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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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Ebenso hat sie Untersuchungen an den Flüssen Ivahy, Paraná, Ivinheima, Brilhante und Mondego contrahirt, damit dieselben bei der projektirten Com­municationslinie zwischen Coritiba, in der Provinz Paraná, und Miranda, in der Provinz Mato- Grosso, benutzt werden sollen.

Die Untersuchungen haben bereits begonnen, und schreiten rasch voran.

Obwohl der Fluss Parnahyba schon früher explorirt ist, hat der Ingenieur Gustavo Dodt abermals den­selben untersucht, und zwar von der Mündung an bis zu dem oberen Ende desselben, und hat darüber einen Bericht eingereicht.

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Um die hohen Interessen des Kaiserreiches dadurch zu fördern, dass die internationalen Verbindungen im­mer mehr erleichtert, und dadurch dass die Schiff­fahrt und der Handel des Amazonenstromes und seiner Nebenflüsse, des Tocantins und S. Francisco angeregt werden, wurde am 7 September 1867 den Kauffahr­tei- Schiffen aller Nationen der Amazonenstrom bis zur brasilianischen Grenze freigegeben, der Tocantins bis Cametá, der Tapajós bis Santarém, der Madeira bis Borba, der Rio Negro bis Manáos und der S. Fran­cisco bis zur Stadt Penedo; die Beschiffung der Ne­benflüsse des Amazonenstromes, sofern nur das eine Ufer dem Kaiserreiche angehört, hängt von einer vor­gängigen Uebereinkunft mit den anderen angrenzenden Staaten in Betreff der respectiven Grenzen, polizei­lichen und fiskalen Reglements ab.

Die Decretirung dieser Maassnahmen hat an der Beobachtung der in Kraft stehenden Schifffahrts- und Handels- Traktate mit den Republiken Perú und Venezuela

geleg