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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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dann die Mitglieder der Provinzialkammern, die Reichs­tagsabgeordneten und die Senatoren.

Die Urwähler wählen die Municipalräthe( Schöffen) und Friedensrichter direct.

Diesem Wahlsysteme zufolge zerfällt das Reich in Wahlbezirke, und jeder von diesen hat eine gewisse Anzahl Provinzial- oder General- Deputirte zu wählen.

Bei der Senatorenwahl haben alle Wahlbezirke für jede Vacanz drei Candidaten in Vorschlag zu bringen, unter denen der Kaiser einen zum Senator ernennt.

Bei der Wahl der Senatoren für die Provinz Rio de Janeiro vereinigt sich der Wahlbezirk der Resi­denzstadt mit denen der Provinz, um die Liste von drei Namen zu organisiren.

Die Wahlbezirke zerfallen in Wahlcollegien, und diese wiederum in Parochial- Versammlungen.

Die 46 bestehenden Wahlbezirke umfassen 408 Wahl­collegien und 1,451 Parochialversammlungen.

Die Urwählerzahl beziffert sich schon auf 1.097,698,

der Wahlmänner soll es nicht weniger als o

geben.

Es gibt 578 Mitglieder von Provinzialkammern, 122 Reichsabgeordnete und 58 Senatoren.

Die Zahl der Wahlmänner und der Urwähler steht im Verhältniss von 1 zu 54,8.

Was die Deputirten der Provinzialkammer betrifft, so ist das Verhältniss von 1 zu 34,6 Wahlmännern und 1.899,1 Urwählern.

Ein Generaldeputirter ist in dem Verhältniss von 1 zu 164 Wahlmännern und 8.997,5 Urwählern.-red

Die Senatoren stehen im Durchschnitt im Verhältniss von 1 zu 345,1 Wahlmännern und 18.925,8 Urwählern.

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