Nr. 1 und 2. X> Wien, den 31 Jänner 1868. / ORGAN FÜR TELEGRAPHENWESEN. Eigenthiimer, Verleger und verantwortlicher Redacteur: L. J. Wolschitz. Redaction: Margarethenstrasse Nr. 7. Alle Zuschriften 'Sind portofrei an die Redaction zu richten- Unfrankirte Briefe werden nicht angenommen und Manuscripte nicht zurückgestellt. Das „Telegramm“ erscheint am 15. u letzten eines jeden Monats. Inserate werden mit 10. kr. österr. W. für die zweispaltige Petitzeile berechnet. ' Abonnements: für Wien: vierteljährig 1 fl.,halbjährig 2 fl., ganzjährig 4 fl. österr. W,; für die Provinz: vierteljährig 1 fl. 20 kr. halbjährig 2 fl. 40 kr., ganzjährig 4 fl. 60 kr, Abonnements werden angenommen hei der Expedition, Margarethenstrasse Nr. 7. Inhalt. 0 Text: Aenderungen im Stande der österreichischen Telegraphenstationen. — Der Hug- hes’sche Typendruck-Apparat (Schluss). — Batterie Leclanche. — Aufgaben aus der Elektricitätslehre (I.) — Das Telegraphenwesen in Oesterreich, (Fortsetzung.) — Rundschau. — Personal - Nachrichten. — Pr änumerations-Einladung. — Briefkasten der Redaction. — Inserat. Eröffnung neuer österreichischer Teiegraphen-Stationen. In der Zeit vom 1. November 1867 bis 31. Jänner 1868 sind nachstehende österreichische Teiegraphen-Stationen eröffnet worden: Admont (L) in Steiermark. Atzwang (F-L) in Tirol. Bakoven (F-L) in Böhmen. Blumau (F-L) in Tirol. Böhmisch-Leipa (F-L) in Böhmen. Bösig* (F-L) in Böhmen. Brenner (F-L) in Tirol. Brixen (F-L) in Tirol. Deutsch-Landsberg (L) in Steiermaifc. Dolina (L) in Galizien. DöX (F-L) in Böhmen. Föderlach (F-L) in Kärnthen, Fianzensiesie (F-L) in Tirol. Freienfeld (F-L) in Tirol. Gossensass (F-L) in Tirol. Grasstein (F-L) in Tirol. Gurahumora (L) in der Bukowina. Habstein (F-L) in Böhmen. ^ Hirschberg (F-L) in Böhmen. , Jauernig (L) in Schlesien. I Kalocsa (L) in Ungarn. ! Klausen (F-L) in ITirol. j Königgrätz (L) in Böhmen, i Langenlois (L) in Oesterreich, u. d. Enns. Levico (L) in Tirol. Liezen (L) in Steiermark. Matrei (F-L) in Tirol. Nadworna (L) in Galizien. Pocatek (L) in Böhmen. Reichstadt-Niemes (F-L) in Böhmen. Starkenbach (L) in Böhmen. Steinach (F-L) in Tirol. Sterzing (F-L) in Tirol. Suchopolje (Teresovac) (L) in Slavonien. Ullersdorf (F-L) in Böhmen. Weidbruck (F-L) in Tirol. Weidhofen a, d. Ybs (L) in Oesterreich u. d. Enns. Weisswasser (F-L) in Böhmen. Woken (F-L) in Böhmen. Stations-Schliessungen, Gastein (Bad) (B-L) in Salzburg, fflarchegg (L) in Oesterreich u. d. Enns. Matrei (L) in Tirol. L bedeutet: beschränkter Tagdienst. B „ Sommerstation. F „ Bahntelegraphenstation. Der Hughes'sche Typendruck-Apparat. Von Dr. J. Stark. (Schluss.) Untersuchung des Apparates. Wenn man irgend einen Fehler in den leitenden Verbindungen vermuthet, und denselben untersuchen will, verfährt man dabei auf folgende Art (Fig. VII. Taf. IV): Man nimmt die beiden Poldrähte einer Batterie von 6 Elementen, gibt den Zinkdraht in die Oeffnung 4 des Commutators, und behält den Kupferpol in der Hand. Sodann berührt man 1. mit diesem Drahte dasMännchen des Klemmenwechsels Tg. Entfernt sich der Anker vom Magnete, so ist die Verbindung bis hierher gut. 2. Man berührt das Weibchen t, wobei dasselbe gilt. 3 Man berührt die Schraube, durch welche die isolirte Feder W befestiget ist, wobei Strom durch den Electromagneten gehen soll. Hierauf dreht man die Druckachse so, dass der Correctionsdaumen V von der Feder W getrennt ist, und berührt den Daumen, in welchem Fall, wenn die Feder vom Apparatkörper gut isolirt ist, sich kein Strom zeigen darf. 4. Man gibt den Poldraht an die Feder d t , die mit der oberen Achsenhälfte in Berührung ist, und sieht, nachdem man den Correctionsdaumen wieder mit der Feder in Contact gebracht, ob Strom vorhanden sei. 5. Man prüft, indem man den unteren Schlittenarm mit dem Pol berührt, zuerst in der Ruhelage des Schlittens auf Com- munication, und nachdem man den oberen Schlittenarm gehoben, auf Isolirung. 6. Ebenso untersucht man die isolirte Stahl-Lammelle fF t auf Isolirung. 7. Bei Berührung eines Stiftes oder der Scheibe N darf sich, da das ganze Stiftgehäuse vom Apparatkörper isolirt sein muss, kein Strom zeigen. 8. Beim Contacte mit dem 2. Weibchen ti des Gleitwechsels, und 9. mit der Oeffnung des Commutators muss sich der Anker vom Electromagneten entfernen. 10. Um die Nebenschliessung zu untersuchen, bringt man den Anker mit der Schraube b t des Auslösehebels in Contact, und gibt den Kupferpol an die Feder d t am oberen Ende der Schlittenachse. Hierbei darf der Anker nicht in die Höhe gehen, da der Strom durch den Anker und Auslösehebel gehen soll. 11. Wenn man mit dem Kupferpole den Hebel Ka berührt, muss Strom durch den Electromagneten gehen; wenn man jedoch den Knopf K niederdrückt, so dass der Stift mit der vom Hebel isolirten Feder W t in Contact kommt, so darf der Anker sich von den Polen nicht entfernen, indem der Strom über die Feder Wj einen directen Weg zum Hebel hat. Um die noch fehlenden Verbindungen, die von den vier Klemmen L, E, Z und K ausgehen, zu untersuchen, gibt man amCommutator die Stifte in dieOeff- nungen 1 und 4, den Kupferpol der Batterie in die Klemme K, hebt durch Niederdrucken einer Taste einen Stift und bringt die obere Schlittenhälfte mit selbem in Contact (Fig. IX.) . Berührt man nun 1. mit dem Zinkpole den Stift in der Oeffnung 4, so muss sich der Anker heben, wenn die Verbindung der Klemme K mit dem Stiftgehäuse gut ist, und 2. ebenso, wenn man den Zinkpol an die Klemme E bringt. 3. Man verbinde hierauf die Klemmen L und E durch ein Drahtstück und gebe den Zinkpol auf den Stift in 1, wodurch die Verbindung von L mit der Lammelle des Commutators geprüft wird. 4. Endlich gibt man, ( unter Belassung der Verbindung der JKlemmen L und E, den Zinkpol in seine Klemme Z, um noch die Verbindung der Zinkklemme mit der unteren Hälfte der Schlittenachse zu prüfen. Zerlegung des Apparates. Beim Demontiren des Apparates ist eine bestimmte Reihenfolge zu beobachten: 1. Nehme man das Stück p, ab, an dem sich die isolirte Feder W und das vordere Lager der Druckachse befindet und 2. den Druckhebel nn*, an welchem der Druckcylinder befestigt ist. Dabei ist zu bemerken, dass man früher das Typenrad so stellen muss, dass einer der leeren Räume, blanc des lettres oder blanc des chiff- res, sich an der untersten Stelle befindet, indem an der Feder, die den Papierstreifen an den Druckcylinder drückt , ein kleiner Stift vorsteht, der, im Falle ein Buchstabe oder eine Ziffer sich dem Cy- linder gegenüber befände, das Herabnehmen des Hebels hindern würde; auch muss der Sperrhacken h des zweiten Hebels vorerst zurückgezogen werden. 3. Löse man die Schiene oder Lammelle CC, ab. 4. Nehme man das Typen- und Cor- rectionsrad mit ihren Achsen ab. Zu diesem Zwecke muss vorerst das kleine Blättchen a (Fig. VI, Taf. III), welches mittelst einer Schraube an die volle Typenrad- ach.se befestigt ist, und ein Verschieben der beiden hohlen Achsen verhindert, entfernt und die Druckachse so gedreht werden, dass die (vorderen) Daumen beim Abnehmen der Räder nicht hinderlich sind. 5. Das Frictionsrad abzunehmen ist gewöhnlich nicht nöthig; weil man durch Anziehen oder Nachlassen der Schrauben an der vorderen Messingscheibe (Fig. VII, Taf. III), die Reibung des Stahlringes zwischen den beiden Scheiben vergrössern oder verringern kann. G. Um die Schlittenachse heraus zu nehmen, muss man das Metallstück, in dem die obere Achsenhälfte lagert, und an welchem sich die beiden Federn d t d 8 befinden, von der vorderen Gestellwand, an deren innerer Fläche es mit einer starken Schraube befestigt ist (Taf. H) loslösen. Sodann wird das an der Schlittenachse befindliche conische Rad behutsam aus den Zähnen des verticalen Rades gelöst und die Achse mit dem Schlitten herausgehoben, wobei man jedoch die Vorsicht gebrauchen muss, die trichterförmige Hülse, welche der Achse zum Lager dient, festzuhalten, da diese sonst durch die darunter befindliche Spiralfeder sammt der Schlittenachse empor gedrückt wird und dadurch das Herausheben letzterer erschwert. 7. Um die Druckachse zu entfernen, muss man eine Unterlage derselben, die mit zwei Schrauben unten an der vorderen Gestellwand befestigt ist, wegnehmen. 8. Um den oberen Schlittenarm vom Schlitten zu trennen, muss man die zwei Schrauben aa 1 (Fig. II, Taf. III) lüften, welche die Achse für selbe bilden. 9. Um den Auslösehebel herauszunehmen, muss man die zwei Schrauben, die sein Achsenlager bilden, aus den beiden Gestellwänden so weit als nöthig zurückziehen. Um die Schraube an der hinteren Wand lüften zu können, muss man die Platte, in welcher die Schwungradachse liegt, abnehmen. 10. Wie der Magnet abgenommen werde, geht aus seiner Befestigungsweise hervor, deren bereits Erwähnung gemacht wurde. 11. Um die Tastenhebel und das Stiftgehäuse vom Apparate abzunehmen, muss der Apparattisch gestürzt werden. Es versteht sich von selbst, dass beim Montiren des Apparates in verkehrter Ordnung vorzugehen ist. * Vorkommende Fehler am Apparate und ihre Quellen. A. Wenn beim Niederdrücken auf eine Taste kein Strom durch den Electro- magnelen geht, liegt der Fehler entweder: a) in einer Unterbrechung der Com- municationen, oder b) in einem kurzen Schlüsse. Im ersten Falle kann 1. eine Verbindung in den Batterien, oder in den Klemmen L, T, Z, K schlecht sein, oder 2. im Commutator, oder 3. im Gleitwechsel T,; 4. auch kann die Ursache darin liegen, dass die isolirte Feder W mit dem Cor- rectionsdaumen v nicht in Contact ist ; oder dass der obere Schlittenarm so hoch steht, dass er von dem gehobenen Stifte nicht erreicht wird; oder endlich 6. dass in den Verbindungsdrähten des Apparates eine Unterbrechung ist. Ein kurzer Schluss kann eintreten: 1. Wenn der Hebel Ka der Einstell- ,vorrichtung durch den Stift mit der iso- lirten Feder W t in Berührung ist. In diesem Falle geht in der Station I Fig. VI der Strom durch die obere Hälfte der Schlittenachse, den Hebel Ka, die Feder W„ den Commutator zur Erde, ohne in den Elee- tromagneten zu gelangen; ebenso in Station II in die Linie. 2. Wenn die Schraube des Auslöse- hebels den Anker in der Ruhelage berührt. 3. Wenn der obere Schlittenarm so hoch ist, dass ihn die gehobenen Stifte gerade berühren, aber nicht heben. In diesem Falle geht der Strom durch beide in Verbindung stehenden Arme und die untere Hälfte der Schlittenachse zum Zinkpole der Batterie. 4. Wenn das untere Achsenlager (die Hülse) von der Scheibe N nicht gut isolirt ist, so dass der Ström von der Scheibe durch das Achsenlager-zum Zinkpole gelangen kann. 5. Wenn der untere Arm des Schlittens von dem oberen, oder die Lammelle ff, von dem unteren nicht isolirt ist, in welchen Fällen der Strom denselben Weg nimmt, wie oben. 6. Endlich durch falsche Verbindungen am Apparate B. Der Anker des Electromagneten geht in die Höhe, das Echappement wird aber nicht ausgelöst, die Druckachse dreht sich nicht; dies kann daher kommen, dass 1. die fixe Feder am Electromagneten zu schwach ist. - 2. die Feder d 2 auf die Achse des Auslösehebels zu stark drückt, 3. der Appendix q des Sperrkegels t gerade auf dem Scheitel der schiefen Ebene des Prisma c steht und nicht herabfällt, weil entweder die Feder r 2 zu stark auf den Sperrkegel drückt oder das Prisma c zu weit links steht, oder zu hoch ist, 4. der Appendix des Sperrkegels aus denselben Ursachen wieder zurückfällt, ehe er den Scheitel der schiefen Ebene überschritten hat. C. Ein Schnarren durch ein theilwei- ses Eingreifen des Sperrkegels in die Zähne des Sperr-ßades entsteht: 1. Wenn der Sperrkegel auf die schiefe Ebene wieder zurückfällt. 2. Wenn diese zu weit rechts, so dass der keilförmige Ansatz q den Scheitel wohl überschreitet, aber auf der zweiten Fläche zu tief zu stehen kommt. - 3. Wenn das dreiseitige Prisma c zu niedrig oder zu sehr abgenützt ist. D. Der Anker des Electromagneten geht beim Niederdrücken einer Taste mehrere Male in die Höhe, er vibrirt: 1. Wenn der Anker des Electromagneten nicht flach an den Polen anliegt, so dass er beim Zurückführen nicht festgehalten wird. 2. Wenn die variable Feder zu sehr gespannt ist. 3. Wenn der Abstand der Schraube b t am Auslösehebel vom Anker zu gross ist, so dass dieser durch ersteren nicht vollständig an die Pole zurückgeführt wird. 4. Wenn die Feder W vom Apparatkörper nicht gut isolirt ist, und dadurch mit dem Correetionsdauinen in leitender Verbindung bleibt, so dass lnductions- Ströme entstehen können. 5. Durch einen constanten Strom. In den beiden letzteren Fällen (electri- scher Natur) hört das Vibriren des Ankers auf, wenn man den Hebel des Gleitwechsels von der Klemme entfernt, während es in den drei ersteren Fällen (mechanischer Natur) fortdauert. Ist ein constanter Strom die Ursache der Erscheinung , so wird diese beim Sehliessen des Gleitwechsels wieder auf- treten, während dies bei inducirten Strömen erst geschieht, wenn man wieder eine Taste niederdrückt. Im eigenen Apparate kann ein constanter Strom entstehen, wenn der Contact machende Theil des oberen Schlittenarmes die Scheibe berührt. E. Der Druck der Buchstaben ist unrein. Dies kann davon herrühren, dass 1. der Correetionsdauinen locker oder zu abgenützt, und das Typenrad dadurch beweglich ist; 2. dass der Druckcylinder sich nicht nach dem Drucke wieder rasch senkt, weil der Druckhebel zu wenig freie Bewegung hat, in welchem Falle man die Achse öhlen muss; • 3. wenn die Unterlage unter dem Papiere, die aus Kautschuk besteht, nicht cylindrisch ist, oder Vertiefungen und Erhöhungen hat; 4. wenn der erste Daumen y der Druckachse, der den Druckcylinder emporschnellt, abgenützt, oder die Kante der Nase der Gabel abgestumpft ist, wodurch der Cylinder nicht rasch genug emporgeschnellt wird. F. Wenn sich die Buchstaben überhaupt zu schwach abdrucken,so liegt dies, wenn nicht an der Schwärzerolle so darin, dass der Druckcylinder zu wenig an das Typenrad angepresst wird. Diesem Mangel hilft man ab, indem man die Achse des Hebels, der den Cylinder trägt, mittelst der vorhandenen Schraube etwas hebt. G. Wenn sich nur ein oder der andere Buchstabe schlecht abdruckt, oder wenn sich Buchstaben an der einen Seite gut, an der anderen zu schwach oder gar nicht abdrucken, so pflegt der Fehler an der unrichtigen Stellung des Typenrades zu liegen. Man lüftet in diesem Falle die zwei an seiner Vorderfläche befindlichen Schrauben, durch die es an seine hohle Achse befestigt ist, und welche etwas Spielraum haben, und verstellt das Rad bis die Buchstaben deutlich erscheinen. Würde z. B. vom Buchstaben W die linke Hälfte gut, die rechte zu schwach gedruckt, so ist dies ein Zeichen, dass die Mitte des Buchstabens während des Druckes nicht genau den untersten Punkt der Peripherie des Rades einnimmt, sondern etwas zu viel rechts sich befindet. Man wird sonach das Rad etwas weniges nach links drehen. H. Wenn einmal die eine, ein andermal die andere Seite der Buchstaben schlecht gedruckt wird , so liegt die Schuld am Correctionsdaumen, der entweder locker oder abgenützt ist. I. Wenn Ziffern mit Buchstaben wechseln, liegt der Grund entweder am Sperrhacken h l5 am Correctionsrade, welcher die Hebelplatte ßß t in ihrer Lage erhalten soll, oder darin, dass die Schraube x zu locker, und dadurch die Platte zu beweglich ist. 6 J. Wenn der Papierstreifen sich nicht gehörig verschiebt, so drückt die Feder, die über selbem liegt, entweder zu schwach oder zu stark. K. Es lässt sich das Typenrad durch Niederdrücken des Hebels Ka nicht gut arretiren. Diqs kann 1. daher kommen, dass der Hacken an dem Arme J, nicht gut in die Einkerbung der Achse eingreift, oder 2. dass die Schiene oder Lamelle GCj nicht genug vorwärts geschoben wird. L. Wenn die Auslösung des Typen- rades nicht vor sich geht, so ist die Schiene CCj nicht elastisch genug, so dass sie nicht zurückgeht. M. Man erhält von der andern Station schlechte Schrift, während der Corre- spondent umgekehrt gute erhält. Es geschieht dies: 1. Wenn die Contactschraube g 8 am Schlittenarm schmutzig ist, oder sonst keinen guten Contact macht. 2. Wenn der Stift i am Sperrkegel des Correctionsrades sich an der zu nahen Schiene CCi reibt, oder 3. der Apparat überhaupt nicht gut regulirt ist. N. Man erhält von der anderen Station gute Schrift, während sie schlechte bekommt. Dies kann seinen Grund darin haben: 1. Dass die Feder am oberen Schlittenarm zu schwach ist, so dass kein inniger Contact statt hat. 2. Dass der Schlitten nicht parallel zur Scheibe N läuft, und dadurch der Contact ungleich ist. 3. Wenn im eigenen Apparat eine Ableitung ist. O. Der Apparat verlangsamt seine Bewegung, unddie Schwingungsbogen werden merklich kleiner, wenn er mehrere Buchstaben währendeines Umlaufes druckt. Dies hat im Allgemeinen Statt, wenn die zu überwindenden Widerstände zu gross sind und deshalb zu viel Kraft consummi- ren; insbesondere wenn 1. der Apparat zu wenig geöhlt oder 2. die fixe Ankerfeder zu sehr gespannt ist, so dass zu viel Kraft nöthig wird, um den Anker an die Pole zurückzuführen; 3. wenn die Federn, die das Papier halten,zu stark drücken, oder inwendig schmutzig sind, so dass der Haken zu viel Kraft anwenden muss, um den Druckcylinder zu drehen; 4. wenn die Reibung des Frictions- rades zwischen den beiden Platten zu gross ist, und der Correctionsdaumen zu viel Kraft braucht, um das Rad rückwärts zu drehen; ö.wenn die Schraube b, zu nahe am Anker ist, wodurch der Anker mit geringerer Kraft auf den Auslösehebel wirkt; 6. wenn eine oder mehrere Achsen sich nicht frei in ihren Lagern bewegen; (Wenn der Apparat in Ordnung ist, muss er mit zwei Gewichtplatten gut laufen. Ist dies nicht der Fall, so lässt man das Gewicht ablaufen, und untersucht, ob jede Achse einen kleinen Spielraum habe. Um zu untersuchen, ob die Druckachse nicht zu fest in ihren Lagern liegt, lüftet man die Schraube b t des Auslösehebels; es muss sich dann die Druckachse äusserst leicht bewegen lassen. Die Schlittenachse muss beim Drehen mit der Hand an jeder Stelle gleichen Spielraum haben.) 7. wenn die Druckhebel zu hoch stehen; 8. wenn die isolirte Feder W zu stark ist. P. Der Apparat verstellt sich leicht, so, dass nach einigen richtigen Worten falsche Buchstaben kommen. 1. Wenn der Electromagnet nicht gut regulirt ist. 2. Wenn die isolirte Feder W mit dem — 7 — Körper des Apparates in leitender Verbindung ist. 3. Wenn die Feder

3 einer 2 x 28 Sekunde und dies ist somit in diesem Falle die Dauer des Stromes. Vorerst ist klar, dass zufolge der Construction des Apparates, der Strom nicht mehr andauern darf, wenn die Druckachse ihre Rotation vollendet hat, und der Anker zu den Polen des Electro- magneten zurückgeführt ist, indem er eine neue Rotation der Druckachse bewirken würde. Da aber der Schlitten während einer Rotation der Druckachse über vier Oeffnungen der Scheibe geht, so dürfte das Contact machende Stahlstück des Schlittens höchstens vier Oeffnungen der Scheibe bedecken. Es muss aber überdies, nach jeder Stromgebung, wenn die Schlittenachse mit der Erde wieder in Communication ist, sich die Leitung entladen können, ehe die Druckachse ihre Umdrehung vollendet hat, wenn der Rückstrom nicht durch den Eleetromagneten gehen soll, wenngleieh er keine Bewegung des Ankers hervorbringen kann, da seine Richtung eine entge- gengesetzteistvonder des Stromes, der den Apparat in Bewegung setzte. Damit aber der Strom auf der Ankunftstation den Apparat in Bewegung zu setzen vermöge, muss er eine gewisse Intensität erreichen, die von der Länge und dem Zustande der Linie und von dem Grade der Empfindlichkeit des Electro- magneten abhängt. Man wird also den vorhandenen Umständen gemäss die Dauer des Stromes durch die Geschwindigkeit, die man dem — 9 t Apparate ertheilt, so regeln, dass sowohl der Strom die nöthige Intensität erlangen kann, als auch die Electricität Zeit habe, abzufliessen. Es muss zwischen der Länge des Contactstückes des Schlittens und der Ge* schwindigkeit des Apparates ein gewisses Verhältnis bestehen. Nach der Erfahrung entspricht die gegenwärtige Anordnung des Apparates, bei welcher das Contactstück drei Intervalle der Stiftenscheibe bedeckt, bei einer Geschwindigkeit von 100—120 Umdrehungen in einer Minute, für Leitungen von 60 und mehr Meilen Länge vollkommen. Die Stromdauer beträgt dabei 0 0o3; die Rotationsdauer der Druckachse 0”07. Hiermit stimmt die Angabe Guillemin’s überein, zufolge deren die Zeit von 0';06 nothwendig ist, damit ein Strom auf diese Entfernung wirksam werde und die Leitung sich wieder entlade. Für längere Linien und bei mangelhafter Isolirung derselben muss die Geschwindigkeit ermässigt werden. Aenderungen im Zustande der Atli- mosphäre, besonders wenn sie langsam vor sich gehen, haben wenig Einfluss auf die Correspondenz. Bei Gewittern kommen fremde Buchstaben zum Vorschein. Practische Bemerkungen über einzelne Theile des Apparates. Nach der bisherigen Beschreibung des Apparates und seiner Wirkungsweise dürfte kein Zweifel sein, dass bei der Com- plicirtheit desselben und der Präcision, mit der jeder einzelne Theil wirken muss, wenn der Gang desselben ein regelmässiger sein soll, eine genauo Ivenntniss jedes einzelnen Theiles, seiner Wirkungsweise, u. der Anforderungen, die in*mechanischer und materieller Hinsicht an ihn gestellt werden, unumgänglich nothwendig sei, wenn man bei eintretender theilweiser oder gänzlicher Störung im Gange des Apparates die Ursache derselben, und auch die Mittel sie zu beseitigen, aufzufinden im Stande sein soll. Wir wollen daher noch einige practische Bemerkungen über die wichtigeren einzelnen Theile des Apparates, über die am häufigsten vorkommenden Störungen und deren Ursachen, und über die Art, den Apparat zu untersuchen, hier folgen lassen. Der,Schlitten. Derselbe muss sich ganz nahe über der Scheibe N durchaus parallel mit derselben drehen, ohne dass jedoch ein Theil desselben die Stifte oder die Scheibe berührt. Die Schlittenachse soll !/ 2 —l Millimeter Bewegung auf- und abwärts haben. Die am oberen Arm des Schlittens befestigte Feder

e£cn die Lam- melle gehobener Stift mit demselben nich — iO in Berührung kommen kann, und wenn er über einen gehobenen Stift hinweggeht, die Schraube g, vollständig von dem unteren Arme getrennt ist. Die Berührungsstelle, der Schraube g, mit dem unteren Schlittenarm muss ebenfalls stets rein sein. Der Electromagnet. Die Polflächen des Electromagneten müssen in einer horizontalen Ebene liegen. Die Stellung desselben kann unter dem Tische durch die Schrauben, welche den constanten Magneten zwischen den Platten fest halten, regulirt werden. Der Anker muss auf beiden Polflächen des Electromagneten ganz flach aufliegen. Die Achse desselben muss sich, ohne viel Spielraum, frei bewegen. Die Regulirung geschieht durch die Schrauben, um welche sich dieselbe dreht. Die fixe Feder an der Ankerachse muss für sich stark genug sein, um ohne Beihilfe der zweiten Feder das Echappement auszulösen. Man überzeugt sich hievon, wenn man einen Finger auf den Kopf der Schraube b, am Auslösehebel legt, dann den Anker hebt, so dass er dieselbe berührt, und wenn man sie sodann loslässt, und beobachtet, ob der Sperrkegel t des Echappement in die Zähne des Sperr-Rades 1 eingreift. Um die Feder zu reguliren, lässt man sie anfangs nach, und spannt sie nach und nach bis die Auslösung gehörig Statt hat. Diese Feder darf eher zu stark als zu schwach gespannt sein. Bei einer ersten Regulirung der variablen Feder geht man folgendermassen zu Werke. Man bringt die Feder auf eine mittlere Spannung und vermehrt diese langsam so lange, bis der Anker zu vibri- ren anfängt, d. h. wenn er durch den Auslösehebel zu den Polen zurückgeführt wurde, wieder in die Höhe geht, ohne dass Strom gegeben wurde. Hierauf dreht man dann die Schraube etwa um eine Umdrehung zurück, so dass der aufgeschnellte Anker nur eine Umdrehung der Druckachse bewirkt. Diese Feder darf nicht zu stark (dick) •ein, indem ihre Federkraft und Empfindlichkeit dadurch vermindert würde. DerAusl ösehebel. Die horizontale Achse dieses Hebels darf nur eine sehr kleine Bewegung in ihren Lagern zulassen. Wenn sie zu viel Spielraum hat, so trifft die Schraube b t beim Auf- und Abgehen des Hebels nicht immer auf denselben Punkt des Ankers, und es würde sonach die Wirkung keine gleiche sein. Die Schraube b, darf im Ruhestande nicht am Anker anliegen, indem sonst der Strom nicht durch den Electromagneten gehen würde * sie darf aber auch weder zu entfernt von demselben sein, noch zu nahe. Ist sie dem Anker zu nahe, so verlangsamt sie den Gang, indem der Auslöse- hebel nicht mit der gehörigen Kraft in Bewegung gesetzt wird, so dass nicht mehrere Buchstaben währen deines Schlittenumlaufes gut gedruckt werden j ist sie zu weit entfernt, so führt sie den Anker nicht ganz an die Kerne zurück, so dass derselbe durch die Kraft der Ankerfedern wieder in die Höhe getrieben wird, und beim Niederdrücken einer Taste mehrere Buchstaben gedruckt werden. Die Schraube muss so regulirt sein, dass sie den Anker vollkommen an die Magnetpole zurückführt, ohne dabei der Druckachse mehr Kraft zu entziehen als nothwendig. Um sie zu reguliren, dreht man, nachdem der Apparat arretirt wurde, die Druckachse so lange, bis das Ende R des Auslösehebels auf der Höhe des excentrischen Reifes e Hegt, welcher bestimmt ist, durch den Hebel den Anker an die Pole zu bringen, und dreht die Schraube so, dass sie den Anker fest an die Pole drückt, und sich nur etwas Electricität 11 zeigt, Trenn man den Anker mit Kraft zu heben sucht. In dieser Stellung befestigt man sodann die Schraube mittelst der daran befindlichen Gegenmutter. Die auf die Achse des Auslösehebels drückende Feder d 2 (Taf. II) hat das Bestreben, das Ende B desselben zu heben und ihm die Fähigkeit zu ertheilen, dem Stosse des Prisma am Echappementflügel zu widerstehen, ohne sich zu senken. Sie muss so stark auf die Achse drücken, dass sie jede Bewegung des Hebels hindert, ausser der, welche ihm durch den Anker mitgetheilt wird. Um diess zu untersuchen, bringt man den Echappementflügel in eine Lage, wo der Hebel etwas Spielraum hat, und sieht, ob die Feder, wenn man den Arm b B (Fig. II, Tafel IV) senkt, hinlänglich Kraft habe, ihn wieder zu heben. Wäre die Feder jedoch zu stark gespannt, so würde sie die rapide Bewegung des Hebels hindern, der Anker würde die Auslösung zu langsam oder gar nicht bewirken; wenn zu schwach, so würde eine Auslösung und daher der Druck von Buchstaben ohne Bewegung des Ankers erfolgen können. Dieser letztere Fall ist wohl zu unterscheiden von dem früher berührten, wo der Anker entweder in Folge zu starker Spannung der Federn, oder dadurch, dass er durch den Auslösehebel nicht ganz an die Pole zurückgeführt wird, ins Vibri- ren geräth. Das fixe Prisma (Fig. VII, Taf. IV). Das behufs der Auslösung des am Echappementflügel befindlichen Sperrkegels t, an einem festen Ständer angebrachte fixe Prisma c, über welches der keilförmige Ansatz q des Sperrkegels bei der Rotation des Echappementflügels hinaufgeführt wird, ist mittelst zweier Schrauben, die durch ovale Oeffnungen gehen, theil- weiae verschiebbar (Fig. VIII). Bei der richtigen Stellung des fixen Prisma c muss der Ansatz q die obere Kante des Prisma etwas überschreiten, so dass er mit seiner Kante an die zweite, dem Electromagneten zugekehrte Fläche desselben nach vollendeter Umdrehung der Druckachse zu liegen kommt. Steht das fixe Prisma zu weit links gegen den Electromagneten, so dass der prismatische Ansatz q des Sperrkegels nach der Umdrehung der Druckachse den höchsten Punkt nicht überschritten hat, so fällt der Sperrkcgel nicht in die Zähne des Sperrades, wenn sich das Hebelende B senkt, und die Kuppelung der beiden Achsen geht nicht vor sich. Ist seine Stellung zu weit rechts, so kömmt der prismatische Ansatz q auf der zweiten schiefen Fläche zu tief zu stehen ; die Zähne des Sperrkegels greifen etwas in die Zähne des Rades ein, und es entsteht ein Schnarren, wobei eine Abnützung dieser Thcile stattfindet. Die schiefe Ebene muss eine solche Höhe haben , dass die Auslösung des Sperrkegels vollkommen vor sich gehen könne. Ist selbe durch langen Gebrauch abgenützt und zu niedrig, so kann man durch Unterlegung von Kartenpapier abhelfen. Sie darf aber nicht so hoch sein, dass das Aufwärtsgleiten des Appendix dadurch zu sehr erschwert werde. Die auf den Sperrkegel drückende Feder r am Echappementflügel (Fig. II, III, IV, Taf. IV) darf nicht zu stark sein, weil sonst die Auslösung schwer oder gar nicht vor sich gehen würde, indem der prismatische Ansatz q einen zu grossen Widerstand fände, um die Höhe des fixen Prisma zu erreichen; sie darf aber auch nicht zu schwach sein, weil sonst der Sperrkegel in das Sperrad nicht fest genug eingreifen würde, um die Verbindung der beiden Achsen zu bewerkstelligen. Ob die Feder stark genug sei, kanu — 12 — man dadurch erproben, dass man, wenn der Sperrkegel auf dem Sperrade liegt, das Schwungrad V langsam dreht, während man den Echappemcntflügel festhält und beobachtet, ob die Zähne scharf einfallen, und nicht blos leicht gleiten. Die Kante dcsYorsprunges am Rücken des Ilebelendes B und die Kante des prismatischen Ansatzes am Echappementflügel müssen parallel sein, und am Scheitel eines rechtwinkeligen Dreieckes liegen, dessen Hypotlienuse die Verbindungslinie der Mittelpunkte der Achse des Auslöse- hebels und der Druckachse ist. Bei dieser Relation wird der Echap- pementflügel vom Auslösehebcl am sichersten arretirt, weil der Stoss auf die Kante des Vorsprunges senkrecht erfolgt, ebenso geht dabei die Auslösung leicht vor sich, indem der Vorsprung des Hebels an der Fläche des Prisma ohne ITemmniss hinabgleitet. Um sich von dem Statthaben dieser Bedingung zu überzeugen, bewegt man den Auslösehebel in seiner Ruhelage ein wenig auf und ab, ohne das Echappement auszulösen. Der Echappementflügel muss dabei ruhig in seiner Lage bleiben, Wenn dieses richtige Verhältnis« durch Abnützung etwas gestört ist, kann man durch Feilen nachhelfen, Der Ansatz am Sperrkegel vermag die Höhe des fixen Prisma nur durch die während der Rotation des Echappement- flügels erlangte Geschwindigkeit zu erreichen. Nun geschieht es zuweilen, dass, wenn die Bewegung nicht rasch genug ist (besonders wenn man den Apparat erst in Gang gesetzt hat), die erlangte Geschwindigkeit nicht hinreicht, um den An satz über den Scheitel des Prisma gelangen zu lassen. Die Auslösung hat wohl stattgefunden, aber die Zähne des Sperrkegels sind nicht ganz aus jenen des Sperrrades gehoben und reiben sich. In diesem Falle muss der Manipulirende mit der Hand den Echappementflügel in seine normale Lage bringen. DieArretirun gs- V o r r i c h t u n g. Man sehe, ob die elastische Lammelle CCi (Fig. III, Taf. 111) in ihrer gewöhnlichen La^e nicht zu weit vorsteht; in diesem Falle würde sich der Stift Ch am Sperrke- gel des Correctionsrades (Fig. V) an ihr reiben und die Bewegung des Rades verlangsamen. Steht sie zu weit zurück, so wird sie den Arm J nicht weit genug vorwärts drängen, dcrStift wird an dem Ende Ci vorbei gehen, ohne festgehalten zu werden. Das Sperr- Rädchen 1. Bei diesem kann es Vorkommen, dass einzelne Zähne abgenützt sind, oder auch ein Zahn gebrochen ist, und in Folge dessen ein Buchstabe übersprungen wird. Um sich hievon zu überzeugen, ist es nothig, jeden einzelnen Zahn des Rädchens für sich zu untersuchen, was auf folgende Weise geschieht: Man hält mit der einen Hand den Sperrkegcl fest und dreht mit der anderen das Schwungrad immer nur so viel, dass vom Sperrade nur ein Zahn einschnappt. Ist diess geschehen, so versucht man, ob bei dem Schwungrade eine rückgängige Bewegung möglich; ist dies der Fall, so ist es ein. Zeichen, dass ein Zahn fehlt oder zu sehr abgenützt ist; wenn nicht, so ist das Rad an dieser Stelle in gutem Zustande. ’Das Typenrad. Wenn man das Typenrad von seiner Achse abgenommen hat, so muss man bei seinerWiederbefesti- gung darauf sehen, dass die zwei leeren Räume am Umfange desselben, welche dem „blanc des lettres^und „blanc des chiffres“ entsprechen, mit jenen Zahnlücken des Correctionsrades übereinstimmon, welche von den Vorsprüngen der Hebelplatte, durch welche der Uebergang von Buch- 13 staben auf Ziffern und umgekehrt bewirkt wird ; abwechselnd bedeckt werden, d. h. wenn sich am Typenrade der leere Raum „blanc des lettres“ an der untersten Stelle befindet, so muss der Correctionsdaumen in jene Zahnlücke 1—2 des Correctionsrä- des eingreifen ; die von dem Vorsprunge ß bedeckt wird, welcher zurückgedrängt, das Typenrad so stellt, dass Buchstaben gedruckt werden. Das Correctionsrad sammt dem mit ihm verbundenen Typenrade # darf sich weder mit zu viel noch zu wenig Reibung drehen lassen. Im ersteren Falle würde der Correctionsdaumen zu viel Kraft anwenden müssen, es zu bewegen, im zweiten würden sich die Buchstaben leicht verschieben. Man untersucht dies in erste- rer Hinsicht mit der Hand, in lezterer dadurch, dass man eine Taste niederdrückt, dann das Rad etwa 20 Umdrehungen machen lässt, und sieht, ob, wenn man dieselbe Taste wieder niederdrückt, der nämliche Buchstabe gedruckt wird. Ist diess der Fall, so sitzt das Rad fest genug. Die zweiarmige Hebelplatte ßß t am Correctionsrademuss durch den Schraubenstift x (Fig. V, Taf. III) so befestigt sein, dass sie sich nicht zu leicht und nicht zu strenge bewegen lässt. Im ersten Falle könnte sich die Platte auch ohne Einwirkung des Correctionsdaumens bewegen und eine Verstellung des Typenrades bewirken, bei zu strenger Bewegung aber würde die Funktion des Correctionsdaumens, der die Vorsprünge zurückdrängen soll, zu viel Kraft in Anspruch nehmen. Die Vorsprünge müssen sich mit dem Finger verschieben lassen. Der Correctionsdaumen darf in das Correctionsrad nicht zu fest ein- greifen, weil er die Bewegung des Rades hemmen würde. Um diess zu untersuchen, bringt man durch Drehung der Druok- achse den Correctionsdaumen zwischen zwei Zähne des Rades, und sieht, ob das Rad nach beiden Seiten etwas beweglich ist. Diese Beweglichkeit hängt einerseits von der Feder des Sperrkegels an diesem Rade, andererseits von der Beweglichkeit des Frictionsrades ab. Die beiden Hebel nn a und n,^ (Fig. III, Taf. III), müssen um ihre Achse leicht beweglich sein. Ist diess nicht der Fall, so muss man die Achse reinigen und ein- öhlen. Die Feder f soll das Papier so an den Druckcylinder andrücken, dass es sich nicht zu leicht und nicht zu schwer verschieben lässt. Man untersucht dies, indem man mit der Hand das Zahnrad, das am Druek- cylinder befestigt ist, dreht. Die Feder ist an einem Bügel befestigt, der an der vorderen Gestellwand festgeschraubt ist und durch dessen verschiedene Stellung die Feder mehr oder weniger an das Papier angedrückt werden kann. Die Achse der beiden Hebel ist in einer oblongen Oeffnung auf- und abwärts zu verschieben. Sie darf weder zu hoch noch zu tief stehen. Ist sie zu hoch, so wird beimDruck das Papier zu sehr an das Typenrad angepresst, und dadurch die Bewegung desselben beeinträchtigt. Auch wird der Druck nicht rein sein. Ist die Achse hingegen zu tief gestellt, so werden die Buch-* staben schwach oder auch gar nicht abgedruckt. Diese letztere Erscheinung kann aber auch daher kommen, dass die Färberolle zu wenig Farbe hat. Die Feder, die den rückwärtigen Hebel n,n 2 aufwärts drückt, lässt sich gleichfalls etwas heben oder senken, wodurch ihre Spannung vergrössert oder vermindert werden kann. Der Bremsenhebel darf erst dann mittelst des Excentricums seine Wirkung — 14 — aüf die Feder zu äussern beginnen, wenn das Hebelende von der Achse nach rechts bewegt wird ; er muss losgelassen, durch die Elasticität der Feder wieder zur Achse zurückkehren. Nach der linken Seite muss derselbe ganz frei, ohne Reibung beweglich sein. Die Gestalt der Feder ist wesentlich und darf ohne Nachtheil nicht verändert werden. Für die beiden sich reibenden Körper muss ein gewisser Reibungscoe- ficient statt haben, so dass, wenn man das Material des Bremsenringes ändert, man auch das der Bremse vertauschen muss. Der Bremsenring ist aus Stahl, für die Bremse nimmt man Leder, Papier, Pergament oder eine Saite. Eine zu starke Reibung verursacht oine unregelmässige Bewegung des Apparates. Es muss immer hinlänglich Oel vorhanden sein. Die schwingende Nadel muss an der Befestigungsstelle gut festgeschraubt sein. Sie muss ferner wohl centrirt sein, d. h. sie muss, wenn man die Bremsevorrichtung abnimmt, an jedem Punkte der Peripherie der Sehwungradachse ruhig anliegen bleiben, ohne abzurutschen und, wenn man den Apparat in Bewegung setzt, mit der Schwungradachse rotiren. Bei einer Auswechslung der Feder wird selbe, nachdem sie festgeschraubt wurde, mit der Hand so gebogen, dass sie rund um die Achse anliegt. Eine mangelhafte Centrirung der Feder hat eine stossweise Bewegung beim Schwingen derselben zur Folge. Die schwingende Nadel muss ferner ihre normalen Dimensionen haben, sie darf nicht an einem Ende zu dick, am andern zu dünn sein. Ist das befestigte Ende zu dick, so schwingt sie zu schnell; ist es zu dünn, zu langsam. Wenn man das freie Ende abfeilt, dünner macht, schwingt sie schneller; feilt man das dicke* Ende ab, langsamer, gerade so wie Harmonikazungen, welche einen höheren Ton geben, wenn man das freie Ende — und einen tieferen, wenn man das befestigte feilt. Wenn man den durch die Bremse S ('Faf. I) arretirten Apparat durch Aufhebung der Hemmung in Bewegung setzen will, ist es nöthig, eines der letzten Räder des Laufwerkes oder das Schwungrad mit der Hand etwas zu drehen; ebenso muss man bei Beginn der Correspond enz, wenn beim Niederdrücken einer Taste die Auslösung des Echappements nicht erfolgt, mit dem Finger etwas nachhelfen. Von dem normalen Zustande der Bremsenvorrichtung und der richtigen Centrirung der schwingenden Feder kann man sich auf folgende Weise überzeugen. Wenn man nämlich ein Blättchen Kartenpapier an die Zähne des letzten Rades des Laufwerkes (Fig. V, Taf. II) hält, so entsteht, je nachdem die Geschwindigkeit gleich bleibt oder variirt, ein constanter oder modulirender Ton. Bei einer richtigen Stellung und Spannung der Bremsfeder muss, wenn man den Apparat in Gang setzt, der Ton bis zur Erlangung der constanten Geschwindigkeit steigen, und dann gleich bleiben : -—® . % a l' 1 H . ] ^ i — l 1. - i " 1 . Wenn hingegen bei der normalen Grösse der Schwingungskreise von 3 Centimeter = 14"' Durchmesser der Ton nicht gleich bleibt, wie in folgendem Schema; '*v ' .. - a S—a.9 ■ ^ 4^; -— — 1 - zzi-P- so fehlt entweder am Bremsenring Oel, oder die schwingende Feder ist nicht gut j centrirt, oder die Bremsenfeder ist zu schwach gespannt, so dass sie den Brem- J senhebel nicht zum Centrum zurückführt, j oder es ist endlich die Bremse selbst abge- j nützt, schmutzig. i Tritt hingegen folgende Erscheinung j so kann man schliessen, dass die Ach^e des Bremsenhebels nicht frei beweglich ist, und irgend eine Reibung statt hat, was gewöhnlich durch eine fehlerhafte Biegung derFeder verursacht wird. Wenn die Bremsevorrichtung gut ist, muss der Ton immer gleich bleiben, ob der Apparat mit mehr oder weniger Kraft in Bewegung gesetztwird. Mankanndiess prüfen, wenn man die Bewegung des vorletzten Rades an der Achse 3 (Taf. II) mit der Hand in seiner Bewegung beschleunigt oder verlangsamt. An der grossen Kette lässt sich ein Glied öffnen, indem an selbem ein Querstift nicht vernietet, sondern mittelst eines kleinen Schraubenkopfes befestigt ist. Um selbe in den Apparat einzuführen, legt man sie über das Kettenrad Z, am Apparate, und zieht beide Enden durch die Oeffnungen an der Tischplatte, hierauf steckt man das rechte Ende an ein Drahtstück, und führt es um die kleinen fixen Rollen Z 4 und Z 5 (Taf. I), da die Zwischenräume zu klein sind, um dies mit dem Finger bewerkstelligen zu können. Bei neuen Tischen lassen oft die Schrauben nach, mit welchen der Apparat an denselben festgeschraubt ist, wodurch der regelmässige Gang gestört werden kann. Daher muss man Anfangs öfter nachsehen, und die Schrauben nöthigenfalls anziehen. Materielle Beschaffenheit einzelner Theile des Apparates. Die Kerne des Electromagneten, der Anker und die Armatur sind die einzigen Bestandtheile des Apparates, welche aus weichem Eisen sind. Die contactmachende stählerne Lammelle des oberen Schlittenarmes, und die isolirte Stahllammelle ff, müssen gelb gehärtet sein. Die Spitze der Contactschraube g 2 am oberen Schlittenarme, sowie die Con- tactstelle am unteren Arm sind platinirt und müssen glatt erhalten werden. Wenn das Platin abgenützt ist, muss es erneuert werden. Die Köpfe der Contactstiften sind glashart, d. h. nicht nachgelassen. Der übrige Theil der Stifte ist weich, weil sie der Löcher halber beim Abkühlen leicht reissen würden und desswegen schwer zu härten sind. Die Spitze der Schraube b, des Auslösehebels muss sehr hart und blank polirt sein. Der Auslösehebel ist von weichem Stahl, nur das am Echappement arbeitende Ende B muss gehärtet sein. Der prismatische Ansatz p am Echappementflügel muss gelb gehärtet sein. Der Sperrkegel t am Echappementflügel, seine Achse und das Sperrrädchen sind blau gehärtet. Das Sperrrädchen, sowie das Fric- tionsrad dürfen nicht aus Gussstahl, sondern müssen aus schwedischem geschmiedeten Stahl sein, da ersterer wegen seiner Sprödigkeit hiezu ungeeignet ist. Das fixe Prisma c muss glashart sein. Der Ansatz hingegen zur Befestigung mittelst der zwei Schrauben an dem Ständer ist weich. Alle Federn müssen blau gehärtet (federhart) sein. Der Correctionsdaumen v muss gelbhart (einmal nachgelassen) sein. Seine Hülse ist weich. Der erste Daumen y der re — Druckachse muss blauhart, der «weite gelbhart sein. Der vierte Daumen ist weich. Die ganze Arretirungsvorrichtung des Correctionsrades ist weich, nur der Sperrhaken am Hebel J t und das Stahlstück am Ende der Schiene CC t sind gelbhart. Die Zähne des Correctionsrades sind blauhart. Das Typenrad ist aus weichem Stahl, ebenso der Druckcylinder, nur das hintere Zahnrad ist blauhart. Der obere schnabelförmige Theil der Gabel des Hebels nn t und die Nase des zweiten Hebels n t n a sind gelbhart. Der Bremsenring und das Excentri- cum an dem Bremsenhebel sind ebenfalls gelbhart. Der um die schwingende Nadel gewundene Draht ist aus gewöhnlichem nicht gehärtetem Stahl. Alle Theile, die glashart (nicht nachgelassen) sind, werden mit feinem Schmirgel polirt. _ Batterie Leclanchk Besprochen von C. Bosmanith, k. k. Obertelegraphisten. In den Säulen, bei welchen schwefelsaure Salze von Quecksilber-, Kupferoder selbst Bleioxyden angew T endet werden, haben die metallischen Salze stets eine mehr oder minder grosse Auflöslichkeit, welche — als fortwährende Ursache der Abnutzung des negativen Metalles — eine immerw'ährende Unterhaltung und Aufsicht erfordert. Ueberhaupt lassen alle bisher gebräuchlichen Elemente viel zu wünschen übrig und keines entspricht auf bequeme und praktische Weise dem Dienste, den man von denselben fordert, was wegen der täglich steigenden Anwendung der Elektrieität äusserst fühlbar wird. Die, den gegenwärtig in Gebrauch stehenden elektrischen Batterien anhaftenden Uebelstände will der Chemiker Georg Leclanche in Paris durch eine neue Säule vollständig beseitigt haben, deren positiver Pol aus einem Kohlenprisma besteht, das von einer Mischung grobkörnigen Pulvers von Mangan - Hyperoxyd und Kohle umgeben, und in einer porösen Thonzelle eingeschlossen ist. Der negative Pol wird von einem Stifte amalgamirten Zinkes gebildet. Beide Pole tauchen in eine Lösung von Ammoniaksalz, die ein äusseres Gefäss enthält. Da das Mangan- Hyperoyyd ein guter Elektricitätsleiter ist, kann dieses System als eine Batterie mit einer einzigen Flüssigkeit angesehen werden, in welcher der positive Pol ein künstliches Metall bildet, das eine grosse Verwandtschaft mit dem Wasserstoffe besitzt, wodurch die Endesmose beseitigt wird, die bei allen bisher im Gebrauch stehenden Batterien mit zwei Flüssigkeiten unvermeidlich ist. Indem sieh das Zink in der Ammo niak-Lösung unbestimmte Zeit lang ohne Veränderung erhält und das Mangan-Hy- peroxyd in der Flüssigkeit vollständig unauflöslich ist, findet in der einmal zus im- mengestelltenBatterie keine innere chemische Aktion statt. Sobald man die beiden Pole verbindet, bildet der electrische Strom, indem er die Lösung des ammoniaksauren Chlorhydrats zersetzt, chlorsaures Zinkoxyd ; der Wasserstoff begibt sich ebenso wie der Ammoniak zum positiven Pole und verhindert jede weitere Reduction des Mangan-Hyperoxydes. Dieser Batterie, die bisher erst von einigen französischen Eisenbahn-Gesellschaften in Verwendung genommen wurde, schreibt ihr Erfinder derartige Vortheile zu, dass sie seiner Meinung nach die übrigen consfanten -Bnftcj'ien verdrängen muss. - 17 Sie besitzt nicht blos eine grössere electromotorisehe Kraft und bietet nicht nur einen geringeren Widerstand als die übrigen constanten Batterien, sondern sie benöthiget auch, einmal zusammengesetzt, keiner weiteren Ueberwachung; sie kann ohne jeden Materialverbrauch leicht aufbewahrt und ohne Schaden für ihre Wirksamkeit versendet werden, und schliesst die gegenwärtigen, zufälligen, durch das Vermengen oder Vergiessen der Flüssigkeiten hervorgebrachten Störungen aus. Auch sind ihre Unterhaltung skosten ganz gering. Ihr Hauptvorzug, besonders im Vergleiche mit der Daniell’schen Batterie, besteht wohl darin, dass bei ihr in ungeschlossenem Zustande keine chemische Aktion stattfindet, so dass der Nutzefiect dem Materialverbrauche entspricht, was bei der Daniell’schen Batterie nicht der Fall ist. Nebst der daraus folgenden langen Dauer kommt noch die Leichtigkeit und Bequemlichkeit der Behandlung in Anschlag. Die Entbehrlichkeit jeder Ueberwachung macht die Batterie Leclanclid besonders für Bahn- und kleine Stationen wichtig. Nach den bisherigen, beim Centralamte Wien und der Filialstation Leopoldstadt angestellten Versuchen hat es allen Anschein, dass die Elemente weit über ein Jahr andauern, da der Braunstein einen zweimaligen Wechsel des Zinkstabes aus- halten soll. Der Anschaffungspreis eines Elementes beträgt 42 kr. Nach allem Diesemkann wohl behauptet werden, dass diese Batterien auf Telegraphenlinien mit Arbeitsstrom vortheil- haft anzuwenden sind, während sie für con" stanten Strom minder brauchbar scheinen. Aufgaben aus der filektricitätslehre. Gesammelt und unter Angabe ihrer Lösungen mitgetheilt von J. B. W i nkl er, k, k. Ober- Telegraphisten. Der auf das „Ohm’sche Gesetz u — diese in der Electricitätslehre epochemachende Theorie — und auf die einschlägigen theoretischen Principien gegründete Calcul gestaltet sich je nach der Natur einer eben vorliegenden Aufgabe so mannigfaltig und bietet gerade wegen der vielen Modificationen, deren er fähig ist, so viel Anregendes, dass die Voraussetzung gewiss nicht allen Grundes entbehrt, es werde die Durchführung einer Reihe darauf bezüglicher Aufgaben bei den Lesern gegenwärtiger Zeitschrift Interesse erregen. Vorausgeschickt muss jedoch werden, dass diese Publikation nicht als ein zusammengehöriges, organisch gegliedertes Ganze, sondern eben nur als eine Sammlung nutzbaren, und etwa zu weiteren Arbeiten auf dem gleichen oder einem demselben verwandten Gebiete anregenden Materiales zu betrachten ist, und dass bei den betreffenden Lösungen, so sehr dabei auf sistematische Entwicklung und eingehende Beleuchtung Bedacht genommen werden wird, doch die Eingangs erwähnten, in ihren Grundformen einfachen und leicht verständlichen Principien als bekannt vorausgesetzt werden. Was die Quelle betrifft, der das gegenwärtig und in weiterer Folge auf diesem Wege zur Veröffentlichung gelangende Materiale entnommen ist, so sei erwähnt, dass die vorläufig hierzu vorbereiteten Aufgaben grösstentheils solche sind, welche von dem bei den Prüfungen der Telegraphen - Aspiranten und bei den Obertelegraphisten - Prüfungen fungiren- den Prüfungs-Commissäre für das technische Fach, dem k. k. Telegraphen-In- spector Dr. H. Militzer, den jeweiligen österreichischen Prüfungs-Candidaten in 2 ü - Wien zur schriftlichen Ausarbeitung vorgelegt wurden, worüber die näheren Daten bei jeder einzelnen Aufgabe in der „Anmerkung“ aufgeführt erscheinen. Und so möge denn diese an und für sich anspruchslose Arbeit, welche nur in der Absicht veröffentlicht wird, in dem Kreise der Leser eine mehr und mehr allgemeine Betheiligung an den, mit dem unaufhaltsamen Fortschritte geistiger Errungenschaften Schritt haltenden Fortbildungs-Bestrebungen anzubahnen, recht zahlreiche Theilnahme und eine nachsichtige Beurtheilung finden! 1, Aufgabe. In einem galvanischen Kreise vom Widerstande r =* 120 ist eine Batterie aus 10 einfachen Elementen, deren jedes die elektromotorische Kraft E t = 90 und den Widerstand R, * 36 besitzt, und gleichzeitig eine zweite Batterie aus 4 einfachen Elementen, deren jedes die elektromotorische Kraft E 2 == 160 und den Widerstand Ra =* 26 hat, eingeschaltet, und zwar die letztere Batterie im entgegengesetzten Sinne mit der ersten. Welche Intensität hat der Strom in diesem Systeme ? Lösung Nach dem „Ohm’schen Gesetze“ ist die Intensität des Stromes, welchen die erstbezeichnete Batterie entwickelt: 10 E, _ 10 x 90 1=3 10R,+r ~ (10x36)+ 120 3=1 *g" = 1875; die Intensität des Stromes der zweiten Batterie: « _ 4 E, 4 x ISO * “ 4 R, + r (4 x *5) + 120 = — = 2 727 ... 11 Vermöge des Umstandes, dass die beiden Batterien einem und demselben Schliessungsleiter Im entgegengesetzten Sinne eingeschaltet sind, werden sich auch die Richtungen der beiden Ströme in dem gemeinschaftlichen Schliessung»- leiter begegnen und ihre Wirkungen theil- weise aufheben, so zwar, dass die hieraus resultirende Stromstärke ausgedrückt ist durch die Differenz: s, -s a Es wird sonach den angeführten Schliessungsleiter ein vom Kupferpol der zweiten Batterie ausgehender Strom durch- fliessen, dessen Intensität S = S 8 — S, — 2-727 . . — 1-875 = 0-852 ist. Anm e rkung. Gegeben bei der Prüfung der Telegraphen* Aspiranten i. J. 1863. 2. Aufgabe. Wie lange wird ein Eisendraht sein, der einem elektrischen Strome denselben Leitungswiderstand entgegensetzt, wie ein Kupferdraht von 288 Meter Länge und dem Querschnitte 1, wenn der Eisendraht den Querschnitt 3 und den spezifischen Widerstand 6 hat ? Lösung. Die reducirte Länge L des Schliessungsbogens einer Stromquelle, d. i. die in Metern ausgedrückte Länge, welche ein Kupferdraht, dessen Durchmesser «= 1mm. ist, — der sogenannte Normaldraht —haben müsste, um dem Durchgänge des Stromes denselben Widerstand entgegenzusetzen, wie der gegebene Schliessungsleiter, ist bekanntlich ausgedrückt durch eine der Formeln L - — oder L - -V, . <1 . <1 k wobei 1 die wirkliche Länge, q den Querschnitt, k das specifische Leitungsvermögen und s den specifischen Leitungswi- d e r s t an d des Schliessungsleiters bezeichnen, und weiche Ausdrücke nichts anderes besagen sollen, als dass die r e- if ducirte Länge eines Schliessungsleiters in geradem Verhältnisse steht zur wirklichen Länge und zu dem specifischen Leitungswiderstande, dagegen im umgekehrten Verhältnisse zu dem Querschnitte und dem spezifischen Leitungsvermögen desselben. Vorliegenden Falles handelt es sich jedoch darum, dem gegebenen Normal - drahte ohne Aenderung des Widerstandes einen anderen (hier Eisendraht) von gegebenem Querschnitte und bekanntem specifischen Leitungswiderstande zu sub- stituiren, dessen Länge 1 ermittelt werden soll. Löst man daher obige Gleichung L =— nach der Unbekannten 1 auf, indem man beide Glieder derselben mit q multiplicirt und durch s dividirt, so erhält man: 1 = , und durch Substitution der ge- s gebenen Werthe in diese allgemeine Formel : 1 = 288 x 5 6 = 1440 : 6 = 240, d. h. man müsste, um den in der Aufgabe gestellten Bedingungen zu genügen, dem Eisendrahte eine Länge von 240 Meter geben. Wollte man anstatt des spezifischen Leitungswiderstandes das spezifische Leitungsvermögen des Eisens in Rechnung bringen, so erhält man aus der Gleichung (= 1*25) ist = 35, der Widerstand eines andern Drahtes von der Länge 224 und dem Querschnitte 0*4 dagegen *= 385. Wie verhalten sich die specifischen Leitungsfähigkeiten der Metalle, aus denen diese Drähte hergestellt sind? Lösung. Nach den in der Auflösung der vorigen Aufgabe angeführten Grundsätzen, und da der Widerstand eines Schliessungsleiters oder die reducirte Länge desselben als gleichbedeutend anzusehen sind, (folglich für L auch r gesetzt werden kann) erhält man, wenn 1, die Länge, q, den Querschnitt, ki die spezifische Leitungsfähigkeit und r, den Widerstand des ersten Drahtes, 1 2 die Länge, q 2 den Querschnitt, k 8 die spezifische Leitungsfähigkeit und r 3 den Widerstand des zweiten Drahtes bezeichnen, auf Grund der Formel L == -i— die bei- q k den Gleichungen: h 1 » 1 qt kt und durch Substitution Zahlenwerthe: 40 q* K der gegebenen 1-25 k ± = 35, woraus k. 35 x 1 25 _ 35 40 — 32* L = 1 L q k, und da, weil s = 6, k = !/„, = 228 x 5 X Ve = 1440 6 = 240, wie oben. Anmerkung. | Gegeben bei der Prüfung der Tele- ! graphen-Aspiranten i. J. 1859. 1 3. Aufgabe, j Der Widerstand eines Drahtes von ^ der Länge 40 und dem Querschnitte 5 / 4 | , 224 dann -■ . ■ . ■ 0-4 k a 385 x 0‘4 224 385, woraus k e == ~ gefunden wird. Es verhalten sich demnach die spezifischen Leitungsfähigkeiten der bezeich- neten Drähte ki : k a — 35:22. 35 11 32 : 16 Anmerkung. Gegeben bei der Obertelegraphisten- prüfung im December 1867. (Fortsetzung folgt.) 2 * 20 Das Telegraphenwesen in Oesterreich, (Fortsetzung.) Aus den vorangeführten statistischen Daten erhellt zu Genüge, dass es nicht die Billigkeit derVerwaltung ist,welche für die Zweckmässigkeit der sogenannten Telegraphen-Nebenstationen spricht. Wir wollen desshalb zur Prüfung der Leistungen dieser Stationskathegorie schreiten und sehen, ob vielleicht sie es sind, welche die Beibehaltung derselben rechtfertigen. Instructionsmässig sind den Nebenstationen dreierlei Geschäfte übertragen, nämlich die Besorgung des eigentlichen Telegraphen - Correspondenzdienstes, die Bestellung der einlangenden Depeschen und die Instandhaltung der Leitungen bis auf eine Entfernung von 1—2 Meilen. In dieser Einrichtung, vermöge welcher ein Neben-Stationsführer gleichzeitig den Dienst eines Telegraphen-Beamten, eines Amtsboten und eines Leitungsaufsehers zu versehen hat, glaubt man das Mittel zur Erzielung einer sachgemässen und billigen Verwaltung der kleineren Telegraphen-Stationen gefunden zu haben. Nun ist es allerdings ganz gewiss wahr, dass die Erhaltung einer Station un- verhältnissmässig billiger zu stehen kommt, wenn die Functionen der Depeschenbeförderung, Depeschenzustellung und Linienaufsicht von einer statt von drei verschiedenen Personen besorgt werden. Allein hierdurch ist weder ein zutreffender Beweis für die durch Einführung der Nebenstationen behauptetermassen erzielten, möglichst grossen Ersparnisse geliefert, noch die Utilität des in Rede stehenden Stationssystemes dargethan; erste- res, weil von den Verfechtern der Nebenstationen bisher nicht nachgewiesen wurde, dass die Stationsverwaltung nicht noch ! einfacher und billiger eingerichtet werden könne, und letzteres, weil die mit dem wirtschaftlichen Principe der Arbeits- theilung im grellen Widerspruche stehende Cumulirung so verschiedenartiger Aufgaben, w r ie es die eines Nebenstationsführers sind, um so mehr gerechte Zweifel hinsichtlich der befriedigenden Lösung derselben hervorrufen muss, als der Fall Vorkommen kann und wirklich öfters vorkommt, dass der Stationsführer au gleicher Zeit im Orte eine aufgegebene Depesche abtelegraphiren und eine angekommene austragen, und ausserhalb des Ortes eine Linienunterbrechung beheben soll. Was speciell den Depeschendienst betrifft, so ist es einleuchtend, dass derselbe bei einer Nebenstation nur unvollkommen besorgt werden kann. Ist nämlich der Nebenstations - Aufseher in der Zustellung einer Depesche begriffen, so ist in der Zwischenzeit der Verkehr mit und von seiner Station eingestellt. Umgekehrt erleidet die Zustellung der eingelangten Corröspondenz während der Zeit, als der Stationsfiihrer am Apparate beschäftiget ist, eine ungerechtfertigte und bedauernswerthe Verspätung. Ist in einer Nebenstation eine einzige Linie eingeführt und tritt in einer der beiden Richtungen dieser Linie eine Störung ein, so muss der Stationsführer die Funktionen eines Telegraphen-Beamten einstellen, sein Amt schliessen und als Leitungs- aufseher auf die Strecke hinauswandern, wenngleich die Correspondenz in der andern Richtung der Linie anstandslos vor sich gehen könnte; in der Zwischenzeit kann im Orte selbstverständlich weder eine Depesche einlaufen, noch zur Aufgabe gelangen. Laufen zwei oder mehrere Linien durch die Station, von denen die in der Station eingeschaltete in beiden Richtungen gut; eine andere aber unterbro- 21 eben ist, so muss der Stationsführer ungeachtet des vollkommen betriebsfähigen Zustandes der Lokallinie den Depeschendienst unterbrechen und sich auf die Strecke begeben. Man unterhält sonach mit grossem Kostenaufwande eine Classe von Telegraphenstationen, von denen man möglicherweise in den dringendsten Fällen und bei normalem Linienstande keinen Gebrauch machen kann. Man wird versuchen gegen diese unsere Deduction die Einwendung zu erhe- i ben, dass der Nebenstationsführer selbst im Falle einer Linienstörung nicht länger als zwei Stunden von seinem Amte wegbleiben und dass er dasselbe nicht schliessen darf, so lange die Lokallinien auch nur in einer einzigen Richtung betriebsfähig sind ; man wird uns ferner sagen, dass für den Fall, als der Fehler in der Linie zu weit entfernt oder die Lokalleitung auch nur nach einer Richtung hin im gutem Zustande wäre, der Leitungsaufseher der nächsten Station oder des nächsten Ortes die Störung zu beheben habe ; man wird uns endlich auf diese Weise überzeugen wollen, dass der Nebenstationsführer ohne alle Gefährdung des Depeschendienstes auch die Leitungsaufsicht besorgen könne. Wir begnügen uns einer derartigen Argumentation nur folgende drei Fragen gegenüber zu stellen, welche die Nichtigkeit der vorbezeichneten Einwendungen auf den ersten Blick zeigen werden. Erstens; Die Stationen A, B, C und D sind durch die Linie a b in Verbindung. Die Linie von B nach A und von C nach D ist gut, jene zwischen B und C aber unterbrochen. Der Stationsführer in der Nebenstation B darf angeblich sein Amt nicht verlassen, weil er noch in der Richtung nach A sprechen kann. Der Stationsführer in der Nebenstation C darf aus demselben Grunde ebenfalls nicht auf die Strecke gehen, um die Störung zu beheben. Soll nun die Linie B C ewig unterbrochen bleiben? Muss nicht eine der beiden betriebsfähigenjStationen B oder C, wie wir behauptet haben, zeitweilig geschlossen werden, damit einer der dort aufgestellten Nebenstationsführer die Reparatur vornehmen kann? Muss entgegengesetzten Falles nicht ein dritter Leitungsaufseher da sein, und ist es dann überhaupt noch nothwendig, dass der Depeschendienst in B und C von Nebenstations-Aufsehern besorgt wird? Muss endlich, da die Nebenstations- führer das Amt nur auf zwei Stunden schliessen dürfen, nicht thatsächlich ein eigener Leitungsaufseher für den Leitungs- dienst angestellt sein, wenn die Station B und C auch nur zwei Meilen von einander entfernt liegen ? Zweitens: Die Stationen A, B, C, D sind durch die Linien ab, cd und ef verbunden. Die für den Localverkehr zwischen A, B, C und D dienende Linie ab ist gut; keiner der in diesen vier Stationen aufgestellten Nebenstationsführer darf sonach seine Station schliessen. Wer behebt nun eine Störung in der Linie c d oder e f ? Muss nicht eine oder die andere der betriebsfähigen Stationen A, B, C oder D zu diesem Zw r ecke geschlossen werden? Muss nicht anderen Falles ein eigener Leitungsaufseher die Linie überwachen ? Und w r arum muss dann der Dienst bei den Stationen A, B, C und D von Nebenstationsaufsehern besorgt werden? Drittens: Kehrt der Aufseher der Nebenstation B, wenn er in der Richtung A und in der Entfernung einer Stunde von B eine oder mehrere uingestürzte Te- legraphensäulen findet, zu seiner Station unverrichteter Dinge zurück, um den De- peschonverkehr in der noch betriebsfähigen Richtung gegen C nicht länger als zwei Stunden zu unterbrechen, oder macht er sich an die Reparatur der Leitung, welche ihn möglicherweise einen ganzen Tag in Anspruch nimmt und vom Teiegraphiren fernhält ? Niemand, der diese Fragen unbefangen beantworten will, wird anstehen zuzugeben: 1. dass die Vereinigung des Depe sehen- und des Linienaufsichts-Dienstes in Einer Person den telegraphischen Verkehr wesentlich beeinträchtiget; 2. dass die Nebenstations-Aufseher durch den Apparat dienst an der regelmässigen Begehung der Leitungsstrecke zum Nachtheile der guten I n- s tandhal tung der Linien gehindert werden; 3. dass eben desshalb häufige Depeschenverspätungen und Linienstör un gen Vorkommen; 4. dass dort, wo die Entfernungen zwischen einzelnen Stationen mehrere Meilen betragen, ohnehin eigene Leitungsaufseher aufgestellt sein müssen und ein Ersparniss in dieser Hinsicht that- sächlic h nicht stattfindet; 5. dass in Gegenden, wo — wie im nördlichen Böhmen — ganze Gruppen von Nebenstationen in kleinen Entfernungen von ^7 1 V*7 2Meilen vorhanden sind, eine selbstständige Leitungsaufsicht mit nur geringem und durch di e Erzielung eines regelmässigen B etrie- bes mehr als aufgewogenem Mehr- aufwande, und zwar desto leichter organisirt werden könnte, als die primitive Einrichtung einer eindrähtigen Leitung Jedermann zum Leitungsaufseher gualificirt. Die bisher entwickelten Bedenken sind übrigens nicht die einzigen, welche wir hinsichtlich der Telegraphen-Neben- statiönen haben. Wir könnten nämlich noch auf die Anomalie hinweisen, welche sich daraus ergibt, dass man den in der Bildung höher stehenden Telegraphen-Beamten nur nach einer strengen Fachprüfung zum Telegraphendienste zulässt, dass man Kenntnisse fremder Sprachen von ihm verlangt und ihn cautionspflichtig macht, während der mit gleichen Amtsgeschäften betraute Nebenstationsführer nur den mechanischen Depeschen-Beförderungsdienst zu verstehen, keine Sprachkenntnisse zu besitzen und keine Caution zu leisten braucht. Wir könnten hervorheben, wie leicht die Nebenstationen bei Depeschen, die in fremden Sprachen abgefasst sind, einen Irrthum begehen können, und wie schwer ihnen der Verkehr mit Aufgebern, die der Landessprache unkundig sind, fallen muss. Wir könnten zu erwägen geben, ob es gerathen sei, den Nebenstationen, die wegen Mangel einer vollständigen Sammlung der bestehenden Dienstesvorschriften mit dem besten Willen ausser Stande sind, selbe genau zu beobachten und beobachten zu lassen, die Beanstandung der Depeschen wegen ihres Inhaltes, die Entscheidung über Gebührenpflicht oder Gebührenfreiheit der aufgegebenen Telegramme und dgl. anzuvertrauen. Wir könnten auf das Missliche der Stellung eines Nebenstationsführers hindeuten, der heute als Stationschef in einen Notenwechsel mit den Ortsbehörden treten und sich morgen als Aufseher mit der Leiter auf der Achsel zu einer Linienherstellung auf den Weg machen muss. Wir könnten insbesondere bemerkbar machen, wie sehr es den Principien einer ökonomischen Verwaltung zuwiderläuft, bei jeder Nebenstation einen eigenen 23 Bediensteten ausschliesslich für einen Depeschendienst zu unterhalten, der—mit Rücksicht auf die für einen Stationsführer durchschnittlich’entfallenden jährlichen De- pesehen-Zustellungsgebühren von 50 fl. oder 5 kr. pr. Depesche — nicht mehr als 1000 angekommene und allenfalls eben so viele aufgegebene Telegramme in einem Jahre, d. i. 0 Telegramme in einem Tage umfasst; für einen Dienst, der bei einem Kostenaufwande von jährlichen 800 fl. selbst bei einem ganz ungeübten Manipulanten höchstens die Arbeit einer halben Stunde pr. Tag erheischt und den Dienst • thuenden zur Unthätigkeit verurtheilt, während es in andern Abtheilungen des Telegraphen-Institutes an Arbeitskräften fehlt. Da wir jedoch die Schattenseiten des Systems der Nebenstationen ohnehin schon genügend nachgewiesen zu haben glauben, so wollen wir von der nähern Entwicklung der weitern gegen dasselbe sprechenden Momente absehen und sofort jene Mittel andeuten, welche uns geeignet scheinen, die beklagten Uebelstände gründlich und zur allgemeinen Befriedigung zu beseitigen. Diese Mittel nun, bezüglich deren wir uns durchaus nicht die Ehre der Erfindung vindiciren, sondern nur die öffentliche Aufmerksamkeit rege machen möchten, sind durch die Erfahrungen der ausländischen Telegraphen-Verwaltungen klar vorgezeichnet. So verwenden z. B. die englischen Telegraphen - Gesellschaften schon seit einer längeren Reihe von Jahren im Orte ansässige und nur eine geringe Bezahlung beanspruchende Frauen und Mädchen mit dem günstigsten finanziellen Ergebnisse zum ausübenden Telegraphendienste. Die grossherzoglich-badische Telegraphen-Verwaltung stellt bei allen kleineren Stationen Telegraphistinen an, wodurch sie nicht nur eine billige Verwaltung erzielt, sondern auch eine zweckmässige Beschäftigung für das Frauengeschiecht geschaffen hat. Auch bei den norwegischen Telegraphen-Stationen befinden sich bei anerkanntem Kostenersparnisse Frauen in Verwendung, über deren Leistungen sich die Verwaltung sehr lobend ausspricht. Der Dienst bei den belgischen Telegraphen-Stationen wurde am Schlüsse des Jahres 1856 von 1244 Individuen besorgt, von denen nur 286 eigentlicheTelegraphen- ßeamte, die übrigen 958 Individuen aber theils Eleven, theils Post- und Eisenbahnbedienstete waren, die den Depeschen-Verkehr nur nebenbei zu versehen hatten. Von 640 Staats-Telegraphenstationen, welche die Preussische Verwaltung zu Anfang des Jahres 1867 besass, waren nur 194 mit eigentlichen Telegraphisten besetzt, die übrigen 446 aber mit der Postanstalt vereinigt und von Postbeamten verwaltet; gegenwärtig werden zur Besor- gungdes Telegraphendienstes seitens jener Verwaltung auch im Orte ansässige Personen engagirt, die weder der Post noch andern Behörden als Beamte angehören. Die Verwaltung der schweizerischen Telegraphenanstalt zählte gegen Ende des Jahres 1866 unter 353 für den Apparatdienst verwendeten Personen 116 wirkliche Telegraphisten und 237 Private, dann Post- und Zollbeamte. Bei den italienischen Telegraphenstationen 3. Classe wird der Dienst aus- namsios entweder von Postexpeditoren, Gemeindebeamten , Volksschullehrern , Frauen oder andern geeigneten Gemein- demitgliedern versehen, welchen dafür eine den Betrag von 240 fl. in keinem Falle überschreitende Jahres-Entlohnung zugestanden wird. Die französische Telegraphenrerwal- tung, welche nicht nur der Erzielung einer billigen Verwaltung, sondern auch der Verbesserung der materiellen Lage ihrer 24 Mitglieder ein fortwährendes Hauptaugen- i merk widmet, hatte schon vor mehreren Jahren die Verfügung getroffen, dass der Dienst bei den minder wichtigen Telegraphenstationen den Witwen verstorbener, oder den Frauen, Schwestern und Schwä- gerinen dienstuntauglich gewordener Telegraphenbeamten anvertraut werde. Als dieselbe später an den planmässigen Ausbau ihres Netzes Hand anlegte und die Nothwendigkeit zu Tage trat, die Zahl der Stationen rasch, bedeutend und ohne grossen Kostenaufwand zu vermehren, wurde mit der Aufstellung einer neuen Stationscathegorie, d. i. der sogenannten Municipalstationen der Anfang gemacht, deren Errichtungsaufwand gemeinschaftlich vom Staate und von der betreffenden Gemeinde bestritten wird. Die Besorgung des Telegraphen- Dienstes bei dieser Classe von Stationen ist in der Regel der Gemeinde übertragen, welche die Depeschen-Beförderung durch den Gemeindesecretär auf einem in dessen Amtszimmer aufgestellten Apparate und die Depeschen-Zustellung durch den Gemeindediener versehen lässt. Die Gemeinde erhält für diese ihre Mühewaltung einen entsprechenden Ge- bührenantheil, in welchem sie gleichzeitig den Ersatz für ihren Errichtungsbeitrag findet, während die Staatsverwaltung von jeder weitern Auslage für den Betrieb und die Erhaltung der Station enthoben ist und dennoch fast mit Gewissheit auf ein Reinerträgniss rechnen kann. Welch’ günstigen Einfluss diese Mass- regel auf die Entwicklung des Telegraphen- Wesens hatte, geht daraus hervor, dass Frankreich am Schlüsse des Jahres 1866 bereits 481 Municipalstationen besass. Auf dem eingeschlagenen Wege fortschreitend hat die französische Verwaltung mit Decret vom 6« Jänner 1866 weiters verordnet, dass auch die Postexpeditionen mit der Besorgung der Geschäfte der Munici- pal-Stationen betraut werden können. In Folge dessen gelangten schon im abgelaufenen Jahre 1867—2S5 neue Municipalstationen zur Eröffnung, so dass Frankreich gegenwärtig nicht weniger als 736 Telegraphenstationen besitzt, welche den Depeschendienst nur nebenbei zu versehen haben und nicht mit wirklichen Telegraphenbeamten besetzt sind. Die vorstehenden Daten zeigen, dass die Verwaltungen der grössten und wichtigsten europäischen Telegraphensysteme eines der wesentlichsten Mittel zur Erzielung einer wohlfeilen Administration und einer zeitgemässen Stationsvermehrung in der Vereinigung desTelegraphen- dienstes mit dem Post-, Gemeinde-, oder einem andern öffentlichen Dienste, sowie in der Verwendung billiger Arbeitskräfte gesucht und gefunden haben, welches sie in allen Orten, wo der Depeschenverkehr zur Erhaltung eines selbstständigen Telegraphenamtes nicht ausreicht, anzuwenden bestrebt sind. Es ist dies ein nicht misszuverstehender Fingerzeig, welche Wege auch in Oesterreich einzuschlagen seien, um dem immer fühlbarer werdenden Bedürfnisse nach Erweiterung des Telegraphen-Insti- tutes mit der nöthigen Schonung des Staatsschatzes abzuhelfen. Wir unserseits würden mit Rücksicht auf die österreichischen Verhältnisse in erster Linie die gänzliche Verschmelzung des Post- und Telegraphenwesens, in zweiter Linie die theilweise Uebertragung des Telegraphendienstes an die Gemeinden, und erst in dritter Linie die Verwendung von Privatpersonen zur Deposchenbeförderung bevorworten. Zu zeigen, wde die ohnehin nur nach und nach ausführbare Vereinigung des Post- und Telegraphenwesens im Interesse i. { m 25 aller Betheiligten, undzwar: zumVor- tlieiledesAerars durch namhafte Verminderung der Verwaltungskosten, — zum Vortheile des telegraphirenden Publikums durch Errichtung zahlreicher neuer, ihrer Bestimmung wirklich entsprechender Stationen, — zum Vortheile der Post-und Telegraphenbeamten durch Vermehrung der Dienststellen bei den neu zu errichtenden, nur durchVereinigung beider Dienstzweige lebensfähig werdenden Post- und Telegraphenstationen, — endlich zum Vortheile der Nebenstationsführer durch die Beförderung der Fähigsten zu wirklichen Beamten, durch die Verwendung der mit dem Apparatdienste Vertrautem bei grösseren Stationen und durch Reorganisation der Leitungsaufsicht vollzogen werden könne, wird Gegenstand unserer nachfolgenden Darstellung sein. (Fortsetzung folgt.) Rundschau. Inland. (Die Regelung des Telegraphenwesens) in den österreichischen, diesseits der Leitha gelegenen Ländern ist durch §. 11, d) des Staatsgrundgesetzes vom 21. Dezember 1867 über die Reichsvertretung dem Wirkungskreise des Reichsrathes zugewiesen worden. Durch Artikel XVIII des Gesetzes vom 24. Dezember 1867 über die Vereinbarung eines Zoll- und Handelsbündnisses zwischen den Ländern dies- und jenseits der Leitha wurde ferner festgesetzt, dass das Telegraphen wesen in jedem der beiden Ländergebiete abgesondert, jedoch insoweit es das Interesse des Verkehres erheischt, nach gleichen Grundsätzen eingerichtet und verwaltet werde, und dass die gegenwärtigen, für die Staatstelegraphen-Anstalt geltenden Bestimmungen nur in einer für beide Ländergebiete völlig gleichartigen Weise geändert werden dürfen. (Gthaltsreguliruug). Wenn wir recht unterrichtet sind, so dürfte die langersehnte Regulirung, beziehungsweise Aufbesserung der Gehalte der Staatstelegraphen-Beamten demnächst, und zwar ohne Schmälerung ihres dermaligen Tantiemebezuges, zur Wahrheit werden. (Die internationale Telegraphen-Confe- renz in Wien,) welche behufs Revision des Telegraphenvertrages ddo. Paris den 17. Mai 1865 im Laufe dieses Jahres stattfinden soll, ist auf den nächsten Monat Mai zusammenberufen. (Die Telegraphen-Stationen nnd Linien in Croatien nnd Slavonien) sollen am 1. März d. J. in die Verwaltung der k. ung. Regierung übergehen. (Reformen im Österreichischen Telegraphenwesen). Mit dem nahenden Frühling scheint sich auch für die österreichische Staatstelegraphen-Anstalt der sehnsüchtig erwartete Verjüngungsprocess einstellen zu wollen. Vervollständigung der Hauptlinien und ihrer Verbindungen, Vereinfachung des Rechnungswesens, Einführung von Depeschenmarken, Ermäßigung des Tarifes, sind die wesentlichsten Gegenstände, welche behufs Durchführung bisher in Aussicht genommen worden sind. Indem wir der Hoffnung Raum geben, dass dieses Mal etwas Ganzes und Lebensfähiges geschaffen wird, behalten wir uns vor, demnächst weitere Mitteilungen darüber zu machen. (Ia der obersten Leitung des k k. Te- legraphen-Institutes) sind in jüngster Zeit i wesentliche Aender ungen vorgekommen, von | welchen wir insbesondere die Ernennung Sr. Ex- j cellenz des Herrn Ignaz Edlen von Plener zum j Handelsminister, des Herrn Sektionschefs Vincenz I Maiy Ritter von Vevanovie zum Generaldirektor j für Post- und Telegraphenwesen, dann die i Pensionirung des früheren Generaldirektors j Max v. Löwenthal und des Telegraphen-Direk- tionsrathes Engelbert Matzenauer herverheben, j (Die Obertelegraphistenprüfung), welche j im abgelaufenen Monate in Wien abgehalteu | wurde, lieferte folgendes Ergebniss: Als vorzüg- lieh befähiget wurden 3, als befähiget 22, als nicht befähiget 7 Candidaten erklärt. (Der k. k. Telegraphen-Commissar Klar) ist als Ritter des Ordens der Eisernen Krone III. Classe in den Ritterstand des österreichischen Kaiserstaates erhoben worden. (Ein neuer Telegraphen - Lehrkurs) wurde am 14. d. M. in Pest eröffnet. Die Zahl der Zuhörer beträgt 200 Individuen; die Vorträge werden ausschliesslich in ungarischer Sprache gehalten (Eine Telegraphen^Gommissärs-Stelle) ist bei der» k. ung. Telegraphen-Inspektorate in Temesvärin Erledigung gekommen. Der Con- curstermin für dieselbe ist nicht fixirt. (Der Agiozuschlag zu denTelegraphen- gebühren) betrug im November 1867—22o/ 0 , im Dezember 1867—20o/* und im Jänner 1868—19°/ 0 . Für den Monat Februar d. J. ist derselbe mit 19°/ 0 festgesetzt worden. Ausland. (Die Verwaltung der Telegraphen des Norddeutschen Bundes) ist in Ausführung der im VIII, Abschnitte der Bundes-Verf'assung über das Telegraphenwesen getroffenen, mit dem 1. Jänner 1868 in Wirksamkeit getretenen Vorschriften in nachstehender Weise organisirt worden: 1. Die Verwaltung des Telegrapbenwesens des norddeutschen Bundes wird unter Leitung des Bundeskanzlers von der Genera 1-Diree- tion der Telegraphen des Norddeutschen Bundes in Berlin geführt. Diese Behörde bildet die II. Abtheilung des Bundeskanzler- Amtes. 2. Der General-Direction sind die vorhandenen Ober-Telegraphen-Inspeetionen zu Berlin, Breslau, Cöln, Dresden, Frankfurt a. M., Halle a. S., Hamburg, Hannover, Königsberg i. Pr. und Stettin, welche die Bezeichnung: „Telegraphen-Directionen“ erhalten, so wie die Telegraphen-Direction zu Schwerin nebst den von denselben ressortirenden Telegraphen-Sta- tkmen untergeordnet. 3. Die Telegraphen-Directionen und Tele- graphen-Stationen erhalten die Eigenschaft von Bundesbehörden und werden dem entsprechend bezeichnet. Ueber die Einrichtung und den Geschäftskreis der Telegraphen-Directionen und der Te- legraphen-Stationen wurden folgende Anordnungen getroffen: I. Telegraphen-Directionen. An der Spitze jeder Telegraphen-Direc- tion steht ein Telegraphen-Director, dem als Organe: 1. ein Telegraphen-Directions-Rath für den Verwaltungsdienst, 2. ein Telegraphen-Directions-Rath für den Betriebsdienst und 3. ein Telegraphen-Directions-Rath für den Baudienst — unterstellt sind, und welche als dessen Commissarien fungiren. Den rechtskundigen Beistand leistet ein Justitiar aus der Zahl der rechtskundigen Personen des Ortes, an welchem die Telegra- phen-Direction ihren Sitz hat. Die Telegraphen-Direction vermittelt den Verkehr zwischen der General-Direction der Telegraphen und den Stationen in denjenigen Fällen, wo sie nicht mit eigener Competenz entscheidet. Jede Telegraphen-Direction hat eine eigene Casse, welche die Bezeichnung „Ober-Telegra- phen-Cassa“ führt und mit einer Ober-Post- Cassa combinirt ist. Der Telegraphen-Director ist der Vorgesetzte sämmtlicher Beamten seines Bezirkes. Den Telegraphen-Directoren liegen die Special - Verwaltung, die Leitung des Betriebes, die Bauausführungen und die Unterhaltung der Linien innerhalb ihrer Bezirke ob. Der Geschäftskreis der Telegraphen-Directoren umfasst im Wesentlichen (vergl. Telegramm Nr. 1, S. ti, I. Jahrgang): 1. Gegenstände von allgemeiner Bedeutung, j 2. Etats- und Cassewesen, 27 3. Betriebsdienst, 4. Bau, Verlegung und Unterhaltung der Leitungen, Beschaffung etc. der Leitungs-Materialien, Batterien und Apparate, ö. Ausrüstung der Stationen mit Utensilien, Inventarien, Bureau-Bedürfnissen, 6. Telegraphen-Gebäude und gemiethete Dienstlocale, 7. Statistik, 8. Personalien. II. Telegraphen-Stationen. Den Stationen der Telegraphen-Verwal- tung des norddeutschen Bundes, zu welchen ausser den preussischen von nun an auch die bisherigen Mecklenburgischen, Oldenburgischen, Sachsen-Weimar’schen, Meiningenschen und die den freien Städten Hamburg, Bremen und Lübeck gehörigen Telegraphen-Stationen zu zählen sind, fällt der Dienstbetrieb am Orte zu. Dieselben werden eingetheilt in Stationenl., II. und III. Classe, und sind entweder selbstständige, d. h. durch ausschliesslich der Telegraphen-Verwaltung angehörige Beamte besetzte, oder mit der Post oder anderen Behörden combinirte Stationen. Den selbstständigen Stationen werden solche Stationen gleichgeachtet, zu deren Verwaltung Personen im Orte engagirt sind, welche weder der Post noch anderen Behörden als Beamte angehören. Als Vorsteher der selbstständigen Stationen I. Classe fungiren in der Regel Telegraphen- Inspectoren, als Vorsteher der selbstständigen Stationen II. Classe Telegra- phen-Secretäre, als Vorsteher der selbstständigen Stationen III. Classe Ober-Telegraphisten. Die Hauptstation im Telegraphen-Gebäude zu Berlin führt die Bezeichnung „Telegraphen- Central-Station.“ Sämmtliche Stationen stehen unter einander in gleich geordnetem Verhältnisse, soweit Ausnahmen hierunter nicht ausdrücklich ange- ■ordnet werde». Der Vorsteher der Station ist Vorgesetzter sämmtlicher bei derselben beschäftigten Beamten. Aus Anlass der Organisirung der norddeutschen Telegraphen-Verwaltung wurde auch eine Telegraphen-Ordnung des Norddeutschen Bundes, eine neue Instruction über die Vermittlung von Barzahlungen durch den Telegraphen und eine neue Nummerirung der Leitungen des Norddeutschen Bundes veröffentlicht. Die Barzahlungen mittelst Telegraphen können zwischen je zwei Telegraphenstationen des norddeutschen Bundes, Baierns, Württembergs, Badens und Luxemburgs, eventuel von einem später zu bestimmenden Zeitpunkte ab, .auch Oesterreichs stattfinden. Die Liniennummerirung ist strenge nach den in Nr. 9,1, Jahrgang des „ Telegramm “ erläuterten, von Frankreich aufgestellten Grundsätzen durchgeführt und zwar tragen die Leitungen für den internationalen Verkehr die Nummern i bis 99; die Leitungen für den grossen internen Verkehr die Nummern von 100 bis 199; die Leitungen für den kleinen internen Verkehr: a) nördlich von Berlin die Nummern von 200 bis 299, b) südlich von Berlin die Nummern von 300 bis 399; die Leitungen für den Local-Verkehr (Omnibusleitungen): a) nordwestlich von Berlin die Nummer» von 400 bis 499, b) nordöstlich von Berlin die Nummern | von SOO bis o99, i c) südöstlich von Berlin die Nummern | von 600 bis 699, j d) südwestlich von Berlin die Nummern i von 700 an. 2 * Die »ach Oesterreich führenden internationalen Linien haben folgende Nummern erhalten: Die Leitung ist eingeführt ») behufs Uebertra- b) behufs Controlle, Unter- gung in sucbung in — Breslau, Ratibor — Görlitz, Seidenberg — Ratibor — Görlitz, Seidenberg. Nr. Die Leitung ist bestimmt für > der Leitung Correspondenz zwischen: 16 Dresden-Wien 26 Berlin-Wie» 31 Berlin-Prag 41 Breslau-Wie* 71 Dresden-Böhmen 95 Berlin-Wien. (Die Insel Cuba) ist durch eine unterseeische Leitung mit Nordamerika und mittelbar durch das transatlantische Kabel mit Europa in telegraphische Verbindung gesetzt worden. Die Gebühr für eine Depesche mit 10 Taxwortea (50 Buchstaben) beträgt von London ab nach Habana 72 fl. 50 kr. und nach den übrigen Telegraphenstationen auf der Insel Cuba 73 fl. 80 kr. ö. W. in Silber. Cuba zählt dermalen bereits 64 Telegraphenstationen (Der Kabeltarif) für Depeschen nach Nordamerika wurde von der transatlantischen Telegraphengesellschaft seit 1. Dezember 1867 in folgender Weise herabgesetzt: Eine .einfache Depesche von London bis New-York kostet 52 fl. 50 kr. ö. W. Vom Aufgabsorte bis London kommen gleiche Gebühren wie für Depeschen, die nach London selbst adres- sirt sind, zur Erhebung. Für die Weiterbeförderung von New-York ab ändern sich die Taxen je nach der Entfernung des Adressortes. Alle Gebühren werden von dem Aufgeber bezahlt und in klingender Münze erhoben. Eine einfache Depesche darf 15 Worte enthalten, nämlich 5 Worte mit 25 oder mehr Buchstaben in der Adresse, welche nicht taxirt werden, und 10 Worte mit 50 oder weniger Buchstaben im Texte der Depesche. Die für die Adresse bewilligten gebührenfreien Worte können nur für den Namen des Aufgebers, des Adressaten, des Aufgabe- und Adressortes und allenfalls für das Datum benützt werden. Bei Depeschen nach Nordamerika ist es rathsam, sich der englischen Sprache zu bedienen. Dass die Kabelgesellschaft mit dieser neuerlichen Ermässigung ihres Tarifes kein schlechtes Geschäft gemacht hat, ergibt sich daraus, dass das Kabel in den 22 ersten Tagen dieses Monates ein durchschnittliches Bruttoer- gebniss von 1262 Pfund Sterling per Tag abgeworfen hat, was gegenüber der gleichen Periode des Vorjahres, als noeh der ältere Tarif galt, eine Mehreinnahme von 517 Pf. St. per Tag beträgt. (Die Belüftung der electro-semaphori- SChen Telegraphen) ist von der französischen Verwaltung durch eine eigene Instruction geregelt worden, welche auch den übrigen Staaten in der Absicht zur Annahme empfohlen wurde, die Correspondenz mit den in See befindlichen Schiffen auch für den internationale» Verkehr nutzbringend zu machen. Die Staaten, welche diese Instruktion bis nun angenommen u»d bereits am 1. Jänner d. J. in Ausführung gebracht haben, sind: Baden, Baiern, Belgien, Dänemark, Italien, der Kirchenstaat, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Portugal, Schweden, di» Schweiz, Spanien und Württemberg. England, Oesterreich, Preussen, Russland und die Türkei haben die betreffenden Vorschläge Frankreichs entweder noch nicht accep- tirt, oder noch nicht beantwortet. Allerlei. (Der Telegraph vor zwanzig Jahren.) Der nachstehende Artikel der Brünner-Zeitung vom 8. Oktober 1846, welcher uns durch die freundliche Bereitwilligkeit eines unserer Herrn Leser mitgetheilt wurde, ist zu bezeichnend für di» Anschauung, di« man hinsichtlich des Telegra- ‘ phen noch vor kaum zwei Dezenien hatte, als ] dass wir dessen Reproduciruug unterlassen konnten. Derselbe lautet wie folgt: j „Der electro-magneti sc he Telegraph* ! von dem man so viel Rühmens macht, will sich | noch immer nicht practisch bewähren. — In Russland bedauert mau nicht so sehr die darauf verwandten grossen Kosten, als dass man sich hinsichtlich der gehofften Erfolge völlig täuschte. | Genauer Erkundigung zufolge erfährt man, dass jener Telegraph auch in England und Frankreich bei Eisenbahnen nur dasjenige sehr unvollkommen leistet, wozu man früher viel zweckmässiger optische Signal Vorrichtungen gebrauchte. Diese bestanden nämlich in einer Art Telegraphen, mit denen man nur wenige Signale machte, über deren Bedeutung vorher Verabredungen getroffen waren. Während man sich nun hier bei uns erzählt, dass der electro-magne- tische Telegraph in Amerika ganze Parlamentsreden in einem Moment Hunderte von Meilen befördert, ist man mit der Sache in Wahrheit auch dort nicht weiter, wie bei uns; jedoch gibt man die Hoffnung nicht auf, damit za Staude zu kommen, da, wie man dort versichert, in Europa fast alle Städte und Dörfer durch electro - magnetische Drähte verbunden wären und man sogar nahe daran sei, durch selbige fruchtbaren Regen und gesegnete Zeiten direkt vom Himmel herab zu holen. Ein aus der Washington-Union in denNew- York Herald und in andere amerikanische Zeitungen übergegangener Artikel bezeugt, in welcher Weise man sein Publicum damit belustigt. Derselbe enthält unter Anderen folgendes Gespräch zwischen den TelegraphenstationenWas- hington, Baltimore, Philadelphia und New-York: Philadelphia. Wer spricht da? Washington. Wenn ihr von allen Weitenden | zugleich schreit, so kann man sein eigenes Wort nicht hören. Philadelphia. Washington, was soll das heissen? Wart, mit Dir habe ich noch ein Hün- chen zu pflücken. I Baltimore. Philadelphia, halte Frieden und sage New-York, er solle mich klecksen (to write dots) lassen. Philadelphia. Ja, warte eia wenig. New- York! sage an Washington, dass er kleckse. New-York. Ja! Ja! Washington, kleckse mal! (Washingtonkleckst.) So,das ist gut; nun habe ich Dich gefasst. Washington. Versteht Ihr jetzt, was ich schreibe ? New-York, da wohl. Washington. Habt Ihr Professor Morsen’» Auftrag für seine Tochter erhalten? New-York. Ja wohl, vorgestern werde ich kommen. Nachdem nun die Washington-Union de* Telegraphen noch einige nicht gut zu übersetzende Lokalwitze reissen lässt, versichert si# schliesslich, dass die Ausführung obiger Seen# etwa nur ein Tausendtheil von der Zeit ausgefüllt habe, deren man bedurfte, um die schriftlich# Mittheilung davon zu lesen. Der Electro-Magnetismus ist allerdings ein für die Naturwissenschaft wichtiger Gegenstand, eben desshalb aber ist zu beklagen, dass mit demselben vielfältig eine Charlatanerie getrieben und Hoffnungen erregt werden, die nicht zu re- alisiren sind.“ Personal-Nachrichten. Auszeichnung: Der k. k. Staats-Telegraphen-Direktor Carl Brunner- Wattenwyl erhielt das Coxnthurkreuz 2. Classe des königl. sächsischen Albrechts-Ordens; die k. k. Telegraphen-Iuspektoren Gustav Kailinger von Aspernkauipf und Dr. Hermann Ulitzcr, sowie der k. k. Telegraphen-Commissär Adolf Klar, das Ritterkreuz desselben Ordens. Aenderangen imstande derk. k. undk. ung. Staats-Telegraphen- Beamten in d#r Zeit von i. November 1867 bis 3i. Jänner i868. Ernennungen: Zum Obertelegraphisten: Julius Oberkamp, II. Classe, in Essegg. — 20 Zu Telegraphisten: Erster Classe. Josef flaadl, in Gross-Kanizsa. Alexander Mailuiowitz, in Neusatz. Josef Rauchecker, in Gross-Kanizsa. Julius Cllczny, in Wien. Zweiter Classe. Medard Dutkiericz, in Temesvar. Alexander Hampel, in Pest. Anton Sturz, in Metkovich, Dritter Classe. Alois ßutterscbiuidt, in Szegedin. Constantin Cslniponeriu, in Pest. Paul Csornay, in Neutra. Koloman Dektts, in Hermannstadt. Stefan Divis, in Debrezin. Martin Döruer, in Temesvar (Fabrik.) Stephan Fuhrmann, in Nyiregyhaza. Johann Gadzinsky, in Agram. Ludwig Gaill, in Botzen. Franz Gelszberg, in Kascbau. Adolf Goldstein, in Pest. Carl Grandpierre, in Temesvar. Alexander Greisiger, in Temesvar. Mirkva Häuter, in Pest. David Hever, in Szegedin. Julius Horny, in Pest. Andreas Hübel, in Trencsin. Augustin Isztl, in Temesvar. Stefan lvanovitz, in Grosswardein. Georg Ixncr, in Temesvar. Gustav Jeucy, in Pressburg. Aithal v. Kaminski, in Agram. Nikolaus v. Kaminski, in Essegg. Eugen Kern, in Pest, Ludwig Koncz, in Klausenburg. Carl Krancz-Karweczky, in Arad. Anton Kritzinger, in Agram. Josef Lindenbach, in Temesvar. Georg Liuba, in Pest. Carl Luft, in Pest. Albert Marczel, in Raab. Josef Mayer, in Debreczin. Constantin Michel, in Temesvar. August Minich, in Temesvar. Josef Morell, in Temesvar. Kolomann Nagy, in Grosswardein. Paul Nemeth, in Stuhlweissenburg. Johann Nikel, in Gran. Peter Opris, in Arad. Johann Orphauides, in Marmaros-Szigetb. Johann Pakozdy, in Ofen. Friedrich Peczko, in Tokaj. Paul Privigyei, in Temesvar. Stefan Pulmaan, in Pest. Eugen Rimaneczy, in Pest. Salomon Rindauer, in Pest. Jakob Roth, in Temesvar. August Seeligmann, in Gross-Kanizsa. G6za Selmeczy, in Pest. Jakob Settel, in Pest. Rudolf Sternad, in Pest. Rudolf Szeitl, in Temesvar. Georg Szerb v. Kuviu, in Pest. Carl Tagleicht, in Neusatz. Josef Tallian, in Temesvar. Dionys Török, in Csaba. Ladislaus Yilstnsky, in Temesvar. Emerich Yitälyos, in Hermannstadt. Anton Waczulik, in Temesvar. Gabriel Weinberger, in Temesvar- Wilhelm Würzler, in Pest. Versetzungen: Obertelegraphist: von: nach: Markus Cociaucig Klagenfurt Triest. Johann Haller Temesvar Botzen. Franz Kwapil Szolnok Wien. Cyprian Müller Neusatz Wien. Julius Oeilacher Wien Meran. Alois Ozlberger Kronstadt Wien. Carl Plisuier Pisino Triest. Arnold Riedl Klagenfurt Triest. Johann Ruziczka Carlsburg Kronstadt. Josef Sehmid Linz Vöslau. Josef Schwagcrl Graz Klagenfurt. Adolf Vukevic Wien Agram. Eduard Wagner Trencsin Wien. Josef Weczerulk Rovigno Agram. Telegraphisten: von: nach: Ignaz Achleitner Wien Triest. Josef Autauer Wien Graz. Josef Biemann Kaschau Wien. Michael Berkic Vukovar Ottocac. Adolf Roser Raab Wien. Franz Brauner Szamos-Ujvar Carlsburg. Anton Brinke Aussig Innsbruck. Vincenz Burzminski Lemberg Krakau. Klemens Coguitz Cormons Görz. Heinrich Corte Triest Pola. Heinrich Bischer Triest Semlin. Medard Dutkiewiez Temesvar Kaschau. Ignaz Eckstoin Pest Wien. Wilhelm Eichler Lemberg Graz. Julius Epp Semlin Wien. Peter Fabris Zara Triest, Maximilian Fuchs Pest Innsbruck. Anton Gassner Pest Wien. Si Hugo Gerkert Botzen Szatno8*Ujvar. Franz Glasovatz Temesvar Ofen. Johann Gmeinder Feldkirch Bregenz. Carl Graudplerre Temtsvar Klausenburg Eduard Granfeld Wien Semlin. Franz Grissbach Triest Reichenberg. Friedrich Haas Triest Wien. Franz Himmel Csaba Aussig. Oswald t. Hörmauu Botzen Innsbruck. Eduard Herr Triest Wien. Josef Rareis Pressburg Wien. Theodor Reinpf v. flartenkampf Klausenburg Wien. Josef König Graz Wien. Benno Krutta Essegg Prag. Anton Lukesle Prerau Josefstadt. Franz Mathfascfaits Szegedin Graz. Anton Matzner Reichenberg Wien. Johann Nahrhaft Josefstadt Prag. Franz Nctusii Krakau Tarnow. Adolf Niedentha) Erlau Hermannstadt. Josef Obrtel Pest Prerau. Carl Opi Raab Wien. Johann Orpbanides Marmaros-Szig. Pest. Anton Ortlieb Gran Innsbruck. Johann Ladislaus v. Paraskovieh Lemberg Wien. Heinrich Pierl Essegg Aussig. Victor Piskorsch Pest Triest. Heinrich Postei Grosswardein Linz. Friedrich Prem Reichenberg Brünn. Stefan Pulmann Pest Marmaros-Szigeth. Carl Rezac Böhm: Leipa Aussig. Wilhelm Richter Prag Bodenbach. Josef Ronzal Kaschau Wien. Carl Schiffner Aussig Böhm. Leipa. Josef Sehneider Pest Kalocsa. Norbert Schneider Wien Raab. Carl Schubert Essegg Temesvar. Jos. Scbuster-Rastuer Sign Zara. Josef Seegncr Agram Vukovar. David Sokal Gr. Kanizsa Agram. Philipp Sticglehncr Bregenz Feldkirch. Peter Stoff Hermannstadt Erlau. Crispin Swoboda Prag Znaim. Rudolf Szeitl Temesvar Pest. Albert Tenschl Pola Pisino. Anton Thomas Wien Essegg. Anton Walter Ofen Szolnok. Georg Wauitschek Szegedin Reichenberg. Leop. Westermayer Metkovich Sign. Aurel Zornberg, Freiherr v. Dallwitz Agram Gr. Kanizsa. Pension] mögen: Direktion»- Bath Engelbert Matzenauer inWien. Obertelegraphist Wenzel Hnnt in Tarnow. Verzichtleistung: Obertelegraphist II. Classe Nikolaus Zébrer in Bodenbach. Dienstes-Enthebung : Telegraphist III. Classe Franz Wiesner in Wien. Sterbefall: Obertelegraphist Josef Wurzlnger in Triest. Telegraphist Carl Schaffer in Brünn. Xn Soeben ist erschienen der zweite und dritte Theil der neuen, aus 4 Blättern bestehenden Karte des österreichischen Telegraphennetzes. Auf Grund ämtlicher Quellen gezeichnet von F. Eggenthaler. Herausgeber und Verleger L. J. Wolschitz, Margarethenstrasse Nr. 7. Wien 1867. Diese Karte ist 30 Zoll hoch, 40 Zoll breit, enthält alle Staats- und Eisenbahn-Telegraphen- Leitungen und Stationen des österreichischen Kaiserstaates, sowie die genaue Bezeichnung der Gattung, Dienstzeit und Apparat-Einschaltung der einzelnen Stationen nach dem gegenwärtigen Stande derselben. Sie erscheint in 4 Lieferungen, von denen die letzte in 14 Tagen ausgegeben werden wird. Der Preis beträgt mit portofreier Zusendung für alle 4 Lieferungen und zwar: für ein nicht colorirtes Exemplar 1 fl. 60 kr. „ „ colorirtes „ . . 2 „ — „ „ „ colorirtes und auf Leinwand aufgezogenes Exemplar.3 * 60 „ Jede Lieferung kann auch einzeln bezogen werden. Bei Versendung auf Rollen wird das Porto besonders berechnet. Der Hughes’sGhe Typendrack-Apparat von Dr. J. Stark. Separat-Abdruck aus der Zeitschrift „Das Telegramm.“ Preis I fl. ö. W. Die Broschüre erscheint im Formate obiger Zeitschrift, beiläufig 47 2 Druckbogen stark, mit 6 grossen Tafeln, welche die vordere, obere und perspectivische Ansicht des Apparates und seiner : Details enthalten, und kann durch die Expedition I dieses Blattes sofort bezogen werden. Für Telegraphen ■ Amtsleiter und Prüfungs-Candidaten. Von der „Instruktion über die Zusammenstellung der Schemata für Telegraphen-Stationen“ mit 30 Tafeln schematischer Abbildungen in Quart sind Exemplare zu dem Preise von SO kr. Oe. W. zu beziehen durch die Redaktion des „Telegramm.“ Die Zusendung in die Provinzen franco gegen Einsendung des Betrages. eiopSen"Teiegraphemietzes mit Angabe der Hauptverbindungen und Anschlusspunkte der internationalen Linien. Herausgegeben von L. J. Wolschitz. WIEN, 1867. Die Karte ist 12 Zoll hoch und 18 Zoll breit. Bestellungen übernimmt die Expedition dieser Zeitschrift. Preis eines colorirten Exemplares: 33 kr Oe W. „ „ nicht colorirten 25 „ „ Erschienen ist der Personal-Status der k. k. u. k. ung. Staats-Telegraphen-Anstalt. Herausgegehen im Selbstverläge vom k. k. Obertelegraphisten Carl Rosmanith. •Der Status ist bis Schluss des Jahres 1867 richtig gestellt und enthält das vollständige Verzeichniss sämmtlicher Beamten und Diener sowohl der k. k. als auch der k. ung. Staats-Telegraphen- Anstalt in abgesonderten Rubriken, die Bezeichnung der Amtsleiter und Stationsaufseher, der bewilligten höheren Diätenclassen und die von so vielen Beamten und Dienern erworbenen Auszeichnungen. Der Preis eines Exemplars beträgt 50 kr. Oe. W. Wir erlauben uns hiermit zur M* «• J% am mm. ■■■ auf den II. Jahrgang des Fachblattes: „Organ für Telegraphenwesen“ ganz ergebenst oinzuladen. Das Telegramm erscheint am 15. und letzten eines jeden Monates und kostet für Wien: vierteljährig 1 fl., halbjährig 2 fl., ganzjährig 4 fl.; für die Provinz: vierteljährig i fl. 20 kr., halbjährig 2 fl. 40 kr., ganzjährig 4 fl. 60 kr. Abonnements werden angenommen in Wien, Margarethenstrasse Nr. 7. Indem wir das Abonnement auf den 2. Jahrgang dieser Zeitschrift eröffnen, erlauben wir uns zur gefälligen Beachtung bekannt zu geben, dass die zeitweiligen in der Ausgabe der Nummern des 1. Jahrganges vorgekommenen Verspätungen durch mehrere unvorhergesehene, von uns unabhängige Zufälle, wozu insbesondere die verzögerte Herstellung der zur Beschreibung des Hughes’schen Typentelegraphen gehörenden Tafeln, dann andauernde Kränklichkeit des Herausgebers gehören, herbeigeführt worden sind, und dass wir beschlossen haben, den 1. Jahrgang mit Blatt Nr. 12 abzuschliessen, um das regelmässige Erscheinen des 2. Jahrganges nicht zu beirren. Hiernach stellt sich der Preis des 1. Jahrganges für Wien auf 2 fl. und für die Provinz auf 2 fl. 40 kr. Den Herren Abonnenten werden die eingezahlten Mehrbeträge auf Rechnung des 2. Jahrganges gut geschrieben und das Inhaltsverzeichniss und Titelblatt zum 1. Jahrgang demnächst nachgesendet werden. Gleichzeitig mit dieser Anzeige geben wir die Versicherung, dass wir die nöthigen Vorkehrungen getroffen haben, um in der Ausgabe unseres Blattes keine Unterbrechung fernerhin eintreten zu lassen. Wir empfehlen desshalb unser junges Unternehmen, das wir nur im öffentlichen Interesse ins Leben gerufen haben und auch künftighin unabhängig erhalten werden, der gütigen Berücksichtigung unserer freundlichen Leser, indem wir beifügen, dass die nächsten Nummern unter anderen Artikeln auch folgende enthalten werden: 1. Die Telegraphie auf der Pariser Industrieausstellung nach Berichten deutscher, englischer und französischer Fachmänner, 2 . Aufgaben aus der Electricitätslehre, 3 die internationale Wiener Telegraphen-Conferenz, deren Verhandlungenundßeschlüsse u. s. f. Anmerkung. Oer i. Jahrgang des Telegramm ist für neu eintreteude Abonnenten, so weit der Vorrath reicht, um den herabgesetzten Preis von 1 fl» 50 kr. zu beziehen» Druck von F. B, Geitier, Albrechtgasse 4, in Wien.