^ Ff VA W-!' \ ■> ,?V-f spds C'Y t r /«t, -■* V,' Vf,' & ■ 'll ' < If jSrW-! : - /* l*fc .*. . »I.- V -. »I * ; ’ ' u ■' ï*. ., v . ; «ISf* > I Cr :-'4 -— -—' ■' '.-tÿ ■ » ' ■ ,V. *./£. ate,5r*$ * MS PFLANZENREICH AUF DER Wim WELTAUSSTELLUG III JAHRE M NOTIZEN ÜBER DIE EXPONIRTEN PFLANZEN, PFLANZENSTOFFE UND PRODUKTE, SOWIE ÜBER IHRE BILDLICHEN DARSTELLUNGEN. VON FRANZ ANTOINE K. K. HOFGAKTEN-D1KECTOU. (SERARAT-ABDRUCK AUS ALEXANDER SK.OFITZ’ „ÖSTERREICH. BOTANISCHE ZEITSCHRIFT.- 1 ) WIEN 1878. CA UI, U ERRRRKL'TKR’SCH K Rl’ClIDRCCKl (M. SAI.ZKU). M,- ,HJa '«•ja wi Hjiü/i Bi if\ *4*3 ’.TfJl «f#t) XiWiW.äSfrUH'J .. :/^Ku.tatT$istaat«ö r 'sw**'- « *«*- /.S.Ù < ** joim«»,» mt raw tr'ijlfiil'M,'» HRj^Ti-n ; fil :< 1 JMW .MXU» .V «%*"• ■,atr/r Der öftere Besuch unserer grossartigen und prachtvollen Weltausstellung im Jahre 1873, regte mich an, mir in einigen Abtheilungen Notizen über die aus dem Pflanzenreiche vorhandenen Rohstoffe und ihre Verwendung im Haushalte des Menschen, so wie über ihr Erscheinen auf bildlichen Darstellungen oder Vegetationsansichten zusammen zu stellen. Ich fasste bald den Entschluss, auf diese Weise bei allen', aus dem Pflanzenreiche ausgestellten Gegenständen vorzugehen, um eine Uebersicht zu erlangen, wie das vegetabilische Reich aus den verschiedenen Ländern vertreten sei. Es war eine schwierigere Aufgabe, als ich sie mir anfangs vorstellte. Bald lernte ich Hindernisse kennen, die sich meinem Vorhaben entgegenstellten. Oft waren die exponirten Gegenstände derart aufgethürmt, dass man die oberen nicht mehr deutlich besehen konnte, theils waren sie unleserlich etiquettirt und entbehrten oft jeder Beihilfe eines Kataloges, theils konnte man nur mit sehr grossen Zeitopfern Aufschluss über Dieses oder Jenes erhalten. Endlich aber wirkte die ungeheure Menschenmenge hemmend, manchmal die hohe Temperatur in dem Ausstellungsräume geradezu abspannend ein. Ich habe meine Notizen mit den Objekten der fremden Welt- theile begonnen und musste Europa, welches auf eine höchst glänzende Weise vertreten war, grossentheils im Rückstände lassen, da mir schliesslich die Zeit mangelte, welche durch vermehrte Berufsgeschäfte in diesem Jahre sehr in Anspruch genommen wurde. Es wolle demnach der Leser Nachsicht üben, wenn ich, besonders was Europa anbetrifft, nicht alles mit der Genauigkeit aufführe, die ich mir anfangs zur Aufgabe gestellt hatte. Es schien mir von Interesse zu sein, die Namen der Weinsorten, Cerealien etc. aufzunehmen, welche von den verschiedenen Ländergebieten eingesendet wurden, um nach dieser Richtung den Kulturzustand bemessen zu können. Aus gleichem Grunde verzeich- nete ich auch die Namen der exponirten plastisch dargestellten Früchte. Die Gelegenheit, die sich darbot, die Trivialnamen der Pflanzen grossentheils aufgeführt zu finden, unter welchen sie in den Ländern kursiren, woher sie zur Ausstellung gelangten, bewog mich, selbe den scientifischen Namen nachzusetzen. •V,VnC* , äW«V Ä« »V - :•/.. • ■^iîic.oi vivaria ii-w'-viHvrn wpjpp ■ t'v 3»V : c nn‘M) tö (I m«r»î*:ît’'>tvi7 n*»b pur 4\>nff '«hssitidjiits’g'W n *»i.s K‘i i ?.*« .m&fjh'trHâ*** iavr -••Ä « '‘jit «*ü ni nirji- ,»♦« ifatm .8741 vi-fct inj jsmdMt^uidfoVr f»'>T*Krn»h:i» a^mnNjkiidlY ift*». «in* rtf) tj 1ti fivNtl<>V t H'^nufWfl! W «*d ^««».yuiblf »*-»h yJkri-iisä fr« ;:'*wv V *p«-i fort aflüledoN ' n*iitznUù*U f«tfa M»fH ateaAl 4*4 ,.fi*4Ha fl* uom«if*m -'<ü hViK'- »y<«»a sd-ii'iwntiiisIM urob feo* Y****** iwi d*u v W ^.wi l*t) >»// jrfjjitruli*» :;i hî Ahvtti ■/'.* iw , 3 «*Yffy n*/é;*ji*g .ffv» no* • ‘-T»» ' »Vfl’*»' 1 ' -™v criî»t,->»n ifttt olh itai o>rm! h’tift ^ {vihUmitfi **io iwrw TH} .oijjbtefw^yfno *-.M it‘s; *} ,iUsw*i) *u*flïn i4’»i»f -ir»T*id*i 'ji& asfih ..lronb'btOtfB hm/d' fin «M'iMiJKt bus ttîîbipito »te imrrff slf’rt» /4nnoi •eo-iji ‘bu ’îfm n«m »imioji «ffwii ?.**uî» rfiliifbH i-,b»{ ii >fP iûl itgii'îl iî»fcu ?. e^J v,*}fc ■ iuÀ «»* - ftifc j/nNffritMrr ,bfl»wmofl »3f»r«TJitf>jfo?ll‘/tö »WMf'ri^y <;ù ■ .iu 4 öati}fint?->47frt{v*te>uA m f»i vitoi+nm^T fcrfJrf ifît« ■»•fl <«b ipdJafrfO irab il - / Mtfbai îifterf { -a/iis S?.»bx"»i '"iHi \uh t t .^ni/H ote^nm bün dööooji^d oHadl •k «J «iiià»Uji»«Krr^ niJoiiitty tîfMiw; . -atuT*»# *h4w**v» / tr»iifb sd'A**# y^l-rprient f'iS **rb ibifc&étith?'liiv-v^j .ainsi?/ HfimÊiHHitv# rf.jiKjan/. ni t.'îfth ïnasaib ni »fî< d^J¥f*5 r ^- .n-vltt V.; ,ifcr'

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Acacia various Benth. — sapindoides 30—40' hoch. — aulacocarpa A. Cunn. 20—30' hoch. Atherosperma micranthum Tul. 50 bis 80' hoch. Araucaria Bidicillii Hook. Avicenia tomentosa L. 20—30'. Backhausia citriodora F. Midi. 18—20'. Bauhinia Hookeri F. Mull. Bursaria incana 30—40'. Barclya syringaefolia F. Miill. Blachontia? citriodora. Banksia compar Br. (Beefwood). Croton acuminatum Lam. Cedrela australis Haro et Mull. Celtis sp. Callitris sp. Cupania pseudorhus A. Rich. 30— 40 Fuss. — xylocarpa A. Cunn. 50—60'. — australis. Ceratopetalum apetalum D. Don. 70—90'. Cryptocaria glaucescens Br. Cargillia australis Br. 60—80'. Callistemon lanceolatus DC. 30 bis 40'. Casuarina tenuissima. 40—60'. Canthium ixoroides 20—30'. Duboisia myoporoides Br. 30—40'. Eugenia sp. (Iron wood) 14—20'. — marginata. Eucalyptus maculata Hook 70— 90 Fuss. — sp. 70—90'. — paniculata Sm. (Bload wood). — latifolia F. Miill. 10—16'. Elaeocarpus grandis F. Miill. 90 — 100 '. Erythroxylon australis F. Miill. Erithryna vespertilio. 30—40'. Eremophila Mitchelli Benth. 20— 30'. — bignoniaeflora F. Müll. Exocarpus sp. Flindersia australis R. Br. — Oxleyana F. Miill. 100—150'. Strzeeleckiana F. Müll. 60—70'. Gligera? multiflora. 60—70'. Hodgkinsonia ovatifolia. F. Midi. Hartighsea (Dysoxylon Blume) tri- cosiphona (?). Harpulia pendula Planch. 50—60'. Jambosa n. sp. Ixora n. sp. Ixisporus spinescens F. Müll. Maclura (Morus) Calcar Galli A. Cunn. (Cudrania javanensis Trecul). Melia Azedarach L. Melaleuca ferrea. — viridiflora Sm. 40—50' — nodosa Sm. 30—50'. Myrtus acmenioides F. Miill. 30—40'. — argentea. 60—70'. Morus Brunoniana Endl. 40—50'. Maba gemminata Br. Notelaea longifolia Vent. Owenia serrasensis? 3 Owenia venosa F. Müll. 40—60'. Olea pcimculata Br. 50—70'. Petalostigma (?) quadrilocularis. 40—50'. Rottlera tinctoria Roxi). 60—80'. Bhus australasia. Rhizophora Manglae L. 12—16'. Ratonia australis ? 40 — 50'. Sersalisia sp. 40—60'. Stenocarpus sinuatus Endl. 40—■ 60'. Symphyodon australis (Gray Plum). Vit ex lignum vitae Cunn. Xanthoxylon brachiatum. Cor chorus olitorius L. Four croya gigantea Vent. Musa paradisiaca L. — textilis Nees. Fas erpflanzen. Sanseviera cylindrica. Sida retusa L. (Queensland liamp., sehr lange Faser). Sterculia quadrißda R. Br. Von Auracaria Bidwilli Hook. lagen zwei der grossen kugelrunden Zapfen auf, welche wegen Mangels an hinreichender Verwahrung in ihre riesigen Schuppen zerfielen. Macadamia tenuifolia war durch ihre Nüsse, Musa paradisiaca L., Manihot utilissima Pohl und Colocasia esculenta S. Mel. durch Mehlproben vertreten. In einer Grösse von 21"X15" erschienen 40 Photographien, welche Ansichten von Ländergebieten vorstellten, darunter Scrubland, Timber Cutting (umgehauene Bäume werden von den Eingeborenen durch mit Ochsen bespannte Wagen verführt). Tee tree ( Melaleuca ericifolia Smith) Greek, Sandy bed of Greek, Coast Country, Agricultural land, open forest Country, Scrub Country mit liegenden Bäumen und vielen Farnen. An 114 Photographien in der Grösse 10X11" waren kolorirt und in folgende Sektionen eingetheilt: 1. Alluvium agricultural land des pazifischen oder östlichen Küstendistriktes. 2. Oberflächliche und tiefere Goldgräbereien im aufgeschwemmten Gebirge. 3. Gebüschland, hauptsächlich zur Zuckerrohr-, Baumwoll- und Maiskultur geeignet. 4., 5. Unbrauchbares Land. 6. Ebene, bedeckt mit Salzpflanzen und saftigem Grase. Vorzügliches Weideland. 7. Grosser Reichthum ausgezeichneter Kohle. Schlechtes Weideland. 8. Das ausgezeichnete, kohlenführende Schichtensystem der Kolonie. Schlechtes Weideland. 9. Kalksteinlager, oben schlechtes Weideland. 10. Formationen, in welchen die meisten Gold- und Kupfererz- legestätten Vorkommen. Schlechtes Weideland. 11. Bergbauterrain, reich an Gold, Zinn, Kupfer, Blei etc. Schlechtes Weideland. 12. Gutes Weideland für Rindvieh und Pferde, jedoch nicht für Schafe. Sandhältigcr Boden. 1 * 4 13. Fruchtbarer Boden, geeignet für Ackerbau und von wesentlichem Einflüsse auf die Erzführung und den devonischen, metamor- phischen Schichten. 14. und 15. Vorzüglicher Boden für Ackerbau und Wiesenkultur. 16. Squatter’s Hain. Eine Niederlassung. 17. Lebensweise der Viehzüchter. 18. Bergmanns Leben. 19. Gympie Goldfeld. 20. Cap River Goldfeld. Queensland dient durch diese Aufnahmen als Muster, da es gewiss wünschenswerte wäre, auch von anderen Ländergebieten auf ähnliche Weise eine Anschauung zu erlangen. 2. Victoria. Aus dem Pflanzenreiche fand sich unter den aus Victoria ausgestellten Gegenständen eine geringe Menge vor, Holzmuster waren ärmlich vertreten, am zahlreichsten Eucalyptus- Arten, Getreide waren unbedeutend, Wein hingegen zahlreich ausgestellt. Von photographischen Ansichten stieg die Zahl bis auf 150 in der Bildgrösse von 8X11", aber man beschränkte sich darin vorzugsweise auf Häusergruppen der Hauptstadt, und unter den wenigen landschaftlichen Ansichten erschienen einige Bilder aus dem botanischen Garten in Victoria. Holzmuster. Acacia melanoxylon R. Br. (Black wood). — implexa. Aster argophyllus Lab. (Musk.). Casuarina suberosa Otto et Dietr (Weeping Sheoak). Callitris verrucosa Br. (Desert pine cypress). Dogwood (Cornus). Exocarpus cupressiformis Lab. (Native cherry). Eupomatia laurina R. Br. Eucalyptus globulus Labil. (Blue gum), hiervon fand sich ein Stammstück von 5 Fuss Durchmesser vor, wovon der Kern vermodert war. — Stuartiana F. Müll. (White gum). — obliqua L’Her. (Stringy Bark). — mellidora A. Cunn. (Box). Eucal. fissilis (Messmate). — rostrata Cav. (Red gum). — MG?er 0 #«// 0 wA.Cunn.(lronBark.) — albens Miqu. (White Box). — corymbosa Sm. (Bload wood). — goniocalyx F. Midi. (Spotted gum tree). — longifolia F. Mull. Link. Fagus Cunninghami Hook. (Native Beech). Hedycaria Cunninghami Tul. (Myrtlewood.) Mountain Ash. Pepper tree. Sassafras-wood. Santalum acuminatum (Quandong). Tristania laurina R. Br. Victorian Blackwood. Wattle, (Acacia) long. Wattle, ground. 0 0 el c Atherosperma moschata Lab. (Native Sassafras). Eucalyptus globulus Labil. — amygdalina odor at a Lab. (Eucalyptusöl des Handels, ein flüchtiges, sehr angenehm riechendes Oel.) — oleosa F. Midi. (Mallee Scrub. „Oleosa“ des Handels, vorzüglich für Firnisse.) Gummi u Eucalyptus amygdalina Lah. (Peppermint bark). — sideroxylon A. Cunn. (Iron bark). von: Eucal. fossilis. — fabrorum Schlecht. — Stuartianum F. Müll. Melaleuca erici folia Smith. (Tee tree). — genistifolia. Mentha piperita L. — sativa L. nd Harze. Eue. rostrata Sm. (Redgum bark). — odorata. Xanthorrhoea hastilis Sm. (Grass tree). Essenzen und Tinkturen. Acacia decumanes (Wattle tree). Atherosperma moschata Labil. Essenz. Eucalyptus globulus Lab. Liqueure und Tinkturen. — amygdalina Lab. Liqueure und Tinkturen. Opium: Papaver somniferum L. Wird vorzugsweise zur Erzeugung von Opium in Gippsland gezogen. Zucker: aus Runkelrüben. Getreidesamen: Hafer, Gerste, Weizen, darunter mit rotli gefärbten Halmen. Weisse Weine: Riesling, Gouais, Verdello, Hermitage, Chasselas, Pineau blanc, Muscat, Tokay, Morillon. Darunter war Riesling die stärkst vertretene Sorte, ihr folgte der Verdello. Braune Weine: Muskat. Rothe Weine: Hermitage, Frontignac, Burgunder, Mataro, Muskat und Shiraz, Black cluster, Grenach, Sauvignon. Die hervorragendste Sorte war hierbei Hermitage. Ein Faszikel mit getrockneten Farnkräutern in riesigen Dimensionen nebst einer Sammlung von Früchten aus einer Masse nachge- alnnt, gehörte ebenfalls dieser Ausstellung an. Die Früchte waren ganz gelungen und zerfielen in Sauerfriichte, darunter: Small fruited Shaddok, West-Indian Lemon, Citron, Coil’s Seedling Citron, Lemon, Wild Lemon, Persian Sweet Lemon, Bergamot. Orangen: Silette, St. Michael’s, Teneriffe, Poor man’s, Bload, Seville, Mandarin, Cluster, Five Quartered, Parramata. Kirschen: Twyford Bigarreau, Clio, Monarch, Coil’s Early black, Hero, Rockport und Black Bigarreau, Governor Wood, Ohio Beauty, Bigarreau monstrueux de Mozel, Black tarlarian, Bigarreau Napoleon, Black heart, Scarlet bigarreau, White heart, St. Margaret, Beine Hor- tense, Downton, Sparhawk’s Honey, Aston, La Margarite. Feigen: De l’archipel, St. Dominique violette und blanche, Brunswik. Birnen: Citron de Cannes, Doyenne d’Eté. Pflaumen: St. Etienne, Yellow Ciiery, Damson, Blue violet, Early admirable, early Orleans, précoce de Tours, early rivers, Angelina Burdett, Peach, Black Mulberry, Loquats. 3, Adelaide. Die Ausstellung von Adelaide war sehr beschränkt. Weizen und Gerstensorten, einige Weine, darunter Heidelberger Wein, Arrowroot, Mehl und Runkelrübenzucker waren Alles, womit das vegetabilische Reich repräsentirt war. Von dem botanischen Garten legte der rühm- lichst bekannte Direktor des Gartens, R.Schomburgk, ein photographisches Album mit Ansichten desselben vor. Der Garten ist ganz im modernen englischen Style gehalten, Pleasure-Ground mit Teppichblumenbeeten fehlen auch in Adelaide nicht. Bamhuspflanzungen, Musen und Palmen ragen oft aus Gebüschen hervor. Das Bassin eines geräumigen Glashauses enthält eine Victoria regia Schomb. und die Kuppel eines Palmenhauses wird von vielen Stellen ersichtlich. An einem Teiche sind die Ufer reichlich mit Gynérium argenteum Nees. bepflanzt und die Weiden, welche die hohen Baumgruppen um denselben formiren, geben dem Bilde einen ganz europäischen Charakter. Zu beiden Seiten des geraden Hauptweges sieht man Agaven in Blüthe. Phoenix- Wedeln und Fttcca-Büsche geben dem Bilde ein fremdartiges Ansehen, und in dem für botanische Pflanzen reservirten Theile des Gartens, streckt ein dünn belaubter, gigantischer Eucalyptus seine Aeste himmelwärts. 4. Neu-Sceland. Mit einer ganz vorzüglichen Ausstellung erschien Neu-Seeland. Die Erzeugnisse dieser sich rasch entfaltenden Insel waren in namhafter Menge und gut geordnet vorhanden. Es fehlte nicht an reichlichen Mustern von Cerealien und Holzarten, welche deutlich etiquet- tirt waren, sondern auch der Vegetationsbilder ihres Landes war durch Aquarelle und Photographien gedacht, und in zahlreicher und sehr gelungener Durchführung eingesendet. H olzmuster. Alectryon excelsum Gaert. (Titoki) ein derbes, dauerhaftes und werthvolles Holz für den Wagenbau. Ätherosperma novae-zelandiae (Pukatea) Schiffbauholz. Aristotelea racemosa Hook. (Mako). — — var. hat lichtes, schöngeflecktes Holz. Aricennia tomentosa L. (Mangrove) liefert Pottasche. Caprosma linearifolia (Mikimiki) ein kleiner Baum, liefert gelbes Fournierholz und Axtstiele. 7 Capr. rotundifolia (Ivaramn) der Stamindurclimcssev beträgt 6—8 Zoll. Schreinerliolz. — propingua (Karamu) mit 6—8 Zoll dicken Stämmen. Carpodetus serratus Forst. (Matipo, in Wellington: Piripiriwhata) ein kleiner zierlicher Baum mit vveissem, zähen Holz für Axtstiele. Coriaria ruscifolia L. die Rinde enthält 10’8 Gerbestotf. Corynocarpus laerigata (Karaka) Schiffbauholz. Dammara anstralis Lamb. (Wauri) das werthvollste Holz der Colonie für Häuser, Schiffbau, Brücken und Möbeln. ■— — var. mit scheckigem Holz. Dacrydimn cupressinum Soland. (Rinru) 4 Fuss dickes Stammholz, sehr werthvoll namentlich das Kernholz. — Colensoi Hook, ein kleiner Baum, dessen Holz gelb oder weisslieh ist. Dodonaea riscosa L. (Ake-Ake). Dysoxylum spectabile (Kohe-Kohe) 1—2 Fuss Durchmesser, für Möbeln verwendet. Dracophyllum latifoüum All. Cunningh. (Nei-Nei.) — Urvilleanum A. Rieh. Stammdicke 6—12 Zoll, feines Tischlerholz. — Traversii (Nei-Nei) ein niederer, langsam wachsender, eigen- thümlich aussehender Baum, mit hellem, schongefärbtem Holze. Drimys axillaris (Horopito) Stammdurchmesser 6—8 Zoll, Möbelholz. Discaria toamatou , ein kleiner Baum mit feinem, hartem, biegsamen Holze. Epicarpurus microphyllus (Milchbaum) ein hoher, schlanker Baum, der einen milchartigen Saft ausschwitzt. Elaeocarpus Hookerianus (Po-Wako) ein sehr grosser Baum mit leichtem und weichem Holze. Die Rinde liefert eine schöne purpurne Farbe und enthält 9’8 Gerbestoff. — dentatus Vahl. (Hinau) mit noch lichterem und weisserem Holze als der vorhergehende Baum. Dieser ist grösser und weit verbreitet. Die Rinde wird in der Lohegärberei mit Vortheil verwendet. Man färbt die Flachsarbeiten damit sehr schön schwarz. Auch zur Tintebereitung ist sie vorzüglich, da weder ätzende Säuren noch Harze darin enthalten sind. Die Frucht des Baumes ist geniessbar. Eugenia Maire (Maire-tawhake) 2 Fuss Stammdurchmesser. Das Holz wird für Aekergeräthschaften verwendet und die Rinde enthält 16'7 Gerbestoff. Fagus fusca (Tawai) ein rothes, dauerhaftes Bauholz von grossen Dimensionen, da der Stamm bis 16 Fuss Durchmesser erreicht und bis 100 Fuss hoch wird. — Solandri (Black-heart-Bireh) Stammdurchmesser 8 Fuss. Für Eisenbahnen und sonstige Bauten zn verwenden. Fuchsia excordicata L. fil. (Konini) ein schöner Baum mit weiss- und rothgeflecktem Holze für Tischlerarbeiten. Es liefert rotlien Far- bestolf und die Rinde enthält 5'3 Gerhestoff. 8 Griselinia littoralis. Hat rothes, grobkörniges, dauerhaftes Holz. Grosser Baum mit schönen, glanzenden Blättern. Hedera crassifolia (Oho) mit 6—8 Zoll Stammdurchmesser. Hedycaria dentata Forst. (Porokaivvhiri.) Hoheria populna A. Cunn. (Höhere). Ixerba brexioides (Tawari). Korokia buddleioides (Korokia taranga). Knightia excelsa (Rewa-rewa) Stamm mit 2—3 Fuss Durchmesser, schönes Holz für Fourniere. Die Rinde enthält 2-7 GerbestofF. Libocedrus Donniana Endl. (Kawaka) leichtes, dauerhaftes Möbelholz. — Bidwillii (Kawaka) rothes und feines Holz. Leptospermum ericoides Rieh. (Rawiri et Manuka). Ein 2—4 Fuss dicker Stamm, liefert Brennholz und Pfähle. — scoparium Forst. (Manuka) ein kleiner Baum mit festem, rothem Holze, zum Schiffbau verwendet. Myoporum laeturn Forst. (Ngaio) ein kleiner zierlicher Baum mit 12 bis 18 Zoll dickem Stamme. Das Holz ist leicht und zähe ünd wird zu Flintenkolben verbraucht. Myrsine Urmllei Dec. (Mapan) ein kleiner, schlanker Baum mit schönem, für Fourniere verarbeitetem Holze. Die Rinde hat 1*4 Gel bes toff. — chathamica F. Müll. (Matipo) der Stamm des zierlichen Baumes ist 1—2 Fuss dick. — salicina (Mapau und Tipau) der Stamm erreicht 1—2 Fuss Durchmesser. -- australis (Mapau). Metrosideros lucida Rieh. (Rata) ein kleiner Baum, gibt festes Holz für Schiffbau und Tischlerarbeit. — robusta (Rata) ungeheurer Baum mit 15 Fuss dickem Stamm. — tomentosa Rieh. (Pohutukawa) sehr geschätztes Schiffbauholz. Melicytus ramiflot'us Forst. (Hina-Hina oder Mahoe). Ein zierlicher Baum mit 2 Fuss Stammweite. Melicope terncita Forst. (Tataka) ein Halbbaum von einem Fuss Stammdurchmesser. Myrtus pedunculata mit 6—8 Zoll dickem Stammdurchmesser. Das Holz dient zu Axtstielen. — bullata Banks (Ramarama) der Stamm hält 6 —8 Zoll im Durchmesser. Nesodaphne Tarairi Hook. fil. (Tarairi). — Tawa (Tawa) grosse Bäume mit 2 Fuss dicken Stämmen, von leichtem und glattem Holze. Olea Cunninghami. Olearia ilicifolia (Ake-Ake) ein kleiner Baum mit gelblichem Holze. — Forsterii (Ake-Ake). Ein bis 12 Zoll dicker Stamm von schwerem, hartem, dunkelfarbigem Holze für Tischlerarbeiten. — CiMJÜnghamii (Akewharangi, Black Maire oder Wharangipirau). Das Holz des 3—4 Fuss dicken Stammes verwenden die Einge- bornen zu Ackerbau- und Kriegsgeräthschaften. nn msm 9 Padocarpus ferruginea Don. (Miro). — spicata Poepp. (Matai) werthvolles und dauerhaftes Möbelholz. — Totara Don. (Tolara) ist sehr verbreitet, wird zu Bauten verwendet und ist der Güte nach dem Dammara - Holz gleich- zustellen. — dacrydioides A. Rieh. (Kahikatea). Das Holz dient zu inneren Einrichtungen. © # Phyllocladus trichomanoides Don. (Tanekaha). Ein zähes, leichtes und dauerhaftes Holz. Die Rinde hat 23’2 Gerbegehalt. — alpinus Hook. fil. (Toa-toa) ein kleiner Baum mit schwerem, dauerhaftem Holze. Panax Colensoi (Ivy tree), liefert gelbes Harz und der kleine Stamm bietet weiches und zähes Holz. — Edgerleyi (Rankawa). Der Stamm des zierlichen Baumes erreicht 2 Fuss Durchmesser. — crassifolia (Horoeka). Das Holz dieses grossen Baumes verwendet man zu Lanzenstielen. Persoonia Toro (Toro), feines Holz zum Einlegen. Piper excelsum Forst. (Kawa-Kawa). Ein 6—8 Zoll dicker Stamm, dessen Holz sich für Tischlerarbeiten gebrauchen lässt. Pittosporum tenuifolimn Gaertn. (Mapou oder Tarala) ein kleiner Baum mit weissgefärbtem Holze, welches eine feine Politur annimmt. — eugenioides All. Cunningh. (Mapou) mit weichem und weissem Holze. Plagianthus betulinus (Ribbonwood). Ein schnellwüchsiger Baum mit leichtem weissem Holz und faseriger Rinde. — j Hyallii (Alpine Ribbonwood), wie die vorhergehende Spezies aber kleiner. Pennantia corymbosa Forst. (Kaiko-mako). Ein kleiner Baum, dessen Holz sehr leicht und weiss gefärbt ist. Quintenia serrata. Sophora tetraptera Ait. (Goai oder Kowhai) wird der Dauerhaftigkeit des Holzes wegen allgemein für Wasserbauten verwendet. Senecio Huntii. Ein Strauch mit 6—8 Zoll dickem Stammdurchmesser. Santalum Cunninghamii (Black-Maire), wird bei Holzschnitten und für Maschinen verwendet. Tetranthera calicaris (Mangiao). Eine Holzsorte, welche der Zähigkeit und Dichte wegen zu Schiffsrollen in Anwendung kommt. Yitex littoralis Decaisn. (Puriri). eine der dauerhaftesten Holzarten des Landes, findet hauptsächlich beim Maschinenbau Anwendung. Yeronica Forst eri (Koromiko). Ein Strauch mit dem Stammdurchmesser von 6—8 Zoll. Y\ einwannia racemosa Förster (Tawhero). Ein schöner und hoher Baum mit 4 Fuss Stammdurchmesser, dichtem und schwerem Holze und mit einer Rinde, die 12'7 Gerbestoff enthält. —- silcicola (Tawai). 2 10 Ausser diesen Holzproben, welche in Stammdurchschnitlen von 3 Zoll bis 2 Fuss Dicke aufgestellt waren, fand sich eine zweite Collection von 40 Exemplaren vor, welche in der bekannten Buchform mit Charnierbiindern zum Oeffnen eingerichtet und eine Wiederholung der eben angeführten Sorten war. Faserpflanzen. Pharmium tenax Forst., Karakeke der Eingebornen, lag in sehr vielen und grossen Ballen gebrochen und ungebrochen, gebleicht und ungebleicht auf. Die Zubereitung des Blattes geschieht auf doppeltem Wege, theils durch Erweichen im kalten, theils im warmen Wasser. Die Moaris schaben die Bliitter auch öfters mit Muscheln oder passendem Eisenwerkzeuge ab und weichen sie dann im Wasser. Zu den sehr feinen Arbeiten werden besonders Abarten der Fiachspllanze benützt und die jüngsten und besten Blatter dazu auserwählt. SchifFsthaue waren massenhaft vorhanden und hierzu ist Phor- miumfaser von ganz ausgezeichneter Verwendbarkeit, indem sie Stärke und Dauerhaftigkeit im Wasser verbindet. Die Eingebornen theilen den Neu-Seeländer Flachs in drei Hauptsorten ein, und zwar: Tuhara, den Sumpfflachs mit grober, gelblicher Faser, Tihore, eine kultivirte Varietät, mit feiner, weisser, seidenartig glänzender Faser, und Wharaciki, den Bergflachs mit sehr grober Faser. Phormium tenax ist den Neu-Seeländern eine unentbehrliche Pflanze. Die aus ihr hervorgehenden Produkte greifen in ihren Haushalt tief ein. Abgesehen von den Schiffsthauen, welche sie daraus fabriciren, so ist es vielfach ein Ersatz für Riemen, Hütten werden mit den Blättern überdeckt, Kähne geformt, Körbe, Schüsseln und Netze daraus geflochten und Segel angefertigt. Die davon gemachten Kleider färben sie mit der Rinde des Elaeocarpus schwarz oder roth mit Phyllocladus- Rinde. Eigenthümlich ist die Rinde von Celmisia coriacea von den Tekapu hills, sie ist gelblichweiss, etwas dicker als Handschuhleder aber ebenso milde anzufühlen. Sie lag in ziemlich grossen Stücken auf und wird von den Eingebornen zur Anfertigung von Kleidern verwendet, indem die Stücke aneinander gesetzt und zusammengenäht werden. Astelia Banksii R. Br. Blätter waren ohne irgend eine Präparation eingesendet, sie sollen ein vortreffliches Materiale für Papierfabrikation abgeben. Von Celmisia coriacea gab es ebenfalls eine Partie Blätter und von Hoheria populnea A. Cunn. speziell noch Rinde. Nahrungsmittel. Der Pilz Ilirneola polytricha ist als Export-Artikel nach China aufgelegen, welcher dort in grossen Massen genossen wird. 11 Harze und Gummi. Dammara australis Land). Prachtvolles Kauri-Harz gab es in grosser Menge und verschiedentlich gefärbt. Das Harz erscheint sowohl an den Aesten, von welchen es in Klumpen herabhängt oder es befindet sich an der Stammbasis in Stücken bis zu 100 Pfund. Das Vorkommen dieses Baumes ist für Neu-Seeland ein beschränktes und mag etwa 4000 engl. Meilen betragen. Er liebt die Nähe des Meeres. Die Gewinnsucht der Neuseeländer sowohl wie der Fremden stellen dem Baum auf’s eifrigste nach und seine gänzliche Ausrottung dürfte nicht ferne sein. Auf den Plätzen, wo der Kauri einst wuchs, wird häufig Harz in grosser Menge ausgegraben. Es ist ein schöner und mächtiger Baum, der bei einer Höhe von 180 Fuss einen Stammdurchmesser von 15 Fuss bekommt und diese Grösse erreicht er nach einer Lebensdauer von 7—800 Jahren. Dammara, Phormium und allenfalls Elaeocarpus dürften als die wichtigsten und nützlichsten Gewächse Neu-Seelands angesehen werden. Zwischen den Blättern des Phormium tenax tritt eine klebrige gummiähnliche Masse zu Tage, welche als Kleister oder statt des Siegellackes gebraucht wird. Farbestoff. Durch eine landschaftliche Darstellung (auf Papier) bewies man die Unveränderlichkeit und Dauerhaftigkeit eines Farbestoffes, welcher aus dem Hinaubaume Elaeocarpus dentatus Vahl. gewonnen wird. Der Farbeton ähnelt jenem der Sepia, ist jedoch feuriger als dieser. Das ausgestellte Bild war 7 Jahre dem Lichte ausgesetzt, ohne eine Veränderung zu erleiden. Samen und Getreidesorten. Unter letzteren war der Weizen am zahlreichsten vorhanden und man fand darunter : Velvet Chaff Wheat Peare Wheat Purple Straw „ Hunter’s white „ Tuscan Imperial „ Suffolk white „ ferner einige Hafermuster. Von Phormium tenax lagen Samen von verschiedenen Abarter vor, welche mit ihren Trivialnamen bezeichnet waren, und zwar Rataroa mit 3 Zoll langen ziemlich zugespitzten Kapseln. Huheroa mit 2 Zoll langen Kapseln und grossen, hellglänzenden, pechschwarzen Samenkörnern. Atiraukawa. Tihore mit Zoll langen, abgerundeten, gefurchten Kapseln. 2 * 12 Owe 2 Zoll lallte, dicke, stumpf auslaufende Kapseln. Topatu 2 V 2 Zoll lange, lang vorgezogene Kapseln. Variegated mit gestreiften Blättern. Ab 1) i 1 d ungen. Sowohl durch Aquarelle als auch Photographien war die Ausstellung der Ncu-Seeländer eine hervorragende. Von Aquarellen in der Bildgrösse von 15 X 26 Zoll sind hervorzuheben : Zwei Ansichten von Mount Cook, eine Bergscene in der Provinz Nelson. Der kegelförmige in Schnee gehüllte Mount Egmont aus der Taranaki-Provinz. Eine 5X3 Fuss grosse Landschaft zeigte die Blend Bay von einem der Nelson’s Hügel gesehen. Von Photographien gab es 64 Stück zu 9X7 Zoll Bildgrösse, darunter folgende Vegetationsansichten: Eine riesige Phormiurn-Pflanze, worin die Gestalt eines Eingeborenen förmlich verschwand, wurde in Hokianga aufgenommen. Grosse Baumfarne von Onoke. Der Mamuka- oder Ponga-Baumfarn (Cyathea dealbata Sw.) auf der Ponga-Ebene. Eine Waldpartie mit der Nikau-Palme (Areca sapida Sol.) von Onoke. Dann (Areca sapida Sol.) aus Canterbury. Eine Waldpartie aus dem Kahikatea-ßaum (Podocarpus dacry- dioides A. Rieh.) bestehend. Ausserdem gab es noch Pandanus-Pflanzen, Pinus-Wülder aus Teremakau in Canterbury, mehrere Waldscenen mit Dracenen, Baum- farnen und Palmen. Alle übrigen photographischen Darstellungen stellten Stadttheile, Batterien, Mascliinenhäuser, Flussgebiete etc. vor. Ich kann nicht mit Neu-Seeland schliessen ohne nicht der drei kartographischen Produkte zu gedenken, welche allgemeines Anstaunen hervorriefen. 7 Fuss Höhe und 5 Fuss Breite betrug der Papierraum, auf welchem die Insel ihre Gestaltung zeigte. Der Massstab der Karte ist 12 engl. Staatsmeilen auf einen Zoll. Die eine Karte führt den Titel: Map of the Colony of New-Zealand, compiled from official Sources. Die Zweite: Geological Sketsh Map of New-Zealand. Die Ausführung war vorzüglich, da aber die Regierung diese Karten nur als Manuskript ausstellte, so wurde der k. k. Hofrath Ritter von Hoch- stetter beauftragt, die Karten in Wien in Druck legen zu lassen. Die dritte Karte: Reconnessance Map of the interior of the Province of Canterbury, New-Zealand by Julius Haast, Massstab 4 Meilen zu einem Zoll, war mit mehreren photographischen Aufnahmen mm 13 umgeben, als: Francis Josef Glacier, Pine forest Teremakan, Olira River bed, River bed of Waimakariri and Central Chain, Mt. Rolleston near Arthur’s Pass etc. 5. Sandwichs-Inseln. Ausser Rohzucker in Fässern fand man eine beträchtliche Menge mit dein goldbraunen, seidenähnlichen, in der Masse sich äusserst elastisch anfühlenden und sehr leichten Spreuhaaren eines Cibotiums, „Pulu“ genannt, überdeckt. Es wird in Hawai zum Füllen von Ma- trazen verwendet und steht sehr nieder im Preise. Unter den Ausfuhrsartikeln nach China waren ausserdem noch mehrere Holzsorten, Wurzeln und Rinden, die nur englische Namen trugen, vorhanden. Die Fasern der Cucurbita Pepo L. waren zu Frauenhüten verarbeitet und die Fasern des Blüthenschaftes von Saccharum officina- rum L. zu Männerhüten. Die Rinde der Broussonetia papyrifera Yent. (Tapas) lieferte früher die Bekleidung der Eingebornen. Aus Lagenaria vulgaris Ser. fertigen die Eingebornen die Trinkgefässe und aus Acacia Koa (Koah) sowie aus Cordia orientalis R. Br. Essgeschirre an. Die wenigen Photographien stellten Palmenwälder, dann den aktiven Vulkan Mokuaweowro vor und eine Panorama-Aufnahme von Honolulu im Format von 23 X 7 Zoll. 6. Neu-Caledonien. (Von den französischen Niederlassungen.) M. de Moon legte ein Album auf, welches das Zuckerrohr in seiner Farbenpracht, wie es in den verschiedenen Provinzen gefunden wird, ersichtlich machte. 92 schön kolorirte Tafeln waren davon gegeben und es ist wirklich staunenswerth, welch herrliche Färbung daran zu finden ist. Viele sind einfärbig, entweder in diversen Farbentönen grün oder in den verschiedenartigsten Nuancen karminroth, goldbraun, hellgelb oder leuchtend violett, andere sind wieder entweder mit 2 oder 3 Farben, breiter oder schmäler der Länge nach gestreift. Die Länge der Internodien variirte hierbei von einem bis zu neun Zoll, die Dicke des Rohres von einem bis zu drei Zoll. Die Einführung dieses bunten Rohres wäre gewiss eine Zierde unserer Warmhäuser. Jeder Varietät war der Trivialname beigegeben und der Ort wo sie kultivirt wird. Die Holzmustersammlung war zahlreich und bestand aus folgenden Baumsorten. H o 1 z m u s t e r. Acacia granulosa Labil. — myriadena Bert. Achras costata Endl. Anisomallon clusiaefolium H. Bail. Alphitonia ziziphoides Reiss. Araucaria Cookii R. B. (Pin co- lonnaire). Beilschmidtia Bailloni Noyre. — lanceolata. Blackwellia Vitiensis. 14 Bruguiera Rumphii Blume. — oleiferum. Calophyllum Inophyllum L. — montanum Vieill. Casuarina Deplanchei Miqu. Canarium equiseti folium Forst. Cerberiopsis candelabra Vieill. Chrysophyllum sp. — Seberti. Codia obcordata B. et G. Crassostylis grandiflora. — Seberti. Cussonia dioica Vieill. Dammara lanceolata Lindl. Diospyros montana Roxi). Elaeocarpus Baudouini B. et G. — ovigera B. et G. Eugenia Heckeli. Euphorbia Cleopatra. Ficus sp. Flindersia sp. Garcinia collina Vieill. — corymbosa Wall. Gessois pruinosa B. et G. Grevillea Gillivrayi Hook. Hibbertia lucens B. et G. Ilex Seberti. Jambosa Brackenridgei B. et G. Labatia macrocarpa Sieb.et Panch. Me dizinal Calophyllum Inophyllum L. (Harz davon). Dammara Cookii ) , r , — ovata j ( Koarl )' Nahrunj Coffea arabica L. Hirneola polytricha (Champignons oreilles de rat.). Gummiu Araucaria intermedia (Kaori). Dammara Cookii (Kaori). G espinns Gossypium Barbadense. — Sandwicense. Maba rufa Labill. MaxweUia lepidota H. Baill. Montrouziera sphaeriflora Houp. Myodocarpus fraxini folia B. et G. Myrsine lanceolata. Pancheria obovata B. et G. — ternata (Hiramia ou chêne rouge). Phelline sp. Phyllanthus Biliardieri Müll. Pleurocalyptus Deplanchei B. et G. Semecarpus atra Vieill. Spermolepis gummifera B. et G. Stenocarpus laurifolius B. et G. (Hêtre noir). Storkelia Pancheri H. Baill. (Doya). Symplocos nitida B. et G. Syzygium wagapense Vieill. — densiflorum Blondeau. — multipetalum B. et G. Tabernemontana cerifera Sebert. et Panch. Thespesia populnea (Faux bois de rose). Tristaniopsis Guillainii Vieill. Xanthostemum Pancheri B. et G. ■— rubrum Müller. Xylocarpus. ■Pflanzen. Fontainea Pancheri (Oel). Melaleuca viridiflora Smith. Polyporus betulinus. smittel. Ocotea. Santalum austro-Caledonicum (Bois de Sandal). id Harze. Dammara ovata. Spermolepis gummifera. pfl a nzen. 15 Panchon und Sebert brachten in vier Faszikeln ein Herbar neu- caledonischer Pflanzen, welches grossentheils Neuheiten enthielt und der Zukunft eine höchst wichtige Ausbeute schöner Pflanzen in Aussicht stellt. 7. Manilla. (Philippinische Inseln.) Aus Manilla schickte der Direktor des botanischen Gartens, Don Zoilo Espejo, 50 verschiedene Sorten Reis in kleinen Pulvergläsern ein. Von Garcinia Mangostana L. lag, wie auch von Echites escolaris (Dita) Rinde vor, welche letztere mit ausgezeichnetem Erfolge hei Fieber Anwendung finden soll. Aus Unona odorata Dun, welche den bekannten Parfuin „Ylang- Ylang“ liefert, war Oel aufgelegt. Weiter waren zu finden: Schwarze und grüne Bohnen, Saubohnen, schwarzer Sesam, Erbsen, Hirse, Dolichosbohnen, Oliven und Hanf. 8. Französische Niederlassungen in Oceanien. (Gesellschaftsinseln, Inseln unter dem Winde, Marquesas-lnseln, lies Pomotou oder die flachen Inseln, Archipel von Tubuai.) Von diesen Inseln, welche den Sitz des Gouvernements in Tahiti haben, lagen folgende Produkte auf. Die Holzmuster waren meistens in Durchschnitten von gering-en Dimensionen mit beibehaltener Rinde © © ausgestellt. Holzmuster. Aleurites triloba Forst. (Bancou- lier, Tiari). Artocarpus incisa L. (Uru). Barringtonia speciosa L. (Hutu). Chiococca barbata Forst. Callophyllum Inophyllum L. (Ta- manu). Carissa carandas L. (Pua). Cosuarina eqvisetifolia L. fil. (Aito) von grossem Umfange. Chiococca barbata Forst. (Toroca). Citrus aurantium L. (Anani). — sp. (Taporo). Cocos nucifera L. (Haari). Commersonia echinata Forst. (Mau) Cordia discolor (Tou). — Sebestana L. Cyathea medullaris Hook, in zwei Varietäten. Dodonea ziscosa L. (Apiri). Echites costata (Manono). Ficus prolixa (Oraa). Glachidion ramiflorum Forst. (Ma- hane). Hernandia sonora L. (Tianina). Inocarpus edulis Forst. (Mapé). Die Blätter dieses „taitisohen Kastanienbaumes“ dienen als Pferdefutter. Jambosa pseudo-malaccensis( Ahi vi) Holz für Kunsttischler. Melicylus ramiflorus Forst. (Tenia). Metrosideros villosa (Puarata). Mimosa glandulosa Michaux (Fai- fai). Morinda citrifolia L. (Nono). Nauclea orientalis Lam. (Mara). Paritinm tiliaceum A. Hil. (Burao). 10 Pittosporum un dulatumX ew\. ( O feo). Psidium pyriferum L. (Tuava). Rhus Tahitense (Hapape). Spondias Cytherea Sonnerat(Viitier, Pommier de Cythère). Tanghinia Manghas Don. (Re va). Thespesia populnea Correa (Miro). Ximenia elliptica Foist. (Rama). Faserpflanzen. Bainbusa arundinacea Willd. (Bambou). Cocos nucifera L. (Cocotier). Hibiscus tiliaceus L. (Burao). Gossypium. Tacca pinnatißda L. fil. (Pia). Urtica aestuans L. (Roa) Vegetabilische Seide. Asclepias gigantea L. (Soie de Tirita). Gespinnstpflanzen. Tacca pinnatißda L. fil. Von beiden wird das Stroh zur Hutfabrikation verwendet. Artocarpus incisa L. Rinde. Broussonetia papyrifera Vent. Rinde. Bambusa arundinacea Willd. Medizinal-Pflanzen. Piper methysticum (Kawa-Kawa) aus der Wurzel wird Alkohol fabrizirt. Genuss mittel. nach Coffea arabica L. Hirneola poly tricha (Taria eioré) ' cisco. lebhafter Export mit diesem Vanilla sp. häutig vorkommenden Pilze Mehle. Tacca pinnatißda L. fil. (fécule de Pia). China und San Fran- Oele. Cocos nucifera L. (Coprali). Aleurites triloba Forst. (Noix de Bancoul). Geistige Citrus , Wein daraus- Piper methysticum Forst. (Kawa- Kawa) Branntwein. Calophyllum Inophyllum L. (Ta- manu). Getränke. Saccharum ofßcinarum L. zur Rhum-Bereitung. Spondias cytherea Sonnerat. Rhum und Branntwein. Parfumes. Santalum Freycinetianum Gaudich. (Santal odorant). Färbemittel. Musa Fehi (Bananier fehi), gibt einen schönen, unauslöschlichen schwarzen Farbestoff, aus welchem durch Beisatz von Reagentien viele verschiedene Farbentöne hervorgebracht werden können. Morinda citrifolia L. gibt einen goldgelben Farbeton. Asien. « tîm i ET- -'%. «&**».& JÄ *w~ L V irn * ^ /.i> V*7..V‘^' v ife. . ,*st»a*tfaafiassgttt«ttifea^^ , 31 Oldenlandia biflora Roxi). (Khetpaprea). Ophelia chirita. Onosma echioides L. (Ratan jut). Orym sativa L. (Chaul). Orchis mascula L. (Salep misri). Oxalis corniculata L. (Amrul). Papacer somniferum L. (Posto-dana). — Rhoeas L. Paederia foetida L. (Gandha bhaduli). Peganum Har mala L. (Harmal). Pharbitis Nil Chois. (Kala-dana, Jiriki— virai, Kolli—vittovalo, Zirkike beeni). Phyllanthum Urinaria L. (Hajarrnoni). Pinus Deodara Roxb. (I)ebdaru). — longifolia Lamb. (Gandha-biraj). Piper chavica (= P. longum L., Chacica officinarum Miqu.) — Chaber Hunter (Chai). — cubeba L. fil. (Kababcliini). — longum L. (Pipul). — nigrum L. (Gol-marich). Picrorrhiza Kurroa (lvatuku-rogani, Katuku-rami). Pimpinella Anisum L. (Shombu, Sopu, Sonf, Sompu). Pistacia Lentiscus L. (Rami mastingi). Plantago ispaghula (lsabgul, Iskol— virai, Ispagala-vittulu). Plumbago rosea L. (Lalchitra). — Zeylanica L. (Chita). Pogostemon Patchouli Pellet (Pacha pal). Polanisia icosandra R. et Sch. (Hurhuria, Nay-Kadughu, Kooka-avalu, Jungli-huloul). Polynemus plebeus (Sele-inachh). Prunus bokhariensis (Alubokhara). Psoralea corylifolia L. (Babchi). Pterocarpus Marsupium Roxb. (Kanda murga, mirattave, Ganda murgam netluru). — santalinum L. (Rakta chandan). Plychotis incolucrala (Randuni). — Ajowan DC. Punica Granatum L (Dalim chhal, Mudalaip-pashain, Dalimba-pandu, Anar, Dalimba-pandu.) (Juercus inf'ectoria Oliv. (Majuphal). Rheum Emodi Wall. (Reo chini). Ricinus communis L. (Bherenda). Randia dumetorum Lam. (Muen-phul). Rottlera tinctoria Roxb. (Kamala guri). Rubia Munjista Roxb. (Manjit). Ruellia latebrosa Roth. (Bure—gopan). Saccharum officinarum L. (Ak). Sagus laecis Reiuvv. (Sagu). Sapindus emarginatus Valil. (Rita). Scilla indica Roxi). (Jangli-piaj) Semecarpus Anacardium L. fil. (Bhela). Sesamum orientale L. (Til). Sida acuta Burm. (Kurita). Sinapis alba L. (Sada sarshapa). — nigra L. (Kala sarshapa). — juncea L. (fvadughu, Avalu, Rai, Sasave). Smilax China L. (Topchini, Paringay cliekay, Chobehinie). Solanum indicum L. (Byangal). — Jacquini WilUl. (Kanti Kari). Soymida febrifuga Juss. (Rohan). Sphaeranthus hirtus Willd. (Chagal nadi). Strychnos Ignat ii Berg. (Pyapilaj. — nux vomica L. (kiichla, Ettikottai, Musliti-vilulu, Knehle-ke-bing, Mushti-hijo). — potatorum L. (Nirmali, Tetan-kottai, chilla ginjalu, ehilbing, chilli— bija). Styrax Benzoin Dryand. (Loban). Tamarindus indica L. (Tinteri). Terminalia Bellerica Roxb. (Bahera). — Chebula Roxb.(Hurilaki,Kaduk-kay, Marak kaya, Haida, Alale-Kayi). Taraxacum dens leonis Desf. Tinospora cordifolia (Shindil kodi, Gaduchi, Guibel, Aurula balli). Tiaridium indicum L. (Hati suro). Triticum vulgare Vill. Toddalia aculeata Pers. (Miakarani kenda, Kasinda-chettu). Trapa bispinosa Roxb. (Paniphal). Trichosanlhes dioica Roxb. (Patal). Trigonella foenum-graecum L. (Meli Vendayan, Menlulu, Methi, Menthys). Tribulus lanuginosus L. (Gokhurroo). Tylophora asthmatica Wight. Uncaria Gambir Roxb. (Kashu, Kanehukattah, Ivachu). Valeriana Hardwickii Wall. (Tag-ar). Vateria indica L. (Capal). Viola odorata. L. (Banopsa). Vitex Negundo L. (Nirgandhi). — trifolia L. (Nisinda). Wrightia antidy sent erica R. Br. (Kurchi). Withania somnifera (Amookoona root). Zingiber officinale Rose. (Ada Sookku, Sonli, Sont, Vanasunthi). — Zerumbet Rose. (Bach). Samen von Futterkräutern, Garten- und Nahrungs- p Hanzen. Amaranthus frumentaceus Roxb. Arena saliva L. 33 Achyrcmthes-Iappacea Roxb. (Sawnee). Arachis hypogaea L. Bambusa arundinacea Retz. Der Same hat einige Aehnlichkeit mit Hafer und wird zur Zeit der Noth von der armen Revölkerung gegessen. Co'ix Lacryma L. (El-yin). Chenopodium Quinoa Willd. Cajanus indicus Spr. In 26 Mustern. Ein sehr wohlschmeckendes und sehr beliebtes Nahrungsmittel. Cicer arietinum L. (Gram). In 30 Mustern. Canavalia gladiata DC. Cyanopsis psoralioides (Gowar). Die grünen Hülsen der Früchte werden gegessen. Dolichos sinensis. — Catjang L. (Rurbutti). — uniflorus Lam. Eleusine coracana Pers. (Raggee). Ervum lens Sering. Faba vulgaris Mill. Fagopyrum esculentum Moench. Holcus saccharatus L. Hordeum distichon L. — hexastichon L. In 26 Mustern. Lablab vulgaris Savi. Lathyrus sativus Sib. (Kessaree). Oryza sativa L. (Rice, Paddy). In vielen Varietäten und beiläufig 500 Mustern. Die Sorten unterscheiden sich ausser der Form und Grösse des Kornes vorzugsweise auch dadurch, dass die Körner bei der Rereitung hart bleiben oder weich und glutinös werden. Oplismenus colonus H. R. — frumentaceus Kunth. In 14 Mustern. Panicum miliaceum L. — miliare Lam. — pilosum Swartz. — brizoides Jacq. Paspalum scrobiculatum L. (Koda). Pisum arvense (Kullaoo). Phasaeolus aconitifolius L. fil. (Mutt). — Roxburghii Wight (Green Gram). Eine der beliebtesten Hülsenfrüchte. — Mungo L. In 30 Mustern. — vulgaris L. Sorghum vulgare Poir. (Skaloo, Jowaree). In etwa 60 Mustern. Soja hispida Moench. Durch den kräftigen, nährenden Stoff, welchen diese Pflanze enthält, ist sie allen vegetabilischen Genussmitteln vorzuziehen, kann aber als zu kräftig nicht allein genossen werden. Es gibt eine gelbe und grüne Varietät hiervon. 5 34 Setaria italica Beauv. ln 20 Mustern. Triticum vulgäre Vill. In 50 Mustern. Zea Mais Mirb. In 25 Mustern. Bei den Sämereien der Gartenpflanzen, deren Zahl sieh auf 40 belief, waren nur die Trivialnamen beigegeben. Mehlsorten. Acer arietinum. Maranta indica Tussac (Arowroot). Musa paradisiaca L. (Banana). Sagus Rumphii Willd. (Sago). Thypha Elephantina (Boorance). Aus den Pollen wird Brot gebacken. Manihot utilissima Pohl. (Tapioca). Essbare Früchte, Pikeis etc. Amygdalus communis L. Anacardium occidentale L. Aegle Marmelos Correa (Bael.). Ananassa sativa Lindl. Bambus a arundinacea Retz. Pikeis von den jungen Trieben. Brassica napus L. Bassia latifolia Roxb. (Mowha). Citrus Medica L. Daucus Carota L. Elettaria cardamomum White. Dioscorea Guava. Grewia asiatica L. (Phalso pichle). Essbare Euchemma spinosum (Agar Agar). Gracillaria lichenoides Juglans regia L. Mangifera indica L.(Manya, Mango). Momordica Charantia L. Nelumbium specios. Willd. (Tamara). Ptychotis Ajowan DC. Phoenix dactylifera L. Raphanus sativus L. Solanum tuberosum Berter. — Melongena L. Terminalia catappa L. Trapa bispinosa Roxb. (Singhara). Tamarindus indica L. Zingiber officinalis Rose. Kryptogamen, ir). (Ceylon moss). Essbare Schwämme. Agaricus fossulatus. — subochreatus. Zucker. Borassus flabelliformis L. (Palmyra sugar). Nipa fruticans Thunb. Phoenix dactylifera L. Saccharum officinarum L. T h e e. Mit der Theepflanze werden in Indien beiläufig 1000 Längenmeilen Landes bebaut, besonders Assam befasst sich vorzugsweise mit der Theekultur. Aber auch in anderen Distrikten geräth er vorzüglich. So sagen die Lokalverhältnisse von Darjeeling, obschon es 35 in einer absoluten Höhe von 7000 Fuss liegt, demselben gut zu, und es erreichten die hier zuerst kultivirten Sträucher eine Grösse von 20 Fuss Höhe und 50 Fuss Umfang. Der Thee war in etwa 30 Mustern aufgelegen, und trug die bekannten Aufschriften der Sorten : Gun powder, Hyson etc. Gew Allium sativum L. — Cepa L. Curcuma longa L. (Turmeric). Aus dem Rhizom wird das Curry powder erzeugt, welches in der indischen Kochkunst häufig Anwendung findet. Capsicum sp. (Dried chillies, Nepal chillies, Birds-eye- chillies). Caryophyllus aromaticus L. Coriandrum sativum L. Oelpfl Allium sativum L. Ar achy s hypogaea L. Anacardium occidentale L. Azadirachta indica Juss. Bassia latifolia Roxb. (Mowha nut). Carthamus tinctorius L. Cocos nucifera L. Guizotia oleifera DC. (Ramtil). Gossypium herbaceum L. Gynocardia odor at a Roxb. Helyanthus annuus L. Hibiscus cannabinus L. (Ambadee). Jatropha curcas L. Linum usitatissimum L. Lepidium sativum L. Nigella saliva L. Papaver somniferum L. Pongamia glabra Vent. (Kurunj). irze. Carvum Carvi L. — gracile L. Cuminum Cyminum L. (Cumin). Elettaria Cardamomum White. Foeniculum Panmorium DC. Piper nigrum L. Pimpinella Anisum L. (Anise). Ptychotis Ajowan DC. (Ajowan). — Roxburgiana DC. (Ajmud). Sinapis sp. Zingiber officinale Rose, anzen. Raphanus sativus L. Ricinus communis L. — major. Sinapis nigra L. — ramosa Roxb. — glauca Roxb. — dichotoma Roxb. Sapindus emarginatus Yahl. Sesamum orientale L. — indicum L. (Teel, Gingelly). Hiervon kommen drei Varietäten vor: die rothe Varietät (Kala—til), die schwarze Var. (Tillee), die weisse Varietät (Suffed-til). Terminalia catappa L. Oel für die Haare. Wrightia antidy sent erica R. Br. Aetherische Oele. Anthericum muricatum Thunb. (Khas). Artemisia indica Willd. (Dona- atra). Andropogon Iwarancusa Roxb. (Grass oil). — muricatus Retz. (Khuskhus- atar). Andropogon Schoenanthus L. (Lemongrass-oil). Crocus sativus Mill. (Zafran). Citrus Rumphii (Batavi - neboo- atar). Comphora glandulifera Nees (Sas- siferus-ka-atar). Cucumis sativus L. (Sasa-atar). 5 * mm ia * awaag ^i-ir”” 36 Jasminum grandiflorum L. Cham- beli). — Sambac Ait. (Motya, Bela- atar). — hirsutum Willd. (Moti-atar). — sp. (Jui-atar). Lawsonia inermis L. (Hana). Mesua ferrea L. (Nagkesor-atar). Mimusops elengi Adans. (Badeha- pasand, Bakul atar). Michelia Champaca L. (Champa). Narcissus Tazetta L. (Nargis). Pandanus odoratissimus L. fil. (Keora). Phoenix dactylifera L. (Kurnaka- atar). Pogostemmon Patchouly Pellet. (Pa- chapat-atar). Rosa centifolia L. (Gulab). — damascena L. (Golab-atar). Salix Caprea L. (Bed-mushk). Bei etwa 30 Mustern fehlte die scientifische Benennung. Unter den wohlriechenden Wässern nimmt das Rosenwasser die hervorragendste Stelle ein, und wovon jenes von Ghazeepore das renom- mirteste ist. Der Vorzug dieses Wassers liegt sowohl in dem besonders feinen Parfüm als auch darin, dass der Wohlgeruch sehr lange anhält. Narkotische Pflanzen. Areca Catechu L. (Areca). Chavica betel Miqu. Cannabis sativa L. Aus dieser Pflanze werden 6 verschiedene Präparate erzeugt, u. zw.: 1. Hachich, hierzu werden die Spitzen des Fruchtstandes, bevor die Samen ausreifen, genommen. 2. Bhang besteht aus den ausgewachsenen Blättern und Kapseln. Es wird hieraus ein berauschendes Getränk bereitet und ist zugleich ein Bestandtheil des „Majoon“ eine Art Zuckerwerk. 3. Gunjah ist der getrocknete Bliithenstand nach dem Verblühen, woran das ausgeschiedene Harz nicht entfernt ist und dient zum Rauchen. 4. Churrus ist das ausgescluedene Harz allein, und ist zugleich das kräftigste Mittel, welches die Hanfpflanze ausscheidet, ln Nepal und Central-Indien geschieht die Einsammlung desselben dadurch, dass in Leder gekleidete Männer die Pflanzungen durchdringen und das an ihren Kleidern haftende Harz sodann abgestreift wird. In manchen Gegenden wird die Pflanze 10—14 Fuss hoch. 5. Bei Erzeugung von Latwergen etc. wird Butter, andererseits auch Honig, mit dem Harze vermischt. Die gewöhnlichste Mischung des Hachich Kawamesk besteht aus Moschus, Rosen- u. Mandel- Essenz. 6. Chataraky, eine Tinktur der Hanfpflanze, welche in Cairo erzeugt wird, und ist eine Infusion mit Weingeist. Die vorgelegten Blüthenstände zeichneten sich durch besondere Grösse aus. Nicotiana Tabacum L. In 36 Mustern, grösstentheils verarbeitet. Sie wird in allen Dörfern gebaut. 37 Papaver somniferum L. Opium, lag In grossen Broden in 12 Mustern auf. Gummi und Harze. Obschon die Ausstellung mit Gummi und Harzen reich beschickt wurde, so glaubt man doch, dass die Pflanzenwelt Indiens noch viel zu wenig durchforscht sei, und man in dieser Richtung noch eine viel grössere Ausbeute erzielen kann. Acacia arabica Willd. (Babool, Kara valum). — leucophlaea Willd. (Velvalum). ■— speciosa Hort. (Vaghay). — Catechu Willd. (Gond Katta, Kheir gum). Azadirachta indica Juss. (Neem gum). Albizzia odoratissima ( Acac . odora- tissima Willd.) (Sella Woonga). — Lebbek ( Acacia ) Willd. (Kat- a-va). Ailanthus malabaricus DC. (Pee, Mutti pal, Peru gonthoo). Butea frondosa Roxb. (Butea Kino, Gond Pallas). Stoff zum Roth- färben. Im Wasser leicht löslich. Boswellia Bhau-dagiana Roxb. (Arabian olibanum). — thurifera Roxb. (Salia). Eine Art Weihrauch für die Tempel. Balsamodendron myrrha Link. (Myrrh). — Roxburghii (Bdellium). — sp. Buchanania latifolia Roxb. (Gond Cheronji). Bischoßa jacanica Blum. (Sala). Canarium strictum Roxb. (Black Dammar). Chloroxylon Swietenia DC. (Broshoo). Conocarpus latifolius Roxb. (Numa, Veckale, Gond Dhowar). Im Gebrauche wie arab. Gummi. Chicarissa tabularis (Vemboo). Cochlospermum Gossypium DC. (Kuteera gum). Dipterocarpus grandiflorus Wall. Dammara orientalis Lamb. (Dammar). Dorema ammoniacum Don. (Gum ammoniacum). Eriodendron anfractuosum DC. (Kat-Elevam). Emblica officinalis Gaert. (Nelli— Kai). Ficus elastica Roxb. Feronia Elephantum Correa (Velar). Garcinia pictoria Roxb. (Mysore Gamboge). Gardenia lucida Roxb. (Gond Di- kamalli). — gummifera L. fil. (Dikamalli resin). Garcinia Morrella Desf. (Gamboge). Grislea tomentosa Roxb. (Dhawa gum). Hopea odorata Roxb. — parviflora. Hardwickia pinnata Roxb. (Acha). Mangifera indica L. (Mango). Macaranga tomentosa Vt ight. Narthex Asafoetida Falc. Odina Wodier Roxb. (Wodier gum). Pistacia Lentiscus L. Prosopis spicigera L. (Parabay). Pterocarpus Marsupium Roxb. (Vengai, Kino). Pentaptera tomentosaRoxb.(S^va ). Penaea mucronata L. (Gum Sarco- colla). Shorea robust a Roxb. (Saul tree gum, Gond Ral). Sterculea urens Roxb. (Kuteera, Gond Khurroo). Styrax Benzoin Dryand. 38 Semecarpus Anacardium L. fil. (Sa- rang Kottay). Tamarindns indica L. (Pullia). Thespesia populnea Correa (Po- rasu). Therminalia angustifolia5acq.(Mum gachi). Therminalia tomentosa Wight et Arn. (Banapu). Trachylobium mosambicense Klotsch (Gum animi). Vateria indica Gaert. (Gum piney, Dupada). Gerbe- und Acacia arabica Willd. (Babool). — Catechu Willd. (Catechu). Adenanthera Pawnina L. Berberis aristata DC. Butea frondosa Roxb. (Kesu, Mu- tugada, Hurou). Bixa Orellana L. (Rangamal Kai, Annato). Caesalpinia Coriaria Willd. (Divi- Divi). — Sappan L. (Bakam). Cassia auriculata L. — fistuloides Collad. — tora (Thungadi beeja). — auriculata (Auvarikay huvu). Curcuma longa L. (Araschima). Calysaccion longifolium Wight (Suringee). Carthamus tinctorius L. (Kusumba). Coscinium fenestratum Colebr. (Marada arashna). Cupressus sempervirens L. (Maji). Cuscuta reflexa Roxb. (Akas bei). Cedrela Toona Roxb. (Toon). Calendula officinalis L. Coptis tecta (Mishmee tecta). Crocus satims L. Cinnamomum Cassia Bl. (Darchini, Tamal patra, die Blätter; Kala Nagkessar,dieBlumenknospen). Citrus Bergamia Risso. Delphinium sp. — saniculaefolium (Ispruck). Datisca cannabina L. (Akalbir). Emblica officinalis Gaert. (Aomla). Grisela tomentosa Roxb. (Dhawa Kaphul). Hedyotis umbellata Lam. F ärbepflanzen. Haematoxylon campechianum L. (Logwood). Indigofera tinctoria L. (Neeli). Jatropha Manihot L. Lawsonia inermish. (Merkoi,Mendi, Henna). Mangifera indica L. (Ambosi). Morinda citrifolia L. — tinctoria Roxb. (Aal). — umbellata L. (Maddichukka, Mungkudee). Memecylon tinctorium Willd. (Ulli yella). Myrica sapida Wall. Nyctanthes Arbor tristis L. (Guti harsingar). Nauclea gambir Hunt. (Gambir). Nipa fruticans Thunb. (Oom-tari). Oldenlandia umbellata L. (Chiri- veru). Onosma Emodi Wall. (Rutton). — echioides L. Pterocarpus Draco L. (Khunsuah woshan). — santalinusi Rukta chandan, Pa- langa). Punica granatum L. (Naspal). Pyrus communis L. (Kischta). Parmelia Kamtschadalis (Chuche- leera). Pistacia vera L. Phyllanthus Embelica L. Quercus infectoria Oliv. (Mayn- phui). — tinctoria Willd. Rhizophora mucronata Lam. — sp. Rottlera tinctoria Roxb. (Kapila podi). 39 Rubia Munjista Roxb. (Munjustee). — cordifolia L. (Munjeet). Salmdora (Embelid) indica Gmel. (Sind). Symplocos racemosa Roxb. Terminalia chebula Roxb. (Hinay, Herda, Alalakai, Myrabolans). — Bellerica Roxb. Gespinnst Agare riripara L. Stricke und Matten von schöner, weisser Färbung. — americana L. Drei Fuss lange Fasern. Abelmoschus esculentus Medic. (Okro). — ficulneus Wight et A. (Bhindi). Acacia alba Willd. (Bake). Arenga saccharifera Labil. (Go- muli), Schwarze, pferdehaarähnliche Fasern. Anthericum muricatum Thunb. (Khus-khus). Andropogon incolucratus König. (Bunkup). Amphidonax bengalensis (Nurkool). Anemone obtusiloba Don. Abroma Augusta L. fil. (Oolut). Abutilon indicum Don. Aloe indica. Ananassa satira Lindl. Borassus flabelliformis L. (Palmyra Palm). Steife, braune, 5 Fuss lange Fasern. Boehmeria nirea H. et Arn. (Rhea). — Puya Hook. (Puya). Bauhinia Vahlii Wight. (Mohalic). — scandens L. (Mahwel). — racemosa Vahl. (Ari). Butea frondosa Roxb. (Pallas). Crotolaria juncea L. (Sunn). Sehr feine Faser. — tenuifolia Wight. (Jubbulpore hemp). Calatropis gigantea R. Br. (Yercum Mudar). Sehr feine und weisse Fasern. Terminalia citrina Roxb. (Haris). Tamarix fur as? Tamarindus indica L. (Amlee chinch). Uncaria Gambier Roxb. Ventilago maderaspatana Gaertn. (Poplichukka, Populi chukkay). Wrightia tinctoria R. Br. (Indigo). -Pflanzen. Calatropis procera R. Br. Cocos nucifera L. Kurze, braune Faser. Careya arborea Roxb. (.Koombee). Corchorus capsularis L. (Brown Jute). 8—10 Fuss lange, feine und glänzende Faser. — olitorius L. (Jute). Caryota urens L. Grobe, braune, IV 2 Fuss lange Faser. Corypha Taliera Roxb. (Taliera). Cyperus textilis Thunb. (Mat grass). Eine 5 Fuss lange und grobe Faser. Daphne cannabina Lour. (Nepal paper bark). Eriolaema Candollei Wall. Euphorbia Royleana. Eriophorum comosum Wall. (Bun- kuss). Grobe, braungefärbte Faser. Four croya gigantea Yent. Ficus indica L. (Bur). Grewia elastica Royle. Girardinia heterophylla Decne. (Neilgherry nettle). Sehr fein und weiss. Hibiscus Sabdariffa Perott. (Roselle). — cannabinus L. (Ambaree, Pundi). Ziemlich fein und bis 6 Fuss lang. Hardwickia binata Roxb. (Acha). Helicteres Isora L. (Murroor, Phallie). Lepurandra succifera Nimmo (Sack- tree-bark). Linum usitatissimum L. 40 Musa paradisiaca L. (Platain, Manilla hemp). — textilis Nees. Marsdenia tenacissima W. et Arn. (Bkal Jak). Morinda citrifolia L. (Mulberry). Poederia foetida L. (Bedolee) wollartige, 6 Zoll lange Faser. Phrynium dichotomum Roxb. (Ma- dar patee). Pandanus odoratissimus L. (Screw pin). Grobes Faserwerk von weisser Farbe. Sanseviera ceylanica Willd. Eine feine, 2 Fuss lange, weisse Faser. Sanseviera cylindrica (Marool). Saccharum Munyia Roxb. (Moony). Die Faser wird aus der Blattscheide gewonnen, sobald die Pflanze zu blühen beginnt. Sie ist grob und misst 2 Fuss in der Länge. — Sara Roxb. Sebania aculeata (Dunchee). Sida rhomboidea Roxb. (Sufed Ba- riola). 5 Fuss lang, dabei sehr fein. Sterculia ramosa. Ein dicker lederartiger Bast. Urena lobata L. (Bum-okra). Urtica heterophylla Wallich (Neilgherry nettle). Yucca gloriosa L. (Yucca). Die Arten von Baumwollpflanzen, welche vorzugsweise zur Gewinnung der Wolle gezogen werden, sind: Gossypium indicum L. und G. herbaceum L. Andere Arten, als: Gossypium Barbadense L., Goss. Peruvianum Cav., G. acuminatum Roxb. finden sich nur an Tempeln, in Gärten u. s. f. vor und erscheinen nie im Handel. Der Baumwolle, als Waare in Ballen verpackt, schlossen sich viele Photographien an, welche Baumwollpflanzen in den verschiedenen Stadien ihrer Entwicklung, Ansichten von Baumwolldistrikten, Werkzeuge und deren Handhabung vorwiesen. Schliesslich sind noch die getrockneten Baumwollpflanzen zu erwähnen, welche in ganzen Exemplaren zahlreich vorgelegt wurden. Pflanzenstoffe zur Papierbereitung. Agave americana L. Bambusa arundinacea Retz. Boehmeria Puja Hook (Puya). — nivea H. et Arn. Bauhinia purpurea L. Broussonetia papyri fer a Vent. Mit dieser Papiersorte werden vorzugsweise in Rangoon die Sonnenschirme überzogen. Calatropis gigantea R. Br. (Mudar). Crotolarea juncea L. Corchorus capsularis L. — olitorius L. Daphne cannabina Lour. (Pulp). Gualteria longi folia Wall. Grewia sp. Guazuma tomentosa H. B. K. Hibiscus cannabinus L. Musa paradisiaca L. — textilis Nees. Morus indica L. Pandanus odoratissimus L. Sterculia urens Roxb. Urtica heterophylla Vahl. Urena lobata L. Yucca gloriosa L. 41 Photographien. Die reichhaltige Sammlung von Photographien enthielt Aufnahmen von Rhapis flabelliformis L. fil., Borassus flabelliformis L., Phoenix dactylifera L. und mehrere Baumfarne. Aus Mysore rührte eine Casuarinengruppe und ein Mangobaum ( Mangifera indica L.) her, aus Bombay die Aufnahme von Cocos nucifera L., des Peepul-Baumes, eine Partie des Banaekpur-Parkes und eine kolossale Ficus religiosa L. Ausserdem waren landschaftliche Ansichten reich vertreten, selbst der Himalaya stellte sein Kontingent durch mehrere Gebirgslandschaften, und Simla prangte mit herrlichen Naturszenen und einer Winterlandschaft. Ansichten alter Tempel, Gruppen an Tempeln, innere Gemächer etc. waren der Zahl nach die vorwiegenden und beliefen sich auf beiläufig 260 Stück im Formate von 8X11" in vorzüglicher Ausführung. Holländische Besitzungen in Indien. An einem Kreuzungspunkte der Hauptgallerie mit den Seitenflügeln war die reichhaltig ausgestattete Sammlung der holländischen Besitzungen in Indien gruppirt. Es erhob sich eine 36 Fuss hohe und 50 Fuss im Umkreise messende Trophäe, deren Mitte aus senkrecht gestellten Kästen bestand, an welche sich Schaukästen in fast hori- zontaler Lage anschlossen. Samen u n Ammonium angustifolium Soner. Areca Catechu L. Die Nüsse sind ein wichtiger Bestandtheil zur Betel-Bereitung. Cocos nucifera L. Cocculus indicus. Cassia ßstulosa L. Coffea arabica L. In 22 Sorten und von verschiedenen Ernteplätzen. Caryophyllus aromaticus L. d Früchte. Myristica moschata Thunb. Die Nüsse davon in mehreren Bereitungsmethoden. Macis sind die ästigen Samendecken der Nuss. Oryza satim L. mit und ohne Hülsen. Piper Cubeba L. — nigrum L. Theobroma Cacao Adans. Tamarindus indica L. Vanilla plani folia Andr. Rinden. Cinchona Caltsaya. Königs-China. — Haskarliana. Eine Abart der vorigen. — Pahudiana. Braune China. — officinalis L. — succirubra Pav. Cinnamomum zeylanicum Nees. In 3 Sorten. — Culilawan G. Don. Liefert ein wohlriechendes flüchtiges Oel. — Soga. Zum Roth- und Braunfärben. 6 42 Wurzeln. Curcuma longa L. Färbemittel. Maranta arundinacea L. Mankaedoc- Wurzeln. Zingiber oß'icinale Rose. Harze. Dammara orientalis Lamb. Harz davon lag in prachtvollen Stücken auf. Copal- Harze. Calamus Draco. Drachenblut. Oele. Amygdalinus communis L. Caryophyllus aromaticus L. Laurus Culüaban L. Ein flüchtiges, wohlriechendes Oel, welches die Rinde abgibt. Myristica moschata Thunb. Die Verpackung desselben geschieht gewöhnlich in Fässern aus dem Holze der Tectona grandis. Hölzer. Caesalpinia Sappan L. Diospyros Ebenum Retz. Von den Molukken. Nauclea Gambier Hunt. (Riomo Gambier). Ein Färbe- und Gerbemittel, wird bei Bereitung des Betels zugesetzt (Syngapore liefert hiervon 10 Millionen Kilogr. nach England). Maclura aurantiaca Nutl. (Kadrang oder Gelbholz). Blätter. Borassus flabelliformis L. Aus Lontar-Blättern lagen zwei javanische Bücher vor. Caryota humilis. Atap-Blätter werden zu Dachungen verwendet. Nicotiana Tabacum L. Sah man in 16 Proben. Tliee, in 20 Proben und von verschiedenen Plantagen. Faserpflanzen. Arenga saccharifera Labill. Go- muti-Palme. Sowohl Seile und Hüte aus den Blättern, als auch unverarbeitete Fasern lagen vor. Ananassa sativa Lin dl. Agave Cantula Wall. Boelimeria nivea Hook. Arn. (Ra- meh). Aus verschiedenen Gebenden. Corchorus olitorius L. Cocos nucifera L. Gossypium. Von Java in 6 Sorten. Urena Blumei. Menado Koffo. Hanf (Musa Ensete). Boca-Boca. Fasern. Moorva. Fasern. Gonje. Fasern zur Anfertigung von Kaffee- und Reissäcken. Kautschuk und Guttapercha. Kautschuk von Sumatra (wahrscheinlich von Calolropis qiqan- lea R. Br.). »IIIIII M i |T 43 Guttapercha von Sumatra ( Ceratophorus Leerii Hask. ?) und Pa- lembang in 8 Sorten in länglich viereckigen, stumpfkantigen Kuchen. Zuckermehl. Hiervon lagen 19 Proben auf. Indigo. In 10 Sorten. Die Färbung ging von Röthlich—Violett bis in’s Schwärzliche über. Kopak. Hiermit werden in Indien die Matratzen und Stuhlsitze gefüllt. Es scheinen Spreuhaare von einem Cybotium zu sein und hatte Aehnlichkeit mit dem Pulu der Sandwichsinsulaner. Bambusrohr war durch mächtige Stämme und durch daraus verfertigtes Faserwerk vertreten, Geflechte und Körbe waren buntfärbig und äusserst zierlich gearbeitet. Gewürznelken scheinen zur Anfertigung von kleinen Körbchen und sonstigem Spielzeug sehr beliebt zu sein, denn derartige Gegenstände waren in Menge vorhanden. An den Säulen der Seitengallerie lehnten fünf Stämme von Cin- chona- Arten aus Java. Sie hatten zunächst dem Wurzelstocke be 8 Zoll Durchmesser und von da ab bis zum Gipfel 36—40 Fuss in der Länge, sie waren ihrer Aeste beraubt und weisslich-graue Flechten erschienen in grosser Anzahl auf der sonst ziemlich glatten Rinde. Das Alter dieser Stämme soll 8—10 Jahre betragen, und es zeigt sich demnach, welch’ rapides Wachsthum dieser Baum unter den ihm zusagenden Verhältnissen entwickeln kann. Von hohem Interesse war ein aus 8 Cinchonaarten bestehendes Herbar in bedeutend grossem Formate. Unter dem sehr schön getrockneten Zweigstücke nebst Blüthenstand, Samen und Rinde befand sich eine Etiquette, welche ausser den Namen den Alkaloidgehalt jeder Art und die Anzahl der auf Java ausgepflanzten Bäume bekannt gab. Sie reihen sich nach ihrer quantitativen Zahlenabnahme auf folgende Weise: Cinchona officinalis L. — succirvbra Pav. — lancifolia — caloptera — Hasskarliana — Pahudiana und 350.000 Bäume 190.000 „ 60.000 „ 10.000 „ 8.000 „ — Calisaya ohne Zahlenangabe. 6 * a •-lavjxyjSi 44 Haufenweise lagen Rinden und Faserstoffe theils in ganz rohem, tlieils in verarbeitetem Zustande beisammen, es fehlte aber dabei die Benennung. Durch die Photographie machte sich Java mit seinen Tempelruinen und Götzenbildern bekannt. Etwa 300 Photographien (8X11") lagen davon auf. Eigentliche Vegetationsansichten fehlten. Siam. Die Ausstellung von Siam beschränkte sich auf einige Stöcke von Rohr und sonstigem Holz, dann auf mehrere aller Bestimmung entbehrenden Holzmuster. Von der interessanten Uferpflanze Rhizo- phora Mangle L. waren Rindenstücke eingesendet. Ferner fand man Sämereien von Erbsen, Bohnen und sonstigen Gemüsen, jedoch in geringer Anzahl. Cochinchina. Zu den weniger hervorragenden Expositionen ist jene von Cochinchina zu rechnen. Die kleine Kollektion von Holzmustern war in der Form gespaltener Stamm- oder Aststücke aufgestellt. Holzmuster. Acacia lutea — albicans H. B. Aquillaria Agallocha Roxb. (Bois d’aigle). Artocarpa „ Chaplasha Roxb. (Mit— naii). Bambusa arundinacea Ait. Bassia sp. (Cha-rung). Bauhinia articulata. — rufescens Lam. Baianites aegyptica Delil. Bombax Ceiba L. Borassus flabelliformis L. Cinnamomum Camphora Nees. (Camphrier). Cephalanthus africanus Rchb. Combretum glutinosum Perrot. Caesalpinia Sappan L. Dalbergia sp. (Trac). — melanoxylon Perrot. Diospyros Ebenum Retz. (Ebène). Dipterocarpus sp. (Dau-Drao). — sp. (Dau-Mil). Gordonia sp. (Vap). Hopea Berrierü (Caj-sao). Hopea sp. (Hao-deng). Rivalisirt der Güte und Dauerhaftigkeit nach mit dem Holze von Tectona grandis L. Khaya senegalensis Juss. Nauclea sp. (Tou oder Toi). Pterocarpus santalinus L. fil. (Santal rouge). PterospermumsemisagittatumRoxb. (Long-Mang). Rubia sp. (Traf). Spondias Birrea A. Rieh. Santalum sp. (Santal musqué). Sapindus Saponaria L. Shorea rubriflora (Chai). Sterculia sp. (Tram). Ternstroemia sp. Tamarindus indica L. Terminalia Chebula Roxb. (Chieu- lieu-Xanh). Vatica sp. (Hen). Xylia dolabriformis Berth. (Garn Xé). Zanthoxylon Budrunga Dec. (Cho). ii t c 45 Gespinstpflanzen. Ananassa sativa Lindl. Bauhinia coccinea Don. Boehmeria utilis (China grass). Coccos nucifera L. Gossypium sp. Linum usitatissimum L. Medizinal pflanzen. Aloe Cabalin (Lu-hoe). Anisum officinale Mönch. Areca Catechu L. Croton sp. Cuminum Cyminum L (Gros Cumin). Gelidium spiniforme (Hai - thao). Liefert gekocht eine Gallerte. Glycyrrhiza sp. Illicium anisatum L. Piper Betle L. Bheum palmatum L. Sterculia scaphigera Wall. (Tam- bayan). Strychnos nux vomica L. Tabac de Hoc-nom. — de Saigon. — de Go-vap. Nahrungsmittel. Coffea arabica L. Oryza sativa L. Gewürze. Alyxia aromatica Reinw. Amomum racemosum Lam. (Cardamome). — villosum Laur. (Cardamome du Laos, ou Sadjine). — xantioides Wall. (Cardamome sauvage du Cambodge). — Zingiber L. (Gingembre gris). Aquillaria Agallocha Roxb. (Bois d’Aigle du Bihn-Thuan). Laurus cinnamomum L. — Culilaban L. Piper nigrum L. — album Vahl. Vanilla planifolia Andr. Färbepflanzen. Areca Catechu L. Bixa Orellana L. Bruguiera gymnorrhiza Lam. (Vada). Caesalpinia Sappan L. (Bois de Japon). Coscinium fenestratum Colebr. Fibraurea tinctoria Laur. Garcinia Cambogia Desv. (Gomme gutte). Indigofera sp. (Indigo en pains). Symplocos spicata Roxb. Uncaria Gambir Roxb. Gummi, Harze und Balsame. Dipterocarpus laevis Harnilt. (Cay- dau-Raï). — crispatus (Shon-drau). Garcinia Cambogia Desv. Shorea rubri folia. Styrax Benzoin Dryand. ^ /v^Xx^4j^Vr\aî-'»^r^tete>?i ^wg^ArXv ?•'<*'' "mT S h ~ ivf« 40 Oele. Avachis hypogaea L. Calophyllum Innophyllum Cocos nucifera L. Croton sebiferum L. Sesamum indicum L. rouge). Sesamum orientale L. (Sesame L. blanc). — orientale var. (Sesame noir). Stalagmites Cambogia Pers. (Sesame (Guttier). Mehle. Convolvulus Batata L. Oryza glutinosa Lour. (Nep.). — sativa L. (Riz). Phaseolus Mungo L. Sagus sp. (Sagou de Bin-Diuh). Photographien. Ein Album mit Ansichten von Cambodja und Cochinchina enthielt ein Panorama von Saigon, dann mehrere Landschaften mit Palmen, mit einem kolossalen Banyanenbaum (Ficus indica ), mit Gebäuden, Ruinen, Tempeln und endlich Porträts von Eingeborenen. Im Ganzen mag sich die Anzahl auf 200 Stück im Formate von 6 X 8" belaufen haben. China. Das himmlische Reich war Japan’s nächster Nachbar und überholte dieses an Drogen, Nahrungsmitteln etc. der Menge nach, aber die Bezeichnung war sehr mangelhaft und die Gegenstände selbst oft in sehr schlechtem oder gänzlich verdorbenem Zustande. Der grösste Tlieil der Medizinalwaaren, Sämereien und Drogen war in Pulvergläsern oder Glaspokalen enthalten, und dürften deren über 600 Stück aufgestellt gewesen sein. Der von Ritter v. Overbeck ausgegebene Katalog enthielt Andeutungen von Bereitungsweisen mancher Nah- rungs- oder Genussmittel, wovon das Wichtigste hier im Auszüge erscheint. Holzm uster. Die Sammlung beschränkte sich auf wenige vierkantige Stücke und auf fünf von der Insel Formosa stammende Rahmen, die der Länge nach sechs, und in der Breite zwei Fuss messen, und in welchen 6 schmale Brettchen zu je drei Holzsorten eingerahmt waren. Von jeder Sorte war ein Brettchen roh durchschnitten, während das andere abgeschliffen und eingeölt und mit chinesischen Schriftzeichen etiquettirt war. Nur wenige hatten eine botanische Benennung und diese waren: Morus japonica Hort. Dyk. Planera cuspidata. Cryptomeria japonica Don. Rhus vernicifera Dec. Von Holzsorten, welche zum Räuchern in Anwendung kommen, waren folgende vorhanden: Sandelholz Kangholz Cypressenholz Yaholz Tschinholz 47 Ausserdem war ein 15 Zoll langes Stück „Cork wood“ (Anona palustris L.) aus Formosa vorhanden, dessen sehr dünne, lebhaft rotlibraune Rinde sich in grossen Lamellen ablüsen liess. Der Leichtigkeit nach ist es dem Marke von Sambucus nigra ähnlich. Unter den Gegenständen aus Formosa bemerkte man weiter noch zwei, etwa 10 Zoll lange, unbenannte Baumfarnstämmchen. Arzneimittel. Alpinia Galanga Swartz, wurde früher in der Provinz Kwantung häufig kultirirt. Camphora officinalis Nees. Von Formosa. Curcuma longa L. Wächst auf Formosa und in den südlichen Provinzen China’s. China -Wurzel (Smilax chitia L. ?). Alis Hanan und den westlichen Theilen China’s. Sie wächst an den Wurzeln von Fichtenbäumen oder auch abgesondert von diesen. Echites esculenta Wall. Die Dita -Rinde steht hei den Indiern als Heilmittel gegen alle Fieberkrankheiten sehr im Ansehen. Der wirksame Stoff ist nach Dr. Gust’s Analyse ein unkrystallisir- barer, sehr hygroskopischer Bitterstoff, „Ditain“ genannt. Nach häufigen Versuchen und zahlreicher Anwendung stellte sich heraus, dass die Difa-Rinde die Chinarinde vollkommen ersetzt, ohne dass dabei die üblen Nachwirkungen des Chinins zu fürchten sind. Echites kommt auf Loizon und in der Provinz Batangas sehr häufig vor. Die Rinde des Baumes wird abgeschält, ohne dass hierdurch dem Baume ein Schaden zugefügt werden soll. 10 Kilo Rinde geben beiläufig 1 Kilo Ditai'n, und die Bereitung desselben ist jener von Chinin ähnlich. Garcinia Mangoslana L. Das daraus bereitete Medikament ist das Extractum antidysentericum. Die Pflanze wächst in Cochinchina und auf den südlich gelegenen Theilen der Philippinen. Durch Auskochen der Fruchtschalen wird das ausgezeichnete Arzneimittel gewonnen. Dr. Gust’s Sohn, welcher heftig an Dysenterie mit Blut- und Schleimabgang erkrankte, genas nach vierund- zwanzigstiindigem Gebrauche einer Mixtur von 8 Grm. Extrakt in 120 Grm. versüsstem Wasser und 2 Tropfen Laudanum. Bei chronischer Dysenterie hat es sich als fast infallibles Mittel erwiesen, so wie bei chronischen Diarrhoen, bei katarrhalischen Krankheiten des Uterus, der Blase und der Harnröhre wurden ausgezeichnete Erfolge erzielt. Illicinm anisatum L. aus der Provinz Kwangsi. Opium aus den Provinzen Zechuen und Yunan. Bheum Emodi Wall, aus Szechuen, Shensi und anderen Provinzen. Genuss- und Nahrungspflanzen. Arachis hypogaea L. Wächst besonders auf Formosa sehr zahlreich und dient der ärmeren Volksklasse zur Nahrung. Ananas. In Spalten eingelegt. Angelica. ArWws-Früchte kandirt. Arrow-root. 48 Areca Catechu. Nüsse. Bohnen. Gelbe, grüne, rotlie, schwarze. Bupleurum octoradiatum. Die Wurzeln. ■ßa/w&ws-Sprossen. Bananen. Broccoli. Castanea. Carica Papaya L. Cannabis safica L. Croton Eluteria. Benett. Nüsse. Ci I ronen. Cicuta sp. Dolichos. Datteln, schwarze. (Woo-tsan). — rothe (Hung-tsan). Diospyros Kaki (schwarze Dattelpflaumen). Equisetum hiemale L. E i e r p f 1 a n z e n Solanum melon- gena L. Gurken. Sehlangen- Gerste. Hirse, gelbe (Huang-Siaw-mi). — rothe (Hung-Siaw-mi). — von Barbados (Kau-Liang). Indiseh-Korn (Pau mi). Wird vorzugsweise in Tunghohow und Pikow gebaut. Ingwer, grüner. Kadsura chinensis. Früchte. Kümmel. Samen. Knoblauch. Kresse. Lit-ehi. Euphorbia lit-chi Desf. Lilienblumen (Kin tsai). Lil ienzwiebeln. Lilienstaubfäden. Lotuswurzel, kandirt. Limonien - Schalen. Lungugangs. Eine Frucht, die in Nordchina häufig gezogen u. getrocknet aufbewahrt wird. Melonen mit schwarzen Samen. Erbsen scheinen von den Chinesen als ein allgemein verbreitetes Nahrungsmittel in grosser Menge gebaut zu werden, zu den beliebtesten Sorten gehört die I Mee rtange. Magnolien-Knospen. Nelumbium speciosum Willd. Nüsse. Nymphaea - Samen. Ogu-Ayock-chee. Eine der Feige ähnliche Gebirgsfrucht, welche in der Sonne getrocknet wird, und aus deren Samen eine Gallerte bereitet wird. Orangen. Oliven. — mit Süssholz getrocknet. — braune. Paeonia rubra. Panax quinquefolium L. (Ginteng). In vielen Sorten und verschiedenen Bereitungsstadien. Parsimoneum Diospyros Kaki. Die Fruchtschale sehr wohlschmeckend. Punica granatum L. Früchte. Peh-k o-Nüsse. Pfirsiche. In Spalten geschnitten. Ricinus-Früchte. Rosenäpfel. Reis in 20 Sorten stellte der Direktor des botan. Gartens in Manilla (Philippinen) aus. — Gebirgs-, rother und weisser. — Gold-wind-Schnee. — schleimiger. — aufquillender. Sorghum Salysburia adianthifolia Sm. Früchte davon. Seegras. Steckrüben, ein gesalzen. Schnittlauch. Turmeric (Curcuma sp.), eine Wurzel, welche auf Formosa wächst und dem Rauchtabak beigegeben wird. Wasserkastanien ( Trapa in - cisa ). Kandirt. 49 Grüne Erbse (Tsing-tow), welche ein Hauptbestandteil bei der von ihnen bereiteten „Soja“ ist. Die Bereitungsweise derselben ist folgende: Eine gleiche Menge Erbsen und Weizen werden in einer Pfanne gerostet, dann zwischen zwei Mühlsteinen zerrieben und zeitweise mit Wasser benetzt. Alsdann wird die daraus entstandene Masse der Gährung überlassen, hierauf in Scheiben geschnitten, welche mit Stroh gedeckt etwa 20 Tage liegen bleiben. Nach vollendeter Gährung, wobei sich an den Scheiben häufig Schimmel zeigt, werden sie mit Wasser gewaschen und in Töpfe gelegt und ebensoviel Wasser und Salz beigegeben, als die Scheiben wiegen. In diesem Zustande verbleiben sie einige Tage und werden vor dem Verbrauche abermals durch die Mühlsteine zerrieben. Schwarze Erbsen (Wu-tow) stammen aus der Provinz Feng-tim. Die Früchte werden gebacken und dienen als Pferdefutter, sind aber auch zur Soja- und Oelbereilung verwendbar. Rothe Erbsen (Hung-tow). Kommen in geringer Menge im Handel vor. Kleine grüne Erbse (Ruh-tow) erscheint in Menge auf dem Markte von Yentai und man bereitet daraus Mehlkuchen etc. Hierzu werden die Früchte im Wasser erweicht, zwischen Mühlsteinen zerrieben, mit Wasser versetzt und durch ein Sieb gedrückt. Die Masse wird ausgepresst und der zurückgebliebene Kuchen über gelindem Feuer gebacken. Bohnen, weisse (Kiang-tow) hat weniger Anwerth und wird dess- halb in geringerer Menge gebaut. Manchmal werden sie gesottenem und gedünstetem Reis beigegeben, oder es wird Bohnenkäse bereitet, welcher auf folgende Weise hergestellt wird, Bohnen erweicht man in Wasser, zerreibt sie zwischen Mühlsteinen, dem hierdurch erhaltenen Brei wird Wasser zugegeben und sodann durch ein Sieb gepresst, darauf in einer Pfanne gekocht, in freier Luft abgekühlt und Salzwasserdämpfen ausgesetzt, wodurch der Brei käsig wird. Hierauf wird er mit Tüchern Umschlägen, in einen Korb gelegt und derart gepresst, dass das darin enthaltene Wasser entfernt wird. Weizen (Mai-tzi) wird in grossen Massen verbraucht. Eine der vorzüglichsten Sorten ist der Schanlung-Weizen. Die Saatzeit des Weizens fällt auf den Monat Oktober, die Ernte ergibt sich im Juli des darauffolgenden Jahres. Thee. Der Aussteller, W. G. Rusden aus Foochow, gibt an, dass gegenwärtig vier Hauptsorten der Theepflanze angenommen werden und zwar: Thea Bohea L., welche vorzugsweise in der Provinz Kwantung, Kwang-si, Kiang-si, Fuhkien, Hunan und Hupieh wächst. Thea viridis L. Aus den Provinzen Chili-kiung, Agan-kien und Keang-su. Thea lalifolia Lodd., wurde im Jahre 1825 das erste Mal nach England gebracht. 7 50 Thea (Bohea) stricta Ait. Der Thee von Assam. Das Vorkommen der Thecpflanze ist nach dein Dafürhalten dieses Ausstellers kein so beschränktes, als man ursprünglich angenommen hat, sondern ihr Verbreitungsbezirk reicht bis in das nördliche Siam, Bunnah und Cochinchina. In Fuhkien wird der Tliee an Bergabhängen in einer Höhe von 1500 Fuss aufwärts gebaut. In der Provinz Chieh-kiang findet inan ihn am Fusse der Berge oft in unmittelbarer Nähe der Beisfelder und kaum einige Fuss über dem höchsten Wasserstand der dortigen Gewässer. Obwohl der Boden daselbst gut bearbeitet werden kann, so erträgt die Pflanze doch nicht so leicht die konstante Beraubung ihrer Blätter, ausgenommen bei hinreichender Feuchtigkeit, wie diess in China besonders im Friildinge der Fall ist. Der Assam-Thee dürfte seine besondere Kraft und das üppige Gedeihen der hinreichenden Feuchtigkeit zu verdanken haben. In Fuhkien wird beim Anbau des Thees kein Dünger angewendet, nur wird der Boden frei vom Unkraut gehalten und die Erde um die Wurzeln gelockert. In den nördlichen Provinzen wird während der strengen Winter Stroh zwischen die Pflanzen gestreut. Obschon von einer und derselben Theepflanze schwarzer und grüner Thee erzeugt werden kann, so eignet sich Thea Bohea doch mehr für die Bereitung von schwarzem und Thea viridis besser für den grünen Thee. An Theesorten und von ihrer Bereitung ist weiter anzuführen : Golden Pekoe. Von den Chinesen wird die Art des langsamen Trocknens der jungen Blätter dieser Theesorte als ein Geheimniss gehalten. Flowery-Pekoe. ln Pan-Young werden die jungen Blattknospen an einem lebhaften Holzfeuer fünf Minuten getrocknet, dann in Körben nach Foochow versendet, hier abermals über Holzfeuer getrocknet und warm verpackt. Souchong (Sin-chume, Kiai-tea) hat die Bereitungsweise mit Congo- thee gemein, nur darf weniger Luft zulreten und wird einem Holzkohlenfeuer ausgesetzt. Das Aroma ist dabei ein stärkeres, die Haltbarkeit aber geringer. Souchong (geringere Sorte) gibt einen Exportartikel nach den Vereinigten Staaten und den Kontinent. True Oolong (Black Dragon) wächst in geringer Menge auf dem nördlichen Poutsching. Er wird nur fünf Minuten auf dem Feuer getrocknet, dann in Papier verpackt und darin völlig austrocknen gelassen, wodurch er sein Aroma erhält. Es ist diess eine Sorte, welche nur als eine Rarität verschickt wird. True Pouchong wird nicht exportirt. Scented Orange Pekoe wächst nordöstlich von Foochow. Er trocknet nur fünf Minuten über dem Feuer, wird in Säcke gefüllt und nach Foochow gebracht. Hier wird er mit Chulan r Bliithen 51 tChloranthus inconspicuus Swartz) gemischt, auf Pfannen über Holzkohlenfeuer langsam getrocknet und sodann die Chulan- Blüthen entfernt. Diese Prozedur wird öfter erneuert. Zuletzt setzen sie Blüthen von Jasminum Sambac Ait. (Mot-lee) bei, damit geröstet nachher aber wieder entfernt. Der reine Thee wird dann auf Pfannen abermals erhitzt und warm verpackt. Er dient als Zusatz zu anderen Theesorten. Er wird nach England und in geringer Menge nach Australien exportirt. Scented Caped. Der Unterschied zwischen dieser Theesorte und dem Scented Orange Pekoe besteht nur im Rollen der Blätter, welche bei ersterem rund, bei letzterem lang gedreht erscheinen. Congou wächst in Kaisow und in dem benachbarten Distrikte Shoul- dufoo. Er wird 24—26 Stunden lang in Bambuströgen an der Luft getrocknet, mit den Händen oder Füssen gerollt und die Feuchtigkeit ausgedrückt. Dann wird er ausgeschüttet und kurze Zeit der Luft exponirt, es folgt nun ein zehn Minuten andauerndes Rösten über Kohlenfeuer, wird dann gesiebt und so rasch wie möglich verpackt. Er wird nach Russland und England gesendet. Congou aus der Provinz Yang-how wird nach Australien und England ausgeführt. Oolong of Comerce. In Sallue gezogen, wird diese Theesorte an der Luft getrocknet und ein oder zwei Mal dem Kohlenfeuer ausgesetzt. Sie wird von der ärmeren Klasse der Chinesen verbraucht und nur selten nach den Vereinigten Staaten versendet. Das Haus Evan & Comp, führt jährlich von Ningchow-Thee in drei Qualitäten 20 Millionen, von Oopack 17 Millionen und von Oonahm 42 Millionen Pfund aus. Nach Sibirien wird vorzugsweise Ziegelthee versendet, so wie auch Hoa-Yong-Thee, der auch der Mongolei zugeführt wird und endlich der Lok-oan-Thee, welchen das südliche China konsumirt. Die Blattstiele des Theeblattes werden von den Chinesen die „Beine“ des Thees genannt. Rauchtabak war von Peking, Hangkow und Formosa zugesendet. In Formosa wächst die Tabakspflanze wild und dient den Eingeborenen als Tauschartikel. Schnupftabak kam aus Peking. Gewürze. Cinnamomum zeylanicum Breyn. Rinde und Blüthen. 0 e 1 e. Arachis hypogaea L. Das Oel wird von Formosa nach China verführt, der mehlige Rest dient als Dünger. Cinnamomum zeylanicum Breyn. 7 * 52 Dryandra cordifolia Thunb. (Alevrites cordata R. Br.) liefert das „Tungöl.“ Es dient sowohl zum Anstreichen von Bauholz, als auch zur Anfertigung der krugförmigen Körbe, deren Boden aus Binsen und Seitenwände aus Bambusbast gearbeitet sind und sowohl innen als aussen mit Haarpapier überklebt und mit diesem Oele imprägnirt werden. Diese Körbe dienen zum Transport des Bohnenöles. Aus dem Russe des verbrannten Tungöles entstehen die chinesischen Tusche. Illicium anisatum L. Aus den Hülsen und Samen wird Oel gepresst. Mentha piperita L. Sesamum indicum L. Mit weissen und schwarzen Körnern (letztere S. orientale L.). Unona odoratissima Roxb. ( Artabotrys odoratissima R. Br.). Kommt in starker Verdünnung als der sehr beliebte Parfüm „Ylang- Ylang“ vor. Färbe- und Gerbepflanzen. Carthanws tinctorius L. Gallen, wahrscheinlich von Rhus semialata Murray. Indigo von Formosa. Sophora japonica L. (Waifa). Ein Farbstoff, der in der Provinz Kwan- tung vorkommt. Er wird wenig exportirt, da er in Europa noch wenig gekannt ist. Es sind die getrockneten Blüthen des Baumes, welche auch unter den Namen „Gelbbeeren“ und „Natalkörner“ kursiren. Faser- und Gespinstpflanzen. Cannabis gigantea Cannabis von Chili. Arenga saccharifera Labill. Die Gomuti-Palme liefert nicht nur Sago, Palmenkohl etc., sondern gibt durch die an der Basis der Blattstiele befindlichen Fasern — das sog. vegetabilische Pferdehaar — vorzügliches Material für Schiffstaue, Matten, Bürsten, Regenmäntel und viele andere Gegenstände ab. Pflanzen zur Papierbereitung. Aralia papyrifera Hook. Das sogen. Reispapier. Das feingeschnittene Mark dieser Pflanze. Bambusa arundinacea Retz. Aus der Provinz Fochin wurde eine Kollektion von 46 Papiersorten, aus Bambus bereitet und jede Sorte einen speziellen Namen führend, vorgelegt. Abbildungen. Die Pflanzen, die auf Tapeten, Wänden, Schirmen, Fächern etc. abgebildet vorgekommen sind, waren vorzugsweise: Nelumbium , Chry- 53 santhemum und Päonien. In der Ausführung- und Farbenpracht standen diese Abbildungen den japanischen nach. Photographische Abbildungen wurden gar nicht eingesendet. Japan. Die Räumlichkeit, welche die kaiserl. japanische Regierung für ihre Ausstellung in Anspruch genommen hatte, beschränkte sich nicht auf eine einzelne Gräte des Industrie-Palastes, sondern erforderte einen Nebenbau von sehr ausgedehntem Flächenraum und den von den japanischen Gärtnern angelegten Garten, welchem noch an einem entlegeneren Theile des Ausstellungs-Rayons ein Reservegarten beigegeben war. Im japanischen Garten hatten sie ihre Bazare, welche stets mit Besuchern überfüllt waren, und wo ihre Verkäufe vom frühen Morgen bis zur sinkenden Sonne fortdauerten und sich die glänzendsten pekuniären Geschäfte abwickelten. Die ausgestellte Holzsammlung war eine reichhaltige. Die Muster waren in Bretterform, welche in den meisten Fällen eine Länge von 4—5 Fuss hatten. Holznmster. Ainus maritima Hort, — firma Sieb, et Z. Aesculus turbinata. Aralia canescens Sieb, et Z. ■— pentaphylla Tluinb. Andromeda perulata Azalea indica L. Albizzia Julibrissin Dur. Aucuba japoniea L. Actinidia arguta. Amygdalus Persica L. Abies firma Sieb, et Z. Acer sp. Bambusa von 28 Standorten. Benzoin citriodorum. Broussonetia papyrifera Vent. Bleudaegle sepiaria. Buxus sempervirens L. Chamaecyparis obtusa Sieb, et Z. — pisifera Sieb, et Z. Cryptomeria japoniea Don. Cleyera japoniea Thunb. Chamaerops excelsa. Callicarpa japoniea Thunb. Callopanax ricinifolia. Citrus nobilis Lour. — sp. Cornus officinalis Sieb, et Z. — prachipoda. Crataegus sanguinea Pall. Camellia sasanqua Thunb. — japoniea L. Celtis sinensis Willd. Cinnamomum pedunculatum Nees. — Saurei. Camphora officinarum Nees. Clerodendrum trichotomum Thunb. Chimonanthus fragrans Lindl. Carpinus sp. Cerciphyllum ? japonicum. Clethra barbinervia. Cedrelacea. Corylopsis spicata Sieb, et Z. Corylus heterophylla Fisch. Distylium racemosum Sieb, et Z. Diospyros Kaki L. fd. Daphnidium oxyphyllum Nees. Daphniphyllum Roxburgii. Eriobotrya japoniea Lindl. Evodia glauca. ai^^^ä^äsniasBbä 54 Evodia sp. — rutaecarpa. Elaeaynus umbellata. — crispa Tliunb. Evonymus radicans. Fastua japonica Deo. Ficus carica L. — pyrifolia Burin. Fagus cuspidata Gleditschia japonica Lodd. Homoeceltis aspera Bl. Hovenia dulcis Don. Hedera hélix L. Hibiscus Syriacus L. Ilex crenata Thunb. — integra Thunb. Juglans Mandshurica Max. lllicium religiosum Sieb, et Z. Ligustrum vulgare L. — japonicum Thunb. Lindera sericea Blume. — glauca Blume. — praecox Blume. — triloba Blume. Lagerstroemia indica L. Livistonia chinensis Mart. Melia japonica. Magnolia Kobus Dec. — hypoleuca. Sehr feines drapp- farbenes Holz. Microptelia parvifolia Spach. Myrica Nagi Thunb. Morus japonica Hort. Dyk. Olea (Ilex) aquifolium Thunb. — fragrans Thunb. Prunus Siori. — Puddum Roxb. — domestica L. Pyrus Ringo Sieb. — spectabilis Ait. — communis L. Pyrus Cydonia L. Pinus Massoniana Lamb. — parviflora Sieb, et Z. — densiflora Sieb, et Z. Photinia villosa Dec. Plalycaria sorbi folia Sieb, el Z. Populus Sieboldii. Planera cuspidata. Gelbbraunes, prächtig gefladertes Holz. — acuminata. Punica Granatum L. Paulownia imperialis Sieb, et Z. Pseudolarix Kaempferi Gord. Quercus dentata Thunb. — sp. — crispula. — acuta. Rhododendron Sieboldii Miq. Rosa sempervirens L. Rottlera japonica Spr. Rhapis flabelliformis L. fil. Rhus vernicifera DC. — succedanea L. Salisburia adianthifolia Sm. Sciadopytis verticillata Sieb, et Z. Sambucus racemosa L. Sapindtis Mukorossi Gärtn. Salix japonica Thunb. Styrax japonicum. Sophora japonica L. Stuartia monadelpha. Ternstroemia japonica Thunb. Thujopsis dolobrata. Talauma stellata. Torreya (Taxus) nucifera L. Taxus cuspidata Sieb, et Z. Vit ex cannabifolia. Viburnum Opulus L. Vitis actinidea. Zizyphus Jujuba Lain. Zanthoxylon piperitum Dec. Cryptomeria japonica Don., welche ein Zehntel der Waldungen Japans bildet, 60—100 Fuss hoch wird und 4—5 Fuss Durchmesser erhält, liefert das Material zu den meisten Bauten und Geräthschaften dieses Landes. Im Ausstellungsrayon war der Tempel im japanischen Garten, dann ein kleines zierliches Häuschen, die beiderseits am Eingänge des Gartens errichteten Bazare, sowie die sehr zierlich 55 konstruirie Umzäunung- desselben, wie auch die Schindeln der Dachungen sämmtlicher eben erwähnter Gebäude aus Cryptomeria -Holz anget'erligt. Unter den Gerätschaften fand man Bottiche und viele andere Gegenstände daraus gemacht, welche mit erstaunenswerter Genauigkeit gearbeitet waren. Der grösste Theil der zahllosen Kisten, in welchen die Waaren eingepackt waren, bestanden aus diesem hübschen, rötlichen Holze, welches an manchen Brettern riesige Dimensionen zeigten. Eine vorzügliche Eigenschaft des Holzes scheint die zu sein, dass es sich durch äussere Einflüsse nicht krümmt. So war in einem schwarzen Rahmen ein Brett von 4 Linien Dicke, 5 Fuss Länge und 4 Fuss Breite aufgehangen, durch welches eine Landschaft mit ßain- busstämmen und Pinusbäumen nach der originellen japanischen Zeichnungsart entworfen, durchgesägt war. Dieses aus einem Stück bestehende Brett war dabei vollkommen eben und zeigte nicht die kleinste Spur einer Zerklüftung. Zur Schindeldeckung wird es allgemein angewendet. Die Schindeln sind 10 Zoll lang, bei 4 Zoll breit und nur 7a bis 7a Linie dick. Sie werden bei der Eindeckung so weit übereinander gelegt, dass nur l l / k bis l7 a Zoll frei liegen, alles Uebrige ist durch die darauffolgende Reihe gedeckt. Sie werden mit kleinen 1 / 2 Zoll langen Nägeln aus Bambusrohr angenagelt und durch das dichte Ueberlegen der Schindeln geschieht es, dass bis 30 dieser kleinen Nägel durch eine Schindel dringen und eine ungemein feste Verbindung bezweckt wird. Auch aus dem Holze von Chamaecyparis pisifera spaltet man ähnliche Schindeln. Eine Pflanze, deren Kultur wohl einige Aufmerksamkeit zugewendet werden sollte, ist Homoeceltis aspera Bl. Die Blätter werden der Länge nach gefalten und kommen getrocknet und partienweise an einen Bindfaden geheftet in den Handel. Die etwas rauhe Oberfläche der Blätter dient zum feinen Schleifen des Holzes, besonders bei kleineren Gegenständen, welche keinen Lacküberzug erhalten, als: kleine Kästchen, Cigarren-Etuis u. s. f. Die fertig gemachten Gegenstände werden damit abgerieben, wodurch die Oberfläche äussersl fein und milde sich anfühlen lässt. Unter den aufgestellten Holzsorten fand sich ferner ein Stämm- chen, etwa 4 Zoll im Durchmesser, von Rhns succedanea L., an welchem die Einschnitte zur Gewinnung des unübertroffenen japanischen Lackes angebracht waren. Neben denselben lagen die wenigen höchst primitiv ausgeführten Eisenwerkzeuge zur Vornahme dieser Operation. Solche Einschnitte sollen zwei Mal im Jahre gemacht werden. Wie dieselben angebracht werden, ist aus nebenstehender Zeichnung ersichtlich, welche einem japanischen Holzschnitt entnommen wurde. Eine Hauptrolle im Haushalte der Japanesen spielt unstreitig das Bambusrohr, ln allen Dimensionen, vom dicksten bis zum dünnsten findet es geeignete Anwendung. Die Schnellwüchsigkeit des Rohres und das massenhafte Vorkommen dieser Pflanze begünstigen 50 den Umstand, dass es um einen beispiellosen billigen Preis im Valer- lande erscheint. Unter günstigen Umständen vermochte die Pflanze selbst in Gewächshäusern in Kew bei London 18 Zoll im Tage zu wachsen. Die ganz dünnen Zweige binden sie zusammen und sie geben sehr dauerhafte Besen. Das dünne Rohr verstehen sie so zu spalten, dass es in borstenähnlichen Fasern ausläuft, sodann beliebig gebogen werden kann und sehr zierliche Quirlen zum Mischen von Thee oder Chokolade abgibt. Das Verfahren des Spaltens auf die eben erwähnte Weise ist für unsere Fachleute noch unnachahmbar, und es muss daher das gespaltene Rohr, wie es für Matten und Geflechte verwendet wird, importirt werden. Kräftigere Stämme liefern Becher mit künstlich geschnitzten Bildern, wobei die Internodien den Boden bilden. Aus grob gespaltenem Rohr, bogenförmig in die Erde gesteckt, waren die Einfassungen der Blumenbeete gemacht, und fein gespaltenes Rohr lieferte das Material für die Matten, mit welchem sie ihren Bazar verschlossen und die Blumenbeete beschatteten, dabei waren die dünnen Rohrstäbehen mit den äusserst dauerhaften Fäden des Corchorus oütorius L. (Judhanf) aneinander gebunden. Bei den mitunter kolossalen Bottichen aus Cryptomeria- Holz waren die aus gespaltenem Bambus zopfförmig geflochtenen oft bei vier Zoll breiten ad pag. 57 Japanischer Blumenhehälter aus Bambusrohr. Ein Bambusstamm mit Scheiden, aus Aegypten. 57 Reife so geschickt gearbeitet, dass man den Anfang und das Ende des Geflechtes kaum auffinden konnte. Weiter waren aus Rohr angefertigt: Tische, Kommoden, Möbeln aller Art, Nagel zum Dachdecken, Hüte, Facher, Siebe, Leuchter, Federhalter, Visitkarlen- und Cigarren- Etui, vergoldete Trinkgefässe, Löffel, Cycaden-Käfige, Körbe, Flöten, Mundorgeln, Rlumenvasen und viele andere Gegenstände. Ausserdem gab es aber noch eine ganze Kollektion von Bambusstammen, worunter sich einige befanden, welche durch die Einwirkung des Feuers braunroth gefärbt erschienen, andere wieder waren braunroth mar- morirt, welches durch Auflegen von Seetangen und Aussetzen über Feuer effektuirt werden soll. Obschon das Bambusrohr unendlich viele vorzügliche Eigenschaften in sich schliesst, so muss doch eines Umstandes erwähnt werden, welcher manchmal an demselben, ja selbst am Rohre von starker Dimension vorkommt, und dieses ist das Zerklüften des Rohres der Länge nach. Ich habe schön geschnitzte Becher, Blumenbehälter etc. gesehen, welche auf diese Weise gelitten hatten oder auch selbst in Stücke zerfielen. Einige behaupten, weder Feuchtigkeit noch Wärme könne auf das Bambusrohr nachtheilig einwirken, aber diese Behauptung scheint insoferne begrenzt zu sein, als diess nur bei völlig ausgereiftem und zur rechten Zeit geschnittenem Rohr der Fall sein wird. Das Rohr, bei welchem die Wachsthumsperiode für die Saison noch nicht vollkommen beendet ist, mag höchst wahrscheinlich zum Zerklüften geneigt sein. Aus Laurus Camphora - und Morus-Hoh gab es Kommoden und Schüsseln, aus Planera -, Cryptomeria faponica- und Chamae- eyparis pisifera- Holz Tische und Schränke. Wegen der Eigenschaft, dass sich das Holz von Abies ßrma Sieb, et Z. in dünne und lange Streifen spalten lässt, findet es vorzugsweise für Schachteln Anwendung. Abies ßrma Sieb, et Z. hat eine vielfache Verwendung als Bauholz, und cs werden überdiess noch Hobelspäne davon abgezogen, die äusserst dünn, gleichmässig und von ungewöhnlicher Länge sind, sie werden dann verschiedentlich gefärbt und dienen zum Aufsclireiben von Gedichten. Aus der Rinde der Platycaria sorbifolia Sieb, et Z. war ein Kasten und aus ihrem Holze Teller, Schüsseln etc. ausgestellt. Kirschen- und Ahornholz wurde zu Tabakbüchsen und vielen anderen Geräthschaften verwendet, und zu mehreren Schränken liefert das Holz Paulownia imperialis Sieb, et Z., während die Reben der Akebia quinata Decne zu Sandalen verarbeitet werden. Der Bast der Wisteria sinensis Dec. lieferte Fächer, Schachteln und Körbe, sowie auch Geflechte von Calamus Rotang L. häufig erschienen. Aus Cycas- Wedeln wurden Körbe, aus Hibiscus Syriacus L. Koffer geflochten. 8 58 Holzkohle und Pflanzenasche. Magnolia hypoleuca. Die Kohle dient zum Poliren. Azalea -, Camellia- und Distylium? racemosum- Asche werden als Beisatz zur Porzellanglasur angewendet. Faserstoffe. Boehmeria tenacissima Gaud.! (Kara mushi, Ira), mit schmutzig-grauer Faser, dürfte wohl die Rami und nicht Chinagras gewesen sein. Bambusa-¥asern liefern Taue. Chamaecyparis obtusa Sieb, et Z. Die Rinde wird zur Anfertigung von Tauen, die Fasern aber für Lunten benützt. Chamaerops Fortunei Hook. Die Faser für Taue, sie ist von dunkelbrauner Farbe. Corchorus olitorius L. (Itshibi). Zu Geweben, Schnüren, zu Stoffen, hat überhaupt in neuester Zeit eine sehr grosse Verwendung und ist der Dauerhaftigkeit wegen sehr schätzbar. Cannabis sativa L. (Asa). Scirpus und Cyperus zu Tauen. Hibiscus syriacus L. (Mukuge). Der Bast zu Regenmänteln. Musa textilis Nees. Die Faser zu Geweben. Pteris aquilina L. Die Wurzel fasern. Pachyrrhizos Thunbergianus (Kudzu). Die Faser davon ist so weiss und glänzend wie Aloefaser. Wisteria sinensis Dec. (Fudji). Aus der Rinde werden Seile gedreht. Pflanzenmark. Juncus effusus L. Hiervon war das Rohmaterial und das Mark desselben mit entfernter Oberhaut ersichtlich. Es wird zu Dochten bei den aus vegetabilischem Wachs angefertigten Kerzen verwendet, wobei das Mark von 4—5 Halmen, welches schmutzig-weiss gefärbt und sammtartig anzufühlen ist, in Spiralform gedreht wird, während in der Mitte desselben eine mehrere Linien starke cy- lindrische Oeffnung verbleibt, um den Luftzug zu befördern. Pflanzen znr Papierbereitnng. Artemisia vulgaris L. Die Asche dieser Pflanze wird zum Abkochen der Broussonetia- Rinde gebraucht. Broussonetia papyrifera Vent. (Kadzu). Die Rinde und das Holz hiervon. Hydrangea paniculata Sieb. (Nori-no-ki). Die ausgekochte Rinde gibt Kleister zum Leimen des Papiers. Hibiscus Manihot L. Die Wurzel derselben. Passerina Gampi. Die Rinde. 59 Medizinalpflanzen. Atractylis ovata Thunb. Die Wurzel. — cancellata L. Aconitum Fischeri Rchb. Wurzel. Astragalus reflexistipulis. Wurzel. Angelica Archangelica L. Wurzel. — japonica. Wurzel. Adenophora verticillata Fischer. Wurzel. — Thunbergii. Wurzel. Aristolochia Kaempferi Willd. Wurzel. Aretia personata. Wurzel. Alcea rosea L. Wurzel. Akebia quinata DC. Wurzel. Anethum graveolens L. Asparagus indicus. — lucidus. Arisaema vulgaris Wurzelstock. — japonicum. Wurzelstock. Artemisia vulgaris. Blätter. — capillifolia Fisch. Samen. Adianthum caudatum Roxb. Wedeln. Amygdalus persica L. Blumen und Früchte. Asarum Thunbergii. Amomum Zingiber L. Wurzel. Anemarrhena asphodeloides Bunge. Wurzel. Alisma plant ago L. Wurzel. Atropa Belladonna Adans. Wurzel. Acorus Calamus L. Wurzel. Bupleurum junceum L. Wurzel. Bambusa racemosa. Blumen. Bojeria rutaecarpa. Früchte. Cocculus Thunbergii DC. Wurzel. Coptis brachypetala. Wurzel. — asplenii Salisb. Wurzel. — trifolia Salisb. Wurzel. Cochlearia officinalis L. Cyperus rotundus L. Knolle. Cinnamomum Lamarki. Wurzel. CinnamomumLaureirii Nees. Rinde. Carthamus tinctorius L. Celosia margaritacea L. Cydonia japonica Pers. Crataegus sanguinea Pall. Früchte. Cornus officinalis Sieb, et Z. Früchte. Cannabis sativa L. Samen. Cassia Tora L. Samen. Coriandrum sativum L. Samen. Cnidium japonicum. Samen. Citrus nobilis Lour. Fruehtschale. Daphnidium strychnifolium. Wurzel. Datura Stramonium L. Früchte. Daphne Genkwa Sieb, et Z. Blumen. Digitalis purpurea L. Blätter. Evodia glauca. Rinde. Equisetum limosum L. Blätter. Euphorbia Lathyris L. Samen. Foeniculum vulgaris Gärtn. Samen. Forsythia (Syringa) suspensa Tliunb. Früchte. Flüggea japonica Rieh. Knollen. Falcaria japonica. Wurzel. Globba japonica Thunb. Gentiana Burseri Lapeyr. Wurzeln. Geum japonicum Thunb. Wurzeln. Glycyrrhiza glabra L. Wurzeln. Gardenia florida L. Gleditschia japonica Lodd. Samen. Globba japonica Thunb. Samen. Hydrangea Thunbergii Sieb. Blätter. Hyoscyamus niger L. Blätter. Hoteia Thunbergii Sieb, et Z. Wurzeln. Houttuynia cordata Thunb. Wurzel. Imperata Thunbergii. Knollen. Jasione montana L. Wurzelrinde. Juniperus rigida Sieb, et Z. Holz und Früchte. Kochia scoparia Schrad. Samen. Kadsura japonica L. Früchte. Lappa major Gaertn. Samen. Linum usitatissimum L. Samen. Lonicera japonica Thunb. Blätter und Blumen. Leontodon Taraxaci Willd. Wurzeln. Melitis melissophyllum Adans. 8 * Blumen. Blumen. Früchte. k 60 Menyanthes trifoliata L. Wurzel. Morus japonica Hort. Dyck. Wurzelrinde. Magnolia hypoleuca. Stammrinde. — robusta. Blumen. — Kobus DC. Knospen. Myrica Nagi Thunb. Mentha arvensis L. Blätter. Matricaria Chamomilla L. Blumen. Milla japonica. Früchte. Malva pulchella Bernh. Samen. Nelvmbium speciosum Willd. Nepeta botryoides Ait. Samen. Nuphar japonica DC. Wurzel. Ophiopogon japonicus Ker. Knollen. Panax sp. Wurzel. Paeonia albiflora Pall. Wurzel. Pueraria Thunbergiana. Wurzel. Polygala japonica Houtt. Wurzel. Polygonum Convolvulus L. Wurzel. — tinctorium, Lour. Blätter. — officinale. Wurzel. Pityrosperma biternata. Wurzel. Polygonatum officinale All. Platicodon grandiflorum Dec. fil. Wurzel. Pachyma sp. Perilla arguta Benth. Blätter und Samen. Pleurogyne rotata Griseb. Planera sibirica Blätter. Prunella vulgaris. Blumen. — oinensis? Blumen. Prunus Amurensis. Früchte. — armeniaca L. Fruchtkern. Pseudaegle sepiaria. Früchte. Plantago major L. Samen. Pharbitis triloba. Samen. Papaver somniferum L. Samen. Punica Granatum L. Fruchtschale. Petasites japonica. Blumen. Ricinus communis L. Samen. Rosa multiflora Thunb. Früchte. — rugosa Thunb. Blumen. Rheum undulatum L. Wurzel. Scutellaria lanceolata. Wurzel. Sanguisorba officinalis L. Wurzel. Scrophularia Ruergeriana. Wurzel. Scirpus tuberosus Desf. Knollen. Sophora japonica L. Holz, Blumen. Sambucus racemosa L. Holz. Salvia officinalis L. Blätter. Salsola asparagoides. Blätter. Solanum lyratum Thunb. Blätter. Schizandra japonica. Früchte. Sphaerococcus lichenoides Ag. Valeriana officinalis L. Zanthoxylon piperitum Dec. Früchte. Ziziphus Jujubea Lam. Früchte. Ausserdem lag - Kampher, Opium und Galläpfel in grosserer Menge auf. Die Aufstellung der eben angeführten Pflanzentheile geschah mittelst 5 Zoll grosser Kästchen in hexaedrischer Form aus schwarz lackirtem Holze, wobei nur auf einer Fläche durch eine Glastafel, welche zierlich umrahmt wurde, der Einblick gestattet war. Der Vortheil dieser würfelförmigen Kästchen ist der, dass diese ohne Raumverlust und mit Sicherheit gegen Zerbrechen in Kisten verpackt werden können, und dass sie sodann in dem Ausstellungslokale selbst ohne weitere Vorbereitung, gleich den Ziegeln einer Mauer, an den Wänden aufgestellt werden können. Bei dem grossen Ausstellungsmateriale, welches sich aber hier vorfand, geschah es übrigens, dass die Kästchen so hoch reichten, dass die Bezeichnungen an den obersten Kästchen nicht mehr gelesen und der Inhalt nicht mehr hinreichend ausgenommen werden konnte. 16 Nahrungsmittel. Aprikosen. Amomurrt Zingiber L. Bohnen/ Brassica melanosinapis. Corylus Avellana L. mit kleinen, lang- zugespitzten Nüssen. Castanea vesca Gaertn. Colocasia esculenta Schott. Citrus. Cannabis sativa L. Cochlearia officinalis L. Canavalia ensiformis DC. Diospyros Kaki L. fil. Getrocknet (Persimonen). Dollichos vmbellatus Thunb. Hordeum vulgäre L. Juglons regia L. Ligusticum. Die Knospen eingesalzen. Lilium auratum Lindl. Hiervon werden die Zwiebeln, welche in den Wäldern in einer zahllosen Menge aufgefunden werden, wie bei uns die Kartoffel gesotten und die einzelnen Schuppen kandirt. Lablab vulgaris Savi. Nelumbium speciosum Willd. Die Samenkörner. Oryza sativa L. roh, geschält und polirt. Pinus Koraiensis Sieb, et Z. Pisum sativum L. Phasaeolus radiatus Benth. Polygonum Fagopyrum L. M e Buchweizen. Gerste, geröstete. Reis. S t ä Papaver somniferum L. Panicum japonicum. Punica miliaceum L. Punica granatum L. Pteris aquilina L. Die jungen Triebe. Prunus Blume Sieb, et Z. Die Blü- then eingesalzen. — Puddum Wall. Die Blüthen eingesalzen. Pflaumen. Quercus cuspidata Thunb. Quadrealla (Caparis) lanceolata R. P. Die Früchte eingesalzen. Rupania. Kastanien mit grossen, zugespitzten Früchten. Die wildwachsende Art hingegen hat Früchte nur in der Grösse einer mittelgrossen Bohne. Sorghum vulgare Pers. (Durra). Soya hispida. Zur Soya-Bereitung. Salisburia adiantifolia Sm. Mit gelblichem Kern. Das anfangs gelbliche, übelriechende Fruchtfleisch wird dann dunkelbraun. Stachys Sieboldii wird in Pllaumen- saft gelegt. Trapa incisa. Die Früchte dieser Wasserkastanie sind genau so wie die unserer Trapa natans. Triticum sativum Lam. Torreya nucifera Sieb, et Z. Mit lang elliptischer, beiderseits zugespitzter Frucht. Zea Mais Mirb. h 1. Senf. Soya-Bohne. Sorghum rubens Willd. r k e. Aesculus Hyppocastanum L. Erylhronium sp. Lilium cordifolium Thunb. Oryza sativa L. , ii~i>Éüîi'iiiï* r iiï' aft^aatfnïB flKiÜfar 62 Pachyrrhizos Thimbergicmus. Aus den Wurzeln. Pteris aquilina L. Aus den Wurzeln. Pinellia tubifera Ten. Quercus sp. Solanum tuberosum L. Gonserven von Algen. Aphanocapsa sacra. Camophylaephora hymneoides. Gelatin. Enteromorpha compressa Lk. Gloeapeltis califormis. Gelidium corneum Lmrx. Hymno congulus. Laminaria sp. Mesogloia decipiens. Phycoseris sp. Porphyra vulgaris. Spirogyra sp. Undaria pinnatifida. T h e e. Vom chinesischen Thee lagen bei 50 Muster auf. Andere Pflanzen, deren Blatter einen Theeabsud liefern, waren durch Cassia mimosoides L. Lycium chinense Bung, und Hydrangea Thunbergii Sieb. Morus vertreten. Tabak war sowohl in ganzen Blättern als auch in Cigarrenform vorhanden. Von ersteren gab es Blätter, welche ein Alter von 166, 157, 192 bis 219 Jahren erreichten, und wurde durch beiläufig 70 Muster re- präsentirt. Sämereien. Brassica sinensis. Beta vulgaris L. Cucumis Melo L. Cryptotaenia canadense DC. Lactuca sativa L. Lappa major Gärtn. Papaver somniferum L. Spinacia oleracea L. Liquenre. Oryza sativa L. Liefert das gewöhnlich verbrauchte Getränk Sake. Conservcn. Bohnen. Kastanien. Limonien. 0 e Brassica chinensis L. Cephalotaxus drupacea Sieb, et Z. Aus den Früchten. Camélia japonica L. Aus den Samen. I Lilienzwiebeln. Melonen. Rosinen. 1 e. Chrysanthemum. Aus den Blumen. Eleocarpus cordatus. Aus den Früchten. Gossipium. Aus den Samen. 63 Juglans Mandshurica Max. Alis den Früchten. Mentha arvensis L. Orangen. Aus den Fruchtschalen. Perilla ocimoides L. Sesamum orientale L. Soya hispida. Torreya nucifera. Aus den Früchten. Vegetabilisches Wachs. Dieses wird erzeugt aus: Rhus vernicifera DC. — succedanea L. Cinnamomum pedunculatum Nees. und endlich aus den Rückständen der Soya- Bohne. Es lag theils in unverarbeiteten Stücken, tlieils in Kerzen auf. Die Kerzen aus vegetabilischem Wachs sind schön weiss, brennen aber mit rother, düsterer Flamme und rauchen stark. Sie sind der Form nach entweder cylindrisch oder kegelförmig, mit dem breiten Durchmesser nach oben oder in der Form eines dicken Malerpinsels. Sie waren fast alle mit sehr schönen, reich kolorirten Bildern geziert und zwar mit Nelumbien, Wisteria sinensis , Acer polymorphum, jungen Bambusschösslingen, endlich aber auch mit grossen weiblichen Figuren und mit fliegenden Kranichen. Lacke. Rhus succedanea L. Liefert den unübertroffenen japanischen Lack. Leim und Kleister. //ea:-Rinde liefert Vogelleim. Weizen, Kleister. Tsumomato , ein Seegewächs, ebenfalls Kleister. Farbstoffe. Ainus japonica Steud. Früchte und Rinde. Commelina communis L. Evodia glauca. Rinde. Erianthus tinetorius. Blätter. Gardenia florida. Früchte. Lithospermum arvense L. Wurzel. Myrica Nageya. Rinde. ' Polygonum tinctorium Lour. Eine Indigopflanze. Pyrus sp. Rinde. Rubia Munjista Roxb. Wurzel. Quercus cuspidata Thunb. Rinde. — crispula. Rinde. Rhus semialata Murr. Galläpfel der Blätter. Photographie und Pflanzenbilder. Durch die Photographie war das Kaiserreich Japan durch 64 Bilder (8" X 10") vertreten. Sie waren ohne Aufschrift, und man fand Teiche, umgeben mit den alten Zwerggestalten ihres Nadelholzes, Gärten mit Brücken, Tempel mit reichem Schnitzwerke und Blumen umgeben u. s. f. Auf zusammenlegbaren Wänden oder Bildern fand man am häufigsten Abbildungen von Wisteria sinensis , Viburnum , Camelien, 64 Amygdalus, Paeonia arborea , Magnolien, Nandina domestica , Chrysanthemen und Ipomaeen. Im Allgemeinen in vorzüglicher Ausführung und grosser Farbenpracht. Nur von Nelumbium speciosutn gefiel es dem Künstler, eine grosse Tuschzeichnung einzusenden, welche wirklich vortrefflich durchgeführt war, aber nicht mehr den Charakter an sich trug, mit welchem die japanischen Gemälde uns bisher bekannt waren. Verzeichniss jener Pflanzen, welche von den Japanesen znr Ausstellung lebend eingeschifft wurden, aber grösstentheiis auf der Seereise zu Grunde gingen. Aucuba japonica L. var. (Amoki, Tairi, Fosoba, Awaki, Amo- kiba). Andromeda sp. (Dö-dam, Yoraku tsutsudzi). Azalea indica L. (Kagoshima tsacts- udzi, Kirishima, Satsuki, Kino- zai). Ardisia var. (Manrjo, Shuromi). Aronia japonica (Shidesakura). Acer sp. (Momidzi Osakadzuki, Tamukeyama, Okuzomenishiki, Kagirinishiki, Shigatatea, Fehi- kasagana, Asafikazada, Kadzi- kayde). Asarum Thunbergii (Kan-amoi). Amygdalus var. (Momo). Asparagus lucidus (Kasasugika- tura). Acorus aromaticus Gilib. (= A. Calamus L.) (Sjo-bon, Shima). Alisma (Sadzi-Omodaku). Aralia (Musaschi-Abumi). Aspidium (Miyamasotetsu, Moni- shida, Meshida, Winode). Adiantum (Hakoneso). Asplenium (Gesigesishida). Bambusa sp. (ßunjo-zasa, Jadake, Sjakotantsiku). — nigra (Kuro-tsiku). Biota orientalis japonica (Kono- tegashira). Bignonia grandiflora Thunb. (No- zenkadzura). Benzoin (Ogatamanoki). Broussonetia papyrifera Yent. japonica (Kadzinoki). Bletia hyacinthina R. Br. (Shiran). Blechnum (Koinopishida). Cydonia japonica Pers. — japonica fl. albo (Shiro-bako). Capsicum annuum L. (To-garashi). Celtis sinensis Willd. (Jenaki). Castanea japonica x ar. (Sando guri, Kuri Hanaku). Camellia sasanqua nova (Sasanka, Daikagura). — japonica var. (Tsubaki, Otoma). Citrus japonica var. fructo ellip- tico (Knikun, Nagami). Corylopsis spicata Sieb, et Z. (Ta- samizuki). Crataegus sanguineus Pall, japon. (Sanzaski). Cornus officinalis Sieb, et Z. (San- shuya). Cerasus Sieboldii (Sakura). Chamaecyparis obtusa Sieb et Z. var. (Kamakura, Tjobofiba, Ka- makurafiba). Cryptomeria japonica Don. var. (Tsirimenshugi). Corylus heterophylla Lodd. (Haslii- bami). Calanthe (Yebine). Clematis florida Thunb. var. (Kazu- zurauma). Cheilopsis moschata (Djakoso). Cucurbita Lagenaria L. (Hejolan). Coptis sp. (Woren). Biervilla sp. (Beni-Utsuyi, Hama, Eltsugi). Daphnidium strychnifolium Nees. (Ujaku, Kosin). 65 Daphnidium Myrrha (T endai Ujaku). Diospyros Kaki L. fil. (Kaki). Dioscorea japonica Tliunb. (Ja- mano-imo). Daphniphyllum Roxburghii (Juzi- rifer). Daphne odot'ata Lam. rubra (Dzin- tjoke). Davallia sp. (Ivanshinoba, Shino- bon). Evodia rutaecarpa (Goshuju). Evonymus radicans var. (Masaki- Katsura). Edgeworthia papyrifera (Mitsu- matu). Eurya japonica Tliunb. (Hisakaki). Gardenia florida L. var. (Kukutsi- naslii). Hydrangeapaniculata Sieb. (Nashi- noki). — var. (Adzisaii, Bime-Adzisaii, Shitsidanka). — nova (Benigaku, Buri-Adzi- saii). Helwingia ruscifolia Willd. (Hana, Ikada). Hemerocalis (Wasaregusa). Homoiceltis aspera Bl. (Mukuye- noki). Ilex crenata Tliunb. (Inoutsouge, Inan-nietlii). — macrophylla Blume (Tarajo). Juniperus japonica Carr. (Ibuki, Ogon Ibuki). Jasminum praecox (Wo-bai). — humile L. (Natsu-VVobai). Iris (Ajame, Fouiri, Kakistubata, Hama-Sjoban). Kerria japonica Dec. var. (Yama- bukii). — japonica fl. plena nova (Jage- Yamabukii) Lythrum Salicaria L. (Mischogi). Lindera sericea (Kouromodji). Laurus camphora sp. (Uradziro- husu). Ligularia Kaempferi Dec. var. Ligustrum var. (Fukuramotai). (Tsumabuki). Licium japonicum Tliunb. (Haku- tjoke). Lomaria sp. (Kidzinomo, Sliisliiga- sliiru). Lygodium sp. (Samisendzuru). Lastraea sp. (Sjorima). Lycopodium sp. (Fimoran, Sliu- giran). Magnolia hypoleuca (Honoki). Myrica Nagi Tliunb. (Jamamomo). Menyanthes trifoliata L. (Mitsega- shira). Magnolia sp. (Moino). Nephrolepis sp. (Tamasida). Osmanthus fragrans var. (Hiragi- mokusei, Kinmokusai). Ophiopogon sp. (Nashiran). Onoclea sp. (Kayavvarabi). Paeonia Moutan Sims. var. (Botay). — albiflora Pallas var. (Siak- jaku). Prunus japonica Tliunb. var. fl. pleno (Niwasakura). — Mume var. (Urne). Paulownia japonica (Kiri). Planera cuspidata (Kayaki). Polyponum filiforme Bart. (Midzu- siki, Jawata-Mizusiki). Pyrus spectabilis Ait. var. (Kai-do). — Ringo Sieb. (Ringo). Punica granatum L. jap. (Zakuro). Pachyrrhizus Thunbergianus (Ku- dzu). Pachysandra terminalis (Kitzi— djoso). Pittosporum var. (Cobera.) Pinus Koraiensis Sieb, et Z. (Tjo- sengonzo). — sp. (Kurumatsu). Podocarpus Nagea var. (Maruba nagi). Pteris sp. (Nimomotoso). Polypodium sp. (Urabashi, Jatsu- meran, Amone, Katsura). Quercus dentata Tliunb. (Kashira). — glauca Tliunb. (Sliira- Kashi). 9 ".ir.NT-iifr-'lrT li-'-i-^ äUüäiiläuMU 66 Quercus glabra Thunb (Mateba- gashi). — cuspidata Thunb. (Shijnok). — sp. (Nara - gashima, Imane- gasbi). Rhamnus sp. (Umemedaki). Rosa sp. (Hatoya bara, Kashin- bara). — sempervirens (Sansfobara). Rhus succedanea L. (Ronoki). — rernicifera DC. (Urushi). Reineckea sp. (Kamouso, Kitsi— djoso). Sterculia platanifolia L. ill. var. (Awagiri). Stauntonia hexaphylla Decais. (Mube). Sapindus Mucorossi Gaertn. (Mu- kurodsi). Spiraea sp. (Kogomezakura, Shi— matsuke). — crenata L. (Sukiyanagi). Scutellaria sp. (Tatsunainiso). Sedum sp. (Benkeiso). Sanguisorba sp. (Waremako). Salisburia var. (Itjo). — glauca (Itjo). Sciatopitys rerticillata Sieb, et Z. (Koyamaki). Scirpus sp. (Futomi, Fosowi). Sagittaria sp. (Kuwami). Serissa japonica (Rengio). Torreya nucifera Sieb et Z. (Kaya). Thea sp. (Tjo, Tot ja). Thujopsis dolobrata Sieb, et Z. var. (Asliunaro). Taxus japonica L. (Kjaraboku). Ternstroemia japonica Thunb. (Mokkoku). Trichosanthes sp. (Ki-Karosou-Uri). Vincetoxicum sp. (Ninzinboku). Wisteria brachybotrys Sieb, et Z. var. (Foudji-Kabitan). — sp. (Noda fudzi, Shiro). Zyzyphus Jujuba Lam. (Natsaume). Der Garten der Japanesen war von einem japanischen Gärtner angelegt. Durch ein Portal aus Cryptomeria -Holz führte ein gerader Weg bis ungefähr in die Mitte ihres Gartengrundes. Zu beiden Seiten desselben zogen sich schmale Rasenstreifen hin, hinter welchen sich sodann ihre Verkaufsläden befanden. Hügel erhoben sich an vielen Stellen, welche mit einzelnen Pflanzen, dann Felsenstücken, Thiergestalten und Vasen aus Stein und Metall und vielen anderen Gegenständen besetzt waren. Zunächst dem Eingänge machte sich ein etwa 6 Fuss hoher Monolith aus dunkelgrauem Gestein ersichtlich, auf welchem eine breilblätterige Bambuspflanze, die zwischen Felsen emporwuchs, eingravirt war. Die Zeichnung der Pflanze war sehr geschmackvoll gegeben, und indem man die glatte Oberfläche des Steines mit Buchdruckerschwärze so schwärzte, dass die vertiefte Zeichnung davon frei blieb, benutzten sie ihn gleichsam als Lithographiestein und verkauften die davon abgezogenen Bilder. Zu dem japanischen Tempel, der in der Verlängerung des oben erwähnten Weges lag, führte eine Brücke über einen schmäleren Theil des Teiches, dessen Boden und Ufer mit Steinen belegt waren, die, wie auch alles Bauholz und sonstigen Erfordernisse, aus Japan überführt wurden. Der pflanzliche Theil litt wohl durch die äusserst stürmische Seereise sehr. Ein einziges sehr schönes, dicht belaubtes, etwa J 1 /« Fuss hohes Exemplar von Sciatopitys rerticillata Sieh, et Z. fand sich vor, alle übrigen waren zu Grunde gegangen. Einige hundertjährige Zwerg- bäumchen von Thujen und Retinisporen umstellten den Teich, während ad pag. 66. S < 'S fa Q£*^jr^äT^ \ a s t o i I Grundplan dos japanischen Gartens auf der Wiener Weltausstellung. jlV it ' I. Ansicht aus dem japanischen Garten. (Im Mittelgründe der Tempel.) ad pag. 06 . a i .. ^ sipMl&V &£$£ «***■&*,. "sV 'W *.. .:• VI aWt: I «aa '*trfj ' /«V §£^ IT. Ansicht ans dem japanischen Garten. (Im Hintergründe das Eingangsthor und zu beiden Seiten die Bazare. Im Yorgrunde rechts, der Tempel.) in i \j i i sehr viele davon todt in ihrem Ein sehr t » I _. ; sehr viele davon todt in ihrem Reservegarten umherlagen. Ein sehr schönes Exemplar einer Nageia ? (Dammara) mit kleinen, elliptischen, am Ende zugespitzten Blättern befand sich in bester Gesundheit in dem Garten, sowie auch ein obschon schwaches Exemplar von Homoi- celtis aspera Bl. Im Uebrigen wurde die Darstellung einer japanischen Flora durch hier eingebürgerte Pflanzen zu ersetzen gesucht. Prachtvoll und sehr zahlreich darf ihre Lilienanlage, welche aus 36 Arten und Abarten bestand, genannt werden. Lilium auratum war die am meisten vertretene Sorte, unter welcher viele Spielarten erschienen, welche theils auf der verschiedenen Färbung und Anzahl der Makeln, theils auf den verlaufenen gelben oder goldbraunen Längsstreifen, der in der Mitte der Petalen hinläuft, basirt war, oder, worauf die Japanesen einen besonderen Werth legten, auf die Färbung des Pollens, der sich in den grossen Antheren zeigt, und bei manchen hellgelb, bei anderen dunkelbraun erschien. Das blassrosa angehauchte Lilium Krameri fand grossen Anwerth, obschon diese duftige Färbung nicht immer eintreffen soll. Die temporäre Ausstellung des Monats August bereicherte Japan durch die Auflage eines Herbars in Quartformat, mehr als 1000 einheimische Pflanzen enthaltend. Ausserdem besass die Ausstellungs- Kommission Bücher mit Abbildungen von Pflanzen in sehr grosser Anzahl, woraus ersichtlich wurde, welchen Schatz von Neuheiten Japan noch abgeben kann. Ein Buch enthielt Abbildungen nur von Lilien, ein anderes wieder nur von Ipomaeen in farbigen Darstellungen. Wenn auch diese Ausstellung in Betreff der überführten lebenden Pflanzen nicht ganz glücklich ausgefallen ist, so war doch die grossartige Einführung lebender Originalpflanzen ein Unicum der Wiener Weltausstellung. Obschon auch Aegypten, Marokko etc. ihre Bauten mit Separatgärten umgaben, so war hierbei durchaus nicht Sorge getragen, lebende Pflanzen ihres Landes hierher zu bringen, um ihre Gartenanlagen damit ausstatten zu können. Das Verdienst, die Initiative in einem so weit ausgedehnten Umfange ergriffen zu haben, fällt den Japanesen allein zu. Ceylon. In sehr geringer Anzahl stand die Pflanzenwelt der mit einer üppigen Vegetation bekleideten Insel auf der Ausstellung vertreten. Die Mustersammlung von Holzsorten bestand aus 3—6 Zoll dicken Durchschnitten von berindeten Ast- oder Stamm-Stücken folgender Gattungen: Holzmaster. Artocarpus integrifolia L. fd. Caesalpinia Sappan L. Diospyros Ebenum Retz Pterocarpus Moonii. (Jack). — pubescens Willd. Areca Catechu L. Caryota urcns L. Tectona granclis L. Vit ex altissima Roxb. 9 * (58 Faserpflanzen. Caryota urens L. | Cocos nucifera L. Von beiden lagen die Fasern auf. Ausserdem gab es viele Kaffee- und Theesorten, Vanilla und Arrow-root. Rinden. Cinnamomum zeylanicum Nees. Ein grosser Bündel hievon mit 8 Linien starken und 3 Fuss langen, vollkommen geraden Rohren gehörte zu den schönsten Produkten dieser Art. Cinchona sp. lag ebenfalls in Rindenstücken vor. Formosa. Die wenigen Produkte dieser Insel beschränkten sich auf die bei der armen Volksklasse China’s häufig genossenen Erdmandeln (Arachis hypogaea L.), welche auch zur Oelpressung und der Rückstand als Dünger Anwendung findet, dann der getrockneten Lungu- gans-Früchte, der Ogu-Ayock-chee, eine feigenähnliche Frucht, aus deren Samen eine Art Gelée gemacht wird, während man das Fruchtfleisch aufbewahrt, endlich Tumeric ( Curcuma longa L.). Ausserdem gab es Mark der Ar alla papyrifera , welche in dünne Blätter geschnitten, zur Blumenfabrikation Anwendung findet, dann Hanf, Kam- pher, Indigo und mehrere Theesorten. Französische Niederlassungen in Indien. (An der Küste von Coromandel: Pondichery und Karikal. — An der Küste von Orissia: Yanaon und die Bucht von Masulipatam. An der Küste von Malabar: Mähe und die Bucht von Calicut. — In Bengalen: Chandernagora und die Buchten von Cassimbazar, Jougdia, Dacca, Balasore und Patna.) Wie aus nachfolgender Zusammenstellung ersichtlich wird, fällt der Schwerpunkt bei der Beschickung der Ausstellung von den französischen (Niederlassungen in Indien auf Medizinalpflanzen, Oele, Gewürze u. dgl., während Holzmuster gänzlich fehlten. Genussmittel und Gewürze. Anethum Sowa Roxb. Adenanthera Pavonina L. Same. Allium Cepa L. Bombax malabaricum DC. (Moul- lon-lleven-vèré). Bassia latifolia Roxb. Blumen. Capsicum annnum L. Caryophyllus aromaticus L. Cinnamomum aromaticum Nees. — iners Reinw. Coriandrum sativum L. Cuminum Cyminum L. (Cumin). Coffea arabica L. (Café du Mysore, Cale Coltaï). Curcuma sp. Cajanus indiens Spr. Cie er arietinum L. Cynosurus sp. Dolichos bißorus L. — Catjang L. (39 Dolichos medicagineus Roxi). Eleusine Caracana Pers. Eriodendron anfracluosum DC. Fer onia Elephant um Correa. (Blatter). Guazuma tomentosa H. B. Illicimn anisatum L. (Badiane). Nymphéa pubescens Willd. Oriza sativa L. In vielen Mustern. Piper nigrum L. (Poivre de Mahé). Panic-urn frumentaceum Roxb. Paspalum frumentaceum Roxb. Penicillaria spicata Willd. Phaseolus radialus L. Sorghum cernuum (Willd.) var. album (Nellé solam). Sinapis sp. Trigonella Foenum graecum L. Theobroma Cacao Adans. (Cacao de Malié). Medizinalpflanzen. Acalypha indica L. Blätter und Wurzel. Achyranthes aspera L. Acorus Calamus L. Adhatoda vasica Nees. Blätter. Aegle Marmelos Correa. Ailanthus excelsa Roxb. Rinde und Blatter. Alangium decapetalum Lam. Allamanda cathartica L. Aloe litoralis (Kariabolain). Alpinia Galanga Svv. major (Pera- rattai). Ammannia vesical-oria Roxb. Anamirta Cocculus Wight et Ar. Andrographis paniculata Willd. gegen den Schlangenbiss. Anisomeles malabarica R. Br. Areca Catechu L. (Cachou). Argyreia malabarica Arn. Aristolochia indica L. Asclepias proliféra — volubilis L. Azadirachta indica Juss. (Mar- gosier). Bambusa arundinacea Retz. (Ta- baschir). Bauhmia tomentosa L. Bryonia rostrata Rottl. — grandis L. Buchner a asiatica L. Butea frondosa Roxb. Caesalpinia Soppan Hamilt. Canavalia cathartica Pet. Thou. Cannabis indica Lam. (Bang, Gondja). Cassia obtusa Roxb. — Roxburghii DC. Cerbera Thevetia L. Wurzel und Rinde. Die Samen sind sehr giftig. Chavica Roxburghii Miqu. Cinnamomum iners Reinw. — verum Sweet. Clerodendron inerme R. Br. — phlomoides L. fil. Clypea Burmanni Wight et Ar. Coccinia indica Wight et Ar. Convolvulus striatus Vahl. Crataeva Nurvala Hamilt. Rinde und Wurzel. Crinum lati folium Roxb. Curcuma Zedoaria Rose. (Castauri Maudja). Cucumis Colocynthis L. Cynanchum extensum A it. Chicrassia tabularis Juss. Rinde. Datura fastuosa L. — lucida L. — Metel L. Doemia extensa R. Br. Dolichos gladiatus Jacq. Eclipta erecta L. — prostrata L. Emblica officinalis Gaertn. Erythrina indica Lam. Euphorbia hyperici folia L. — microphylla Lam. — pilulifera L. Exacum hyssopi folium Willd. Feronia Elephantum Corr. Ficus rellgiosa L. 70 Foeniculum officinale All. Galanga officinale (Alpinia Ga- lanya Swartz). Gendarnssa vulgaris Nees. Gentiana Chirayita Roxb. (Siiné Nelavembou). Gracilaria lichenoides (Mousse de Ceylon). Gratiola Monneria L. Gyrocarpus Jacquini Roxb. Garcinia Mangostana L. — pictoria Roxb. Hedyotis umbellata Lam. Helicteres Isora L. Hemidesmus indiens R. Br. Hur a crepidans L. Hydrocotyle asiatica L. Ignatia amara L. Illecebrum sessile L. Jonidium suffruticosum Ging. Jatropha multifida L. Lepidagathis cristata Willd. Martynia viscosa. Menispermum cor di folium Willd. Mimusops Elengi Adans. Mirabilis Jalap a Adans. Monetia barlerioides L’ Heret. Nepeta malabarica L. Nerium odorum Ait. Nymphaea Lotus L. Parkinsonia aculeata L. Pavonia odor ata Willd. Pedalium Murex L. Periploca esculenta L. Phyllanthus Niruri L. W a Asclepias gigantea Andr. — volubilis L. Cochlospermum Gossypium DC. Gespinns Abut Hon indicum Don. Agave americana L. Aloë proliféra L. Cocos nucifera L. Corchorus olitorius L. (Jute). Crotolaria juncea L. Physalis flexuosa L. Piper Betle L. (Paleki vittilai). — Cubeba L. — longum L. — nigrum L. Pistia Slratiotes L. Plumbago zeylanica L. Polanisia viscosa DC. Punica Granatum L. Ricinus communis L. — inermis Jacq. Rottlera tinctoria Roxb. Salvadora persica L. Scopalia aculeata Sm. Senecarpus Anacardium L. fil. Sinapis chinensis L. Solanum Jacquini Willd. — trilobatum L. Sterculia foetida L. Strychnos nux vomica L. — potatorum L. — Ignatii Berg (Innaci cottai). Tamarindus indica L. Tephrosia nitens Benth. Tiaridium indicum L. Toddalia aculeata Pers. Tragia cannabina L. fil. Thylophora asthmatica Wight et Ar. Triumfetta rotundi folia Lain. Valeriana Jatamansi Jones (Sada- mandji), Verbena nodiflora L. Veronica anthelmintica. Vitis setosa Wall. Wrightia antidy sent erica R. Br. t e. Eriodendron anfractuosum DC. Wrightia tinctoria R. Br. Fourcroya gigantea Vent. Gossypium sp. Hibiscus cannabinus L. Indigo fer a trita L. fil. Linum trigynum Roxb. Musa paradisiaca L. Pandanus odoratissimus L. fil. Sanseviera Zeylanica Willd. Yucca gloriosa L. 71 Gerbe- und Färbepilanzen. Acacia arabica Willd. Rinde. — farnesiana Willd. — leucophloea Willd. — Lebbek Willd. (Kotou passai). Areca Catechu L. Artocarpus integrifolia L. fil. Bassia latifolia Roxb. (Illoupe ma- rapassai). Borassus flabelliformis L. Butea superba Roxb. Blumen. Caesalpinia Soppan L. Rinde und Wurzeln. Carthamus tinctorius L. Blumen. Cassia auriculata L. Rinde und Wurzeln. — Tora L. Casuarina muricata Roxb. Rinde. Curcuma sp. Ficus indica L. (Alomarapassai). Garcinia pictoria Roxb. Indigofera tinctoria L. (Aniri virai). Mangifera indica L. (Marmara- passai). Memecylon cor datum Lam. — tinctorium Willd. Morinda sp. Oldenlandia umbellata L. (Saya- ver). Odina pinnata Hamilt. (Odia mara- passaï). Pongamia glabra Vent. Roccella tinctoria DC. Rottlera tinctoria Roxb. (Kapila po- die, Kapila Ka'i). Rubia Munjista Roxb. (Garance indienne). Scopolia aculeata Smith. Semecarpus Anacardium L. fil. (Serancotlaï). Terminalia Bellerica Roxb. — Chebula Roxb. — pista. Ventilago maderaspatana Gaertn. Wrightia tinctoria R. Br. (Veppa- lei ellei). Zyzyplms jujuba Lam. Gummi und Harze. Acacia arabica Willd. — Lebbek Willd. — leucophloea Will. (Kattou- vagé-picini). Azadirachta indica Juss. Bassia latifolia Roxb. (illoupé pi- cini). Bombax malabaricum DC. Borassus flabelliformis L. Boswellia serrât a Roxb. (Resine Oliban). Canarium sp. (Dammar noir). — strictum Roxb. (Dammar noir). Cassuvium pomiferum Lam. (Pommier d’Acajou). 0 e Anethum graceolens L. Aus den Samen. Cocos nucifera L. Cynanchum viminale L. (Kodi- Kalli). Euphorbia nereifolia L. (Haï— Kalli). — quadrangular is. — tortilis Rottl. (Terougou Kalli). — triangularis Desf. (Mou Kalli). Feronia, Elephantum (Correa). Mangifera indica L. (Manguier). Moringa pterosperma Garin. (Manguier). Odina pinnata = Odina Wodier Roxb. Spondias mangifera Pers. Valeria indica L. (Dammar blanc). 1 e. Arachis hypogaeaL. (Manila cottai). Argemone mexicana L. 72 Azadirachta indica Juss. Bassia latifolia Roxb. (Ill ipe). Bauhinia Candida Ait. Bornbax malabaricum DC. Butea frondosa Roxb. Calophyllum Inophyllum L. Cochlospermum Gossypium DC. Samen. Cocos nucifera L. Eriodendron anfractuosum DC. Sarnen. Nigella sativa L. Samen. Ocimum Basilicum L. Samen. Papaver somniferum L. Same Acacia Lebbek Willd. (Bois noir). Abelmoschus esculentus Medio. (Gombo). Anogeissus latifolia Wall. Bignonia stans L. Clitoria Ternalea L. Mehle und meh Adansonia digitata L. (Tody- mavou). Amorphophallus saticus (Karan i mavou). Arto carpus integrifolia L. fil. (Pe- lacotti). Batatas edulis Chois. (Manja-valli- Kijangou). Bauhinia parvi flora Vahl. (Aly- Kay). Borassus flabelliformis L. (Kijan- gou-ma\ou). Dioscoreä alata L. (Peroum valli Kijangou). — pentaphylla L. (Katlou-valli- Kijangou-mavou). Eleusine caracana Pers. Zue Borassus flabelliformis L. (Jagre). Parkia biglandulosa Wight et Ar. Polanisia riscosa DC. Samen. Pongamia glabra Vent. Ricinus spectabilis Blum. — viridis Willd. — inermis Jcq. (Mouttou cottaï). Sapindus emarginatus Vahl. Sesamum indicum L. (Kourellon). — orientale L.(Perellou d. weisse, Vellelou der schwarze). Sinapis glauca Roxb. (Moutarde de Chandernagor). Sterculia foetida L. Thespesia populnea Correa. r e i e n. Guazuma ulmifolia Desf. Guilandina bonducella L. Nelumbium speciosum Willd. Poinciana regia Bojer. Tamarindus indica L. Tectona grandis L. artige Produkte. Hypoxis curculigoides Wall. Manihot Aipi Pohl. Maranta arundinacea L. (Aroot- mavou). Musa paradisiaca L. (Voya-Kay). Nymphéa pubescens Willd. Panicum miliaceum L. Parkia biglandulosa Wight et Ar. Penicellaria spicata Willd. Psophocarpus tetragonolobus DC. (Mouroukou - avaré - Kijangou- m avoir). Sorghum cernuum Willd. (Solam). •— cernuum var. album (Veile Solam). Typhonium minulum Schott. (Ka- rani-Kolti-Kijangou- mavou). k e r. Persisches Reich. Im Ausstellungsgebäude selbst war der Raum für die persische Ausstellung ein ziemlich beschränkter. Die Farbenpracht der vielen n<\ /O Teppiche und Shawls, welche in grosser Anzahl umherlagen oder die Wände bekleideten, traten vor den wenigen Produkten aus dem Pflanzenreiche in den Vordergrund. Holzmuster. Amygdalus orientalis Mill. (Ar- dsehen) die vollkommen gerade aufwachsenden Stämm- chen geben Stöcke, welche ihrer weissenBerindung wegen beliebt sind. Ainus glutinosa Willd. Acer Lobeiii Ten. (Aessa). Cupressus semperrirens L. Citrus sp. Juglans regia L. (Girdu). Platanus orientalis L. (Tschenar). Pinus halepensis Mill. (Katsch). Zelkova crenata Spach. (Derachte azad). Ein sehr elastisches Holz. Färbe- und tierbepflanzen. Berberis sp. Carthamus tinctorius L. Delphinium camptocarpum C. Koch (Isperek). Gelber Farbstoff. Indigo fern sp. (Heng). Die zermahlten Blätter. Lawsonia inermis L. Gemahlene Blätter. Lawsonia oder Henna stellt in Persien im hohen Ansehen. Sie wird zum Gelbfärben der Nägel und Haare allgemein verwendet. Da gegenwärtig auch in Europa die Mode des Haarfärbens mit dieser Pflanze um sich gegriffen hat, so erwähne ich hier das Verfahren der Perser dabei. Das Haar wird durch Waschen mit Seife entfettet und dann mit einer Paste eingerieben, welche aus gepulverter Lawsonia mit Wasser hergestellt wird und eine Stunde hindurch auf dem Haare verbleibt. Während dieser Zeit färbt sich das weisse Haar gelblich-roth. Nach Entfernung dieser Paste wird eine Paste von Indigofera -Blättern (Reng-wasmeh) für die gleiche Zeitdauer aufgetragen, dann das Haar mit Wasser abgewaschen, wornach eine schöne schwarze Färbung verbleibt. Quercus Vallonea Kotschy. Die Galläpfel und der Bast. Rhamnus infectoria. Rubia, peregrina L. (Runas). Safran. Niihr- und Futterpflanzen. Aprikosen, getrocknet. Allium Scorodoprasum L. In Essig gelegt. Bohnen. Berberis. Kernlose Früchte (Zi- risehk). Cajanus indicus Sprengl. Cicer arietinum L. Datteln. In mehreren Sorten. Eleagnus orientalis L. fd. Die Früchte werden von der ärmeren Volksklasse gegessen. aasaBSäai&ä 74 Feigen. Gerste. Haselnüsse. Linsen. Mais. Wird wenig gebaut und dient mehr als Leckerbissen. Mandeln. In mehreren Sorten. Phaseolus Mungo L. Pflaumen, getrocknet. Pistazien. Quercus Vallonea Kotschy (Teren- dschebin). Die Eicheln werden gerostet und wie Kastanien verzehrt oder Mehl daraus gemahlen und Brot gebacken. Reis. Die vorzüglichsten Sorten sind Amberlu und Tschampe, er ersetzt in einigen Gegenden das Brod. Am Kaspisee werden mit einer schlechteren Sorte die Pferde gefüttert. Rhus Coriaria L. (Sumak). Die pulverisirten Früchte sind gewürzhaft und schmecken säuerlich. Rosinen. Sultaninen ohne Kern. Sorghum vulgare Pers. Vicia Faha L. Weizen. Zibeben. Zizyphus Jujuba Lain. Conserven. Cedraten in Weingeist. Die Zweige mit ganz jungen Früchten werden am Baume in eine Flasche gesteckt, dann zur Reife gelangen gelassen, und wenn sie erwachsen und ausgereift sind, werden die Zweige am Flaschenhälse abgeschnitten und mit Weingeist übergossen. Diospyros lotus L. Oliven in Essig. San Allium Ampeloprasum Berthol. Anethum graveolens L. Beta vulgaris L. Cannabis indica Lain. Carum nigrum. — virescens. Cupressus sempervirens. Daucus Carota L. Gurken. Heracleum Siamense. Linum usitatissimnm L. Lactuca. Lepidium sativum L. M ö h r e n. Melonen. Abe nabat ist eine Melone, welche sehr spät im Herbste reift und sich dann e n. bis zuin März aufbewahren lässt. Melilotus sp. Melia Azedarach L. Nigella. Ocimum Basilicum L. Pa paver orientale L. album. Physalis Alkekengi L. Plantago Psyllium L. Der erweichte Same erzeugt eine schleimige Flüssigkeit. Petersilie. Rot brüh en. Ricinus. Retl ig. Solanum Melongena L. Wassermelone. Drogen. Adianthum capillus veneris L. (Perisivescleum). Aspidium ßlix mas Sw. (Dschemar). 75 Crocus Zwiebeln. Ephedra vulgaris? Rich. Opium. In mehreren Sorten. Manna. Astragalus chartostegius Boiss. Echinops candidus (Tighalmanna). Durch die Galle des Larinus ma- culatus , der auf dieser Pflanze lebt, erzeugt. Quercus Vallonea Kotschy (Gezengebin). Die beliebteste Manna des Landes, sehr süss und wohlschmeckend. Salix Caprea L. Manna ist im Allgemeinen in Persien ein sehr beliebtes Genussmittel, man versetzt es mit Mandeln und Pistazienfrüchten und gibt des Wohlgeschmackes wegen Kätzchen von Salix Me- denia hinzu. 0 e 1 e. Eruca satim Lam. (Mandaböl). Mit diesem Oele werden die Kameele eingerieben, wenn sie die Haare wechseln, da hierbei ein Hautreiz verursacht wird, welcher Abmagerung und Arbeitsunfähigkeit hervorbringt. Gossypium. Aus den Samen. Leinöl wird nur zu industriellen Zwecken verbraucht. 01 i venöl. Ricinus liefert das gewöhnliche Brennöl. Sesamum indicum L. (Gundschit). Liefert Genussöl. Gummi. Von Aprikosen. Astragalus Tragacantha L. Eremurus caucasicus Steven. Liefert einen KlebestofF, welcher bei Gypsabgüssen beigemischt wird, um das schnelle Erstarren des Gypses hindern. Ferula Asa foetida, L. Von Mandelbäumen. Von Pflaumenbäumen. zu ver- Harze. Pistacia lentiscus L. (Sakkis). — mutica Fisch, et May. Gespinstpflanzen. Corchorus sp. Jute mit sehr langer Faser. Tabak. In mehreren Sorten. Hiermit schliesst der pflanzliche Theil der Ausstellung des persischen Reiches im Innern des Ausstellungsgebäudes, lin freien Ausstellungsrayon befand sich noch der persische Pavillon, welcher um den Schah zu empfangen, erbaut wurde, und ein persisches Zelt. Bei 10 * 76 beiden ist die Umpflanzung weder der Gewächse, noch der Anlage wegen einer Erwähnung werth. Am Pa\illon war vorzugsweise die funkelnde Façade des Mitteltraktes bemerkenswert!), welche mit facettirten Spiegeltäfelchen derart belegt war, dass bestimmte Zeichnungen, mit gemalten Rosen und Laubwerk verwoben, entstanden. Das Gebäude krönte das Landeswappen, der Löwe und die Sonne. Turkestan. Die aufgestellten Volksmittel dieses Landes trugen russische Aufschriften und waren daher bezüglich ihrer Aufführung unzugänglich. Darunter befanden sich ferner Früchte von Terminalia Chebula Roxb., Oele, Opium und Mohnhäupter. > Afrika ... »■ Marokko. Die Anzahl der von Marokko eingesendeten Drogen etc. belief sich auf 160 Pulvergläser, welche mit arabischen Namen überschrieben waren. Darunter erschienen: Iriswurzeln, Linsen, Bohnen, Oliven, Haschisch, Mandeln, Datteln, Rosinen, Granatbliithen, Fenchel, Anis, Safflor, Lawsonia alba Lam. Adianthum capil/us veneris L. Unter den vielen Gummisorten erschienen Gummi von Acacia arabica Willd., Euphorbia officinarum L., Callitris quadrivalvis Vent. (Sandarac), Dorema Amtnoniacum Don. (Faskook, Feskouk). An Gespinns!pflanzen waren Hanf, Flachs, Aloe, Palmenfasern und Stipa tenacissima in kleinen Bündeln vorhanden. Im Ausstellungsrayon fand sich, umgehen mit einigen unserer gewöhnlichen Sträucher, eine kleine marokkanische Villa vor, an deren Schwelle stets ein Araber am Boden zu kauern pflegte. Algier. Holzm uster. Die reichhaltige Sammlung von Holzmustern erreichte die Anzahl von 380 Stücken. Der Form nach waren sie verschieden, theils waren es Stammdurchschnitte, theils gespaltene Stämme, dann Stammdurchschnitte mit seitlichen Anschnitten, vierkantige entrindete Stücke u. s. f., Eucalyptus globulus aber stand in Stämmen von 30 Fuss Länge und 18 Zoll Durchmesser an den Seitenwänden gelehnt. Anona Cherimolia Mill. Androsaemum officinale All. Anagyris foetida L. fKharoub el Kelb). Anthyllis barba Jovis L. Amygdalus communis L. (Louz). Kommt häufig vor, ist für Kunsttischler verwendbar. Armeniaca vulgaris Lam. (Mechmach). Erreicht in den Oasen oft einen sehr bedeutenden Umfang, und man wendet das Holz bei der Kunsttischlerei an. Artemisia arbor escens L. (Chedjebet Merum). Arbutus Unedo L. (Sassnou Lendji). Liefert vorzügliche Kohle. Ainus glufinosa Gaertn. (Hehaudel Hamar). Für Wasserbauten oder unterirdische Bauten verwendbar. Abies Pinsapo (Boiss.) var. Baborensis (Toumert). Vom Berge Bailors. Liefert feines und regelmässig gekörntes Holz. 80 Astrapaea Wallichii Lindl. Acer opulifolium Willd. Leicht zu bearbeitendes Holz für Schreiner und Drechsler. — obtusalum Willd. (Tchekten kekeb). — campestre L. (Kekeb). Hartes, schweres und zähes Holz. — monspessulanum L. Wie obige Holzart. Acacia melanoxylon R. Br. — glaucescens Willd. — longissima Link. — Cunninghami Steudl. Bambusa arundinacea Retz. Buxus balearica Lam. (Tidich). Für Kunsttischlerei und Drechsler. — sempervirens L. Clematis cirrhosa L. (Ta el loula). Capparis orata Desf. (Küpper). Die Früchte liefern ein angenehmes Gewürz. Cistus sakifnlius L. (Mechtib el Meliah). — monspeliensis L. (Toughzelt). Beide Sorten dienen als Brennholz. Citrus medica L. (Chedjaet el Lim). Schönes Drechsler- und Schreinerholz. — aurantium L. (Ttchina). Calutea arboresc-ens L. (Mehahab). Cupania pandurata. Calyc-otome spinosa Link. (Gouendoul). Vorzugsweise zum Kalkbrennen verwendet. — intermedia DC Wie obige Art. Citisus triflorus L’Her. (Louguaii). Ceratonia siliqua L. (Kharoub). Das Holz findet in der Kunsttischlerei Verwendung. Die Blätter liefern Viehfutter, die Früchte durch einen Aufguss eine Art Cyder und durch Rösten eine Art Chocolade. Cordia domestica Roth. Casuarina equisetifolia Forst. Cerasus avium DC. (H’abb el Mlouk). Zur Kunsltischlerei, zu Tisch— geschirren und Pfeifenrohren. Crataegus monogyna Jacq. (Harami). Brennholz. — oxyacantha L. (Berkouk Harami). — azarolus L. (Z’aroub). Celtis australis L. (El quequor). Castanea vesca Gaertn. (K’eust’eul). Callitris quadrivahis Vent. (Arhab). Die Auswüchse bieten prachtvoll gefladertes Holz von gelblicher Farbe und dunkelgeflammt. Es fanden sich Stücke vor, welche nach der bedeutenden Erweiterung an dem einen Ende, von der Basis des Stammes herrühren mochten. Sie hatten bei einer Höhe von 24 Zoll, am dicken Ende 25 Zoll im Durchmesser. Der Dauerhaftigkeit nach steht es ebenfalls im ersten Range, und es wird angenommen, dass noch 150.000 Hektaren Landes mit diesem Baume in Algier 81 bewachsen sind. Das Stammholz ist gut zu bearbeiten und wird desshalb von Kunsttischlern, Bildhauern und Holzschneidern gesucht. Cupressus sempervirens L. (Seroual). Für Zimmer- und Tischlerarbeit verwendbar. Cedrus atlantica JVIanetti. — Libani Barr. (Medded). Von beiden wird das Holz für Schreiner- und Zimmerarbeit verwendet. Es ist von sehr grosser Dauerhaftigkeit und wohlriechend. Daphne gnidium L. (El-Azzaz). Eucalyptus pendula Page. — sideroxylon. — oppositifolia Desf. — Stuartiana F. Müller. — robusta Smith. — speciosa. — amygdalina Labil. — alpina. — goniocalyx F. Müll. — viminalis Labil. — globulus Labil. Erica arborea L. (Bou addad ou Ivrenedj). Aus dem Wurzelstocke schneidet man Pfeifen, aus dem Holze Löffel etc. —■ multiflora L. (Schotba el Maglouba). Ephedra altissima Desf. (Azerain). — fragilis Desf. (Azeram). Frangula vulgaris Lam. Fraxinus australis J. Gai (Dardar). — angustifolia Vahl. (Dardar el Klier). Beide liefern ein Holz von vorzüglicher Qualität und Schönheit. — dimorpha (Dardar). Ficus carica L. (Kerma). — Sycotnorus L. Genist a- ulcina Sp. — tricuspidata Desf. (Tschebreik). — numidica Sp. (Cheteba) — asphalathoides Lam. Globularia Alypum L. fTacelara). Ilelianthemum halimifolium L. (El Meliah). Hedera Helix L. (Louai). Juniperus Oxycedrus var. macrocarpa Ten. (Taga). Auf den Dünen sehr häufig. Das Holz ist weniger schön gefärbt und grobkörnig. — rufescens Endl. (Taga). Wohlriechendes, lange andauerndes Holz für Bleistifte und Schreinerarbeit. — phoenicea L. (Zirnbah). — thurifera L. (Taga). Jasminum fruticans L. (Yasmin). 11 82 Ilex aqui folium L. (Cheuk Toughzas Bex). Juglans regia L. (Djouz). Lavatera (Medjir). Lonicera arbor ea Boiss. (Chahamet el Atrouss). — etrusca Savi (Chahmet el Atrouss). Lavandula Stoechas L. (Hhalhhal). Latania, borbonica Lam. Laurus carolinensis Miclix. — nobilis L. (Beund). Mortis alba L. (Tout el Hariz). Myrtus communis L. (Rihhane). Holz für Stöcke. Die Früchte werden von den Arabern gegessen. — communis var. leucocarpa Smith. (Bitschane el Biot). Mespilus rotundifofius Pers. (Berk’ouk el Maiz). Malus communis L. (Teffah). Melia Azedarach L. (El Yes). Holz für Kohle. Die Früchte geben Oel ah. Nerium Oleander L. (Defela) Ein leichtes Holz fiir maurische Facher. — Oleander var. album (Defela el Bida). — aUissimum E. Lambert. Nicotiana glauca Grab. (Doukhkhan). Numidica ? sp. Hartes, brüchiges Holz. Olea europaea L. (Zebaudi). Für Möbel und Wagnerarbeit. Man schlagt die Anzahl der in Algier veredelten Olivenbaume auf 200.000 an. — Olwella ? Osyris alba L. (Merteret). — quadridentata Salzm. Pinus halepensis Desf. (Snoubar el Maglour). Wird bis 20 Meter hoch, ist sehr waldreich und nimmt mit seinen Waldungen 200.000 Hektare Landes ein. — maritima I) C. (Snoubar el Guetan). Erscheint nur in kleinen Beständen und ist weniger harzreich. — pinea L. (Snoubar Festok). Ein sehr leichtes und biegsames Holz. Populus alba L. (Safsaf el abiot). Das Holz soll von besserer Qualität sein als jenes, welches in Europa wächst. — nigra L. (Safsaf rora). — tremula L. (Safsaf el Djebel). Platanus orient alis L. (Deloub). Das Holz soll der Feuchtigkeit gut widerstehen. Podocarpus Totara Don. Phillyrea media, L. (Keteum). — strict a (Keteum). Das Holz beider Arten erreicht nur eine geringe Dimension und wird für Handgriffe etc. verbraucht. Passerina hirsuta L. (Methe nan). Punica granatum L. (Chedjeret Reummana) für Drechslerarbeiten gesucht. Psidium pyriferum L. 83 Phoenix dactylifera L. Prunus domestica L. (Chedjret). Für Kunsttischlerei und Drechslerarbeit. — insititia L. (Berk’ouk) Für Bildhauer und Kunsttischler. — spinosa L. (Am Harami). Pyrus Cydonia L. (Speudjel). — communis L. (Lendjass). — longipes ? (Gosset Dur). Pistacia Terebinthus L. (Idek Festok). Ein hartes, geadertes Holz. — atlantica Desf. (Bethoum). Liefert Holz für die Räder bei Maschinen, für Bildhauer und Tischler. — Lentiscus L. (Darau). Erscheint in allen Bestanden eingestreut und mag einen Flächenraiun von 800.000 Hektaren Landes bewachsen. Der erweiterte Wurzelstock besteht aus prachtvoll ge- fladertem Holze. Die Rinde und die Blatter enthalten so viel Tannin, dass das Leder in 25—30 Tagen fertig gegerbt ist. Persea gratissima Gaertn. fd. Quercus Mirbeckii Dürr. Ein Baum von grosser Lebensdauer, schnellwüchsig in der Jugend. Das Holz ist fest, dauerhaft und wird für Zimmermannsarbeiten verwendet. 40.000 Hektaren Landes bewachst dieser Baum entweder in geschlossenen Beständen oder eingemischt. — sessiliflora var. platyphylla E. Lamb. Ein festes Holz, jedoch oft rissig. — castoneaefolia E. May. (Afarez Zeen). Holz für Bahnschwellen und für den Schiffbau. — pseudosuber Desf. (Fernan). Das Holz ist fast ohne Splint und braunrosa gefärbt. — Ilex L. (Queriche). Vorzüglich Holz für Parquetten und Möbel. — Ballota Desf. (Bellout). Ist auf einen Flächenraum von 100.000 Hektaren verbreitet. Erreicht enorme Durchmesser, hat feinkörniges, dunkelrothbraunes Holz mit schwarzem Kern, lässt sich gut politiren und widersteht dem Wurmfrass. Wird für Möbeln, Parquetten, Verkleidungen verbraucht. — suber L. (Fernan). Bewachst bei 20.000 Hektaren Landes, ist schnellwüchsig, das Holz ist schön gefärbt, aber weniger lebhaft im Kolorit. — cerifera L. (Kerrouche el Qiiermes). Ist in den Beständen eingemischt. Eine gute Holzsorte. — pseudo-coccifera Desf. (Kerrouche). Kommt mit der vorigen vor. Ruta tenuifolia Desf. (Fidjela). Rhamnus Alaternus L. (Hehoud el Klier). Ein schön gefärbtes, aber brüchiges Holz. — alpinus L. Ein hartes Holz, aber gut zur Bearbeitung geeignet — oleoides L. (Zicboudj). Brennholz. — licioides Desf. (Zebboudj). Brennholz. Rosmarinus officinalis L. (Kelil). 11 84 Bhns coriaria L. (Stahe). Das Holz porös und nutzlos. — pentaphyllum Des!'. (Tliizra). Tritt im Osten in grossen Bestanden auf. Die Binde liefert Gerbestoff und färbt lebhaft rotli. Bubus fruticosus (L.) var. discolor (Hallig tout ez Zeroub). — sempervirens L. (Oueurd Nesri). Bosa scmperflorens L. Zu Pfeifenrohren. — moschata Ait. Bicinus communis L. (Chedjeret Djehennem). Wird auf den Dünen zum Festhalten des Sandes gepflanzt. Spartium junceum L. (Tartag). Sarothamnus ferox L’Her (Talak). Sy zig mm Jamholanum 1) C. Sparmannia africana L. Sorbus Aria Crantz. (Kelket). Dauerhaftes Holz. — torminalis Crantz (Takekobs). — domestica L. (Teffah el Djebel). Sambucus nigra L. (Lizouri Airouri). Solanum Sodomaeum L. (Haadjen hodige). Salix purpurea L. (Hehoud el Ma). — Helix L. (C liech eie). — pedicell.ata Desf. (Smele). — fragilis L. (Hehoud el Ma). — alha L. var. sericea (Hehoud el Ma). Für Schindel und Korbflechterarbeit. Schinus molle L. Hartes, dauerhaftes Holz für Kunsttischlern. Sideroxylon atrovirens Lam. Taxus baccata L. (Tarche). Erscheint in /Ym/s-Wäldern eingemischt. Tamarix gallica L. (Tarfa). — africana Poir. (Tarfa). Ulmus campesh'is L. (N’cheum). Vitis vinifera L. (l)ehlia). Vitex Agnus castus L. (Bau Mentsem). Ein schön gefärbtes, pfeffer- artig riechendes Holz. Viburnum Lantana L. (Katetsch). — tinus L. (Hagrei). Zizyphus vulgaris Lam. (Eunaba). Eine allgemein verbreitete Pflanze. Schönes Holz für Kunsttischler. — Lotus Lam. (Sedra). Brennholz. Erscheint in grosser Menge. In den letzten Jahren wurde der Verbreitung und Anpflanzung des Eucalyptus globulus in Algier eine besondere Aufmerksamkeit zugewendet. Die Anpflanzungen erweiterten sich um ein Bedeutendes, da das Gedeihen des Baumes ein ganz vortreffliches ist, und die Produkte finden eine vielfache Anwendung. Die erste Einführung geschah im Jahre 1860 durch M. Hardy, welcher ihn in seinem Garten in Hamma (bei Algier) kullivirte. Im Jahre 1864 wurde durch Cordier eine Massenanpflanzung vorgenommen, und spater wurden durch M. Trotter bereits 80.000 Setzlinge ausgepflanzt. 85 Obschon Eucalyptus globulus für die Pharmacie eine grosse Anzahl von Präparaten abgibt, so ist noch der Umstand besonders hervorzuheben, dass durch die Anpflanzung der Eucalypti die Luft bedeutend verbessert wird. Orte, an welchen früher Fieberkrankheiten auf furchtbare Weise auftraten, sind jetzt, da Eucalyptus globulus angepflanzt wurde, vollkommen gesund und bewohnbar. Der Baum nimmt in grosser Menge Feuchtigkeit aus dem Boden auf, und die Blatter scheiden kampherartige, fäulnisswidrige Dünste aus, welche die Luft gleichsam desinfiziren. In der Industrie nimmt er ebenfalls eine hervorragende Stelle ein, unter Anderem auch dadurch, dass Harze durch das Eucalyptus-Oe\ gelost werden können um Firnisse zu bereiten, — deren Lösung früher gar nicht oder nur sehr schwer gelungen ist. Die Rinde dient als Gerbemittel für das Leder, sie theilt demselben den Wohlgeruch mit, und ist zugleich ein Schutzmittel zur längeren Erhaltung desselben. Obschon man bis jetzt vielleicht mit Ausnahme des E. resinifera keine andere Eucalyptus- Art kennt, welche dem E. globulus an Schnellwüchsigkeit und sonstigen vortrefflichen Eigenschaften gleichkommt, so finden sich doch mehrere andere Arten in Algier vor, welche versuchsweise ausgepflanzt wurden. Endlich gewinnt diese Myrtaeee auch dadurch für Algier an Werth, dass die Heuschrecke sie unberührt lässt, und im Herbste, die Zeit ihrer Blüthenentwickelung, den Bienen reichliche Nahrung spendet. Faserstoffe. Aloë proliféra Haw. Agare americana L. AbutiIon indicum G. Don. Arthrartherum pungens Beav. (Drinn). Zur Fabrikation von Bürsten angewendet. Asclepias volubilis L. Ampelodesmus tenax Link (Diss). Eine Graminee, welche vorzügliches Faserwerk für Stricke abgibt, und sowohl als Viehfutter, als auch zum Decken der Hütten dient. Boehmeria nicea Hook. — candie ans Bl. Cocos nucifera L. Chaîna er ops humilis L. (Doum). Crola/aria punie ea. Corchorus textilis. Für Packleinwand verarbeitet. — olitorius L. Dracaena Draco L. Fourcroya gigantea. Hibiscus Abelmoschus L. Linum usitatissimum L., wobei der Lin de Riga am zahlreichsten vertreten war. — tigrynum Roxb. Lygeum spar turn Loefl. (Haifa). Macrochloa tenacissima Kunth. ln verschiedenen Stadien der Zubereitung. Morus alb a L. Mus a discolor. —■ rosacea. — Ensete Gmel. — Trochloditarum L. — paradisiaca L. — sapientum L. Pandanus odoratissimus L. Phoenix dactylifera. Sanseviera zeilanica Willd. 86 Sanseviera guineensis Willd. Yucca gloriosa L. Yucca pendula Hort. Wrightia linctoria R. Br. Papierstoffe. Stipa tenacissima L. (Macrochloa tenacissima Kunth.) Haifa oder Alfa war in grossen Bünden massenhaft und in verschiedenen Längen und Dicken vorhanden. Sie wächst vorzugsweise in den zunächst dem Meere gelegenen Provinzen von Tunis, Algier und Marokko. In Algier kommt sie auf den Hochebenen in einer Hohe von 1000 bis 1200 Meter vor. Eine zweite ebenso nützliche Phalaridee ist Lygeum spar- tum Loefl. (Sparte), sie wird in der Provinz Conslantine häufig mit dem Namen der früher erwähnten Pflanze bezeichnet, aber in der Provinz Oran führt sie ausschliesslich den Namen: Senrha. Die Verwendung der Alfa und der Sparte zu häuslichen Zwecken ist schon aus der entferntesten Vorzeit bekannt, aber die Verwendung der Alfa zur Papieriabrikation fällt in die neue Zeit und verleiht ihr einen besonderen Werth. Im Jahre 1856 wurde damit in England begonnen, und während fünfzehn Jahren hat es 150 Millionen Kilogr. introduzirt. Obschon beide Pflanzen an den früher erwähnten Standorten in unendlicher Menge erschienen und die Ausfuhr hoffentlich für längere Zeit gedeckt sein wird, so machte man doch Versuche, sie aus Samen anzuziehen, und gelangte nach M. L. Turrel zu dem Resultate, dass die Pflanze erst im fünften oder sechsten Jahre, nach Robert Johnson aber erst nach 10—12 Jahren zur Verwendung tauglich sei, und eine Vermehrung durch eine Zertheilung des Wurzelstockes als vortheilhafter erscheint. Die Ausfuhr der Alfa, welche im J. 1867 4,120.000 Kilogr. betrug, steigerte sich bis zum J. 1871 auf 60,946.000 Kilogr. Baumwolle. Gossypium Georgil long soi. — long soi. — long steaple. — Buchs. — de la Guadeloupe. Gossypium mexicain. — de Monterey. — d’Iviea (Balearen). — Khean nan. — Nanking. Medizinalpflanzen. Anthemis Pyrethrum L. (El Guen- tous, Tiquentest). Amygdalus communis L. Borago officinalis L. (Fou delek- keum). Adianthum Capillus veneris L. (Sak el Kahhal). Cistus albidus L. (Thé de l’aurès). Anchusa üncloria L. (Alcanna). — heterophyllus Desf. (Thé des Bibans). Aceras anthropophora L. (Saleb). 87 Corchorus olitorius L. (Meloukia). Coronilla officinalis L. Citrus vulgaris Risso (Lareundj, ßl iitlien : Zehar). Cassia senna L. Cannabis indica Lam. Ceratonia siliqua L. (Keroub). Conium maculatum L. (El Harmel). Coriandrum sativum L. (Keusbeur). Daphne Gnidium L. (El Azyaz). Datura stramonium L. Eucalyptus globulus Labil In folgenden Präparaten : Pulver aus den Blattern: Essence d’Euca- lyptus, Eucalypsinth, vin d’Eu- calyptus, Eucalyplbène, Al- coolature, Eau de toilette, Eucalyphenol, Eau dentifrice d’Eucalyptus, bain d’Eucalypte, anticalvitique d’ Eucalypte, oléolé d’Eucalypte, Injection Eucalyptée, Anti-Odontalgique, Eucalyptol saponié, pilules au suc exprimé d’Eucalypte, phéni- quée végétal, Poudre dentifrice d’Euealypte, Eucalyptpflaster. Erythraea. centaurium Pers. (Meur- sel Hbanecb). Fumaria capreolata Desf. Globularia Alypum L. Helichrysum Fontanesii DC. Laval era hispida Desf. (Moudjir). Laurus nobilis L. (Reund). Lavandula Stoechas L. (Hhalhhal). Marrubium vulgare L. (Meriva, Oum er Roubia). Nymphaea alba L. Nicotiana tabacum L. Ophris antropophora L. (Falram). Parmelia esculent a (Oussek el Ardli). Tliee und Manna. Punica Granatum L. (Cbedjeret Erromane). Parietaria officinalis L. Papaver somniferum L. Pistacia Terebinthus L. Die Galien davon: Caroub de Judée, durch den Stieb von Aphis Pistaciae L. bervorgebraebt, dienen zum Räuchern. Paronychia arg ent ea Lam. (Beesat el Ardli). — nivea Lam. (Thé arabe). Pimpinella anisum L. (Habbet el Halaoua). Phoenix dactylifera L. Die Tinktur aus den Wedeln und dem Holze als Ersatzmittel der Arnica. Quercus Ilex var. ballota Desf. (Belloul). Ricinus communis L. Scilla maritima L (Feroune). Sambucus nigra L. (Euoud el Hha- nech). Sapindus Surinomensis Poir. Solanum nigrum L. (Moknina). Scolopendrium officinarum DC. Stipa tenacissima L. Ein Extrakt und Tinktur aus den Blättern. Schinus molle Adans. Die Beeren statt des Pfeifers. Thapsia garganica L. (Bou nefa). Aus der Wurzel wird ein Harz gewonnen. Die Blatter und krautartigen Theile wirken höchst giftig für die Ka- meele. Einen Absud davon nehmen die Eingeborenen als Wurmmittel. Tili a europaea L. Verbena citriodora Kunth. Surrogat-Ratfee. Quercus Ballota Desf. Conservcn. Sechium edule. ln Branntwein. Zizyphus vulgaris Lam. (Eunaba, die Früchte: Eunab). Ausserdem noch Limonien in Branntwein, Pampelmuss, Ouitten etc. Spirituosen. Asphodelus. Citrus Aurantium L. Eucalyptus globulus Labil. Amer Algerien wird daraus bereitet. Eriobotrya japonica Lindl. Ficus carica L. Lippa citriodora Kunth. Mandarinen, Phoenix dactylifera L. Sorghum saccharatum Moeneh. Vit is vinifera L. Zizyphus Jujuba Lam. Zea Mais Mirb. Viele weisse, rosa und rothe Weine, dann Muskat weine und Essige aus diesen Weinsorten erzeugt. Oelpflauzen. Arachis hypogaea L. Acacia Farnesiana Willd. Brassica napus oleifera Moeneh. Cannabis sativa L. Carthamus tinctorius L. Carnelina sativa Crantz. Citrus Bigaradia Lois. — bergamotta Hort. Cupressus Lamber Liana Hort. (Kaina). Eucalyptus globulus Labil. — citriodorus. Gossypium. Die langen, sehwarz- gefarbten Samen erhalten den Vorzug. Helianthus annuus L. Jasminum grandiflorum L. (Yasmin). Latania Borbonica Lam. Lavandula spica L. — Stoechas L. Linum usitatissimum L. Melissa officinalis L. (Nana e Trondj). Mentha piperita L. (Nana). — Pulegium L. (Fliou). Melia Azedarach Adans. Madia sativa DC. Olea europaea L. 40.000 Hektarei Landes mögen damit, mehr ode (Hhalhhal). weniger eingemischt, bewach- sen sein. Pistacia Lentiscus L. Pelargonium odoratissimum Ait. Die Essenz davon soll bezüglich der Feinheit des Geruches der Rosenessenz vorzuziehen sein. 1200 bis 1400 Kilogrm. Kraut geben 1 Kilogr. Essenz. Papaver nigrum Crantz Polianthes tuberosa L. Rosmarinum officinalis L. (Aklil). Ricinus communis L. Wird 4 bis 6 Meter hoch und 8—10 Jahre alt. Da sie aber mit vorrückendem Alter an Ertrag— niss abnehmen, so lasst man sie nicht so alt werden. Eine zweijährige Pflanze liefert bis 900 Grm. Samen. Rosa moschata Desf. (Ousurd Nesri). Salvia officinalis L. (Souak en Nebi). Sesamum orientale L. Sinapis nigra L. Sapindus indicus Poir. (Frucht- schale). Thymus lanceolata Desf. (Zäteur). Viola odorata L. (Beles feundz). Cerealien und sonstige Samen. Avena sativa L. (Kheurlau). | Canavalia ensiformis DC. Brassica campestris L. (Colza). | Cicer arielinum L. (Hamissa). 89 Dolichos Catjang L. — sesquipedalis L. — „ minor. — Honduriens. Dolichos Lubia Forsk. — hast at us Lour. — unguiculatus L. — monochalis Brot. — bißorus L. — melanophthalus DC. Ervum Lens L. (Adeuss). Faba vulgaris Mill. (Foul). Hordeuni hexastychum L. (Ch’air). — distichon L. Hibiscus esculentus L. Lalhyrus sativus L. (Djeulban). Linum usitatissimum L. Besonders Rigaer und italienischer. Lablab vulgaris Savi. — — noir. — — marron. — — purpureus. — — Nankinicus. — — violaceus. Oryza sativa L. Phalaris canariensis L. Panicum glomeratum Moencli. var. rubrum. — milliaceum L. — macrostachium Nees. — spicatum Roxb. — Crus Galli L. — Pekinensis. — persicum. — echinatum Jacq. — italicum L. — eriogonum Schrad. — germanicum Roth. Pisum sativum L. (Djeulban). — — d’Auvergne. — Prinz Albert. — — d’Amérique. — — Carter. — — Clamart. Me Arum italicum Lain. (Begouga). Batatas edulis Chois. Canna edulis Ker. Phaseolus sphaericus Savi. — sphaericus , rouge de Prague. — — jaspé de Prague. — — Nankin de Prague. — — riz petite. — — nain de Soisons. Phaseolus compressus D C. blanc et noir. — — de Belgique. — — d’Hollande. — tunkidus Savi. blanc du Cap. — inamoenus L. marbre du Cap. — — blanc du Lima. — lunatus L. —• Mungo L. — glycineformis Weinm. — vulgaris L. (Loubia). — — gros rouge de Salazie. — — noir. — — solitair. — — de Bagnolet. — — de deux couleurs. — — bicolor du Cap. — — lilas de Prague. Sorghum scoparium L. — vulgare Pers. — cernuum Willd. — — rubrum. — saccharatum Moench. — — var. bouceana. — — Woum-si-auna. — — a-na-mour-si. Saccharum ojficinarum L. ■— officinarum var.blonde deTaili — ojficinarum. rubanée. — — de Batavia. — — violet de St. Domingo. — officinarum. Vers de l’Inde. Triticum durum Desf. (K’mali). — sativum Lamk. Vicia sativa L. Zea Mais Mirb. (Dera). In vielen Sorten. hic. Colocasia edule. — csculenla Schott. Manihot nlilissima Pohl. VI 90 Färbe- und («erbe pflanzen. Carthamns tinctorius L. (Khcurtoum). Eupatorimn tinctorium Molil. Zur Indigoerzeugung. Indigofera argentea L. Lawsonia inermis L. (Henna). Das Pulver aus den Blättern dient zum Färben der Nägel, der Fusssohlen, der Innenfläche der Hände der Frauen und Kinder mit orangebrauner Farbe, dann auch zum Schwarzfärben der Seide. Selbst an den Mumien fand man dieses Färbemittel in Anwendung gebracht. Die weissen, stark riechenden Bliithen liefern ein Oel, welches bei den Orientalen sehr beliebt ist. Peganum Harmala L. (Harmel). Quercns coecifera L. Heseda Luteola L. Rubia tinclornm L. Wird zur Bereitung von Alizarin verwendet. Uhus coriaria L. Die getrockneten und pulverisirten Blätter und Endtriebe werden zum Gerben gebraucht, womit das sog. Maroquin- Leder hergestellt wird. Tabak. Die Erzeugung des Tabakes ist gänzlich freigegeben. Die am meisten geschätzten Sorten sind: Krachnä und Cbebli. Diese und viele andere Sorlen lagen zumeist in Blättern, Bünden und Cigarren vor. Ausserdem einige Sorten Schnupftabak. Abbildungen. Von landschaftlichen Ansichten war ein Panorama von Algier in der Grösse von fl Fuss Länge und einem Fuss Höhe vorhanden. Herbar. Davon lag das Herbier forestier d’Algier par Ernst Lambert auf. Tunis. In eleganter Ausstattung stellte Tunis mehr als hundert Glaspokale stufenweise auf, welche Gegenstände des Pflanzenreiches enthielten. Leider war der grösste Theil derselben nur mit Nummern versehen, und desshalb kann auch nur ein geringer Theil des Vorhandenen aufgeführt werden. Holzmustcr. Quercns sp. — Suber L. HmàiBâÈ 91 zen. Artemisia campestris L. — maritima L. Adiantus capillus veneris L. (Cus- bora el Bir). Althea sp. (Bed el Danal). Cannabis sativa L. Carthamus tinctorins L. Chamomilla sp. (Babunes). Chenopodium sp. (Atbalabar). Cassia Senna L. (Sacars). Cuscuta sp. (Acbal Esaheo). Delphinium junceum DC. (Hashisch el Tacran). Elychrisum sp. (Diak). Erythraea Centaurium Pers. Blii— thenstände. Inula graveolens Desf. Juniperus sp. (Tefaa). Juncus acutus L. (Zariet Ahdar). Labatia sp. (Zatar). Laurus nobilis L. (Ratac). Lawsonia alba L. (Henne). Lavandula Stoechas L. Leontodon Taraxaci Willd. (Carhat Nakoa). Mentha Pulegium L. Matricaria sp. (Fihuan). Marrubium sp. (Kariaz). Mercurialis sp. (Alibaf el Hai). Malva sp. (Nauar Kez). Opium. Papaver somniferum L. (Butar Anur). Pistacia Terebinthus L. (Rihan). Ruta tenuifolia Desf. Rosa sp. Blätter davon. Ricinus communis L. (Aksilia Mussa). Saponaria sp. (Zuzu). Smyrnium sp. (Nenah). Teucrium Polinum L. Tamarix africana Poir. (Taraba). Verbascum sp. (Saleh el Nasar). Aloe. Jasminum. Essenzen. Rosa. Cydonia. 0 e 1 e. Jasminum. Olea. Früchte nnd Genussmittel. Corchorus olitorius L. (Melochie oder corette potagère). Die Blätter davon gekocht und gewürzt, geben eine schleimige Substanz. Datteln, Mandeln, Zibeben, Feigen, Pistacien. Eine Frucht, die häufig verzehrt wird, ist die Cactus-Feige (Opuntia Tuna), und von Mehlsorten wird Weizenmehl (Burghai) und Gerstenmehl (Maltut) allgemein genossen, in den Küstendörfern vermischt man dasselbe mit den häutigen Hülsen (Fit— tura) der ausgepressten Olivenfrüchte. Getreide und sonstige Sämereien, Anis. Bohnen. Baumwoll-Samen. Fenchel. Kümmel. Koriander. 12 * 92 Linsen. Lein. Mohn. Petersilie. Rettig. Runkelrüben. Sesam. Tabak. Gewöhnlicher und grüner Tacrurie, ein Surrogat für Opium und viele Sorten Schnupftabak. Färbestoffe. Lawsonia alba Lam. (Henna). Indigo. Crocus sativus L. Faserpflanzen. Genista. Stricke davon. Stipa tenacissima L. (Haifa). Körbe davon. In den letzten Jahren steigerte sich die Ausfuhr des Sparte oder Haifa (Stipa tenacissima L.) auch in diesem Lande auf eine ganz merkwürdige Weise. Im Jahre 1871 wurde die erste Schiffsladung nach Genua gebracht, und von diesem Momente an hat die Nachfrage nach diesem Artikel derart zugenommen dass noch in demselben Jahre 200.460 Zentner verfrachtet wurden Vor der Ausfuhr nach Europa wurde es zu Tauen, Matten, Körben etc. verarbeitet. Der Hauptverkehr besteht mit England, wo es zur Papierfabrikation verwendet wird. Vegetationsansichten oder Pflanzenabbildungen waren weder durch die Photographie noch durch sonstige Reproduktionen vertreten. Aegypten. Aegypten hat nicht nur durch die prachtvollen Ausstellungsgegenstände, sondern auch durch eine imposante künstlerisch geordnete Zusammenstellung seiner Objekte die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich gelenkt. Mächtige Wedeln der Dattelpalme neigten sich wie riesige Schwungfedern von den Pfeilern der Seitenwände der Mitte zu. Ein grosser bewurzelter Dattelbaum, der noch grünend Wien erreichte und reich mit Fruchtständen, an welchen Tausende von Früchten hingen, ausgestattet war, bildete den Mittelpunkt der egyp- tischen Ausstellungshalle. Den Fuss dieses Phoenix-Stummes umgürtete ein Riesenbouquet von in ganzen Exemplaren getrockneten Nutzpflanzen. Sodann schloss sich ein vieleckiger Kasten an diesen Pflanzengürtel an, welcher oben mit schiefgelegten Glastafeln versehen, eine reiche Kollektion von Sämereien enthielt. An der einen Wand des Ausstellungsraumes ragte zwischen zwei fünf Meter hohen Räumen von Hgphaene Thebaica , welche mit Früchten vollhingen, ein kolossaler 3 1 / a Meter hoher und 2 Meter breiter Stamm- und Wurzelkomplex des gelbliehweiss berindeten 93 Ficus Benghalensis hervor. Viele andere dicke Stämme diverser Holz— gattungen, quer durchschnitten und von i / z bis 2 Meter Höhe, standen diesen zunächst, während riesige Bambusstämme, das langgestreckte egyptische Arundo Donax und Zuckerrohr in vielen Exemplaren das fremdartige Bild abschlossen. Getrocknete Pflanzen der Mitteltrophäc. Aegle Marmelos Correa. Eine in Aegypten kultivirte Pflanze. Anastatica hirochuntia L. Aralia papyrifera Hook. Cajanus indiens Wall. — flams DC. Carthamus tinctorius L. Cocos flexunsa Mart. Davon die dicken, holzigen Blaltscheiden. Grewia cordifolia. Hibiscus esculentus L. Laurus nobilis L. Melia Azedarach L. Musa Ensete Bruc. stand. Macrochloa tenacissima Kunth. Nelumbium speciosum Willd. Einst in Aegypten sehr häufig, jetzt beinahe ganz verschwunden. Nymphéa Lotus L. Im Nil sehr häufig. Papyrus antiquorum Willd. Im Nil gänzlich verschwunden, nur in Gärten zu treffen. Pinus halepensis Mill. Poinciana regia Bojer. MitFrlichten. Ricinus dir. Sesamum oleiferum Moeneh. Ein Blüthen— ! Schinus Molle Adans. I Tectona grandis L. Holzmnster. Die Holzmuster erschienen entweder in Stammdurchschnitten ohne weitere Ausstattung oder in gehobelten Pfosten von 48 Ctm. Höhe und 10 Ctm. Breite. Acacia melanoxylon R. Br. Neu eingeführt, für Schreinerarbeil verwendet. — Lebbek Willd. (Lebakh). Ein zwei Fuss dicker Stamm mit schwarzem Kernholze. Dient zur Bepflanzung der Wege. ■— Nilotica Desf. Davon erscheinen oft ganze Wälder. Liefert Gummi und Holzkohle. — farnesiana Willd. Armeniaca mlgaris Lam. Balanites aegyptica Delil. Broussonetia papyrifera Vent. Cedrell-a odorata L. Ist acelimatisirt und das Holz dient als Material für Cigarrenkästchen. Cycas reroluta Thunb. Cordia Myxa L. — crenata Delil. Citrus Limonium Riss. — aurantium L. Cupressus semperrirens L. Cassia fistulosa L. Casuarina sp. (Filao). Wird bis 20 Meter hoch und wird auf dem Sandboden bei Suez in höchst zufriedenstellender Weise angepllanzt. j^aac^aa HB 94 Ccratonia Siliqua L. Cajanus indiens Sprengl. Ein Stainmstück mit 8 Ctm. Durchmesser. Dalbergia melanoxylon Guill. Perrot. (Ebanos). Schwarzes Holz mit gelbem Splint, wird für Stöcke und Keile verwendet. Eucalyptus globulus Labil. Elaeagnus orientalis L. fil. Ficus Sycomorus L. Einer der ältesten Bäume Aegyptens. Aus dem Holze machte man die Mumiensärge. Der Baum spendet viel Schatten und wird desshalb als Alleebaum benützt. Die am alten Holze hervortretenden rosenrothen Früchte sind sehr beliebt. Aus einem ganzen Sycomoren-Stamme fand sich ein 7 Meter langes Canot vor. — Populnaster Hort. — Benghalensis L. (Gimmez indy). Die vielen nach den Boden gesenkten, weisslieh-gelben, lederartig berindeten Luftwurzeln, welche ein ganzes Labyrinth bilden, werden verschiedentlich geführt und gebogen, um Tempel dazwischen bauen zu können. Juglans regia L. i Ipomaea tuberosa L. Laurus nobilis L. Lawsonia alba L. Olea europaea L. Opuntia Tuna Mill. Populus Carolinensis Moench. — nigra L. — alba L. Pyrus communis Phoenix dactylifera L. Pinus halepensis Mill. Gedeiht vorzüglich bei Cairo. Platanus orientalis L. (Syndian). Quercus americana (Bailout). Santalum album L. Schinus Molle L. (Felfel Malti). Wird häufig an Wegen und in Gärten gepflanzt. Salix babylonica L. — Roxburghii. Swietenia Mahagony L. Ist um Kairo akklimatisirt und bereits von ansehnlicher Höhe, aber noch wenig verbreitet. Tamarix orientalis Forsk. (Tarfah). Wird 15 Meter hoch. Man ver- wendet ihn zu Alleen und vorzugsweise auf sandigem Boden, wo man dem Sandwehen Einhalt thun will. Tamarindus indica L. Tectona grandis L. (Teka). Ein vorzügliches Schiffbauholz, jedoch ’ noch wenig verbreitet. Der Baum ist der schönen Belaubung wegen sehr beliebt. Eimus campestris L. Vitis vinifera, L. ln mächtigen Durchmessern. Zizyphus saticus Duellant. lii. <■;*: .V -v/VŸ; «r-'-^v’ï' 'x» «W Blattsclieiden, von dem ägyptischen Bambusrohr (Bambusa indica). Zizyphus spinn Christi Willd. Wird häufig gepflanzt und bedarf keiner besonderen Pflege. Im Winter werden die Jujubes, d. i. die Früchte dieser Pflanze von der Erde aufgelesen. Bambusa verticillata Willd. Kommt häufig vor, wird 12 Meter hoch, bildet grosse Büsche und wird zu landwirtschaftlichen Zwecken verwendet. — indica ( B . gigantea B. maxima Poir.). Diese erst seit wenigen Jahren in Aegypten eingeführte Rohrart hat trotz ihrer ungemein vielseitigen Verwendbarkeit eine geringe Verbreitung gefunden. Erst in letzterer Zeit scheint man derselben mehr Aufmerksamkeit zuzuwenden. Es ist kaum eine Pflanze im vegetabilischen Reiche, welche ein so dauerhaftes und vortreffliches Produkt fertig und sauber in die Hände des Menschen liefert, wie diess bei dem Bambus der Fall ist. Seine Verwendung muss nur richtig erkannt werden, wie diess bei den klugen Japanesen schon lcit langer Zeit der Fall ist. Tn Aegypten erreicht diese Rohrart eine Höhe von 20 Met. und wächst unter sehr günstigen Umständen ein Meter hoch in 24 Stunden. Der Durchmesser beträgt bis 15 Cm. und die Internodien, welche von einer Scheide umhüllt sind, variiren in ihrer Länge von 15 Cm. bis 40 Cm. Die an der Basis mit dem Knoten verwachsenen Scheiden sind je nach der Dicke des Rohres bis 60 Cm. breit und 40 Cm. hoch, oben halbkreisförmig oder im jungen Zustande verlängert eiförmig abgerundet, mit einem etwas versenkten, länglich dreieckigen, in eine Spitze vorgezogenen, an der Basis lappig-ausgerandeten Fortsatz endigend. Sie sind holzig, in der Mitte fast 1 Mm. dick, gegen den Rand verdünnt und brüchig. Aussen sind sie der Länge nach schwach gcrifft und im jungen Zustande stellenweise mit anliegenden schwarzbraunen Haaren besetzt. Innen sind sie glatt und seidenartig glänzend. Arundo Donax L. (Bouss). Erreicht in Aegypten die Höhe von 7 bis 8 Meter, es ist daselbst ein indigenes Gewächs und dürfte wohl seiner besonderen Höhe wegen die Arundo aegyptica Desf. sein. Saccharum officinarum L. Erschien in verschiedenen Varietäten mit weissen, violetten und gestreiften Halmen. Agare vivipara L. Eine ganze Pflanze mit 4 Meter langem Blüthen- stande. Faser- und Gespinstpflanzen. Adansonia digitata L. (Baobab oder Dina). Ist in Abyssinien akkli— matisirt und liefert einen dicken, gelblichweissen Bast zur Verarbeitung. Agave americana L. — vivipara ; L. Asclepias procera Ait, (Ochar). Die Rinde liefert Faserwerk, die Frucht eine silberweisse, perlmutlerartig glänzende Seide. 96 Cannabis sativa L. Wird in Aegypten desshalb wenig- kullivirt, da sie durch Hibiscus cannabinus , welcher wenig Pflege verlangt und vorzüglicher ist, ersetzt wird. Von Haschisch waren zehn Präparate vorhanden. Ciperus dives Delil. Kommt in Unterägypten am Nil in grosser Menge vor und liefert ausser vortrefflichem Faserstoff auch ein vorzügliches Material zur Papierfabrikafion. Erindendron anfractuosum DC. (Fromager du Sudan). Ein gigantischer Baum, der elliptische Samenkapseln von 12—16 Cm. Länge trägt, die mit sehr feiner Seide gefüllt sind. Dieselbe ist aber zu kurz, um gesponnen werden zu können, vertritt aber den Zweck der Eiderdunen und dürften wahrscheinlich die im Handel vorkommenden Pflanzendunen der Neuzeit sein. Fourcroya gigantea Vent. Gomphocarpus fruticosus R. Br. Die Fasern der Rinde. Gossypinm rififolium Lam. Wird 2—3 Meter hoch. Es liebt feuchten Boden, welchen ihm Aegypten hinreichend darzubieten vermag, und es werden jährlich mehr als 300.000 Feddans damit bebaut. Alexandrien exportirt jährlich mehr als zwei Millionen Zentner. Ausserdem werden bei 120.000 Ardeb Samenkörner davon nach Europa verfrachtet, da diese vorzügliches und ebenso klares Oel liefern wie Oliven. Die Oelkuehen geben einen Dünger für das Zuckerrohr ab. Hibiscus cannabinus L. (Chauvre de Bombay). — mutabilis L. Die Rinde gibt eine weisse und vorzügliche Faser. — esculentus L. (Gombo). Juncus spinosus Forsk. Liefert ein Material für Matten und Körbe. Linum, usitatissimum L. Musa Ensete Bruc. (Mouz der Araber). Das Mark des Stammes wird in Abyssinien gegessen. Die Blattstiele liefern ein verwendbares Faserwerk. — paradisiaca L. Vorzügliches Faserwerk. — c hinensis Sweet. Phoenix dactylifera L. Phormium tenax Forst. Wird in des Khedive Besitzungen kultivirt. Ricinus communis L. — rubra liefern beide ein verwendbares Faserwerk. Typha latifolia L. Im Nil Unterägyptens reichlich erscheinend, liefert Stoff zur Papierbereitung und Faserwerk. Urtica tenacissima Roxb. China Grass oder Ramee. Die Triebe werden, sobald sie anfangen am Grunde holzig zu werden, ab- geschnitlen und entblättert, man zieht sodann die Rinde ab, um sie zur Gewinnung der Faser zuzubereiten, deren Schönheit und Dauerhaftigkeit bekannt ist. Der Vizekönig von Aegypten lässt hiervon grosse Anpflanzungen machen. Papier-Pflanzen. Macrochloa tenacissima Kunlh. Auch von Aegypten veranlasst diese, daselbst häufig vorkommende Pflanze einen beträchtlichen Export 97 nach Europa, obwohl auch in Kairo eine grosse Menge konsu- mirt wird. Aralia papyrifera Hook. Eine nun in Aegypten akklimatisirte Pflanze. Färbepflanzen. Carthamus tinctorius L. Indigofera argentea Lawsonia alba L. Rubia tinctorum L. lledicinalpflanzen. Acacia melifera. — Catechu Willd. Cmninium cyminum L. Cassia fistula L. — acutifolia Delil. Cordia Myxa L. Davon wird auch eine Art Vogelleim gewonnen, welcher unter dem Namen Glue d’ Alexandrie bekannt ist. Cucumis Colocynthis L. Celastrus edulis Vahl. Cannabis indica Lam. Nach dem Dafürhalten Gaslinel’s Bai ist C. indica nur als eine Degeneration der C. sativa anzusehen. Die Pflanze bleibt klein und dießlüthenstände sind sehr gedrungen. Datura stramonium L. Foeniculum officinale L. Humulus Lupulus L. Jatropha Curcas L. Nigella s a lira L. Papaver somniferum L. Opium war durch drei Sorten vertreten. Tamarix gallica L. Cerealien und sonstige Sämereien. Acacia nilotica Desf. — farnesiana Willd. — mollissima Willd. — lophanta Willd. — decurrens Willd. — Lebbek Willd. — Catechu Willd. Wird in den Garten des Khedive kultivirt, wo sie auch Samen tragt. Arachis hypogaea L. Apium Petroselinum L. — grareolens L. Asparagus officinalis. Allium Cepa L. — sativum L. — Porrum L. Amaranthus bicolor Nocca. — caudatus L. Aralia papyrifera Hook. Adansonia digitata L. Beta vulgai'is L. Bignonia Stans L. — radicans L. — Catalpa L. Bauhinia montana. Brassica oleracea L. Cyperus esculentus. Cajanus indiens Sprengl. (Embre- vade). Davon folgende Varietäten: Embrevade rouge. LoubyaSou- dani amber. — blanche. Loubya Soudani abyad. — maculée. Loubya Soudani abyad-essoud. — noir. Loubya Soudani es- soud. — indiens flams DC. Cicer arietinum L. Canavalia gladiata DC. Ceratonia Siliqua L. Chyota edulis Jacq. Cynara Scolymus L. Capsicum minimum Mill. — annuuni L. Coriandrum sativum L. Convolvulus Batatas L. 13 98 Ctyeas revoluta Thunb. Cerbera neriifolia. Cordia subopposita. Cucurbita citrullus L. Cucumis colocynthis L. Carfhamus tinctorius L. Casuarina quadrivalvis Labil. — stricta Ait. Cryptoslegia grandi flora R. Br. Cucumis Melo L. Cineraria maritima. L. Cassia Marylandica L. — falcata Hort. — fistulosa L. — acutifolia Delil. Camelina satina Crantz. Colocasia esculenta Schott. Carica Papaya L. Coffea arabica L. Cedrela odorata L. Dioscorea Batatas Decaisne. Duranta Plumieri L. Daucus Carota L. Dodonnaea salicifolia DC. Dalbergia melanoxylon Perot. Dolichos Lubia Forsk. Ein häufiges Nahrungsmittel. Ernum lens L. Eulesine Tocusso ? (Tocusso). Wird als Nahrungspflanze gebaut. Eucalyptus amygdalina Labil. — obliqua Herit. Eriobotrya japonica Lindl. Elaeagnus orientalis L. fil. Erythrina indica Lam. — corallodendron L. — crista galli L. Foeniculum dulce D C. Gleditschia triacanthos L. Gynérium argenteum N. v. E. Helianthus annuus L. Hordeum hexastichum L. Dient vorzugsweise zur Biererzeugung und als Pferdefutter, daher es den Namen Pain de cheval führt. Indigo fera arg ent ea L. Ipomaea tuber osa L. Jatropha Cur cas L. — multiflda L. Lablab vulgaris Savi. Lagenaria vulgaris Ser. Laurus nobilis L. Lepidium sativum L. Lactuca saliva L. Lupinus ter mis Forsk. Lathyrus sativus L. Lippia repens Spr. var. aegyptica. Wird in Gärten zur Anlage von Rasen verwendet unu soll der Hitze und Trockenheit vorzüglich widerstehen. Ligustrum japonicum Thunb. Latania borbonica Lam. Myrtus communis L. Magnolia grandiflora L. Moringa pterosperma Gaertn. Mimusops Elengi Adans. Mirabilis Jalapa L. Melia Azedarach L. — semperflorens Sin. Medicago satina L. Malva aegyptica L. Melochia corchorifolia L. Nasturtium officinale R. Br. Nicotiana TabacumL. ln 14Sorten. Nerium Oleander L. Oryza satina L. Pistacia Terebinthus L. Parkinsonia aculeata L. Portulacca oleracea L. Poinciana Regia Boyer. — Gillesii Hook. Papyrus antiquorum. Willd. Pimenta frutescens. Pisum sativum L. — arvense L. Physalis pubescens L. — Alkekengi Willd. Phytolacca dioica L. Phaseolus vulgaris L. Poa abyssinica Jacq. (Tlief). Quer eus americana. Robinia Pseudo-Acacia L. Raphanus sativus L. 99 Ricinus sanguineus . Trägt das ganze Jahr hindurch Früchte. Reseda odorata L. Rubia tinctorum L. Die ägyptische Pflanze zeichnet sich durch grossen Reichthurn an Farbstoff aus. Stillingia sebifera Mich. Santalwn album L. Sesamum oleiferum Moench. Sesbania aegyptica Pers. Solanum macrocarpum L. — melongena L. — tuberosum L. Solanum macranthum Duham. Sophora tomentosa L. Secale cereale L. Sorghum saccharatum Pers. — vulgare (Doura beledy). Man unterscheidet den Winter- Sorgho, Doura Misaouy, und Sommer-Sorgho, Doura seify, dann noch folgende Varietäten: Doura seïfy asfa, Sorgh. jaune d’été. — „ abyad „ blanc d’été. — Keidy abyad „ d’été de Syout. Doura Soudani Sorgh du Soudan. — Frangy „ à balais. Sinapis nigra L. Spathodea levis Beauv. Spinacia oleracea L. Saccharum aegypticum Willd. Tetragonia cornuta Gaertn. Terminalia sp. — Catappa L. Triticum sativum Lam. — turgidum L. Die Saatzeit fällt auf den Monat Oktober. Die Ernte auf den Monat April. Trifolium Alexandrinum Delille. Trigonelia foenum graecum L. Tectona grandis L. Vicia sativa L. — faba aequina Hort. Die bessere Qualität wird von den Fellahs gegessen, die gerösteten Früchte überhaupt von der ärmeren Bevölkerung. Die schlechte Qualität wird den Thieren gegeben. Vit ex Agnus castus L. Viburnum Tinus L. Zizyphus saliva Duham. Nahrungs- und Genussmittel. Amygdalus persica L. Aegle Alarmelos Correa. Ein kultivirter, kleiner Baum. Anona squamosa L. (Kechta). Adansonia digitata. In Gärten kultivirt. Allium Cepa L. — sativum L. Brassica Napus L. Balanites aegyptica Delil. Die Früchte mit anfangs grünem, dann gelbem Fruchtfleische sind als Datteln der Wüste bekannt. Cajanus indicus Sprängl. Embrevade ist eine Gemüseart, welche von den in Aegypten lebenden Europäern, wie auch von den Eingeborenen der Feinheit und des Wohlgeschmackes wegen auf das wärmste empfohlen wurde. Es wird ein 3 bis 5 Met. hoher Strauch mit holzigem Stamme, welcher fast das ganze Jahr hindurch mit Blüthen behängen ist. Er liebt einen sandigen Boden, und Sämlinge des Frühjahrs tragen schon im Herbst die ersten Früchte. Man verspeist die Körner entweder frisch oder getrocknet und sie überbieten an Feinheit des Geschmackes die Zuckererbse. Gewöhnlich werden sie in Wasser gekocht, wo- 13 * 100 durch sie sehr anschwellen und dann mit Essig und Oel genossen werden. Da die Anpreisung dieses Nahrungsmittels eine ungewöhnliche war, so wären weitere Kulturversuche damit anzuempfehlen, wobei aber zu bemerken ist, dass die bisherigen Versuche noch zu keinem günstigen Resultate führten. Das Vaterland der Embrevade ist Ostindien, sie wird aber bereits in Brasilien, auf den Antillen, Madagaskar, im tropischen Asien und Amerika, sowie in Central-Afrika kultivirt. Citrus aurantium L. — Medica L. — Medica cedra Hort. Ceratonia siliqua L. Coffea arabica L. Wird sehr häufig kultivirt, Carlea Papaya L. (Tar-el-babas) Cocos flexuosa Mart. Gedeiht vorzüglich. Colocasia esculenta Schott. Convolculus Batatas L. Eugenia australis Wendl. Die Früchte werden gegessen. Eriobotrya japonica Lindl. (Mouchmila). Feronia Elephantum Correa. Ficus Carica L. — Sycomorus L. Hibiscus esculentus L. Hyphaene Thehaica Gaertn. Die Doum-Palme Aegyptens. Diese durch ihre dichotome Stamm- und Asttheilung von allen übrigen Palmen sich unterscheidende Art, trägt oft 40 bis 50 Früchte auf einem Fruchtstande. Dieselben haben die Grösse eines Schwa- neneies, sind verschiedentlich gedrückt, gelbbraun, glänzend. Das Mesokarpium ist porös, ziemlich saftig, braungefärbt, süss und dem Geschmacke nach vollkommen jenem des Lebkuchens ähnlich, daher er auch Lebkuchenbaum genannt wird. Jambosa zulgaris DC. Das aus diesen höchst wohlschmeckenden Früchten angefertigte Compot hat einen Rosengeruch. Mimusops elengi L. ' Mangifera indica L. (Mangah). Wird in Gärten kultivirt. Musa sinensis Swiet. Olea europaea L. Psidium pyriferum L. (Gouafa) Ein bereits akklimatisirter Baum. Phoenix dactylifera L. Bildet in ihrem Vaterlande Aegypten zahlreiche Wälder, ausserdem trifft man sie die Wüste umsäumend und auch kultivirten Boden bewachsend. Dem kultivirlen Dattelbaum belässt man gewöhnlich nicht mehr als 20 bis 30 Wedel, während er deren im wilden Zustande bis 50 trägt. Der daraus zu erzielende Vortheil ist eine reichere Fruchtende. Dem Kulturfleiss der Araber verdankt man eine grosse Menge von Spielarten, und diese beruhen auf der Färbung (roth, gelb und weiss), der Grösse und der Güte der Früchte. Ausser den Früchten ist noch der Palmenkohl hervorzuheben, ein Ge- 101 miise, welches die jungen Triebe abgeben und sehr beliebt ist. Es soll einen Beigeschmack nach Haselnüssen verspüren lassen. Die hier ausgestellten Dattelsorten, obschon sie zu den vielen existirenden Sorten in sehr geringem Verhältnisse stehen, haben den nicht zu übersehenden Werth, dass es das erste Mal ist, hier eine ähnliche Kollektion zu Gesichte zu bekommen. Die vertretenen Sorten waren: Datte d’ Esneh, 44 bis 48 mm lang, ganz dünne Früchte. „ de la vie, 33 bis 40 mm lang, breite, saftreiche Früchte. „ du Sultan, 30 bis 40 mm lang, von rundlicher Form. „ de Sivi, 30 mm lang, dünne Früchte. „ Chelebie blanc, 33 bis 45 mm lange, gelblichweisse Früchte. „ Chelebie rouge, 30 bis 40 mm lang, cylindrische, dunkel- rothe Früchte. „ d’ Assouan, 30 bis 40 mm lang, gedrungen, dunkelgefärbt. „ Sakkouty, 44 bis 48 mm lang, breite, rothe und saftreiche Früchte. „ Chamie grosse, 55 bis 60 mm lang, saftlose Früchte. „ Chamie petite, 40 bis 44 mm lang, ziemlich dick, trocken, weisslich. „ d’ lbrim blanche. „ d’ lbrim grosse, 44 mm lang, dicke Früchte. „ de Korein, 44 bis 50 mm lang, schlanke und weiche Früchte. „ de Louhak. „ rouge commune. „ jaune commune. „ petite d’ Aerim, 44 mm lang, rundlich. „ petite d’ Assouan. Punica Granatum L. Persica vulgaris L. Tabac. Darunter Tabac turc in verschiedenen Qualitäten, Tabac glau- que, Tabac de Perse, T. de Edjaz etc. Tamarindus indica L. Aus dem Fruchtfleische bereitet man ein säuerliches, sehr angenehm schmeckendes Getränk. Solanum Lycopersicum L. Getrocknete Früchte. Vitis vinifera L. Der gewonnene Wein ist von ausgezeichneter Qualität, und mit den neu angelegten Anpflanzungen der Sandwüsten am Isthmus von Suez, soll ein vorzügliches Resultat erzielt werden. Zizyphus spina Christi Desf. (Nabag). Wächst theils wild auf den Feldern oder kultivirt in den Gärten. — satira (Ennab). Die Früchte werden jenen der früheren Sorte vorgezogen. Oelpflanzen. Arachis hypogaea L. Liefert ein | Amygdalus communis L. Genussöl, welches dem Man- , Brassica oleifera 1)C. (Golza). delöl ähnlich ist. | Camelina sativa Crantz. Liefert Brennöl. Eucalyptus amygdalina Labil. Das Oel soll angenehmer riechen als jenes von E. globulus. Gossypium sp. Helianthus annuns L. Lactuca sativa L. oleifera. Linum usitatissimum L. Laurus nobilis L. Olea europaea L. Papaver somniferum L. Ricinus sanguineus Hort. — inermis Jacq. — communis L. Sesamum oleiferum Mocnch. Sinapis nigra L. Pflanzen für Essenzen und Parfüms. Acacia Farnesiana Willd. (Fotneh). Die reichlichen Blüthen, welche den ganzen Winter hindurch die Gegend würzen, werden zur Parfumerzeugung gesammelt. Amomum Cardamomum L. Geranium odoratissimum Ait. (Ytz beledy). Jasminum grandijlorum L. — Sambac Ait. Mentha piperita L. (Nanah). Murray a exotica L. Ocymum Basilicum L. Pimpinella anisum L. (Yanisum). Der Same zur Parfumbereitung. Rosa centifolia L. (Uhard beledi). Rosmarinus officinalis L. Reseda odorata K. Verbena triphylla Herit. (Luiza). H e r b a r. Ausser einem Herbar sehr seltener Pflanzen in 618 Exemplaren, welche Sir Samuel Barker auf seiner letzten Reise nach den Nilquellen im Jahre 1870 bis 1878 gesammelt hatte, und welche Reise auf Befehl des Khedive von Aegypten in’s Leben gerufen wurde, fanden sich noch mehrere Holzgattungen von Central-Afrika vor, welche aber nur mit arabischen Namen beschrieben waren. Das ägyptische Haus. Zu den grossartigsten nationalen Bauten der Weltausstellung gehörte unstreitig das ägyptische Wohnhaus, welches der Vizekönig erbauen liess. Es hat einen Flächenraum von bedeutender Ausdehnung mit dem grossartigen Gebäude selbst, mit den Höfen und dem Garten okkupirt. Im Gebäude befand sieb die Moschee mit der nach aussen mit maurischen Ornamenten reich verzierten Kuppel, das schlanke hoch emporragende Minaret, die Mandara des Khedive, die Harems-Loggia, die Loggia der Sängerinnen, das arabische Kaffeehaus, Verkaufsladen, die Volksschule, das Felsengrab von Behihassan, der Brunnen, das Badezimmer, die Garten-Loggia, die Stallungen mit Kameelen, Buckelkühen etc. von Arabern bestellt, und die Wohnung der Eingeborenen. rnrüvi ad pag. 102. Aegyptisclies Haus und Garten i'-y ■ fs>/i U ' ***** .Ss?*SFJSB ^tr * 1 -«rik * 1 ■IJ I «I yw'im »«T : f -'f.'V’/t KiÈÎ&i 103 Die Gartenanlage befand sich in einem viereckigen Raume in Mitte der Gebäude. In der einen Hälfte dieses Raumes bildete ein Bassin mit Wasserpflanzen den Mittelpunkt, zunächst diesem schlossen sich vier kleine, herzförmige Pflanzengruppen an, zwischen welchen zwei grosse, kreisförmige Gruppen lagen. Alle diese Pflanzengruppen waren mit einem niederen Mauergürtel umrahmt. Die zwei viereckigen Rasenplätze der zweiten Hälfte des Gartenraumes durchzogen Veranden mit Schlinggewächsen bepflanzt. ln Betreff der Bepflanzung des Gartens wurde wohl möglichst solchen Gewächsen nachgeforscht, welche ihre Heimat in Aegypten haben, aber dieser Ausführung konnte nur sehr mangelhaft nachgekommen werden, und es zog demnach der grossartige Bau mit seinem roth und gelb horizontal durchlaufenen Mauerwerk, die reichverzierte Kuppel und das Minaret, die zierlich vergitterten Fenster und die schönen luftigen Säulengänge die grösste Aufmerksamkeit auf sich. In diesem Gebäude befanden sich auch viele Photographien, welche Hausthiere und landwirthschaftliche Verrichtungen darstellten. Cap der guten Hoffnung. Die wenigen Naturprodukte des Pflanzenreiches beschränkten sich auf 12 Holzstücke, welchen die scientifischen Namen fehlten, dann zwei Sorten Aloe, Baumwolle, Weizen, Rosinen, verarbeiteter Tabak, Kaffee, Zucker, Mehlsorten und Arrow-root, Capsicum frutescens L. oder Cayenne-Pfeffer und einige Weinsorten. Ferner fand man ein Panorama der Capstadt 42"X8" in Farben und 20 Photographien, welche Abbildungen der Baumwollstaude darstellten. Die Pflanzen waren dabei theils im Boden stehend, theils mit ausgezogenen Wurzeln in einem Format von 8" X10" abgebildet. Auch das Einsammeln der Wolle war bildlich dargestellt. Endlich lag ein Prachtwerk mit Chromolithographien auf unter dem Titel: The kafer war and the british settlers in south Afrika by W. R. Thomson. Französische Niederlassungen an der Westküste Afrikas. Von den Faktoreien, welche Frankreich am Busen von Gabon, dann am Grand Bassam und Assinie hat, lag nachstehende Sammlung von Pflanzenprodukten auf. ilolzmuster. Amcenia africana Beauv. (Garigari). Baphia laurifolia. Holz für Schreinerarbeiten. Myristica sp. 104 Diospyros Ebenum Retz. (Ebene). Pterocarpus angolensis DC. (Santal rouge). Farbholz und für Schrei— nerarbeiten. Sagus Ruffia Jaeq. (Raphia). Mit Diospyros und Pterocarpus ist Gabon so reichlich versehen, dass jährlich 25.000 Tonnen exportirt werden können. Faserpflanzen. Ananas sylvestris. Ficus religiosa L. Der Faserstoff aus der Rinde. Musa paradisiaca L. Sagus Ruffia Jacq. Sanseviera Angolensis. Gossypium. Die Menge von Ananas- und Musenpflanzen, welche Gabon ' aufzuweisen bat, vermögen es, sehr grosse Quantitäten davon abgeben zu können. Medicinalpflanzen. Inée oder Onaye. Eine Apocinee. Icaja. Eine Strychnos- Art. Physostigma venenosum Balf. (Fèves de Calabar). Tetrapleura Thonningii (Ogagouma). Nahrungspflauzen. Coffea arabica L. (variété Moka). — microcarpa R. P. (Calé d’Ambriz). — macrocarpa (var. Monrovia). Theobroma Cacao Adans. Gewürze. Amomum citratum (Poivre Mungoulou). Uvaria aethiopica Rieh. (Poivre d'Ethiopie). Gummi und Harze. Bursera sp. (Ocouiné). Caoutchouk. Guibourtia copallifera Rennet (Gomme Copalc). 0 e 1 e. Arachts hypogaea L. (Arachides). Bassia Noungou (Noungou). — Djavé (Djavé). Coula edulis. Dryobalanops sp. (Ochono). Elaeis Guineensis L. (Palmier à boude). Heretier a sp. lrvingia Barteri Hook. fd. (Dika). Pantaclethra macrophylla (Owala). Ricinus sp. Ximenia gabonensis (Elosy Zégué). 105 Französische Kolonien in Senegambien. Ihr Hauptsitz befindet sieb in der Hauptstadt Saint Louis auf der Insel gleichen Namens, welche durch den Senegal gebildet wird. Ihre Besitzungen vertheilen sich dann südwärts der Küste entlang. Die Holzmuster, welche zahlreich Vorlagen, kamen in der Form gespaltener Stämme vor und trugen an der Aussenseite die Rinde an sich. Holzmuster. Acacia Adansonii Guil. Perrot. (Gonakie). — albicans H. B. (Kadde). — dealbata Link. (Diecht). — lutea (Reinde). — microphylla Willd. (N'debar- gua). — nilotica *Delil. (Neb-Neb). — sp. (Montout). — sp. (Sourour). Für Schreiner. Balanites aegyptica Delil. (Soump). Für Bauten und Schreiner- arbeit. Bauhinia frutescens. — reticulata DC. — rufescens Lam. Bombax Ceiba L. (Beuten). Borassus flabelliformis L. (Bonier). Für Brücken und Piloten. Cephalanthus africamis Reiehb. (Koos). Schreinerholz. Combretum glutinosmn Perrot. (Ratt). Dalbergia rnelanoxylon Guill. Perrot. (Dialambam, Ebene du Sénégal). Khaja senegalensis (Cail cedra). Parinarium senegalense Guill. (Neou). Sapindus Saponaria L. (M’boul). Spondias Birrea A. Rieh. (Birr.). Zur Anfertigung von Handgriffen. Tamar indus indica L. (Tamarinier) Faserpflanzen. Adansonia digitata L. Agare sp. (Ijoss). Hibiscus cannabinus L. (Bisave Bouki). Sesbania cannabina Retz. (Selene). Gossypium , welches zwar wildwachsend gefunden wird, erscheint aber auch auf grossen Strecken im kultivirten Zustande, wo es vorzüglich gedeiht, da die klimatischen Verhältnisse höchst zusagend dafür sind. Vegetabilische Seide. Asclepias gigantea L. (Soie végétale oder fafeton). Bombax Ceiba L. (Filée du ouate). Strophanthus sp. (Doudale). anzen. Adansonia digitata L. (Baobab). Baianites aegyptica Delil. (Soump). Die Früchte und Rinde. Celastrus senegalensis Lam. (Guenoudek). Khaya senegalensis (Caiecedra, Acajou de Sénégal). 14 106 Lawsonia inermis L. (Heni, Foudenn). Smilax Sarsaparilla L. (Sarsaparille). Tamar indus indica L. (Tamarin). Genuss- and Nahrungsmittel. Coffea arabica L. Wildwachsender aus dem Fouta-D'jallon. Holcus lanalus L. (Petit mil). — spicalus L. Nymphéa sp. (Diakar noir et blanc). Oryza saliva L. (Riz rouge de Sédhiou). Sorghum album Hort. (Mil blanc). — vulgare Pers. (Gros mil). — saccharatum Moench. (Sorgho noir). Voandzeia subterranea Pet. Th. (Haricot Bombaras). Zea Mais Mirb. (Mais du Cayor). Gewürze. Uvaria aethiopica Rieh. (Poivre de Sedhion). Gerbe- und Färbepflanzen. Acacia Adansonii Guil. Perrot. (Go- nakie oder Bablah). — nilotica Desf. (Neb Neb). — Sing Guil. Perrot. Cochleospermum tinctorium Rieh. (Payer). Combrelum glutinosum Perrot (Ratt). Die Wurzel und Blätter färben gelb. Indigo fer a tinctoria L. Lawsonia alba Lam. Sorghum nigrum R. S. (Foro). Gummi und Harze. Acacia Vereck Guil. Perrot. (Gomme dure de Galam). — Neboude. — albida (Sadra beida). Acacia Adansonii Guill. Perrot. Khaya senegalensis. Ficus sp. (Résine de Keil. Arachis hypogaea L. (Arachides de Rio Nunez, de Galam, de Bissau, de Rufisque). Bainites aegyptica Delil. (Soump). Bassia bulyracea Roxb. (Karity). Caraipa Touloucouna. Chrysobalanus Icaco L. (Ourage). Cucumis vulgaris (Berat, Graines du Cayor). Oelpflanzen. Curcas purgans Med. (Casamance). Elaeis guineensis L. (Noix et amandes de Palme). Lophira alata Gaertn. fil. Bicinus sp. Sesamum orientale L. (Sesam de Galam). Elaeis guineensis L. lrvingia Barteri Hook Samen. Ximenia ( Baianiles ) Gabuensis. Abbildungen. Hiervon waren acht Aquarelle in der Grösse von 8“ X10“ ausgestellt. Dabei waren Seeansichten, Wasserfälle, eine Landschaft mit Mondbeleuchluno- u. s. f. 107 Portugiesische Besitzungen auf der Westküste Afri- ka’s: Angola, Cap verde, dann der Insel St. Thomas und auf Mocambique. Eine Sammlung von 220 Holzmustern, die aus Angola, Cap verde, Mocambique, tlieils aber auch aus Indien stammten, umschloss ein Glasschrank. Sie hatten entweder die Form eines vierkantig zugeschnittenen, fusslangen Holzstückes, oder es waren Querschnitte von Baumstammen, welche der Länge nach gespalten und mit Cliar- nieren zum OefFnen und Zusammenlegen eingerichtet waren. Obschon sie alle Etiquetten trugen, so waren sie doch nur mit portugiesischen Namen bezeichnet. Einzeln aufgestellt war ein beiläufig 0’32 Meter im Durchmesser haltender Stamm einer Bombacee 0Eriodendrun an- fractuosum y. africanum ?), welcher mit seiner glatten, weisslich- grauen Binde, aus der sich die dunklen, runden, kegelförmigen Stacheln emporhoben, eigenthümlich aussah. Pflanzenfasern. Die vorhandenen Stoffe hatten fast alle nur portugiesische Benennungen, als: Corde de Hiphaene Benghalensis Welw. Cordas de Guiron. — de villio. — de Rame ( Boehm, eria). Filamentos de Guifuche. Filamentos de Guiboca. Casca de Palmeira. Alpinia Cardamomum Roxb. Adansonia digitata L. (Filamentos de imbondeiro). Wurzeln. # Pflanzenwurzeln waren in 86 Gläsern aufgestellt. Zwei Dritt— theile davon fielen Angola zu, aber auch dabei fehlten die wissenschaftlichen Benennungen, und nur die nachbenannten waren darunter zu finden. Boerhavia sp. Cocculus sp. Cassia occidentalis L. Euphorbia sp. Glyzyrrhiza sp. Pircunea saponacea Welw. Swietenia angolensis. Nahrungs- und Gcnnssinittel. In 116 Pulvergläsern waren Kaffeesorten eingeschlossen, welche grüsstentheils aus Angola herrührten, dann Diospyros. Früchte. Orijza satira L. Theobroma Cacao Ad ans. Ananas satira Mill. Citrus Auranlium L. — medica L. Geistige Getränke. Caryota urens (Espirito de Palmeira brava). 14 * 108 Elaeis guineensis L. Palmenwein. I Saccharum officinarum L. Branntwein. Essig. Coccos nucifera L. Hyphaene coriacea Gaertn. (Vinaigre de sura). Saccharum officinarum L. 0 e 1 e. Arachis hypogaea L. Anacardium occidentale L. Calophyllum spurium Chois. Croton sp. (Oleum de Mulango). Cocos nucifera L. Elaeis guineensis L. Ricinus sp. Valeria indica L. Ximenesia sp. (Oleo de Umpeque) Harze. Copal. Draehenblut ( Calamus Draco ?). Résiné de Mubafo (Cana rhum sp. G u in ni i. Acacia Farnesiana Willd. von St. Thiago. Gome de Muance. — d’Acajou (Anacardium occidentale L.). — de Mubangou. Gummi elasticum in vielen Sorten. Samen and Früchte. Auch hier machte sich der Mangel der scientifischen Benennung fühlbar, und von den 364 Gläsern können nur die nachfolgenden aufgeführt werden, während die übrigen nur portugiesische Bezeich- nungen hatten. Adansoma digitata L. Artocarpus integrifolia L. Anacardium officinarum Gaertn. Arachis hypogaea L. Areca Catechu L. Bixa Orellana L. Bamhusa sp. Calophyllum Inophyllum L. Cassia occidentals L. — fislulosa L. — To r a L. Curcas purgans Med. Diospyros sp. Dolichos uniflorus Lam. Elaeis guineensis L. Phaseolus radiatus. Penicillaria sp. Piper nigrum L. Sagus Rumphii Willd. Sapindus Saponaria L. Strychnos nux vomica L. Sesamum indicum L. — orientale L. Terminalia citrina Roxb. Tamarindus indica L. Theobroma Cacao Adans. Ur aria aethiopica Rich. Valeria indica L. 109 Zu den merkwürdigsten Gegenständen der portugiesischen Ausstellung gehörte Welwitschia mir ab Ms Hook, fil., welche das erste Mal in ganzen Exemplaren auf dem Kontinente erschien. Ausser dem Museum in Lissabon und dem Kew-Museum bei London entbehren alle übrigen Sammlungen Exemplare dieses ebenso seltenen als merkwürdigen Gewächses. Dr. Ferdinand Welwitsch, ein Oesterreicher von Geburt, welcher in letzterer Zeit als Naturforscher in portugiesischem Dienste stand, entdeckte diese Pflanze im Jahre 1857. Der erste Anblick setzte Welwitsch, nach seiner eigenen Aussage, in sehr grosses Erstaunen, da ihm die fremdartige habituelle Erscheinung anfangs nicht zurecht linden liess, welcher Familie dieser pygmäenartige, vielleicht hundertjährige Baum angehören könne; erst die schön karminroth gefärbten, vierkantigen Kätzchen und die reifen Zapfen gaben Aufschluss, dass er den Gnetaceen angehöre. F. Welwitsch sowohl, als auch später J. J. Monteiro fanden sie in Mossamedes am Cap Negro und bei Loanda in Angola, der Zeichner T. Baines, der 1861 eine landschaftliche Aufnahme machte, und C. J. Anderson trafen sie südwärts im Dainara-Land zunächst der Walfisch-Bay, und jenes Exemplar, welches noch mit grünen Kotyledonen auf die Wiener Weltausstellung gebracht wurde, stammt aus Angola. Ihr Verbreitungsbezirk dürfte sich demnach vom 8.° bis zum 23.° S. B. an der Westküste Afrikas ausdehnen. In Mossamedes soll die Pflanze, den neuesten Nachrichten nach, häufig wachsen, wofür selbst der Umstand sprechen dürfte, dass Stricke, die aus der Blattfaser fabrizirt werden, ausgestellt waren. Vier Exemplare der Welwitschia waren auf der Wiener Weltausstellung von der portugiesischen Regierung eingesendet. Das grösste derselben bildete den Gipfel einer aus Faserwerk, Rinde und Waffen der Eingeborenen zusammengestellten Trophäe und hatte ein Meter im Durchmesser, aber der Kotyledone war es beraubt, und es blieb demnach nur der nackte, tischförmige, schwarzbraun gefärbte Strunk übrig. Die beiden kleineren Exemplare hatten 26 und 32 Ctm. im Durchmesser. Bei dem vierten Exemplare, welches erst in der zweiten Hälfte der Ausstellungsperiode eintraf, hatte die Längenachse des elliptischen, schüsselförmigen Stammtheiles 0-63 M. Es ist strahlenförmig stark zerklüftet und am Rande sind kleine, kreisförmige Narben zu bemerken, aus welchen die Fruchtstände aus- gebrochen sind. Es trägt noch seine beiden Kotyledone in der Länge von 2 Meter, und die, wie schon früher erwähnt, grün und frisch im Ausstellungsgebäude anlangten. Es ereignet sich bei dieser Pflanze der seltene Fall, dass während der ganzen Lebensdauer die Kotyledone an derselben verbleiben, grösser werden und weitere Blätter nicht zur Ausbildung gelangen. Durch die gnädigste Vermittlung Sr. k. k. Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs Rainer, Präsident der Wiener Welt- Ausstellung, ging sodann dieses Exemplar in den Besitz Sr. Majestät Wintergarten in Wien über. 110 Ozeanisches Afrika. Sainte Marie de Madagaskar. Sogus Ruffia Jaeq. Coffea arabica L. Gespinstpflanzen. Genuss mittel. Harze. Calophyllum Tacamahaca Willd. (Résine de Takamaque). Caoutschuk von einer Apoeynee, vielleicht Vahea gummifera Lam. Die Inseln Mayotte und Nossi-Bé im Canal von Mozambique. Holzmuster. Santalum album Roxb. (Santal citrin). Färbepflanzen. Areca Catechu L. (Noix d’Arec). Bixa Orellana L. (Rocou). Rocella montagni Bel long. (Orseille d’arbre). Gespinstpflanzen. Gossypium. Sagus Ruffia Jacq. (Raphia). Sanseviera guineensis Willd. (Votoun fossa). Pandanus utilis Bary (Vacoua). Aus den Fasern werden vorzugsweise Zuckersäfte bereitet. Nahrungs* und Genussmittel. Coffea microcarpa R. P. (Café sauvage de Nossi-Bé). Oryza salira L. Hiervon beträgt die Jahresernte 10 bis 11 Millionen Kilogramm. Tabak in Blättern und mehreren Sorten. Gummi und Harze. Calophyllum Tacamahaca Willd. (Gomme de Takamaque). 0 e 1 e. Cocos nucifera L. Zucker. In vielen Sorten. Ill Insel Mauritius (Isle de France). Holzmuster. Bei 60 Holzrnuster fanden sich in kurzen Staminscheiben vor, welche mit der Rinde umkleidet waren. Acacia Lebbek Willd. Antidesma madagascariensis Lam. Artocarpus integrifolia L. fil. Badula reticulata. Blackwellia glauca Vent. Calophanes Mauritiana. Camphora officinalis Nees. Calophyllum spectabile. Cinnamomum Cassia Bl. Cupania laevis Pers. Calycodaphne capsularis. Eines der vorzüglichsten, aber auch zugleich sehr seltenen Bauhölzer. Casuarina equisetifolia Forst. Diospyros reticulata Willd. — Melanida Poir. Erythrospermum sp. Erythroxylon sideroxyloides Lam. Elaeodendron orientale Jacq. Ehretia petiolaris Lam. Fropiera Mauritiana Bout. Gaerlnera vaginata Lam. Gastonia culispongia Lam. Ein ganz poröses Holz. Hymenaea verrucosa Gaerln. Haronga Madagascariensis Chois. Heretiera littoralis Ait. Haematoxylon Campechianum L. Jossinia lucida. Ein schweres Holz von sehr langsamem Wuchs. — mespiloides. Imbricaria coriacea. Labourdonnaisia glauca. — revoluta. Lagerstroemia indica L. Morinda citrifolia L. Memecylon trinerve DC. Mimusops angustifolia. Mithridataea quadrifida Willd. = {Ambona Tamburissa Lam.j Nephelium Litchi G. Don. Eine seltene, aber vorzügliche Holzart. Olea lancea Lam. Psathura myrtifollia Rieh. Prochia sp. Quivisia ocata Cav. Sy zig’tum Jambolanum DC. — obovatum DC. — sp. Securinega nitida Willd. Sideroxylon einereum Lam. Tabernemontana Mauritiana Poir. Terminalia Catappa L. Faser- und Gespinstpflanzen. Abutilon Üuk of Malakoff. Alpinia magnifica Rose. Bromelia Sceptrum Fenzl. Cordia tectonaefolia. Colocasia antiquorum Schott. Dracaena, mauritiana Lam. Four croya gigantea Vent. Mit fünf Fuss langen, sehr feinen Fasern. Guazuma tomentosa H. B. Heliconia gigantea. Mit sehr grober Faser. Ixora coryli folia. Lantania aurea. Musa violacea. — textilis Nees. Pterospermum acerifolium Willd. Eine braune und sehr grobe Faser. Psiadia glutinosa Jcq. Rhadinocarpus lucidus. Strelizia reginae Ait. Sanseviera zebrina. Theobroma Cacao Adans. Urania Madagascariensis Schrei). Yucca gloriosa L. «iw 112 Photographien. Zwei und zwanzig Photographien, 4" X 6", lagen mit Ansichten von Gebäuden, Städten u. s. f. auf, darunter eine Vue prisc au Jar- din des Pampelmousses, welche einen Teich vorstellte, dessen Ufer mit Musen, Uranien, und Palmen reich bepflanzt war. Sowohl die Holzmuster, als auch die Faserstoffe stellte der Sub- Direktor des künigl. botan. Gartens in Mauritius, J. Horn, aus. Die Insel Reunion oder Bourbon. Der Centralpunkt dieser, der französischen Regierung angehö- rigen Insel ist Saint-Denis. Es sind von den Ausstellungsobjekten dieser kleinen Insel vorzugsweise die Medizinalpflanzen durch ihre Reichhaltigkeit bemerkenswert!], nicht weniger die besonders reiche Ausstellung von Kaffeesorten und Kaffeemustern. Holzmuster. Artocarpus Jaca Lam. (Bois de Jacquier). Bambusa arundinacea Retz. (Bambou). Blackwellia paniculata Lam. (Bassin). Calophyllum Inophyllum L. (Takamahaca rouge). Coffea mauritiana Lam. (Cafetier marron). Diospyros Ebenum Retz. (Ebène). Elaeodendrum orientale Jcq. (Rouge orientale). Foetidia mauritiana Lam. (Bois puant). Hypericum lanceolatum Lam. (Mille pertuis). Imbricaria maxima Lam. (Natte grande). — petiolaris (Natte petite). Ochrosma borbonica Juss. (Bois jaune). Olea cernua Vahl. (Olivier). Phyllanthus sp. (Tamarin petit). Baphia sp. (Tronçon de petiole dudit). Sideroxylon einer eum Lam. (Bois de fer). Syz-igium paniculatum Gaertn. (Pécher marron). Tamar indus indica L. (Tamarinie). Terminalia mauritiana Lam. (Faux Benjoin). Thuia orientalis L. (Sabine). Weinmannia macrostachys DC. (Tan rouge). Faser- und Gcspinustpflanzen. Abrus precatorius L. (Liane de réglisse). Adansonia digitata L. (Baobab). Agare americana L. — bufbifera Salm Dyck. Agate angustifolia Ilaw. — titipara L. Ananas satims Mill. (Ananas;. Arenga saccharifera Labil. (Baleine végétal). 113 Bambusa arundinacea Relz. (Bambou). Chamaerops humilis L. (Crin végétal). Cocos nucifera L. (Cocotier). Crotolaria tenuifolia Roxb. — juncea L. Dombeya angulata Cav. (Ma hot). Fourcroya gigantea Vent. Hibiscus cannabinus L. (Gombo Chanvre). Musa paradisiaca L. (Bananier à fruits). — textilis Nees. (Abaca). Pandanus utilis Bory (Vacoa). Die Wurzelfasern werden für Zucker- und Kalleesaeke verarbeitet, wovon jährlich mehr als 3 Millionen Vacoa-Sücke exportirt werden. Phormium tenax Forst. (Lin de Nouvelle-Zélande). Sanseviera leylanica Willd. — cylindrica. — latifolia. — longifolia. Triumfetta Lappula L. Urtica nima L. (Ortie de Chine). Yucca glaucescens Haw. Gerbe- und Fârbepflanzen. Aleurites triloba Forts. (Baucoulier). Bixa Orellana L. (Racou). Danais fragrans Gaertn. (Lian de boeuf). Diospyros Sapota Roxb. negro (Sapote nègre). Imbricaria maxima Lam. (Ecorce de bois de natte grande). — petiolaris (Ecorce de bois de natte petite). Morinda umbellata L. Ochrosia borbonica Juss. (Bois jaune). Roccella Montagnei Bellang. Terminalia Chebula Roxb. (Mirabalan citrin). Weinmannia macrostachya DC. Medizinalpilanzen. Acacia Lebbeck Willd. (Bois noir). Holz und Rinde in Anwendung. Adansonia digitata L. (Baobab). Holz und Früchte. Adiantum rhizophorum Sw. (Capillaire). Agératum conyzoïdes L. (Herbe à bouc). Anatherum muricatum Beauv. (Vettiver). Andromeda pyrifolia Pet. Th. (Mapou). Andropogon citriodorus Hort. (Citronelle). Angraecum fragrans Pet. Th. (Tahan). Antirrhaea rerticillata DC. (Losteau). Bulbophyllum nutans Aub. (Carambole marron). Cajanus sp. (Ambrevades). Cannabis iudica Lam. (Amalle). Celtis Madagascariensis (Andrège). Citrus Aurantium L. Pampelmos (Pampelmouss). Clematis mauritiana Lam. (Liane arabique). Cocos nucifera L. (Cocotier). Cnvolvuolus maritimus Lam. (Patate Durand). 15 ^^^■fW,îC4^«ÇE«5!*ï''Sja5S 1 mumm* ttâësaaÉ 114 Croton Tig limn L. Cupania alternifolia Pers. (Bois Gaulette). Curcas purgans Med. (Pignons d’ Inde). Curcuma sp. Datura Stramonium L. Diospyros Sapota Roxb. Dodonaea viscosa L. (Bois de reinette). Elaeodendrum orientale Jcq. (Bois rouge). Die Blätter dieses Baumes sind gifthaltig. Equisetum sp. (Presle). Eucalyptus globulus Labil. Eupatorium aya-pana Vent. (Thé de l’amazone). Euphorbia hypericifolia L. (Herbe Jean Robert). — thymifolia L. (Rougette). Fumaria sp, (Fumeterre). Gelidium corneum Lmx. Gendarussa vulgaris Nees. (Patchuly). Gnaphalium sp. (La Chose). Hibiscus sp. Hubertia Ambarilla Borg. (Ambe ville Hydrocotyle asiatica L. Hypericum lanceolatum Lam. (Fleurs jaunes). Ipomaea angulata Lam. (Liane Cochon). Jossinia elliptica DC. (Bois de nèfle). Kyllingia brerifolia (Herbe Jean Belon). Laurus cupularis Lam. (Cannellier). — Persea L. (Avocatier). — sp. (Cannelle sauvage). Leea sambucina Willd. (Bois de sureau). Leucas Zeylanica R. Br. (Herbe tombée). Mangifera indica L. (Manguieur). Mithridatea (Ambora) Tambourissa Lam. (Bombarde). Moringa pterosperma Gaertn. (Mourounque). Musaenda arcuata Lam. (Linque). Myonima myrtifolia Lam. (Bois de rempart). Ochrosia borbonica Juss. (Bois jaune). Oxalis corniculata L. (Trèfle). Parthenium Hysterophorus L. (Camomille). Phyllanthus Niruri L. (Tamarin blanc). Piper geniculatum Sw. (Liane à poivre). Polygonum serratum L. (Persicaire). Polypodium umbrosum Ait. (Patte de Lézard). Psathura borbonica Gmel. (Bois cassant). Psidium pyriferum L. (Goyavier). Quirisia or ata Cav. (Bois de Quivi). H abus borbonicus Pers. (Coeur de framboisier). Humex Patienlia L. (Patience). Secam one emetica R. Br. (Ipéca du pays). mmÊÊÊiÊÊÊÊiÊSsÉÈÊÊÊ^â^iÊÊ 115 Senacia unduJata Lam. (Joli coeur). Sideroxylon borbonicum DC. (Bois de er). Siegesbeckia orientalis L. (Querit-vite). Smilax anceps Willd. (Croc de chien). Tamarindus indica L. (Tamarin). Terminalia Catappa L. (Bodamier). — mauritiana Lam. (Benjoin). Toddalia oculata Pers. (Patte de poule). Triumfetta glandulosa Forsk. (Hérisson blanc). Nahrungsmittel. Coffea arabica L. (Bourbon). — mauritiana Lam. (Café maron). — arabica var. (Café myrthe, Café de Champ, Borne et de Belle- nière). — microcarpa R. P. (Café d’Eden, Café Moka, Café en cerises, Café Bourbon). — laurina Poir. (Café Leroy). Cajanus indicus Spr. — sp. (Ambrevades Benjamin). Canavalia sp. (Poi muscate). Cicer arietinum L. (Gram). Als Pferdefutter verwendet. Oryza satim L. (Riz de Montagne). Theobroma Cacao Adans. Zea Mays L. (Mais). Gewürze. Capsicum annuum L. Curcuma sp. Myrtus Pimenta L. Myristica moschata Thunb. (Muscades). Piper Betle L. (Bétel). Pogostemon Patchouli Pellet. Vanilla planifolia ,Andr. Bemerkenswerth ist, dass im Jahre 1849 nur 3 Kil. Va- nillafrüchte ausgeführt wurden. Im Jahre 1865 stieg die Ausfuhr bis auf 35 376 Kil. Durch Krankheiten, mit welchen die Pflanzen befallen wurden, reduzirte sich die Ausfuhr dergestalt, dass im Jahre 1871 nur 18*826 Kil. exportirt werden konnten, welche Zahl im verflossenen Jahre selbst bis auf 3*983 Kil. zurück wich. Einige der ausgestellten Sorten waren mit heissem Wasser behandelt, andere wieder nach der mexikanischen Methode. Tabak wurde in Blättern und als Schnupftabak ausgestellt. 15 * Angraecum fragrans Pet. Th. (Taham). Agathophyllum aromaticum Willd. (Ravensara). Andropogon muricatus Retz. (Vet- tiver). Caryophyllus aromaticus L. (Girofle). Cookia anisata Desf. (Wampi). 116 Zucker. Der grösste Export von Zucker, welcher auf das Jahr 1861 fiel, betrug 78 Millionen Kilogrm., aber durch Entkräftung des Bodens und durch Krankheiten iin Zuckerrohr sank er im J. 1871 bis auf 28,401.395 Kil. herab. Spirituosen. Alkohol aus Zuckerrohr. Rhum. Mehle und Stärke. Artocarpus incisa L. fil. (Arbre 1 Mar ant a arundinacea L. (Arrow- à pain). root). Batatas edulis Cois. (Patates dou- 1 Oryza satina L. (Riz). ces). Sicyos angulata L. (Chouchoute). Dioscorea alata L. (Cambaze). Zur Stärkeerzeugung. Jatropha Manihot L. (Manioc). | Solanum tuberosum L. 0 e 1 e. Aleurites triloba Forst. (Bancoulier). Aus den Nüssen. Areca oleracea L. (Palmite blanc). Aus den Samen. Bombax malabaricum DC. Aus den Samen. Croton Tig Hum L. Liefert vielen Samen. Cur cas pur g ans (Pignons d’ Inde). Latania borbonica Lam. Aus den Samen. Linum usitatissimum L. (Lin). Ricinus viridis Willd. (Ricin). Terminalia Catappa L. (Badamier). — mauritiana Lam. (Faux benjoin). Same. Gummi und Harze. Acacia dealbata Lk. — Lebbeck Willd. Calophyllum Tacamahaca Willd. (Resine de.Takamaque). Ficus elastica Roxb. Kautschuk. Periploca graeca L. Kautschuk Vahea Madagascariensis Bojer. Kautschuk. Verschiedene Samen. Caesalpinia sepinaria Roxb. Saccharum officinarum L. Coix Lacrima L. Tetranthera laurifolia Jacq. Photographien. Typen von Kaffern, Malgaches, Chinesen, Cochinchinesen, Inder von Azema ausgestellt, waren in zahlreicher Menge vorhanden. Madeira. Madeira stellte 52 Holzmuster in der Form von dicken Brettern auf, welche an der Schmalseite noch mit der Rinde bekleidet waren. 117 Sie waren im Ausstellungsräume in einer solchen Höhe angebracht, dass das Lesen der Namen auf den Etiquetten unmöglich wurde und in Folge dessen diese nicht angeführt werden können. Ein Fascikel enthielt getrocknete Farne, Lycopodien etc. und trug den Titel: Fetos, Equisetos e Lycopodios da flora Madeirense, par Joao Maria Moniz. An Photographien waren 32 Ansichten im Formate 8" X 6" von der reizenden Insel Madeira vorhanden. Einige Gebäudeaufnahmen waren den schönen landschaftlichen Bildern, welche Fernsichten, Meeresufer, Felsenschluchten in vorzüglicher Durchführung darstellten, beigegeben. Madeira-Wein aus Funchal lag in 5 Mustern vor. ariöH imfblo« r^ib fft Vimu.-m^milfoiaRHA mi mnsw oft bno öbiiiw ïftifîÉmrwif nob lus /tun*’/! idb rm^Ovln/fb ?:i.: *-8 sJbih'joM mi notrinigftA 1 w£ '/tVibw nyiibjHiigokufl nA •tuirtrrtiifi'HjÄöbiiRiJy'.l'Q^ifliH .tmlm/uho/ ainbntë banl nobimw -mb no/ • » ^ -, -., -r . ‘. f• , . , • ,. ri. jUdJ f>ai* . iio/ nrjlauHS C ui $al ImbmjM «uu öi:>W-«tiobr»M ■ »\i-o'- f .v » ;..£4 o ,âs. rFï»t«t«*ar hfr- ' -'ritt a f, \V ' *'• .. ^ ; •’ ' ’** v‘v. zxfmi'iia L H »itLljoyu^- <>-■.•* '• • -r afaiy L. (tarnb*n?V ; .• ' . Attü/iUx' iiHiûbc bjr.4,.. tf^ooiiHicrv k j: irre# nhmc*\ 5 ’.. iaboit* blai^) \lmnk, /'•/' ■ :■- - ■ |Rt Sfttity»'«*.' /.* ri.r .f • T,.r ,. . 19 » I,. »♦ ?• * 1 * ■' * '• Vi ;* 1 «V i.îtî* '<•,. /v.'••'•••• • ■■ 1 a t £.■ .■-<••.>•• • '• • •> , Î' vt:-Ä O-K fcaâ»*d JkA ixnx, • ■ I. :y\ t! • ■ ■■'; Ti. •‘■V . '< • i.; i «'&.'>*> ■ -.vi-.i.i. gratta* *4 a. is h. - •« ■ ; . • JftiJuHß •■ v . 1 ■ jy.7tfe|f»lüiwrij;.--i rtW'/'f r,. : , r—iacbttV, *?.rstfctai.v.- ’ü >p« / * ’ ' trp^tatfü -INx 1 .• -j. jJvW.- : ii"* hm-, ■. • r>«»t'v yptt **--. ’ < ^ ; ?u i*». v-u. >oü A^‘v/i A«^| - iv, v. ».r . -..ber ÿeaQe v.-? - ' ■ , ; ,..... v .», £ » ni>t .liftA dv’. 4 i^r ■ftr»*» fr* n'-jjr» . Amerika. j i . w p »' . w ^nn i I j i uww m i m p j » .g ^i u. ;j » . i jg i Die vereinigten Staaten von Nord-Amerika. Holzmuster. Die Holzmuster, deren Einsendung vorzugsweise aus Nord- Carolina geschah, bestanden aus 7 Ctm. dicken Pfostenstücken bei einer Länge von 23 Ctm., und sie waren entweder mit der rohen Schnittfläche belassen oder mit Firniss übertüncht. Nur acht Baumsorten, darunter Eichen, Papeln und der Hikory (Carya alba Mill.), waren in 4 Fuss langen und bis 2 Fuss breiten Bretterstücken vorhanden. Abies Canadensis Poir. — Fraseri Poir. Aesculus flava Ait. Acer rubrum Ehrli. — saccharatum L. Betula nigra L. — lenta L. Carya t ornent osa Nult. — sulcata Nutt. — alba Mill. (Hikory). Cornus florida L. Cercis canadensis L. Carpinus americana Michx. Castanea vesca Gaertn. Cupressus thy aides L. Diospyros virginiana L. Fraxinus americana L. Fagus ferruginea Ait. Gleditschia triacanthos L. Hafesia telraplera L. Jugions cinerea L. — nigra L. Juniperus virginiana L. Ilex opaca Ait. Liriodendron lulipifera L. Liquidambar styraciflua L. Magnolia acuminata L. Melia Azedarach L. Morus rubra L. Nyssa aquatica L. Oxydendron arboreum DC. Populus dealbata. — heterophylla Duroi. — angulata Ait. Pirus Malus L. Prunus serotina Elirh. P inus mitis Michx. — australis Mill. Plat anus occidentals L. (Juercus rubra L. — Phellos L. — tinctoria Willd. — coccinea Wngnhrn. — alba L. — obtusiloba Michx. — imbricaria Michx. Bobinia Pseudoacacia L. lihus Copallina L. Salix viminalis L. — babylonica L. Sassafras officinale Nees. Taxodium distychum B ich. Tilia americana L. Ulmus americana L. — alata Michx. 16 122 Corchorus sp. Cannabis sp. Linum usitatissimum L. Faserstoffe. Urtica tenacissima Roxi). Schwarzes Bauinmoos. Medizinalpflanzen. Apocynum androsaemi folium L. Asclepias. incarnat a L. — tuberosa L. Arum triphyllum L. Aralia nudicaulis L. — racemosa L. Aristolochia Serpent aria L. Asaruni canadense L. Baptist a tine form R. Br. Caulophyllum thalictroides Miclix. Cornus florida L. Cerasus serotina Loisel. Corallorrhiza odontorrhiza Poir. Coplis trifolia Salisb. Cypripedium pubescens Willd. Conn allaria multiflora L. Eupatorium purpureum L. Econymu't atropurpureus Jacq. Gossypium herbaceum L. Gelsemium sempervirens Pers. Helonias dioica Pursli. Hamamelis virginiana L. Hydrastis canadensis L. Hydrangea arborescens L. Inula Helenium L. Iris versicolor L. Leptandra virginica Nutt. Laurus Sassafras L. Myrica cerifera L. Nymphea odor at a Ait. Nuphar advena Ait. Phytolaca decandra L. Populus tremula L. Podophyllum peltatum L. Panax quinquefolium L. Polygala Senega L. Rumex crispus L. Rubus villosus Ait. Statice caroliniana Walt. Sanquinaria canadensis L. Spigelia marylandica L. Symploearpus foetidus Salisb. Stillingia syfvatica. Trillium pendulum Willd. Viburnum Opulus L. Veratrum viride Ait. Zanthoxylon fraxineum Willd Nahrungs- nnd Cenussinittel. Korn- und Weizenmehl in vielen Sorten. H aferrn ehl, schottisches. Maismehl. Oryza sativa L. Geschalt und ungeschält. Saccharum officinarum L. An a nas- Käse. Cacaoprä parate. T aba k. W ein e. Weisser und rother Wein, Pearl of California, Nonpareil, Buena vista und Catawba-Wein. 0 e 1 e. Chenopodium anlhelminticum L. Gault her ia procumbens L. Hedeoma pulegioides Pers. Laurus Sassafras L. Mentha piperita L. — viridis Tanacetum vulgare L. BR 123 Papierstoffe. Urtica tenacissima Roxi). Palmetto. berbepflanzen. Abies canadensis Poir. Querem div. sp. Photographien, Karten etc. Reicher als in irgend einer Ausstellungsabtheilung waren die Photographien von Nordamerika vorhanden. Qualitativ boten sie Vorzügliches; die Grösse des Formates, die Schärfe, die Auswahl der Aufstellungspunkte, die Reinheit der Durchführung, alles dieses wirkte zusammen, um sie zu den Photographien ersten Ranges zu zählen. Das War-Departement hatte 28 Ansichten in der Grösse von lü" X 13" ausgestellt, darunter: der Yellowstone National Park, der Old failhful Gaiser, der Elfenfall, das Kap Liberty, Lower fall of the Yellowstone, Panorama-Aufnahme des Yellowstone-Thaies, Mammoth hot springs u. s. f. Dann waren American Sceneries taken in Connection vvith the geological Exploration of the fortieth Parallel. Dieses zerfällt dann in das Wyoning Territory und Colorado Territory. Die Anzahl dieser Blätter belief sich auf 46 Ansichten C7 1 / 2 " X 1O 1 //), worunter besonders Felsenpartien, Monolithe von höchst merkwürdiger Gestaltung waren, vor Allem aber war das Flussgebiet des Colorado River emsig durchforscht. Sodann schloss sich die Arizona-Serie an, wobei ein Bild eine Gruppe vieler und mächtiger Stämme des Cereus gi- ganteus vorstellte, die sich auf einer Ebene zwischen niedrigem Gestrüppe emporrichteten. Dieser Serie folgte die Mining- und Ne- wada-Serie. Die Aufnahme aus dem östlichen Californien stellte eine Reihe von prachtvollen Naturszenen dar, namentlich waren es die Gegenden bei den Humboldt Mountains, das Idaho-Territorium mit den grossartigen Wasserfällen, das Utah Territory, woraus 91 Aufnahmen auflagen, hatte Views among the surmnits of the union Mountains 10.000 to 12.000 feet elevalion, dann, Views along the union pacifie Railroad. Es waren sechs Portefeuilles damit angefüllt. Den Photographen Thomas Houseworth & Comp, gelang es, Naturszenen aus Californien (17"X21") autzunehmen, welche die höchste Vollkommenheit beurkundeten. Abspiegelungen von Gegenden und Gegenständen auf ruhigen Gewässern brachten oft eine magische Wirkung hervor, und die mehrere tausend Jahre zählenden Stämme jj der Wellingtonia dienten vielen Bildern als Hauptmotiv. ■ Durch Stereoskopen war besonders der Niagarafall und die eben erwähnten Riesenbäume Californiens dargestellt. Die Vergrösserungs- photographie, in der Bildgrösse von 5 i j i Zoll Durchmesser, zeigte Holzdurchschnitte von Sambucus, Populus u. dergl. in beschränkter i Anzahl. | 16* I t Die northern Pacific railroad Company stellte Getreidesorten sowohl in ganzen Pflanzen, als auch Samen von Gräsern etc. aus. Eine kleine Kollektion von aus Papier-mäche gebildeten Früchten gehörte ebenfalls dazu, wobei sich aber weiter nichts Erwähnenswerthes vorfand. Die American geographical Society of New-York hatte Karten von Superior Sea, Albermarle Sound etc. und unter den Büchern die Colorado exploring Expedition eingesendet. Republik Guatemala. Ausser 10 Holzmustern fanden sich an Nahrungs- und Genuss- mitteln 3 Sorten Cacao, rother, gelber und schwarzer, dann 4 Sorten Kaffee, 4 Sorten Zucker (gelber und weisser) vor. Die Pflanzenfaser sah man durch Pita fioja- Fasern (Agave) und Magney-Fasern vertreten, die Färbepflanzen endlich durch Indigo. Republik Salvador. An Nahrungsstoffen fand man in dieser Abtheilung Bohnen der Theobroma Cacao , Kaffee, Zucker und Guacuco-Frlichte, welche letztere als Heilmittel gegen Dysenterie Anwendung findet, endlich auch Cinchonarinde. Indigo war als Färbemittel und Mescal als ein Faserstoff vorhanden, welcher seiner Stärke und Dauerhaftigkeit wegen zu Hängematten, Maulthiersäcken und Lazos verarbeitet wird. Die vereinigten Staaten von Venezuela. Holzmuster. Acata. Aguacatillo. Almendro di tierra fria. Aspidosperma sp. (Amarillo Yema de Huevo). Acacia sp. (Cabello de Angel). — paniculata Willd. (Tiamo). Bowdichia sp. (Coabaro). Brosimum Aubletii Poepp. et Endl. (Gateado). Bucida capitata Vahl. (Granadillo negro). Broussonetia tinctoria H. B. K. (Mora). Brownea grandiceps Jacq. (Rosa de Montana). Bauhinia multinerm DC. (Urape). Combretum dipterum Rich. (Zapa- tero). Cecropia peltata L. (Yagrumo). Crescentia Cujute L (Totumo). Calliandra Saman Griseb. (Saman). Cordia Geraschanthus Jacq. (Par- dillo). Condamminea tinctoria DC. (Para- guatan). Caloblaslus praemorsus Wendl. (Palma Prapa). Ceroxylon Klopstockia Mart. (Palma de cera). Citrus Aurantium L. (Naranjo). Cascaria sp. (Naranjillo). Citharexylum quadrangulare L. (Guitarron). 125 Coursetia arborea Griseb. (Grif'o). Cupressus fastigiata DC. (Cipres). Cedrela odorataL. (Cedro amargo). Centrolobium robustum Mart. (Cartan). Coffea arobica L. (Cafe). Chrysophyllum glabrum Gr. (Cairn it o). Copaifera Jacquini Desf. (Aceite). Capparis verrucosa Jacq. (Ajicito). Chupon. Charo. Chacaranday. Curarire. Cedrillo. Cedrillo horcon. Cajobo. Caomo. Caobito. Euphorbia caracasana Boiss. (Lech oso). Florecilllo. Geoffraea superba H. B. K. (AI- mendro). Guajacum sanctum L. (Guaya- can). Guarataro. Guayavo dulce. — granadillo. — hierro. — liso. — pauji. — tilmron. Hauya criolla. — venezolana. Hur a crepitans L. (Jabillo). Hymaenea floribunda Ktli. (Naza- reno). Homalium racemosa Jacq. (Ange- lino). Idea altissinia Aubl. (Cedro dulce). Jambosa vulgaris DC. (Pomaroso). Juglans cinerea L. (Nogal). Libididia coriaria Schlecht. (Di\ i~ divi). Laurel Angelina. — baboso. — capuchino. — mangon. Laetia hirtella H. B. K. (Trom- pillo). Myrsine sp. (Yagiiero). Myrospermum secundum Kl. (Screipo). Myristica punctata Spruce (Cedro Manteco). Mangon. Mangon Veta verde. Maya. Mahomo. Oreodoxa regia Kth. (Palma real). Persea gratissima Gaertn. (Aguo- cate). Psidium Guaiava Radd. (Guayavo de comer). Prockia Crucis L. (Huesito). Paritium tiliaceum St Hil. (Maja- gua). Pimenla vulgaris Lindl. (Pimenten). Podocarpus coriaceus Rieh. (Pina- bete). Pionin. Pionio. Ratonia sp. (Caobillo). Sasafras. Sapota Achras Mill. (Nispero). Swietenia Mahagoni L. (Caoba). Sideroxylon sp. (Acano). Symplocos sp. (Aguanoso). Tecoma pentaphylla Juss. (Roble Colorado). — spectabilis Planch. (Aragua- noy). Leucoxylon Mart. (Acapro). — sp. (Amarillo). Tabebuia sp. (Apamate negro). Totumillo. Vallesia hypoglauca Ernst (Amar- goso). | Weinmannia glabra L. (Curtidor). 126 Gcspinnst- and Faserpflanzen. Bombax cumanense H. B. (Lana vejetal). Four croya gigantea Vent. (Coeusia). Für Stricke-Erzeugung. Gossypium. Von verschiedenen Standorten. Ochroma Lagopus Sw. (Lana vejetal). Seide. Jatropka gossypifolia L. (Tuatua). Ernährt die Raupe von Attacus Ethra Walker, deren Cocons Seide, jedoch von untergeordnetem Werthe, abgeben. Medizinalpflanzen. Asagraea officinalis Lindl. (Cebadilla). Hiervon werden jährlich bis 3600 Zentner nach Hamburg und den Vereinigten Staaten ex- portirt. Aristolockia barbata Jacq. (Raiz de Mata). Mittel gegen Cholera. — dictyantha Dch. (Raiz de Mata). Anacardium occidentale L. Balsam von sehr ätzender Eigenschaft. Brownia grandiceps Jacq. (Rosa de Montana). Ein blutstillendes Mittel. Calathea Allouga Loud. (Lairenes). Croton Malambo Erst. (Torco). Cinchona sp. Von'Trujillo und Tacuja. Cola acuminata Sch. et Endl. (Pepa de Cola). Ein ursprünglich afrikanischer Baum, dessen Same bei Leberleiden verabreicht wird. Copaifera Jacquini Desf. (Copaiva). Cassia fistulosa L. (Canna fistola). Dipteryx odorata Willd. (Sarapia). Hymenaea Courbaril L. (Algarrobo). Die Samen liegen in einem, wie Süssholz schmeckenden, gelben Fruchtmehl. Iresine div. sp. (Valeriana). Wird wie echte Valeriana verwendet. Latreillea latifolia Benth. (Galicosa). Hiervon verbraucht man die Wurzel und den unteren Stainmtheil. Mucuna pruriens DC. (Ojo de Zamuro). Der alkoholische Extrakt wird beim Volke gegen Asthma verwendet. Myrospermum frutescens Jacq. — secundum Kl. (Sereipo). Beide enthalten einen die Samen umhüllenden Balsam. Mikania gonoclada DC. (Guaco). Nectandra Cymbarum Nees. (Sasafras del Orinoco). — Puchury major Nees. — Puchury minor Nees. (Cobalonga). Pichuriinbohne. Polypodium aureum L. (Polypodio). Enthält Schleimzucker. — Odites L. (Calaguala). Das Rhizom davon steht im Gebrauche. Simaba Cedron Planch. (Pepa de Cedron). Ein geschätztes Mittel gegen Fieber und auch gegen den Schlangenbiss. Simaruba amara Aubl. (Simaruba). Smilax sp. (Zarzaparrilla). Die Pflanze wird äusserst selten blühend gefunden, und diese Art konnte demzufolge noch nicht zuve»-_ 127 lässig bestimmt werden. Der Export derselben nach Deutschland und den Vereinigten Staaten Nord-Amerikas beträgt jährlich 1500 Zentner. Tamar indus indica L. Va/lesia hypoglauca Ernst. Die Rinde, welche ungemein bitter ist, enthält aller Wahrscheinlichkeit nach ein neues Alkaloid. Xylopia longifolia DC. fd. (Fruta de Burro). Mit sehr aromatischen Früchten. Zingiber officinalis Rose. (Gengibre). Genuss- und Nahrungsmittel. Das Haupterträgniss der Vereinigten Staaten von Venezuela geben die Kaffeepflanzungen ab. Sie werden, da die Bohne der Qualität nach Vorzügliches liefert, unausgesetzt zu erweitern gesucht. Die Produktion steigerte sich jetzt bis auf 700.000 Zentner im Jahre. Im Handel erscheint der Venezuela-Kaffee unter dem Namen La Guaira-Kaffee. Die Pflanze gedeiht am besten in kühlen Gegenden, welche beständig in den Morgenstunden vom Nebel befeuchtet werden. Man sucht die Bäume ferner in solche Lokalitätsverhältnisse zu bringen, wo sie den luftigen Schatten hoher Bäume geniessen, als da sind: Calliandra Saman Gr. (Saman), Pithecolobium hy- meneaefolium Bth. (Orore), Erythrina mitis Jacq. und E. um- brosa H. B. K., endlich in den höheren Regionen von Juga vera Willd., J. fastuosa Willd. (Guamo) etc. Eine Kaffeesorte, welche Caracolillo genannt wird, entsteht durch das Fehlschlagen eines Samenkornes in der Beere, wodurch das andere eine kugelige Gestalt anzunehmen vermag. Diese Erscheinung des Fehlschagens soll vorzugsweise an den Spitzen der Triebe wahrgenommen werden, obschon es in Guyana Pflanzungen geben soll, wo die Erscheinung sich an allen Körnern vollkommen feststellt. Arachis hypogaea L. (Mani). Abelmoschus esculentus Medio. (Quimbombo). Der schleimige Inhalt der Frucht wird als Suppe verwendet. — moschatus Medic. (Algalias). Anona muricata L. (Guanabano Gelée). Anacardium occidentale L. (Pepas de Merey). Bromelia chrysantha Jacq. (Maya). Davon sind die Früchte ge- niessbar. Cydonia vulgaris P. (Membrillo). Calathea Allouga Loud. (Lairemes). Guazuma ulmifolia Desf. (Guazimo). Musa sapientum L. (Carnbure). Die Früchte werden in Zucker eingemacht. Oryza lalifolia Desf. Psidium Guaiava Radd. (Guayaba). Das daraus erzeugte Gelée ist, um es in den Handel zu bringen, mit den Blättern einer Heli- conia umwickelt. | KgüfflffjPJ ■,yy«M,?:g 128 Theobroma Cacao Adans. Das in Venezuela erzeugte Produkt soll alle übrigen Erzeugnisse an Güte weit übertreffen, und die Produktion überschreitet eine Gewichtssumme von 50.000 Zentnern per Jahr. Vanilla Pompona Schiede (Vanilla). Zingiber officinaUs Rose. (Gengibre). Zea Mais L. War als Maiz criollo mit weissen Körnern und Maiz Cariaco mit gelben und kleinen Körnern vorhanden. Getreide- und Gemüsesainen. Cajanus indicus Sprengl. (Quinchonehos). Phaseolus. Caraotas blancas. Weisse Bohnen. — Caraolas. Huevos de Paloma. Taubeneier-Bohnen. — — negras. Schwarze Bohnen. — — pinlados. Bunte Bohnen. — — bayas. Rothbraune Bohnen. — — negras pintadas. Schwarzgefleckte Bohnen. — — tartago. Ricinusartige Bohnen. — — tartaguito. Eine kleinere Abart der obigen. — Frijoles cabeza negra. Schwarzköpfige Bohnen. — — blancos. Weisse Bohnen. — — Colorados. Rothe Bohnen. — — de Sopa. Suppenbohne. — Guaracaros blancos. Weisse, platte Bohne. Gerste, Hafer, Roggen, Weizen. 'L u c k e r. Saccharum officinarum L. var. ß. tahitense. Das ausgepresste Rohr dient als Brennmaterial für das Abdampfen des gewonnenen Zuckersaftes und brennt, des noch rückständigen Zuckersaftes wegen, mit sehr lebhafter Flamme. Mehle. Arracacha esculenta D C. (Apio). Colocasia esculenta Schott, (ücumo). Calathea Allouga Loud. (Lairenes). Dioscorea alata L. (Yams). — sp. (Mapuey). Mit röthlicher Wurzel. Juga sp. (Cliiga). Ipomaea Batatas Poir. (Batati). Manihot utilissima Pohl. (Yuca). Hiervon gibt es eine Varietät, welche schadlos ist, während eine andere giftige Eigenschaften hat. Zea Mays L. (Mais). Vegetabilisches Wachs und Talg. Myrica arguta H. B. (Palomero). Die Farbe des frischen Wachses ist grünlich. i 129 Myristica punctata Spruce. (Cuajo). Aus den zerquetschten Samen, in Wasser gekocht, wird ein lalgartiges Fett gewonnen, woraus Kerzen geformt werden. 0 e 1 e. Anacardium occidentale L. (Merei). Apeiba Tibourbou Aubl. (Apeiha). Oel aus den Samen. Carapa guianensis Aubl. (Cabeza de negro, Carapaöl). Copaifera Jacquini Desf. Cocos - Oel. Cascarillo-Oe\. Dieses Oel soll von einer Laurinee herstammen und durch am Stamme angebrachte Schnitte entzogen werden. Eucalyptus globulus Labil. Fevillea cordifolia L. (Secua-Oel). Sehr schätzbar, um Eisen gegen Rost zu schützen. Ricinus communis L. Sesamum orientale L. (Ajonjoli). Scheelea regia Krst. (Coroba-Oel). Theobroma Cacao L. Cacaobulter. Tabu k. Nicotiana tabacum lag in vielen Sorten auf, sowohl roh als auch verarbeitet. Hier ist auch des Kino zu erwähnen , nämlich des zur stark verdickten Konsistenz eingekochten und mit Urao (eines in einer Lagune von Lagunilla [Meride] gefundenen eigenthüm- liehen Salzes) vermischten Tabakextraktes, welcher entweder in Horndosen oder in den Hüllblättern des Maiskolbens aufbewahrt und den Bewohnern ein unentbehrliches Genussmittel wird. Sie bringen etwas davon mit dem Zeigefinger auf das äussere Zahnfleisch, wo es allmälig durch den Speichel gelbst und mit demselben verschluckt wird. Geistige Getränke. Angustura - Bitter. Cojfea arabica L. Aus dem Fleische der Kaffeefrüchte wird Branntwein gebrannt. Guazuma ulmifolia Desf. (Guasimo). Findet zur Bereitung eines erfrischenden Getränkes Anwendung. Orangenwein. Sesamum orientale L. (Carato de Ajonjoli). Ebenfalls zur Bereitung eines Getränkes benützt. Zea Mais. Branntwein. Gummi und Harze. Elaphrium tomentosum Jacq. (Caricarilo). Harz. Hymenaea Courbaril L. (Algarrobo). Harz. lcica Carana H. B. K. (Carona). Harz. — heterophylla Aubl. (Tacamahaca). Harz. 17 130 Moronbea coccinea Aubl. (Paraman). Harz. Opuntia Ficus indica Mill. (Goine de Tuna). Pereskia aculeata Mill. (Guamacho). Gummi. Sarsaparilla. Färbe- und Gerbepflanzen. Bignonia Chica H. B. K. (Chica). Die Blätter färben rotli. Bixa Orellana L. (Onoto amarillo et Onoto rajü). Gelber und rother Orleans. Curcuma longa L. (Gengibrillo). Das Rhizom. Candaminea tinctoria DC. (Paraguaton-Holz). An der Innenseite der Rinde befindet sich der Färbestoff. Das frisch gefällte Holz ist farblos, färbt sich in der atmosphärischen Luft schon rotli, welche Färbung aber nur einen kurzen Bestand hat. Coccoloba uvifera L. (Uva de Playa). Enthält das Kino occidenlale. Libididia coriaria Schlecht. (Dividivi). Indigo fern sp. Mangifera indica L. (Mango). Bhizophora Mangle L. (Mangle colorado). Zanlhoxylum Ochroxylon G. Don. (Bosua-Rinde). Ist reich an Berberin. Hauswesen. Arundo saccharoides Gr. (Canna brava). Dient als Latten werk bei den Dachungen der Häuser und zur Anfertigung von Hütten. Bertholletia excelsa H. B. (Estopa de Rio negro). Die Innenrinde war in mehrere Quadratfuss grossen Stücken vorhanden. Sie ist von lebhaft brauner Farbe, fühlt sich weich wie Feuerschwamm an und ist 2—3 Zoll dick. Sie findet sowohl als Matten Verwendung, als auch als Mittel zum Kalfatern der Schiffe. Carludonica palmata Ruiz et Pav. Die Blätter werden zum Geflechte der Panamahüte, „Jipijapa“ genannt, verarbeitet. Crescentia Cajute L. Die Fruchthalme werden als Gefässe benützt. Lu(fa cglindrica Roem. Liefert Fasergeflechte für Kinderhüte. Mauritia flexuosa Marl. Benützt für Hängematten. Schnella splendens Berth. (Bejuco). Die zähen Stämme dieser Schlingpflanze dienen als Bindemittel und sind sehr dauerhaft. Guyana. (Französische Besitzungen.) Die französischen Besitzungen nehmen in Guyana einen Flächenraum von 72.000 Kilom. ein und breiten sich zwischen dem Amazonen- und Maroni-Flusse aus. Es sind Distrikte, welche vorzugsweise durch ihre reiche Bewaldung einen grossen Schatz in sich schliessen. 131 Holzmuster. Acioa dulcis Willd. (Coupi). Acrodiclidium sp. (Bois de roses femelle). Amajona guianensis Aubl. (Cedre rouge). Aniba guianensis Aubl. (Cedre jaune). Astrocarymn vulgare Mart. (Palmier Aouara). Für Spazierstocke. — acaule Mart. (Palmier Mou- r ounne). Bignonia Leucoxylon L. (Ebene verte). Bocoa prouacensis Aubl. (Boco. bois de 1er, bois de coco). Bucida angustifolia DC. (Grignon). Carapa guianensis Aubl. (Carapa rouge). Cedrela guianensis Juss. (Acajou femelle). Cissampelos Pareira L. (Pareira brava). Coumarouna odorat a Aubl. (Gua- jac de Cayenne). Cryptocarya sp. (Sassafras). Dicorynia paraensis (Angélique). Vorzügliches Holz, welches dem Teakholz den Rang streitig macht. Diplotropis guianensis (Coeur dehors). Für Schreinerarbeiten. Eperua falcata Aubl. (Wapa huileux). Erylhrina Corallodendron L. (Immortel). Ferolia guianensis Aubl. (Satiné rouge). — sp. (Satiné gris). Genipa americana L. Guarea Aublelii Juss. (Bois balle). Gustavia tetraptera Raeuscb. (Bois pian). Ilumiria balsamifera Pers. (Boisi rouge). I Hymenaea Courbaril L. (Cour- baril). — sp. (Courbaril gris). Idea altissima Aubl. (Cedre bagasse). Labalia macrocarpa Mart. (Balata singe rouge). Laurus sp. (Bois canelle). — sp. (Taoub). Lecythis grandiflora Aubl. (Canari macaque). — sp. (Mahot noir). Licania membranacea. Licaria sp. (Bois de rose mal). Mauritia flexuosa L. fil. (Palmier bâche). Mimusops Balota Gaertn. fil. (Ba- lota rouge). Moronobea coccinea Aubl. (Mani). Nectandra Pisi Micq. (Cedre noir). ; Zu Eisenbahnbauten. Omphalobium Lambert ii DC. (Bois de Zèbre). Pekea ternata Poir. (Chawari). Poliogyne venosa (Bois violet). Piralinera guianensis (Lettre moucheté). Psidium pomiferum L. (Goyavier). — aromatieum Aubl. (Citronelle grand bois). Pterocarpus tuberosus Pers. (Mou- touchi). Qualea coerulea Aubl. (Couaie ou grignon fou). Rhizophora Mangle L. (Palétuvier rouge). Robinia Panacoco Aubl. (rubra). Terminalia Tanibouca Smith. (Nan- gossi). Toulicia guianensis Aubl. (Bois flambeau). Vateria guianensis Aubl. (Bois de Coumaté). Wacapoua americana (Wacapoua). 17 * 132 Oespinnst- und Faserpflanzen. Hibiscus Sabdariffa L. (Oseille de née). — guineensis Aubl. (Maholiae). Lecythis grandiflora Aubl. (Canari macaque). — Ollaria L. Die Rinde wird bei Cigarrelien benützt. — S P- Marantha sp. (Arouma). Musa paradisiaca L. (Bananier). Urtica tenacissima Roxb. (Ramie). Die Kultur davon ist in grösster Zunahme begriffen. — rubra (Zouti rouge). Medizinalpflanzen. Bignonia Leucoxylon L. (Ebene verte). Boerhavia diandra L. (Ipee du pays). Chenopodium anthelminticum L. (Poudre aux vers). Cissampelos Pareira L. (Pareira brava). Cyperus sp. (Pripri des marais). Erythrina Corallodendron L. (Immortel). Eupatorium Ayapana Valil. (Ayapana). Fevillea cor di folia Poir. (Nandhiroba, Liane amère). Hyptis capitata Jacq. (Melissa indienne). Justicia pect oralis Jacq. (Carmentin). Mucuna urens DC. (Yeux bourrique). Myristica sebifera Sw. (Yayamadou). Potalia amara Aubl. (Grand Matévé). Psidium aromaticum Aubl. (Citronelle). Simarouba officinalis DC. (Simarouba). Smilax Sarsaparilla L. (Salsepareille). Gewürze. Caryophyllus aromaticus L. (Clous de girofle). Cinnamomum verum Sweet. (Cannelle). Coumarouna odorata Aubl. (Fève de Tonka). Myristica moschata Thunb. (Muscades). Piper nigrum L. (Poivre noir). Xylopia frutescens Aubl. (Poivre indien). ftahrnngs- und Gcnussmittel. Artocarpus incisa L. fil. (Arbre à pain). Convolvulus Batatas L. (Patate douce). Coffea arabica L. Von mehreren Plantagen. Maranta arundinacea L. (Arrow-root). Theobroma Cacao L. (Cacao). Asclepias sp. (Cognio). Ananassa sylvestris (Ananas sauvage). Astrocaryum vulgare Mart. (Aouara). Bromelia Karatas L. (Karatas). Bombax heptaphyllum L. (Bois cigale ou fromager). Bombax Ceiba L. Caladium giganteum (Moucoumou- cou). Desmoncus sp. (Rotang de Cayenne). Hibiscus esculentus L. (Gomba). 133 Zea Mays L. Früchte von Musa, dann mehrere Sorten Tabak, darunter Cigarretten, mit den Blattern der Lecythis Ollaria L. umwickelt. Oelpflanzen. Acrocomia sclerocarpa Mart. (Mo- caya). Anacardium occidentale L. (Pommier d’ acajou). Astrocariurn vulgare Mart. (Avuara). — acaule (Canana). Attalea Maripa Mart. (Maripa). Bertholletia excelsa H. B. Carapa guineensis Sweet. (Ca- rapa). Copaifera officinalis L. (Copahu). Lidstonia chinensis Mart. (Ron- dier). Manicaria saccifera (Tourlouri). Mauritia flexuosa L. (Bâche). i Oenocarpus Bacaba Mart. (Co- mon). j — Batava Mart. (Patawa). ! Omphalaea diondra L. (Ouabe). I Pekea guianensis (Souari). Rarenala guianensis Rieh. (Ba- lourou). Ricinus sp. (Palma Christi). Sagus Raphia Poir. (Sagontier). Sapindus Saponaria L. (Savonnier). Sesamum orientale L. (Wang ou Sesam). Virola seblfera Aubl. (Yayamadou ouarouchi). Harze, Gummi und Balsamç, Anacardium occidentale L. (Gomme Hymenaea courbarilL. (Courbaril). de pommier d’acajou). Achras Balota Aubl. (Gomme de Balota). Herea guianensis Aubl. (Coutchouc). Rumina balsamifera Pers. (Baume Houmiri). Idea Aracouchini Aubl. Mimusops Balota Gaertn. fil. Maronobea coccinea Aubl (Mani). Myrica cerifera. Vateria guianensis (Coumalé). Gerbe- und Färbepflanzen. Bixa Orellana L. (Rocou). Bignonia Chica H. B. (Chica). Genipa americana L. (Genipa). Hypericum bacciferum L. (Gomme goutte de la Guyane). Myrtus sp. (Lueee.) Mit den Blättern wird schwarz gefärbt. Rhizophura Mangle. Die Rinde dient als Gerbemittel. Das Kaiserreich Brasilien. Ein grossartiges Bild entrollte sich schon beim ersten Eintritt in den Ausstellungsraum des brasilianischen Kaiserreiches. In verschwenderischer Menge und vielen Sorten lagen Kisten und Säcke, mit Kaffee gefüllt, umher, Baumwolle von grünlichem, gelblichem und weissem Farbentone in mächtigen Ballen, der landesüblichen Handelsverpackung, gab es in grosser Anzahl, und aus eben dieser vegetabilischen Wolle erhob sich eine Stalagnitengrotte, welche sowohl durch die täuschende Nachbildung, als auch durch die bedeu- l! I mi 134 tenden Dimensionen Erstaunen erregte. Buntfarbige Fische, nach einer neuen Methode priiparirt, füllten einen grossen Glaskasten, Käfer, schimmernd wie edles Gestein, lagen oft haufenweise beisammen, Kunstblumen und Fächer aus dem lebhaft gefärbten Gefieder der Papageien zusammengefügt, die weder durch die Einwirkung des Lichtes, noch der Zeit, verblassen, fanden trotz der hohen Preise reichlichen Absatz. Die Holzmuster, welche sich an den Wänden hoch aufthiirmlen, betrugen eine Gesainmtanzahl von 580 Stücken, sie waren üusserst variabel in Form und Grosse. Theils waren sie in stufenweise abgesetzten, bis 1 Meter hohen, vierkantigen Holzklotzen, theils in Pfostenform, dann wieder in Slammdurehsehnilten mit Beibehaltung der Rinde, theils in kegelförmig gedrehten Stücken, wie diess vorzugsweise bei dem roth gefärbten Wurzelholze der Arau - caria brasüiensis der Fall war. Bezüglich der Oberfläche so war diese oft polirt, oft mit Firniss bestrichen. Die Bezeichnung der Exemplare war fast ganz verunglückt, denn die Tinte, womit die Namen geschrieben waren, war derart verblasst, dass in den meisten Fällen kein Name mehr zu erkennen war. Zu den riesigsten Objekten der Ausstellungsgegenstände der neuen Welt gehört der im Parke befindliche Baum der Araucaria brasüiensis Don. (Pinhao), welcher von der Forstgesellschaft „des Parana“ überführt wurde. 33 Meter betrug die Höhe desselben und 4 1 / 2 Meter der Durchmesser an der Stammbasis. Am Gipfel bildeten Aeste eine Krone, an welchen mehrere der runden, kopfgrossen Zapfen hafteten. Zum Transporte wurde der Stamm in beiläufig einen Meter lange Stücke zersägt, durch welche bei der Zusammensetzung im Austellungsparke eine Eisenstange im Centro durchgeführt wurde. Von der Krone aus liefen nach verschiedenen Richtungen Drahtschnüre und Ketten, um die nöthige Festigkeit gegen die Stürme zu bieten. Die Gegenden, aus welchen die Kollektionen von Holzmustern herstammten, waren: St. Catharina, Parana, Pernambuco, Rio de Janeiro, Mato-Grosso, Goyaz, Amazones, Rio Grande und Espirito Santo. Holzmuster. Acacia sp. (Jurema). Andira anthelmintica Benth. (An gelin). Astronium fraxinifolium Schott. (Gonçalo- Alves). Artocarpns integrifolia L. fil. (Jaquier). Aspidistra sp. Areca sp. Ar alia sp. Aspidosperma oleraceum (Pequia). ! Aspidosperma Jamesianum D C. Brosinum discolor Schott. Kasta- l nienbraunes und schwärzlich geflecktes Holz. — sp. — condura (Conduru). Bawdichia cirgüioides H. B. (Sucu- piera). Caesalpinia echinata Lam. (Caja- rama, Bois de Brazil). Cordia sp. 185 Caryocar brasiliensis SI. Hil. Chrysophyllum macrophyllnm Mart. Cedrela brasiliensis Juss. (Coder). Cetrolobium sp. (Muirapinima). Citrus sp. (Limaozinlia). Dalbergia sp. — nigra (Jacaranda, Caltiuna). Echinospermum Ballhasari (Vin- halico). Gallasia Goyazana (Burarema). Hymenaea sp. (Jatahy). Idea Icicariba DC. Lecythis sp. (Sapucaia). Laurus Sassafras L. Mimusops Elengi (Massaramduba). Maclura affinis Mieq. — SP- Machaerium sp. (Angeline? Veilchenblaues Jacaranda). — AUemani Bentli. Die von der Provinz St. Call aus 183 kleinen Täfelchen ( 272 “ neunung. Mespilodaphne Sassafras. Myroxylon peruiferum Lam. (Ca- brahiha). Myrocarpus sp. (Oleo). — frondosus Allein. (Cabrahibaj. Melanoxylon Brauna Schott. Nectandra sp. (Pichurin). — mollis Nees. Ein Stück mit 4 Fuss Durchmesser. Peraltea erythrinaefolia. Peltogynea sp. (Quarabu). Ein schön violett gefärbtes Holz. Physocalymna floridum Pohl. (Se- bastiro d’ Arruda, Bois de Rose). Poranthera erythrina. Stryphnodendron Barbatiman Mart. Tecoma curialis. — spedosa DC. (Ipe Tabaco). Taxonia sp. arina exponirten Hölzer bestanden X5") und waren ohne alle Be- Faserpflanzcn. Acrocomia sclerocarpa Mart. (Coco de catarrho). Blaltfaser. Astrocaryum vulgäre Mart. (Tucum Palme). Fasern. Bromelin Karatas L. (Caraotas). Chardone ? Eine Liane aus Minas Geraes. Eriodendron Samauma Mart. (Samahuma). Gossypium herbaceum L. — arboreum L. (Guariba). Coton vert, jaune, du Maragnon, de Pernambouc. Paina tyberina. Vegetabilisches Haar. — de laa. Zuckerrohrfasern. Dr. Colleyer stellte eine Tafel auf, auf welcher die Faserpräparate der Urtica nivea in vier Stadien ihrer Verarbeitung vorgezeigt wurden. Kr. 1 zeigte den Pflanzenstengel. Nr. 2 grobe Fasern, wie brauner Bast. Nr. 3 feine und glänzende, aber braune Fasern. Nr. 4 blendend silberweisses Faserwerk. Seide von Bombix Saturnia, welche sich von Ricinus communis und Anacardium occidentale nährt. Die Fabrique de Chapeaux du Jardin Botanique in Rio de Janeiro brachte Hüte aus dem Stroh der Bombonassa-\ y ü\me, einer Palme, die aus Peru eingeführt wurde, nun aber weit verbreitet wird, und womit man die Chilihüte nachahmt. 136 Mcdizinalpflanzcn. Acacia Angico Mart. (Angico). Harz und Blätter. Croton antisyphiiiticum Mart. (Ve- lam). Syrup. Cassia occidentalis L. (Fedegozo). Syrup. Carapa guianensis Aubl. (Jandi- roba). Oel. Cinchona cordifolia Weddell. (Quina amarilla). — sp. (Quina vermelba). Coumaroima odorata Aubl. Cassine Gongonha Mart. = Ilex Paraguariensis St. Hil. (Mate). Diplerix odorata (Cumaru). Gomphia Jabotapita Sw. (ßaliputa). Oel. Icica Icicariba DC. (Elomi). Mihania Guaco H. B. (Guaeo). Pautlinia sorbilis (Guarana). Petirera tetrandra Gomez (Pipi). Solanum paniculatum L. (Juru- beba). Brasilianischer Wein gegen Bleichsucht. Smilax sarsaparilla L. (Sarsaparille). Nahrungs- und Genussmittel. Araucaria brasiliana (Pinhao). Coffea arabica L. Dipterix odorata Willd. (Fèves de Cumaru). Ilex Paraguayensis St. Hil. (Male). Paullinia sorbilis (Pain de guarana). Thea. Grüne und schwarze Sorten. Tabak. Rauch- und Schnupftabak. Meine, Essig und Liqueure. Jurubeba -Wein und Syrup. Kirschenwasser. Anacardium occidentale Gaertn. (Caju-Wein und Branntwein). Abocachi- Wein. Awrmas-Wein. Feige n-Liqueur. Genipa americana L. Jenipapo- Wein. Hesperidina. Liqueur aus Schalen der bitteren Orangen. Laranghina. Liqneur. Orangen-Wein. Saccharum officinarum L. Essig aus dem Pflanzenmark. — Rhum. — Wein aus den jungen Trieben. Der bolan. Garten in Rio de Janeiro besitzt an 17 Sorten von Zuckerrohr. Mehle und Stärke. Jatropha Manihot L. (Topioca, Manik). Hiervon werden in dem bot. Garten in Rio de Janeiro 27 Varietäten kullivirt, während in Brasilien bis 30 Sorten verbreitet sein sollen. Sie ist eine sehr wichtige Pflanze, da sie auf schlechtem Boden gut wächst und nach sicheren Beobachtungen eine Strecke Landes von 220 Quadratmeter bis 40.000 Wurzeln aufnimmt, welche eine Menge von 36.720 Kilogr. Mehl liefern. Maranta arundinacea L. (Arrow-root). Pachyrrhizus angulatus Rieh. (Jacatupe). Stärke. Zea Mais L. Stärke. 137 Kautschuk, Harze, Gummi. Acacia Angico Mart. (Angico). Gummi. Haucornia speciosa Gom. (Mangabeira). Kautschuk. Jatoba Jetaiba (Copal?). Harz. Wachs. Copernicia cerifera Mart. (Carnauba- oder Ceara-Wachs). Das Wachs wird von den abgeschnittenen Blättern, an welchen es zu beiden Seiten die Oberfläche überzieht, durch heftiges Schütteln in Schuppenform gewonnen. Die Oberseite ist mit einer dickeren Schichte bedeckt und löst sich bei dieser mechanischen Einwirkung leicht ab, schwieriger löst es sich von der Rückseite, da die Schichte dünner ist und fester anhaftet. Exportirt werden davon jährlich 871.400 Kilogr. und im Lande verbraucht man 734.500 Kilogr. Hausgeräthe. Bambusa taquarussu (Taquarussu). Körbe davon geflochten. Dalbergia nigra. Ein Tisch. Quassia amara L. Trinkbecher. Als eine besondere Nutzpflanze Brasiliens ist, ausser der Gewinnung des vegetabilischen Wachses, die Copernicia cerifera Mart, zu nennen. Sie wächst in den Provinzen Ceara und Rio Grande de Norte in grosser Menge wild. Auf sie wirkt eine anhaltende Dürre nie schädlich ein. Ihr Stamm liefert Material zum Häuserbau und auch Faserwerk. Die Wurzeln ersetzen theilweise die Wirkung der Sarsaparille-Wurzel und aus dem jungen Mark bereitet man Wein und eine Art Sago. Das Fleisch der frischen Frucht schmeckt angenehm und die gebrannten Kerne ersetzen in einigen Gegenden die Kaffeebohne. So wie noch aus einigen Stammtheilen Mehl gewonnen wird, so wird auch das Stroh zu Matten, Hüten und anderen Gegenständen verwendet. Photographien. Von besonderem Interesse war ein Album von dem Photographen G. Leuzinger in Rio de Janeiro, welches 48 Blätter (9" X 7") enthielt und von welchen ich nachfolgende, ihrer vorzüglichen Darstellungen wegen, aufführe. Ansichten am Tarumaflusse. Ein Urwald am Amazonen-Strome, dabei Eriodendron Samauma Mart., 220 Fuss hoch und mit 12 Fuss Stammdurchmesser. Malocca. Niederlassungen wilder Indianer. Miranhas. Indianer, Anthropophagen auf der Jagd. Guilielma speciosa Mart., Pupunha-Palme, zunächst Jutalii. Eine Gruppe hoher, schlanker Stämme mit reich belaubten Kronen. — speciosa Mart. Pupunlias mit Stacheln versehen. Euterpe oleracea Mart. 18 138 Iriartea ventricosa Mart. Eine selten vorkominende Palmenart. Syphonia elastica Pers. Mucra tinga. Ein 200' hoher Baum mit ganz geradem Stamm und schön belaubter Krone. Eine noch unbestimmte Art Baumwolle. Manji. Ein ebenfalls unbestimmter Baum von einer Höhe von 120', dessen Früchte von vorzüglicher Güte sind. Tinambuca. Erreicht die Höbe von 170 Fuss, und sein Stamm dient den Indianern zur Anfertigung ihrer grossen Pirogen. Er ist ebenfalls noch unbestimmt. Pao Mulato. Ein 160 Fuss hoher Laubbaum, dessen frisch gefälltes Holz vortrefflich brennt. Oenocarpus Bacaba Mart. (Bacaba-i). Aus der Frucht dieses bis 25 Fuss hohen Baumes wird ein vorzügliches Getränk bereitet. Cocos micifera L. (Coco de Bahia). Am See Tefe wachsend. Mauritia gracilis Wall. (Carauma). — carana Wallace (Carana-i). — sp. Eine Gruppe dieser prächtigen Palme. Sitio. Eine Gruppe der Coeao blanc. Metis. Ein unbekannter Baum am Gestade eines Sees. Dann folgen noch 50 Blätter unter dem Titel „Vistas do Amazonas.“ Die Aufnahmspunkte aller dieser Ansichten von Gegenden oder Baumgruppen waren vortrefflich gewählt. Es sind Momente ausersehen, wo gar keine Bewegung in den Blattkronen stattfand und daher die Gegenstände mit einer ausserordentlichen Schärfe wiedergegeben wurden. Die Gruppen der Indianerstämme sind nicht nur auf den Bildern sehr gelungen angebracht, sondern ihre Gesichtszüge waren deutlich markirt und lassen daraus eine sehr schnelle Aufnahme erkennen. Da bei vielen der abgebildeten Bäume der botanische Name, Höhe oder sonstige Eigenschaften beigegeben waren, machten diese Angaben diese Aufnahme um so schätzenswerther. Die Republik Chili. Ausser einigen Holzmustern befanden sich hier 52 Sorten Pha- seolus nebst Samen von Hmtwlus lupulus , Guillas-Gerste, Weizen, getrocknete Pflaumen und Pfirsiche nebst mehreren Sorten von Mandelfrüchten. Die Republik Uruguay. Dio 80 Stück Holzmuster, welche von diesem Theil Amerikas Vorlagen, hatten die Gestalt eines 2 Zoll dicken Pfostens, welchem an einer Schmalkante die Rinde anhaftete. Sie waren mit Nummern und den landesüblichen Trivialnamen versehen, nur eine geringe Anzahl war mit den scientifischen Namen eliquettirt. Holzinustcr. Arrayan. Invira. Amarillo. Inga. Algarrobo. Lauco. — amarillo. Laurus Cinnamomum. Aqninondi. Lapacho. Ay nine. Molle. Agarra. Mataojo. Alamo. Mani. Acacie. Mora. Alteo. Mandubuy. Amer a. Pinolimon. Arayan. Palo santo. Blanco grande. — fierro. Blanguitto. Paraiso. Btt/few-Schattenbaum. Pitanza blanca. Coronilla. Psidium pyriferum (Guyaba) Charchal. Queba cuchillo. C-eibo. Quebrachillo. Canelon. Quembracho. Cerezo. Quaycumzu. Curupi. Rama nigra. Chanal. Sacchara. Citrus aurantium. Sanco. Capororoca. Sarandi collorado. Cuertrillo. — bianco. Cumpi. Sombra del Toro. Duraspillo. Taruman. Damasco. — duro. Espinillo del monte. Tala. — del campe. Timbo. Espino de corona. Tambeten Colorado. Gustavia membrillo (Membrillo del Ubajai. monte). Uhapoy. Gurupi. Uandubay. Galactodendrum utile H. B. Viraro. Hapockillo. Ybria. Higueron. fledicinalpflanzen. Calaguala. Lino cummarron. Charrua. Omzu. Fresesquina. Pinera. Gramilla. Side Sangrias. Guaycurcu. Sonalotodo. Heche-tree. 18 * 140 lnvira- Bast. Trabazu zu Kleiderstoffen. Faserpflanzen. Viravira zu Stricken. Nahrungs* und Genussmittel. Tabak in mehreren Sorten. Zea Mays L. Photographien. Ansichten von Montevideo. Argentinische Republik. Die ganze Ausstellung beschränkte sich auf einige Holzmuster in kleinen polirten Stücken ohne weitere Bezeichnung und Benennung. Inseln im atlantischen Ozean. Bahama-Inseln. Die Ausstellungsprodukte dieser aus 20 grösseren und mehreren kleineren Inseln bestehenden Gruppe erstreckten sieh auf nicht mehr als auf Verzierungen von Mimosa- Samen, aus Musa- und Ananas - Fasern, Fächer und Seile aus den Blättern der Palmetto - Palme (Chamaerops Palmetto Mich.), aus wenigen Holzmustern, Rindenstücken und Tabak zu Zigarren verarbeitet. Caraibische Inseln. 1. Quadeloupe. (Französische Kolonie.) Holzmuster. Diese bestanden aus Stücken, welchen die hexaedrische Form gegeben war. Aegiphila Martinicensis L. (Bois Cabri). Achras Ballota Aubl. (Balota). Anona sp. (Cachiment). Bambusa arundinacea Retz. (Bambou). Chimarrkis cymosa Jaeq. (Résolu). Bignonia sp. (Ebène vert). Citrus Medica L. Cordia Geraschanthus Jacq. (Cypre orange). Erythroxylon squamatmn Vahlb. (Amourette). Fagara tragodes L. (Noyer des Antilles). Gaura trichilioides (Pistolet). 141 Guazuma ulmifolia Desf. (Hêtre des Antilles). — heterophylla. Hippomane Mancenilla L. (Mancenillier). Homalium racemosa Jaeq. (Aeoinat.) Prunus sphaerocarpa Sw. Talauma Plumierii DC. Ein schwarzbraunes Holz. Faserpflanzen. Agare americana L. (Aloès). — foetida L. (Aloès pette). Gossypium herbaceum L. (Soie végétale). Guazuma ulmifolia Desf. (Mahot). Heliconia Caribaea Lam. (Balisier bihai). Lagetta funifera Mart. (Mahot piment). Luffa acutangula Sering. (Torchon). Musa abaca (textiiis?) (Bananier). — paradisiaca L. Ochroma Lagopus (Patte de lièvre). Urtica tenacissima Roxb. (China grass.) — nirea L. (Ramie). Madame Fernand Léger aus Pointe à Pitre stellte Faserwerk, welches aus dem Stamme, den Blattstielen und Blüthenstielen der Musa abaca gewonnen wird, aus. Die Pflanze liefert diese seidenartige Faser in grosser Menge, ist sehr fein, äusserst dauerhaft und ist von dem bisher aus diesen Pflanzen gewonnenen Faserstoff ganz verschieden. Nedicinalpflanzen. Acacia Farnesiana Willd. (Cassie). Anona muricata L. (Carossolier). Bignonia sp. (Ebène verte). Capraria bijlora L. (Thé des Antilles). Cassia brassiliana Lam. (Casse). Cassia occidentalis L. (Café nègre). Citrus Medica L. (Citron). Exostemma Caribaeum R. S. (Quinquina Caraïbe). — floribundum R. S. (Bois Tabac). Nahrungsmittel. Caffea arabica L. aus vielen Gegenden. — microcarpa R. P. (Café Moka). Die bebten hier angeführten Sorten werden in Quadeloupe am häufigsten gebaut, doch hat die Kaffee-Ernte quantitativ wesentliche Beeinträchtigungen erlitten, wovon der Grund in den verheerenden Kriegen, in den Krankheiten an der Pflanze selbst und in den vernichtenden Stürmen zu finden ist, welche das Land verheerten. Cassia occidentalis L. Als KafTeesurrogat verwendet. Psychotria citrifolia Sw. (Café montagne). Theobroma Cacao Adams. 142 Gewürze. Caryophyllus aromaticus L. (Clou dos girofles). Hibiscus Abelmoschus L. (Ambrette). Myristica moschata Thumb. (Muscades). Myrlus acris Sw. (Poivre de la Jamaique). Vanilla Pomponia Schiede (Vanillon). — planifolia Andr. (Vanille longue plate). Barbadines, Gelée de. Citronen. Psidium pomiferum L. (Goyaves). Konserven und Liqueurc. Zingiber officinale Rose. (Ginger). Rhum aus Melasse. Aprikosenblüthen-Liqueur. 0 e 1 e. Aleurites triloba Forst. (Noix chandelle). Davon wird Oel für die Oelmalerei gewonnen. Calophyllum Colaba (Noix de Galba) liefert vorzügliches Brennöl. Lucuma mammosmn Gaert. fil. (Sapote). Oreodoxa oleracea Mart. (Palmiste à colonne). — regia H. B. Gummi nnd Harze. Bursera gummifera L. (Resine de Gomart). Hymenaea Courbaril L. (Resine animée). Gerbe- nnd Färbepflanzen. Bixa Orellana L. (Rocou). Malpighia spicata Cav. (Moureiller). 2. Martinique. Der vulkanische Boden dieser der französischen Regierung an- gehörigen Antillen-Insel beherbergt an 20.000 Hektaren Waldungen, welche aus Bäumen bestehen, deren Holz für viele Zwecke dienen würde, aber wegen Mangels an Kommunikationsmitteln grösstentheils unbenützt bleiben müssen. Holzmuster. Acacia scleroxylon Tupae (Tendre à caillou). Adenanthera Pavonia L. (Condori). Andira inermis H. B. (Angelin). Bambusa arundinacea Retz. (Bambou). Bignonia sp. (Ebène verte). Cainito pomiferum Tussae (Caini- tier). Casuarina equisetifolia Forst. (Bois de Filao). Cocos nucifera L. (Cocotier). Diospyros Mabola Roxb. (Mabolo). Fagara tragodes L. (Noyer des Antilles). Ficus elastica Roxb. Garcinia Mangostana L. (Mangoustan). 143 Haematoxylon campechianum L. (Campeche). Holygarna longifolia Roxi). (Maugier a grappes). Inga Burgoni DC. Mangifera indica L. (Mangouir). Myrtus acris Sw. (Bois d’ Inde). O chroma Lagopus Sw. (Bois-flot). Plumier a sp. (Franchipanier). Prunus sphaerocarpa Sw. (Noyau). Tamar indus indica L. (Tamarin). Mcdiziaalpflanzen. Andira racemosa Lain. (Angelin) Rinde. Anona muricata L. (Corassal) Blätter. — squamosa L. (Atte ou pomme cannelle.) Atropa arborescens L. (Belladonna) Blätter. Aralia arborea L. Bignonia unguis L. (Alexitere). Bittera febrifuga Belang. (Bois de St. Martin) Blätter. Carapa Guianensis Aubl. Rinde. Caryota urens L. Same. Cassia alata L. (Herb, à dartres) Blätter. — brasiliana Lam. (Casse) Blätter. — fistulosa L. (Casse). Cecropia pelt at a L. (Bois canon) Rinde und Blätter. Cerasus sphaerocarpa Loisl. (Noyau). Cinchina sp. (Quinquina). — nitida (Quinquina R. P. luisant). Chloris radiata Sw. (Pied-poule). Citrus Medica L. Dorstenia brasiliensis Lam. (Contrayerva) Blätter und Wurzeln. Egletes Domingensis Casin (Verveine Caraïbe). Erytroxylon Coca Lain. (Yerba coca). Exostemma floribundum R. S. (Quinquina Piton). Guajacum officinale L. (Gujac). Guazuma ulmifolia Des!'. (Orme pyramidal). Guilandina Bonducella L. (Yeux de chat). Heliconia caribaea Lam. (Balisier). Hex Paraguariensis St. Hil. (Maté). Jatropha multifida L. (Medieinier). Laurus Persea L. (Avocatier). Lantana Cannara L. Mangifera indica L. (Manguier). Plumbago scandens L. (Dentelaire). Plumier a rubra L. (Franchipanier). Quassia amara L. (Quinquina de Cayenne). Sapota Achras Mill. (Sapotillier). Sauvagesia erecta Spr. (Thé montagne). Scutellaria purpurascens Swartz (Toque de la Havane). Simarnba excelsa DC. (Bois de St. Martin). — officinalis DC. Solanum triste Jacq. (Bois caca). 144 Spermacoce sp. (Herbe à cornette). Spigelia Anthelmia L. (Herbe à la Brinvilliers). Stachytarpheta Jamaicensis Vahl. (Verveine queue-de-rat). Swietenia Mahagoni L. (Acajou) Rinde. Tecoma leucoxylon Mart. (Ebène verte). Uvaria odorat a Lam. (Canang). Nahrangs- and Gennssmittel etc. Acacia Farnesiana Willd. (Fleurs de Cassie). Caryophyllus aromaticus L. (Clous de girofle). Cinnamomum verum Sweet (Cannelle). Coumarouma odorata Aubl. (Feves de Tonka). Coffea arabica L. in vielen Mustern. Hibiscus Abelmoschus L. (Gombo musqué). Mangifera indica L. Branntwein aus Mangols. Myristica moschala Thunb. (Muscades et rnacis). Myrtus acris Sw. (Bois d’ Inde). Teobroma cacao. Tabak, roll und in Zigarrenform. Mehle. Artocarpus incisa L. fil. (fruit à pain). Arum esculentum L. (Choucaraibe). Canna edulis Ker. (Toloman). Convolvolus Balatas L. (Patate douce). Jatropha Manihot L. (Manioc). Mangifera indica L. (Mango). Maranta arundinacea L. (Arrow- root). Musa paradisiaca L. (Bananes). Phrynium dychotomum, Roxb. (Arrowroot de Barbades). Zea Mays L. (Mais). 0 e Arachis hypogaea L. (Pistache de terre). Adenanthera Pavoniana L. (Con- dori). Calophyllum Calaba Jacq. (Galaba). Carapa Guianensis Aubl. (Carapa). Cocos nucifera L. (Noix de coco). Heritiera littoralis Ait. Lucuma mammosum Gärt. fil. (Graines de Sapote). Moringa pterosperma Gärt. (Ben ailé). Gespinnst* and Agave mexicana L. (Langue de beuf). Corchorus olitorius L. (Jute). Gossypium sp. 1 e. Pachira aquatica Aubl. (Châtaigne de la Guyane). Pandanus obeliscus Pet. Th. (Vacoa obélisque). Pekea ternata Poir. Ricinus africanus Mill. Sapindus Saponaria L. (Savonette). Sesamum orientale L. (Gigiri). Swietenia Mahagoni L. (Acajou). Syagrus amara Mari. (Petits cocos). Theobroma Cacao Adans. Faserpflanzen. Hibiscus cannabinus L. (Mahot chanvre). Lagetta funifera Mart. (Mahot piment). 145 Malachra ovata- L. (Guimauve). Ochroma Lagopus Sw. (Patte de MusatextilisNees (BananierAbaca). lion). Urtica nivea L. (Ortie de Chine). Färbe- and Clerbepflanzen. Anacardium occidentale L. (Pommier d’ Acajou). Bixa Orellana L. (Rocouyer). Haematoxylon campechiannm L. (Campeche). Mapouria guianensis Aubl. (Mapou). Morinda Bojoc Lour. (Racines). 3. Trinidad. ln 200 Exemplaren schickte diese Insel Holzmuster ein, welche in die Form von sechs Zoll hohe, vier Zoll breite und i / 2 Zoll dicke Brettchen gebracht waren und mit nachfolgenden Namen bezeichnet waren: Acacia Farnesiana Willd. — tortuosa Willd. Andira inermis H. B. Achras Ballot a Aubl. — Sapota L. Artocarpus incisa L. fil. — integrifolia L. fil. Avicennia tomentosa L. Anacardium occidentale L. Akeesia Sapida Koenig. Acrocomia sclerocarpa Mart. Amyris Trinitensis. Anona reticulata L. — squamosa L. Avicennia tomentosa L. Amalpighia sp. Aspidosperma sp. Bur sera gummifera L. Brownea coccinea L. Brosimum guianensis. — Alicastrum Sw. Bucida Buceras L. Bauhinia grandiflora Juss. — virgata. Byrsonima spicata DC. Bunchosia sp. Bixa Orellana L. Bravaisia floribunda DC. Copaifera officinalis L. Citharexylon quadrangulare L. Carapa guianensis Aubl. Crescentia Cujute L. — latifolia Lam. Calliandra Zaman. — S P- Cedrela odorata L. Cocos nucifera L. Cordia geraschanthus Jacq. Calophyllum Calaba Jacq. Calycophyllum coccineum DC. Citrus Limonium Risso. — Auranlium L. Coccoloba uvifera L — latifolia Lam. Curatella americana L. Croton gossypifolium Vahl. — sp. Cassia brasiliana Lam. Cerbera Thevetia Ad ans. ChrysophyHum Cainito L. — glabrum Jacq. Conocarpus erectus Jacq. — sp. Campomanesia aromatica. Crataeva sp. Cordia sp. Cicca disticha L. Caryophyl lus aromaticus L. Couroupita Guianensis Aubl. Chrysobalanus icaco L. — sp. ! Caluptranthes sericea. 19 146 Coffea arabica L. Clusia rosea L. Case aria sp. Colubrina reclinata Brongn. Cap paris cyanophallophora L. — jamaicensis Jacq. Cereus hep tag onus Haw. Caesalpinia Coriaria Willd. Copaifera hymenaeifolia Moric. Diplotropis brachypetala. Diospyros Mabola Roxb. — sp. Dracaena sp. Eugenia Michelii Lain. — Malaccensis L. Esenbeckia sp. Flacourtia Ramontchi Herit. Ficus sp. — Radula Willd. Genipa sp. Guajacum officinale L. Guazuma ulmifolia Dos!'. Gulielma sp. Heliocarpus americanus L. Hymenaea Courbaril L. Hematoxylon campechianum L. Hippomane Manic ell a L. Hura crepitans L. Hirtella silice a 1 ? .Jacaranda coerulea Juss. Idea heptaphylla Aubl. Jambosa vulgaris DC. Isertia p and flora Vahl. Ilex Macoucou Pers. Juniperus Bermudiana L. Lagerstroemia Reginae Roxb. Lecyfhis Idatimon Anbl. Lueurna m ammo sum Gaertn. lil. Licania incana Aubl. Laurus sp. Lonchocarpus latifolius H. B. Madura xanfhoxylon Endl. Murray a exotica L. Mimoson lithoxyla. Man gif era indica L. Myrospermum frntescens Jacq. Melicocca bijuga L. Morinda sp. Myristica aromatica Lam. Mabea inconst ans. Machaerium sp. Martinezia caryotaefoiia H. K. Mollinedia sp. Miconia prasina DC. Marnmea americana L. Olyganthus condensafa. Oenocarpus Batava Marl. Ochroma Lagopus Sw. Oreodoxa regia H. B. Pimenta vulgaris Lindl. Psidium pyriferum L. Poinsettia pulcherrima Grnbam. Peltogyne paniculata Vogol. Platymiscium polystachium. Pip ta dénia ? Pentaclethra filamentosa. Per sea gratissima Gaertn. fil. Plumieria sp. Pandanus Candelabrum Beauw. Pisonia sp. Prunus occident a I is Sw. Peridium sp. Phoberos sp. Pereskia sp. Psychotria sp. Panax sp. Podocarpus sp. Pithecollobium sp. Paritium tiliaceum St. Hil. Pachira aquatica, Aubl. Pferocarpus Draco L. Quassia amara L. Rhizophora Mangle L. Rhopala mont ana Aubl. Rheedia lateriflora L. Roll in ia mult (flora. Randia sp. Rupprechfia sp. Serjana sp Swarfzia pinnafa Willd. — grandiflora Willd. Spondias Mombin Adans. Stilaginella sp. Swietenia Mahagoni L. Sponia sp. Stereospermum chelonoides D C. 147 Sapium aucuparium Jacq, Solanum callicarpifolium. Tecoma stans Juss. — pentaphylla Juss. Trichilia moschata Sw. Tamar in dus indica L. Taespesia populnea Correa. Thecetia nereifolia Juss. Terminalia sp. | Terminalia Calappa L. I Theobroma Cacao L. j Tabernemontana sp. Vismia Cayennensis Pers. Vitex capitata Vahl. Warscewicza coccinea. Xanthoxylnm Clara Herculis L. Ximenia americana L. St. Pierre und Miquelon. (Französische Besitzungen.) Von diesen beiden kleinen Inseln zunächst Neufundland stammten folgende Theesorten her. Coultheria procumbens L. (Thé rouge). Ledum latifolium Lam. (Thé jaune). Vaccinium hispidulum L. (Thé de Terre neuve). Den Ausstellungsgegenständen der neuen Welt füge ich hier noch die Beschreibung und Abbildung einer Brorneliacee an, welche ein amerikanischer Geschäftsmann aus Carolina nach Wien brachte, in der Weltausstellung ausstellte und zum Verkaufe anbot. Die lebenden, meist gut erhaltenen Pflanzen befanden sich in einem Fasse und waren mit den weichen, verworrenen Fäden und Miniaturpflänzchen der grossentheils aber noch lebenden Tillandsia usneoides L., welche als Verpackungsmaterial diente, umgeben. Die Exemplare wurden, womit auch der eben in Wien anwesende Prof. Ed. Morree aus Lüttich einverstanden war, für eine Art der Gattung Allardtia (A. Dietrich.) angesehen und ich gab ihr, zu Ehren des als Präsident der internationalen Gartenbau-Ausstellung fungirenden Exc. Grafen Alfred Potocki, den Namen „ Allardtia Potockii .“ Erst im Jahre 1874 entwickelte eines der Exemplare, welche ich für den k. k. Hofburggarten accquirirte, einen Blüthensland, und fügt; nun nachfolgende Beschreibung und Abbildung von dieser Brorneliacee bei. Allardtia Potockii Ant. Der Stamm ist sehr verkürzt. Die Blattrosette becherförmig, reichblätterig. Die Blätter sind 063 bis 0 75 M. lang, an der umfassenden Basis 0 8 M. breit, rinnenförmig, abstehend, dann zurückgebogen, in eine langgezogene, pfriemenförmige Spitze ausgehend, ziemlich starr, massig dick, schmutzig weisslich, blaugrün, glanzlos, am Rande glatt. Der centrale Blüthenstand wird über 1 Meter lang, bildet eine locker-verzweigte Rispe, deren spitzwinkelig abstehende, dünne und glatte Zweige etwas nach innen gekrümmt sind. Die etwas weinroth überlaufene Spindel ist an jedem Knoten mit nach oben der Grösse nach abnehmenden, langgespitzten, entferntstehenden, röthlich gefärbten Brakteen besetzt. Die Blüthen stehen zweizeilig, abwechselnd, sind mit einer starren, dunkelgrünen, glänzenden, 19 * 148 zugespitzten, gekielten, fest angeschlossenen, unten querüber wulstigen Braktee gestützt, welche kürzer als der Kelch ist. Dieser ist ebenfalls dunkelgrün, glatt, elliptisch. Die Sepale sind oben schief abgerundet und dünnhäutig, weissberandet. Die walzenförmige, wenig gekrümmte Blumenkrone ist an der Spitze etwas geöffnet. Die Pe- tale sind mehr als doppelt so lang als die Sepale, grünlichweiss, dünnhäutig, fast transparent, lanzettförmig, rinnenförmig, am Grunde ohne Schüppchen. Die Blume blüht kaum einen Tag hindurch, die Petale falten sich dann und werden lichtbraun. Die kurzen, breiten, dunkelbraun gefärbten Staubbeutel ragen nebst dem dreitheiligen, gewundenen Pistile über die Petale hinaus. Der Fruchtknoten ist dreifächerig, hoch-kegelförmig, im Durchschnitte stumpf-dreikantig. Die zahlreichen Eichen sind kurz gestielt, länglich verkehrt-eiförmig, oben mit einem langen, gebogenen, schwanzartigen Fortsatz versehen. Allardtia Potockii stammt aus Carolina, wo sie als Epiphyt auf Baumstämmen wachsend, gefunden wird. Erklärung der Abbildung. a) Eine blühende Pflanze (verkleinert). b) Ein Stück der Blüthenrispe (in natürlicher Grösse). c) Ein Stück der Blüthenrispe (vergrössert). dj Eine Blume mit Braktee (vergr.) e) Ein Stück einer Blume, der Länge nach durchschnitten (vergr.). f) Eine Blüthe im Querdurchschnitte (vergr.). g) Der Stempel (vergr.). h) Rückwärtige Ansicht einer Anthere (vergr.). i) Eichen (vergr.). ÜWI /» 4 O » ■ lUhidrucÄ *S. Lomi WJ *N. Allardtia Poiodiii.Ant. ! • ■syv ***'»-'. & >y*> •- 'to&r- Europa. -K-,?' li q o *i « [i î ihi'-: \> i *♦> ‘^'v*r.v. Russland. Das aus kaum 30 Stücken bestehende Holzsortirnent war in höchst einfacher Weise ausgestellt. Es waren durchsägte Ast- und Stammstücke mit russischen Namen beschrieben. Von den als Medizinalpflanzen angenommenen oder zu technischen Zwecken verwendeten Pflanzentheilen und Präparaten fand man Opium, Safran. Rhamnus infectorius L. Früchte, Statice coriaria Pall. Wurzeln, Asphodelus ramosus L., welcher zur Bereitung eines Leimes Anwendung findet, dann Paeonia lenuifolia L. und Polypodium - Wurzeln, wie auch Grapp. Namentlich waren es die Bliithen von Pyrethrum roseum Bbrst. und P. caucasicum Willd., welche in sehr bedeutender Menge dargeboten wurden. Unter den Genuss- und Nahrungsmitteln sind hervörzuheben: Essenzen und Syrup von Moosbeeren ( Oxycoccos macrocarpa Pers.), schwarzer Thee in vielen Mustern und Tabak aus Bessarabien, Saratow, Ostrogoge und aus der Krim und zwar theils in Blättern allein, tlieiis auch in ganzen Zweigen. Die Cerealien und Gemüsesamen füllten etwa hundert Cylinder- gläser, darunter gab es Leinsamen, californischen Hanf, Triticum polonicum , Agropyrum pectinatum Beauv., Sommer- und Winter- Weizen, Roggen, gewöhnliche und schwarze Gerste (Ala-Arpa), mehrere Arten Weizen, Kubanka, Zarda und Karagltschyk genannt. Rother, Rjaslinischer und Akulinischer Reis, eine Hirsen-Sorte, Gomi genannt, Erbsen (Nuchut, Masch), weisse Bohnen (Tettri-Labje), rothe (Ziteli-Lobio), gelbe (Kwiteli), schwarze (Sowy-Lobio), gefleckte (Odo-Shuri). Mehl gab es aus Buchweizen, Roggen und anderen Pflanzen, Zucker aus Runkelrüben. Wein war sehr zahlreich vorhanden. Ausser Ribisel-Wein gab es Wein aus französischen, rheinländ. und Tokai-Trauben, welche aus Bessarabien, aus der Krim, vom Kaukasus und aus Aslrachan herstammten. Man fand Sauterne, Bordeaux, Rissling, Lafitte, Alicante, und mehrere der vorhandenen Dessertweine wurden im kaiseiliehen Garten zu Nikitsch gezogen. Nebst Branntwein aus Cetraria islandica Ach., Kartoffeln und Korn gab es noch mehrere Sorten Liqueure und Alkohole. Oele waren aus den nachfolgend angeführten Pflanzen gewonnen, und zwar aus: 152 Matricaria camomilla L. Helianthus annuus L. Olea eurnpaea L. Papacer somniferum L. Sesamum orientale N. Juglans regia L. Croton sp. Anis. Brassica napus oleifera Moench. Der kaiserliche botanische Garten legte ein Herbar auf, welches die Medizinalpflanzen, die das russische Reich irn wildwachsenden Zustande in sich schliesst, enthielt. Der Acclimatisations-Garten von Tiflis stellte ein Herbar wildwachsender und kultivirter Pflanzen durch Ledebour aus, ebenso die Gehölze, welche der bot. Garten daselbst in sich fasst, nebst einem Plan dieses Gartens. Die an der Insel Koulala (im kaspischen Meere) wachsende ' Meerespflanze Zostera marina L. liefert den Stoff theils zur Fabrikation von Cartons, theils zum Anfüllen von Matrazen. Rumänien. Den Flächenraum, welchen Rumänien auf der Wiener Weltausstellung inne hatte, betrug an 655 Quadratmeter. Er war gewissenhaft benützt, und besonders waren es Cerealien, welche unter den Vegetabilien das Uebergewicht hatten. Die textilen Pflanzenprodukte reduzirten sich beinahe nur auf die Hanffaser in verschiedenen Stadien ihrer Verarbeitung. Die Cerealien und sonstigen Samen füllten Deckelgläser und Blechbüchsen und waren mit deutschen Benennungen versehen. Sie waren in sehr vielen Mustern aber wenigen Sorten ausgestellt. Arena satira L. und Abarten in 77 Mustern. Cannabis satira L. in 6 Mustern. Errum Lens L. In 22 Mustern. Hordeum rufgare L. Rothe, weisse und schwarze Gerste in 80 Mustern. Linum usitatissimum L. In 50 Mustern. Millium effusum L. In 50 Mustern. Pisum satirum L. In 12 Mustern. Polygonum Fagopyrum L. In 8 Mustern. Rapistrum perenne All. In 20 Mustern. Sinapis. In 2 Mustern. Secale cereafe L. In 38 Mustern. Saccharum officinarum L. 1 Muster. Triticum rulgare Vill. In 190 Mustern. Trifolium. In 2 Mustern. Zea Mays L. ln 230 Mustern. Nach den Ausstellungsprodukten allein zu sehliessen, ist Rumänien an Mais am produktivsten, was sich in der That auch so verhält, denn der mittleren Jahresproduktion nach beträgt das Erträgniss an dieser Frucht 3 Millionen Kilo, während sie bei dem ebenfalls stark vertretenen Weizen nur 2.300.000 Kilo beträgt. Der Grund der so ausgebreiteten Maiskultur ist darin zu finden, dass die Bewohner ihr 158 Hauptnahrungsmittel, ihre „Mamaliga“ daraus bereiten und ausser dem Export auch noch viel zur Branntweinbrennerei benützt wird. Hiezu dient übrigens auch noch der Roggen. Die Weizensorten, auf die man vorzugsweise achtet, sind: Ghirca, Arnaut, Banater, Sando- mir und der weisse und rothe rumänische Weizen. Der Tabak, der dem türkischen an Güte gleichkommen soll, war in wenigen Mustern vertreten und zwar nur in gelegten Blättern. Die Gespinstpflanzen, die sich, wie Eingangs erwähnt, nur auf den Hanf beschränkten, lagen in 73 Mustern in den verschiedenen Stufen ihrer Zubereitung vor. Mehl war durch jenes, aus Mais und Hirse bereitet, vertreten. Branntwein, aus Pflaumen gewonnen, war in vielen Mustern anwesend, in wenigen hingegen jener, welcher aus verschiedenen anderen Fruchtsorten darzustellen ist. Spiritus aus Reis war wenig vorhanden. Die Holzmuster beschränkten sich auf die gewöhnlichsten Waldbäume, als: Ahorn, Birken, Fichten, Eschen u. s. f. Endlich lag ein Faszikel eines Herbariums auf, welches die Aufschrift an sich trug: Herbarium Elesa alu scolee d medicina Esyl Elena Doinna. Osmanisches Reich. So zahlreich auch die Sammlung von Holzmustern gewesen ist, welche das Osmanische Reich zur Vorlage brachte, so war sie doch ganz nutzlos, da die Holzstücke nur mit Nummern versehen waren und die Ausstellungs-Kommissäre hierüber keinen Katalog in Händen hatten. Die Form der Holzmuster war die Pfostenform von 8 bis 24 Zoll Länge, 2 bis 6 Zoll Dicke und 6 bis 20 Zoll Breite. Auf einer Seite derselben zeigten sie den rohen Schnitt, während die andere Fläche politirt war und der Rücken die Rinde an sich trug. An den Seitenwänden des Ausstellungsraumes waren in Pulvergläsern eine ziemlich grosse Anzahl Sämereien von Bohnen, Erbsen, Melonen, Gurken, Mais u. s. f. aufgestellt, anderseits bildeten getrocknete Früchte von Feigen, Datteln, Rosinen ohne Kerne und die ihrer Vorzüglichkeit wegen bekannten Eleme-Weinbeeren, Johannisbrot, Aepfelspalten, Mandeln, Haselnüsse etc. den Inhalt. Tabak wurde von verschiedenen Gegenden des Reiches in sehr vielen Sorten eingebracht und man legte ihn tlieils paquetweise in offenen Blättern, tlieils aber in der Form vor, wie er in grossen Ballen dem Handel übergeben wird. Ueberraschend war die Reichhaltigkeit der Opium-Ausstellung. Aus nicht weniger als 139 Stücken in 100 Sorten war dieses Produkt vertreten. Die meisten Kuchen hatten eine verschobene elliptische, flache Form und waren mit einem Bohrloche versehen, ausserdem waren sie auch in Stangen, Kugeln etc. und nur eine Sorte in Gestalt eines dicken Breies in Blechdosen gefüllt, vorhanden. Ein Tableau gab den ßereitungsort an und deutete auf den Perzentgehalt der be- 20 154 treffenden Sorte hin. Zugleich wurden Mohnköpfe und die Instrumente, welche hei der Opiumerzeugung benützt werden, vorgewiesen. An den Wanden hingen ferner Wurzeln von Convolvulus Scam- monia L. von verschiedenen Bezugsquellen, sowie auch das davon gewonnene Harz. Von Faserpflanzen war Hanf ganz allein, im rohen und verarbeiteten Zustande vorhanden. Dattelwedeln kamen häufig vor und man verfertigt davon eine Art Abstauber in ziemlich primitiver Form, ausserdem auch Matten und Geflechte verschiedener Art. An Drogen sind zu bemerken: Tragant in mehreren Sorten, Mastix von Chios ( Pistacia Terebinthus L.), Gummi arabicum, Rosenöl in zierlichen Flakons und oft von sehr bedeutender Grösse, sowie auch Rosenwasser, Terpentin, Samen von Nigella , Coriandrum , Capsicum, Cannabis indica Lam., Celtis australis, Juniperus rufescens Link etc. Unter den getrockneten Blättern und ßlüthen fanden sich vor: Rosenblumen, Salvia, Origanum, Tilia, Matricaria , Chamomilla etc. Rosenblätter waren Conserven und anderen Gerichten häufig beigegeben. Die türkische Ausstellung verrieth in dieser Branche wenigstens, dass der richtige Takt, um eine Weltausstellung zu beschicken, noch nicht gefunden ist. Die, etwa in 30 Blättern (Format 8" X 6") eingeschickten Photographien enthielten zum grossen Tbeile nur innere Ansichten von Gebäuden und Darstellungen von Gewerben. Ein Album von Creta brachte Ansichten von Sfachia, Calilimiones, Monte Ida, Platania, Paesaggio nei Contorni di Canea. Noch ist ein Riescnherbar zu erwähnen, welches aber kaum über 12 Blätter enthielt und die Aufschrift hatte: Pharm. M. G. Uscia- klian, Brousse. Die Etiquetten waren in türkischer und italienischer Sprache und unter den Pflanzen waren Smilax ofßcinalis H. B., Juniperus rufescens Link., Atropa Belladonna Adans. etc. Griechenland. Die Form, welche man den Holzmustern Griechenlands gegeben hat, um sie dem Beschauer möglichst instruktiv vorzuführen, war einzig in ihrer Art. Es gab nämlich bcrindete Stammstücke, welche von der Basis an bis zu einem Viertheil der Länge in der natürlichen zylindrischen Form verblieben, dann waren sie bis in die Hälfte querüber so eingeschnillen, dass die Schnittfläche eine schiefe Ebene bildete, von hier an war sodann der Stamm nach aufwärts in der Hälfte der Länge nach gespalten. Man sah hierdurch das Längenholz, oben einen streng horizontalen und weiter unten einen Querschnitt, der eine schiefe Neigung zeigte. Nahe der Basis war sodann ein rechtwinkelig abgebogener Eisenstab angebracht, welcher einen elliptischen Goldrahmen trug, in welchem unter Glas Zweige, Blätter, Blülhen und Früchte sich aufbewahrl befanden, nebst der Beigabe der botanischen Benennung. uie Anzahl dieser Holzmuster belief sich auf 153 Stück. Ihres hohen Standortes wegen konnten die Namen bei sehr vielen nicht mehr gelesen werden, demzufolge mussten viele bei der nachfolgenden Aufziihlung ausfallen. Die Einrichtung dieser Holzsammlung, womit beabsichtigt war, die Holzarten der griechischen Flora zusammenzu- slellen, soll von Prof. Orphaniedes herriihren. Holzmuster. Anagyris foetida L. Amorpha fruticosa L. Arbutus Unedo L. — Andrachne L. Acer ricinifolium. — creticum. — Reginae Amaliae Orpli. Atriplex Halimus L. Buxus sempervirens L. Casuarina equisetifolia Forst. Crataegus Heldreichii. Citrus Limonium Riss. Carpinus Duinensis Tommasini. Celtis Tournefortii Lam. — australis L. Cupressus sempervirens L. Elaeagnus angustifolia L. Erica verlicillata Andr. — arborea L. Fraxinus Ornus L. Ficus Carica L. Hedera Helix L. Ilex aquifolium L. Laurus nobilis L Lycium mediterraneum. Melia Azedarach L. Medicago arborea L. Myrtus communis L. Morus alba L. — nigra L. Nerium Oleander L. Nicotiana glauca Graham. Olea europaea L. Ostrya carpinifolia Scop. Pinus Pinea L. — halepensis Mill. Platanus orientalis L. Pistacia Lentiscus L. Phillyraea media Link. — angustifolia L. Photinia serrulata Lindl. Quercus stenophylla. Rhus Cotinus L. Rosmarinus officinalis L. Rhamnus oleoides L. — graeca. — Alaternus L. Sophora japonica L. Styrax officinale L. Sorbus domestica L. — Aria L. Salix fragilis L. — alba L. Solanum auriculatum Ait. Tilia argentea DC. Tamarix parviflora DC. — Hampeana. Ulmus campestris L. Vitex Agnus castus L. Zizyphus vulgaris Lam. Eine Kollektion von 26 Olivensorten, deren Früchte und Zweige in mit Oel gefüllten Gläsern aufbewahrt waren, gehörte zu den interessanten Gegenständen dieser Ausstellung. Ausserdem fanden sich noch viele Muster von Olivenöl vor. Man nimmt an, dass Griechenland 7,500.000 Oelbäume besitzt, welche eine Grundfläche von 700 Millionen Quadratmeter bewachsen. Unter den Faserpflanzen fand sich Boehmeria nivea Hook et Arnot., in Athen gezogen, mit 2 Fuss langen Trieben vor. Baumwolle erschien ebenfalls in vielen Mustern, und man rechnet, dass für die Kultur des Gossypium 150 Millionen Quadratmeter entfallen. 20 * 156 Mit Getreidesorten, Hafer, Gerste, Türkiseh-Korn in sehr ansehnlicher Vertretung, nebst vielen Erhsen- und Bohnensorten, waren zahlreiche Glaser gefüllt. Beachtenswert war- ein ganzes Exemplar von Astragalus creticus La in., an welchem der eben vortretende Traganth haftete. Ausser Mandelfrüchten gab es Eicheln von: Quercus macrolepis Kotschy. Quercus slenophylla. — Portugalusa. — Taxygelea. Die Eiehenbestiinde decken beiläufig 13 Millionen Quadratmeter Grundes, auf welchen 110.000 Stück zu stehen kommen. Die Früchte von Elaeagnus angustifolia L. dienen als Nahrungsmittel. An geniessbaren Früchten gab es ferner: Pistacien, Haselund Wallnüsse, Feigen und Korinthen, für deren Kultur ein Flächenraum von 220 Millionen Quadratmeter entfällt und einen Ausfuhrartikel mit 100 bis 125 Millionen venetianische Pfund darstellen. Der Tabakkultur fällt ein Grundaustnass von 25—30 Millionen Quadratmeter zu. Die griechischen Weine waren durch rothe und weisse Sorten vertreten, und die Kultur desselben beansprucht ein Ausmass von 554 Millionen Quadratmeter. Was den photographischen Tlieil der Ausstellung, in Bezug auf Vegetationsansichten, betrifft, so kann dabei nur einer Ansicht vom königlichen botanischen Garten gedacht werden, alle übrigen waren Aufnahmen von Gebäuden, Tempeln etc. in 46 Bildern in der Grösse von 14"Xl9". Die unvollkommene Behandlung dieser Bilder zeigte sich durch ein starkes Verblassen derselben. Italien. Von den zahlreichen Ausstellern der italienischen Abtheilung mögen die nachfolgend angeführten Gesellschaften und Firmen zu den hervorragendsten gehört haben. Die Prima Societä italiana Lino in Monlagna stellte Leinpflanzen in Bündeln von 1 i J 2 bis 3 Meter Stammhöhe aus, ferner ein Herbar in 70 Faszikeln von Phanerogamen und Kryptogamen, welche Prof. Martino Anzi sammelte. Sanguinetti Angelo aus Bologna erschien mit Canepa naturale , wovon die Stengel 4 Meter lang und 2 Ctm. dick waren. Antonio Adami’s Ausstellung aus Treviso war reichlich mit Reiswurzelprodukten versehen, viele davon fielen durch ihre Zartheit und schöne Zubereitung auf. Diesen schlossen sich die Reiswurzel- produkle und Matten des Antonio Parma & Comp. an. Camizzoni errichtete zwei kolossale Pyramiden von Getreidesorten in Bündeln mit Aehren, darunter waren Triticum hordeiforme Hort., Asparagus officinalis L., Triticum turgidum L. und 5 Meter lange Hanfpflanzen. Eine ähnliche Gruppe stellte auch Conte Nicola Papadopoli zusammen. 157 Die Comizio agrario di Como hatte 880 Cerealien in Pulvergläser vorgeführt, worunter Mais sehr zahlreich vertreten war. Die Comizio agrario del distrillo di cividale del Friuli stellte Mais in 30 Sorten in Kolben aus. Die Stazione agraria sperirnentale stellte eine Reihe chemischer Analysen auf. Es gab 30 Pulverglaser, welche die Analysen von den nachfolgend angeführten Pflanzen enthielten. Acer campestre L. Arena satira L. Bromus racemosus Gaud. Betula alba L. Errum Errilia L. — Lens L. Festuca rubra L. Hedysarum coronarium L. Helianthus tuberosus L. Lathyrus satirus L. Lolium perenne L. Lupinus albus L. Morus alba L. Medic ago satira L. Phleum pratense L. Quercus Bobur Willd. Sorghum cernuum Willd. — vulgäre Pers. Trifolium incarnatum L. — pratense L. Trigonella Foenum graecum L. Triticum aristatum Hall. Ulmus campestris L. — major Smith. — effusa Willd. Vit is rinifera L. Vicia satira L. Zea Mays L. Onobrychis satira Lam. Jedes der Gläser trug eine gedruckte Etiquette mit folgenden Rubriken, in welche sodann die Zahlenangaben eingeschrieben waren. Aqua. Sostanze proteiche. Grasso (estratto d’ etere ). Sostanze estrative non nitrogenate. Amido. Zucehero. Cellulosa gregia. Cenere. ln 100 parti di cinere: Assido ferrico callumin. — calcido. — magnesico — potassico e sodico. Acido fosforico. — solforico. Anidride silicico. Cav. Stefano de Stefani aus Verona legte nebst einer Anzahl Äicmws-Fruchtständen verschiedener Sorten und verschiedener Grösse ebenfalls eine Brochure auf, die den Titel führte: „Storia della cul- tivazione del Ricino.“ Die Provinz Belluno brachte Holzmuster in 8 Ctm. dicken und 63 Ctm. langen und von 8 bis 16 Ctm. breiten Pfostenstücken, wovon ein Dritttheil der Breite polirt war. Es waren 150 Muster an der Zahl, jedoch war die Mehrzahl davon in einer so beträchtlichen Höhe aufgestellt, dass der Name nicht mehr auszunehmen war, und die Angaben mussten sich demzufolge nur auf die anfolgenden be- schrünken: Abies pectinata D C. In sehr vi Exemplaren. Arbutus Unedo L. Castanea resca Gaertn. Coryfus Arellana L. Fagus sylratica L. Fraxinus heterophylla Vahl. Hedera Helix L. 158 Ilex aqui folium L, Juniperus macrorarpa. Ostrya vulgaris Willd. Populus alba, L. Plat anus orient alls L. Picea excelsa. Pinus Pumilio Haenke. — Bruttia Ten. — Pinaster Ait. — Laricio Poir. — sylvestris L. Pinus excelsa Wall. Quercus heterophylla Michaux. — pubescens Willd. — Robur Willd. — Pseudo-robur Desf. — Cerris L. — Esculus L. Salix alba L. Taxus baccata L. Ulmus campestris L. — tuberosa Elirh. Eine weitere Holzmuster-Sammlung von 103 Exemplaren in viereckigen Pfostenstücken sendete die Campione da cornrnercio und die Municipio di Sassaferrato. Provinz Ancona hatte eine aus 48 Stück, bestehende Holzsammlung gesendet. Vertreten war dieselbe durch folgende Arten: Acer crispum Lauth. — Pseudoplatanus L. — campestre L. Armeniaca vulgaris Lam. Buxus sempervirens L. Cornus mascula L. — sanguinea L. Carpinus Betulus L. Cytisus Laburnum L. Fraxinus excelsior L. Fagus sylvatica L. — Castanea L. Hedera Helix L. Juglans regia L. Morus alba L. Prunus domestica L. Populus dilatata Ait. — tremula L. Platanus occidentalis L. Quercus Robur Willd. — racemosa Lam. — Cerris L. — Ilex L. Rhamnus Zizyphus L. Sambucus nigra L. Taxus baccata L. Tilia europaea L. Ulmus crispa Willd. Das Instituto tecnico d’Udine stellte die Holzmuster in der Länge nach gespaltenen, beiläufig 7 Zoll langen Stammstücken aus und verband die beiden Hälften mittelst Chanierbänder. Die nennenswerthe- sten dieser Sammlung sind: Morus papyrifera L. Ficus Carica L. Fraxinus Ornus L. Hybiscus syriacus L. Mimosa arbor ea L. Olea europaea L. Ostrya virginica Lam. Prunus insititia L. Die Sammlung der Piante viventi nell’ Umbria bestand aus 80 Holzmustern, in gleicher Form dargestellt wie die eben angeführte Sammlung, auch die Sorten fanden sich in den vorausgegangenen Kollektionen schon vor, wie diess auch bei der aus 75 Holzmustern bestehenden Sammlung der Provinz Forli der Fall ist. Unter dem Titel: „Prodotti forestiali italiani“ waren Kollektionen von 39 Mandelsorten, 12 Sorten Wallnüsse, worunter einige von ungewöhnlicher Grösse sich befanden, und dann 13 Sorten Haselnüsse, welche alle mit ihren Trivialnamen bezeichnet waren. 150 Francesco Cirio & Comp, stellte mehrere Sorten essbarer Kastanien ans. Das Ministro d’agricoltura industria e commercio legte ein Herbar in acht grossen Cartons auf nebst einer Sammlung von Conil'e- renfrüchten. Man fand darunter: Pinus Bruttia Tenore. — Pinea L. — maritima Mill. dann verschiedene Sämereien in etwa 180 Sorten. Barone Angelo Porcari sandte 208 Pulvergläser mit Cerealien und die Camera di Commercio 160 Gläser. Die Giunta spéciale di Caltanissatta brachte Mehl, Getreide in 80 Kleinen Kästchen. Die künigl. Realschule in Udine Samen und Hölzer von Friaul. Das forstwissenschaftiche Institut in Vallombrosa einheimische Forstpflanzen. Den Weinbau betreffend, so gab es hierüber mehrere ampelo- graphische Abhandlungen, welche theils mit Abbildungen versehen waren, wie z. B. der Weinbau in Unter-Monferrato von Ottavi Otta- vio mit photographischen Abbildungen. Ueberdiess gab es eine unendlich grosse Menge Weinsorten, wozu das önologische Institut reichlich beisteuerte, darunter gab es: Schwarzen Wein, bitteren schwarzen Wein, Lambrusco-Wein, trockenen rothen Wein, Tocca- nese-Wein, Lacriina-Wein vom Vesuv, moussirenden Lacritna Cristi, Capri-Wein, ealabrischen Wein, Alcantara-Wein, Romeo-Wein, Marsala-Wein, Alhanello-Wein vom Aetna, Nesima-Wein, Amareno- Wein. Fica-Wein, Vasadonna-Wein, Cagliari-Wein, Gransasso-Wein, Lipari-Wein und viele andere Sorten. Auch Essig war in vielen Mustern vorhanden, wovon einige mit einem Alter von 200 Jahren bezeichnet waren. Von Oelen war das Olivenöl am stärksten vertreten und in sehr verschiedenen Qualitäten eingebracht, auch Oel aus Juniperm , Se- samum , Mandeln, Ricinus , Citronen, Bergainolten, Mentha piperita, Prunus Lauro-cerasus, Arachis hypogaea fehlten nicht. Unter den Liqueuren waren welche aus Annona squamosa L., dann Juglandino-Liqueur, wie auch Melonen- und Kaffee-Rosoglio. Spiritus aus China- und Sorghum-Samen und Alkohol aus Opuntia und Morus papyrifera , Branntwein von Aehillea moschata Jcq. Elixir aus Erythroxylum Coca Lain. Als Kaffeesurrogat benützt man die Wolfsbohne. Mehle waren aus Kastanien, Kartoffeln, Stärke aus Arum Hali- cum Mill. bereitet. Zucker aus Holcus saccharatus L. und Rüben. Manna von Fraxinus Ornus und von Ulmus sp. vom Monte St. Angelo aus Palermo. Die Manna calabrina vom Monte St. Angelo. Mannit aus den Früchten, Blättern und Blüthen der Olea fra - grans Thunb. I 160 Von getrockneten Früchten waren vorhanden: Feigen, Kastanien, Oliven, Trauben, Pignolen (Pinus Pinea), Johacnisbrod, Pfirsiche, Pflaumen etc., Arachis hypogaea- Früchte und eine Sammlung von Haselnüssen, die aus der Nähe von Chiavari stammte. An Sämereien gab es: Baumwollsamen, Sesamum- und Leinsamen, Sorghum , dann Hafer. Gerste, ferner einheimischen, chinesischen und amerikanischen Reis, sowohl in Hülsen oder enthülst. Von Wurzeln gab es: Iris florentina, Acorus Calamus L., Gly- cyrrhiza glabra etc. Unter den ArzneistofFen fanden sich vor: Citronensäure, Essenzen aus Prunus Lauro-cerasus, Citronen, Mandarinen, Orangen, Bergamotten, ferner Weinstein aus den Früchten und Blättern von Myr- tus australis Spr., Lavendelwasser, Asparagin und Seeschwämme. . Tabak war zahlreich aufgelegt. Von Faser- und Gespinstpflanzen gab es: Hanf und Flachs, Aloe- und Hibiscus-Y asern. Stricke aus Pfriemen- oder Esparto-Gras (Stipa tenacissima L.), Sumaehrinde, die Blattstiele von Thypha ( lati - f'olia und angustifolia) und die daraus gewonnenen Produkte. Zur Papierbereitung wird sowohl das Holz als auch die Rinde von Morus angewendet. Neapel schickte eine aus 800 Stück bestehende Obslsammlung aus Wachs ein, welche mit grosser Naturtreue nachgeahmt war. Monaco. Ein kleiner, niedlicher Bau in der Mitte eines Gärtchens war für die Erzeugnisse des Fürstenthums Monaco errichtet. Der innere Raum des Gebäudes enthielt einen Salon, an dessen Hauplwand ein Aquarell der gleichnamigen Hauptstadt befestigt war. Das freundliche Bild zeigte die mit Häusern besetzten steilen Felsenufer, welche der bewegten See ihre gekräuselten Wellen schäumend zurückwarfen, während in der Ferne sich der milde, sonnige Himmel in der Fluth spiegelte. Wohlriechende Oele und gewöhnliches Olivenöl waren häufig vorhanden, sowie auch Essenzen und Liqueure. Für die Gartenanlage wurden Knollengewächse und Gehölze mitgebracht und ausgepflanzt, darunter fanden sich Schinus Molle, Phormium tenax, Cacti , Gladeoli etc. Auch zwei Riesenexemplare von Agave americana mussten die Reise mit einem beinahe 2 Meter hohen im Wachsen begriffenen Blüthenstande mitmachen, welche sich aber dann vollständig entwickelten und von der unverwüstbaren Lebenskraft dieser Pflanze Zeugniss geben. Frankreich. ln überraschender Menge erschienen die Produkte Frankreichs auf der Wiener Weltausstellung. Es war übrigens nicht die grosse Anzahl der Gegenstände allein, welche die Bewunderung erregte, i 1G1 BW gÉüÉiU sondern vorzugsweise die geschmackvolle und vollendete Durchführung der dargebrachten Objekte. Broncen, Bijouterien und Stoffe fielen wohl am schwersten in die Wagschale und weniger gewichtig die Gegenstände aus dem Pflanzenreiche, welche übrigens bei den Frankreich angehürigen Kolonien in reicher Zusammenstellung alle Würdigung errangen. Da die Anfertigung von Kunstblumen getreue Nachahmungen der natürlichen Pflanzengebilde sind, und Frankreich Vorzügliches in der Weise lieferte, so finde ich Veranlassung, dieselben zu erwähnen. Die Erzeugung und Wahl der Stoffe, um die zarten ßlumenkronen mit aller Bestimmtheit ihrer Formen nachzuahmen, war in bewunderungswürdiger Weise durchgefübrt. Täuschend ist das feurige Kolorit mancher Blume wiedergegeben und beurkundet den Fortschritt in der chemischen Bereitung der Färbemittel, aber auch die Tliätig- keit, welche man der Chemie weiter für technische Verwendung zuwendet, wurde aus dem Vorhandensein der vielen Parfums ersichtlich, welche die Wohlgerüche der Pflanzenwelt darstellten. Unter den Genuss- und Nahrungsmitteln waren es die Konserven, welche auf das reichhaltigste eingeschickt waren. Es gab Gemüse nach verschiedenen Systemen in Zelten, Büchsen etc. kon- servirt, ebenso Trüffel und Champignons und eine Unzahl anderer, deren Herstammung eben nicht zu eruiren war. Um die Vervollkommnung der Zuckerrüben-Kultur zu beweisen, lagen riesige Rüben in kolossalen Pokalen mit Weingeist umgeben, während die Pflanzen mit den Fruchtständen sich getrocknet vorfanden. In vielen Sammlungen gab es Cerealien, theils die Früchte in Gläsern gefüllt, theils mit den Halmen zu Garben gebunden. Eine dieser Kollektionen bestand aus 160 solcher Bündel, und darunter fanden sich vor: Triticum monococcum L., T. amyleum Sering., T. durum Desf., T. compositum L., T. turgidum L., T. aestimm L., T. hybericum L., dann Blé de Noé und viele Sorten von Türkisch-Korn, Erbsen, Bohnen etc. in Gläsern. Die vorzüglichsten Weine, welche der französische Boden zur Reife bringt, füllte die gläsernen Gehäuse, die in grosser Anzahl ihre langen Hälse emporrichteten. Man fand dabei: Vin de Rancio, Vin des Alpes maritimes, V. de Bourgogne, V. mousseux du Jura, Yin rouges et blancs de l’Hérault, V. de l’hermitage, V. de Côte rôtie, Grands vin Gruaud-Larose-Sarget, V. muscat blanc, V. de Bordeaux, V. de Bellet, Clairette etc. Alkohol gab es aus Rüben, aus Mentha und Helianthus tube- rosus L. (Topinambour) bereitet. An Liqueuren waren Juniperine, la Prunelline, Salvia, la Peri- gourdine (Elixir de truffes noires) vorhanden. Syrup „Desjardin“ genannt, lieferte die Malteser Orange. Ferner gab es Kastanienextrakt, Oele von Oliven, Nüssen und Mandeln. [ ii 21 162 Unter den für die Färberei und Gerberei verwendeten Mitteln erschienen Orseille, Fürbeholzextrakt, Krappblumen und Kastanienholz, welches zum Gerben Anwendung findet. Die nicht reichlich vorhandenen Arzneimittel enthielten Digitalin, Harz der Wurzel der Thapsia garganica L., welche die Araber Bou-nefa nennen, dann Eucalyptus- und Cubeben-Präparate. Das Pensionat des frères des écoles chrétiennes behing die Seitenwände mit 150 grossen Wandtafeln, welche zum Unterricht in der Obstbaumzucht bestimmt sind, demnach den Schnitt aller Baumformen in den verschiedenen Altersstufen in farbigen Aufzeichnungen darstellte, so wie auch die Vermehrungsmethoden der Pflanzen durch Stecklinge. Wie überhaupt die Photographie in Frankreich mit Vorliebe . und Geschicklichkeit betrieben wird, so zeigte sich dieses auch in dem zahlreichen Materiale, welches ihre Ausstellung schmückte. Doch gab es wenig Aufnahmen, welche speziell als Vegetationsbilder zu bezeichnen sind, sondern sich mehr auf Strassen- und Gebäudeaufnahmen und Porträte beschränkten. Nur die Firma Lewy in Paris brachte ägyptische Ansichten, worauf Palmengruppen repräsentirt waren. Spanien. Hülsenfrüchte, Getreidesorten, Nüsse, Mandeln in Sorten und Johannisbrot exponirte dieses Land in zahlreicher Menge. Es beschränkte den Ausstellungsraum nicht auf die Hauptgallerie, sondern benützte ein ansehnliche Räumlichkeit in der Agricultur-Halle. Holzmuster. Hiervon waren an 200 Stück vorhanden, die theils aus der Provinz Lerida, theils aus San Quicico eingesendet waren, darunter fanden sich vor: Acer Pseudoplatanus L. Acacia (Figiie). Andira inermis H. B. (Yaba). Ainus glutinosa Willd. (Alise). Buxus semperrirens L. (Boj). Broussonetia tinctoria Kth. (Fu- stete). Bumelia pallida Sw. (Gagnani). Brya Ebenus DC. (Grenadilla). Copaifera hymenaeifolia Marie. (Caguaiven). Calophyllum candidissimum D C. (Dagame). Chrysopkyllum olimforme Lam. (Caimitillo). Crescentia cucurbitina L. (Guira). Cordia geraschanthoides H. B. (Baria). Cerasus Juliana Hort. (Cerisier). Cedrella odorata R. P. (Cedre). Cecropia peltata L. (Yogruma hembra). Excoecaria lucida S. W. (Aite). Fraxinm excelsior L. — oxyphylla Bbrst. Fagus syhatica L. Guajacum officinale L. (Gaïak noir). Guarea trichilioides L. (Yomagua). Guatteria rigidaBxch. (Cuero duro). — virgata Dun. (Yaya). Hibiscus tiliaceus L. (Demajagua). Jiiglans regia L llex aquifolium L. (Albo). Laplacea Curtyana Rich. (Amandier). —■ var. Laurus martinicensis .Icq. (Sigua). Laetia apetala Jcq. (Guaguasi). Morus nigra L. Oreodoxa regia H. B. (Palmier royal). Populus nigra L. (Leard). — alba L. Pirns communis L. Pitius Pinaster Ait. (Pin rodeno). — sylvestris L. (Pin valsain). Quercus Robur Willd. (Rouvre). — Toza Bosc. — Suber L. Swietenia Mahagoni L. (Acajou). Tilia europaea L. Trichilia spondioides Jacq. (Yu- baban). Trophis americana L. (Ramo de Caballo). Ulmus campestris L. Gespmiistpflanzen. Cannabis saliva L. Stipa tenacissima L. (Spartograss). — gigantea. Tillandsia usneoides L. (Guajaca). Gossypium album Wight. : Arzneimittel. Adiantum Capillus veneris L. Althea officinalis L. Bryonia alba L. Coriaria myrtifolia L. Datura Stramonium L. Hyssopus officinalis L. Juniperus communis L. lllecebrum Paronychia L. Lavandula Spica DC. — Stoechas L. Genussniittel Amygdalus communis L. — communis dulcis Hort. — „ fragilis Heller. — Amandes d’en Pota. — „ d’en Cosme. — „ del anyer. „ d’en cresteta. — 3 angina. — 3 fine. — „ d’en Blanquet. — 3 d’en Ramell. — 3 d’en Pon. — 3 d’en Bolich. — 3 Grosses und ausser diesen noch mehrere andere Sorten. Ar achy s hypogaea L. Glycyrrhiza glabra L. Malva sylvestris L. Papaver somniferumh. Opium, einheimisches. Pimp-ineU a Anisum L. Rosmarinus officinalis L. Salvia officinalis L. Sambucus niger L. Scorzonera hispanica T- Teucrium Polium L. und Früchte. Arbutus Uva ursi L. Ceratonia Siliqua L. (Caroubes). Aeusserst reich vertreten. Corylus Avellana L. Sehr häufig ausgestellt. Crocus sativus Smith. Cyperus esculentus L. Castanea vulgaris Lam. Capsicum annuum L. Juglans regia. Nicotiana Tabacum L. ln Blättern, Cigarren und Pulverform. Pistacia vera L. Pinus Picea L. Solanum Melongena. Saccharum officinarum L. Orangen blü then- Wasser. 164 Conserven. Pflaumen, Paradiesäpfel, Aprikosen, Reine-Claude, Trüffel, Oliven grüne und sehwarze, Kappern. Färbepfliiinen Brasilienholz ( Morus tinctoria L.). Campeclieholz ( Haematoxylon cam- pechianum L.). Quercitron ( Quercus tinctoria L. Willd.). and Eitrakte. Ceratonia siliqua. Reseda luleola L. Rhus Cotinus L. Sarsaparilla ( Smilax Sarsaparilla L.). 0 e I e. Olea europaea L. In unendlich vielen Mustern. Unona odoratissima Roxb. (Ylang ylang). Juniperus. Salma. Amygdalus. ! Anis- neine und Liqueurc. Muscat, Vin Garancha, Lacrimae, Sec, Malaga sec., Apfel-Schaum- wein, Anis- und Rosen-Liqueur. Getreidesorten und Hülsenfrüchte. Arena orient alls Schreh. — saliva L. Bromus Schraderi Kunth. Cicer arietinum L. Cannabis sativa L. — gigantea. Dolichos melanophthalmus DC. — sinensis L. Ervum Ervilia L. — Lens L. — monanlhos L. Fagopyrum esculenlum Moench. — tataricum Gaertn. Holcus spicatus L. Hordeum vulgare L. (Cebada). — c oeleste P. B. Lathyrus sativus L. (Almoratas). Lupinus albus L. Onobriches sativa Lam.tEsparceto). Oryza sativa L. Pisurn sativum L. Panicum miliaceum L. — italicum L. Phaseolus vulgaris L. — „ niger. — unicolor. — compressas DC. Phaseolus saponaceus Savi. — montmalonas. — microspermus Orteg. — tumidus. — multiflorus Lam. — „ coccineus Hort. — haematocarpos Savi. — oblongus Savi. — „ cameo venosus. — B semine rubro. — sphaericus Savi. Polygonum Fagopyrum L. Phalaris canariensis L. Secale cereale L. Triticum vulgare aestivum L. (HIé xexa) äusserst zahlreich vorhanden. — turgidum L. — monococcum L. — hybernum L. — durum L. — polonicum L. — Spelta L. Vicia faba L. (Habones). — sativa L. (Arbejas). — narbonensis L. Tea Mays L. 165 Barcelona hatte nur 12 Kästchen mit Reis, Gerste, Bohnen etc. gefüllt. Die Societa de agricultura de Valencia hatte in 72 Kästchen Mandeln, Johannisbrot, Knoblauch, Gurken u. s. f. ausgestellt. Ausserdem gab es noch 80 Sorten Mais, worunter prachtvolle Kolben waren, und 280 Sorten Bohnen. Oliven in mehreren schönen Sorten. Von Nüssen zählte man 9 Serien, von Mandeln 27 Sorten. Feigen lagen ebenfalls in vielen Mustern auf und von Nahrungsund Genussmitteln gab es noch Haselnüsse, getrocknete Pflaumen, Birnen, Zibeben und vielen Tabak, sowohl in Blättern als auch verarbeitet. Die Oele waren vertreten durch Oliven-, Mandel-, Pomeranzenschalen- und Terpentinöl, die Conserven durch Oliven und Gemüse. Unter den sehr zahlreichen Weinmustern waren Muscat, V. de Douro, V. de Cariavellas, V. de Porto am hervorragendsten vertreten, und ausser den vielen Faserbündeln von Hanf und Lein, war Korkholz, als bedeutender Exportartikel auf die grossarligste Weise ausgestellt. Ebenso wurde von Stipa tenacissima eine sehr grosse Anzahl von oft sehr voluminösen Bünden in verschiedener Länge und Dicke aufgelegt. Die kanarischen Inseln schickten Cochenille in mehreren Mustern ein, und von den Balearen lagen Oliven, Kappern und 42 Sorten Bohnen vor. Portugal. Besonders viele Holzmuster, welche der Form nach theils aus geschnittenen und kantigen Stücken, theils aus Stammabschnitten, die der Länge nach gespalten und mit Charnieren verbunden waren, kamen in der Agrikulturhalle Portugals vor. Bei etwa 220 Exemplaren fehlte der botanische Name und es trat die portugiesische Benennung an ihre Stelle. Die Administration des forets du Royauine hatte nachfolgende Muster ausgestellt, und zwar: Acer pseudoplatanus L. Arbutus Unedo L. 34 Cm. im Durchmesser. Ainus glutinusa Willd. Buxus sempervirens L. Corylus Arellana L. Castanea vesca Gaertn. Cerasus Lusitanica Mill. Cupressus Lusitanica Tournef. — glauca Lam. Crataegus Oxyacantha L. Erica arborea L Fraxinus excelsior L. Hedera Helix L. Ilex aquifolium L. 37 Cm. Durchmesser. Laurus nobilis L. Myrtus communis L. Myrica Faya Ait. 23 Cm. Durchmesser. 160 Pistacia Lentiscus L. Phillyraea angusti folia L. — latifolia L. Pinus Pinea L. — maritima Mill. Per sea indie a Spr. Quercus Suber L. — Toza ßosc. — racemosa. — cocci fera L. Das Instituto Agricolo de Sämmtliche Muster waren aber hier aufgeführten gelesen werden Ainus glutinosa, Willd. Acer platanoides L. Ailanthus glandulosa Desf. Betula alba L. Cerealien and so Das Instituto Agricolo de S menmuster zur Vorlage, darunter: Arena satina L. Beta Cicla L. Dolichos melanophthalmus DC. Ernum Lens L. In 2 Sorten. Lupinus albus L. In 2 Sorten. Pisum satinum L. In 6 Sorten. Phaseolus multiflorus Lam. — saponaceus Savi. Quercus Lusitanica Lain. Rhamnus Frangula L. — Alaternus L. Spartium album Desf. — junceum L. Salix alba L. -— atro-cinerea. Elex europaeus L. Ulmus camp estr is L. Viburnum Tinus L. ün. Isidor stellte 180 Muster aus’ so hoch angebracht, dass nur die konnten. Fagus sylnatica L. Juniperus Sabina L. Populus nigra L. — pyramidalis Rozier. istige Sämereien. . Isidor brachte nahe an 300 Sa- Phaseolus compressus DC. — oblongus Savi. Panicum italicum L. Triticum vulgare Vill. In 23 Mustern von verschiedenen Provinzen. Vicia narbonensis L. Mais endlich lag in 36 Mustern auf. England. Die meisten Produkte des Pflanzenreiches, welche das vereinigte Königreich produzirte, fanden ihren Aufstellungsort in der Agrikulturhalle. Neben den gigantischen Dainpfpflügen der englischen Aussteller und einer Unzahl von Gerätschaften, welche die grossen Fortschritte im Ackerbauwesen dieser Nation beurkunden, erhoben sich gewaltige Pavillons, reichlich mit Cerealien, sonstigen Sämereien und Knollengewächsen besetzt. Die Firma Carter, Dunett & Beale allein stellte über 800 Muster in einer Weise aus, dass bezüglich der Ausbildung in den Fruchtkörnern, der Menge und Reinheit des Produktes nichts zu wünschen übrig blieb. Dasselbe war auch bei Sutton & Son der Fall. Die gangbarsten Gemüsesorten, Kartoffel und Rüben, waren in natürlicher Grösse aus Papiermache geformt und naturgetreu kolorirt. Die Abfassung ihrer Kataloge ist musterhaft, reich und sauber mit Holz- 167 schnitten illustrirt und sowohl in so kompendiösem Format, um ihn in die Westentasche zu schieben, oder in umfangreicher Grösse aufgelegt. Unter den vielen Gartengeräthen waren Terracotta-Gefässe für die Farnkräuter-Kultur, überwiegend vertreten, da diese Pflanzengattung sich einer allgemeinen Beliebtheit erfreut und kultivirt wird. Ferner gab es Oelsamen und gepresstes Oel, Stärke in verschiedenen Sorten, wie auch Reisstärke in Pulverform. Konservirte und komprimirte Gemüse und sonstige Nahrungsmittel waren in unzähligen Mustern vorhanden, denen sich Weine, Whiskey, Extrakte und Essenzen anschlossen. An vaterländischen pharmazeutischen Präparaten gab es vorzugsweise Opiumpräparate, Coffein, Aloin, Jalapin, dann Extrakte von Belladonna, Hyoscyamus, Lactuca etc. Die Seaweed Comp, hatte grosse Laminarien und Tangen-Prä- parate eingesendet. Belgien. Uolzmuster. Die Sammlung der in Belgien vorkommenden Holzarten bestand aus durchschnittenen, 6 — 8 Zoll langen Ast- oder Stammstücken mit einem Durchmesser von 1 bis 6 Zoll. Sie zählte an fünfzig Arten, als: Acer Pseudoplatanus L. — platanoides. Kommt selten vor und ist im 30. Jahre schlagbar. — campestre. Findet vielfach Verwendung als Werkholz. Junge Triebe geben Spazierstöcke ab. Es lässt sich gut poliren. Ainus incana Willd. — glutinosa Willd. Wird im 30. bis 40. Jahre gefällt. Als Brennholz und zur Kohlengewinnung verwendet. Betula alba L. — pubesrens Ehrh. Zur Anfertigung von Schachteln, Holzschuhen verbraucht, das Reisigholz liefert Besen, und der Abtrieb wird im 60. bis 90. Jahre vorgenommen. Corylus Avellana L. Ein hartes, aber biegsames Holz. Die Kohle wird zur Pulverfabrikation angewendet. Carpinus Betulus L. Werkholz für Karren, Handhaben, dann Brennholz und Kohle. Crataegus Aria L. Ein wohlriechendes, zähes und biegsames Holz, von Bildhauern und Mechanikern verwendet. Cerasus Avium Moench. Ein hartes, kompaktes Holz für Drechsler und Tischler. Camus mascula L. Für Korbflechter und zu Handgriffen. Clematis. Zu Körben und Bienenstöcken. Evonymus europaeus L. Die Holzkohle als Zeichnenrequisit gesucht. Erica majus. Dient als Viehstreu und zum Binden von Besen. 1G8 Fraxinus excelsior L. Sehr gesucht für Wagner- und Drechslerarbeiten, sowie auch als Brennholz. Fagus sylvatica L. Für Schachtelmacher. Unverwüstlich zu Wasser- trauten. Vorzügliches Brennholz, wobei aus der Asche Soda gewonnen wird. Hedera Helix L. Ilex aquifolium L. Ein kompaktes Holz für Drechslerarbeiten und zu Maschjnenbestandtheilen sehr gesucht. Larix europaea Dec. Ein sehr dauerhaftes Bauholz. Gibt gute Kohle ab. Malus communis Desf. Des feinen Kornes und der Dauerhaftigkeit wegen von Tischlern und Drechslern allgemein verwendet. — acerba Dec. Mespilus oxyacantha. Dient zu Umzäunungen. — germanica L. Zu Handhaben bei Gerätschaften. Populus tremula L. Bauholz für das Innere von Gebäuden, wird zur Papiererzeugung benützt und zwischen 30 und 60 Jahren schlagbar. Prunus insititia L. Hartes, gelbbraunes Holz und roth geadert, ist feinkörnig, kommt aber nur in geringen Dimensionen vor. Pinus Picea L. Für Bretter und sonstige Holzkonstruktionen. — sylvestris L. Quercus pedunculata foemina Mill. — Robur Lin. Wird in Belgien 15—20 Meter hoch und erreicht 2—6 Meter Stammumfang. Das Holz ist bei Schiff- und Wasserbauten in Verwendung. Liefert Kohle und die Rinde Gerbstoff. Rhamnus Frangula L. Brennholz und Kohle zur Schiesspulverbereitung. Rosa. Rubus. Salix vitellina L. — monandra Hffin. Für Korbgeflechte benützt. — longifolia Mhlbrg. — Caprea L. Für Schachteln und Siebe. — alba L. Sambucus racemosa L. Wird für Musikinstrumente und Tabaksdosen verarbeitet. Sorbus aucuparia L. Eine feste Holzsorte, welche zu Gegenständen verwendet wird, die grosser Reibung ausgesetzt sind, auch Holzschneider benützen es. Sarothamnus vulgaris Wimm. Die jungen Triebe geben Streu für das Vieh und Brennstoff für die Backöfen. Tilia platyphylla Scop. Für Drechsler, Möbeltischler etc. Ulmus campestris L. Eine von den Tischlern sehr gesuchte Holzart. Vaccinium Myrtillus L. Viburnum Opulus L. Zu Pfeifenrohren und Sehuslernägeln. Cerealien und sonstige Sämereien. Die Getreidesorten, in ganzer Pflanze, waren bündelweise in 4 grossen Pyramiden aufgestellt, ausserdem gab es gegen 200 Gläser, 169 in welchen Samen enthalten waren. Die von der Landwirthschafts- Direktion des Ministeriums des Innern ausgestellten Produkte wurden in landwirtschaftliche Zonen eingetheilt und zerfielen: a) in die des Polder Bodens, b) des sandigen Bodens, c) des schlammigen Sandbodens, d) des schlammigen Bodens, e) des kondrusischen Bodens und f) des Ardennen-Bodens. Alopecurus pratensis L. — agrestis L. Agrostis a Iba, L. Anthoxanthum odoratum L. Apera spica venti Beauv. Avena ßavescens L. Arrhenatherum elatius Presl. Briza media L. Brotnus secalinus L. — sterilis L. — mollis L. Cynosurus cristatus L. Catabrosa aquatica Beauv. Dactylis glomerata L. Festuca rubra L. — pratensis Huds. Glyceria fluitans R. Br. Holcus mollis L. — lanatus L. Hordeum secalinum Sehreb. Lolium pratense L. — italicum Braun. Medicago lupulina L. Myagrum sativum L. Poa pratensis L. — trivialis L. Phleum pratense L. Papaver somniferum L. Trifolium pratense L. — repens L. Avoin du Pays. — impérial. — blanc. — jaune indigène. — „ de Sibérie. — ordinaire. — géante. — de Géorgie. — de Flandre. — du Mexique. — de Provence. — de Pologne. Avoin de Laxson. — de Norvège. — de Canada. — noir. — blanc de Sibérie. — à grappes. — indigène. — Iiatif. — unilatéral. Colza (Brassica napus o/eifera). Chanvre (Cannabis sativa]. Escourgeon à six rangs noir. Feveroles. Froment roux non velouté. — roux géant. — anglais velouté. — „ non velouté. — blanc épis roux; — brun de Somerghem. — Bleu de Courtrai. — „ d’Amérique. — » de Noë. — de Hallet. „ n d ete. — de St. Remie. — d Ecosse. — de Flandre. — d’armentières. — de Pologne. — de Thunshall. — d’Australie. — d’été du Mesnil-St-Firmin. — d’été d’Amérique. — hybride de quatre-bras. — Riehelle de Naples. — du Cap. — Hunter. — Victoria. — Guidon trop. — Fonlania. — Herison d’été. — à (oison. 22 170 Froment à barbes. — nain. — Hickling — Spolding. — Chiddam. — Neuwery. — petite. — d’hiver. — barbu d’été. Houblon. Lotier corniculé. Lin. Orge du Pays. — de France. — de Flandre. — de Danemark. — d’Italie. Orge d’élé. — d’hiver. — à six rangs. — à deux rangs. Seigle d’hiver. de Russie. — géant de Russie. — nain de Brétagne. — de Prusse. — de l’Ukraine. — d’Ecosse. — de Flandres. — des Alpes. — de mars. — du Brabant. — d’été. — du pays. — d’Egypte. Zur Papierfabrikation wird die Grasart Molinia coerulea Moench benützt. Ausserdem gab es Tabaksorten, darunter Tabac Havane, Werwicq, d’ Australie. Aus diversen Früchten waren Syrupe dargestellt, dann gab es Getreide- und Wachholder-Branntweine. Cichorie in Pulverform und Chocolade, zu dessen Erzeugung die erforderlichen Utensilien darge- slellt waren. Niederlande. Getreidesorten und sonstige Nahrungspflanzen-Sainen waren in 164 Mustern in ganz primitiver Weise aufgelegt. Dabei gab es einen neuen Gersthafer. Die Farbepflanzen waren durch Krappwurzeln und durch An- natto vertreten. Letzterer ist ein Farbstoff, der aus der Bixa Orel - lana hervorgeht und zum Farben der Käse verwendet wird. Besonders der in den Niederlanden erzeugte Annatto soll vor anderen Produkten dieser Art wesentlich durch kräftige und lebhafte Färbung hervortreten. An Oelen war vorzugsweise Lein- und Rübol häufig vorhanden. Unter den vielen Spirituosen gab es Genevre, Arak, Anisette, Cognac, diverse Rataffias, dann Johannisbranntwein und Pomeranzenspiritus. Von Tabak war Rauch- und Schnupftabak vorhanden und kon- servirte Gemüse gab es in ziemlicher Menge. Dänemark. Unter den Getreidesorten Dänemarks, welche vorzugsweise aus Hafer, Roggen, Gerste und Weizen bestanden, war letzterer in 171 125 Mustern eingeschickt, und unter den Produkten aus denselben gab es Kleien, Mehl und Amilon. Ausser Fruchtweinen und Essigsorten erschienen Essenzen und Spirituosen, worunter sich Kirschliqueure und Kümmel befanden. Nebst den gebrannten und gepulverten Cichorienwurzeln bemerkte man getrocknete Arzneipflanzen gewöhnlicher Art und Tabak in seinen verschiedenen Anwendungen zum Genüsse. Von der grössten Insel des dänischen Besitzthumes in den kleinen Antillen, St. Croix, legte man die Blätter der Myrica acrisl vor. Norwegen. Von dem Areal des ganzen Landes fallen 27s Millionen Maal (ein Maal = 2.500Qj Ellen) dein Ackerlande zu und von den Wäldern wird ein Flächenraum von 60—100 Maal bedeckt. Von Holzproben gab es nur wenige, das aus dem Thale von Chri- stiania stammende Holz wird aucli hier zur Papierfabrikation benützt und wurde in einer zu diesem Behufe präparirlen Masse eingeschiekt' Getreide, ebenfalls in geringer Menge vertreten, war grossentheils in Samenkörnern und nur wenig in Halmen aufgestellt. Mais gab es in mehreren Sorten. ln 5 Bildern gruppirte der Gärtner Moe in Christiania Flechten und Farne zusammen. Schweden. In bedeutender Menge entfaltete dieses Königreich seine Landesprodukte in Cerealien. Sowohl einzelne Aussteller als Kollektiv-Ausstellungen gaben viele Proben von Getreidesorten und Samenprodukten ab, und selbst Weizen und Roggenpflanzen, welche über den nördlichen Polarkreis hinaus aufwuchsen, wurden eingesendet. Weiter fanden sich Sommer- und Winterweizen, nackte Gerste und Erbsen, sowie Samen von Pinus Abies und P. pectinata vor. Holzsorten waren durch Fourniere aus Birken- und Eichenholz und Holz zu Resonanzböden, dann Fichten- und Tannenstämmen vertreten, auch der Verbrauch zur Kohle, Tannengerbelohe, Terpentin, Holz- theer und Holzpapiermasse etc. war durch Proben vorgewiesen, letztere aber wird nicht nur aus Tannenholz, sondern auch aus Pappelholz bereitet. Oele waren vorzugsweise durch Leinöl vertreten. Unter den Genuss- und Nahrungsmitteln waren Mehlsorten ersichtlich, dann folgte Zucker, Cichorien, verschiedenartig zubereitet und das in Schweden sehr beliebte Gericht, nämlich Konserven aus Sumpfbrombeeren oder Multabeeren ( Rubus Chamaemorus L.) und Preiselbeere ( Vaccinium Vitis idaea L.). Mil anderen geistigen Getränken erschien auch Pomeranzenbranntwein, Spiritus aus Rennthiermoos, Essigspiritus, endlich auch Weinessig. 22 * i 172 Schweiz. Die Holzmuster, welche aus der Schweiz stammten, enthielten Resonanzholz aus Ahorn- und Fichtenstämmen, dann unter jenen, welche zu weiteren technischen Zwecken dienen, Holz von Pinus Cernbra L., Abtes excelsa DC., Larix europaea DC. und Juglans regia L., welches letztere auf Fourniere zersägt wird. Ein organo- logisches Herbar, aus 90 Tafeln bestehend, stellte Prof. Menzel aus. Ausser mehreren Getreidesorten, worunter Hafer in Brote gepresst sich vorfand, gab es auch Futterkräuter und unter diesen gemahlenen Klee und Alpenheu. Zu Flachs in verschiedenen Stufen der Verarbeitung, Reiswurzeln zur Anfertigung von Bürsten reihten sich Kollektionen von Tabak im rohen Zustande und zum Genüsse verarbeitet, an. Unter den Nahrungsmitteln waren viele Obstsorten im gedörrten Zustande und unter den geistigen Getränken rothe und weisse Wein»*, Wermuth, Weindrusenbranntwein, Enzian-, Wachholder-, Zwetchken- und Kirschenwasser, letzteres in verschiedenen Jahrgängen. Die Präparate aus Medizinalpfianzen erzeugt, enthielten an Oelcn: Oleum Absinlhii, Juniperi, Carvi etc., ferner Aconitin, Piperin, Colo- cynthin nebst mehreren Extrakten aus Belladonna, Aconit und anderen Pflanzen. Deutsches Reich. Ein Blick auf die umfangreichen Bauten geworfen, welche das deutsche Reich für seine Ausstellungsgegenstände aufführle, reicht hin, um einen Begriff von der Grösse und Reichhaltigkeit der Ausstellung zu erlangen. Aber nicht die weitläufigen Aussenbauten allein waren mit den zahlreichen Produkten gefüllt, sondern auch ein grosser Theil des gewaltigen Zirkelbaues, der Rotunde, und ein weites Flächen- ausmass der Maschinenhalle war damit bestellt. Eine delaillirle Aufzählung der ausgestellten Produkte zu geben, würde zu weitläufig werden und eine öftere Wiederholung zur Folge haben, ich beschränke mich daher nur auf allgemeine Angaben. Die Gartenanlagen, welche deutsche Gärtner schufen, waren mit prächtig gezogenen Nadelhölzern in vielen Gattungen und Arten bepflanzt, auch Laubholz-Kollektionen in Töpfen, wobei man namentlich Qu'ercus -Arten unendlich reich vertreten fand, wurden in überraschender Menge eingesendet, und unzählige Rosenbäumchen begriissten die Besucher mit dem köstlichen Wohlgeruch, der ihrer bezaubernden Blumenkrone entstieg. Namentlich Hamburg und Erfurt waren die beiden Plätze, welche mit immergrünen Gehölzen imponirten. In mehr als 150 Stammdurchschnitten stellten die preussischen Staaten ihre gangbarsten Holzarten auf, ferner Resonanz-, Klaviatur- und Schachtelholz, Holzstifte und Holzdraht aus Tannen- und Kiefernholz, die vorzugsweise aus bairischen Waldungen herstammten. Zu den Rindenproben und den Harzprodukten gehörten dann die aus denselben gewonnenen Präparate, als Kienruss etc., dann die versehie- 173 denen Utensilien und vielen Schriften, welche über Forstkultur handeln. Prof. Neuhauer (Wiesbaden) legte eine eigene Abhandlung über den Gerbestoffgehalt der Eichenrinde vor, so wie auch speziell Geräthe zum Abschälen der Rinde zum weiteren Verbrauch anderen Orts ersichtlich wurden. Zur Papierbereitung gab es Proben von Holzmehl und Fichten- holzstoff, sowie auch fertige Papiere aus Fichten- und Aspenholz, dann aus Hanf und Pappe aus Stroh bereitet. Die Produkte des Feldbaues waren in reichhaltigen Kollektionen und Kollektiv-Ausstellungen von Getreidearten und Futterkrautern etc. vorhanden. Johannis-, Correns- und Schilf-Roggen, Kalina-Gerste, podolischen, weissen und rothen Weizen. Erbsen von Eldena allein waren in einer Sammlung von 80 Sorten. Württemberg und Sachsen lieferte Getreidemuster (ersteres über 80 Sorten) und Futterkräuter- Samen, Hessen Wiesen-, Wald- und forstwirtschaftliche Sämereien, Baiern mehr als 300 Gläser mit Getreide- und Gemüse-Sämereien und die bairische landwirtschaftliche Fortbildungsschule gab ihre Wirksamkeit durch Abhandlungen in 22 Foliobänden zu erkennen. Die landwirtschaftliche Versuchsstation der Provinz Brandenburg übermittelte Tafeln, welche sich auf die Lebensverhältnisse landwirtschaftlicher Kulturgewächse bezogen. Die agrikultur-chemische Versuchsstation zu Dalme brachte 200 pflanzenanatomische Präparate, ferner gab es Tableaux über Gras- und Kleesamen, wie auch mehrere landwirtschaftliche Herbarien und die landwirtschaftliche Akademie Eldena machte durch Modelle die verschiedenen Veredlungsmethoden ersichtlich. Ed. Müller in Baiern setzte aus natürlichen Zweigen 38 Modelle zusammen, welche die wesentlichsten Gestaltungen von Formobstbäumen darstellte. Mit den der Hortikultur angehörigen getrockneten Blumen, Immortellen etc., die jetzt einen nicht unbedeutenden Handelszweig bilden, tritt Erfurt in den Vordergrund. Dasselbe gilt auch für Sämereien des Gartenbaues. ln grosser Menge waren die Hopfenmuster gelagert. Baiern füllte 368 Gläser mit ihrem Landesprodukt, und aus Bamberg allein lagen 56 würfelförmig gepresste Hopfenmuster auf. Die Einführung der Drahtfäden anstatt der früher üblichen Hopfenstangen findet in diesem Lande allgemeine Anwendung. Eisass und Baden lieferten reichlich Hanf, Hannover, West- phalen, namentlich aber Schlesien Flachs und Schleswig-Holstein ganze Pflanzen und Samen von Lein, ebenso war Seegras (Zostera marina ) im rohen und gesponnenen Zustande (Baden) oder zu Matten verarbeitet vorhanden. Mit Tabak bebaut das deutsche Reich 25.000 Hekt. Landes, wovon Baiern allein 7600 Hekt. zufallt. Am meisten jedoch erzeugt man am Mittelrhein, und unter den zahlreichen Proben im rohen Blatte oder in fertiger Verarbeitung trugen auch Eisass und Lothrinaen ihren Theil bei. 174 Dem Weinbau Deutschlands fallen 125.000 Hekt. Landes zu. ln beiläufig 80 Methoden wird die Weinpflanze angezogen und die meisten, zugleich aber auch die edelsten Weine liefern die Ufer des Rheins. Bei dieser Muslerausstellung war Baden, Württemberg und Eisass ebenfalls sehr bedeutend betheiligt. Bei den Weinsorten sind auch die vielen Obstweine und dann die Essigsorten zu erwähnen. Mit Spirituosen waren die Mustersammlungen reichlich bestellt. Es wird ausgewiesen, dass über vier Millionen Scheffel Getreide und 27 Millionen Scheffel Kartoffeln zur Erzeugung von Branntwein verarbeitet werden, und unendlich oft begegnete man den Bezeichnungen Korngenevre, Liqueure, Cognac, Bismarck-Tropfen, Alter Schwede und Essenzen, dann Sprit, Kartoffelsprit, Kümmel aus Getreide, Brombeeren-, Heidelbeeren- und Wachholdergeist, Kirschenwasser u. s. f. Die Produktion von Zucker durch die Runkelrübe erreichte im Jahre 1870 ihren Höhenpunkt des Ertrages, und es wurden in diesem Jahre über fünf Millionen Zollzentner im Zollverein produzirl. Mehl- und Stärkesorten aus Getreide und Kartoffeln, türkischem Mais und Hülsenfrüchten herstammend, waren stark vertreten. Unter den weiteren Nahrungsmitteln gab es häufig Obstkon- serven jeder Art und getrocknete Heidelbeeren und Preiselbeeren. Für die Bereitung von Surrogalgetränken lagen präparirle Cichorienwurzeln, Eicheln und gelbe Rüben vor. Hannover brachte Muster ihrer Kuhlerde, eine Erdart, welche aus phosphorsaurem Kalk, Kali und anderen stickstoffhaltigen Substanzen gebildet ist, auch Moorboden wurde in 25 Mustern aufgelegt, auf welchem sich die darauf wildwachsenden und kultivirten Pflanzen befanden. Hier will ich zugleich des vorhandenen Ammoniaksalzes erwähnen, welches aus dem Moorboden gewonnen wird. Unter den vorzüglichen und sehr zahlreichen chemischen und pharmazeutischen Präparaten, die aus der Pflanzenwelt hervorgehen, fanden sich nebst den vielen ätherischen Oelen auch Oele von den Nüssen der Elaeis guineensis L. und Aleurites triloba Forst, vor, dann in Deutschland gewonnenes Opium (Württemberg), iiberdiess Amygdalin, Aconitin, Atropin, Anemonin, Aesculin, Colocynthin, Cu- niin, Coffein (in massigen Scheiben), Filicin, Glyeyrrhizin, Indigotin. Laclucerin, Ononin, Scoparin, Solanin, Stramonin, Strychnin, Syringin, Tannin, Veratrin etc. Am häufigsten tauchten Chininpräparate auf, deren Zusammensetzungen und Verbindungen mitunter der jüngsten Zeit zufallen, und von Chininsalzen allein gab es au 80 verschiedene Präparate. Dem Lavendel- und Melissenwasser reihte sich Melissengeist, Gurken- und Cocosnuss-Seife, Kiefernadel- und Tannenzapfen-Balsame, Samen von Metiloius alba Desv. und getrocknete Cetraria is- landica Ach. an, wie auch Schwämme verschiedener Art. Die bildlichen Darstellungen durch die Photographie und ihre Nebenzweige waren im Allgemeinen sehr zahlreich und mitunter meisterhaft vertreten, aber sie beschränkten sich hauptsächlich auf 175 Portraits, gewöhnliche landschaftliche Aufnahmen und Aufnahmen in voluminösen Albums von Kriegsschauplätzen. Zu den interessanten Gegenständen gehörte C. Dammann’s (Hamburg) anthropologisch-ethnologisches Album mit Photographien von Volkstypen von Mikronesien, Polynesien, von den Philippinen, dann von Japan, Vorder-Indien, Nordamerika, vom östlichen Sibirien, der Ostküste Afrikas etc. im Formate von 7 — 14 Ctm. Oesterreich. Es ist selbstverständlich, dass die Gesammtmonarchie, welche das Raumgebiet der Weltausstellung in ihre Hauptstadt verlegte, auch mit den Ausstellungsobjekten am hervorragendsten vertreten werde, und diess war auch im vollen Masse der Fall. Pie grossartigen, auf das prachtvollste ausgeschmücklen Gebäude, die in zauberhafter Schnelligkeit gleichsam aus dem Boden emporwuchsen, standen zwischen den herrlichen Praterauen in der Nahe der Donau theils auf hofärarischen, tlieils auf Gründen, welche Privateigenthum unseres erhabenen Monarchen sind. Die Auen, aus Weiden, Pappeln und Feldahorn fielen, wo es erforderlich wurde, Gebäude aufzuführen, und blumengeschmückte Gärten umgaben sie. Die Reichhaltigkeit der Ausstellungsobjekte sowohl aus der Heimat, als auch aus der Ferne wuchs so riesig an, dass beinahe alle Höfe zwischen den Gallerien mit Glasdächern überbaut werden mussten, um die Gegenstände unterbringen zu können. ln Bezug auf Holzmustersammlungen zählte jene des Wiener Apotheker-Vereines wohl zu einer der reichsten der österreichischen Abtheilung. Ihre Muster stammten aus allen Gegenden des Erdballes, und es waren demnach viele hunderte derselben vorhanden. Das Format der Muster ist klein, es besteht grossentheils aus dünnen, nur wenige Zoll im Quad’ratmasse enthaltenden Täfelchen oder aus Scheibenstücken und endlich auch aus gespaltenen Stümmchen. Von der in Chili ausgestorbenen Cordia decandra Hook, fand sich ein grösseres Stück vor und ein kleiner Stamm von Cyathea squamosa und C. aurea. Chinarinde, sowie Opium waren sehr zahlreich vertreten. Von medizinischen und sonst zu technischem Gebrauche verwendbaren Pflanzen gab es: Arctostaphylos Uca ursi Sgl. Aconitum Napellus L. Achillea moschata Jcq. Arnica montana L. Asplenium Filix mas. Artemisia Mutellina Vill. — vulgaris L. — Abrotanum L. — Absinthium L. Alkermes. Amygdalus communis L. Angelica. Aloe capensis. Bryonia alba L. Berberis vulgaris L. Cetraria islandica Ach. Cucurbita Pepo L. Colocynthen. Chinarinde. Daphne Mezereum L. Rinde. 176 Equisetum limosum L. Ficus Carica L. Fabae St. Ignatii. Gentiana lutea L. Gnaphalium Leontopodium Jcq. Glycirrhiza glabra. Hepafica triloba Chaix. Hyoscyamus niger L. Hyssopus officinalis L. Jalapa. Iris germanica L. Linum usitatissimum L. Leontodon Taraxacum L. Malven. Menyanthes trifoliata L. Marrubium. Nux vomica. 1 Prunus spinosa L. Primula glutinosa L. fil. : Polypodium vulgare L. Punica Granatum L. Pyrethrum roseum Bbrst. Rheum Rhaponticum L. Rhus Cotinus L. | Rosmarinus officinalis L. I Rumex alpinus L. i Salvia officinalis L. i Sabina vulgaris Ant. Tussilago Farfara L. Tamarindus indica L. Veronica officinalis L. Veratrum album L. Viscum album L. (als Vogelleim). Die Gummi waren durch Gummi Gedda, Fachmi, Litti etc. und die Harze durch die Harze österreichischer Nadelhölzer vertreten. Von Oelen gab es Oliven-, Rüb- und Leinöl. Die Faser- und Gespinstpflanzen fanden vorzugsweise durch Flachs und Lein ihre Vertretung. Unter den Gerbe- und Farbepflanzen fand sich Rinde von Berberis vulgaris , und zur Papiererzeugung Massen aus Stroh und verschiedenen Holzgattungen vor. Die Nahrungs- und Genussmiltel umschlossen in ihre zahlreiche Menge Pflaumenmus, getrocknetes Obst, Weichselsaft, Gurken; Saffran, Cichorien-kalfee und Zucker etc. Unter den Weinsorten fand man: Tartaro- und Planina-Wein aus Dalmatien, Wein von der Insel Lacroma, dann Fruchtwein und Corneilkirschenwein aus Galizien. Die geistigen Getränke enthielten Enzian-Liqueur (Vorarlberg), Kartoffelspiritus, Weichselgeist, Rosmarinessenz (Dalmatien), Kirschlorbeerwasser (Görz), Kirschenwasser und Curagao. Ueberdiess lagen noch auf: Weichseltriebe für Pfeifenrohren, Insektenpulver aus Dalmatien, Speik ( Valeriana celtica L.) aus Salzburg. Lohe aus Steiermark, Torf und Bartmoos (Usnea barbata Ach.) für Beeten, endlich Fourniere von verschiedenen Hölzern, ßuchentheer, Holzessig und Holzgeist. Zu den grossartigen Bauten der Weltausstellung gehörte auch die Agrikulturhalle des Königreiches Ungarn. Feldfrüchte, Wein und Tabak waren in grosser Menge in derselben vorhanden. Unter den ersteren gab es Mais, gewöhnlichen und schwarzen Hafer, Roggen, Weizen, Wicken, Klee, Mohär, Hirse, Haiden, viele Sorten von Gräsern, unter den sonstigen Samensorten Hanf, Reps, Helianthus , Kürbisse, Mohn, Maulbeerensamen, Ricinus, Senf, Erbsen und Bohnen, letztere in 162 Varietäten. ■ ■ ■ j-- » re5SSSS9eSS^^^’0@?!se5*^»eSSP«EaäP , lS5^S3ESSSSSlS!^S?*®»S iid pag. 17 * ■* L - 3 -, ■j.r?>Z ■Xy' Vj' .< .^ä!\ Pavillon des Fürsten Schwarzenberg. 177 iT 1&i •*- i 4 'A«»«»-• Unter den Weinsorten befand siel) Tokayer, Rüster, Steinsehiller, Burgunder, Zierfahnler, Moldovaer, Szomorodner, Kadarka, Ofner, Szerednyer, Cserhater, Somlauer, Syrmier, Rhein-Riessling, Neusiedler Seewein u. s. f. Von geistigen Getränken gab es: Kartoffelbranntwein, Zwetschken-, Wachholder-, Pfirsich-, Kirschen-, Weinhefe-, Kalmus-, Kornbranntwein, dann Feigengeist mit Wachholdergeschmack, Himbeeren- und Erdbeeren-Geist. Unter den zahlreichen Tabakmustern: Türkischer, Virginier, Cset- neker etc. Bei den Forstprodukten lagen unter den Holzmustern Stammscheiben von Ulmen, Roth- und Weissbuchen, Trauben- und Zerreichen, Birken, Pinus Cembra und P. Pumilio auf, sowie auch Schiffbau- und Binderholz von Eichenstämmen, und gespaltenes Holz von Fichten, endlich Schindeln. Häufig sah man Fichtenharz, dann Bast von Maulbeerstämmen, Buchenschwämme, Eicheln und Knoppern. Ein schöner Pavillon war für die Produkte der Besitzungen des Prinzen August v. Sachsen-Coburg-Golha errichtet. Er war reichlich mit Mustern besetzt, welche grösstenlheils schon bei den früher aufgeführten Gruppen genannt wurden.. Einen überraschenden Anblick bot der Pavillon des Fürsten Schwarzenberg. Jedes der Muster war in verschwenderischer Menge vorhanden und entweder in Säcke oder in zierliche Tonnen gefüllt, und das schöne Getäfel der Seitenwände bestand aus Holzsorten von den Wäldern der zahlreichen Besitzungen. Von diesen geht eine grosse Menge von Resonanz- und Kla- vialurholz hervor, wovon jährlich an 20.000 Stück abgegeben werden, ebenso werden auch Violin- und Violoncell-, Bratschen-, Mandolin-, Guitarre- und Contrabass-, Deckel-, dann Schachtelholz, Schindeln und Zündholzdrähte in grosser Anzahl veräussert. Aus Buchen-, Fichten-, Lärchen- und Zirbelkieferholz kamen viele Hausgeräthschaften, welche man daraus zu machen pflegt, zur Ausstellung. ln der Holzscheibenform lagen beiläufig folgende Holzsorten auf: Fichten. 580 Jahre all, 20 Zoll Durohm. Traubeneiche.195 „ „ 27 „ „ Zerreiche.195 „ „ 40 „ „ Stieleiche. 230 „ , 21 ^ „ Winterlinde.180 „ „ 20 „ „ Birke. /5 „ » 20 „ „ Rolhbuohe . 360 „ „ 36 „ „ Weissföhre. 230 „ „ 29 ,. „ Moorkiefer.140 „ „ 13 „ „ Tanne. 300 ,, , 52 , „ Lärche. /5 „ „ 10 „ „ Zirbelkiefer. 300 B , 21 , „ 23 178 Schwarzerle. 80 Jahre all, 12 Zoll Durrinn. Schwarzpappel. 62 „ „ 42 „ „ Bergahorn. 380 „ „ 25 „ „ Akazie .. 30 „ „ 12 „ „ Juglans nigra . 30 „ „11„ „ Esche. 75 „ „ 30 „ „ Feldahorn. 90 „ „ 38 „ „ Sorbus torminalis Crantz. . . . 140 „ „ 22 „ „ Die vorhandenen Rindensorsen stammten von Eichen und Fichten, weiter gab es Holzkohlen, Terpentin, Lindenbast und ein Herbarium turfose. Das Sortiment von Getreidesamen enthielt: An Gerste: Gold-, Jerusalem-, algerische, Kalina-, Imperial-, Probsteier Gerste. An Hafer: Feld-, Teich-, Probsteier-, Rispen-, Fahnenhafer etc. An Weizen: Dessauer-, Probsteier-, Spaiding-YVeizen. An Roggen: Gebirgs-, Correns-, Johannis-, Compiegner Roggen. An Hülsenfrüchten und sonstigen Sämereien; Zuckererbsen, Lupinen, Linsen, Pferde- und Speisebohnen. Winterraps, Kümmel, Buchweizen, Sonnenblumen, Brabanter Klee, Esparsette, Raygras, Schaf- sclnvingel, Honig-, Ruch- und Timotheus-Gras. Forstsäinereien. Acer pseudoplatanus L. — platanoides L. Aesculus Hippocasfanum L. Abies excelsa Dec. Ainus incana Willd. — glutinosa Willd. Carpinus Betulus L. Fagus sylvatica L. Fraxinus excelsior L. Larix europaea Dec. Picea pectinata Loud. Der in verschiedenen Gegenden gebaute Hopfen war zahlreich ausgestellt, dann fanden sich Stukkaturrohr und Schilfhalme vor. Die Opiumpräparate wurden aus blauen und weissen Mohnsamen gewonnen und sollen an 13^ Morphin enthalten. Unter den Futtermitteln finden wir an Laubfutter Eichen-, Erlen-, Linden-, Eschen-, Weiden-, Ulmen-, Pappel-, Akazien-Laub, ferner Zuckerrüben mit Pferdebohnen oder Akazienschoten, sowie auch Zuckerrübenpresslinge mit Kastanien. Von aufbewahrten Obstsorten gab es Reine-Clauden, Weichsein, Pflaumen, Mirabellen, Birnen und Aepfel, sowie auch Nüsse, Mandeln und essbare Kastanien. Pinus sylvestris L. — uliginosa. — Cetnbra L. Quercus sessiliflora Smith. — Cerris L. Robinia Pseudoacacia L. Spartium scoparium L. Tilia grandifolia Ehrli. — parvi folia Ehrli. Ulmus campes tris L. 179 Unter den Photographien dieses Pavillons befanden sich einige Ansichten aus den Urwaldungen von Krumau und Abbildungen der Windbrüche in Folge des im Jahre 1870 vvüthenden Sturmes. Zu den ausgezeichnetsten Ausstellungsobjekten gehören weiter jene der Abtheilung S. k. Hoheit des Herrn Erzherzogs Albrecht. Vor Allein ist die entoinologisch-biologische Sammlung von schädlichen und nützlichen Insekten hervorzuheben. Die Sammlung ist in 120 Kästchen eingelegt, und es finden sich in denselben ausser den Maden, Puppen und Puppenhäuten etc. die Frassstücke jener Pflanzen vor, von welchen sie sich ernährt, und demzufolge lagen an 80 Pflanzenspezies auf, an welchen an den Blättern die Frass- stellen ersichtlich sind. Die von dem k. k. Ackerbauministerium veranstaltete Ausstellung, welche in einem riesigen Pavillon ihr Obdach fand, gehörte zu den grossartigsten und interessantesten. Die Sammlung der historischen Pflüge, welche aus allen Theilen der Erde und grossenlheils auch aus früheren Zeitaltern stammen, ist einzig in ihrer Art. Die Anzahl derselben beläuft sich auf 166 Stück, und in der Mitte dieser Menge befand sich jener Originalpflug, welchen Kaiser Josef II. mit eigener Hand lenkte. Ringsum an den Wänden war die Pflugbespannung bildlich dargestellt, welche bei den vorhandenen Pflügen angewendet wurde. In der Holzsammlung befanden sich viele Holzscheiben, bei welchen das Alter, die Länge und Dicke des Stammes angegeben war, und zwar: Fichte , . . . . . . 160 Jahre alt, 37 Met. lang, 45 Ctrn. dick, Tanne . . . . . . . 250 n » 53 r n 105 r> r> Weissföhre . . . . . 82 f) n 23 * V Buche . . . . . . . 120 n V 11 n n 68 r> r> Eiche. . . . 120 n T> 17 n n 73 V) V Zitterpappel . . . . . . 65 r> r) 8 w r> 37 n V) Erle. , . . 130 » n 13 V V 47 7) n Linde .... . . . 150 V n 11 V Y> 94 » » Elsbeere . . . . . . . 60 v> r> 10 r> n 36 r> r> Spitzahorn . . . . . 100 n n 11 n V) 52 V) v> Bergahorn . . . , . . 190 r> r> 11 r> n 68 5? n Weissbuche . . . . . 130 n n 11 r> n 50 W r Rothbuche . . . . . . 280 n n 20 r> n 63 n w Esche . . . . , . . . 315 n y> 30 w T) 95 r> n Schwarzföhre . . . . . 130 r .> r> Lärche. . . . 168 n n Von der Insel Meleda und Pinus kalepensis Mill. Myrtus communis L. Sabina pkoenicea Ant. — foetidissima Ant. Pistacia Lentiscus L. Arbe gab es Stammscheiben von: Quercus Ilex L. Ostrya virginica Lain. Olea europaea L. Erica arborea L. Arbutus Utiedo L. 23 * 180 Ausser (Ion el»on angeführten gab es 114 Holzarten in der bekannten Buchform, welchen neben den scienlifischen Namen der betreffenden Holzart auch der Trivialnatne beigegeben war. Eine ans 11 Mustern bestehende Sammlung zeigte gespaltenes Holz, um die Struktur des Holzes ersichtlich zu machen, und es war dahei die Lage und der Standort des gefällten Baumes speziell angegeben. Die Fassdauben aus Buchenholz, vorzugsweise aus dem Forste von Ternovan herslammend, werden zu Gebinden verarbeitet, in welche Meid zum Transporte nach Brasilien verpackt wird. Kohle von Buchenholz gab es in 6 Mustern und sollen sämmt- lich ohne Zugabe von Wasser verkohlt werden. Von der landwirthsehaftlirh-chcmischen Versuchsstation in Wien stammten verschiedene Präparate der im pflanzlichen Organismus vorkommenden und daraus hervorgegangenen Stoffe, als: Arum esculentum- Stärke. Apfelsäure. Asparagin. Arabin. Arbutin aus den Blättern von Arbutus Uva ursi. Amygdalin aus bitteren Mandeln. Aesculin aus Aesculus Hippoca- stanum. Alizarin aus Rubia tinctorum. Berberin. Bruein. Campher. Cumarin. Codein. Chinin. Colchicin. Coffein. Digitalin. Delphinin. Fumarsäure. Glycyrrhizin. Gallussäure. Gentianin aus Gentiana lutea. Hämatoxylin. Inulin. Jalappin im Rhizom von Convolvulus Orizabensis. Indigo. Korksäure. Kartoffelstärke. Legumin. Monthera, das Stearopten des Pfef- fermünzüles. Morphin. Maisstärke. Mannit. Marantha-Slärke. Phloridzin aus den Wurzeln vieler Pomaceen. Papaverin. Piperin. Pflanzenalbumin. Pflanzenwachs aus Heu, Mais, Sorghum und Stroh. Quercitrin ans Qnercitronenrinde (Quercus tinctoria ). Santalin aus Sandelholz. Salicin. Saponin. Solanin. Scoparin. Sorghum- Zucker. Stärke aus Maranlha. — aus Batatas eduüs. — aus Arum esculentum. — aus Aesculus Hippocastanum. — aus Sicgos angulata. — aus Castanospermum. Tannin. Thein. fru* djAüSuaii 181 Theobromin. Veratrin. Weinsäure. Zur quantitativen Ermittelung- der Wasserverdunstung aus lebenden Pflanzen stand ein mit einer Gasuhr in Verbindung gebrachter Apparat auf. Zur Pflanzenkultur in Wasser, wozu theils Brunnen-, theils de- stillirtes Wassser in Anwendung kommt, sind die Nährstoffe der Pflanzen entweder gelöst oder suspendirt. Der Sand zur Sandkultur besteht aus Quarzsand, unter welchem entweder Nährstoffe gemengt oder durch Begiessen zugesetzt werden. Zur Kohlekultur der Pflanzen wird Holz- oder Steinkohle genommen. Bei der Torfkullur wurden dem Torfe Nährstofflösungen in verschiedenen Quantitäten beigemengt. Unter den im Freien in sehr grosser Anzahl vorhandenen Baumstämmen von schnurgeradem und mächtigem Wüchse und in vollkommener Gesundheit fanden sich aber auch viele krankhafte, mit Auswüchsen, Aushöhlungen, Verwachsungen behaftete Stücke vor, und es bildeten diese verkrüppelten Baumstrünke einen förmlichen Hain des Siechthums. Um schliesslich vom Siechthum zum Tode überzugehen, erwähne ich noch eines Ausstellungsgegenstandes von ganz eigener Art, nämlich des Schädels des gelehrten Jesuiten und berühmten Botanikers Franz Xav. Freih. v. Wulfen, welcher anno 1805 in seinem 77. Lebensjahre in Klagenfurt seine irdische Laufbahn beendete. Neben diesem Todtenschädel lag noch ein zweiter, nämlich der des Raubmörders Resch, und beide brachte ein Messapparat-Erzeuger auf den Schauplatz. Sie lagen unter einem Glassturze beisammen, umgeben von Proportionszirkeln für Messung der vergleichenden Anthropologie und Zoologie. Die Photographie mit all’ ihren Fortschritten und Erfindungen der Neuzeit war in der österreichischen Abtheilung auf das glänzendste vertreten. Die Anzahl der Bilder war unendlich gross, obschon hierbei das Porträtfach eine bedeutende Rolle spielte, aber dennoch gab es viele landschaftliche Aufnahmen, welche ausser der schonen Ausführung sehr interessante Gegenstände darboten. Hierzu gehören z. B. 28 Lichtdruckbilder (8 X10) von Baron Stillfried’s Aufnahmen in Japan, W. Burger’s Panorama von Honkong nebst 48 kleineren Bildern aus Aegypten, China, Cochinchina, Siam etc. Der Glanzpunkt fiel in dieser Richtung auf die Aufnahmen Sr. Exc. des Herrn Grälen Hanns Wiltschek. Es sind Aufnahmen, welche derselbe auf der von ihm in’s Leben gerufenen arktischen Expedition an fertigte, und in 79 Bildern auflagen. Dabei gab es Ansichten von Tromsö, Hornsund, Spitzbergen, eine Mitternacht-Beleuchtung in der lsbjören-Bay, an der Mündung des Hornsundes u. s. f. Was die Erzeugung von Kunstblumen anbelangt, so fällt auf der österreichischen Ausstellung die Palme den Erzeugnissen der 182 Gräfin Baudissin zu. Blumen und Blätter waren mit solch’ einer Treue nachgeahmt, dass sie wirklich selbst bei dem geübten Beobachter zu Täuschungen führen konnten. Von dem unendlich reichen und herrlichen Materiale, welches in den Abtheilungen der Österreichischen Monarchie aufgespeichert vorlag, ist in dem Vorausgesagten nur eine flüchtige Skizze gegeben, da es mir, wie ich Anfangs meiner Notizen angab, an Zeit gebrach, bei vielen europäischen Ausstellungsgruppen näher in’s Detail eingehen zu können. So leid es mir auch that, nicht völlig beendet davon scheiden zu müssen, so musste ich mich dem Machtgebote fügen, welches durch den Schluss der Ausstellung eintratt. S (N&» w- — rmii W /ft;m »«» îtm &ÎU2SH , r ttttt >*• Kt» Awfaft»(* Vui/t-n Zcs^-Jippit Î ËSr. ;. nct-n-Vu .. ‘tiltvppQB. iiàtgkjuf- W«iwr» '*OJrtÜ"#CR tu Sot- i'" 1 :»«- <*# v * ■ &at, iw&fct ‘^Hnr t*s)Mtar • f fr r\i 'thfcMo:' ■ i/ ■ : > : ‘MK*lt,' fto . t-Ji Wtl) «inn» .üicntjçt-t-jrfr -, i&t jeu 'V 7 • -Ä RI* A L >.* ?» « .ÉS !;:Ti F^. ,r -'VV'- fût ■ • ’ - 'v <*. .'I 5\-^ y#**. v.’ :r-v:. •is i 'f’ü- H A '¥«>* ■t>w \Vï>ÿ '*sÊa&SS£ Namen der Länder lind Orte welche, nach den hier abgebildeten Formen, Ilolzmnster ausstellten. A. Madeira, Japan, China, Brasilien, Britische Besitzungen in Indien. B. Brasilien, Algier, Quade' _ d, Sandwiehs-Inseln, Portugal, Italien (Forli), Vereinigte Staaten von Nordamerika, Japan, China. C. Aegypten. I). Türkei, Brasilien. E. Italien, Uruguay, Madeira, Algier. F. Italien (Ancona). G. Algier. II. Brasilien, Süd-Amerika. 1. Mauritius, Ceylon, Algier, Océanien, Aegypten, Brasilien. K. Africa, Neu-Seeland, Océanien. L. Portugal (Catalina). M. Brasilien, Portugal. N. Algier, Japan. O. Queensland. P. Brasilien. Q. Algier, Russland, Italien (Udine), Senegal, Ohnehin-China, Queensland. R. Portugal, Italien (Udine), Neu-Seeland. S. Griechenland. T. Brasilien. Formen der, aus den verschiedenen Ländern, exponirten i Holzmuster. '• ‘"TiilTH'TIMT' Ml ‘fr pv<> ">« 5 » r “ct •• s > •- Bw4Jtto ; « • Rra.T-7> r 4 Wffi.vlH* R VVSW ’•' 'V ï,.**!*' *■■*■*■> -î ‘•A? * 5 . *. J r . Y' » %-■ PT * 5 ■