Nr. 4. Wien, den 29. Februar 1868. 11. Jahrgang.' DAS TELEGRAMM. ORGAN FÜR TELEGRAPHENWESEN. Eigenthümer, Verleger und verantwortlicher Redacteur: L. J. Wolschitz. Redaction: Maigarethenstrasse Nr. 7. Alle Zuschriften sind portofrei an die Redaction zu richten. Unfrankirte Briefe werden nicht angenommen und Manuscripte nicht zurückgestellt. Inserate werden mit 10 kr. österr. W. für die zweispaltige Petitzeile berechnet. Abonnements : Das „Telegramm“ erscheint am 15. u letzten eines jeden Monats. für Wien: vierteljährig 1 fl.,halbjährig 2 fl., * ganzjährig 4 fl. österr. W.; für die Provinz: vierteljährig 1 fl. 20 kr., halbjährig 2 fl. 40 kr., ganzjährig 4 fl. 60 kr. Abonnements werden angenommen bei der Expedition, Margarethenstrasse Nr. 7. Inhalt. Text: Eröffnung neuer österreichischer Telegra- phen-Stationen. — Der Telegraph aut der Pariser Industrie-Ausstellung im Jahre 1867. (Fortsetzung.) — Ein Besuch auf der amerikanischen Telegraphen - Station Heart’s Content. — Der Telegraphen - Apparat Bergmüller. — Aufgaben aus der Elektri- citätslehre (Fortsetzung). — Organisation des Telegraphendienstes in Paris. — Das Telegraphenwesen in Oesterreich (Fortsetzung). — Rundschau/— Personal-Nachrichten. — Briefkasten der Redaktion. — Inserate. Eröffnung neuer österreichischer Telegraphen-Stationen. In der Zeit vom 15. bis 29. Februar 1868: Mikulince (L) in Galizien. L bedeutet: beschränkter Tagdienst. Der Telegraph auf der Pariser Industrie-Ausstellung im Jahre 1867. Nach Berichten deutscher, englischer und französischer Fachmänner. Von C. Rosmanith, k. k. Obertelegraphisten. (Fortsetzung.) II. Unterirdische Leitungen. In grossen Städten muss die telegraphische Beförderung ganz besonderen Bedingungen genügen. Die Centralstation muss direct mit einer Menge von FUialsta- tionen, mit den verschiedenen Ministerien und den vorzüglichsten öffentlichen Gebäuden in Verbindung stehen. Dieses durchaus locale Netz erfordert die Spannung einer beträchtlichen und täglich wachsenden Anzahl von Metalldrähten, so dass es nachgerade unmöglich wird, dieselben über die Dächer der Häuser, über die Strassen, Plätze und öffentlichen Gärten zu ziehen. Die Sicherheit und Regelmässigkeit des Dienstes verlangt, dass die Luftleitungen in grossen Städten durch unterirdische Linien ersetzt werden, die derart eingerichtet sind, dass sie im Falle des Bedarfes leicht untersucht und ausgebessert werden können. Fast in allen Ländern wurden Versuche in dieser Richtung bereits angestellt. Mit Kautschuk oder Guttapercha umhüllte Kupferdrähte, die parallel laufend entweder in Röhren von Sandstein, Holz oder Gusseisen oder zwischen Sandschichten unmittelbar in die Erde versenkt wurden, ergaben keine günstigen Resultate; die isolirende Umhüllung verdarb in kürzester Zeit und der Electricitätsverlust wurde so beträcblieb, dass er nicht blos die Correspondenz erschwerte, sondern sie selbst unmöglich machte. Die in Paris mit parallel in Gräben gezogenen und in Asphaltblöcke ein- 50 gelassenen Eisendrähten hergestellten Leitungen haben den auf sie gesetzten Erwartungen ebensowenig entsprochen, als die mit Guttapercha umhüllten, und mit getheerten Hanfe umsponnenen Metalldrähte, die sodann in Schutzblöcke von Mörtel bald einzeln bald zu Kabeln vereinigt eingelassen waren. Erst in den letzten Jahren wurde dieses wichtige Problem endlich auf eine vollkommene und zufriedenstellende Weise von dem französischen Telegraphen-Inspector Baron gelöst, dessen unterirdische Kabel von der Fabrik Rattier & Comp, ausgestellt wurden. Diese Kabel bestehen aus Kupferdrähten mit mehrfachem Guttapercha- Ueberzuge. Jeder isolirte Draht wird mit theergetränkter Baumwolle übersponnen, dann eine Anzahl bis zu sieben Drähten in ein Kabel verseilt und dieses schliesslich nochmals mit einer dicken Hülle aus getheertem Hanfe bekleidet. In Paris ist die Mehrzahl der unterirdischen Leitungen an den Wölbungen der Kanäle aufgehängt ; die Kabel sind zum Schutze gegen zufällige Beschädigungen mit einer Bleihülle umgeben. Dieselben Kabel werden auch von Eisenbahngesellschaften in Tunnelen verwendet. In jenen Fällen, wo die Kabel in cMe Erde gelegt werden müssen, werden dieselben durch gusseiserne Röhren (6—12 Centimeter innerer Durchmesser) gezogen, in welchen von 50 Millimeter zu 50 Millimeter eine Unterbrechung von 50 Centimeter Länge zur Untersuchung und Ausbesserung der Kabel gelassen wird. Die Unterbrechungsstelle ist mit einem Muffe von 1 Millimeter Länge bedeckt, welcher sich auf den an- stossenden Röhrenenden verschieben lässt und nach beendeter Untersuchung des Kabels wasserdicht aufgekittet wird. Kabel dieser Art (der Preis eines Kilometers beträgt gegen 3000 Francs) finden in Frankreich für die Herstellungen von unterirdischen Telegraphenleitungen in grösseren Städten wie Bordeaux, Marseille, Lyon, Havre, Rouen, Lille etc. ausschliesslich Anwendung und sind auch in grösseren Städten anderer Länder, in Zürich und Kopenhagen etc. in Gebrauch genommen worden. Machabée in Paris stellte Drähte aus, die mit einem von ihm erfundenen, seiner Zusammensetzung nach geheimgehaltenen Kitte überzogen sind und äusserlich den gewöhnlichen Guttaperchadrähten sehr ähnlich sehen. Der erwähnte Kitt, dessen Preis 180 Francs für 100 Kilogramm beträgt, soll die doppelte Eigenschaft besitzen, mit ihm überzogene Gegenstände (Mauern, Metalle, Holz etc.) vor den Einflüssen der Feuchtigkeit zu schützen, und ein jf absoluter ^ Isolator für Telegraphendrähte zu sein. Auf diese Weise präpa- rirte Drähte sollen zugleich in freier Luft, im Meerwasser, unter Schnee und in hohen Kältegraden unveränderlich sein ; doch liegen keine genaueren Erfahrungsdaten über ihre Verwendung als Leitungsdrähte vor. Léon Delperdange aus Brüssel brachte Muster von Röhren zur Ausstellung, wie solche in Belgien für unterirdische Leitungen gebraucht werden. Sie sind aus Schmiedeisen, mit einem 3 / 4 Zoll breiten Schlitz an der oberen Längenseite versehen, durch welche die Kabel in die Röhre gebracht werden können. Sobald dies geschehen, wird ein ^ förmiges Eisen bb (Fig. I, Taf. I) *), welches unten breiter ist als der Schlitz, in diesen geschoben und darauf mittelst drei eisernen Keilen ce, welche durch die Löcher in der oberen Rippe des jq förmigen Eisens gehen, befestigt. Der Raum ober dem letzteren bis zur Peripherie der Röhre wird mit einem wasserdichten Cernent ausgefüllt, welcher einen vollständigen Verschluss herstellt *) Taf. I folgt mit der nächsten Nummer. 51 und jederzeit mit einem Meissei entfernt werden kann, wenn die Kabel herausgenommen und untersucht werden sollen. An gewissen Stellen sind Untersuchungskästen angebracht. Donald Nicoll aus Kilburn will die nöthige Anzahl blanker Kupferdrähte, die vorher alle i/ a Zoll von einander parallel unter sich ausgespannt werden, und mit grobem wohlgetrocknetem Hanfe bedeckt sind, in parallelepipedische Asphaltblöcke von etwa 5 Millimeter Länge einlassen und diese Blöcke in fertigem Zustande aus der Fabrik an Ort und Stelle transpor- tiren. Die an beiden Enden eines jeden Blockes ungefähr einen Zoll vorstehenden verzinnten Drähte werden bei der Legung mit denen der Nachbarblöcke dadurch verbunden, dass die Drahtenden der einen Seite des Blockes spiralförmig gedreht sind und eine Höhlung bilden, in welche die geraden Enden des anderen Blockes hineingeschoben und mittelst Anwendung eines heissen Löthkolbens vollkommen verbunden werden • die Verbindungsstellen werden sodann ebenfalls mit Asphalt geschlossen. Obwohl nach der Angabe dieses Ausstellers das Legen, Verbinden etc. dieser Blöcke weniger Zeit in Anspruch nehmen soll, als die Errichtung einer gleich langen Luftlinie, und obwohl der englische Berichterstatter sich von der Anwendung dieses Systemes die günstigsten Resultate verspricht, so kann doch, abgesehen von den schlimmen Erfahrungen, welche die französische Telegraphenverwaltung bei der Verwendung des Asphaltes als Isolirungsmittel gemacht hat, die ungemein gesteigerte Anzahl der Verbindungsstellen keineswegs als Empfehlung desselben betrachtet werden. Die von Holzmann in Amsterdam ausgestellten Proben unterirdischer Leitungen sind dem eben beschriebenen ziemlich ähnlich. Die einzelnen Drähte werden durch Glasstützen von einander entfernt gehalten und ebenfalls in Asphaltblöcke eingegossen. Eine halbe Meile dieser Leitung ist zwischen Amsterdam und Abcoude in Verwendung und soll sehr gute Dienste leisten. (Fortsetzung folgt.) Ein Besuch auf der amerikanischen Telegraphen-Station Heartf s Content. Wir haben schon einmal die Functionen und Apparate der transatlantischen Kabelleitung besprochen; da jedoch Alles, was zum Betriebe dieser immensen Telegraphenlinie gehört, lebhaftes Interesse erregt, so nehmen wir keinen Anstand noch einmal auf diesen Gegenstand zurückzukommen. Es ist bekannt, dass das Kabel jenseits des Meeres an einem Orte ausläuft, welcher auf der Insel Neufoundland gelegen ist, und Hearts Content genannt wird. Die Station Hearts Content besteht aus zwei Bureaux, wovon das eine für den Kabeldienst, das andere für den Dienst der Landlinie bestimmt ist. Auf dieser Station amtiren 3 Directoren und 15 Beamte, welche, in drei Gruppen getheilt, sich der Reihe nach im Dienste von acht zu acht Stunden untereinander ablösen. Aus dem Kabel-Bureau werden die Depeschen in das Bureau der Landlinie getragen, wo sie, um die Genauigkeit ihrer Beförderung zu verifiziren, einer sorgfältigen Controle unterzogen werden. Neben dem Hauptbureau befindetsich eine sogenannte Camera obscura von sechs Schuh Länge und zwei Schuh Breite. In dieser dunklen Kammer ist nichts als ein kleiner unbeweglicher Lichtstrahl zu bemerken, welcher einen an der Wand befestigten Papierstreifen trifit; und zwar ruht dieser Lichtstrahl auf einer schwarzen Linie, die durch die Mitte des Streift tens gezogen ist. Man vergegenwärtige sich den Lichtstrahl, welchen die Laterna magica auf einen Ofenschirm wirft, und man wird eine genaue Vorstellung von dem erhalten, was in dem Saale, welchen wir im Augenblick betreten, vorgeht. Wir vernehmen das Geräusch eines Manipulators, welcher im anstossenden Zimmer soeben eine Depesche nach Irland abgibt. Auf einmal ist der Lichtstrahl in der lebhaftesten Bewegung, er verschwindet und erscheint mit Blitzesschnelle, während eine Stimme den Sinn dieser Bewegungen in deutlich vernehmbaren Worten und Sätzen wiedergibt, die von den Beamten des anderen Saales gleichzeitig in Heften niedergeschrieben werden. Wir wollen nun versuchen, dem Leser eine kurze Beschreibung des Apparates zu geben. Zuerst besprechen wir den Receptor, welcher aus einer Spule besteht, die ähnlich der des Galvanometers mit einem Drahte umgeben ist. Quer durch das Innere der Spule geht in einer gewissen Länge ein metallener Cylinder, an dessen Ende ein kleiner Spiegel mittelst eines dünnen seidenen Fadens aufgehängt ist. An der äusseren Seite dieses Spiegels ist in horizontaler Lage ein Magnet von sehr kleiner Dimension befestigt, welcher sammt Spiegel ungefähr den dritten Theil eines Grans wiegt. Vier Schuh von der Spule entfernt befindet sich ein hölzernes Tafelwerk, in dessen Mitte eine Oeffhung angebracht ist, durch welche die Strahlen einer Lampe gehen, um sich auf dem Spiegel zu vereinigen, und von diesem auf den Papierstreifen reflectirt zu werden, den wir oben besprochen haben. Der Manipulator, dessen Construction übrigens ausserordentlich complicirt ist, gestattet den electrischen Strom zu wechseln, sowie auch theilweise die intensiven Ströme zu neutralisiren, welche in diesem 3000 Kilometer langen Conductor entstehen, und die Wirkung der ursprünglichen Emission abschwächen würden. Man wird nun begreifen, was hier vorgeht, wenn das Bureau zu Valencia ein Signal abgibt. Der in der Spule zu Hearts Content befindliche Magnet erleidet sofort eine Anziehung, zieht den Spiegel mit und macht in Folge dessen den Lichtstrahl von der einen Seite der auf dem Papier gezogenen schwarzen Linie verschwinden. Ein entgegengesetzter Strom bringt eine entgegengesetzte Wirkung auf dem Papiere hervor. Die erste dieser Bewegungen bedeutet nun z. B. den Strich, die zweite den Punkt. Man erhält auf diese Weise ähnliche Combinationen wie beim System Morse. Die Beamten dechiffriren dieses sonderbare Alphabet mit solcher Geschwindigkeit, dass sie 20 Worte per Minute zu lesen im Stande sind. Das Nordlicht entwickelt oft so heftige electrische Strömungen, dass die Transmission sehr erschwert wird. Diesem Uebelstande ist theilweise mittelst Anwendung besonderer Magnete abgeholfen. Oft würden die unterseeischen Con- ductoren unter der Gewalt eines zu mächtigen Stromes zum Schmelzen gebracht werden, wie dies dem Kabel von 1858 widerfahren ist. Um dieser Gefahr vorzubeugen, hat der geschickte Ingenieur der Gesellschaft, Herr Dickinson einen Apparat construirt, welchen er Electrothermo- pile nennt und in dessen Zusammensetzung Wismuth und Antimonium treten. Dieser Apparat erlaubt die Intensität des Stromes nach Willkür zu erhöhen oder zu vermindern. Der Electometer ist ein anderer Apparat, mittelst dessen Hilfe man ziemlich genau den Ort zu bestimmen vermag, wo sich ein Unfall ereignet hat. Es erübrigt uns noch das Reservoir zu besprechen, welches sich in einem- Schoppen befindet. Dieses Reservoir enthält ein Kabelstück von ungefähr 20 Meilen Länge für die tiefen Wässer, und 20 Meilen Kabel, welche für die Küste bestimmt sind. Diese Conductoren können nach Belieben jeden Augenblick versenkt werden. Man sorgt dafür, dass dieser Wasserbehälter beständig mit Meerwasser gefüllt ist, in welchem folglich die Kabel ruhen. Die Erfahrung hat gelehrt, dass die unterseeischen Linien um so besser fungi- ren, je tiefer die Wässer, worin sie versenkt sind, und andererseits, dass das Salzwasser die Eigenschaft besitzt, Guttapercha zu erhärten und solchermassen vor Unfällen zu sichern, welche durch die Reibung entstehen können. Man sieht nun aus dem Gesagten, welche Vorsichtsmassregeln die Gesellschaft anwendet, um die Erhaltung und den regelmässigen Dienst des Kabels zu sichern. Die fortgesetzten Bemühungen des Herrn Cyrus haben ihre Früchte getragen. Eine Erfahrung von 2 Jahren hat seine Yorhersagungen bestätigt und tausend Einwürfen ein Dementi gegeben, welche furchtsame Geister gegen das Pro- ject des berühmten Amerikaners erhoben haben. Zweimal allerdings war das Kabel von 1866 unterbrochen, aber der Verkehr zwischen beiden Welttheilen stand nicht einen Augenblick still, denn das zweite Kabel war zur Hand und fungirte in vollkommener Ordnung. Neue Massregeln wurden ergriffen, um so viel als möglich der Rückkehr ähnlicher Unfälle zu begegnen. Wir wünschen herzlichst, dass diese Massnahmen wirksam seien, und fürder nichts mehr geschähe, was den Erfolg einer der schönsten und kühnsten Unternehmungen des Jahrhunderts gefährden könnte. Der Telegraphen-Apparat Bergmüller. Wir entnehmen dem Constitutionei und dem Journal des Télégraphes folgende Beschreibung des Bergmüller’schen Localtelegraphen, dessen wir in Nr. 5, Jahrgang 1867 unseres Blattes Erwähnung ge- than haben : Bei der Pariser Weltausstellung sind in der österreichischen Abtheilung einige Telegraphen ausgestellt, welche die Aufmerksamkeit des Publicums lebhaft an- ziehen. Der Eine ist im Sockel eines Gas- candelabers von natürlicher Grösse, der in allen seinen Theilen jenen ähnlich ist, welche auf unseren Strassen und Plätzen die Gaslaternen tragen, und der andere an einer Mauerecke angebracht. Diese Telegraphen haben einen besonderen , später ersichtlich werdenden Zweck ; sie sind von ganz neuer Construction und von merkwürdiger Einfachheit, so dass sie auch von jenen Personen, denen die Behandlung telegraphischer Apparate ganz fremd ist, im Momente ohne jede Einübung in Thätigkeit gesetzt werden können. In der That, es genügt ein leichter Druck des Fingers, um einen solchen Telegraphen in Bewegung zu setzen. Mehr als Ein Besucher hat mit demselben telegraphirt und es war keiner unter ihnen, der, vom erzielten Erfolge überrascht, nicht die Frage stellte, warum man diese Telegraphen nicht schon längst in Frankreich und Oesterreich angewendet hat. Die Nützlichkeit der Erfindung ist augenscheinlich, und diese selbst ist würdig, inmitten der zahlreichen Merkwürdigkeiten des Marsfeldes berücksichtigt zu werden. Man weiss in Paqs besser, als irgend anderswo, wie wichtig es wäre, ein schnelles und unfehlbares Mittel zur Verfügung 54 zu Laben, um im Falle der Noth schnell Hilfe zu verlangen, den Beistand der Si- cherheitsorgane anzurufen, die Behörde von einem Unfall, welcher sich an diesem oder jenem Punkte der Stadt zugetragen hat, zu verständigen, oder den Ausbruch eines Feuers, den Einsturz irgend eines Objectes und ein anderes Unglück, es sei bereits geschehen oder erst zu befürchten, anzuzeigen. Wie vielen Unglücksfällen und oft unersetzlichen Verlusten könnte vorgebeugt werden, wenn die Hilfe nicht auf sich warten liesse, und wenn dieselbe vom Orte selbst, wo sie nothwendig ist, verlangt werden könnte. Dies ist eben der Zweck des von dem österreichischen Ingenieur, Adolf Ritter von Bergmüller, erfundenen Telegraphen. Derselbe wollte eine offenbare Lücke im öffentlichen Sicherheitsdienste ausfüllen, indem er einen Apparat erfand, der jederzeit zum Dienste bereit und geeignet ist, bei den leider so häufig vorkommenden Unglücksfällen in stark bevölkerten Städten das Alarmzeichen zu geben. Die am Marsfelde ausgestellten Apparate sind, wie wir bereits erwähnten, im Sockel eines Gascandelabers und an einer Mauerecke angebracht. Eine Thür öffnet sich in dem Sockel, und der Person, welche den Telegraphen benützen will, zeigt sich eine Tabelle, welche folgende Signalaufschriften enthält: Rauchfang- oder Zimmerfeuer , Magazin- oder Kellerfeuer, grosser Brand, Hilfe für Verunglückte, Passage-Hemmung, Hauseinsturz, Ueber- schwemmung, Rettungs-Apparate, Appell der Mannschaften, neue Hilfe oder Verstärkung u. s. f. Diese Anzeigen können je nach den localen Bedürfnissen, für ‘ welche Vorsorge getroffen werden soll, vermehrt oder abgeändert werden. Einer der sinnreichsten Mechanismen gestattet in der That die Vorbereitung einer Menge von Zeichen-Combinationen, wozu der Schlüssel der Centralstation, wo die Depesche empfangen werden soll, gegeben ist. Neben jedem Signal befindet sich ein Knopf oder eine Taste. Es genügt auf eine Taste zu drücken, um die Centralstation sofort von den Vorgängen zu benachrichtigen und von dort die verlangte Hilfe zu erhalten. Es gibt Niemanden , der in dieser Hinsicht nicht fähig wäre, sich des Berg- müller’schen Telegraphen im Momente zu bedienen. Man weiss in der Centralstation ohne weitere Correspondenz, von wo die Depesche abging, und wohin Mannschaft oder sonstige Hilfe zu entsenden ist; denn zur selben Zeit, als der Apparat in Folge des Drückens auf eine Taste das neben derselben stehende Signal telegraphirt, wird die Platznummer des telegraphiren- den Apparates im Centrale sichtbar, und zeigt die genaue Lage der Aufgabestation an. Es kann nicht geschehen, dass Depeschen, welche von zwei oder mehreren verschiedenen Punkten an die Centralstation zu gleicher Zeit telegraphirt werden, sich kreuzen oder verwirren; denn der Telegraph verweigert sogleich die Thätig- keit, wenn die Linie nicht frei ist; man muss dann warten, bis die angefangene Depesche fertig telegraphirt ist. Sobald diese telegraphische Correspondenz beendet ist, fängt der gesperrt gewesene Apparat von selbst an zu telegraphiren. Die Tragweite dieser Einrichtung ist einleuchtend. Eine im Apparat angebrachte Glocke benachrichtigt überdies durch einen Glockenschlag den Aufgeber von dem richtigen Anlangen seiner Anzeige in der Centralstation. Ein Irrthum ist unmöglich. An der inneren Seite der Thüre zu diesen Apparaten befindet sich eine sehr einfache und nützliche Instruction gedruckt, die wir hier anführen. Instruction. 1. Bevor man eine Depesche ab- schickt, muss man sehen , ob sich die Nadel bewegt. Bewegt sie sich oder hört man Glockenschläge, so muss man warten, und auf keine Taste drücken, bis die Glockenschläge aufgehört haben und die Nadel sich nicht mehr bewegt; denn diese Zeichen zeigen an, dass eine Depesche auf dem Wege ist. 2. a. Wenn die Nadel sich nicht bewegt, kann man eine Depesche abschicken , wenn man auf jene Taste leicht drückt, welche mit der abzuschickenden Depesche correspondirt. Die Taste bleibt so lange eingedrückt als die Depesche dauert, und sie nimmt erst dann ihre vorige Stellung wieder ein, wenn die Depesche abtelegraphirt ist. — b. Sobald die Taste hineingedrückt ist, fängt die Nadel an, sich zu bewegen. Ihre Bewegung hört auf, sobald die Depesche vollendet ist. Man kann sodann den Apparat schliessen. 3. a. Wenn man einen Glockenschlag hört, nachdem man eine Taste gedrückt hat, so ist dies das sichere Zeichen, dass gleichzeitig eine andere Depesche telegraphirt wurde, und dass der Apparat nicht frei ist. Ein zweiter Glockenschlag zeigt an, dass die Depesche telegraphirt wird. — b. Wenn beim Drücken einer Taste die Nadel des Apparates sich nicht bewegt, muss man die Klappe öffnen und auf den daselbst angebrachten Taster mehrere Male drücken. Alsbald wird sich die Nadel bewegen und die Depesche abgehen. In diesem Falle wird es gut sein, die mit der Depesche correspon* dirende Taste ein zweites Mal zu drücken. 4. Wenn man nach dem Drücken einer Taste mehrere auf einander folgende Glockenschläge hört, so zeigt die* an, dass zwei oder mehrere Personen zu gleicher Zeit auf verschiedenen Apparaten telegraphiren. In diesem Falle muss man abwarten, bis die Nadel in Ruhe ist, dann neuerdings die Depesche abschicken, indem man die Taste, wie oben bemerkt wurde, drückt. 5. Es wäre gut, wenn nach jeder Absendung einer Depesche der Apparat mit dem Schlüssel aufgezogen würde. Nehmen wir den Fall an, dass ein Apparat dieser Art in jedem Viertel einer grossen Stadt aufgestellt wäre. Das nächstbeste Sicherheitsorgan hätte somit einen mit unvergleichlicher Schnelligkeit laufenden Courier, welcher die Behörde benachrichtigt, was sich auf diesem oder jenem Punkte zuträgt, zu seiner Verfügung. Zeigt sich eine Feuersbrunst, entsteht ein Excess, schnell läuft man zum Candelaber und die Benachrichtigung ist fast eben so schnell angelangt als aufgö- geben; es ist das Werk von höchstens 15 Secunden. Der Druck auf die Taste, welche mit der Depesche des Tableaus übereinstimmt, genügt,um die gewöhnlichsten Vorkommnisse, welche sich vorhersehen lassen, anzuzeigen. Es ist schon ein wesentlicher Vortheil, dass man im Stande ist, eine schon vorbereitete Depesche abgehen zu lassen. Aber es können unvorhergesehene Fälle Vorkommen, z. B. wenn die gewöhnlichen Anzeigen ungenügend wären; wenn, nachdem die erste Anzeige geschehen, man mit dem Centralposten in eingehendere Correspondenz treten müsste; oder wenn man gezwungen wäre die Natur und Tragweite der Gefahr näher zu bestimmen, Befehle zu ertheilen oder andere dringende Nachrichten zu befördern. Derlei Fälle wurden vom Erfinder vorhergesehen. Indem man eine zweite Thüre, die hinter der ersten verborgen ist, öffnet, findet man zur Benützung einen Telegra- phen-Taster nach Morse’schem System, welcher die Absendung jeder beliebigen Depesche gestattet. Alsdann hat man einen gewöhnlichen Telegraphen zu seiner Verfügung. Es ist wohl wahr, dass man wenigstens eine Idee des Telegraphirens haben muss, um sich desselben zu bedienen. Aber die Erlernung würde nicht lange Zeit erfordern; unsere Polizei-Or- gane wären bald im Stande eine Depesche aufzugeben. Uebrigens dürfte man selten in die Lage kommen, von diesem ausser- gewöhnlichen Correspondenzmittel Gebrauch zu machen, und das Verdienst des Municipal-Telegraphen wird dadurch nicht verringert. (Fortsetzung folgt). Aufgaben aus der Electricitätslehre. Gesammelt und unter Angabe ihrer Lösungen mit- gelheilt von J. B. Winkler, k. k. Obertelegraphist. (Fortsetzung.) 8. Aufgabe. (Gegeben bei der Prüfung der Telegraphen-Aspi- ranten im Jahre 1868.) Wie verhält sich die Leitungsfähigkeit eines Eisendrahtes von der Länge 100' und dem Halbmesser l 1 /*'" zu der eines Eisendrahtes von der Länge 250' und dem Durchmesser 5'"? Lösung: Die Querschnitte der vorerwähnten Eisendrähte sind: Ui = 7-07, und q 3 = 19-63; daher deren reduzirte Längen: Li = und L 2 i 100 7-Ö7 ~ 280 " 191)3 14T4 . . . « 12-74 . . . Demnach verhalten sich die Leitungswiderstände r, und r 2 der gegebenen Drähte: r,: r 2 = L i: L a == 14*14:12*74 = 101:91 oder annäherungsweise wie 10 : 9. Da aber um das Verhältniss der Leitungsfähigkeiten (c t c a ) der Drähte gefragt wird, und die Leitungsfähigkeiten mehrerer Drähte sich umgekehrt wie deren Leitungswiderstände — oder was dasselbe ist, umgekehrt mit deren reduzirten Längen — verhalten, so folgt schliesslich aus obiger Proportion: Ci: c a = 9 : 10. 9. Aufgabe. (Gegeben bei der Obertelegraphisten-Prüfung im Jänner 1865.) Ein galvanischer Strom von der Intensität 4 entwickelt unter dem Drucke Einer Atmosphäre in einem bestimmten Voltameter in Einer Minute 6 Cubik-Cen- timeter Sauerstoff. Welche Intensität, nach derselben Einheit gemessen, besitzt ein Strom, der unter 2 i j i Atmosphären Druck in 2 J / 2 Minuten in demselben Voltameter 15 Cubik-Centimeter Wasserstoff entwickelt? Lösung: Die Grundsätze, auf welchen die Lösung der vorstehenden Aufgabe beruht, sind folgende: 1) Die Volumina (v, V), welche ein und dasselbe Gasquantum unter geändertem äusseren Drucke einnimmt, verhalten sich umgekehrt, wie die drückenden Kräfte (p, P), nämlich; v : V = P : p (Mariotte’sches Gesetz). 2) Die in Folge elektrolytischer Zersetzung eines chemisch zusammengesetzten Körpers frei werdenden einfachen Stoffe stehen quantitativ in demselben Verhältnisse, in welchem sie die ursprünglich vorhanden gewesene chemische Verbindung wieder einzugehen vermögen. Da nun Wasser aus einem Gewichts- theile Sauerstoff und zwei Gewichtstheilen Wasserstoff besteht, so müssen auch die bei Zersetzung des Wassers durch den | galvaniachen Strom in gleichen Zeiträu- — Simen gebildeten Mengen von Sauerstoffund Wasserstoffgas sich wie 1 : 2 verhalten. 3) Die von verschfedenen galvanischen Elementen oder Batterien bei der Wasserzersetzung (in derselben Zeit, unter gleicher Temperatur und gleichem äusseren Drucke) erzeugten Mengen von Sauerstoff-, Wasserstoff- oder Knallgas (Gemenge von 1 Theil Sauerstoff und 2 Theilen Wasserstoff) stehen nach derselben Einheit gemessen, in geradem Verhältnisse zu den Stromstärken, unter deren chemischer Wirkung sie entstanden sind. Um nun zu einem richtigen Schlüsse rücksichtlich der Intensitäten der beiden in der Aufgabe angeführten Ströme zu gelangen, müssen vor Allem deren chemische Wirkungen auf die gleiche Einheit reduzirt werden, d. h. es muss ermittelt werden, wie viel Gas derselben Art jeder der Ströme in Einer Minute unter dem Drucke Einer Atmosphäre erzeugt haben würde. Man gelangt hierbei, nach dem obigen Grundsätze 2) zu dem Resultate, dass der Strom von der Intensität 4, welcher in 1 Minute unter dem Drucke Einer Atmosphäre 6 Cub.-Cent. Sauerstoff liefert, unter denselben Verhältnissen 12 Cub.-Cent. Wasserstoff bilden muss. Der zweite Strom, dessen Intensität erst bestimmt werden soll, liefert in 2*/, Minuten 15 Cub.-Cent. Wasserstoff, daher in 1 Minute: 15 : 2 5 = 6 Cub.-Cent. Dieses Volumen (V) steht jedoch unter dem Drucke von 2 1 /» Atmosphären, und man erhält nach dem Mariotte’schen Gesetze das Volumen (v), welches dasselbe Gasquantum unter dem Drucke Einer Atmosphäre einnehmen würde, aus der Proportion: v : V = P : p oder v : 6 = 2*/ 3 : 1, woraus folgt: v = 15 Cub.-Cent. Nach dem unter 3) Gesagten verhal- tien sich aber die Intensitäten (I t I») der beiden Ströme wie die von ihnen unter gleichen Umständen erzeugten Gasmengen derselben Art, also: I„ : I 2 = 12 : 15, oder da L =4 gegeben st: 4 : I 3 = 12 : 15, woraus Is * 12 ~ 5 * Selbstverständlich gelangt man zu demselben Resultate, wenn man erst ermittelt, wie viel Sauerstoff in 1 Minute unter dem Drucke Einer Atmosphäre der zweite Strom liefert, der in 2 1 /, Minuten unter 2i/ a Atmosphären Druck 15 Cub.- Cent. Wasserstoff entwickelt, Nach dem unter 2) ausgesprochenen Gesetze würde nämlich dieser Strom unter sonst ungeänderten Verhältnissen 15 : 2 = 7 5 Cub.-Cent. und in 1 Minute 7.5: 2*5 = 3 Cub.-Cent. Sauerstoff geben , woraus man bei der Reduci- rung auf den Druck Einer Atmosphäre erhält: 3 x 2-5 = 7-5 Cub.-Cent. Sauerstoff. Daher abermals: I t : I a = 6:7.5 oder: 4 : I a = 6 : 7*5 und r 4x7-5 R . 1, = —= o, wie zuvor, o (Fortsetzung folgt). Organisation des Telegraphendienstes in Paris. Die Leitung des Telegraphendienstes in Paris ist einem Inspector, dem vier Unter-Inspectoren zur Seite stehen, anvertraut. Der Wirkungskreis dieser Functio- näre erstreckt sich über das ganze Seine- Departement. Ausser der Centralstation bestehen in Paris noch 46 Filialbureaux, welche den Telegraphenverkehr in den verschiedenen Stadttheilen zu besorgen haben. Die Centralstation. Die Centralstation besteht aus zwei Abteilungen und eigentlich aus zwei von einander getrennten Stationen, von welchen die Eine die Correspondenz der Filialstationen vermittelt und die Andere denVerkehr mit den Departements und dem Auslande versieht. 1. Innerer Dienst von Paris. Die erste Abtheilung der Centralstation übernimmt von den Filialstationen alle für Auswärts bestimmten Depeschen und übermittelt an eben dieselben je nach den betreffenden Stadttheilen die von Auswärts einlangenden Telegramme. Sie dient ferner als Vermittlungsstation für den Verkehr zwischen den Filialbureaux und besorgt überdies den Depeschenverkehr des Stadtquartiers, in dem sie gelegen ist. Die Beförderung der Depeschen zwischen der Centralstation und den Filialen fand lange Zeit hindurch ausschliesslich mittelst electrischer Apparate statt. Nachdem aber der Depeschenandrang bei einigen Filialen und namentlich bei jener auf der Börse zu gewissen Stunden des Tages ein solcher geworden war, dass sich die telegraphischen Beförderungsmittel trotz den vielen Drähten als unzureichend erwiesen, so wurde im Jahre 1861 für den Verkehr mit und zwischen den einzelnen Filialstationen ein eigener Fahrpostdienst , eingerichtet, welcher bis zum Anfänge des Jahres 1867 in Thätigkeit blieb. Dieser Verkehr wird gegenwärtig durch ein System von pneumatischen Röhren unterhalten, von welchen sieben der wichtigsten Filialstationen bedient werden. Das Röhrennetz bildet eine Kreislinie, deren Endpunkte in der Centralstation einmünden und hat eine Länge von beiläufig sieben Kilometer. Die Beförderung der Depeschen mittelst dieses Röhrensystemes findet je nach der Tageszeit jede 10 oder 15 Minuten statt. Die Gesammtbeförderungsdauer jeder Expedition beträgt mit Hinzurechnung des Aufenthaltes bei den einzelnen Stationen 16 Minuten. Die mittelst der pneumatischen Röhrenleitungen communicirenden Bureaux sind zur Verhinderung etwaiger Verkehrsunterbrechungen und wegen Besorgung der Depeschenbeförderung in der Nacht auch mit Drahtleitungen verbunden. Die . übrigen Filialstationen correspondiren, wenigstens für jetzt, noch ausschliesslich mit Hilfe der Telegraphen-Apparate. Die Zahl der zu diesem Zwecke in der Centralstation verwendeten Apparate, beläuft sich auf 76, wovon 12 Hughes’sche, 60 Morse- und 4 Zeiger-Apparate sind. Die Depeschenbewegung umfasst beiläufig 7000 Telegramme täglich; darunter befinden sich in runder Zahl; 2500 Depeschen von Paris nach Frankreich und in’s Ausland; 2700 Depeschen von Frankreich und dem Auslande für Paris und 1400 Depeschen von Paris für Paris, welche eine zweimalige Beförderung erheischen und die Arbeit von 2800 Telegrammen darstellen. In der Gesammtsumme der Depeschen nehmen die Localtelegramme (Telegramme von Paris für Paris) seit dem Monate August 1864, zu welcher Zeit der betreffende Tarif bedeutend herabgesetzt wurde, einen wichtigen Platz ein. Die grosse Ausdehnung und Bevölkerung von Paris und die Lebhaftigkeit des dortigen Verkehres erzeugten die Nothwendigkeit, zahlreiche Filial-Tele- graphenstationen zu errichten, welche in den verschiedenen Stadtquartieren die Aufgabe und Abgabe der Depeschen erleichtern sollten. Gezwungen im Interesse des allgemeinen Dienstes, diese Bureaux mit beträchtlichem Personale und Materiale aus- zustatten, tat die Verwaltung getrachtet diese Verkehrsmittel durch die Hebung der Local-Correspondenz besser auszunützen. Als der ältere Tarif von einem Franc in Kraft stand, betrug die Zahl der Pariser Localdepeschen monatlich beiläufig 700. Nachdem derselbe jedoch durch das Decret vom 13. August 1864 auf 50 Cen tim es herabgesetzt worden war, steigerte sich diese Zahl nach und nach bis auf 40.000 per Monat oder um fast 6000 Percent. Die niedrige Taxe wird nicht lange auf den inneren Verkehr der Stadt Paris beschränkt bleiben, da sie in Folge eines soeben in Verhandlung genommenen Gesetzes auf den inneren Verkehr eines jeden einzelnen Departements des Kaiserreiches ausgedehnt werden soll. Der innere Dienst der Centralstation wird von einem Director geleitet, welchem gleichzeitig die Verrechnung der daselbst eingehobenen Gebühren anvertraut ist. Das Personale ist in zwei Partien getheilt; jede derselben besteht aus 65 Beamten und hat einen Stationschef an der Spitze, dem drei Oberbeamte zur Seite stehen. Zwei Cassiere sind für die Einhebung der Taxen, zwölf Amtsboten für die Zustellung der Depeschen an die Adressaten und zehn andere Amtsboten für den inneren Bureaudienst bestimmt. Durchschnittlich hat jeder Beamte sieben Stunden des Tages Dienst. Eine Partie beginnt denselben um 7 Uhr Morgens im Sommer und um 8 Uhr Morgens im Winter, arbeitet hierauf bis 11 Uhr Vormittags und dann wieder von 6 bis 9 Uhr Abends. Die andere Partie ist von 11 Uhr Vormittags bis 6 Uhr Abends beschäftiget. An jedem zweiten Tage wird die Reihenfolge der Dienstleistung beider Partien geändert. Der Nachtdienst wird von 5 Beamten versehen, die ebenfalls in einer bestimmten Reihenfolge jener Partie entnommen werden, welche während des Tages beschäftigt war. Diese Beamte bleiben die ganzeNacht hindurch im Dienste. Ausserdem werden je nach Bedarf ein oder mehrere Beamte aus jener Partie, welche bis 9 Uhr Abends den Dienst zu versehen hatte, in bestimmten Touren bis Mitternacht im Amte zurückgehalten. (Fortsetzung folgt.) DasTelegraphenweseninOesterreich/) (Forts etjung.) Es erübrigt uns nunmehr nur noch die Nach Weisung, dass die Combinirung des Post- und Telegraphendienstes auch für das Personale der betreffenden Verwaltungszweige wohlthätige Folgen haben würde. Es würden nämlich nicht allein dort, wo dermalen eine von Privatindividuen bediente Postexpedition und ausserdem eine Telegraphen-Nebenstation bestehen, eben so viele wirkliche Post- und Telegraphen- Beamte untergebracht werden können; es würde sich vielmehr für diese Letzteren in Folge des Umstandes, dass die propo- nirten Reformen die Errichtung zahlreicher neuer Stationen möglich machen würden, auch eine beträchtliche Menge neuer Dienstesstellen ergeben, um so mehr, als es gar manche Ortschaft gibt, die jetzt eines derartigen öffentlichen Communica- tionsmittels entbehren muss, weil ihr Verkehr nicht so stark ist, um mit dem Erträgnisse desselben eine Postexpedition und eine Telegraphenstation erhalten zu können, während er die Kosten eines com- binirten Amtes ganz gut zu decken vermöchte. Eine weitere Vermehrung der Arbeitskräfte wird dann auch bei den an den *) Siehe Nr. 3, Jahrg. 1868. 60 Kreuzungspunkten der Verkehrslinien gelegenen Vermittlungs-Stationen platzgreifen, da die Vermehrung der kleinen Stationen im Vereine mit einer angemessenen Tarifreduction auch eine entsprechende Zunahme des Brief- und Depeschen-Verkehrs zur Folge haben wird. Die Einbeziehung sämmtlicher Post- und Telegraphen - Bediensteten in einen gemeinschaftlichen, also grösseren Personalstatus, innerhalb dessen jedem Einzelnen das Avancement mehr als jetzt erleichtert wird; die Regulirung des leitenden Personalstandes bei den combinirten Stationen durch die s$hon aus Rücksichten des Subordinations-Verhältnisses gebotene Verleihung eines höheren Ranges an den Amtschef; die Bewilligung einer Provision für die den Brief- und Depeschen- Markenverschleiss besorgenden Beamten und andere ähnliche Massregeln, welche sich anlässlich der Vereinigung des Post- und Telegraphenwesens als nothwendig oder opportun herausstellen werden, werden die Combinirung der eben genannten Communications-Institute für das dabei bedienstete Beamten-Personale noch günstiger gestalten. Was die Nebenstations-Aufseher betrifft, so werden dieselben, wie wir bereits angedeutet haben, entweder bei den grösseren Stationen als Manipulanten Verwendung finden, oder nach Massgabe der individuellen Befähigung bei kleineren Aem- tern als wirkliche Beamte zur Versehung des Post- und Telegraphendienstes untergebracht werden können j denn es ist kein Grund vorhanden, diese Kathegorie von Bediensteten, welche sich aus einem Stande recrutirt, aus dem schon manche tüchtige Arbeitskraft der Telegraphen-Anstalt hervorgegangen ist, nachdem man ihr die wichtigeren Functionen anvertraut hat, zum Stillstände zu verurtheilen, da es sich im Gegentheil empfiehlt, dieselbe durch die Aussicht auf eine weitere Verbesserung ihrer Lage, und Stellung strebsamer zu machen. Ein anderer Theil der Stationsführer könnte eine solche Verbesserung und einen Impuls zu eifriger Pflichterfüllung darin finden, wenn man für die Linien-Aufsicht nicht nur nominelle, sondern wirkliche Oberaufseher creiren würde, denen die Ueberwachung der Dienstleistung der eigentlichen Aufseher zustünde. Unfähige Individuen werden sich natürlicherweise, wie bisher, so auch künftig begnügen müssen, wenn man sie dort verwendet, wo man sie eben brauchen kann. Nachdem wir nun den Process, durch welchen die Vereinigung der Post- und Telegraphen-Anstalt durchgeführt werden könnte, in seinen Umrissen dargestellt haben, wollen wir noch die wesentlichsten Einwendungen, welche gegen unseren Vorschlag erhoben werden dürften, berühren und deren Unhaltbarkeit sofort darthun. Unsere Gegner behaupten z. B. die Verschmelzung des österreichischen Post- und Telegraphenwesens sei schon im Jahre 1852 versucht worden, habe sich aber als so unpraktisch erwiesen, dass man nicht mehr daran denken könne, sie noch einmal durchführen zu wollen. Dagegen haben wir nur zu bemerken, dass das angebliche Misslingen des fraglichen Versuches nicht dem Principe, sondern seiner Durchführungsweise zur Last gelegt werden muss. Die Tclegraphenämter waren nämlich damals nur in administrativer Beziehung denPostdirectionen, in technischen Angelegenheiten aber den technischen Commissären der General-Inspection für Communicationen untergeordnet. Die Unmöglichkeit , den Begriff des technischen und administrativen Dienstes und den Wirkungskreis der Postdirectionen und der technischen Commissäre für alle Fälle klar und unwandelbar festzusetzen, erzeugte 61 bald derartige Collisionen zwischen diesen Organen, dass deren Rückwirkung auf den ausübenden Dienst unmöglich ausbleiben konnte. Die Folge davon waren Störungen und Unterbrechungen im Betriebe, die bei dem mehrseitigen Streben, das Te- legraphen-Institut in seiner Independenz zu erhalten, kurzweg dem neuen Systeme in die Schuhe geschoben wurden. Bei Besprechung der Organisation der Telegraphen-Verwaltung werden wir Anlass haben, hierauf zurückzukommen. Ein anderes Bedenken, welches gegen die Vereinigung des Post- und Telegra- phen-Wesens vorgebracht wird, besteht darin, dass man sagt, es sei schwer, die geeigneten Individuen zur Besorgung beider Dienstzweige zu finden; auch seien nur die Nebenstations-Führer, die auch die erforderlichen technischen Kenntnisse haben, geeignet, gleichzeitig den Linienaufsichtsdienst zu versehen. In dieser Beziehung müssen wir Folgendes bemerken. Dass die Besorgung des Postdienstes in kleineren Ortschaften keine hohe Bildung erfordert, zeigt der Umstand, dass derselbe sehr häufig Privatpersonen aus den verschiedensten Ständen anvertraut wird. Dass der Telegraphendienst, wenn man denselben auf die unbedingt nothwendige Kenntniss der Handhabung des Telegraphen - Apparates beschränkt, auch keine besonderen Schwierigkeiten bietet, ergibt sich daraus, dass gewöhnliche Leitungsaufseher in 6—8 Wochen nicht nur zur Depeschen-Beför- derung, sondern auch zur Verrichtung der übrigen Amtsgeschäfte abgerichtet werden. Uebrigens kann, da die kleinen Stationen bei gehöriger Ordnung des Telegraphennetzes nur auf kurzen (Bezirks-, Zweig-, Omnibus-) Linien eingeschaltet sein dürfen, eine Störung des grossen Verkehrs durch solche Aemter gar nicht stattfinden, so dass bei denselben auch weniger geübte Individuen verwendbar wären. Mangel an Arbeitskräften wird hiernach wohl schwerlich eintreten. Was ferner die technische Befähigung zur Leitungsaufsicht betrifft, so vindiciren wir dieselbe für einfache Leitungen jedem Menschen, der gesunde Sinne hat; Linien mit zahlreichen Drähten verlangen ohnehin ein eigenes Personale. Hinsichtlich der Leitungsaufsicht glauben wir schliesslich noch bemerken zu sollen, dass sich die Erhaltung der einfachen Leitungen an die Post- und Telegra- phen-Aemter gegen ein entsprechendes Pauschale gewiss und desto leichter übertragen liesse, als die Strassen, an denen solche Leitungen fortlauten, täglich von Postwägen befahren werden, und etwaige Gebrechen in der Linie sofort wahrgenommen und allenfalls durch das Strassen-Aufsichtspersonale behoben werden können. Der Chef des ehemaligen Telegraphen- Inspectorates für Lombardo-Venetien hatte es verstanden, die Linien jenes Bezirkes mit Hilfe der Strassen-Einräumer und nur wenigen Leitungsaufsehern auf eine billige und* erfolgreiche Weise fortwährend im guten Zustande zu erhalten. Da die Leitungen mit mehrfachen Drähten gewöhnlich längs den Eisenbahnen laufen und theilweise auch durch die Bahnwächter beaufsichtigt werden, so ist es begreiflich, dass auch sie kein zahlreiches Aufsichtspersonale erfordern, weil einem Leitungsaufseher grössere Bahnstrecken zur Aufsicht zugewiesen werden können. Es lässt sich sonach, ungeachtet der Aufhebung der sogenannten Nebenstationen, die Leitungsaufsicht auf den meisten Strecken auf ein Minimum reduciren. Ein weiterer Anstand hinsichtlich der Verschmelzung des Post- und Telegraphenwesens liegt angeblich in der Erblichkeit gewisser Postämter, welchen der Telegra- phendienst nicht aufgebürdet werden könne. Wir vermögen demselben aber durchaus keine Bedeutung beizulegen. Denn, wenn es möglich war, den erblichen Postmeistern die Brief beförderung auf den nunmehr von Eisenbahnen durchzogenen Routen zu entziehen, so wird es wohl auch angehen, überall ein Gleiches zu thun, wenn es das öffentliche Interesse erheischen sollte. Uebrigens werden sich die betreffenden Berechtigten auch kaum gegen eine derartige Massregel sträuben, wenn ihnen die ohnehin rentablere Postwagen- Beförderung belassen wird. Wir müssen hier mit unserer Beweisführung innehalten und davon absehen, alle denkbaren Einwendungen gegen die Zweckmässigkeit unserer Vorschläge an- ' zuführen und zu widerlegen, indem wir die Entkräftung unserer Motivirung der gegnerischen Partei überlassen. Inzwischen wird es uns wohl erlaubt sein, unsere Auffassung für die richtige zu halten. Bevor wir zur Frage über die Reorganisation der Telegraphenverwaltung übergehen, wollen wir übrigens noch auf einige andere Momente aufmerksam jachen, welche bei der Umgestaltung der Telegraphenstationen mit Vortheil berücksichtigt werden könnten. Diese Momente wären: Uebertragung des Telegraphendienstes in solchen Stationen, deren Ausgaben grösser sind als die Einnahmen, an die Gemeinden oder an Private gegen einen fixen Pauschalbetrag oder gegen einen entsprechenden Antheil an den Beförderungsgebühren; Zweck- massigere Benützung der Eisenbahn-Telegraphen-Stationen, indem man nirgends ein Staats-Telegraphenamt zu unterhalten braucht, wo die Bahnverwaltung den ganzen Depeschendienst besorgen kann und will; Beschränkung des Nachtdienstes, der bei gar mancher Station ganz über flüssig ist und bei anderen Stationen anstandslos um Mitternacht eingestellt werden könnte; Gestattung der Depeschenaufgabe auch bei solchen Postexpeditionen, Briefsammlungen u. s. f., welche selbst nach der Vereinigung des Post- und Telegrapheninstitutes mit keinem Telegraphen- Apparate versehen werden sollen, und unentgeltliche Weiterbeförderung der Depeschen zwischen diesen Telegraphen-Aufgabsämtern und den eigentlichen Telegraphenstationen. Wie die Gestion des Post- und Telegraphenwesens auch bei den leitenden Stellen zusammenfallen könne, wird sich aus der Darstellung des Organismus der Telegraphen-Verwaltung ergeben, den wir jetzt näher prüfen wollen. (Fortsetzung folgt.) m Rundschau. Inland. - (Neue Telegraphen ■ Stationen.) Das k. k. Handels-Ministerium hat die Errichtung neuer Telegraphen-Stationen in nachstehenden Orten bewilligt. Die Eröffnung derselben steht im Laufe des Jahres zu erwarten : Schlesien, Mähren, Dalmatien, Küstenland, Nieder-Oesterreich, Ober-Oesterreich, Dalmatien, Schlesien, Galizien, Ober-Oesterreich, Tirol, Küstenland, Mähren, Mähren, Ober-Oesterreich, Bennisch Bisenz „ Bol , , Cervignano „ Ebenfurt „ Grein „ Imoschi » Jablunkau „ Kalusz „ Kirchdorf „ Kitzbüchl „ Lussingrande „ Mähr.Budwitz „ Mähr. Trübau „ Mauthausen „ 63 — Melnik „ Böhmen, Mielic „ Galizien, Ottendorf „ Böhmen, Podersam „ Böhmen, Prachatitz „ Böhmen, Risano „ Dalmatien, Rozwadow „ Galizien, Rudnik „ Galizien, Skala „ Galizien, Tornobrzeg „ Galizien, Trapano „ Dalmatien, Veglia „ Küstenland, Völkermark „ Kärnthen, Wadowice „ Galizien, Winterberg „ Böhmen, Zwittau „ Mähren. Weiters kommen mit der diessjährigen Badesaison die neuen Sommerstationen Krynica und Lubien in Galizien und Reichenau in Nieder-Oesterreich zur Eröffnung. Ausland. (Der Bericht der Electric and international Company in London) über die Geschäftsgebarung in der zweitenHälfte des Jahres 1867 besagt, dass dieselbe gegenüber dem Vorjahre keinen Aufschwung erfahren hat, und dass die Einkünfte der Compagnie durch das allgemeine Darniederliegen der Geschäfte gelitten haben. Die Einnahmen für die 6 letzten Monate des Jahres 1867 beliefen sich auf 4,481.986 Frs., während sie im gleichen Zeiträume des Jahres 1866 — 4,317.758*Frs. betragen hatten. Das Reinerträgniss für die zweite Hälfte des Jahres 1867 belief sich auf 1,918.263 Frs., dagegen Z' im gleichem Zeiträume des Jahres 1866 auf 1,649.458 Frs. Wie gewöhnlich wurde für das halbe Jahr eine Dividende von 5 °/ 0 ausbezahlt. 504.080 Frs. wurden dem Reservefond ein verleibt und 125.000 den Angestellten als Gratification angewiesen. Die Direktoren drückten ihr Bedauern aus, von der Regierung keine Mittheilung über den projektirten Rückkauf der Telegraphen durch den Staat erhalten zu haben und nicht im Geringsten zu wissen, wie weit diese Frage bis jetzt gediehen sei. (Reformen im Telegraphenwesen Italiens.) Der italienische Minister der öffentlichen Arbeiten beschäftigt sich mit einem Reformprojekt für den Telegraphendienst in Italien. Die Tarife für die Beförderung von Depeschen im Innern des Königreiches dürften bedeutend herabgesetzt werden. (Telegraphenverbindung zwischen England, Dänemark und Skandinavien.) England, welches mit dem europäischen Continente bereits durch 7 Kabel verbunden ist, wird sich bald in direkte Telegraphen-Verbindung mit den skandinavischen Staaten setzen. Vor kurzem hat sich in New-Castle eine Compagnie mit einem Capital von 100,000 Pf. Sterling gebildet, um ein unterseeisches Kabel zwischen Grossbritannien und der Nordküste Jütland’s zu legen. Gleichzeitig soll die in jüngster Zeit gelegte Linie zwischen Dänemark und Norwegen angekauft werden. Die Compagnie rechnet auf einen jährlichen Ertrag von 300,000Frs., wenn sie 5 Frs. als Taxe für den Transit des Kabels annimmt. Es ist leicht vorauszusehen, dass dieses Kabel, welches durch seine directe Richtung die englische Korrespondenz vom Transite über das Festland befreit, den anglo-dänischen Telegraphen-Verkehr wesentlich fördern und selbst von Frankreich und Belgien mit Vortheil benützt werden wird. Das nöthige Kapital wird dieser Compagnie,welche sich vorgenommen hat, den central-europäischen Linien Concurrenz zu machen, nicht fehlen, um so mehr, als die dänische und schwedische Regierung nicht ermangeln werden, ein Unternehmen zu unterstützen, welches ihnen gestattet den Transit der englischen Depeschen nach Russland an sich zu ziehen. (Die Anglo-Amerikan Telegraph-Company) hat soeben ein Circular herausgegeben, worin dem Publikum versichert wird, sie sei schon längst geneigt gewesen, den Depeschen- Tarif herabzusetzen und nur der „Atlantic Company“ falle die Schuld zur Last, dass dieses Projekt bis jetzt noch nicht habe ausgeführt werden können. Personal-Nachrichten. Aenderungen im Stande der k. k. Staafc-Telegraphenbeamten in der Zeit von 15. bis 29. Februar 1868. Ernennungen: Zu Telegraphisten dritter Classe: Karl Hechtberger, in Semlin. Vincenz Hurdälek, in Metkovich. Wenzel Kerka, in Semlin. Josef Liuhart, in Basiasch. Josef Möller, in Agram. Karl Maria Graf Strachwitz-Susky, in Botzen. Johann Weber, in Semlin. Versetzungen : Obertelegraphisten : von : nach: Johann Alko Lissa Triest. Alois Kaltenböck Laibach Triest. Andreas Kolacek Saaz Spalato. Johann Sigmuud Wien Agram. Ferdinand Tscbernouschek Metkovich Basiasch. Telegraphisten: von: nach: Anton Battisti Botzen Innsbruck. Adolf Itterheim Pest Saaz Johann Jasbez Semlin Agram. Valentin Mlakar Triest Laibach. Josef Posch Basiasch Wien. Ferdinand Sanockl Agram Vukovar. Franz Saric Rajevoselo Agram. Vincenz Zubek Spalato Lissa. Franz Wiesner *) Wien Bregenz. Pension irung: Obertelegraphist I. Classe Johann Schultz in Wien. V erzichtleistungen : Anton Kritzinger prov Telegr. III. Classe m Agram. Anton Sturz prov. Telegr. II. Classe in Metcovich. Sterbefall: Telegraphist Karl Lippusch in Agram. Anmerkung: Von der Versetzung des Telegrafisten I. Classe Josef Seegner von Agram nach Vukovar ist abgegangen worden. Briefkasten der Redaktion. Herrn A. Sch. in Ischl: Ihr Abonnement endet mit Nr. 6; nebstbei wurden Ihnen 25 kr. gutgeschrieben. Karte bereits zugesendet. — Herrn S. M. in Tescheu: Karten schon übersendet. — *) Dessen Diensteskündigung wurde zurückgenommen. Herrn Inspektor L. in Agram: Ihr Abonnement und jenes der Hauptstation endet mit Nr. 12 d. J. — Herrn D. G. in Szegedin: Welche Nummern sind Ihnen nicht zugekommen? — Herrn Hauptm. C. in Alciinatz: Die fehlenden Nummern wurden Ihnen wiederholt zugeschickt. Haben sie selbe erhalten? — Herrn H. Ok. in Suczawa: Der von Ihnen angeregte Gegenstand bedarf einer eingehenderen Begründung. — Herrn Verw. N. in Linz: Abonnement für’s I. Quartal d. J. erhalten, Karte expedirt.— Herrn H. R. Bahnbeamten i»Neu-Paka: Karte expedirt. — Herrn J. F. Ober-Tel. in Olmütz: Die angekündigte amtliche Zusammenstellung der das Telegraphenwesen betreffenden Normalien scheint leider noch sehr weit von ihrer Reali- sirung entfernt zu sein.^ Zur gefälligen Beachtung . Um unliebsamen und nicht gerechtfertigten Auslegungen unserer in Nr. 3 des laufenden Jahrganges enthaltenen Erklärung zu begegnen, finden wir uns veranlasst, den Versuch, dieselbe auf den geehrten Verfasser der Beschreibung des Hug- hes’schen Typendruck-Apparates zu beziehen, entschieden zurückzuweisen. Gegenüber dem Bestreben den Sachverhalt zu entstellen, halten wir es für unsere Pflicht, gleichzeitig zu constatiren, dass uns der Herr Verfasser mit gewohnter Uneigennützigkeit und Zuvorkommenheit seine Arbeit zum Zwecke ihrer gemeinnützigen Verbreitung zur Verfügung gestellt hat. Die Redaktion des „Telegramm.“ Der Hughes’sche Typendruck-Apparat von Dr. J. Stark. Separat-Abdruck aus der Zeitschrift „Das Telegramm.“ Preis I fl. ö. W. Die Broschüre erscheint im Formate obiger Zeitschrift, beiläufig 4V 2 Druckbogen stark, mit 6 grossen Tafeln, welche die vordere, obere und perspectivische Ansicht des Apparates und seiner Details enthalten, und kann durch die Expedition dieses Blattes sofort bezogen werden. =» jr- ♦ emjäiscta TeleirapMnetzes mit Angabe der Hauptverbindungen und Anschlusspunkte der internationalen Linien. Herausgegeben von L. J. Wolschitz. WIEN, 1867. Die Karte ist 12 Zoll hoch und 18 Zoll breit. Bestellungen übernimmt die Expedition dieser Zeitschrift. Preis eines colorirten Exemplares: 35 kr Oe W. « - nicht colorirten 25 „ „ Druck von F. B. Geitier, Albrecbtgasse 4, in Wien»