlau, Baden. (I). A. K. No. 2G6.) Kiefernsamen, getrocknete Heidelbeeren und Heidel- beersaft. Clir. Doll zu Griesbacli, Baden. (I). A. K. No. 2GGa.) Wachholderöl. Thomas Kölle, Feuerscliwammfabrik zu Ulm. (I). A. Iv. No. 267.) Sch waminwaaren. Preis: Beschneidschwamm.50 Kilogr. 100 thlr. Hühneraugenschwamm . . . dsgl. 80 » Zündschwamm, gepresst . . dsgl. 50 » Wundschwamm, ohne Salpeter . dsgl. 40 » Feinwolliger, gelber Feuer- schwamm. dsgl. 28 » Prima halbdicker gelber do. dsgl. 24 » Schwarzer Feuerschwamm . dsgl. 24 » Roher Schwamm. dsgl. 16 •> Collectiv-Ausstellung der Forstverwaltung Eisass- Lothringen. (D. A. K. No. 2G8.) 1. Kiefer nsa men-Da rrcFalkenstein, in der Oberförsterei Bannstein, dargestellt durch einen Plan, Beschreibung und ausge- klengten Samen. 18G2 nach älterer Construction errichtet. Luftheizung mit 54 beweglichen Horden, welche 21,6 Hectol. Zapfen fassen. Darrzeit für einmaliges Ausklengen 86 Stunden. Darr- temneratur 50° R. für Kiefernsamen, 25 bis 80° R. für Fichtensamen. 187- wurden 2260 Hectol. Kiefernzapfen gedarrt und daraus 1704 70 Kilogr. abgeflügelten Samens oder 0,7 5 Kilogr. pro Hectol. Zapfen gewonnen. 2. Trüffeln aus dem Ersteiner Rheinwalde, Oberförsterei Benfeld. 3. Schleifsteine von Sandstein. Baltisch er Verein zur Beförderung' der Landwirtliscliaft. Eldena, Pommern. • (I). A. K. No. 2G9.) Torfproben. Torfart. Benennung des Moors. Des Eigenthümers Bemerkungen. Name. Wohnort. Stichtorf No. 1. Grünland sinoor v. Lülimann Gnstebin . (4 Stück.) Stichtorf No. 2. desgl. do. do. (4 Stück.) Stichtorf desgl. Peters Siedcnbollentin (4 Stück.) clo. desgl. v. Zanthier Pactschow (4 Stück.) do. desgl. Reimer Güst (4 Stück.) do. desgl. Stadt Loitzen (3 Stück.) Stichtorf No. 1. Usedoiner - lhurbrueh Ilevdmann Cutzow (4 Stück.) Stichtorf No. 2. desgl. do. do. (4 Stück.) Stichtorf No. 1. S wineinünder - Hochmoor do. do. (2 Stück.) Stichtorf No. 2. desgl. do. do. (2 Stück.) Stichtorf — Gr. Hammer (1 St. zu Press- torfverwandt.) Streichtorf No. 1. S wineinünder - Hochmoor Ileydmann Cutzow (2 Stück.) Streichtorf No. 2. desgl. — — (2 Stück.) Streichtorf Grünlandsmoor v. Zanthier Paetsehow (4 Stück.) Presstorf desgl. Gr. Hammer (4 Stück.) Tradetorf desgl. Schwing Wüsteney (4 Stück.) do. Alter Hochmoor Reimer Güst (4 Stück.) do. Güster Hochmoor do. do. (4 Stück.) Maschinentorf Grünlandsmoor v. Zanthier Paetscliow (4 Stück.) W. Lentze, Presstorfwerk zu Einbeck, Hannover. (D. A. K. No. 271.) T o r fp r o b e n von feinster, chemisch präparirter Coupe - Heizkohle. Handelsgesellschaft Merkel et Cons., Torfmoor, Kolbermoor, Oberbayern. (I). A. K. No. 272). Torfproben. a. Stichtorf, pr. Ctr. 1 fl. 24 kr. b. Modeltorf pr. Ctr. 1 fl. 24 kr. c. Presstorf in fertiger Waare, pr. Ctr. 24 kr. d. Gepflügter TorfmüH i t? , ., . . -r, , c e. Gemahlener Torfmüll < zur Fabrikation des Presstorfes. mm er p VI. GSrupiie Holzverarbeitung. Preussisclie Staatsforstverwaltung. Forstmeister Erytliropel zu Clausthal. (D. A. Iv. No. 273.) 1. Wa 1 dköh 1 ere i am Harze: a. Ivöte (Köhlerhütte, Modell '/, n - Gr.); b. ausgesclmiiilter Meiler ohne Decke (Vs n - Gr.); c. Ansteckruthe (Zündstange) zum Anzünden des Meilers von unten; d. Füllstange ( 2 / 8 n. Gr.) zum Zusammenstossen der Kohlen im Quandelschaclit vor der Füllung; e. Wahrhammer; f. Stiege zum Besteigen des Meilers (Köhlerste", 2 / 3 n. Gr.); g. Klopfstock zum Dichten der Decke (% n. Gr.); h. Köhlerschaufel zum Bewerfen mit Stiihhe ( 2 / 3 n. Gr.); i. Heckenreisser zur Gewinnung des Rauhdachmaterials (n. Gr.); k. Köhlerhaoke (n. Gr.); l. Ziehhaken zum Kohlenlangen (n. Gr.); m. Kohlenharken ( 2 / 3 n. Gr.); n. 2 Füllfässer zum Kohlentransport ( 2 / 3 n. Gr.); o. Eimer; p. Tragholz; q. Fackel; r. Holzschuhe; s. Stürzkarre zum Kohlentransport ( V s n. Gr.); t. Bockkarren zum Herbeischanen des Holzes ( l / 8 n. Gr.); u. Handschlitten zu gleichem Zweck; v. Hillehille mit 2 Hämmern (trockenes Buchenhrett, neben der Köte aufgehängt, um durch Anschlag mit den Hämmern die Köhler zu benachrichtigen). 2. Schindelmacherei am Harz: . Schrotbeil; . Zuspaltbeil nebst Schlägel; c. Wolf zum Einspannen der Schindelklötze; d. Nuthstock nebst 5 Schindeln; 72 e. Zielunesser zum Glätten der Schindeln; f. Niebel zum Einschneiden der Nuthen. 3. Troghauerei am Harz: a. Dexel zum Hauen der Tröge; b. Wolf zum Einspannen'des Trogholzes. Preussisclie Staatsforstverwaltung. Oberforstmeister Mangold, Danzig. (1). A. Iv. No. 274.) Holzzeug und Holzpapier. 1. Holzzeug proben aus Kiefern- und Aspenholz (Oberförsterei Stangenwalde) im flüssigen und festen Zustande, aus der Holzsehleiferei von M. Morwitz et Co. zu Ivl.-Bölkau bei Danzig. In der Schleiferei werden vermittelst einer Turbine von 130 Pferdekraft in 24 Stunden 3 Kaummeter Holz verarbeitet, die 20 Cfr. Papierstoff repräsentiren. Zum Verkauf, der in grossen, gepressten Kuchen geschieht, wird das Holz durch 4 Schleifapparate, 2 Raffineurs, 2 Pressen und 2 Sortirapparate in Formen gebracht. 2. Holzpapier aus Holzfaserstoff (gekochtes Holz); Fabrik von R. Steinnnig zu Gr. Bölkau: a. aus reinem HolzfaserstofF, ungebleicht, b. » » » gebleicht, c. aus 50 pCt. Holzzeug, 50 pCt. Lumpen, gebleicht, obre sonstigen Zusatz, d. aus 50 pCt. Holzzeug, 50 pCt. Lumpen, gebleicht, geleimt, gefärbt. 3. Papierproben aus Holzstoff von alten und jungen Kiefern, alten und jungen Fichten, alten und jungen Aspen (Holzschleiferei von R. Steinnnig zu Gr.-Bölkau). 4. Proben von ungewaschenem Holzfaserstoff (gekochtem Holze) aus der Fabrik von Sinclair zu Glasgow und von gewaschenem deutschem Holze. Grossherzoglicli Badisclie Domainen-Direction. (I). A. K. No. 293.) Holzstoff zur Papierfabrication und Papier aus Holzstoff von H. A. Ficke zu Freiburg. Preussische Staatsforstverwaltung. Oberforstmeister Gum tau zu Stettin. (D. A. K. No. 275.) Verarbeitung von Holz aus der Oberförsterei Mühlenbeck (Pommern) zu Spänen und Trommel reifen: a. eine Buchenklobe zu Spanholz; b. 4 Sorten von Buchenspanholz in Bunden; 73 c. ein Stück Buchenholz zu Trommelreifen; d. ein Paar Buchentrommelreifen für Militair, nebst Bügeln; e. ein Stück Kiefernholz "zu Trommelreifen: f. 2 Sortimente Kieferntrommelreifen für Kinder; g. Denkschrift vom Oberförster-Candidaten Hesse. Die Ausnutzung von Holz zu Spänen und Trommelreifen in der Oberförsterei Miildenbeck ist nicht unbedeutend. Späne werden für Buchbinder, Galanteriearbeiter und Schuhmacher zu Einlagen, ferner von Tischlern und Glasern zur Bekleidung von Spiegeln u. s. w. gebraucht. Besonders gleichmässig gewachsenes, astreines, spaltiges Holz ist Erforderniss. Untere starke Stammenden werden am meisten gesucht. Das Reissen der Späne geschieht parallel den Markstrahlen in frischem Zustande des Holzes mit dem Spanholzhobel. Es können täglich 3 — 4 Schock Späne gerissen werden. Man unterscheidet 4 Sortimentsklassen bei durchweg 1 m. Länge, nämlich: I. 17 cm. dick, 16 cm. breit, Preis pro Schock 15 Sgr., II. 10 - - 18 - » » » » 12 » III. 8 » »21 » » » » - 13 » IV. 4,5 » » 16 » » « » » 8 » Zur Anfertigung von Trommelreifen wird das frische Holz in Bohlen gesägt , deren Stäike der Höhe der Trommelreifen entspricht. Die weitere Verarbeitung erfolgt mit Säge und Hobel, die Biegung über eylindrischen Holzformen nach vorheriger Erhitzung über Wasserdämpfen. Die üblichen Sortimente sind: Buchenreifen zu Militairtrommeln 1,49 m. lang, 0,87 cm. dick, 3,59 cm. hoch, pr. Schock 5 Thlr., K i e fe rn r ei fe n zu Kindertrommeln 0,6 m., 0,3 2 cm., 2,25 ein., pr. 100 20 Sgr., desgl! 0,7 8 in., 0,32 cm., "2,61 cm. pr. 100 25 Sgr. Preussisclie Staatsforstverwaltung. Oberförster Brandt zu Ivarnkewitz, Pommern. (D. A. K. No. 276.) Fabri cation von Zündhölzern (Fabrik von A. Kolbe & Co. in Zanow): a. ein Stück Kiefernrundholz; b. Zündhobel nebst 3 Feilen: c. ein zum Theil mit dem Zündhobel bearbeitetes Stück Holz; d. ein Bund Zündholzdraht; e. ein Blechetui mit Streichhölzern, mit und ohne Schwefel; f. eine die Fabrication darstellende ausführliche Denkschrift mit Zeichnungen. Die Zündholzfabrication in dein Ponnnerschen Städtchen Zanow, worauf sich die Ausstellung bezieht, verarbeitet jährlich gegen 3000 Raummeter Kiefernholz. 74 Der Industriezweig erfordert feinjähriges, gradspaltiges Holz, von 15—50 ein. im Durchmesser starken Stämmen, mit möglichst langen Jahrestrieben nicht unter 25 cm. Die Astknoten fallen bei der Bearbeitung aus. Das Holz wird in Längen von 2 m. möglichst so gekürzt, dass die Schnitte an die Astquirle zu liegen kommen. Die Drähte werden mit dem Drahthobel abgestossen. Ein Hobler verarbeitet in 4 Wochen 4 Raummeter (Preis 5 Thlr,), wovon 3 bis 3 ! / 2 Mill. Hölzchen ä 5—6 Thlr. gefertigt werden. Die Zahl der Zündholzarbeiter in Zanow beläuft sich auf 250. Die Zündholzdrähte werden in der Schwefelholzfabrik zerschnitten, sortirt und in Schwefel und Phosphor eingetaucht. ]\I. Buchecker zu Zwiesel, Bayer. Wald, Zündholzdraht - F abrikant. Ho lzwaaren: a. 6 Bunde Rouleauxhölzer und Zündholzdrähte (3 m. lang), b. 2 Scheiben viereckiger und 1 Scheibe runder gekürzter Zündholzdraht. Xaver Geisbauer, St. Oswald, Niederbayern. (D. A. Iv. No. 277.) Holzwaaren: a. 8 Bunde Rouleaux und Zündholzdrähte (3,9 m. lang); b. ein Kistchen gekürzter Zündholzdraht (5 Sorten); c. 1 Bund flache Stäbe; d. Blumengitterstäbe, halbrunde (ein Bund) und viereckige (ein Bund); e. Spiegelleisten, dreikantige (ein Bund) und vierkantige (ein Buna); f. Bleistiftnuthhölzcr (drei Bund) und Bleistifteinlagehölzer (drei Bund); g. Pinselstielstäbe (7 Sorten); h. Rouleauxhölzer (0,9 m. lang), breite gerippte (ein Bund) und runde (ein Bund); i. ein Bund Zündholzdrähte (0,9 m. lang); k. Jalousiebrettchen (ein Bund). Bernli. Büchner zu Hohenau, Niederbayern. (D. A. Iv. No. 278.) Ein Bund Zündholzdraht (2,1 m. lang). Landwirtlischaftliehes Bezirksamt zu Wegscheid, Bayern. (D. A. Iv. No. 279.) 10 Sorten Holzstifte für Schuhmacher nebst vorgearbeiteten Brettchen. I 75 Schönberger zu Beiwald, Bayern. (D. A. K. No. 281.) 4 Sorten Siebzargen. Felix Matschina zu Ochsenkopf, Bayern. (D. A. K. No. 282.) Holzwaaren: a. 1 Sortiment Siebzargen; b. 3 Stück gespaltenes Resonanzholz; c. 4 Bund Rouleauxdrähte (2 Bund gerippte, 1 Bund sternförmige, 1 Bund runde). Bezirksamt zu Kötztink, Niederbayern. (D. A. K. No. 284.) 1 Bund Holzdraht; 1 Holzstück. Haseleiche. Förster & Sohn zu Zwiesler-Waldhaus, Bayern. (D. A. K. No. 285.) Holz waaren: a. 5 Sorten (10 Stück) Resonanzholz; b. 1 Stück Claviaturholz; c. 1 » Deckelholz; d. 1 » Rahmenholz; e. 5 Sorten Spanholz; f. 2 Bunde Holzdraht. Diermeyer zu Kötztink. (D. A. K. No. 286.) 1 Fournierbrett, Maserholz. Pinsker & Gründer zu Aumühle, Bayern. (D. A. K. No. 287.) a. 2 Sorten Zündholzdraht in 3 Scheiben; b. Modell eines Meilers zur Verkohlung der Zündholzabfälle. Lichtenauer zu Waldhäusern, Bayern. (D. A. K. No. 288.) 4 Sorten Holzspäne. L ^nniiujB»a»f*sse t *£a ws i s s-vjKijtPiJs v v/v « » jtm 76 Engelberger zn Bogen, Niederbayern. (D. A. K. No. 291.) Drechslerwaaren von Holz: 6 Löffel, 2 Nudelwalzen, 3 Teller, 2 Schalen, 4 Klöpfel. Minet zu Graueisbaum, Baden. (D. A. Iv. No. 292.) Holzflechtwaaren: 1 Blumenkorb aus Rheinweiden, Preis 20 Thlr.; 1 Holzkorb, schwarz lackirt, Preis 4 Thlr. Friedr. Matzdorf zu Frankfurt a. 0. (D. A. K. No. 294.) 1 Kiefernbrett. Collectiv- Ausstellung der Forstverwaltung Elsass- Lotliringen. (D. A. K. No. 295.) Holzverarbeitung. 1. Holzschuhfabrication im Eisass: a. Werkzeuge (Holzschuhbeil, Holzschuhdexel, Holzschuhmesser, Holzschuhbohrer (Anfänger), kleiner Holzschuhlöffel, grosser Holzschuhlöffel, Zunge zum Ausputzen, Stossmesser zum Rundmachen der Ferse); * b. Holzschuhklötze, oberflächlich behauen; c. 9 Paar ausgearbeitete Holzschuhe für Kinder, Frauen und Männer, sämmtlich aus Buchenholz. 2. 12 Bündel Korbweiden. 3. Imprägnirte Hölzer aus der Imprägnir-Anstalt von Singer zu Reichshofen, 2 Buchenschwellen und Eichendielen. 4. Reiserholzkohlen aus den Vogesen. - r^iYiWBh'r'ifTi Mf ti ■ m~ri>r * ir m VII. Gruppe. Forstemrichtimg und Verwaltung*. Preussisclie Forstverwaltung. Centralforstbehörde in | Berlin. ; ! (D. A. K. No. 297.) 1. Statistische Tafel über das Areal der Preussi- sclieil Staatsforsten nach Gesammtfläche, Holzarten, Betriebsarten und Altersklassen, für den Waldzustand vom 1. Januar 1873,. nach Regierungsbezirken in einer Tabelle, und nach Oberförstereien in einem Bande. i » , 1«», i irtai ü irniw *: 78 Ueber über Staatsforsten der nach Flächen-Inhalt der Holz- und am 6 i o 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 Regierungs- Bezirk. Anzahl der Oberförstereien. jGesammt- Grosse der Staatsforsten. Davon sind Holz- und zur Holzzucht nicht benutzt. zur Holzzuchl benutzte Flüchen und bestimmte Blossen. Kiefern und Lärchen. Fiebten und Tannen Eichen. a. ertragsfähige BTä< b. ertragslose hen. Hectar. II e c t r- 11 e c t a Königsberg. 35 235,355 26,263 34,323 174,769 99,110 32,463 1,816 Gumbinnen. 36 233,230 37,384 15,775 180,071 94,046 49,564 1,182 Danzig. 14 102,383 5,753 6,379 90,251 71,879 1,008 2,828 Marienwerder. 27 186,104 7,631 8,657 169,816 162,199 95 3,070 Posen. 13 70,045 4,006 2,343 63,696 59,307 115 1,180 Bromberg. 14 100,917 3,198 4,497 93,222 89,983 1,710 26 122,179 7,139 2,876 112,164 86,009 244 6,540 Cöslin. 11 50,746 2,285 2,347 46,114 30,130 3,880 Stralsund. 6 28,392 1,785 1,288 25,31« 12,182 350 5,669 Breslau.... 14 63,001 3,110 989 58,902 28,151 15,996 5,818 Liegnitz. 5 21,969, 907 580 20,482 12,775 5,244 890 Oppeln. 14 78 >5(35 3,382 1,295 73,888 62,955 8,296 1,076 Potsdam. 39 214,887 7,253 9,734 197,900 167,416 26 3,554 B rankfurt. 32 184,273 5,448 6,052 172,773 152,328 264 5,17« Magdeburg. 19 64,580 2,767 1,464 60,349 989 5,401 Merseburg. 22 78,733 4,517 1,546 72,670 52,045 2,534 5,002 Erfurt. 14 36,562 689 459 35,414 1,145 20,830 61 Münster. 1 2,4511 212 24 2,215 495 113 672 Minden.*.... 11 39,264! 811 623 37,800 2,421 6,958 4,567 Arnsberg. 8 19,645 438 367 18,84« 301 3,533 2,168 Coblenz. 9 26,790 542 196 20,052 1,139 4,213 2,900 Düsseldorf. 6 18,293' 1,404 785 16,104j 6,948 156 5,807 Cöln. 4 12,322 485 131 11,706 2,269 912 Trier. 17 63,088 986 737 61 »365 2,294 8,956 7,266 Aachen. 8 28,874 308 444 28,122: 2,501 6,303 999 Cassel. 90 200,137 3,617 2,658 193,862 46,551 18,541 21,692 Wiesbaden. 53 52,832 956 1,241 50 * (535* 2,9li9 4,310 2,177 Hannover. 118 246,286 9,116 6,848 230,322 81,003 03,772 19,432 Schleswig.... 16 35,069 7,741 319 27,009j 5,198 4,544 1,848 Summa... 682 2,616,972' 150,103 1 |l | 114,977 j2,351,832^ 1,371,405'261,015 129,450 79 sicht die Preussischen Monarchie dem Betriebsarten und der Altersklassen 1. Januar 1873. Betriebs - Arten - Tabelle. Altersklassen-Tabelle für den Hochwald. Buchen. |! Erlen j und Birken ! etc. I Summa Hochwald. Mittelwald. Niederwald excl. Schälwald uni Weidenheger. Eichen- Schäl- wald. 1 ' Weidenheger. t über 80 Jahr alt. 41—80 Jalir alt. 1 1—40 Jahr alt. Blossen zur Holzzucht bestimmt. H e c t a H c c t a r. 5,784 26,740 165,913 1,278 7,578 42,272 60,707 55t301 7,633 3,203 20,839 168,834! 11,228 9 37,228 59,087 62,403 10,116 13,439 836 89,990’ 151 110 15,474 35,449 37,628 1,439 1,968 2,321 169,662 67 87 38,047 74,454 52,951 4,210 549 1,408 62,559 340 568 228 1 16,311 17,484 24,607 4,157 172 1 .932 93,138 84 23,494 33,749 34,275 1,623 13,291 4,594 110,738 1,425 1 34,527 29,032 41,524 4,755 8,634 2,835 46,114' 13»051» 11,622 19,672 1,764 4,565 1,017 23,7831 1,536 6,521 4,278 11,265 1,719 1,656 2,496 54,117; 1,442 2,263 426 654 16,209 18,610 17,873 1,425 207 258 19,374 566 168 226 148 3,754 7,002 7,906 712 117 620 73,064 698 12 34 80 21,193 24,724 26,231 916 9,915 12,642 193,553' 502 3,714 131 51,801 61,833 74,315 5,604 5,727 4,793 168,288 1 4,263 150 72 54,888 46,804 63,452 3,144 3,921 3,496 49,403 9,280 451 463 752 9,650 15,199 23,817 737 5,547 1,333 66,461' 4,896 907 121 285 14,956 23,483 25.164 2,858 8,837 105 31,038 4,376 6,505 12,434 11,256 843 673 34 1,9871 228 459 471 1,017 40 21,602 532 36,080 1,441 279 9,713 11,356 13,761 1,190 12,062 259 18,323 127 81 309 5,270 5,357 7,159 537 13,080 1,415 22,753 324 2,975 4,171 7,335 11,099 145 1,671 334 14,916 137 113 520 418 2,157 4,375 8,135 249 2,890 174 11,299 225 9 166 7 2,511 2,365 5-860 563 40,079 912 59,50 54( 1,312 15,081 17,54] 26,581 301 6,900 762 17,465 3,455 3,252 3,950 4.713 2,593 9,110 1,049 102,000 1,929 190,713 547 228 2,374 37,467 64,91- 81,206 7,126 37,683 594 47,733 1,445 1,457 12,917 16,81( 17,842 164 58,008 3.365 225,580 2,572 1,934 *235 1 42,261 56,942 115,711 10,666 14,555 816 26,961 48 • 6,297 7,810 10,207 2,641 398,735 98,741 '1 | 2,259,346 33,179j 41,242 15,440 2,625 | 1 548,969|734,726 897,328 78,323 80 2. Karte von den Waldungen des Regierungsbezirks Cassel in 37 Blättern mit Darstellung der Terrainverhältnisse und mit Unterscheidung von Staatswäldern, Halbgebrauchswäldern, Gemeindewäldern, Stiftswäldern, standesherrliclien Wäldern und Privatwäldern. 3. Die Yermessung und Eintlieilung der Preussi- schen Staatsforsten. ’ a. Das Verfahren bei der Vermessung und Eintlieilung, dargestellt vom Forstmeister Defert, Vorsteher des Forsteinrichtungsbureaus in Berlin. Die Y'ermessung der Preussischen Staatsforsten hat seit einigen Jahren eine vollständige Umgestaltung erfahren. Sie gründet sich auf ein Polygonnetz von festen Hauptlinien. Eine Instruction über das gegenwärtige Verfahren der Vermessung und Eintlieilung ist noch nicht ergangen. b. Gr enzv ermessungswerk der Oberförsterei Falkenwalde. 4. Die Abschätzung der Preussischen Staats forsten, dargestellt: a. durch das Abschätzungswerk der Oberförsterei Gossera und die zugehörige Wirthschaftskarte (Hochwald); b. durch das Abschätzungswerk der Oberförsterei Falkenwalde und YV irthschaftskarte (Hochwald); c. durch das Abschätzungswerk der Oberförsterei Schkeuditz, nebst Wirthschaftskarte (Mittelwald); d. durch das Taxations-Revisionswerk der Oberförsterei Mühlenbeck, nebst YVirthschaftskarte. Die Abschätzung der Preussischen Staatsforsten erfolgt bei den Ilochwaldungen nach der Fachwerksmethode, und zwar je nach den Umständen, nach Flächenfachwerk mit Ertragsberechnung für die erste Periode, nach zusammengesetztem Fachwerk mit spezieller Er- tragsbereclniung und nach zusammengesetztem Fachwerk mit Ertragsberechnung nach Ertragsklassen; dagegen bei den Mittelwaldungen nach Flächentheilung für Schlagholz und nach einem IIolz- theilungsverfahren mit Altersklassensonderung und Zuwachsnachweis für das Oberholz. Die alle 10 Jahre wiederkehrenden Taxationsrevisionen haben die Aufgabe, auf der Grundlage eines vorhandenen Abschätzungswerks nach den Aenderungen, welche seit der Abschätzung im Waldzustande eingetreten sind, und nach den Ergebnissen, welche die YVirthschaft geliefert hat, das Y r ermessungswerk zu berichtigen und die YVirthschaftsgrundlagen für die nächste Zeit zu beschaffen. Die nach der Verschiedenheit der Verhältnisse angewandten verschiedenen Methoden, welche von den vor längerer Zeit ergangenen Abschätzungsinstructionen erheblich abweichen, sind in den ausgelegten YVerken dargestellt. 5. Geschäftsanweisung für Oberförster vom 4. Juni 1870, und Dienstinstruction für die Förster vom 23. Oktober 1868 in den Preussischen Staatsforsten. (2 Exemplare). S1 Preussisclie Staatsforstverwaltung. Oberforstmeister Kr um liaar zu Gumbinnen. (I). A. K. No. 298.) Karte von den II o 1 z h a n d e 1 s s t r a s s e n der J o h a n n i s - burger Haide, nebst einer Statistik der darauf in den letzten 5 Jahren statt gefundenen Floss er ei. Die Johannisburger Haide bildet einen 80,000 Hectare grossen Waldcomplex in der Provinz Preussen an der Russischen Grenze. Für den Holzabsatz sind die Flössstrassen, welche anderwärts in Preussen an Bedeutung verloren haben, von erheblicher Wichtigkeit. Die Bauhölzer aus der Johannisburger Haide gehen zu Wasser, theils durch Pisseck, Narew, Bug, Weichsel nach Danzig (19,004 Festmtr. in den 5 Jahren von 1868 — 1872), theils durch Pisseek, Narew, Bug, Weichsel. Bromberger Kanal, Netze, Warthe, Oder, Finow-Kanal, Havel nach Berlin (12,J44 Festm. in den 5 Jahren von 1868—1872); theils verbleiben sie in der Provinz und gehen dann nach Bahnhof Loetzen, sowie durch die Angerapp in den Pregel etc. (49,785 Festmtr. in den 5 Jahren von 1868—1872). Die Brennhölzer bleiben ebenfalls in der Provinz (224,172 Rinmtr. in den 5 Jahren von 1868—1872). Die Flösserei aus der Johannisburger Haide nach Danzig tritt allmälig zurück in Folge der steigenden Berliner Holzpreise und der Einführung des Pfennigtarifs für Holz auf der Ostpreussisehen Südbahn. Preussisclie Staatsforstverwaltuug. Regierung zu Wiesbaden. (D. A. K. No. 299.) W e g e n e t z 1 e g u n g und D i s t r i c t s e i n t h e i 1 u n g in den Gebirgsforsten der Provinz Hessen-Nassau. a. Karte der Oberförsterci Altenlotheim mit Wegenetz- und Districtseinthcilung. b. Beschreibung des Verfahrens in einer vom Oberförster Kaiser verfassten Brochurc. In den Gcbirgswaldungen der Prcussischen Staatsforsten wird in neuerer Zeit der Grundsatz befolgt, die wirthsehaftliehe Einthei- lung und den Wegebau auf ein planmässiges Wegenetz zu gründen. Nach diesem Grundsätze sind in den letzten drei Jahren 18,1 KH) Ilee- tare Staatswaldungen der Provinz Hessen-Nassau unter Leitung des Oberförsters Kaiser eingerichtet worden. Die ausgestellte Karte und Denkschrift dienen zur Darlegung des dabei angewandten Verfahrens. Aufgabe der Wegenetz 1 egung ist, alle Waldorte nach dem relativ, d. h. unter Anwendung des durch das Terrain gegebenen Gefallprocents, kürzesten Wege mit den Holzverbrauchs- und Absatzorten zu verbinden. Vorarbeiten sind: Ermittelung der Terrain- verbältnisse, am besten durch Messung und Kartirung mit äquidistanten Horizontalen, sonst durch Nivellements der wichtigsten Terrainpunkte unter Benutzung etwa vorhandener Karten, — ferner 6 S2 Feststellung der Hauptabfuhrriehtungen und der bereits vorhandenen, brauchbaren Land- und Wasserstrassen, — endlich Ermittelung des nach der Oertlichkeit (Gebirgsart, BodenbeschafFenheit, Wegeart) zulässigen höchsten Gefällproeentsatzes. Der letztere beträgt bei Erdwegen auf der rheinischen Grauwacke 7 Procent, im Kieselschiefer 8 Procent, für chaussirte Wege 5 bis C Procent. Das Wegenetz bildet sich aus einem sorgfältig durchdachten Systeme von Ilaupt- und Nebenwegen. Ilauptwege sind vor Allem die directen Verbindungswege der Gebirgssättel mit den Holzverbrauchs- und Absatzorten, — sodann die Tlialrandwege als tiefste Abfuhrgelegenheiten, endlich die Höhenwege entweder als Biickemvege oder als Verbindungswege der Gebirgssättel untereinander. Gebirgssättel sind die Einsenkungen in Gebirgsrücken, welche der Gestalt eines Reitsattels ähnlich von dem Sattelmittelpunkte aus nach zwei Seiten hin (in der Längsrichtung des Rückens) ansteigen, und nach zwei Seiten hin (in der Querrichtung) fallen. Auf ihre Benutzung wird erheblicher Werth gelegt, weil sie als die tiefsten Stellen der Gebirgs- Riieken die Anwendung der günstigsten Gefüllproeentc und der kürzesten Wegerichtungen gestatten, weil sie ferner die natürlichsten Sammel-, Kreuzungs- und Uebergangsstellen sind. Die Nebenwege (Aufschlusswege) dienen zur Aufschliessung der Waldflächen zwischen den Hauptwegen. Bei unfahrbarem Terrain wird eine 'Wegeentfernung von 1ÖU bis 150 m. als genügend zur Aufschliessung des Waldes erachtet. Weitere Grundsätze für die Wegenetzlegung sind, den abwärts führenden Wegen nur Fallrichtung zu geben, — Gegensteigung (verlorenes Gefall) zu vermeiden, bei langen Steigungslinien das Gefallprocent nach oben zu vermindern, in Abständen von 250 bis 500 m. horizontale Ruhestellen von 10 bis 50 m. Länge einzulegen und die Kurven mit einem hinreichend grossen Radius (15 m.) hei geringem Gefall (bis ,‘l Procent) anzulegen, von einem hohen Procentsatze allmälig in die Horizontalrichtung überzugehen, — bei Anlage von Hauptwegen den Sonnenseiten den Vorzug vor den Schattenseiten zu geben, — endlich Rückenwegje nicht auf der Mittellinie des Rückens, sondern etwas unterhalb derselben an den Schattenseiten anzulegen, um die geringen Bodenpartieen der Höhen zu dem gleichartigen Boden der Süd- und Westseiten zu bringen. Zu dem örtlichen Durchlegen der Wege- linien ist das Bose’sehe Nivellir-Instrument *) mit bestem Erfolge angewandt worden. Aufgabe der I) istri ctse i n t heilung ist, Wirthsehaftsfiguren von geeigneter Grösse, Form, in passender Aneinanderreihung und unter möglichster Anlehnung an das Wegenetz herzustellen. Soweit hierzu die Wege und Terraingrenzen nicht ausreichen, wird das durch dieselbe gebildete Ilaupteintheilungsnetz durch geradlinige Hülfslinien, die bei abwärts gehender Richtung senkrecht auf die Ilorizontalkurven treffen, untergetheilt. Als Normalbreite für Wege und fahrbare Schneisen gelten 5 m., für unfahrbare Schneisen 2,5 m. Eine dauerhafte Versteinung des Wege- und Eintheilungsnetzes bringt die Arbeit zum Abschluss. *) Vgl. No. 301 des D. A. K. 83 Grosslierzoglicli Badische Doniaineii-Direetion in Karlsruhe. (D. A. K. No. 300.) 1. Yermessuiig der Badischen Domainen- und Genie i n de wa 1 düngen , dargestellt in 10 Musterplänen. Nach §. 31 des Badischen Forstgesetzes vom Jahre 1833 müssen in Baden alle Waldungen vermessen werden. Seitdem ist die Vermessung und Einrichtung sämmtlicher Staatsund Gemeindewaldungen bewirkt. Die ausgelegten Musterpläne geben ein Bild von dem Detail sowohl der Vermessung, welches sich auch auf die Niveauverhältnisse bezieht, als der Eintheilung. '2. Abschätzung und Statistik der Badischen Domainen-, Gemeinde- und Körperschafts Waldungen. a. Dienstanweisung über Forsteinrichtung vom 19. Juni 1809; b. Forsteinrichtungswerk und Statistik von den Domainen- waldungen des Forstbezirks Eltenbeim für den Waldstand vom 1. Januar 1870; c. Statistische Uebersicht der Hauptergebnisse der Forsteinrichtung, 1865. Die durch das Forstgesetz vom Jahre 1833 vorgeschriebene Einrichtung der Badischen Doma inen-, Gemeinde- und Körperschaftswaldungen bedient sich zur Ermittelung des Abnutzungssatzes der Ileyer’schen Methode. Die Forststatistik ist mit der Forsteinrichtung in Verbindung gebracht, worüber sich die Dienstanweisung ad a. ausführlich verbreitet. Aus den Forsteinrichtungen ist die forststatistische Uebersicht ad c. hervorgegangen, welche einen Nachweis über Waldeigentliümer,'Boden, Meereshöhe, Betriebsarten, Umtriebszeiten, Holzarten, Waldfläche, Ilolzvorrath, jährlichen Zuwachs und jährlichen Abgabesatz enthält. 3. W irths ehaf t s -O rdnungen für Domainenw a 1 dungen vom 29. Mä r z 1 8(5 9 und für Ge m eind e- und K ör p er Schaft s- Waldungen vom 24. April 186 8. Grosslierzoglieli Hessische Oberforst- und Domainen- Direction. (I). A. K. No. 301.) a. Forst karten: zwei Uebersiehtskarten der Oberförsterei Wald Michelbach — 1 : 10,000 der natiirl. Grösse — Spezialkarte der Domanial -Ilackwaldungen der Oberförsterei Wald Michelbach — 1:5,000 der natiirl. Grösse — Loos- eintheilungs-Karte des Hackwaldschlags - Districts III. — 1 : 2000 der natiirl. Grösse (Hessischer Ausstellungsbericht No. 1—4). b. Werkzeuge: Bose’sches Instrument zum Nivellircn der Waldwege und Messen der Baumhöhen — ein grosses und ein kleines Exemplar — (Hessischer Ausstellungsbericht No. 5—6). 6 84 Faust inan n, Grossherzoglich Hessischer Oberförster zu Babenhausen. (I). A. K. No. 302.) Zwei Spiegel-Hypsometer (Bauinhöhenmesser), ein grösserer für 2 Tlilr., ein kleinerer für 1 Thlr. 20 Sgr. Col Iectiv - Ausstel lung der Forstverwaltung Eisass - Lothringen. (D. A. K. No. 303.) a. Forst-Uebersiclitskarte von Eisass -Lothringen, im Maassstabe von 1 :80,000, mit Darstellung der reinen Staatswaldungen, der ungetheilten Waldungen, an denen der Staat betheiligt ist, der Gemeinde- und Instituten- waldungen, Privatwaldungen, Oberförstereigrenzen und mit der nachfolgenden Flächenübersicht. 55 3 Bezeichnung der Forstmeister-Bezirke. Keine Staats- Waldungen. Hrctar. | Ar. Un- getheilte Waldungen. Ilcctar. | Ar. Gemeinde- Waldungen. Ilectar. | Ar. Instituten- Wal- dungen. Hectar. | Ar. Gesainmt- Summe. Hectar. | Ar. I. Forst-Direction Colmar. l Colmar-Mülilhausen ... 14,447 55 _ _ | 21,013 60 21 77 1 35,482 92 2 Colmar-Süd. 3,843 — — -- 31,157 42 7 97 38,008 39 3 Colmar-Nord. 2,194 70 613 11 25,478| 49 117 45 28.403 75 Summa I.... 20,485 25 613 11 80,619 51 147 19 101,895 06 II. Forst- Direction Strassburg. 4 Strassburg-Schlettstadt 4,883 45 _ _ 1 26,193 71 135 39 31,212 55 r> Strassburg-Strassburg . 9,950 — — - | 14,813 10 299 38 25,062 48 (> Strassburg-Zabern .... 20,582 99 511 92 1 11,981 90 53 61 33,130 42 7 Strassburg-Hageiiau ... 3,246 81 16,716 96 15,177 30 610 55 35,757 65 8 Strassburg-Bitsch. 22,376 91 — — 5,716 02 — — 28,092 96 Summa II.... 61,040 oo — 17,228 88 73,882 03 1,104 93 153,256 06 III. Forst-Direction Metz. 9 Metz-Saarburg. 27,383 43 _ 3,581 41 ■ _ _ 30,904 84 10 Mefcz-Saargemund. 12,455 04 — 13,333 53 9 81 25,798 38 11 Metz-Metz. 4,720 68 153 88 7,552 34 953 92 13,380 12 Metz-Diedenliofen. 7,726 51 — 18,315 85 ! — — 26,042 36 Summa III.... 52,285 66 153 88 42,783 13 j 963 73 96,186 40 > » ii.... 61,040 22 17,228 88 73,882 03 1,104 93 1153,256 06 i.... 20,485 25 613 n 80,649 51 147 19 101.895 06 Summa totalis... 133,811 13 17,995 87 197,314 67 2,215 85 351,337 52 — ^Tr - *r t nirthri irt MT^TiTMr^^ s> '* £S ~— 85 b. Ucbersiclitskarte der Staats-, Gemeinde-, Instituts- und Privatwaldungen der Fo rstdirection Metz. c. Zwei Pläne vo-n Försterhäusern in der Ebene und im Gebirge. Till. Gruppe Jagd. Preussische StaatsforstvervvaIking. Oberförster Witte zu Gross - Schönebeck. (I). A. K. No. 304.) Modell von Jagdvorrichtungen fiir Rothwildstand (Drahtgatter, Futterseh uppen für Altwild und Kälber, Salzlecke). In den Oberförstereien Gross-Schönebeck und Grimnitz. wird auf Kosten des Königlichen Hofjagdaints in Berlin in freier* Wildbalm ein beträchtlicher Rothwildstand (gegen 2000 Stück) unterhalten, im W inter gefüttert und durch Wildgatter, in neuerer Zeit meist Drahtgatter, von den Culturen abgehalten. Auf die zu diesem Beliufe getroffenen Jagdvorrichtungen bezieht sich das ausgestellte Modell. Preussische Staatsforstverwaltung. Revier - Verwalter Ulrich zu Ibenliorst. (I). A. K. No. 305.) 1. Modell einer Elchwildgruppe, Hirsch, Altthier, Kalb. 2. 8 Elchgeweihe für die verschiedenen Altersstadien aus der Oberförsterei Ibenhorst, Prov. Preussen, dem Ilaupt-Elchwildstande des Preussischen Staates. Preussische Staatsforstverwaltuug. Forstmeister Guse zu Gumbinnen. (D. A. K. No. 30(5.) Elchgeweihe. Preussische Staatsforstverwaltung. Oberforstmeister Kr um haar zu Gumbinnen. (D. A. K. No. 307.) Elchwildschäden: 1. Kiefernstäinmehen, vom Elchwilde umgebrochen, um die Triebe abzuäsen; 2. Kiefernpflanzen, vom Elch- wilde verbissen; 3, Kiefernstäiiimcheii, durch das Geweih vom Elch- 87 wikle zerschlagen ; 4. Fichtenstännnchen, vom Elrhwilde umgehrochen, um die Triebe zu beäsen; 5. Ficbtenbüscbel (Ballenpflanzung), vom Elebwilde verbissen; 0. Fiebten, vom Elchwilde geschält; 7. Eichenwipfel, vom Elebwilde verbissen; 8. Birkenwipfel, vom Elcbwilde verbissen; 9. Erlenstainm, vom Elebwilde durch Abschälen der Binden beschädigt; 10. Erlenwipfel, im Winter und Sommer vom Elcbwilde verbissen; 11. Erlenwipfel, im Winter vom Elcbwilde verbissen; 1*2. Aspen, vom Elcbwilde verbissen $ 13. Weiden, vom Elcbwilde verbissen; 14. Stück eines Weisserienstamms, von welchem die Rinde vom Elcbwilde abgeschält ist. Preussisclie Staatsforstverwaltung. Oberforstmeister Mangold zu Danzig. (D. A. K. No. 308.) Kopf einer im Jahre 1871 auf der frischen Nehrung (bei Danzig) erlegten gehörnten Ricke, nebst einer Photographie davon. Nin Simon, Thierbildbauer zu München. 1. Hirsch in Lebensgrösse, in Gips modellirt. 2. Wildschwein (starker Keiler), modellirt. 3. Kopf eines Elehlii rsebes, modellirt. Anton Graibinger in München. (D. A. K. No. 194.) Abnormes Hirschgeweih, mit Kopf von Papiermachee, verkäuflich, 00 thlr. Collectiv-Ausstellung der Forstverwaltung Eisass-Lothringen. • (1). A. K. No. 309.) 1. Modell eines Saufangs. 2. Modell von Fanggruben für Sauen. 3. Ausgestopfte Thiere (Kopf eines Keilers, Fuchs, Wildkatze, 2 Kaninchen). 4. 3 Wolfsschädel (von einjährigen, zweijährigen und fünfjährigen Wölfen) und ein Hirschgeweih. -- Berlin, gedruckt in der Königlichen Geheimen Ober-IIofbuchdruckerci (R. v. Decker). mm Ki*>i #.*: jt». ^\V l' y '\ • '*'• - ' ff* '"' A '^V£'" ^Üä : S!,j rc£HkW^. Ar>*^ f'rv r ^*A<*.V•'' K " '■'•■' ‘ ^ ' ,*r** ''" * ■ >. zu*#* -'■ : lp» l;Ä* pi £•, ''iti ~ ^ > •: * A A ■V** ^SSSsssöftäSSS* te>«s»^ 2 :' IK ” r V’H 4 Ä*% m ' »'WN Ä Sä IÄXaA * '•>Va* a '' *.M* l v SSMöfl . ■ •<’ v; >' '■ ' •'■■■' « >>£ c ^;r; 'A X-AA TMW-Bibliothek y^yZU^m ' — • ' ft ÄJ^* Ä ' ,/ * ,; 2 ^s S '-' W, 0023509 9 *3tSfejÄ : .£äK-*'