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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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welcher fünfmal mehr Tannin erzeugt als die europäische Eiche( Quercus), die Jurema( Acacia) und die Aroeira ( Schinus).

Aus der grossen Menge von als Nahrungsmittel dienenden Pflanzen, die Brasilien erzeugt, sind hervor­zuheben der Manioc( Manihot), von welchem an einer besonderen Stelle gehandelt wird; der Pinhão( Arau­caria), welcher eine schmackhafte Frucht gibt; der Ja­catupé( Pachyrrhizus), und verschiedene Arten von spitzkeimenden Pflanzen( Dioscoreen).

Die Medicinal- Pflanzen, Früchte, Rinden und Saamen, als da sind Salsa parrilha( Smilax sp.), Ipecacuanha( Ce­phalis Ipecacuanha), Caferana( Tachia Guianensis), Urary oder Curary( Strychnos), Guaraná( Paullinia sorbilis), Mururé( Bichetea officinalis), Jalapa( Ipomoea), Caroba( Ja­carandá procera), und die verschiedenen Pflanzen, die wegen ihrer fieberheilenden Eigenschaften gewöhnlich unter dem Namen« Quina» gehen, aber dem Geschlechte der Exostemma, Coutarea, Hortia angehören; an einigen Orten auch ein Strychnos, Pau- Pereira( Geissospermum sp.), Abútua( Cocculus platiphylla), Avenea( Adianthus sp.) Cainca( Chiococca anguifuga), Tamaquaré( Laurinea), und viele andere, die kostbarsten Balsame, eine grosse Men­ge der verschiedensten Harz-, Oel- und Milchhaltigen Pflanzen, wie zum Beispiel der Jatahy( Hymenaea sp.,) Angico( Pithe colobium gummiferum und Acacia angico), Andiroba( Carapa gummiferum guianensis), Copahiba ( Copaifera sp.), Oiticica( Moquilea) und andere finden sich bald in dieser, bald in jener Provinz.

Auch da wo Urwald gestanden hat, auf den Fluren und an der Küste giebt es eine Menge Planzen, die wild aus der Erde schiessen und die verschiedenartigsten und ausgezeichnete Früchte, tragen.