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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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genügend die Kriegstüchtigkeit der Brasilianischen Ma­rine und deren Heroismus.

Ausser den schon erwähnten wurden noch viele andere der Beachtung und des Beifalls der Sachverständigen würdige Verbesserungen eingeführt.

Das Kanonenboot Trajano, von einem geschickten brasilianischen Schiffsbaumeister nach einem neuen System erbaut, wurde am 12 Juli dieses Jahres vom Stapel gelassen, und wird nächstens eine weitere Versuchsfahrt ins hohe Meer antreten. Vorläufige Versuche mit Dampf­schaluppen rechtfertigen die Hoffnungen, welche man auf den Bau dieses Kriegsschiffes in Beziehung auf Schnel­ligkeit, gute Steuerung, Trag- und Widerstandsfähigkeit und Stätigkeit hegt, ohne noch andere Eigenschaften zu erwähnen, welche sich von selbst herausstellen werden.

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Die Erfahrung wird entscheiden, ob dieses Schiff oder ein anderes von denselben Dimensionen und mit gleicher Maschine, jedoch nach dem Umrisse des clas­sischen, wesentlich englischen Systems erbauten, den Vorzug verdient.

Obgleich das Leuchtthurmwesen in den letzten fünf Jahren durch Aufstellung neuer Leuchtfeuer, sowie durch Ausbesserung und Erneuerung der Apparate bedeutende Fortschritte gemacht hat, muss man doch gestehen, dass die in den Häfen und an den Küsten Brasiliens bestehenden grösseren und kleineren Leucht­thürme den Bedürfnissen der Schifffahrt nicht genügen. Dieser Dienstzweig bedarf einer weitern Entwicklung, und man erwartet nur die Bewilligung eines Credits von Rs. 600: 000$ 000 durch die gesetzgebende Gewalt, um bei der Untiefe- das Cabras- und anderen Punkten. Leuchtfeuer zu errichten.

1910