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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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wohner des Gebiets von Palma, Erè, Xagú und Gua­rapuava gegen die Einfälle der Wilden zu beschützen und diese durch Catechisirung der Civilisation zugänglich zu machen.

Die von Caseros, in der Provinz S. Pedro do Rio Grande do Sul, gelegen an dem Orte, Matto Portuguez genannt, im Kirchspiel von Lagoa Vermelha, Munici­pium von Santo Antonio da Patrulha.

In allen Militair- Colonien befinden sich Aerzte, Geist­liche, Lazareth für die Soldaten, und in einigen auch Elementarschulen.

Der Staats- Schatz verausgabt jährlich mit den Präsi­dien und Militair- Colonien gegen Rs. 300: 000$ 000.

Die alte Colonie Leopoldina, in der Provinz Alagoas, wurde am rechten Ufer des Jacuipe, vom Salto bis zur Mündung des Flusses Taquara, dem Riacho do Matto gegenüber errichtet.

Es ist nicht lange her, seitdem diese Colonie in die all­gemeine Verwaltung eingeschlossen wurde.

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Sie muss erwähnt werden, um den Beweis zu liefern, wie viele guten Erfolge ähnliche Anstalten erreicht haben.

In einer wilden Gegend gelegen, fern von Bevölkerung, und fast ausser dem Bereiche gesetzlicher Unterstützung, war diese Gegend ein Zufluchtsort für Verbrecher; un­geachtet dessen und in wenigen Jahren, wurde diese Co­lonie von Bedeutung, mit einer Einwohnerzahl von 4000 arbeit- und betriebsamen Bürgern.

Die Baumwollenkultur allein, in Betreff der Ausfuhr hat einen jährlichen Durchschnitts- Export von 4000 Ar­roben, 58.760 Kilogramme erreicht.

Sie erzeugt ebenfalls in Ueberfluss Zuckerrohr, Tabak, Mandioc und Kernfrüchte.