Liebe Grüße an Theodor u. Gabrich, Gräfin Haller,[unleserlich], Trotters et, Heidler etc,....
stattlichsten aus. Weder in Suez noch in der Um-
gegend erblikst Du einen Baum, ein Graßhalm,
irgend eine Blume, u das Wasser wird aus
der Ferne, und aus Mosesquellen geholt. Das
Gasthaus ist ganz herrlich ausgestattet worden,
u der Vicekönig fährt fort uns mit königlicher
Munificenz zu bewirthen.
Wenn Du Gelegenheit hättest, S. E. Baron Bruck
zu sehen, könntest Du ihm sagen, daß die Commission ,
selbst der englische Commissär, über die Herrlichkeit
der Rhede von Suez, die wir nun ganz durchforscht
haben, ganz erstaunt war! In Europa sind
wenige Rheden, die der Rhede von Suez gleich
kommen! Wir sind immerwährend beschäftiget
die Entwiklung unserer Aufgabe dem Ziele näher
zu rüken- und mit einem Blike glaube ich die
Ursache los gekriegt zu haben, durch welche
das rothe Meer vom Lac Thimsah abge-
schnitten wurde!
Gestern haben wir Moses-Quellen besucht.
Sie liegen am asiatischen Ufer des rothen Mee-
res in der Wüste östlich von Suez, ohngefähr
1000 Klfr vom Meere entfernt in einem, durch
Sandhügeln gebildeten Kessel von 1000°
Durchmesser. Die Quellen sind artesischer
Art, und entspringen dem Boden in einer
Höhe von 5 bis 6 Klafter vom Meere. Es sind
deren 12- und an einer davon befindet sich noch
der Dattelpalmenstock, vor dem Moses saß als
der die Quelle dem Boden entsprießen ließ.
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