weiß (klein und kursiv geschrieben) bezeichnet keine Identität, sondern einen analytischen Begriff. Er wurde von Schwarzen Theoretiker:innen entwickelt, um Strukturen weißer Dominanz- und Machtverhältnisse sowie deren Verknüpfung mit rassistischen Systemen und Praktiken zu beschreiben. Da sie als Norm eines eurozentrischen Weltbildes und Wissenssystems gelten, profitieren weiße Menschen von strukturellem Rassismus.
Weiterführende Informationen
Maureen Maisha Eggers/Grada Kilomba/Peggy Piesche/Susan Arndt, Mythen, Masken und Subjekte. Kritische Weißseinsforschung in Deutschland, Münster 2023 (5. Auflage), 13.
Martina Tißberger, Critical Whiteness. Eine Perspektive hegemonialer Selbstreflexion in der Supervision, in: Organisationsberatung, Supervision, Coaching (2024), 159–174, 162, 163.