Nr. 2. Wien, den 30. April 1867. I. Jahrgang. ORGAN FÜR TELEGRAPRENWESEN. Eigenthümer, Verleger und verantwortlicher Kedacteur: L. J. Wolschitz. Redaction : Margarethenstrasse Nr. 7. Alle Zuschriften sind portofrei an die Redaction zu richten. Unfrankirte Briefe werden nicht angenommen und Manuscripte nicht zurückgestellt. Inserate werden mit 10 kr. österr. W. für die zweispaltige Petitzeile berechnet. Das „Telegramm“ erscheint am 15. u. letzten eines jeden Monats. Abonnements: für Wien: vierteljährig 1 fl., halbjährig 2 fl*, ganzjährig 4 fl. österr. W.; für die Provinz: vierteljährig 1 fl. 20 kr., halbjährig 2 fl. 40 kr., ganzjährig 4 fl. 60 kr. Abonnements werden angenommen bei der Expedition, Margarethenstrasse Nr. 7. Inhalt. Text: Eröffnung neuer österreichischer Telegra- phenstätionen. — Der Hughes’sche Typen- druck-Apparat. — Das Telegraphenwesen in Oesterreich. (Fortsetzung.) — Die Telegra- phen-Anstalt in Frankreich mit Schluss des Jahres 1866. — Der anglo-indische Telegraph. — Ergebnisse der Privat-und Staats- Correspondenz in Oesterreich im Jänner und Februar 1867. — Rundschau. Illustration: Telegraphen-Apparat von Hughes, Tafel I. Eröffnung neuer österreichischer Teiegraphen-Stationen. In der Zeit vom 15. April bis 1. Mai 1867 sind nachstehende österreichische Teiegraphen- Stationen eröffnet worden: Gadjavica (L) in Slavonien. Füred (B-L) in Ungarn.*) Gastein (Bad) (B-L) in Salzburg. *) Ivonic (B-L) in Galizien. Peterwardein (N) in der Militärgrenze. Szczawnica (B-L) in Galizien. *; Szliacs (B-L) in Ungarn. *) Teplitz bei Trencsin (B-L) in Ungarn. Truskawiec (B-L) in Galizien. *) Watradoma (B-L) in der Bukowina. *) L bedeutet: beschränkter Tagdienst. N , Tag- und Nachtdienst. B „ Sommerstation. *) Als Sömmerstaliou wieder eröffnet. ! Der Hughes’sche Typendruck-Apparat. Von Dr. J. Stark. Schon zur Zeit, als sich die Telegra- i phie noch in der Kindheit befand, hat man Telegraphen-Apparate erdacht und eon- struirt, w T elche die Depeschen in gewöhnlichen Schriftzeichen abdrueken Es liegt einerseits dieser Gedanke so nahe und es scheinen sich anderseits der Ausführung desselben so geringe Schwierigkeiten entgegen zu stellen, dass die Lösung dieses Problems seither vielfach und in verschiedener Weise versucht worden ist. Als die wesentlichen-Erfordernisse eines solchen Apparates stellen sich bald dar : 1. Ein vertikales Rad, an dessen Umfange sich die Buchstaben en relief befinden, und welches dem Papiere , worauf i gedruckt werden soll, gegenübersteht. 2. Eine Vorrichtung, durch welche die Typen stets mit Farbe befeuchtet werden. , 3. Eine weitere Vorrichtung , wodurch das Rad in die Lage gebracht werden kann, dass der zu druckende Buchstabe dem Papiere gerade gegenüber steht. 4. Ein Mechanismus , wodurch das 1 — 18 Papier in dem Momente, wo sich der ge- I wünschte Buchstabe demselben gegenüber befindet, an das Rad angepresst und so der Buchstabe gedruckt wird. 5. Da sich endlich bei einem solchen Apparate das Papier nicht wie bei Morse gleichmässig fortbewegen darf, weil sonst bei den verschiedenen Zeit-Intervallen, in welchen die einzelnen Buchstaben eines Wortes aufeinander folgen, dieselben zerstreut auf dem Papierstreifen erscheinen und dadurch das Lesen erschweren würden, so muss noch die-Einrichtung getroffen sein, dass das Papier nur nach dem Drucke eines Buchstabens um ein Stück, welches der Entfernung zweier Buchstaben entspricht, fortgeschoben wird. Diesen Anforderungen kann auf verschiedene Weise entsprochen werden. Durch die Einwirkung eines elektrischen Stromes auf einen Elektromagneten kann mittelst der Bewegung des Ankers das Rad um eine bestimmte Grösse gedreht und auch die Pressung des Papieres gegen das Rad durch eine Art Hammer bewirkt werden. Man kann ferner, da die Bewegung des Ankers auf enge Grenzen eingeschlossen ist, die Stromgebung wiederholen j man kann Ströme von verschiedener Intensität, und zwei Elektromagnete anwenden und dadurch nur den einen oder beide in Bewegung setzen, man kann ferner Ströme verschiedener Richtung mit Magnetankern benützen und dadurch den einen oder andern bewegen; endlich kann man die Dauer der Stromgebungen oder die Zeit-Intervalle, welche zwischen denselben verflies- sen, abändern. Auch lässt sich durch die Benützung einer Localbatterie die ursprüngliche Wirkung des Stromes leicht nach Bedarf ver- grössern. Je nach den Mitteln, die bei der Construction solcher Druck-Telegraphen angewendet wurden, zerfallen dieselben in zwei Classen. In die erste Classe gehören jene, bei welchen das Typenrad w r ie der Zeiger eines Zeigerapparates durch aufeinander folgende Ströme von kurzer Dauer immer um einen Winkel gedreht -wird, welcher der Entfernung zweier Buchstaben entspricht, geschehe dies nun unmittelbar mittelst eines Echappement oder durch Einwirkung eines solchen auf ein Uhrwerk. Man nennt solche Apparate „Druck- Telegraphen mit Echappement.“ Das Drucken wird bei denselben entweder durch elektrische oder mechanische Kräfte bewirkt. Die Apparate dieser Art, deren Zahl eine ziemlich grosse ist, sind dem Principe nach sehr einfach, arbeiten aber ohne Ausnahme langsam, da sie zur Erzeugung eines Buchstabens eine ganze Reihe von Strömen erfordern Auch brauchen sie eine kräftige elektrische Einwirkung, und sind zum Theile sehr complicirt in ihrer Zusammensetzung. Die Apparate der zweiten Classe, deren Anzahl eine kleinere ist, beruhen auf dem vollkommen übereinstimmenden Gange zweier von einander unabhängigen Uhrwerke, wesshalb sie „Druck - Telegraphen mit synchronistischer Bewegung“ genannt werden. Die Bewegung wird bei denselben meistens durch ein Pendel regu- lirt. Sie erlauben eine verhältnissmässig grössere Geschwindigkeit als die Apparate der ersten Classe, da sie, um einen Buchstaben zu drucken, nur einen oder zwei Ströme brauchen. Die Bewegung des Typenrades wird bei diesen Apparaten nicht durch den elektrischen Strom, sondern durch den Mechanismus bewirkt, indem z. B. das Pendel mit einem Echappement in Verbindung steht, und dadurch das Rad bei jeder halben Schwingung um den Abstand zweier Buchstaben dreht. — 19 — Ist die Bewegung der zwei Mechanismen an den Endpunkten einer Linie übereinstimmend, so werden die Typenräder auf beiden Stationen stets gleiche Lage haben und im selben Momente die gleichen Buchstaben dem Papiere gegenüber stehen. So lange kein Strom durch die Apparate geht, bewegen sich die Pendel und somit auch die Typenräder fort; sobald aber ein Buchstabe gedruckt werden soll, werden beide Pendel, somit auch die Typenräder in demselben Augenblicke, wo sich der verlangte Buchstabe dem Papiere gegenüber befindet, durch einen elektrischen Strom in ihrer Bewegung aufgehalten. Dies kannz. B. dadurch bewerks telligt werden, dass man an jedem der Pendel unten ein Eisenstück anbringt, welches sich zwischen zwei Elektromagneten bewegt. Sobald ein Linienstrom durch die Elektro- magnete circulirt, werden die Eisenstücke durch diese festgehalten und somit die Pendel- und Typenräder arretirt. Mit dem Aufhören des Stromes fangen die Pendel wieder zu schwingen an, und die beiden Apparate werden durchdas Uhrwerk wieder in Bewegung gesetzt. Lässt man den Strom noch durch einen dritten Elektromagneten gehen, so lässt sich dadurch eine Art Hammer in Bewegung setzen, der das Papier gegen die Type führt und so den Druck bewirkt. Man sieht, dass ein derart construirter Apparat zurErzeugnng eines Buchstabens nur einen Strom braucht, welcher im entsprechenden Momente entsendet werden muss, was durch verschiedene Einrichtungen geschehen kann. Die Apparate dieser Classe unterscheiden sich von einander durch die Art der Herstellung des Synchronismus und die Mittel, durch welche mittelst der Einwirkung des elektrischen Stromes der Druck bewerkstelligt wird. Da der Synchronismus auf längere Zeit nicht erhalten werden kann, so ist noch eine besondere Einrichtung getroffen, wodurch das Typenrad bei jedem Drucke eines Buchstabens in die richtige Lage gebracht wird. Die Apparate beider Classen leiden aber an dem Uebelstande, dass bei jedem Drucke eines Buchstabens das Typenrad und somit der ganze Apparat arretirt werden muss, wodurch derselbe nothwendig eine gewisse Langsamkeit bekommt, theils in Folge des Stillstehens selbst, theils weil dieses Umstandes wegen der Bewegung selbst keine grosse Geschwindigkeit ertheilt werden kann. Es hat daher auch keiner dieser Apparate vollständig reussirt, indem der Vortheil, welchen der Druck der Depeschen in Buchstaben gewährt, durch die Langsamkeit der Mittheilungen bei weitem aufgewogen wird, und bei der Wahl eines Apparates die Geschwindigkeit der Mittheilungen, welche er zulässt, ein bedeutendes Moment bildet. Diesem Uebelstande, der alle bisherigen Apparate dieser Art unpraktisch macht, hat Professor David Edward Hughes aus Louisville in Amerika durch den genialen und kühnen Gedanken, den Apparat ohne Unterbrechung fortbewegen zu lassen und den Druck während der Rotation des Typenrades zu bewirken, abzuhelfen gesucht. Aber erst nach vieljährigen Studien und unzähligen kostspieligen Versuchen gelang es ihm, die vielen und grossen Schwierigkeiten, die sich der Realisirung | dieses Gedankens entgegenstellten, gänz- j lieh zu überwinden, und dadurch einen auch praktisch brauchbaren Apparat zu schaffen, der hinsichtlich der Principien und Ausführung gleich bewundernswerth als ein Meisterwerk der Mechanik in Wechselwirkung mit den elektrischen Kräften betrachtet werden muss. 1 * — 20 - Durch die Geschwindigkeit und Precision, mit welcher derselbe arbeitet, hat er auch, ungeachtet der Complication seines Mechanismus und der etwas schwierigeren Behandlung schon weite Verbreitung und Anerkennung gefunden, indem er bereits in Amerika, Frankreich, Italien England, Russland, Preussen und Oesterreich in Verwendung ist. Professor Hughes hat seinen ersten Apparat mit continuirlicher Bewegung im Jahre 1855 aus Amerika nach Paris gebracht, denselben aber erst seit dieser Zeit durch viele wesentliche Verbesserungen zu dem Grade der Vollkommenheit ausgebildet, die er bei seiner gegenwärtigen Construction besitzt. Der Apparat, gleichfalls auf dem Synchronismus zweier Mechanismen beruhend, ist der einzige, bei dem die Bewegung eine continuirliche ist. Ehe wir in eine detaillirte Beschreibung des Apparates eingehen, wollen wir vorerst in Umrissen eine allgemeine Darstellung von den Principien der Construction und Wirkungsweise desselben zu j geben versuchen. Die Bestandtheile des Apparates zerfallen in zw r ei Partien, deren eine jene Theile in sich fasst, die von rein mechani- i scher Wirkung dazu dienen, die bewegen- , de Kraft auf die wesentlichen Bestand- j theile zu übertragen und den Synchronis- ; mus herzustellen, die andere aber jene Theile begreift, wo die elektrischen und mechanischen Kräfte in Wechselwirkung stehen. Die ersteren sind: das Laufwerk und der Regulator. Die letzteren: die Claviatur in. ihrer Verbindung mit den Contact gebenden Stiften, die Schlittenachse mit dem Schlitten, der Elektromagnet und der Auslöse- hebel, die Typenradachse mit dem Typen- Correetions- und Friktionsrade, und die Druckachse mit dem Echappement und den verschiedenen Nasen oder Daumen. Bei der grossen Geschwindigkeit, mit der sich einige Theile des Apparates bewegen müssen, ist eine bedeutende bewegende Kraft erforderlich, als welche ein Gewicht von beiläufig 100 Pfund benützt wird. i Dieses Gewicht läuft wie bei den älteren Morse-Apparaten in einer Kette ohne Ende und setzt zunächst das Kettenrad ! Z 1 (Tafel I) in Bewegung, welche durch ; eine Reihe von Rädern und Getrieben auf | die übrigen Theile des Apparates über- ; tragen wird. j Von den Achsen des Apparates sind I die drei genannten von besonderer Be- 1 deutung. Die erste derselben D (Tafel II) ist diejenige, an deren vorderem Ende sich das Typenrad H (Tafel I und II) befindet, weshalb sie ?) Typenradachse“heisst. Dieselbe dreht sich mit grosser Geschwindigkeit beständig fort. Auf dieser Achse befinden sich unmittelbar hinter dem Typenrade noch zwei Räder vor dem Rahmen des Apparates. Das nächste, ein Stahlrad F, mit grossen Zähnen — das „Correctionsrad“ genannt — steht mit dem Typenradein Verbindung. Das dritte kleinere Stahlrad F 1 mit sehr feinen Zähnen — das „ Frictions - rad“ genannt, ist an der Achse D befestigt, ! bewegt sich daher fortwährend mit dieser i und hat die Bestimmung das Corrections- ' rad mit dem Typenrade, welche mit der i Achse D nicht fest verbunden sind, son- i 1 \ dern sich um dieselbe drehen lassen, mit ! sich fortzuführen. ! j Dieses wird mittelst eines Sperrkegels ; bewirkt, der an der Rückseite des Correc- ! tionsrades befestigt ist und in die Zähne 1 des Frictionsrades eingreift. Auf diese Art — 21 — nehmen alle drei Räder'an der Bewegung der Achse D Theil. Zunächst hinter der vorderen Gestellwand ist an derselben Achse D ein vertikales konisches Rad D 3 (Tafel II) befestigt, welches mittelst eines zweiten horizontalen, eben solchen Rades D 1 die Bewegung der Typenradachse auf die vertikale Achse E (Tafel I) überträgt, welche am unteren Ende einen horizontalen Arm über einer kreisrunden Messingscheibe mit derselben Winkelgeschwindigkeit herumführt, mit der sich das Typenrad dreht. Dieser Arm g g 3 g 1 (Tafel I) heisst der „Schlitten“ und seine Achse „Schlittenachse.“ Die dritte wichtige Achse endlich ist diejenige, welche neben vielen anderen Funktionen auch die Bestimmung hat, den Druck der Depeschen zu bewirken und deswegen die „Druckachse“ genannt wird. Diese nimmt nur dann an der Bewegung des Apparates Theil, wenn ein Strom durch den Elektromagneten geht, und ein Buchstabe gedruckt werden soll, macht jedoch bei jedem Durchgänge des Stromes nur eine Umdrehung. Diese Achse P (Tafel II) hat ihre Lager einerseits in einer Höhlung der gleichsam ihre Verlängerung bildenden Achse L (Tafel II), und andererseits in einem an der vorderen Wand des Gestelles befestigten eigenen Träger p 1 . Die Achse L, an welcher das Schwungrad V befestigt ist, und daher „Schwung- radachse“ genannt werden kann, bewegt sich fortwährend und zwar 7mal schneller als die Typenradachse. Mit dieser Achse wird die Druckachse, so oft ein Strom durch den Elektromagneten geht, auf mechanische Weise in Verbindung gesetzt (gekuppelt), so dass (Fortset; sie an der Bewegung der ersten Theil nimmt; sobald'sie aber eine Umdrehung vollendet hat, wird diese Verbindung wieder aufgehoben, und die Schwungradachse bewegt sich allein fort, bis ein neuer Strom eine abermalige Kuppelung bewirkt. Der Schlitten dreht sieh über einer Messingscheibe N (Tafel II), die an der Peripherie 28 Oeffnungen hat und den Deckel eines metallenen Gehäuses bildet. In diesem befinden sich eben so viele stählerne, breite Stiften (Lammellen m 1 , m, Tafel II), deren obere abgerundete Enden sich in den Oeffnungen der Scheibe befinden, während sie mit dem unteren Ende auf metallenen Hebeln aufruhen, welche mit den Tasten M (Tafel I) der Claviatur in Verbindung stehen. Von den 28 abwechselnd weissen und schwarzen Tasten der Claviatur sind 26 mit den Buchstaben des Alphabetes bezeichnet, die zwei übrigen und zwar die erste und fünfte weisse Taste sind unbe- zeichnet (Tafel II). Jeder Taste entspricht ein Stift und ein Buchstabe am Typenrade. Die Buchstaben auf den Tasten und am Typenrade folgen in derselben Ordnung; den zwei weissen Tasten entsprechen zwei leere Stellen am Typenrade. Die beiden leeren Räume am Typenrade erlauben, dass der Papierstreifen am Ende eines Wortes fortgerückt werden kann, ohne dass ein Buchstabe gedruckt wird. Sobald man auf eine Taste drückt, wird der entsprechende Stift, dessen oberes Ende sich bisher im Niveau der Scheibe befand, über die Oberfläche derselben gehoben, und kommt dadurch mit dem abwärts gekehrten Theile g (Tafel I) der oberen Hälfte des rundlaufenden Schlittens in Contact, ng folgt.) 22 — Das Telegraphenwesen in Oesterreich. (Fortsetzung.) Auf den Bahnleitungen wurde die Privat- und Staats-Correspondenz von den dazu befähigten Bahnbeamten nebenbei besorgt und erforderte kein eigenes Personale. Mit Schluss des Jahres 1866 gab es : 66 Staatsstationen mit Tag-u. Nachtdienst 50 „ „ vollem Tagdienst u. 320 „ „ beschränktemTagd. Die Bahnstationen waren nach Zulässigkeit des Bahndienstes von 7 Uhr Vormittags bis 8 Uhr Abends für den Privat-Telegraphenverkehr offen. Die Zahl der von sämmtlichen Staatsund Bahntelegraphen-Stationen beförderten Privat- und Staatstelegramme belief sich auf 2,601.295 Stück und die Summe der hiefür erhobenen internen und internationalen Beförderungsgebühren auf l,644.7-i2 fl. Sonach betrug die durchschnittliche Einnahme für 1 Depesche 63*6 kr. und es entfielen von der Gesammtsumme der beförderten Telegramme täglich je 8*5 Depeschen auf eine Station und je 4 Depeschen auf einen Telegraphisten, wenn zu dem manipulirenden Personale der Staats- Telegraphen-Anstalt noch je 1 Bahntelegraphist für j ede Bahn-Telegraphen-Station in Anschlag gebracht wird. Unter den beförderten Telegrammen waren: 1. aufgegebene interne Privat-Depe- schen 1,622.525 Stück j 2. aufgegebene interne Staats-Depeschen 418.364 Stück ; 3. aufgegebene internationale Privat- und Staats-Depeschen 222.589 Stück; 4. angekommene internationale Privat- Depeschen 237.084 Stück ; 5. angekommene internationale Staats- Depeschen 6.910 Stück ; 6. Transitdepeschen 93.823 Stück. An der oben bezifferten Brutto-Ein- nahme waren betheiligt mit mehr als: 290.000 fl. 1 Station (Wien) 2 Stationen (Triest u. Pest) 1 Station (Wien Leopoldst.) I „ (Prag) 1 „ (Lemberg) 1 „ (Brünn) 3 Stationen 8 , 4 , 1 Station 4 Stationen 9 100.000 70.000 40.000 30.000 20.000 15.000 10.000 9.000 8.000 7.000 6.000 5.000 4.000 3.000 2.000 1.500 1.000 900 800 700 600 500 ' 400 300 200 100 100 11 10 21 39 37 63 14 19 23 19 17 21 27 32 23 „ und mit weniger als alle übrigen Stationen. Zum Organismus des Telegraphen- Institutes übergehend, glauben wir hervorheben zu sollen, dass die Eisenbahn- Telegraphenlinien und Stationen zwar der Controle der Staats-Telegraphen-Verwal- tung unterlagen, aber in allen anderen Beziehungen lediglich ihrer Vorgesetzten Bahndirection unterstanden und nur bei Beförderung der Privat- und Staats-Depeschen zur Beobachtung der für den Staats- Telegraphen geltenden Vorschriften und Tarife verbunden waren. Dagegen waren die Staats-Telegra- phen-Stationen den in den Kronländern bestehenden neun Telegraphen-Inspectora- 23 ten und diese der Staats-Telegraphen- j Direction in Wien untergeordnet, welcher die Gesammtverwaltung des Telegraphenwesens unter oberster Leitung des hohen k. k. Handelsministeriums übertragen war. Das Telegraphen - Rechnungswesen wurde von einer hiezu bestimmten Abtheilung der mit Ende des Jahres 1866 aufgelösten Centralbuchhaltung für Communi- cationen besorgt. Diese Abtheilung ist mit 1. Jänner 1867 der Telegraphen- Direction einverleibt worden. Am letztgenannten Tage hatte die Staats-Telegraphen-Anstalt folgenden Per- sonalstand: cd b£) c3 Ö3 3 cS 0 O .Sj Personale ^ tS3 Ö < Ifl Q? CQ 1 Director 1 5.880 2 Directions-Räthe 2 1.890 2 Directions - Secre- j I. 1 1.470 täre (II. 1 1.260 2 Directions - Conci- j 1. 1 840 pisten i II. 1 735 1 Directions - Con- ceptsadjunkt 1 525 l !• 4 1.470 12 Inspectoren (II. 4 1.365 (III. 4 1.260 1 Centralamts - Ver- waiter 1 1.260 1 Centralamts - Con- trolor 1 1.155 42 Commissäre, VerJ ^ waiter und Con-( jj trolore / 21 21 1.050 945 444 Obertelegraphisten | (XX« 222 840 735 \ L 222 630 712 Telegraphisten (II. 222 525 III. 268 420 4 Rechnungsräthe | ^ 2 2 .1.600 1.300 Fürtrag 1.224 — Ucbertrag 1.224 — ( I. 5 1.000 II. 2 900 III 4 800 30 Rechnungsoffiziale/ IV. 5 700 I V. 7 600 [ VI. 7 500 f I. 4 540 10 Rechnungs-Calcu-' ) II. 3 496 lanten \lll 2 480 IV. 1 360 9 Rechnungs-Practi- i 1 - s 200 canten j II. 4 — i I. 190 400 456 Aufseher ) II. 190 350 /III. 76 300 / I. 126 367* 1 / a 408 Amtsboten 1II. 127 315 UII. 127 262-i/, ( IV. 28 226-*/ 5 Total-Summe 2.137 Zur Vervollständigung der vorstehenden Daten, welche wir hehufs Erörterung der von uns befürworteten Reformen des österreichischen Telegraphenwesens vorläufig für ausreichend erachten, lassen wir hier noch eine Nachweisung der verschiedenen Einnahmen und Ausgaben der k.k. Staats- Telegraphen-Anstalt pro 1866 folgen: Einnahmen: 0 rdentlich e. Tarifgebühren für Privat- fl. kr. Correspondenzen*) . 1,695.567 09 V, Hereinreste von Vereins und fremden Staaten . 368.934 45 Einnahme des Telegraphen - Correspondenz- Bureau. 24.312 78 Kaufschillinge fürveräus- serte Kanzlei - Materialien . 563 29 Kaufschillinge fürveräus- serte Bestandtheile des Fundus instructus . . 66.711 01 _ Fürtrag 2,156.088 62 1 /* *) Mit Inbegriff der creditirten Gebühren früherer Jahre. Uebertrag fl. 2,156.088 kr. 02 1 ,» . Mangels- und andere Er- sätze ...... Jahresbeiträge von Gesellschaften .... Zurückempfangene Vorschüsse durch Ersatz oder Verrechnung. Verschiedene Einnahmen 92.483 15.250 30.789 2.741 25 68 3 / 2 56 y, 16 Zusammen 2,297.858 Ausgaben: Or d ent li eh e. 28 '/* Besoldungen und Bestal- H. kr. lungen Quartiergelder und Zins- 821.650 62 beitrage. 36.586 82 , / 2 Personal- und Localzula- gen. 7.298 72 Löhnungen, Emolumente und Livree-Gelder der Amtsboten und Auf- seher. 357.592 85 y 2 Pferde-Pauschalien der Aufseher. 21.521 75 V ^ Tantiemen ..... 48.553 46y a Substitutionsgebühren . 27.161 49 V, Alimentationsgebühren . 602 44 Taggelder (Diurnen). 9.231 46 y , Miethzinse der Amtsloca- litäten ..... 67.167 01 V 3 Adaptirungs- und Erhaltungskosten der Amts- , localitäten .... 6.451 36 y, Belohnungen .... 12.050 — Aushilfen . 26.085 — Reise- und Uebersied- lungskosten .... 57.083 49 Amts- und Kanzlei - Er- fordernisse .... 138.603 43 V, Betriebserfordernisse 47.372 58V, Entgelt dem Strassenbau- personale für die Lei- tungsaufsicht 4.070 05y» Leitungs-Reparaturen . 222.978 70V, Fürtrag 1,912.031 29 Ueb ertrag 1. ,9l2.03ifl.29kr. Lcitungs- Reconstruction (Auswechslung des Kupfer- gegen Eisendraht) . 8.799 40 Sonstige Kosten für die Erhaltung der Leitungen . 13.619 60 Allgemeine Werkstätten- Auslagen .... 23.700 52 V* Auslagen für den Fehlte- legraphen .... 112.333 •‘7 V* Reparaturen und Nachschaffungen im Fundus instructus. 24.701 59 V* Gefällsrückgaben an Parteien- und Mängels-Er- sätze . 12.558 53 V* Hinausreste an Vereinsund fremde Staaten 288.912 58 Weiter - Beförderungsgebühren ..... 17.292 57 Auslagen für das Corre- spondenz-Bureau. 36.273 06 Vorschüsse gegen Ersatz oder Verrechnung 37.632 91V. Zusammen 2,487.855 54 V, Ausser ordentl i ch e. Neue Linien . . . . . 329.370 80 Anschaffung- von Apparaten undEinrichtungs- stücken .... 52.850 23V» Adaptirung der neu errichteten Stationen 1.671 85 Für Versuche und hiezu erforderliche Apparate 263 20 Zusammen 384.156 QO o Quieszentengehalte, Pensionen, Erziehungsbeiträge , Gnadengaben, Sterbequartale und Abfertigungen . . . 19.823 67 Totalsumme der Ausgaben 2,891.885 80 (Fortsetzung folgt.) — 2ö Die Telegraphenanstalt in Frankreich mit Schluss des Jahres 1866. Das Journal des Telegraphes veröffentlicht folgendes Exposö über die Leistungen der Telegraphenanstalt in Frankreich im Jahre 1866 : Die französische Telegraphenverwaltung hat, wie bereits seit mehreren Jahren, so auch im Jahre 1866 die grösste Sorgfalt auf die Verbesserung ihres Netzes, auf die Entwicklung der Departemental-Leitungen und auf die Vervollkommnung der telegraphischen Beförderungsmittel verwendet. Um die Regelmässigkeit der Dienstleistung auf den grossen Verkehrs-Linien zu sichern, und dieselben von den störenden Einflüssen der schlechten Jahreszeit soweit als möglich zu bewahren, war man bemüht diese Linien mit besonderer Sorgfalt herzustellen, ihre Drähte auf Stützpunkten zu befestigen , die von jenen der Leitungen zweiten Ranges verschieden sind, den Durchschnitt dieser Drähte und ihre Zwischenräume auf den Säulen zuvergrössern, endlich die metallische Verbindung auf den Säulen durch alle zulässigen Vorsichtsmass- regeln zu sichern. Diese Grundsätze waren bei allen Arbeiten massgebend, welche im Laufe des Jahres 1866 auf den Hauptlinien des Tele- graphen-Netzes ausgeführt wurden Neue Linien mit 5 m/m starkem Eisendraht wurden hergestellt zwischen : Paris und Marseille, Paris und Italien, Paris und Dieppe, letztere für die Verbindung Englands mit Frankreich. Gleichzeitig wurden grössere Ausbesserungen auf den Linien von Paris nach Bordeaux, von Limoges nach Toulouse, und von Ma i sei 1 1 e nach Bordeaux vorgenommen. In mehreren wichtigen Städten des Reiches, so z. B. in Lyon, Marseille, Lille, wurden unterirdische Linien hergestellt, um die Telegraphen-Verbindungen den Zufälligkeiten zu entziehen, denen die Luftleitungen ausgesetzt sind. V iele Stationen wurden in entsprechendere Lokalitäten verlegt, so dass diesselben nunmehr für die Bevölkerung bequemer und für die Ausübung des Dienstes günstiger gelegen sind. Da es unmöglich war, die grosse Anzahl von Depeschen, welche in den Börsenstunden bei den ersten Piliaistationen in Paris aufgegeben wurden, ohne Verzögerung auf telegraphischem Wege nach der Central-Station zu befördern, so ist die Vorsorge getroffen worden, dass dieselben durch Eilboten gesammelt werden, welche oSme Unterlass zwischen den verschiedenen Aufgabestationen verkehren. Dieser Vorgang ist auf dem Puncte, einer bessern und ökonomischeren Einrichtung Platz zu machen. Eine pneumatische Röhrenleitung, die für die Depeschenbeförderung zwischen der Börse und dem Grand-Hotel versuchsweise gelegt wurde und mit der grössten Regelmässigkeit Dienste leistet, wird bald in Paris ein nützliches Hilfsmittel der Telegraphie werden. Die Ausführung dieser Arbeit hat die Entwicklung des unterirdischen Tele- graphen-Netzes, welches die von allen Punc- ten des Reiches einlaufenden Drähte nach der Centralstation führt, in keiner Weise gehindert. Der eifrige Gebrauch, den die Bevölkerung von den ihr gewährten Erleichterungen macht, beweist den grossen Werth, welchen sie auf die Entwicklung des Departemental-Netzes legt. Im Laufe des Jahres wurden mit Hilfe der vom Staate und von den Gemeinden gelieferten Geldmittel zweihundert Stationen eröffnet, und sicherlich wäre diese Zahl eine höhere gewesen, wenn die schlechte Jahreszeit nicht die Fortsetzung der Arbeiten gehindert und die Erfüllung der Wünsche vieler Ortschaften bis zum nächsten _ 26 Jahre aufgeschoben hätte. Der Anstoss zu weiterer Vervollständigung des Depar- temental-Telegraphen-Netzes ist übrigens gegeben, und man darf hoffen , dass sie nicht mehr in’s Stocken gerathen wird. Ein Theil des der Verwaltung für das Jahr 1867 bewilligten Kredits wird wie in den verflossenen Jahren ausschliesslich zudiesem Zwecke verwendet werden. Das unterseeische und semaphorische Telegraphen-Netz wurde durch Kabel vermehrt, welche : 1. Corsica mit dem Festlande von Frankreich (110 Kilom.), mit Sardinien (15 Kilom.) und mit den Sanguinaires - Inseln (4200 Metres), dann 2. die Inseln St. Marguerite, Levant und Porquerolles mit dem Festlande von Frankreich (20 Kilom.) verbinden. Zur Erzielung einer grösseren Ordnung und Schnelligkeit bei der Depeschenbeförderung wurden mehrere Abänderungen in der Organisation des Betriebs- Dienstes veranlasst, der gegenwärtig in nachstehender Weise ausgeübt wird. Die Depeschen des Departements werden in der Hauptstation des Departements vereiniget, von wo jene, welche über die Grenzen des Departements hinaus bestimmt sind, an eine Ablagerungsstation abgegeben werden, die an einer grossen Verkehrslinie gelegen ist, und welcher sonach die nöthi- gen Verbindungsmittel zu Gebote stehen, um die Depeschen an ihren Bestimmungs • ort leicht abzusetzen. Neben der Verbindung zwischen jeder Haupt- und ihrer Ablagerungsstation bestehen besondere Drähte für die Corresponded zwischen den Nachbar-Departements. An den nach den Centralstationen führenden Drähten werden Apparate nach Hughes’sehem System verwendet, welche die Leistungsfähigkeit der Leitungen verdreifacht haben. Dieselben Apparate werden auch auf anderen Linien eingeführt werden, sobald sich das Bedürfniss hierzu geltend gemacht haben wird. Die neuen, auf denTelegraphen-Linien und in den Telegraphenämtern getroffenen Einrichtungen haben nicht blos den Zweck, den Anforderungen der Gegen wart Genüge zu leisten; sie sind vielmehr auch darauf berechnet, die Telegraphenanstalt schon jetzt so zu gestalten, dass sie der stets zunehmenden Correspondenzauch künftighin wird gerecht werden können. Die an der Küste für den Dienst der Marine errichteten semaphorischen Stationen waren bereits seit längerer Zeit für die Privat-Correspondenz eröffnet worden ; es erübrigte aber noch, sie für die Corresponded zwischen dem Lande und den in Sicht befindlichen Schiffen dienstbarzu machen. Dies war der Zweck des kaiserlichen De- cretes vom 23. Oktober 1866, welches den Beginn dieses Dienstes auf den 15. November festsetzte, und im Sinne des Gesetzes vom 13. Juni 1866 — 2 Fcs. per einfache Depesche als Taxe für die maritime Beförderung bestimmte. Mit Hinzurechnung der im Laufe des Jahres 1866 eröffneten Stationen bestanden am 31. Dezember desselben Jahres : 538 Stationen mit vollem oder beschränktem Dienste, 481 Municipal-Stationen, 133 semaphorische Stationen und 939 Bahn-Telegraphen-Stationen, d. i. 2091 Telegraphen-Stationen. Die Verwaltung verfolgt beharrlich den seit mehreren Jahren betretenen Weg, um den Betrieb des Telegraphen-Institutes so billig als möglich einzurichten. Die Stationen mit beschränktem Tagdienste, bei denen der Dienst an Wichtigkeit zunimmt und eine Vermehrung des Personales erfordert, sind desshalb Beamten an- — 27 — vertraut worden, welche ermächtiget sind, sich von einem Mitgliede ihrer Familie aushelfen zu lassen, welchem für diese Leistung ein jährliches Entgelt bis zu 300 Fcs. geboten wird. Auf diese Weise kann die Anzahl der Arbeitsstunden mit geringen Kosten vermehrt und mit dem Bedürfnisse der Bevölkerung in Einklang gebracht werden. In jenen Stationen hingegen, wo die telegraphische Correspondenz so gering ist, dass sie für die Thätigkeit eines wirklichen Beamten nicht ausreicht, stellt die Verwaltung Hilfsagenten an, die aus alten Staatsdienern oder deren Frauen, Witwen und Kindern ausgewählt werden und einen geringeren Lohn beziehen, als das zum Telegraphendienste gehörende Beamten-Perso- nale. Im Jahre 1866 wurden 60 solcher Agenten ernannt, so dass gegenwärtig 128 Stationen dieser Cathegorie in Thätigkeit sind. Der Versuch in grossen Städten neben den Amtsboten auch junge Leute zur Austragung von Depeschen zu verwenden, ergab so günstige Resultate, dass man es für zweckmässig hält, denselben in den durch die Sicherheit des Dienstes gebotenen Grenzen auch ferner fortzusetzen. Die Auflassung der Aushilfsboten bei den Stationen mit beschränktem Dienste, und die Gewährung einer Entschädigung an die Leiter dieser Aemter, welche für die Zustellung der Depeschen in die Wohnung der Empfänger verantwortlich sind, gehört mit zu denjenigen Verfügungen, welche die Betriebskosten der Telegraphie zu vermindern geeignet sind. Während dieVerwaltung sonach ohne Unterlass bestrebt ist, eine Verringerung der Auslagen herbeizuführen, kann sie gleichzeitig mit Genugthuungdie stetige Zunahme des Depeschen Verkehrs und der Einnahmen für die Privat-Correspondenz con- statiren. Die ersten zehn Monate des Jahres 1865 lieferten nachstehende Betriebs - Resultate : Depeschen. Einnahmen. 1,748.871 interne Dep. 3,428.704*15 Fcs. 312.586 internat. „ 2,410.578*60 „ Summe 2,061.457 Depeschen 5,869.282*75 Fcs. In der gleichen Zeitperiode des Jahres 1866 war das Ergebniss folgendes : Depeschen. Einnahmen. 1,972.571 interne Dep. 4,534.144*38 Fcs. 395.420 internat. * 1,937.742*06 „ Summe 2,367.991 Depeschen 6,471.886*44 Fcs. was gegenüber dem Vorjahre einen Zuwachs von 223.690 oder 12*78% internen Depeschen und, von 82.844 oder 26*82°/ 0 internationalen Depeschen darstellt. Die interne Correspondenz ergab eine Mehreinnahme von 1,075.440 Frs. 23 ct. gleich 31.09%, welche sich jedoch bei dem Umstande, als für die internationale Correspondenz um 372.836 Frs. 54 ct. weniger eingenommen wurden, auf 602.603 Fcs. 69 ct., d. i. auf 10.26% reduzirt Die Verminderung der Einnahmen für die internationalen Depeschen bei einer fast 27% Steigerung der betreffenden Depeschenzahl ist die Folge der im Jahre 1865 durch die Pariser Conferenz beschlossenen beträchtlichen Herabsetzung der Tarifgebühren, welche mit 1. Jännerl866in Kraft trat. Ohne die Kriegsereignisse in Deutschland, während welchen die Leitungen der kriegführenden Staaten entweder ganz unterbrochen oder von politischen Telegrammen in Anspruch genommen waren, würde übrigens selbst dieses anscheinend ungünstige Resultat noch weniger fühlbar geworden sein. Die nachstehende Tabelle zeigt die Verkeilung des Depeschenverkehres und des Betriebsergebnisses nach den verschiedenen Gattungen der Stationen: — 28 — Stationen Depeschenzahl Betriebsergebniss interne internationale internes internationales Staats-. Municipal- . Semaphorische. 1,868.566 93-649 10.246 391.630 3.502 298 4,345.912 6G 171.460-82 16.770-90 1,920.22313 15.561-49 1.957-44 Zusammen. 1,972.561 395.430 4,534.144-38 1,937.742 06 2,367.991 Depeschen 6,471.886-44 Francs Der anglo-indische Telegraph. Wiederholte und dringende Beschwerden der Londoner Handelswelt über die schlechten Leistungen des anglo- indischen Telegraphen haben die englische Regierung veranlasst, den Oberstlieutenant Goldschmidt und den Major Cham- pian mit der Untersuchung der Hindernisse, welche den Telegraphen-Verkehr zwischen England und Ostindien erschweren, zu beauftragen und gleichzeitig wegen Herstellung einer direkten, ausschliesslich für die anglo-indische Corre- spondenz bestimmten Linie via Frankreich, Schweiz, Oesterreich und Türkei mit den Regierungen dieser Länder in Verhandlung zu treten. Nach der unter dem englischen Publikum verbreitetenAnsicht trägt die türkische Telegraphen-Verwaltung fast ausschliesslich die Schuld an den Verspätungen und Verstümmlungen, welche die indischen Depeschen erleiden. Die Angriffe, denen letztere Verwaltung in englischen und französischen Journalen aus diesem Anlasse ausgesetzt ist, beschränken sich jedoch nicht auf den Verkehr mit Indien; sie sind vielmehr selbst gegen die Rechtlichkeit der türkischen Beamten gerichtet und geeignet im Entgegenhalte zu den Entgegnungen, welche die türkische Telegraphenverwaltung theils selbst, theils durch ihre Organe darauf zu veröffentlichen für zweckmässig hielt, die allgemeine Auimerksamkeit zu erregen. Wir erachten es deshalb für angemessen, diesfalls weitere Mittheilung zu machen und reproduziren zu diesemZwecke den nachstehenden Auszug einer aus Bombay herrührenden und im „Moniteur industriell abgedruckten Beschwerde gegen die türkische Verwaltung: „Die vor mehr als zwei Jahren hergestellte telegraphische Verbindung mitEng- land befindet sich in einem sehr schlechten Zustande. Wir erhalten die Depeschen von London acht, manchmal sogar zwölf und vierzehn Tage nach ihrer Aufgabe. Dazu kommen uns dieselben meistentbeils fast, um nicht zu sagen gänzlich unverständlich zu. Die Ursachen dieser Unregelmässigkeiten sind sehr einfach und rühren hauptsächlich von der Zahl der Telegraphen- Verwaltungen her, durch deren Gebiet jedes Telegramm geht; ferner von der systemlosen Ausnützung der verschiedenen Linien, die oft mit Lokalkorrespondenzen überladen sind; endlich von den häufigen Verstümmlungen, die bei der Uebertele- graphirung der Depeschen durch Beamte entstehen, die der englischen Sprache unkundig sind. Das ist es wahrlich nicht, was uns bei der Eröffnung der Linie versprochen wurde, als man uns sagte, dass die Depeschen in 15 Stunden an ihren Bestimmungsort gelangen würden . u „Die offizielle Statistik dertelegraphi- 20 sehen Correspondenz Englands mit Indien während der 9 ersten Monate des Jahres 1866 beweist die Wahrheit dieser Behauptungen. Während dieses Zeitraumes wurden 22.886 Depeschen abgesendet, darunter 22.610 von Kaufleuten ode:’ Privaten, und 276 von der Regierung. Im Allgemeinen wurden dieselben auf der türkischen Route befördert, auf welcher die mittlere Beförderungsdau.er 4 Tage 11 Stunden betrug; manchmal bedurften die Depeschen jedoch bis 23 Tage um zu uns zu gelangen. Auf der russischen Route war die mittlere Beförderungsdauer 10 Tage 3 Stunden, 5 Minuten: in gewissen Fällen bedurfte dieselbe nur 11 Stunden 10 Minuten. Aus diesen offiziellen Daten schiene hervorzugehen, dass die türkische Route durchschnittlich 2mal so schnell sei als die russische; doch wäre diese Annahme ein Irrthum, denn seit dem Beginnp des Jahres hat die türkische Verwaltung Nichts gethan, um die Beförderung zu beschleunigen, während Russland im Gegen- theil ohne Unterlass neue Verbesserungen bewerkstelligte. — Wie man sieht, ist dieser Sachverhalt nichts weniger als zufriedenstellend. “ „Das einzige Mittel, einen wirksamen und regelmässigen Telegraphendienst zu sichern, ist die Errichtung einer ausschliesslich für die anglo-in drehe Corre- sponefenz bestimmten Linie. Dieser Wunsch kann jedoch nur dann in Erfüllung gehen, wenn die englische Regierung die Angelegenheit entschlossen in die Hand nimmt.“ „M. Reuter hat es unternommen, ein unterseeisches Kabel zwischen-Eugland und der hannoveranischen Küste 'zu legen. Von dort müsste es von der preussischen Regierung bis. nach Berlin verlängert werden. Die Letztere ist sogar geneigt, einen besonderen Draht bis an die österreichische und einen anderen bis an die russische Grenze zu ziehen, wo derselbe mit der Linie von Tiflis in Verbindung stehen würde Diese Linie, welche den Kaukasus zu übersetzen hat, würde jedoch Unterbrechungen unterworfen sein und desshalb weniger entsprechen, als die türkische Route,“ „Da die österreichische Regierung ohne Zweifel bereit ist, die Linie von der preussich-österreichischen bis zur türkischen Grenze fortzuführen, so würde nichts erübrigen, als von der türkischen Regierung die Bewilligungzur Errichtung einer Linie durch ihre europäischen und asiatischen Länder bis Teheran zu erlangen. Auf diese Weise könnten die Nachrichten von London im Zeiträume von einigen Stunden nach Bombay gelangen. Mit diesem besonderen Drahte wären nur zwei oder drei Uebertelegraphirungen zwischen den beiden Städten erforderlich, und man könnte, wenn man an den Uebertelegraphirungs- punkten englische Beamte (?) verwenden würde, der Richtigkeit des Depescheninhaltes gewiss sein “ ,,M. Reuter ist bei der Pforte um die Bewilligung eingeschritten, eine Linie für die anglo-indische Correspondenz in der Türkei auf seine Kosten einzurichten.“ „Die Pforte lehnte jedoch diesen Antragunter dem Voiwande ab, dass ihre Linien ganz gut im Stande sind, den an sie gestellten Anforderungen zu entsprechen. Nun denn! Wir fragen einen Jeden, der Telegramme aus der Türkei erhält, ob es ein einziges Land gibt, wo die Depeschen eine so grosse Verzögerung erleiden und wo die Beförderung mit so grosser Unregelmässigkeit geschieht. Die türkischen Linien sind schlecht und ihre Verwaltung ist noch schlechter. — Unbegreiflich ist die geringe Sorgfalt, w eiche aufeine telegraphische Verbindung verwendet wird, die für England von so vorzüglicher Wichtigkeit ist“ — 30 — Eine andere im Saturday Review enthaltene Correspondenz besagt folgendes: **** „Der Depeschendienst zwischen Cur- rachee und Fäo, d. i. auf der ganzen, der Ueberwachung englischer Agenten anvertrauten Strecke, geht mit befriedigender Geschwindigkeit vor sich. Aber was nützt das, da der übrige Theil der Linie den Türken überantwortet ist? Die Telegraphenbeamten in Bagdad kündigen 70—80 Depeschen an, befördern 12—15 davon, und greifen dann nach ihrem Tschibouk, um rauchend und betend 2—3 Stunden kein Lebenszeichen mehr von sich zu geben.“ In Folge dieser und anderer Beschwerden, welche in einer anonymen, in Malta gedruckten Broschüre: „Le service telegraphique de l’cmpirc ottoman" verbreitet wurden und die Behauptung enthalten, dass sich die Depeschen einzelner Handlungshäuser einer rascheren und vorzugsweisen Beförderung zu erfreuen haben, während andere Telegramme zurückgehalten werden, hat die türkische Tele- i graphen-Verwaltung folgende Entgegnung veröffentlichen lassen. | „Mehrere Banrjuiers und Kaufleute in Galata haben am 18. Dezember 1866 an ; den Minister des Aeussern ein Gesuch gerichtet, in welchem sie darthun, dass ihnen ‘f die an sie adressirten , ihre Finanzoperationen betreffenden Depeschen aus London und Paris mit einer Verzögerung von mehreren Tagen zugehen, während andere für gewisse Personen bestimmte Tele- gramme Tag für Tag mit der grössten Regelmässigkeit anlangten.“ „Diese Verzögerungen werden von den Unterzeichnern der Bittschrift dem Verschulden irgend einer Station der Te- % legraphenlinie zugeschrieben, welche ihre | Depeschen anhält, um den obenerwähnten bevorzugten Telegrammen freien Durchgang zu gewähren. Die Pforte hat die in diesem Gesuche angeführten Thatsachen in ernste Erwägung gezogen.“ „Was die beklagten Verzögerungen anbelangt, so hat die Regierung festgestellt, dass dieselben wirklich stattfanden, übrigens nicht allein Privat- sondern auch Staatsdepeschen betrafen und in allen Fällen nur den Unterbrechungen zuzuschreiben seien, die sowohl auf den türkischen, als auch auf den Linien anderer Staaten in Folge von Stürmen, Ueberschwemmun- gen und anderer von dem Willen der Verwaltungen unabhängigen Ursachen vorgekommen sind. Was jedoch den besonderen Fall betrifft, der die Beschwerde der Unterzeichner der Bittschrift veranlasst zu haben scheint, so hat derselbe schon viel früher, als diese Beschwerde vorgebracht wurde, die Aufmerksamkeit der türkischen Verwaltung auf sich gelenkt.“ „In der That wurde seit dem Monate Jänner des verflossenen Jahres bemerkt, dass eine Person in Galata beinahe täglich von Temesvar, Semlin oder Belgrad ein Telegramm erhielt, das bloss aus einer kleinen Anzahl gewöhnlicher Worte zusammengesetzt war, mit nur geringer Abänderung seiner Stylisirung zu ungewöhnlichen Stunden aufgegeben wurde und bisweilen vor den offiziellen Fondsdepeschen in Constantinopel einlangte. Es ist begreiflich, dass diese Umstände die Ai^merk- samkeit der Telegraphen-Verwaltung auf sich zogen, demzufolge sie auch nicht nur eine Untersuchung auf dem ottomanischen Telegraphennetze einzuleiten, sondern auch die angrenzenden Verwaltungen zur Anstellung von Nachforschungen zu ersuchen für noth wendig erachtete. Die Thatsachen, welche die genannte Untersuchung feststellte und die sich aus der Correspondenz mit Wien, Temesvar, Semlin und Belgrad ergeben, bestehen nun darin, dass der in der ersten der genannten Städte ansässige Correspondent täglich von Paris und Lon- — 31 — don Depeschen mit der Fondsnotirung erhält, deren Inhalt er an seinen Geschäftsfreund in Temesvar, Semlin oder Belgrad weiterbefördert. Dieser .Letztere gibt endlich die Depesche nach Galata auf. Indem nun die an jedem dieser Orte aufgegebene LX" Depesche ein Lokaltelegramm wird, erhält sie vorschriftmässig den Vorrang f?) vor denübrigenDurchgangsdepeschen.’Das sind die Mittel, welche das Handlungshaus anwendet, auf das die Bittsteller anspielen zu sollen glaubten/ 4 „Wenn die Legierung auch bedauert, dass diese Zustände eine Ursache des Nachtheiles für die Beschwerdeführer sein konnten, so vermag sie hierin doch nichts 1 Ungesetzliches zu erkennen, das zu verhindern sie berechtiget wäre, noch weniger aber kann sie die Verantwortung für diese Verhältnisse der Telegraphen-Verwaltung zuschreiben lassen, welche durch ihr Bemühen um die Verbesserung dieses wichtigen Zweiges des öffentlichen Dienstes stets das Vertrauen und den Beifall der Regierung zu verdienen wusste/ 4 In ähnlicher Weise tritt die türkische V erwaltung auch den Klagen'über die V er- zögerung der indischen Depeschen entgegen, zu deren Widerlegung sie hauptsächlich anführt, dass in der europäischen Türkei für die internationale Correspon- denz eigene Linien und Beamte bestehen, weil sich der interne und internationale Dienst wegen der Eigenthümlichkcit des türkischen Alphabetes gar nicht vereinigen lasse, und dass eine Verzögerung der Depeschen auf den kleinasiatischen Linien — den Fall einer Linienunterbrechung ausgenommen — gar nicht Vorkommen könne, da Pera mit Fäo stets direkt cor- respondire. In der That sind durch diese Einrichtungen alle Bedingungen erfüllt, von denen ein rascher und ungehinderter Depeschenabfluss abhängt, und wir halten die türkische Verwaltung desto leichter für gerechtfertigt, als vor nicht gar langer Zeit im englischen Parlamente selbst Beschwerde darüber geführt wurde, dass sich zwischen Currachee und Bombay auf einer Streckevon vielen Meilen keine Isolatoren auf den Telegraphensäulen befinden, und die Drähte blos mit Nägeln daran befestigt sind. Indem wir uns für heute auf diese Andeutungen beschränken, behalten wir uns'vor, auf diesen für das telegraphirende Publikum so wichtigen Gegenstand zurückzukommen. Ergebnisse der Privat- und Staats-Correspondenz mittelst der k. k. österreichischen Staats-Telegraphen in den Monaten Jänner und Februar 1867. 4 Betriebs-Periode Anzahl der Staats-Stat. Aufgegebene Eingelangte Transit- PQ 9 O 2 &c i|* o a r- g O • m sO Ö W'h-h interne Privat- i internationale Privat- Staats- internationale Privat- internationale Staats- Depeschen Gulden Im Monate Jänner 1867 . 426 113.189 21.294 20.466 20.434 324 9.100 122.918 » » Februar „ . 428 103.254 23 406 20.102 21.238 257 9.078 118.105 Zusammen . . . 216.443 44.700 40.568 41.672 581 18.178 241.023 Im Jänner und Februar 1866 193.243 28.959 38.130 33.458! 380 11.519 206.214 Daher eine Zunahme von 33.200 15.741 2.438 8.214 201 6659 34.809 — 32 — Rundschau. Inland. (Enülaiin» des Depeschen-Anfgabsamtes auf der Ringstrassc in Wien.) Die von uns bereits angekündigte Eröffnung eines Depesclien-Aufgabsamtes auf der Bingstrasse Nr. 3 in Wien, findet am 1. Mai d. J. statt. fiiolenlohii-Tarife für die Zustellung von Telegrammen.) Zur Erzielung eines gleichmässigen Verfahrens bei Berechnung und Erhebung der Botenlöhne für die Weiterbeförderung telegraphischer Depeschen von den inländischen Staats- und Bahn- Telegraphenstationen nach den umliegenden Ortschaften und Etablissements hat die Staatstele- graphen-Direktion angeordnet, dass bei jeder Station im Partheienzimmer ein Botenlohntarif zu affigiren sei, welcher die für die Zustellung der Telegramme nach den Umgebungen festgesetzten Lohnbeträge nebst den Entfernungen der einzelnen Adressorte von der Station aus zu enthalten hat und von dem betreffenden Telegraphen-Inspek- torate oder von der betreffenden Bahnverwaltung vidirt sein muss. Der hiernach für jede Depesche von dem Adressaten zu bezahlende Botenlohn ist von der Telegraphenstation am Depeschen-Couvert und auf der vom Empfänger zu bestätigenden Empfangsbescheinigung anzusetzen. (Erwerbung des Hug'ies’schen Tjpentelegrapbeu für Oesterreich.) Die österreichische Regierung hat den Hughes’schen Typentelegraphen mit dem Rechte der unbeschränkten Ausnützung und Anfertigung gegen einen, an Hughes auszuzahlenden Betrag von 100.000 Francs, d. i. 40.000 Gulden für die österreichische Monarchie erworben. (Trennung des ris- und transleithaniseiieu Telc- grapiieawesens.) Am t. Mai 1867 wird die oberste Leitung und Verwaltung des Telegraphenwesens ! in Ungarn und Siebenbürgen von dem k. unga- ; rischen Handels - Ministerium übernommen. Mit I diesem Zeitpunkte treten die in den genannten j Provinzen bestehenden Telegraphen-Aemter, Be- j hörden und Gassen mit den hei denselben befind- 1 liehen Telegraphen-Beamten und sonstigen Tele- graphen-Bediensteten aus dem Dienstverbande mit dem k. k. Handels-Ministerium und werden dem : k. ungarischen Handels - Ministerium untergeovd- j net. Die bisherigen Bestimmungen und Tarife für I die telegraphische Corresponded beider Reichshälften bleiben vorläufig ungeändert Ausland. (Errichtung einer Landlinie zwischen Alexandrien ^ind Tripolis.) „La France“ theilt mit, dass der Vicekönig von Egypten zur Sicherung der telegraphischen Verbindung zwischen Alexandrien und Malta, welche durch Beschädigungen der sub- I marinen Leitung wiederholt gefährdet wurde, die | Errichtung einer Landtelegraphenlinie zwischen | Alexandrien und Tripolis anbefohlen habe. ; (Der Bau der Tclegrapbenlinie über die ßeh- ^ riugsstrasse.) Wir berichten mit Bedauern, dass I der Bau der von Collins projektirten grossen ! Telegraphenlinie, welche bestimmt war, Europa I mit Amerika über Sibirien und die Behrings- ■ strasse zu verbinden, eingestellt worden ist, nachdem er bereits bedeutende Summen für die vorbereitenden Studien und für die theilweise schon ausgeführten Arbeiten gekostet hat. Briefkasten der Redaktion. A. H., in P r o s s n i t z: Wir werden von Ihrer freundlichen Mittheilung Gebrauch machen. — D. H., in Rumburg: Auch wir halten die Vereinigung des Post- und Telegraphenwesens nicht nur für möglich, sondern auch für zweckmässig. Sie würden uns sehr verbinden, wenn Sie uns Ihre diesfälligen Erfahrungen bekannt geben wollten. — F. Sl., in Silein, und G. H., in Stuhlweis- senburg: Wir danken für die freundliche Erinnerung und hoffen Ihrem Wunsche demnächst ent- j sprechen zu können. — Ing. G., in Lemberg : j Wir haben Ihrem Ansinnen, wie Sie sehen, mit ; Vergnügen Folge gegeben. — E. M., in Gospich: Herzlichen Dank. — A. Schw., in Pistyan: Das Abonnement beträgt für die Provinz 1 fl. 20 kr. vierteljährig. Wir bitten daher noch um 20 kr. — J. Th p.t., in Pressburg: Lassen Sie sich ärztlich untersuchen und schreiben Sie uns dann, ob sie gesund sind. Die Herren Abonnenten werden höfliehst ersucht, ihre Pränumeration so bald als möglich zu bewerkstelligen, weil wir sonst nicht in der Lage wären, die ersten Nummern komplet nachzuliefern. JE s« m ^ £* ~E europäischen Telegraphennetzes mit Angabe der Hauptverbindungen und Anschlusspunkte der internationalen Linien. Herausgegeben von L. J. Wolschitz. WIEN, 1867. Die Karte ist 12 Zoll hoch und 18 Zoll breit. Bestellungen übernimmt die Expedition dieser Zeitschrift. Preis eines colorirten Exemplares: 3b kr. ö. V/ „ „ nicht colorirten „ 2b „ „ „ Druck von F. B. Geitier, Albrechtgasse 4, in Wien. Hierzu eine illustrirte Beilage.