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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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Die Industrie der Colonisten besteht in Zucht von verschiedenen Arten Vieh und Hausgeflügel. bar sto

Ausser den bis jetzt erwähnten Colonien existiren noch andere, die, obgleich sie sich nicht in so vortheilhaften Verhältnissen befinden, doch gute Dienste leisten und zu gedeihen versprechen. Es sind folgende:

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Die von Dom Pedro II und die von S. João de Araguaya in der Provinz Pará. Die erstere liegt am rechten Ufer des Araguary, 37 Leguas( 244,2 Kilom.) oberhalb der Mündung dieses Flusses; die Bodenart ist trocken und für Ackerbau geeignet. Die letztere liegt am Ufer des Araguaya an demselben Orte, wo früher ein Militair­Posten existirte, wovon die Colonie ihren Namen hat.

Die von Urucú, in der Provinz Minas- Geraes, am Ufer des Binnenflusses gleichen Namens, eines Nebenflusses vom Mucary, angelegt an der Stelle, wo er die Strasse nach Santa Clara kreuzt.

Die von Nioac und Brilhante, in der Provinz Mato­Grosso; die erstere da, wo die Schifffahrt auf dem Nioac beginnt, und die zweit da, wo die Schiffbarkeit des Flusses aufhört, von dem sie den Namen hat, am Saume des Maracajú- Gebirges.

Die von Lamare, in derselben Provinz, auf dem rechten Ufer des Flusses S. Lourenço.

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Die von Itacayú und Conceição, beide ebenfalls in der Provinz Mato- Grosso, von denen die erstere im Jahre 1871 am Ufer des Araguaya, d'e letztere im Jahre 1872 bei Albuquerque angelegt ist.

Die von Jatahy, in der Provinz araná, angelegt bei dem Hafen des kleinen Flusses Jatahy, da wo er im Bezirk von Coritiba mit d m Flusse Tibagy sich ver­einigt.

Die von von Xagú und Chopin, in derselben Provinz, gegründet um die Grenze zu vertheidigen und die Be­